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	<title>Wissensmanagement &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Wissensmanagement &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Electronic Government</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Electronic Government</b></p><p><b>Neue Potentiale für einen modernen Staat. Ein Buch von Professor Birger P. Priddat und Stephan A. Jansen</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Electronic Government</strong><br />
<strong>Neue Potentiale für einen modernen Staat. Ein Buch von Professor Birger P. Priddat und Stephan A. Jansen</strong><br />
Stell Dir vor, es sind (Online-)Wahlen und keiner geht hin. Die Virtualisierung der Politik schreitet voran. Zunehmend läuft die politische Kommunikation auch über das Internet. Die Anforderungen an einen modernen Staat und seine Verwaltung in einem globalen Wettbewerb der politischen Systeme haben sich stark verändert. Weltweit entstehen Konzepte, die vor allem auf dem Einsatz der Informations-und Kommunikationstechnologien basieren. Nach eCommerce im Handel (B2C) und eBusiness zwischen Unternehmen (B2B) wird sich eGovernment (G2G/G2B/G2C) in den kommenden Jahren rasant entwickeln: die Digitalisierung des öffentlichen Sektors.<br />
Die Auswirkungen für das Verhältnis von Politik, Staat, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern sind heute erst in Ansätzen erkennbar.Was geschieht, wenn die Strukturen geschaffen sind, die uns den Eintritt in die eDemocracy ermöglichen? Was, wenn der Bürger zu jeder anstehenden Entscheidung sein Votum online abgeben darf? Und wenn der Bürger aber kein Interesse daran hat, seine Freizeit vor dem Bildschirm zu verbringen?<br />
&#8220;Digitale Politik (&#8230;) trägt zu einer Vitalität der repräsentativen Demokratie bei, aber sie umgeht auch weitgehend die Nichtinteressierten&#8221;.<br />
Worin liegen die Chancen des eGovernments? Die Argumentationsstruktur der beiden Autoren ist denkbar einfach. Die Analyse von eGovernment bewegt sich zwischen den beiden klassischen Polen, &#8220;Angebot und Nachfrage&#8221;. Als Dreingabe gibt es dann noch eDemocracy. Eine strikte Kunden- und Auftraggeberorientierung soll die Demokratisierung der Gesellschaft vorantreiben. Gerade diese Sichtweise macht dieses Buch so lesenswert. Effizienz, ein zentraler Begriff der Ökonomie, hilft hier immer wieder auf die Grundfrage zurückzukommen: Was bringt\&#8217;s? Dies verwundert nicht. Aus den Wirtschaftswissenschaften kommend, geht es den beiden Autoren immer um Kostenminimierung und Nutzenmaximierung und dies selbstverständlich für alle Seiten. Der Bürger soll vom Staat ein Maximum an Dienstleistung zu einem geringen Preis erhalten. Der Staat erwartet das gleiche wiederum von den Leistungen, die er sich hierfür auf dem Markt beschaffen muß. Für die Unternehmen ist der öffentliche Sektor schließlich ein immer größer werdender Markt, der bedient werden will. &#8220;Veranschaulichen wir uns das Volumen der Beschaffung der öffentlichen Hand, dann wird schnell offenbar, daß wir es hier mit einer bisher unbegreiflicherweise stark vernachlässigten Komponente des eGovernments zu tun haben, wo allein im europäischen Kontext EU-weite Ausschreibungen im Wert von einer Billion EURO erfolgen&#8221;<br />
Die Autoren stellen sich die Frage, welche Einsparmöglichkeiten eGovernment für den öffentlichen Sektor bietet. Sie fragen sich, ob eGovernment ein geeignetes Mittel für eine Modernisierung von Politik und Verwaltung sei und ob eGovernment auf eine Nutzenmaximierung für den Bürgers hinauslaufen könne.<br />
Die andere Seite ihres Ansatzes untersucht die Fragestellung, dernach mit Hilfe des eGovernments mehr Demokratie gewagen werden könne.<br />
&#8220;Die wahren Komplexitäten des Konzepts (des eGoverment) beginnen gerade erst sichtbar zu werden&#8221;<br />
Das Buch baut auf einem Diskussionspapier auf, das anläßlich des Berliner Gipfeltreffens von Bill Clinton, Gerhard Schröder und Lionel Jospin vorgestellt wurde.<br />
Das <a href="http://www.competencesite.de/ebusiness.nsf/fbfca92242324208c12569e4003b2580/f61955808e48db8cc1256a850040a7a3!OpenDocument&amp;Highlight=2,government">erste Kapitel des Buches</a> kann online unter heruntergeladen werden. Hier findet man einen guten Überblick darüber, worum es Priddat und Jansen geht.<br />
Virtuelle Rathäuser, eine neue Beschaffungspolitik der Verwaltungen und eDemocracy seien die drei wichtigsten Dimensionen des eGovernments. Die virtuellen Rathäuser sollen bedarfsgerecht entsprechend der Nachfrage zugeschnitten werden. Ein 24 Stundenservice wird selbstverständlich. Das Angebot der Rathäuser orientiert sich ebenfalls an der Nachfrage. Auch die Beschaffungspolitik der Verwaltungen wird marktwirtschaftlichen Prinzipien untergeordnet. &#8220;Marktnähere Verhandlungen mit der Wirtschaft&#8221; sollen eine deutliche Kostenreduktion ermöglichen. eDemocracy soll letztlich Anbieter und Nachfrager zusammenführen. Nicht die Politik alleine, nicht ein Beamtenapparat soll entscheiden, was für den Bürger gut und was schlecht für ihn sein soll. Der Bürger selbst soll mitbestimmen:<br />
&#8220;Etwa um den Verlauf einer Straße, die Größe eines Neubaus oder einen Tunnel vorab dreidimensional im Netz zu simulieren.&#8221;<br />
Die Haupttrends des eGovernments werden von Priddat und Jansen darin gesehen, daß Produktion und Konsumtion sich mehr und mehr verschränken werden (prosumerism). Prognostizierbar sei auch die Entwicklung zu einem &#8220;Ideal eines &#8220;zero gravity state&#8221;. Die Autoren nennen dies &#8220;intelligentes Outsourcing&#8221;, das nicht gleichbedeutend sei mit Privatisierung, &#8220;da die kommunikative Wertschöpfungssteuerung&#8221; bei der Politik verbleibt&#8221;. Die Einspareffekte, die sich hieraus ergäben, werden von Priddat/Jansen zwischen 25 und 75 Milliarden DM beziffert. Ein weiterer Trend soll den Bürger in die Entscheidungsfindung einbinden. Vorbild ist die &#8220;Agora&#8221; &#8211; &#8220;der politische Marktplatz der alten Athener&#8221;. &#8220;E-Democracy entwickelt sich dabei als Ersatz und komplementär zu den Parteien (&#8230;)&#8221; Die Parteien &#8220;können durch Formen der direct democracy &#8211; wie durch konkrete Projektbefragungen über Internet ersetzt werden.&#8221;<br />
Wird dem Bürger nicht nach all diesen schwerwiegenden Entscheidungen die Zeit etwas lang, die er am heimischen PC verbringen soll? Die Autoren bauen auf die Attraktivität der virtuellen Behördenauftritte. &#8220;(&#8230;) für die öffentlichen Institutionen kann das entstehende Gefühl &#8220;endlich ist auch der öffentliche Sektor sexy!&#8221; eine wohltuende Umkehr der Motivation für das zwingend notwendige Änderungsmanagement sein.&#8221; Insgesamt sehen die Autoren im eGovernment die Zukunft des Staates. &#8220;Die Chancen stehen gut, weil die derzeit bremsenden Aspekte der Internetnutzung für den privaten und professionellen Bereich &#8211; Transaktionssicherheit, Vertrauen, Standards, Rechtssicherheit, einfache Benutzbarkeit der Technologien etc. &#8211; genau die Themen sind, die die Politik umsetzen muß, damit sie selber das Internet nutzen kann.&#8221;<br />
Selbst wenn wir davon ausgehen, daß der mündige Bürger ein durch die Möglichkeiten des eGovernment gestärktes Interesse an einer Beteiligung am politischen Prozeß hat. Solange nicht jeder Bürger einen Internetzugang hat und damit die gleiche Chance hat, sich an der eDemocracy zu beteiligen &#8211; um vielleicht seinen Unwillen über das eGovernment zum Ausdruck zu bringen &#8211; solange gilt: &#8220;Digital divide &#8211; die Teilung der Gesellschaft in Netzaktive und Netzinaktive &#8211; ist kein Argument gegen die Extension von eDemocracy und eGovernment, da es sich um eine Ausweitung von politischen Informations, Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten handelt, die zu den anderen hinzutreten. Digital politics ist ein Aktivierungspotential, kein Ersatz für die bisherigen politischen Formen&#8221;<br />
Stell Dir vor es sind elektronische Wahlen, aber nicht jeder kann hin.</p>
<table width="204" border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" align="left">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" bgcolor="#FFCC00" width="189"><strong>Buch-Info:</strong><br />
Stephan A. Jansen/Birger P. Priddat: Electronic Government. Neue Potenziale für einen modernen Staat. Klett-Cora,Stuttgart 2001.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bei Web 2.0 steht die Mitgestaltung im Mittelpunkt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-demokratisch-wird-das-netz-im-web-2-0/bei-web-20-steht-die-mitgestaltung-im-mittelpunkt-2411/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie demokratisch wird das Netz im Web 2.0?]]></category>
		<category><![CDATA[Consumerization]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Haasis]]></category>
		<category><![CDATA[Medien- und Filmgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[(3. August 2006) Social Software gewinnt beim Wissenmanagement immer weiter an Bedeutung. Simone Gerdesmeier befragte Klaus Haasis, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg, im eMail-Interview zur Rolle von Social Software in der Medienlandschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(3. August 2006) Social Software gewinnt beim Wissenmanagement immer weiter an Bedeutung. Simone Gerdesmeier befragte Klaus Haasis, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg, im eMail-Interview zur Rolle von Social Software in der Medienlandschaft.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Sie bezeichnen Social Software als neue Form der „Zusammenarbeit, Wissensbildung und Information&quot;. Die Technik, die dahinter steht, ist allerdings nicht sonderlich neu, APIs, Ajax und Web Syndication wurden alle in den späten 1990ern entwickelt. Warum gewinnt Social Software erst jetzt an Bedeutung?</b>
</p>
<p>
Klaus Haasis: Die Entwicklung ist deshalb so spannend, weil sich ganz neue Formen der Kommunikation und Interaktion herausbilden. Plattformen bringen Menschen zusammen, die sich rasch und unkompliziert über ein Thema informieren und ihr Wissen weitergeben wollen, es entstehen Communities, in denen sich Menschen, die in einer ähnlichen Lebenssituation stehen, miteinander austauschen, sich Rat holen und Tipps geben, und natürlich auch &#8211; sich amüsieren können. Web 1.0 war Google und Web 2.0 ist Technorati, von der Suchplattform zur Erfahrungsplattform. Die Neuerungen sind Tags, sozusagen Erfahrungsetiketten. Die wichtigsten Tags nach dem Start von DaVinci Code in Cannes und dem Eurovision Song Contest am 22. Mai waren Bush, China, Christianity, Da Vinci Code, Eurovision. Da wissen Sie sofort, was die Welt bewegt! Dafür wird aber auch eine Kritische Masse benötigt. Technorati verfolgt jetzt über 40 Millionen Websites und 2,5 Milliarden Links. Damit ist der „Tipping Point&quot;, um mit dem Bestsellertitel von Malcom Giadwell zu sprechen, erreicht.<br />
<br />
in der Geschäftswelt erkannte man natürlich schnell, dass sich diese Anwendungen auch zur Optimierung der Geschäftskommunikation &#8211; sei es mit Kunden, Partnern oder den Medien &#8211; nutzen lassen, oder sogar ein ganz neues Marktfeld entsteht. Doch ist man seit dem Aufstieg und Fall der New Economy im Businessbereich professioneller geworden und schätzt Zukunftschancen von neuen Entwicklungen vorsichtiger ab. Erst durch spektakuläre Übernahmen &#8211; denken Sie an den Coup des Medienmoguls Rupert Murdoch, der für 580 Millionen Dollar „myspace&quot; kaufte, ein Unternehmen, das zwei Jahre nach seiner Gründung bereits über 54 Millionen registrierte Daten hatte &#8211; wich die Vorsicht der Risikobereitschaft, so dass Social Software in den Businessbereich Einzug hielt.
</p>
<p>
<b>Es gibt auch kritische Stimmen gegenüber der Web 2.0-Begeisterung, der Begriff wird als unkonkretes „Buzzword&quot; bezeichnet. Sind Web 2.0 und Social Software ihrer Meinung nach nur ein Trend oder eine zukunftsweisende Weiterentwicklung des Internets?</b>
</p>
<p>
Klaus Haasis: Das kommt auf die Perspektive an, die Sie einnehmen. Bei Web 2.0 steht die aktive Mitgestaltung im Mittelpunkt &#8211; Nutzer stellen Inhalte bereit, verändern und tauschen diese &#8211; werden also vom passiven Konsumenten zum aktiven Gestalter. Ich glaube, dass man heute mit Fug und Recht sagen kann, dass sich Social Software im gesellschaftlichen Bereich etabliert hat und zukünftig zu den Standardtools der virtuellen privaten Kommunikation gehören wird.<br />
<br />
Im Geschäftsbereich kommen die neuen Anwendungen sicherlich im unternehmensinternen Dialog und in der Interaktion mit Kunden zum Einsatz. Gerade das Customer Relationship Management wird durch diese Art der schnellen, unmittelbaren und authentischen Kommunikationsform aufgewertet. Aber auch neue Formen der Zusammenarbeit Produktentwicklung und des Wissensmanagements werden entstehen.</p>
<p>Grundsätzlich bestimmen heute immer mehr Trends aus dem Endverbraucherbereich das Geschäftsleben, insbesondere wenn sie IT-getrieben sind, In USA spricht man von der „Consumerization&quot; als einem der wichtigsten IT-Trends der nächsten zehn Jahre. &quot;Consumer IT will affect every enterprise&quot;, sagt David Mitchell Smith, Vice President und Fellow beim Marktforschungsunternehmen Garnier. Unternehmen, die diesen Trend ignorierten, würden genauso scheitern, wie Unternehmen, die Smart Phones, das Internet oder den PC ignoriert hätten, so Smith weiter.</p>
<p>Wie weit sich komplette Prozesse in den Geschäftsbereichen durch den Einsatz von Social Software-Anwendungen ändern, kann heute noch niemand mit Sicherheit sagen, doch klar ist, dass hier noch großes Potential schlummert, das nur intelligent und innovativ genutzt werden rnuss. Ich schätze, das wird sich je nach Branche unterschiedlich entwickeln und nicht generalisieren lassen. Auf jeden Fall haben wir es hier mit einer Entwicklung zu tun, die auf die Art des zukünftigen Umgangs mit Daten, Informationen und Wissen einen erheblichen Einfluss hat.
</p>
<p>
<b>Raten Sie Unternehmen zum Einsatz von Social Software und wenn ja, wie können Web 2.0 Businessmodelie aussehen?</b>
</p>
<p>
Klaus Haasis: Ich bin überzeugt dass Social Software sowohl in der internen Organisation als auch für die Kundenansprache und Entwicklungsprozesse gut eingesetzt werden kann. Ein unternehmensinterner Weblog ermöglicht eine geradezu hierarchiefreie Kommunikation &#8211; ein Unternehmen mit einer gesunden und funktionierenden Führungskultur kann davon nur gewinnen. Auch das Wissensmanagement kann durch den Einsatz von Wikis profitieren &#8211; hier kann mit einfachen Mitteln bereichsübergreifend Wissen der Mitarbeiter gebündelt und auch wieder abgerufen werden.<br />
<br />
Darüber hinaus aber ist Sociai Software auch ein Marketingwerkzeug und kann im Beziehungsmanagement zu Partnern, Kunden und Stakeholdern die Öffnung eines Unternehmens nach außen symbolisieren und demonstrieren. Das ist zweifellos ein Akt großer Offenheit und großen Vertrauens und wird bei vielen Ziel- und Dialoggruppen positiv wahrgenommen, weil es Glaubwürdigkeit ausstrahlt.
</p>
<p>
<b>In letzter Zeit werden erfolgreiche Web 2.0-Neuentwicklungen von Unternehmen wie etwa Google oder Yahoo aufgekauft. Was versprechen sich die Firmen Ihrer Meinung nach von diesen „Einkaufstouren&quot;?</b>
</p>
<p>
Klaus Haasis: Es ist ein Zeichen dafür, dass die Käufer einen enormen Wachstumsmarkt sehen. Im Fall Murdoch gab es in den traditionellen Bedienfeldern einen Innovationsstau, der damit aufgelöst wurde. Im Fall Google werden bereits bestehende Anwendungen mit neuen verknüpft, erweitert, und somit ein neues Marktfeld abgesichert Letztendlich geht es bei den Unternehmen, gleich welche betriebsinterne Veranlassung dahintersteckt, um die Wettbewerbsfähigkeit auf neu entstehenden Märkten und somit um ihre nachhaltige Zukunftssicherung.
</p>
<p>
<b>Die Einsatzmöglichkeiten von Social Software sind nicht auf den Business-Bereich begrenzt. Wo liegen die Chancen der weltweiten sozialen Vernetzung im Bereich der politischen Kommunikation und wie könnten Web 2.0 Angebote hier aussehen?</b>
</p>
<p>
Klaus Haasis: Social Software kann gerade aufgrund der Tatsache, dass sie eine sehr partizipative Kommunikation ermöglicht, die über traditionelle Schranken hinweggeht die politische Kommunikation verändern. Anfänge davon haben wir schon bei verschiedenen Wahlkämpfen gesehen, in denen einzelne Politiker Weblogs eingerichtet haben. Dabei geht es sicherlich nicht nur darum, einem neuen Kommunikationstrend zu folgen: über Weblogs erreicht die Politik ein anderes Wählerpotenzial als über ihre bisherigen Kommunikationskanäle. Die Herausforderung besteht darin, eine Entwicklung zu verhindern, wie sie bei der eMaiI-Anwendung eingetreten ist, deren Nutzung heute ja durch das große und professionelle Spam-Aufkommen erschwert wurde.
</p>
<p>
<b>Web 2.0 und Social Software werden als demokratische Entwicklungen angesehen. Doch kann Social Software Ihrer Meinung nach auch eine Gefahr für die Demokratie darstellen?</b>
</p>
<p>
Sowohl in der politischen als auch in der Unternehmenskornmunikation mit Weblogs &#8211; um bei diesem Beispiel zu bleiben &#8211; gibt es natürlich auch Risiken. Wenn ein Unternehmen beispielsweise einen Weblog zur Promotion eines neuen Produkts einrichtet, so liegt es außerhalb seiner Kontrollmöglichkeiten, welche Kommentare dazu eingestellt werden. Auch die Verlinkung mit Tags geht rasend schnell. Und ist ein Thema erst einmal in der Blogosphäre aufgegriffen worden, lässt sich die Diskussion nicht mehr stoppen, bestenfalls &#8211; mit viel Aufwand und bei guten Kenntnissen der Regeln der Blogosphäre &#8211; konstruktiv beeinflussen. Offene Kanäle sind leider auch immer für Missbrauch offen.
</p>
<p>
<b>An was für Social Software Projekten arbeitet die MFG selbst gerade? Welche werden in der nächsten Zeit zum Einsätze kommen?</b>
</p>
<p>
Wir stehen im Rahmen unseres Forschungsprojektes FAZIT gerade am Anfang einer Potenzial- und Relevanzanalyse zum Thema „Marktchancen durch Social Software&quot;, in deren Zusammenhang auch eine Fallstudie in der Verlagsbranche durchgeführt wird. Gerade diese Branche ist durch „user-generierten Massen-Content&#8217; sowie durch das Phänomen des bloggenden „Jedermann-Journalismus“<br />
<br />
vor große Herausforderungen gestellt. Daher versuchen immer mehr Verlage, Social Software-Anwendungen systematisch selbst nutzbringend einzusetzen, vor allem zur interaktiven Kommunikation mit Lesern und Rezipierten ihrer Verlagsprodukte, Durch derartige Maßnahmen kann einerseits sehr preiswert Content durch die Leser selbst generiert werden, zum andern können diese Blogs zum Aufbau und zur Pflege der Kundenbeziehungen eingesetzt werden. Die Ergebnisse der Analyse werden im Herbst 2006 publiziert.<br />
<br />
Konkret haben wir Innovationskreise zu „Social Software“ ins Leben gerufen, die zum einen Innnovationsmotivation für potenzielle Anwender leisten und zum anderen Marktpotenziale<br />
<br />
für Dienstleistungen erschließen. Vertiefend setzen sich Arbeitsgruppen mit verschiedenen Aspekten wie beispielsweise neuen Geschäftsmodellen oder Unterstützung verteilter Arbeit auseinander. Eine weitere Maßnahme der MFG sind ein wissenschaftlicher Workshop zu „Social Software im Wertschöpfungsprozess&quot; Ende Juli 2006. Wir verfolgen damit das Ziel, die Marktchancen von und durch Social Software speziell für Baden-Württemberg zu identifizieren.</p>
<p>Und last but not least sind wir dabei, Social Software für unseren internen Wissens-, Themen- und Projektmanagementprozess zu erschließen, um auch ganz praktisch zu erfahren, von was wir eigentlich reden.
</p>
<p>
<b>Klaus Haasis ist Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg. Die MFG fördert Baden-Württemberg als Medien- und IT-Standort.</b><br />
</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mit Wikis in die Wissensgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-wikipediajs-shtml-2844/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jsteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Neutraler Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Wikis sind offene Content Management Systeme. Wikipedia, das bekannteste Wiki-Projekt, wurde vor wenigen Tagen vier Jahre alt. Wikis eignen sich nicht nur als Werkzeuge für Wissensmanagement und Organisation. Ihr Einsatz schult auch die Medienkompetenz der User.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              Wikis sind offene Content Management Systeme. Wikipedia, das bekannteste Wiki-Projekt, wurde vor wenigen Tagen vier Jahre alt. Wikis eignen sich nicht nur als Werkzeuge für Wissensmanagement und Organisation. Ihr Einsatz schult auch die Medienkompetenz der User.
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Im Januar 2005 wurde die freie Online-Enzyklopedie<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia</a> vier Jahre alt. Seit im Dezemeber 2004 das Schwesterprojekt<br />
                            <a href="http://de.wikinews.org/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikinews</a> in deutscher Sprache online ging, ist das Medienfeedback unüberschaubar geworden. Sowohl die Feuilletonisten der Wochenzeitung DIE ZEIT, als auch die Computerfreaks der c&#8217;t schätzen das Open Source-Lexikon. Die Zahl der exzellenten Einträge steigt ständig. Mittlerweile erscheint das offene Internet-Nachschlagewerk in über 30 Sprachen. Schwesterprojekte und Arbeitsgruppen zu bestimmten Themengebieten sind dazugestoßen. Im Buchhandel kann man<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiReader">Wiki-Reader</a> und<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia-CD">CD-Roms</a> zum Selbstkostenpreis kaufen. Wikipedia eröffnet neue Möglichkeiten für Anwendungen im kommerziellen und im Non-Profit Bereich. Gleichzeitig ist das Projekt Vorbild für neue Ansätze im<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wissensmanagement">Wissensmanagement</a>.</p>
<h5>Offene Redaktionssysteme, flache Hierarchien</h5>
<p class="tidy-3">Wikipedia basiert auf dem Prinzip der<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki">Wikis</a>. Das sind offene Redaktionssysteme, die von Usern schnell und einfach gelesen und bearbeitet werden können. Durch die sogenannte „Jedermannsänderbarkeit“ wurde eine ursprüngliche und zuvor nicht verwirklichte Idee des World Wide Web in die Tat umgesetzt. Die Grenze zwischen Verfasser und Leser verschwimmt. Die interne<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Machtstruktur">Machtstruktur</a> von Wikipedia vereint verschiedene Gesellschaftsansätze.</p>
<h5>Wikipedia: In der Tradition der Aufklärung</h5>
<p>Die Initiatoren von Wikipedia sehen sich selbst in der Tradition der Aufklärung. Mit diesem Ansatz stoßen sie auch auf Sympathie bei den Machern kommerzieller Nachschlagewerke. Die „Wikipedianer“ schufen die Basis für eine zeitgemäße Enzyklopädie der Moderne, in der es die eine, fest „definierte Wahrheit“ nicht mehr gibt. Diese Ansicht teilt auch Kurt Jansson vom Trägerverein Wikimedia e.V.</p>
<h5>Natürlich gewachsene Strukturen</h5>
<p>„Wikis machen den Nutzern nur wenige Vorgaben. Nicht die Programmierer, sondern die Nutzer passen sie an ihre Bedürfnisse an. Sie wissen am besten, wie sie die Informationen, mit denen sie arbeiten, am sinnvollsten gliedern. Diese Ordnung ist nicht statisch. Sie kann jederzeit an neu entstehende Bedürfnisse angepasst werden. Die Nutzer verhandeln die Gliederung untereinander. Das führt zu besseren Ergebnissen, als würde ein System von vornherein entworfen werden. Das gilt auch für den Inhalt einzelner Seiten.“, sagte Kurt Jansson gegenüber politik-digital.de.</p>
<h5>Wissensmanagement mit Wikis</h5>
<p>In den vergangenen Jahren wurden diverse Wissensmanagement-Syteme für Unternehmen entwickelt. Nicht immer konnten sie sich im Alltag bewähren. Ein Grund war die vorgegebene Struktur. Der Einsatz von Wikis als Knowledge-Base und Koordinations-Werkzeug ermöglicht ein natürliches Wachsen von Strukturen und verflacht Hierarchien innerhalb eines Unternehmens. Wikis eignen sich optimal zur Organisation und Lösung der Aufgaben von Firmen und Organisationen in schelllebigen und komplexen Systemen.</p>
<h5>Wikis in Wirtschaft und NGO&#8217;s</h5>
<p>Wikipedia eröffnet Anwendungsmöglichkeiten, die vor einigen Jahren noch utopisch erschienen. Sowohl im kommerziellen als auch im non-profit-Bereich stößt man auf originelle Ideen. Bald kann man sich vielleicht mit seinem PDA vor eine kleine thüringische Dorfkirche stellen und sich den dazugehörigen Wikipedia-Artikel als Audiobeitrag anhören. Auch Multimedia-Schultafeln könnten bald Einzug in die Klassenzimmer halten. Webseiten-Betreiber wie die Rhein-Zeitung haben Wikipedia bereits fest in ihr Service-Angebot integriert und ermuntern ihre Besucher zur Mitarbeit.</p>
<h5>Upload von freien Bildern, Audio-Beiträgen und Noten</h5>
<p>„Ich hoffe sehr, dass wir Projekte und Firmen, die auf Wikipedia zurückgreifen, ermutigen können auch eigene Inhalte unter eine freie Lizenz zu stellen. Dies ist zum Teil schon geschehen. Es gibt eine interessante Software namens<br />
                            <a href="http://ioda.sourceforge.net/">ioda</a> zur Suche in der Wikipedia, die wir aber zur Zeit aus Mangel an Serverkapazität noch nicht einsetzen können.“, ergänzte Kurt Jansson. .<br />
                            <br />Der Upload von Bildern und Audiodatien ist schon seit einiger Zeit möglich. Durch die freie Software<br />
                            <a href="http://www.lilypond.org/web/">Lilypond</a>, ist es jetzt auch möglich,<br />
                            <a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/GNU_LilyPond_support">Noten darzustellen</a>. Man kann sich auch per e-mail über geänderte Artikel informieren lassen. Laut Jansson werden viele kleine, aber nützliche Verbesserungen der Software von kaum jemandem bemerkt. „Dass so ein riesiges Projekt wie Wikipedia überhaupt auf einer noch immer recht überschaubaren Anzahl von 39 Servern laufen kann ist der stetigen Optimierung der Software durch die Entwickler zu verdanken.“ In den USA werden Texte, Bilder und Grafiken, die von Steuergeldern finanziert wurden, unter der gemeinfreien<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Public_Domain">Public Domain Lizenz</a> veröffentlicht. Das ermöglicht, solche Dokumente für Wikipedia weiterzuverwenden.</p>
<h5>Das Ringen um den neutralen Standpunkt</h5>
<p>Das Wikipedia-Projekt bemüht sich stets um einen<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutraler_Standpunkt">neutralen Standpunkt</a>. Das bringt auch Probleme mit sich. Besonders wenn Extremisten versuchen, die eigene Ideologie unterschwellig oder offensiv in Artikel einfliessen zu lassen. Kurt Jansson sagte dazu: „Es bedarf teilweise erheblicher Anstrengungen, ihnen die Bedeutung dessen nahe zu bringen. Viele geben recht schnell auf, wenn sie merken, dass ihre einseitige Darstellung eines Artikels in der Wikipedia nicht hingenommen wird. Manche binden jedoch über längere Zeit viele Kräfte im Projekt. Ähnlich ist es mit Provokatueren, sogenannten<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Internet%29">Trolls</a>. Sie handeln aber nur aus Spass und Zeitvertreib. Leider müssen viele Nutzer, die zum ersten mal mit dem Phänomen in Kontakt kommen, erst mühsam lernen, dass man Trolle nicht füttern sollte. Ich weiß nicht ob jedem Troll bewusst ist, wie sehr er dem Projekt schadet.“</p>
<h5>Wikipedia fördert Medienkompetenz</h5>
<p>In der heutigen Informationsgesellschaft benötigt man ein gewisses Feingefühl, um zwischen relevanten und unwichgtigen Informationen unterscheiden zu können. Einerseits ist die Stellung der klassischen Wissensautoritäten ist geschrumpft. Andererseits ist Wissen zur Ware geworden. Wikipedia ist ein Werkzeug, mit dem man Medienkompetenz fördern und Informationen allen frei zugänglich machen kann.</p>
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		<title>Allianz des Wissens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz des Wissens]]></category>
		<category><![CDATA[Semantisches Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Gemeinsam wissen macht....? Eine Konferenz suchte nach Antworten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam wissen macht&#8230;.? Eine Konferenz suchte nach Antworten.<!--break--></p>
<p>Ein charismatischer Einführungsvortrag und ein gebannt zuhörendes Publikum beim Abschlussvortrag sagen alles. Die<br />
                  <a href="http://www.allianz-des-wissen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Allianz des Wissens&#8221;</a> war zwischen Publikum und Podium auf der Veranstaltung des<br />
                  <a href="http://www.wiwi.hu-berlin.de/gkvi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Graduiertenkollegs &#8220;Verteilte Informationssysteme&#8221;</a> und des<br />
                  <a href="http://www.electronic-business-forum.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electronic Business Forum</a> der Humboldt-Universität zu Berlin vorhanden.</p>
<p>Von einem betriebswirtschaftlichen Standpunkt aus wurden Themen um und mit Wissen behandelt. Doch um einen Kontrapunkt zu dieser Ausrichtung zu setzen, wurde der erste Vortag von Richard Stallman, dem Gründer des<br />
                  <a href="http://www.gnu.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GNU-Projektes</a>, gehalten. Er widersprach in seinem Vortrag der wirtschaftlichen Verwertung von Wissen und wies den modischen Begriff der &#8220;intellectual property&#8221; als untauglich zurück.</p>
<p>
                  <strong>Wissen als Ware</strong><br />
                  <br />Der Rest des Symposiums war jedoch der wirtschaftlichen Seite nicht abgeneigt. Willms Buhse von<br />
                  <a href="http://www.dwsco.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital World Services</a> (DWS) stellte die Seite der Industrie vor. DWS waren in den letzten Jahren im Rahmen der Urheberrechtsdiskussion in den Medien sehr präsent, nicht zuletzt ausgelöst durch die hitzigen Urheberrechts-Debatten über die Musiktauschbörse Napster. Buhse erklärte, dass für die Industrie digitale Produkte ein privates Gut seien, das ganz normal gehandelt werden könne. Diese Einstellung rechtfertigt seiner Meinung nach eine Einschränkung der Rechte der Konsumenten, wenn dadurch die Verkaufbarkeit digitaler Produkte gesichert würde. Allerdings läge auf der Seite der Anbieter die Entscheidung, ob sie dieser Produkte frei oder geschützt anbieten wollen.</p>
<p>
                  <strong>Informationsethik</strong><br />
                  <br />Ihm gegenüber saß als Vertreter der Zivilgesellschaft Prof. Kuhlen von der Universität Konstanz. Gegen die Tendenzen der &#8220;Venterisierung&#8221; von Wissen, das heißt der Tendenz, Wissen als Ware zu betrachten, setzte Kuhlen die Forderung nach einer neuen Informationsethik. Danach sollten sich beide Seiten, Wirtschaft und Gesellschaft auf moralische Grundsätze einigen, um die Verfügbarkeit von Informationen auch unabhängig von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu garantieren.</p>
<p>
                  <strong>Microsoft</strong><br />
                  <br />Auch die zu erwartene<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a>-Kritik nach dem Vortag von Scott Collison, immerhin Director of Marketing bei Microsoft, blieb aus. Man erkannte jedoch, dass er während seines Vortrags um die allgemeinen Angriffspunkte wusste, denn vor jeder Erwähnung des Erzfeindes von<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a>,<br />
                  <a href="http://www.sun.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sun Microsystems</a>, legte er stets eine bewusste Pause ein. Die Präsentation der<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com/net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.net-Strategie</a> von<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a> brachte nicht allzu viel Neues. Die<br />
                  <a href="http://www.passport.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Passport-Idee</a>, die in der letzten Zeit für solche Aufregung gesorgt hatte, wurde kaum erwähnt. Es gehe darum, das Internet semantisch zu unterlegen, um es besser nutzbar zu machen. Die Orientierung von Microsoft hat sich Collins zufolge bei der Entwicklung dieser semantischen Ummantelung des Internetzes von B2B oder C2C hin zu Application2Application entwickelt.<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com/net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.net</a> ist die neue Strategie von<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com">Microsoft</a> und zielt darauf hin, Anwendungen nicht mehr nur auf dem Rechner laufen zu lassen, sondern innerhalb eines Netzwerkes oder des Internets, Anwendungen verfügbar zu machen. Ein wesentlicher Teil dieser neuen Netzwerkstrategie war und ist<br />
                  <a href="http://www.passport.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Passport</a>. Dies ist ein Service, der die Daten der Benutzer verwaltet. Das Ziel ist es, den Zugriff auf kennwortgeschützte Seiten zu erleichtern, indem die Passwörter bei<br />
                  <a href="http://www.passport.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Passport</a> gespeichert werden. Ausserdem soll es durch das persönliche Profil ein auf den Benutzer zugeschnittenes Internetangebot geben.</p>
<p>
                  <strong>Semantisches Netz</strong><br />
                  <br />Die Chancen für tragfähige Geschäftsmodelle im Bereich dieses semantic web wurden jedoch weder von Frank Schuhardt von der Deutschen Venture Capital Gesellschaft, noch von Dr. Jürgen Laatz von McKinsey&amp;Comany als vielversprechend eingeschätzt, wenn beide die prinzipielle Bedeutung einer semantischen Aufarbeitung der Netzinhalte betonten. Doch die immanente Bedeutung sei nicht zu erkennen. Außerdem sah Schuhardt mögliche Geschäftsmodelle vor allem im Bereich der Industrie und nicht bei den Wissensproduzenten selbst. Diese Einschätzung widersprach deutlich der Darstellung, die Prof. Rudi Studer von der Universtität Karlsruhe gegeben hatte. Denn er stellte die wissenschaftliche, auf den Inhalt gerichtete Sichtweise auf die &#8220;Idee des semantischen Netzes&#8221; vor. Für ihn geht es beim semantischen Netz darum, Wissen strukturiert verfügbar zu machen. Die Herausforderung ist nicht so sehr die wirtschaftliche Umsetzung, sondern die saubere Umsetzung der semantischen Untermauerung des Netzes.</p>
<p>
                  <br />
                  <strong>Wissensmangement</strong><br />
                  <br />Am Ende des Tagesprogramms wurde dann ein Bogen geschlagen, von der wirtschaftlichen zur inhaltlichen Sichtweise zurück. Die Generierung einer Wissenskultur innerhalb von Unternehmen wurde am Beispiel von Siemens verdeutlicht. Dr. Josef Hofer-Alfeis betonte die Einrichtung von Communities und wie wichtig die kategorisierte Sicherung individuellen Wissens, das auch allen zugänglich gemacht werden müsse, innerhalb des Unternehmens sei.</p>
<p>Dieser sehr positiven Einschätzung des organisierten und schriftlichen Wissenmanagements widersprach der Leiter des<br />
                  <a href="http://www.faw.uni-ulm.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung</a> in Ulm, Prof. Franz Josef Radermacher in einem begeistert aufgenommenen letzten Vortrag. Das Teilen von Wissen sei &#8220;nutzlos&#8221;. Die Aussage, dass durch das Teilen von Wissen die absolute Wissensmenge zu erhöhen sei, sei &#8220;die größte Lüge der letzten Jahre&#8221;. Wichtig sei dagegen, Vertrauen aufzubauen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitenehmer in einem Unternehmen zu halten. Denn vor allem durch die Identifikation der Arbeiter mit einem Unternehmen seien diese bereit, Wissen zu teilen. Ein solches Spezialwissen könne aber nicht schriftlich festgehalten werden, da es seine Macht erst in der Verbindung vieler einzelner, gut gehüteter Spezialwissen entfalte, die aber wiederum im Idealfall untereinander vernetzt sein müssen.</p>
<p>.<br />
                  </p>
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		<title>Spannungsfelder der Wissensgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/geheimniskramerei-im-amt/wissensgesellschaftspannung-shtml-2971/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geheimniskrämerei im Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen macht Wert]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>
		<category><![CDATA[Resource]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationstechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Einleitung in einen komplexen Gegenstand]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Einleitung in einen komplexen Gegenstand<!--break--></p>
<p>Schon 1973 veröffentlichte Daniel Bell seine<br />
                  <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3593335557/qid=1018522502/sr=1-2/ref=sr_1_0_2/028-3121851-5913359" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thesen</a> vom Leben in einer &#8220;postindustriellen Gesellschaft&#8221;. Im Bereich der Wirtschaft vollzog sich ein Übergang von der güterproduzierenden zur Dienstleistungsgesellschaft. Damals zeigten sich tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die seit den 90er Jahren mit dem Begriff der &#8220;Wissensgesellschaft&#8221; gekennzeichnet werden. Die Begriffe wurden gewählt, um die gewachsene Bedeutung von &#8220;Wissen&#8221; als ein weiterer Produktionsfaktor neben Boden, Arbeit und Kapital zu erfassen. Wissen wird zu handelbaren Ware &#8211; Wissensarbeit zu unserem täglichen Brot. Aber Wissen ist auch ein öffentliches Gut, dass für alle frei zugänglich sein muss, will er oder sie in einer ausdifferenzierten und komplexen Gesellschaft überleben. Wissen ist speicherbar, sei es auf käuflichen Datenträgern oder in Form von geteilten Erlebnissen, die von Generation zu Generation kostenlos mitgeteilt werden.</p>
<p>Doch was ist das wirklich Neue? Schließlich galt noch in jeder Gesellschaft, dass Wissen Macht ist.<br />
                  <br />&#8220;Der Wissensraum ist so groß und im Prinzip frei wie nie, für den einzelnen kann er aber so klein bzw. kontrolliert werden, wie ebenfalls nie zuvor&#8221;, sagte der Konstanzer Medienwissenschaftler Rainer Kuhlen auf der letztjährigen Konferenz &#8220;Gut zu Wissen&#8221; der Heinrich-Böll-Stiftung im Interview mit<br />
                  <a href="/salon/transcripte/kuhlen.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital</a>.</p>
<p>Neue Informationstechnologien (IT) &#8211; vornehmlich das globale Internet &#8211; strukturieren Unternehmen, das Privatleben, aber auch die Politik neu. Die informationstechnologische Revolution schafft neue Handlungs- und Bewegungsspielräume, die die Wirtschaft z.T. radikal geändert haben: eCommerce, eBusiness. Innerhalb der Politik wird viel von eGovernment, eDemocracy oder eSociety gesprochen.</p>
<p>Wenn die oben genannte These von Rainer Kuhlen zutrifft, wird der Zugang zur Ressource in der entstehenden Wissensgesellschaft zur zentralen gesellschaftlichen Frage. Welches Wissen wird wie Nachgefragt und unter welchen Konditionen angeboten? Denn schon zu Zeiten der Industriegesellschaft war der Zugang zu den Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital von entscheidender Bedeutung. Daran scheint sich nichts grundlegendes geändert zu haben. Vielmehr kommt ein neuer Faktor hinzu und verändert das Verhältnis der Produktionsfaktoren untereinander.</p>
<p>Folgerichtig stellt die Konferenz<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/wissenswert.shtml">&#8220;WissensWert&#8221;</a> die Frage nach dem Zugang zur Ressource Wissen aus unterschiedlichen Perspektiven: wirtschaftliche, rechtliche und politische Aspekte kommen auf der Konferenz zur Sprache.</p>
<p>Im Zusammenhang damit steht die zentrale Fragestellung, wie das Verhältnis Staat-Bürgerinnen in der aufkommenden Wissensgesellschaft geregelt ist. Neben dem bekannten Schreckensbild des &#8220;gläsernen Menschen&#8221; steht das positive Leitbild des &#8220;gläsernen Staates&#8221;. Welche Informationen braucht der mündige Bürger vom Staat, um seinen demokratischen Pflichten nachzukommen?</p>
<p>Bisher war es aufgrund der in Deutschlands Amtsstuben herrschenden Verschwiegenheit und Geheimniskrämerei kaum möglich, Einblick in Akten zu erhalten. Im Informationsfreiheitsgesetz (IFG) soll nun geregelt werden, dass Jedermann/frau unter Wahrung des Datenschutzes ein Recht auf Auskunft hat. Dass dieses Recht, dass bisher nur in vier Bundesländer eingeführt wurde, bisher kaum genutzt wird, liegt schlicht an seiner geringen öffentlichen Bekanntheit. Die Wichtigkeit eines offenen Informationszuganges für ein funktionierendes demokratisches System und einer aufgeklärten Öffentlichkeit kann nicht genug betont werden. Das<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/redelfs.shtml">Interview</a> mit Manfred Redelfs beleuchtet die Bedeutung des IFG aus der Perspektive des Journalismus und zeigt die praktischen Folgen.</p>
<p>Doch warum hat Deutschland immer noch kein IFG? Diesen Mangel beleuchtet der<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/ifg.shtml">Artikel</a> von Mortimer Treichel.</p>
<p>Ein anderes Spannungsfeld liegt in dem schnellen Wachstum des Wissensangebotes, dass zu einer Informationsflut und dem Problem der Verarbeitung dieses Überangebotes führt. Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Wissensmanagement aus der Perspektive der Wirtschaftswissenschaften. Im<br />
                  <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/walger.shtml">Interview</a> mit Prof. Dr. Gerd Walger von der Privat-Universität Witten-Herdecke umschreibt er seinen Lösungsansatz mit dem Begriff des &#8220;Vergessensmanagement&#8221;.</p>
<p>Gerade da die Konturen ebenso wie der Begriff der Wissensgesellschaft noch unscharf und uneindeutig sind, ist es wichtig, den Weg Deutschlands in das Informationszeitalter mittels rechtlicher Grundlagen vorzugeben. Andererseits bedarf es der Suche nach Lösungspotentialen für die Spannungen zwischen der zunehmenden Kommerzialisierung und Verwertung von Wissen und der Bewahrung des öffentlichen Reichtums von Wissen.<br />
                  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wissensmanagement + Vergessensmanagement = Wissensgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/wissensgesellschaft-walger-shtml-3141/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Walger]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>
		<category><![CDATA[Resource]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Gerd Walger, 
                  Universität Witten-Herdecke]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Gerd Walger,<br />
                  <a href="http://www.uni-wh.de/de/wiwi/lehrstuhle/walger/index.htm?uni-wh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität Witten-Herdecke</a><!--break--></p>
<p>                  <strong>politik-digital:</strong> Seit wann ist Wissensmanagement in Unternehmen ein Thema und welche Faktoren waren dafür ausschlaggebend?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Gerd Walger:</strong> Wissensmanagement ist zunächst Thema in den großen Unternehmensberatungsgesellschaften geworden und zwar Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Beratungsgesellschaften haben das Problem, Wissen, das sich einzelne Berater in und für einzelne Beratungsprojekte erworben haben, auch anderen Beratern zweckentsprechend verfügbar und auf einfache Weise zugänglich zu machen. Ein solches Wissensmanagement ist für Beratungsgesellschaften wesentlich, da die Expertise ihrer Berater ihr wesentlicher Produktionsfaktor ist. Dabei wird Wissen als Bestand begriffen, der von der Person des einzelnen Beraters und seiner Erfahrung abgelöst werden kann. Erst dieses bestandsmäßige Verständnis von Wissen läßt Wissen besitzen, speichern und auf andere Berater übertragen. Einen Aufschwung genommen hat dieses Wissensverständnis nicht zuletzt mit der modernen Informationstechnologie.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wird das Thema in Deutschland ausreichend berücksichtigt?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Gerd Walger:</strong> Über die international tätigen Beratungsgesellschaften ist das Thema in Deutschland rasch aufgegriffen worden &#8211; zunächst in den Beratungsgesellschaften selbst und von da aus &#8211; als Beratungsleistung &#8211; auch bei den Klientenunternehmen. Einen Schub hat dabei die Entwicklung des Internets ausgelöst, mit dem per EDV auch auf einfache Weise auf Wissen ausserhalb des Unternehmens Zugriff genommen werden kann. Allerdings hat gerade diese Flut an Wissen, die über das Internet verfügbar wird, immer mehr die Frage aufkommen lassen, ob es sinnvoll ist, Wissen unabhängig und ohne Bezug auf seinen Entstehungs- und Verwendungskontext zu benutzen. Meine These lautet: Gerade die Wissensflut macht es erforderlich, im Hinblick auf die Anwendbarkeit von Wissen in einem bestimmten Anwendungskontext den Entstehungskontext des Wissens jeweils genau anzuschauen. Ich denke, dass Wissen seinen spezifischen Sinn und seine Bedeutung erst in seinem Kontext gewinnt. Erst die Bezugnahme auf den Entstehungs- und Anwendungskontext ermöglicht einen verantwortlichen Umgang mit den immensen und differenzierten Wissensbeständen gerade der heutigen Informationsgesellschaft.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Gibt es Ansätze, die sich auf den Bereich politische Kommunikation übertragen lassen? Beispielsweise gibt es Ansätze von Wissensmanagement im Rahmen der öffentlichen Verwaltung bei Bund, Ländern und Kommunen oder besteht da Nachholbedarf &#8211; auch im Hinblick auf die zu erwartenden Kosteneinsparungen bei gleichzeitig angespannten Haushaltslagen?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Gerd Walger:</strong> Es gibt vielfältige Ansätze für Wissensmanagement im Rahmen der öffentlichen Verwaltung &#8211; ein Stichwort ist e-government. Schaut man sich das Geschehen genauer an, dann wird deutlich, dass das Thema vor allem über die Aufrüstung der Informationstechnologie angegangen wird. Was aus meiner Sicht fehlt, ist ein Wissensmanagement, das für den persönlichen und verantwortlichen Umgang mit Wissen steht. Dies ist eine Frage der Kompetenzentwicklung derjenigen, die sich tagtäglich mit Wissen auseinanderzusetzen haben. Wird hier investiert, so kann aus meiner Sicht viel gewonnen werden.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> &#8220;Nicht Wissensmanagement: Vergessensmanagement&#8221;: Was ist darunter zu verstehen?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Gerd Walger:</strong> Meiner Ansicht nach weist der Begriff des Vergessensmanagements hin auf ein immer größer werdendes, wichtiges Problem, das es zu lösen gilt. Es handelt sich um das Problem der Überladung durch die wachsende Informationsflut. Die Lösung für dieses Problem sehe ich darin, selbst beurteilungsfähig zu werden, d.h. in die Lage zu kommen, selbstständig Wissen daraufhin zu prüfen, ob es sich für den jeweiligen Zusammenhang eignet. Dafür ist Nicht-Wissen wesentlich. Denn Nicht-Wissen ermöglicht es erst zu fragen und macht es sinnvoll, Wissen zu prüfen. Für die Prüfung von Wissen ist es notwendig, den Entstehungskontext des Wissens zu erinnern und die Frage zu klären, in welchem Verhältnis der jeweilige Anwendungszusammenhang zu dem Entstehungskontext des Wissens steht und was dies bedeutet. Dadurch dass dies jeweils neu im jeweiligen Anwendungszusammenhang zu prüfen ist, wird Wissen zu einem Ereignis.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Ist ihrer Meinung nach der Zugang zur Ressource Wissen in Deutschland angemessen geregelt?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Gerd Walger:</strong> Ich denke, mit dem Internet ist der Zugriff auf Wissen für alle Menschen, die über einen Internetanschluß verfügen, so leicht geworden wie niemals zuvor. Die Regelung des Zugangs ist in diesem Sinne heute weniger denn je das Problem. Was fehlt, ist nicht der Zugang, sondern die persönliche Auseinandersetzung mit Wissen. Dies Problem betrifft Schulen, Universitäten und Weiterbildung gleichermaßen. Beobachtbar ist aus meiner Sicht ein Trend zur Verschulung auf allen Ebenen, d.h. z.B. dass Schüler und Studierende mit Wissen überhäuft werden. Demgegenüber fehlen Bildungskonzepte, die es ermöglichen zu lernen, sich selbstständig zu orientieren und eigenverantwortlich mit dem Wissen umzugehen. Es fehlen Bildungskonzepte, deren Ziel es ist, dass gelernt wird, Wissen selbstständig auf seine jeweilige Anwendbarkeit zu prüfen. Solche Konzepte zu entwickeln, betrachte ich als eine wichtige Aufgabe.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Welche betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung hat das Wissen?</p>
<p>
                  <strong>Dr. Gerd Walger:</strong> Zur Beschreibung unserer Gesellschaft wird immer häufiger der Begriff der Wissensgesellschaft benutzt. Ich denke, der Begriff stimmt. Wissen ist mehr denn je für die Entwicklung eines Unternehmens und einer Volkswirtschaft entscheidend. Aus meiner Sicht ist dabei gerade die Prüfung des Wissens, seiner Bedeutung und Reichweite wesentlich. Nur wenn sie erfolgt, handelt es sich um tragfähiges Wissen. Denken Sie z.B. an Existenzgründer in der Entscheidung, sich selbstständig zu machen: sie können nur gründen und das damit verbundene Risiko eingehen, wenn sie sich ihres Wissen über den Markt und über die eigene Produktreife persönlich vergewissern.<br />
                  </p>
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		<title>Wissen macht Wert</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
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		<title>Das &#8216;e&#8217; in e-Learning steht für experience</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/elearning-brueckner-shtml-2456/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach während der diesjährigen 
                      Online-Educa mit Gunnar Brückner, Chief Learning Officer (CLO) des 
                      United Nations Development Programme (UNDP) / Learning Resources Center, New York. Herr Brückner ist verantwortlich für die interne Weiterbildung von ca. 5000 Mitarbeitern, die in 140 Länder-Vertretungen des UNDP arbeiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach während der diesjährigen<br />
                      <a href="http://www.online-educa.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Educa</a> mit Gunnar Brückner, Chief Learning Officer (CLO) des<br />
                      <a href="http://www.undp.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">United Nations Development Programme</a> (UNDP) / Learning Resources Center, New York. Herr Brückner ist verantwortlich für die interne Weiterbildung von ca. 5000 Mitarbeitern, die in 140 Länder-Vertretungen des UNDP arbeiten.<!--break-->
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Was hat UNDP bewogen, e-Learning einzusetzen?</p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Wenn man bedenkt, dass unsere Mitarbeiter auf der ganzen Welt in 140 Ländern verteilt sind, und unsere Zentrale in New York sitzt, war es zunehmend teuer und unbefriedigend, sich ausschließlich darauf zu konzentrieren, wenige Mitarbeiter für Seminare nach New York einfliegen zu lassen. Außerdem arbeiten Mitarbeiter teilweise in aktuellen Krisengebieten und können nicht einfach zur Weiterbildung das Land verlassen. Das alte Weiterbildungssystem konnte nur wenige, ausgesuchte Mitarbeiter erreichen, das war zu hierarchisch und zu zentral organisiert. Durch die Einführung einer ganz neuen Lernkultur haben wir dank der Nutzung des Internets unsere Weiterbildungsmaßnahmen dezentralisieren können. So können wir auch besser auf spezifische kulturelle Gegebenheiten eingehen, da die Menschen vor Ort ihr Lernen jetzt mit- bzw. selbstbestimmen können.</p>
<p>Es entstehen ganz neue Kommunikationsformen, die vorher so nicht existierten. Es beschränkt sich nicht mehr auf Weiterbilden (&#8220;Training&#8221;), sondern verändert die gesamte Lernkultur der Organisation. Die Betonung verschiebt sich von &#8220;formal training&#8221; hin zu &#8220;informal learning&#8221;, wobei betont werden muss, dass &#8220;formal training&#8221; weiterhin seinen Platz im Lernangebot unserer Abteilung behalten wird. Informelles Lernen, bezogen auf das Lernen am Arbeitsplatz, ist all jenes Lernen, welches nicht im Detail von der Organisation vorgegeben ist, wie zum Beispiel ein Seminarplan oder auch nur eine Präsentation. Informelles Lernen orientiert sich an den unmittelbaren Bedürfnissen des Lerners und erfolgt eher unstrukturiert, genau zu dem Zeitpunkt, an dem es gebraucht wird. Die Herausforderung für eine &#8220;Lernende Organisation&#8221; besteht darin, möglichst viele Räume (real und virtuell) zu schaffen, damit informelles Lernen in viel größerem Umfang stattfinden kann als das normalerweise der Fall wäre.<br />
                    <br />Übrigens haben wir mit unserer &#8220;learning policy&#8221; andere UN-Organisationen wie etwa<br />
                    <a href="http://www.unhcr.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNHCR</a> oder<br />
                    <a href="http://www.unfpa.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNFPA</a> beeinflusst, die durch die positive Resonanz auf unser Experiment Elemente unsere &#8220;learning policy&#8221; in ihre Eigene übernehmen. Das ist ein großer Erfolg für uns, auf den ich sehr stolz bin.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Unterstützt e-Learning die Entwicklung einer neuen Lernkultur oder ist es nur eine neue Lerntechnik in neuem Marketingjargon &#8211; gleich dem Motto: &#8220;Alter Wein in neuen Schläuchen&#8221;?</p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Wir können uns in der Tat auf eine neue Lernkultur gefasst machen. Die jüngeren Generationen denken, fühlen und handeln schon jetzt signifikant anders als die heute Vierzigjährigen. E-Learning wird zum integralen Bestandteil des Lernens, und zwar immer und nicht nur während der Schulzeit. Man wird sich daran gewöhnen müssen, dass es nicht darum geht, eine wie auch immer geartete Lernerfahrung der traditionellen Art im Internet zu replizieren, sondern gänzlich neue Wege und Methoden des Lernens zu nutzen. SMS zum Lernen, Verknüpfung von GPS und Lernen und so weiter. Darin besteht heute eine ganz besondere Herausforderung an die e-Learning Industrie.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Kann durch den Einsatz von e-Learning der Wissensunterschied zwischen der sogenannten &#8220;ersten Welt&#8221; und der &#8220;dritten Welt&#8221; gemindert werden?</p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Ja. Die Diskussion wird kontrovers geführt aber ich gehöre zu denen, die sich ein &#8221;<br />
                    <a href="/archiv/globalisierung/wambui.shtml">leapfrogging</a>&#8220;, d.h. ein Überspringen von Entwicklungsschritten mit Hilfe des Internets vorstellen können. Ein Knackpunkt in dieser Diskussion ist die Schaffung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, die den Zugriff auf diese modernen Technologien ohne staatliche Eingriffe ermöglichen. Projekte, deren Zielsetzung die Schaffung einer Informations- bzw. Wissensgesellschaft ist, sind in der Regel nützlicher als einseitig technische Projekte.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie lauten die gegenwärtigen Schlagwörter der e-Learning Debatten?<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Schlagwörter in der internationalen Diskussion (daher meist in Englisch) sind die Konvergenz von Wissensmanagement und e-Learning; und immer noch &#8220;blended learning&#8221;, d.h. die Kombination von e-Learning mit klassischem Präsenzunterricht. Für mich persönlich ist &#8220;informal learning&#8221; ganz hoch auf der Tagesordnung. Ferner wird &#8220;just in time learning&#8221; im Unterschied zu &#8220;just in case learning&#8221; immer wichtiger und dabei spielen &#8220;learning objects&#8221; eine immer wichtigere Rolle. Aber das ist zugegebenermaßen nicht gerade neu. Lerning Objects sind so etwas wie klar definierbare Lernbausteine, aus denen sich Lernaktivitäten zusammensetzen. Nehmen wir zum Beispiel ein hypothetisches Online Modul zum Thema Feedback. Das setzt sich zusammen aus vielen Bausteinen: einem Einführungstext, einer Übersichtsgraphik, einem oder mehreren Texten zum Thema, einem Quiz am Ende und so weiter. Alle diese Bausteine könnten theoretisch für ein anderes Modul weiterverwandt werden oder könnten auch einzeln, also außerhalb des Feedback Moduls zum Lernerfolg eines Mitarbeiters beitragen, vorausgesetzt er/sie kann den richtigen Baustein zum genau richtigen Zeitpunkt finden. Das ist genau die Idee, die hinter UNDPs<br />
                    <a href="http://208.36.136.215/undp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-Learning-Tree</a> steckt, bei dem sich der Lerner an einem visuellen Baum orientiert, dann eine Entscheidung trifft, was er/sie lernen will, um dann durch einen Doppelklick ein Menu von Lernobjekten (Lernbausteinen) zu aktivieren, aus dem dann ausgewählt werden kann.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Gibt es Unterschiede zwischen der Debatte an Universitäten und in der freien Wirtschaft?<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Ich sehe keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Debatten, aber möglicherweise ist meine Wahrnehmung geprägt von der Situation in den USA, wo sich die Universitäten traditionell eher dem unternehmerischen (&#8220;corporate&#8221;) Model unterordnen. Viele Universitäten sind &#8220;corporate ventures&#8221;, d.h. sie sind privatrechtlich und nach betriebswirtschaftlichen Regeln organisiert und beginnen, im Bereich e-Learning erste Erfahrungen zu sammeln, Allianzen zu schmieden &#8211; und diese auch wieder verwerfen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Geschäftsmodelle sind gerade en vogue und welche erfolgreich?<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Ingesamt kann man davon ausgehen, dass sich der Markt zunehmend konsolidieren wird. Einige wenige Anbieter werden komplette Lösungen von A bis Z anbieten, aus denen sich der Kunde dann die passende Lösung für sich heraussucht. Nischenanbieter werden aber auch immer eine Chance behalten. Zunehmend werden im Modell der Komplettanbieter die Technologiedienste von den Inhalt- und Servicedienstleistungen verdrängt werden.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche technischen Entwicklungen werden e-Learning beeinflussen?<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Mit der zunehmenden Verringerung von Breitbandproblemen (&#8220;broadband technology&#8221;) kann sich im Feld der sprachgesteuerten Anwendungen etwas tun. Sprachgesteuerte Anwendungen (&#8220;voice-enabled technology&#8221;) kombiniert mit Touchscreen-Technologie könnten auch im Bereich der Entwicklungsländer von Nutzen sein, aber ich sehe die Entwicklung noch nicht klar und würde diese Möglichkeit keinesfalls als den kommenden Trend bezeichnen.</p>
<p>                    <strong>politik-digital:</strong> Was hat es mit den Breitband-Technologien auf sich?<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Solange die Netzanbindung an und für sich noch so große Problem darstellt, kann man kurzfristig einfach noch nicht so viel erwarten. Der Benutzung von Simulationen im e-Learning wird in Abhängigkeit von der Breitband -Entwicklung sicher eine gute Zukunft blühen, obwohl auch hier das Geheimnis nicht in der Technologie an für sich liegt, sondern darin, den Lernenden ein Erlebnis zu verschaffen. Die Lernerfahrungen der Lernenden bzw. der Kunden wird in diesem Zusammenhang zum treibenden Faktor werden denn: Das &#8216;e&#8217; in e-Learning steht für<br />
                    <em>experience</em> &#8211; und nicht für<br />
                    <em>electronic</em> oder was auch immer!</p>
<p>                    <strong>politik-digital:</strong> Kann man feststellen, dass seit den<br />
                    <a href="/archiv/edemocracy/ny-links.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Terroranschlägen</a> auf New York und Washington und den Milzbrandattacken die Menschen Angst vor dem Reisen haben und daher e-Learning bevorzugen?</p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Man wird niemals gänzlich jede Form von sozialer Interaktion ersetzten können jedoch neue Formen finden, z.B. Chat und Instant-Messaging, die zum integralen Bestandteil unserer Kommunikation werden. Soziale Interaktionen wird es immer geben müssen, und meiner Erfahrung nach steigert das Vorhandensein von e-Learning diesen Bedarf sogar. Kollegen, die sich online treffen und mögen, werden Mittel und Wege finden, sich auch im realen Leben zu treffen. Gleichsam ist face-to-face Kommunikation von hoher Bedeutung bei der Formierung von erfolgreichen Lerngemeinschaften (&#8220;communities of practice&#8221;).</p>
<p>
                    <strong>politik-digital: </strong>Vielen Dank für das Gespräch!<br />
                    </p>
<p>Das Interview mit Gunnar Brückner führte Clemens Lerche.</p>
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