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	<title>Wolfgang Böhmer &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Wolfgang Böhmer &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Nur wer wettbewerbsfähig ist, ist auch zukunftsfähig&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tacheles.02: Chat mit Prof. Dr. Wolfgang Böhmer am 28. März 2002</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tacheles.02: Chat mit Prof. Dr. Wolfgang Böhmer am 28. März 2002</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/boehmer.jpg" alt="Wolfgang Boehmer" align="left" height="90" width="80" /></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Moderator: Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat im Anschluss an die<br />
Tagesschau! Am 21. April wählt Sachsen-Anhalt. Grund genug für uns, die<br />
drei Spitzenkandidaten der Landtagswahl in den Chatraum einzuladen.<br />
Alle haben zugesagt. tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und<br />
politik-digital.de und wird unterstützt von tagesspiegel.de. Heute als<br />
erster Gast: Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Spitzenkandidat der CDU. Wir<br />
freuen uns, dass Sie bei uns sind, Prof. Böhmer!</p>
<p></span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Prof. Böhmer</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">: Wir freuen uns auch, guten Abend!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Eine<br />
erste Frage von unserer Seite: Die CDU kommt derzeit in Umfragen auf 33<br />
Prozent, die PDS auf 25 Prozent, die SPD auf 24 Prozent. Die FDP liegt<br />
bei 8 Prozent, die Schill-Partei bei um die 5 Prozent. Auch wenn die<br />
CDU offenbar ihren Stimmanteil im Vergleich zur letzten Wahl verbessern<br />
kann, würde mit diesem Ergebnis vermutlich eine SPD-PDS Koalition<br />
entstehen. Dann würde Ihnen auch der Stimmenzuwachs nicht zu einer<br />
Mehrheit reichen. Ist also eine Stimme für die CDU eine verschenkte<br />
Stimme?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer</b>: Das ist mit Sicherheit keine verschenkte Stimme; wir werden noch etwas zulegen und eine rot-rote Koalition verhindern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und hier die erste Frage eine Users:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">katsche: Wieviel Prozent der Stimmen möchten Sie erreichen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Ca. 40%</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">katsche: Wieviel Prozent trauen sie der Schillpartei zu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> 7%</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Würden Sie mit der Schill-Partei koalieren, wenn nur so eine Mehrheit zustande kommt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Unter der letztgenannten Bedingung muß man auch darüber nachdenken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Unter den Bedingungen der Umfragen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Das heisst: wenn nur so eine Mehrheit zustande käme, müsste man darüber nachdenken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Was müsste die Schill-Partei denn tun, damit sie koalitionsfähig für Sie wäre?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Weniger pathetisch und mehr glaubwürdig argumentieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">rabiat: Fürchten Sie die Schill-Partei, da sie Ihnen Stimmen wegschnappen kann?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Unter den selbstständig denkenden Wählern nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">raf: Wie<br />
beurteilen Sie die Wahlaussage der PDS, die Regierung nicht mehr nur zu<br />
dulden, sondern selber in die Regierung zu wollen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Nach 8 Jahren der Tolerierung ist das ein menschlich verständlicher Wunsch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Bei der letzten Wahl wurde die DVU in den Landtag gewählt. Hier eine Frage dazu:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">sonja: Was macht die DVU im Landtag und Sie dagegen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Die DVU hat fast nichts getan &#8211; deshalb musste man auch nichts dagegen<br />
tun &#8211; sie tritt in Sachsen-Anhalt nicht mehr zur Wahl an.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">raf: Was tun Sie gegen den Rechtsradikalismus im Land?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Mit vernünftigen Argumenten deren unsinnige Zielvorstellungen widerlegen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ein<br />
Thema, zu dem hier bereits mehrere Fragen aufgelaufen sind, ist die<br />
Abstimmung zum Zuwanderungsgesetz im Bundesrat:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Olga: Wie bewerten sie das Theater bei der Abstimmung zum Zuwanderungsgesetz im Bundesrat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Es war ein ärgerliches Verfahren, weil es zum Verlust der Glaubwürdigkeit der Politik überhaupt geführt hat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Für den richtigen Namen dieses Chatters können wir nicht bürgen. Seine Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">hoeppner: Wussten<br />
Sie auch von der inszenierten Entrüstung im Bundesrat und was ist Ihre<br />
Meinung zu den Äußerungen Ihres Parteikollegen Müller?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Als erstes: Ich war in die vorbereitenden Gespräche nicht eingebunden<br />
und wußte persönlich davon nichts. Herr Müller hat im Theater in<br />
Saarbrücken einen Vortrag gehalten über das Theater in der Politik und<br />
hat mit nicht eindeutigen Äußerungen dies als eines der Beispiele<br />
genannt. Er hat sich mißverständlich ausgedrückt und ist noch<br />
zusätzlich mißverständlich interpretiert worden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">s1s: Herr Böhmer, wie sollte der Bundespräsident zum Zuwanderungsgesetz entscheiden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> So wie es sein Amtsvorgänger Herzog für sich entschieden hätte: er sollte das Gesetz nicht freigeben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ein wichtiges Wahlkampf-Thema in Sachsen-Anhalt: Die Wirtschaft. Hier dazu eine erste Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">sonja: Wie wollen Sie die Wirtschaft im Land ankurbeln?</p>
<p><b>Prof. Böhmer:</b> Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen: Eine<br />
Vereinfachung der Fördermittelpolitik und einer deutlichen<br />
Deregulierung aller restriktiven Verwaltungsvorschriften.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Stoiber: Wird es den Aufschwung in der BRD in diesem Jahr geben? Dann hätte Schröder doch die Wahl schon gewonnen. Oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Die Wirtschaftsweisen sagen einen geringen Aufschwung voraus, der aber<br />
sicherlich das Wahlergebnis zur Bundestagswahl kaum beeinflussen dürfte.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">goetz: Ihr Motto:<br />
Chancen- statt Verteilungsgerechtigkeit, das klingt mir wie<br />
Sozialdarwinismus mit Schöne-Neue-Welt-Anstrich. Könnten Sie ein paar<br />
Worte verlieren, um den etwas bitteren Nachgeschmack dieser Worte nach<br />
Nietzsche &amp; Neoliberalismus zu entkräften?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Zunächst muss erarbeitet werden, was umverteilt werden soll.<br />
Unterschiedliche Leistungen müssen auch unterschiedlich honoriert<br />
werden, wenn Leistung sich lohnen soll. Deshalb muss es das vorrangige<br />
Ziel einer Gerechtigkeitssuche sein, Chancengerechtigkeit herzustellen.<br />
Das hat weder mit Nietzsche, noch mit Neoliberalismus zu tun.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">teufel: Sind Sie<br />
der Meinung, dass die Investitionszulage Ost erhalten bleiben soll oder<br />
teilen Sie die Meinung Ihrer Parteispitze, die Zulage zu verringern<br />
oder gar abzuschaffen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Krisint: Was ist ihre klare Meinung zur Investitionszulage?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Sie sollte solange bestehen bleiben, bis sie durch ein besseres Instrument ersetzt wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kingkong:  Wie wollen Sie den desolaten Haushalt retten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Durch eine restriktive, disziplinierte Ausgabenpolitik.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">cdgrabbe: Herr<br />
Böhmer, mal realistisch: Sachsen-Anhalt liegt so weit zurück, vor allem<br />
wirtschaftlich &#8211; wie soll das Land jemals wieder auf die Beine kommen?<br />
Die Politik hat doch kaum Spielraum. Ist das nicht vergebene Liebesmüh?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Wir können uns nicht defätistischer Resignation überlassen. Ohne<br />
mühsame eigene Anstrengungen und ohne den Eindruck zu verdeutlichen,<br />
dass wir uns selbst helfen wollen, werden uns auch andere nicht mehr<br />
helfen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Krisint: Aber Herr Stoiber ist gegen Subventionen &#8211; Sie nicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Herr Stoiber ist nicht gegen Subventionen, dort wo sie nützlich und<br />
hilfreich sind. Ungezielte Subventionen nach einem gewissen<br />
Gießkannenprinzip werden zu recht nicht nur von Herrn Stoiber abgelehnt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Krisint: Also bei uns im Osten sind sie doch hilfreich oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Ja, aber auch nicht in allen Bereichen und allen Gewerken. Dort, wo der<br />
Markt durch ausreichende Angebote abgesättigt ist, werden auch<br />
zusätzliche Subventionen nicht helfen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Krisint: Die im Westen sind doch gegen Ostzulage oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Das ist eine pauschale Unterstellung, die vielleicht an manchen<br />
Stammtischen geäußert wird, aber nicht der Haltung der alten<br />
Bundesländer entspricht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">teufel: Wie wollen Sie die Abwanderung von jungen Leuten verhindern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Indem wir ihnen hier Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten und hoffentlich bald auch Arbeitsplätze anbieten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Modertator: Ein weiteres Thema: Die Korruptionsfälle der SPD in Köln. Ihre Meinung dazu wird erbeten:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">marion: Gib es auch in Magdeburg Korruption wie in Köln? Und was kann man dagegen tun?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Aus Magdeburg sind mir keine solche Fälle bekannt. Die aus Köln bekannt<br />
gewordenen Verhältnisse belasten alle in der Politik Verantwortung<br />
tragenden und werden zu Recht verurteilt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Macht die SPD derzeit einen guten Job bei der Untersuchung der Vorfälle?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Das wird man erst beurteilen können, wenn eine endgültige Aufklärung erfolgt ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Olga: Müsste<br />
nicht als erstes dieses Spendengesetz, durch das es bei Spenden 50% vom<br />
Finanzamt erstattet gibt, abgeschafft werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Diese Vorschrift gilt für alle Parteien und ist insofern nicht<br />
ungerecht. Sie setzt aber ein korrektes Verfahren mit Spenden voraus,<br />
das als erstes gesichert werden muss.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">marion: Könnte ein besseres Informationsfreiheitsgesetz gegen Korruption helfen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Nein. Unter Menschen wird es auch unabhängig von allen Gesetzen immer menschlich zugehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Von der Zukunft in die Vergangenheit:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">cdgrabbe: Wie stehen Sie zur Stasi-Überprüfung von Politikern? Ist das noch zeitgemäß?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Ja: Wer glaubwürdig in der Politik Verantwortung tragen will, sollte sich einer freiwilligen Überprüfung nicht entziehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">maja: Wie sieht es mit der Vergangenheitsbewältigung in ihren Reihen aus? Stasi und so?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Die CDU Fraktion hat in jeder Legislaturperiode sich einer entsprechenden Überprüfung gestellt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">HeinBlöd: Was<br />
halten Sie von einer stärkeren Beteiligung der Bevölkerung durch<br />
Volksbegehren und Volksentscheide? Wie hoch/niedrig sollten die Hürden<br />
sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Eine stärkere Beteilung durch Volksentscheide ist zwar aufwändig und<br />
teuer, aber sicher machbar. Die Hürden müssen auf Bundesebene natürlich<br />
deutlich höher sein, als auf der Länderebene.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Zurück zum Wahlkampf in Sachsen-Anhalt:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">HeinBlöd: Sehr<br />
geehrter Dr. Böhmer. Auf einem Plakat der ödp las ich &quot;Sachsen-Anhalt<br />
auflösen?&quot; und habe mich unter www.oedp-sachsen-anhalt.de informiert.<br />
Was halten Sie von einer Länderneuordnung. Sehen Sie<br />
Einsparmöglichkeiten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Das ist eine sehr theoretische Diskussion. Einsparmöglichkeiten wären<br />
denkbar, setzen aber eine bundesweite Neugliederung der Länder voraus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Stoiber: Wie steht die CDU Sachsen-Anhalt zu  Edmund Stoiber?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Er unterstützt uns und wir werden im Bundestagswahlkampf ihn unterstützen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">goetz: Sollte<br />
nicht in demokratischen Lichte eine Koalition angestrebt werden, die<br />
den größten Wählerumfang repräsentiert anstelle einer parteiideologisch<br />
begründeten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Eine Koalition muss eine stabile Mehrheit darstellen und auf möglichst<br />
viele Gemeinsamkeiten der Koalitionspartner begründet sein. Es würde<br />
demokratischen Grundprinzipien widersprechen eine neue &quot;nationale<br />
Front&quot; zu wollen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Jetzt zur Nachfrage zur Länderneuordnung:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">HeinBlöd: Herr<br />
Bödecker, ehemaliger Inhaber der Weber-Bank in Berlin, schätzt die<br />
Einsparmöglichkeiten durch eine bundesweite Länderneuordnung (von 16<br />
auf 8 Länder) auf 82 Mrd. Euro. Übertrieben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Schätzungen ohne nachvollziehbare Grundlage können nicht bewertet werden, sondern sind subjektives Ermessen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Zur Rolle des Internet und der neuen Medien im Wahlkampf:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Horst: Wie nutzen Sie das Internet? auch zum Wahlkampf?</p>
<p><b>Prof. Böhmer:</b> Ja selbstverständlich! Wir stellen unsere<br />
Wahlprogramme und Wahlkampftermine und Kandidaten in das Internet ein.<br />
Siehe: www.cdu-sachsenanhalt.de</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">poldi: Wie stehen Sie zum Medienstandort SA? Welche Schwerpunkte setzt die CDU denn in der künftigen Medienpoltik?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Wir betreiben eine aktive Medienpolitik, in der sich die Politik nur auf die Ordnungsfunktion begrenzen soll.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">suse: Werden Sie junge Firmen speziell fördern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Wenn sie zukunftsweisende Technologien anwenden, dann mit Sicherheit.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">wagner: sind nicht gerade auch bei der Wirtschaftsförderung die anderen neuen Länder Konkurrenz?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Natürlich! In einer freien Wettbewerbswirtschaft muss man lernen, mit<br />
Konkurrenz zu leben. Nur wer wettbewerbsfähig ist, ist auch<br />
zukunftsfähig<br />
.<br />
suse: Die Politik hilft zu sehr großen Unternehmen. Die kleinen finden zu wenig Gehör &#8211; finde ich!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Der Vorwurf trifft auf die letzte Steuerreform zu. Weshalb diese von der CDU abgelehnt wurde.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">wagner: Gibt es konkrete Wirtschaftsprojekte in Sachsen-Anhalt, die Sie bei einem Wahlsieg umsetzen werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Was heißt Wirtschaftsprojekte?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ich denke, das ist eine weit gefasste Frage. Was würden Sie denn darunter vestehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Also: Landespolitik kann nur die Rahmenbedingungen gestalten. Das Land<br />
tritt selbst nicht als Unternehmer auf. Wir haben allerdings vor, die<br />
Rahmenbedingungen deutlich zu verändern: Eine erste Maßnahme soll eine<br />
kommunale Investitionspauschale sein, mit der die Kommunen ihrerseits<br />
Aufträge auslösen können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Nochmal eine Frage, die zur Bescheidenheit nicht gerade einlädt:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kingkong: Was können Sie besser machen als Hoeppner?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
In wesentlichen Verantwortungsbereichen hat die Landesregierung<br />
schlicht versagt. Wenn man in die Bildungspolitik, aber auch in die<br />
Wirtschaftspolitik sieht, dann ist der dringende Regulierungsbedarf<br />
erkennbar. Die Einzelheiten dazu bitten wir Sie unserem ausgedruckten<br />
Wahlprogramm zu entnehmen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">logo: Wo gibt es die?</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> In allen Kreisgeschäftsstellen der CDU.</span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: A pro pos Bildung:</span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">logo: Pisastudie &#8211; Was wollen Sie besser machen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b><br />
Wir brauchen eine differenzierte, begabungsgerechte Schulstruktur, die<br />
weder unter- noch überfordert, aber auf unterschiedlichem Niveau<br />
leistungsorientiert ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">bimmlundbommel: Was haben  Sie vorher in der CDU gemacht? Sie sind ja noch ein Frischling in der Politik, oder? 🙂</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> unter www.wolfgangboehmer.de können Sie alles nachlesen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">doktor: Ist der Wahlkampf anstrengend für Sie? Waren sie gestern beim Handball?</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Nein. Auch Wahlkampf kann Spaß machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Zur letzten Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">S.Franczak: Herr<br />
Dr. Böhmer, welchen Zukunftsentwurf machen die für Sachsen-Anhalt? Wie<br />
soll das Land nach der nächsten Legislaturperiode aussehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Es soll ein selbstbewußtes Land werden, das auf seine eigene Kraft und seine eigenen Fähigkeiten vertraut.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe<br />
Chat-Gäste, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Böhmer! Unsere Chatzeit ist<br />
bereits wieder verstrichen. Vielen Dank für Ihre Fragen. Wenn es Ihnen<br />
gefallen hat, würden wir uns freuen, Sie bei unserem nächsten Chat<br />
wieder begrüßen zu dürfen. Er findet bereits am Dienstag nach Ostern um<br />
20.15 Uhr statt. Unser Gast: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reinhard<br />
Höppner. Im Namen der Veranstalter tagesschau.de und politik-digital.de<br />
sowie des Unterstützers tagesspiegel.de wünschen wir allen Beteiligten<br />
einen schönen Abend.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof. Böhmer:</b> Danke sehr, Tschüss und schöne Feiertage.</span></p>
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