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	<title>Wikinews &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wir sind das Netz: Kommentar des Autors</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:42:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<strong>Die auf politik-digital.de       erschienene <a href="bonin050913.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besprechung</a> des Buches       &#8220;Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie       Software die Welt verändern&#8220; von Sonja Bonin kommentiert       der Autor Erik Möller.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die auf politik-digital.de erschienene <a href="bonin050913.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besprechung</a> des Buches “Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern“ von Sonja Bonin kommentiert der Autor Erik Möller.<!--break--> </strong><br />
Kritisch merkt Sonja Bonin an, dass im Buch die alten Medien<br />
&#8220;verteufelt&#8221; werden, und die &#8220;klassischen Medien mit nichts anderem als Zensur und Manipulation beschäftigt zu sein scheinen.&#8221;<br />
Zweifellos haben Medien in der Vergangenheit fantastische<br />
Aufklärungsarbeit geleistet. Nicht umsonst findet sich im ersten Kapitel eine Vorstellung der Undercover-Journalistin Nellie Bly, die Ende des 19. Jahrhunderts die furchtbaren Zustände in einem amerikanischen Irrenhaus aufdeckte. Auch die Arbeit Günter Wallraffs wird beispielhaft beschrieben, ebenso nehme ich Bezug auf frühe Untergrundmedien wie Samisdat und auf Pioniere der Medientheorie.<br />
Eine ausführliche Geschichte des investigativen Journalismus würde ich auch gerne einmal lesen &#8211; Buchtipps nehme ich dankbar entgegen. Doch diese vereinzelten Erfolge zu sehr in den Vordergrund zu stellen, wäre grob irreführend in einer Welt, in der Krieg, Hunger, Epidemien, Umweltzerstörung, Genozid, Totalitarismus, religiöser Fundamentalismus und die Bedrohung durch Megatonnen-Wasserstoffbomben und biologische Waffen nach wie vor existieren. Resignation oder gar Selbstzufriedenheit sind nicht angebracht. Der schöne Schein muss zerschlagen werden, die Arroganz und Naivität der eigenen gefühlten Sicherheit muss einem globalen Problembewusstsein weichen.<br />
Denn ohne Zweifel für jeden kritischen Medienbeobachter stellt die<br />
massive Machtkonzentration der Medien in den Händen weniger eine<br />
Bedrohung für die freie Meinungsbildung dar. Diese Feststellung, die im Buch auch empirisch untermauert wird, als &#8220;naiv&#8221; oder abgedroschen abzukanzeln, sehe ich als Beispiel für die tatsächlich naive Präferenz für eine Scheinwelt, in der offensichtliche Probleme mit kindlicher Insistenz geleugnet oder ausgeblendet werden.<br />
Deshalb habe ich im ersten Kapitel dann auch Themen genannt, die ganz konkret in den traditionellen Medien zu kurz kommen, vom internationalen Rüstungshandel über den Alltag in Entwicklungsländern zur politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme der Ölindustrie, etwa bei der Unterstützung für Diktatoren und Todesschwadronen. Es fällt mir auf, dass diese Liste im ersten Kapitel bisher in keiner Rezension aufgegriffen worden ist.<br />
Das zeigt mir schon deutlich, dass es hier auch um Tabus geht. Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere Leser eine solche Aufzählung im Wortsinne &#8220;peinlich&#8221; finden dürfte, sich also wirklich unangenehm berührt fühlt. Wer aber beim Lesen einer Liste verschwiegener Probleme Bauchschmerzen bekommt, sollte sich einmal fragen, woher dieses Gefühl stammt &#8211; und ob es nicht mitunter deckungsgleich mit den Interessen der Problemverursacher ist.<br />
Wer den tatsächlichen Einfluss und &#8220;Bias&#8221; der Medien auf solider<br />
empirischer Basis verstehen und ergründen möchte, dem empfehle ich als Einstiegslektüre &#8220;Manufacturing Consent&#8221; von Noam Chomsky. Kein anderes mir bekanntes Buch zeigt mit derartiger Akribie &#8211; detaillierte Tabellen vergleichen, mit wie vielen Zeitungszentimetern welches Thema behandelt wird &#8211; wie zumindest die amerikanischen Medien systematisch bestimmte Themen ignorieren. Und wer eine Prise medialer Realität in Deutschland möchte, der gebe doch einfach einmal bei news.google.de die Phrase &#8220;notwendige Reformen&#8221; ein: beeindruckend, wie viele Medien der Tages- und Wochenpresse sich diese ganz und gar nicht objektive Darstellung zu eigen machen. Auch ein bisschen googeln nach der &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; fördert Interessantes zu Tage.<br />
Sicherlich kann mein Buch hier nur Denkansätze liefern. Ich halte es<br />
aber umgekehrt für höchst naiv und gefährlich, sich nicht eingehend mit dieser Problematik zu befassen. Genau darin liegt die Hauptgefahr für die &#8220;Civil Society&#8221; &#8211; und nicht in den von der Rezensentin im nächsten Satz genannten Themen:<br />
&#8220;Probleme wie Pornographie und Waffenhandel im Internet werden nur am Rande gestreift.&#8221;<br />
Dann streife ich sie jetzt einmal etwas ausführlicher. Zunächst einmal<br />
ist Pornographie für Erwachsene legal. Man kann sie mögen oder nicht, aber unsere moderne Gesellschaft akzeptiert sie schon seit langem. Das gilt sogar in den prüden USA, wo die Zugangsbeschrän-kungen lockerer gehandhabt werden als in Deutschland.<br />
Was die Wirkung von Pornographie auf Kinder und Jugendliche angeht, so habe ich mich bereits in der Vergangenheit intensiv mit der Thematik befasst, unter anderem in Vorträgen vor der Humanistischen Union in Mainz und dem Kongress der European Federation of Sociology in Berlin. Dabei referierte ich auf der Basis einer von mir durchgeführten Analyse die Ergebnisse der Medienwirkungsforschung der vergangenen 30 Jahre. Die Zusammenfassungen können auf meiner Homepage nachgelesen werden (<a href="http://scireview.de/efs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">scireview.de/efs/,</a> <a href="http://scireview.de/vortrag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">scireview.de/vortrag/</a>).<br />
Um es kurz zu machen &#8211; die Beweislage, dass ein Kind oder ein<br />
Jugendlicher durch das Betrachten eines (gewaltfreien) Sexualakts<br />
irgendeinen Schaden nimmt, ist mit Verlaub gesagt äußerst dürftig.<br />
Insofern weigere ich mich, mir die Problematisierung der Pornographie als Ganzes zu eigen zu machen. Wenn die Autorin an Kinderpornographie dachte und &#8220;Pornographie&#8221; schrieb (ein häufiger Fehler), ist die Sachlage natürlich anders.<br />
Aber auch hier pflege ich eine differenzierte und kritische Ansicht, die<br />
sich z.B. in meinen Artikeln &#8220;Computer sind Waffen&#8221; und &#8220;Kinder sind<br />
Pornos&#8221; niederschlug, in denen ich über eine Tagung der damals noch &#8220;Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften&#8221; genannten Institution berichtete (<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/4/4147/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link 1;</a> <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/4/4158/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link 2</a>).<br />
Zunächst einmal wird das Thema massiv seitens der Politik<br />
instrumentalisiert, um Zensur und Kontrollen, gerade im Internet,<br />
durchzusetzen. Da es sich um ein Tabuthema handelt, ist es ideal dazu geeignet. Und das Beste: Man kann danach sagen, die Bürger hätten es ja so gewollt &#8212; schließlich haben die Medien zuvor durch eine oftmals hysterische und sachlich falsche Berichterstattung für Stimmung gesorgt.<br />
Natürlich ist die sexuelle Misshandlung von Kindern ein grauenvolles<br />
Delikt. Das gleiche gilt übrigens für die nichtsexuelle Misshandlung von Kindern, die bis auf wenige Ausnahmefälle weit geringere Aufmerksamkeit erfährt. Weder kriminologische Untersuchungen noch therapeutische Erfahrungen bestätigen jedoch das Vorurteil, die Situation habe sich durch das Internet signifikant verschlimmert. Was sich zweifellos erhöht hat, ist die Verbreitung kinderpornographischer Inhalte. Das hängt aber auch nicht allein mit dem Internet zusammen, sondern insgesamt mit dem technologischen Fortschritt, etwa der Möglichkeit, Tausende von Bildern auf eine DVD zu brennen.<br />
Die These, die Verbreitung von Kinderpornographie führe zwangsläufig zu höheren Inzidenzraten sexueller Delikte, ist bislang ohne Beleg. Man könnte sogar umgekehrt spekulieren, dass die große Verfügbarkeit von kinderpornographischem Material im Gegenteil die Nachfrage nach neuem Material senkt, da die pädophilen Konsumenten nicht wie zuvor direkt mit Produzenten in Kontakt treten müssen, sondern sich z.B. in Peer-to-Peer-Netzen Fotos und Videos herunterladen. Eine Analogie zu anderen Inhalten wäre geschmacklos, aber nicht falsch. Die Probleme mit der &#8220;Anfix-Hypothese&#8221;, Konsumenten von Kinderpornographie steigerten<br />
sich zu immer härteren Materialien, habe ich im Übrigen in den o.g.<br />
Artikeln diskutiert.<br />
Schließlich bin ich der Meinung, dass man auch darüber reden können muss, was Kinderpornographie eigentlich ist: Nacktfotos von 13jährigen? Gewalttätige sexuelle Misshandlungen von kleinen Kindern? Virtuelle 3D-Bilder oder Photoshop-Ergebnisse, bei deren Produktion kein Kind zu Schaden kam? Leider werden diese völlig verschiedenen Arten kinderpornographischer Inhalte oft in der Presse gleichgestellt. Wenn man realisiert, dass Pädophile auch eigene Fantasien einfach als Geschichten niederschreiben, oder sich im Katalog Babyfotos ausschneiden können, wird klar, wie absurd diese Vermischung ist.<br />
Natürlich ist es abartig, wenn Erwachsene kleine Kinder sexuell begehren oder gar Gewaltfantasien hegen. Es muss aber doch immer an allererster Stelle die Frage stehen: Wie können Kinder am besten vor sexueller Misshandlung geschützt werden? Ich glaube nicht, dass Medien oder Politik ein ernsthaftes Interesse daran haben, auf diese Frage eine Antwort zu geben. Aller Wahrscheinlichkeit nach besteht die Antwort nicht in einer verschärften Zensur des Internet.<br />
Wir müssen verstehen, warum Pädophile pädophil sind, und wie sie durch Therapie von der Misshandlung von Kindern abgehalten werden können. Dass die dafür notwendige Versachlichung des Themas nicht stattfindet ist wiederum primär das Verschulden der Medien. Statt dessen fördern sie eine &#8220;Schwanz-ab&#8221;-Mentalität, die dann wiederum von der Politik mit entsprechenden Gesetzentwürfen nach Schily-Manier beantwortet werden kann.<br />
So traurig das Thema ist, das nachfolgende Beispiel der Rezensentin<br />
entlockte mir dann doch ein leichtes Schmunzeln: &#8220;Waffenhandel im<br />
Internet&#8221;. (Witzig: die Rezension auf politik-digital.de ist derzeit in<br />
Google an erster Stelle für diese Suchabfrage.) Man sollte vielleicht<br />
doch einmal einen Blick auf die Liste der größten Rüstungsexporteure der Welt werfen und sich die Frage stellen, woher etwa Saddam Hussein seine chemischen Waffen bekam, für deren Gebrauch er jetzt vor Gericht steht.<br />
Rüstungskontrolle ist gerade in Deutschland zu allererst ein ganz und<br />
gar innenpolitisches Thema, das mit dem Internet nun wirklich nicht viel zu tun hat. Das ist offensichtliche Stimmungsmache, und diese zu<br />
übernehmen, ohne das um Größenordnungen bedeutsamere Thema<br />
Rüstungsexport (und Umgehung von Exportkontrollen) auch nur<br />
anzuschneiden (schon ein Hinweis etwa auf die immer noch ausstehende Ächtung von Landminen durch die USA oder den florierenden globalen Kleinwaffenhandel hätte ja genügt), ist genau das, was mir die Rezensentin unterstellt: &#8220;naiv und unkritisch&#8221;. Wer wissen will, wie schamlos auf dem internationalen Parkett mit Waffen und Söldnern Handel betrieben wird, dem empfehle ich die Lektüre z.B. von &#8220;Private Warriors&#8221; von Ken Silverstein.<br />
Ich lasse mir viele Vorwürfe machen &#8212; etwa Tabulosigkeit, Zynismus,<br />
Pathos und den übermäßigen Gebrauch von Passiven. Naiv und unkritisch zu sein gehört nicht dazu. Auch nicht bei den Entwicklungen, die ich bespreche. Ich habe im Buch beispielsweise sehr deutlich gemacht, dass ich mir unter einer Medienrevolution mehr vorstelle als<br />
Pubertäts-Tagebücher oder einfallsloses Wiederkäuen von Nachrichten bestehender Medien. Und es dürfte wohl keinen anderen ausführlichen Artikel über GNU/Linux im Netz geben, der als Beispiel für die mitunter zu findende idiotische Verblendung innerhalb der Open-Source-Bewegung ein Foto einer öffentlichen Verbrennung von Microsoft-Handbüchern zeigt und auch einzelne Fanatiker beim Namen <a href="http://www.humanist.de/erik/rza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nennt</a>.<br />
Ganz wie beim oben angesprochenen Thema investigativer Journalismus wäre es aber grob irreführend, etwa den gerichtlich nachgewiesenen massiven und wiederholten Monopolmissbrauch durch Microsoft und die von wahnwitzigen Patenten auf einfachste Mechanismen ausgehende Bedrohung für Entwickler freier Software nicht in aller Klarheit und Deutlichkeit zu dokumentieren. Es geht dabei niemals um blinde Verteufelung, sondern wieder um die Zerstörung von schönen heilen Scheinwelten.<br />
Auch an Wikipedia habe ich schon viel harte Kritik geübt, meist jedoch<br />
in Form konstruktiver Lösungsvorschläge, da das Projekt dafür in der<br />
Regel offen ist. Trotzdem ist es z.B. bemerkenswert, dass es auch nach fast 5 Jahren immer noch nicht den schon sehr früh beschworenen Peer-Review-Mechanismus für Artikel gibt. Die Qualität der Artikel hat eine enorm große Schwankungsbreite, und manchmal ist der Einfluss von Lobbygruppen deutlich spürbar. Wikipedia ist in dieser Hinsicht jedoch sehr selbstkritisch. So findet sich etwa in der englischen Ausgabe ein harter Text mit dem Titel &#8220;Criticism of Wikipedia&#8221;, der auch Außenseiterpositionen ausführlich <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Criticism_of_Wikipedia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wiedergibt</a>.<br />
Schließlich begleite ich auch das von mir initiierte Projekt Wikinews<br />
analytisch und habe versucht, Stärken und Schwachstellen auszuloten. Um es ganz klar zu sagen: Ich bin weder mit der Technik noch mit den Inhalten von Wikinews zufrieden &#8212; wir müssen hier noch deutlich besser werden, um eine Alternative darzustellen. Ob das mit diesem Modell überhaupt möglich ist, wage ich noch nicht zu prognostizieren. Ich finde aber Wikinews persönlich spannender als viele andere Bürgerjournalismus-Projekte, die auf sachliche Richtigkeit, Objektivität und Stil oft wenig Wert legen.<br />
Und zur nahe liegenden Frage, warum ich als Autor nicht selbst die<br />
&#8220;Geschenke-Ökonomie&#8221; für die Veröffentlichung meines Buches nutze: ganz einfach &#8211; weil sie noch nicht existiert. Gerade in Deutschland mangelt es an der Verbreitung der dazu erforderlichen elektronischen<br />
Zahlungssysteme, wie aber auch an Plattformen, die zur Verbreitung und Bewertung von freien Inhalten genutzt werden könnten. Dieser Wandel vollzieht sich nur sehr langsam, und je aufwändiger ein Werk ist, desto schwieriger ist es, von klassischen Verwertungsmodellen Abstand zu nehmen. Die Entscheidung für eine freie Lizenz etwa ist nicht allein mir überlassen &#8211; der Verlag möchte da ein Wörtchen mitreden. Wir verhandeln hier schon seit einiger Zeit über eine beiderseitig akzeptable Lösung und werden hoffentlich bald zu einer Übereinkunft kommen.<br />
Vor fünf jahren ging ich davon aus, dass die neue Ökonomie der<br />
Freiwilligkeit und Gegenseitigkeit schon viel früher entstehen wird.<br />
Während es vor allem in den USA einige beeindruckende Erfolgsgeschichten gibt (vielleicht Material für ein neues Buch oder zumindest eine tiefgreifendere Analyse), kann von einer eigenständigen Ökonomie noch kaum eine Rede sein. Ob diese möglich ist, wird sich zeigen. Ich bin davon überzeugt, bin aber auch bereit, meine Ansichten zu revidieren. Auch alternative Vorschläge existieren, bei denen kein Teenager wegen &#8220;Raubkopien&#8221; ins Gefängnis wandern muss &#8212; etwa die &#8220;Kultur-Flatrate&#8221;, eine monatliche Abgabe, die zur freien Nutzung von Inhalten aller Art ermächtigen würde und deren Gesamtsumme entsprechend eines intelligenten<br />
Schlüssels verteilt würde.<br />
So schwierig es manchmal ist, einen gewissen Optimismus gönne ich mir dennoch. Das mag man für naiv halten &#8212; oder aber auch staunend feststellen, wie unterschiedlich die Welt 2005 doch schon von der Welt 1985 ist, und dass uns möglicherweise noch weitaus tiefgreifendere Umwälzungen in den nächsten 20 Jahren bevorstehen. Wikipedia ist das beste Beispiel dafür, wie fundamental Neues praktisch aus dem Nichts entstehen kann. Im letzten Kapitel habe ich deutlich gemacht, dass es kaum möglich ist, realistische Prognosen über positive oder negative Technikfolgen abzugeben.<br />
Optimismus ist deshalb natürlich nicht unbedenklich. Solange man ihn als Chance auf positive Veränderung begreift und nicht als ihre<br />
Unvermeidlichkeit (und damit als Rechtfertigung für die eigene<br />
Untätigkeit), halte ich ihn dennoch für eine sehr gesunde und<br />
motivierende Geisteshaltung.<br />
Mit dieser Replik möchte ich im Übrigen keineswegs den insgesamt<br />
positiven Ton der Buchbesprechung ins Gegenteil interpretieren. Vielmehr ist es mir wichtig, deutlich zu machen, dass ich mir der verschiedenen Problem- und Spannungsfelder durchaus bewusst bin und ich auch keineswegs schon jubelnd dabei bin, die Revolutionsfahne zu hissen. Den kritischen Blick zu schärfen, sowohl für die &#8220;neue Welt&#8221; als auch für die alte, das ist eines der Anliegen meines Buches.</p>
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		<title>Die Edit-Wars der Wikipedia &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.<!--break--></p>
<p><strong>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.</strong></p>
<p><strong>Herr Möller, in Ihrem Buch Die heimliche Medienrevolution zitieren Sie an vielen Stellen Wikipedia als Quelle. Ist das überhaupt eine zitierfähige Enzyklopädie? Wenn man da ein Stichwort aufruft, weiß man doch nie, ob der Eintrag von heute nicht morgen schon komplett verändert ist.</strong></p>
<p>Erik Möller: Die Wikipedia ist in mancherlei Hinsicht zitierfähiger als andere Enzyklopädien, die in der Regel keine Quellen benennen, wo häufig nur der Autorenname unter dem Artikel steht und nur im besten Fall eine Bibliographie enthalten ist. Wenn ich mich als Buchautor frage, ob ein bestimmter Wikipedia-Artikel glaubwürdig ist, dann sehe ich mir seine Historie an, um festzustellen, welche Veränderungen vorgenommen wurden. Dann schaue ich, wer daran mitgearbeitet hat und ob Quellen enthalten sind. Außerdem haben wir kürzlich das Feature „Permanentlink“ hinzugefügt, sodass eine spezifische Version einer Seite zitiert werden kann.</p>
<p><strong>Welche Philosophie hat Wikipedia?</strong></p>
<p>Erik Möller: So viele Philosophien wie Teilnehmer. Das ist natürlich auch ein Problem. Die zentrale Philosophie, auf die sich alle verständigen können, ist die Schaffung eines Sammelsuriums des Wissens unter dem Gesichtspunkt des neutralen Standpunktes. Das ist das allumfassende Dogma, an das sich jeder Wikipedianer halten muss. Neutraler Standpunkt heißt ganz konkret: Der Artikel darf nicht für sich selbst Stellung beziehen, sondern muss die unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema darstellen. Auf diese Weise lässt man dem Leser die Möglichkeit, zu entscheiden, wem er glaubt. Das hat dazu geführt, dass trotz sehr unterschiedlicher politischer und persönlicher Philosophien Wikipedianer dennoch zusammenarbeiten können. Bei kontroversen Artikeln – über Abtreibung, über Homöopathie, über den Nahost-Konflikt – gilt bei Wikipedia: Das sind die verschiedenen Ansichten zu dem Thema, und auch wenn wir völlig anderer Meinung sind, halten wir uns an den Neutralen Standpunkt, auch „NPOV“ genannt, für Neutral Point Of View.</p>
<p><strong>Besteht nicht die Gefahr, dass Wikipedia bei wenig nachgefragten, wenig kontrollierten Artikeln eine Plattform für unsachliche oder falsche Information bietet?</strong></p>
<p>Erik Möller: In der Tat kann bei Wikipedia jeder selbst entscheiden, über welches Thema er schreibt. Deshalb existieren auch Artikel, in die wenig Zeit und Arbeit investiert wurde. Das Wichtige ist jedoch, dass der Leser weiß, was Wikipedia ist und wie Wikipedia funktioniert, sodass er damit verantwortungsvoll umgehen kann. Ich glaube, es gibt kaum eine Online-Community, die selbstkritischer ist, was Inhalt und Qualität betrifft, als die Wikipedia. Vor ein paar Wochen war es in den Medien eine große Story, als der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales äußerte: „Einige Artikel sind schlecht!“ Wir waren sehr überrascht, dass es dazu solch einen Medienwirbel gab. Für uns ist es ganz normal, bei internen Diskussionen festzustellen: „Diese Seite ist Müll. Die müssen wir überarbeiten!“</p>
<p><strong>Aber Experten gehen doch in der Wikipedia unter, wenn jeder Laie den Artikel eines Spezialisten zerstören kann.</strong></p>
<p>Erik Möller: Das ist vor allem dann ein Problem, wenn der Experte kämpfen und dauerhaft Zeit investieren muss, um seinen Artikel in eine brauchbare Form zu bringen. Das kommt aber nur selten vor, weil die anderen Wikipedianer meist sehen: Das ist ein Mann vom Fach, der hat Recht. Ich stelle mich allerdings dagegen, wenn ein Titelträger reinkommt und tönt: „Ich bin Doktor und dieser Artikel ist Müll! Das muss verändert werden.“ Dann kommt ein 14-Jähriger und erwidert: „In einer Quelle steht das aber anders drin“, worauf der Doktor gar nicht eingeht.</p>
<p><strong>Also arbeitet Wikipedia gegen die Eliten?</strong></p>
<p>Erik Möller: Nein, wir sind für die Eliten. Wir sind sogar so genau, dass uns das „Nein“ eines Professors nicht genug ist. Es geht darum, dass man seine Aussagen belegen kann. Das ist die Elite, die wir wollen. Das ist die Elite, die sich so gut auskennt, dass sie auf Quellen verweisen kann. Es gibt Leute, die diese Autorität des Titels, des Experten ausnutzen möchten, um Artikel auf sehr propagandistische Weise zu verändern.</p>
<p><strong>Weiter zum<br />
<a href="adainterviewmoeller2_060119.shtml">zweiten Teil</a> des Interviews mir Erik Möller.</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Dies ist ein Vorabdruck aus dem neu gegründeten Netz-Magazin<br />
<a href="http://www.webwatching.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebWatching</a>, das Studierende des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft entwickelt haben. WebWatching wird ab dem 1.02.06 abrufbar sein.</strong></p>
<p><strong></p>
<p>Weitere Links zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/bonin050913.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
<strong>Verändern Weblogs und Wikis das Netz?</strong><br />
</a></li>
<li><strong><br />
<a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/boninmoeller050913.shtml">Kommentar zur Rezension: Wir sind das Netz</a><br />
</strong></li>
<li><strong><br />
<a href="http://www.wikipedia.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia.de</a><br />
</strong></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Edit-Wars der Wikipedia &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaftadainterviewmoeller2_060119-shtml-2544/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.</strong>
                            </p>
</p>
<p>
                              <strong>Die Wikipedia wächst monatlich um sieben Prozent. Weltweit gibt es sie in hundert Sprachen. Mehr als 400 Autoren schreiben regelmäßig für die deutsche Ausgabe, die bereits über 330.000 Artikel umfasst. Welche Möglichkeiten zur Qualitätskontrolle gibt es bei diesem Monsterprojekt?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Wikipedia hat interne Regeln und Richtlinien: Fakten und Aussagen sollen möglichst viele Quellenzitate zugrunde gelegt werden. Exzellente Artikel können von anderen Wikipedianern nominiert und gewählt werden. Durch Qualitätsoffensiven ist die gesamte Wikipedia-Gemeinschaft aufgefordert, Artikel bestimmter Themenfelder zu bearbeiten. Sehr lange wird schon über ein Feature diskutiert, das dem Permanentlink ähnelt: Artikel sollen von der Wikipedia-Gemeinde geprüft werden. Unsere letzte stabile Version, bei der wir uns für die Qualität, für die sachliche Richtigkeit des Artikels verbürgen, bleibt dann als Artikel-Basis erhalten. Leider gibt es in diesem Bereich noch keine größeren Fortschritte. Es fehlt am richtigen Push dahinter. Bei solchen Fragen behält Jimmy Wales sich die Entscheidung vor. Aber in zwei bis drei Jahren werden wir das Instrument auf jeden Fall haben.</p>
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                              <strong>Im Zusammenhang mit Wikipedia ist ja viel von den „Edit-Wars“, die Rede. Was hat es damit auf sich?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Das sind Kämpfe um die jeweils gerade gültige Version eines Artikels: Verfechter verschiedener Ideologien tragen ihren Streit nicht in einer Diskussion aus, sondern ändern bestehende Artikel in einseitige Stellungnahmen um. Das ist momentan eines der größten Probleme der Wikipedia. Wobei es nicht so dramatisch ist, wenn sich nur zwei Ideologien gegenüberstehen. Die kämpfen zwar gegeneinander, aber kommen langfristig zu einem Kompromiss. Doch je mehr Positionen und Personen hier im Spiel sind, desto langwieriger kann es werden. Allerdings: Noch viel problematischer ist es, wenn es nur eine Ideologie gibt und es gar nicht zu einem Edit-War kommt. Wenn Leute schreiben können was sie wollen, ohne dass Wikipedianer anderer Meinung den Inhalt überprüfen, ist das Neutralitätsprinzip außer Kraft.</p>
<p>Ein Beispiel: Die faktische Definitionsmacht der Artikel über Mormonen in der englischen Wikipedia liegt bei dieser Glaubensgemeinschaft selbst, da sich ansonsten kaum jemand dafür interessiert. Es sind nur einige Religionskritiker, die die historischen Aussagen der Mormonen in Zweifel ziehen. Das reicht aber nicht für eine relevante Gegenwehr. Entsprechend wirken diese Mormonen-Artikel als stammten sie aus ihren eigenen Werbebroschüren. Um den neutralen Standpunkt sicherzustellen, müssten Wikipedianer die Artikel gemeinsam mit der Glaubensgemeinschaft überarbeiten und eine stabile Version erstellen. Danach könnten die Mormonen den aktuellen Artikel wieder in ihre gewünschte Form bringen. Solange daneben eine geprüfte stabile Version besteht, ist das nicht schlimm.</p>
<p>
                            <strong>Sie haben vor einem Jahr Wikinews initiiert. Auch da kann jeder selbst zum Autor werden – allerdings von tagesaktuellen Beiträgen. Stellt sich das Problem der Glaubwürdigkeit bei dieser Nachrichtenplattform nicht in verschärfter Form?<br />
                            <br /></strong><br />
                            <br />Erik Möller: Ich glaube nicht an Glaubwürdigkeit, sondern lege Wert auf Transparenz. Ich will wissen, warum ein Artikel so geworden ist, wie er ist. In keinem Medium bekomme ich mehr Transparenz als bei Wikinews. Für jeden Artikel sind die Bearbeitungsschritte einsehbar, auf den Diskussionsseiten kann ich die Aussagen der Autoren zuordnen. Bei Originalberichterstattungen besteht Dokumentationspflicht. Transparenz ist hundertprozentig gegeben. Beim Spiegel hingegen habe ich zum Beispiel überhaupt keine Transparenz. Wenn ich da einen Artikel lese, weiß ich nicht, ob der Autor, die Redaktion oder der Ressortleiter das so veröffentlichen wollte.</p>
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                              <strong>Unterwegs sein, Interviews führen, in Archiven graben, zum Telefon greifen, Termine besuchen. Die eigene Recherche – das ist doch das Herzstück des Journalismus. Kann Wikinews das leisten?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Es gibt auf Wikinews das Original Reporting, wo wirklich jemand zu einer Ausstellung, zu einer Veranstaltung oder zu einer Organisation gegangen ist und anschließend einen Bericht dazu veröffentlicht. Das ist mir auch sehr wichtig, weil man Originalberichterstattung in Blogs kaum findet. Das möchte ich noch intensivieren.</p>
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                              <strong>Aber ohne Finanzierung ist doch kein Journalismus möglich!</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Ja, das ist eindeutig ein Problem der unabhängigen Medien, das gelöst werden muss. Es ist weniger die Glaubwürdigkeit als die Finanzierbarkeit des Ganzen. Ohne Geld wird man richtigen Journalismus nicht realisieren können. Man wird sich an Spendenmodellen orientieren müssen, bei denen eine große Anzahl von Menschen kleine Beträge spendet. Wenn man bedenkt, dass die Wikimedia-Stiftung bei ihrem letzten Spendenaufruf 200.000 US-Dollar in zwei Wochen gesammelt hat, ist es kein großer Schritt, ein Recherchebudget zu schaffen, um das sich aktive Wiki-Nutzer bewerben können. Aufgrund meiner Erfahrung mit der Organisation glaube ich nur, dass die Wikimedia dafür zu unbeweglich ist.</p>
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                              <strong>Wird Wikinews in zwanzig Jahren die Tagespresse ersetzt haben?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Ob Wikinews mal eine wirklich große Sache wird? Wie gesagt – die Finanzierung muss gesichert sein. Journalismus braucht Mittel. Wenn Wikinews das nicht schafft, wird es an seiner Stelle ein kollaboratives Blog leisten, also ein Blog als Gemeinschaftswerk. Da habe ich gar keinen Zweifel. Wikinews ist ein Modell und daneben werden andere entstehen. Und dann wird es spannend, glaube ich.</p>
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                              <strong>Was wünschen Sie sich für die Zukunft?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Ich wünsche mir, dass der Bürger in Zukunft mehr partizipiert und nicht nur konsumiert. Das ist gewissermaßen unvermeidlich, weil es mehr Websites mit den entsprechenden Möglichkeiten geben wird. Darin sehe ich viel Potential, auch für demokratische Veränderung.</p>
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                              <strong>Zurück zum<br />
                              <a href="adainterviewmoeller1_060119.shtml">ersten Teil</a> des Interviews mir Erik Möller.</strong>
                            </p>
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                              <strong>Dies ist ein Vorabdruck aus dem neu gegründeten Netz-Magazin<br />
                              <a href="http://www.webwatching.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebWatching</a>, das Studierende des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft entwickelt haben. WebWatching wird ab dem 1.02.06 abrufbar sein.</strong>
                            </p>
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                              <strong>Weitere Links zum Thema:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/bonin050913.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                                  <strong>Verändern Weblogs und Wikis das Netz?</strong><br />
                                </a>
                              </li>
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                                <strong><br />
                                  <a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/boninmoeller050913.shtml">Kommentar zur Rezension: Wir sind das Netz</a><br />
                                </strong>
                              </li>
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                                <strong><br />
                                  <a href="http://www.wikipedia.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia.de</a><br />
                                </strong>
                              </li>
</ul>
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