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	<title>Wahlverhalten &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Wahlverhalten &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Was eine Bundestagswahl entscheidet</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:46:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">Betrachtungen einzelner Ereignisse, die eine Wahl        beeinflussen, gibt es zuhauf. Doch eine umfassende Darstellung einer        Bundestagwahl ist selten. Das Buch &#8222;Bundestagswahl 2002. Eine        Untersuchung im Zeichen hoher politischer Dynamik&#8220; vereint        die Beiträge namhafter Autoren der Sozialforschung und gibt        den Lesern einen Gesamteindruck über den Verlauf der Bundestagswahl        2002. Sonja Domeyer hat das Buch für politik-digital.de gelesen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Betrachtungen einzelner Ereignisse, die eine Wahl beeinflussen, gibt es zuhauf. Doch eine umfassende Darstellung einer Bundestagwahl ist selten. Das Buch „Bundestagswahl 2002. Eine Untersuchung im Zeichen hoher politischer Dynamik“ vereint die Beiträge namhafter Autoren der Sozialforschung und gibt den Lesern einen Gesamteindruck über den Verlauf der Bundestagswahl 2002. Sonja Domeyer hat das Buch für politik-digital.de gelesen.<!--break--></p>
<p><span class="fett"><br />
</span>Während des Bundestagswahlkampfs 2002 sah alles nach einem Regierungswechsel aus, die regierende rot-grüne Koalition schien chancenlos. Doch innerhalb weniger Wochen konnte die Koalition das Blatt aus einer scheinbar aussichtlosen Situation heraus wenden und ab dem 22. September 2002 eine weitere Legislaturperiode regieren. Wie war das möglich? Welche Gründe haben den Wähler dazu bewegt seine Meinung zu ändern? Die Antwort ist kompliziert, da Menschen ihre Entscheidungen treffen nachdem sie vorhandene Vor- und Nachteile abgewogen haben. Sie bilden sich ihre Meinung indem sie sich einen Überblick über das Ganze verschaffen. Das Buch „Bundestagswahl 2002. Eine Untersuchung im Zeichen hoher politischer Dynamik“ bietet eine umfassende Gesamtdarstellung und Analyse konkreter Einzelereignisse, die die Wähler in ihrer Entscheidungsfindung für die Bundestagswahl 2002 beeinflusst haben. Es hilft, das Verhalten der Wähler retrospektiv zu verstehen.<br />
<strong>14 Teile eines Ganzen </strong><br />
In den einzelnen Aufsätzen werden sowohl die langfristigen Entwicklungstrends der Gesellschaft und das daraus resultierende Wahlverhalten erörtert, als auch die Wirkungen der TV-Duelle, der Irak-Krise und der Elbe-Hochwasser-Katastrophe. In insgesamt 14 Kapiteln wird dem Leser ein empirisch fundierter Überblick über die Einzelereignisse und Faktoren geboten, die auf den Wähler ein Wirkungspotential ausstrahlen. Dabei betrachten die Autoren diese zeitlich nicht punktuell, sondern kontinuierlich, um der Dynamik des Wahlkampfes gerecht zu werden. Den Einstieg finden die Autoren mit der Entstrukturierung des Wählermarktes. Darauf folgt eine Bestandsaufnahme der Bundestagswahl 1998 und eine Bewertung des politischen Willenbildungsprozesses zwischen 1998 und 2002. Das fünfte Kapitel handelt von der Umsetzung der Resultate für die Bundestagswahl 2002, die sich aus der Analyse des Wahlkampfs 1998 ergeben haben. Die Kapitel sechs bis acht beschäftigen sich mit Wahrnehmung und Bewertung der Wahlprogramme, die Problemlösungskompetenzen von Parteien und Politikern und die Images von Spitzenkandidaten. Der Einsatz von konkreten Werbemitteln wird im neunten Kapitel thematisiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Argumente der Analyse erfolgt im zwölften Kapitel, die empirischen Befunde werden im dreizehnten Kapitel zusammengefasst, bevor es im letzten Kapitel um einen Ausblick in die Wählermobilisierung geht.<br />
<strong>Wie viel Wirkung darf sein?</strong><br />
Die Personalisierung in der Mediendemokratie findet in den TV-Duellen ihren Höhepunkt. Die Autoren widmen sich diesem Thema ausführlich in dem Kapitel „Die TV-Duelle: Events ohne Effekt?“. Durch eine telefonische Befragung der forsa.ominet-Datenbasis konnten Rückschlüsse auf das Wirkungspotential der beiden Spitzenkandidaten Gerhard Schröder und Edmund Stoiber gezogen werden. Vorraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass diese Duelle überhaupt von den Wählern wahrgenommen wurden; mehr als 25 Prozent der ca. 60 Millionen Wahlberechtigten hatten mindestens eines der beiden TV-Duelle gesehen. Aufgrund dieser Basis ließ sich mit Hilfe einer Regressionsanalyse ein Einfluss auf die Wahlentscheidung der Zuschauer durch die Eindrücke des Schlagabtausches feststellen. Ausschlaggebende Faktoren waren hier das allgemeine Auftreten, rhetorische Fähigkeiten und die Selbstpräsentation der Kandidaten. Berücksichtigt wurden in der Analyse auch die ursprüngliche Kandidatenpräferenz und die Parteiidentifikation. Grundsätzlich wurde das zweite TV-Duell von den Zuschauern als lockerer und flüssiger wahrgenommen, da die Moderatoren während des ersten Duells auf RTL und SAT1 zu sehr auf die Vorgaben zur Durchführung der jeweiligen Parteien geachtet hatten. Der empirische Nachweis der Beeinflussung der Wähler durch TV-Duelle sollte durchaus kritisch betrachtet werden. Denn anders als im Ursprungsland der TV-Duelle wird in der Bundesrepublik nicht in einem präsidentiellen System, welches eine Personalisierung der Politik erfordert, regiert.<br />
<strong>Der Nutzen von Katastrophen im Wahlkampf</strong><br />
Welche Wirkungen der Irak-Krieg bzw. das Elbe-Hochwasser auf die Wahlentscheidung der Bürger für die Bundestagswahl 2002 gehabt haben, wurde in der Öffentlichkeit ausgiebig diskutiert. Auch Markus Quandt fragt sich in seinem Aufsatz, ob die Impulse, die diese beiden Ereignisse mit sich brachten, für den Wahlausgang entscheidend waren. Immerhin lagen die beiden großen Volksparteien in den Umfragewerten wenige Tage vor dem 22. September 2002 noch Kopf an Kopf. Zu berücksichtigen ist hierbei, wie im Kapitel 2 des Buches beschrieben, das Wählerverhalten im allgemeinen von kurzfristigen Faktoren bestimmt wird. Wird nun eine Thematik besonders durch die Medien aufgegriffen und von der Öffentlichkeit wahrgenommen, können politische Einschätzungen und Einstellungen von Wählern dadurch beeinflusst werden. Die Wirkung liegt nach Quandt nicht in der Thematik selbst, sondern in der Präsenz der Akteure, die die Brisanz einer Thematik mit sich bringt.<br />
Die dargestellten Informationen, die oft mittels Tabellen, Grafiken und Bildern gut veranschaulicht werden, sind für ein fachkundiges Publikum bestimmt. Zwar sind die Texte in einfacher, lebendiger Sprache verfasst, doch werden sie durchgehend ausführlich durch sozialwissenschaftliche Methoden bestätigt. Für Nicht-Akademiker sind zumindest die methodologischen Aspekte ohne Vorkenntnisse nur schwer zu erschließen. Für interessierte Leser bietet die Bibliographie einen ersten Überblick zur Orientierung über die Thematik der Bundestagswahl 2002. Dagegen scheint sie für wissenschaftliches Arbeiten inhaltlich jedoch nicht ausreichend zu sein.</p>
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		<title>Internet wirkt gegen Politikverdrossenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p class="fett"><font size="2"> (Rezension) Die Hälfte aller        Deutschen ist unzufrieden mit unserer Demokratie. Im Sammelband        über "Politische Partizipation" werden Lösungsmöglichkeiten        vorgestellt. Das Internet gilt als größter Hoffnungsträger.</font>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett"><span style="font-size: x-small;"> (Rezension) Die Hälfte aller Deutschen ist unzufrieden mit unserer Demokratie. Im Sammelband über &#8220;Politische Partizipation&#8221; werden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Das Internet gilt als größter Hoffnungsträger.</span><!--break--></p>
<p>„Wählerfrust statt Wählerlust“ – eine Schlagzeile, die in verschiedenen Varianten in den vergangenen Jahren häufig in den Medien auftauchte. Die Zufriedenheit der Deutschen mit dem politischen System ist zur Zeit so niedrig wie noch nie. Laut einer Umfrage von <a href="http://www.infratest-dimap.de/?id=16#ue5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infratest dimap</a> im November 2006 findet jeder zweite Deutsche, dass die deutsche Demokratie nicht gut funktioniert. Warum nur wenige politisch aktiv sind und wie sich die Bevölkerung mobilisieren lässt wird zur Eine-Million-Euro-Frage.<br />
In „Politische Partizipation zwischen Konvention und Protest“ hat Beate Hoecker, Privatdozentin für Politikwissenschaft an der Universität Hannover, viele Möglichkeiten der politischen Teilhabe gebündelt. Zwölf Autoren stellen Aspekte von Partizipation in kurzen Kapiteln vor. Die Zielgruppe: in erster Linie Studierende, die einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Formen der Partizipation erhalten wollen. Das Themenspektrum reicht von institutionalisierten Formen der Teilnahme am politischen Leben über die Einführung direktdemokratischer Elemente bis hin zu politischem Protest und neuen Formen der Partizipation.<br />
<strong>Protest und Beteiligung lassen nach</strong><br />
Wahlen, das macht das Buch deutlich, sind die häufigste Form, am politischen Leben teilzuhaben. Doch wer wählt eigentlich wen, und warum verzichten immer mehr Menschen auf ihr Recht zu wählen? Im Kapitel &#8220;Wahlverhalten: Wer wählt wen?“ stellen die Politikwissenschaftler Jörg Broschek und Rainer-Olaf Schultze Erklärungsmodelle vor, die diesen Fragen auf den Grund gehen. Gründe suchen sie vor allem in der veränderten Sozialstruktur und der abnehmenden Identifikation mit Parteien. Das politische Interesse, das in den 1960er und 1970er Jahren aufflammte, wie auch das starke bürgerliche Engagement, seien seit Beginn der 1990er Jahre deutlich zurückgegangen, so ihre Feststellung. Die Bürger orientierten sich wieder stärker an materialistischen Werten, das politische Interesse rücke zwangsläufig in den Hintergrund.<br />
<strong>Das Internet als Impuls</strong><br />
Die neuen Medien, so eine gängige These, könnten diese Entwicklung bremsen und die Bevölkerung wieder stärker mobilisieren. Als strittig gilt aber, in welche Richtung die Entwicklung geht: Wird die politische Partizipation der Bürger dank des Internet zunehmen und sich die Kommunikation zwischen Politik und Wähler verbessern? Oder ist das Medium auch als Gefahr anzusehen, da es die Verbreitung extremistischer Inhalte deutlich vereinfacht? Unter der Überschrift &#8220;Mehr Partizipation via Internet?&#8221; vergleicht Beate Hoecker die beiden Ansätze. Auf der einen Seite sieht sie die Hoffnung, dass mit Hilfe des Internets die Zahl der Politikinteressierten steigt und sich neue Formen eines basisdemokratischen politischen Aktionismus entwickeln. Auf der anderen Seite steht die Erwartung, dass sich bestehende Strukturen und Beteiligungen verstärken werden, aber das Internet nicht allein für mehr politisches Interesse sorgen kann. Wer schon politisch interessiert ist, wird die Möglichkeiten des Internets nutzen, wer es nicht ist, wird auch durch das Internet nicht motiviert. Um die demokratischen Potenziale des Internets auszuschöpfen, sieht Beate Hoecker die Politik in der Pflicht, mehr interaktive Angebote zu bieten, die auch eine Kommunikation und Einflussnahme von unten nach oben ermöglichen. Für die Wähler wäre wichtig, dass ihre Ideen und Vorschläge ernst genommen werden und in Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden, um eine langfristige und nachhaltige Mobilisierung zu erreichen.<br />
&#8220;Politische Partizipation zwischen Konvention und Protest&#8221; hält in der Tat, was der Untertitel verspricht: Es ist eine &#8220;studienorientierte Einführung&#8221; und gibt einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Formen politischer Partizipationsmöglichkeiten. Interessierte Leser ohne umfangreiche Vorkenntnisse sind hier gut aufgehoben. Und wer einzelne Aspekte vertiefen will, für den lohnt sich ein Blick in die ausführliche Bibliographie.</p>
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		<title>Handbuch Wahlforschung</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p class="fett"><font size="2"> <span class="fett"><font size="2">Sie        hören dem Wähler sehr genau zu: die Wahlforscher. Dabei        ergründen sie das Wahlverhalten der Bürger und betreiben        gleichsam praktische Demokratieforschung. Mit dem Handbuch Wahlforschung        liegt nun ein Studienband vor, der seine Leser behutsam in das weite        Feld der empirischen Wahlforschung einführt. Stefan Frindt        hat die Autoren <span class="fett"><font size="2">für politik-digital.de</font></span>        dabei begleitet.</font></span> </font>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett"><span style="font-size: x-small;"> <span class="fett"><span style="font-size: x-small;">Sie hören dem Wähler sehr genau zu: die Wahlforscher. Dabei ergründen sie das Wahlverhalten der Bürger und betreiben gleichsam praktische Demokratieforschung. Mit dem Handbuch Wahlforschung liegt nun ein Studienband vor, der seine Leser behutsam in das weite Feld der empirischen Wahlforschung einführt. Stefan Frindt hat die Autoren <span class="fett"><span style="font-size: x-small;">für politik-digital.de</span></span> dabei begleitet.</span></span> </span><!--break--></p>
<p>Stellen wir uns vor, es sei Wahlabend. Mit Hochdruck bauen sich die Balken der ersten Hochrechnung auf. Es folgen punktgenau die ersten Analysen. Wir erleben Demokratie in einem ihrer höchst spannenden Momente. Gleichwohl – mit der klassischen Sonntagsfrage und der Demoskopie als Fernsehdisziplin hat die empirische Wahlforschung nur am Rande zu tun. Als Forschungsfeld ist ihr vor allem an der Deutbarkeit des Wahlverhaltens gelegen, und das heißt an dessen Tiefenstrukturen. Gesellschaftlicher Wertewandel und Wahlkampfforschung gehören ebenso zu ihrem Metier wie die Erforschung der Wahlbeteiligung und der Wechselwahl. Als Leitfragen und Forschungszweige sind diesen Themen gesonderte Kapitel im Handbuch Wahlforschung gewidmet, das in gut lesbarer Form einen Überblick über Methoden, Theorien und Tendenzen der empirischen Wahlforschung vermittelt. Im Verlag für Sozialwissenschaften erschienen, richtet sich der von Jürgen W. Falter und Harald Schoen herausgegebene Band an ein akademisches Lesepublikum. Das gilt es zu bedenken: Abseits der Universitäten und Fachpublika ist das Buch nur bedingt zu empfehlen.<br />
Theoretische Ansätze der empirischen Wahlforschung<br />
Drei klassische Forschungsansätze prägen das Wissen der empirischen Wahlforschung. Soziologische Modelle führen individuelles Wahlverhalten auf die Position eines Menschen in der Gesellschaftsstruktur und seine soziale Umwelt zurück. Der sozialpsychologische Ansatz geht von den politischen Einstellungen des Individuums aus, und das rationalistische Erklärungsmodell begreift die Wahlentscheidung der Bürger als eine Abwägung von Kosten und Nutzen.<br />
Erklärungskraft gewinnen die theoretischen Ansätze der empirischen Wahlforschung jedoch erst im Zusammenspiel. Die Autoren des Handbuchs Wahlforschung zeigen auf, dass monokausale Erklärungsmuster relevante Phänomene wie Wechselwahl und Nichtwahl nur unzureichend beschreiben. Dabei räumen sie mit tradierten Mythen der empirischen Wahlforschung ebenso auf wie mit der gängigen Vorstellung, dass sich das Elektorat akkurat in Stammwähler, Nicht- und Wechselwähler scheiden lässt. Die Übergänge zwischen den Wählergruppen sind fließend, so die Erkenntnis der Autoren.<br />
Schleichender Verlust der Wahlnorm? Die Nichtwähler<br />
Auch wenn sie medial allgegenwärtig ist: Entpolitisierung ist nicht die Erklärung für sinkende Wahlbeteiligung. Zu diesem Schluss kommt Claudio Caballero in seiner Darstellung der Nichtwahl. Nach Caballero belegt eine Umfrage von 2002, dass neben dem politischen Interesse vor allem die Akzeptanz der Wahlnorm, die Parteiidentifikation und die zur Wahl stehenden Kandidaten Einfluss auf die Wahlbeteiligung haben. Zudem sei als Trend zu beobachten, dass insbesondere der Anteil der politisch Interessierten an den Nichtwählern stetig wächst. Diese Entwicklung verortet Caballero im Kontext eines allgemeinen Wertewandels. Der Funktionsverlust von Pflichtwerten betreffe demnach auch die Wahlnorm, also das Wahlpflichtbewusstsein. Ihre Akzeptanz bewege sich aktuell bei etwa 80% in West- und 70% in Ostdeutschland.<br />
Nach Darstellung von Caballero treten Nichtwähler vor allem dort überproportional häufig auf, wo keine Orientierung an Parteien, politische Sachthemen oder Kandidaten gegeben ist. Aber auch wo diese Orientierungen in Konflikt geraten, sei der Nichtwähleranteil beträchtlich. So genannte cross-pressures verbinden die Nicht- mit den Wechselwählern.<br />
Wahlboten der sozialen Mobilität? Die Wechselwähler<br />
Nach Harald Schoen kann der Anstieg der Wechselwahl seit den 1990er Jahren als eine „indirekte Wirkung sozialer und regionaler Mobilität“ gedeutet werden. Sie führt dazu, dass politisch homogene und sozial stabile Netzwerke zunehmend erodieren. Neben dem heterogenen sozialen Umgebungen sind nach Schoen aber auch das politische Angebot und die nachlassende Parteibindung als Ursachen der Wechselwahl hinzuziehen.<br />
In seiner Darstellung der Wechselwahl hebt sich Schoen von der klassischen floating-vote These ab, die Wechselwählern ein nur geringes politisches Interesse zuerkennt. Doch auch die gegenläufige Vorstellung einer wechselfreudigen Wählerelite, die rein sachbezogen und themenorientiert entscheidet, ist nach seiner Auffassung empirisch nicht vertretbar. Schoen bezieht eine Position, die vielleicht weniger schillernd, aber doch weitaus plausibler klingt: Die Gruppe der Wechselwähler ist im Hinblick auf ihre politische Versiertheit repräsentativ für die Wählerschaft im Gesamten. Auch das verbindet sie mit den Nichtwählern.<br />
<strong>Von keiner Relevanz? Das Internet<br />
</strong><br />
Schoen beschließt seine Betrachtungen zur Wechselwahl mit dem kritischen Ausblick, dass die empirische Wahlforschung in Zukunft vor allem Kommunikationsgewohnheiten ins Blickfeld nehmen müsse. Auch Oscar Gabriel und Silke Keil formulieren als Kritik an die empirische Wahlforschung, dass Massenmedien zu wenig Aufmerksamkeit erfahren. Damit ist der Schwachpunkt des Handbuchs Wahlforschung fast schon benannt. Die wachsende Bedeutung des Internets für Politikvermittlung und Partizipation wird von den Autoren nicht reflektiert. Leider genügt der Blick in das Sachregister des Buches. Der Begriff „Internet“ fällt auf 826 Seiten Handbuch Wahlforschung genau einmal.</p>
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		<title>Kommunalwahl, na und?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-kommunalnaund0909-shtml-2786/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie sich junge "NRWähler" zur Kommunalwahl stellen, möchte eine Duisburger Studierendengruppe der Angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft ermitteln. Sie hat dazu eine Online-Umfrage entwickelt, die ab sofort abgerufen werden kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Wie sich junge &#8220;NRWähler&#8221; zur Kommunalwahl stellen, möchte eine Duisburger Studierendengruppe der Angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft ermitteln. Sie hat dazu eine Online-Umfrage entwickelt, die ab sofort abgerufen werden kann.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Der Countdown läuft: Am 26. September ist Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen (NRW). Mit über 18 Millionen Einwohnern ist NRW das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik. Ist die Kommunalwahl ein relevantes Thema für Jungwähler, die hier zum ersten Mal oder erst seit kurzer Zeit die Chance haben, über ihr Wahlrecht politischen Einfluss auszuüben? Spielt es für sie eine Rolle, wie sich ihr Stadtparlament zusammensetzt und über ihre Anliegen mitentscheidet?</p>
<p>
                            <span class="fett">Umfrage zur NRWahl</span><br />
                            <br />Wie sich junge &#8220;NRWähler&#8221; zur Kommunalwahl stellen, möchte eine Duisburger Studierendengruppe der Angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft ermitteln und hat dazu eine Online-Umfrage entwickelt, die ab sofort unter<br />
                            <a href="http://www.nrwahl.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.nrwahl.de</a> aufrufbar ist.</p>
<p>Sie soll Jungwählern die Bedeutung der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen näher bringen. Die Projektgruppe leitet Thorsten Faas vom Institut für Politikwissenschaft und Christian Schütz vom Institut für Medienwissenschaften und Software Engineering der Universität Duisburg-Essen. „Wir hoffen auf bis zu 10.000 Teilnehmer online“, erklärt Faas. Das Praxisvorhaben soll dabei helfen, das spezifische Wahl- und Informationsverhalten von 16- bis 30-Jährigen zu ermitteln. Fass weiter: „Ziel ist es, etwas daran zu ändern, dass die Jugend in der Politik oft ungehört bleibt.“</p>
<p>
                            <span class="fett">Jungwähler im Visier</span><br />
                            <br />Warum sie sich gerade für eine junge Zielgruppe und deren Wahlverhalten entschieden haben, beantworten die 15 Kommedia-Studierenden so: &#8220;Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie ahnungslos manche Jugendliche vor so einer Wahl stehen. Auf unserer Homepage bieten wir deshalb neben der eigentlichen Online-Umfrage auch noch wichtige Zusatzinformationen für die Zielgruppe.&#8221;</p>
<p>Man findet unter anderem Antworten auf häufig gestellte Fragen, interessante Links zu anderen politischen Informationsforen, die Abbildung eines exemplarischen Stimmzettels sowie detaillierte Präsentationen der Studierenden rund um das Thema Kommunalwahl. Zusätzlich sollen zur &#8220;Halbzeit&#8221; die prägnantesten Zwischenergebnisse auf der Homepage veröffentlicht werden. Für die Entwicklung des Fragebogens und der Homepage, sowie die Vermarktung der Online-Umfrage, waren besonders Teamwork, selbstverantwortliches Arbeiten und Kreativität vom NRWahl-Team (<br />
                            <a href="http://www.nrwahl.de/index.php?menu=team" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.nrwahl.de/index.php?menu=team</a>) gefragt. Bereits 2002 betreute Thorsten Fass eine Online-Umfrage zur Bundestagswahl 2002 (<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl2002/onlineumfrage.shtml">http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl2002/onlineumfrage.shtml</a>). Damals betraten alle beteiligten Forscher noch methodisches Neuland.</p>
<p class="fett">
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			</item>
		<item>
		<title>Warum George W. Bush jr. Präsident bleibt und John F. Kerry Präsident wird</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-wer_gewinnt002-shtml-3084/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
		<category><![CDATA[John Kerry]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wähler]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Laut US-Experte Prof. Filzmaier bestimmen vier Faktoren das Stimmverhalten der Bürger in den USA. Dazu zählen das Image von Bush und Kerry oder die Themen des Wahlkampfes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            <br />Laut US-Experte Prof. Filzmaier bestimmen vier Faktoren das Stimmverhalten der Bürger in den USA. Dazu zählen das Image von Bush und Kerry oder die Themen des Wahlkampfes.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Traditionell werden in der US-amerikanischen Politikwissenschaft vier Faktoren unterschieden, die das Stimmverhalten der Bürger in Präsidentschaftswahlen beeinflussen:</p>
<p>· Parteizugehörigkeit (party identification)<br />
                            <br />· Persönlichkeit und Image (candidate image)<br />
                            <br />· Themen (issues)<br />
                            <br />· Wahlkampfereignisse (campaign events)</p>
<p>Das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Partei &#8211; eine Mitgliedschaft im europäischen Verständnis existiert nicht &#8211; ergibt eine Pattsituation. Jeweils etwa ein Drittel der Wähler identifiziert sich im jahrzehntelangen Durchschnitt als republicans, democrats oder independents. Seit den sechziger und siebziger Jahren ist insbesondere eine starke Zunahme der letztgenannten Gruppe festzustellen. Trotzdem gibt es 2004 für beide Kandidaten weniger als sonst zu gewinnen, weil auch ein Grossteil der unabhängigen Wähler sich festgelegt hat und vielleicht nur 10 Prozent noch unentschlossen sind.</p>
<p>
                            <span class="fett">Rot oder blau?</span><br />
                            <br />Zu den entscheidenden Kandidateneigenschaften zählen vor allem Entscheidungsfreudigkeit und Stärke (decisiveness and strength), aber auch Aufrichtigkeit, Empathie, Artikulationsfähigkeit und Intelligenz. Zusätzlich muss wirtschafts- und außenpolitische Kompetenz vermittelt werden. Die strategische Planung der Kandidaten reicht diesbezüglich bis zu Details der Bekleidung, wo rote Krawatten Stärke und blaue Krawatten Empathie symbolisieren sollen.</p>
<p>Konsequenz des candidate image building ist die Präsentation im Wettbewerb stehender Persönlichkeitsbilder (competing personal stories) der Hauptkandidaten spätestens am Beginn eines Wahljahres. Oft ist damit zugleich die Herausgabe eines Buches – siehe John Kerrys A Call to Service &#8211; und von Videos zum beruflichen und privaten Vorleben als Lebensgeschichte verbunden.</p>
<p>Die personal story von Präsident Bush präsentiert ihn als „born again christian“, der nach einer kritischen Lebensphase seinen Glauben und gesicherte Familienwerte (family values) wiederentdeckte. Letzteres ist vor allem in den wahlentscheidenden Südstaaten mit sehr konservativer Orientierung der „White Male Southeners“ als Schlüsselwählergruppe und als Basis eines religiösen Fundamentalismus (religious right) von zentraler Bedeutung. Hier punktet Bush gegen Kerry zu null, und John Edwards kann das trotz südstaatlicher Herkunft als Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten nicht ausgleichen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Macher-Image</span><br />
                            <br />Zudem zeigt sich Bush als erfolgreicher Wirtschafts- und Sportsmann, obgleich beides für die Zeit vor seiner Gouverneurs- und Präsidentenzeit empirisch bedingt belegbar ist. Doch stellt seine Tätigkeit als früherer Präsident eines Major League-Baseball Teams immer noch einen wichtigen Punkt des Lebenslaufes dar. Insbesondere geht es aber darum, eine geschäftsähnliche Führung und Führungskraft im Weißen Haus im Stil eines Vorstandsvorsitzenden (CEO-style) zu signalisieren, und nicht etwa als politischer Moderator zu gelten.</p>
<p>
                            <span class="fett">Störungen</span><br />
                            <br />In Zusammenhang damit steht eine kurzfristig nachweisbar gelungene „Performance“ unter Druck nach dem 11. September 2001. Hinzu kommt Bushs Darstellung als Mann von Überzeugung, der &#8211; in der republikanischen Version im Gegensatz zu John Kerry – für klare und stete Positionen eintritt. Gestört wird das persönliche Drehbuch von George Bush durch mehrere intervenierende Variablen:</p>
<p>Eine schlechte Wirtschaftsbilanz, insbesondere durch Arbeitsplatzverluste bedingt, ein außenpolitisch auch in den USA zunehmend kritisch beurteilte Tätigkeit &#8211; Stichwort Irak-Krieg und die Folgen mit dem negativen Höhepunkt des Folterskandals -,<br />
                            <br />Zweifel an seiner Aufrichtigkeit &#8211; honesty gilt als für einen Präsidenten extrem wichtiger Imagefaktor &#8211; im Zusammenhang mit den Kriegsgründen und nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen im Irak, das gegenüber dem Kriegsheld Kerry besonders schädliche Image eines privilegierten Opportunisten, dem es gelang, einen Kriegsdienst in Vietnam zu vermeiden (momentan Gegenstand einer Serie von negativen Werbespots des Kerry-Teams gegen Bush),<br />
                            <br />ein beschränktes Talent als Redner &#8211; Bush gilt als professionell und effektvoll in vorbereiteten Ansprachen, nicht aber bei spontanen Reaktionen -, und Zweifel an der persönlichen Intelligenz und seinem Allgemeinwissen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Vietnamheld</span><br />
                            <br />John Kerry präsentiert sich seinerseits als Vietnam Hero, der dreimal verwundet wurde und mehrere Tapferkeitsmedaillen erhielt. Nicht zufällig versuchen Bush nahestehende Gruppen ihn diesbezüglich in einer Negativkampagne zu diskreditieren. Politisch verweist Kerry auf seine Erfahrung von 19 Jahren im US-Senat und davor in der einzelstaatlichen Regierung von Massachusetts, die allerdings aufgrund der liberalen Orientierung des Staates und seines früheren Gouverneurs Michael Dukakis – dieser scheiterte in den Präsidentschaftswahlen 1988 u.a. als Todesstrafengegner, Kerry arbeitete als sein Stellvertreter (Lieutenant Governor) – auch kontraproduktiv sein könnte. Ein kursierender Witz verweist darauf, dass er es schaffte, den deklariert liberalen Edward Kennedy als vergleichsweise konservativeren Senator aus Massachusetts erscheinen zu lassen.</p>
<p>Kerry nützt bereits seine Initialen „JFK“, um den Mythos der Erfolgsgeschichte von John F. Kennedy zu bemühen. Gleichzeitig zeigt er sich als dynamischer „outdoorsman“, der gerne und oft photographiert wird sowie riskante Trendsportarten betreibt. Gleichzeitig ist er &#8211; wie alle Präsidenten seit 1988 &#8211; Absolvent der Eliteuniversität Yale, zugleich aber als über Visionen verfügender Vordenker vermarktbar.</p>
<p>
                            <span class="fett">Inszenierung</span><br />
                            <br />Die Qualifikation als praxisferner Träumer ist aber ebenso ein Schwachpunkt wie seine, im Unterschied zum parteiinternen Vorwahlkonkurrenten (und jetzigem Vizepräsidentschaftspartner) John Edwards, trotz aller Photogenität mangelnde Fähigkeit zur Volksnähe . Ein Detail am Rande: Seit Umfragen und focus groups das nachwiesen, begann Kerry auf Veranstaltungen regelmäßig das Sakko auszuziehen, die Krawatte zu lockern und die Ärmel aufzukrempeln.</p>
<p>In seiner Bilanz als Senator könnte Kerry der anhand von Statistiken des Abstimmungsverhaltens (voting records) nachweisbare Wechsel von Positionen bezüglich der zu vermittelnden Schlüsselkompetenz Entscheidungsklarheit und –freudigkeit zum Verhängnis werden (so stimmte er gegen den Ersten Golfkrieg und für den Zweiten Golfkrieg, um später den Militäreinsatz im Irak zu kritisieren). Angreifbar ist zudem seine privilegierte Stellung als mit einer Milliardärin verheiratet, denn wer ist als einfacher Mann glaubwürdig, wenn die Ehefrau in Geld schwimmt?<br />
                            </p>
<table class="normal tidy-3" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" border="0">
<tbody>
<tr class="fett" bgcolor="#003399">
<td align="middle" width="50%" bgcolor="#000066" height="19">George W. Bush<br />
                                  </td>
<td align="middle" width="50%" bgcolor="#000066">John F. Kerry</td>
</tr>
<tr bgcolor="#FF9900">
<td class="fett" align="middle" colspan="2" height="14">positiv</td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">born again christian/family values</td>
<td align="middle">Vietnam hero</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">business success</td>
<td align="middle">Yale</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">sports</td>
<td align="middle">outdoorsman</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">CEO style</td>
<td align="middle">Kennedy Esque-style</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">good performance under pressure</td>
<td align="middle">State Government and Senate service</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">man of conviction</td>
<td align="middle">visionary</td>
</tr>
<tr>
<td class="fett" align="middle" bgcolor="#FF9900" colspan="2">negative</td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">awkward speaking ability</td>
<td align="middle">aloof</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">negative record on economy and foreign policy</td>
<td align="middle">both sides of issues</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">concern about personal intelligence and honesty</td>
<td align="middle">child of privilegue</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                            <span class="klein">© Prof. P. Filzmaier</span></p>
<p>
                            <br />Gegenüber der zentralen Bedeutung des Kandidatenimages verblassen die restlichen Faktoren: Hinsichtlich der Themen entscheidet die Gewichtung, inwieweit die Wähler Außenpolitik, Innenpolitik oder Wirtschaft als am wichtigsten ansehen. Den Kandidaten wird je nach Themenbereich eine unterschiedliche Themenkompetenz zugeordnet, die beispielsweise für Bush gegenüber Kerry in der Außenpolitik positiv, in innenpolitischen und wirtschaftlichen Fragen aber negativ ist. Als vierter Bereich kam, mit einem weiteren Vorteil Kerrys, das Thema social issues hinzu.</p>
<p>
                            <span class="fett">Warten auf Fehler</span><br />
                            <br />Am unwichtigsten sind im Regelfall einzelne Veranstaltungen usw. im Wahlkampf, die nicht vorhersehbar sind und vor allem durch unerwartete Fehler eines Kandidaten an Bedeutung gewinnen. Das Spektrum reicht von Präsident Ford, der 1976 Polen in einer Fernsehdiskussion wiederholt, d.h. auch auf mehrmalige Nachfrage, als nicht zum Ostblock gehörendes Land bezeichnete, bis zu George Bush jr., der im März 2004 vor laufenden Kameras im Weißen Haus scherzhaft kichernd nach Massenvernichtungswaffensuchte. Einen wirklich ultimativen Fehler haben aber bisher weder Bush noch Kerry begangen. Wir werden also bis zum 2. November warten müssen, um das Wahlergebnis zu erfahren.</p>
<p>Der Autor Peter Filzmaier ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Klagenfurt und Autor des Buches Wahlkampf um das Weiße Haus: Präsidentschaftswahlen in den USA (Opladen, Leske&amp;Budrich 2001).</p>
<p>
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt001.shtml">Zum ersten Teil</a><br />
                              <br />
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt003.shtml">Zum dritten Teil</a></p>
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