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	<title>Weltbank &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Weltbank &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Online-Bildung weltweit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2016 12:47:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Computerboote in Bangladesh, Englisch per Skype in Uruguay und Internetbusse in Rwanda. Das Angebot an Online-Bildung auf der Welt wächst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/One-Laptop-Per-Child.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150079" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/One-Laptop-Per-Child.png" alt="One Laptop Per Child" width="640" height="301" /></a>Computerboote in Bangladesh, Englisch per Skype in Uruguay und Internetbusse in Rwanda. Das Angebot an Online-Bildung auf der Welt wächst stetig und kennt in seiner Kreativität keine Grenzen. Eine Auswahl an Initiativen und Projekten, die in benachteiligten Regionen das Lernen übers Internet ermöglicht, zeigt diese Weltkarte.</p>
<p>Die UN-Initiative „Education for All“ wollte bis 2015 alle Kindern auf der Welt zur Grundschule schicken. Trotz mehr Budget für Schulen und einem Zuwachs von Grundschülern bleibt dieses Ziel weit verfehlt. Immer noch mangelt es vielen Regionen dieser Welt an finanziellen Mittel und der richtigen Infrastruktur, oder aber Familien können es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Während die Bildungsschere in vielen Ländern immer weiter auseinander geht, besteht Hoffnung, dass die benachteiligten Teile der Welt vom Internet und neuen Technologien für mehr Emanzipation und Bildung profitieren können.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1MtAYpYv3-saI74bTd_2b4dbprtw" width="640" height="480"></iframe></p>
<h3>Digitalisierung: Emanzipation in der Bildungslandschaft?</h3>
<p>Das Potenzial der Digitalisierung ist groß: der diesjährige Entwicklungsbericht der Weltbank beschäftigte sich mit dem Thema „Digital Dividends“, also mit dem Nutzen von digitalen Technologien für die Entwicklung und Wachstum von Ländern. Die weltweiten Zahlen von Handy-Besitzern und Internetanschlüssen boomen. Laut Weltbank haben derzeit mehr Menschen Handys als Elektrizität im Haus. Selbst bei den ärmsten 20% der Welt besitzen sieben von zehn Personen ein Mobiltelefon. Und doch gibt es wie mit der Bildung ein digitales Gefälle in der Gesellschaft zwischen den Menschen, die neue Medien besitzen und bedienen können, und denen, die es nicht tun. Dieser „digital divide“ zieht sich nicht nur zwischen Ländern und Kontinenten, sondern kann genauso im eigenen Land bestehen. Somit bleiben 60% der Menschheit „offline“; in manchen Regionen wie der Sub-Sahara Afrika sind es sogar 73%.</p>
<p>Wie helfen das Internet und neue Technologien, die digitale Kluft zu verringern und mehr Bildungschancen zu eröffnen? Es gibt viele Initiativen und Projekte weltweit, die zeigen, wie das funktioniert. Das Projekt „One-Laptop-Per-Child“ (OLPC) erreicht seit 2007 die ärmsten Schulkinder der Welt zwischen 6 und 12 Jahren mit über 22 Millionen sogenannte „xo Laptops“ in mehr als 42 Ländern. Aber auch große Tech-Firmen wie Microsoft oder Dell starten länderübergreifende Initiativen, die zusammen Millionen von benachteiligten Schülern den Zugang zu Computern ermöglichen. Dass dies sogar relativ umweltfreundlich und nachhaltig passieren kann, beweist Dell mit insgesamt 11 solarangetriebenen digitalen Klassenräumen, die meisten davon in Südafrika. Auf dem universitären Level gibt es „MOOCs“ (Massive Open Online Courses), über die wir bereits berichteten. Und schließlich gibt es viele nationale und regionale Lösungen, von denen einige hier vorgestellt werden. Gerade ländliche und benachteiligte Regionen, in denen es an Fachkräften und Materialen mangelt, profitieren vom Internet als Plattform für Online-Bildung.</p>
<h3>Grenzen der digitalen Bildungschancen</h3>
<p>Trotz Innovation und Nachhaltigkeit, die vieler der oben dargestellten Online-Bildungsinitiativen verkörpern, führen sie weniger zur Beseitigung der eigentlichen Probleme der Schulsysteme: ein multifunktioneller Computer ersetzt keinen Lehrer und auch der Mangel an grundlegenden Materialen wie Bücher, Stiften und Papier wird nicht behoben. Digitales Lernen bleibt ein wichtiges Werkzeug, von dem besonders ländliche Regionen der Welt profitieren können. Angepasst an lokale Bedürfnisse, eröffnen die Initiativen neue Bildungsmöglichkeiten für benachteiligte Teile der Gesellschaft. Und doch: es braucht strukturelle Veränderungen wie höhere Etats für Schulen, besser ausgebildete Lehrer und einfacheren Zugang zu grundlegender Bildung, die zu besseren Bildungschancen führen &#8211; nicht ein iPad oder Smartphone.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/carlagmo/5494518129/in/photolist-9nwQPc-4rV6t3-4YoxxW-4eE2Vh-5ocPHe-4gwcq1-4YjhKF-45QURm-4pi6m5-4rR1RM-xxq8z-5BSv3H-5nUy8m-anD7us-5rgHAw-c5bepm-4XxwLw-4rV3B5-9nzUZG-77tge4-4Yji1v-9nzWxU-ayQr68-9nwD7z-4rV4Nu-4SeSxY-4Xy4m3-8gGnas-4Xy4ky-4Yoxub-75wcV4-6vvKyM-4rV2j7-9nwLFr-9nzThJ-4XyCtQ-9nwBpn-2WyjG1-54vBRx-4zXEc7-54zQBC-4gwcB3-4YjhNK-8gD57M-5s8BUD-aG3Dh-4rR29B-8gGmaN-4rV6xA-4rV5N3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">P1010877</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/carlagmo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carla Gomez Monroy </a>via <a href="https://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licensed <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
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		<title>Digitale Technologien sind da, analoge Rahmenbedingungen fehlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 13:40:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Divide]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltentwicklungsbericht 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
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					<description><![CDATA[Sauberes Trinkwasser ist auf manchen Teilen der Welt schwieriger zu erreichen als ein Mobiltelefon. Die Weltbank macht in ihrem diesjährigen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/binary-1254502_1280.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-149928" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/binary-1254502_1280.png" alt="Welkarte, Binärcode" width="640" height="370" /></a></p>
<p>Sauberes Trinkwasser ist auf manchen Teilen der Welt schwieriger zu erreichen als ein Mobiltelefon. Die Weltbank macht in ihrem diesjährigen Weltentwicklungsbericht „<a href="http://www.worldbank.org/en/publication/wdr2016" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Dividends</a>“ auf ein global-strukturelles Problem aufmerksam: Eine analoge Basis zur erfolgreichen Integration und Nutzung der Digitalisierung fehlt in vielen Bereichen. Digitale Technologien weiter auf der Welt zu verbreiten – das ist nicht die globale Herausforderung, mit der wir uns primär beschäftigen sollten.</p>
<p>Aktuell, aber nicht neu: Die notwendige Schaffung von Strukturen in einer Gesellschaft zur erfolgreichen „Modernisierung“ bildet keine revolutionäre Erkenntnis. Bereits 1962 beschrieb Modernisierungstheoretiker Shmuel N. Eisenstadt, dass Länder nicht in einen Modernisierungsprozess gestoßen werden dürften, solange die passenden Rahmenbedingungen in der Gesellschaft noch nicht etabliert seien. Auch wenn Eisenstadt vor über 50 Jahren noch nicht das Phänomen der Digitalisierung vor Augen hatte, strahlt die These Eisenstadts im Weltentwicklungsbericht 2016 in einem neuen – digitalen – Licht. Die aktuellen Daten des diesjährigen Berichts zeigen, laut Weltbank, durchaus beunruhigende Trends. Diese seien nicht auf fehlende Technologien, sondern vielmehr auf den global ungleich verteilten Zugang sowie die (Aus-)Nutzung der Digitalisierung zurückzuführen.</p>
<h3>Weltbank Report: zwischen analoger und digitaler Welt</h3>
<p>Nach wie vor sieht die Weltbank den Brückenschlag zwischen den Personen und Gesellschaften mit, und all jenen ohne, Zugang zu digitalen Technologien (<em>Digital Divide</em>) als wichtiges Ziel auf der Entwicklungsagenda. Allerdings sei die bisherige Herangehensweise in Form unermüdlicher technologischer Verbesserungsmaßnahmen nicht zielführend gewesen. Zuerst solle das Zusammenspiel von Regulierung, Kenntnissen und Institutionen in Einklang gebracht werden. Diese Aspekte fasst die Weltbank unter dem Stichpunkt der analogen Basis einer Gesellschaft zusammen. Je nach digitalem Transformationsstand stehen die Länder vor unterschiedlichen Herausforderungen. Konkret bedeutet das: neue Reformen zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, rechenschaftspflichtige Institutionen und technische Kompetenzen. Nur wenn all dies gegeben sei, trage der Einsatz von Technologien zur Entwicklungswirkung einer Gesellschaft bei. In unserem komplexen Weltsystem bündeln digitale Technologien Chancen und Risiken – für Gruppen und Individuen. Ungleiche Lebensbedingungen weltweit bewirken unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu Technik. Aber auch der Zugang zur digitalen Welt ist kein Garant: Wie sieht es dazu auf individueller Ebene im analogen Bereich aus? Allein das Level der Nutzerkompetenzen variiert stark: Während manche wegen fehlender Alphabetisierung nicht an der Digitalisierung teilhaben können, sind andere mit der Bedienung verschiedener Plattformen überfordert.</p>
<h3>Chancen und Risiken der Digitalisierung</h3>
<p>Die Weltbank kommt in ihrer Studie zum Ergebnis: Chancen des digitalen Fortschritts bestünden vor allem in den potenziellen Förderungsmöglichkeiten von Inklusion, Effizienz und Innovation. Weltweit haben immer mehr Menschen Zugang zum Internet – nichtsdestotrotz bleiben global betrachtet noch immer knapp 60% der Menschheit offline. Auch führe eine verbreiterte Informationsbasis zu geringeren Transaktionskosten für Unternehmen und Regierungen sowie zu einer erweiterten Innovationspalette im Sinne des E-Commerce.</p>
<p>Wie so oft ziehen innovative Chancen im Digitalen auch neue Risiken und Rückschläge nach sich. So gesteht auch die Weltbank ein, dass die wachsenden globalen Zweige und digitalen Verästelungen innerhalb und zwischen Unternehmen keine Früchte trugen: eine erhöhte Produktivität blieb aus. Durch die starke finanzielle Akzentuierung im Weltentwicklungsbericht, wird die enorme Bevorteilung der Eliten durch digitale Technologien vornehmlich im politisch-ökonomischen Rahmen thematisiert. Äußerst plakativ zeigt dies vor allem ein Beispiel im Rahmen des E-Governance: technisch faire und freie Wahlen werden von Jahr zu Jahr seltener – und das, obwohl sich immer mehr Länder als Demokratien deklarieren.</p>
<h3>Digitale Kluft = soziale Kluft?</h3>
<p>Nur wenige Menschen weltweit profitieren von digitalen Technologien. Soziale Ungleichheiten verschärfen sich global – und zwar, innerhalb von Gesellschaften sowie zwischen ihnen. Theoretische Chancen der Digitalisierung greifen für die Mehrheit der Weltbevölkerung also nicht. Die Frage, inwiefern eine möglichst schnelle und effektive Digitalisierung wirklich in jedem gesellschaftlichen Kontext erstrebenswert ist, bleibt im Weltentwicklungsbericht 2016 unberücksichtigt. Auch bleibt die Frage, inwiefern technischer Fortschritt für jedes Land nachzuholen und wünschenswert ist, im Rahmen einer ethischen Debatte zur Digitalisierung offen. Obgleich die wirtschaftlichen Analysen des Berichts die globalhistorisch gewachsenen Machtbeziehungen in den Schatten stellen, liegt der Fokus zeitweilig auf dem Wechselspiel zwischen digitaler und sozialer Ungleichheit.</p>
<p>Auch der mögliche sozio-politische Mehrwert der Digitalisierung – wie man ihn in Form sozialer Bewegungen schon beobachten durfte – ist nicht zu unterschätzen. Umso deutlicher bilden eine gesellschaftlich verankerte analoge Basis, digitale Zugangsmöglichkeiten und Nutzerkompetenzen &#8211; global betrachtet &#8211; ein sehr hohes Privileg. Der tägliche Zugang zu Strom, Internet und einem Mobiltelefon erleichtert Kommunikation und Arbeitsprozesse enorm. Im Großen und Ganzen macht die Debatte um den Weltentwicklungsbericht herum aber implizit auf weitaus existentiellere Ungleichheiten aufmerksam: Ja, auch die 20% der Weltbevölkerung mit dem geringsten Einkommen besitzen nun zu 70% ein Mobiltelefon – aber: Nein, das bedeutet bei Weitem nicht, dass sich der Trinkwasserstrom in gleicher Reichweite verbreitet hätte.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/binary-random-numbers-digital-ones-1254502/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globale Digitalisierung</a> von <a href="https://pixabay.com/en/users/GDJ-1086657/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GDJ</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Transparenz in der Entwicklungshilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 15:57:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenaustausch]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Open Aid Conference]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbank]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der ersten Open Aid Conference in Berlin trafen gestern Open Data-Experten auf Entwicklungshelfer. Die zentrale Frage dabei: Wie können technische Lösungen und neue Datenstandards der Entwicklungszusammenarbeit zu mehr Transparenz und Effektivität verhelfen? Ein Thema, das in Deutschland bisher wenig Beachtung findet.  
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der ersten Open Aid Conference in Berlin trafen gestern Open Data-Experten auf Entwicklungshelfer. Die zentrale Frage dabei: Wie können technische Lösungen und neue Datenstandards der Entwicklungszusammenarbeit zu mehr Transparenz und Effektivität verhelfen? Ein Thema, das in Deutschland bisher wenig Beachtung findet.  </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Entwicklungsarbeit ist eine komplexe Geschichte: In den Geberländern bringen staatliche, kirchliche und gemeinnützige Einrichtungen jedes Jahr große Summen an Hilfsgeldern auf, die in den Entwicklungsländern wiederum in eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte fließen. Wer dabei wo und wie viel investiert und ob die Hilfe wirklich ankommt, ist oft schwer zu bestimmen. Was fehlt, sind Transparenz und ein einheitlicher Standard zur Veröffentlichung der Daten. Einen solchen Standard hat in diesem Jahr die <a href="http://www.aidtransparency.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Aid Transparency Initiative</a> (IATI) festgelegt und wirbt derzeit unter Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Entwicklungsdiensten um Anwendung.</p>
<p>Obgleich Deutschland zu den 22 Partnerländern der IATI gehört,<br />
ist noch unklar, bis wann das Bundesministerium für wirtschaftliche<br />
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Standard umsetzen wird. Nach<br />
<a href="http://blog.zeit.de/open-data/2011/09/21/opendata-entwicklungszusammenarbeit-openaid-konferen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einschätzung von <b>Claudia Schwegmann</b></a>, die sich mit der Organisation OpenAid aktiv für die IATI einsetzt, hat das Thema unter Minister Dirk<br />
Niebel derzeit keine Priorität. Auch innerhalb der deutschen<br />
Entwicklungsorganisationen sieht Schwegmann noch viel Skepsis gegenüber<br />
dem neuen Standard. Um die Diskussion in Deutschland anzuregen, fand<br />
gestern die erste Open Aid Conference in Berlin statt, bei der rund 120<br />
Besucher aus Nichtregierungsorganisationen, Verwaltung und der Open<br />
Data-Bewegung zusammenkamen. Organisiert wurde die Konferenz von der<br />
<a href="http://www.boell.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heinrich Böll Stifutung</a>, der <a href="http://okfn.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation</a>, <a href="http://www.openaid.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenAid</a> und<br />
<a href="http://www.transparency.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparency International</a>. </p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/header_siebes.png" align="left" height="206" width="150" />Dort sprach unter anderem <b>Ronald Siebes</b>, der im niederländischen Außenministerium die Implementierung des Standards mitverantwortet hat. Möglich geworden sei dies in den Niederlanden vor allem durch Impulse aus der Politik, berichtet Siebes. So hätten sich zwei Parteien für die IATI eingesetzt &#8211; allerdings aus ganz unterschiedlicher Motivation heraus: Während die einen eine Erhöhung der Entwicklungszahlungen fordern, streben andere eine Kürzung an. Siebes selbst sieht großes Potenzial in der Offenlegung der Finanzströme: Man müsse den Entscheidungsträgern und der Bevölkerung aufzeigen, was mit dem Geld passiert. So wäre nun beispielsweise für jeden einsehbar, wieviel Geld die Niederlande an Mosambik zahlen und wofür das Geld dort verwendet wird. Diese Transparenz könne langfristig auch das angeschlagene Image der Entwicklungsarbeit verbessern und Vertrauen schaffen. Wichtig sei ein einheitlicher Standard aber auch im internationalen Kontext. Denn die Festlegung der Art und Weise, wie Informationen über Entwicklungsprojekte (wer, was, wo, von wann bis wann und wie viel?) dargestellt werden, würde die Koordination immens erleichtern. &quot;Ein gemeinsamer Standard ermöglicht einfach, dass man darüber reden kann&quot;, sagt Siebes – und bezieht sich damit auch auf die Maschinenlesbarkeit der Daten. </p>
<p>Mitreden wollte auch die Weltbank – und hat als einer der zentralen Akteure und Datensammler in der Entwicklungsarbeit bisher mehr als die Hälfte der <a href="http://www.iatiregistry.org/package" target="_blank" rel="noopener noreferrer">266 Datensätze</a> der IATI beigeseteuert. Ähnlich ergiebig ist auch das <a href="https://finances.worldbank.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open </a><a href="https://finances.worldbank.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Finance Portal der Weltbank</a>, das im Juli dieses Jahres an den Start ging. Dort sind neben detaillierten Informationen zu den einzelnen Entwicklungsprojekten auch Höhe und Zinsstände der von der Weltbank vergebenen Kredite einsehbar. Für <b>Prasanna Lal Das</b>, der an der Umsetzung des Projekts maßgeblich beteiligt war, ist die Offenlegung der Daten jedoch nur der erste Schritt. Langfristiges Ziel sei es, auf Grundlage der Daten einen Dialog aufzubauen und mit den Menschen über die Sozialen Medien und ein <a href="http://blogs.worldbank.org/insidetheweb/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feedback-Portal </a>in Kontakt zu kommen. Inwieweit solche Rückmeldungen in die Politik der Weltbank einfließen soll, erklärte Lal Das bei der Vorstellung des Portals auf der Open Aid Conference jedoch nicht. Helfen könnte es aber bei der Bekämpfung von Korruption und Verschwendung der Entwicklungsgelder in den Empfängerländern. Klar ist, dass sich das Angebot vor allem an Menschen aus den Empfängerländern richtet, die nach Aussage Lal Das&#8217; auch den Großteil der Nutzer ausmachen. Um dem hohen Anteil mobiler Endgeräte in den Entwicklungsländern gerecht zu werden und mehr Partizipation zu ermöglichen, ist das Portal inzwischen auch als mobile Applikation abrufbar. </p>
<p><object style="height: 390px; width: 640px"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/YvVrP2mdOt4?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/YvVrP2mdOt4?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" height="360" width="640"></embed></object><br />
<br />
Auch für <b>Beris Gwynne</b>, Direktorin des Genfer Büros des Kinderhilfswerks <a href="http://www.worldvision.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Worldvision</a>, ist Transparenz der Schlüssel zur effektiven Entwicklungshilfe. Open Data könne dazu zwar einen großen Beitrag leisten, reiche aber nicht aus, so die Australierin in ihrer Ansprache auf der Open Aid Conference. Transparenz fordere auch eine gewisse Haltung und Offenheit unter allen Beteiligten. Bei einer Organisation wie Worldvision, die mit über 40.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern aktiv ist, gehe es auch darum, intern Transparenz herzustellen und entsprechende Strukturen zu schaffen: So hat Worldvision unter anderem einen Whistleblower-Mechanismus eingeführt und sich zur Einhaltung bestimmter Verhaltenskodizes verpflichtet. Trotz allem sei ein finales Ergebnis nicht möglich: &quot;Transparenz ist kein Ziel, sondern ein ständiger Prozess&quot;.</p>
<p>Die Reden der drei Referenten finden sich als Videomitschnitt im <a href="http://vimeo.com/okf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vieokanal der Open Knowledge Foundation. </a></p>
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