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	<title>Wissen &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Wissen &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Poutsch.com &#8211; Klick&#039; Dir deine Meinung!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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		<category><![CDATA[Poutsch]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein weltweites gesellschaftliches Meinungsbild erstellen und damit politische Veränderungen auf den Weg bringen? Genau das ist das Ziel eines Start-Ups [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/BildPoutsch_2.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129579" alt="The Right to Question" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/BildPoutsch_2.png" width="640" height="396" /></a>Ein weltweites gesellschaftliches Meinungsbild erstellen und damit politische Veränderungen auf den Weg bringen? Genau das ist das Ziel eines Start-Ups aus Frankreich. <a href="https://poutsch.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Poutsch&#8221;</a>, so der Name des Projekts, soll mithilfe von Meinungen Wissen generieren – und damit einen Beitrag für Meinungsfreiheit und demokratische Verhältnisse leisten.<br />
Man stelle sich vor, man möchte sich ein globales Bild der Meinungen zu einem politischen oder gesellschaftlichen Thema machen. Doch wie soll das funktionieren, ohne gleich eine zeit- und kostenintensive repräsentative Umfrage durchzuführen? Sicher, um schnelle Meinungen einzuholen, ist das Internet das mit Abstand am besten geeignete Mittel. Auf Twitter und Facebook erreicht man jedoch nur eigene Freunde und Follower, weitere Nutzer nur auf Umwegen. Für eine Umfrage, die noch mehr Leute erreichen kann, bedarf es demnach eines weiteren, eigenen Tools: eine Website, mit der Umfragen erstellt und und Antworten gesammelt werden können. Das allein ist noch keine Neuheit, jedoch ist jüngst ein neuer Anbieter für private Online-Umfragen an den Start gegangen, der durch seine gesellschaftlich-partizipative Motivation auffällt. <a href="https://poutsch.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Poutsch“ heißt das französische Start-Up, bei dem es (auf den ersten Blick) darum geht, Fragen zu veröffentlichen und darauf zu warten, dass die Crowd diese beantwortet.</a> Die Idee von der politisch fokussierten Vision aber stammt aus dem arabischen Frühling: „Wir wussten nicht, wie man schnell und direkt Antworten auf wichtige Schlüsselfragen in den arabischen Ländern bekommen konnte. Etwa die Frage, ob der tunesische Ex-Machthaber Ben Ali abtreten solle oder nicht. War eine Mehrheit nun dafür oder befanden sich dessen Anhänger doch in der Überzahl?“, beschreibt Melchior Scholler, einer der drei Gründer von „Poutsch“, die Idee und führt den Grundgedanken von „Poutsch“ weiter: „Diese Situation hat uns dafür sensibilisiert, wie wichtig eine Plattform sein kann, auf der man Informationen durch einfaches Fragen generieren kann“. Man wolle auch einen Beitrag dafür leisten, dass Demonstranten sich künftig leichter vernetzen. „So können wir vielleicht friedliche Revolutionen unterstützen und helfen, Demokratie aufzubauen“, bringt Melchior Scholler seine Hoffnung zum Ausdruck.</p>
<h3>Mit P(o)utsch zu mehr Freiheit und Wissen</h3>
<p>Der ein wenig sperrig auszusprechende Name der Plattform, „Poutsch“, soll dieser Hoffnung Ausdruck verleihen. Er ist dem deutschen Wort “Putsch“ entlehnt, das die Macher der Plattform durchaus in zwar kämpferischer, aber friedlicher Absicht für ihre Unternehmung gewählt haben: der Putsch als Instrument für den friedlichen Siegeszug der Revolution.<br />
Hochgesteckte Ziele, für die das grafisch ansprechende und von der Handhabung erfreulich präzise und einfache Tool auch allerhand Funktionen bietet. Einmal angemeldet (was wiederum erfreulich unkompliziert und schnell geht) kann der Fragesteller auswählen, ob seine Frage nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann, die User zwischen einer Anzahl vorgegebener Antworten wählen oder ihre Zustimmung per Rating mit einem oder fünf Sternen beantworten sollen. Die Fragestellungen können also sehr vielseitig gestaltet werden. Des Weiteren werden die Antworten sowie die demografischen und geografischen Daten der User statistisch aufbereitet und mittels Schaubildern dargestellt. Zudem lassen sich Umfragen auf Twitter und Facebook posten und auf Homepages einbetten, ebenso können YouTube-Videos in die Umfragen integriert werden. Das spielerische Konzept sieht vor, dass die User miteinander interagieren, indem jeder zu jedem beliebigen Thema eine frei formulierte Frage stellen und jede andere Frage beantworten kann. Rege Beteiligung wird dabei mit einem Aufstieg ins nächsthöhere Level belohnt.</p>
<h3>Kategorie &#8216;Dies &amp; Das&#8217;</h3>
<p>So weit, so gut. Doch wenn man dann mal einen Blick auf tatsächlich gestellten Fragen wirft, fällt schnell auf, dass ein Großteil wenig bis gar keine politische oder gesellschaftliche Substanz hat, sondern ziemlich trivial erscheint. Ob man den Gutschein-Dienst &#8216;Groupon&#8217; nutzt, wie oft man seine E-Mails checkt oder wie der erste Kuss war – globale Debatten über derlei Fragen dürften weder viele Menschen ernsthaft interessieren noch zu positiven politischen Veränderungen beitragen. Auch die Resonanz scheint noch keine revolutionären Ausmaße angenommen zu haben, viel tut sich derzeit jedenfalls nicht auf der Seite. Die seit Wochen anhaltenden Proteste in der Türkei, deren Protagonisten ja<br />
eine ideale Zielgruppe sein sollen, werden bislang mit keinem Wort erwähnt. Mitgründer Scholler dazu: „Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dass jeder User die für die eigenen Interessen relevanten Themen und Umfragen zu sehen bekommt. Jedem steht es frei, anderen Nutzern bevorzugt zu folgen, etwa, wenn ein Fragesteller häufig zu politischen Themen postet.“<br />
Allerdings befindet sich die Website noch in der Beta-Version und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Der offizielle Start von &#8220;Poutsch&#8221; sei noch gar nicht erfolgt, berichtet Scholler. „Gerade erst ist unsere Mobile App fertig geworden. Jetzt kann &#8216;Poutsch&#8217; auch auf Smartphones verwendet werden“. Das Vorhaben, sich als anerkanntes Medium in der europäischen Politikdebatte zu etablieren, wird mit Nachdruck verfolgt : „Wir haben Kontakt mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Think Tanks und EU-Kommissaren, die sich für unser Tool interessieren. Unser Ziel, einen Beitrag zum Dialog auch zwischen Bürgern und Institutionen zu leisten, stößt auf großes Interesse. Das ist aber alles noch &#8216;work in progress&#8217;. Wir stehen ja noch weit am Anfang“.<br />
Potenzial hat die Idee in jedem Fall. Man darf aber wohl gespannt sein, inwieweit die Umfrage- und Meinungsplattform sich wirklich zu einem Forum für politische Diskussionen entwickelt oder ob der Besucher längerfristig eher Privates aus dem Alltagsleben seiner Nutzer und Scherzfragen zu sehen bekommt. Damit würde &#8220;Poutsch&#8221; ähnlich wie andere soziale Netzwerke vornehmlich zur Befriedigung des eigenen Mitteilungsbedürfnisses sowie zum spaßigen Zeitvertreib genutzt werden. Um dem selbst gesteckten Ziel der Macher, globale Meinungsbilder übersichtlich darzustellen, gerecht zu werden, sind ein steigender Bekanntheitsgrad der Homepage, eine klarere Struktur zu den verschiedenen Themen sowie der (sich im Aufbau befindliche) politische Rückhalt wohl mehr als nötig. Die Frage, ob &#8220;Poutsch&#8221; sich neben der allmächtigen Konkurrenz von Facebook und Twitter zu einem ernsthaften Medium der sozialen und gesellschaftlichen Interaktion etablieren kann, muss noch beantwortet werden.<br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/coolrevolution/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cool revolution</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Werde Online-Schnüffler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 15:57:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mehr e-Demokratie wagen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
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					<description><![CDATA[Die britische Plattform <a href="http://helpmeinvestigate.com/" target="_blank" title="helpmeinvestigate.com" rel="noopener noreferrer">helpmeinvestigate.com</a> aus Birmingham dient der Vernetzung von Bürgern, die zu Themen von öffentlichem Interesse Antworten suchen. Die Idee: Ein User setzt das Thema und alle schnüffeln mit - hoffentlich.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Plattform <a href="http://helpmeinvestigate.com/" target="_blank" title="helpmeinvestigate.com" rel="noopener noreferrer">helpmeinvestigate.com</a> aus Birmingham dient der Vernetzung von Bürgern, die zu Themen von öffentlichem Interesse Antworten suchen. Die Idee: Ein User setzt das Thema und alle schnüffeln mit &#8211; hoffentlich.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://helpmeinvestigate.com/" target="_blank" title="helpmeinvestigate.com" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/helpmeinvestigate.jpg" alt="helpmeinvestigate.com" title="helpmeinvestigate.com" align="left" height="95" hspace="5" vspace="5" width="134" /></a>Das Projekt will &quot;vernetzen, mobilisieren und aufdecken&quot;. So tauschen sich die Nutzer zum Beispiel über die Frage aus, wie gerechtfertigt es ist, dass in London 35 Prozent mehr öffentliches Geld pro Kopf ausgegeben wird als in den West Midlands.
</p>
<p>
Das System hinter dem Projekt ist im Prinzip ein einfaches Wissensforum. Allerdings ist die einfache Benutzerführung, seine Offenheit und das lokale Thema exemplarisch für simple, aber effektive Partizipationsportale.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wissen ist Google</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissen-ist-google-3990/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:33:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Das Netz im Googlehagel]]></category>
		<category><![CDATA[Datenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Dossier]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein nahezu endloses Angebot an Informationen bietet das Internet, und das meist kostenlos. Wer früher noch dicke Bände wälzen musste, kann heute in kürzester Zeit Unmengen an Informationen generieren. Um das online verfügbare Wissen zu ordnen, muss jedoch ein dritter her; und der heißt immer häufiger Google.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein nahezu endloses Angebot an Informationen bietet das Internet, und das meist kostenlos. Wer früher noch dicke Bände wälzen musste, kann heute in kürzester Zeit Unmengen an Informationen generieren. Um das online verfügbare Wissen zu ordnen, muss jedoch ein dritter her; und der heißt immer häufiger Google.<!--break--></p>
<p>
„Haben wir heutzutage die Mittel, um gleichen und universellen Zugang zu Wissen zu bekommen?“ fragt die UNESCO in ihrem Report zur Wissensgesellschaft. Die schnelle und beinahe weltweite Verbreitung des Internets gibt berechtigte Hoffnung, dass Wissen über das Internet überall und jederzeit verfügbar wird. Doch was ist dies für ein Wissen? Wie wird es bezogen und wer organisiert die Datenfluten?
</p>
<p>
Hier nimmt Google eine zentrale Rolle ein. Weltweit kann die Suchmaschine einen Marktanteil von über 55 Prozent vorweisen. In vielen Ländern hat sie beinahe ein Monopol, so etwa in Deutschland mit knapp 90 Prozent. Niederländer suchen sogar zu 95 Prozent mit Google. Doch die Suchmaschine findet die Informationen nicht nur, sie präsentiert sie auch. Welcher der Treffer dabei die ersten Ränge einnimmt, ist von entscheidender Bedeutung.
</p>
<p><b>Der Algorithmus bestimmt</b></p>
<p>
Der Suchalgorithmus von Google, der vor allem die Vernetzung der Seiten untereinander betrachtet, bestimmt, welches Wissen wie einfach oder schwer zugänglich ist. Dieser mathematische Vorgang kann jedoch nicht den Wahrheitsgehalt in den gefundenen Texten messen. Daher bleibt die Ordnung darauf reduziert, wie prominent eine Seite dasteht. So kann zum Beispiel eine Verschwörungstheorie bei Google weitaus höher gerankt werden als die wissenschaftlich gängige Meinung zum Thema, da die Verschwörungstheorie stärker diskutiert und somit auch häufiger verlinkt wird.
</p>
<p>
Ein Beispiel: Suchte man im August 2008 nach dem Begriff „Partei“, erschien als erste politische Vereinigung die Spaßpartei namens „Die PARTEI“ aus dem Umfeld des Satiremagazins Titanic, gefolgt von SPD, DKP und FDP. Hinter dem Bruch, also nur durch Scrollen erreichbar, kamen Grüne und Linkspartei. Die CDU finden Google-Nutzer noch weiter hinten. Vorher kam man bereits an so einigen kleinen oder extremen Parteien vorbei, die aber eben das Wort „Partei“ und nicht „Union“ im Namen tragen. Nun stelle man sich vor, der User besitze keinerlei Vorwissen. Was nicht auf den ersten Seiten erscheint, wird kaum wahrgenommen.
</p>
<p><b>Ausweitung des Wissensangebots</b></p>
<p>
Sehr häufig ist es jedoch das Mitmach-Lexikon Wikipedia, das den ersten Treffer erzeugt. Somit werden die Regeln über den Inhalt nicht von Google, sondern von der Enzyklopädie gemacht. Google greift dieses Modell nun aber an. Seit Ende Juli 2008 ist mit Google Knol eine eigene Enzyklopädie online. Im Gegensatz zu Wikipedia stehen die Artikel dabei stark im Zusammenhang mit dem Autor, der klar hervorgehoben und mit Bild präsentiert wird. Jeder Autor kann zu jedem Thema einen Eintrag verfassen, so dass es viele Artikel mit verschiedenem Inhalt zu demselben Thema geben wird. Wieder bestimmen von Google festgelegte Kriterien die Reihenfolge, in der die Artikel gefunden werden.
</p>
<p>
<b>Weltwissen eingescannt</b>
</p>
<p>
Ein weiteres Wissensangebot ist eines der größten momentanen Projekte der Google Inc., nämlich Google Books. Hier will der Konzern eine riesige Online-Bibliothek erschaffen. Als das Projekt im Jahr 2004 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war es zunächst noch eine Art Online-Verlag, der über Verträge mit anderen Verlagen und Autoren arbeitete. Zwei Monate später ging Google jedoch mit dem Library Project an die Öffentlichkeit, bei dem Bücher in Großbibliotheken eingescannt und digitalisiert werden. Unter den Partnerbibliotheken sind prominente Namen wie die Stanford University, Harvard oder Oxford.
</p>
<p>
Dieses Projekt löste starke Kontroversen aus, da die Besitzrechte vieler eingescannter Bücher noch nicht abgelaufen waren. Online sind viele der Bücher in der Book Search kostenlos einzusehen, wenn auch oft nicht in vollem Umfang. Bei der Benutzung dieser Suche ist es aber wiederum ein Google-Algorithmus, der die Auswahl und Sortierung der Treffer vornimmt.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Google_Library_Project.jpg" title="Google Libary Project" width="350" height="263" />
</p>
<p>
<i>Foto: Joseph Hardin, cc by <a href="http://www.flickr.com/photos/sixteenmilesofstring/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tvol</a></i>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>„Problem der Informationsfreiheit“</b>
</p>
<p><b></b></p>
<p>
Momentan weist wenig darauf hin, dass Google in der westlichen Welt Zensur betreibt oder sonst etwas Böses im Schilde führt. Dies scheint auch überhaupt nicht im Interesse des Konzerns zu liegen. Dennoch hat Google sich eine Stellung erarbeitet, die der Berliner Beauftragte für Informationsfreiheit Dix „ein Problem aus Sicht der Informationsfreiheit in Bezug auf die allgemeine Zugänglichkeit von Informationen“ nennt.
</p>
<p>
Wenn der Konzern wollte, könnte er schwerwiegende Beschränkungen der Informationsfreiheit vornehmen. In China sei dies bereits geschehen, indem Google auf Wunsch der Regierungen zu bestimmten Suchanfragen oder auf bestimmten Seiten keine Treffer angab. Von Indien <a href="/Interview-dix">berichtet Dix</a> ähnliches. Studien haben zwar nachgewiesen, dass Google unter den in China tätigen Suchmaschinen noch am wenigsten Zensur betreibt. Doch diese Entwicklung zeigt, dass die Manipulation des Algorithmus von außen möglich ist.
</p>
<p>
Es könnte aber auch Google selbst sein, das ein Interesse an der Zensur der eigenen Seiten entdeckt. Das naiv klingende Firmenmotto „Tu nichts Böses“ stammt aus Zeiten, als Google noch ein kleines Start-Up war. Als rapide wachsender Konzern, der schon zu den größten der Welt gehört, wird Google selbst zum politischen Akteur. Ob man dann der Verlockung widerstehen kann, die eigenen Mittel zu nutzen, um Interessen durchzusetzten, ist noch nicht geklärt. Die Erfahrungen aus China und Indien weisen darauf hin, dass man es nicht kann.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lesen! Ein Hoch auf die Unordnung&#8230;.</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/lesen_ein_hoch_auf_die_unordnung-3527/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[spanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tagging]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[David Weinberger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Mit dem Buch „Everything is miscellaneous“ verfolgt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Weinberger">David Weinberger</a> eine einfache Grundidee. Er vergleicht die Speicherung von Wissen und Darstellung von Informationen im analogen und digitalen Raum. Auch wenn das Wort „Tagging“ explizit erst auf Seite 92 fällt, stellt Weinberger
durch die Auseinandersetzungen mit der langen Tradition der Metadatenerschließung dar, welche Vorzüge Folksonomies, die durch das gemeinschaftliche, freie Indexieren von Inhalten entstehen, gegenüber rigiden hierarchischen Ordnungsmodellen entfalten können.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Mit dem Buch „Everything is miscellaneous“ verfolgt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Weinberger">David Weinberger</a> eine einfache Grundidee. Er vergleicht die Speicherung von Wissen und Darstellung von Informationen im analogen und digitalen Raum. Auch wenn das Wort „Tagging“ explizit erst auf Seite 92 fällt, stellt Weinberger<br />
durch die Auseinandersetzungen mit der langen Tradition der Metadatenerschließung dar, welche Vorzüge Folksonomies, die durch das gemeinschaftliche, freie Indexieren von Inhalten entstehen, gegenüber rigiden hierarchischen Ordnungsmodellen entfalten können.<!--break-->
</p>
<p>
In<br />
Weinbergers Worten: Es gibt keinen Grund weshalb Wissen so organisiert<br />
sein sollte wie unser Wäscheschrank. Während in letzterem alles seinen<br />
Platz hat, liegt der Vorteil digitaler Daten in der Vielfalt an<br />
möglichen Darstellungsformen.
</p>
<p>
Anhand zahlreicher Beispiele zeigt<br />
Weinberger, dass etablierte Klassifikationen und Kategoriensysteme nur<br />
eine mögliche Sicht der Dinge darstellen.<br />
Die Lektüre bildet eine unterhaltsame tour d’horizon durch die<br />
Geschichte der Konstruktion von Ordnung – und ihres Zerfalls. So<br />
erfährt man, dass die alphabetische Sortierung eine keineswegs<br />
unstrittige Erfindung darstellte, eine Innovation, die erst erlernt<br />
werden und Akzeptanz finden musste.
</p>
<p>
Ebenso interessant sind die<br />
Schilderungen der Genese von Ordnungsmodellen in den<br />
Naturwissenschaften. Das Periodensystem der chemischen Elemente wurde<br />
zunächst entlang des Gewichts der Atome strukturiert, erst später wurde<br />
die Anzahl der Protonen als Sortierkriterium eingeführt. Waren die<br />
alten Griechen sich einer kosmischen Harmonie der Planentenbahnen noch<br />
sicher, ist inzwischen strittig, was denn ein Planet überhaupt sei.<br />
Carl von Linné, Begründer der biologischen Taxonomie, sah in seiner<br />
Systema naturae eine ziemlich chaotische Klasse der Würmer vor, die<br />
erst später von Lamarck ausdifferenziert wurde.<br />
„Miscellaneous“ (deutsch „Vermischtes“) bezeichnet in vielen<br />
Informationsangeboten die Restkategorie, das „Sonstige“, das nirgendwo<br />
einen Platz hat.
</p>
<p>
Ist diese Art der Wissensorganisation tatsächlich<br />
erstrebenswert? Weinberger argumentiert hauptsächlich mit den Defiziten<br />
festgelegter Strukturen. Die Dewey Dezimalklassifikation, ein System,<br />
das im 19. Jahrhundert entwickelt wurde und noch heute weltweit in<br />
200.000 Bibliotheken (unter anderem der Deutschen Nationalbibliothek)<br />
Verwendung findet, spiegelt in weiten Teilen den Lehrplan und<br />
Erfahrungshorizont des frisch graduierten Collegestudenten Melvil Dewey<br />
wieder. Das Resultat ist eine eurozentrische, in vielen Fällen<br />
widersprüchliche und unstimmige „Weltordnung“.
</p>
<p>
Durch die Prominenz von<br />
Social Tagging Systemen ändert sich die Definitionshoheit:<br />
Idiosynkratisch vegebene Metadaten vieler Nutzer wirken zusammen, so<br />
dass dynamisch generierbare Ordnungen entstehen und in ihrer<br />
Konstruiertheit erfahrbar werden. Die Netzwelt demaskiert damit die<br />
impliziten Machtverhältnisse, die tradierte Formen der<br />
Wissensorganisation mit sich bringen.<br />
Weitere Informationen finden sich im<a href="http://www.everythingismiscellaneous.com/"> Blog zum Buch </a>(engl.).<br />
Wer zum Thema Social Tagging dikutieren will: Am 30.11. ist Thorsten<br />
Hampel, Juniorprofessor für Digitale und Kooperative Medien am<br />
Department of Knowledge and Business Engineering der Universität Wien,<br />
als Chatgast eingeladen!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Meyers startet redaktionell geprüftes Mitmachlexikon</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/meyers-startet-redaktionell-geprueftes-mitmachlexikon-3263/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/meyers-startet-redaktionell-geprueftes-mitmachlexikon-3263/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Meyers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Gedruckte Nachschlagewerke haben es schwer, seitdem es Wikipedia gibt. Das Internet-Lexikon, bei dem jeder Internetuser sein Wissen beisteuern kann, ist schnell, aktuell und umfassend – aber nicht immer verlässlich. Der <a href="http://lexikon.meyers.de/">Lexikonverlag Meyers</a> kombiniert jetzt das Fachwissen einer Redaktion mit der Weisheit der Massen. Seit dem 11. September können die redaktionellen Beiträge aus dem klassischen Lexikon im Internet umgeschrieben und bearbeitet werden. Neue Beiträge kann man ebenfalls verfassen.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Gedruckte Nachschlagewerke haben es schwer, seitdem es Wikipedia gibt. Das Internet-Lexikon, bei dem jeder Internetuser sein Wissen beisteuern kann, ist schnell, aktuell und umfassend – aber nicht immer verlässlich. Der <a href="http://lexikon.meyers.de/">Lexikonverlag Meyers</a> kombiniert jetzt das Fachwissen einer Redaktion mit der Weisheit der Massen. Seit dem 11. September können die redaktionellen Beiträge aus dem klassischen Lexikon im Internet umgeschrieben und bearbeitet werden. Neue Beiträge kann man ebenfalls verfassen.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Die Lexikonredaktion schaut die Beiträge durch und überführt diese bei<br />
inhaltlicher Richtigkeit und neutraler Darstellung gegebenenfalls in<br />
einen geprüften Artikelbereich. Wie bei Wikipedia gibt es die<br />
Möglichkeit, über die Lexikonartikel zu diskutieren.<br />
Um mitzumachen, kann man sich kostenlos registrieren und muss<br />
Nutzungsrechte abtreten.
</p>
<p>
Die freie Verwendung der Beiträge auf<br />
nicht-kommerziellen Internetseiten ist jedoch eingeschrankt: Laut den<br />
Nutzungsbedingungen darf man bis zu zehn Artikel bis zu zwei Jahre mit<br />
Quellenangabe und Link auf seine private Seite stellen. Spätestens dann<br />
sollte man die neue Version online stellen, damit die Zweijahresfrist<br />
von Neuem anläuft.
</p>
<p>
Ein ähnliches Konzept ohne kommerziellen Hintergrund verfolgt <a href="http://en.citizendium.org/wiki/Main_Page">Citizendium</a>, das der Wikipedia-Beteiligte Larry Sanger <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/cheise_citizendium_070111.shtml">Anfang 2007 startete.</a>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Open Innovation und die Revolution des Wissens</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/open_innovation_und_die_revolution_des_wissens-92/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:45:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Open Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[geistiges Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><strong>(22. Juni 2006) Der Titel verspricht viel und das Buch        hält das Versprechen. "Die wunderbare Wissensvermehrung.        Wie Open Innovation unsere Welt revolutioniert" ist ein Sammelband,        in dem Fachleute aus ihrem Blickwinkel zeigen, welche Potenziale        öffentliche Innovationsprozesse (Open Innovation), zu bieten        haben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(22. Juni 2006) Der Titel verspricht viel und das Buch hält das Versprechen. &#8220;Die wunderbare Wissensvermehrung. Wie Open Innovation unsere Welt revolutioniert&#8221; ist ein Sammelband, in dem Fachleute aus ihrem Blickwinkel zeigen, welche Potenziale öffentliche Innovationsprozesse (Open Innovation), zu bieten haben.<!--break--> </strong><br />
Schnell wird klar, dass diese Potenziale eben nichts mit Wundern zu tun haben, sondern durch neue, offene Wege der Nutzung von Wissen und insbesondere durch eine freie Zusammenarbeit der Internetnutzer verwirklicht werden können.</p>
<p class="normal">Herausgegeben von den Mitarbeitern der Heinrich Böll Stiftung Olga Drossou und Andreas Poltermann und vom freien Autor Stefan Krempl, ist das Buch im April 2006 beim Heise Zeitschriften Verlag in der Reihe Telepolis erschienen. Ideen für das Buch lieferte die Konferenz Open Innovation &#8211; Auf der Suche nach neuen Leitbildern, welche die Heinrich-Böll-Stiftung mit der Technischen Universität Berlin und der Humbold Universtität 2004 in Berlin veranstaltete. Die über 20 Autoren sind prominente Spezialisten aus Universitäten, Unternehmen und Vereinen (Wikimedia, Linux-Verband u.a.), die die Überzeugungen teilen, dass Wissen gemeinschaftlich zu erzeugen und anzuwenden ist.</p>
<p class="normal"><strong>Open Innovation als Postulat für eine neue Innovationskultur</strong></p>
<p>Das Buch vereint in seinen Beiträgen verschiedene Ansätze miteinander: Den Open Source- und Free Software-Gedanken mit Innovationstheorien und -praktiken. Die offene Verbreitung von Wissen wird als Voraussetzung von Innovation vorausgesetzt. Das Beispiel von Open Source ist so nicht nur eine innovative Methode zur Softwareerstellung, sondern auch eine allgemeine Kreationsmethode. Damit wird der in Großteilen von Wirtschaft und Politik vorherrschende Gedanke, von der Notwendigkeit der Verknappung von Wissen und Information, wie z.B. durch Patente, in Frage gestellt werden. Denn gerade die Ausweitung geistiger Eigentumsrechte droht die Potenziale der Neuen Medien enorm einzuschränken. Dieses Buch bezeichnet sich daher selbst als ein Plädoyer für die Innovationsfreiheit durch eine neue und offene Nutzung von Daten, Informationen und Wissen. Es ist in vier Teile gegliedert.<br />
<strong>Aufbau </strong><br />
Der erste Abschnitt ist der Theorieteil. Die zwei eng miteinander verbundenen Konzepte Open Innovation und kontextorientierte Innovationsstrategie werden hier in je einem Beitrag von Professor Rainer Kuhlen und einem Autorenteam vorgestellt.<br />
Abschnitt zwei kann als Technikteil bezeichnet werden. Die Berliner Wissenschaftler Wolfgang Coy und Barbara van Schewick zeigen anhand vieler Beispiele, dass das Internet nur dann weiter so viele und abwechslungsreiche Innovationen hervorbringen kann, wenn die bisherige offene Netzstruktur erhalten bleibt.<br />
Der dritte Teil vereinigt fünf Beiträge, die die verschiedenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nennen, die für einen Erfolg verbraucherfreundlicher Innovationen notwendig sind. Eine der wichtigsten Bedingungen ist, dass die Kosten für die vielen möglichen Innovatoren – beispielsweise durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Copyleft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Copyleft-Lizenz</a>] – gering bleiben.<br />
Der letzte Teil geht über die wirtschaftlichen Perspektiven hinaus und eröffnet den Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen von Open Source Systemen und sozialer Software.<br />
<strong>Offene oder geschlossene Innovationsprozesse </strong><br />
Ursprünglich kommt der Begriff Open Innovation aus der Betriebswirtschaftslehre. Henry Chesbrough von der University of Berkeley hat mit seinem 2003 erschienenen Buch Open Innovation. The New Imperative for Creating and Profiting from Technology einen Gegenentwurf zu der Praxis von abgeriegelten Forschungslabors und der strengsten Geheimhaltung von Erfindungen geschaffen. Er sieht die Notwendigkeit der Einbeziehung weiterer Akteure in den Innovationsprozess. Für die Autoren des Buches geht dies jedoch nicht weit genug, da Chesbrough die Abschwächung der geistigen Eigentumsrechte nicht für nötig hält. Auch sieht er noch keine aktive und kreative Rolle des Kunden im Innovationsprozess, wie das Frank Piller in seinem Beitrag tut. Der Gewerkschafter Ulrich Klotz sieht darin eine Demokratisierung von Innovationsprozessen und weist damit auf die politische Dimension von Open Innovation hin.<br />
<strong>Die politische Dimension</strong><br />
Mit dem Konzept der Open Innovation wird auch die Hoffnung verbunden, wieder mehr Akteure ins politische Leben einzubeziehen. Dazu dienen Formate wie Weblogs oder Onlinewahlen, deren Wirkung aber bisher begrenzt war.<br />
Vor der inflationären Verwendung des Begriffs <a href="http://www.land-der-ideen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innovation in der deutschen Politik</a> grenzen sich die Verfasser ab. Zugleich wollen sie die Richtung der Diskussion beeinflussen – hin zu einer neuen zukunftsträchtigen Innovationskultur, die auf einem offenen Umgang mit Wissen basiert. Es wird auch der Versuch gemacht, den Innovationsbegriff mit dem Konzept der Nachhaltigkeit zu verbinden. Gerade hier ist sicherlich noch viel Arbeit zu leisten.<br />
Die Vielzahl der Themen und Begrifflichkeiten erschwert die Lektüre für den sachfremden Leser. Trotzdem eröffnet das Buch auch für Nichtexperten völlig neue Blinkwinkel auf das Internet und seine Innovationsfähigkeiten und -bedingungen. Zudem werden Experten in den Beiträgen unbekannte Argumente finden, die für eine neue Innovationsstrategie sprechen. Freilich kommen anderslautende Meinungen höchstens am Rande zu Wort. So ist es interessant, dass Michael Stolpe in seinem Beitrag „Alternativen zum weltweiten Patentschutz für pharmazeutische Innovationen“ versucht, das Konzept von Open Innovation auf die Pharmaindustrie anzuwenden. Denn gerade die Pharmaindustrie betont immer wieder die hohen Kosten für Forschung und Innovationen. Daraus und aus vielen anderen Ansätzen des Buches ergeben sich weitere interessante Diskussionen und Implikationen, die es sich auch weiterhin lohnt, zu verfolgen.</p>
<p class="normal">
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wem kann man vertrauen? 9</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 15:40:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Ratspräsidentschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch eine Podiumsdiskussion: &#34;Das Internet als Wissensarchiv&#34;. Suchmaschinenentwickler, Wissenschaftler, eine itailenische Wikipedianerin und eine BBC-Journalistin auf dem Podium reden über die Zukunft des Suchens und Findens. Unter den Diskutanten auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Bourdoncle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Bourdoncle</a>, Entwickler der Suchmaschine <a href="http://www.exalead.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exalead</a>, mit der versucht werden soll, auch Videos, Audios und Bilder besser auffindbar zu machen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine Podiumsdiskussion: &quot;Das Internet als Wissensarchiv&quot;. Suchmaschinenentwickler, Wissenschaftler, eine itailenische Wikipedianerin und eine BBC-Journalistin auf dem Podium reden über die Zukunft des Suchens und Findens. Unter den Diskutanten auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Bourdoncle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Bourdoncle</a>, Entwickler der Suchmaschine <a href="http://www.exalead.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exalead</a>, mit der versucht werden soll, auch Videos, Audios und Bilder besser auffindbar zu machen.<br />
<!--break--><br />
Immerhin selbstkritisch: Bourdoncle hat das Gefühl, die Aufkaufpolitik großer Corporates ist letztendlich eher eine Innovations-Verhinderungs-Strategie, um gute Ideen unter der Decke zu halten. Genaueres zum Algorithmus von exalead will er dennoch nicht sagen.<br />
Vertrauen in Inhalte: Nein.<br />
Gebrauchtwagenkauf: Scheint ein interessantes Auto zu sein, aber irgendwie wäre ich vorsichtig.<br />
Oder Becky Palmer, BBC: Soll die BBC mehr User Generated Content anbieten? Palmer überzeugt mit einer differenzierten einerseits-andererseits Argumentation, die mir als Politologen durchaus sympathisch ist. Ihr Kommentar zu BBC-I can (heute <a href="http://www.bbc.co.uk/dna/actionnetwork/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">action network</a>), dem interessanten Bürger-Aktions-Projekt der BBC: Guter Ansatz, aber die Nutzer hätten mehr daraus machen können.<br />
Vertrauen in Inhalte: Ja.<br />
Gebrauchtwagenkauf? Ja.<br />
Heute abend hat uns noch der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Georg Milbradt, zum Essen eingeladen. </p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wikipedia bekommt Konkurrenz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-cheise_citizendium_070111-shtml-3130/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätssicherung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Citizendium]]></category>
		<category><![CDATA[Larry Sanger]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Larry Sanger hat Wikipedia mitgegründet. Jetzt bastelt er an einer Alternative: Sein Konkurrenzprojekt Citizendium setzt auf einen festen Autorenstamm, anonyme Einträge soll es nicht geben. Wikipedia feiert zwar sechs Jahre Erfolg, muss sich aber dennoch weiterentwickeln.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Larry Sanger hat Wikipedia mitgegründet. Jetzt bastelt er an einer Alternative: Sein Konkurrenzprojekt Citizendium setzt auf einen festen Autorenstamm, anonyme Einträge soll es nicht geben. Wikipedia feiert zwar sechs Jahre Erfolg, muss sich aber dennoch weiterentwickeln.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Das Online-Lexikon Wikipedia wird am 15. Januar sechs Jahre alt. Zum Geburtstag gibt es aber nicht nur Glückwünsche: Mitbegründer Larry Sanger gilt mittlerweile als einer der größten Kritiker der freien Enzyklopädie, im Herbst 2006 wurden seine Pläne für ein Konkurrenzprojekt öffentlich: Noch ist Citizendium teils<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Provisorium</a>, teils<br />
                            <a href="http://pilot.citizendium.org/wiki/Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pilotprojekt</a>, der offizielle Start ist für &#8220;Anfang 2007&#8221; angekündigt – der genaue Termin ist noch<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org/faq.html#introductory" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offen</a>.</p>
<p>Wer sich heute schnell über ein Thema informieren will, greift nicht zum Lexikon im Bücherregal sondern konsultiert die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Was viele nicht wissen: Wikipedia ging aus einem Projekt namens<br />
                            <a href="http://web.archive.org/web/20030730063941/www.nupedia.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nupedia</a> hervor. Jimmy Wales, später zusammen mit Larry Sanger, hatte das Internet-Nachschlagewerk im März 2000 lanciert, es orientierte sich stark an konventionellen Lexika. Schnell entdeckten die Macher von Nupedia die damals neue Wikitechnologie, die es Internetnutzern ermöglicht, Inhalte im Netz unkompliziert zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu der heute bekannten freien Wissensdatenbank Wikipedia sollte dieses Wiki jedoch nur als Vorstufe für Nupedia-Artikel genutzt werden. Ziel war es, die im Wiki gesammelten Beiträge später wissenschaftlich überprüfen zu lassen und gegebenenfalls auf Nupedia zu veröffentlichen. Während sich Wikipedia jedoch mit rasender Geschwindigkeit weiterentwickelte, blieb die ursprüngliche Idee des redigierten Internetnachschlagewerks auf der Strecke und ging im September 2003 endgültig unter.</p>
<p>
                              <strong>Zurück zum Ursprung</strong>
                            </p>
<p>Sechs Jahre nach der somit eher zufälligen Entstehung von Wikipedia kehrt Sanger nun zu der Ursprungsidee von Nupedia zurück und will mit Citizendium &#8220;eine neue Gemeinschaft&#8221; gründen: Anonyme Beiträge, wie bei Wikipedia üblich, soll es hier nicht mehr geben. Der Einzelne ist persönlich gefragt, das zeigt allein der Name: Citizendium, so Sangers Erklärung, ist ein Mischwort aus &#8220;Bürger&#8221; und &#8220;Kompendium&#8221;. Konkret heißt das: Anders als bei der erfolgreichen Konkurrenz kann niemand Beiträge veröffentlichen, ohne sich vorher unter realem Namen und mit gültiger Emailadresse registriert zu haben. So will Sanger eine &#8220;Verantwortungskultur&#8221; schaffen, damit das Projekt nicht Gefahr läuft, zur Spielwiese persönlicher Befindlichkeiten und politischer Interessen zu werden.Wie bei Nupedia sollen außerdem alle Artikel ein Qualitätssicherungsverfahren (&#8220;Peer-Review&#8221;) durchlaufen, um falsche Informationen von der Wissensdatenbank fernzuhalten.</p>
<p>Eine<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org/fundamentals.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Charta</a> mit &#8220;kurzen und recht vagen&#8221; Veröffentlichungsregeln sowie ein fester Stamm an Redakteuren sollen für „verbesserte Qualität“ sorgen und Streitigkeiten von vornherein ausschließen. So genannte „Schutzmänner“ sind für die Einhaltung der Charta verantwortlich und ahnden Verstöße, notfalls auch mit Ausschluss. Kurz: Citizendium will die positiven Eigenschaften von Wikipedia adaptieren und die negativen Elemente mittels Reglementierungen ausblenden. Um das zu erreichen, plant Sanger in der ersten Phase, alle Artikel der englischsprachigen Version von Wikipedia in Citizendium zu übernehmen und zu überprüfen.</p>
<p>Auf die Frage, ob Citizendium damit ein Konkurrenzprodukt zu Wikipedia darstellt, heißt es auf Citizendium.org selbstbewusst: „<br />
                            <a href="http://www.citizendium.org/faq.html#wikiciti" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Natürlich</a>, warum sollten wir uns sonst abspalten?“.</p>
<p>
                              <strong>Sangers Kritik an Wikipedia</strong>
                            </p>
<p>Sanger wirft der Wikipedia Foundation vor, Qualitätsmängel nicht offen einzugestehen und nur unzureichend an Verbesserungen zu arbeiten. Die Ereignisse der letzten Jahre geben Sanger Recht: Obwohl das renommierte<br />
                            <a href="http://www.nature.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nature Magazin</a> Wikipedia in einer<br />
                            <a href="http://www.nature.com/news/2005/051212/full/438900a.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> aus dem Jahr 2005 noch „Kopf an Kopf“ mit der Encyclopedia Britannica in Punkto Exaktheit sah, ist die Manipulation von Artikeln bei Wikipedia ein alter Hut. Die<br />
                            <a href="http://de.wikinews.org/wiki/Mitarbeiter_des_US-Kongresses_manipulierten_in_Wikipedia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verfälschung</a> von Politikerbiografien durch Mitarbeiter des US-Kongresses im Jahr 2005 ist dabei nur eins von vielen<br />
                            <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5200820_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispielen</a>. Doch auch in der deutschen Wikipedia wird<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,418289,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abseits von</a> und<br />
                            <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20139/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">während</a> Wahlkämpfen fleißig geschönt.</p>
<p>
                              <strong>Citizendium vs. Wikipedia</strong>
                            </p>
<p>In der deutschen Version von Wikipedia, die mit über 500.000 Artikeln die zweitgrößte Community innerhalb der Wikipedia Foundation darstellt, sucht der Interessierte übrigens vergeblich nach einem Artikel über Citizendium. Während die meisten anderen Ausgaben, unter anderem auch die englischsprachige, einen<br />
                            <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Citizendium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umfangreichen Artikel</a> enthält, wird man in der hiesigen Version auf den Beitrag über<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Citizendium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Larry Sanger</a> weitergeleitet.</p>
<p>&#8220;Es existierten schon mehrmals vollständige Artikel zu Citizendium, die jedoch rasch gelöscht wurden&#8221;, kommentiert Nutzer DuMonde auf der Diskussionsseite zum deutschen<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Larry_Sanger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Larry Sanger-Text</a>. &#8220;Es scheint so, dass ein Artikel wikipediaseitig nicht gewünscht ist &#8211; die vorgebrachten Gegenargumente sind dünn.&#8221; Er vermutet weiter, „dass C. (<br />
                            <em>Citizendium, Anm. d. Red</em>.) deshalb keine Zukunft haben wird, weil W. (<br />
                            <em>Wikipedia, Anm. d. Red</em>.) sich in Richtung C. anpassen wird. Die Versuche der (zunächst) deutschen W., mit zwei Artikelversionen zu arbeiten (redigierte öffentliche Version vs. interne Arbeitsversion), deuten schon stark in diese Richtung&#8230;&#8221;.</p>
<p>Die Frage liegt auf der Hand: Wie politisch darf eine Internet-Enzyklopädie sein? Und wie frei soll sie sein? Der Status, den Wikipedia mittlerweile innehat, hängt in erster Linie an ihrer Offenheit. Ob es mit Citizendium möglich sein wird, ein ähnliches Projekt zu stemmen und damit eine Alternative zu Wikipedia darzustellen, bleibt abzuwarten. Dass sich Wikipedia weiterentwickeln wird und muss, ist hingegen längst klar.</p>
<table cellpadding="2" width="147" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="klein" width="139" bgcolor="#FFCC33">Erschienen am<br />
                                  <!-- #BeginEditable "Erscheinungsdatum" -->11.1.2007</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Spannungsfelder der Wissensgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/geheimniskramerei-im-amt/wissensgesellschaftspannung-shtml-2971/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geheimniskrämerei im Amt]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Einleitung in einen komplexen Gegenstand]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Einleitung in einen komplexen Gegenstand<!--break--></p>
<p>Schon 1973 veröffentlichte Daniel Bell seine<br />
                  <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3593335557/qid=1018522502/sr=1-2/ref=sr_1_0_2/028-3121851-5913359" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thesen</a> vom Leben in einer &#8220;postindustriellen Gesellschaft&#8221;. Im Bereich der Wirtschaft vollzog sich ein Übergang von der güterproduzierenden zur Dienstleistungsgesellschaft. Damals zeigten sich tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die seit den 90er Jahren mit dem Begriff der &#8220;Wissensgesellschaft&#8221; gekennzeichnet werden. Die Begriffe wurden gewählt, um die gewachsene Bedeutung von &#8220;Wissen&#8221; als ein weiterer Produktionsfaktor neben Boden, Arbeit und Kapital zu erfassen. Wissen wird zu handelbaren Ware &#8211; Wissensarbeit zu unserem täglichen Brot. Aber Wissen ist auch ein öffentliches Gut, dass für alle frei zugänglich sein muss, will er oder sie in einer ausdifferenzierten und komplexen Gesellschaft überleben. Wissen ist speicherbar, sei es auf käuflichen Datenträgern oder in Form von geteilten Erlebnissen, die von Generation zu Generation kostenlos mitgeteilt werden.</p>
<p>Doch was ist das wirklich Neue? Schließlich galt noch in jeder Gesellschaft, dass Wissen Macht ist.<br />
                  <br />&#8220;Der Wissensraum ist so groß und im Prinzip frei wie nie, für den einzelnen kann er aber so klein bzw. kontrolliert werden, wie ebenfalls nie zuvor&#8221;, sagte der Konstanzer Medienwissenschaftler Rainer Kuhlen auf der letztjährigen Konferenz &#8220;Gut zu Wissen&#8221; der Heinrich-Böll-Stiftung im Interview mit<br />
                  <a href="/salon/transcripte/kuhlen.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital</a>.</p>
<p>Neue Informationstechnologien (IT) &#8211; vornehmlich das globale Internet &#8211; strukturieren Unternehmen, das Privatleben, aber auch die Politik neu. Die informationstechnologische Revolution schafft neue Handlungs- und Bewegungsspielräume, die die Wirtschaft z.T. radikal geändert haben: eCommerce, eBusiness. Innerhalb der Politik wird viel von eGovernment, eDemocracy oder eSociety gesprochen.</p>
<p>Wenn die oben genannte These von Rainer Kuhlen zutrifft, wird der Zugang zur Ressource in der entstehenden Wissensgesellschaft zur zentralen gesellschaftlichen Frage. Welches Wissen wird wie Nachgefragt und unter welchen Konditionen angeboten? Denn schon zu Zeiten der Industriegesellschaft war der Zugang zu den Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital von entscheidender Bedeutung. Daran scheint sich nichts grundlegendes geändert zu haben. Vielmehr kommt ein neuer Faktor hinzu und verändert das Verhältnis der Produktionsfaktoren untereinander.</p>
<p>Folgerichtig stellt die Konferenz<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/wissenswert.shtml">&#8220;WissensWert&#8221;</a> die Frage nach dem Zugang zur Ressource Wissen aus unterschiedlichen Perspektiven: wirtschaftliche, rechtliche und politische Aspekte kommen auf der Konferenz zur Sprache.</p>
<p>Im Zusammenhang damit steht die zentrale Fragestellung, wie das Verhältnis Staat-Bürgerinnen in der aufkommenden Wissensgesellschaft geregelt ist. Neben dem bekannten Schreckensbild des &#8220;gläsernen Menschen&#8221; steht das positive Leitbild des &#8220;gläsernen Staates&#8221;. Welche Informationen braucht der mündige Bürger vom Staat, um seinen demokratischen Pflichten nachzukommen?</p>
<p>Bisher war es aufgrund der in Deutschlands Amtsstuben herrschenden Verschwiegenheit und Geheimniskrämerei kaum möglich, Einblick in Akten zu erhalten. Im Informationsfreiheitsgesetz (IFG) soll nun geregelt werden, dass Jedermann/frau unter Wahrung des Datenschutzes ein Recht auf Auskunft hat. Dass dieses Recht, dass bisher nur in vier Bundesländer eingeführt wurde, bisher kaum genutzt wird, liegt schlicht an seiner geringen öffentlichen Bekanntheit. Die Wichtigkeit eines offenen Informationszuganges für ein funktionierendes demokratisches System und einer aufgeklärten Öffentlichkeit kann nicht genug betont werden. Das<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/redelfs.shtml">Interview</a> mit Manfred Redelfs beleuchtet die Bedeutung des IFG aus der Perspektive des Journalismus und zeigt die praktischen Folgen.</p>
<p>Doch warum hat Deutschland immer noch kein IFG? Diesen Mangel beleuchtet der<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/ifg.shtml">Artikel</a> von Mortimer Treichel.</p>
<p>Ein anderes Spannungsfeld liegt in dem schnellen Wachstum des Wissensangebotes, dass zu einer Informationsflut und dem Problem der Verarbeitung dieses Überangebotes führt. Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Wissensmanagement aus der Perspektive der Wirtschaftswissenschaften. Im<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/walger.shtml">Interview</a> mit Prof. Dr. Gerd Walger von der Privat-Universität Witten-Herdecke umschreibt er seinen Lösungsansatz mit dem Begriff des &#8220;Vergessensmanagement&#8221;.</p>
<p>Gerade da die Konturen ebenso wie der Begriff der Wissensgesellschaft noch unscharf und uneindeutig sind, ist es wichtig, den Weg Deutschlands in das Informationszeitalter mittels rechtlicher Grundlagen vorzugeben. Andererseits bedarf es der Suche nach Lösungspotentialen für die Spannungen zwischen der zunehmenden Kommerzialisierung und Verwertung von Wissen und der Bewahrung des öffentlichen Reichtums von Wissen.<br />
                  </p>
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		<title>Wissen ist der Reichtum einer Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen macht Wert]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[geistiges Eigentum]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissensfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Konferenz "Wissenswert" will die Frage um die Resource Wissen aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Konferenz &#8220;Wissenswert&#8221; will die Frage um die Resource Wissen aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachten<!--break-->
                    </p>
<p>&#8220;Das weltweite Wissenspotential sollte zu Gunsten aller Menschen genutzt werden&#8221;, sagt<br />
                    <a href="http://duplox.wz-berlin.de/people/jeanette" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeanette Hofmann</a> vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Die promovierte Politologin beschäftigt sich mit der sozioökonomischen und rechtlichen Entwicklung von Informationen im Internet. Ihre These: Durch die Digitalisierung greifen die herkömmlichen Profitmodelle der Informationswirtschaft nicht mehr, eine Nivellierung des Urhebergesetzes und Bestrebungen der Industrie neue Wertschöpfungssysteme einzuführen, könnte in Zukunft zu einer Verknappung des frei verfügbaren Wissens führen.</p>
<p>Dabei ist für Jeanette Hofmann klar: &#8220;Wissen ist der Reichtum einer Gesellschaft, Wissen sollte für jedermann frei zugänglich sein.&#8221; Deshalb organisiert sie zusammen mit Carolin Welzel und dem Wissenschaftszentrum Berlin am 17. und 18. April die Tagung<br />
                    <a href="http://www.wz-berlin.de/wissenswert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Wissenswert&#8221;</a> zum Thema &#8220;Internet und die neue Wissensordnung&#8221;. Ziel der Tagung an der Wissenschaftler und Experten mit dem Forschungsgebiet Wissensgesellschaft als Gastredner geladen sind: Den Weg in die Wissensgesellschaft zu thematisieren, auf Probleme und Gefahren aufmerksam zu machen und durch das Zusammenbringen von verschiedenen Experten Lösungspotentiale schaffen.</p>
<p>&#8220;Ich sehe hauptsächlich die Gefahr durch eine stärkere Kommerzialisierung von Wissen&#8221;, sagt Jeanette Hofmann. Es geht um die Hürden, die den Zugang zu Wissen beschränken.<br />
                    <br />Dabei seien die gewachsene Wissenshierarchie, die Rechte der Konsumenten und damit auch die Errungenschaften des prädigitalen Zeitalters in Gefahr. Denn mit der Digitalisierung von Informationen und Wissen entstehe ein Paradoxon: Zum einen sinken die Transaktionskosten in der Zirkulation des Wissens durch Medien wie das Internet, auf der anderen Seite wird der Zugang zum Wissen durch neue Lizenzierungssysteme wieder beschränkt.</p>
<p>So will die Tagung &#8220;Wissenswert&#8221; die Frage nach dem Zugang zur Ressource Wissen aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten und dabei wirtschaftliche, rechtliche und politische Aspekte zur Sprache bringen. Dreh- und Angelpunkt: Das geistige Eigentum und damit Zugang und die Verteilung von Wissen, die nach Meinung der Organisatorin in Zukunft hauptsächlich eine politische Frage sein wird.</p>
<p>Denn schließlich gebe es ja durchaus Beispiele, wie die fast schon legendäre Geschichte des<br />
                    <a href="/netzpolitik/linux" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Computerbetriebssystems Linux</a>, die geistiges Eigentum schützen und trotzdem den freien Zugang zu dem darin enthaltenen Wissen erlauben. Dabei müssten die Informationswirtschaft natürlich umdenken muss und nach jahrelangen profitablen Geschäften, auf Gewinne aus Wissensmonopolen verzichten. Wie diese dann Gewinne generieren sollen, kann Jeanette Hofmann nicht sagen, für sie zählt allein der freie Zugang zu Wissen: &#8220;Für die Unternehmen sehe da keine Lösung.&#8221;<br />
                    </p>
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