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	<title>Werner Kremp &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Werner Kremp &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Bilder statt Worte: Interview mit Dr. habil. Werner Kremp</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
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					<description><![CDATA[<br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<img src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/akademie.gif" heigth="73" aling="left" width="250" />
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mit der Wahl des jüdischen Senators Joe Liebermanns als running mate hat Al Gore
klare Zeichen gesetzt. Wie dieser Schritt im Vorfeld der &#34;Krönungsmesse&#34; des Nominierungsparteitages
einzuschätzen ist, welche Rolle Bill Clinton weiterhin zukommt und wohin die Amerikanisierung
deutscher Wahlkämpfe führen wird, fand Alexander Höf in einem Interview mit dem Direktor der <a href="http://www.atlantische-akademie.de/">
Atlantischen Akademie</a>, Dr.habil. Werner Kremp heraus.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/akademie.gif" heigth="73" aling="left" width="250" /><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mit der Wahl des jüdischen Senators Joe Liebermanns als running mate hat Al Gore<br />
klare Zeichen gesetzt. Wie dieser Schritt im Vorfeld der &quot;Krönungsmesse&quot; des Nominierungsparteitages<br />
einzuschätzen ist, welche Rolle Bill Clinton weiterhin zukommt und wohin die Amerikanisierung<br />
deutscher Wahlkämpfe führen wird, fand Alexander Höf in einem Interview mit dem Direktor der <a href="http://www.atlantische-akademie.de/"><br />
Atlantischen Akademie</a>, Dr.habil. Werner Kremp heraus.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Dr. Kremp, beginnen wir zunächst mit der gerade getroffenen Entscheidung<br />
Al Gores mit Senator Joe Liebermann als &quot;running-mate&quot; in die heiße Phase<br />
des Präsidentschaftswahlkampfes zu gehen.<br />
Die neuesten Umfragen zeigen, Gore hat seinen Rückstand auf George W. Bush<br />
von 17 auf 2 Prozentpunkte. Teilen sie die Begeisterung für Gores Wahl?<br />
Werden die Karten nun neu gemischt oder ist das ganze eher ein Strohfeuer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Ich halte die Wahl von Lieberman schon für eine<br />
recht mutige und zugleich kluge  Entscheidung; sie gibt Gore einerseits die Chance,<br />
sich auf dezente Art von Clinton und seiner Skandalaura zu entfernen; zweitens hat er<br />
dem running mate Dick Cheney einen in außenpolitischen Fragen mindestens gleich<br />
kompetenten Mann entgegengesetzt; und drittens eröffnet er in dem unaufhörlichen<br />
Prozeß Amerikas, immer wieder neue ethnische Gruppen zu integrieren, eine neue Runde.<br />
Ob die positiven Umfragezahlen ein Strohfeuer sind? Ja, insofern es während des<br />
Wahlkampfs immer wieder Situationen gibt, wo bestimmte Events, wie die Parteitage,<br />
und bestimmte Aktionen der Kandidaten diesen beim Publikum kurzfristig eine mehr als<br />
durchschnittliche Aufmerksamkeit und Zustimmung sichern. Andererseits glaube ich,<br />
daß die Wahl Liebermanns doch so solide ist, daß eine hohe Zustimmungrate erhalten<br />
bleibt, wenn nicht herauskommt, daß der Moralist Liebermann in seiner Jugend oder<br />
sonstwie gesündigt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Gerade an Amerikanischen Universitäten sind viele Mitglieder der Fakultäten<br />
jüdischen Glaubens und Liberale Intellektuelle gelten sicher nicht als<br />
Stammwähler der GOP. Wurde wie damals beim Katholiken Kennedy auch eine Art<br />
Tabu gebrochen oder wo sehen sie, wenn überhaupt, die Sensation der Wahl<br />
Liebermanns? Wäre die wirkliche Überraschung nicht beispielsweise eine<br />
schwarze Frau gewesen, wenn Amerikaner jüdischen Glaubens sowieso die<br />
Demokraten wählen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Bevor eine schwarze Frau zur running mate wird, muß erst eine weiße Frau<br />
running mate  werden und, anders als seinerzeit Geraldine Ferraro, auch gewinnen.<br />
Und vorher war eben vielleicht dieser Durchbruch, ein jüdischer running mate, fällig,<br />
der ja nicht nur ein &quot;jüdischer&quot; Durchbruch ist, sondern auch ein Signal für andere<br />
Minderheiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was erwarten sie von der bevorstehenden convention der Demokraten und welche<br />
Rolle wird Bill Clinton dort noch spielen? Kann Gore ohne Clinton gewinnen<br />
oder wird er ohne ihn verlieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Der Parteitag der Demokraten wird genauso eine &quot;Krönungsmesse&quot; werden wie der der<br />
Republikaner, vielleicht sogar noch pompöser (allein die Zahl der Delegierten ist<br />
doppelt so groß) mit noch mehr Zivilliturgie.<br />
Gore wird sich wahrscheinlich nicht ganz von Clinton trennen; er wird einen,<br />
vermute ich, sorgfältig orchestrierten Einsatz von Clinton vor bestimmten Wählergruppen<br />
(nicht alle sind ihm ja gram!) in bestimmten, weniger moralistisch orientierten Staaten<br />
versuchen; und dieser wiederum wird nicht nur und vielleicht nicht in erster Linie Gore<br />
unterstützen, sondern, was eben so wichtig ist, die demokratischen Kongreßkandidaten &#8211;<br />
so sie denn seine Hilfe wollen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Zu George W. Bush müssen wir natürlich auch kommen. Ist er mehr als die<br />
personifizierte Rache der Familie Bush, die nun nach 8 Jahren wieder das<br />
Weiße Haus zurückerobern will. Immerhin hat er durchaus Erfolge vorzuweisen,<br />
die ihm keiner zugetraut hat. Wird er unterschätzt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Bush hat eigentlich kaum etwas aus eigener Kraft geschafft, und sein record als<br />
Gouverneur ist mehr hinsichtlich der Zahl der Hinrichtungen in Texas eindrucksvoll als<br />
was seine Gesellschaftspolitik anbelangt. Gleichwohl war und ist es immer ein Fehler,<br />
bestimmte Leute zu unterschätzen; denn mindestens so wichtig wie die Person der<br />
Präsidentschaftskandidaten und eventuellen Präsidenten sind die Berater, die er sich<br />
wählt &#8211; und da hat er zumindest was die Außenpolitik anbelangt eine durchaus beachtliche<br />
Riege, nicht zuletzt aus dem Erbe seines Vaters, um sich versammelt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Die Atlantische-Akademie veranstaltete gerade eine summerschool mit<br />
zahlreichen USA-Experten unter den Referenten. Dort gab es doch sicher neue<br />
Erkenntnisse zum aktuellen Wahlkampf: wie wird er eingeschätzt, vielleicht auch im Vergleich mit vergangenen<br />
Kampagnen? Welche Rolle kommt dem Internet zu?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Was diesen Wahlkampf von vorhergehenden unterscheidet, ist zum einen, daß noch<br />
nie so viel Geld dafür ausgegeben wurde, insbesondere soft money, das der Umgehung der<br />
Spenden-Grenzen für Kandidaten dient. Zum anderen ist es der erste Internet-Wahlkampf.<br />
Alle übrigen Unterschiede wird man erst am 7. November genau kennen, denn der heiße<br />
Wahlkampf beginnt ja jetzt erst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Amerikanisierung von Wahlkämpfen ist auch bei uns spätestens zu den<br />
Bundestagswahlen ein vielzitiertes Schlagwort. Wie amerikanisch sind denn<br />
die bundesdeutschen Wahlen inzwischen und sehen sie hier ein Problem oder<br />
gar eine Gefahr? Die SPD erwägt ja inzwischen sogar Vorwahlen nach<br />
amerkanischem Muster.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Also: die sogenannte &quot;Amerikanisierung&quot; ist, egal ob bei Wahlkämpfen, bei<br />
Eßgewohnheiten oder in der Kulturindustrie, nur für romantisch-nationalistische<br />
Links- und Rechtsintellektuelle eine Gefahr. Ansonsten ist sie ein Faktum, das zu<br />
einer modernen Massendemokratie dazu gehört wie Fernsehen, Fast Food und Film.<br />
&quot;Amerikanisierung&quot; bei Wahlkämpfen heißt: mehr Personen statt Parteien, mehr Bilder<br />
als Worte, mehr symbolische Handlungen, Events und Auftritte als Diskussion über<br />
Inhalte (aber ganz unwichtig sind diese trotzdem nicht), und Fernsehen statt<br />
Plakatwerbung.<br />
Ob sich das amerikanische Vorwahlsystem auf deutsche Parteien übertragen läßt?<br />
Probieren wir&#8217;s doch einfach, anstatt zu theoretisieren. Man kann&#8217;s dann immer noch<br />
auch wieder sein lassen, oder die Prozeduren modifizieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Alle 4 Jahre stellt sich die Frage, ob sich für die<br />
Deutsch-Amerkanischen Beziehungen etwas ändern wird. Ist es für uns denn überhaupt von<br />
großer Bedeutung, wer in Washington regiert?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Es ist ziemlich gleichgültig, ob ein Demokrat oder ein Republikaner für die<br />
amerikanisch-deutschen Beziehungen zuständig ist; denn diese beruhen auf einem Set<br />
von Traditionen, Werten, insbesondere auch politischen, ökonomischen und<br />
strategisch-sicherheitspolitischen Interessen, das über die Vierjahresperiode hinausgeht.<br />
Nicht unbedeutend ist sicher, unabhängig von der Parteizugehörigkeit des US-Präsidenten<br />
wie des deutschen Kanzlers, die Fähigkeit beider, einen persönlichen Draht zu einander<br />
zu finden.<br />
Und ganz besonders wichtig, leider aber in der deutschen Politik oftmals übersehen,<br />
ist die große Bedeutung, die der Kongreß, insbesondere der Senat, in der Außenpolitik<br />
der USA spielt. Da wäre es gut, wenn man nicht nur den Präsidenten als Akteur hofiert,<br />
sondern auch die Mitglieder des außenpolitischen Senatsausschusses!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Bedeutung messen sie den im Oktober anstehenden &quot;debates&quot; zwischen<br />
den Kandidaten bei. Kann die offene Debatte zwischen Gore und Bush vor<br />
Millionen von Fernsehzuschauern den Ausschlag geben, wie beispielsweise 1960<br />
im Duell Kennedy vs Nixon?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Das ist schwer vorherzusagen, da oft bestimmte Zufälle, Bild-Eindrücke, die Tagesform<br />
etc. eine Rolle spielen. Es könnte sein, daß beim Duell Gore-Bush Gore intellektuell,<br />
aber Bush emotional mehr Eindruck macht. Beim Duell Lieberman-Cheney sehe ich eher<br />
eine intellektuelle und emotionale Parität, vielleicht mit einem kleinen Vorsprung<br />
für den frischer wirkenden Lieberman.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Interview<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Alexander Höf</span></p>
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