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	<title>Wikipedia &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Mit Verschlüsselung gegen Zensur am Beispiel der russischen Wikipedia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annika Kremer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2015 09:33:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der aktuelle Fall der russischen Wikipedia zeigt, warum Verschlüsselung und Anonymisierung unter anderem auch wichtige Werkzeuge für die Meinungsfreiheit sind. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="big"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5171679608_39976d33d4_z.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-146809 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5171679608_39976d33d4_z.jpeg" alt="5171679608_39976d33d4_z" width="640" height="280" /></a>Der aktuelle Fall der russischen Wikipedia zeigt, warum Verschlüsselung und Anonymisierung unter anderem auch wichtige Werkzeuge für die Meinungsfreiheit sind.</p>
<p class="big">Russland plante vergangene Woche die Sperrung von mit Drogen in Verbindung stehenden Wikipedia-Seiten. Dies wurde von der bei der Wikipedia eingesetzten https-Verschlüsselung jedoch unterbunden – die Autoritäten hätten lediglich die Option gehabt, die gesamte Wikipedia zu sperren, oder die Zensur zu unterlassen. Sie entschieden sich am Ende für letzteres. Das Beispiel zeigt, dass Verschlüsselung und Anonymisierung nicht nur unsere Privatsphäre und wichtige Geschäftsgeheimnisse schützen. Sie sind auch elementare Werkzeuge gegen Zensur. <span id="more-69561"></span></p>
<h3>Russlands erfolgloser Wikipedia-Zensurversuch</h3>
<p class="big">Russland bemüht sich schon seit letztem Jahr verstärkt um die Kontrolle von <a class="liexternal" href="https://www.eff.org/deeplinks/2014/03/russia-blocks-access-major-independent-news-sites" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Informationsquellen im Internet</a>. Kürzlich geriet das <a class="liwikipedia" href="https://www.wikipedia.org/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Online-Lexikon Wikipedia</a> verstärkt ins Visier der <a class="liexternal" href="http://www.theguardian.com/world/2015/aug/25/russia-bans-wikipedia-drug-charas-https" target="_blank" rel="noopener noreferrer">russischen Zensoren</a>. Insbesondere eine Seite, die sich mit der Cannabis-Variante Charas befasst, war den Behörden ein Dorn im Auge.</p>
<p class="big">Wikipedia allerdings begann im Juni die Umstellung aller Verbindungen auf die Nutzung einer <a class="liexternal" href="https://blog.wikimedia.org/2015/06/12/securing-wikimedia-sites-with-https/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https-Verschlüsselung</a>. Bei <a class="liwikipedia" href="https://en.wikipedia.org/wiki/HTTPS" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">https</a> handelt es sich um ein Protokoll zur sicheren Übertragung von Websites. Es findet seit Jahren bei Anwendungen wie Onlineshops und Online-Banking und zunehmend auch bei E-Mail-Providern, sozialen Netzwerken und News-Websites Verwendung.</p>
<p class="big">Das dem Internet zu Grunde liegende http-Protokoll wurde zu einer Zeit entwickelt, in der Sicherheit (aufgrund des beschränkten Zugriffs zu Netzwerk-Ressourcen) keine vorrangige Rolle spielte, technische Kapazitäten dafür aber äußerst knapp waren. Dementsprechend werden alle wichtigen Informationen im Klartext übertragen. Man muss noch nicht einmal selbst mit einem Tool wie <a class="liexternal" href="https://www.wireshark.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wireshark</a> herumprobiert haben, um eine Ahnung zu haben, wie viele Informationen (über den Inhalt der Kommunikation ebenso wie über den Kommunikationspartner und ausgetauschte Informationen) sich über eine solche Verbindung mitlesen lassen. Da dies zunehmend zum Problem wurde, wurden zusätzliche Sicherheits-Werkzeuge, darunter https, entwickelt.</p>
<p class="big">Eine https-Verschlüsselung schützt dabei nicht nur die mit einer Website ausgetauschten Daten (wichtig beispielsweise beim Eingeben sensibler Informationen wie Passwörter und Bankdaten, aber auch beim Verfassen und Hochladen kontroverser Kommentare). Es verschleiert auch die genaue URL – “praktisch gesagt, alles nach dem Schrägstrich”, wie die <a class="liexternal" href="https://www.eff.org/deeplinks/2015/08/russias-wikipedia-ban-buckles-under-https-encryption" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechts-Organisation EFF</a> erklärt – vor mitlesenden Dritten. Somit hatten die russischen Behörden nicht mehr die Option, nur den beanstandeten Wikipedia-Artikel zu sperren. Sie hätten lediglich das gesamte Online-Lexikon für den Zugriff durch russische Nutzer sperren können. Das allerdings wagten sie nicht – und so blieb die Wikipedia auch für Nutzer in Russland frei verfügbar.</p>
<h3>Mit Verschlüsselung und Anonymisierung gegen Zensur</h3>
<p class="big">Verschlüsselung, das zeigt das jüngste Beispiel aus Russland, schützt nicht nur unsere Privatsphäre und unsere sensiblen Geschäftsgeheimnisse. Sie leistet auch einen unverzichtbaren Beitrag zur Meinungsfreiheit. Das zeigen auch weitere Beispiele – seien es mit <a class="liexternal" href="https://www.torproject.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hilfe von Tor</a> anonymisierte Verbindungen für chinesische Dissidenten, entsprechend abgesicherte Messaging-Tools beim “arabischen Frühling” oder die Möglichkeit des anonymen, sicheren Whistleblowing über Plattformen wie <a class="liexternal" href="https://wikileaks.org/index.de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WikiLeaks</a>.</p>
<p class="big">Manche Skeptiker mögen argumentieren, dass es bei Fällen, wie dem der russischen Wikipedia besser sei, eine teilweise Zensur (bestimmter Websites) hinzunehmen, als es auf eine Sperrung des gesamten Inhalts ankommen zu lassen. Das Beispiel zeigt jedoch, dass die Behörden eine derart ungezielte Herangehensweise oftmals nicht riskieren. Und selbst wenn – eine komplette Sperrung ganzer Online-Angebote ist, wie die EFF erklärt “sichtbarer – sie [ermutigt] die Menschen in diesen Ländern, die Existenz von Zensur zur Kenntnis zu nehmen und sich über Technologien zur Umgehung von Zensur zu informieren und diese anzuwenden”, was die betreffenden Nutzer in vielen Fällen noch dazu vor staatlicher Überwachung schütze.</p>
<h3>(Auch) technische Lösungen gesucht</h3>
<p class="big">Die Entwicklung, Weiterentwicklung und Verbreitung von Verschlüsselungslösungen ist somit ein wichtiger, lobenswerter Beitrag zur Freiheit im 21. Jahrhundert. Natürlich ist staatliche Zensur (ebenso wie Überwachung und andere Formen von Rechtsverletzungen und Machtmissbrauch) kein ausschließlich oder auch nur primär technisches Problem. Sie ist vielmehr ein gesellschaftliches und politisches. Dennoch benötigen solche Probleme heutzutage (auch) technische Lösungen. Die Mächtigen wählen nur allzu oft digitale Waffen – und wer sich gegen ihre Exzesse zur Wehr setzen will, muss das auch tun. Glücklicherweise gibt es dazu Möglichkeiten. Nutzen wir sie und setzen wir uns für mehr Verschlüsselung ein.</p>
<p class="big">Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a class="external" href="http://www.netzpiloten.de/verschluesselung-zensur-wikipedia-russland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p class="big">Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/upim/5171679608/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Timo Heuer</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
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		<title>Kultur, Smartphone und Quadrate: QRpedia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2014 13:40:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Über Jahrhunderte lagerten Artefakte in den Archiven der Museen und erhielten nur Beachtung von Forschern, Wissenschaftlern und Museumskuratoren oder verstaubten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/QRVenus_crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-143121" alt="QRVenus_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/QRVenus_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Über Jahrhunderte lagerten Artefakte in den Archiven der Museen und erhielten nur Beachtung von Forschern, Wissenschaftlern und Museumskuratoren oder verstaubten in Lagerräumen. Doch wie lässt sich kulturelles Erbe allgemein zugänglich machen?<b> </b><br />
„Wer will schon Werbung per QR-Code abrufen? Das ist blöd!“ sagte <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/User:Wittylama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liam Wyatt</a>, Wikimedia-Koordinator für Europeana und Gründer von GLAM, einem Projekt, das Galerien, Bibliotheken, Archive und Museen mit Wikipedia zusammenbringt, auf der Konferenz „<a href="http://www.zugang-gestalten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zugang gestalten!</a>“ am Donnerstag im Hamburger Bahnhof in Berlin. Viel sinnvoller sei es doch, QR-Codes so einzusetzen, sodass sie einen echten Mehrwert für den Nutzer darstellen würden.<br />
2011 überlegten Terence Eden und Roger Bamkin, wie es wäre, wenn man in Museen mithilfe eines QR-Codes  auf die entsprechenden Wikipedia-Artikel direkt zugreifen könnte. Schließlich gibt es in Museen viele interessante Ausstellungsstücke zu sehen; die Texte zu ihnen jedoch meist sehr kurz und in der jeweiligen Landessprache.  Auf Wikipedia hingegen existieren zahlreiche vielsprachige Artikel. Es brauchte eine Anwendung, die kulturelle Einrichtungen und Wikipedia zusammenbringt. Angelehnt an das Online-Lexikon, wurde sie „<a href="http://qrpedia.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">QRpedia</a>“ getauft. Das Prinzip ist denkbar einfach: Wikipedia-Artikel werden von QRpedia in QR-Codes konvertiert und können dann mithilfe von QR-Codescannern eingelesen und in der mobilen Version abgerufen werden. Dabei werden dem Server auch Informationen zu den jeweiligen Spracheinstellungen des Nutzers zugespielt, sodass der angeforderte Artikel – soweit in der Sprache vorhanden – sofort angezeigt wird.<br />
Das hat zwei wesentliche Vorteile: Einerseits kann mehr Information bereitgestellt werden, ohne dass Museen eine inhaltliche Aufbereitung ihrer Ausstellungsstücke vornehmen müssen. Auch kann der Nutzer sich gezielter über die Exponate informieren, die ihn interessieren. Andererseits ermöglicht QRpedia ausländischen Besuchern durch die sprachliche Vielfalt einen besseren und informativeren Museumsbesuch. Das ist insbesondere für kleinere Institutionen ansprechend, die nicht die räumlichen und finanziellen Kapazitäten für mehrsprachige Infotafeln haben.<br />
Die QRpedia wurde im April 2011 im Rahmen der GLAM-Kooperation zwischen Wikipedia und dem <a href="https://shkspr.mobi/blog/2011/04/introducing-qrpedia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Derby Museum and Art Gallery</a> vorgestellt und erfolgreich <a href="https://shkspr.mobi/blog/2011/04/introducing-qrpedia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">getestet</a>. Seit Sommer 2011 haben freiwillige Wikipedianer 172 Artikel in über 60 Sprachen übersetzt.<br />
Das erste Museum, das in Deutschland mit Wikipedia kooperierte, war, ebenfalls 2011, das <a href="http://www.hamburgmuseum.de/de/wikipedia-im-museum/wikipedia-im-museum.htm#.VGsOQ2fOVVw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Museum für Hamburgische Geschichte</a>. Seitdem arbeiten die Wikipedianer mit, schreiben, aktualisieren und übersetzen Artikel und digitalisieren nach und nach die Sammlungen und machen sie auf Wikimedia Commons digital verfügbar. Seit 2012 hat auch die QRpedia Einzug gehalten und ist in verschiedenen Ausstellungen im Hamburg Museum <a href="http://www.hamburgmuseum.de/de/wikipedia-im-museum/wikipedia-im-museum.htm#.VGsOQ2fOVVw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">präsent</a>.<br />
Nicht nur Museen profitieren von Wikipedia. 2012 wurde die „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Monmouthpedia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Monmouthpedia</a>“ vorgestellt: In der walisischen Kleinstadt Monmouth lassen sich seitdem über 1000 QR-Codes über das ganze Stadtgebiet verteilt finden. Die abgedeckten Themengebiete reichen von wissenswertem zu öffentlichen Orten über Geschichte bis hin zu Flora und Fauna. Die <a href="http://monmouthshirelibraries.wordpress.com/2012/05/21/monmouth-library-first-in-the-world/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibliothek von Monmouth</a> ist zudem die erste in der Welt, in der Bücher mit einem QR-Code versehen worden sind, um Informationen über  das Buch selbst abrufen zu können. In Bremen wurden 2013 im Rahmen der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Bremen/BremenpediA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bremenpedia</a>“ 30 Infotafeln mit QR-Codes versehen; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Bremen/QR-Code_2014" target="_blank" rel="noopener noreferrer">derzeit sind es 83</a>.<br />
Eine große Schwachstelle hat QRpedia dennoch: Ohne mobiles Endgerät kann ein Nutzer nicht auf die zusätzlich bereitgestellten Informationen zugreifen. Auch wenn die Mehrzahl heutzutage ein Smartphone oder Tablet besitzt – denjenigen, die es nicht tun, bleibt  der Zugang zu solchen Inhalten verschlossen. Dass viele Menschen noch offline sind während immer mehr Wissen online verfügbar ist, ist wahrscheinlich aber eher ein vorübergehendes Problem unserer Zeit. Die freiwillige Mitarbeit an Wikipedia sichert die Unabhängigkeit des Projekts. Die Freiwilligkeit bedeutet im Zusammenhang mit GLAM und QRpedia aber auch, dass nicht alle Artikel über Artefakte in Museen garantiert in allen Sprachen verfügbar sind. Das Schwarmintelligenz-Prinzip, auf dem Wikipedia basiert, garantiert weiterhin nicht zu 100 Prozent die Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Museen hingegen stützen und legitimieren sich durch fundierte Forschung zu ihren Ausstellungen, auf die wiederum Wikipedia-Autoren zugreifen. Wikipedia und Kultureinrichtungen – eine sehr spannende Kooperation, die ihr volles Potential entfaltet, wenn diese beiden Formen, Wissen zu akkumulieren, zusammengebracht werden.<br />
Bild: <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pietro Zanarini</a>, QR-Code generiert via <a href="http://qrpedia.org/">QRpedia</a><br />
<a href="https://www.flickr.com/photos/initiatived21/15153754598" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Herrliche Offenheit &#8211; Digitale Presseschau KW 25</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 14:21:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tja, wie läuft das jetzt eigentlich genau mit dem Internet? Angela Merkel weiß es nicht, und gibt das auch zu. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, wie läuft das jetzt eigentlich genau mit dem Internet? Angela Merkel weiß es nicht, und gibt das auch zu. Viele viele andere wissen es auch nicht, geben das aber nicht zu. Erdogans Untertanen dürfen vieles gar nicht wissen, was Erdogan ganz offen zugibt. Hohe Innenpolitiker würden zugegebenermaßen gerne mehr wissen. Algorithmen wissen so manches, was man garnicht wissen kann. Und Wikipedia weiß  ja eh alles. Wer würde nicht zugeben, dort schon mal etwas nachgeforscht zu haben? Nun, viele Menschen aus ländlichen Regionen würden das sicherlich gerne zugeben, doch ohne Breitband surft es sich zugegebenermaßen etwas langsam. Schön, dass die Telekom wenigstens offen zugibt, nur das Beste für alle zu wollen, wie auch immer das aussehen mag.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=xY-oLwdprZg&amp;a" title="NDR-Zapp: Umkämpft - Telekom will ein Zwei-Klassen-Netz" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/xY-oLwdprZg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Internet im Kuhstall – klingt komisch, ist aber so. Der moderne Landwirt – als altmodischer, technikängstlicher Landwirt ist das wirtschaftliche Leben heutzutage beinahe unmöglich – nutzt das Internet für seine Betriebsführung wie jede andere Firma auch. In vielen ländlichen Regionen kennt man schnelles Internet („Breitband“) allerdings höchstens vom Hörensagen. So muss dann erst eine Bürgergesellschaft gegründet werden, um auf sich aufmerksam zu machen. Fast wie ein Hohn klingen in diesem Zusammenhang die Zwei-Klassen-Netz-Pläne der Telekom. &#8216;Managed Service&#8217; und ähnliche Methoden, mit denen die Bonner sich vor allem des Wunsches des doppelten Kassierens und weniger der Demokratisierung des Internets verdächtig machen, bestimmen seit Wochen die rosa Schlagzeilen. Doch so langsam beginnt es auch in der Politik zu rumoren, der Ruf nach Netzneutralität scheint nach und nach auch in die äußeren Zonen des Machtepizentrums vorzudringen. Hoffentlich nicht nur aus wahlkämpferischen Gründen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-06/mustererkennung-algorithmen-terror" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Verdacht liegt näher, als wir denken</a></h3>
<p>Um Überwachungsmaßnahmen, wie etwa aktuell die Internetüberwachung, zu rechtfertigen, wird häufig behauptet, dass Bürger, die nichts zu verbergen hätten, auch nichts befürchten müssten. Doch moderne Überwachungs- und Durchsuchungstechniken werden von Algorithmen gesteuert, die nach bestimmten, festgelegten Merkmalen und Verhaltensweisen suchen. So entstehen bestimmte Raster und Profile, nach denen gefahndet wird. Es ist demnach nicht unwahrscheinlich, dass derartige Suchmechanismen dazu führen, dass völlig unbescholtene Bürger rein zufällig ins Visier der Justiz geraten, die mit einem Verbrechen, das aufgeklärt oder vereitelt werden soll, nicht das Geringste zu tun haben. Ohne jegliche Verbindung zu einem Verbrechen oder dessen Drahtzieher kann man also leicht als verdächtig gelten, nur aufgrund zufälliger, den Suchkriterien entsprechender Merkmale. Dass Täter auf diese Weise identifiziert werden können, lässt sich kaum bestreiten. Die große Gefahr besteht jedoch darin, dass so quasi jeder ohne eigenes Zutun des Mordes verdächtigt werden kann; die Unschuldsvermutung – ein wesentlicher Grundpfeiler unseres Rechtsstaatsprinzips &#8211; ist da leicht ausgehebelt. Im Klartext: Wer etwas zu befürchten hat, entscheidet nicht das Individuum selbst, sondern allein der Suchalgorithmus und die gesuchten Merkmale.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/wikipedia-bots-schreiben-das-netz-voll-1.1699380" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selfmade?</a></h3>
<p>Lexika in Buchform, so könnte man sagen, sind eher ein Replik der Vergangenheit. Dank Wikipedia ist &#8216;Wissen&#8217; in digitaler Form immer und (mit mobilem Internet) überall verfügbar. Und dies auch ohne das zweifellos schöne, aber dennoch umständliche Ritual, ein dickbändiges, schweres Lexikon mit sich herumschleppen zu müssen. Die für jederman frei zugänglichen und kostenlosen Artikel in Wikipedia, so das Konzept, werden von Nutzern für Nutzer, also von Menschenhand, geschrieben, aufbereitet und gepflegt. Dies soll laut der Wikipedia Deutschland für alle deutschsprachigen Wikipedia-Artikel gelten. Doch andernorts scheint man auf diese klassische Arbeitsweise weniger Wert zu legen: Immer mehr Artikel werden, allen voran in kleineren Version des Formats, automatisch generiert. Diese Textroboter, sogenannte Bots, erstellen eigenständig Beiträge, ganz ohne Beteiligung menschlicher Schreiberlinge. So entstehen zwar sehr viele Artikel und das digitale Lexikon wächst und wächst – in der niederländischen und schwedischen Version sollen mehr als die Hälfte aller Einträge automatisch erstellt worden sein – jedoch leidet hierunter allzu oft die Qualität, da die Bot-Artikel meist sehr kurz sind und keine umfassenden Informationen enthalten. Die Frage lautet hier: Ist es gut, die Quantität auf Kosten der Qualität auszubauen? Weniger ist bekanntlich manchmal mehr&#8230;</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/blog/christian-jakubetz-unhipster/2013-06-18/ein-euro-google-ist-schwachsinn" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schotten dicht!</a></h3>
<p>Ganz Deutschland nutzt Facebook, Google, Skype, allesamt amerikanische Konzerne. Ganz Deutschland wundert sich, dass US-amerikanische Sicherheitsbehörden mit ihrem digitalen Durchsuchungsbefehl PRISM deutsche Nutzer überwachen und deren Daten ausspähen. Überwachung finden viele hiesige Politiker zwar gut, aber dies möchte man bitteschön selber machen und nicht den Amerikanern überlassen. Doch wie soll das geschehen, wenn deutsche Nutzer amerikanischen Firmen ihr Privatleben offenbaren? Nun kam die Idee auf den Tisch, ein deutsches Internet zu bauen. Deutsches Google, deutsches Facebook, so ließe sich die Überwachung angenehm von zuhause aus regeln. Die Innen- und Finanzressorts würden sicherlich übereinkommen, dass sich sowas auch ohne größere Probleme finanzieren lasse, es diene ja der allgemeinen Sicherheit. Dass dieser Vorschlag Unsinn ist, ließe sich schon allein daran ablesen, dass wohl nur die wenigsten Nutzer bereit wären, ein deutsches oder auch nur europäisches Internet zu nutzen, meint Christian Jakubetz im Cicero. Der Globalisierung und weltweiten Vernetzung sei Dank, dass viele Menschen Freunde in allen Teilen der Welt haben, mit denen, danke Facebook, der Kontakt so einfach und bequem ist wie nie zuvor. Die deutsche Politik wäre gut beraten, in der Internetsicherheitsdebatte Geld und Know-How in Medienkompetenz und digitale Bildung zu investieren, statt noch mehr Kontrolle zu fordern.</p>
<h3><a href="http://www.friedemannkarig.de/blog/2013/06/19/neuland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alles glänzt! So schön neu!</a></h3>
<p>Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel spricht vor US-Präsident Barak Obama und der weiteren Weltöffentlichkeit folgenden Satz: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DWqXsXR8h4E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Das Internet ist für uns alle Neuland“.</a> Und das im Jahr 2013. Dass dies höhnisch, belustigend und fassungslos kommentiert würde, damit hätte man zumindest rechnen können; immerhin gibt es das Internet ja nun schon ein paar Tage länger. Von daher: Nein, das Internet ist nicht &#8216;neu&#8217;, denn wir kennen (?)  und benutzen es Tag für Tag, seit weit mehr als 10 Jahren. Dennoch ist diese Behauptung nicht ganz so aus der Luft gegriffen wie es auf den ersten Blick scheint. Heute aktuelle und allgegenwärtige Angebote wie Facebook und Twitter können, zumindest der Nutzung in Deutschland nach, noch auf keine allzu lange Unternehmensgeschichte verweisen; Netzpolitik hat sich so richtig erst in der laufenden Legislaturperiode als ernstzunehmendes Politikfeld etabliert und wer die Zukunft dieses sich jeden Tag rasant wandelnden Mediums vorhersagen möchte, muss wahlweise schon wahrsagerische Fähigkeiten haben oder seine Thesen bald revidieren. Bei genauer Betrachtung ist das Internet ein Raum, wo niemand so ganz allumfassend Bescheid weiß. Das tut Friedemann Karig sicher auch nicht, liefert aber Ansätze, die helfen könnten, Neuland zu Bekanntland zu machen: mehr miteinander statt übereinander reden, mehr echte Vermittlungsarbeit, weniger Besserwisserei, weniger Meinungshoheit und mehr Verständnis. Das könnte ein Weg sein, durch Aufklärung Akzeptanz und Transparenz zu schaffen. Einfach mal ein bisschen runter kommen von dem hohen Ross! Einen Versuch sollte es jedenfalls wert sein.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2013/06/17/bloggen-aus-istanbul-der-bittere-geschmack-der-selbstzensur/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitterer Beigeschmack</a></h3>
<p>Die Demonstrationen gegen den türkischen Präsidenten Erdogan sind seit Wochen eines der meistbeachtetsten Themen in den Nachrichten. Dafür sorgen vor allem Journalisten, die vor Ort über die Lage berichten. Doch ist auch bekannt, dass es Erdogan mit Dingen wie der Meinungs- und Pressefreiheit nicht so genau nimmt. Der türkischen Justiz wird vorgeworfen, des öfteren Verfasser kritischer Texte hinter schwedische Gardinen zu schicken oder zumindest auf Verdacht festzusetzen. Im Zuge der Protestwelle, wo etliche Menschen via Social Media über die Zustände um Polizeigewalt und Regierungskritik berichten, verschwimmt die Grenze zwischen journalistischer und privater Dokumentation zusehends. Der beängstigende Gedanke, die Neugierde der türkischen Polizei auf sich lenken zu können, liegt da nicht sehr fern. Martin Weigert, der in den letzten Wochen journalistisch in der Türkei tätig war, ließ Vorsicht walten, schaltete nahe seiner Unterkunft seine Mobilfunkverbindung aus und nutze für WLAN-Aktivitäten nur noch ausländische VPN-Services. Anlass war weniger die Angst um die eigene Sicherheit als vielmehr die Frage, wie man sich als „Privat-Berichterstatter in einem Umfeld aus staatlicher Zensur und Repression vor ungewollten Zugriffen und Abhöraktionen schützen könne. Schön ist solch eine Erfahrung sicher nicht, Weigerts Artikel könnte aber dazu beitragen, hierzulande als selbstverständlich wahrgenommene Privilegien wie Pressefreiheit und das Äußern der eigenen Meinung noch mehr schätzen zu lernen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Wikipedia entscheidet die nächste Wahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Franz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 16:41:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Medien sind bei Politikern en vogue, das haben wir nicht zuletzt in Niedersachsen gesehen. Seitdem die Piraten in das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wikipedia-entscheidet-die-naechste-wahl/gastbeitrag_2/" rel="attachment wp-att-126468"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-126468" alt="Gastbeitrag_2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gastbeitrag_2-630x154.png" width="630" height="154" /></a>Soziale Medien sind bei Politikern en vogue, das haben wir nicht zuletzt in Niedersachsen gesehen. Seitdem die Piraten in das Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen sind, kann sich praktisch kein Politiker mehr erlauben, nicht auf Facebook und Twitter präsent zu sein. Und ein Blog gehört oft auch dazu. Allerdings könnte für die Wahlen im Herbst eine ganz andere Plattform entscheidend sein: Wikipedia.<br />
Die Enzyklopädie gibt es nun schon seit 2001, sie gehört zu den zehn am häufigsten aufgerufenen Websites der Welt. Grundlage des Projektes ist die Idee, dass keine Redaktion wie beim Brockhaus oder der Encyclopaedia Britannica entscheidet, was wichtig ist, sondern die Online-Community. Jeder Surfer kann Artikel bearbeiten, sofern er sich an die Richtlinien und Gepflogenheiten des Projekts hält.</p>
<h3>Der Fall Lindner</h3>
<p>Die Bedeutung, die Wikipedia in der Politik mittlerweile zugemessen wird, wird am Fall Christian Lindner deutlich: Anfang Januar wurde bekannt, dass der FDP-Vorsitzende von Nordrhein-Westfalen beziehungsweise ein Mitarbeiter seinen Artikel gezielt geschönt hat. &#8220;Wir senden Korrekturvorschläge an Wikipedia&#8221;, hieß es damals – was verständlich ist, denn der Beitrag erreichte 2012 <a href="http://stats.grok.se/de/latest30/Christian_Lindner" target="_blank" rel="noopener noreferrer">etwa 12.000 Leser</a> im Monat. Das ist ähnlich viel wie die Likes, die Lindner auf Facebook gesammelt hat – seit seiner Anmeldung.<br />
Nirgendwo kann man als Politiker so neutral und übersichtlich Informationen präsentieren wie in Wikipedia. Fast schon legendär ist in der Community auch der Fall, als Freiherrn Karl-Theodor zu Guttenberg ein zusätzlicher Vorname geschenkt wurde und alle großen Medien diesen aus der Enzyklopädie abgeschrieben haben. Genau auf dieses Vertrauen spekuliert wohl auch der eine oder andere Politiker.</p>
<h3>Politische Profile</h3>
<p>Die Änderung eines Artikels muss aber nicht zwangsläufig zum Skandal werden. Es gibt löbliche Ausnahmen, die sich gegen einen anonymen Eingriff entschieden haben: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerin:Doris_Schr%C3%B6der-K%C3%B6pf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Doris Schröder-Köpf</a>, Gattin des Altkanzlers und frisch gewählte Abgeordnete in Niedersachsen, besitzt ein sogenanntes verifiziertes Benutzerprofil. Das bedeutet, dass sie unter ihrem Klarnamen auftritt und ihre Identität gegenüber dem Support-Team der Wikipedia ausgewiesen hat. Auch CSU-Urgestein Alois Glück und Marina Weisband (Piraten) machen von der Möglichkeit Gebrauch, jedem Leser zu zeigen, woher ein Eingriff an ihrem Artikel stammt.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wikipedia-entscheidet-die-naechste-wahl/gastbeitrag_2/" rel="attachment wp-att-126468"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-126468" title="Verifiziertes Benutzerkonto von Doris Schröder-Kopf (Screenshot, CC-BY-SA" alt="Verifiziertes Benutzerkonto von Doris Schröder-Kopf (Screenshot, CC-BY-SA" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gastbeitrag_2-630x154.png" width="630" height="154" /></a><br />
Unter der Bezeichnung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Gruene-nrw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Gruene-nrw&#8221;</a> arbeitet sogar das offizielle &#8220;Online-Team&#8221; einer etablierten Partei an Wikipedia mit. Auch wenn die verifizierten Benutzer bisher nur wenige Bearbeitungen aufweisen: Der Trend, den Unternehmen wie Microsoft, Bertelsmann oder Daimler im Jahr 2012 gesetzt haben, wird in diesem Jahr sicher auch vor der Politik nicht haltmachen.</p>
<h3>Landtagsprojekt</h3>
<p>Einen großen Anteil daran, dass Wikipedia in der Politik immer stärker wahrgenommen wird, trägt aber auch die Community selbst: Im Rahmen des sogenannten Landtagsprojektes werden bereits seit 2009 regelmäßig Länderparlamente besucht, um Fotos der Abgeordneten aufzunehmen. Niedersachsen, Thüringen, Hamburg, Bayern und Sachsen-Anhalt sind schon abgedeckt, in den nächsten Monaten kommen zahlreiche Landtage dazu. Nicht nur den Politikern aus Hessen dürfte es gefallen, dass vor der Wahl im Herbst ein schönes Foto ihrer Person in Wikipedia zu sehen ist, zumal es unter einer freien Lizenz steht.<br />
Die Gespräche, die am Rande der Aufnahmen mit Abgeordneten stattfinden, sensibilisieren sie zweifellos für das Anliegen der Wikipedia – im positiven wie im negativen Sinne. Selbstverständlich besteht die Gefahr, dass die Wikipedia durch politische Einflussnahme für Zwecke vereinnahmt wird, die nichts mit ihren Idealen zu tun haben. Zum Beispiel finden sich unter den Ergebnissen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Landtagsprojekt/Mecklenburg-Vorpommern/Ergebnisse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Landtagsprojektes <del>2011</del></a> [<em>nach Hinweis von Herrn Kosinsky (s.u.) korrigiert &#8211; die Red.]</em> in Mecklenburg-Vorpommern auch Bilder von Vertretern der NPD, etwa Udo Pastörs.</p>
<h3>Wahlforschung</h3>
<p>Wofür sich Politiker und Journalisten interessieren, muss für Wahlforscher nicht wichtig sein. Bei der Vorhersage von Wahlen spielt die Wikipedia in Deutschland bisher kaum eine Rolle – obwohl beispielsweise in den USA längst bekannt ist, dass die Zahl der Änderungen eines Artikels Aufschluss darüber gibt, wer sich etwa in den Vorwahlen durchsetzt. Wer die Zugriffszahlen auf einzelne Artikel niedersächsischer Politiker verfolgt hat, konnte auch hierzulande sehen, dass zwischen der Beliebtheit des Beitrags und dem Wahlausgang eine deutliche Korrelation besteht. Da aber nicht alle Länderabgeordneten vollständig in Wikipedia vertreten sind, wird erst die nächste Bundestagswahl zeigen, wie gut Wikipedia wirklich zur Vorhersage taugt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Spätestens dann dürften alle überregional bekannten Politiker in Wikipedia angekommen sein. Während sie auf Facebook und Twitter kaum einen messbaren Nutzen für ihren Wahlkampf sehen, sind die Möglichkeiten im Fall der Wikipedia klar definiert – sowohl für konstruktive Beiträge als auch Manipulationen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-121978" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Digitale Presseschau 30/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2012 14:15:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Association]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Defense League]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Netzwerke können die Welt verändern. Das trifft nicht nur auf die Olympischen Spiele von London zu, sondern auch auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Netzwerke können die Welt verändern. Das trifft nicht nur auf die Olympischen Spiele von London zu, sondern auch auf die Informationsbeschaffung von Journalisten. Zwei neue Kämpfer für ein freies Netz gibt es seit dieser Woche mit der &#8220;Internet Association&#8221; und der &#8220;Internet Defense League&#8221;. Ach ja, und Pixel gehören bald zu YouTube dazu, stellen wir uns darauf ein. Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=P39-ldwnPic&amp;list=UUCjkK_Qk9BUytDlAzz0iCZw&amp;index=8&amp;feature=plcp;w=630&amp;h=340]</p>
<p>Heute Abend geht es los: Der Start der Olympischen Sommerspiele von London steht kurz bevor. In der Medienwelt gibt es kein anderes Thema mehr und auch politik-digital.de sieht sich gezwungen, dem Druck nachzugeben. Immerhin: Die 30. Olympischen Sommerspiele stehen zum ersten Mal ganz im Zeichen der sozialen Medien. Zum Beispiel werden weltweit bis zu 13.000 Tweets pro Sekunde während des Sportspektakels erwartet. Und selbst das größte Riesenrad Europas, das London Eye, wird zur Twitter-Wall der anderen Art.</p>
<p><strong><a title="Wie ARD, BBC und CNN Inhalte aus dem Social Web verifizieren" href="http://konradweber.ch/2012/07/25/ard-bbc-cnn-verifikation/">Wie ARD, BBC und CNN Inhalte aus dem Social Web verifizieren</a></strong></p>
<p>Ohne soziale Netzwerke hätte es vielleicht keinen arabischen Frühling geben. An dieser Aussage kann man zweifeln. Fakt ist jedoch, dass Blogs, YouTube, Twitter und Facebook entscheidenden Anteil am Sturz von Machthabern in der arabischen Welt hatten. Die dort veröffentlichten Informationen waren dabei nicht nur für Einheimische von Bedeutung, sondern auch für ausländische Journalisten. Wie verifiziert man aber Informationen dieser Art? Der Schweizer &#8220;Journalist 2.0&#8221; Konrad Weber hat auf seinem Blog herausgearbeitet, wie ARD, BBC und CNN mit Inhalten aus dem sozialen Netz umgehen.</p>
<p><strong><a title="Verfolgt und ausgespäht – für Wahlwerbung" href="http://blog.zeit.de/us-wahl/2012/07/25/verfolgt-und-ausgespaht-fur-wahlwerbung/">Verfolgt und ausgespäht – für Wahlwerbung</a></strong></p>
<p>Noch knapp drei Monate sind es bis zum großen Showdown ums Weiße Haus. Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney liegen bisher noch Kopf an Kopf. Wie der Zeit-Blogger Patrick Beuth in dieser Woche berichtete, setzen die US-Wahlkämpfer mehr denn je auf das Internet. Vergleichbar mit Unternehmen benutzen sie dafür Nutzer-Tracking sowie Statistik- und Datensammlungen, um möglichst zielgerichtet die Wählerschaft zu erreichen. &#8220;Verschenktes Geld&#8221; wie Beuth schreibt, denn eine neue Studie belege, dass personalisierte Online-Anzeigen bei den meisten US-Amerikanern ohne Wirkung bleiben.</p>
<p><strong><a title="Eine machtvolle Lobby entsteht" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/the-internet-association-eine-machtvolle-lobby-entsteht-11833278.html">Eine machtvolle Lobby entsteht</a></strong></p>
<p>Lobbyverbände gibt es viele. Ein Novum ist allerdings die am Mittwoch neu gegründete &#8220;Internet Association&#8221;, der die größten Internetgiganten wie Google, Facebook, Amazon und Ebay angehören werden. Wie der FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld aufzeigt, treten die Initiatoren für ein &#8220;offenes, innovatives und freies Internet&#8221; ein. Wir sind gespannt auf die &#8220;vereinte Stimme der Internetwirtschaft&#8221;.</p>
<p><strong><a title="Die Liga der Netzaktivisten" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-07/internet-defense-league-aktivisten">Die Liga der Netzaktivisten</a></strong></p>
<p>Neben der neuen Lobbygruppe der Internetunternehmen will sich in Zukunft auch die &#8220;Internet Defense League&#8221; auf ihre Art für ein freies Netz einsetzen und den Kampf dafür vereinfachen. Eike Kühl, Autor und Blogger bei Zeit Online, beschreibt, wie Unterstützer der neuen Liga auf die erfolgreichen Proteste gegen die US-Gesetzesentwürfe SOPA und PIPA setzen und auf aktuelle Pläne, Vorhaben und Proteste hinweisen. Namhafte Unterstützer wie die Open Source-Softwarebetreiber WordPress und Mozilla und Bürgerrechtsorganisation wie die Electronic Frontier Foundation (EFF) wollen zusätzlichen Druck auf die Politik ausüben. &#8220;Das ist nötig&#8221;, kommentierte Kühl dieses Vorhaben.</p>
<p><strong><a title="Anonyme Aktivisten" href="http://taz.de/Youtube-bietet-Gesichts-Verpixelung/!97625/">Anonyme Aktivisten</a></strong></p>
<p>Das Videoportal YouTube wird als Nachrichtenlieferant immer wichtiger. Aus diesem Grund soll es künftig eine Funktion geben, die Gesichter unkenntlich machen kann. Das berichtete die taz in dieser Woche. Die YouTube-Managerin Amanda Conway erklärte, dass sich dank dieser &#8220;visuellen Anonymität&#8221; künftig auch solche Menschen mitteilen können, die dies bislang nicht wagten.</p>
<p><strong><a title="Relevanz ist machbar, Herr Nachbar" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/erfahrungsbericht-eines-wikipedia-autors-relevanz-ist-machbar-herr-nachbar-11829668.html">Relevanz ist machbar, Herr Nachbar</a></strong></p>
<p>Wikipedia gehört längst zu unserem Alltag. Wie der Fall Guttenberg bestätigt, benutzten zahlreiche Journalisten Wikipedia zur schnellen Vornamen-Recherche. Es gibt aber auch Journalisten, die selbst Wikipedia-Autoren sind, wie Jürgen Oetting in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung darstellt. Sein „Hobby“ setze ihm keine Grenzen, sei es bei seinem Interesse an Kriminologie oder an unbekannten Soziologen des vergangenen Jahrhunderts. Sein Wissen teilt er gerne, und die Nutzer profitieren.</p>
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		<title>Zedler-Preis 2012: Die „Oscars“ für Freies Wissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2012 16:43:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Freies Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Wikimedia Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Vroniplag]]></category>
		<category><![CDATA[Zedler Preis 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
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					<description><![CDATA[Von der Nuklearkatastrophe in Fukushima über Vroniplag bis hin zum Pizzakarton. Gestern wurde in Berlin erstmalig der „Zedler-Preis für Freies [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/zedler-preis-2012-die-oscars-fuer-freies-wissen/zedler-preis-2012-gross/" rel="attachment wp-att-118517"><img decoding="async" class="size-full wp-image-118517    alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Zedler-Preis-2012-groß.png" alt="" width="300" height="250" /></a><br />
<strong>Von der Nuklearkatastrophe in Fukushima über Vroniplag bis hin zum Pizzakarton. Gestern wurde in Berlin erstmalig der „Zedler-Preis für Freies Wissen“ der Stiftung Wikimedia Deutschland für die besten Wikipedia-Artikel vergeben. Die Ergebnisse zeugen von der Lebendigkeit, Vielfalt und dem Erfolg der Community.</strong></p>
<p>Die Motivation der ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren besteht darin, Wissen frei zugänglich zu machen. In ihrer Freizeit sammeln sie Informationen, bereiten diese auf und stellen sie online. Ihr Erfolg steht im Zeichen der Schwarmintelligenz. Dabei sind die behandelten Themen so vielfältig, wie man es von einer Enzyklopädie erwartet, die Beiträge selbst variieren in Qualität, Umfang und Herangehensweise. Das Engagement dieser Ehrenamtlichen wurde nun im Zuge der Preisverleihung sichtbar gemacht, herausragende Projekte wurden entsprechend gewürdigt. Über 100 Projekte waren für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis">Zedler Preis</a> vorgeschlagen worden. Aus ihrer Mitte wählte eine Jury aus „Wikipedianern“, Wissenschaftlern und Journalisten die Preisträger aus.</p>
<p>Den Zedler-Preis in der Kategorie „Wikipedia Artikel des Jahres“ gewann der Artikel über die <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nuklearkatastrophe_von_Fukushima&amp;oldid=97763590">Reaktorunfall in Fukushima</a>. In der Begründung der Jury heißt es, dieser Artikel sei „prototypisch für den Anspruch der Wikipedia, ein breites Publikum zeitnah, umfassend und sachlich zu informieren.“ Der ausgesprochen detaillierte Wikipedia Artikel über den <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pizzakarton&amp;oldid=97359643">Pizzakarton</a> erhielt einen Sonderpreis. Den spätabendlichen Surfer wird dieser Artikel sicherlich zum Schmunzeln bringen.</p>
<p>Das österreichische Wikipedia-Portal „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Österreich/Denkmallisten">Denkmallisten</a>“ erhielt den Zedler-Preis in der Kategorie „Community -Projekt des Jahres“. Auf diesem Portal bemühen sich rund 220 Wikipedianer darum, für die knapp 40.000 Denkmäler in Österreich Beschreibungen und Fotos in der Wikipedia abzulegen. Knapp 70 Prozent der Denkmäler sind bereits mit Foto in den Denkmallisten aufgeführt. Die Katalogisierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesdenkmalamt.</p>
<p>Einen Sonderpreis erhielt das Projekt „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Ephraim33/Blume_der_Woche">Blume der Woche</a>“. Innerhalb der gelegentlich auch von Machtkämpfen und Trollen gebeutelten Wikipedia-Community ist dieses Projekt der Versuch, eine ausgeprägte Dankeskultur für die Autoren zu etablieren. Wöchentlich bekommt ein besonders fleißiger Wikipedianer eine „Blume“ mit einer ausführlichen Begründung, warum er sich um das Online-Lexikon verdient gemacht hat.</p>
<p>Auch Projekte, die nicht unter Trägerschaft der Wikimedia Foundation stehen, wurden geehrt. Die Plattform <a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home">Vroniplag</a>, deren Mitarbeiter bereits die Doktorarbeiten mehrerer Politiker als Plagiate enttarnt haben, wurde als „Externes Wissensprojekt des Jahres“ ausgezeichnet. In dieser Kategorie zeichnete eine besondere thematische Vielfalt die Projekte aus: Darunter sind <a href="http://openstreetmap.de/karte.html">openstreetmaps.de</a>, eine nutzergenerierte und frei lizensierte Weltkarte, und <a href="http://hackteria.org/">hackteria.org</a>, eine Plattform mit Anleitungen für technische und naturwissenschaftliche Kunstprojekte.</p>
<p>Während vielerorts heftig über das Urheberrecht gestritten wird, blüht im Internet die Kultur des frei zugänglichen Wissens. Dabei haben die mit dem Zedler-Preis gewürdigten Projekte bereits eine gesellschaftliche Bedeutung, die weit über die Community, in der sie entstanden, hinausgeht. Und das ist durchaus preiswürdig.</p>
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			</item>
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		<title>Jan Engelmann: Lobbyist für die Urheber</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/kopfe/jan-engelmann-lobbyist-fuer-die-urheber-115177/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 08:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Engelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Polar]]></category>
		<category><![CDATA[WIkidata]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Wiktionary]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Politikwissenschaftler Jan Engelmann arbeitete als Verlagslektor, Pressesprecher und Journalist – seit Juni 2011 ist er Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/jan-engelmann-lobbyist-fuer-die-urheber/untitled-2-4/" rel="attachment wp-att-115196"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-115196" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-22-630x354.jpg" width="630" height="354" /></a>Der Politikwissenschaftler Jan Engelmann arbeitete als Verlagslektor, Pressesprecher und Journalist – seit Juni 2011 ist er Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland und setzt sich u.a für die Rechte von Urhebern ein. Doch wer und was verbirgt sich eigentlich hinter Wikimedia? Engelmann klärt im Gespräch mit politik-digital auf.</p>
<p>Wikipedia ist jedem Internetnutzer ein Begriff. Das Nachschlagewerk ist seit 2001 online und hat sich zur größten Enzyklopädie der Menschheitsgeschichte entwickelt. Der deutsche Trägerverein Wikimedia, der hinter der Online-Enzyklopädie steht, ist jedoch nur den Wenigsten bekannt. Jan Engelmann leitet seit Juni 2011 den Bereich „Politik und Gesellschaft“ der gemeinnützigen Organisation, die sich der Förderung freien Wissens verschrieben hat. Mit ihren 40 Mitarbeitern ist die deutsche Sektion die mit Abstand größte nationale Wikimedia-Organisation Europas. Die nationalen „Chapter“ in Großbritannien und Frankreich haben im Vergleich nur jeweils vier hauptamtlich Beschäftigte. „Es besteht eine große Unwucht innerhalb der Wikimedia-Familie, und es gibt unterschiedliche historische Entwicklungslinien“, bestätigt Engelmann.</p>
<p>Auch sei die Spendenbereitschaft in jedem Land unterschiedlich ausgeprägt. Künftig soll ein  zentrales Gremium über die Verwendung der Spenden entscheiden. Die 2003 gegründete Wikimedia Foundation, die ihren Hauptsitz in San Francisco hat, hat es sich aktuell zur Priorität gemacht, den Ausbau des Wikimedia-Netzwerkes in Schwellen- und Entwicklungsländern voranzutreiben.</p>
<h3>Der Brückenbauer</h3>
<p>Als Leiter des Bereichs Politik und Gesellschaft versucht Engelmann „da, wo es nötig ist, zu überzeugen und mit guten Argumenten für unsere Sache zu werben.“ Mit dem Schlagwort Lobbyarbeit hat er kein Problem. Warum auch? „Ich suche den Kontakt zu Parteien, rede auf Podien und nehme öffentlich zu Themen Stellung“. Sein Arbeitsfokus liegt darauf, den gesellschaftlichen Mehrwert freien Wissens in unterschiedlichen Milieus und gesellschaftlichen Bereichen bekannter zu machen. Viele Internetnutzer, aber auch Institutionen wie die Gewerkschaften und die Kirchen kennen Wikimedia bislang nicht. Das soll sich ändern. Jan Engelmann versucht Brücken in die Gesellschaft zu bauen und Wikimedia auch mit anderen Initiativen, die eine ähnliche Zielrichtung verfolgen (wie z.B. die Open Knowledge Fourndation und Communia), zu einer großen sozialen Bewegung zu vernetzen.</p>
<p>Das Besondere an seiner Tätigkeit sei, dass er hauptamtlich an einem Projekt arbeite, das größtenteils auf ehrenamtlicher Ebene vorangetrieben wird. Weltweit steuern ehrenamtliche Autoren Inhalte bei, die in einer Vielzahl von Wikis gesammelt und verbreitet werden, seien es <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zitate</a>, das <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Wörterbuch Wiktionary</a> oder <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WikiBooks</a>, das Lernmaterialien sammelt. Jan Engelmann ist fasziniert von Projekten wie dem internationalen Fotowettbewerb: <a href="http://wikilovesmonuments.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Wiki Loves Monuments“</a>. Ehrenamtliche Wikipedia-Autoren hatten 2010 erstmals dazu aufgerufen, Bilder  europäischer Kultur- und Baudenkmäler hochzuladen und diese unter freier Lizenz bei Wikimedia Commons zur Verfügung zu stellen. „Das war ursprünglich eine Idee von ein paar verrückten niederländischen Wikipedianern und inzwischen funktioniert sie auch außerhalb Europas.“</p>
<h3>„Wikidata soll die Inseln des Internets verknüpfen“</h3>
<p>Seit Anfang April hat Wikimedia ein neues Projekt: <a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikidata/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikidata</a>, gestartet. Der Förderverein in Deutschland hat sich angeboten, das Vorhaben einer zugangsoffenen Plattform für strukturierte Daten zu entwickeln. Wikidata soll Aktualisierungen und Visualisierungen in Wikipedia-Artikeln weltweit vereinfachen helfen. Bisher müssen Veränderungen in Lexikonartikeln zu z.B. der Bevölkerungszahl der Stadt Berlin in jeder einzelnen Sprachversion (es gibt derer 280) händisch eingepflegt werden. Wikidata ist also eine Art Mitmach-Datenbank für Informationen, die jeder Nutzer weltweit einsehen und ergänzen kann. Durch ihre freie Lizenzierung über Creative Commons Zero ist sie nicht nur nützlich innerhalb des Kosmos der Wikimedia-Projekte, sondern kann potenziell viele der bisherigen Insellösungen des Internet zusammenführen.</p>
<h3>Die Unwucht unter den Wikipedianern</h3>
<p>Wer steckt hinter den Wikipedia-Einträgen? Der typische Wikipedia-Autor ist mittleren Alters, Akademiker und männlich. Ein großes Problem sieht Jan Engelmann bislang noch in der Unausgeglichenheit innerhalb der Gruppe der Lexikon-Autoren. Nur rund zehn Prozent der Artikel werden von Frauen verfasst. Über die Gründe dafür mag Jan Engelmann nur spekulieren. Er will sich nicht festlegen, ob die Technikaffinität der Männer oder ihr Platzhirschverhalten, einen Themenbereich für sich abzustecken, ausschlaggebend dafür sein könnte. Er mutmaßt jedoch, dass es am unterschiedlichen Kommunikationsstil der Geschlechter liegen muss. Immerhin ließe sich so das Phänomen erklären, warum es kaum Alphabloggerinnen gebe, auch wenn Frauen den Großteil der Blogger darstellen. Mehr Frauen, Nicht-Akademiker und Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen als Wikipedia-Autoren zu gewinnen, zählt er momentan zu den wichtigsten Aufgaben des Wikimedia-Teams in Deutschland.</p>
<h3>„Wir repräsentieren wahnsinnig viele Leute“</h3>
<p>Und ein weiteres Thema liegt dem studierten Geisteswissenschaftler und langjährigen Journalisten sehr am Herzen: Es sei wichtig, dass sich Wikimedia zunehmend zum Thema Urheberrecht äußere. „In der Urheberrechtsproblematik gibt es ein großes Ungleichgewicht“. Auf der einen Seite gebe es eine starke Lobby für Urheber, die schon langjährig und hochprofessionell aktiv sei. „Neuerdings tritt aber auch ein Chor von Stimmen auf, der einen gewissen Ausschnitt der Internetnutzer repräsentiert.“ Er freue sich über politische Organisationen wie Digitale Gesellschaft und D64, aber auch Initiativen wie iRights.info, die sich für die Rechte von Urhebern einsetzen und Aufklärung leisten. Doch liege es letztlich am Urheber selbst, sich zu organisieren und in den Diskurs einzubringen, der momentan vor allem zwischen einem netzaktivistischen und einem industrie-lobbyistischem Pol verlaufe.</p>
<p>Und wo steht Wikimedia in der Diskussion? „Wikimedia sitzt völlig zwischen den Stühlen. Wir sind Teil einer großen sozialen Bewegung, haben aber kein wirtschaftliches Interesse.“ Die ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren stellen ihre Artikel unter einer freien Lizenz ins Internet, wodurch sie frei bearbeitet und weitergegeben werden können. Dennoch sieht sich Engelmann als Lobbyist für die Urheber. Immerhin versammele die Wikipedia viele Tausende von ihnen, vermutlich weit mehr, als in Verwertungsgesellschaften registriert seien. Jedoch hätten ebendiese Urheber ein anderes Selbstverständnis und sich von Anfang an die Kultur des Teilens im Netz angepasst. „Das Internet ist ohne Teilen und Tauschen nicht denkbar, es war immer so konzipiert und das lässt sich nicht rückgängig machen“.</p>
<h3>„Die Künstler sollen näher am Konsumenten sein“</h3>
<p>Seiner Meinung nach sollten die Künstler näher am Konsumenten sein, um die Mittelsmänner zu umgehen. Engelmann versteht nicht, warum die Urheber ihre Interessen mit denen der Verwerter gleichsetzen, wenn der Löwenanteil der Einnahmen am Ende sowieso nicht an die Künstler selbst gehe. Jan Engelmann kennt sich aus in der Materie, hat er doch selbst eine Zeitlang in einem Verlag gearbeitet. Privat ist Engelmann mit seiner Band ebenso Urheber wie als Redakteur der politiktheoretischen Zeitschrift <a href="http://www.polar-zeitschrift.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Polar</a>. Nach seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit kann er seiner Leidenschaft für das Schreiben dort weiterhin nachgehen.</p>
<p>Mit Wikimedia setzt sich Engelmann nun auch für Reformen beim geltenden Urheberrecht  ein. Erstens solle ein Werk möglichst früher als 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers in die Gemeinfreiheit entlassen werden. Zweitens müssten öffentlich finanzierte Werke und Daten, wesentlich leichter zugänglich und nachnutzbar sein, und drittens müsste man sich stärker als bislang um verwaiste Werke kümmern. Idealerweise sollten alle veröffentlichten Werke bei einer zentralen Registrierungsagentur auf europäischer Ebene angemeldet werden, der jeder interessierte Nutzer den aktuellen Copyright-Status entnehmen könnte.</p>
<h3>„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“</h3>
<p>Bei der Heinrich-Böll-Stiftung, für die er vorher fünf Jahre lang als Referent für Kunst und Kultur tätig war, hat Engelmann sich zwar auch schon mit urheberrechtlichen Fragen beschäftigt, jedoch könne er mit seinen Wikimedia-Kollegen eine eigene Programmatik entfalten. „Wir sind zwar noch keine NGO, haben jedoch die Stimme und den Rückhalt der Community. Und wir haben in den vergangenen Jahren die Kompetenz angesammelt, eine schlagkräftige Organisation zu werden“. Es sei eine spannende Herausforderung, politische Hebelwirkung zu entfalten. „Für mich ist es reizvoll, von der Politik gehört zu werden und mir ihr in einen Dialog zu treten“. Deshalb hat er sich mit 40 zu einem Neustart bei dem Verein entschieden. „Wikimedia fühlt sich an wie ein Start-up, weil der Verein wächst, spannende Leute zusammenbringt und man die Möglichkeit hat, interessante Projekte zu machen“.</p>
<h3>„Ich bin gut gelaunter Skeptiker“</h3>
<p>Die Möglichkeit, im Internet Artikel nach dem Crowdsourcing-Prinzip zu schreiben und immer wieder mit neuen Inhalten anzureichern, fasziniert Jan Engelmann. Er wünscht sich, dass es bald noch viel mehr Wikipedias gibt und „Leute einfach mal machen“, ohne ausschließlich an ihre eigenen Interessen zu denken. Ob Wikipedia eines Tages zum „Weltkulturerbe“ ernannt wird, wie es der Mitgründer Jimmy Wales fordert, wagt Engelmann nicht zu prognostizieren. Immerhin: „Wikipedia existiert schon seit zehn Jahren. Eine Ewigkeit für das Internet“.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 13/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 15:05:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Lammert]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Drehbuchautoren]]></category>
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					<description><![CDATA[Über ein französisches Dorf, das neidisch auf das Breitbandnetz in Deutschland schielt, über siegreiche Piraten, das erfolgreiche Wikipedia-Konzept, ein missglücktes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über ein französisches Dorf, das neidisch auf das Breitbandnetz in Deutschland schielt, über siegreiche Piraten, das erfolgreiche Wikipedia-Konzept, ein missglücktes Interview mit Norbert Lammert und die Wut der Tatort-Autoren &#8211; dies und mehr in der digitalen Presseschau.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong><br />
</strong></p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=NV4moVUjDGU&amp;w=560&amp;h=315]</p>
<p>Im elsässischen Dorf Chamlampé ist die Stimmung gespalten: Rund die Hälfte des Dorfes will deutsch werden. Grund ist die schlechte Internetverbindung an der deutsch-französischen Grenze. Einige Bewohner überqueren deshalb den Rhein, um in deutschen Internetcafés zu surfen und Jugendliche zapfen illegal deutsche Internetverbindungen an&#8230; &#8211; das behauptet dieses virale Video der Woche.</p>
<p><a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2012/03/25/unwahrscheinlichkeitsdrive/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Unwahrscheinlichkeitsdrive der Piraten</a></p>
<p>Der Erfolgskurs der Piraten setzt sich im Saarland fort. Doch wird er die Partei auch in andere Länderparlamente führen? Christoph Bieber versucht in seinem Blogeintrag auf  „Internet und Politik“ der Hysterie um die Piraten entgegenzuwirken, indem er einen sachlichen Überblick darüber gibt, wie sich die Piraten in den unterschiedlichen Bundesländern organisieren.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13947532/Naives-Schmalspur-Programm-analoger-Biederkeit.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Naives Schmalspur-Programm analoger Biederkeit</a></p>
<p>Ulf Poschardt auf Welt Online lässt im Gegenzug kein gutes Haar an den Piraten. Er sieht nicht mehr als eine Protestpartei in ihnen und wirft den „Dilettanten“ u.a. Parlamentsverachtung, Schmalspur-Programm und Naivität vor. Die Piraten zu schonen, sei auf Dauer fatal.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/article106126231/Wir-sind-Wikipedia.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir sind Wikipedia</a></p>
<p>Auf Welt Online stellt Philip Volkmann-Schluck eine Reihe von Köpfen vor, die die Internet-Enzyklopädie Wikipedia mit ihrem Wissen befüttern. Die enorme Bandbreite des Online-Lexikons werde erst dann nachvollziehbar, wenn man die Autoren erzählen lasse, wie sie auf die Ideen zu ihren Beiträgen kommen.</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/internet-neue-politische-macht/6369418.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neue politische Macht</a></p>
<p>Im Tagesspiegel beschreibt Jost Müller-Neuhof neue Mächte, die das Internet zu Tage fördert. Die  Menschen seien verunsichert, weil Hackerbanden, virale Videos und die Kultur des Teilens die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen lassen.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/03/norbert-lammert-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Missverständnis des Norbert Lammert: Der Mensch ist dem Menschen ein Nachrichtenfilter</a></p>
<p>Auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache analysiert Thomas Knüwer die Antworten Norbert Lammerts aus einem Interview mit dem Spiegel und kommt zu dem Ergebnis, dass Bundestagspräsident Lammert sich mit seiner Position zum Internet meilenweit von der Wirklichkeit der Wähler entfernt habe.</p>
<p><a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offener Brief von 51 Tatort-Autoren</a></p>
<p>Gestern haben sich 51 Autoren der ARD-Krimireihe „Tatort“ auf der Seite des Verbands Deutscher Drehbuchautoren für ein Leistungsschutzrecht ausgesprochen und protestieren in einem offenen Brief gegen die Umsonstkultur im Netz und das Bild der &#8220;bösen Verwerter&#8221;.</p>
<p>Die Antwort des Chaos Computer Clubs auf den Brief der „prädigitalen Ignoranten mit Rechteverwertungsfetisch“ ist hier zu finden: <a href="http://ccc.de/updates/2012/drehbuchautoren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://ccc.de/updates/2012/drehbuchautoren</a></p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW50</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/linkliste_banner.png" width="480" height="180" />Wie sich Transparenz trotz Unterdrückung durchsetzt, Cyber-War als Non-Fiction, Wikipedia als politischer Akteur und Neues zum Arabischen Frühling -  dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich Transparenz trotz Unterdrückung durchsetzt, Cyber-War als Non-Fiction, Wikipedia als politischer Akteur und Neues zum Arabischen Frühling &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche<br />
</strong></h3>
<p align="center">
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=87aul3tAVhc]</p>
<p>Unser Video der Woche präsentiert die Zusammenfassung der Veranstaltungsreihe „Das Urheberrecht in der digitalen Welt“, die von der Virtuellen Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung initiiert wurde. In knapp fünf Minuten werden Fakten, Argumente und prägnante Statements zur aktuellen Urheberrechtsdiskussion verständlich dargelegt. Unter <a href="http://urheberrecht.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_blog.php?wc_c=38763" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.urheberrecht.freiheit.org</a> sind die vollständigen Videos zur kürzlich abgeschlossenen Veranstaltungsreihe zu finden.</p>
<p><strong><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/6407-russland-offene-daten-suggerieren-wahl-betrug.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Russland: Offene Daten suggerieren Wahl-Betrug</a></strong></p>
<p>Offene Daten sind ein effektives Mittel, um der Willkür staatlicher Behörden entgegenzuwirken. Die vergangenen Wahlen in Russland sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie Bürger offene Daten nutzen und auch gegen Widerstand mehr Transparenz ermöglicht wird. Christiane Schulzki-Haddouti berichtet auf futurezone.at, wie in Russland neue Technologien genutzt wurden, um auf Unregelmäßigkeiten bei der Durchführung der Wahl hinzuweisen. „Amtliche Statistiken können – die richtigen Analysemethoden vorausgesetzt &#8211; durchaus entlarvende Zahlen enthalten“, so die Autorin.</p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/goetz_neuneck_interview_cyberwar_voelkerrecht_1.13623390.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Kommandozentralen für Netzkriegsführung</a></strong></p>
<p>Einst war Cyber-War ein Begriff, der ausschließlich Computerspielen oder Science-Fiction-Literatur vorbehalten war. Inzwischen sind auch „Hacks“ und Großangriffe auf Nuklearanlagen nicht mehr undenkbar. Die Militarisierung des Cyberspace schreitet unaufhaltsam voran. Wie auf internationaler Ebene mit diesen Gefahren umgegangen werden kann, war Thema der Konferenz „Challenges in Cybersecuritiy – Risks, Strategie and Confidence Building“, die diese Woche in Berlin stattfand. Vor diesem Hintergrund sprach Henning Steier für NZZ-online mit Professor Götz Neuneck über die aktuelle Situation und darüber, vor welchen Problemen die Diplomatie in Zeiten des Cyberspace steht.</p>
<p><strong><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/6248-nordafrika-die-revolution-wurde-exportiert.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Die Revolution wurde exportiert”</a></strong></p>
<p>Facebook und Twitter oder der TV-Sender Al Jazeera: Welches Medium hat dem Arabischen Frühling zu Erfolgen verholfen? Warum ist die nordafrikanische Revolution ins Stocken geraten? Und wo liegen die Verbindungen zur Occupy-Bewegung? Diesen Fragen stellt sich der renommierte britische TV-Journalist Riz Khan in einem Interview mit Jakob Steinschaden auf futurezone.at.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/stop-online-piracy-act-darf-sich-wikipedia-in-eine-politische-debatte-einschalten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Darf sich Wikipedia in die Politik einschalten?</a></strong></p>
<p>Darf Wikipedia streiken, um den Kampf gegen staatliche Internetsperren zu unterstützen? Oder ist die Online-Enzyklopädie zu Neutralität verpflichtet, weil die Menschheit mittlerweile auf ihre allgegenwärtige Anwesenheit angewiesen ist? Vor dem Hintergrund der US-Debatte um den “Stop Online Piracy Act” widmet sich Torsten Kleinz auf dem ZDF-Blog Hyperland diesen Fragen.</p>
<p><strong><a href="http://breitband.dradio.de/netzlobbyismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzlobbyismus: Klüngel, Imagepflege, Aufklärung?</a></strong></p>
<p>Unterscheidet sich netzpolitischer Lobbyismus von Lobbyismus für Atomkraft, Banken und Energiekonzerne? Auf Deutschlandradio haben Philip Banse und Volker Tripp diese Frage mit Felix Kamelia von LobbyControl und Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des von Google finanzierten Insituts für Internet und Gesellschaft, diskutiert.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/marokko-der-protest-lebt-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marokko: Der Protest lebt im Netz</a></strong></p>
<p>Dass der Arabische Frühling auch an Marokko nicht spurlos vorüberging, zeigt der Beitrag von Frederik Fischer auf dem Hyperland-Blog des ZDF. Zwar seien die öffentlichen Proteste aufgrund von Zugeständnissen von König Mohammed des VI. schnell wieder abgeklungen. Insbesondere im Internet zeige sich aber, dass die Situation keineswegs als entspannt angesehen werden kann und nach den Wahlen von Ende November weiter Widerstand herrscht.</p>
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		<title>L.I.S.A.-Expertenchat: &#8220;Wikipedia trifft Geschichtswissenschaft&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/lisa-expertenchat-wikipedia-trifft-geschichtswissenschaft-5918/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 15:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
		<category><![CDATA[Expertenchat]]></category>
		<category><![CDATA[L.I.S.A.live]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Expertenchat verpasst? Am 6. Dezember veranstaltete L.I.S.A. das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung einen Chat zum Thema &#34;Wikipedia trifft Geschichtswissenschaft&#34;. Althistoriker Prof. Dr. Uwe Walter von der Universität Bielefeld und Wikipedia-Autor Marcus Cyron beantworteten Fragen zum Verhältnis der Geschichtswissenschaft zur Online-Enzyklopädie. Den gesamten Chat können Sie <a href="http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/content.php?nav_id=2028" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> hier </a> nachlesen.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Expertenchat verpasst? Am 6. Dezember veranstaltete L.I.S.A. das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung einen Chat zum Thema &quot;Wikipedia trifft Geschichtswissenschaft&quot;. Althistoriker Prof. Dr. Uwe Walter von der Universität Bielefeld und Wikipedia-Autor Marcus Cyron beantworteten Fragen zum Verhältnis der Geschichtswissenschaft zur Online-Enzyklopädie. Den gesamten Chat können Sie <a href="http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/content.php?nav_id=2028" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> hier </a> nachlesen.</p>
<p>
<!--break--></p>
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