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	<title>Weißes Haus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Weißes Haus &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Obama: Broadcast Yourself</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Dörfler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 15:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Guantanamo]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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		<category><![CDATA[Weißes Haus]]></category>
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					<description><![CDATA[Präsident Obama hat in der Nacht zum 2. Februar 2010 im Youtube-Interview Fragen beantwortet, die User ihm im Vorfeld online stellen konnten. 11.000 Beiträge mit 667.000 Bewertungen waren es insgesamt. Aber nur eine kleine Auswahl der beliebtesten Fragen schaffte es letztendlich ins Weiße Haus.
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<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Präsident Obama hat in der Nacht zum 2. Februar 2010 im Youtube-Interview Fragen beantwortet, die User ihm im Vorfeld online stellen konnten. 11.000 Beiträge mit 667.000 Bewertungen waren es insgesamt. Aber nur eine kleine Auswahl der beliebtesten Fragen schaffte es letztendlich ins Weiße Haus.</p>
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<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Das Video-Interview wurde über <a href="http://www.youtube.com/user/citizentube" title="CitizenTube" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CitizenTube</a>, den Youtube-Kanal des Weißen Hauses gesendet. 35 Minuten lang stellte sich Obama den Fragen, die per Video oder Text eingesandt und bewertet worden waren.
</p>
<p>
„Wir haben das ja vor der Wahl schon einmal gemacht. Schön, dass wir wieder einmal dazu kommen“, beginnt Obama das Gespräch. Eines der vielen angerissenen Themen war natürlich die Netzpolitik: Die Regierung fühle sich weiter der Netzneutralität und dem „Geist der Offenheit“ verpflichtet, so Obama.
</p>
<p>
Auch der „Krieg gegen den Terror“ wurde von den Usern oft angesprochen: „Wie wollen Sie den Terror bekämpfen, wenn Sie Truppen abziehen“, fragte ein User. „Warum dauert es so lange, um Guantanamo zu schließen?“ ein anderer. Auf kritische Nachfragen des Interviewers, Steve Grove, wartete man bei den heiklen Themen allerdings vergebens.
</p>
<p>
Eventuell können die User sich auf eine Fortsetzung der Online-Fragestunde freuen. „Vielleicht können wir das ja mal wieder machen?“ fragte der Moderator am Schluss. Obamas Antwort: „Das war großartig! Vielen Dank an alle, die Fragen gestellt haben. Ich hoffe, wir können das jetzt regelmäßig machen.“ </p>
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		<title>Obamas Zeitreise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 14:06:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit in der Informations- und Kommunikationstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Haus]]></category>
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					<description><![CDATA[Frisch ins Weiße Haus eingezogen, sehen sich Obama und sein Team mit einer IT-Ausstattung konfrontiert, die Pressesprecher Bill Burton so beschreibt: „Es ist ein wenig, wie wenn man von der Xbox wieder auf einen Atari umsteigen muss.“ Brian X. Chen vom <a href="http://blog.wired.com/gadgets/2009/01/wired-or-tired.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Magazin Wired </a> hat das ganze Desaster maliziös enthüllt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch ins Weiße Haus eingezogen, sehen sich Obama und sein Team mit einer IT-Ausstattung konfrontiert, die Pressesprecher Bill Burton so beschreibt: „Es ist ein wenig, wie wenn man von der Xbox wieder auf einen Atari umsteigen muss.“ Brian X. Chen vom <a href="http://blog.wired.com/gadgets/2009/01/wired-or-tired.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Magazin Wired </a> hat das ganze Desaster maliziös enthüllt.<!--break--></p>
<p>
Für das technikverliebte Obama-Team muss es ein harter Aufprall gewesen sein – als sie die technischen Standards im Weißen Haus in Augenschein nahmen: Die Computer laufen noch mit dem Betriebssystem Windows XP, das inzwischen sechs Jahre alt ist; Wireless-Netze sind nicht vorhanden; Instant Messaging nicht erlaubt; diverse Websites sind noch aus der Amtszeit von George W. Bush gesperrt, darunter MySpace, Facebook, YouTube, Twitter. Bush und sein IT-Berater sollen als einzige autorisiert gewesen sein, den iTunes-Store aufzurufen&#8230;
</p>
<p>
Doch ein Lichtblick bleibt: Nachdem vielfach spekuliert wurde, dass Obama sein BlackBerry aus Sicherheitsgründen abgeben müsse, scheint inzwischen eine ausreichende Verschlüsselungstechnik gefunden worden zu sein.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>„Barack Obama ist ein Hoffnungsträger für die ganze Welt&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/barack-obama-ist-ein-hoffnungstraeger-fuer-die-ganze-welt-4133/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[esnakker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 17:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Haus]]></category>
		<category><![CDATA[David Crawford]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag, 07. November 2008, war David Crawford, Deutschland-Korrespondent des &#34;Wall Street Journal&#34;, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Der gebürtige US-Amerikaner sprach mit den Chat-Gästen über die Wahl Barack Obamas zum zukünftigen Präsidenten der USA, die Potentiale einer neuen Regierung, sowie die möglichen Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, 07. November 2008, war David Crawford, Deutschland-Korrespondent des &quot;Wall Street Journal&quot;, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Der gebürtige US-Amerikaner sprach mit den Chat-Gästen über die Wahl Barack Obamas zum zukünftigen Präsidenten der USA, die Potentiale einer neuen Regierung, sowie die möglichen Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen.<br />
<!--break--> </p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Herzlich willkommen im tagesschau-Chat. In dieser Woche haben die<br />
Wähler in den USA Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal wird ein<br />
Afro-Amerikaner ins Weiße Haus einziehen &#8211; im Januar löst<br />
Hoffnungsträger Barack Obama den unbeliebten George W. Bush ab. Hier<br />
im ARD-Hauptstadtstudio begrüße ich jetzt David Crawford, er ist<br />
Deutschland-Korrespondent des Wall Street Journal. Vielen Dank, Herr<br />
Crawford, dass sie zum tagesschau-Chat gekommen sind. Sind Sie bereit<br />
für die erste Frage?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>:<b> </b>Ja.
</p>
<p>
<b>Redo</b>: Wie haben Sie die Wahlnacht erlebt?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Auf zwei Wahlparties &#8211; erst bei<br />
Bekannten von mir (eine Journalistin die ich hier in Berlin kenne) &#8211;<br />
und dann bin ich so gegen 1 Uhr früh zu der Veranstaltung,<br />
organisiert durch die US-Botschaft. Und da war ich bis kurz vor 3<br />
Uhr, bin dann nach Hause und habe dann von zu Hause aus beobachtet,<br />
bis ich wusste, wie die Wahl ausgegangen ist und versuchte ein paar<br />
Stunden Schlaf zu bekommen, weil Mittwoch auch ein Arbeitstag war.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sie haben hoffentlich die Wahlsendung<br />
der ARD geguckt?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Zum Teil. Man schaltet von Sender<br />
zu Sender. Ich finde es gibt ein bisschen zu viel Talk und zu wenig<br />
Information über die genaue Situation, Auszählungssituation etc.<br />
bei den deutschen Sendern. Aber auf der anderen Seite muss man die<br />
Pausen überbrücken. Als Amerika-Kenner hätte ich eine andere<br />
Auswahl von Gästen gehabt. Es gibt eine Handvoll Leute, die immer<br />
wieder vorkommen. Man hätte andere Personen suchen können.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Der Wille der Deutschen ist nun auch<br />
umgesetzt. Laut Umfragen hätten rund 80 Prozent Barack Obama ihre<br />
Stimme gegeben, wenn sie denn gedurft hätten. Wie wirkt die Obamania<br />
auf Sie?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich finde die Obamamanie ist<br />
wichtig, weil es Obama nicht nur ein Mandat in den USA durch seine<br />
Wahl gibt. Sondern es bedeutet, dass seine Unterstützer auch im<br />
Ausland von ihren eigenen Regierungen berücksichtigt werden. Obama<br />
hat auch Unterstützer in Deutschland und das hat auch einen Einfluss<br />
auf die Politik hier in Deutschland. Eine Bundespolitik muss das dann<br />
auch berücksichtigen &#8211; auch wenn sie in ihrer eigenen Politik<br />
natürlich eigene Interessen verfolgen.
</p>
<p>
<b>Lemann</b>: Obama hat ja bereits stärkeres<br />
Engagement der Nato in Afghanistan eingefordert &#8211; was wird das<br />
konkret für Deutschland bedeuten? Mehr Truppen? Mehr Kampfeinsätze?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Solche Entscheidungen werden<br />
grundsätzlich in Deutschland getroffen. Welche Politik Obama in<br />
Afghanistan bringen wird, das wissen wir noch nicht. Er hat auch noch<br />
keinen Zugang zu allen Informationen über Afghanistan und er wird<br />
erst einmal entscheiden müssen, wo es hingeht. Er hat erst einmal<br />
gesagt, dass er glaubt, dass Afghanistan wichtiger wäre für die<br />
amerikanischen Interessen als Irak zum Beispiel. Er könnte sich auch<br />
vorstellen, Truppen aus dem Irak abzuziehen und in Afghanistan<br />
einzusetzen. Aber ob er von Deutschland Truppen im Süden von<br />
Afghanistan verlangt oder ob er amerikanische Truppen im Irak behält<br />
oder, oder, oder&#8230; Das sind alles Fragen, die Obama selbst derzeit<br />
noch nicht beantworten kann. Bisher hat er nicht alle Informationen<br />
gehabt. Die amerikanische Regierung hat bisher viele Entscheidungen<br />
anhand von Geheiminformationen getroffen. Wenn er die tatsächliche<br />
Lage sieht, vielleicht entscheidet er dann ganz anders.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Aus Russland kam ein<br />
Glückwunsch-Telegramm der besonderen Art, dazu auch eine der am<br />
häufigsten gestellten Fragen aus dem Chatroom: Wie wird sich Obama<br />
hinsichtlich der Georgienkrise und den geplanten<br />
Raketenschildsystemen in der Nähe Russlands verhalten?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Erstmal wird er nicht direkt auf<br />
die Rede von dem russischen Präsidenten reagieren. Er ist noch nicht<br />
der amtierende amerikanische Präsident. Er hat aber gesagt, dass er<br />
sich vorstellen kann, mit allen Leuten zu reden. Auch mit Personen,<br />
wo es Meinungsverschiedenheiten gibt. Möglicherweise wird er<br />
versuchen, eine eigene Beziehung zu dem russischen Präsidenten<br />
aufzubauen. Aber die eine Rede des russischen Präsidenten wird nicht<br />
die amerikanische Politik ändern. Wir müssen über die Zeit sehen,<br />
wie es sich weiter entwickelt. Im Übrigen kann man sagen, dass Obama<br />
nach Aussage des gewählten Vize-Präsidenten Joe Biden<br />
möglicherweise von seinen ausländischen politischen Konkurrenten in<br />
den ersten Monaten seiner Amtszeit geprüft wird. Es kann sein, dass<br />
wir die ersten Vorzeichen zu einer Prüfung jetzt schon gesehen<br />
haben.
</p>
<p>
<b>obi</b>: Wird die Obamamanie nicht nach hinten los<br />
gehen, wenn die Leute merken, dass die ersten Probleme nicht so<br />
einfach lösbar sind und Obama nicht der Messias ist, als der er<br />
manchmal dargestellt wird?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Sicherlich. Bisher hatte die<br />
Obamamania davon gelebt, dass seine Politik noch nicht definiert ist.<br />
Er ist jetzt neu und viele können ihre eigenen Träume in seine<br />
zukünftige Politik versetzen. Natürlich muss er diese jetzt selber<br />
über eine Vielzahl von Feldern seiner Politik festlegen. Und da gibt<br />
es unterschiedliche Meinungen und es wird auch Enttäuschungen geben.<br />
Wir wissen z.B. noch nicht im Detail, wie er zu Umweltfragen steht,<br />
wie er in der Militärpolitik und in anderen Feldern direkt<br />
entscheiden wird. Es wird emotional belegte Fragen geben und er wird<br />
die einen glücklich machen und die anderen enttäuschen. Das wird<br />
sehr interessant zu sehen, wie lange diese Mania anhält. Das ist<br />
sehr teuflisch. In den hundert Tagen &#8211; das entspricht etwa 3 Monaten<br />
&#8211; wo es politische Flitterwochen gibt &#8211; vielleicht dauert es bei ihm<br />
länger, vielleicht weniger, das wissen wir noch nicht.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Dazu auch die nächste Frage:
</p>
<p>
<b>gast0782</b>: Fürchten Sie, dass unter Umständen<br />
durch den Hype um Barack Obama seine Fähigkeiten und vor allem<br />
Möglichkeiten zur Bewältigung der vielen Probleme in den USA<br />
überschätzt werden?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Überschätzung könnte kommen<br />
von Leuten, die weniger Verständnis dafür haben, wie eine<br />
amerikanische Politik zusammengesetzt wird und welchen Zwängen ein<br />
amerikanischer Präsident unterliegt. Die Entscheidungsträger einer<br />
Bundesregierung z.B. haben seit Jahrzehnten mit amerikanischen<br />
Präsidenten zu tun und sie kennen diese Zwänge. Und sie wissen, was<br />
ein amerikanischer Präsident entscheiden kann und was nicht. Andere<br />
Kenner, die beruflich mit internationaler Politik zu tun haben,<br />
werden nicht sehr überrascht. Aber viele seiner Anhänger werden<br />
erst einmal möglicherweise erkennen müssen, dass ein amerikanischer<br />
Präsident nicht einfach reinkommen und alles ändern kann. Amerika<br />
ist ein sehr sehr großes Schiff &#8211; wenn man diese Metapher benutzt &#8211;<br />
und kann nur sehr langsam gelenkt werden.
</p>
<p>
<b>Ihr Benutzername</b>: Barack Obama hat nicht nur in<br />
den USA, sondern weltweit viele Hoffnungen geweckt. Inwiefern glauben<br />
Sie, dass der Faktor Hoffnung sich als ein Zugpferd für einen<br />
tatsächlichen &quot;change&quot; erweisen könnte?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, dass Barack Obama sehr<br />
viel ändern wird. Alleine wenn man betrachtet, wie viel sein<br />
Vorgänger George W. Bush geändert hat, dann wissen wir, dass es<br />
möglich ist, viel zu ändern. Wenn er in seiner Politik auf<br />
traditionelle Aktivitäten zurück lenkt, wie bisherige Präsidenten<br />
vor George W. Bush, wird dann dieses international sehr gern gesehen<br />
. Er hat gesagt, dass er z.B. die Gefängnisse auf Guantanamo<br />
schließen will. Er hatte auch viele Entscheidungen von Präsident<br />
Bush kritisiert und gesagt, dass er Änderungen machen wird, dass er<br />
auch international mehr mit seinen internationalen Partnern<br />
konsultieren wird. Ich denke, in dieser Richtung kann er etwas<br />
bewirken. Das sind auch Änderungen von Bedeutung. Man hat gesehen:<br />
In wenigen Monaten nach dem 11. September, als eine ganze Welt<br />
praktisch Seite an Seite mit den USA gestanden hat, hat die<br />
US-Regierung sich in eine Quasi-Isolation, die Koalition der<br />
Willigen, bewegt. Ich denke, dass ein Präsident Obama für Amerika<br />
eine viel viel größere Koalition sucht. Das müssen wir abwarten.
</p>
<p>
<b>Arno Nym</b>: Ist nicht bei Obama die Gefahr gegeben,<br />
dass er bei einem erneuten Terroranschlag in den USA gleich doppelt<br />
so hart wie jeder Republikaner reagieren müsste, um zu zeigen, dass<br />
er eine starke Führungspersönlichkeit ist?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich möchte nicht spekulieren,<br />
wir müssen sehen, wie er als Präsident agiert. Man hat aber im<br />
Wahlkampf gesehen, dass er nicht jemand ist, der doll draufhaut, wenn<br />
er unter Druck gesetzt wird. In den Debatten ist er relativ stark<br />
unter Druck gesetzt worden, hat aber gelassen darauf reagiert. Das<br />
ist natürlich nicht zu vergleichen mit einem großen Anschlag, aber<br />
ich möchte ihm nicht unterstellen, dass er im Übermaß reagieren<br />
würde.
</p>
<p>
<b>Daniel Rückenschiedt</b>: Wie hoch ist die Gefahr<br />
einzuschätzen, dass ein Attentat auf Barack Obama ausgeübt wird?<br />
Und von welcher Seite ist damit zu rechnen?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, es gibt immer Leute,<br />
die Hilfe brauchen, die sich möglicherweise mit Gewalt profilieren<br />
wollen, aber die Fähigkeiten des Personenschutzes haben sich sehr<br />
stark in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Ich denke, dass er gut<br />
geschützt ist.
</p>
<p>
<b>dude</b>: Mit ihrem Brief eines Christen aus Obamas<br />
Amerika 2012 hat die christliche Rechte ja noch einmal mit letzter<br />
Kraft und allen Mitteln versucht, Obama zu stoppen &#8211; ohne Erfolg. Wie<br />
denken Sie wird das Verhältnis Obamas zur christlichen Rechten<br />
während seiner Amtszeit aussehen?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, man kann nicht eine<br />
Politik machen, die allen Leuten recht ist. Es gibt Christen, die<br />
z.B. Obamas Politik ablehnen, weil er sich nicht eindeutig gegen<br />
Abtreibung positioniert. In anderen Fragen aber würden sie ihn<br />
möglicherweise unterstützen. Obama sagte, er will ein Präsident<br />
für alle Amerikaner sein. Wir müssen sehen, wie gut er das schafft.
</p>
<p>
<b>Cakelady</b>: Obama ist der erste Afro-Amerikaner,<br />
der ins Weiße Haus gewählt wurde. Doch noch immer herrschen<br />
Rassismus und Feindseligkeit gegenüber den Schwarzen und<br />
Afro-Amerikanern in einigen großen Teilen der Vereinigten Staaten.<br />
Obama wird immer wieder gerne als zweiter John F. Kennedy bezeichnet,<br />
hat er doch eine gewisse Intelligenz und Rückhalt eines Großteils<br />
der Bevölkerung. Halten Sie es für möglich, dass ihn auch ein<br />
ähnliches Attentat treffen könnte oder er Ziel eines<br />
Terroranschlages werden könnte, gerade wegen seiner Hautfarbe und<br />
Beliebtheit?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Das ist im Grunde die gleiche<br />
Frage wie vorhin. Es gab schon vor wenigen Tagen ein angebliches<br />
Komplott, das vereitelt worden ist. Ich denke, es wird immer solche<br />
Komplotte geben. Er muss damit leben und ich denke, es gibt<br />
Möglichkeiten ihn zu schützen und er wird meiner Ansicht nach<br />
ausreichend geschützt. Aber er muss sich zwischen Volksnähe und<br />
absoluter Sicherheit bewegen. Einen hundertprozentigen Schutz wird es<br />
niemals geben können. Ich möchte nicht, dass er sich in einem<br />
absolut sicheren Raum aufhält und keinen Zugang zu seinem Wahlvolk<br />
bekommt.
</p>
<p>
<b>dagobert</b>: Obama kommt aus einfachen<br />
Verhältnissen, welche Lobby hat er, auf die er sich beim Hinarbeiten<br />
auf einen Wandel stützen kann?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, er hat sehr viele ganz<br />
normale Leute, natürlich haben die afro-amerikanischen Wähler<br />
großes Vertrauen in ihn. Sicherlich, wenn man das Thema<br />
Wirtschaftskrise betrachtet, die große breite Masse, die<br />
amerikanischen Wähler trauten ihm eher zu als seinem Konkurrenten,<br />
die Anliegen der Normalbürger in seiner Politik zu berücksichtigen,<br />
z.B. dass einfachen Familien geholfen würde. Wenn man eine Situation<br />
hat wie heute, wo viele tausende Familien Angst haben, ihr Zuhause zu<br />
verlieren durch die Hypothekenkrise, dann wird die amerikanische<br />
Bevölkerung von dem neuen Präsidenten verlangen, dass diesen Leuten<br />
geholfen wird. Er wird auch gemessen daran, wie viel Schutz er den<br />
Leuten bieten kann, die ihn gewählt haben.
</p>
<p>
<b>gast33</b>: Wird Obama eine protektionistische<br />
Wirtschaftspolitik durchführen?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Er will nicht als schwach gelten.<br />
Und Protektionismus ist ein Feld, wo es viele Interessen in den USA<br />
gibt. Vor allem in Wirtschaftszweigen wie Textilbranchen oder anderen<br />
gefährdete Branchen, die durch ausländische Konkurrenz gefährdet<br />
sind. Auf der anderen Seite: Die amerikanische Politik ist<br />
international und er hat internationale Partner. Es gibt andere<br />
Branchen in den USA, die davon leben, am internationalen Handel<br />
teilzunehmen. Ich denke, er wird zum Teil protektionistisch<br />
entscheiden und in anderen Situationen weniger. Aber das ist ein<br />
großes Minenfeld für ihn, weil seine Wähler direkt betroffen sind.
</p>
<p>
<b>simone</b>: Mit welchen Maßnahmen könnte es Barack<br />
Obama gelingen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und den Menschen<br />
mehr Sicherheit zu verschaffen?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, die Wirtschaft<br />
anzukurbeln ist etwas, was international geschehen muss. Wir haben<br />
gesehen, dass die Rettungsmaßnahmen die gemeinsam gemacht werden,<br />
von z.B. Zentralbanken in vielen Ländern, der Europäischen<br />
Zentralbank, der Bank of England, der Bank in Japan. Obama wird es<br />
nicht im Alleingang machen können. Es gibt in den USA die<br />
Diskussion, ob es ein Rettungspaket geben sollte, auch um die eigene<br />
Wirtschaft anzukurbeln &#8211; das heißt, Geld auszugeben. Er wird jetzt<br />
sicherlich viele Programme anschauen, Vorschläge machen, was die<br />
Regierung tun kann, um Arbeitsplätze zu schaffen. Es kommt heute ein<br />
neuer Arbeitsmarktbericht und es werden sicher keine guten<br />
Nachrichten für die USA sein. Da sind viele hunderttausend<br />
Arbeitsplätze im letzten Jahr verloren gegangen. Eine Politik einer<br />
Bundesregierung, die auch Arbeitsplätze schafft, indem neue<br />
Infrastrukturprojekte gestartet werden und vorhandene Projekte<br />
ausgebaut werden, kann viel stärker wirken als wenn man neue<br />
Projekte startet. Solche Maßnahmen werden gesucht und da kann er<br />
etwas tun.
</p>
<p>
<b>ichbineinberliner</b>: Welche finanziellen Spielräume<br />
hat Barack Obama für die Umsetzung seiner Politik?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Finanziell wird es sicherlich<br />
eng, alleine durch die Tatsache, dass der amerikanische Haushalt<br />
derzeit ein sehr, sehr großes Defizit inne hat, das die<br />
Staatschulden in der Amtszeit von George W. Bush von einem Plus in<br />
ein Minus von vielen Billionen Dollar verschlechtert hat. Durch die<br />
Rettungsmaßnahmen, die jetzt schon bekanntgegeben sind, wird noch<br />
mehr Geld ausgegeben. Auf der anderen Seite: Die amerikanische<br />
Wirtschaft ist sehr groß und es gibt natürlich Raum für neue<br />
Projekte und die Finanzierung von neuen Projekten, so lange es<br />
internationales Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft gibt.<br />
Amerika gilt als ein Land, in das man auch in wirtschaftlich<br />
schwierigen Zeiten investieren kann. Aber Obama muss vorsichtig<br />
agieren, denn dieses Vertrauen darf er auf gar keinen Fall verlieren.
</p>
<p>
<b>gast0782</b>: Während des Wahlkampfes wurde Obama<br />
öfter als Sozialist und manchmal sogar als Kommunist bezeichnet. Für<br />
mich nicht ganz nachvollziehbar. Hängt das mit der Sicht der<br />
Amerikaner auf die &quot;grenzenlose&quot; freie Marktwirtschaft<br />
zusammen oder gibt es andere Gründe dafür?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Da müssen sie eher Herrn McCain<br />
fragen, wieso er ihn als Sozialist beschrieben hat. Ich denke, das<br />
sind Wahlkampfbegriffe. Obama selber würde sich niemals als<br />
Sozialist oder als Kommunist bezeichnen. Im Übrigen gibt es den<br />
Begriff &quot;sozial&quot;, die SPD, oder die CSU haben z.B. diesen<br />
Begriff in ihrem Namen, und niemand bezeichnet sie als sozialistisch<br />
oder kommunistisch.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Stichwort John McCain: Er hat in der<br />
Wahlnacht sehr versöhnliche Töne angeschlagen, hat Sie das<br />
überrascht?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Nein, ich denke, das zeigt<br />
einfach die Tatsache: Wahlkampf ist Wahlkampf und wenn der Wahlkampf<br />
vorbei ist, dann müssen alle Leute sich zusammenschließen, damit es<br />
dem Land die nächsten vier Jahre gut geht.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Was wird Ihrer Ansicht nach aus Sarah<br />
Palin? Sie scheint ja schon, von einer Kandidatur 2012 zu träumen.
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Sarah Palin wird zunächst nach<br />
Hause gehen, nach Alaska. Es gibt eine große Auseinandersetzung in<br />
der republikanischen Partei über die Rolle, die sie im Wahlkampf<br />
spielte. Wie gut sie mit dieser Kritik umgeht, wird sehr wichtig sein<br />
für ihre politische Zukunft. Aber ich glaube, wir werden mehr über<br />
ihre politischen Chancen wissen, nachdem die ersten Enttäuschungen<br />
von diesem Wahlkampf verflossen sind.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Spekulieren wir mal, mit welchem<br />
Personal wird Obama ins Rennen gehen? Eine erste Entscheidung hat er<br />
ja schon getroffen.
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Er wird jetzt Signale setzen mit<br />
seinen Entscheidungen. Er will Leute benennen, die sofort als<br />
kompetent und zuverlässig gelten. Was er auf gar keinen Fall braucht<br />
, ist ein schneller Rücktritt wegen irgendwelcher Skandale. Zum<br />
Beispiel der Finanzminister: Er wird jemanden ernennen müssen, der<br />
das Vertrauen der Finanzwelt erhält &#8211; das ist eine sehr elitäre<br />
Welt. Er wird aber auch jemanden benennen müssen, der Vertrauen bei<br />
der breiten Bevölkerung findet. Das ist nicht so einfach, weil diese<br />
Leute ein Signal in viele Richtungen senden. Zu den genauen<br />
Personalien möchte ich jetzt noch nichts sagen, denn wir werden<br />
sicher überrascht sein.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Nur eine Frage dazu noch:
</p>
<p>
<b>Mark0001</b>: Wird Powell im Kabinett vertreten sein?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, dass Obama ihn gerne<br />
in seinem Kabinett gehabt hätte. Colin Powell gilt als loyal und ich<br />
denke, jeder Präsident würde ihn berücksichtigen. Ob Powell das<br />
will ist eine andere Frage. Der Presse war aber zu entnehmen, dass er<br />
nicht zur Verfügung steht.
</p>
<p>
<b>John</b>: War es zu erwarten oder ist es etwas völlig<br />
Neues, dass ein Demokrat sich Republikaner mit ins Boot holt?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Es gab schon einmal so einen<br />
Fall. Präsident Carter z.B. hatte mindestens ein Kabinettsmitglied<br />
in ein anderes Amt übernommen, welches vorher beim republikanischen<br />
Präsidenten aktiv war. Bei Clinton war z.B. auch ein Republikaner im<br />
Kabinett.
</p>
<p>
<b>Wing8613</b>: Bush nannte die Mächtigen der<br />
Wirtschaft stets &quot;seine Basis&quot;.Wird sich Obama gegen den<br />
Lobbyismus behaupten können? Wird er die Macht der Öl-, Automobil-<br />
und Waffenkonzerne eindämmen können?
</p>
<p>
<b>Mark0001</b>: Wird Obama sich an die liberale<br />
Waffengesetzgebung heranwagen?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, niemand wird alle<br />
Lobbyisten verhindern können. Auch wenn Obama das will, wird er<br />
akzeptieren, dass er viel Rat bekommen wird &#8211; gewollt oder ungewollt.<br />
Er wird diesen Rat bekommen von den Lobbyisten verschiedener<br />
Industriezweige. Er wird aber auch Vorschläge von seiner<br />
Beratermannschaft bekommen und wir müssen dann sehen, wie viel<br />
Einfluss Vertreter aus anderen Organisationen in seiner Regierung<br />
bekommen werden. Da wird er Zeichen setzen mit seinen Entscheidungen.<br />
Ich denke, dass viele seiner Wähler von ihm erwarten, dass er anders<br />
vorgehen wird als George W. Bush. Ich denke selber, dass er sehr viel<br />
stärker die Interessen von normalen Bürgern berücksichtigen wird<br />
als sein Vorgänger.
</p>
<p>
<b>Stephen</b>: Wie denken Sie über das<br />
deutsch-amerikanische Verhältnis unter Obama als Präsident?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, dass es nun gute<br />
Chancen gibt, dass die Beziehungen besser werden. Übrigens, die<br />
Politik eines demokratischen Präsidenten entspricht vielmehr der<br />
deutschen politischen Mitte als die Politik der republikanischen<br />
Parteien in den USA.
</p>
<p>
<b>Jürgen</b>: Obama hat sich für seine<br />
außenpolitische Wahlkampfrede Deutschland als Tribüne ausgesucht.<br />
Könnte das darauf hindeuten, dass Obama zu Deutschland besondere<br />
Beziehungen pflegen wird?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke, Obama hat diese Bühne<br />
bewusst ausgesucht, weil es schon wichtige internationale Reden in<br />
Berlin gab: John F. Kennedys Rede vor dem Rathaus Schöneberg, Ronald<br />
Reagans Rede am Brandenburger Tor. Er musste sich als staatsmännisch<br />
zeigen und er wusste, dass er viel Begeisterung in Berlin finden<br />
wird, die sich natürlich in Fernsehbildern sehr gut präsentieren<br />
lässt in den USA. Er wollte eigentlich vor dem Brandenburger Tor<br />
sprechen. Ich wäre nicht überrascht, wenn er seine Chance als<br />
Präsident bekommen wird.
</p>
<p>
<b>PeterD</b>: Denken Sie, dass Obama darauf bestehen<br />
wird, dass deutsche Soldaten auch im Süden Afghanistans eingesetzt<br />
werden? Wenn ja, wird die deutsche Regierung darauf eingehen müssen,<br />
um zu Beginn der Regierungszeit Obamas für gute Verhältnisse zu<br />
sorgen?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich glaube nicht, dass diese<br />
Frage entscheidend wird für die deutsch-amerikanischen Beziehungen<br />
und ich glaube auch nicht, dass Obama verlangen oder darauf bestehen<br />
wird, dass die Deutschen mehr Truppen nach Afghanistan schicken. Wie<br />
ich vorhin sagte, denke ich, dass Obama jetzt seine<br />
Afghanistan-Politik finden muss. Und wir wissen nicht, wo dies<br />
hingehen wird. Ich wäre im Übrigen nicht überrascht davon, wenn er<br />
selber darauf hinarbeiten würde, dass die amerikanischen Truppen<br />
abgezogen werden. Das sind alles Fragen, die offen sind. Wir müssen<br />
einfach abwarten.
</p>
<p>
<b>Peter Schreinfeldt</b>: Machen Sie einen Vorschlag:<br />
Wie muss sich Europa verhalten, um einen maximalen Gewinn aus der<br />
neuen Machtkonstellation zu erzielen.
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Ich denke Europa muss auf Obama<br />
zugehen, das werden sie auf jeden Fall tun. Und es sollte eine<br />
beidseitige Bereitschaft geben, eine gemeinsame internationale<br />
Politik in den Feldern der gemeinsamen Interessen zu finden. Es gibt<br />
viele Felder mit gemeinsamen Interessen.
</p>
<p>
<b>jakob7</b>: Obama wirkt im Vergleich zu anderen<br />
Präsidentschaftskandidaten weniger erfahren. Ist es möglich, dass<br />
er dadurch leichter beeinflussbar ist?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Wenn man einen amerikanischen<br />
Präsidenten wählt, wählt man nicht nur eine Person, sondern einen<br />
Präsidenten und 7.000 neue Mitarbeiter. Da wird es viele Experten<br />
geben, die in allen Feldern beraten. Auch viele Leute, die in<br />
früheren Regierungen gearbeitet haben. Und ich denke, es wird von<br />
einem Präsidenten erwartet, dass er ein Alleskönner ist. Aber<br />
natürlich wird es Felder geben, wo er sich stärker beraten lässt<br />
als in anderen. Wir haben im Wahlkampf gesehen, dass er sehr fähig<br />
ist, dass er Koalitionen bilden kann, dass er eine der kreativsten<br />
Strukturen z.B. in der Gewinnung von Spenden und in vielen anderen<br />
Feldern hatte. Zu sagen, dass er unerfahren ist, ist zu kurzsichtig.<br />
Natürlich ist er ein erfahrener Mensch und ich habe überhaupt keine<br />
Angst, dass wir Schwierigkeiten bekommen würden. Wenn man schaut,<br />
wie viel Akzeptanz er gefunden hat: von einem der reichsten Männern<br />
Amerikas (Warren Buffet) bis zu kleinen Leuten, die um ihre<br />
finanzielle Zukunft bangen. Von Bürgerrechtlern bis hin zu Leuten,<br />
die frühere Regierungen mitgetragen haben. Ich denke, er hat eine<br />
breite Unterstützung. Wir müssen uns nur anschauen, wie viele<br />
Glückstränen nach seiner Wahl vergossen worden sind, das war<br />
einmalig.
</p>
<p>
<b>Mame</b>: Gab es irgendwo Berichte über<br />
Wahlbetrug/Manipulation?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Es gab natürlich vor der Wahl<br />
viel Diskussionen über Wahlbetrug. Am Wahltag gab es auch viele<br />
Diskussionen darüber, auch viele Meldungen über Probleme. Aber das<br />
Wahlergebnis war so eindeutig, dass ich denke,diese Diskussion ist<br />
für jetzt beendet.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Die Stunde ist um, lieber Herr<br />
Crawford, was möchten Sie noch loswerden?
</p>
<p>
<b>David Crawford</b>: Barack Obama ist ein<br />
Hoffnungsträger für die ganze Welt und das wird ihm helfen in<br />
seinen ersten Monaten als Präsident. Er wird sicher bemüht sein,<br />
diese Hoffnungen gut als politisches Kapital einzusetzen und es wird<br />
sehr spannend, wie gut er das umsetzen kann. Es gab 1976 eine<br />
ähnliche Wahl von Jimmy Carter, wo es viele Hoffnungen gab und<br />
letztendlich ist er nicht wiedergewählt worden. Er hat jetzt die<br />
Chance mit seiner Antrittsrede im Januar die Begeisterung der<br />
amerikanischen Bevölkerung möglicherweise auszubauen. Es gibt<br />
keinen großen amerikanischen Präsidenten, der keine große Rede<br />
präsentierte bei seinem Antritt. John F. Kennedy hat viel<br />
Begeisterung erzeugt. Obama ist ein guter Redner, er hat viele Leute<br />
inspiriert und wir müssen sehen, wie lange diese Begeisterung<br />
anhält.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das war eine gute Stunde<br />
tagesschau-Chat. Herzlichen Dank, Herr Crawford, dass Sie sich die<br />
Zeit genommen haben, und herzlichen Dank, liebe User, für die vielen<br />
Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten. Das Protokoll des<br />
Chats finden Sie in Kürze zum Nachlesen auf tagesschau.de und<br />
politik-digital.de. Das Team von tagesschau.de wünscht allen noch<br />
einen schönen Tag!
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bush für die Ewigkeit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bush-fuer-die-ewigkeit-4015/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 12:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Archive]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Department of Homeland Security]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Januar 2009 wird nicht nur das Weiße Haus an einen neuen Präsidenten übergeben. Der  Amtsinhaber bekommt auch die Seiten der amerikanischen Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Um die alten Daten zu retten, hat ein teilstaatliches Konsortium nun ein Speicherprogramm ins Leben gerufen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Januar 2009 wird nicht nur das Weiße Haus an einen neuen Präsidenten übergeben. Der  Amtsinhaber bekommt auch die Seiten der amerikanischen Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Um die alten Daten zu retten, hat ein teilstaatliches Konsortium nun ein Speicherprogramm ins Leben gerufen.<!--break--></p>
<p>
„Change“, Wandel, ist eines der Schlagwörter des Wahlkampfes. Doch mit der Präsidentschaft wechselt auch die Zuständigkeit für den Internetauftritt der Regierung. So bereits geschehen bei der Vereidigung George W. Bushs im Jahr 2001, als die <a href="http://www.whitehouse.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website des Weißen Hauses</a> statt Unmengen von Informationen plötzlich nur noch die Lebensläufe des Präsidenten und seines Vizes anbot. Damit solch ein Datenverlust nicht wieder geschieht, will ein Konsortium aus staatlichen Organisationen wie der Regierungsdruckerei und der Kongressbibliothek sowie einigen nichtstaatlichen Partnern nun ein <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/08/19/AR2008081902857.html?nav=rss_technology" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlinearchiv erstellen</a>.
</p>
<p>
<b>125 Millionen Geschichtsquellen</b>
</p>
<p>
Die Erfassung der Daten des Weißen Hauses übernimmt dabei das <a href="http://www.archive.org/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet Archive</a>, eine nichtkommerzielle Organisation zur Sammlung von Momentaufnahmen im Web. Mehrere Bibliotheken und Online-Bibliotheken kümmern sich um einen genaueren Blick in angrenzende  Einrichtungen wie das <a href="http://www.dhs.gov/index.shtm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Department of Homeland Security</a>. Immerhin 125 Millionen einzelne Seiten werden insgesamt abgegrast.
</p>
<p>
Ziel des Projekts ist die „Fütterung von Geschichtsbüchern“, wie eine Mitarbeiterin es ausdrückt. Ab Februar soll dann jeder User kostenlos auf die umfassende Dokumentation der Bush-Regierungszeit zugreifen können.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Bush soll speichern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bush-soll-speichern-3961/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 09:02:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Datenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Haus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Die Demokratische Partei in den USA setzt sich für eine <a href="http://www.latimes.com/technology/la-na-email10-2008jul10,1,887562.story">Speicherung aller e-Mails</a> des Weißen Hauses ein. Diesem wird vorgeworfen, seine Korrespondenzen absichtlich nicht akkurat zu archivieren. Am 9. Juli passierte das Gesetz, das die Speicherung aller Nachrichten vorschreibt, das Repräsentantenhaus.
</p>
<p>
&#160;
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Die Demokratische Partei in den USA setzt sich für eine <a href="http://www.latimes.com/technology/la-na-email10-2008jul10,1,887562.story">Speicherung aller e-Mails</a> des Weißen Hauses ein. Diesem wird vorgeworfen, seine Korrespondenzen absichtlich nicht akkurat zu archivieren. Am 9. Juli passierte das Gesetz, das die Speicherung aller Nachrichten vorschreibt, das Repräsentantenhaus.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Der <a href="http://www.heise.de/newsticker/US-Rechnungshof-bemaengelt-E-Mail-Archivierung-in-Bundesbehoerden--/meldung/110655">Oversight and Government Reform</a>-Ausschuss war kürzlich zu dem Ergebnis gekommen, dass US-amerikanische Bundesbehörden keine ausreichende Speicherung ihrer elektronischen Kommunikation vornähmen. Der Ausschuss sollte den Verdacht prüfen, dass republikanische Mitarbeiter des Weißen Hauses ihre Parteiaccounts für Amtstätigkeiten benutzten und so eine bereits bestehende Speicherungsvorschrift umgingen. Dieses alte Speicherungsgesetz war in Folge des Watergate-Skandals entstanden, galt aber nur für das Weiße Haus.
</p>
<p>
Ein neues Gesetz soll die Verpflichtung zur Speicherung nun auf alle Bundesbehörden ausweiten, um die Umgehung zu erschweren und Transparenz für Ermittler und Historiker zu gewährleisten. Das <a href="http://www.whitehouse.gov/omb/legislative/sap/110-2/saphr5811-r.pdf">Weiße Haus</a> sprach von einer übertriebenen Einmischung in die präsidentiellen Angelegenheiten und einer Gefahr für die Gewaltenteilung. Außerdem seien mit der jetzigen Formulierung auch Nachrichten wie Instant Messages, Blogs und Wikis betroffen. Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss jedoch noch der Senat zustimmen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blog-Versuch des Weißen Hauses</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/blog-versuch-des-weissen-hauses-3681/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 09:51:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Haus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/blog-versuch-des-weissen-hauses-3681/</guid>

					<description><![CDATA[Seit dem 08. Januar 2008 <a href="http://www.whitehouse.gov/infocus/mideast/notes/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bloggt das Weiße Haus</a> - allerdings lediglich zur Nahost-Reise des US-Präsidenten. Der Schreibstil wirkt ausgesprochen unpersönlich, eine Kommentarfunktion gibt es nicht.   ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 08. Januar 2008 <a href="http://www.whitehouse.gov/infocus/mideast/notes/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bloggt das Weiße Haus</a> &#8211; allerdings lediglich zur Nahost-Reise des US-Präsidenten. Der Schreibstil wirkt ausgesprochen unpersönlich, eine Kommentarfunktion gibt es nicht.   <!--break--></p>
<p>
„Trip Notes from the Middle East“ heißt das Blog, der bisher aus nur einem Eintrag besteht; laut diesem werden allerdings in den nächsten Tagen hohe Mitglieder von Bushs Stab das Blog mit Inhalten füllen.
</p>
<p>
Der erste Text der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, wirkt noch wenig persönlich, sondern eher wie ein nüchterner Pressetext. Perino zählt die Ziele und Termine des Präsidenten während seiner Reise auf; Bush wolle die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern zur Gründung eines Palästinenserstaates weiter voran treiben und sich für den Frieden in der Region einsetzen. Eine Kommentarfunktion bietet das Blog bisher nicht.</p>
]]></content:encoded>
					
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