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	<title>Yahoo &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das &#034;Recht auf Vergessen&#034; gefährdet die Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 11:07:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141048" alt="Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1-630x274.jpg" width="630" height="274" /></a> <strong>Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr.</strong> Im Mai 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass es ein “Recht auf Vergessen” geben würde und “<em>unter bestimmten Umständen</em>” Google Verweise auf Artikel aus den Suchergebnissen der eigenen Suchmaschine entfernen müsse. Wann genau, blieb aber unklar, und das Fehlen von Richtlinien führt zur Zeit zu zensurähnlichen Versuchen der Imagepflege, auf Kosten der Pressefreiheit. Denn ohne Suchmaschinen verschwinden Informationen im digitalen Nirgendwo. Und Google ist nicht allein von dem Urteil betroffen.</p>
<h3>Schutz der Privatsphäre</h3>
<p>Mario Costeja González. Dieser Mann wollte seinen Namen auf Google nicht mehr im Zusammenhang mit der Versteigerung eines Grundstücks sehen. Googelte er seinen Namen, zeigte Googles Suchmaschine einen Beitrag der Tageszeitung La Vanguardia aus dem Jahr 1998. In dem Artikel stand, dass Mario Costeja González aufgrund zu hoher Schulden bei der Sozialversicherung sein Grundstück versteigern musste. Der Fall war mehr als 15 Jahre her und die abgeschlossene Pfändung für Mario Costeja González erledigt. Seiner Meinung nach müsse der Artikel nicht mehr auffindbar sein. Er wendete sich an die spanische Datenschutzagentur und hoffte, dass die Zeitung seinen Namen aus dem korrekten Bericht tilgen und dass Google seine personenbezogenen Daten löschen oder in den Suchergebnissen verbergen müsse. Der Europäische Gerichtshof gab Mario Costeja González Recht und leitete aus der EU-Datenschutzrichtlinie ein vermeintliches “Recht auf Vergessen” ab. Nötig war das nicht, wie der <a href="http://www.focus.de/digital/internet/mosley-besiegt-gigant-google-suchmaschine-darf-bilder-von-orgie-mit-prostituierten-nicht-mehr-ausspielen-6_id_3566308.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fall Max Mosley</a> zeigte und Alvar Freude an der “<em><a href="http://blog.alvar-freude.de/2014/05/suchmaschinenzensur-beispiele.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">privaten Suchmaschinenzensur</a></em>” von Bettina Wulff erklärt. Wie genau jetzt die Überprüfung und Löschung der Anträge erfolgen sollte, sagten die Richter in ihrem Urteil aber nicht. Das hier zu vermeintlich mehr Datenschutz gezwungene Unternehmen soll sich selber überlegen, wie die Privatsphäre der Bürger besser geschützt werden kann und muss selber festlegen, wie mit Löschanfragen umzugehen ist. Google wurde hier der schwarze Peter des Verantwortlichen für Zensur zugeschoben, eine Rolle, die das Unternehmen niemals haben wollte.</p>
<h3>&#8230; auf Kosten der Pressefreiheit</h3>
<p>Mitte Juli waren bereits europaweit über <a href="http://www.taz.de/Digitale-Imagepflege-mit-Google/%21142391/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">70.000 Anträge auf Löschung</a> eingegangen, davon waren 12.000 aus Deutschland, der Hochburg der Streetview-Verweigerer. Und Zensoren, denn was in den Medien zuerst voller Schadenfreude falsch dargestellt wurde und die Löschanträge wohl nur noch weiter beförderte, war der Fakt, dass nicht die Quelle der unliebsamen Informationen nach einer angemessenen Prüfung gelöscht wird, sondern der Weg via Google und das eben auf unklare Art und Weise. Für den Rechtsanwalt <a href="https://twitter.com/RAStadler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Stadler</a> ist das Urteil gerade deshalb problematisch, “<em>weil es das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsrecht/Datenschutz einerseits und Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit andererseits höchst <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-vorrang-des-datenschutzes-vor-meinungs-und-informationsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einseitig zugunsten des Datenschutzes</a> auflöst</em>“. Suchmaschinen nehmen aber in unserer vernetzten Gesellschaft eine elementare Rolle ein, denn sie ermöglichen Nutzern aus Unmengen an Informationen, die für sie relevanten Daten zu finden. Diesem wichtigen Grundstein in unserer digitalen Kommunikation und dem Umgang mit Informationen, könnte das Urteil ein jähes Ende bereiten, denn der Europäische Gerichtshof gibt in seinem Urteil dem Datenschutz einen regelmäßigen Vorrang vor der Meinungs- und Informationsfreiheit und fördert somit ein <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-zuviel-des-guten-privatisierte-rechtsdurchsetzung-auf-dem-vormarsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regime privater Rechtsdurchsetzung</a>. Schnell traf es auch vor allem die Medien, die von Google Hinweise auf die Löschung von ihren Links aus den Ergebnislisten erhielten. In Deutschland waren das u.a. die taz, Spiegel Online und Zeit Online. In Großbritannien waren es die BBC, die Daily Mail und der Guardian, dessen Autor <a href="https://twitter.com/jamesrbuk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">James Ball</a> an insgesamt sechs nicht mehr via Google auffindbaren Artikeln <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/02/eu-right-to-be-forgotten-guardian-google" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufzeigte</a>, dass man nur die Informationen über eine Person auffindet, die diese zulässt. Das primär gegen Google gerichtete Urteil trifft aber auch andere Plattformen im Internet und das Fehlen eines klaren Prozesses, wie mit Löschanfragen umgegangen wird, schafft Unsicherheit – auf Seiten der Plattformbetreiber und der Nutzer – und Gelegenheit für Leute, die ihre digitales Image polieren wollen. “<em>Da jetzt alle Menschen formal in der Lage sind, ihre digitale Biographie so zu gestalten, wie sie es wünschen, schürt dies nur die Intransparenz</em>“, sagt <a href="https://twitter.com/ChristianScherg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Scherg</a>, Gründer des auf Online-Reputationsmanagement spezialisierten Unternehmens “Revolvermänner” <a href="http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/google-eugh-urteil-persoenlichkeitsrechte-12974670.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Faz.net</a>.</p>
<h3>Der Willkür Tür und Tor geöffnet?</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141049 alignleft" alt="548539218_9f1b637273_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z-630x419.jpg" width="312" height="207" /></a>Ich selber bin vor wenigen Wochen Opfer eines Löschantrags geworden, der die zur Zeit vorherrschende Willkür aufzeigt. Am 14. Mai erhielt ich eine Mitteilung von Yahoos Foto-Plattform <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flickr" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Flickr</a>, dass “<em>in einigen Regionen Porträtrechte unter das Copyright fallen, d. h. dass Personen verlangen können, dass Bilder, auf denen Sie abgebildet sind, aus dem Flickr Fotostream entfernt werden, wenn sie eine gültige Identifikation vorlegen. Wir haben eine solche Anfrage von Angelo D’Angelico erhalten</em>“. Flickr löschte das Foto ohne weitere Recherche. Das sich D’Angelico als die abgebildete Person identifizieren konnte, reichte Flickr vollkommen aus. Was das Flickr-Team nicht wissen konnte, da sie es nicht geprüft haben, war der Fakt, dass ich das Foto als Journalist auf einer öffentlichen <a href="https://www.flickr.com/photos/tobiasschwarz/sets/72157632692234126/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung</a> gemacht habe. An dem Abend stellten sich die Kandidaten für die Berliner Liste von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2013 vor. Neben den Bundestagsabgeordneten Renate Künast und Lisa Paus, bewarben sich auch die Landesabgeordneten Andreas Otto und Özcan Mutlu um einen aussichtsreichen Listenplatz, herausgefordert von Angelo D’Angelico. Das öffentliche Interesse daran war groß, denn selbst auf Welt.de wurde Angelo D’Angelico, “<em>der seit 2010 Parteimitglied ist</em>“, namentlich als Herausforderer erwähnt. Das öffentliche Interesse oder mein journalistisches Fotowerk, dass wohl für immer im Digitalen festgehalten hat, dass Angelo D’Angelico sich einmal für einen Listenplatz zur Bundestagswahl beworben hat und jeder von da aus weiter recherchieren kann, <a href="http://gruene-berlin.de/lmv13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass es nicht geklappt hat</a>, waren aber nicht die Gründe, warum Angelo D’Angelico Flickr aufforderte, das Bild zu löschen. Am 5. Mai forderte er mich in einer Mail persönlich auf, das Bild zu löschen, da er eine “<em>Bereitstellung von Content auf einer kommerziellen Seite mit Nutzungsabtretung</em>” ablehne. Diesem Wunsch kam ich nicht nach, da ich als Urheber des Fotos den Ort der Veröffentlichung (Flickr) und die Wahl der Lizenz (Creative Commons) zur Verbreitung selber bestimmen darf, wie ich ihm auch ausführlich erklärte. Da ich Angelo D’Angelico als einen in der Stärkung von Urhebern an sich Gleichgesinnten bei den Berliner Grünen kannte, nahm ich an, dass er meine Rechte als Urheber akzeptieren würde.</p>
<h3>Es fehlen einheitliche Regeln</h3>
<p>Wenige Tage später erhielt ich die bereits erwähnte Mitteilung von Flickr, dass das Bild gelöscht wurde (Flickr Case 3230246). Ich wandte mich daraufhin an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yahoo" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Yahoo</a> Deutschland und erklärte den Sachverhalt, dass es sich bei dem Foto um ein journalistisches Werk von einer öffentlichen Veranstaltung mit öffentlichem Interesse handle. Eine Sprecherin des Unternehmens schrieb mir zurück, dass das “<em>Bild auf der Grundlage von internen Richtlinien, die dem Schutz von Portraitrechten dienen, entfernt wurde</em>“. Mir wurde aber die Möglichkeit gegeben, dass Bild Yahoo zuzusenden, damit sie “<em>mit Blick auf die zusätzlichen Informationen, u.a. dass es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Presseanwesenheit aufgenommen wurde</em>“, prüfen, ob es “<em>wieder hochgeladen werden kann</em>“. <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141050 alignleft" alt="14529136059_2106d0769c_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z-630x420.jpg" width="326" height="217" /></a>Es konnte wieder hochgeladen werden. 40 Tage nach meiner Mail teilte mir die gleiche Unternehmenssprecherin mit, dass sie “<em>zu dem Schluss gekommen [ist], dass (…) dieses Foto wieder auf Flickr hochladen können. Angesichts [der] Angaben gehen wir in diesem speziellen Fall davon aus, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung gehandelt hat, bei der Pressevertreter zumindest geduldet wurden. Dieser Umstand war uns bei der ursprünglichen Prüfung dieses Falles nicht bewusst, weshalb – wie wir Ihnen bereits mitgeteilt hatten – das Foto zum Schutz von Portraitrechten entfernt wurde</em>“. Auf meine Nachfrage zu den Folgen des “Recht auf Vergessen”-Urteil für Yahoo, wurde ohne weiteren Kommentar auf das offizielle Statement von Yahoo verwiesen: “<em>In light of the European Court of Justice decision, our team is currently in the process of developing a solution for Yahoo users in Europe that we believe balances the important privacy and freedom of expression interests</em>“. Die ungerechtfertigte Löschung des Bildes aufgrund einer unbegründeten Anfrage von Angelo D’Angelico, aber auch die 40 Tage andauernde Prüfung des Sachverhalts eines einzigen Bildes, wobei meines Wissens nach Yahoo nicht bei der Grünen Jugend Berlin nachgefragt hat, ob es sich wirklich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, zeigen die Notwendigkeit von transparenten Regeln, wie mit Löschanfragen umgegangen werden muss und wie die Pressefreiheit weiterhin geschützt werden kann. Noch zeigt die Politik in ihrem gegen Google gerichteten Regulierungswahn kein Bewusstsein für die Problematik. Auf einem an diesem Donnerstag in Brüssel angesetzten Treffen der europäischen Datenschützer, sind <a href="http://www.bloomberg.com/news/2014-07-17/eu-privacy-watchdogs-and-search-engines-meet-next-week.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nur Google und Microsoft</a> geladen. Europäische Suchmaschinen oder andere Vertreter von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder European Digital Rights (EDRi) fehlen bei der Sitzung. Dabei wäre ein breiter Multistakeholder-Dialog jetzt genau das, was die weitere Entwicklung des unzureichend begründeten und gefährlichen “Recht auf Vergessen” braucht.   <em>Dieser Artikel erschien zuerst auf netzpiloten.de</em> Teaser und Image: Motaz Abuthiab Bild Angelo D&#8217;Angelico: Tobias Schwarz</p>
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		<title>Das &#034;Recht auf Vergessen&#034; gefährdet die Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 11:07:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141048" alt="Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1-630x274.jpg" width="630" height="274" /></a> <strong>Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr.</strong> Im Mai 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass es ein “Recht auf Vergessen” geben würde und “<em>unter bestimmten Umständen</em>” Google Verweise auf Artikel aus den Suchergebnissen der eigenen Suchmaschine entfernen müsse. Wann genau, blieb aber unklar, und das Fehlen von Richtlinien führt zur Zeit zu zensurähnlichen Versuchen der Imagepflege, auf Kosten der Pressefreiheit. Denn ohne Suchmaschinen verschwinden Informationen im digitalen Nirgendwo. Und Google ist nicht allein von dem Urteil betroffen.</p>
<h3>Schutz der Privatsphäre</h3>
<p>Mario Costeja González. Dieser Mann wollte seinen Namen auf Google nicht mehr im Zusammenhang mit der Versteigerung eines Grundstücks sehen. Googelte er seinen Namen, zeigte Googles Suchmaschine einen Beitrag der Tageszeitung La Vanguardia aus dem Jahr 1998. In dem Artikel stand, dass Mario Costeja González aufgrund zu hoher Schulden bei der Sozialversicherung sein Grundstück versteigern musste. Der Fall war mehr als 15 Jahre her und die abgeschlossene Pfändung für Mario Costeja González erledigt. Seiner Meinung nach müsse der Artikel nicht mehr auffindbar sein. Er wendete sich an die spanische Datenschutzagentur und hoffte, dass die Zeitung seinen Namen aus dem korrekten Bericht tilgen und dass Google seine personenbezogenen Daten löschen oder in den Suchergebnissen verbergen müsse. Der Europäische Gerichtshof gab Mario Costeja González Recht und leitete aus der EU-Datenschutzrichtlinie ein vermeintliches “Recht auf Vergessen” ab. Nötig war das nicht, wie der <a href="http://www.focus.de/digital/internet/mosley-besiegt-gigant-google-suchmaschine-darf-bilder-von-orgie-mit-prostituierten-nicht-mehr-ausspielen-6_id_3566308.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fall Max Mosley</a> zeigte und Alvar Freude an der “<em><a href="http://blog.alvar-freude.de/2014/05/suchmaschinenzensur-beispiele.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">privaten Suchmaschinenzensur</a></em>” von Bettina Wulff erklärt. Wie genau jetzt die Überprüfung und Löschung der Anträge erfolgen sollte, sagten die Richter in ihrem Urteil aber nicht. Das hier zu vermeintlich mehr Datenschutz gezwungene Unternehmen soll sich selber überlegen, wie die Privatsphäre der Bürger besser geschützt werden kann und muss selber festlegen, wie mit Löschanfragen umzugehen ist. Google wurde hier der schwarze Peter des Verantwortlichen für Zensur zugeschoben, eine Rolle, die das Unternehmen niemals haben wollte.</p>
<h3>&#8230; auf Kosten der Pressefreiheit</h3>
<p>Mitte Juli waren bereits europaweit über <a href="http://www.taz.de/Digitale-Imagepflege-mit-Google/%21142391/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">70.000 Anträge auf Löschung</a> eingegangen, davon waren 12.000 aus Deutschland, der Hochburg der Streetview-Verweigerer. Und Zensoren, denn was in den Medien zuerst voller Schadenfreude falsch dargestellt wurde und die Löschanträge wohl nur noch weiter beförderte, war der Fakt, dass nicht die Quelle der unliebsamen Informationen nach einer angemessenen Prüfung gelöscht wird, sondern der Weg via Google und das eben auf unklare Art und Weise. Für den Rechtsanwalt <a href="https://twitter.com/RAStadler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Stadler</a> ist das Urteil gerade deshalb problematisch, “<em>weil es das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsrecht/Datenschutz einerseits und Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit andererseits höchst <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-vorrang-des-datenschutzes-vor-meinungs-und-informationsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einseitig zugunsten des Datenschutzes</a> auflöst</em>“. Suchmaschinen nehmen aber in unserer vernetzten Gesellschaft eine elementare Rolle ein, denn sie ermöglichen Nutzern aus Unmengen an Informationen, die für sie relevanten Daten zu finden. Diesem wichtigen Grundstein in unserer digitalen Kommunikation und dem Umgang mit Informationen, könnte das Urteil ein jähes Ende bereiten, denn der Europäische Gerichtshof gibt in seinem Urteil dem Datenschutz einen regelmäßigen Vorrang vor der Meinungs- und Informationsfreiheit und fördert somit ein <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-zuviel-des-guten-privatisierte-rechtsdurchsetzung-auf-dem-vormarsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regime privater Rechtsdurchsetzung</a>. Schnell traf es auch vor allem die Medien, die von Google Hinweise auf die Löschung von ihren Links aus den Ergebnislisten erhielten. In Deutschland waren das u.a. die taz, Spiegel Online und Zeit Online. In Großbritannien waren es die BBC, die Daily Mail und der Guardian, dessen Autor <a href="https://twitter.com/jamesrbuk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">James Ball</a> an insgesamt sechs nicht mehr via Google auffindbaren Artikeln <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/02/eu-right-to-be-forgotten-guardian-google" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufzeigte</a>, dass man nur die Informationen über eine Person auffindet, die diese zulässt. Das primär gegen Google gerichtete Urteil trifft aber auch andere Plattformen im Internet und das Fehlen eines klaren Prozesses, wie mit Löschanfragen umgegangen wird, schafft Unsicherheit – auf Seiten der Plattformbetreiber und der Nutzer – und Gelegenheit für Leute, die ihre digitales Image polieren wollen. “<em>Da jetzt alle Menschen formal in der Lage sind, ihre digitale Biographie so zu gestalten, wie sie es wünschen, schürt dies nur die Intransparenz</em>“, sagt <a href="https://twitter.com/ChristianScherg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Scherg</a>, Gründer des auf Online-Reputationsmanagement spezialisierten Unternehmens “Revolvermänner” <a href="http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/google-eugh-urteil-persoenlichkeitsrechte-12974670.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Faz.net</a>.</p>
<h3>Der Willkür Tür und Tor geöffnet?</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141049 alignleft" alt="548539218_9f1b637273_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z-630x419.jpg" width="312" height="207" /></a>Ich selber bin vor wenigen Wochen Opfer eines Löschantrags geworden, der die zur Zeit vorherrschende Willkür aufzeigt. Am 14. Mai erhielt ich eine Mitteilung von Yahoos Foto-Plattform <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flickr" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Flickr</a>, dass “<em>in einigen Regionen Porträtrechte unter das Copyright fallen, d. h. dass Personen verlangen können, dass Bilder, auf denen Sie abgebildet sind, aus dem Flickr Fotostream entfernt werden, wenn sie eine gültige Identifikation vorlegen. Wir haben eine solche Anfrage von Angelo D’Angelico erhalten</em>“. Flickr löschte das Foto ohne weitere Recherche. Das sich D’Angelico als die abgebildete Person identifizieren konnte, reichte Flickr vollkommen aus. Was das Flickr-Team nicht wissen konnte, da sie es nicht geprüft haben, war der Fakt, dass ich das Foto als Journalist auf einer öffentlichen <a href="https://www.flickr.com/photos/tobiasschwarz/sets/72157632692234126/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung</a> gemacht habe. An dem Abend stellten sich die Kandidaten für die Berliner Liste von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2013 vor. Neben den Bundestagsabgeordneten Renate Künast und Lisa Paus, bewarben sich auch die Landesabgeordneten Andreas Otto und Özcan Mutlu um einen aussichtsreichen Listenplatz, herausgefordert von Angelo D’Angelico. Das öffentliche Interesse daran war groß, denn selbst auf Welt.de wurde Angelo D’Angelico, “<em>der seit 2010 Parteimitglied ist</em>“, namentlich als Herausforderer erwähnt. Das öffentliche Interesse oder mein journalistisches Fotowerk, dass wohl für immer im Digitalen festgehalten hat, dass Angelo D’Angelico sich einmal für einen Listenplatz zur Bundestagswahl beworben hat und jeder von da aus weiter recherchieren kann, <a href="http://gruene-berlin.de/lmv13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass es nicht geklappt hat</a>, waren aber nicht die Gründe, warum Angelo D’Angelico Flickr aufforderte, das Bild zu löschen. Am 5. Mai forderte er mich in einer Mail persönlich auf, das Bild zu löschen, da er eine “<em>Bereitstellung von Content auf einer kommerziellen Seite mit Nutzungsabtretung</em>” ablehne. Diesem Wunsch kam ich nicht nach, da ich als Urheber des Fotos den Ort der Veröffentlichung (Flickr) und die Wahl der Lizenz (Creative Commons) zur Verbreitung selber bestimmen darf, wie ich ihm auch ausführlich erklärte. Da ich Angelo D’Angelico als einen in der Stärkung von Urhebern an sich Gleichgesinnten bei den Berliner Grünen kannte, nahm ich an, dass er meine Rechte als Urheber akzeptieren würde.</p>
<h3>Es fehlen einheitliche Regeln</h3>
<p>Wenige Tage später erhielt ich die bereits erwähnte Mitteilung von Flickr, dass das Bild gelöscht wurde (Flickr Case 3230246). Ich wandte mich daraufhin an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yahoo" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Yahoo</a> Deutschland und erklärte den Sachverhalt, dass es sich bei dem Foto um ein journalistisches Werk von einer öffentlichen Veranstaltung mit öffentlichem Interesse handle. Eine Sprecherin des Unternehmens schrieb mir zurück, dass das “<em>Bild auf der Grundlage von internen Richtlinien, die dem Schutz von Portraitrechten dienen, entfernt wurde</em>“. Mir wurde aber die Möglichkeit gegeben, dass Bild Yahoo zuzusenden, damit sie “<em>mit Blick auf die zusätzlichen Informationen, u.a. dass es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Presseanwesenheit aufgenommen wurde</em>“, prüfen, ob es “<em>wieder hochgeladen werden kann</em>“. <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141050 alignleft" alt="14529136059_2106d0769c_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z-630x420.jpg" width="326" height="217" /></a>Es konnte wieder hochgeladen werden. 40 Tage nach meiner Mail teilte mir die gleiche Unternehmenssprecherin mit, dass sie “<em>zu dem Schluss gekommen [ist], dass (…) dieses Foto wieder auf Flickr hochladen können. Angesichts [der] Angaben gehen wir in diesem speziellen Fall davon aus, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung gehandelt hat, bei der Pressevertreter zumindest geduldet wurden. Dieser Umstand war uns bei der ursprünglichen Prüfung dieses Falles nicht bewusst, weshalb – wie wir Ihnen bereits mitgeteilt hatten – das Foto zum Schutz von Portraitrechten entfernt wurde</em>“. Auf meine Nachfrage zu den Folgen des “Recht auf Vergessen”-Urteil für Yahoo, wurde ohne weiteren Kommentar auf das offizielle Statement von Yahoo verwiesen: “<em>In light of the European Court of Justice decision, our team is currently in the process of developing a solution for Yahoo users in Europe that we believe balances the important privacy and freedom of expression interests</em>“. Die ungerechtfertigte Löschung des Bildes aufgrund einer unbegründeten Anfrage von Angelo D’Angelico, aber auch die 40 Tage andauernde Prüfung des Sachverhalts eines einzigen Bildes, wobei meines Wissens nach Yahoo nicht bei der Grünen Jugend Berlin nachgefragt hat, ob es sich wirklich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, zeigen die Notwendigkeit von transparenten Regeln, wie mit Löschanfragen umgegangen werden muss und wie die Pressefreiheit weiterhin geschützt werden kann. Noch zeigt die Politik in ihrem gegen Google gerichteten Regulierungswahn kein Bewusstsein für die Problematik. Auf einem an diesem Donnerstag in Brüssel angesetzten Treffen der europäischen Datenschützer, sind <a href="http://www.bloomberg.com/news/2014-07-17/eu-privacy-watchdogs-and-search-engines-meet-next-week.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nur Google und Microsoft</a> geladen. Europäische Suchmaschinen oder andere Vertreter von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder European Digital Rights (EDRi) fehlen bei der Sitzung. Dabei wäre ein breiter Multistakeholder-Dialog jetzt genau das, was die weitere Entwicklung des unzureichend begründeten und gefährlichen “Recht auf Vergessen” braucht.   <em>Dieser Artikel erschien zuerst auf netzpiloten.de</em> Teaser und Image: Motaz Abuthiab Bild Angelo D&#8217;Angelico: Tobias Schwarz</p>
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		<title>Big big Data &#8211; Digitale Presseschau KW 35</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2013 14:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[NSA, Überwachung, Datenspionage – Themen, die uns wohl noch lang beschäftigen werden. Und so stehen sie auch dieses Mal wieder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>NSA, Überwachung, Datenspionage – Themen, die uns wohl noch lang beschäftigen werden. Und so stehen sie auch dieses Mal wieder im Zentrum unserer wöchentlichen Presseschau: Während einige große Online-Unternehmen noch immer dementieren, an den Überwachungsprogrammen des amerikanischen Geheimdienstes beteiligt gewesen zu sein, schreiben andere über die grundsätzlichen Gefahren der Überwachungsmaschinerie. Frank Schirrmacher beispielsweise fürchtet den Verlust von Ideen und Geist im politischen Geschäft westlicher Demokratien, wenn Kandidaten ihre Wahlen nur noch durch exzessive Überwachungsstrategien gewinnen wollen. Und abseits des Westens positionieren sich die Online-Unternehmen schon wieder neu. Durch ausgeklügelte Marketingstrategien sollen neue Kunden in den Schwellenländern geworben werden.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8" title="I Forgot My Phone" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/OINa46HeWg8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
&#8220;I forgot my Phone&#8221; &#8211; Der Titel des Videos von <a href="http://www.youtube.com/user/charstarleneTV?feature=watch">charstarleneTV</a>  spricht für sich.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/08/das-geschaeft-mit-den-internetprofilen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillstand</a></h3>
<p>Bisher können Online-Werber in Deutschland völlig ungestört mit den Internet-Profilen ihrer User agieren. Denn es herrsche politischer Stillstand, schreibt Christiane Schulzki-Haddouti im ZDF-Blog „Hyperland“. Mithilfe von Cookies, die auf den Rechner des Nutzers geladen werden, sobald er eine bestimmte Homepage besucht, kann der User identifiziert und mit entsprechenden Anzeigen konfrontiert werden. Eigentlich hatte eine europäische ePrivacy-Richtlinie die Einwilligung des Nutzers vor dem Setzen eines Cookies verlangt. Mittlerweile aber sei die Umsetzungsfrist bereits seit zwei Jahren abgelaufen – ohne dass etwas passiert sei.  Datenschutzbehörden fordern deshalb eine Anpassung des deutschen Telemediengesetzes an die Richtlinie der EU. Allerdings sei auch international keine einheitliche Linie festzustellen: Während in einigen Ländern Einwilligungslösungen zum Einsatz kommen, würden andere auf Widerspruchslösungen zurückgreifen. „Eine völlig unbefriedigende Situation, die leider hauptsächlich die Internet-Anbieter und Nutzer ausbaden müssen”, so der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/im-zeitalter-von-big-data-wir-wollen-nicht-12545592.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weckruf</a></h3>
<p>„Wir erleben eine Veränderung der sozialen Ordnung in den westlichen Demokratien, die so grundsätzlich zu sein scheint, dass die „Beendigung der Debatte“ geradezu verantwortungslos wäre.“, schreibt Frank Schirrmacher in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Big Data erschaffe die größte Überwachungsmaschine, die es je gegeben habe und die in diesem Ausmaß von niemandem vorhergesehen worden sei. Die Überwachung sei heute zum „ökonomischen Rational“ verkommen: Letztendlich würden alle Märkte, Produkte, Konsumenten und Bürger überwacht und evaluiert. Und das sollte uns beunruhigen. Schirrmacher verdeutlicht das am Beispiel des amerikanischen Wahlkampfes, der mithilfe immenser Datensammlungen über potenzielle Wähler geführt wurde. Eine Politik, die aus solchen zivilen Überwachungsmärkten entsteht, wolle niemanden mehr überzeugen, sondern Wahlen durch exzessive Überwachungsstrategien gewinnen. Damit senke die Überwachungsmathematik im politischen Geschäft die Kosten für Ideen und für den Geist. Wir sollten die Aussage Snowdens, er wolle in einer solchen Gesellschaft nicht leben, als Chance für eine Selbstvergewisserung unserer Gesellschaft begreifen, fordert Schirrmacher die Leser am Ende seines Artikels auf.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-08/internet-zugang-entwicklungslaender" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Humanitäres Engagement?</a></h3>
<p>Wenn Mark Zuckerberg seinen Facebook-Status aktualisiert, schaut die ganze Welt hin. Zumindest der Teil der Welt mit Internetzugang. Um den anderen Teil, die Offliner, ging es in Zuckerbergs Post vom 20. August: Zwei Drittel der Menschheit hat gegenwärtig noch keinen Internetanschluss – ein Zustand, den Zuckerberg mit der von ihm gegründeten Initiative <a href="http://internet.org/">Internet.org</a> ändern will, in der sich Technologieunternehmen, gemeinnützigen Organisationen und lokale Gemeinden vernetzen.<br />
Zeit.de findet, dass für die beteiligten Unternehmen kein humanitäres Engagement im Vordergrund stehe, wohl aber Profitstreben. Was dem Offliner zum Kunden fehle, sei das passende Netz. In ihrem Artikel beschreibt Angela Gruber, welche Strategie Branchengrößen wie Facebook, Google und Twitter in Schwellenländern zur Kundenakquise verfolgen, ermöglicht durch deren Marktmacht. Google z. B. kooperiert auf den Philippinen, auf Sri Lanka und in Thailand mit Mobilfunkfirmen, damit die User ein besonders attraktives Angebot bekommen: Die Nutzung der Google-Dienste erfolgt kostenlos, jedoch muss ein Account beim Unternehmen angelegt werden. So würde sich die Konzerne die Vormachtstellung in Ländern sichern, in denen das Netz tatsächlich noch Neuland ist.</p>
<h3><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article119345422/NSA-zahlte-Google-offenbar-Millionen-fuer-Daten.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Endlosschleife</a></h3>
<p>Es hört und hört nicht auf: Wöchentlich erreichen uns neue Meldungen über die allumfassende Überwachung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA. Nun hat der Guardian Beweise für die Verstrickung großer Computer- und Internetfirmen in die Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA veröffentlicht. Originalauszüge aus NSA-Dokumenten untermauern den Verdacht, dass Unternehmen wie Google, Facebook und Yahoo mehrere Millionen Dollar für ihre Kooperation mit dem amerikanischen Geheimdienst erhalten haben. Denn laut Gesetzgebung der USA müssen Firmen dafür entschädigt werden, wenn sie zur Kooperation mit der Regierung verpflichtet werden. Die Reaktionen der Unternehmen fallen unterschiedlich aus, steht in der Welt zu lesen: Während Google nach wie vor betont, nie an „<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/prism-tempora-xkeyscore-nsa-ueberwachung-im-ueberblick-a-912377.html">PRISM</a>“ oder anderen Überwachungsprogrammen mitgewirkt zu haben, bekennt Yahoo, am „PRISM“-Programm beteiligt gewesen zu sein. Facebook dagegen hält an seiner Aussage fest, keine Ausgleichszahlungen für eine Beteiligung an Überwachungsprogrammen erhalten zu haben.</p>
<h3><a href="http://www.taz.de/!122586/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anonym</a></h3>
<p>Die taz stößt eine alte Diskussion neu an: Sollen Kommentatoren im Internet dazu verpflichtet werden, ihre tatsächlichen Namen offenzulegen? Anlass zur erneuten Debatte ist die Entscheidung der US-amerikanischen Online-Zeitung Huffington Post, ab Mitte September bei jeder Nutzerregistrierung die Angabe eines Klarnamens zu verlangen. Befürworter des Vorgehens versprechen sich davon, dass die Diskussionskultur zivilisierter würde, weil Nutzer unter ihrem echten Namen sachlicher und freundlicher schrieben. Laut taz habe die Huffington bereits 2010 erklärt, dass die „Generation Facebook“ ohnehin daran gewöhnt sei, Beiträge unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen – Anonymität interessiere sie kaum.<br />
Als Gegenposition zieht die taz u. a. den Technikjournalisten Mathew Ingram heran. Für ihn bedeute eine Klarnamenpflicht den Verlust von Kommentaren, da viele User sich lieber im Schutze der Anonymität äußerten. Die Diskussion ist eröffnet – ein oder zwei entsprechende Leserkommentare sollen in der kommenden sonntaz erscheinen.<br />
Mitarbeit: <a href="http://politik-digital.de/user/tmayer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Mayer</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>#US2012: In welchen Serien schalten die Parteien Werbung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Junklewitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 10:21:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[#US2012]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[US2012]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist in vollem Gange &#8211; mit Wahlwerbung auf allen Kanälen. Eine spannende Frage: Unter den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-in-welchen-serien-schalten-die-parteien-werbung/cbs1/" rel="attachment wp-att-122077"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122077" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cbs1-630x333.jpg" alt="" width="630" height="333" /></a>Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist in vollem Gange &#8211; mit Wahlwerbung auf allen Kanälen. Eine spannende Frage: Unter den Zuschauern welcher Serien erhoffen sich die Kandidaten und ihre Unterstützergruppen am ehesten Wählerstimmen zu finden?</p>
<p>Seit August sieht eine neue Vorschrift der US-Medienaufsicht FCC vor, dass die TV-Stationen in den 50 größten Fernsehmärkten (das heißt Regionen) der USA, öffentlich machen müssen, wann und wieviel Wahlwerbung sie von welchen Parteien zeigen. Damit ist es nun zum ersten Mal möglich auszuwerten, in welchen Sendungen welche Wahlwerbung geschaltet wird.</p>
<p>Ein Analyst von Yahoo! News hat sich der Mühe unterzogen, die bislang insgesamt 14.000 Datensätze, die an die FCC mit Meldungen zu rund 50.000 einzelnen Wahlwerbespot-Ausstrahlungen übermittelt worden sind, nach den jeweiligen Sendungen aufzuschlüsseln, in denen die Wahlwerbespots liefen. Dabei kam er zu einigen interessanten Ergebnissen.</p>
<h3>Romney schaltet Werbung während Spielshows und Sportveranstaltungen</h3>
<p>Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und seine Unterstützer haben vor allem während der Olympischen Sommerspiele bereits reichlich Werbung geschaltet. Während der zuschauerstarken Sportübertragungen liefen mehr als doppelt so viele Romney- wie Obama-Spots.</p>
<p>Auch in Spielshows („Jeopardy!“, „Wheel of Fortune“), politischen Talkshows („Meet the Press“, „Face the Nation“) und Serienklassikern („The Andy Griffith Shows“) hofft das Romney-Lager, Wähler mobilisieren zu können.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> In den meisten aktuellen Serien dominiert dagegen ganz klar die Wahlwerbung für den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama. In der CBS-Sitcom „<a href="http://www.serienjunkies.de/2-broke-girls/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2 Broke Girls</a>“ haben sich bislang gerade erst zwei Spots für Romney verirrt. Dagegen liefen 60-mal Spots für Obama. In der NBC-Serie „<a href="http://www.serienjunkies.de/parenthood/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parenthood</a>“ waren bisher fast viermal so viele Obama- wie Romney-Spots zu sehen.</p>
<h3>Obama bevorzugt Serien als Werbeumfeld</h3>
<p>In den meisten anderen Serien ist das Verhältnis nicht ganz so krass, aber doch zumeist ganz klar zu Gunsten von Obama-Wahlwerbung gewichtet: egal ob in „<a href="http://www.serienjunkies.de/greys-anatomy/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grey&#8217;s Anatomy</a>“ (Romney: 30, Obama: 56), „<a href="http://www.serienjunkies.de/modern-family/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modern Family</a>“ (29 zu 65), „<a href="http://www.serienjunkies.de/once-upon-a-time/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Once Upon a Time</a>“ (49 zu 79), „<a href="http://www.serienjunkies.de/castle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Castle</a>“ (58 zu 92), „<a href="http://www.serienjunkies.de/hawaii-five-o/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hawaii Five-0</a>“ (54 zu 85), „<a href="http://www.serienjunkies.de/nashville/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nashville</a>“ (25 zu 62), „<a href="http://www.serienjunkies.de/two-and-a-half-men/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Two And A Half Men</a>“ (55 zu 105) oder „<a href="http://www.serienjunkies.de/big-bang-theory/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Big Bang Theory</a>“ (69 zu 145).</p>
<p>Nahezu ausgewogen ist es in „<a href="http://www.serienjunkies.de/person-of-interest/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Person of Interest</a>“ (100 zu 108). Ein leichtes Übergewicht der Republikaner-Werbung ist in „<a href="http://www.serienjunkies.de/ncis/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NCIS</a>“ (123 zu 121) und „<a href="http://www.serienjunkies.de/the-good-wife/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Good Wife</a>“ (87 zu 79) zu finden. Die einzige aktuelle Serie, in der die Republikaner-Werbung ganz klar Überhand hat, ist „<a href="http://www.serienjunkies.de/the-mentalist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Mentalist</a>“ (131 zu 76).</p>
<p>Ein sehr gemischtes Bild ergeben die Late-Night-Shows: Bei David Letterman führen die Demokraten (458 zu 516) bei Jay Leno die Republikaner (610 zu 408). Überraschend dicht beieinander sind die Werbeschaltungen in „Saturday Night Live“ (250 zu 258).</p>
<p>Das Feld der Castingshows wird dagegen wieder ganz klar von Obama-Spots dominiert: „The Voice“ (219 zu 462), „The X-Factor“ (61 zu 205).</p>
<p>Wohlgemerkt: Das sagt noch nichts über die tatsächliche politische Einstellung des jeweiligen Publikums aus, sondern ist zunächst mal nur ein Bild davon, wo die Parteien am ehesten auf Wählerstimmen hoffen.</p>
<p><em><br />
Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf</em> <a title="Homepage serienjunkies.de" href="http://www.serienjunkies.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">serienjunkies.de</a></p>
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		<title>Im Netz der Suchmaschinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aluxelalaoui]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 17:08:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kennt man eine, kennt man sie alle. Eine Analyse zeigt: Die meisten Suchmaschinen kooperieren miteinander. Dabei diktieren wenige Große die Suchergebnisse für kleinere Partner und verschaffen sich somit eine Vormachtstellung. Besonders Journalisten verlassen sich in ihrer Arbeit zunehmend auf die marktführenden Angebote, nehmen dafür aber einen Qualitätsverlust in Kauf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt man eine, kennt man sie alle. Eine Analyse zeigt: Die meisten Suchmaschinen kooperieren miteinander. Dabei diktieren wenige Große die Suchergebnisse für kleinere Partner und verschaffen sich somit eine Vormachtstellung. Besonders Journalisten verlassen sich in ihrer Arbeit zunehmend auf die marktführenden Angebote, nehmen dafür aber einen Qualitätsverlust in Kauf.<!--break--></p>
<p>
Die meisten Suchmaschinen greifen lediglich auf die Ergebnisse der Marktführer Google und Yahoo zurück. Das fand jüngst die Beratungsagentur luna-park heraus. In einer Analyse stellt sie das Beziehungsgeflecht der bekanntesten Suchmaschinen grafisch dar und kommt zum Schluss, dass viele nur als Hülse fremder Suchergebnisse fungieren. So werden beispielsweise die Fernsehsender RTL und n.tv mit den Informationen von Yahoo versorgt, während der Internetdienstleister T-Online auf die Ergebnisse von Google zurückgreift. Google, das es in Deutschland derzeit auf einen beherrschenden Marktanteil der Suchmaschinen von rund 89% bringt, dürfte zum wichtigsten Instrument für Online-Recherche herangereift sein.
</p>
<p>
<b>Qualität leidet unter Google</b>
</p>
<p>
Besonders bei Medienschaffenden steht die Suchmaschine hoch im Kurs. Einer Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) zufolge, zu der rund 600 Journalisten befragt wurden, verlassen sich die meisten auf die marktführenden Angebote des amerikanischen Großkonzerns. „Wer bei Google zu einem aktuellen Thema als Experte gelistet wird, hat größere Chancen, wiederum von Journalisten interviewt zu werden“, heißt es in dem im Juni 2008 veröffentlichten Papier. Das berge allerdings auch Gefahren für den Qualitätsjournalismus in sich. Viele seien in ihren Recherchen zu nachlässig, verzichteten auf eine Prüfung von Primärquellen und schrieben schlicht bei ihren Kollegen ab, deren Artikel online abrufbar sind.</p>
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		<title>Yahoo will kein Menschenrechts-Komitee</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/metablockerarchives1357-yahoo-will-kein-menschenrechts-komitee-html-2269/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 09:44:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Aktionäre des Internetdienstleisters Yahoo haben zwei Anträge für einen stärkeren Einsatz für Menschenrechte <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/91087" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgelehnt</a>. Auf ihrer Hauptversammlung berieten sie darüber, ob Yahoo Internet-Zensur deutlicher Widerstand leisten soll und ob der Konzern ein Komitee für Menschenrechte einrichtet. In beiden Fällen folgten die Aktionäre den Empfehlungen des Vorschlags und stimmten mehrheitlich gegen die Anträge.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aktionäre des Internetdienstleisters Yahoo haben zwei Anträge für einen stärkeren Einsatz für Menschenrechte <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/91087" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgelehnt</a>. Auf ihrer Hauptversammlung berieten sie darüber, ob Yahoo Internet-Zensur deutlicher Widerstand leisten soll und ob der Konzern ein Komitee für Menschenrechte einrichtet. In beiden Fällen folgten die Aktionäre den Empfehlungen des Vorschlags und stimmten mehrheitlich gegen die Anträge.</p>
<p><!--break--><br />
New Yorker Pensionskassen und <a href="http://sev.prnewswire.com/computer-electronics/20070612/DCTU07012062007-1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amnesty International</a> forderten von Yahoo unter anderem, Nutzerdaten nicht so zu speichern, dass Behörden darauf Zugriff haben. Yahoo äußerte zwar Bedauern darüber, dass Staaten wie etwa China Internet-Inhalte zensierten &#8211; dennoch will man auch in Zukunft den Behörden nachkommen, wenn diese beispielsweise verlangen, nicht alle Suchergebnisse anzuzeigen. Allerdings wolle man die Nutzer über derartige Zensurmaßnahmen informieren.<br />
Die Forderung nach einem Komitee für Menschenrechte lehnte Yahoo mit der Begründung ab, dass sich das Management im täglichen Geschäft bereits ausreichend mit diesen Fragen auseinandersetze. </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die WM in den Netzen des Fernsehens</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-wm4-shtml-2564/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mstauff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch im Internet bestimmen die bekannten Fernsehsender die Berichterstattung über die WM in Korea und Japan.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch im Internet bestimmen die bekannten Fernsehsender die Berichterstattung über die WM in Korea und Japan.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Fußball-Weltmeisterschaft ist eines der wenigen verbleibenden Medien-Pflichtereignisse. Auch wer sich nicht für &#8220;König Fußball&#8221; interessiert, kann bei Fernsehnachrichten, Werbespots und den unterschiedlichsten Internetseiten der WM nicht entkommen. Die hohe Aufmerksamkeit wird von verschiedenen Medien und Firmen strategisch genutzt. Für das Internet scheint die Ausgangssituation diesmal besonders günstig. Die Spiele finden zu Bürozeiten statt, also kann ein großer Teil der Bevölkerung eher auf das Internet als auf den Fernseher zugreifen.</p>
<p>Es bestätigt sich aber auch hier eine Entwicklung, die die bisherige Geschichte des Internet kennzeichnet. Die alten Medien und die vertrauten Marken dominieren auch im Netz. Zwar existieren auch neue Anbieter und neue Angebote, z.B. der Video-Download bei<br />
                    <a href="http://de.yahoo.com/r/fifa/ho" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo</a>, vorerst bleibt aber die Fußballberichterstattung der Fernsehsender dominant. Wird dabei der Fußball anders präsentiert als im Fernsehen und kommen die speziellen Vorteile des Internet, z.B. Multimedialität und Interaktion, dabei auch tatsächlich zu Geltung?</p>
<p>
                    <strong>Fußball auf allen Internetkanälen?<br />
                    <br /></strong>Zunächst erschlägt einen der enorme Umfang der Angebote. Es gibt nur wenige Verweigerer unter den Fernsehsendern.<br />
                    <a href="http://www.prosieben.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pro Sieben</a> gehört dazu, aber auch die Musiksender; bei<br />
                    <a href="http://www.viva.tv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viva</a> z.B. ist der auffälligste Hinweis noch die Besprechung des neuesten FIFA-Computerspiels. Die anderen großen Fernsehsender hingegen verweisen alle von ihren Startseiten auf die Weltmeisterschaft. Das Angebot hat dabei eine auffallend gleichbleibende Struktur. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Kurzinformationen und eine meistens ausführliche Übersicht zu allen Spielen, Gruppen und Mannschaften. Daneben gibt es oft eine Einführung in das kulturelle Umfeld. Das beginnt bei einer Stadienbeschreibung und endet beim landesüblichem Essen &#8211; bei der<br />
                    <a href="http://www.ndr.de/wm2002/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD</a> sogar mit Rezepten. Auch zur WM-Geschichte finden sich bei fast allen Sendern zumindest die Daten und Fakten, meist darüber hinaus auch Anekdoten und Bilder. Mangelnde Suchfunktionen machen das Ganze jedoch zu einem eher reduzierten Infotainment-Angebot.</p>
<p>Die Fernsehzuschauer erhalten im Internet aber durchaus Zusatzwissen. So lassen sich viele kleine Informationen und Geschichten, die im Laufe der Fernsehübertragung scheinbar spontan eingeflochten werden, im Netz wiederfinden. Das Wissen wird jedoch einer dem Durchklicken dienlichen Häppchenstruktur angepasst. Ein fast gleichrangiges Thema neben dem Fußball ist die Medienarbeit selbst. Besonders der logistische Aufwand und das Medienpersonal steht dabei entsprechend den Fußballern im Vordergrund. Bei<br />
                    <a href="http://www.premiere.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Premiere World</a> erfährt man beispielsweise unter der Rubrik &#8220;Unser Team&#8221;, dass Monica Lierhaus am liebsten &#8220;Ente in allen Varianten&#8221; isst.</p>
<p>Hier wird außerdem deutlich, dass die Netzangebote auch ein fußballfernes Publikum ansprechen wollen. Das funktioniert häufig über Geschlechterklischees, so dass auch die &#8220;richtigen&#8221; Fußballfans noch etwas zu lachen haben. Dazu gehört natürlich auch die nichtverstandene Abseitsregel. Extra für Frauen bietet das<br />
                    <a href="http://wm.zdf.de/">ZDF</a> eine Rubrik über die attraktivsten Spieler. Auf einer Leiste mit ausgesuchten Porträts erfährt man dann Einschlägiges, beispielsweise zum spanischen Stürmerstar Raul: &#8220;Ein ruhiger Typ mit sinnlichen Lippen und einer sehr markanten Nase&#8221;.</p>
<p>Unter den Fernsehsendern im Netz enttäuscht besonders Premiere World, das ein deutlich eingeschränktes Angebot anbietet. Die Finanzprobleme dürften hierfür der Hauptgrund sein. Auch im Fernsehprogramm selbst sind die sogenannten Zusatzinformationen deutlich reduziert. Während man bei der Winterolympiade noch einen Vorgeschmack von &#8220;digitalem Fernsehen&#8221; erhielt, lässt sich jetzt während der Live-Übertragung von Spielen nur eine Statistiktafel aufrufen, in der man noch nicht einmal eigenhändig navigieren kann. Der Fernsehübertragung selbst hat dies vielleicht eher gut getan, zumindest lobt die<br />
                    <a href="http://www.f-r.de/fr/spezial/fussballwm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frankfurter Rundschau</a> die unaufgeregte und nüchterne Berichterstattung.</p>
<p>
                    <strong>Flash-Animationen und Torwandschießen<br />
                    <br /></strong>Unterscheidungen zwischen den verschiedenen WM-Angeboten ergeben sich eher aus Nebenaspekten. Das<br />
                    <a href="http://www.ardwm2002.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD-Angebot</a> hat eine gesonderte Schiedsrichterkritik und bietet persiflierende Zusammenschnitte von Kommentaren als Real-Audio-Download an. Beim<br />
                    <a href="http://wm.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF</a> kann man sich die zehn schönsten Tore der WM-Geschichte als Flash-Animationen zeigen lassen. Außerdem werden dort die wichtigsten Fußballverletzungen anschaulich erläutert.</p>
<p>Selbstverständlich bietet jeder Sender eigene &#8220;interaktive&#8221; Formate an, meist in Form von niedlichen Spielen oder Quizvarianten. Bezeichnend scheint mir hier die Nostalgie zu sein, die all diese interaktiven Angebote letztlich auf althergebrachte und emotional angereicherte mediale Formen zurückführt. Beim ZDF ist es natürlich ein Torwandschießen, bei der ARD ein virtuelles Tipp-Kick und bei Sport1.de &#8211; als Angebot von Sat.1 und DSF &#8211; ist es ein Fußballbildchensammelspiel. Die beschränkten Ressourcen des Internets, v.a. Speicher- und Übertragungskapazitäten, aber auch geringer Personalaufwand der Sender, werden dabei noch produktiv genutzt, da an kulturell vertraute Formen in neuem medialen Gewand angeknüpft wird.</p>
<p>Im Gesamtüberblick ist die Fußballweltmeisterschaft im Netz jedoch nicht wirklich innovativ. Störend wirken besonders die langen Seitenaufbauzeiten. Bei Béla Réthys Formbarometer müssen erst langwierig animierte Spieler der deutschen Mannschaft geladen werden. Dann erhält man eine äußerst banale Beurteilung der Vorzüge und Schwächen eines Spielers. Über Sebastian Kehl heißt es dort lapidar &#8220;überfordert sich, will zu viel; mangelnde internationale Erfahrung&#8221;. Den Fernsehsendern scheinen nicht wirklich interessante Formen einzufallen, mit denen Fußball jenseits der Mechanismen des Fernsehens wie Zeitlupe und Interview medial attraktiv gemacht werden können. Damit dürfte aber auch klar sein, dass vorerst unsere Vorstellungen von Fußball weiterhin vom Fernsehen und nicht vom Internet geprägt werden.</p>
<p>
                      
                    </p>
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		<title>WM-2002: Der digitale Ball ist rund!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rheinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<category><![CDATA[FIFA]]></category>
		<category><![CDATA[globale Vermarktung]]></category>
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		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zukunft der Berichterstattung im Netz bei sportlichen Großereignissen heißt Video Streaming]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zukunft der Berichterstattung im Netz bei sportlichen Großereignissen heißt Video Streaming<!--break-->
                    </p>
<p>Erstmals findet eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem asiatischen Kontinent statt, noch nie wurde sie in zwei Ländern gleichzeitig ausgetragen und noch nie erreichte ein sportliches Großereignis eine solche multimediale Bandbreite. Am 30. Mai wird in Japan und Süd-Korea der<br />
                    <a href="http://www.fifaworldcup.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17. Fifa-World-Cup 2002</a> eröffnet. Zählte der Olympische Gedanke (&#8220;Dabeisein ist alles&#8221;) für das Internet-Angebot während der letzten beiden olympischen Spiele noch relativ wenig, so bekommen Fans und Zuschauer auf der ganzen Welt zur diesjährigen Fußball-WM eine veritabele Hightech-Show geboten. Die Welt-Fußball-Organisation (Fifa) hat auf internationaler Ebene einen großvolumigen Kooperationsvertrag mit dem Internetportal Yahoo geschlossen. Neben Mannschaftsaufstellungen, Spielplänen, Merchandising und aktuellen Live-Nachrichten rund um das Turnier, versucht<br />
                    <a href="http://www.yahoo.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo</a> Schwerpunkte im Bereich<br />
                    <a href="http://www.akmedia.de/streaming-media.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streaming-Media</a> zu setzen.</p>
<p>Geboten werden Video-Höhepunkte aller 64 Begegnungen und ein Archiv mit Clips der letzten neun Fifa-Weltpokale. Doch wer sich für Pay-TV nicht erwärmen kann und im Internet den Kick sucht, wird enttäuscht. Fußball wird zwar zum großen Test für das Streaming im Internet &#8211; der einstige &#8220;Freeworld&#8221;-Gedanke des WorldWideWeb jedoch ist längst verworfen. Um in den Genuß von Videobeiträgen zu kommen müssen WM-Begeisterte eine Mitgliedschaft im Yahoo-Vip-Club erwerben, die mit 22,50 Euro zu Buche schlägt. Als Gegenleistung erhält der Gast ganze vier Minuten Videomaterial pro Spiel &#8211; als Highlights zusammengefasst. Die Bestellung des Services berechtigt zu insgesamt 15 Stunden Streaming, die zu Spitzennutzungszeiten allerdings nicht garantiert werden können. Der Abruf von Spielergebnissen, Mannschaftstabellen und Hintergrundnachrichten wird von Yahoo kostenfrei angeboten. Die Fifa macht in Zusammenarbeit mit Yahoo deutlich, dass sich die globale Vermarktung von Medienereignissen längst nicht mehr nur auf Fernsehübertragungen eingrenzen lässt. Gerade im Streit über die Senderechte an der Fußball-Weltmeisterschaft spielt das Internet eine zunehmend wichtige Rolle. In Deutschland wurde diese Tendenz vom Breitband-Provider<br />
                    <a href="http://www.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Online</a> und dem<br />
                    <a href="http://www.dfb.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Fußball Bund</a> (DFB) erkannt, da mit über 30 Millionen Internetnutzern (laut Infratest April 2002) eine ausreichend große Zielgruppe vorhanden ist. Beide wollen während der Wettkämpfe im Internet kooperieren. Vor dem Hintergrund der großen Entfernung zu Asien und der damit verbundenen Zeitverschiebung sieht Thomas Holtrop, Vorstandsvorsitzender von T-Online, im Internet &#8220;eine attraktive Plattform für die aktuelle Berichterstattung aus Japan und Korea&#8221;. Marketingexperten argumentieren, dass &#8220;zu den Spielzeiten zwischen 15.30 Uhr und 20.30 Uhr Ortszeit die meisten Zuschauer am Arbeitsplatz, in der Uni oder in der Schule sind&#8221;.</p>
<p>Auch beim DFB und T-Online stehen multimediale Inhalte im Vordergrund. Auf den Websites beider Unternehmen sollen zum Beispiel aktuelle Interviews und Hintergrundberichte aus dem Mannschaftsquartier, exklusive Live-Chats mit den Nationalspielern und die Highlights aus den DFB-Pressekonferenzen als Video-Dateien angeboten werden. Außerdem können User auf Basis-Informationen wie tägliche News, Tabellen und Statistiken, sowie historische Daten zurückgreifen. Kostenpflichtige Inhalte sind bislang nicht zu finden. Nach Angaben von T-Online bekommen die zahlreichen Journalisten vor Ort sogar eine Internet-Lounge zur Verfügung gestellt. Abgesehen von Pay-per-View Aspekten gewinnt das Internet für die gesamte Print-Branche zur WM-Berichterstattung an Attraktivität. Die dpa-infocom GmbH bietet zum Worldcup ein umfangreiches Content-Modul mit aktueller Berichterstattung, Hintergründen, Statistiken und vielen Bildern. Online- Formate von<br />
                    <a href="http://www.kicker.de" target="_top" rel="noopener noreferrer">Kicker</a> und<br />
                    <a href="http://www.sportbild.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sport-Bild</a>, genauso wie jede Tageszeitung deren Ausgaben im WorldWideWeb zu finden sind, werben mit ähnlichen Angeboten.<br />
                    </p>
<p>Unterdessen versucht das europäische Internet-Portal<br />
                    <a href="http://www.sports.com" target="_top" rel="noopener noreferrer">Sports.com</a> in Verbindung mit dem amerikanischen Telekommunikations-Dienstleister Avaya seinen Live-Ticker auf den mobilen Bereich auszuweiten. Bei diesem Service bekommt der User alle Tore per SMS direkt auf sein Handy. Fußball-Fans haben in diesem Jahr die Chance auf ein engmaschiges, globales Netzwerk von Informationsdienstleistungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zurückzugreifen- ob kostenpflichtig oder kostenfrei. Hautnahes Erleben soll möglich gemacht werden. Zurückzuführen ist dieses breite Angebotsspektrum auf flexible Verträge, die die Fifa ganz im Gegensatz zum Internationalen Olympischen Komitee mit seinen Medienpartnern schloss. Die olympischen Funktionäre konnten bislang aufgrund langfristiger Vermarktungsverträge mit Fernsehsendern nur extrem wenigen Online-Diensten die Berichterstattung von den Wettkampfstätten erlauben. Jegliche Informationsvermittlung über das neue Medium wurde mit Argusaugen überwacht. Online-Journalisten erhielten keine Presseakkreditierung, Sportlern wurde untersagt, persönliche Eindrücke von den Spielen in &#8220;Internet-Tagebüchern&#8221; im Web zu veröffentlichen. Die Bedrohung durch Streaming-Media und die mediale Aufmerksamkeit des Internets war zwar 2000 in Sydney offenkundig, doch Konzepte zur Realisierung einer Vermarktungsstrategie konnte keiner vorlegen. Die Kommerzialisierung des Sports funktionierte bislang nur deshalb so gut, weil sich nationale Übertragungsrechte fein säuberlich nach Ländern getrennt verkaufen ließen. Das Internet stand lange Zeit auf keiner Rechnung.<br />
                    </p>
<p>Der diesjährige Fußball-Weltcup wird entscheiden, ob Online-Dienste in Zukunft verstärkt bei sportlichen Großereignissen auf Streaming-Formate zurückgreifen werden. Es bleibt jedoch die Frage, wie kostenpflichtige und kostenfreie Inhalte künftig verteilt werden. Eine breite Akzeptanz von Pay-per-View Übertragungen im Internet würde die momentane Gewichtung empfindlich verschieben. Fans hätten bald die Möglichkeit, sofern sie nicht die vollkommene Kommerzialisierung des Sports im WWW unterstützen wollen, sich Spiele ohne Ton oder sogar ohne Ball anzusehen. Eine durchaus interessante Vorstellung. Doch der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten, soviel ist schon mal klar. Alles andere ist Theorie.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
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<tr>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 23.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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