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	<title>Wireless LAN &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Wireless LAN &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Freies Funken aus dem Supermarkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WLAN]]></category>
		<category><![CDATA[Wardriver]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungsland]]></category>
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		<category><![CDATA[Wireless LAN]]></category>
		<category><![CDATA[freifunk.net]]></category>
		<category><![CDATA[Picopeering Agreement]]></category>
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					<description><![CDATA[Freie Funknetzwerke können mehr als nur kabelloses Surfen bedeuten. Jürgen Neumann, Pressesprecher der Initiative freifunk.net, sieht es als demokratisches Experiment.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Freie Funknetzwerke können mehr als nur kabelloses Surfen bedeuten. Jürgen Neumann, Pressesprecher der Initiative freifunk.net, sieht es als demokratisches Experiment.<!--break--></p>
<p>                    <strong>Terminhinweis:</strong><br />
                    <a href="http://www.freifunk.net/termine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin &#8211; freifunk.net summer convention</a>, vom 12. bis 14. September 2003, mit politik-digital.de als offiziellem Medienpartner<br />
                    </p>
<p>Die Zeiten, als man zu Besuch bei Computer-Nerds vorsichtig über Kabelwindungen steigen musste, sind endgültig vorbei: Drahtlose Netzwerke (WLANs) sind die Alternative per Funk. Der neue Aldi-Computer liefert die WLAN Karte gleich mit, Enie van de Meiklokjes verkauft WLAN Router der Telekom direkt von der Couch aus. Kostengünstig, simpel &#8211; funktioniert für die ganze Familie im ganzen Haus und im Garten. Breitbandige WLAN Anschlüsse bilden aber auch die Grundlage für öffentliche lokale Netze. So entstehen einerseits kommerzielle Accesspoints wie beispielsweise bei McDonalds, Starbucks usw. – marathonartiger Verzehr von Riesenburgern und Kaffeeorgien werden mit Surfbonus belohnt – andererseits wachsen aber auch Gruppen interessierter Menschen zusammen, wie bei der Initiative freifunk.net. Die Idee der freien Bürgernetze unternimmt als demokratisches Experiment ihre ersten Anläufe. Silke Kettelhake hat mit Jürgen Neumann von<br />
                    <a href="http://www.freifunk.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freifunk</a> gesprochen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital</strong>: Nach dem Vorbild der Londoner Initiative consume.net, einem Zusammenschluss von netzwerkaktiven Kreativen, soll endlich auch in Deutschland die Idee des gemeinsamen Nutzens propagiert werden. Warum hat es so lange gedauert?</p>
<p>                    <strong>Jürgen Neumann</strong>: In Skandinavien, Südeuropa, England und den USA ist die Technik schon viel verbreiteter. Da in Deutschland der Internetzugang im Vergleich noch relativ günstig ist, war ein Zusammenschluss zu einer Nutzgemeinschaft kein dringendes Argument. Und es gibt ganz klar einen Mentalitätsunterschied. Hier wird immer zuerst nach dem Thema Sicherheit gefragt und die juristischen Bedingungen werden übervorsichtig vorab geklärt. In Spanien steht diese Frage erst an fünfter Stelle. Da die Hersteller es von Anfang an versäumt haben, sichere Verschlüsselungsalgorithmen einzubauen, sollte sich niemand wundern.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital</strong>: Was ist die Idee hinter freifunk.net?</p>
<p>                    <strong>Jürgen Neumann</strong>: Jeder einzelne Netzwerkknoten wächst zu einem größeren Netzwerk zusammen. Der Konsument wird selbst zum Anbieter. Im Gegensatz zu herkömmlichen Netzwerken ist ein relevantes Problem gelöst: Wurde bisher die Bandbreite mit der Anzahl der Benutzer kleiner, wächst jetzt mit der erweiterten Anzahl der Nutzer und Betreiber die Bandbreite. Die Menschen tragen mit ihren Ressourcen einen wichtigen Teil zu einem lokalen Netzwerk bei. Das ist die neue und revolutionierende Idee! Die kommerziellen Provider sind an Konkurrenz nicht interessiert und schieben mit asynchronen Internetanbindungen private Anbieter von Datenplätzen weit von sich. Das bedeutet, ich kann zwar eine hohe Bandbreite konsumieren, habe aber Schwierigkeiten, einen großen Datensatz ins Netz zu stellen. Hier hat ein ganz bestimmter Erziehungsprozess gegriffen: weniger selbst aktiv werden, als konsumieren und zahlen. Deshalb sind auch die Fragen, die im Zusammenhang mit WLAN auftauchen, eher aus Konsumentensicht gestellt. Da wollen wir gegensteuern und vermehrt soziale und kulturelle Partnerschaften schaffen. Bürgernahe Projekte können so kostenlos von den Bewohnern eines Stadtteils genutzt werden. Und: Eigene Ideen wie z. B. ein lokales Netzradio oder TV können offen angeboten werden. Die Nutzungsideen gehen ins Unendliche.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Entstehen daraus juristische Probleme?</p>
<p>                    <strong>Jürgen Neumann</strong>: Die rechtlichen Fragen gliedern sich in verschiedene Aspekte um Lizenzrecht, Urheberrecht und Kopierschutz. Eine Sendelizenz ist nicht nötig, da die Frequenz freigegeben ist. Allerdings unterliegt der einzelne Anbieter eines öffentlich zugänglichen Internetanschlusses möglicherweise dem Telekommunikationsgesetz und müsste staatlichen Stellen Kontrollmöglichkeiten über die Nutzung bieten. Dieser Aufwand ist aber für &#8220;Hobbyinternetprovider&#8221; gar nicht zu leisten. Eine grundsätzliche Klärung dieser Frage steht noch an.<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />politik-digital</strong>: Und jeder kann jedem alles schicken?</p>
<p>                    <strong>Jürgen Neumann</strong>: Wir vertrauen auf das Zusammenspiel der Gemeinschaften im Netz. Wenn man die Idee freier Netzwerke konsequent zu Ende denkt, dann hat Zensur da keinen Platz. Ich denke, die soziale Kontrolle sorgt für ein funktionierendes Regelwerk; mithilfe der Technik kann man z. B. rechtsradikalen Inhalten keinen Riegel vorschieben.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Begreift sich die WLAN-Bewegung als Avantgarde?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Ohne Eitelkeit, Pioniergeist bringen wir mit! Vielleicht haben wir auch wie consume.net in England eine Vorreiterrolle, aber mit dem erklärten Ziel, daraus eine breitere Bewegung zu machen!</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Wie sieht die Altersstruktur aus? Wie die Verteilung von Männern und Frauen?</p>
<p>                    <strong>Jürgen Neumann</strong>: Die Altersstruktur ist sehr unterschiedlich, von 15-55 Jahren. Eher klassisch ist die geschlechterspezifische Positionierung: Männer interessieren sich für die technischen Neuerungen, während es Frauen eher darum geht: Was kann ich damit machen? Wie kann ich damit andere Menschen erreichen?</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Gibt es Rechte und Pflichten?</p>
<p>                    <strong>Jürgen Neumann</strong>: Pflichten entstehen keine. Die Teilnehmer haben das Recht, Informationen des Netzes zu nutzen und sorgen selbst für die Inhalte. Jederzeit besteht die Möglichkeit, seinen Zugang zu widerrufen. Wir nutzen das Eigentumsrecht: der Einzelne ist autorisiert, über die eigene Hardware zu bestimmen und einen Teil seiner Ressourcen an andere abzugeben. Die Zugangsmöglichkeiten sind öffentlich zugänglich dokumentiert. Die einzelne technische Infrastruktur muss öffentlich erreichbar sein.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Was meint das Picopeering Agreement?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Das Picopeering Agreement ist ein Vertrag, in dem schriftlich niedergelegt wurde, dass die Daten andere Knoten kostenlos passieren dürfen und sogar müssen. Die Daten dürfen hierbei nicht manipuliert werden.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Wären auch Businessmodelle zum Thema zu überlegen?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Auch kommerzielle Anbieter könnten Teil eines freien Netzwerkes sein, wenn sie dem Picopeering Agreement zustimmen. Hier werden bewusst keine quantitativen Aussagen gemacht; ein selbstbestimmter Bandbreitenanteil soll dem freien Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Das wäre eine Möglichkeit für kommerzielle Anbieter. Faire Partner im Verhältnis &#8220;Geben und Nehmen&#8221;: Ich glaube, dass sich kommerzielle Interessen und ein bürgernahes Netz miteinander vertragen können.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Gibt es eine Konkurrenzsituation zur Telekom?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Bisher gibt es noch keine öffentliche Reaktion der Telekom. Die Entwicklung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Hohe Kosten für die Betreiber und eine relativ geringe Bandbreite sind wenig attraktiv. Mit der lizenzfreien WLAN Technik erhöht sich der Druck auf UMTS. Ich denke, dass der Weg der Telekom, zu extrem teuren Konditionen Hotspots anzubieten, nicht erfolgreich sein kann.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Gibt es Unterstützung von staatlicher Seite?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Rege Unterstützung findet WLAN durch die Europäische Kommission (siehe hierzu: Europäische Kommission: Empfehlung zur Förderung öffentlicher Breitbanddienste in Europa). Der Berliner Senat hat jedoch bis heute nicht auf meine Anfrage zu diesem Thema reagiert.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Wie leistungsfähig ist WLAN?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Die Reichweite des LAN-Netzes ist sehr stark von der unmittelbaren Umgebung abhängig. Man kann von 30 bis 50 Metern in Gebäuden und von 100 bis 300 Metern im Freien als maximale Reichweiten ausgehen. Mithilfe einer externen Antenne können bereits Entfernungen von weit über 20 Kilometern überbrückt werden. Regionen mit eher dörflichem Charakter, in denen es sich niemals lohnen würde Kabel zu legen, haben mit WLAN die Möglichkeit des Anschlusses an die Informationsgesellschaft. Dies wäre auch eine Chance für die Entwicklungsländer</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Ist WLAN legal?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Ja! Die für WLAN verwendeten Frequenzen sind explizit zur öffentlichen Nutzung ausgewiesen worden. Zur Zeit ist es juristisch lediglich notwendig, Funkverbindungen, die Grundstücksgrenzen überschreiten, bei der RegTP anzumelden.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Wer sind die Wardriver?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Das sind zunächst einmal Leute, die in der Stadt Netze orten. Eigentlich gibt es da einen Ehrenkodex; man beschränkt sich darauf, diese Netze aufzuspüren. Da lässt sich dann oft feststellen, dass die Netzwerke z. B. großer Unternehmen oder Universitätskomplexe in der Regel nicht sicher sind. Die echten Wardriver haben – ähnlich wie der Chaos Computer Club – die Absicht, darauf aufmerksam zu machen, dass eklatante Sicherheitsmängel bestehen. Es ist ein gewisser Sport, gepaart mit Pfadfindergeist: Antenne, Funknetzkarte Laptop mit Netzwerkscanner &#8211; und schon geht´s los. Eigentlich ähnlich der Suche im Internet nach offenen Servern.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Ist WLAN gesundheitsschädlich?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Vielleicht? Das Risiko elektromagnetischer Strahlung ist heute noch nicht ausreichend erforscht, um hierzu eine sinnvolle Aussage machen zu können. Wir wissen jedoch, dass das Risiko, das von WLANs ausgehen dürfte, als recht gering einzuschätzen ist. WLANs senden mit einer maximalen Leistung von 100 Milliwatt; etwa ein Zehntel der Sendeleistung eines normalen Handys, von den Sendemasten ganz zu schweigen.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Welche Kosten entstehen?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Als passiver Teil würde es reichen, wenn ich mit einem Computer mit WLAN Karte Empfang zu einem Netzwerk in meiner Nähe habe. Ein einfacher WLAN-Adapter für PC oder Notebook kostet ca. 30 bis 60 Euro. Um aktiv mitzuwirken ist es notwendig, sich selber einen Accesspoint anzuschaffen, im besten Fall eine Antenne auf‘s Dach zu bauen. Accesspoints kosten je nach Ausstattung und Leistungsumfang ca. 70 bis 350 EUR. Die Antennen gibt es je nach Bauform und Spezifikation für ca. 50 bis 150 EUR. Es muss mit Kosten von ca. 300 bis 500 EUR gerechnet werden (inkl. Montage, Mast, Kabel und Kleinteilen).</p>
<p>
                    <strong>politik-digital</strong>: Ersetzt WLAN das Internet?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Nein, der Gedanke ist ein anderer: Jeder Mensch bewegt sich in einem sozialen Netzwerk. Und die meisten Informationen sind lokal verortet. Mit der WLAN Technologie besteht erstmalig die Möglichkeit eine eigene Infrastruktur aufzubauen, unabhängig von staatlichen Vorgaben und kommerziellen Providern. Bei freifunk.net wird jeder Einzelne zum lokalen Anbieter. Es entsteht ein soziales Netz. Die Grenze besteht nicht zwischen WLAN und Internet, sondern zwischen freiem Transit und einem kostenpflichtigen Transit.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Wie lange braucht die Entwicklungsphase, um ein funktionierendes Bürgernetz zu etablieren?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Ich schätze, ungefähr ein bis zwei Jahre bis zur Durchsetzung einer flächendeckenden Infrastruktur, bis es interessante Inhalte gibt. Und bis man davon sprechen könnte, dass es in einer bunt durchmischten Stadt wie Berlin freie Bürgernetze gibt, die zu einem großen freien Netzwerk, eben einem freifunk-Netzwerk zusammengewachsen sind.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Die Motivation der freifunk-Netzwerker?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Mein Engagement für freie Netzwerke entspringt weniger der Idee öffentlicher mobiler Internetzugänge, als vielmehr der Vision eines öffentlichen BürgerInnennetzwerks, das von den Beteiligten selbst betrieben wird. Ich finde es toll, wenn kulturelle Einrichtungen, wenn viele verschiedene Menschen dort eigene Angebote bereitstellen würden. Dass nebenbei ein mobiler Netzzugang entsteht, ist ein schöner Nebeneffekt. Aber: Nur wenn das Netzwerk auf der sozialen Ebene funktioniert, wird es auch technisch funktionieren können.</p>
<p>                    <strong>politik-digital</strong>: Die nächsten Projekte von freifunk.net?<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Jürgen Neumann</strong>: Zur Zeit gibt es einfach noch keine deutschsprachige Internetplattform zum Thema. Da wir aber nicht nur Spezialisten, sondern die breite Masse erreichen wollen, brauchen wir ein Onlinemagazin, dass das gesamte Themengebiet ansprechend aufbereitet und verständlich macht. Es müssen leicht bedienbare Communitywerkzeuge bereit gestellt werden, damit die Leute in der jeweiligen Umgebung auch zueinander finden. Alles, was es bisher gibt, sind kommerziell ausgerichtete Hot Spots Verzeichnisse oder Nerds-Werke, mit einem für den Rest der Welt kaum verständlichen Computerkauderwelsch.<br />
                    </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hilfe zur Selbsthilfe &#8211; kabellos am Draht zur Welt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wlan/netzkulturwlan_summer_convention-shtml-2696/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/wlan/netzkulturwlan_summer_convention-shtml-2696/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[onitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WLAN]]></category>
		<category><![CDATA[freifunk.net]]></category>
		<category><![CDATA[Ländliche Region]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[strukturschwache Region]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Anfang September findet die WLAN-Konferenz der Initiative freifunk.net in Dänemark statt. Schwerpunktthema ist die Überwindung der digitalen Spaltung durch drahtlose Netzzugänge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September findet die WLAN-Konferenz der Initiative freifunk.net in Dänemark statt. Schwerpunktthema ist die Überwindung der digitalen Spaltung durch drahtlose Netzzugänge.<!--break--></p>
<p>
                              <strong><br />
                              <br />Anfang September findet die WLAN-Konferenz der Initiative freifunk.net in Dänemark statt. Schwerpunktthema ist die Überwindung der digitalen Spaltung durch drahtlose Netzzugänge.</strong>
                            </p>
<p>Auch in diesem Jahr veranstaltet die Initiative<br />
                            <a href="http://freifunk.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freifunk.net</a> wieder eine Summer Convention, zu der WLAN-Gruppen (WLAN=drahtlose Netzzugänge) aus der ganzen Welt eingeladen sind. Die Veranstaltung, die letztes Jahr in Berlin stattgefunden hat, findet dieses Jahr am 3. und 5. September 2004 in Dänemark statt.</p>
<p>
                            <strong>Zugang durch Eigeninitiative</strong><br />
                            <br />Dort befindet sich eines der größten selbstorganisierten WLAN-Netze Europas. Gemeinsam mit der dänischen Initiative DjurslandS.net und internationalen Experten werden Praxis-Konzepte zur Überwindung der sogenannten „digitalen Spaltung“ für strukturschwache städtische und ländliche Regionen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehe dabei erfolgreiche Strategien für gemeinschaftlich betriebene drahtlose Computernetze (wireless community networks). „In diesem Jahr wollen wir vor allem zeigen, wie mitten in Europa in einer Region mit über 80&#8217;000 Menschen ohne Breitbandinternetanschluss durch Eigeninitiative eines der größten und erfolgreichsten Community-Projekte entstanden ist“, sagt Jürgen Neumann, Pressesprecher bei freifunk.net (<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/wlan_interview_neumann.shtml">Interview</a> mit Neumann). Auf einer Fläche von über 82&#8217;000 qkm seien in Eigeninitiave über 100 Masten installiert worden, über die mittlerweile mehr als 1500 Haushalte per WLAN einen Zugang zum Internet mit symmetrischen 1-2 MBit erhalten haben.</p>
<p>
                            <strong>Einladung an die Politik</strong><br />
                            <br />Die diesjährige Veranstaltung wendet sich insbesondere an Menschen aus strukturschwachen Regionen mit geringer technischer Vorbildung. Zielgruppe sind auch Politiker: „Wir möchten Politikerinnen und Politiker einladen, sich einmal aus der Nähe anzusehen, was digitale Spaltung bedeutet und was sie gemeinsam mit der Bevölkerung dagegen unternehmen können“, sagt Neumann.</p>
<p>Im Rahmen des Projekts „wireless4development“ wird über Chancen von WLAN in Entwicklungsländern gesprochen. Zugesagt haben beispielsweise:<br />
                            <br />Champaign-Urbana Community Wireless Network (CUWiN) &#8211; USA<br />
                            <br />DakNet and First Mile Solutions &#8211; Cambodia<br />
                            <br />Digital Gangetic Plains &#8211; India<br />
                            <br />ESMT (L&#8217;Ecole Supérieure Multinationale des Télécommunications) &#8211; Senegal<br />
                            <br />Geekcorps – Mali</p>
<p>Darüber hinaus findet im Anschluss an die Konferenz ein fünftägiger Workshop statt, der Interessierte vor Ort konkret beim Aufbau ihrer Netze unterstützen will. Die<br />
                            <a href="http://www.freifunk.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstalter</a> erwarten mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 30 Nationen. politik-digital.de ist wieder Medienpartner der Konferenz.</p>
<p>
                            <strong>Terminhinweis:</strong> Die freifunk Summer Convention 2004 findet vom 3. September in Dänemark statt. Mehr Infos<br />
                            <strong><br />
                              <a href="http://www.freifunk.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a><br />
                            </strong>. politik-digital.de ist offizieller Medienpartner.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kein Draht der Politik zu WLAN</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wlan/netzkulturwlan_interview_neumann-shtml-2764/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/wlan/netzkulturwlan_interview_neumann-shtml-2764/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[onitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WLAN]]></category>
		<category><![CDATA[Ländliche Region]]></category>
		<category><![CDATA[strukturschwache Region]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Innovation und Eigeninitiative mit WLAN: Wie weiße Flecken des Online-Atlas ans Netz kommen könnten - Jürgen Neumann von der Initiative 
                            freifunk.net im Interview.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Innovation und Eigeninitiative mit WLAN: Wie weiße Flecken des Online-Atlas ans Netz kommen könnten &#8211; Jürgen Neumann von der Initiative<br />
                            <a href="http://www.freifunk.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freifunk.net</a> im Interview.<!--break--><br />
                            <strong><br />
                            <br />Innovation und Eigeninitiative mit WLAN: Wie weiße Flecken des Online-Atlas ans Netz kommen könnten &#8211; Jürgen Neumann von der Initiative<br />
                            <a href="http://www.freifunk.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freifunk.net</a> im Interview.</strong></p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> WLAN „dringt in Unternehmen ein“ ist eine typische Schlagzeile. Ist WLAN mehr als ein Technik-Thema?</p>
<p>
                            <strong><br />
                            <img decoding="async" height="146" alt="Jürgen Neumann" src="/salon/photos/jneumann.jpg" width="110" align="left" />Jürgen Neumann:</strong> Auf jeden Fall. Dank WLAN &#8211; genauer gesagt Dank der Tatsache, dass es mit WLAN das erste mal eine Möglichkeit gibt, sich legal mit anderen Menschen über die eigenen Grundstücksgrenzen hinweg mit anderen Menschen zu vernetzten &#8211; handelt es sich auf jeden Fall auch um ein gesellschaftspolitisch relevantes Thema. WLAN bietet viele Chancen, Internet in Regionen zu bringen, die für kommerzielle Internetanbieter als Markt nicht interessant sind.<br />
                            <br />Ebenfalls besteht die Chance zum Aufbau sogenannter Communitynetze, die einen sehr starken sozialen Aspekt haben.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Stellen drahtlose Computernetzwerke auf Basis von Eigeninitiative eine Konkurrenz für etablierte Provider dar?</p>
<p>
                            <strong>Jürgen Neumann:</strong> Bisher stellt sich das nicht so dar, denn sie entstehen vor allem dort, wo kommerzielle Anbieter kein ausreichendes Angebot zu Verfügung stellen oder sie haben einen Zweck jenseits des Internetaccess, also etwas, das von kommerziellen Anbietern ohnehin nur bedingt adressiert werden kann.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Jetzt ein paar Fragen zum Thema Politik: Welche Resonanz erhoffen Sie sich von Seiten der Politik und sind Sie mit dem Engagement der Politiker zufrieden?</p>
<p>
                            <strong>Jürgen Neumann:</strong> Es gibt in Europa und anderen Ländern der Welt bereits zahlreiche Beispiele, wie mittels WLAN in Eigeninitiative etwas gegen die sogenannte digitale Spaltung unternommen werden kann. Entgegen der Aussagen der t-koms &#8211; die ehemaligen staatlichen Monopol-Betriebe, die trotz Deregulierung nach wie vor eine marktbeherrschende &#8211; quasi monopolartige Stellung haben. &#8211; gibt es auch hier Gebiete, in denen es keine (ausreichende) Versorgung mit Breitband-Internet gibt.</p>
<p>Die Politik ist meines Erachtens nach aufgefordert, die Augen zu öffnen und solche Initiativen zu fördern. Im Dreiklang zwischen öffentlicher Verwaltung, Internet Providern und Communities lässt sich das Problem der Breitbandversorgung auch dort lösen, wo es auf rein kommerziellem Weg keine Möglichkeit dazu gibt.</p>
<p>Zur Zufriedenheit mit dem Engagement: Es gibt bisher kein erkennbares Engagement seitens der Politik. Wir veranstalten diese Jahr zum zweiten mal einen internationalen Kongress zum Thema, zu dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 30 Nationen der Welt erscheinen werden. Obwohl wir mehrfach versucht haben, auch Menschen aus der Politik an der Diskussion zu beteiligen, ist das bisher nicht gelungen.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Werden Initiativen wie freifunk.net oder vergleichbare Initiativen im Ausland staatlich gefördert?</p>
<p>
                            <strong>Jürgen Neumann:</strong> Wir kennen das Beispiel aus Djursland, Dänemark, wo sowohl die EU als auch die lokale Verwaltung mit der Community kooperieren und Fördermittel bereit gestellt haben. Doch es geht nicht nur um Geld, sondern beispielsweise auch um Versammlungsräume oder Zugang zu öffentlichen Gebäuden, um dort Antennen installieren zu können oder Genehmigungen zur Installation von Sendemasten.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Überlässt die Politik der Wirtschaft das Problem der digitalen Spaltung per WLAN zu lösen?</p>
<p>
                            <strong>Jürgen Neumann:</strong> Ja, aber die Wirtschaft ist allein auch per WLAN nicht imstande, das Problem zu lösen. Es gibt in der Wirtschaft den Begriff &#8220;areas of market failure&#8221; &#8211; Gebiete in denen die Marktwirtschaft auf Grund ihrer eigenen Gesetzmäßigkeiten versagt &#8211; er bezeichnet Landstriche oder Gebiete, in denen die Installation von WLAN-Sendeanlagen und deren Betrieb nicht refinanziert werden können, da die Klientel zu gering ist. Genau da versagt sowohl der Staat als auch die Wirtschaft.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Wie schätzen Sie die Chancen ein, in weniger entwickelten Ländern WLAN-Netze aufzubauen? Und ist WLAN nicht der zweite Schritt?</p>
<p>
                            <strong>Jürgen Neumann:</strong> In den sogenannten Entwicklungsländern ist WLAN oft die einzige Chance, eine Kommunikationsinfrastruktur zu etablieren. Es gibt zahlreiche erfolgreiche Beispiele dafür &#8211; einige davon werden sich auf der Summer Convention präsentieren.</p>
<p>In vielen Regionen der Welt gibt es überhaupt keine analogen Leitungen. Deshalb ist der Einsatz von WLAN oftmals dazu da, um minimale Kommunilkationsmöglichkeiten zu schaffen, beispielsweise einfaches Telefonieren über voice-over-ip.</p>
<p>Bedenken sie wie wichtig Kommunikation auch für das wirtschaftliche Überleben sein kann. Allein die Frage &#8220;Wir brauchen Arbeitskräfte um schnell unsere Ernte einzufahren &#8211; könnt ihr helfen, bevor der Regen kommt“, kann sehr entscheidend sein. Dazu reicht im Dorf ein einziger Computer, der per WLAN mit den umliegenden Dörfern verbunden ist.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Ist WLAN in Kombination mit Eigeninitiative ein Ansatz zur Lösung der digitalen Spaltung in den von Ihnen angesprochenen „areas of market failure“?</p>
<p>
                            <strong>Jürgen Neumann:</strong> Definitiv. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele &#8211; das Djursland ist wohl das prominenteste &#8211; und das ist nicht auf der Südhalbkugel, sondern mitten in Europa. Damit das Ganze funktioniert, ist aber auch die Öffnung der Politik zu diesem Thema notwendig und die Internet Provider müssen auch mithelfen.<br />
                            <br />Mittlerweile sprechen wir von der Community First Mile. Wir brauchen aber Internet Provider, die bereit sind zu kooperieren und ihrerseits den Community-Netzen Zugang zum Breitband-Internet schaffen.</p>
<p>
                            <strong>politik digital:</strong> Vielen Dank für das Interview.</p>
<p>
                            <strong>Terminhinweis:</strong> Die freifunk Summer Convention 2004 findet vom 3. September in Dänemark statt. Mehr Infos<br />
                            <strong><br />
                              <a href="http://www.freifunk.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a><br />
                            </strong>. politik-digital.de ist offizieller Medienpartner.</p>
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		<title>WLAN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Wireless LAN]]></category>
		<category><![CDATA[freie Netze]]></category>
		<category><![CDATA[Freifunk]]></category>
		<category><![CDATA[WLAN]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Vom freien Funken zu freieren Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mlechner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WLAN]]></category>
		<category><![CDATA[freifunk.net]]></category>
		<category><![CDATA[Ländliche Region]]></category>
		<category><![CDATA[strukturschwache Region]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Wireless LAN]]></category>
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					<description><![CDATA[Funknetzwerke als neue Form der Demokratie. Wo liegen die Gründe für den mangelnden Bekannheitsgrad? Die „summer convention“ in Berlin soll das öffentliche Interesse an selbstorganisierten Netzen wecken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Funknetzwerke als neue Form der Demokratie. Wo liegen die Gründe für den mangelnden Bekannheitsgrad? Die „summer convention“ in Berlin soll das öffentliche Interesse an selbstorganisierten Netzen wecken.<!--break--><br />
                      
                    </p>
<p>Es liegt was in der Luft. Bürgerinitiativen entdecken<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/wlan.shtml">WLAN- Netzwerke</a> als neues Medium zur Bürgerkommunikation. Das soziale Potenzial freier Kommunikationsnetzwerke auf Basis neuester technischer Infrastrukturen erscheint größer als je zuvor. Die Idee von<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/wlan2.shtml">demokratisierten Medienstrukturen</a> bekommt Aufwind.</p>
<p>Die Medien lenkten die Aufmerksamkeit bisher meist auf Firmenfunknetzwerke, die von„wardrivern“ (mobile Hacker) auf Sicherheitslöcher geprüft wurden. Doch neben Unternehmen bedient sich zunehmend auch der Bürger der Funktechnik. Netzwerkspieler haben die kabellosen Vorteile längst erkannt. Universitäten bieten WLAN- Zugänge auf dem Campus an. Bürgerinitiativen vernetzen sich und ihre Umgebung, tauschen Daten und teilen Breitbandinternetzugänge. Im Vordergrund der Initiativen steht der nicht kommerzielle Gedanke und offener Zugang für jeden.<br />
                    <a href="http://freifunk.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freifunk.net</a>, ein deutscher Zusammenschluss von bestehenden Initiativen lädt vom 12. bis 14. September zur „summer convention“ nach Berlin. Eingeladen sind Vertreter aus Politik und sozialen Projekten um „gemeinsam über Nutzen und Möglichkeiten zu diskutieren und zukunftsweisende Konzepte demokratisierter Infrastrukturen zu erarbeiten“.</p>
<p>
                    <strong>Innovative Bergdörfer und volkseigene Funknetze<br />
                    <br /></strong>Die Freigabe bestimmter Funkfrequenzen ohne Lizenzpflicht durch die EU eröffnet vielen die Möglichkeit, Funknetzwerke ohne größere Probleme aufzubauen. So entstand in England die bisher größte Initiative<br />
                    <a href="http://consume.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">consume.net</a>. Ein italiensches Bergdorf vernetzte sich komplett per WLAN und in Berlin arbeitet man an einer Vernetzung von Kunst- und Kulturbereichen, dem BerlinBackbone. Die Besonderheit dieser Netze besteht darin, dass die erforderliche Infrastruktur weder von Privatunternehmen noch Staatsbetrieben unterhalten wird. Eigentümer sind somit die Bürgerinitiativen selbst.</p>
<p>Die Folge: Jeder Teilhaber am Netz stellt seine Systemkomponenten und Ressourcen anderen mit zur Verfügung. Vorteile sind hierbei Kostensenkungen und soziale Zusammenarbeit. Organisiert hat man sich zumeist in eingetragenen Vereinen, Entscheidungen werden demokratisch getroffen. Als kleinster gemeinsamer Nenner wurde das<br />
                    <a href="http://freifunk.net/artikel/magazin/Picopeervertrag_am" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PicoPeeringAgreement</a> ins Leben gerufen, um minimale Rechte und Pflichten jedes Teilnehmers festzulegen.</p>
<p>
                    <strong>Der Aufstieg: Ausrüstung, Kollektiv und das Planziel<br />
                    <br /></strong>„Es geht um eine nachhaltige Vernetzung, welche die Kompetenz der Bürger fördert und um selbst-verwaltete, selbst-organisierende Netze und nicht zuletzt darum, lokale Sozialstrukturen durch lokale Intranetze zu fördern. Es geht um die Überwindung der digitalen Kluft: lokal, national und global!“</p>
<p>„Das Netz der großen ISPs für den Konsum, kommerzielle Dienste und Dienstleistungen, des Netz des Staates für seine Aufgaben und Dienste, und das lokale Netz der Bürgerinnen und Bürger für sie und ihre Anliegen, selbstverständlich über das Internet miteinander verbunden.“ So beschreibt Jürgen Neumann, Pressesprecher von Freifunk.net Ziele der Initiativen.<br />
                    <br />„Selbst -organisierte Netze“ heißt hierbei: unabhängig vom Medium. Dies können z.B. auch Kabelnetzwerke in den Händen von Bürgerinitiativen sein.</p>
<p>Die freifunk.net „summer convention“ soll hier ansetzen. Der täglich stattfindende „Open Space Workshop“ dient als Forum um „zukunftsweisende Konzepte demokratisierter Infrastrukturen“<br />
                    <br />diskutieren zu können. Ebenfalls werden Workshops für die praktische Umsetzung von freien Funknetzwerken veranstaltet. Erfahrungsberichte für Neueinsteiger und Interessierte werden auf der Website angeboten. Freifunk.net sucht den Kontakt mit Vertretern sozialer Projekte, Politik und dem Bürger.</p>
<p>Die Ergebnisse der Gespräche der „summer convention“ sollen in einer Art Forderungskatalog festgehalten werden und in die jeweiligen Wirkungskreise der Teilnehmer eingebracht werden. Einwirkungen erhofft man sich auf Länder und Kommunen, über den Bund bis hin zum UN-Gipfel über die Informationsgesellschaft.</p>
<p>                    <strong>Achtung Steinschlag</strong><br />
                    <br />Das Interesse der Gesellschaft oder besser der Bekanntheitsgrad an solchen Projekten scheint jedoch noch klein. Laut Neumann gibt es bisher leider noch keine konkreten Zusagen von Vertretern der Politik und sozialen Projekten. Ausgegangen ist die freie WLAN- Bewegung von Künstlern und Freaks der Computerszene. Bisherige Initiativen haben sich meist in computerinteressierten Kreisen gebildet. Um jedoch Desinteressierte oder Unwissende zu begeistern bedarf es hier viel Überzeugungsarbeit ausgehend von den bestehenden Projekten. Ansonsten besteht für diese junge Bewegung die Gefahr sich zur elitären Randerscheinung zu entwickeln.</p>
<p>Zur Randerscheinung verdammt ist eine frühere Form der Bürgerkommunikation, welcher bei Ihrer Einführung ähnliche soziale Heilmittel wie Förderung der Medienkompetenz und größere Partizipationsmöglichkeiten der Bürger in einer Demokratie zugesprochen wurden. Die Errungenschaft des offenen Kanals blieb jedoch nebenläufig bis unbeachtet. Freie Kommunikationsnetzwerke bieten hier viel breitere und tiefere Möglichkeiten anzusetzen, ob dies wahrgenommen wird, wird sich zeigen. Abhängig ist dies von den technischen Möglichkeiten freier Kommunikationsnetzwerke und dem Grad der Mobilisierung verschiedener sozialer Projekte. Themen- und Publikationsinteresse ist von den beteiligten Nutzern abhängig. Das Netzwerk steht und fällt mit allen Beteiligten, ein hohes Maß an Selbstmanagement ist gefordert.</p>
<p>Zusätzlich problematisch erscheint die Ausweitung von kommerziellen Angeboten in den Kommunikationsnetzwerken. Dies belastet die zur Verfügung stehenden Frequenzbereiche zunehmend. Vom Staat werden hier klar festgelegte Grenzen zwischen wirtschaftlich orientierten und selbst organisierten Netzen gefordert. Die Frequenzbereiche können klar zugewiesen werden. In dieser Schutzzone gäbe es eine realere Chance auf Entwicklung für freie Netzwerke. Wird sich die Politik auf gewünschte Diskussionen einlassen? Weiter interessant ist die Frage ob sich diese Netzwerke, wie Telefongesellschaften und ISP den Strafverfolgungsbehörden öffnen müssen.</p>
<p>
                    <strong>Das Bergpanorama und die Revolution<br />
                    <br /></strong>WLAN ist nicht neu und die Idee freier Bürgernetze ebenso wenig. WLAN ist nur ein technischer Weg von vielen die Bürgerkommunikation zu fördern. Aber ein günstiger und schnell ausbaufähiger, weil kabelloser Weg. Die Hardwarekosten für Funknetzwerke fallen. Palm-Geräte und Smartphones werden zunehmend WLAN–fähig und die Anwenderzahl steigt. Gelingt es, diese Komponenten zu einem System zusammenzufügen, wäre das Potenzial der hieraus entstehenden freien Kommunikationsnetzwerke für weitaus größere Teile der Gesellschaft riesig. Es werden Begegnungsräume geschaffen. Bürger können aus der zunehmenden Vereinzelung treten, Wissen teilen, gemeinsam weitere Aktivitäten entwickeln. Bestehende soziale Projekte hätten einen direkten Draht zur lokalen Bevölkerung oder es finden sich Menschen für neue Projekte zusammen. Die Transparenz der Umgebung wird gefördert und somit die Bindung der Bürger an ihre Region. Nicht zuletzt der kulturelle Austausch, die Förderung der Kultur durch entsprechend beteiligte Projekte. Schulen, Universitäten und Bibliotheken könnten eigene inhaltliche Angebote machen. Jeder Teilhabende entwickelt durch seinen Beitrag eine stärkere Medienkompetenz, welche in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Bedeutung für die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben geworden ist.</p>
<p>Neumann fordert die Menschen auf, diesen Teil ihres Rechts und der dazu notwendigen Ressourcen nicht aufzugeben. Es bedeute aber auch: „aktiv zu werden, sich selbst zu emanzipieren und sich aus der Rolle des Konsumenten zu befreien“.</p>
<p>Es wäre sogar möglich einen Weg gefunden zu haben Jean-Jacques Rousseaus idealtypischen Gesellschaftsvertrag von 1762 ansatzweise umzusetzen. “Das Problem ist eine Form des Zusammenschlusses zu finden, die mit ihrer ganzen gemeinsamen Kraft die Person und das Vermögen jedes einzelnen Mitglieds verteidigt und schützt und durch die doch jeder, indem er sich mit allen vereinigt, nur sich selbst gehorcht und genauso frei bleibt wie zuvor.&#8221;</p>
<p>
                    <strong>Terminhinweis:</strong><br />
                    <br />12. September &#8211; 14. September 2003<br />
                    <br />
                    <a href="http://www.freifunk.net/termine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin &#8211; freifunk.net summer convention</a> mit politik-digital.de als offiziellem Medienpartner<br />
                    </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wireless Lan</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wlan/netzkulturwlan-shtml-3138/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[opassek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WLAN]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freies Funknetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsinfrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Wireless LAN]]></category>
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					<description><![CDATA[Global denken, Lokal handeln – liegt die Zukunft des Internet in dezentralen Netzwerken?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Global denken, Lokal handeln – liegt die Zukunft des Internet in dezentralen Netzwerken?<!--break-->
                    </p>
<p>„Wireless-LAN“ – abgekürzt WLAN – steht für „Wireless Local Area Network“. WLAN ermöglicht einen drahtlosen Netzzugang via Funk. Ein Rechner – in der Regel ein Laptop, der mit einer Funkkarte ausgestattet ist &#8211; erhält in einem durch die Größe des Funkfeldes eingegrenzten Bereich einen Zugang zum Netz.<br />
                    <br />Der Clou: Mehrere Nutzer können gleichzeitig auf ein Funkfeld zugreifen und in diesem sogenannten Ad-hoc-Netz arbeiten. Die Anbindung der drahtlosen Rechner erfolgt über Access-Points (APs), die die Verbindung zum Ausgangspunkt, dem LAN-Netz, herstellen.<br />
                    <br />Leider ist die Reichweite von diesen Ad-hoc-Verbindungen deutlich kürzer als von Verbindungen mit fester Basisstation. Deshalb ist es auch schwierig, größere Gebiete zu vernetzen. Aber für Wohnungen oder Büroetagen ist Wireless-LAN geradezu ideal geeignet: Notebooks und PCs verschiedener User können sich gemeinsam ins Netz einwählen und Dateien austauschen ohne das meterlange Kabel quer durch Haus oder Büro gelegt werden müssen.</p>
<p>
                      <strong>Probleme bleiben</strong>
                    </p>
<p>Nominell soll ein Wireless-Netzwerk 11 Megabit pro Sekunde übertragen. Das reicht natürlich lange nicht an Downloadgeschwindigkeiten wie bei DSL heran und in der Praxis ist selbst dieser Wert kaum zu erreichen. Schuld sind Störfaktoren wie Strahlungen, der umliegende Verkehr oder einfach nur dicke Wände. In der Praxis sind 5 Megabit pro Sekunde bei fünf Metern Entfernung zum Access Point realistisch, in Ad-hoc-Netzen ist bei gleicher Entfernung meist nur ein knappes Megabit möglich. Zum Vergleich: Eine MP-3-Datei umfasst ungefähr 4 Megabit.<br />
                    <br />Auch die Reichweite des LAN-Netzes ist sehr stark von der unmittelbaren Umgebung abhängig. Man kann von 30 bis 50 Metern in Gebäuden und 100 bis 300 Meter im Freien als maximale Reichweiten ausgehen. Denn: Jede Wand, jeder Baum und jedes Elektrogerät verringert diesen Wert.<br />
                    <br />Außerdem sind gravierende Sicherheitsprobleme nicht von der Hand zu weisen: Die standardisierte Verschlüsselung ist leicht zu knacken. Von Fachleuten wird eine speziell einzurichtende „128/104-Bit-Verschlüsselungs-Variante“ empfohlen, um die Hürde für Eindringlinge möglichst hoch zu legen. Es soll ja nicht unbedingt jeder, der zufällig vorbeikommt, problemlos ins Netz einsteigen können.</p>
<p>
                      <strong>Umweltpolitisch“pc“</strong>
                    </p>
<p>Interessant ist noch der umweltpolitische Aspekt: Alle bisherigen Untersuchungen zeigen, das die Strahlung bei WLAN absolut zu vernachlässigen ist. Auch die Anmeldung eines Access-Points ist ziemlich problemlos: Notwendig ist lediglich eine Meldung bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post über die Installation einer entsprechenden Antenne.Und die Bundesbehörde fördert die neue Funktechnik nach Kräften: Vom 13. November 2002 an können für WLAN Frequenzen in den Bereichen 5150 MHz &#8211; 5350 MHz und 5470 MHz &#8211; 5725 MHz gebührenfrei genutzt werden. &#8220;Das ab dem 13. November zusätzlich verfügbare Spektrum für WLAN-Anwendungen soll der mobilen Datenkommunikation in Deutschland einen zusätzlichen Innovationsschub geben. WLAN und UMTS werden sich ergänzen und die Nachfrage nach mobilen Angeboten und Dienstleistungen fördern“, erklärt diesbezüglich Matthias Kurth, Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.</p>
<p>                    <strong>Lebendige Szene vor Ort</strong></p>
<p>Freie Netzwerke, die zur Schaffung von selbstbetreuten Serviceangeboten für lokale Bürgernetzwerke führen, gibt es weltweit, insbesondere in den großen Metropolen, bereits seit geraumer Zeit. WLAN steht hierbei als Übertragungstechnik im Vordergrund: Dabei wird meistens recht „freakig“ mit einer einfach zugänglichen drahtlosen Ausstattung gearbeitet und alle nur denkbaren Vernetzungsmöglichkeiten werden aufgetan.<br />
                    <br />Das bekannteste freie Netzwerk ist sicherlich „Consume“ aus London. „Consume“ wurde im Sommer 2000 von Julain Priest und James Stevens ins Leben gerufen. Die mittlerweile rund 300 Teilnehmer bestimmen ihre Netzwerkknoten selbst und stehen für einen freien Datenaustausch und gemeinsame Kollaborationen bereit.<br />
                    <br />Mit der Zeit wurde das Prinzip zunehmend adoptiert und in Städten auf der ganzen Welt sind Gruppen mit der Bildung von weitläufigen drahtlosen Netzwerken beschäftigt.<br />
                    <br />Auch in Deutschland gibt es eine recht aktive Szene vor Ort. So vernetzt das Rechenzentrum der Humboldt Universität Berlin mehrere Hörsäle und Gebäude mittels WLAN und der eng mit der alternativen Berliner Medien- und Klubszene verbundene Systemprovider W-Lab vernetzt lokale Communities und Initiativen in der Hauptstadt. Auch in anderen deutschen Städten gibt es entsprechende Initiativen: Stellvertretend sei hier die „Wirless Open Organisation Münster“ erwähnt – Wooms e.V. – die dort gerade ein offenes Bürgernetz aufbaut.</p>
<p>
                      <strong>Großes Potential vorhanden</strong>
                    </p>
<p>Das Potential für den Einsatz von WLAN ist auf jeden Fall riesig:<br />
                    <br />Lokale Stadtteilinitiativen können zu geringen Kosten vernetzt werden und ohne großen Aufwand zusammenarbeiten – ganze Büroetagen können drahtlos werden und in mein Lieblingscafe brauche ich nur meinen Laptop mitzubringen, um Mails zu schreiben und im Netz zu surfen. Doch gerade diese faszinierende Möglichkeit der Vernetzung macht die Sache auch kompliziert:</p>
<p>Auf einem Workshop des Berliner Medienkollektivs „Bootlab“ diskutierten Mitte Oktober 2002 Aktivisten aus ganz Europa über die technischen und sozialen Fragen freier Netzwerke. Dabei ging es auch um die Anforderungen an Teilnehmer von freien Netzwerken und die Grenzen des Datenaustausches:<br />
                    <br />Welche Ordner auf meinem PC gebe ich frei? Muss ich auch eigene Bandbreite der Community zur Verfügung stellen? Wie sehen rechtliche Aspekt bei gemeinsamer Bandbreitennutzung oder beim Benutzen von „Peer to Peer“ im Netz aus? Wie weit reicht die eigene Verantwortung und eigene Partizipation im Netzwerk? Diese und andere relevante Fragen sollen mit Hilfe einer eigenen Verhaltenslizenz für freie Bürgernetze gelöst werden, die über das Internet unter<br />
                    <a href="http://www.picopeer.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.picopeer.net</a> weiterentwickelt wird.</p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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