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	<title>Wahlrecht &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Oxford Statement zum Schutz vor ausländischer Wahlbeeinträchtigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marvin Neukirch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2020 11:15:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Transparente und faire Wahlen sind der Grundpfeiler einer jeden Demokratie. Wenn ein Wahlausgang von externen Akteur*innen beeinflusst worden ist, stellt dies die Legitimation und Stabilität der gewählten Regierung infrage. Der demokratische Prozess kann nicht mehr als solcher bezeichnet werden. Die Wahlkämpfe haben sich aufgrund der Digitalisierung jedoch stark verändert. Kampagnen und Werbung finden nun vermehrt im Internet statt. Dies begünstigt die Reichweite der Kandidat*innen. Allerdings wird dadurch gleichzeitig die Einflussnahme von außen vereinfacht. Die Universität Oxford hat 158 der weltweit führenden internationalen Jurist*innen zusammengebracht, um Konsensschutzmaßnahmen zu formulieren, die nach geltendem Völkerrecht für ausländische Cyberoperationen mit nachteiligen Auswirkungen auf die Wahlen gelten. Dr. Henning Lahmann ist einer der 158 Unterzeichnenden dieser Erklärung und hat mit uns über mögliche Sanktionen, russische Einflussnahme, die Stabilität der Demokratie und die Bundestagswahl 2021 gesprochen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-3 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="column-background background-element" style="opacity: 1;">
											<div class="background-wrapper">
												<div class="background-inner"></div>
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											</div>
										</div><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-163603" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/11/dsi_lahmann5717x3811.jpg" width="500" height="640" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/11/dsi_lahmann5717x3811.jpg 500w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/11/dsi_lahmann5717x3811-234x300.jpg 234w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column text-small" ><p>Dr. Henning Lahmann ist Senior Researcher am Digital Society Institute der ESMT Berlin. Seine Arbeit konzentriert sich auf Cybersicherheit und transnationale Sicherheut, Desinformations- und Informationsoperationen, Menschen- und Bürgerrechte, Datenschutz und Privatsphäre und Internet Governance.</p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-9 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Herr Dr. Lahmann, die „Oxford-Erklärung zum völkerrechtlichen Schutz vor ausländischen Wahlbeeinträchtigungen durch digitale Mittel“ soll verdeutlichen, dass das Völkerrecht digitale Angriffe auf außerstaatliche Wahlen verbietet. Welche Bedeutung hat Wahlmanipulation in unserer heutigen Zeit?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Dr. Henning Lahmann:</strong> Wie eine Reihe von Wahlen und anderer demokratischer Entscheidungsprozesse in vielen – keineswegs nur westlichen – Ländern in den vergangenen Jahren gezeigt hat, sind solche Vorgänge unter den Bedingungen der digitalen Transformation, insbesondere durch die Nutzung informationstechnischer Infrastrukturen für die Durchführung, den relativen Bedeutungsverlust etablierter Medien und den Aufstieg von Social Media als leitendem Informationsmedium in einem nicht antizipiertem Maße verwundbar gegenüber Eingriffen durch ausländische Akteur*innen. Wahlbeeinflussung hat es schon immer gegeben, aber es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass das Problem durch die Digitalisierung eine neue Dimension angenommen hat.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Was waren Ihre Beweggründe dazu, diese Erklärung zu unterschreiben?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Ich habe mich schon länger mit den Phänomenen Cybersicherheit und Desinformation befasst und war auch an dem Workshop beteiligt, der die Erklärung ausgearbeitet hat. Das Thema wird uns in den nächsten Jahren weiter begleiten, insofern fand ich es wichtig, als Community der Völkerrechtler*innen ein Zeichen zu setzen, um zu signalisieren, dass dem Phänomen mit den Mitteln des Rechts begegnet werden muss.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Geltende Völkerrechtsbestimmungen sind in der Theorie für alle Staaten bindend. Dennoch gilt die Umsetzung vieler Bestimmungen als schwierig. In welcher Form können Staaten dazu motiviert werden, sich an diese Grundsätze zu halten?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Durchsetzung völkerrechtlicher Regeln war schon immer schwierig, da es keine übergeordnete Durchsetzungsinstanz gibt und sich Machtverhältnisse unmittelbar auf den Willen auswirken, sich an das Recht zu halten. Die Entwicklung digitaler Infrastrukturen hat das Problem verschärft, da Fehlverhalten im Netz nicht leicht bestimmten Akteur*innen, z.B. einem Staat, zugeordnet werden können und es deshalb oft nicht gelingt, Verantwortlichkeit zu etablieren. Aber wenn genug Staaten signalisieren, dass sie das im Statement als völkerrechtswidrig beschriebene Verhalten nicht tolerieren werden und entsprechend (kollektive oder unilaterale) Gegenmaßnahmen treffen werden, wenn es doch zu Wahlbeeinflussung von außen kommt, hat das zunächst einmal eine normstabilisierende Wirkung und kann auf diese Weise auch das Verhalten von Staaten beeinflussen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>In welcher Form können digitale Wahleingriffe von außen sanktioniert werden? </strong></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Staaten kennen eine Reihe möglicher Maßnahmen; naheliegend sind Sanktionen entweder gegen einzelne verantwortliche Personen (z.B. Regierungsmitglieder*innen, Geheimdienstoffiziere) oder ganze Staaten, wie nach 2016 gegen Russland geschehen; die EU hat in dieser Hinsicht ihre offizielle Politik verschärft (EU Cyber Diplomacy Toolbox); natürlich können laufende Cyberangriffe auch direkt im Netz unterbunden werden, mit möglicherweise empfindlichen Folgen für die Angreifer*innen – auch wenn sich Staaten in dieser Hinsicht wegen der Gefahr weiterer Eskalation zurückhalten sollten. In Betracht käme theoretisch auch eine Sanktionierung in internationalen Foren wie der UN oder dem Internationalen Gerichtshof, aber das ist aus verschiedenen Gründen (z.B. Vetorecht USA, China, Russland im UN-Sicherheitsrat, fehlende Unterwerfung unter die Rechtsprechung des IGH) eher unwahrscheinlich.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Mit welchen Methoden versuchen Staaten heute, die Wahl in anderen Staaten zu beeinflussen?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Da gibt es viele verschiedene Methoden. Bekannt geworden ist natürlich in erster Linie die gezielte Verbreitung politischer Desinformation über Social Media, unterstützt durch Bots, Micro-Targeting und anderer Technologien, um das Wahlverhalten der Zielbevölkerung zu beeinflussen. Inwieweit dies aber überhaupt eine nennenswerte Auswirkung hat, ist bislang noch gar nicht ausgemacht. Darüber hinaus sind natürlich auch Cyberangriffe direkt gegen die digitale Wahlinfrastruktur denkbar, also das Verursachen von Ausfällen der IT-Systeme oder theoretisch sogar das direkte Verändern von Wahlergebnissen. Das ist überall dort ein Risiko, wo diese Infrastruktur an die globalen Netze angeschlossen ist und es keinen sogenannten „Paper-Trail“ gibt, anhand dessen Wahlergebnisse zur Not manuell überprüft und verifiziert werden können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Wenn man an digitale Wahlbeeinflussung denkt, fällt schnell die US-Wahl aus dem Jahr 2016 in den Blickpunkt. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat im Anschluss der Wahl dazu ermittelt. Eine russische Einflussnahme wurde in dem daraus folgenden Bericht bestätigt. Auch im Zuge des Brexit-Referendums wurde gegen eine russische Einflussnahme ermittelt. Lässt sich hier eine Policy erkennen?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Russland verfolgt seit einigen Jahren im Rahmen seiner hybriden Konfliktführung eine Strategie der Informationsbeeinflussung. Dabei geht es weniger darum, bestimmte Kandidat*innen in westlichen Ländern an die Macht zu verhelfen, auch wenn das ein gewünschter Nebeneffekt sein kann. Wichtiger ist es dem Kreml, allgemein Verwirrung und Chaos zu stiften und dadurch das Vertrauen westlicher Bevölkerungen in die Institution der Demokratie zu unterminieren. Hierdurch erhofft man sich eine Schwächung des Westens insgesamt, insbesondere im Verhältnis zu strategischen Interessen Russlands.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Blickt man auf Belarus, sieht man ein Land in bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Die Wahl im August 2020 gilt als sicher manipuliert. Hier fand die Manipulation jedoch nicht von außen, sondern von innen durch die amtierende Regierung Aljaksandr Lukaschenkos statt. Befindet sich die Demokratie in einer Krise?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Belarus ist vielleicht nicht das beste Beispiel, um die Krise der Demokratie zu diagnostizieren, da die Wahlen in diesem Land noch nie frei oder fair waren und es immer zu Manipulationen durch das diktatorische Regime gekommen ist. Davon abgesehen lässt sich aber schon beobachten, dass das Vertrauen in die Demokratie in den letzten Jahren in vielen Ländern gelitten hat. Umfragen legen das recht konsistent nahe. Daran ist aber kaum die Beeinflussung von außen schuld – es ist wahrscheinlicher, dass ausländische Akteur*innen einfach Wege gefunden haben, diese Vertrauenskrise für ihre eigenen Zwecke auszunutzen und auf diese Weise zu verschärfen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Wie gefährdet sehen Sie die deutsche Demokratie hinsichtlich einer möglichen Wahlmanipulation?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Durch das Verhältniswahlsystem ist die Bundesrepublik grundsätzlich weniger anfällig für Manipulation von außen als das in Ländern mit Mehrheitswahlrecht (USA, UK, Präsidentschaftswahl in Frankreich) der Fall ist. Trotzdem ist natürlich frühzeitige Aufmerksamkeit geboten. Deutschland hat noch einen weiteren Vorteil, nämlich ein im Vergleich zu anderen westlichen Ländern relativ stabiles, weiterhin einflussreiches Mediensystem, das journalistischen Grundsätzen verpflichtet ist; dazu gehören die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, aber auch die großen Printmedien. Trotzdem hat die Polarisierung auch in Deutschland stark zugenommen, nicht zuletzt im Zuge der Pandemie, und Stimmen vom Rand gewinnen an Einfluss. Hier können ausländische Akteur*innen Anknüpfungspunkte für Desinformation und andere destabilisierende Operationen finden.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Im kommenden Jahr findet die Bundestagswahl 2021 statt. Mit den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit sind Eingriffe von außen zu erwarten. Was kann die Bundesregierung vorab tun, um eine transparente Wahl zu gewährleisten und sich gegen Angriffe von außen zu schützen?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Bundesregierung muss mithilfe der zuständigen Behörden (Polizei, BfV, BND) schadhafte Operationen früh erkennen und diese vor allem zum frühestmöglichen Zeitpunkt gegenüber der Bevölkerung publik machen, um Transparenz und Vertrauen herzustellen. Was Cyberangriffe gegen Wahlinfrastrukturen angeht, mache ich mir weniger Sorgen, weil in Deutschland das meiste noch immer im Kern analog stattfindet. Darüber hinaus muss möglichen ausländischen Akteur*innen frühzeitig unmissverständlich signalisiert werden, dass Versuche der Beeinflussung sanktioniert werden.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Die vollständige Oxford-Erklärung zum völkerrechtlichen Schutz vor ausländischen Wahlbeeinträchtigungen durch digitale Mittel finden Sie <a href="https://www.elac.ox.ac.uk/the-oxford-statement-on-international-law-protections-against-foreign-electoral-interference-through">hier</a>.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@markuswinkler?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Markus Winkler</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Dr. Henning Lahmann Photo by privat/ESMT</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-6"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bremen vor der Wahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ecampaigning-wasserstandsmeldung-von-der-weser-5201/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 09:39:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[eCampaigning]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetwahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Böhrnsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/bremen-wappen.jpg" align="left" height="74" width="64" />Nach &#34;grünen Landtagswahlen&#34; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diskutieren Beobachter zukünftige Verhältnisse im Bundesrat. Schon kündigen sich die nächsten Urnengänge auf Landesebene an. In Bremen wird am 22. Mai gewählt. politik-digital.de befragte einen Experten zu den Voraussetzungen und die Bremer Parteien nach ihrer Strategie im Online-Wahlkampf.
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/bremen-wappen.jpg" align="left" height="74" width="64" />Nach &quot;grünen Landtagswahlen&quot; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diskutieren Beobachter zukünftige Verhältnisse im Bundesrat. Schon kündigen sich die nächsten Urnengänge auf Landesebene an. In Bremen wird am 22. Mai gewählt. politik-digital.de befragte einen Experten zu den Voraussetzungen und die Bremer Parteien nach ihrer Strategie im Online-Wahlkampf.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Bei den Wahlen im März war vor dem Hintergrund der japanischen Katastrophe die Atompolitik noch in aller Munde und schadete, so die Wahlforscher, vor allem der baden-württembergischen CDU massiv. Auch die  Bremer Parteistrategen sind mit den Auswirkungen konfrontiert, die das derzeit innenpolitisch brisanteste Thema für den Wahlkampf im Nordwesten haben wird. Mit dem Atomkraftwerk &quot;Unterweser&quot; im niedersächsischen Esenshamm steht einer der umstrittenen Reaktoren nur unweit der Landesgrenzen.
</p>
<p>
&quot;Auch wenn die Atomkatastrophe in Japan langsam aus den Schlagzeilen verschwindet, &#8216;strahlen&#8217; die Ereignisse in Fukushima im buchstäblichen Sinne noch auf den Wahlkampf in Bremen aus, und es scheint sicher zu sein, dass vor allem die Grünen erneut davon profitieren werden&quot;, so die Einschätzung von <a href="http://www.lotharprobst.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Lothar Probst</a>, Politikwissenschaftler am Arbeitsbereich &quot;Wahl-, Parteien- und Partizipationsforschung&quot; der Universität Bremen, gegenüber politik-digital.de.<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/lotharprobst-finale.jpg" title="Prof. Dr. Probst" alt="Prof. Dr. Probst" align="left" height="174" width="200" /> Die Tatsache, dass die Energiepolitik erneut im Fokus stehen könnte, hängt nach der Meinung des Bremer Wahl-Experten aber auch eng mit der derzeitigen landespolitischen Situation zusammen.&quot;Insgesamt ist der Wahlkampf bisher sehr themenarm. Landespolitische Themen wie Bremens düstere Finanzlage spielen nur am Rande eine Rolle. Auch deshalb wird die Frage nach der Zukunft der Energiepolitik und danach, welche Rolle Bremen als ein Vorreiter im Bereich der Windenergie spielen könnte, den Wahlkampf mit prägen&quot;. Und auch die einzelnen Parteien wissen um diesen thematischen Schwerpunkt, wie Nachfragen unserer Redaktion verdeutlichen: &quot;Die SPD sieht diese Stimmung als eine generelle, von der Bremer Landespolitik unabhängige Erscheinung: Überall ist mit der besonderen Stimmung &#8216;pro Grüne&#8217; nach der Katastrophe in Japan umzugehen&quot;, so der SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl. Die Auswirkungen der  Atomdebatte gelten in Bremen aber noch nicht bei allen Parteien als ausgemachte Sache. &quot;Selbstverständlich hat die Diskussion über die Atompolitik die Ergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gravierend beeinflusst. Derzeit ist schwer einzuschätzen, ob dies am 22. Mai auch für Bremen gilt&quot;, so die Ansicht von Gunnar Meister, Pressesprecher der Bremer CDU, gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
<b>Der Wahlkampf im Netz</b><br />
Über die Chancen des eCampaigning bei Wahlkämpfen in Stadtstaaten wurde bereits aus Anlass der Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar <a href="http://www.wahl.de/blog/101215/online-wahlkampf-auf-hanseatisch-hamburg-social-media" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geschrieben</a>. Auch in Bremen, der kleineren der beiden Hansestädte mit einer im Vergleich zu Hamburg fundamental unterschiedlichen Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur, haben sich die verschiedenen Parteien und Wählervereinigungen die Möglichkeiten des Online-Wahlkampfs angeeignet. Wie sehen die Internetauftritte der einzelnen Parteien aus und in welchem Maße findet ein über bloße Information hinausgehender Dialog mit dem Wähler statt?
</p>
<p>
Die Sozialdemokraten, die in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit den Bündnisgünen regiert haben, setzen im Internet bis zum Wahltag auf verschiedene Live-Chats mit ihren Spitzenpolitikern. Bremens SPD-Landesvorsitzender Andreas Bovenschulte hat diese Chat-Serie am 12. April 2011 begonnen, verschiedene Spitzengenossen von der Weser werden folgen, bis am 20. Mai der Spitzenkadidat und Senatschef Jens Böhrnsen den <a href="http://bremenmitzukunft.de/Page1050.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dialog</a> beendet. SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl betont im Gespräch mit politik-digital.de: &quot;Dem Internet wird gegenüber früheren Wahlkämpfen eine deutlich stärke Rolle zugemessen. Bereits im Herbst 2010 haben wir unseren online-Programmdialog gestartet. Dieser fand mit der Verabschiedung des Regierungsprogramms 2011-2015 auf dem Landesparteitag am 26. Februar 2011 zunächst einen Abschluss. Mit unseren Homepages „bremenmiteinander.de“ und „bremenmitzukunft.de“ (&#8230;) werden wir das Diskussions- und Kommunikationsangebot in den Wahlkampf verlängern und wiederaufnehmen&quot;.
</p>
<table border="0" height="44" width="480">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="/wp-content/uploads/fdp-bremen.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fdp-bremen.png" alt="FDP-Bremen" title="FDP-Bremen" height="138" width="220" /></a></td>
<td align="center"> <a href="/wp-content/uploads/spd-bremen.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/spd-bremen.png" alt="SPD-Dialogwebsite &quot;bremenmitzukunft.de&quot;" title="SPD-Dialogwebsite &quot;bremenmitzukunft.de&quot;" height="138" width="220" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die <a href="http://www.cdu-bremen.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a> setzt online neben einem professionellem Youtube-Kanal und den Informationen über ihre Spitzenkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann auf eine &quot;negative-campaigning&quot;-Strategie gegen SPD, Grüne und die Tagespolitik des amtierenden Senats. Unter Partizipationsgesichtspunkten sticht im aktuellen christdemokratischen Internetangebot vor allem die Mitmach-Rubrik &quot;Langsam reicht&#8217;s&quot; ins Auge. Ein Google-Maps-basierter Bremen-Stadtplan (&quot;Von unseren Website-Besuchern gemeldete Probleme im Straßenverkehr zum Thema Stau, Schlaglöcher, Baustellen usw.&quot;) informiert über tatsächliche oder vermeintliche Verkehrsprobleme der Hansestadt. Eine Kampagne, die dem Website-Besucher zwar Partizipation erlaubt, nach Ansicht von Professor Lothar Probst aber zugleich inhaltliche Schwächen der christdemokratischen Strategie verdeutlicht: &quot;Die CDU hat bisher überhaupt keinen Ansatzpunkt gefunden, um die rot-grüne Regierung unter Druck zu setzen.&quot;  
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.cdu-bremen.de/verkehrsprobleme.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/cdubremen-screenshot.jpg" title="Verkehrsprobleme in Bremen" alt="Verkehrsprobleme in Bremen" height="307" width="491" /></a>
</p>
<p>
&quot;Wir konkurrieren mit der CDU um Platz 2, so beschreibt Landeschefin Susan Mittrenga das selbstbewusste Wahlkampfziel von Bündnis90/Die Grünen. Um dieses Ziel zu erreichen, warten die Grünen im <a href="http://www.gruene-bremen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet</a> mit ihrer aus den bisherigen Landtagswahlen des Jahres 2011 bereits bekannten &quot;3 Tage- Wach-Aktion&quot; auf. Die <a href="http://bremen.piratenpartei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a> hatte es bereits in den beiden vergangenen Landtagswahlen dieses Jahres schwer und setzt in Bremen und Bremerhaven auch  &#8211; aber nicht nur &#8211; auf das Internet als Wahlkampfinstrument, wie Erich Sturm vom Bremer &quot;Piraten&quot;-Vorstand gegenüber politik-digital.de ausführt: &quot;Das Internet als Dialogmedium hat einen hohen Stellenwert, kann aber den direkten Kontakt mit den Bürgern im Wahlkampf (noch) nicht ersetzen. Wir nutzen natürlich alle Möglichkeiten der modernen Medien, um zu informieren und um zu mobilisieren. Beide Wahlkampfformen haben bei uns denselben Stellenwert&quot;.
</p>
<p>
<b>Die Auseinandersetzung um das Bürgermeisteramt</b><br />
Welchen Einfluss haben die einzelnen Spitzenkandidaten im aktuellen Wahlkampf und wie präsentieren sie sich im Internet? Aufgrund der überschaubaren Einwohnerzahl Bremens und der vergleichsweise niedrigen bundespolitischen Relevanz der Stadt an der Weser wird ihnen – zumindest im überregionalen Kontext &#8211; ein geringeres mediales Interesse entgegengebracht als den Spitzenkandidaten in großen Flächenländern. Spitzenpolitiker aus Bremen erlebten zuletzt im Juni vergangen Jahres bundesweite Aufmerksamkeit. Damals stand Bremens Senatschef <a href="http://www.jens-boehrnsen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jens Böhrnsen</a> in seiner Funktion als amtierender Bundesratspräsident nach dem überraschenden Rücktritt Horst Köhlers für einige Wochen an der Spitze der Bundesrepublik. Eine Aufgabe, die Böhrnsen genützt hat, wie der Parteienforscher Probst meint: &quot;Jens Böhrnsen ist durch die Wochen, in denen er als Bundesratspräsident nach dem Rücktritt von Bundespräsident Köhler dessen Aufgaben übernommen hat, ins öffentliche Rampenlicht gerückt und hat dadurch bundes- und landespolitisch an Statur gewonnen.&quot;
</p>
<p>
Die CDU in Bremen wartet seit nunmehr sechs Jahrzehnten darauf, in das historische Rathaus am Bremer Roland einzuziehen. Eine Aufgabe, die im Frühjahr 2011 die Bürgerschaftsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende <a href="http://mohr-luellmann.cdu-bremen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Rita Mohr-Lüllmann</a> für die hanseatischen Christdemokraten stemmen soll und dementsprechend auch online &quot;im Mittelpunkt&quot; der Kampagne steht wie es bei der Partei heißt. Die amtierende Finanzsenatorin und stellvertretende Bremer Bürgermeisterin <a href="http://www.finanzen.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen53.c.4273.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karoline Linnert</a> geht erneut auf Listenplatz 1 für Bündnis90/Die Grünen in den Bürgerschaftswahlkampf. Die Bremer FDP setzt beim Kampf um einen Wiedereinzug in die Bürgerschaft weniger auf Personalsisierung als auf ein Mannschaftsspiel, wie Pressesprecher Nicolas Scheidtweiler hervorhebt: &quot;Wir wollen die Kompetenzen all unserer Kandidaten nutzen und tun dies im Bereich der Podiumsdiskussion vor Ort, aber auch im Online-Wahlkampf. Jedoch ist auch klar, dass <a href="http://www.oliver-moellenstaedt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Möllenstädt</a> durch seine Funktion als Sprecher der FDP in der Bremischen Bürgerschaft öfter in die Öffentlichkeit tritt und damit auch bei uns in den Online-Medien präsentiert wird&quot;, so Scheidtweiler gegenüber politik-digital.de. Bei der Bremer Piratenpartei steht selbstverständlich nicht der Kampf um den Chefsessel im Rathaus, sondern die eigenen Programminhalte im Mittelpunkt der Kampagne, wie Erich Sturm betont: &quot;Wir setzen auf Inhalte und nicht auf Personen. Allein schon deshalb, weil wir außerhalb des Netzes mit der minimalen Berichterstattung zu kämpfen haben.&quot;
</p>
<p>
<b>Fazit</b>
</p>
<p>
Sieht man einmal von organisatorischen Veränderungen &#8211; hier ist vor allem das <a href="http://www.5stimmen.de/index.php?article_id=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">reformierte Wahlrecht</a> (das neue Wahlrecht kann auf der Homepage der Bremer Bürgerschaft anhand<br />
eines interaktiven Probestimmzettels online geübt werden)<br />
mit der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens zu erwähnen &#8211; ab, so kann der eigentliche Wahlkampf zur Bremer Bürgerschaft im Frühjahr 2011 im Internet mit nur wenigen Innovationen aufwarten.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.5stimmen.de/index.php?article_id=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gibmirfuenf-screenshot.jpg" alt="Die Informationsseite der Bürgerschaft zum neuen Wahlrecht" title="Die Informationsseite der Bremer Bürgerschaft zum neuen Wahlrecht" height="307" width="491" /></a>
</p>
<p>
Möglicherweise wird die Berichterstattung aber sowieso durch ein Ereignis von parteiübergreifender lokaler Bedeutung überstrahlt. In der Woche rund um den Wahltermin am 22. Mai hat die Deutsche Fußballliga (DFL) die Relegationsspiele für den Verbleib in der höchsten deutschen Profi-Spielklasse angesetzt. Sollte der in der laufenden Bundesligasaison äußerst mittelmäßig aufspielende SV Werder Bremen in diese Relegation involviert sein, könnte für das Elektorat im Zwei-Städte-Staat jedes Wahlergebnis zur Nebensache werden.
</p>
<p>
<br />
<i></i></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Magere Piraten-Beute?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 17:43:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Lauer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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					<description><![CDATA[2009 war in der Folge von teils aufsehenerregenden Ergebnissen bei der Europa- und Bundestagswahl über eine Zukunft der Piraten als junge Großstadtpartei für netzaffine Bildungsbürger spekuliert worden. Nach den Wahlen vom vergangenen Wochenende differenziert sich dieses Bild. politik-digital.de sprach mit Christopher Lauer, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2009 war in der Folge von teils aufsehenerregenden Ergebnissen bei der Europa- und Bundestagswahl über eine Zukunft der Piraten als junge Großstadtpartei für netzaffine Bildungsbürger spekuliert worden. Nach den Wahlen vom vergangenen Wochenende differenziert sich dieses Bild. politik-digital.de sprach mit Christopher Lauer, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Von Koordinatenverschiebungen im politischen System der Bundesrepublik, wahlweise auch von einem &quot;politischen Erdbeben&quot; war die Rede, als am vergangenen Sonntag um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen zu den Landtagswahlen veröffentlicht wurden. Die Piratenpartei jedoch spielte bei diesen Ergebnissem keine Rolle. Das bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg angewendete Einstimmenwahlrecht favorisiert tendenziell ohnehin die großen Parteien. <a href="http://vorstand.piratenpartei.de/der-vorstand/christopher-lauer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christopher Lauer</a>, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei auf Bundesebene, macht im Gespräch mit politik-digital.de jedoch auf noch viel tiefergehende, praktische Gründe für die Startschwierigkeiten von Klein- und Kleinstparteien aufmerksam: &quot;Es müssen über 10.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, 150 in jedem Wahlkreis. Das sind teilweise Kreise, in denen Dörfer aus einer Straße bestehen. Das hat uns natürlich viel Zeit, Kraft und Energie gekostet, in der die Mitglieder vielleicht auf andere Weise effektiver Wahlkampf hätten machen können&quot;. Trotz geringer finanzieller Mittel sehen die Piraten in ihren Ergebnissen Achtungserfolge, so Lauer weiter.
</p>
<p>
Dennoch liegen in den drei Bundesländern, in denen am 27. März 2011 – auf unterschiedlichen föderalen Ebenen &#8211; gewählt worden ist, neben den von Lauer genannten 150-Seelen-Ortschaften auch zahlreiche der vermeintlichen Piratenhochburgen: Universitäts- oder Fachhochschulstädte mit formal gebildeter, junger und netzaffiner Wählerschaft. politik-digital.de hat in der folgenden Tabelle die vorläufigen amtlichen Endergebnisse der Piratenpartei in Universitätsstädten wie zum Beispiel Freiburg, Gießen oder Trier überblicksartig zusammengestellt.
</p>
<p>
Christopher Lauer kann den einzelnen am Sonntag erzielten Wahlergebnissen auch einige positive Aspekte abgewinnen: &quot;Insbesondere die Ergebnisse bei den Jungwählern mit teilweise 12 Prozent machen Hoffnung, dass es zukünftig bessere Ergebnisse geben wird. Der Einstieg in die Parlamente wird für uns eher ein Marathon als ein Sprint werden, was aber auch sein Gutes hat, so kann die Partei lokale Strukturen aufbauen und wird nicht durch den schnellen Erfolg zerrissen&quot;. Lauer spricht von politischen Strukturen, die die Piraten von der kommunalen Ebene aufwärts planen wollen: &quot;Die 29 Mandate, die von der Piratenpartei in Hessen erlangt werden konnten, legen eine Grundlage für kommunalpolitisches Engagment. Dass die Piratenpartei in Hessen in einigen Kommunen stärker war als Linke und FDP, freut mich natürlich auch&quot;.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/piratenpartei-ergebnisse_1.jpg" height="523" width="325" />
</p>
<p>
Neben den bereits erwähnten verzerrenden Effekten des Wahlrechts scheinen weitere Gründe für das Abschneiden der Piratenpartei verantwortlich zu sein: Die Piraten sind wie Bündnis90/Die Grünen am libertären Pol des deutschen Parteiensystems angesiedelt und umwerben ein ähnliches Milieu. Gerade in den Universitätsstädten Baden-Württembergs standen die bündnisgrünen Chancen der Regierungsübernahme im Fokus der Wahl und die  Wahlauseinandersetzung hat sich in den letzten Wochen auf die Energiepolitik als grünes Urthema zugespitzt.</p>
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		<title>Hamburg wählt (analog)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hamburg-waehlt-analog-3775/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 15:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Leider viel zu wenig Beachtung finden die <a href="http://www.wahlen.hamburg.de/">Bemühungen der Hamburger Innenbehörde</a> zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Bürgerschaftswahlen am 24. Februar 2008. Neben den Standard-Infos im traditionellen Gewand der Behördenmitteilungen wurde ein gut sortiertes Themenportal entwickelt, das unter <a href="http://www.24-februar.de/">www.24-februar.de</a> zahlreiche Register der digitalen Wählerbildung zieht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leider viel zu wenig Beachtung finden die <a href="http://www.wahlen.hamburg.de/">Bemühungen der Hamburger Innenbehörde</a> zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Bürgerschaftswahlen am 24. Februar 2008. Neben den Standard-Infos im traditionellen Gewand der Behördenmitteilungen wurde ein gut sortiertes Themenportal entwickelt, das unter <a href="http://www.24-februar.de/">www.24-februar.de</a> zahlreiche Register der digitalen Wählerbildung zieht.<!--break--></p>
<p>
Die umfängliche Begleitung der Wahl im Netz ist vor allem auch deshalb nötig, weil mit der Bürgerschaftswahl ein neues Wahlrecht (<a href="http://www.24-februar.de/modules/file_download.php?file_id=a902b62f7a4e20cf0fb8161bd9e3ebd7">Kurzinfo</a>, <a href="http://www.24-februar.de/modules/file_download.php?file_id=aa94262f9dc5a8edf0bc0eb6384bd54d">Langfassung</a>) zum Einsatz kommt, das etwas komplexer gestrickt ist und den Wählerinnen und Wählern nicht nur zwei, sondern insgesamt sechs Stimmen zur Verfügung stellt (und da neben der Bürgerschaft auch noch die Bezirksversammlungen gewählt werden, sind es effektiv sogar doppelt so viele Stimmen).
</p>
<p>
<b>Schnupperwahl und Schritt-für-Schritt-Anleitung</b>
</p>
<p>
Das Info-Portal 24-februar.de hält neben den Basisinformationen zum Wahlverfahren auch einige praxisorientierte Handreichungen bereit. Während die <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/wahl/buergerschaftswahlen/briefwahl/2008-02-13-bfi-bt-schritt-fuer-schritt-pdf,property=source.pdf">Schritt-für-Schritt-Anleitung</a> als PDF-Blättersammlung noch recht konservativ daherkommt, ist der <a href="http://www.24-februar.de/stimmzettel/stimmzettel.html">interaktive Stimmzettel</a> schon ein wesentlich netzaffineres Angebot.
</p>
<p>
Mit der grafisch zwar nicht umwerfenden, formal und inhaltlich aber doch soliden Simulation können interessierte Bürgerinnen und Bürger probeweise ihre Stimmvergabe durchführen und dabei auch verschiedene Stimmenverteilungen testen. Dabei gibt es auch ein umgehendes Feedback zur Gültigkeit bzw. Ungültigkeit der Wahl &#8211; sind zuviele Kreuze gesetzt, erscheint ein Warnsignal.
</p>
<p>
Interessanterweise liefern die Hamburger Wahlbehörden damit ein Tool, das gerade in Hessen dringend nötig gewesen wäre &#8211; und zwar nicht wegen der Besonderheiten im Wahlrecht, sondern wegen den dort eingesetzten <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/01/28/recount/">Wahlgeräten</a>. Mit solchen Angeboten zeigt sich eine Form digitaler Wählerbildung, die im Zuge der fort schreitenden Medialisierung von Wahlen künftig zum Standard werden sollte. Im Gegensatz zum populären Wahl-o-Mat (hier die <a href="http://www.24-februar.de/wahlomat">Hamburger Version</a>), der sich auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen konzentriert, wird hier die formale Dimension des Wählens als politischer Prozess betont.</p>
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		<item>
		<title>Chaos Computer Club klagt gegen Wahlmaschinen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/chaos-computer-club-klagt-gegen-wahlmaschinen-3677/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 09:19:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der hessischen Landtagswahl am 27. Januar 2008 sollen teilweise <a href="/wahlmaschinen-in-hessen">Wahlcomputer eingesetzt werden</a>. Dagegen klagt der <a href="http://www.ccc.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club (CCC)</a>. Der Vorwurf: Die Geräte seien manipulierbar und verletzten drei Grundsätze des Wahlrechts: Die Öffentlichkeit, Amtlichkeit
und Gleichheit der Wahl.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der hessischen Landtagswahl am 27. Januar 2008 sollen teilweise <a href="/wahlmaschinen-in-hessen">Wahlcomputer eingesetzt werden</a>. Dagegen klagt der <a href="http://www.ccc.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club (CCC)</a>. Der Vorwurf: Die Geräte seien manipulierbar und verletzten drei Grundsätze des Wahlrechts: Die Öffentlichkeit, Amtlichkeit<br />
und Gleichheit der Wahl.<br />
<!--break--></p>
<p>
Die Klage sei notwendig geworden, weil Hessens Landesregierung „nicht über den nötigen Sachverstand verfügt, die technischen Unsicherheiten und Transparenzmängel der Wahlcomputer zu verstehen“, <a href="http://www.ccc.de/updates/2008/wahlcomputer-hessen?language=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> schreibt der Chaos Computer Club auf seiner Webseite</a>.
</p>
<p>
Besonders schwer wiege es, dass die Wahlen durch den Einsatz der Maschinen undurchsichtig seien. Damit sei die Öffentlichkeit der Wahl nicht mehr gegeben. Zudem sollen die Wahlcomputer nur vereinzelt in Hessen eingesetzt werden – laut dem 25-seitigen Klagetext des CCC ein weiterer Verstoß gegen das Wahlrecht, weil hessische Wählerinnen und Wähler nicht in „formal gleicher Weise“ abstimmen könnten. Der Einsatz der Geräte des niederländischen Herstellers Nedap wecke außerdem Zweifel an der Amtlichkeit der Wahl: Behördliche<br />
Stellen könnten nicht kontrollieren, ob die Nedap-Geräte zugelassene Maschinen seien und müssten sich auf den Hersteller verlassen.
</p>
<p>
CCC-Sprecher Dirk Engling fasste die Kritik am geplanten Einsatz der Computer in Hessen prägnant zusammen: Diese seien ein „unsinniger, zeitraubender und teurer<br />
Schildbürgerstreich“.
</p>
<p>
Bereits im Mai 2007 veröffentlichte der CCC in Zusammenarbeit mit der niederländischen Initiative „Wir vertrauen keinen Wahlcomputern“ einen Text über Sicherheitslücken bei den Nedap-Wahlmaschinen. Es gelang den Testern sogar, ein Schachprogramm auf den Computern zum Laufen zu bringen. <a href="http://www.ccc.de/press/releases/2007/20070609/nedapReport54.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der abschließende Bericht</a> stellte fest, dass die Wahlmaschinen unsicher und leicht zu manipulieren seien.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wahlkampfregulierung in Australien</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-australien_wahlrechtsregulierung050614-shtml-3078/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerhard Schröder kann von so etwas nur träumen: Ab Juli hat die australische Regierung die Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments. Viele Gesetzesvorhaben können und sollen mit dieser Machtfülle dann umgesetzt werden: neben tiefgreifenden Änderungen bei den industriellen Beziehungen fallen geplante Änderungen beim Wahlrecht da kaum ins Gewicht – oder?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Gerhard Schröder kann von so etwas nur träumen: Ab Juli hat die australische Regierung die Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments. Viele Gesetzesvorhaben können und sollen mit dieser Machtfülle dann umgesetzt werden: neben tiefgreifenden Änderungen bei den industriellen Beziehungen fallen geplante Änderungen beim Wahlrecht da kaum ins Gewicht – oder?</p>
<p><!--break--></p>
<p>Bei den Wahlen im vergangenen Oktober errang die konservative Koalition unter John Howards Führung eine deutliche Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments. Ab Juli kann sie diese Machtfülle nun auch im Senat einsetzen und ihre Gesetzesvorhaben nach allgemeiner Erwartung ohne nennenswerten Widerstand durchbringen.</p>
<p>Neben den angekündigten tiefgreifenden Änderungen bei den industriellen Beziehungen geht fast unter, dass es beispielsweise auch Änderungen und Ergänzungen zum<br />
                            <a href="http://www.aec.gov.au/_content/why/legislation/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electoral Act</a> geben soll.</p>
<p>Zum einen sind damit die Regelungen zum Wählerverzeichnis betroffen. Dort muss sich jeder volljährige Australier eintragen lassen, um an der Wahl teilnehmen zu können. Künftig soll die Möglichkeit, sich in das Verzeichnis eintragen zu lassen, mit dem Tag der Bekanntgabe eines Wahltermins enden und nicht wie bisher innerhalb von sieben Tagen. Bedenkt man, dass sich bei der letzten Wahl knapp 80.000 Menschen in der Woche nach Bekanntgabe des Wahltermins einschreiben ließen, handelt es sich um eine nicht unerhebliche Zahl potenzieller Wähler.</p>
<p>Gerade Erstwähler, die sich noch nicht im Verzeichnis haben eintragen lassen, könnten durch die Änderungen benachteiligt sein. Betroffen wären aber auch Wähler in sehr entfernten Gemeinden (nicht ausschließlich, aber überwiegend Australian Aboriginal peoples), die häufig erst mit Verzögerung von einem Wahltermin erfahren. Ebenso sollen alle, die eine Gefängnisstrafe verbüßen, von der Wahl ausgeschlossen werden.</p>
<p>Auch das Internet bleibt von neuen Bestimmungen nicht verschont: Wahlberichterstattung und –kommentierung auf Webseiten, Blogs eingeschlossen, soll ab dem ersten Juli 2005 mit Name und Adresse eines Verantwortlichen versehen sein. Zwar gelten diese Regeln bereits für Fernsehen, Radio und Presse, aber Online-Publikationen schließt das Gesetz in seiner bisherigen Fassung nicht ausdrücklich mit ein.</p>
<p>Dieses Schlupfloch soll nun geschlossen werden. Den Anlass dafür bieten offensichtlich Erfahrungen mit Webseiten wie JohnHowardLies.com &lt;www.johnhowardlies.com&gt; (derzeit nicht erreichbar), die im letzten Wahlkampf für Aufregung sorgten. Anonyme Autoren veröffentlichten hier angebliche Lügen von Premierminister John Howard und die angeblichen Fakten. Die Australian Labor Party wies in einem eMail-Newsletter per Link auf diese Seite hin und distanzierte sich nicht vom Inhalt.</p>
<p>Fraglich ist, ob das Gesetz dann nur für vollständige, einem einzigen Thema gewidmeten Webseiten gelten soll oder auch für einzelne politische Kommentare in Blogs, Diskussionsforen oder auch eMail-Newsgroups? Wer soll bzw. will hier als Verantwortlicher für den Inhalt stehen? Sicherlich gibt es im Einzelfall auch legitime Gründe, anonym zu bleiben. Nicht zuletzt unterscheiden sich Blogs, Diskussionsforen und eMail-Newsgroups auch von traditionellen Medien: durch ihre Schnelligkeit, die ständige Korrektur und Weiterentwicklung des Inhalts und die Möglichkeit der breiten Teilhabe an Kommunikation.</p>
<p>Die geplanten Änderungen beim Wahlrecht sind keineswegs trivial. Bestimmten Wählerschichten wird der Weg zur Wahl weiter erschwert oder gar verweigert und die Wahlberichterstattung im Internet gerät in Gefahr, an Meinungsvielfalt und –freiheit zu verlieren. Unter dem Etikett der Gleichbehandlung aller Medien könnten künftig unerwünschte Webseiten im Wahlkampf aus dem Verkehr gezogen werden. Zu lösen ist da nur noch das Problem, wie dies geschehen soll, wenn der Server im Ausland steht?</p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kumuliert, panaschiert, irritiert?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kumuliert_panaschiert_irritiert-789/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wirklich neu ist das angewandte Wahlrecht für
die hessische Kommunalwahl am 18. März nur für die hessischen Wahlbürger, denn in
anderen Bundesländern werden bereits seit einigen Jahren Stadtverordnetenversammlungen, Kreistage
und Ortsbeiräte nach dem Prinzip des Kumulierens und Panaschierens gewählt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wirklich neu ist das angewandte Wahlrecht für<br />
die hessische Kommunalwahl am 18. März nur für die hessischen Wahlbürger, denn in<br />
anderen Bundesländern werden bereits seit einigen Jahren Stadtverordnetenversammlungen, Kreistage<br />
und Ortsbeiräte nach dem Prinzip des Kumulierens und Panaschierens gewählt.</b></span><!--break-->
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese beiden Verfahren stellen die zentralen inhaltlichen Veränderungen im Vergleich<br />
zu den vorangegangenen Kommunalwahlen dar. Mit dem Gesetz zur Stärkung der<br />
Bürgerbeteiligung und der kommunalen Selbstverwaltung vom 23. Dezember 1999 wurde neben<br />
der aufgewerteten Rechtstellung der direkt gewählten Bürgermeister und Landräte, der<br />
Sport in die Kommunalverfassung aufgenommen, die Mitwirkung kommunaler Spitzenverbände an<br />
der Landesgesetzgbeung verbessert und schließlich auch das bisherige Kommunalwahlrecht<br />
umfangreich geändert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dabei wurde auch das aktive Wahlalter &#8211; mit einer Übergangsregel für die kommende<br />
Kommunalwahl &#8211; wieder von sechzehn auf 18 Jahre angehoben, die Legislaturperiode von vier<br />
auf fünf Jahre verlängert, die Fünf-Prozent-Hürde gestrichen und ein neues Wahlsystem<br />
eingeführt, das im folgenden näher erläutert werden soll.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unverändert bleibt das Prinzip der Verhältniswahl bestehen, nach dem die Verteilung<br />
der Mandate auf die einzelnen Parteien entsprechend ihrem Anteil an den insgesamt<br />
abgegebenen Stimmen erfolgt. Mit der Einführung des neuen Wahlrechts soll den Wählern<br />
die Möglichkeit offeriert werden, nicht mehr nur zwischen den bisherigen starren Listen<br />
wählen zu können, sondern mit der Stimmabgabe auch einen direkten Einfluss auf die<br />
Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber zu haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Wähler können bei der bevorstehenden Kommunalwahl so viele Stimmen verteilen, wie<br />
Sitze in Stadtparlamenten oder  Kreistagen zu wählen sind. Dabei steht ihnen zu,<br />
jedem Kandidaten bis zu drei Stimmen zu geben (&quot;kumulieren&quot;) und somit die<br />
Rangfolge der Bewerberinnen und Bewerber auf dem favorisierten Wahlvorschlag zu<br />
beeinflussen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zudem müssen sich die Wähler nicht mehr nur für eine bestimmte Partei oder eine<br />
Wählergruppe entscheiden, sondern können zusätzlich ihre Stimmen auch Kandidaten in<br />
einem oder mehreren Wahlvorschlägen zuteilen (&quot;panaschieren&quot;).</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht vergebene Stimmen des Wählers werden schließlich bei der Auswertung den<br />
Bewerberinnen und Bewerbern des gekennzeichneten Wahlvorschlags zugerechnet. Dabei<br />
erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber, die nicht bereits drei Stimmen bekommen haben,<br />
ausgehend von der überzähligen Stimmenanzahl von oben nach unten jeweils ein Stimme.<br />
Dieser Vorgang wird so lange durchgeführt, bis alle Stimmen verteilt wurden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer jedoch verhindern will, dass bestimmte Bewerberinnen und Bewerber bei diesem Modus<br />
allein durch die Kennzeichnung eines Wahlvorschlags zusätzliche Stimmen erhalten, kann in<br />
der gewählten Liste Streichungen von Bewerberinnen und Bewerbern vornehmen. In diesem<br />
Fall werden die überzähligen Stimmen den verbleibenden Kandidaten zugeordnet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Allerdings können die Wähler sich natürlich wie bisher auch für eine favorisierte<br />
Liste mit der vorgegebenen Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber entscheiden &#8211; und<br />
die Wahl mit einem einzigen Kreuz entscheiden. </span></p>
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