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	<title>Wiki &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Wiki &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Der Vorleser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 18:20:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Lauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/Lauer4_0.jpg" alt="C. Lauer" height="136" width="96" align="left" />Bundespräsident Christian Wulff bleibt auch in dieser Woche in den Schlagzeilen. Die vorerst letzten medialen Höhepunkte waren das Fernsehinterview mit ARD und ZDF sowie die (medien-)politischen Konsequenzen seines Anrufs auf der Mailbox des &#34;Bild&#34;-Chefredakteurs. Der Berliner Piraten-Politiker Christopher Lauer hat die bekannten Teile dieses Textes als Audiofile ins Netz gestellt. politik-digital.de hat ihn nach seinen Motiven gefragt.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-6596" title="Christopher Lauer" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/christopher_lauer1.png" alt="" width="195" height="232" />Bundespräsident Christian Wulff bleibt auch in dieser Woche in den Schlagzeilen. Die vorerst letzten medialen Höhepunkte waren das Fernsehinterview mit ARD und ZDF sowie die (medien-)politischen Konsequenzen seines Anrufs auf der Mailbox des &#8220;Bild&#8221;-Chefredakteurs. Der Berliner Piraten-Politiker Christopher Lauer hat die bekannten Teile dieses Textes als Audiofile ins Netz gestellt. politik-digital.de hat ihn nach seinen Motiven gefragt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hohn und Spott bereiteten sich in vielfältiger, <a href="http://www.monero.de/geld-sparen/verbraucherrecht/rechtsexperte-warnt-praesidenten-witze-koennen-teuer-kommen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rechtlich jedoch teilweise umstrittener Form</a> bereits in einem recht frühen Stadium der Affäre über den Bundespräsidenten in Blogs und sozialen Netzwerken aus. Das Zutagefördern von immer neuen Details blieb jedoch bisher weitestgehend den klassischen Medien vorbehalten. Gleichwohl haben sich zu verschiedenen Teilaspekten der Affäre inzwischen Internetnutzer zusammengetan. Mit Hilfe von <a href="http://de.wulffplag.wikia.com/wiki/Wulffplag_Wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;WulffPlag&#8221;</a> sammeln sie im Stil des <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GuttenPlag-Wikiki</a> Ermittlungsstände, Äußerungen, Fakten oder Verdächtigungen. Eine studentische Initiative hat überdies das Portal <a href="http://www.direktzu.de/wulff" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Direkt zu Christian Wulff&#8221;</a> ins Leben gerufen.</p>
<p>Nachdem der Inhalt des von ARD und ZDF produzierten Interviews bereits vor Ablauf der Sperrfrist als Audiodatei <a href="https://netzpolitik.org/2012/preview-das-wulff-interview-als-audio/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geleakt</a> worden war, machten sich Netzaktivisten im <a href="http://piratenpad.de/wulff-ard-transkript" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpad</a> der Piratenpartei daran, noch vor der Ausstrahlung des Gesprächs der Journalisten Bettina Schausten und Ulrich Deppendorf mit dem Bundespräsidenten eine wörtliche Abschrift des <a href="http://www.theeuropean.de/christoph-bieber/9463-deutschlands-erste-presidential-debate" target="_blank" rel="noopener noreferrer">medial breit rezipierten Gesprächs</a> zu erstellen.</p>
<p>Dieses Interview sowie Fragmente des bislang noch immer geheimnisumwitterten Anrufs auf der Mailbox von &#8220;Bild&#8221;-Chef Kai Diekmann sind im Laufe der vergangenen Woche nicht nur Gesprächsthema in Medien und an Stammtischen der Republik gewesen, sie haben auch den Piraten Christopher Lauer, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, zu zwei eher ungewöhnlichen Aktionen animiert. Lauer erstellte neben einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0FYN7z1uDCo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Video, in dem er das Transkript des Fernsehinterviews vorliest</a>, auch ein <a href="http://soundcloud.com/soundblogfm/lauer-liest-wulff" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tondokument</a> der <a href="http://de.wulffplag.wikia.com/wiki/Vorwurf_der_N%C3%B6tigung_von_Redaktionen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bislang publik gewordenen Fragmente</a> des Mailbox-Anrufs.</p>
<p>Gegenüber politik-digital.de hat <a href="http://www.christopherlauer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christopher Lauer</a> sich zu seinen neuen Herausforderungen geäußert.</p>
<div align="center">[youtube http://www.youtube.com/watch?v=0FYN7z1uDCo]<strong>Lauer liest Schausten, Deppendorf und Wulff</strong></div>
<div align="center"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hallo Herr Lauer! Sie haben vor dem teilweise rekonstruierten Inhalt der Diekmann-Mailbox bereits das<br />
Präsidenten-Gespräch mit Frau Schausten und Herrn Deppendorf eingelesen.<br />
Was war &#8211; inhaltlich und stilistisch &#8211; anspruchsvoller?</strong></p>
<p>Ich habe das in erster Linie einfach nur vorgelesen, sowohl das Video<br />
als auch die Audiodatei sind die jeweils ersten Versionen. Durch mein<br />
langjähriges Engagement in einer freien Theatergruppe in Bonn fiel mir<br />
das nicht so schwer.</p>
<p><strong>Bei der Nachricht auf Kai Diekmanns Mailbox handelt es sich ursprünglich um eine Botschaft, die ja nicht für die breitere<br />
Öffentlichkeit bestimmt gewesen ist. Haben Sie diese Tatsache vor Ihrem<br />
neuerlichen Einsatz als „Vorleser“ problematisiert?</strong></p>
<p>Nein. Abgesehen davon ist diese Nachricht meiner Meinung nach von<br />
öffentlichem Interesse. Wenn ich Herr Wulff wäre, dann hätte ich sie<br />
schon längst veröffentlicht, um Spekulationen zu vermeiden. Wahrscheinlich wird sie früher oder später eh im Internet auftauchen.</p>
<p><strong>Kollaborative Web-Aktionen haben ja gerade Jahrestag. Vor bald<br />
einem Jahr stürzte Karl Theodor zu Guttenberg über einige, naja,<br />
Ungenauigkeiten in seiner Doktorarbeit. Was können nach Ihrer Ansicht<br />
solche Aktionen für den politischen Betrieb generell leisten?</strong></p>
<p>Wir sehen hier grade erst den Anfang. Ich hoffe, dass solche Initiativen<br />
im Zusammenhang mit Open Access und Open Data zukünftig einen<br />
gesamtgesellschaftlichen Nutzen entfalten werden und nicht nur Politiker<br />
zu Fall bringen.</p>
<p><strong>Sie sind &#8211; neben Ihrer Tätigkeit als Vorleser &#8211; auch Mitglied des<br />
Abgeordnetenhauses von Berlin und somit aktiver Politiker. Welche<br />
konkreten politischen Folgen erhoffen oder wünschen Sie sich von Ihren<br />
Vertonungen?</strong></p>
<p>Eigentlich keine. Ich mache das als Zeitvertreib neben meiner doch recht<br />
anstrengenden Parlamentsarbeit.</p>
<p><strong>Und was können Sie vom Umgang des Bundespräsidenten mit der gesamten<br />
Affäre für Ihre eigene politische Arbeit lernen?</strong></p>
<p>Ich persönlich habe nicht vor, in eine solche Situation zu kommen. Dafür<br />
braucht es allerdings auch die Fähigkeit, in unangenehmen Situationen<br />
verantwortlich zu seinem Handeln zu stehen. Das ist natürlich nicht einfach.</p>
<p><strong>Richten wir den Blick noch kurz in die Zukunft. Was wäre denn, nachdem<br />
Sie bereits das Staatsoberhaupt und zwei hochrangige Fernsehjournalisten<br />
vertont haben, eine weitere Herausforderung für Sie?</strong></p>
<p>Wenn ich mir etwas aussuchen könnte, würde ich gerne mit anderen Menschen<br />
an einem Berliner Theater berühmte Interviews und Pressekonferenzen &#8211; zum<br />
Beispiel die von Barschel &#8211; vorlesen.</p>
<p><strong>Zum Schluss haben wir eine Bitte, Herr Lauer. Würden Sie auch dieses<br />
Interview &#8211; „Christopher Lauer im Gespräch mit politik-digital.de“ &#8211; für uns<br />
einlesen?</strong></p>
<p>Würde ich gerne machen, allerdings muss ich noch die Plenarsitzung zu<br />
morgen vorbereiten. Es fehlt mir die Zeit.</p>
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		<title>Wer kopflos ist, kann nicht mitreden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 15:44:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl-O-Mat]]></category>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Medieninnovationszentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/sehenwaspassiert_logo.jpg" align="left" height="105" width="200" />Junge Menschen sollen sich wieder mehr in politische Entscheidungen einmischen. Doch häufig fehlt es an der Orientierung. Wo kann ich etwas bewegen und welche Mitmachangebote gibt es? Das Anfang September an den Start gegangene Partizipationsportal sehenwaspassiert.de will hier Abhilfe schaffen. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/sehenwaspassiert_logo.jpg" align="left" height="105" width="200" />Junge Menschen sollen sich wieder mehr in politische Entscheidungen einmischen. Doch häufig fehlt es an der Orientierung. Wo kann ich etwas bewegen und welche Mitmachangebote gibt es? Das Anfang September an den Start gegangene Partizipationsportal sehenwaspassiert.de will hier Abhilfe schaffen. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Das Team von <a href="http://sehenwaspassiert.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sehenwaspassiert.de</a> hat zahlreiche Möglichkeiten der Online-Partizipation zusammengestellt, die das Einmischen erleichtern sollen. Mit dem <a href="http://sehenwaspassiert.de/wiki/index.php5?title=Distanzcrusher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Distanzcrasher</a> und dem <a href="http://sehenwaspassiert.de/wiki/index.php5?title=Partizipator" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partizipator</a> sollen den Jugendlichen weitergehende Partizipationsmöglichkeiten und Beteiligungsportale vermittelt werden. Der <a href="http://sehenwaspassiert.de/wiki/index.php5?title=Meinungssurfer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meinungssurfer</a> gibt denjenigen Hilfmittel an die Hand, die sich noch keine politische Meinung gebildet haben, so zum Beispiel den Wahl-O-Mat. Denn &quot;wer kopflos ist&quot;, könne nicht mitreden und an der Gestaltung unserer Gesellschaft teilhaben. &quot;Sei nicht kopflos&quot; hieß dementsprechend auch die erste Kampagne des noch jungen Portals, welche am 9. September mit einem &quot;bikemob&quot; in Berlin begangen wurde. Alle Interessenten konnten sich über Facebook für die gemeinsame Fahrradtour durch das nächtliche Berlin anmelden. Dabei wurden Projektionen mit Stellungnahmen verschiedener Jugendlicher zu gesellschaftlichen Themen an Hauswände geworfen. Zudem wurde selbst erstellte Videos von Nutzern gepostet, in denen Lehrermangel, die geringe Berücksichtigung umweltpolitischer Aspekte in politischen Entscheidungen oder die mangelnde Offenheit von Parteien als &quot;kopflos&quot; kritisiert wird.
</p>
<p>
<a href="/wp-content/uploads/sehenwaspassiert_screenshot.png" class="colorbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/sehenwaspassiert_screenshot.png" height="315" width="480" /></a>
</p>
<p>
Das Portal nahm seinen Ausgang beim MediaCamp 2011, dass Mitte August von der <a href="http://www.mabb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienanstalt Berlin-Brandenburg</a> initiiert worden war. Die Teilnehmer des Camps erarbeiteten im MIZ vier Wochen lang Konzepte für die Partizipationsdemokratie der Zukunft. Als Ausgangsanalyse diente ihnen dabei die kurz zuvor veröffentlichte Studie <a href="http://www.sprichst-du-politik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Sprichst du Politik&quot;</a>. Nach Gesprächen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Netzgemeinschaft kam man schnell zu der Einschätzung, dass es bereits etliche ungenutzte Beteiligungsmöglichkeiten gebe. „Aus diesem Grund haben wir uns gegen die Entwicklung einer weiteren Website oder eines TV-Piloten entschieden. Stattdessen wollten wir eine übersichtliche und verständliche Anlaufstelle schaffen, auf der man, seine politische Stimme nutzen und in gesellschaftlich relevante Themen einbringen kann”, so Holger Heinrich von der Haupstadtmedien GbR, die das Projekt gemeinsam mit dem <a href="http://miz-babelsberg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ)</a> initiiert hat. Auf die gemeinsame Ausschreibung konnte sich jedermann bewerben. Am Ende standen 13 junge Teilnehmer fest. &quot;Wir haben dann nach individuellen Fähigkeiten ausgewählt &#8211; wir brauchten ja, um die einzelnen crossmedialen Kanäle bespielen zu können, ein paar Spezialisten, sowohl für die inhaltlichen als auch für die gestalterische Umsetzung&quot;, so Holger Heinrich gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
Initiatoren mit ähnlichen Zielen sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Seiten auf sehenwaspassiert.de selbst in ein dafür angelegtes Wiki einzutragen. Die Resonanz auf die neue Webseite sei bislang gut ausgefallen. Die gewünschte Durchdringung habe es aber leider noch nicht gegeben, so Heinrich. Für weitere Kommunikationsmaßnahmen reiche das Budget derzeit nicht aus, weshalb noch weitere Partner gewonnen werden sollen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>GuttenPlag-Wiki – preisverdächtig?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/guttenplag-wiki-preisverdaechtig-5238/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 16:53:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[GuttenPlag-Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Grimme-Online-Award]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Am selben Tag, an dem das Grimme-Institut die  Nominierungen für seine Online-Awards bekannt gibt, veröffentlicht die Untersuchungskommission der Universität Bayreuth ihr Untersuchungsergebnis zu Guttenbergs Doktorarbeit. Diese beiden zeitgleichen Ereignisse rufen einen Prozess in Erinnerung, der auch im Internet für viel Furore gesorgt hatte.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am selben Tag, an dem das Grimme-Institut die Nominierungen für seine Online-Awards bekannt gibt, veröffentlicht die Untersuchungskommission der Universität Bayreuth ihr Untersuchungsergebnis zu Guttenbergs Doktorarbeit. Diese beiden zeitgleichen Ereignisse rufen einen Prozess in Erinnerung, der auch im Internet für viel Furore gesorgt hatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bayreuther Untersuchungskommission hat ihren rund 40-seitigen Abschlussbericht, aus dem bereits in den vergangenen Tagen in der Presse zitiert worden war, heute auf der Homepage der oberfränkischen Universität <a href="http://www.uni-bayreuth.de/presse/info/2011/Bericht_der_Kommission_m__Anlagen_10_5_2011_.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">veröffentlicht</a>. Das für den ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsminister nur wenig schmeichelhafte Ergebnis dieser Prüfung ruft nun abermals einen Prozess in Erinnerung, der im Februar 2011 unter zahlreichen Internet-Nutzern zu einer kollaborativen Aktion geführt hatte. Die <a href="/guttenplag-wiki-karl-theodor-zu-guttenberg-plagiat-anonymitaet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">annonymen Rechercheure</a> durchforsteten die zu Guttenbergsche Doktorarbeit, förderten immer umfangreichere und deutlichere Belege für das wissenschaftliche Fehlverhalten des CSU-Politikers zutage und drängten den damaligen Bundesminister der Verteidigung somit schließlich zum Rückzug von seinen politischen Ämtern und Funktionen.</p>
<p>Die in der medialen Öffentlichkeit breit rezipierte Arbeit der am GuttenPlag-Wiki beteiligten Internet-Nutzer habe eine gesellschaftliche Debatte über Verantwortung sowie moralische und ethische Standards ausgelöst, begründete die Nominierungskommission ihre Kandidatenauswahl am heutigen Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf.<br />
Das nominierte Wiki-Projekt, in dem Fundstellen zusammengetragen und verifiziert wurden, ist jedoch kein Solitär geblieben. Zahlreiche weitere Versuche, mithilfe von ähnlichen Wiki-Projekten die Doktorarbeiten von (Politiker-) Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu überprüfen, wurden in der Folge gestartet und riefen in der Öffentlichkeit neben Zuspruch auch harsche Kritik hervor. So etwa des Berliner Journalisten und Moderators Hajo Schumacher, der die heute für den Grimme-Online-Award nominierte Zunft der Online-Plagiate-Jäger in dem <a href="http://www.visdp.de/magazin/skandal-oder-pillepalle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Magazin &#8220;V.i.S.d.P.&#8221;</a> wirkmächtig als &#8220;selbstgerechte digitale Blockwarte&#8221; bezeichnete.<br />
Das Projekt &#8220;GuttenPlag-Wiki&#8221;, das in der Kategorie &#8220;Spezial&#8221; vom Grimme-Institut nominiert worden ist, sieht sich vor der Verleihung des renommierten Medienpreises, die am 22. Juni in Köln stattfinden wird, mit teilweise namhaften Mitbewerben konfrontiert.</p>
<p>Für den <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1195" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Grimme-Online-Award</a> (auch die Website politik-digital.de gehörte im Jahr 2001 bereits zu den Preisträgern) wurden von der Auswahlkommission neben dem Projekt GuttenPlag-Wiki insgesamt 24 weitere Online-Angebote verschiedenster Provenienz in fünf Kategorien nominiert. Darunter finden sich gleich drei Multimedia-Projekte des deutsch-französischen Kulturkanals ARTE, das verteidigungspolitische Blog &#8220;Augen geradeaus&#8221; oder das Leipziger Internetradio-Projekt &#8220;detektor.fm&#8221;.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neuseeländer machen Gesetze mit Wikis</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/neuseelaender-machen-gesetze-mit-wikis-3522/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Neuseeländische Regierung überarbeitet das Polizeigesetz - und alle Bürger dürfen mitmachen. Die neuseeländische Polizei bietet ein <a href="http://wiki.policeact.govt.nz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki</a>
an, eine Online-Datei, die alle Internetnutzer gmeinsam bearbeiten können. Hier sollen die Neuseeländer Änderungsvorschläge für das 50 Jahre alte Gesetz verfassen können.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neuseeländische Regierung überarbeitet das Polizeigesetz &#8211; und alle Bürger dürfen mitmachen. Die neuseeländische Polizei bietet ein <a href="http://wiki.policeact.govt.nz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki</a><br />
an, eine Online-Datei, die alle Internetnutzer gmeinsam bearbeiten können. Hier sollen die Neuseeländer Änderungsvorschläge für das 50 Jahre alte Gesetz verfassen können.<br />
<!--break--></p>
<p>
&quot;Gesetzgebung sollte nicht nur den Politikern vorbehalten werden,&quot; begründete der für das Projekt zuständige Polizeibeamte Hamish McCardle den Schritt gegenüber dem Nachrichtenportal <a href="http://www.stuff.co.nz/4215797a10.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stuff.co.nz</a>. &quot;Das Wundervolle an so einem Wiki ist, dass wir es für Menschen überall auf dieser Welt öffnen können &#8211; etwa für Akademiker oder Verfassungsrechtler mit Interesse an Gesetzgebung.&quot; Dadurch könnte die Regierung auf einen großen Pool qualifizierter Meinungen zurückgreifen. 2008 soll das Parlament die Vorschläge prüfen, bevor das Gesetz in Kraft tritt.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Online-Magazin zum Thema Wikis</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-magazin-zum-thema-wikis-2320/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2007 12:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
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					<description><![CDATA[Wikis mal wissenschaftlich betrachtet: Die zweite Sonderausgabe von <a href="http://cms-sprachlabor.split.uni-bamberg.de/kommunikation-gesellschaft/" target="_blank" title="Kommunikation@Gesellschaft" rel="noopener noreferrer">Kommunikation@Gesellschaft</a>
widmet sich unter dem Titel &#34;Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen&#34; den Online-Dokumenten, die viele Nutzer gemeinsam bearbeiten können. Herausgeber sind Christian Stegbauer, <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Schmidt</a> und Klaus Schönberger. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wikis mal wissenschaftlich betrachtet: Die zweite Sonderausgabe von <a href="http://cms-sprachlabor.split.uni-bamberg.de/kommunikation-gesellschaft/" target="_blank" title="Kommunikation@Gesellschaft" rel="noopener noreferrer">Kommunikation@Gesellschaft</a><br />
widmet sich unter dem Titel &quot;Wikis &#8211; Diskurse, Theorien und Anwendungen&quot; den Online-Dokumenten, die viele Nutzer gemeinsam bearbeiten können. Herausgeber sind Christian Stegbauer, <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Schmidt</a> und Klaus Schönberger. <!--break--></p>
<p>
Alle Texte kann man auf der Website kostenlos als PDF herunterladen. Darin geht es um Qualitätsaspekte der Wikipedia (<a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B3_2007_Hammwoehner.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag von Rainer Hammwöhner</a>), die Organisationsprinzipien und -strukturen von Wikis (<a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B5_2007_Schmalz.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel von Jan Sebastian Schmalz</a>) und um die Frage, wie die Wikipedia Wissen generiert (<a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B4_2007_Pentzold.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Text von Christian Pentzold</a>). <a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B6_2007_Westermayer.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Till Westermayer</a> schließlich beschäftigt sich am Fallbeispiel von Bündnis 90/ Die Grünen damit, wie Wikis in der Politik zum Einsatz kommen. Praxisberichte vervollständigen die Ausgabe. Das Online-Journal &quot;Kommunikation@Gesellschaft&quot; betrachtet alte und neue Medien aus soziologischer, kulturanthropologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wir sind das Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/wir_sind_das_netz_0-114/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
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		<category><![CDATA[Freie Software]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>In seinem ersten       Buch &#8220;Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und       freie Software die Welt verändern&#8220; beschwört der Wikipedia-Aktivist       Erik Möller eine &#8222;realdemokratische Mediengesellschaft&#8220;       mit Hilfe der neuen Internettechnologien herauf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem ersten Buch “Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern“ beschwört der Wikipedia-Aktivist Erik Möller eine „realdemokratische Mediengesellschaft“ mit Hilfe der neuen Internettechnologien herauf.<!--break--> </strong><br />
Nichts Geringeres als die „umfassendsten kulturellen Veränderungen, die es auf diesem Planeten je gegeben hat“ konstatiert Erik Möller in seinem 200seitigen Manifest für eine weltweite, demokratische Medienrevolution. Anstelle von Machtinstrumenten in den Händen einiger weniger Medien-Konzerne, anfällig für Zensur, Verschleierung und Desinformation, könnten sich „völlig neue demokratische Strukturen“ bilden, so Möllers Vision. Eine Revolution, die vorrangig auf technischen Innovationen beruht. Wem also die Begriffe „Usenet“, „Weblog“, „Wiki“, „Peer-to-Peer“, oder „Freie Software“ bisher wenig sagen, wird von dieser Lektüre auf alle Fälle profitieren. Ebenso sachkundig wie lesbar beschreibt Möller nämlich die Anfänge der faszinierenden Internet-Entwicklung, ihre technologischen Grundlagen, Beispiele, Implikationen und Zukunftsperspektiven.<br />
<strong>Das Revolutionäre: Freie Software und Kollaboration im Internet</strong><br />
Zweifelsohne haben bereits etablierte Technologien wie Usenet und World Wide Web, Newsforen und eMail-Listen für eine größere Bandbreite an Informationen und Meinungen gesorgt. Weblogs ermöglichen die Publikation und Vernetzung von Inhalten ohne größeres technisches Knowhow, und Peer-to-Peer-Systeme haben sich als un(zer)störbar herausgestellt. Zwei Ingredienzien aber machen das wirklich Revolutionäre des Mediums der Zukunft aus: die Verfügbarkeit patentfreier Software und die Möglichkeit der Zusammenarbeit im Internet. Beides schlägt sich bei Anwendungen der Wiki-Technologie nieder, allen voran dem größten Wiki der Welt, der Online-Enzyklopädie Wikipedia.<br />
Wikis sind frei editierbare Websites. Ihr Name (von Hawaiianisch: wiki für schnell) spiegelt die Funktionsweise des Online-Tools wider: Jeder User kann neue Inhalte online stellen und bestehende Einträge bearbeiten. Im Gegensatz zu traditionellen Medien, wo (im besten Fall) eine Redaktion kompetenter Fachleute alle eingehenden Ideen filtert und auf Relevanz, Aktualität und Wahrheitsgehalt hin prüft, kann jeder Wikipedianer schreiben was und worüber er will. Ein verblüffendes Konzept. Wer garantiert, dass die Artikel einer anonymen Masse von Freiwilligen einem qualitativen Mindeststandard genügen und dass die Einträge für die Allgemeinheit interessant und überhaupt wahr sind? Wer verhindert, dass die Seite für Werbung und Spam missbraucht wird? Die Antwort mag naiv optimistisch erscheinen: Die Qualitätskontrolle besorgt die User-Gemeinschaft, und zwar nach demokratischen Regeln.<br />
<strong>Ein selbstorganisierendes System mit demokratischen Regeln</strong><br />
Dass dieses utopisch klingende soziale Experiment funktioniert, hat Wikipedia bewiesen, indem sie sich in nur vier Jahren zu einer der 50 beliebtesten Websites der Welt entwickelte. Nicht nur durch die schiere Menge an Artikeln hat Wikipedia Klassiker wie Brockhaus und Encyclopedia Britannica überflügelt, auch qualitativ besteht sie unabhängige Tests inzwischen mit Bravour. Was bedeutet: Tausende User investieren täglich unbezahlt Zeit und Mühe, um ihr Wissen an die Menschheit zu verschenken. Auf den einzelnen Länderseiten in mehr als 100 Sprachen haben sich basisdemokratisch Regeln für den Umgang mit nicht vertrauenwürdigen Usern und unerwünschten Einträgen herausgebildet. Eine Art freiwillige Putzkolonne befreit die Seite ständig von Spam und Falscheinträgen und stellt Inhalte wieder her, die durch einseitige, voreingenommene Äußerungen verdrängt worden waren. Ein User-Bewertungssystem sorgt für Vertrauen unter ernstzunehmenden Autoren und bestraft diejenigen, die gegen das Prinzip des „neutralen Standpunkts“ verstoßen. Es gibt Schutzmechanismen gegen „Edit-Kriege“, konzertierte Aufräumaktionen und Wege, zweifelhafte Artikel als solche kenntlich zu machen und gegebenenfalls zu löschen. Falsche oder schlechte Beiträge verschwinden dadurch in der Regel so schnell wieder von der Seite, dass die meisten User sie überhaupt nie zu Gesicht bekommen.<br />
<strong>Alle Macht den Software-Entwicklern</strong><br />
Die Open-Source-Kultur liefert demnach jetzt schon „den Software-Beitrag zur Medienrevolution“, behauptet Erik Möller, der übrigens selbst Informatiker ist und die Wikipedia-Schwestern Wiki News und Wiki Commons initiiert hat. Das Einzige, was einer völlig unmanipulierten, unzensierten Medienwelt seiner Meinung nach noch entgegen steht, sind die von Kapital- und Machtinteressen gesteuerten Lizenz- und Patentgesetze. Womit wir bei den Schwächen des Buches angekommen wären: Möllers Enthusiasmus über die schöne neue Welt, in der alle Macht den Internet-Usern und Software-Entwicklern gehört, korrespondiert – wenig überraschend – mit der typischen Verteufelung der „alten Eliten“, die, im Falle von Microsoft, mit „Propaganda und Prozessen“ ihr Software-Imperium beschützen und im Fall der klassischen Medien mit nichts anderem als Zensur und Manipulation beschäftigt zu sein scheinen.<br />
Probleme wie Pornographie und Waffenhandel im Internet werden nur am Rande gestreift. Das Entstehen einer „aktiven Gemeinde von Störern aller Art“ als „Preis der totalen Meinungsfreiheit“ abgetan. Zwar macht Möllers Analyse mitsamt konkreter Verbesserungsvorschläge seine Hypothese plausibel, dass das Projekt Wikinews in naher Zukunft „eine ernsthafte Alternative sowohl zu traditionellen als auch zu alternativen Propagandamedien“ bieten könnte. Es bleibt jedoch unklar, ob der Autor eine Koexistenz mit der bisherigen Bezahl-Content-Industrie oder aber deren Abschaffung für möglich beziehungsweise erstrebenswert hält. Mag auch Möllers simple Formel „weniger Lizenzen plus mehr Autoren ergibt mehr Transparenz, ergibt mehr Demokratie“ naiv und unkritisch sein – die Schwierigkeit der Umwandlung einer kapitalistischen Welt in eine „Geschenke-Ökonomie“ auf der Basis von freier Software und kostenlosen Informationen ist ihm durchaus bewusst. Letztendlich wird ja auch sein Buch nicht online und kostenlos verbreitet. Ausgefeiltere Folge-Ideen dieses intelligenten Visionärs dürfen daher mit Spannung erwartet werden.</p>
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		<title>Wir sind das Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Software]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>In seinem ersten       Buch &#8220;Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und       freie Software die Welt verändern&#8220; beschwört der Wikipedia-Aktivist       Erik Möller eine &#8222;realdemokratische Mediengesellschaft&#8220;       mit Hilfe der neuen Internettechnologien herauf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem ersten Buch “Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern“ beschwört der Wikipedia-Aktivist Erik Möller eine „realdemokratische Mediengesellschaft“ mit Hilfe der neuen Internettechnologien herauf.<!--break--> </strong><br />
Nichts Geringeres als die „umfassendsten kulturellen Veränderungen, die es auf diesem Planeten je gegeben hat“ konstatiert Erik Möller in seinem 200seitigen Manifest für eine weltweite, demokratische Medienrevolution. Anstelle von Machtinstrumenten in den Händen einiger weniger Medien-Konzerne, anfällig für Zensur, Verschleierung und Desinformation, könnten sich „völlig neue demokratische Strukturen“ bilden, so Möllers Vision. Eine Revolution, die vorrangig auf technischen Innovationen beruht. Wem also die Begriffe „Usenet“, „Weblog“, „Wiki“, „Peer-to-Peer“, oder „Freie Software“ bisher wenig sagen, wird von dieser Lektüre auf alle Fälle profitieren. Ebenso sachkundig wie lesbar beschreibt Möller nämlich die Anfänge der faszinierenden Internet-Entwicklung, ihre technologischen Grundlagen, Beispiele, Implikationen und Zukunftsperspektiven.<br />
<strong>Das Revolutionäre: Freie Software und Kollaboration im Internet</strong><br />
Zweifelsohne haben bereits etablierte Technologien wie Usenet und World Wide Web, Newsforen und eMail-Listen für eine größere Bandbreite an Informationen und Meinungen gesorgt. Weblogs ermöglichen die Publikation und Vernetzung von Inhalten ohne größeres technisches Knowhow, und Peer-to-Peer-Systeme haben sich als un(zer)störbar herausgestellt. Zwei Ingredienzien aber machen das wirklich Revolutionäre des Mediums der Zukunft aus: die Verfügbarkeit patentfreier Software und die Möglichkeit der Zusammenarbeit im Internet. Beides schlägt sich bei Anwendungen der Wiki-Technologie nieder, allen voran dem größten Wiki der Welt, der Online-Enzyklopädie Wikipedia.<br />
Wikis sind frei editierbare Websites. Ihr Name (von Hawaiianisch: wiki für schnell) spiegelt die Funktionsweise des Online-Tools wider: Jeder User kann neue Inhalte online stellen und bestehende Einträge bearbeiten. Im Gegensatz zu traditionellen Medien, wo (im besten Fall) eine Redaktion kompetenter Fachleute alle eingehenden Ideen filtert und auf Relevanz, Aktualität und Wahrheitsgehalt hin prüft, kann jeder Wikipedianer schreiben was und worüber er will. Ein verblüffendes Konzept. Wer garantiert, dass die Artikel einer anonymen Masse von Freiwilligen einem qualitativen Mindeststandard genügen und dass die Einträge für die Allgemeinheit interessant und überhaupt wahr sind? Wer verhindert, dass die Seite für Werbung und Spam missbraucht wird? Die Antwort mag naiv optimistisch erscheinen: Die Qualitätskontrolle besorgt die User-Gemeinschaft, und zwar nach demokratischen Regeln.<br />
<strong>Ein selbstorganisierendes System mit demokratischen Regeln</strong><br />
Dass dieses utopisch klingende soziale Experiment funktioniert, hat Wikipedia bewiesen, indem sie sich in nur vier Jahren zu einer der 50 beliebtesten Websites der Welt entwickelte. Nicht nur durch die schiere Menge an Artikeln hat Wikipedia Klassiker wie Brockhaus und Encyclopedia Britannica überflügelt, auch qualitativ besteht sie unabhängige Tests inzwischen mit Bravour. Was bedeutet: Tausende User investieren täglich unbezahlt Zeit und Mühe, um ihr Wissen an die Menschheit zu verschenken. Auf den einzelnen Länderseiten in mehr als 100 Sprachen haben sich basisdemokratisch Regeln für den Umgang mit nicht vertrauenwürdigen Usern und unerwünschten Einträgen herausgebildet. Eine Art freiwillige Putzkolonne befreit die Seite ständig von Spam und Falscheinträgen und stellt Inhalte wieder her, die durch einseitige, voreingenommene Äußerungen verdrängt worden waren. Ein User-Bewertungssystem sorgt für Vertrauen unter ernstzunehmenden Autoren und bestraft diejenigen, die gegen das Prinzip des „neutralen Standpunkts“ verstoßen. Es gibt Schutzmechanismen gegen „Edit-Kriege“, konzertierte Aufräumaktionen und Wege, zweifelhafte Artikel als solche kenntlich zu machen und gegebenenfalls zu löschen. Falsche oder schlechte Beiträge verschwinden dadurch in der Regel so schnell wieder von der Seite, dass die meisten User sie überhaupt nie zu Gesicht bekommen.<br />
<strong>Alle Macht den Software-Entwicklern</strong><br />
Die Open-Source-Kultur liefert demnach jetzt schon „den Software-Beitrag zur Medienrevolution“, behauptet Erik Möller, der übrigens selbst Informatiker ist und die Wikipedia-Schwestern Wiki News und Wiki Commons initiiert hat. Das Einzige, was einer völlig unmanipulierten, unzensierten Medienwelt seiner Meinung nach noch entgegen steht, sind die von Kapital- und Machtinteressen gesteuerten Lizenz- und Patentgesetze. Womit wir bei den Schwächen des Buches angekommen wären: Möllers Enthusiasmus über die schöne neue Welt, in der alle Macht den Internet-Usern und Software-Entwicklern gehört, korrespondiert – wenig überraschend – mit der typischen Verteufelung der „alten Eliten“, die, im Falle von Microsoft, mit „Propaganda und Prozessen“ ihr Software-Imperium beschützen und im Fall der klassischen Medien mit nichts anderem als Zensur und Manipulation beschäftigt zu sein scheinen.<br />
Probleme wie Pornographie und Waffenhandel im Internet werden nur am Rande gestreift. Das Entstehen einer „aktiven Gemeinde von Störern aller Art“ als „Preis der totalen Meinungsfreiheit“ abgetan. Zwar macht Möllers Analyse mitsamt konkreter Verbesserungsvorschläge seine Hypothese plausibel, dass das Projekt Wikinews in naher Zukunft „eine ernsthafte Alternative sowohl zu traditionellen als auch zu alternativen Propagandamedien“ bieten könnte. Es bleibt jedoch unklar, ob der Autor eine Koexistenz mit der bisherigen Bezahl-Content-Industrie oder aber deren Abschaffung für möglich beziehungsweise erstrebenswert hält. Mag auch Möllers simple Formel „weniger Lizenzen plus mehr Autoren ergibt mehr Transparenz, ergibt mehr Demokratie“ naiv und unkritisch sein – die Schwierigkeit der Umwandlung einer kapitalistischen Welt in eine „Geschenke-Ökonomie“ auf der Basis von freier Software und kostenlosen Informationen ist ihm durchaus bewusst. Letztendlich wird ja auch sein Buch nicht online und kostenlos verbreitet. Ausgefeiltere Folge-Ideen dieses intelligenten Visionärs dürfen daher mit Spannung erwartet werden.</p>
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		<title>Eine Millionen Pinguine schreiben Roman</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eine-millionen-pinguine-schreiben-roman-2101/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:23:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kann eine Internet-Community einen richtigen Roman zustande bringt? An dieses Experiment wagen sich jetzt der britische Verlag <a href="http://www.penguin.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Penguin Books</a> und <a href="http://www.hum.dmu.ac.uk/blogs/cwnm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studenten</a> der <a href="http://www.dmu.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">De Montfort Universität</a> in Leicester.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kann eine Internet-Community einen richtigen Roman zustande bringt? An dieses Experiment wagen sich jetzt der britische Verlag <a href="http://www.penguin.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Penguin Books</a> und <a href="http://www.hum.dmu.ac.uk/blogs/cwnm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studenten</a> der <a href="http://www.dmu.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">De Montfort Universität</a> in Leicester.<br />
<!--break--><br />
Seit gestern kann jeder Interessierte am Wiki „<a href="http://www.amillionpenguins.com/wiki/index.php?title=Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A Million Penguins</a>“ mitschreiben – ob wirklich ein Roman daraus erstehen wird, können selbst die Macher hinter dem Projekt noch nicht <a href="http://thepenguinblog.typepad.com/the_penguin_blog/2007/02/a_million_pengu.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abschätzen</a>:<br />
„In den nächsten sechs Wochen werden wir sehen, ob wirklich eine Gemeinschaft entstehen, Meinungsverschiedenheiten zur Seite gepackt und ein Roman produziert werden kann.“<br />
Bis jetzt hat das Wiki „A Million Penguins“ schon zwölf Kapitel. Jeder, der auch Teil der tippenden Pinguine werden möchte, kann sich einfach anmelden und mitmachen. Aber Vorsicht! Wer keine Lust hat, dass seine Beiträge verändert, verschoben, oder sogar gelöscht werden, sollte die Finger davon lassen – es handelt sich hierbei schließlich um ein Wiki.</p>
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		<item>
		<title>Wikipedia bekommt Konkurrenz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-cheise_citizendium_070111-shtml-3130/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
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		<category><![CDATA[Citizendium]]></category>
		<category><![CDATA[Larry Sanger]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Larry Sanger hat Wikipedia mitgegründet. Jetzt bastelt er an einer Alternative: Sein Konkurrenzprojekt Citizendium setzt auf einen festen Autorenstamm, anonyme Einträge soll es nicht geben. Wikipedia feiert zwar sechs Jahre Erfolg, muss sich aber dennoch weiterentwickeln.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Larry Sanger hat Wikipedia mitgegründet. Jetzt bastelt er an einer Alternative: Sein Konkurrenzprojekt Citizendium setzt auf einen festen Autorenstamm, anonyme Einträge soll es nicht geben. Wikipedia feiert zwar sechs Jahre Erfolg, muss sich aber dennoch weiterentwickeln.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Das Online-Lexikon Wikipedia wird am 15. Januar sechs Jahre alt. Zum Geburtstag gibt es aber nicht nur Glückwünsche: Mitbegründer Larry Sanger gilt mittlerweile als einer der größten Kritiker der freien Enzyklopädie, im Herbst 2006 wurden seine Pläne für ein Konkurrenzprojekt öffentlich: Noch ist Citizendium teils<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Provisorium</a>, teils<br />
                            <a href="http://pilot.citizendium.org/wiki/Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pilotprojekt</a>, der offizielle Start ist für &#8220;Anfang 2007&#8221; angekündigt – der genaue Termin ist noch<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org/faq.html#introductory" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offen</a>.</p>
<p>Wer sich heute schnell über ein Thema informieren will, greift nicht zum Lexikon im Bücherregal sondern konsultiert die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Was viele nicht wissen: Wikipedia ging aus einem Projekt namens<br />
                            <a href="http://web.archive.org/web/20030730063941/www.nupedia.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nupedia</a> hervor. Jimmy Wales, später zusammen mit Larry Sanger, hatte das Internet-Nachschlagewerk im März 2000 lanciert, es orientierte sich stark an konventionellen Lexika. Schnell entdeckten die Macher von Nupedia die damals neue Wikitechnologie, die es Internetnutzern ermöglicht, Inhalte im Netz unkompliziert zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu der heute bekannten freien Wissensdatenbank Wikipedia sollte dieses Wiki jedoch nur als Vorstufe für Nupedia-Artikel genutzt werden. Ziel war es, die im Wiki gesammelten Beiträge später wissenschaftlich überprüfen zu lassen und gegebenenfalls auf Nupedia zu veröffentlichen. Während sich Wikipedia jedoch mit rasender Geschwindigkeit weiterentwickelte, blieb die ursprüngliche Idee des redigierten Internetnachschlagewerks auf der Strecke und ging im September 2003 endgültig unter.</p>
<p>
                              <strong>Zurück zum Ursprung</strong>
                            </p>
<p>Sechs Jahre nach der somit eher zufälligen Entstehung von Wikipedia kehrt Sanger nun zu der Ursprungsidee von Nupedia zurück und will mit Citizendium &#8220;eine neue Gemeinschaft&#8221; gründen: Anonyme Beiträge, wie bei Wikipedia üblich, soll es hier nicht mehr geben. Der Einzelne ist persönlich gefragt, das zeigt allein der Name: Citizendium, so Sangers Erklärung, ist ein Mischwort aus &#8220;Bürger&#8221; und &#8220;Kompendium&#8221;. Konkret heißt das: Anders als bei der erfolgreichen Konkurrenz kann niemand Beiträge veröffentlichen, ohne sich vorher unter realem Namen und mit gültiger Emailadresse registriert zu haben. So will Sanger eine &#8220;Verantwortungskultur&#8221; schaffen, damit das Projekt nicht Gefahr läuft, zur Spielwiese persönlicher Befindlichkeiten und politischer Interessen zu werden.Wie bei Nupedia sollen außerdem alle Artikel ein Qualitätssicherungsverfahren (&#8220;Peer-Review&#8221;) durchlaufen, um falsche Informationen von der Wissensdatenbank fernzuhalten.</p>
<p>Eine<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org/fundamentals.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Charta</a> mit &#8220;kurzen und recht vagen&#8221; Veröffentlichungsregeln sowie ein fester Stamm an Redakteuren sollen für „verbesserte Qualität“ sorgen und Streitigkeiten von vornherein ausschließen. So genannte „Schutzmänner“ sind für die Einhaltung der Charta verantwortlich und ahnden Verstöße, notfalls auch mit Ausschluss. Kurz: Citizendium will die positiven Eigenschaften von Wikipedia adaptieren und die negativen Elemente mittels Reglementierungen ausblenden. Um das zu erreichen, plant Sanger in der ersten Phase, alle Artikel der englischsprachigen Version von Wikipedia in Citizendium zu übernehmen und zu überprüfen.</p>
<p>Auf die Frage, ob Citizendium damit ein Konkurrenzprodukt zu Wikipedia darstellt, heißt es auf Citizendium.org selbstbewusst: „<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org/faq.html#wikiciti" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Natürlich</a>, warum sollten wir uns sonst abspalten?“.</p>
<p>
                              <strong>Sangers Kritik an Wikipedia</strong>
                            </p>
<p>Sanger wirft der Wikipedia Foundation vor, Qualitätsmängel nicht offen einzugestehen und nur unzureichend an Verbesserungen zu arbeiten. Die Ereignisse der letzten Jahre geben Sanger Recht: Obwohl das renommierte<br />
                            <a href="http://www.nature.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nature Magazin</a> Wikipedia in einer<br />
                            <a href="http://www.nature.com/news/2005/051212/full/438900a.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> aus dem Jahr 2005 noch „Kopf an Kopf“ mit der Encyclopedia Britannica in Punkto Exaktheit sah, ist die Manipulation von Artikeln bei Wikipedia ein alter Hut. Die<br />
                            <a href="http://de.wikinews.org/wiki/Mitarbeiter_des_US-Kongresses_manipulierten_in_Wikipedia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verfälschung</a> von Politikerbiografien durch Mitarbeiter des US-Kongresses im Jahr 2005 ist dabei nur eins von vielen<br />
                            <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5200820_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispielen</a>. Doch auch in der deutschen Wikipedia wird<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,418289,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abseits von</a> und<br />
                            <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20139/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">während</a> Wahlkämpfen fleißig geschönt.</p>
<p>
                              <strong>Citizendium vs. Wikipedia</strong>
                            </p>
<p>In der deutschen Version von Wikipedia, die mit über 500.000 Artikeln die zweitgrößte Community innerhalb der Wikipedia Foundation darstellt, sucht der Interessierte übrigens vergeblich nach einem Artikel über Citizendium. Während die meisten anderen Ausgaben, unter anderem auch die englischsprachige, einen<br />
                            <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Citizendium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umfangreichen Artikel</a> enthält, wird man in der hiesigen Version auf den Beitrag über<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Citizendium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Larry Sanger</a> weitergeleitet.</p>
<p>&#8220;Es existierten schon mehrmals vollständige Artikel zu Citizendium, die jedoch rasch gelöscht wurden&#8221;, kommentiert Nutzer DuMonde auf der Diskussionsseite zum deutschen<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Larry_Sanger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Larry Sanger-Text</a>. &#8220;Es scheint so, dass ein Artikel wikipediaseitig nicht gewünscht ist &#8211; die vorgebrachten Gegenargumente sind dünn.&#8221; Er vermutet weiter, „dass C. (<br />
                            <em>Citizendium, Anm. d. Red</em>.) deshalb keine Zukunft haben wird, weil W. (<br />
                            <em>Wikipedia, Anm. d. Red</em>.) sich in Richtung C. anpassen wird. Die Versuche der (zunächst) deutschen W., mit zwei Artikelversionen zu arbeiten (redigierte öffentliche Version vs. interne Arbeitsversion), deuten schon stark in diese Richtung&#8230;&#8221;.</p>
<p>Die Frage liegt auf der Hand: Wie politisch darf eine Internet-Enzyklopädie sein? Und wie frei soll sie sein? Der Status, den Wikipedia mittlerweile innehat, hängt in erster Linie an ihrer Offenheit. Ob es mit Citizendium möglich sein wird, ein ähnliches Projekt zu stemmen und damit eine Alternative zu Wikipedia darzustellen, bleibt abzuwarten. Dass sich Wikipedia weiterentwickeln wird und muss, ist hingegen längst klar.</p>
<table cellpadding="2" width="147" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="klein" width="139" bgcolor="#FFCC33">Erschienen am<br />
                                  <!-- #BeginEditable "Erscheinungsdatum" -->11.1.2007</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lasst uns Politik intelligenter machen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bklein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Wales]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Campaigns Wikia]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Jimmy Wales ist längst eine Ikone. Jetzt hat der Wikipedia-Erfinder ein neues Web2.0-Format gegründet: ein Wiki speziell für Kampagnen. Wales hofft, dass so mehr politische Partizipation entsteht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Jimmy Wales ist längst eine Ikone. Jetzt hat der Wikipedia-Erfinder ein neues Web2.0-Format gegründet: ein Wiki speziell für Kampagnen. Wales hofft, dass so mehr politische Partizipation entsteht.<!--break--></p>
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Das Engagement für Umweltschutz, Plädoyers für Steuerreformen oder einfach Wahlkampf für den neuen Gouverneur von Maine – all das hat einen neuen Platz im Netz bekommen: das Kampagnen-Wikia von Jimmy Wales. Das Motto des Wikipedia-Gründers: „What better place than here? What better time than now?“ Der Satz steht auf dem Rücken eines grauen T-Shirts, ein Foto davon prangt auf der Startseite des neuen<br />
<a href="http://campaigns.wikia.com/wiki/Campaigns_Wikia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Web 2.0-Projekts</a>, das Wales im Juli 2006<br />
<a href="http://news.com.com/2100-1028_3-6091151.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ins Leben gerufen</a> hat.</p>
<p>Mit der Erfindung der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia hat der 40-Jährige eigentlich alles erreicht. Aber Ansehen allein scheint ihm nicht zu reichen: Vom 160.000-Einwohner-Städtchen Huntsville im US-Bundesstaat Alabama aus will er helfen, Politik intelligenter und demokratischer zu gestalten, und traditionelle Medienkanäle mit Graswurzel-Engagement ersetzen. Die Idee ist nicht neu: Kommunikation über ein Wiki ist schnell, unkompliziert und diskursiv. Nur konsequent also, dass das Prinzip von „Campaigns Wiki“ auf der Ursprungsidee von Wikipedia basiert: Beiträge können und sollen sich ständig verändern. Im Rahmen der Partizipationsmöglichkeiten steht es jedem frei, eine Kampagne zu eröffnen und um potenzielle Unterstützer zu wetteifern. Wikianer können selbstverständlich auch die Kampagnen anderer Nutzer unterstützen, sie können sie aber auch angreifen, kritisieren oder verbessern.
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<b>Querdenker aller Bundesländer<br />
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Das Potenzial für Kampagnen-Wikia ist hoch, das Angebot scheint allerdings kaum einer zu kennen. Momentan gibt es gerade einmal<br />
<a href="http://kampagnen.wikia.com/wiki/Kampagnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">acht deutsche Kampagnen</a>: „Querdenker alle Bundesländer vereinigt Euch“, heißt eine, „Handy weg“ oder „Grundeinkommen statt Hartz IV“ fordern andere. Auf der englischsprachigen Seite gibt es da schon mehr. Aber von Erfolg sind die Kampagnen noch nicht gekrönt.<br />
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Wenn es nach Jimmy Wales ginge, würden sich Mandatsträger nationaler oder auch subnationaler Parlamente an den Kampagnen beteiligen und rege mitdiskutieren. Allerdings scheint das bislang keinem der teilnehmenden Wikianer mit einer seiner Kampagnen gelungen zu sein. Ein weiteres Problem: die Anonymität. Denn jeder Nutzer kann, ohne „Spuren“ zu hinterlassen, jede Art von Kampagne starten und auch alles auf seine Art kommentieren. Das führt natürlich zu nicht ganz ernst gemeinten Kampagnen und Kommentaren und verleiht dem Kampagnen-Wikia nicht gerade ein hohes Maß an Seriosität.
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Das Ziel: mehr politische Partizipation. Also etwas, das weder konventionelle Rundfunkmedien noch die darin erzeugte „Rundfunkpolitik“ leisten kann. Dieses Engagement ist für Jimmy Wales in mehreren Varianten denkbar: Man kann sich auf eine Mailing-Liste setzen lassen, sich aktiv am Wiki beteiligen und – am allerwichtigsten – Dritte über das Projekt informieren, um so eine weit gestreute und gut ausgebaute Community herzustellen. Die Seiten der einzelnen Kampagnen unterscheiden sich teilweise in ihrem Aufbau. Mal hat man die Seitenstruktur in Kategorien aufgeteilt: erstens die Kampagne, zweitens Pro- und Contra-Argumente und drittens Hintergrundinfos. Eine weitere mögliche Seitenstruktur ist ein Fließtext, in dem am Ende offen diskutiert werden kann, ähnlich wie bei Wikipedia. Je nach Land oder Kampagne können sich die Seiten weiter unterscheiden. Das Kampagnen-Wikia steht in mehreren Sprachen zur Verfügung, die Übersicht ist dabei nach Ländern sortiert. Interessant ist, dass Seiten der europäischen Länder eine Übersicht „europäische Kampagnen“ haben, in denen länderübergreifend europäische Kampagnen gestartet und diskutiert werden können. Ein weiterer Menüpunkt verweist auf „Internationale Kampagnen“ in jeder Sprache, so dass es für Diskussionen keine Länder- oder Kontinentgrenzen gibt.
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<b>Meine Kampagne ist Privatsache</b></p>
<p>Allerdings ist momentan weder die Beteiligung an Kampagnen noch die Eröffnung von Kampagnen ein „Renner“. Die geringe Beteiligung lässt sich dabei nicht nur in Deutschland beobachten, auch aus anderen Ländern kommt kaum Zuspruch. Wie bei vielen neuen Online-Projekten scheitert der Erfolg bislang an der entsprechenden Kommunikation nach „außen“. Nur Freunde und Bekannte über sein Projekt zu informieren, reicht eben nicht, um eine international erfolgreiche Initiative zu etablieren.</p>
<p>Kurz: Kampagnen-Wikias sind zur Zeit ausschließlich private Initiativen ohne Anbindung an staatliche Institutionen. Die Beteiligung von Mandatsträgern steht noch in den Sternen, ist aber nicht ausgeschlossen. Aber letztlich sind die Diskussionsergebnisse durchaus wertvoll &#8211; auch ohne die Integration politischer Entscheidungsträger. Der Erfolg misst sich eher daran, wie viele Nutzer sich regelmäßig am Wikia beteiligen. Was das Ganze mit tatsächlicher politischer Entscheidungsfindung zu tun haben könnte, ist erst einmal Nebensache.</p>
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