<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wirtschaftpolitik &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/wirtschaftpolitik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Wirtschaftpolitik &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Geld spielt keine Rolle</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/geld_spielt_keine_rolle-671/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/geld_spielt_keine_rolle-671/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[dflorian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Multimediabranche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/geld_spielt_keine_rolle-671/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Multimediaföderung in Berlin/Brandenburg</b>
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Berlin ist die Medien-Hauptstadt Nr. 1 - obwohl es dort nicht viel zu holen
gibt. Wollen die Start-ups keine Fördermittel?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Multimediaföderung in Berlin/Brandenburg</b><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Berlin ist die Medien-Hauptstadt Nr. 1 &#8211; obwohl es dort nicht viel zu holen<br />
gibt. Wollen die Start-ups keine Fördermittel?</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bernd Schiphorst, Leiter des &quot;<a href="http://www.medienbuero-bb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">medienbüros<br />
berlinbrandenburg</a>&quot;, brachte es in einem Interview auf den Punkt: &quot;Was<br />
die neuen Gründer suchen, sind Netzwerke &#8211; und da hat die Region Berlin<br />
und Brandenburg einen riesigen Standortvorteil.&quot; Die Aussicht auf Fördertöpfe<br />
sei hingegen nicht ausschlaggebend für eine Standortentscheidung. Geld<br />
spielt keine Rolle? Es scheint, als wolle die New Economy sich vom Mief des<br />
hochsubventionierten rheinischen Kapitalismus lossagen; sie setzt auf &quot;networking&quot;<br />
anstatt auf Seilschaften.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Berlin ist auf dem besten Weg zur Medienhauptstadt: &quot;Wachstumsmotor Nr.<br />
1 ist die Internet- und Multimediawirtschaft in Berlin (&#8230;). 13 Prozent der<br />
deutschen Online-Startups haben sich in der deutschen Hauptstadt niedergelassen&quot;,<br />
so steht es im <a href="http://www.berlinews.de/archiv/2201.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wirtschaftsbericht</a><br />
der Stadt. Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Anzahl der Multimedia-Agenturen<br />
in Berlin von 450 auf 900 verdoppelt. Aber: &quot;Die Zahlen, die ich habe,<br />
sind wahrscheinlich schon hoffnungslos veraltet&quot;, gibt Dr. Ulrich Schmid<br />
zu, der im medienbüro für den Bereich &quot;Neue Medien&quot; zuständig<br />
ist. Höchstwahrscheinlich sind diese Zahlen inzwischen wieder rückläufig.<br />
Bernd Schiphorst, Leiter des medienbüros bb, ist dennoch zuversichtlich:<br />
&quot;Die derzeitige Krise darf nicht zum Abgesang auf die Internet- und IT-Branche<br />
in unserer Region führen. Nicht das Internet ist in der Krise, sondern<br />
manche unternehmerische Strategien und Visionen.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/econsumer/images/multimediavergleich.gif" align="left" height="200" width="340" />Geht<br />
man von der Anzahl der Internet-Unternehmen aus, wird Berlin von den anderen<br />
beiden großen Medienstädten Deutschlands, Hamburg und München,<br />
zwar übertroffen. Deutsche und internationale Medien-Unternehmen entscheiden<br />
sich jedoch zunehmend, ihren Hauptsitz nach Berlin zu verlegen. Erst vor kurzem<br />
hat die Universal Music, der weltweit größte Musikkonzern, für<br />
Mitte 2002 seinen Umzug von Hamburg nach Berlin angekündigt. Auch andere<br />
Branchenriesen, vor allem Werbeagenturen, zieht es nach Berlin. Als Gründe<br />
für die Standortwahl werden die &quot;Aufbruchstimmung in der Stadt Berlin&quot;<br />
und der &quot;Spaß, in der Region zu sein und dort etwas aufzubauen&quot;<br />
genannt. Oder wie die Studie von e-startup.org philosophischer formuliert: &quot;Berlin<br />
ist immer und wird nie, das heißt der Wandel ist allgegenwärtig.<br />
[Dies] passt hervorragend zur net-economy!&quot; (aus einer Umfrage von <a href="http://www.e-startup.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-startup.org</a>).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Berlins Stärke als Medien-Hauptstadt möchte auch der Senat der Stadt<br />
fördern. Michael-Andreas Butz, ehemaliger Pressesprecher des Senates, beteuerte<br />
noch vor dem Machtwechsel in Berlin: &quot;Die Förderung und Stärke<br />
des Berliner Medienmarkts war und bleibt zentrale Aufgabe der Senatspolitik.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zuständig für die Vergabe der Fördermittel des Landes ist die<br />
Investitionsbank Berlin (IBB). Aktuelle Zahlen sind von ihr jedoch nur schwer<br />
bekommen. Das liegt vor allem daran, dass die Förderlandschaft umstrukturiert<br />
wird, Fördertöpfe aufgeteilt und zusammengelegt werden. Lediglich<br />
für 1999 läßt sich feststellen, dass 67 Unternehmen gefördert<br />
wurden, mit einem Gesamtetat von 9,1 Millionen Euro. Einer der wichtigsten Töpfe<br />
ist die &quot;Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der<br />
regionalen Wirtschaftsstruktur&quot; (GA). In den letzten zehn Jahren wurden<br />
89 Unternehmen mit insgesamt 30 Millionen DM durch die GA-Förderung unterstützt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eines dieser Unternehmen ist das Verbraucherportal dooyoo AG. Das Unternehmen<br />
wurde 1999 gegründet und beantragte gleich eine Förderung. Erst sieben<br />
Monate später flossen die ersten Gelder. Trotz der langen Bearbeitungszeit<br />
ist das Unternehmen aber zufrieden mit der IBB. Zuerst lief die Zusammenarbeit<br />
über einen Anwalt, im persönlichen Gespräch zwischen den Gründern<br />
und der IBB erwies sich die Bank aber als flexibler Partner, so Marcus Piepenschneider,<br />
Vice President im Bereich Finanzen und Rechnungswesen. Der Förderantrag<br />
der dooyoo AG mit einem Umfang von zwischen 1 und 1,5 Millionen DM läuft<br />
noch bis nächstes Jahr, danach möchte dooyoo einen neuen Antrag stellen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben der finanziellen Förderung vergibt die Investitionsbank Berlin jedoch<br />
auch hilfreiches Know-How. Im Rahmen des Business-Plan-Wettbewerbs können<br />
Gründer &quot;mit fachkundiger Unterstützung&quot; (<a href="http://www.b-p-w.de/index-high.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a><br />
des Wettbewerbs) ein Geschäftskonzept erarbeiten. An diesen Workshops nimmt<br />
die dooyoo AG jedoch nicht mehr teil: &quot;Entweder man kann einen Businessplan<br />
erstellen oder nicht&quot;, so Piepenschneider. Über mangelnder Nachfrage<br />
beim Wettbewerb kann sich die IBB dennoch nicht beklagen: Beim diesjährigen<br />
Wettbewerb haben so viele Gründer teilgenommen wie noch nie zuvor.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Noch eine andere Institution hat den guten Ruf der Berlins als Medien-Hauptstadt<br />
geprägt. Das Berliner <a href="http://www.berlin.de/home/Wirtschaft/BusinessLocationCenter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Business<br />
Location Center</a> (BLC) ist ein multimediales Informationszentrum für<br />
Gründer, auf dem alle interessanten Daten abgerufen werden können.<br />
In einem bundesweiten Test der Kienbaum Managment Consultants GmbH, in dem die<br />
Internet-Auftritte der Wirtschaftsförderung der 50 größten deutschen<br />
Städte verglichen werden, belegte Berlin vor allem wegen des BLCs den ersten<br />
Platz, gefolgt von Mühlheim an der Ruhr und Dortmund. &quot;Das BLC&quot;,<br />
so die Studie, &quot;setzt neue Maßstäbe im modernen Standortmarketing.<br />
Es bündelt umfassend die bislang über die Stadt verteilten Wirtschaftsdaten<br />
und ermöglicht eine individuelle Online-Betreuung (&#8230;). Das neue System<br />
wird die Betreuung von Investoren durchgreifend verändern und auf längere<br />
Zeit selbst einen Standortvorteil darstellen.&quot;<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Netzwerke und Gründerkultur nicht alleine standortentscheident sind,<br />
bewies Ende August jedoch die Software-Firma Oracle, nach Microsoft die Nummer<br />
zwei auf dem Weltmarkt. Der Konzern überraschte mit der Verlegung seiner<br />
Internet Sales Division von Dublin nach Potsdam anstatt Berlin. Die Berliner<br />
Behörden seien langsam und wenig zurvorkommend. Rolf Schwirtz, oberster<br />
Geschäftsführer von Oracle Deutschland fordert: &quot;Wir sind ungeduldig<br />
und schnell (&#8230;) und wir fordern bei den zuständigen Behörden die<br />
gleichen Attribute.&quot; Darüber hinaus habe Brandenburg deutlich mehr<br />
Fördergelder aufgebracht. Manchmal spielt Geld eben doch eine Rolle.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/geld_spielt_keine_rolle-671/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>mfg &#8211; Multimedia lässt grüssen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Multimediabranche]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Förderung in Baden-Württemberg</b><br />
<br />
<b>kabel21, k.e.i.m. e.V. und bwcon.de<br />
ifex, mfg und www:</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Förderung in Baden-Württemberg</b></p>
<p><b>kabel21, k.e.i.m. e.V. und bwcon.de<br />
ifex, mfg und www:</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">so könnte es klingen, wenn das<br />
gediegene schwäbische Rap-Quartett &quot;Fantastische Vier&quot; ein Loblied auf<br />
die landeseigene Multimedia-Förderung zum Besten geben würde. Viele<br />
Initiativen, viel Geld und viele Abkürzungen bietet das Land<br />
Baden-Württemberg für einen Bereich, der inzwischen zu einem wichtigen<br />
Posten im Landeshaushalt geworden ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die vielen Kürzel, hinter denen<br />
sich Projekte, Akteure und Mittel verbergen, lassen einen ebenso kurzen<br />
Schluss zu: in Württemberg wird kräftig Geld für Multimediaförderung<br />
ausgegeben. Im Haushalt der endenden Legislaturperiode sind 500<br />
Millionen Mark bereitgestellt worden.<br />
Die nüchterne Zahl verlangt nach einer längeren Erklärung, will man die<br />
Logik und die Stoßrichtung der Schwaben verstehen: wofür wurde das Geld<br />
ausgegeben, was wurde im einzelnen gefördert und woher stammt das Geld<br />
eigentlich?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Säulen der Förderung</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die drei Säulen, auf denen die<br />
solide schwäbische Multimediaentwicklung ruht, lauten Bildung, Content<br />
und Wirtschaft. Dr. Ansgar Zerfaß, stellvertretender Geschäftsführer<br />
der <a href="http://www.mfg.de/">MFG Medienentwicklung</a> erläutert<br />
gegenüber politik-digital die Schwerpunktsetzung: &quot;Die technologische<br />
Infrastruktur steht für uns &#8211; nach langer Diskussion- nicht im<br />
Vordergrund. Diese Entwicklung hängt von so vielen äußeren,<br />
privatwirtschaftlichen Faktoren ab, dass es wenig sinnvoll für das Land<br />
ist, hier mit grossen Summen zu fördern. Uns ist wichtig, dass Umgang<br />
mit und Inhalt der Neuen Medien gestärkt werden.&quot; Aus diesem Grund<br />
wurden 200 Millionen Mark allein in den eBildungssektor gepumpt, vor<br />
allem das zukunftsträchtige Projekt der virtuellen Hochschule Baden<br />
Württemberg ist mit rund 50 Millionen Mark gut bedacht worden. Ein<br />
weiterer Teil des Geldes ist dem Bereich &quot;Content&quot; gewidmet. Dahinter<br />
verbirgt sich die Förderung von inhaltlichen Angeboten wie sie<br />
beispielsweise kleine und mittelständische Verlage ins Netz stellen<br />
können. Und apropos klein- und mittelständisch: bei der<br />
Wirtschaftsförderung werden genau diese Akteure, einerlei ob Old oder<br />
New Economy besonders bedacht, schließlich soll ja alles einmal One<br />
Economy sein: Die Handwerksverbände erhalten für ihren Online-Ausbau<br />
ebenso Unterstützung wie die Start-up Branche für ihre Azubis.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mittel aus Privatisierung</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei soviel schwäbischem Innovationsgeist stellt sich noch eine zentrale Frage: woher stammen die üppigen Mittel?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Multimedia-Förderung in Baden-Württemberg hat vor allem von<br />
der Privatisierung beispielsweise im Energiesektor profitiert. Allerdings stammt<br />
ein Teil des Geldes auch aus dem laufenden Haushalt &#8211; die Ministerien haben<br />
verschiedene Posten zur Innovationsförderung umgewidmet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt werden über 150<br />
Projekte mit Fördermitteln bedacht. Bei den verschiedenen aufgelegten<br />
Förderprogrammen wird nicht immer auf Anhieb deutlich, wer hier<br />
eigentlich für wen Mittel bereit hält. Zwar ist die Gesamtzahl der<br />
Fördertöpfe unter dem Deckel &quot;medi@&quot; vereint, eine Übersicht findet<br />
sich im Web jedoch nicht. Den Überblick behält bei dieser Streuung die<br />
MFG Medienentwicklung, ein von der Landesregierung als GmbH<br />
abgekoppeltes Kompetenzzentrum. Das Land hält gemeinsam mit dem <a href="http://www.swr.de/">SWR</a> allerdings die meisten Anteile an dem Kompetenzzentrum. Die MFG wacht gemeinsam mit dem Landesmedienreferat und dem <a href="http://www.wm.baden-wuerttemberg.de/">Wirtschaftsministerium</a><br />
über die Verteilung der Gelder auf der Programmebene. Dieses Modell<br />
eines nicht direkt politisch gebundenen, fachlich agierenden<br />
Kompetenzknotens macht inzwischen bundesweit Schule: andere<br />
Bundesländer, beispielsweise Niedersachsen, planen eine ähnliche<br />
Stelle. Ansgar Zerfass erklärt den Erfolg dieses Modells:&quot;Wir haben<br />
genug Abstand vom parteipolitischen Tagesschäft, um sachlich<br />
entscheiden zu können und genug Nähe, um kurze Wege gehen zu können.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Multimedia-Väter des Landes<br />
sehen sich in jedem Fall bundesweit an digitaler Spitzenposition: genau<br />
wie in Hessen und Nordrhein-Westfahlen, so glaubt man bei der MFG,<br />
verbinden sich in Württemberg eine hohe Fördersumme mit effizienter<br />
Steuerung und guter Außenwirkung. &quot;Sicher tun auch andere Länder<br />
gemessen an ihren Möglichkeiten viel. Wir sind zum Beispiel<br />
zurückhaltender bei der Subvention für einzelne Unternehmen, die andere<br />
Standorte vielleicht eher nötig haben&quot; heisst es selbstbewußt aus<br />
Stuttgart. Man ist sich im Ländle seiner Position als Speerspitze der<br />
Old Economy bewusst: &quot;Wir sind natürlich längst nicht so `hip´ wie<br />
Berlin oder Hamburg, dafür vielleicht solide und nachhaltig&quot;. Die<br />
Bereinigung in der Start-up Branche fiel denn in Schwaben auch lange<br />
nicht so gründlich aus, wie in anderen Gegenden. Die Anzahl der<br />
Unternehmen steigt und mit 180.000 Mark Umsatz pro Kopf liegt man mit<br />
der Region an bundesdeutscher Branchen-Spitze.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Multimedia Glanzpapier?</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wo Höhen sind, soll es<br />
bekanntlich auch Tiefen geben. Und die Opposition hat zu der<br />
schwäbischen Innovationsförderung auch einige Anmerkungen zu machen.<br />
Marc Mausch, Kandidat der Grünen für den Landtag und Initiator des<br />
ersten virtuellen Parteitages, relativiert die Euphorie: &quot;Man kann<br />
natürlich nicht sagen, dass nichts getan wird. Die Richtung stimmt<br />
schon, aber die meisten Projekte zielen zu sehr auf<br />
Hochglanzveranstaltungen ab.&quot; Mausch, der beim Systementwickler Brokat<br />
angestellt ist, kritisierte gegenüber politik-digital, dass die<br />
Landesregierung den Sinn der eParticipation, der Bürgerpartizipation<br />
mit Hilfe neuer Medien, noch nicht verstanden habe. Gerade in den<br />
Bereichen, die das tägliche Leben der Bürger berührten, wie die<br />
Kommunalverwaltung oder die Stadtteilförderung gelte das Motto: &quot;Wenn<br />
der Bund nicht hilft, dann hilf dir selbst.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Preise auszuschreiben, so erklärt Mausch, sei zwar eine öffentlichkeitswirksame<br />
Maßnahme, die weniger prestigeträchtige Förderung des Media@Komm<br />
Projektes, dessen Vize-Bundessieger Esslingen immerhin aus der Region kommt,<br />
überlasse man dagegen lieber dem Bund. Nicht alles anders, aber einiges<br />
besser will man im Falle eines Regierungswechsels in Stuttgart machen. Mehr<br />
eParticicpation und Bürgernähe wäre der korrigierte Kurs der<br />
oppositionellen Multimediaförderung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Medienentwickler von der MFG<br />
machen sich um einen Regierungswechsel zunächst wenig Sorgen, auch wenn<br />
in Multimediakreisen zu hören war, dass bei MFG vor allem<br />
regierungsnahe Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Kern, erläutert<br />
Zerfass, sei außer Nuancen in der Ausgestaltung und Akzenten bei<br />
einigen Projekten nicht viel Änderungen zu erwarten. Dazu sei das Thema<br />
allen politischen Akteuren zu wichtig und die Kontinuität zu<br />
entscheidend. Es grüsst die Sachpolitik &#8211; MFG<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
