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	<title>Zai &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Zai &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#034;This used to be our playground&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[etoy - Krieg und Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[eToys]]></category>
		<category><![CDATA[Markenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Zai]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Nachrichten überschlugen sich: etoy.com klagt gegen eToys.com, nachdem der
erste, damals vom amerikanischen Spielzeughändler eToys.com angezettelte Rechtsstreit,
beigelegt wurde. Kurz darauf war auf den Wirtschaftsseiten zu lesen, dass der ehemalige
Börsenliebling eToys Inc. vor dem &#34;Aus&#34; steht. In einem Gespräch mit
politik-digital erklärt ZAI, Pressesprecher der Künstlergruppe etoy, warum sie gegen den
Online-Händler klagen und ob der Community eine Neuauflage des legendären Toywar von
1999/2000 bevorsteht. </b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Nachrichten überschlugen sich: etoy.com klagt gegen eToys.com, nachdem der<br />
erste, damals vom amerikanischen Spielzeughändler eToys.com angezettelte Rechtsstreit,<br />
beigelegt wurde. Kurz darauf war auf den Wirtschaftsseiten zu lesen, dass der ehemalige<br />
Börsenliebling eToys Inc. vor dem &quot;Aus&quot; steht. In einem Gespräch mit<br />
politik-digital erklärt ZAI, Pressesprecher der Künstlergruppe etoy, warum sie gegen den<br />
Online-Händler klagen und ob der Community eine Neuauflage des legendären Toywar von<br />
1999/2000 bevorsteht. </b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> eToys Inc. entlässt 293<br />
Mitarbeiter von noch 300 Mitarbeitern. Welchen Sinn hat für euch eine Klage gegen ein<br />
Unternehmen, das am Boden liegt? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Es geht nicht um die Firma eToys.com. Wir nehmen nicht Rache und versuchen<br />
da noch etwas rauszuholen. Es ist einfach so, dass wir seitdem das Verfahren eToys Inc.<br />
vs. etoy im Februar 2000 niedergelegt wurde unendlich viel Geld und Nerven verbraucht<br />
haben. Der Kampf um das Markenterrain lief nämlich weiter, und zwar auf einer Ebene, die<br />
leider nicht direkt visualisierbar oder in den Medien darstellbar ist. Von<br />
Trademark-Streitigkeiten hört man ja insgesamt sehr wenig, weil es so kompliziert ist.<br />
Fakt ist, dass wir es nicht zulassen werden, dass unser Playground &quot;Culture,<br />
Entertainment &amp; Art&quot; rechtlich von eToys zugemauert wird. Das einzige<br />
realistische und legale Tool, um eToys (oder die zukünftigen Besitzer der eToys Marken)<br />
dazu zu bringen, unsere Rechte anzuerkennen, ist diese Klage. Sie musste logischerweise<br />
vor einer Übernahme eingereicht werden und zwar in maximaler Härte. Und so haben am 23.<br />
Januar 259 etoy.SHAREHOLDER in einer ausserordentlichen Online-General-Versammlung der<br />
etoy. Venture-Capital group den Entschluss gefasst die etoy.LAWYERS in den USA zu<br />
beauftragen das zu tun, was sie für wirkungsvoll halten. Man kann unmöglich behaupten<br />
etoy habe diesen Konflikt gesucht. Im Gegenteil. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Welche Gefahr geht denn jetzt noch<br />
von eToys aus? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> eToys hat damals überstürzt eine Firma aufgebaut und einiges nicht<br />
erledigt und bedacht, beispielsweise den Namen. Dann dachten die: &quot;jeder hat seinen<br />
Preis&quot; und als sie gemerkt haben, dass wir nicht käuflich sind, haben sie geklagt.<br />
Das ganze Verfahren lief auf niedriger Gerichtsebene, nicht mal auf Federal-Ebene und<br />
eToys hätte bei höheren Instanzen auch keine Chancen gehabt, denn die Marke etoy gehört<br />
ihnen nicht. Als sie dann schliesslich einlenken mussten, haben eToys sich etwas Neues<br />
ausgedacht: Die haben einfach eine Firma gekauft, die kein Mensch kannte: etnatoys. Und<br />
etnatoys hat dann rückwirkend als etoys Markenrechte beantragt, für 1990. Damit hätten<br />
sie dann die älteren Rechte. Insgesamt gehören denen jetzt über diesen Umweg ungefähr<br />
25 Trademarks. Es wird im Moment viel über uns geredet: wir hätten keine Ideen mehr und<br />
würden eine Neuauflage probieren, wollten uns ins Gespräch bringen und die Zeit für uns<br />
sei abgelaufen. Ich möchte klarstellen, dass es uns wirklich um das rechtliche Problem<br />
und unseren Namen geht. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Warum habt ihr dann nicht schon<br />
früher geklagt? </span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="106"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/images/eteam.jpg" alt="corporate etoy team" border="1" height="46" hspace="0" vspace="0" width="300" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="106">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333">corporate etoy</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Wir wollten damals, als der Streit losging ja nur unseren Markt abdecken und<br />
die Freiheit haben in einem vernünftigen Mass das tun zu können, was man Expansion<br />
nennt. Nichts Übertriebenes. Und wir waren uns ziemlich sicher, aus dem Lawsuit gut<br />
rauszugehen. Ok, im aller schlimmsten Fall hätten wir eToys den brand genommen. Aber<br />
damals hingen noch sehr viele Jobs an der Firma, die wären dann gefährdet gewesen. Jetzt<br />
muss die Firma wohl verkauft werden und der Brand wird übernommen. Jobs stehen keine mehr<br />
auf dem Spiel maximal das Geld von Kreditoren. Es ist aber ganz sicher, dass sich jemand<br />
für die eToy-Brands interessiert. Mit 10 Millionen Bookmarks und Millionen von Kunden,<br />
die bei aller Erbärmlichkeit der eToys Buchhaltung am Markennamen hängen. Es ist ganz<br />
sicher, dass jemand unter dem Namen eToys.com nächste Weihnachten Spielzeug verkaufen<br />
wird. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Befürchtet ihr wirklich, dass man<br />
noch mal versucht gegen euch vorzugehen, obwohl etoy.com inzwischen eine geschützte Marke<br />
ist? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b>Wie gesagt: es ist ganz sicher, dass jemand unter dem Namen www.eToys.com<br />
nächste Weihnachten Spielzeug verkaufen wird. Dieser &quot;Jemand&quot; wird mit<br />
Sicherheit viel dafür bezahlen. Das Potential ist riesengross, auch wenn das eToys<br />
Konzept in der herkömmlichen Form nicht aufgegangen ist und viele Investoren ihr Geld<br />
verlohren haben. Immerhin wurden via eToys.com für mehr als 130 Million Dollar Toys<br />
verkauft in den letzten 4 Monaten. Und wie fast alle die viel bezahlen fuer etwas werden<br />
auch diese Leute das Maximum haben wollen. Was für Gründe gäbe es sonsts für Goldman,<br />
Sachs &amp; Co. eine friedliche aber einschränkende Lösung auszuschlagen? Keine. Es ist<br />
offensichtlich, dass ihnen dieser Prozess mehr Mühe bereiten wird als Gespräche mit<br />
etoy. Doch sie wollen gewinnen und die Brands zu einem maximalen Preis verkaufen.<br />
Wichtiges Detail dabei: ein Brand mit &quot;Priority&quot; ist viel mehr wert als einer<br />
ohne. Der Weg zur &quot;Priority&quot; wird versperrt von etoy seit jeher. Nur durch den<br />
agressiven und unsauberen Etna Toys &#8211; Move haben sie eine Chance &quot;Priority&quot; zu<br />
erlangen. Schaffen sie dies, würden unsere Markenvorrechte (unser Schutz) kollabieren.<br />
Die Einspruchsfrist gegen diese Machenschaften ist am 10 Januar 2001 abgelaufen nachdem<br />
unsere Anwälte wiederholt eine Verlängerungen dieser Frist erwirkt haben um Raum für<br />
Verhandlungen zu schaffen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Habt ihr für so ein Verfahren<br />
noch Geld übrig? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Wir mögen es nicht, Jahr für Jahr 100.000$ für einen Konflikt auszugeben<br />
den wir nicht geschaffen haben. Wir suchten eine friedliche Lösung und wurden abgewiesen.<br />
Wir sind nicht bereit dafür zu bezahlen und unsere Projekte endlos verzögern zu lassen.<br />
Die juristischen Kosten konnten wir bisher immer decken. Wir haben ja auch Rückendeckung<br />
und können mit zum Beispiel mit unserem gerade angelaufenen Buch die Bedeutung unserer<br />
Auseinandersetzung zeigen. Wir haben auch Leute im Hintergrund, die uns in Notfällen<br />
unterstützen. Allerdings gibt eToys pro Tag immer noch mehr aus, als wir insgesamt seit<br />
17 Monaten aufgewandt haben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Seit wann habt ihr eure Marke in<br />
den USA geschützt? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Beantragt haben wir die Marke etoy schon 1997, registriert wurde sie erst<br />
im Dezember 2000. Diese Wartezeit ist allerdings für ausländische Unternehmen völlig<br />
normal. Wir haben viel Geld in diese Marke gesteckt. Das sollte zeigen, was für eine<br />
wichtige Rolle sie in unserem Kunst-Konzept einnimmt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Warum ist der Name etoy so<br />
wichtig? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Das liegt am Konzept von etoy. Wir sind seit 1994 eine Gruppe von Leuten<br />
die sich in wechselnder Formation als Firma organisiert und nichts anderes als Kultur und<br />
Excitement produziert &#8211; so wie andere Firmen Konsumguter herstellen. Unsere einzelnen<br />
Namen sind unwichtig und wir produzieren keine Stars. Wir verkaufen nichts anderes als<br />
Anteile an diesem kulturellen Prozess für den sich 2096 etoy.INVESTOREN und viele Fans<br />
interessieren. Das Funktionieren des &quot;etoy.BUSINESS-PLAN&quot;, d.h. das Überleben<br />
von etoy bedingt eine starke und klar festgelegte Identität, um die mediale Verwässerung<br />
von etoy zu verhindern. Das Relevante an einer Marke ist doch, dass sie öffentlich<br />
wahrgenommen wird und dem Konsumenten eine bestimmte Qualitäts-Norm und Kontinuität<br />
garantiert. etoy wird seit 1994, eToys seit 1997 als Marke wahrgenommen. Schützen liessen<br />
wir uns 1997 was im Jahr 2000, nach dem üblichen Verfahren, in den USA definitiv<br />
anerkannt wurde. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wird es jetzt zu einem Toywar II<br />
kommen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Wir wollen den Toywar nicht wiederholen. Wir wären doch ganz anders<br />
vorgegangen. Es ist ja nicht so, dass wir in einem Jahr dumm geworden wären und nicht<br />
mehr wüssten wie man so was anzettelt. Wir haben diesmal die Culture Community nicht<br />
aufgefordert für uns zu kämpfen sondern hauptsächlich mit unseren Stakeholdern<br />
gesprochen. Die Community wurde erst vergangene Woche offiziell informiert, als sich<br />
vermehrt Leute meldeten und sich Missinterpretationen abzeichneten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Rolle hat etoy beim Werde-<br />
oder Niedergang von eToys Inc. gespielt? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b> Wir sind ein Symptom des Problems von eToys. Die hatten im Kern das<br />
Internet nicht begriffen. eToys hatte zwar enorm viel Geld, war an der Börse in<br />
Hochzeiten 8 Milliarden Dollar wert, hatten aber keine Ahnung. Die haben sich völlig<br />
selbst überschätzt. Wie auch der Kampf gegen uns bewies. Die ganze Firma war auf den<br />
brand, den griffigen Namen aufgebaut. Und wer das wusste, wusste auch wie wacklig die<br />
Sache eigentlich war. eToys hätte bei seiner Gründung 1996/97 die Markenlage besser<br />
checken sollen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> An der Geschichte von eToys sieht<br />
man, wie irrational Märkte, vor allem Aktienmärkte sind. Ihr habt ja auch Shares<br />
ausgegeben, die euch mitfinanzieren. Sind eure Shares der gleichen irrationalen<br />
Unsicherheit ausgesetzt? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b>Wir sind besser abgesichert, weil wir anders funktionieren. Wir sind eine<br />
Glaubensfrage und nicht so marktabhängig. Die an uns gerichteten Erwartungen sind anders.<br />
Unsere stakeholder wollen ja nicht dauernd irgendwelche Dinge sehen, die können auch mal<br />
abwarten. Die emotionale Komponente gibt es aber auch bei uns, das hat der Toywar gezeigt.<br />
Ohne Shares, ohne das Geld aus den Shares hätten wir den nicht durchgehalten. Darüber<br />
hinaus sind unsere Shares ein Kunstprodukt. Die werden immer wieder von Kunstsammlungen<br />
gekauft und haben so noch einen langfristigen </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Trotzdem können auch eure<br />
Kunst-Aktien fallen, wenn irgendwann eure Aktionen nachlassen. Was ist als nächstes<br />
geplant? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b>Wir können nicht ständig irgendwelche Riesenprojekte à la Toywar stemmen.<br />
Zur Zeit konzentrieren wir uns auf firmenspezifische Themen. Wir wollen bessere und reale<br />
Formen der Partizipation entwickeln, den Shareholder-Gedanken stärken. Dazu gehörten<br />
Abstimmungen, Konferenzen und so weiter. Wir wollen prinzipiell keine Kunst produzieren,<br />
die an Individuen hängt. Die Kunst und die Identität gilt für alle. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>War der Toywar ein Krieg? Oder ein<br />
Spiel? Oder eine Performance? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b>Von allem etwas. Zunächst war es von der Gegenseite aus Krieg. Wir wollten<br />
weder verbissen werden und Krieg führen, noch wollten wir aufgeben. Wir wollten uns<br />
verteidigen. Und das taten wir spielerisch, was den Übergang zur Performance markiert. Es<br />
gab ja bei der Aktion ein klares &quot;entertainment value&quot;. Die Leute fanden es<br />
amüsant und hatten Spass auf unseren Seiten. Dabei sind Emotionen entstanden, die<br />
Netzkunst so gemeinhin nicht schafft. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Stichwort Netzkunst: welche Rolle<br />
spielt das Netz bei euch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b>Unser Kunstanspruch ist es, viele Ebenen zueinander zu bringen. Deswegen ist<br />
unsere Hauptbasis das Netz, weil dort so viel zusammen fließt: Text, Bild, Film Musik,<br />
soziale Elemente und Services.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wir wollen auf keinen Fall in einem Reservat sitzen, wo Kunst drauf steht und die Leute<br />
Sonntags mal vorbei schauen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Zum Schluss: in einem Spiel, in dem<br />
alles um Namen geht, woher kommt euer Name etoy? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ZAI:</b>Den haben wir generiert. Wir haben, als wir an unserer Corporate Identity<br />
gebastelt haben gemerkt, dass wir einen guten Namen brauchen. Wir haben dann eine Woche<br />
lang alle Buchstaben und Silben gesammelt, die wir gut fanden. Diese wurden verarbeitet<br />
von einem Script. Die etoy-Mitglieder saßen dann an den verschiedenen Orten vorm Computer<br />
und das Script fütterte Ergebnisse in einen EIRC-Chat. Als der Name &quot;etoy&quot;<br />
erschien, haben wir alle unabhängig voneinander gestoppt. Etoy hat das e, aber ohne den<br />
Hype, weil es ein Wort ist. Der Name funktioniert wie ein neues Wort, dass noch nicht<br />
beladen war. Und kurz ist es auch. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
<span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Vielen Dank für das Gespräch. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Carolin Welzel </span></p>
]]></content:encoded>
					
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