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	<title>Wissenschaft &#8211; politik-digital</title>
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		<title>KI, Wissenschaft und Wirtschaft: Eine Bestandsaufnahme. (Teil 1/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 09:22:43 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Künstliche Intelligenz bewegt heutzutage nicht nur Autos, sondern seit einiger Zeit auch die Politik. Letzten Herbst hat man sich noch große Ziele gesetzt, was innerhalb der interessierten Öffentlichkeit nicht nur Neugier, sondern auch ernsthafte Bedenken um die Umsetzbarkeit der Pläne geweckt hat. Aber was hat sich seitdem getan? Eine Bestandsaufnahme von Sein und Selbstbewusstsein.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Es ist ganz offiziell: <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland soll KI-Weltmeister werden</a> – zumindest wenn es nach der Bundesregierung geht. Die Veröffentlichung der ambitionierten KI-Strategie seitens der Bundesregierung, sowie die Einberufung der KI-Enquete-Kommission im Bundestag sollte allen zeigen: „Wir sind dran, macht euch keine Sorgen!“. Während die Regierung mit ihrer Strategie die Bundesrepublik KI-tauglich machen will, soll die Kommission beraten und gleichzeitig auf Seiten der Bevölkerung und auch bei der Politik selbst Vertrauen schaffen.  Einen herben Rückschlag gab es jedoch schon: Das für die Strategie angesetzte Zusatz-Budget von 3 Milliarden Euro wurde bereits im März von Finanzminister Scholz <a href="https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/millionen-statt-milliarden-fuer-ki-strategie-a-1258401.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf 500 Millionen Euro zurechtgestutzt.</a></p>
<p>Mit Blick sowohl auf die KI-Strategie, als auch auf die Themensetzung der Enquete-Kommission kann man vier Themen-Schwerpunkte erkennen: Man will die KI-Forschung fördern, die wirtschaftliche Umsetzung sicherstellen, gesellschaftliche Akzeptanz schaffen und nicht zuletzt bei all dem auch noch ethisch verankert sein. Die folgenden Zeilen widmen sich den ersten beiden Schwerpunkten.</p>
<h3>Die großen Digitalunternehmen sind in der Forschung taktgebend</h3>
<p>Die Mittel der klassischen Forschungsförderung – Forschungsgelder, Professuren und Forschungscluster- fanden sich in der Strategie wenig überraschend wieder, doch bei der Umsetzung hagelte es bisher von vielen Seiten Kritik: Von den <a href="https://taz.de/Hemmnisse-in-der-KI-Forschung/!5623727/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 KI-Professuren</a>, die das BMBF besetzen wollte,  konnten beispielsweise bisher nur für etwa 30 überhaupt ein Plan zur Besetzung vorgelegt werden. Auch ein zuvor groß angekündigtes neues virtuelles deutsch-französisches KI-Forschungszentrum wurde im Haushaltsentwurf 2019 <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kooperation-deutsch-franzoesisches-prestigeprojekt-zur-ki-forschung-droht-zu-versanden/22906856.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit keinem Wort mehr erwähnt</a>. Man wolle stattdessen bestehende Kooperationen weiter verstärken.</p>
<p>Besonders interessant dürfte aber vor allem der Umgang mit der ungeheuren Dynamik in der Digitalbranche sein, die weltweit die Forschungslandschaft verändert. Das wissen auch die Sachverständigen der KI-Kommission auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu berichten. Dr. Tina Klüwer, Gründerin des KI-Unternehmens <em>parlamind </em>und selbst lange Jahre KI-Forscherin, bescheinigt, dass auch in der KI-Grundlagenforschung längst nicht mehr altgediente Forschungseinrichtungen, sondern die größten Digitalunternehmen taktgebend seien. Diese Entwicklung dürfe man nicht verschlafen.</p>
<p>Der preisgekrönte Robotiker Prof. Sami Haddadin konstatiert ebenfalls die schwere Trennbarkeit und hohe Dynamik zwischen digitaler Grundlagenforschung und ihrer wirtschaftlichen Verwertung. Gleichzeitig betont er jedoch die für Deutschland so zentrale Rolle der beharrlichen und zeitintensiven Grundlagenforschung. Das Problem seien hier in erster Linie fehlende Entfaltungsmöglichkeiten für junge Innovatorinnen und Innovatoren – sowohl finanziell, als auch rechtlich. Das Problem ist aber bekannt –  unter Vertretern des Forschungsministeriums wird als Beispiel hierfür gerne das MP3-Debakel genannt, bei dem die vom deutschen Fraunhofer-Institut entwickelte Technologie letztendlich in Japan und in den USA wirtschaftlich umgesetzt wurde. Harald Popp, Mitentwickler des in den 80er Jahren erforschten Kompressionsverfahrens teilte in einem <a href="https://www.mp3-history.com/content/dam/mp3history/de/documents/FraunhoferIIS_Produktbrosch%C3%BCre_mp3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht des Fraunhofer-Instituts</a> diese Analyse und problematisiert an diesem Beispiel die Unterfinanzierung deutscher Digitalunternehmen.</p>
<figure id="attachment_161977" aria-describedby="caption-attachment-161977" style="width: 1920px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-161977 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash.jpg" alt="Zwar sieht man ihn heutzutage nicht mehr sehr häufig, dennoch ist er immer noch in den Erinnerungen vieler Forschungspolitiker*innen: der MP3-Player " width="1920" height="1280" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash.jpg 1920w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-300x200.jpg 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-768x512.jpg 768w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-161977" class="wp-caption-text">Zwar sieht man ihn heutzutage nicht mehr sehr häufig, dennoch ist er immer noch in den Erinnerungen vieler Forschungspolitikerinnen und -politiker: der MP3-Player.</figcaption></figure>
<h3> „A.I. Made in Germany“</h3>
<p>Um einen Brain-Drain gut ausgebildeter, innovationsdurstiger und potentiell unterfinanzierter Wissenschaftlicherinnen und Wissenschaftler zu verhindern, will man momentan von allen Seiten Gegenkräfte mobilisieren. Das Siegel „A.I. Made in Germany“ soll gezielt etabliert werden. Man sieht unschwer: bei der KI geht es nicht nur um eine weitere Technologie, sondern auch um eine Frage der Identität. Die KI-Strategie will selbstbewusst an die sagenumwobene Herkunftsbezeichnung anknüpfen und Deutschlands globale Stellung in den Ingenieurswissenschaften noch für lange Zeit behaupten. Deshalb will sich die Regierung in der Wirtschaft sowohl als treibende, als auch als regelnde Kraft betätigen.</p>
<p>Neben der verstärkten Förderung des ohnehin schon bestehenden Gründungsprogramms <a href="https://www.exist.de/DE/Home/inhalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EXIST</a> findet sich hier neuerdings auch die staatliche <a href="https://www.bmbf.de/de/agentur-fuer-sprunginnovationen-9677.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur für Sprunginnovationen</a>, welche nach langen Diskussionen um den konkreten Ort nun endgültig in Leipzig angesiedelt werden soll. Deren Aufgabe ist es, Schlüsseltechnologien in der Forschung frühzeitig zu erkennen, um diese dann möglichst schnell in Deutschland zur Marktreife zu bringen, indem sie auch noch dabei hilft, das nötige Wagniskapital zu organisieren. Auf diesem Weg sollen die häufig noch eher selbstgenügsamen universitären Forschungseinrichtungen effizienter der Wirtschaft zuspielen können. Ob dies auch so funktioniert oder die enttäuschten Länder und Kommunen, welche sich ebenfalls um den Standort für die Agentur beworben hatten, nicht am Ende doch selbst eine Konkurrenz ins Leben rufen, ist momentan schwer absehbar und wird sich erst die nächsten Monate zeigen.</p>
<h3>Und was ist mit dem Mittelstand?</h3>
<p>Damit der technologische Wandel auch am heiligen deutschen Mittelstand nicht spurlos vorbei geht, sollen außerdem KI-Trainerinnen und Trainer engagiert werden. Dass dies tatsächlich notwendig ist beteuert der Berliner Unternehmer Rasmus Rothe im <a href="https://www.tagesschau.de/inland/kuenstliche-intelligenz-111.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit der Tagesschau</a>. Es vergingen Monate, bis ein Unternehmen verstanden hätten, was für ein Potential dahintersteckt, konstatiert Rothe. Hier lässt sich jedoch ein durchwachsenes Fazit ziehen: Zwar wurden die notwendigen 20 Stellen in den Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren mittlerweile besetzt und es wird auch schon fleißig daran gearbeitet, den Sollwert von 1.000 Unternehmenskontakten im Jahr zu bewerkstelligen. Doch ist nach wie vor fraglich, ob eine einzige Person alleine tatsächlich im Schnitt 50 Unternehmen im Jahr auf KI-Kurs trimmen kann.</p>
<figure id="attachment_161980" aria-describedby="caption-attachment-161980" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161980 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer.png" alt="Sie kann in der Enquete-Kommission aus der Praxis erzählen: parlamind-Gründerin Tina Klüwer" width="640" height="480" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-161980" class="wp-caption-text">Sie kann in der Enquete-Kommission aus der Praxis erzählen: parlamind-Gründerin Tina Klüwer</figcaption></figure>
<h3>Nicht nur für das Klima braucht man stabile Ökosysteme</h3>
<p>Sowohl für Neugründungen aus der Forschung heraus, als auch für neue Geschäftsfelder längst etablierter Unternehmen vernimmt man von allen Seiten die laute Forderung nach einem „Ökosystem“ für künstliche Intelligenz. Doch wie sieht so ein Ökosystem aus?  Dr. Tina Klüwer betont an dieser Stelle den rechtlichen Rahmen als zentrales Kriterium, in ihrem Fall vor allem den Datenschutz. In Form der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stelle dieser sowohl Unternehmen, als auch Aufsichtsbehörden vor offene Fragen. Es sei teuer, Rechtssicherheit zu gewährleisten, was vor allem junge, aber auch mittelständische Unternehmen trifft. Befürworter der DSGVO würden aber entgegnen, dass sich auch hier längerfristig „best practices“ durchsetzen werden. Dass man die Forschung jedoch heutzutage überhaupt schwer kontrollieren könne, bescheinigt Prof. Haddadin indirekt, als er von eigenen Forschungsprojekten erzählt, bei denen die in Deutschland rechtlich nicht möglichen Parts schlichtweg in die USA ausgelagert worden sind.</p>
<h3>Werte sind kein Unique Selling Point?</h3>
<p>Für diese Fragen der Regulatorik hält sowohl die Kommission, als auch die Strategie der Bundesregierung eine im besten Sinne typisch deutsche Lösung bereit: Normierung. Michael Teigler von der deutschen Kommission Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (DKE) erklärt vor der KI-Kommission, dass das Normungssystem ein Erfolgsmodell für Deutschland sei, das es fortzusetzen gelte. Sowohl die DKE, als auch die DIN versuchen zum Teil mit der Hilfe des Bundeswirtschaftsministeriums sowohl technische, als auch ethische Aspekte der KI zu normieren. Man versucht der Wissenschaft und Wirtschaft Rechtssicherheit und Datenkonsistenz zu gewährleisten durch klare und verbindliche Vorgaben, welche rechtlich jedoch nicht festgeschriebene sind. Demgegenüber verbreitet sich die Kritik, dass sich die aus Deutschland stammenden Normen –insbesondere die ethischen – am Ende international nicht durchsetzen werden können. Mario Brandenburg von der FDP-Bundestagsfraktion fasst zusammen: „Werte sind kein USP“, wobei USP für „Unique Selling Point“ steht. Heißt auch: Man könne als Europa international nur Werte setzen, wenn man sich an der Spitze der Entwicklung befindet.</p>
<p>Inwieweit jedoch die Gesellschaft bereit ist, im Sinne eines globalen Wettbewerbs die eigenen Werte auszudehnen oder aber auch zu verwerfen und ob das überhaupt wünschenswert wäre, steht auf einem anderen Blatt. Genau dies wird Inhalt des zweiten Artikels über den Stand der KI-Kommission sein.</p>
<p>Hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Gesellschaft</a><br />
Hier geht es zum dritten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Ethik</a></p>
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<div class="_3bJ2H CHExY">
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@franckinjapan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Franck V.</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/robot?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Symbolbild MP3-Player:</strong> by <a href="https://unsplash.com/@sidem0n?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Ruijia Wang</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/ipod?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Tina Klüwer</strong>: obs/parlamind</div>
</div>
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</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeit, Innovation und Gleichstellung in der Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Matthiessen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2018 08:35:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Arbeit und Arbeiten verändern sich so rasant wie nie zuvor. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren direkt miteinander, wodurch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-155388" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbildcut.jpg" alt="Titelbildcut" width="922" height="500" />Arbeit und Arbeiten verändern sich so rasant wie nie zuvor. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren direkt miteinander, wodurch neue Arbeitswelten entstehen. Diese so konkret und anschaulich wie möglich darzustellen, hat sich die Veranstaltung &#8220;Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft&#8221; als Ziel gesetzt.</p>
<figure id="attachment_155410" aria-describedby="caption-attachment-155410" style="width: 192px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="  wp-image-155410" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CareJackcut1-305x464.jpg" alt="" width="192" height="292" /><figcaption id="caption-attachment-155410" class="wp-caption-text">Care Jack</figcaption></figure>
<p>Im Fokus steht dabei vor allem die Frage nach Reichweite und Tiefe der Veränderungen in der Arbeitswelt. Beispielhaft wurden einige innovative Ansätze in der <a href="https://www.fraunhofer.de/de/veranstaltungen-messen/veranstaltungen/zukunftsarbeit.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer-Erlebniswelt #Zukunftsarbeit</a> als interaktive Exponate präsentiert, die zukünftig Bereiche wie Produktion, Medizin oder Pflege verändern werden.</p>
<p>Dazu gehört z.B. der Care Jack, ein an den Menschen angepasstes Geschirr, das den Arbeitenden bei schwerer körperlicher Arbeit unterstützt. Er erkennt korrekte Hebebewegungen oder weist daraufhin, wie Gewicht noch besser verteilt werden kann. Außerdem kann er dem Nutzer beim in die Knie gehen durch mechanische Federsysteme das Heben schwerer Last erleichtern.</p>
<p>Ein weiteres spannendes Beispiel ist das Perceptual User Interface System, das dem Computer durch Kameras und Projektoren ermöglicht, mit dem oder der ProduzentIn zu interagieren. Das System kann dem oder der Produzierenden auf das Produkt Montageanweisungen projezieren, die korrekte Montage prüfen oder Materialfehler, die der oder die Produzierende entdeckt, ins System aufnehmen und zur Ausbesserung weiterleiten. Und das alles ohne Tablet, PC oder sonstige Hilfsmittel.</p>
<p>Doch wer entwickelt eigentlich solche intelligenten Helfer und wie sieht es in Forschung und Technik mit der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen aus? Dieser Frage widmete sich die Diskussionsrunde „Frauen in der Tech-Szene“, die am vorletzten Tag der Veranstaltungsreihe stattfand.</p>
<h3>Frauen in der Tech-Szene</h3>
<p>Die Techbranche ist so zukunftsrelevant wie kaum eine andere, das steht fest. Gerade dort ist es daher wichtig, für Diversität und Perspektivenpluralismus zu sorgen. Aktuell wird die Szene aber deutlich von Männern dominiert, besonders in der Führung. Warum besteht dieses Verhältnis und welche Wege führen heraus? Diesen und anderen Fragen stellten sich die Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Leiter der Abteilung &#8220;Forschung für Digitalisierung und Innovationen&#8221; des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Katharina Hochfeld, stellvertretende Leitung des Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO und Christine Henning von der Gesellschaft für Informatik (GI), Fachgruppe &#8220;Frauen und Informatik in der GI&#8221;.</p>
<p>Die Forscherin Hochfeld stellte fest, der Großteil der Organisationen, Unternehmen wie öffentliche Einrichtungen, hätten eigentlich erkannt, dass sie für Gleichstellung sorgen müssten und riefen verschiedene Diversity-Programme ins Leben. Trotzdem sei der Erfolg bisher nur mäßig eingetreten, was zeige, dass die Gründe tiefer lägen. Wichtigster Faktor wären die Stereotypen, die zwar menschlich seien, aber eben bedeutende Nachteile mit sich brächten. Die Untersuchung des Fraunhofer IAOs zeigte, dass vor allem die Zuschreibung von Fähigkeiten zentral für die Unterschiedlichkeit der Karriereerfolge ist. Männer und Frauen sind sich einig, wer erfolgreich sein will, benötigt Durchsetzungsvermögen und die Fahigkeiten des Selbstmarketings und des Networkens. Wurden die Teilnehmer der Untersuchung aber gefragt, welche Attribute sie Frauen oder Männern zuschreiben würden, antwortete die Mehrheit mit denselben Kategorien bei der Beschreibung der Männer. Frauen wurden aber eher Attribute wie Teamfähigkeit oder Empathie zugeschrieben. Diese ungleiche, in großen Teilen unbewusste, Beurteilung prägt das Geschlechterverhältnis in Organisationen maßgeblich.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Veränderung der Kommunikation und Arbeitsweise der männlichen Kollegen, sobald eine Frau in die Abteilung oder das Team eintritt, so Hochfeld weiter. Viele hätten das Gefühl sich in ihrem gewohnten Umgang untereinander beschränken zu müssen und würden daher männliche Kollegen bevorzugen.</p>
<p>Die Informatikerin Henning betonte, dass diese Beurteilung auch schon in der Schule problematisch sei und dazu führe, dass Mädchen empfohlen würde: &#8220;Mathematik studieren ist doch zu schwer, versuch lieber etwas anderes.&#8221; Diese Mädchen, gerade auch in den ländlichen Regionen, müssten schon früh dabei unterstützt werden, mutig voranzuschreiten und sich in der Studien- und Berufswahl nicht von Geschlechterrollen beeinflussen zu lassen.</p>
<figure style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-155392 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PerceptualUserInterfacecut-305x153.jpg" alt="PerceptualUserInterfacecut" width="305" height="153" /><figcaption class="wp-caption-text">Perceptual User Interface&nbsp;</p>
<p></figcaption></figure>
<p>Prof. Dr. Lukas stimmte seinen Diskussionspartnerinnen zu und sieht ein Push- and Pull-Modell als Weg, um Gleichstellung im Berufsleben und speziell in der Tech-Branche zu erreichen. Auf der einen Seite müssten, wie Henning schon betonte, junge Frauen bei der Karrierewahl motiviert werden, nicht-traditionelle Tätigkeiten und Studiengänge auszuwählen. Dazu könnten die Stärkung von Vernetzung und interdisziplinärem Lernen in der Schule und z.B. auch die Auflösung der Prädestination des Karriereweges durch die Leistungskurswahl, wie Hochfeld anmerkte, dienen. Auch monoedukative Modelle, wie Mädchenschulen, die mitunter viel höhere Zahlen von Studierenden der MINT-Fächer, Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik unter den Absolventinnen aufweisen würden, könnten hilfreich sein, so Henning.</p>
<h3>&#8220;Wir müssen bei den Führungskräften anfangen.&#8221;</h3>
<p>Auf der anderen Seite stehe, laut Lukas, aber das Vorleben von Gleichstellung in den Eliten der Gesellschaft. &#8220;Wir müssen bei den Führungskräften anfangen.&#8221; Nur so könnten Vorbilder erzeugt werden, die jungen Frauen anziehen und bei der Berufswahl helfen könnten. Wichtig sei im späteren Berufsleben auch die Veränderung der Arbeitsverhältnisse hinsichtlich der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, so Hochfeld. Viele Frauen mit bedeutenden Karriere würden ähnlich leben wie die erfolgreichen männlichen Kollegen. Zuhause übernehme dann häufig der Mann mehr familiäre Pflichten, was die gleichen negativen Folgen für die Partnerschaft haben könne.</p>
<p>Abschließend sind sich die Diskutierenden einig, Frauen müssten in Machtfragen stärker für ihre Position kämpfen und auf ihren Zielen beharren. Dieses Einfordern müsse jetzt geschehen und gemeinsam mit einem strukturellen Wandel in der Förderung junger Mädchen einhergehen, da das Bewusstsein dafür in der Gesellschaft nie größer war als heute. Nur so kann Gleichstellung in allen Branchen und speziell in der Tech-Branche ermöglicht werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Titelbild: Redaktion, CC-BY-SA 3.0</h3>
<h3>Bilder im Text: Redaktion, CC-BY-SA 3.0</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Media Policy Lab zur Sicherung von Medienvielfalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2018 10:22:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Media Policy Lab]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch war es soweit: das neue Medieninstitut Media Policy Lab wurde in Berlin eröffnet. Das Institut ist ein Projekt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Media-Policy-Lab.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-153953" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Media-Policy-Lab.png" alt="Media Policy Lab" width="640" height="280" /></a></p>
<p>Am Mittwoch war es soweit: das neue Medieninstitut Media Policy Lab wurde in Berlin eröffnet. Das Institut ist ein Projekt der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und widmet sich Fragen der Netzpolitik und der digitalen Medienvielfalt. Netzpolitische Debatten werden mit wissenschaftlicher Expertise vernetzt, um so die Sicherung der Medienvielfalt im digitalen Zeitalter zu gewähren.</p>
<h3>Forschung mit netzpolitischen Debatten verbinden und fördern</h3>
<p>Eine demokratische Gesellschaft ist auf eine funktionierende vierte Gewalt, die Presse, angewiesen. Dazu gehört heute ein Journalismus, der auch im Digitalen eine Finanzierung findet, eine diskriminierungsfreie Angebotsvielfalt, die Nutzern qualitative Informationen zugänglich macht und Strukturen, die die Auffindbarkeit von journalistischen Inhalten ermöglichen. Das Media Policy Lab erforscht diese wichtigen Aufgaben zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und weiteren Akteuren der digitalen Gesellschaft. „Wir möchten in Fragen der Sicherung von Medienvielfalt im digitalen Zeitalter eng zusammenarbeiten, Synergien schaffen und die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem Thema fördern, da wir einen erhöhten Forschungsbedarf in diesem Bereich sehen“, erklärte die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg Anja Zimmer in einer <a href="http://mabb.de/uber-die-mabb/presse/pressemitteilungen-details/media-policy-lab-fuer-die-sicherung-von-medienvielfalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>. Durch jährlich neue aktuelle Schwerpunkte soll das Lab flexibel auf den Wandel der Informationsgesellschaft reagieren können und so wissenschaftliche Experten schneller mit Netzpolitischen Debatten vernetzen.</p>
<h3>Projekte, Veröffentlichungen und Veranstaltungen</h3>
<p>Eine Aufgabe des Labs ist der Wissenstransfer. Für die Öffentlichkeit werden thematisch relevante <a href="http://mediapolicylab.de/veroeffentlichungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichungen</a> der wissenschaftlichen Experten, Studien und Berichte aus den Projekten zusammengestellt. Hierzu zählt beispielsweise die Studie „<a href="https://algorithmwatch.org/de/filterblase-geplatzt-kaum-raum-fuer-personalisierung-bei-google-suchen-zur-bundestagswahl-2017/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenspende: Google und die Bundestagswahl 2017</a>“ der Initiative AlgorithmWatch. Zusätzlich soll durch Kooperationen mit Experten eigenständige Projekte zu den neuen Herausforderungen der digitalen Medienlandschaft entwickelt und durchgeführt werden. Und natürlich dürfen auch hier thematische Veranstaltungen zur Förderung von Wissenschaftskommunikation und der Bereicherung der öffentlichen Debatte nicht fehlen. Eine erste Veranstaltung ist auch schon bekannt: <a href="http://mediapolicylab.de/veranstaltungen/details/google-und-die-bundestagswahl-2017.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Algorithmen transparent machen</a>. Diese findet am 28. Februar in Berlin statt. Weitere Veranstaltungen werden <a href="http://mediapolicylab.de/veranstaltungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bekannt gegeben.</p>
<p>Titelbild Screenshot: <a href="http://mediapolicylab.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Media Policy Lab</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-123958" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Neues Zentrum für Internetforschung wird in Bochum eröffnet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/neues-zentrum-fuer-internetforschung-wird-in-bochum-eroeffnet-151247/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Valerie Rödder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 11:15:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Center for Advanced Internet Studies]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Insitute]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nimmt das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum seine Arbeit auf. Internationale Forscher und Forscherinnen, Per­sön­lichkeiten aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CAIS-Logo1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151253" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CAIS-Logo1.jpg" alt="CAIS-Logo" width="567" height="184" /></a></p>
<p>Heute nimmt das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum seine Arbeit auf. Internationale Forscher und Forscherinnen, Per­sön­lichkeiten aus der Praxis und interessierte Bürgerinnen und Bürger können einzeln oder gemeinsam und in interdisziplinären Teams verschiedene Forschungsprojekte im Bereich der Digitalisierung und Internetforschung durchführen.</p>
<p>Wir haben Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme Instituts, und Prof. Dr. Michael Baurmann, wissenschaftlicher Leiter des CAIS, ein paar Fragen zu der Arbeitsweise, den Kooperationspartnern und den Zielen des Institutes gestellt.</p>
<p>Michael Baurmann (MB) / Frauke Gerlach (FG)</p>
<p><strong>Aus welchen Anlass wurde das Zentrum für Internetforschung gegründet?</strong></p>
<p>MB: Das CAIS wurde gegründet im Zusammenhang der Beteiligung der Universitäten Bochum, Bonn, Düsseldorf und Münster, des Grimme Instituts (Marl) sowie des GESIS Instituts für Sozialwissenschaften an dem Antrag für ein deutsches Internet-Institut, das durch das BMBF mit einem Fördervolumen von 50 Millionen Euro ausgeschrieben wurde. In dem Konzept dieses NRW Konsortiums für ein deutsches Internet-Institut spielt das CAIS eine wichtige Rolle als integriertes Forschungskolleg, an dem sich sowohl externe Wissenschaftler als auch Forschungspartner des Internet-Instituts für Forschungsarbeiten aufhalten können. Das CAIS kann mit seinen attraktiven Programmen für Fellowships, Arbeitsgruppen und Veranstaltungen aber auch als eigenständiges Forschungszentrum existieren. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) hat sich deshalb sehr schnell entschlossen, das CAIS unabhängig von Ausgang des Antrags für ein deutsches Internet-Institut für zunächst drei Jahre mit 3 Millionen Euro mit einer Verlängerungsoption für zwei weitere Jahre zu fördern.</p>
<p><strong>Gibt es bereits konkrete Forschungsthemen und Projekte?</strong></p>
<p>MB: Als Kolleg wird die Forschung am CAIS vor allem durch die Wissenschaftler geprägt, die sich für eine bestimmte Zeit als Fellows und Gäste am CAIS aufhalten. Wir wollen natürlich, dass sie sich dabei mit der Digitalisierung und dem Internet auseinandersetzen. Aber wir wollen ihnen auch einen großen Freiraum lassen und hoffen, dass sie uns mit originellen und innovativen Vorhaben und Projekten überraschen. Der Rahmen der Forschung ist dabei weit gezogen, Internetforschung soll am CAIS in ihrer ganzen Breite erfolgen, das schließt die Folgen der Digitalisierung für Wirtschaft und Arbeit ebenso ein wie die Potentiale des Internets für demokratische Partizipation und politische Kommunikation oder die Herausforderungen für Bildung und Wissen. Dabei geht es nicht nur um Chancen und Möglichkeiten, sondern auch um Risiken und Gefahren. Stichworte sind hier etwa der Missbrauch des Internets durch extremistische und terroristische Gruppen, Hassmails, Indoktrination, rassistische Hetze oder die Verbreitung von Fake-News und Verschwörungstheorien.</p>
<p><strong>Das zentrale Anliegen des CAIS ist der Dialog mit der Öffentlichkeit. Können Sie uns mehr darüber erzählen?</strong></p>
<p>MB: Von unseren Fellows und Gästen erwarten wir vor allem auch ihre Bereitschaft zum aktiven Austausch mit der Bürgerschaft, mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und den Medien. Und wir wollen nicht nur, dass sie als Experten ihr Wissen und ihre Erkenntnisse weitergeben, wir wollen auch, dass sie die Menschen mit ihren praktischen Erfahrungen ernstnehmen und von ihrem Wissen und ihren Erkenntnissen lernen. Digitalisierung und Internet sind gewissermaßen flüchtige Forschungsgenstände, die sich häufig schneller verändern als es die Methoden und die skrupulöse Sorgfalt der Wissenschaft erlauben. Das heißt aber: Ohne Kontakt zu der Praxis und zu den Menschen, die diesen permanenten Veränderungsprozess in ihrem privaten und beruflichen Alltag antreiben und erfahren, kann wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich einpacken. Für diesen Dialog haben wir unterschiedliche Formate vorgesehen, dabei geht es auch um Experimente mit neuen Wegen und Ideen und ihre Erprobung.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-151251" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FraukeGerlach039_klein.jpg" alt="Frauke Gerlach" width="187" height="265" /></p>
<p><strong>Frauke Gerlach</strong>, Juristin, ist seit Dezember 2014 Geschäftsführerin des Grimme Forschungskollegs . Sie promovierte zu &#8220;[Media Governance] Moderne Staatlichkeit in Zeiten des Internets &#8211; Vom Rundfunkstaatsvertrag zum medienpolitischen Verhandlungssystem&#8221; und war Aufsichtsratsmitglied in mehreren Medientinstituten.</div></div>
<p>FG: Das Grimme-Institut als Gesellschafter des CAIS sieht sich hier in der Rolle eines Impulsgebers. Durch unsere Qualitätspreise, den Fernsehpreis und den Online Award, durch unsere vielfältigen Veranstaltungserfahrungen und durch unsere Kontakte in die Medienbranche möchten wir zu einem Dialog mit der Öffentlichkeit beitragen und Schnittstellen anbieten. Wichtig ist uns dabei in der Tat die Zweiseitigkeit des Dialogs. Es geht nicht um einen einseitigen Transferprozess, sondern um einen wechselseitigen Lern- und Austauschprozess. In der praktischen Umsetzung bedeutet dies aus meiner Sicht auch, dass wir unterschiedliche Orte, etwa Kultur- und Bildungseinrichtungen aufsuchen, und digitale Medien für diesen Dialog aktiv einsetzen, insbesondere die Social Media Kanäle, um Menschen zu erreichen.</p>
<p><strong>Sie sprechen unter anderem auch davon, dass sich Bürger und Bürgerinnen an ihrem Institut einbringen können. Wie kann ich mich als interessierte Bürgerin bei Ihnen einbringen?</strong></p>
<p>MB: Grundsätzlich stehen die Förderprogramme des CAIS nicht nur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler offen, sondern auch für Personen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien oder der Zivilgesellschaft, die über einschlägige praktische Expertise und Erfahrung verfügen. Darüber hinaus werden die schon in anderen Kontexten erprobten Formate der Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit angeboten&#8230; Aber auch hier gilt, dass wir in Zusammenarbeit mit unseren Fellows und Gästen neue Möglichkeiten erproben wollen. Eine Idee ist beispielsweise, dass man im Laufe der Zeit eine „Datenbank“ aufbaut, in der sich interessierte Bürgerinnen und Bürger mit ihrem spezifischen Profil an Know-How und Erfahrungswissen eintragen können und auf die man dann für bestimmte Fragestellungen und Themen gezielt zurückgreifen kann.</p>
<p>FG: Wir werden im CAIS auch darüber nachdenken, Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von „Citizen Science“ in die Forschungsaktivitäten einzubinden. Bei diesem Ansatz geht es darum, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv Aufgaben im Forschungsprozess übernehmen, etwa Daten erheben oder sogar Forschungsfragen formulieren. Aus der Biologie und der Geschichtswissenschaft gibt es schöne Beispiele für diese Offene Wissenschaft. Im CAIS ginge es um Projektthemen der digitalen Gesellschaft und um Datenerhebungen mittels Apps und Internet.<br />
Grundsätzlich will das CAIS auch einen öffentlichen Diskurs befördern, an dem sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen sollten: Denn im Kern geht es um die Frage, wie wir zukünftig in der digitalen Gesellschaft leben wollen.</p>
<p><strong>Sie planen Kooperationen mit Praxispartnern. Steht schon fest wer diese Praxispartner sind und wie ist die Zusammenarbeit geplant?</strong></p>
<p>MB: Praxispartner werden im Aufsichtsrat und Beirat des CAIS prominent vertreten sein, und sie sollen ja vor allem auch an den Programmen des CAIS selber aktiv teilnehmen. Das befindet sich aber alles noch im Aufbau. Wichtig ist dabei, dass wir uns hier wie bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine dynamische Entwicklung wünschen, die das Kontaktnetz in die Praxis kontinuierlich mit neuen Persönlichkeiten und Institutionen erweitert und bereichert.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"> <div class="c33l info-box"><div class="subc"></span></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-151248" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto_Baurmann_klein.jpg" alt="Foto_Baurmann_klein" width="187" height="198" /></p>
<p><strong>Michael Baurmann,</strong> wissenschaftlicher Direktor des CAIS<strong>,</strong> ist seit 1997 Professor für Soziologie an der Universität Düsseldorf. Gastaufenthalte hatte er in Mexiko, Australien, USA und Schweden. Seit 2016 ist er Sprecher des Düsseldorfer Instituts für Internet und Demokratie (DIID). </div></div>
<p>FG: Ein Stück weit versteht sich das Grimme-Institut selbst als Praxispartner des CAIS. Wir führen im Hause selbst medienpädagogische Praxisseminare und Fortbildungen für Praktiker der Medienbildung durch und entwickeln Medienbildungskonzepte für die Praxis. Darüber hinaus bieten wir Schnittstellen zu Bildungseinrichtungen und zu Medienschaffenden an. Mit der digitalen Transformation unserer Gesellschaft entstehen neue Herausforderungen für die Bildung und Qualifizierung. Ausgewählte Forschungsergebnisse müssen gemeinsam mit Praktikern und Didaktikern in Schulungsangebote für Pädagogen und Multiplikatoren übersetzt werden. Dazu bringen wir Kontakte zu Schulen und außerschulischen Trägern, zu Volkshochschulen und Medienbildungseinrichtungen ein. Durch Kontakte zu den Kreativen und Produzierenden der Medienbranche eröffnen sich viele Felder der inhaltlichen Zusammenarbeit. Es geht darum, Verbindungen zwischen Forschung und Praxis aufzubauen, und Themen wie etwa der Umgang mit Hatespeech bei Online-Redaktionen von Nachrichtenportalen oder der Einsatz von Big Data im Medienmanagement mit Praxiserfahrungen zu unterfüttern.</p>
<p><strong>In welche Richtung soll sich das Zentrum entwickeln und gibt es eine Agenda für die nächsten fünf oder zehn Jahre?</strong></p>
<p>MB: Es ist eine der Stärken unseres Konzepts, dass es offen ist für eine zügige Anpassung an neue Entwicklungen und Erfahrungen. Das gilt sowohl für Inhalt als auch Struktur unserer Programme. Wir haben eine bereits jetzt breite Forschungsagenda als Orientierungsrahmen für unsere Fellows und Gäste formuliert, diese Agenda kann aber jederzeit revidiert und erweitert werden, eine Notwendigkeit, wenn man es mit einem sich so schnell verändernden Bereich zu tun hat. Was unsere Programmstruktur mit einem Fellow-, Projekt- und Veranstaltungsprogramm angeht, so muss die Erfahrung zeigen, ob wir damit die Bedürfnisse und Präferenzen potentieller Antragstellerinnen und Antragsteller optimal treffen oder ob man Teile dieser Programmlinien umstrukturieren sollte. Auch das ist kurzfristig möglich. Die Agenda für die nächsten Jahre lautet also vor allem: Offen und anpassungsfähig sein für die dynamischen Entwicklungen von Internet und Digitalisierung!</p>
<p><strong>Wie sieht ihr wissenschaftlicher Ansatz aus? Aus welchen Blickwinkeln und anhand welcher Forschungsdisziplinen werden die Phänomene und Problematiken betrachtet?</strong></p>
<p>Das CAIS fördert nicht nur einen Ansatz und nicht nur eine Disziplin: Das würde dem komplexen Gegenstand einer digitalen Gesellschaft in keiner Weise gerecht! Die Limitierung des Blickwinkels einzelner Fächer soll gerade durch die Zusammenarbeit an einem Forschungskolleg überwunden werden. Das CAIS lädt deshalb Vertreterinnen und Vertreter der Sozial- und Kulturwissenschaften, der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, der Psychologie, Pädagogik und Informatik zu vor allem interdisziplinären Vorhaben und Projekten ein.</p>
<p><strong><br />
</strong>Das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) ist <a href="http://www.cais.nrw/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> zu finden.</p>
<p>Titelbild: by via <a href="www.cais.nrw">CAIS</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>„Point of no return“ für ein (un-)freies Internet? &#8211; Digitale Presseschau 11/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 15:07:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[„At the crossroads of life there are no signposts“, hieß es bei Chaplin. Bei vielen Themen über das Internet stehen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„At the crossroads of life there are no signposts“, hieß es bei Chaplin. Bei vielen Themen über das Internet stehen wir an einem Scheideweg, dessen Richtung zukünftige Entscheidungen vorbestimmen wird. Dieser Gedanke kann einerseits in Bezug auf die Technologie gedacht werden, die ab einem gewissen Grad der Eigengesetzlichkeit unumkehrbar wird – dieser Gedanke hat aber auch eine politische Dimension, das ist die Dimension der Krise. Durch internationale Verordnungen und Abkommen, etwa bei der momentan verhandelten europäischen Datenschutz-Grundverordnung oder dem TTIP-Abkommen, werden ebenso politische Weichenstellungen vorgenommen. Hier stellt sich nur die Frage: Gibt es einen „Point of no return“ für ein (un-)freies Internet?</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=YgnnEOTOepU" title="Ukraine: Verschwörungsvideos in den sozialen Netzwerken - wochenwebschau #31" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/YgnnEOTOepU?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Wie in heutigen Revolten und Bürgerkriegen üblich, gibt es auch von der Krise in der Ukraine mit dem Mythos des Authentischen umwobene, verwackelte Amateurvideos, die in Sozialen Netzwerken und Blogs rege Verbreitung finden. Die <a href="http://wochenwebschau.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wochenwebschau</a> von Radio Bremen analysiert mit Konrad Weber vom <a href="http://socialmediawatchblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Media Watchblog</a> eines dieser Videos. Die vermeintlich „unprofessionellen“ Videos, die als Alternative zur Berichterstattung durch Massenmedien angepriesen werden, sind in Wahrheit oft hochprofessionelle Machwerke.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-it-projekt/digitale-agenda-machtprobe-mit-silicon-valley-12842407.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz in Europa?</a></h3>
<p>Das Europäische Parlament stimmte am vergangenen Mittwoch dem Entwurf der EU-Kommission zur Datenschutz-Grundverordnung vom Januar 2012 zu. Das europäische Gesetzesvorhaben zum Datenschutz, das die Richtlinie von 1995 ablösen soll, wird eines der wichtigsten der kommenden Jahre werden. Von der Datenschutz-Grundverordnung hängt ab, ob wir über die Spuren, die wir im Internet hinterlassen, wieder das Verfügungsrecht erhalten werden und somit ein Stück digitale Autonomie und Freiheit. Nun muss aber noch der Ministerrat der Europäischen Union dem Entwurf zustimmen. Die FAZ-Redakteure Uwe Ebbinghaus, Stefan Schulz und Thomas Thiel berichten ausführlich über die damit verbundenen Lobbykämpfe und die Verweigerungshaltung der deutschen Regierung innerhalb dieser Verhandlungen.<br />
Zum selben Thema erschien, ebenfalls in der FAZ, ein Interview mit dem Grünen-Politiker <a href="https://twitter.com/JanAlbrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan-Philipp Albrecht</a>, der den <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-it-projekt/interview-mit-jan-philipp-albrecht-das-wichtigste-ueber-die-datenschutzreform-der-eu-12841473.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entwurf der Datenschutz-Grundverordnung für das Europäische Parlament</a> maßgeblich mit ausarbeitete.</p>
<h3><a href="http://www.egovernment-computing.de/projekte/articles/437258/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Agenda</a></h3>
<p>Die Große Koalition arbeitet derzeit ihre Digitale Agenda aus. (Wir dokumentieren dies auf <a href="http://bundestag-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundestag-digital.de</a>). Philipp Müller macht sich über die konkrete Ausgestaltung der Agenda Gedanken sowie darüber, wie „neue Strategiekonzepte in Politik und Verwaltung“ aussehen müssten. Er fordert ein zusammenführendes Verständnis des „Zusammenspiel[s] zwischen der strukturellen Logik und den Gestaltungsräumen, [das] für [eine] Informationsgesellschaft kennzeichnend ist […].“</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2014/03/10/fortgesetzter-wachstumsmotor-oder-destruktive-kraft-ueber-die-frage-was-technologie-mit-der-welt-macht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technologie und Gesellschaft</a></h3>
<p>Martin Weigert geht der Frage nach, ob das Verhältnis zwischen Technologie und Gesellschaft heute weiterhin ökonomisch gedacht wird – also in dem Sinne, dass „die effektivste Problemlösung auch die wünschenswerteste ist.“ Welche Folgen das für unsere Gesellschaft haben könnte, ist auf netzwertig.com nachzulesen.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geisteswissenschaften/geisteswissenschaften-das-denken-muss-nun-auch-den-daten-folgen-12840532.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalisierung und (Geistes-)Wissenschaft</a></h3>
<p>In eine ähnliche Richtung, hier jedoch aus der Sicht der Wissenschaft, geht die neue Reihe zum Verhältnis von Geisteswissenschaften und digitaler Revolution. Den Auftakt macht ein Artikel von Hans Ulrich Gumbrecht, der argumentiert, dass technologische Neuerungen auch eine Veränderung des Denkens darüber erfordern: „Bevor wir davon träumen dürfen, die Folgen der elektronischen Revolution zu steuern oder wenigstens abzufedern, müssen wir neue Instrumente der Analyse erfinden, um ihre Strukturen und Prozesse überhaupt zu erfassen – früh genug, um zu vermeiden, dass die wachsende Unabhängigkeit und Eigengesetzlichkeit dieser neuen Welt unumkehrbar wird.“</p>
<h3 class="western" style="margin-bottom: 0cm"><a href="http://www.deutschlandfunk.de/sendereihe-rathaus-2-0-was-aus-den-grossen-versprechen-des.676.de.html?dram:article_id=275702" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Government in Kommunen</a></h3>
<p>Was ist eigentlich aus den großen Versprechen des E-Government in Kommunen geworden, wenn nach wir vor das Folgende in Deutschland gilt?: „Egal ob man in Deutschland einen Umzug plant oder die Geburt eines Kindes anmelden will: Jedes Mal ist der Gang aufs Amt nötig.“ Dazu läuft gerade eine spannende Radiosendereihe im Deutschlandfunk.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Auch die Politik braucht soziale Innovation</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/soziale-innovation/auch-die-politik-braucht-soziale-innovation-11440/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Franz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:09:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Thema soziale Innovation ist im Aufwind. Die OECD mit ihrem Forum für soziale Innovation und die Europäische Kommission (z.B. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema soziale Innovation ist im Aufwind. Die OECD mit ihrem <a href="http://www.oecd.org/document/21/0,3746,en_2649_34417_44255253_1_1_1_1,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forum für soziale Innovation</a> und die Europäische Kommission (<a href="http://ec.europa.eu/enterprise/policies/innovation/policy/social-innovation/index_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">z.B. Social Innovation Europe</a>) haben es auf ihre Fahnen geschrieben. Auch die Unesco ist gerade dabei, ein entsprechendes Programm vorzubereiten. Ebenso ist das Thema inzwischen bei etlichen nationalen Regierungen virulent. Sie alle lassen sich bei ihren neuen Programmen inspirieren von den Ergebnissen der Wiener Konferenz vom September 2011, konzentriert in der <a href="http://www.socialinnovation2011.eu/social-innovations/materials" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiener Erklärung</a>. Das könnte auch für Deutschland und den deutschen Sprachraum Anregung sein, die vorhandenen Programme zu überdenken.</p>
<p>Nicht alles, was sich unter diesem neuen Etikett versammelt, ist neu. Aber zum ersten Mal bekommt eine vielfältige Versammlung von Themen einen gemeinsamen Namen. Als soziale Innovation kann man all jene neuen sozialen Handlungsweisen (also auch Politiken) bezeichnen, die von den Bürgerinnen und Bürgern oder relevanten Gruppen angenommen worden sind, weil sie bestimmte soziale Bedürfnisse anders oder besser befriedigen.</p>
<p>Unter der Rubrik soziale Innovation kann man in jüngerer Zeit so unterschiedliche Neuerungen versammeln wie die Arbeitszeitkonten in den Betrieben und Kurzarbeit, die Deutschland so gut durch die Krise haben kommen lassen, die Kommunikation via Internet, die unsere Formen des Arbeitens und Kommunizierens so tiefgreifend verändert hat. Aber auch der Einzug von McDonald’s, der als neuer Typ von Gastronomie für viele Menschen eine völlig veränderte Form des gemeinsamen Essens bedeutet hat. Damit ist klar: Wie bei dem herkömmlichen Innovationsbegriff, der eher auf technische Produkte bezogen ist, geht es auch hier nicht um Gut oder Böse. Was die Einen als Vorteil ansehen, mögen Andere ignorieren oder gar ablehnen.</p>
<p>Dabei hat die Wissenschaft es leicht, denn sie sagt unter Bezug auf Schumpeter: Innovation ist das Neue, das sich durchgesetzt hat. Das gilt für Innovation in jeglicher Form. Das lässt sich empirisch prüfen und belegen. Politik und ihre Programme müssen jedoch entscheiden, <em>bevor</em> sich etwas Neues durchgesetzt hat. Nicht selten sind Gesetze sogar die Form der Durchsetzung des Neuen. Bei Programmen geht es jedoch darum, Entscheidungskriterien zu entwickeln, wofür Geld ausgegeben, welche Neuheit gefördert werden soll. Die Vergabekriterien dazu sind bekannt. Sie hängen wie bei allen anderen Projektanträgen, die gefördert werden sollen, von der Qualität des Antrags ab. Er muss wissenschaftlich überzeugend begründen: Wie neu ist das Neue, das vorgeschlagen wird? Was macht es besser als das, was gegeben ist? Was bringt es der Gesellschaft? Wie gut ist das Projektkonsortium dafür geeignet, das zu erforschen und zu entwickeln? Wie solide ist das Forschungs- und Entwicklungsdesign beschrieben, mit dem das erreicht werden soll? Wie gut sind die dafür geplanten Ausgaben begründet?</p>
<p>Nichts muss neu erfunden werden. Nicht wenige Programme der Europäischen Kommission, aber auch viele nationale oder EU-kofinanzierte Programme haben auch in den vergangenen Jahren schon sozial-innovativen Ideen Raum gegeben, die wir heute unter dem Label Soziale Innovation versammeln. Zum Beispiel das große Programm „Humanisierung des Arbeitslebens“ der siebziger und achtziger Jahre fällt in diese Kategorie. Nur wissen wir heute, dass man die Menschen nicht belehren kann, sondern mit ihnen zusammen das Neue erforschen und entwickeln muss.</p>
<p><strong>Welche Rolle hat die Wissenschaft?</strong></p>
<p>Politik nutzt Wissenschaft in vielfältiger Weise, nicht nur als Quelle des aktuell verfügbaren Wissens, sondern gerne auch als Legitimation für längst getroffene Entscheidungen. Weniger gerne sehen politisch Verantwortliche, wenn WissenschaftlerInnen sich einmischen. Auch viele WissenschaftlerInnen selbst ziehen es vor, ihre Ergebnisse unverbindlich zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Soziale Innovationsprojekte verlangen den Forschenden jedoch ab, dass sie nicht nach dem klassischen Forschungsparadigma verfahren: Wir fragen, Sie antworten. Wir publizieren, Sie können es ja lesen. Sozialforschung muss sich in vollem Umfang ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Wissenschaft bewusst sein, und dies muss sich auch in den Methoden und Instrumenten des Forschungs- und Entwicklungsprozesses sowie in den Kommunikationsformen widerspiegeln, die zum Einsatz kommen. Dazu gehört, dass man schon bei der Formulierung der Fragestellung darauf achtet, dass die Sichtweisen der beteiligten und betroffenen gesellschaftlichen Gruppen eingeholt werden und Berücksichtigung finden, dass Betroffene beteiligt und in die Interpretation der Ergebnisse eingebunden werden und dass als Ergebnis nicht nur akademische Lesekost angerichtet wird, sondern (zumindest) auch Werkzeuge und Handreichungen für die Praxis geliefert werden. Für die Programmverantwortlichen in Politik und Ministerien ist es daher wichtig zu wissen, dass sie für solche Projekte mit den rein akademischen Evaluatoren, die den Daumen für die Bewilligung der Projekte heben oder senken, nicht immer gut fahren werden.</p>
<p>Dabei darf es auch Pannen und Misserfolge geben. Sozialwissenschaftliche Projekte sind im Vergleich zu Technikprojekten ziemlich billig zu haben. Auch bei den weitaus mehr Millionen verschlingenden Projekten der technischen Innovation sind nicht alle Projekte ein Erfolg. Und die Innovation, die ihr Gegenstand war, noch seltener. 90 Prozent dessen, was als „Innovationspanther“ abspringt, landet als lahmer Hauskater in der Ecke und wird nie ein ökonomischer Dauerbrenner. Partizipatorisch angelegte soziale Innovationsprojekte hingegen haben zumindest bei den beteiligten Menschen einer Stadt, einer Region, eines Verbandes oder Unternehmens schon etwas bewirkt. Politik sollte daher mehr Mut zu sozialen Experimenten zeigen und soziale Innovationsprojekte aktiver fördern.</p>
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 8)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alemme]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 09:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendmedienschutz-Staatsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
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					<description><![CDATA[Senioren sollen ans Netz herangeführt, Kinder davor geschützt werden - so will es zumindest der Jugendmedienschutzstaatsvertrag. Im Iran wurde das Netz nahezu abgestellt, um das Land vor einer Revolution zu schützen und Hacker schützen ihren Ruf durch eine neue Kolumne. Das und weitere Links im Wochenüberblick.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Senioren sollen ans Netz herangeführt, Kinder davor geschützt werden &#8211; so will es zumindest der Jugendmedienschutzstaatsvertrag. Im Iran wurde das Netz nahezu abgestellt, um das Land vor einer Revolution zu schützen und Hacker schützen ihren Ruf durch eine neue Kolumne. Das und weitere Links im Wochenüberblick.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-17346/internetsperren-personenkontrollen-im-netz_aid_483352.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Finger weg vom Netz!</a>
</p>
<p>
Zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag wurde am 18. Februar 2010 ein neuer Entwurf vorgelegt. Darin ist von verbindlichen Altersgrenzen, Netzsperren und einer größeren Verantwortung für die Provider die Rede. Die Piratenpartei plant bundesweite Mahnwachen. Dem <a href="http://www.cccmz.de/?p=767" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club Bremen</a> liegt nicht nur die überarbeitete Version vor, er hat die Änderungen auch farblich markiert.</p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Das-Zwitschern-in-Iran-ist-verstummt/story/30959208" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Iran: die Revolution vom Netz genommen</a>
</p>
<p>
Kurz vor dem 31. Jahrestag der Revolution haben die iranischen Behörden nicht nur die Leistungen der Internetdienste gedrosselt. Um das Kommunikationsnetz der Opposition lahmzulegen, wurde auch der Zugang zu Googlemail verbarrikadiert, verschiedene Mobilfunkanbieter stellten kurzzeitig ihre SMS-Dienste ein.</p>
<p><a href="http://nachrichten.rp-online.de/article/wissen/Ein-Internet-Portal-fuer-Geschichte/68879" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetportal für Geschichte</a>
</p>
<p>
Die Vorbehalte der Wissenschaft gegenüber dem Internet sind oft groß. Doktoranden der Gerda-Henkel-Stiftung wollen das ändern und haben mit L.I.S.A. eine Wissenschaftsplattform mit historischem Schwerpunkt eingerichtet. Dossiers, Texte und Videos sollen dort zum wissenschftlichen Austausch anregen.</p>
<p><a href="http://bildungsklick.de/pm/72152/initiative-internet-erfahren-und-senioren-webcommunity-feierabendde-initiieren-gemeinsam-internet-patenschaften/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Senioren ans Netz!</a>
</p>
<p>
Kinder lernen heute spielend, mit dem Netz umzugehen. Um auch ältere Menschen in die Informationsgesellschaft zu integrieren, hat das Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit der Senioren-Communitiy Feierabend.de die Initiative Internet erfahren gegründet. Sogenannte Internet-Paten vermitteln dort ihr Wissen an andere weiter.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E882A8BE5866A4E479574BBA73C7F7D32~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neugierige Nerds</a>
</p>
<p>
Über Hackerangriffe wie den auf Google wurde in der vergangenen Zeit viel berichtet. Eine andere Sicht auf den &quot;Mythos Hacker&quot; bietet Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos-Computer Clubs in ihrer neuen FAZ-Kolumne &quot;Aus dem Maschinenraum.&quot;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Web-Dimensionen der Hochenergiephysik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/neue-web-dimensionen-der-hochenergiephysik-3903/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2008 15:47:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Science-TV]]></category>
		<category><![CDATA[Hochenergiephysik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsplattform]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein neues Publikations- und Informationssammlungssystem soll zukünftig
enorme Bestände an fachspezifischem Material, Dissertationen, Konferenzvorträgen und Preprints vereinen. Informatiker und Wissenschaftler diskutierten die neuen Möglichkeiten, mehr
Informationen besser zugänglich zu machen, auf dem „HEP Information Summit 2008&#34; in Hamburg.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues Publikations- und Informationssammlungssystem soll zukünftig<br />
enorme Bestände an fachspezifischem Material, Dissertationen, Konferenzvorträgen und Preprints vereinen. Informatiker und Wissenschaftler diskutierten die neuen Möglichkeiten, mehr<br />
Informationen besser zugänglich zu machen, auf dem „HEP Information Summit 2008&quot; in Hamburg.<!--break--></p>
<p>
Dass sich<br />
wissenschaftliche Forschung und Internet durchaus gut kombinieren<br />
lassen, zeigen bereits Vorzeige-Plattformen wie <a href="http://science.tv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Science-TV</a>.<br />
Auch die Welt der Hochenergiyphysik (HEP) knüpft mit<br />
Informationsdatenbanken wie <a href="http://arxiv.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">arXiv</a><br />
oder <a href="http://www.slac.stanford.edu/spires/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPIRES</a>,<br />
welches bereits seit 1991 existiert, an die Möglichkeiten des<br />
Web2.0 an. Zwei dieser Datenbanken, SPIRES und CDS, werden nun zum<br />
Informationsgiganten INSPIRE zusammengefügt. Dieser beinhaltet<br />
unter anderem Dokumentenserver der weltweiten<br />
Hochenergiephysik-Literatur.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Politik und Mitmach-Web &#8211; eine internationale Konferenz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/politik-und-mitmach-web-eine-internationale-konferenz-3867/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Politics]]></category>
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					<description><![CDATA[120 Vorträge in 41 Panels für 180 Teilnehmer in zwei Tagen: Information-Overload an der Royal
Holloway University of London. Dort fand vom 17. bis 18. April eine Konferenz zum Thema <a href="http://newpolcom.rhul.ac.uk/politics-web-2-0-conference/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#34;Politics: Web 2.0&#34;</a> statt. Christian Heise war vor Ort dabei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>120 Vorträge in 41 Panels für 180 Teilnehmer in zwei Tagen: Information-Overload an der Royal<br />
Holloway University of London. Dort fand vom 17. bis 18. April eine Konferenz zum Thema <a href="http://newpolcom.rhul.ac.uk/politics-web-2-0-conference/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Politics: Web 2.0&quot;</a> statt. Christian Heise war vor Ort dabei.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Dass die Universität den Namen der<br />
englischen Metropole tragen darf, verwundert. Denn anders als zum<br />
Beispiel die London School of Economics liegt sie weit außerhalb<br />
Londons, genauer gesagt eine 45minütige Zugfahrt von der<br />
Stadtmitte entfernt. Der <a href="http://rhul.ac.uk/About/virtual-tours.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Campus</a> der ehemaligen Mädchenschule ist<br />
dafür traumhaft schön.
</p>
<p>
In dieser einzigartigen Atmosphäre<br />
kamen 180 Teilnehmer, vorwiegend Geisteswissenschaftler, zusammen.<br />
120 Papers wurden vorab eingereicht, bei dieser Anzahl an Teilnehmern<br />
ein guter Schnitt &#8211;  vielleicht zu gut: Die Auswahl unter den<br />
Veranstaltungen war riesig, zum Teil fanden bis zu sechs Panels<br />
gleichzeitig statt. Darin ging es  um Themen wie Parteien, Wahlen,<br />
Kampagnen über Web 2.0-Plattformen, Macht und Politik bis hin<br />
zum Bürgerjournalismus. Der Veranstalter, die <a href="http://newpolcom.rhul.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">New Political<br />
Communication Unit</a> der Royal Holloway University, hatte sich scheinbar vorgenommen,<br />
alle Themenbereiche rund um das Mitmach-Web zu bestücken. Das<br />
führte zu  einer Themenbreite , die teils nichts mehr mit<br />
politischen Verfahren („Politics&quot;) wie Wahlverfahren,<br />
Abstimmungen, aber auch Lobbyismus und Öffentlichkeitsarbeit zu<br />
tun hatte &#8211; was Veranstalter und Teilnehmende aber offensichtlich<br />
in Kauf nahmen. Diese offene Ausrichtung gab der  Konferenz jedoch<br />
einen teilweise unstrukturierten Beigeschmack. Die bunte<br />
Zusammenwürfelung von Themen unter Kategorien wie „Governance&quot;<br />
(Regierungsführung), Citizen Journalism (Bürgerjournalismus),<br />
Digital Divide (Digitale Spaltung) und vielen anderen stiftete eher<br />
Verwirrung als Klarheit.
</p>
<p>
<b>Geisteswissenschaftler und das<br />
Mitmach-Internet</b>
</p>
<p>
Die Qualität der Vorträge war<br />
sehr durchmischt. Während einige praktisch nur ihr eingereichtes<br />
Paper oder die Powerpointpräsentation über alte Themen<br />
vorlasen, überzeugten andere die Teilnehmer mit ihrem Inhalt und<br />
ihrer Präsentationsweise. Herauszuheben sind dabei die<br />
Referenten, die sich mit politischen Kampagnen beschäftigt haben<br />
&#8211;  zum Beispiel Wahlkampagnen  oder Kampagnen zur politischen<br />
Meinungsbildung. Besonders zu betonen sind die Vorträge<br />
einzelner Schwergewichte rund um die wissenschaftliche Untersuchung<br />
der politischen Dimension des Internets, die zwischen den Panels<br />
stattfanden. <a href="http://ics.leeds.ac.uk/staff/details.cfm?id=82" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stephen Coleman</a>, Professor für<br />
politische Kommunikation an der Universität Leeds, <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/people/faculty.cfm?id=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Helen<br />
Margetts</a>,<br />
Professorin für Gesellschaft und Internet am Oxford Internet<br />
Institute (OII) und <a href="http://www.personaldemocracy.com/about/#turk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Turk</a>, ehemaliger eCampaign<br />
Director des US-amerikanischen republikanischen Komitees, sind nur<br />
drei der sechs hochkarätigen Sprecher, die auf dem Podium rundum<br />
überzeugen konnten.
</p>
<p>
<b>Ungewöhnlich hoher Frauenanteil</b>
</p>
<p>
Dass keiner der teilnehmenden<br />
Wissenschaftler für diese Konferenz ein eigenes<br />
Forschungsprojekt machen würde, war klar. Doch teilweise waren<br />
die vorgestellten Projekte schon ein Weilchen her und betätigten<br />
nur das, was eigentlich alle wussten. Aber  das ist ja bekanntlich<br />
auch eine Erkenntnis. Im Gegensatz dazu gaben viele andere Vorträge<br />
Einblick in gerade erst beginnende Forschungsvorhaben, was zum Teil<br />
für interessante Diskussionen sorgte, zum anderen aber einfach<br />
nicht dem Niveau einer internationalen Konferenz angemessen war. Hier<br />
hätte man sich etwas mehr Auswahl seitens des Veranstalters<br />
gewünscht, was auch die Auswahl für die Besucher etwas<br />
leichter gemacht hätte.
</p>
<p>
Beachtlich an dieser Konferenz war vor<br />
allem der hohe Frauenanteil. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen<br />
kamen hier auf zwei Teilnehmer immerhin eine Teilnehmerin. Neben den<br />
für eine internationale Konferenz verhältnismäßig<br />
vielen deutschen Teilnehmern waren auch fast alle andere großen<br />
OECD-Staaten vertreten. Nur Osteuropa, Asien und die Nicht-OECD-Welt<br />
waren gefühlt unterrepräsentiert.
</p>
<p>
<b>Wissenschaft hinkt Netzentwicklung<br />
hinterher</b>
</p>
<p>
Fazit: Wirklich neues konnte man der<br />
Veranstaltung nicht abgewinnen. Eines aber machte die Konferenz klar<br />
deutlich: Die Wissenschaft hinkt der aktuellen und schnelllebigen<br />
Entwicklung scheinbar hinterher. Bei dem Tempo der Netzentwicklung<br />
und der Zeit, die für empirische Forschung benötigt wird,<br />
ist das fast verständlich. Dennoch konnte man einen guten<br />
Einblick gewinnen in die Bandbreite an aktueller Forschung in den<br />
Bereichen Politik, Internet und Öffentlichkeit.
</p>
<p>
Letztendlich waren es die Gespräche<br />
zwischen den einzelnen Workshops, die dieser Konferenz einen<br />
wirklichen Mehrwert beschert haben. Es war interessant zu erfahren,<br />
wie die anderen 30 Länder das Thema Politics und Web 2.0<br />
wissenschaftlich auswerten. Dem Veranstalter muss jedoch zu gute<br />
gehalten werden, dass es die erste Veranstaltung dieser Art war und<br />
dass sie dafür hervorragend organisiert war.
</p>
<p>
Trotz der riesigen Themenvielfalt<br />
wurden jedoch zwei Themen komplett ausgelassen. Die rechtlichen<br />
Grundlagen für nutzergenerierte Inhalte (User Generated Content)<br />
im Web 2.0 und das Thema Datenschutz und Datensicherheit. Auch eine<br />
kritische Hinterfragung, was für Gründe oder was für<br />
ein Bedürfnis es gibt, das Phänomen Web 2.0 zu erforschen,<br />
fand nicht statt. Stattdessen forderten die Hauptredner, schon mal<br />
einen Blick auf Web 3.0 zu werfen, &#8211;  obwohl man den Eindruck<br />
gewinnen konnte, dass einige von Ihnen nicht mal das Web 2.0<br />
verstanden haben.</p>
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		<item>
		<title>DFG startet Science-TV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 12:29:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Science-TV]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DFG]]></category>
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					<description><![CDATA[Die deutsche Forschungsgesellschaft bringt moderne Forschung ins Internet. Mit dreiminütigen Kurzfilmen von außergewöhnlichen Forschungsprojekten will sie vor allem Jugendliche für Wissenschaft begeistern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Forschungsgesellschaft bringt moderne Forschung ins Internet. Mit dreiminütigen Kurzfilmen von außergewöhnlichen Forschungsprojekten will sie vor allem Jugendliche für Wissenschaft begeistern.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
In einer <a href="http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2008/presse_2008_15.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a> verkündete die DFG gestern den Start des neuen Pilotprojektes. In kurzen wissenschaftlichen <a href="http://www.dfg-science-tv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filmen und Film-Tagebüchern</a> sollen  außergewöhnliche Projekte für den Nachwuchs zugänglicher und spannender<br />
gemacht werden. Für Deutschland als Wissenschaftsstandort sei die Nachwuchsförderung besonders wichtig, so Frau Professor Frauke Kraas vom Geographischen Institut der Universität zu<br />
Köln. Mit Filmen unter anderem zu Supersauriern, sinkenden Küsten sowie „Killershrimps&quot; startet in dieser Woche das dreimonatige, in Deutschland einmalige Projekt.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshot_sciencetv.jpg" height="195" width="261" />
</p>
<p align="center">
<i>Screenshot der Website science-tv</i><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman'; color: black"><span> </span></span></p>
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