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	<title>Weiße Haus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Auf allen Kanälen: Obamas letzte Rede zur Lage der Nation</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2016 11:28:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aus der Perspektive der Online-Kommunikation hat das Weiße Haus während Obamas Präsidentschaft viele Kanäle der sozialen Medien, die eine relevante [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Barack_Obama-Image-by-Gage-CC0-Public-Domains-via-Wikimedia-Commons_Fotor.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-148194" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Barack_Obama-Image-by-Gage-CC0-Public-Domains-via-Wikimedia-Commons_Fotor.jpg" alt="Barack_Obama-Image-by-Gage-CC0-Public-Domains-via-Wikimedia-Commons_Fotor" width="640" height="280" /></a><br />
Aus der Perspektive der Online-Kommunikation hat das Weiße Haus während Obamas Präsidentschaft viele Kanäle der sozialen Medien, die eine relevante Reichweite aufweisen, mit eigenen Inhalten bespielt sowie mit neuen Formaten experimentiert. In diesem Jahr waren beim Medienereignis #SOTU (State of the Union) vor allem folgende Innovationen zu verzeichnen: Kooperationen mit Amazons Video-Streaming-Dienst und mit Genius.com, wo Texte kommentiert werden können, sowie eine Präsenz beim Messenger Snapchat. Und auf die Rede folgen dann diverse Dialogangebote, um mit den Bürgern online ins Gespräch zu kommen.</p>
<p>Im letzten Jahr hatte die Obama-Administration noch den Unmut traditioneller Gatekeeper auf sich gezogen, weil der Text der Ansprache vorab vom Weißen Haus auf der Publikations-Plattform Medium.com veröffentlicht wurde: Ein Privileg, das bis dahin nur ausgewählten Journalisten etablierter Massenmedien zuteil wurde. In diesem Jahr gehört es nun schon zum Standard, dass Interessierte das Manuskript dort in Echtzeit mitlesen, die prägnante Sätze markieren und diese via Twitter teilen können.</p>
<p>http://twitter.com/TimKarr/status/687105994858610689/photo/1</p>
<p>Dass “The People Formerly Known as the Audience” (Jay Rosen) Inhalte eben nicht nur passiv rezipieren wollen, sondern den Anspruch haben, sich darüber in den sozialen Medien auszutauschen, reflektiert <a class="liexternal" href="https://twitter.com/Goldman44" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jason Goldman</a>, der Chief Digital Officer des Weißen Hauses. Ebenfalls bei Medium hat er die diesjährige Agenda seines Stabes unter dem Titel “<a class="liexternal" href="https://medium.com/@Goldman44/meeting-people-where-they-are-9e396744bc43#.2bwxyb2gx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meeting People Where They Are</a>” so umrissen:</p>
<blockquote><p>“<em>The American people will see a multi-platform streaming and social broadcast of the State of the Union that reflects the ways people experience live events in 2016. We’ll be reaching people where they are – and making it possible for them to engage, respond, and share the President’s speech themselves in new and different ways.</em>”</p></blockquote>
<p>Mit diesem Anspruch wären die Verantwortlichen vom “White House Office of Digital Strategy” auch gut für die Inszenierung anderer Medienereignisse gerüstet, die als nächstes in den USA anstehen, also Super Bowl und Oscarverleihung.</p>
<h3>Obamas Abschieds-Show: enhanced, on demand und behind the scenes</h3>
<p>Das Herzstück der #SOTU-Online-Kommunikation ist schon seit 2011 ein „enhanced Live Stream“, bei dem die Übertragung der Rede im Split-Screen-Modus mit Animationen, Fotos, Grafiken und Texten angereichert wird. Dieser wurde bislang auf der Website des Weißen Hauses und in dessen YouTube-Kanal ausgestrahlt. Hinzu kommt in diesem Jahr Amazons Video-Streaming-Dienst, wo die Rede ebenso wie die anderen SOTU-Ansprachen aus Obamas Amtszeit dann auch on demand verfügbar bleibt. Polit-Junkies, die von House of Cards genug haben, können sie also bingewatchen.</p>
<p>Um echten Fans am Abend die Zeit bis zur Übertragung der Rede zu vertreiben, wurde dann vom und im Weißen Haus noch die “1 More Years! State of the Union Pre-Show” produziert und live gestreamt. Moderiert von Terrence Jenkins übernahm Vize-Präsident Joe Biden das Warm-Up und es gab musikalische Einlagen von Wale und EL VY.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/fUuCwQpQqbI" title="1 More Years! State of the Union Pre-Show" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/fUuCwQpQqbI?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Desweiteren hat sich das Weiße Haus nun ein Profil bei Snapchat zugelegt und publiziert dort kurze Filmchen. Die offizielle Begründung unter der Überschrift “<a class="liexternal" href="https://www.whitehouse.gov/blog/2016/01/11/whitehouse-joins-snapchat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">We’re on Snapchat: Add WhiteHouse</a>” lautet: “<em>There are over 100 million daily active Snapchat users, and over 60 percent of American smartphone users between the ages of 13 and 34 use the platform.</em>” Und für diese Zielgruppe gibt es dann, wie bei anderen Events inzwischen üblich, jede Menge “behind the scenes”-Material.</p>
<h3>Multimediales Mitmachen</h3>
<p>Einen Blick hinter die Kulissen der von Obama gehaltenen Reden zur Lage der Nation lieferte im Vorfeld schon eine andere Innovation: Die Manuskripte wurden nämlich mittels der Anwendung Genius.com <a class="liexternal" href="https://www.whitehouse.gov/sotu#279321" target="_blank" rel="noopener noreferrer">multimedial kommentiert</a>. Da geben beispielsweise Anmerkungen von Mitarbeitern des Weißen Hauses persönliche Eindrücke wieder. Andere Einträge betreiben einen interessengeleiteten Faktencheck, ob beispielsweise formulierte Ziele erreicht wurden. Insofern können bei Genius registrierte Nutzer auch Anmerkungen machen, über deren Veröffentlichung aber das Weiße Haus entscheidet.</p>
<p>Am Tag nach #SOTU soll es dann auch Antworten auf Beiträge der Bürger geben: Über 50 Offizielle reagieren nach einem ausgeklügelten Schema in den sozialen Medien auf Kommentare zu zentralen Themen, darunter die <a class="liexternal" href="https://www.whitehouse.gov/blog/2016/01/08/big-block-cheese-day-back-again-gouda-time" target="_blank" rel="noopener noreferrer">First Lady und der Vize-Präsident</a>. Und am Freitag nach der Rede folgt dann <a class="liinternal" href="http://www.netzpiloten.de/besuch-im-weissen-haus-youtube-stars-interviewen-obama/">wie im letzten Jahr</a> noch ein Live-Interview mit drei YouTube-Stars. Am Start sind in diesem Jahr Destin Sandlin (<a class="liexternal" href="https://www.youtube.com/user/destinws2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Smarter Every Day</em></a>), Ingrid Nilsen, eine <a class="liexternal" href="https://www.youtube.com/user/missglamorazzi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beauty-Vloggerin</a> und Gamer und Youtubestar <a class="liexternal" href="https://www.youtube.com/user/swoozie06" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Adande Thorn</a>. Diese Akteure fungieren einerseits als Filter für Fragen, die via #YouTubeAsksObama erhoben wurden, andererseits als zielgruppenspezifische Multiplikatoren: Zusammen haben ihre Kanäle über zwölf Millionen Abonnenten, während das Weiße Haus zum Staffelfinale von Obamas “State of the Union” bei weniger als 650.000 Abos lag.</p>
<p>Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/obama-sotu-social-media-rede/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p>Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Barack_Obama_speaks_in_Cairo,_Egypt_06-04-09.jpg">Chuck Kennedy/The White House</a>, <a class="liexternal" href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Stimmen aus dem Weißen Haus</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/stimmen-aus-dem-weissen-haus-128208/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 09:39:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Whitehouse.gov]]></category>
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					<description><![CDATA[In Online-Audio-Botschaften kommunizieren Präsident Barack Obama und Vize Joe Biden mit den Bürgern. Neben Ansprachen werden auch Geschichten erzählt, wie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pete-Souza-CC-BY-ND.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128209" alt="Pete Souza (CC BY-ND 3.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pete-Souza-CC-BY-ND-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>In Online-Audio-Botschaften kommunizieren Präsident Barack Obama und Vize Joe Biden mit den Bürgern. Neben Ansprachen werden auch Geschichten erzählt, wie ein Tête-à-tête mit Hillary Clinton und ein Treffen mit Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus. Will das Weiße Haus damit die Berichterstattung der sogenannten Vierten Gewalt umgehen?<br />
An diesem Wochenende hat das Weiße Haus wieder einmal den virtuosen Umgang mit seinen Online-Audio-Botschaften demonstriert. Zunächst erschien die fünfte Folge des für den Vizepräsidenten entwickelten Formats &#8220;Being Biden&#8221;. Das gleichermaßen simple wie überzeugende Konzept ist es, jeweils die Geschichte zu einem Foto zu erzählen, das Joe Biden bei seinen eher repräsentativen Amtsgeschäften zeigt. Der joviale Joe eignet sich für diese Art der Berichterstattung besonders, weil er bekanntermaßen &#8220;nah bei den Menschen&#8221; ist &#8211; ein verbreitetes Ideal für Berufspolitiker. Auf der <a href="http://www.whitehouse.gov/being-biden">Website</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;In this audio series Vice President Biden will tell the story behind a photo – of where he was, why it matters to him, and how the experience fits into the broader narrative of this Administration. From meetings at the White House to travels around the country, the Vice President will share his perspective in candid, behind-the-scenes snapshots. In other words, he’ll explain what it’s like “Being Biden.”</p></blockquote>
<p>[soundcloud url=&#8221;http://api.soundcloud.com/tracks/87603913&#8243; params=&#8221;show_artwork=false&amp;show_comments=false&amp;secret_token=s-y316F&#8221; width=&#8221;100%&#8221; height=&#8221;166&#8243; iframe=&#8221;true&#8221; /]<br />
Nach eifrigem Händeschütteln, einem Besuch in der Kabine eines Frauen-Basketballteams und einem Tête-à-tête mit Hillary Clinton entstand der aktuelle Beitrag in seinem Büro. Dort traf er auf die Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus, die das Motto &#8220;Being Biden&#8221; auf die Spitze treibt: In der <a href="http://www.hbo.com/veep/index.html">TV-Serie &#8220;Veep&#8221;</a> spielt sie nämlich die US-Vizepräsidentin. Abweichend von den bisherigen Folgen, in denen Biden die jeweils abgebildete Situation kommentiert, übernimmt dies nun die fiktionale Politikerin.<br />
Diesen dramaturgischen Dreh macht sich auch die zweite Sendung zu eigen. Dabei handelt es sich um die wöchentliche Ansprache von Präsident Obama zu aktuellen Themen. Diese <a href="http://www.whitehouse.gov/briefing-room/weekly-address">&#8220;Weekly Address&#8221;</a> ist vergleichbar mit Angela Merkels ebenfalls samstags erscheinendem Podcast <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/SiteGlobals/Forms/Webs/BKin/Suche/DE/Solr_Mediathek_formular.html?nn=614994&amp;cat=videos&amp;type=podcast&amp;doctype=Video">&#8220;Die Kanzlerin direkt&#8221;</a> und wird seit einiger Zeit auch im <a href="https://soundcloud.com/whitehouse">SoundCloud-Profil des Weißen Hauses</a> publiziert. Doch diesmal richtet sich nicht Obama an die Nation: Im Kontext seiner Kampagne zur Verschärfung der Gesetzgebung in Sachen &#8220;Schusswaffen&#8221; lässt der Präsident die Mutter eines Opfers des Amoklaufs von Newton zu Wort kommen.</p>
<blockquote><p>&#8220;This week’s address is delivered by Francine Wheeler, whose six year old son, Ben, was murdered alongside nineteen other children and six educators in Newtown, Connecticut, four months ago. Now, Francine – joined by her husband David – is asking the American people to help prevent this type of tragedy from happening to more families like hers.&#8221;</p></blockquote>
<p>[soundcloud url=&#8221;http://api.soundcloud.com/tracks/87681298&#8243; width=&#8221;100%&#8221; height=&#8221;166&#8243; iframe=&#8221;true&#8221; /]<br />
Die Obama-Administration wird zu Recht dafür kritisiert, mit ihren eigenen medialen Mitteln der Online-Kommunikation die Berichterstattung von Fernsehen und Presse zu umgehen. Im internationalen Vergleich muss allerdings eingeräumt werden, dass der Versuch, den meinungsbildenden Einfluss der Vierten Gewalt durch den Einsatz sozialer Medien zu relativieren, hier wenigstens mit interessanten Inhalten und Formaten betrieben wird.<br />
*****<br />
<em>Erik Meyer ist Politikwissenschaftler und bloggt auf <a href="http://soundblog.fm/2013/04/15/biden-obama/">soundcloud.fm</a> und <a href="http://www.memorama.de/">Memorama</a></em><br />
Bild: Pete Souza (CC BY-ND 3.0)</p>
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