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	<title>Wirtschaftskrise &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Wirtschaftskrise &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Spanien: Digitalisierung in der Krise</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spanien-digitalisierung-in-der-krise-149796/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2016 08:47:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalstrategie]]></category>
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		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Das politische Klima in Spanien ist gereizt: Ohnmacht im Parlament, Korruptionsvorwürfe gegen die Politik, Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen und  eine Generation [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/König-Felipe-Digital.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149799 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/König-Felipe-Digital.jpg" alt="The King of Spain Felipe VI, (C) and Catalan President Artur Mas (L) listen to explanations in the Orange stand during the opening of MWC 2015. Mobile World Congress 2015 by  Jordi Boixareu, CC BY-NC-ND 2.0" width="634" height="359" /></a>Das politische Klima in Spanien ist gereizt: Ohnmacht im Parlament, Korruptionsvorwürfe gegen die Politik, Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen und  eine Generation von jungen Spaniern, die keine Arbeit mehr im eigenen Land findet. Der Höhepunkt der Wirtschaftskrise liegt bereits sechs Jahre zurück, die Folgen sind aber immer noch spürbar, auch in der schleppenden Digitalisierung spanischer Unternehmen.</p>
<h3>„España 4.0“: Digitalisierung  trotz Krise</h3>
<p>Wie geht es weiter mit einem Land, das sich nicht so recht von seiner wirtschaftlichen und politischen Flaute erholen zu scheint? Spaniens Regierung und führende Unternehmen haben große Ambitionen mit dem Krisenland: „España 4.0“, eine neue Digitalstrategie, die im Rahmen der europäischen Digitalen Agenda im Jahr 2013 vorgestellt wurde. Bis 2025 sollen etwa 120 Milliarden Euro mit der digitalen Transformation verdient und Kosten bis zu 20% gesenkt worden sein. In Zukunft sollen tausende neue Arbeitsplätze entstehen, diese Zukunftsberufe nennen sich unter anderem  „social manager“ oder „intelligence manager“.</p>
<p>Digitalisierung wird gerne missverstanden und auf rein technische Innovationen reduziert. Allerdings umschließt die digitale Transformation die gesamte Unternehmensstruktur und betrifft somit sämtliche Bereiche eines Betriebs – von der Administration bis zu verbesserten Produktionstechniken. Die in diesem Jahr veröffentlichte <a href="https://w5.siemens.com/spain/web/es/estudiodigitalizacion/Documents/Estudio_Digitalizacion_Espana40_Siemens.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> von Siemens und Roland Berg ist die erste seiner Art, die sich mit der digitalen Transformation Spaniens in den verschiedenen Wirtschaftssektoren befasst.</p>
<h3>Finanzielle und strukturelle Defizite</h3>
<p>Die Ergebnisse der Studie legen ein erhebliches Verbesserungspotenzial des Landes offen. Zwar machen fast alle Unternehmen von digitalen Medien wie E-Mail und eigener Website Gebrauch, nur ein geringer Teil verfügt jedoch über Kompetenzen, die über diese digitalen Grundstandards hinausreichen.  Diese digitale Kluft zwischen dem, was technisch bereits möglich ist, und dem, was angewandt wird, ist besonders groß in den Bereichen Gesundheit und Technik (75%) und Energie (51%). Ein Viertel der Unternehmen haben weiterhin keinen Zuständigen für Digitales. Weniger als ein von drei Betrieben hat überhaupt eine Digitalstrategie. Wie kommt das?</p>
<p>Die Studie trifft auf einen Paradox: obwohl Spanien an Platz 14 der Weltrangliste der Länder steht, die den größten Anteil ihres BIPs in Digitalisierung investiert, schafft es das Land nur auf Platz 45 in der digitalen Entwicklung. Mangelt es also an den Mitteln oder an der richtigen Strategie? Die Antwort ist: an beidem. Die Kombination aus fehlenden Ressourcen und mangelnden Investitionen, vor allem in Forschung und Entwicklung (F&amp;E), führt zu einer chronischen Unterfinanzierung des digitalen Wandels in der Wirtschaft.  Laut Eurostat investierte Spanien so nur 1,2% seines GDP in F&amp;E, verglichen mit 3% in Deutschland und 2% in den USA. Ein weiteres Manko entsteht durch die Schwächen in den Bildungsmöglichkeiten. Obwohl die Zukunftsrichtung der Wirtschaft digital ist, gibt es kaum digitale Fachkräfte. Die rasant steigende Nachfrage nach IT-Experten und Social Media Managern übersteigt das Angebot an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten. Momentan besitzen nur etwa die Hälfte aller Spanier grundlegende Kenntnisse im Umgang mit neuen Medien.</p>
<h3>Auf dem Weg in eine digitale Zukunft</h3>
<p>Es entsteht ein Teufelskreis: weniger Innovation führt zu weniger Investitionen führt zu weniger Geld für Bildung führt zu weniger Innovation. Mit dem digitalen Wandel, der immer mehr qualifizierte Arbeitskräfte fordern und geringqualifizierte aussortieren wird, ist die Nachfrage nach Fachkräften höher denn je. Eine digitale Zukunft braucht digitale Talente. Viele junge Spanier verlassen bereits ihr Land, um ihre Zukunftsmöglichkeiten im Ausland zu verbessern. Und doch: Spanien befindet sich auf einem Weg, der optimistisch stimmt. Laut <a href="https://ec.europa.eu/digital-single-market/desi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Economy and Society Index (DESI)</a> hat Spanien im letzten Jahr innerhalb der EU am meisten Potenzial im Digitalen entwickelt: es gibt immer mehr Studienabschlüsse in digitalen und technischen Studiengängen und bei der Nutzung elektronischer Services wie „eInvoice“ in der öffentlichen Verwaltung steht Spanien sogar auf Platz 5 im EU-Vergleich.</p>
<p>Entscheidend ist, wie die neue Regierung die Pläne der „Digitalen Agenda 2013“ umsetzten wird. Nur wenn sich mehr Menschen den neuen Technologien zuwenden und mehr Geld in digitale Bildung fließt, wird Spanien den Sprung in eine digitalisierte Zukunft schaffen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/jobopa/16074619154/in/photolist-6A9sTs-qusCf7" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobile World Congress 2015 </a> via flickr von <a href="http://jobopa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jordi Boixareu</a>,<br />
<span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-ND</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<item>
		<title>&#034;Ich sehe nicht, dass die Koalition am Scheitern ist&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ich-sehe-nicht-dass-die-koalition-am-scheitern-ist-4916/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 15:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Justizministerin]]></category>
		<category><![CDATA[Sparpaket]]></category>
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					<description><![CDATA[Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) stellte sich am 15. Juni 2010 im <a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll572.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau-Videochat</a> in Zusammenarbeit mit
politik-digital.de den Fragen der User. Diskutiert wurde u.a. über die schwarz-gelbe Regierungskrise, die Bundespräsidentenwahl und die Reichweite der staatlichen Sparmaßnahmen.
<p>
&#160;
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll572.html" title="Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im tagesschau-Chat" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/ts-videochat_SLS_320x.jpg" alt="Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im tagesschau-Chat" title="Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im tagesschau-Chat" width="320" height="189" /></a>
</p>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) stellte sich am 15. Juni 2010 im <a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll572.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau-Videochat</a> in Zusammenarbeit mit<br />
politik-digital.de den Fragen der User. Diskutiert wurde u.a. über die schwarz-gelbe Regierungskrise, die Bundespräsidentenwahl und die Reichweite der staatlichen Sparmaßnahmen.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll572.html" title="Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im tagesschau-Chat" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/ts-videochat_SLS_320x.jpg" alt="Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im tagesschau-Chat" title="Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im tagesschau-Chat" width="320" height="189" /></a>
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<i>Wenn Sie den Chat noch einmal sehen möchten, klicken Sie bitte auf das Bild.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>InfoMonitor April 2009: Wirtschaftskrise und Schweinegrippe waren Topthemen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/infomonitor-april-2009-wirtschaftskrise-und-schweinegrippe-waren-topthemen-4354/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2009 11:49:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[NATO-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Die weltweite Wirtschaftskrise führte im April die Liste der Topthemen in den Fernsehnachrichten an, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, berichtet. Mit insgesamt 107 Minuten Berichterstattung in den vier wichtigsten Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens lag dieses Thema deutlich vor der „Schweinegrippe“, die mit 88 Minuten auf Rang 2 landete. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Die weltweite Wirtschaftskrise führte im April die Liste der Topthemen in den Fernsehnachrichten an, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, berichtet. Mit insgesamt 107 Minuten Berichterstattung in den vier wichtigsten Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens lag dieses Thema deutlich vor der „Schweinegrippe“, die mit 88 Minuten auf Rang 2 landete. <!--break-->
</p>
<p>
Auf den nächsten Plätzen folgten das Erdbeben in Italien (79 Minuten), der NATO-Gipfel in Straßburg (61 Minuten) sowie die Piraten im Indischen Ozean (50 Minuten). Mit der Banken- und Finanzkrise, dem G20-Finanzgipfel in London und der Abwrackprämie erreichten drei weitere Themen einen Platz unter den Top-10, die direkt mit dem Themenbereich Wirtschaftskrise verbunden sind.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/top-10_themen_tv_nachrichten_in_min_4.jpg" height="269" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.4.-30.4.2009<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Dabei erlangte das Thema Banken/Finanzkrise/HypoRealEstate vor allem wegen der „Tagesschau“ und „heute“ einen Top-10-Rang,  bei „RTL aktuell“ und den „Sat.1 Nachrichten“ reichte es nicht für einen Platz unter den ersten Zehn. Für Sat.1 war auch die Lage in Afghanistan im Gegensatz zu den anderen Sendern kein Topthema. Stattdessen erreichte der Tod von Berufsschülern durch gepanschten Alkohol bei Sat.1 den siebten Rang. Bei RTL belegte das Thema Ostern Platz 9, während es bei den anderen Sendern kaum eine Rolle spielte.</p>
<p>Das Nachrichtenmagazin „Tagesthemen“ berichtete im April umfangreicher als alle anderen Nachrichtensendungen über die Wirtschaftskrise. Ein weiterer Schwerpunkt war die Schweinegrippe. Auch die Unruhen in Thailand wurden von den „Tagesthemen“ intensiver verfolgt als in den anderen Sendungen. Das „heute-journal“ setzte eindeutige Schwerpunkte u.a. auf den NATO-Gipfel in Straßburg, die Piratenüberfälle vor der Küste Somalias sowie die Abrüstungsforderungen von US-Präsident Obama.</p>
<p><b>Geringere Präsenz der Parteien in den Nachrichten</b></p>
<p>Im April waren deutsche Politiker erheblich seltener in den Fernsehnachrichten präsent als im Vormonat. Der Rückgang betraf insbesondere die CDU, die mit 196 Auftritten dieses Mal nur Platz 2 hinter der SPD mit 201 Auftritten belegte. Die CSU lag auf Rang 3 mit 92 Auftritten. B90/Die Grünen waren mit 36 Auftritten sogar präsenter als im März und belegten Platz 4 vor der Linken (19 Auftritte), der FDP (17 Auftritte) und der NPD (8 Auftritte).</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/parteienpr_tv_nachrichten_0.jpg" height="308" width="468" /> <i>Untersuchungszeitraum: 1.4.-30.4.2009<br />
Insgesamt 569 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder O-Ton).<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten;Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Die Top-20-Liste der am häufigsten in den Nachrichten präsenten Politiker führt unverändert Bundeskanzlerin Angela Merkel an, die im April jedoch nur 91-mal präsent war. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nehmen gemeinsam mit je 42 Auftritten den zweiten Rang ein vor Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg (35 Auftritte) und  Bundesagrarministerin Ilse Aigner (21 Auftritte).</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/10_top-20_politiker_nachrichten_2.jpg" height="431" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.4.-30.4.2009<br />
Insgesamt 569 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder O-Ton).<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten;Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i><br />
<b><br />
Konstant hoher Anteil an Wirtschaftsthemen</b> </p>
<p>Im Hinblick auf die Themenstruktur der Fernsehnachrichten ist im April zunächst der konstant hohe Anteil an Wirtschaftsberichterstattung auffällig. Bei „Tagesschau“ und „heute“ war der Wirtschaftsanteil gegenüber dem Vormonat sogar nochmals leicht erhöht. Darüber hinaus zeigen sich bei den Hauptnachrichten von ARD und ZDF wenige Veränderungen gegenüber dem März – es dominierten mit 43 bzw. 33 Prozent (entsprechend 7 bzw. 6 Minuten Sendedauer pro Ausgabe) weiterhin die politischen Themen. „RTL aktuell“ und „Sat.1 Nachrichten“ wiesen mit 19 Prozent (4 Minuten) bzw. 24 Prozent (3 Minuten) leicht gestiegene Politikanteile auf. Bei Sat.1 erreichte außerdem der Bereich Human Interest/Alltag/Buntes mit 25 Prozent den gleichen Umfang wie die Politikthemen.</p>
<p>Für die Nachrichtenmagazine „Tagesthemen“ und „heute-journal“ wurden mit 35 Prozent (9 Minuten) bzw. 42 Prozent (10 Minuten) ebenfalls erhöhte Politikanteile ermittelt, während ihre Wirtschaftsberichterstattung mit 16 bzw. 15 Prozent konstant blieb.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/themenstruktur_tv_nachrichten_prozent_3.jpg" height="402" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.4.-30.4.2009<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten;Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/themenstruktur_tv_nachrichten_minuten_2.jpg" height="419" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.4.-30.4.2009<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau (20 Uhr); heute (19 Uhr); RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten;Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de </i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Was habt ihr bloß alle mit dem Steinmeier? :-)&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/was-habt-ihr-bloss-mit-dem-steinmeier-4275/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/was-habt-ihr-bloss-mit-dem-steinmeier-4275/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 10:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Nahles]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch dem 4. März 2009, war die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende  Andrea Nahles zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Sie beantwortete Fragen der Chatter zur aktuellen Finanzkrise, zum SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und zu Mindestlöhnen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch dem 4. März 2009, war die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende  Andrea Nahles zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Sie beantwortete Fragen der Chatter zur aktuellen Finanzkrise, zum SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und zu Mindestlöhnen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Herzlich willkommen beim<br />
tagesschau-Chat im ARD-Hauptstadtstudio. Ich darf die stellvertretende<br />
SPD-Vorsitzende Andrea Nahles herzlich begrüßen, die inzwischen<br />
eingetroffen ist. Ich darf dieses Mal auch schon jetzt den Usern<br />
danken, die sich mit fast 100 Fragen und fast 1900 Stimmen so engagiert<br />
im Prechat beteiligt haben &#8211; das freut uns sehr! Wir können leider<br />
nicht alle stellen, da sonst keine Zeit mehr für die jetzt live<br />
gestellten Fragen von Ihnen bleibt &#8211; und vor allem auch die Nachfragen!<br />
Frau Nahles, danke dass Sie für uns Zeit haben &#8211; sind Sie bereit?
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Ja klar.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Frau Nahles, die SPD kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, obwohl sie<br />
einen neuen Parteivorsitzenden haben. Wie erklären Sie sich das?
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Anahles_0.jpg" align="left" vspace="5" width="179" height="153" hspace="10" /><b>Andrea Nahles</b>:<br />
Sie kennen offensichtlich unsere neuen Umfragen noch nicht. 🙂 Wir<br />
haben eine Aufholjagd, ja, aber ich bin deshalb zuversichtlich, weil<br />
dieser Zusammenbruch der weltweiten Finanzspekulation mehr Demokratie,<br />
mehr öffentliche Regulierung und mehr Gerechtigkeit nötig macht. Also<br />
SPD.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Jetzt haben Sie sich um eine Antwort gedrückt!
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Nein.
</p>
<p>
<b>Ossi</b>: Wieso wird Steinmeier als Kanzlerkandidat vorgeschlagen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Weil er der populärste Politiker der SPD ist, weil er als<br />
Kanzleramtsminister und Außenminister einen guten Job gemacht hat und<br />
macht.
</p>
<p>
<b>Micu</b>: Sie gehören zu der sogenannten<br />
SPD-Linken. Wird es angesichts der schlechten Umfragewerte der SPD<br />
nicht Zeit, der Ära Schröder vollständig den Rücken zu kehren und die<br />
SPD wieder &quot;linker&quot; auszurichten. Konkret: Eine Zusammenarbeit mit der<br />
Linkspartei zum Beispiel im Rahmen einer rot-grün-dunkel-roten<br />
Koalition für die Bundestagswahl 2009 nicht auszuschließen? Oder: Statt<br />
einen Schröderianer wie Steinmeier zum Kanzlerkandidaten zu berufen,<br />
nicht eine neutralere (wenn Sie so wollen &quot;linkere&quot;) Person wie Klaus<br />
Wowereit zu wählen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Die<br />
Entscheidung, wer Kanzlerkandidat der SPD wird, ist mit überwältigender<br />
Mehrheit im Herbst letzten Jahres gefallen. Und die Frage, wie es mit<br />
einem Linksbündis für 2009 aussieht, ist innerhalb der SPD unter<br />
Einschluss von Klaus Wowereit und mir beschlossen worden: Es wird ein<br />
solches Bündnis nicht geben und das aus programmatisch-inhaltlichen<br />
Gründen. Mir ist schlecht geworden, was die Linkspartei am Wochenende<br />
zu Europa beschlossen hat und wie sie mit wirklich profilierten und<br />
klugen Europapolitikern ihrer Europafraktion umgegangen ist.
</p>
<p>
<b>Lisa</b>: War die Nominierung von Steinmeier ein Fehler? Macht diese Nominierung die Linkspartei stark?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Quatsch. Die Linkspartei wird doch seit Monaten nicht stärker, was habt ihr bloß alle mit dem Steinmeier? 🙂
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Die folgende Frage ist zugleich eine, die viele User vorab für besonders wichtig bewertet haben.
</p>
<p>
<b>Tom</b>:<br />
Wieso hat die SPD die Leiharbeit so liberalisiert, dass es nun faktisch<br />
möglich ist, tarifgebundene Arbeitsplätze durch<br />
Dumpinglohn-Leiharbeitnehmer zu ersetzen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Wir haben sie liberalisiert, aber gleichzeitig eine neue Regel<br />
eingeführt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Diese Regel ist richtig,<br />
daher wurde die Liberalisierung von dem Deutschen Gewerkschaftsbund<br />
damals auch klar unterstützt. Was dann aber passierte, war weniger gut.<br />
Die christlichen Gewerkschaften wurden durch ein Gerichtsurteil als<br />
tariffähig anerkannt, nachdem wir die &quot;Equal Pay Regelung&quot; vereinbart<br />
hatten.
</p>
<p>
Das hat dann dazu geführt, dass diese Regel systematisch<br />
unterlaufen wurde: durch Dumpingtarifverträge. Deshalb brauchen wir<br />
eine gesetzliche Korrektur und zwar ganz klar: Equal Pay muss ohne<br />
Ausnahme gelten!! Sie darf nicht durch Tarifverträge unterlaufen werden<br />
können. Ich habe außerdem ein Problem mit der sogenannten Konzernleihe<br />
&#8211; das heißt, dass Konzerne ihre eigene Leiharbeitsfirma gründen. Das<br />
müssen wir massiv einschränken, dafür muss man die Entfristung<br />
zurücknehmen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Wird es in dieser<br />
Legislaturperiode unter schwarz-rot noch eine Einigung zum Mindestlohn<br />
bei der Leiharbeit geben? Was ist Ihre Prognose?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Das weiß ich morgen früh hoffentlich. Es sieht nicht super gut aus,<br />
weil die Union blockt, aber wir haben auch die sechs neuen Branchen,<br />
die wir in eine Mindestlohnregel reingebracht haben und nur nach<br />
wirklich harten und zähen Verhandlungen durch bekommen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Kleine Bemerkung am Rande: Frau Nahles schreibt übrigens selbst, wie<br />
Sie auch über die Webcam erkennen können! Sie begründet es damit, beim<br />
Schreiben besser denken zu können.
</p>
<p>
Hier kommt Platz zwei aus dem Prechat:
</p>
<p>
<b>Balduin</b>: Wie und wodurch will sich die SPD wieder als Partei der sozialen Gerechtigkeit profilieren?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Wir sind das &#8211; gegen anders lautende Gerüchte &#8211; immer gewesen. Und<br />
dennoch: Wir wollen einen neuen, sozial regulierten Kapitalismus global<br />
und das heißt, es muss Schluss gemacht werden mit der systemischen<br />
Verantwortungslosigkeit. Wer verantwortlich ist für diese globale<br />
Finanzkrise mit ihren Verheerungen, muss klar sein und das muss<br />
Konsequenzen haben. Gerecht ist, dass Vermögende, die die<br />
Hauptprofiteure der letzten Jahre waren, durch einen Sonderbeitrag an<br />
der Bewältigung der Krise finanziell beteiligt werden. Gerecht ist,<br />
wenn es eine Börsenumsatzsteuer gibt, wenn Steueroasen trockengelegt<br />
werden, wenn es trotz der Krise ordentliche<i> </i>Lohnrunden gibt &#8211;<br />
wie jetzt im öffentlichen Dienst. Gerecht ist es, wenn wir für genügend<br />
Geld für Kurzarbeit sorgen, auch öffentliche<br />
Beschäftigungsmöglichkeiten vorbereiten, wo das nicht reicht &#8211; und auch<br />
im Einzelfall Unternehmen helfen. Mindestlöhne muss es außerdem<br />
flächendeckend geben.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Börsenumsatzsteuer &#8211; auf nationaler oder europäischer Ebene?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Erstmal national, gerne auch europäisch. Die Briten haben schon eine.
</p>
<p>
<b>Gerd</b>: Wäre eine Verstaatlichung von Banken unter Rot-Grün undenkbar, beziehungsweise nicht durchsetzbar gewesen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Bei einer Krise, wie der, die wir erleben, wäre eine Verstaatlichung in jeder Koalition möglich.
</p>
<p>
<b>Donaldduck</b>:<br />
Müsste die SPD angesichts dieser tiefgreifenden Finanz- und<br />
Wirtschaftskrise nicht gemeinsam mit anderen europäischen<br />
Sozialdemokraten an einem Masterplan feilen, der nicht allein aktuelle<br />
Probleme bekämpft und mildert, sondern längerfristig ein<br />
zukunftsfähiges Modell einer neuen Balance des Verhältnisses zwischen<br />
Staat und Markt elaboriert, was sich einmal auf EU-Ebene installieren<br />
lässt?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Richtig, wir haben im<br />
letzten Herbst ein gemeinsames Papier zur Bewältigung der Finanzkrise<br />
erarbeitet, dass sich in vielen Punkten auf der Tagesordnung der G 20<br />
wiederfindet. Richtig ist aber, es muss nach den Löscharbeiten noch<br />
mehr Hirnschmalz in die Frage reingesteckt werden. Wie wollen wir in<br />
Zukunft die Macht der Banken demokratisch kontrollieren, wie sieht eine<br />
neue Weltwirtschaftsordnung aus. Ich erkenne in den USA, ja selbst in<br />
Ländern wie der Schweiz, eine Offenheit für strukturelle und<br />
perspektivische Fragen, die mich ermutigt.
</p>
<p>
<b>Balduin</b>: Warum wird eine Verkäuferin bei<br />
Veruntreuung von 1,30 Euro fristlos entlassen und der Manager bzw.<br />
Investmentbanker, der Milliarden veruntreut und ganze Volkswirtschaften<br />
ruiniert, mit hohen Boni belohnt und nicht bestraft?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Das ist eine gute Frage. Dass die Verkäuferin für dieses kleine<br />
Vergehen überhaupt vor Gericht gehen musste und das nicht vor Ort im<br />
Betrieb gütlich geklärt werden konnte, ist schon ein dickes Ding. Man<br />
hätte auch als Gericht anders entscheiden können! Fest steht aber auch,<br />
dass die Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Chef von Hypo Real<br />
Estate ermittelt. Es muss ihm Untreue nachgewiesen werden. Ich denke,<br />
das hier noch einige Verantwortliche angeklagt werden. Insgesamt ist<br />
aber eine Verschärfung der Haftungsregeln nötig.
</p>
<p>
<b>JB</b>:<br />
Finden Sie es nicht etwas einseitig, allein den Bankern die Schuld in<br />
die Schuhe zu schieben. Schließlich hat der Staat es doch auch<br />
verschlafen, den Ordnungsrahmen an neuartige Finanzinstrumente<br />
anzupassen &#8211; und in der Zeit, in der diese Instrumente neu aufgelegt<br />
wurden, war ja schließlich großteils die SPD an der Regierung.
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Die Hauptverantwortung liegt definitiv in einem auf kurzfristige<br />
Renditen abzielenden System. Während die Politik jetzt jeden Tag Rede<br />
und Antwort steht und stabilisiert und hilft, hat kaum jemand von den,<br />
sorry, Brandstiftern sich öffentlich seiner Verantwortung gestellt.<br />
Wenn ich in den letzten Jahren gefragt habe, warum die Managergehälter<br />
immer astronomischer wurden, hieß es: Ja, wir tragen ja auch so viel<br />
Verantwortung. Schön, sage ich da. Nur wo erleben wir das in diesen<br />
Monaten denn? Ja, auch die politische Ebene hat nicht genügend<br />
reguliert. Viele haben nur die dynamischen Seiten der Entwicklung<br />
gesehen, die Risiken wurden von allen unterschätzt.
</p>
<p>
<b>Edel</b>: Welche Mitschuld an der Wirtschaftskrise hat die Politik?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Ich sehe, dass wir die Rating-Agenturen nicht genügend kontrolliert<br />
haben. Ich denke, es gab eine unselige Euphorie in puncto<br />
Privatisierung bis hin in die Kommunen. Ich denke, dass viele faule<br />
Papiere nicht auf den Markt hätten kommen dürfen, es aber kaum wirksame<br />
Aufsichten dafür gab. Und das war vielfach auch gewollt. Ich erinnere,<br />
dass aber schon in Heiligendamm Peer Steinbrück und Angela Merkel (man<br />
kann sagen zu spät, aber ich sage immerhin früher als alle anderen)<br />
eine schärfere Regulierung und mehr Transparenz eingefordert haben.<br />
Damals voll blockiert von den USA und Großbritannien.
</p>
<p>
<b>W.friess: </b>Aber bei den Landesbanken sitzen doch viele Politiker in den Aufsichtsräten, haben diese versagt?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles: </b>Es<br />
gibt offensichtlich die Tendenz, jetzt die Politiker zu den<br />
eigentlichen Sündern zu stempeln. Vielleicht weil die<br />
Hauptverantwortlichen die Bühne nicht betreten.
</p>
<p>
<b>Roland</b>:<br />
Bestraft man mit der Börsenumsatzsteuer (wie auch mit der<br />
Abgeltungsteuer) nicht Privatanleger, die bereit sind, riskant zu<br />
investieren?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: 0,5 Prozent auf Aktienverkäufe die über 1000 Euro liegen&#8230;. das ist nicht unzumutbar.
</p>
<p>
<b>UweD</b>: Frau Nahles, was genau sind faule Papiere. Können Sie das erläutern?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Schlechte Risiken, die mit ein paar guten vermischt werden und dann eine rote Schleife drumrum bekommen.
</p>
<p>
<b>UweD</b>:<br />
Mit der Börsensteuer bestraft man Unternehmen, denen man die Aufnahme<br />
von Kapital schwerer macht. Die Folge der Steuer ist eine<br />
Verschlechterung der Rendite. Somit wird diese Anlageklasse weniger<br />
interessant.
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Lieber UweD, was<br />
schlagen Sie denn vor? Sollen wir das weiter so beschleunigt laufen<br />
lassen? Ohne Beteiligung an den immensen Kosten &#8211; auch an die nächste<br />
Generation betreffenden Folgekosten?
</p>
<p>
<b>KaFi</b>: Ich<br />
lese hier auf der Tagesschau-Seite vom &quot;Rettungskonzept&quot; für Opel.<br />
Demnach sollen 3500 Stellen gestrichen werden und die anderen müssen<br />
sich auf Lohnkürzungen einstellen. Meine Meinung dazu ist, dass hier<br />
auf Kosten der Arbeitnehmer &quot;gerettet&quot; wird. Wie denken Sie darüber?
</p>
<p>
<b>Deumex</b>:<br />
Aus aktuellem Anlass: Wie sehen Sie die Chancen, angesichts des<br />
Rettungsplans die Marke Opel zu erhalten? Inwieweit könnte die News von<br />
heute, 3500 Stellen zu streichen, darauf einen Einfluss haben?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Ja, auch die Arbeitnehmer werden leider wie auch schon in der<br />
Vergangenheit einen bitteren Preis für das Rettungspaket erbringen<br />
müssen. Vordringlich ist jetzt aber erstmal das es überhaupt eine<br />
stabile zukunftsweisende Lösung gibt.
</p>
<p>
<b>J2009</b>: Warum haben Sie nach dem Rücktritt Becks nicht für den SPD-Vorsitz kandidiert? Angst?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Haha.
</p>
<p>
<b>J2009</b>: &quot;Haha&quot; ist eine wirklich tolle Antwort für eine SPD-&quot;Spitzenpolitikerin&quot;!
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Oh je, ein bisschen Augenzwinkern geht immer. Ich finde die Frage,<br />
sorry, sehr merkwürdig. Ich habe 2005 als Generalsekretärin kandidiert,<br />
mit vielen Folgen für mich, aber auch für meine Partei. Von Angst kann<br />
keine Rede sein &#8211; aber Augenmaß, Realismus und Mehrheiten sind da schon<br />
wichtige Stichworte.
</p>
<p>
<b>Yoshi</b>: Gerade auf junge Menschen übt Politik<br />
keinen großen Reiz mehr aus. Intransparenz, Rechthaberei und<br />
Unaufrichtigkeit sind Stichworte, mit denen Politik in Verbindung<br />
gebracht wird. Wie wollen Sie die Politik, insbesondere für junge<br />
Menschen wieder positiv erfahrbar machen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Mal eine Frage zurück: Ist das jetzt nicht die Zeit, wo klar wird, wer<br />
überhaupt noch in der Lage ist verantwortlich zu handeln, ist das nicht<br />
die Zeit der Politik und ist das nicht vielleicht die beste Erfahrung?<br />
Ich weiß um viele Unzulänglichkeiten im politischen Betrieb, aber ich<br />
bitte alle von den Zuschauertribünen runter zu kommen. Wir brauchen<br />
mehr Demokraten und mehr Menschen, die mitmachen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Frau Nahles, wir haben nebenbei im Chat eine Umfrage gemacht, die<br />
natürlich nicht repräsentativ sein muss: &quot;Ist die SPD noch links?&quot; Die<br />
Antwort ist: 37 Prozent sagen ja, 63 Prozent sagen nein. Wollen Sie<br />
darauf reagieren?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Was sagt uns<br />
das? Jeder, der meine Politik in den letzten Jahren verfolgt hat weiß,<br />
dass ich mir meine eigene Meinung nicht nehmen lasse &#8211;<br />
nichtsdestoweniger ist die SPD eine linke Volkspartei.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Zwei Fragen zum Altkanzler sind eingetroffen:
</p>
<p>
<b>Ozz</b>: Glauben Sie, dass Gerhrad Schröder der SPD noch mal nützen könnte?
</p>
<p>
<b>Karsten</b>:<br />
Was halten Sie von der neuen außenpolitischen Agenda des ehemaligen<br />
SPD-Parteivorsitzenden Gerhard Schröder? War die Iranreise mit<br />
Steinmeier abgestimmt?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Das kommt<br />
ehrlich auf die Situation an, wie er sich einbringt und welcher Anlass.<br />
Er hat sich in der SPD sehr stark zurückgezogen in den letzten Jahren.<br />
Ich denke es ist richtig, auch Gesprächskontakte zum Iran zu haben. Das<br />
heißt nicht, deren Politik zu billigen, aber Gespräche gerade von<br />
ehemaligen Funktionsträgern können Brücken bauen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Stichwort Managergehälter: Wird es eine Einigung heute Abend im Koalitionsausschuss dazu geben ?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Ich denke ja &#8211; allerdings gehen uns die Punkte, die wir im Konsens mit<br />
der Union hinkriegen können, leider noch nicht weit genug. So will die<br />
Union in keinem Fall eine Deckelung der steuerlichen Absetzbarkeit von<br />
Managergehältern &#8211; wir aber schon.
</p>
<p>
<b>Mfm</b>: Was sind Ihre persönlichen Vorschläge zur Bekämpfung der Finanzkrise?
</p>
<p>
<b>Dr. PushPull</b>: Wie wollen wir jemals von dieser Staatsverschuldung herunterkommen? Es wird doch wohl zu einer Geldentwertung kommen?!
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Wir haben im Konsens in der SPD Spitze unsere Vorschläge erst am Montag<br />
veröffentlicht. Unter dem Titel Steinmeier/Steinbrück-Papier. Sie<br />
finden das auf der Homepage www.spd.de. Diese Vorschläge teile ich und<br />
bin darüber hinaus der Meinung, dass wir auch über eine stärkere<br />
Verpflichtung der Europäischen Zentralbank für Beschäftigung eintreten<br />
sollten. Die Staatsverschuldung wird uns tatsächlich noch lange<br />
beschäftigen. Daher auch mein Vorschlag, über höhere Steuern für<br />
Spitzenverdiener und Vermögende wenigstens einen Teilausgleich zu<br />
schaffen. Ob und inwieweit eine inflationäre Entwicklung droht, will<br />
ich nicht spekulieren.
</p>
<p>
<b>Altlast</b>: Ich gehöre zum<br />
Heer der Langzeitarbeitslosen. Wie ich, werden viele Betroffene durch<br />
Zuteilung von unsinnigen, aber teuren Trainingsmaßnahmen letztendlich<br />
unvermittelbar, da zu lange arbeitslos. Wie würde eine SPD-Regierung<br />
das Problem angehen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Ich wäre dankbar, wenn sie mir das mal konkreter schildern könnten: andrea.nahles@bundestag.de.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Zwei persönliche Fragen zum Schluss:
</p>
<p>
<b>Selhan</b>: Könnten Sie sich als erste Frau im Amt der SPD-Parteivorsitzenden vorstellen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Vorstellen ist das eine&#8230;..
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: &#8230;und das andere?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Eben.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Heute morgen konnte man Sie beim Frühstück im Café Einstein im<br />
Regierungsviertel sehen. Mit wem und zu welchem Thema tagten Sie da &#8211;<br />
verraten Sie das im Chat?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Staatssekretär Axel Nawrath (Finanzministerium). Thema: Finanzkrise. Was sonst. 🙁
</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll480-magnifier_pos-3.html" onclick="windowOpen('/interaktiv/chat/chatprotokoll480-magnifier_pos-3.html',820,700,1,1);return false;" title="Zur Fotostrecke des Beitrages [neues Fenster]"><br />
</a></p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Das war eine knappe Stunde hier<br />
im tagesschau-Chat. Herzlichen Dank, Andrea Nahles, dass Sie sich<br />
mitten in einer themenreichen Bundestags-Sitzungswoche Zeit für die<br />
Diskussion mit den Lesern von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
genommen haben. Ein Dankeschön auch an unsere User für die vielen<br />
Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten.Das<br />
tagesschau.de-Team wünscht allen noch einen schönen Tag.
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Besten Dank und sorry für die Tippfehler&#8230; (Anm. der Redaktion: im<br />
Chat schrieb sie &quot;Tipfehler&quot;, grinste danach und sagte: &quot;Den Tippfehler<br />
habe ich absichtlich gemacht&quot;)
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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		<title>Chat zur Wirtschaftskrise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 12:42:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Flickschusterei oder alternativlose Maßnahme? Die Große Koalition will die Bürger zum Konsumieren anregen und die Wirtschaft in der Krise stützen. 50 Milliarden Euro ist das beschlossene Konjunkturprogramm schwer. Den Traum von einem ausgeglichenen Haushalt muss die Kanzlerin damit begraben: denn das Konjunkturpaket II wird durch neue Schulden finanziert. Sind Steuerentlastungen auf Kosten der künftigen Generation gerecht? Was bringt das Konjunkturprogramm für den Einzelnen? Sind die Maßnahmen umfassend oder zu gering? Und warum wird die Automobilindustrie besonders gefördert?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Flickschusterei oder alternativlose Maßnahme? Die Große Koalition will die Bürger zum Konsumieren anregen und die Wirtschaft in der Krise stützen. 50 Milliarden Euro ist das beschlossene Konjunkturprogramm schwer. Den Traum von einem ausgeglichenen Haushalt muss die Kanzlerin damit begraben: denn das Konjunkturpaket II wird durch neue Schulden finanziert. Sind Steuerentlastungen auf Kosten der künftigen Generation gerecht? Was bringt das Konjunkturprogramm für den Einzelnen? Sind die Maßnahmen umfassend oder zu gering? Und warum wird die Automobilindustrie besonders gefördert?<!--break--></p>
<p>
Michael Bräuninger, Leiter des Kompetenzbereichs &quot;Wirtschaftliche Trends&quot; am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, ist zu Gast im Live-Chat. Von 12.00 bis 13.00 Uhr beantwortet er die Fragen der tagesschau.de-User.
</p>
<p>
Was möchten Sie von dem Konjunkturexperten Michael Bräuninger wissen? <a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=217&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie hier bereits Ihre Fragen!</a>
</p>
<p>
Die tagesschau-Chats werden veranstaltet von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a> und politik-digital.de
</p>
<p>
<b>Zur Person:</b>
</p>
<p>
Michael Bräuninger, geboren 1963 in Bremerhaven. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Münster, Edinburgh und Hamburg. 1999 Habilitation an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, danach ist Bräuninger als Professurvertreter tätig. Seit 2006 leitet er am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) den Kompetenzbereich &quot;Wirtschaftliche Trends&quot;. Zu Bräuningers Forschungsschwerpunkten gehören Konjunktur und Wachstumspolitik. </p>
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