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		<title>Wir werden alle manipuliert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2017 15:41:50 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Sascha Lobo möchte den Zuschauern zeigen, wie Menschen in sozialen Netzwerken manipuliert werden können. Verzerrte Mehrheiten, Emotionen, „Fake News“: Die Erkenntnisse aus „Manipuliert“ sind nicht neu, dennoch lohnt sich die stetige Auseinandersetzung mit den Mechanismen von Facebook und Co.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine Angst geht um in Deutschland. Die Angst vor den „Fake News“. Nachdem die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen auch mittels Sozialer Medien verbreitete Falschmeldungen mitentschieden wurden, geht nun auch hierzulande die Furcht vor einer weitreichenden Manipulation der Bundestagswahlen im September um. Gerne wird das Beispiel <a href="https://www.wired.com/2017/02/veles-macedonia-fake-news/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mazedonischer „Fake News“-Fabriken</a> herangezogen, um auf die drohende Gefahr hinzuweisen.</p>
<p>Dass es solche „Fake News“ gibt und sie durchaus Einfluss auf Menschen haben können, ist weitläufig bekannt. Wie groß ihre Wirkung letztendlich ausfällt, bleibt umstritten. Dennoch werden bewusst gefälschte Nachrichten von vielen Bürgern als reale Gefahr angesehen: In einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF geben derzeit 30 Prozent der Deutschen an, dass „Fake News“ einen starken oder sehr starken Einfluss auf die Wahlen im September haben werden, knapp die Hälfte der Befragten hält solche Falschmeldungen allgemein für ein großes Problem.</p>
<h3>Sascha Lobos Experimente</h3>
<p>Genau in diese Kerbe schlägt nun Sascha Lobo, Deutschlands wohl bekanntester Blogger, der sich regelmäßig Gedanken über die aktuellen Probleme der Netzwelt macht. Gemeinsam mit ZDFneo ging der 42-Jährige der Frage nach, welche Wirkung die sozialen Medien auf die Gesellschaft haben können. Hierzu lud er im Rahmen des Social Factual-Formats „Manipuliert“ acht Probanden ein, die in verschiedenen Experimenten mit Bildern, Texten oder Überschriften konfrontiert werden. Lassen sich Menschen durch wahrgenommene Mehrheiten im Netz beeinflussen? Wie spielen Medien mit den Emotionen der Leser? Kann man alleine aus einem Bauchgefühl heraus „Fake News“ erkennen? Wie gut können Algorithmen die Persönlichkeit eines Menschen vorhersagen?</p>
<p>Aufklärung über all diese Fragen sind für Lobo ein persönliches Anliegen, gerade im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahlen. Doch dabei stehe nicht die Suche nach manipulativen Unternehmen oder Mächten im Zentrum des Interesses. „Es geht vielmehr darum, die alltäglichen, kleinen Mechanismen der Beeinflussung zu beschreiben. Denn genau diese Mechanismen haben eine ziemlich große Macht – auch politisch.“ Mithilfe von Expertinnen und Experten soll gezeigt werden, wie einfach selbst Social Media-erfahrene Probanden – und damit auch der Zuschauer – manipulierbar sind.</p>
<h3>Likes sind keine Währung für Wahrheit</h3>
<p>Die hierzu gezeigten Experimente haben alle durchaus ihren Reiz, jedoch merkt man ihnen schnell die fernsehgerechte Aufbereitung an. Wissenschaftliche Kriterien stehen nicht unbedingt im Zentrum des Interesses, sodass man als Forscher das ein oder andere Mal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte. Beispielsweise als die Probanden anhand der Überschriften erkennen müssen, ob es sich um Falschmeldungen handelt. Eigentlich unmöglich, schließlich sind für die Identifikation von „Fake News“ in aller Regel auch der Inhalt der Nachricht, mindestens aber die Angabe der Quelle notwendig.</p>
<p>Allerdings dienen diese Experimente nur der Verdeutlichung und letztlich spannt „Manipuliert“ mithilfe dieser Tests den Bogen zur wichtigen Erkenntnis: Man dürfe sich nicht auf sein Bauchgefühl verlassen und muss in sozialen Netzwerken stets kritisch mit dargebotenen Inhalten umgehen. Das Prinzip zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamten 60 Minuten: Die Experimente kratzen meist nur an der Oberfläche, jedoch werden immer richtige und wichtige Schlüsse gezogen.</p>
<p>Wie wertvoll die Erkenntnisse aus diesen Experimenten nun sind, darüber lässt sich trefflich streiten. Revolutionär sind Feststellungen wie „Likes sind keine Währung für Wahrheit“ oder „Themen und Bilder, die berühren, bleiben hängen“ bei weitem nicht. Für einen erfahrenen Social Media-Nutzer sind solche Ergebnisse nicht neu – auch die Probanden sind sich dieser Manipulationsmacht oftmals durchaus bewusst. Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass man selbst als aufgeklärter User nicht gefeit ist vor den Mechanismen sozialer Medien.</p>
<h3>Raus aus der Filterblase</h3>
<p>Auch die Feststellung, dass populistische Kräfte die Funktionsweise von Facebook und Co. besser als etablierte Parteien verstanden haben, liest man häufiger. Interessanterweise war einer der Probanden selbst ein engagierter Online-Kämpfer für die AfD, laut eigenen Angaben mit 50 Beiträgen und Kommentaren pro Tag. Dass seine Anwesenheit am Ende im politisch-inhaltlichen Konflikt mit den anderen Teilnehmern endet, dürfte ziemlich kalkuliert gewesen sein. Jedoch möchte man Sascha Lobo an dieser Stelle keine Effekthascherei vorwerfen, auch wenn sein Besuch einer „Merkel muss weg“-Demonstration in Berlin ebenfalls kaum neue Erkenntnisse, sondern vielmehr aufsehenerregende Bilder und Zitate mit sich bringt.</p>
<p>Vielmehr will der Blogger mit einem solchen Besuch verdeutlichen, wie wichtig es ist, aus der eigenen Filterblase auszutreten und Kontakt mit konkurrierenden Meinungen zu suchen. Natürlich, so Lobo, würden ihn die Aussagen des AfD-Sympathisanten nerven, doch das Durchstechen der Filterblasen sei nun mal essentiell für den Dialog. Denn die Polarisierung in sozialen Medien spiegelt sich zunehmend auch „auf der Straße“ wieder, wodurch die gesellschaftlichen Gräben nur größer würden. Gemeinsam müssten alle dagegen arbeiten: „Man kann soziale Medien auch dafür benutzen, dass alle wieder näher zusammenrücken.“</p>
<p>So ist „Manipuliert“ letztendlich auch ein kleiner Aufruf zum Dialog zwischen den Extremen. Doch vor allem will Sascha Lobo mit dieser Dokumentation über die Mechanismen und die Funktionslogik sozialer Medien aufklären. Wer sich allerdings schon oft mit ihrer Wirkungsweise und des damit einhergehenden manipulativen Potenzials beschäftigt hat, wird definitiv keine neuen Erkenntnisse aus diesen 60 Minuten ziehen. Dennoch kann es nicht schaden, sich immer wieder mit den Mechanismen und möglichen politischen Folgen von Social Media auseinanderzusetzen. Immerhin sitzt derzeit ein Mann im Oval Office, der soziale Medien problemlos für seine Zwecke instrumentalisiert. Die Rolle von „Fake News“ im Bundestagswahlkampf ist ungewiss, jedoch sollte jeder Nutzer die Funktionslogik von Facebook, Twitter und YouTube verstehen und stets kritisch mit Inhalten umgehen.</p>
<p>Die Sendung wird heute um 23 Uhr bei ZDFneo ausgestrahlt und ist bis zum 18.08.2017 in der  Mediathek zu <a href="https://www.zdf.de/sender/zdfneo/manipuliert-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">finden</a>.</p>
<p>Titelbild: ZDF-Pressebild, © ZDF / Sebastian Semmer</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Operation Naked: Ich weiß, wer du bist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2016 10:11:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Operation Naked]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Michelle Spark erfindet im ZDF-Film „Operation Naked“ eine Datenbrille, die Euphorie, Empörung und sogar Gewalt hervorruft. Regisseur Mario Sixtus vertritt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Operation-Naked_ZDF-Patrick-Jasim.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148463 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Operation-Naked_ZDF-Patrick-Jasim.jpg" alt="Teaser Operation Naked © ZDF und Patrick Jasim" width="640" height="280" /></a>Michelle Spark erfindet im ZDF-Film „Operation Naked“ eine Datenbrille, die Euphorie, Empörung und sogar Gewalt hervorruft. Regisseur Mario Sixtus vertritt mit der Mockumentary dabei eine eher pragmatische Haltung: Kann der technologische Fortschritt überhaupt aufgehalten werden?</p>
<p>Gesichtserkennung und Datenbrillen. Schon seit Langem kochen die mit ihnen einhergehenden Datenschutz-Debatten immer wieder hoch. Dieser Thematik nimmt sich nun auch ein kleines Fernsehspiel des ZDF an. Die sogenannte <a href="http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/7e357331-5c5d-4b14-be0a-0ed9cfb11c32/351a96b2-d91f-415b-b98b-0daa0ee00990?generateCanonicalUrl=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Operation Naked“</a> spinnt eine fiktive Geschichte um eine Unternehmerin, die eine Datenbrille erfunden hat und sie nun in den Verkauf bringen möchte. Es entsteht eine polarisierte öffentliche Debatte, die eine folgenschwere Verkettung von Ereignissen hervorruft. Das Besondere an der Produktion: der Film wird ausschließlich mit speziell dafür produzierten Ausschnitten aus rund 15 ZDF-Formaten erzählt – eine Art Zapping-Gefühl für den Zuschauer. Mit von der Partie sind unter anderem die heute-show, Dunya Hayali, Claus Kleber, Markus Lanz, der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen, Jan Böhmermann und Rudi Cerne.</p>
<h3>Die Wiedergeburt von Steve Jobs</h3>
<p>Michelle Spark ist eine Berliner Start-Up-Unternehmerin. Ihre große Erfindung: die sogenannte „Real-o-Rama“, eine Datenbrille, die problemlos Gesichter, Kleidung und Orte erkennen kann. Sie trägt die im Internet verfügbaren Daten hierzu zusammen und präsentiert sie dem Nutzer live. Man sieht jemanden auf der Straße, weiß aber nicht, wie die Person heißt? Kein Problem. Ein Passant hat eine schöne Umhängetasche? Die Datenbrille erkennt sie sofort und durchsucht das Netz nach dem günstigsten Preis. Schnell wird Michelle Spark als die Wiedergeburt von Steve Jobs gefeiert und die Politik freut sich über den immensen Innovationsgeist, der in Deutschland steckt.</p>
<p>Die Unternehmerin wird zum Medienstar, zum gefragten Gast in allen möglichen Fernsehformaten. Um dem Publikum zu zeigen, was die Brille kann, darf sich das <a href="http://www.zdf.de/zdf-morgenmagazin/zdf-morgenmagazin-6019756.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF-Morgenmagazin</a> sogar in die Brille der live zugeschalteten Michelle Spark schalten. Die Zuschauer sehen, was sie sieht. Während dieses Experiments erkennt die Brille einen gewissen Pablo Rothmann, der ein Gebäude ohne Schilder betritt. Die Brille erkennt den Ort sofort: der „Golden Gay Club“. Live im Fernsehen wurde das private Geheimnis des Geografielehrers an einem konservativen Internat enthüllt, was ihn seinen Job kostet. Die Stimmung gegenüber der neuen Technologie kippt. Es ist der Beginn einer dramatischen gesellschaftlichen Debatte über Technologiefeindlichkeit und Datenschutz, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken wird – ein stark überspitztes, jedoch <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/google-glass-erneuter-angriff-auf-glass-traeger-in-san-francisco-a-964262.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kein unrealistisches Szenario</a>.</p>
<h3>Die Gesellschaft ist das Problem, nicht die Technik</h3>
<p>Michelle Spark – ein Name als Metapher für den überspringenden Funken – geht von nun an in die Offensive. Denn die Unternehmerin möchte nicht einfach nur mit einer Idee Geld verdienen, sondern ein <a href="http://politik-digital.de/netzstandpunkte/pro-contra-post-privacy-vs-privatsphaere-5908/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politisches Statement</a> setzen. „Ich weiß, wer du bist“: Wenn jeder alle Geheimnisse eines anderen kennt, so ist niemand mehr in der Lage, mit dem Finger auf die Mitmenschen zu zeigen. Nicht die Technik sei das Problem, sondern die Gesellschaft, die Homosexuelle diskriminiert. Die „Real-o-Rama“ ist also nur der Beginn der sogenannten „Operation Naked“. Natürlich formiert sich hiergegen schnell ein beträchtlicher Widerstand – namentlich in Form des Vereins „Wider der digitalen Entblößung“. Es entsteht im Verlauf dieser Debatte eine regelmäßige Verlagerung der öffentlichen Meinung. Private Geheimnisse werden öffentlich? Mehr Datenschutz! Gewalttaten könnten durch solche Datenmengen aufgeklärt werden? Weniger Datenschutz!</p>
<p>Regisseur und Autor Mario Sixtus nutzt dabei auch überspitzte Metaphern und überzeichnete Figuren. Die Positionen der Debatte werden von Menschen verkörpert, die nur selten die aristotelische Mitte suchen. Entweder, oder. Die Übertreibung ist jedoch auch bewusst gesetzt, schließlich bezeichnet sich „Operation Naked“ selbst als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mockumentary" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mockumentary</a>, also als Parodie eines Dokumentarfilms. Doch so spitz die Auffassungen auch sein mögen, so stellt der Film wichtige gesellschaftliche Fragen und spinnt interessante Gedankenspiele. Wie viel dürfen andere über mich wissen? Was gebe ich über mich selbst im Internet preis? Können gewaltige Datensammlungen nicht doch ein adäquates Hilfsmittel bei der Verbrechensaufklärung sein?</p>
<h3>Ein kritischer Rundumschlag</h3>
<p>Die Argumentation des Regisseurs löst sich dabei aber von diesen Fragen. Schlussendlich ist es egal, ob nun die Datenschützer oder Technologiefreunde im Recht sind: die Technologie an sich lässt sich schlicht und ergreifend nicht aufhalten. „[Wir sehen], wie diese Technologie eine Eigendynamik entwickelt, wie sie damit beginnt, die Gesellschaft zu verändern und sich dabei naturgemäß nicht die Bohne um Politik, Medien oder die Volksmeinung schert &#8211; fast so wie ein freigelassener Virus“, so Mario Sixtus. Das hierbei mitschwingende Argument: nicht die Daten an sich sind „böse“, sondern nur jene Menschen, die sie missbrauchen. Oder wie <a href="http://www.zdf.de/harald-lesch-24458212.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Harald Lesch</a> die Möglichkeiten beschreibt, die hinter dem unbegrenzten Daten- und Informationszugang stecken: „Wir verfügen über Superkräfte, die uns zu fast alles wissenden Superhelden machen können. Oder aber zu Superschurken. Je nach Charakter. Vermutlich werden wir uns an diese Superkräfte genauso schnell wie an Wikipedia und Google gewöhnt haben.“</p>
<p>Technologischer Fortschritt ist unaufhaltsam in seiner Eigendynamik. Dadurch, dass der Film diese sehr pragmatische Haltung einnimmt, kann er zum Rundumschlag gegen alle beteiligten Diskutanten ausholen. Zum Beispiel die Datenschützer einerseits und Verfechter der „Operation Naked“ andererseits, die verbissen auf ihren Positionen verharren, nur wenig Kompromissbereitschaft zeigen und auch zu unfairen Mitteln greifen. Oder die Wendehals-Politik, personifiziert durch den Staatssekretär im Innenministerium, die sich entsprechend der Großwetterlage der öffentlichen Meinung positioniert. Das führt leider dazu, dass manch eine Meinung schlussendlich ins extrem Lächerliche gezogen wird. Schade eigentlich, da die subtile Verspottung der Debatte deutlich besser gewirkt hat als die gegen Schluss gewählte Holzhammer-Methode.</p>
<p><b>„Operation Naked“ ist ab dem 15. Februar in der <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2666762/Operation-Naked#/beitrag/video/2666762/Operation-Naked" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF-Mediathek</a> abrufbar. Das ZDF strahlt den Film am 22. Februar um 23:55 Uhr aus.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: © ZDF und Patrick Jasim</p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Ein Radar für mehr Durchblick im Lobbydschungel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Löser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2015 10:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby Control]]></category>
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		<category><![CDATA[Lobbyradar]]></category>
		<category><![CDATA[MIZ Babelsberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Lobbyradar erhalten User beim Surfen auf deutschen Nachrichtenseiten automatische Anzeigen über die Verbindungen zwischen Personen des politischen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/lobbyismus_Merkel.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145613" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/lobbyismus_Merkel.jpg" alt="lobbyismus_Merkel" width="640" height="280" /></a>Mit dem Lobbyradar erhalten User beim Surfen auf deutschen Nachrichtenseiten automatische Anzeigen über die Verbindungen zwischen Personen des politischen und öffentlichen Lebens und Organisationen. Die von ZDF heute gemeinsam mit dem Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) entwickelte Browsererweiterung wurde jüngst auf der re:publica vorgestellt.</p>
<p>Mehr als 5.000 Lobbyisten versuchen tagtäglich, die Entscheidungen von 600 Entscheidungsträgern in Berlin in ihrem Interesse zu beeinflussen. Mit selbst angefertigten Studien, Positionspapieren und in persönlichen Gesprächen wollen die Lobbyisten ihrem Standpunkt Gewicht verleihen. Vor allem große Unternehmen nehmen für diese Art der Einflussnahme viel Geld in die Hand – einer der Gründe dafür, dass Lobbying im öffentlichen Diskurs meist negativ behaftet ist. „Lobbyismus ist an sich nicht Schlechtes“ räumt der Journalist Dominik Wurnig ein, einer der Ideengeber des Lobbyradars. Doch es besteht die Gefahr, dass die Belange kleinerer Interessengruppen mit weniger Mitteln oder geringerer öffentlicher Aufmerksamkeit unter den Tisch fallen.</p>
<p>ZDF heute schrieb deshalb ein Projekt aus, um das Thema Lobbyismus anschaulich aufzuarbeiten. Wer hat Kontakte zu wem? Wer spendet wie viel? In welchen Vereinen, Stiftungen oder Unternehmen sitzen Politiker im Aufsichtsrat? So soll das vom ZDF entsprechend propagierte „Netzwerk der Macht“ sichtbar gemacht werden. Mit ihrem Konzept des Lobbyradars erhielten die drei Journalisten Dominik Wurnig, Jan Schneider und Michael Hartlep den Zuschlag.</p>
<h3>Visualisierte Netzwerke der Macht</h3>
<p>Hat man sich das Add-on heruntergeladen – was schnell und einfach funktioniert – markiert es Politiker und Interessenvertreter auf der jeweils aktuell geöffneten Seite. Geht man mit dem Mauszeiger über die Markierung, erscheint ein Pop-up, das die Verbindungen des Akteurs zu anderen Politikern, Parteien oder Interessenvertretern aufzeigt. Für weitere Informationen klickt man den Akteur im Pop-up an und wird zur Seite von Lobbyradar weitergeleitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lobbyradar.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145534" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lobbyradar.jpeg" alt="Lobbyradar" width="640" height="280" /></a></p>
<p>Dort listet der Lobbyradar die Verbindungen nicht nur auf, sondern visualisiert sie mit einer <a href="https://www.lobbyradar.de/verbindungssuche" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interaktiven Grafik</a>. Je mehr Verbindungen ein Akteur zur Politik besitzt, desto größer wird er dargestellt und desto näher befindet er sich am Zentrum der Karte – desto mehr Einfluss hat er also auch. Zusatzinformationen geben Aufschluss über Biografien und Nebentätigkeiten von Politikern oder Wirtschaftsvertretern, aber auch über Parteispenden von Unternehmen und Privatleuten.</p>
<p>Zur technischen Umsetzung bei der Erstellung der Datenbank hat man die Spezialisten von <a href="https://opendatacity.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenDataCity</a> hinzugezogen. Die Informationen, die die Datenjournalisten in einer Datenbank zusammengestellt haben, stammen von der Lobbyliste des Deutschen Bundestags, öffentlich abrufbaren Informationen über Parteispenden, den Webseiten der Abgeordneten sowie von bestehenden Datenbanken der Initiative <a href="https://www.lobbycontrol.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LobbyControl</a> sowie des <a href="http://www.thinktankdirectory.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Think Tank Directory Deutschland</a>, dem Branchenbuch für Think Tanks. Überhaupt waren für die Realisierung des Projekts noch eine ganze Reihe weiterer Unternehmen notwendig. So programmierte die Berliner Firma wegewerk das Add-on, die Frankfurter Agentur dreimorgen war mit der Gestaltung der Webseite beauftragt.</p>
<p>Die Umsetzung ist trotz kleiner Mängel mehr als gelungen. Die interaktive Grafik vermittelt einen anschaulichen Eindruck über die Verflechtung von Politik und Interessenvertretern. Dabei sind die Informationen bewusst übersichtlich gehalten. Wer sich einen tieferen Einblick verschaffen will, kann auf weiterführende Links zurückgreifen. Auch kann jeder weitere Verbindungen melden, auf Fehler hinweisen und damit zum Wachstum der Datenbank beitragen. Durch die Offenlegung des Quellcodes des Add-ons laden die Entwickler außerdem die Crowd ein, weitere Entwicklungsschritte selbst in die Hand zu nehmen.</p>
<p>Doch das Projekt offenbart auch Schwächen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Datenbank nur auf Mitglieder des Deutschen Bundestags begrenzt. Sucht man nach dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz – immerhin kürzlich wieder als möglicher Kanzlerkandidat der SPD gehandelt – landet man lediglich einen Treffer für den Vorsitzenden der Deutschen Arzneimittelkommission gleichen Namens.</p>
<h3>Nächster Schritt: Europa?</h3>
<p>Bei der Präsentation von Lobbyradar auf der re:publica15 äußerte sich Hubert Krech, Projektleiter beim ZDF, auch zu diesem Thema: „Es gibt einige interessante Ideen, wie wir den Lobbyradar weiterentwickeln. Europa ist eine davon“.</p>
<p>Bisher ist der Lobbyradar auch nur für Browser verfügbar. Bei der Benutzung von Nachrichten-Apps auf mobilen Geräten sind diese Informationen also gar nicht abrufbar. Für das Mobile-Format müsste jedoch auch die Visualisierung komplett überarbeitet werden. Dem hat Felix Feierabend von dreimorgen vorerst eine Absage erteilt: „Wir haben uns bewusst für eine Umsetzung im Browser entschieden. Webbrowser werden immer genutzt werden“. Auch die weitere Pflege und Erweiterung der Datenbank wird nicht ganz einfach. Viele Informationen müssen mühsam per Hand abgeglichen und aktualisiert werden.</p>
<p>Die ausnahmslos positive Resonanz auf der re:publica15 hat jedoch gezeigt: Lobbyradar ist ein gelungener und innovativer Beitrag, das Thema Lobbyismus stärker in das Bewusstsein der Bürger zu rücken. Dabei hat man bewusst darauf verzichtet, Lobbyismus pauschal zu dämonisieren. Wer mit Hilfe des Add-ons nach Skandalen sucht, wird sich also enttäuscht sehen. Zum Recherchieren und Weiterforschen lädt die Grafik jedoch allemal ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bilder: <a href="https://www.flickr.com/photos/samsungtomorrow/13072772635/in/photolist-kVcnRD-kVcZ5c-kVe3rw-bz4emk-7iYGRd-6YTePX" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Samsung Tomorrow</a>; Screenshot von lobbyradar.zdf.de</p>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Creative Commons in der ARD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2014 15:07:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im vergangenen Jahr hat die ARD auf Beschluss der Redaktionskonferenz Online (RKO) eine Arbeitsgruppe Creative Commons gegründet, in der darüber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cc-ard-mini.crop_.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142248" alt="cc-ard-mini.crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cc-ard-mini.crop_.jpg" width="640" height="280" /></a>Im vergangenen Jahr hat die ARD auf Beschluss der Redaktionskonferenz Online (RKO) eine Arbeitsgruppe Creative Commons gegründet, in der darüber nachgedacht wurde, ob Creative Commons (CC) ARD-kompatibel ist und inwiefern freie Lizenzen in den ARD-Anstalten genutzt werden können. Nun wurden Ergebnisse bekannt.<br />
Soeben hat das Informationsportal iRights.info einen auf den 13. März 2014 datierten Bericht dieser Arbeitsgruppe veröffentlicht, über den intern bereits seit der letzten re:publica viel diskutiert wurde. Der Bericht ist ein erstes Zeichen für eine eigentlich nicht aufzuhaltende Entwicklung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, denn das Konzept der Nutzung und Veröffentlichung freier Inhalte leitet sich unmittelbar aus dem öffentlich-rechtlichen Auftrag der Rundfunkanstalten ab.</p>
<h3> Creative Commons passt zur ARD</h3>
<p>In der den <a href="http://irights.info/wp-content/uploads/2014/10/Creative_Commons_in_der_ARD.pdf">Bericht </a>einleitenden Zusammenfassung heißt es treffend:<br />
&#8220;<i>Die AG kommt zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von CC für ausgewählte ARD-Inhalte bei sorgfältiger Rechteprüfung sinnvoll ist. Die ARD hat den Auftrag, die Teilhabe an der Informationsgesellschaft zu fördern und die Mitwirkung an der Meinungsbildung zu ermöglichen. Die Nutzung von CC-Lizenzen unterstützt die Erfüllung dieses Auftrags. (…) Die ARD sollte daher auch Inhalte unter CC zur Verfügung stellen.</i>&#8221;<br />
Diese Deutlichkeit der Aussagen überrascht. Im vergangenen halben Jahre wurde zwar in Hintergrundgesprächen mit Vertretern verschiedener öffentlich-rechtlicher Sender diese Richtung bereits angedeutet, und auch die Journalistin <em><a href="https://twitter.com/immateriell">Meike Richter</a>, </em>Social Media-Beraterin des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und Mitglied der oben erwähnten Arbeitsgruppe,<a href="http://cc.d-64.org/journalistin-meike-richter-creative-commons-und-offentlich-rechtlicher-rundfunk-passen-gut-zusammen/"> nannte in einem Interview </a>im April bereits die zahlreichen Potenziale von Creative Commons, doch das klare Bekenntnis der ARD und die Verknüpfung mit dem eigenen Auftrag sind nun neue und positive Entwicklungen.</p>
<h3>Der Teufel steckt im Detail</h3>
<p>Die Richtung stimmt zwar, die Knackpunkte liegen aber im Detail und sind noch nicht aus der Welt geschafft. So beginnt der Bericht mit einer Checkliste, die zu beachten sei, wenn ARD-Inhalte unter Creative Commons veröffentlicht werden. <a href="https://twitter.com/leonidobusch">Leonhard Dobusch</a> meint in seiner Analyse auf iRights.info, diese liefere <a href="http://irights.info/artikel/endlich-creative-commons-im-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk/24015">&#8220;<i>eine gute Zusammenschau über die relevanten Fragestellungen rund um Creative Commons im öffentlich-rechtlichen Rundfunk</i>&#8220;</a>.<br />
Besonders interessant sind folgende Punkte der Liste:</p>
<ul>
<li><b><i>Geeignete Inhalte</i></b>: Für eine CC-Lizenzierung eignen sich mit Blick auf die Rechtelage <i>am ehesten 100%ige Eigenproduktionen beziehungsweise Inhalte, bei denen eine CC-Lizenzierung vor Produktionsstart geklärt wurde (…).</i></li>
<li><b><i>Arbeitsverträge</i></b><i>: Vor einer CC-Lizenzierung eines ARD-Inhaltes muss die jeweilige Landesrundfunkanstalt klären, ob die geltenden Verträge aller betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die geplante CC-Lizenzierung erlauben.</i></li>
</ul>
<p>Der zuerst zitierte Punkt ist zumeist gleichermaßen Argument und  Gegenargument bisheriger Gegner von freien Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, denn dahinter verbirgt sich das eigentliche Streitthema in allen Problematiken des Urheberrechts: das Geld.<br />
Eigenproduktionen sind teuer und beschränken sich deshalb fast ausschließlich auf Nachrichtensendungen. Bei Auftragsproduktionen werden einzelne Produktionsschritte an externe Produktionsfirmen vergeben, wobei viele öffentlich-rechtliche Sender an mehreren Produktionsfirmen beteiligt sind. Dadurch können die Dienstleistungen auch Dritten angeboten werden, was den öffentlich-rechtlichen Sendern aufgrund ihrer eingeschränkten Rolle am Markt nützt, denn so können die Kontrolle über die Qualität der Produktionen gewahrt wird und die Ressourcen zugleich effizient genutzt werden.<br />
Eine Verwendung von Fremdmaterial oder von nicht unter Creative Commons lizensierter Musik macht aber die Rechteklärung so gut wie unmöglich bzw. würde der notwendige Rechteeinkauf sehr teuer. Produktionsfirmen hätten gewiss nichts dagegen, wenn die ARD mehr Geld für Rechte ausgeben müsste, doch wird diese höchstwahrscheinlich darauf verzichten. Dabei könne sich insbesondere &#8220;<i>bei Bildungsinhalten,</i>  <i>Erklärbeiträgen, Interviews oder Naturaufnahmen&#8221;, </i>wie die Arbeitsgruppe aufzählt, eine freie Lizenzierung anbieten. Damit aber mehr Inhalte unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht werden, müsste das gesamte Produktionssystem geändert werden. Ein nahezu unmögliches Vorhaben, weshalb die wenigen Eigenproduktionen umso dringender unter Creative Commons veröffentlicht werden müssten.<br />
Das betrifft auch den zweiten oben genannten Punkt: die MitarbeiterInnen der Landesrundfunkanstalten. Die Arbeitsgruppe empfiehlt, dass vor einer CC-Lizenzierung eines ARD-Inhaltes die jeweilig verantwortliche Landesrundfunkanstalt klärt, ob die geltenden Verträge aller betroffenen MitarbeiterInnen die geplante CC-Lizenzierung erlauben. Ich kenne den derzeitigen Status Quo dieser Verträge nicht, aber auch hier ist anzunehmen, dass die Freigabe diverser Nutzungsrechte Hand in Hand mit Forderungen nach höheren Honoraren gehen würde. Es bleibt also abzuwarten, wie viele Produktionen der ARD von Anfang an unter Creative Commons entstehen werden.</p>
<h3>Experimente wagen</h3>
<p>Schon jetzt gibt es viele <a href="http://www.carta.info/71370/freie-lizenzen-im-offentlich-rechtlichen-rundfunk/">Beispiele für Creative Commons in der ARD </a>. Einzelne Radiosendungen können als Podcast (ohne Musik) unter einer Creative Commons-Lizenz heruntergeladen werden, auf ZDFinfo läuft die Sendung &#8220;Elektrischer Reporter&#8221; komplett unter einer Creative Common-Lizenz, im Bayerischen Rundfunk nutzt die Sendung &#8220;Space Night&#8221; (nach<a href="http://isarmatrose.com/?p=3235"> Protesten</a>) seit Februar 2013 überwiegend Creative Commons-lizensierte und Gema-freie Musik. Und im NDR werden Beiträge des Medienmagazins &#8220;Zapp&#8221; und der Sendung &#8220;Extra 3&#8221; unter Creative Commons lizensiert und unter dem Titel &#8220;Kopieren erwünscht&#8221;wird auch <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Creative-Commons-Kopieren-erwuenscht,creativecommonsindex2.html">erklärt</a>, warum und wie das funktioniert.<br />
Der Bericht der AG Creative Commons beschreibt sehr lesenswert die Möglichkeiten und Chancen von Creative Commons sowiedie Vorteile, die die ARD davon hätte: beispielsweise entspricht die Nutzung von CC-Lizenzen dem „Public Value“, also dem öffentlichen Nutzen, zu dem die ARD verpflichtet ist. Schließlich gibt sie Empfehlungen zum Einsatz von CC-Lizenzen für ARD-Inhalte. Ein erster Schritt könnten weitere Pilotprojekte von Landesfunkanstalten sein, die ausgewählte Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen und diesen Schritt auch kommunikativ begleiten, damit die Menschen erkennen, dass der Zugang zu Bildungsinhalten oder Inhalten, die die Meinungsbildung fördern, dadurch erleichtert würde. Dies könnte auch dafür sorgen, dass die Beitragsakzeptanz, vor allem bei jüngeren BeitragszahlerInnen, wieder steigt. Für Freibier möchte man nicht auch noch zahlen müssen, für mehr Freiheit vielleicht schon.<br />
Foto: <a href="http://cc.d64.serpens.uberspace.de/wp-content/uploads/sites/2/2014/01/cc-ard-mini.jpg">D64</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mit dem Zweiten wählt man besser?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mit-dem-zweiten-waehlt-man-besser-128753/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2013 13:09:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Verifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZDFcheck]]></category>
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					<description><![CDATA[Falschaussagen von Politikern zu erkennen, ist heute einfacher als früher. Das Netz, mittlerweile sogar in die Hosentaschen gewandert, macht es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelbildZDFCheck.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129130" alt="ArtikelbildZDFCheck" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelbildZDFCheck.jpg" width="640" height="480" /></a>Falschaussagen von Politikern zu erkennen, ist heute einfacher als früher. Das Netz, mittlerweile sogar in die Hosentaschen gewandert, macht es möglich. Wer eine Studie oder ein Gesetz einsehen will, um Argumente auf ihre Stichhaltigkeit zu testen, wühlt sich 2013 durch Linksammlungen anstelle von Bücherregalen &#8211; seit Neuestem auch auf Anregung des ZDF, denn die Mainzer haben fleißig Staub aus dem Programmregal geklopft. Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl wollen sie beim #ZDFcheck Wahlkampfäußerungen überprüfen. Willige User sind eingeladen, mitzumachen.<br />
Im März 2012 unterstrich der damals frischgebackene ZDF-Intendant Thomas Bellut, dass er den Altersdurchschnitt des Senders vorsichtig abzusenken plant, auf einen Wert unter 60 Jahre. Dem aufmerksamen Beobachter bleiben gewisse Indizien für die Verjüngungskur nicht verborgen. In der Satire-Serie „Lerchenberg“ z. B. nimmt sich das ZDF selbst aufs Korn – und die „heute-Show“ ist mit Rekordquoten zum vielleicht letzten TV-Lagerfeuer junger Leute geworden. Die können diese Trendwende auch dann nachverfolgen, wenn sie ihre Fernseher längst gegen Desktop-PC, Tablet oder Smartphone eingetauscht haben, das Zweite also primär in der immer beliebteren Mediathek sehen. Und sie sollen nun dabei helfen, im <a href="http://zdfcheck.zdf.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDFcheck</a> wahre von unwahren Politikerstatements zu trennen.</p>
<h3>Auf Herz und Nieren</h3>
<p>„Stimmt das, was Politiker behaupten?“, prangt es zentral auf der Check-Seite von heute.de. Doch ganz so bipolar, wie vielleicht zu erwarten, fallen die möglichen Antworten nicht aus. Das Bewertungssystem sieht fünf Einstufungen vor:  stimmt nicht“, „stimmt so nicht“, „stimmt fast“, „stimmt“ und „unklar“. Entsprechend der Einordnung verfärbt sich das Thermometer, das links im Fragekasten zu sehen ist.<br />
Die Auswahl der Aussagen, die in den Check sollen, obliegt der Redaktion aus Journalisten, Recherche-Experten, Social Media- und Grafikredakteuren. Sie definieren auch, was genau an der jeweiligen Aussage überprüft werden soll und stellen die Ergebnisse online. So kann der Leser mitverfolgen, wie weit der Check fortgeschritten ist – und im Kommentarfeld eigene, quellengestützte Hinweise liefern.<br />
Ein Beispiel: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat laut dpa gesagt, dass sich die Einkommensschere in Deutschland seit drei Jahren wieder schließen würde. Zunächst wird <a href="http://zdfcheck.zdf.de/faktencheck/ursula-von-der-leyen-cdu-die-einkommensschere-schliest-sich-seit-drei-jahren-wieder-stimmt-das/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Behauptung zitiert</a>, darunter sind die Check-Resulate platziert. Im Beispielfall soll als erstes eine etwaige Veränderung der höchsten und niedrigen Einkommen innerhalb der vergangenen drei Jahre genauer unter die Lupe genommen werden. Ein kleiner Text klärt darüber auf, welche Erkenntnisse die erste Anlaufstelle geliefert hat, das Statistische Bundesamt. Anschließend geht es um den Zeitraum, der von der Ministerin benannt wurde. Ist für die vergangenen drei Jahre überhaupt eine Angabe zu machen, oder mangelt es noch an Daten? Zum Schluss lautet das Fazit im Falle von der Leyens: „stimmt so nicht“.</p>
<h3>Nachhaltig prüfen</h3>
<p>Klar ist, dass sich nicht alle User in ihren Kommentaren an die Spielregeln halten werden. Demgegenüber aber steht die eindeutige redaktionelle Zielsetzung, der nach unbelegte Meinungsäußerungen nicht erwünscht sind. Es soll geprüft werden, nicht gebasht. Dr. Eckart Gaddum, Online-Chef beim ZDF, hat Vertrauen in die konstruktive Partizipationsbereitschaft der User. Die Proteste um Stuttgart 21 und die Plag-Bewegung machten dahingehend Mut, dass der Bürger den Wahlkampf nicht mehr passiv auf dem Sofa, sondern aktiv per Klick (und Wisch) begleiten wolle. Deswegen komme das ZDF der Netzkultur auch an anderer Stelle entgegen: Alle Texte, Videos und Grafiken sollen unter der Creative-Common-Lizenz „<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 3.0</a>“ zur Reproduktion freigegeben werden, was die Kopie, Veränderung und kommerzielle Nutzung einschließt. Das Publikum der re:publica 2013 quittierte diese Entscheidung mit Applaus.<br />
Die Videos zum Projekt werden in die ZDF-Mediathek geladen, wo sie auch als Download zur Verfügung stehen, entgegen der sonstigen Praxis. Auf diese Weise könnte ein virtuelles Gedächtnis entstehen, das die traditionell flüchtigen Wahlkampfaussagen konserviert. Ohnehin denkt man beim ZDF langfristig. Wenn der Check gut läuft, ist eine Fortsetzung möglich.</p>
<h3>Es ist kompliziert</h3>
<p>Gemessen an den bisherigen Checks lässt sich feststellen, dass das ZDF dem naheliegenden Vorwurf entgehen will, parteiisch zu sein. Analysiert wurden und werden Thesen von Politikern unterschiedlicher Parteifarben. Aber: Ob jemand irrt, ist erfahrungsgemäß nicht in jedem Fall mit Hilfe der Wissenschaft zu klären, manchmal ist ein Sachverhalt auch komplizierter gelagert. Dann zum Beispiel, wenn eine Ansicht auf einem Menschenbild fußt und damit nicht wissenschaftlich überprüfbar ist. Das ZDF ist sich dieses Problems bewusst, weswegen man ausschließlich Faktenbehauptungen untersucht – zu denen Material vorliegen muss. Schwierig könnte es werden, wenn die Umsetzbarkeit politischer Handlungsanweisungen bewertet wird, deren Wirksamkeit die Wissenschaft entzweit. Zur aktuellen Frage des EU-Sparkurses können etwa Pro- und Contra-Studien herangezogen werden. Im Zweifel muss sich die Redaktion auf einen ihrer anderen Grundsätze berufen: Dauert die Prüfung zu lange, wird nicht gecheckt.</p>
<h3>Billige Arbeit dank Wikipedia?</h3>
<p>Das ZDF-Team verlässt sich beim Checken nicht nur auf Eigen- und User-Leistungen. Kooperiert wird zudem mit Phoenix und Wikimedia Deutschland. Autoren des Online-Lexikons arbeiten teils in der Redaktion mit, teils dienen sie als externe Helfer. Nach Ankündigung des Projekts gab es aus den Reihen der Wikipedia Kritik. So hieß es u. a., das ZDF wolle sich eigene Mitarbeiter sparen. Die verantwortlichen Redakteure begegnen den Vorwürfen mit dem Hinweis, dass der Sender weniger Arbeit hätte, würde er den Check alleine stemmen – weil dann die Absprachen mit den Externen wegfielen.</p>
<h3>Der Wahlkampf wird ungemütlich</h3>
<p>Andere ckecken ebenfalls. Washington Post, <a href="http://www.spiegel.de/thema/muenchhausen_check/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPON</a> und <a href="http://www.faz.net/aktuell/wissen/faktencheck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Faz.net</a> haben ihre publizistischen Lügendetektoren schon länger im Einsatz, letztere auch mit transparenter Leserbeteiligung. Das ZEITmagazin und der Verein Liquid Democracy kooperieren, um die Wahlkampfstrategen durch ein dem ZDFcheck sehr ähnliches Projekt in die Enge zu treiben, den „<a href="https://faktomat.adhocracy.de/instance/faktomat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Faktomat</a>“. Hier wie da bauen die Redaktionen auf engagierte und scharfsinnige User.<br />
Inwieweit diese Kontrollen einen signifikanten Einfluss auf das Wahlergebnis haben können, ist schwer einzuschätzen. Menschen über 60 Jahre machten 2009 ein knappes Drittel der Wähler aus, sind der aktuellen <a href="http://www.d21-digital-index.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">N(ONLINER)-Studie</a> aber nur zu 64 Prozent (60-69 Jahre) bzw. 30 Prozent (70 Jahre und älter) online &#8211; und somit eher keine Zielgruppe des Checks. Dem könnte entgegenwirken, dass das ZDF die Resultate der Überprüfungen auch in den heute-Nachrichten unterbringen möchte, eventuell gar in einer eigenen Sendung. Ein erster Gradmesser ist die Testphase, die am 13. Mai begonnen hat. Die hier gewonnenen Erfahrungen sollen beitragen, den Check pünktlich bis zur heißen Wahlkampfphase im August zu optimieren. Das gilt gleichwohl auch für die Antworten und Slogans der Kandidaten. Mit Thesenoptimierung ist zu rechnen.<br />
Bilder: Screenshot</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Fernsehmoderator Wolf-Christian Ulrich: &#8220;Alles aus!&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/sommerreihe-immer-online/fernsehmoderator-wolf-christian-ulrich-alles-aus-119218/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 11:48:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sommerreihe "Immer online?"]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Erreichbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf-Christian Ulrich]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist schon ein seltsames Gefühl, wenn Deine Kollegen gebräunt und fröhlich aus dem Sommerurlaub kommen  &#8211; und Du sitzt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist schon ein seltsames Gefühl, wenn Deine Kollegen gebräunt und fröhlich aus dem Sommerurlaub kommen  &#8211; und Du sitzt immer noch da. Wenn Du jeden Morgen diese Müdigkeit fühlst, die Du nie spüren wolltest, als Du Dich für Deinen Beruf entschieden hast.</p>
<p>Es hat sich was verändert in den vergangenen Jahren. Vor einigen Jahren gab es – wirklich – mal eine Sommerpause. Dann wanderte Helmut Kohl um den Wolfgangsee und Oskar Lafontaine gab Interviews in der Toskana. Die BILD Zeitung titelte mit Horrorszenen, die im Süden kühle Schauer über knusperbraune deutsche Wurstwampen jagten.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/fernsehmoderator-wolf-christian-ulrich-alles-aus/am-dienstag-09-08-11-in-berlin-wolf-christian-ulrich/" rel="attachment wp-att-119231"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119231" title="Foto Wolf-Christian Ulrich" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Portrait-Wolf-Christian-Ulrich.jpg" alt="Foto Wolf-Christian Ulrich" width="300" height="300" /></a>Das ist inzwischen anders. Die Politik heute geht einfach weiter. Krisen, Chaos, Katastrophen. Die Entscheider im Dauereinsatz und mit ihnen die Journaille. Die Meute hetzt nun auch im Sommer durch die Hauptstadt, mit zunehmend hängenden Schultern, das geht nun schon seit Lehman so. Die Energiereserven reichen grade noch bis Ende November. Danach ist Durchhalten. Der Friseur spricht von dünnem Stresshaar. Clinique Augencreme.</p>
<p>Ich gehöre eigentlich zu denen, die morgens noch im Bett und ohne Brille auf dem iPad die Süddeutsche überfliegen. Die nicht aufstehen, ohne einen ersten Blick auf die Emails im iPhone. Die einfach mal 20 Tage durchhauen und dann erst zwei Tage frei nehmen. Doch ich empfinde es nicht als Schwäche, wenn ich in diesen Tagen zu meinen urlaubsgebräunten Kollegen sage: Ich bin müde. Ich bin wirklich müde. Ich bin echt wirklich müde und ich möchte Euch jetzt nicht mehr sehen und Eure Sendung auch nicht mehr und überhaupt gar nichts mehr.</p>
<p>Deshalb werde ich abschalten. Ich werde keine Zeitung lesen und keine Emails checken. Das Telefon lässt nur meine Familie durch, sonst niemanden. Ich werde nicht im Internet sein und nicht posten, twittern, chatten. Ich werde meine Nase in den Wind halten und einen Moment lang davon träumen, wie unerhört leicht und unbeschwert das als Kind war, als das Rauschen der Bäume im Wald einfach nur ein Rauschen war – in das sich nie ein Signalton gemischt hat. Das eine wunderbare Freiheit bedeutete, weil es fern von aller Verpflichtungen war und fern von allem achso dringlichen Zeug.</p>
<p>Ich werde von einem neuen Anfang träumen und einem neuen Lebensabschnitt. Und gleichzeitig weiß ich, wie sehr ich mich auf den Moment freue, wenn der Flieger wieder die Schleife um den Alex nimmt und in Tegel aufsetzt, wenn mein Telefon die Verbindung sucht und wieder Anschluss findet. Wenn ich mit dem Taxi wieder eintauche in diese verrückte, unerträgliche, spannende Welt: in der ich – alles in allem – doch so gern zuhause bin.</p>
<p><em><a title="Homepage Wolf-Christian Ulrich" href="http://wolfchristianulrich.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wolf-Christian Ulrich</a> moderiert den crossmedialen Polit-Talk <a title="Website ZDF Log-In" href="http://blog.zdf.de/zdflogin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF log in</a>. Auf ZDFinfo präsentiert er darüber hinaus weitere gesellschaftspolitische Formate wie die Reportage-Reihe <a title="Sendung Ulrich protestiert" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1439956/Ulrich-protestiert#/beitrag/video/1439956/Ulrich-protestiert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ulrich protestiert</a> oder den pop-politischen Talk <a title="Sendung ZDF Verstärker!" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1515246/Verst%C3%A4rker!#/beitrag/video/1515246/Verstaerker!" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verstärker!</a> Er lebt in Berlin.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau 14/2012</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-142012-67048/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Wilke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 14:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Döring]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum sorgt ein Gerücht für massive Einschränkungen des Internet in China? Warum sind Shitstorms nicht unbedingt ein Merkmal für die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sorgt ein Gerücht für massive Einschränkungen des Internet in China? Warum sind Shitstorms nicht unbedingt ein Merkmal für die Demokratie? Welche Gründe gibt es, die Piratenpartei zu wählen? Wie bestimmen Algorithmen unser Netzverhalten? – Die Antworten und mehr in dieser digitalen Presseschau.</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=0ymtgwM-jzw]<br />
So einfach ist ein Fernsehbeitrag gebaut: ZDF-Redakteur Martin Giesler erklärt in seinem Volontariats-Abschlussfilm das Schema F jedes Magazinbeitrags. Wer will, kann ihn nachbauen und sich damit beim ZDF bewerben…</p>
<p><a href="http://www.doppelpod.com/?p=2758&amp;lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zensur Spezial – Tencent und Sina Weibo deaktivieren die Kommentarfunktion der chinesischen Mikroblogs</a></p>
<p>Die chinesische Regierung zensiert die Medien der Volksrepublik bekanntermaßen in massiver Weise. Nun folgen weitere Beschränkungen: Aufgrund eines in sozialen Netzwerken verbreiteten Putschgerüchts wurden Mikroblogs angewiesen, ihre Kommentarfunktion zu deaktivieren. Sven Haenke schreibt auf Doppelpod.de, wie es zu dem Gerücht kam und welche Folgen es nach sich zog.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:schwarmintelligenz-shitstorm-und-demokratie/70017649.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shitstorm und Demokratie</a></p>
<p>Ist Patrick Dörings Aussage über die „Tyrannei der Masse“ vielleicht doch angebracht? Sven Sorgenfrey sorgt sich in der Financial Times Deutschland um den Umgangston im Netz und die Art und Weise, wie Demokratie hier verstanden wird. Er verlangt konstruktive Debatten und wehrt sich gegen unsachliche Shitstorms.</p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/politik/warum-ich-die-piratenpartei-waehlen-wuerde-id6526103.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum ich die Piratenpartei wählen würde</a></p>
<p>Thomas Mader kann sich nicht vollkommen mit der jungen, aufstrebenden Piratenpartei identifizieren, würde sie aber trotzdem wählen. Die Gründe beschreibt er ausführlich auf Der Westen: Das Angebot der anderen Parteien sei einfach nicht zufriedenstellend.</p>
<p><a href="http://www.egovernment-computing.de/index.cfm?pid=7272&amp;pk=358204" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wenn sich Politik in IT manifestiert &#8230;</a></p>
<p>Die politischen Debatten der Gegenwart werden bereits zu großen Teilen auch im Netz ausgetragen. Philipp S. Müller sieht die politischen Diskurse daher immer mehr auch von den Strukturen im Internet beeinflusst. Auf egovernment-computing.de beschreibt er, wie Realpolitik und Netzpolitik zusammenhängen und welche Folgen sich daraus für den politischen Diskurs ergeben.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/urheberrechtsdebatte-lob-der-content-mafia-1.1325806" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lob der Content-Mafia</a></p>
<p>In einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung bringt der Justiziar des Börsenvereins des deutschen Buchhandels vom Landesverband Bayern Konstantin Wegener einen weiteren Gedanken in die Debatte um das Urheberrecht ein. Das Urheberrecht schütze lediglich die konkrete Form des Gedankens eines Urhebers und nicht mehr. Die Netzgemeinde solle sich daher mit populistischen Forderungen und Warnungen vor der Gefahr der Monopolisierung von Fakten, Ideen oder wissenschaftlichen Erkenntnissen zurückhalten.</p>
<p><a href="http://www.torial.com/blog/2012/04/das-unbehagen-am-algorithmus-zur-debatte-um-das-kalkul-des-verhaltens/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das (Un)Behagen am Algorithmus. Zur Debatte um das Kalkül des Verhaltens</a></p>
<p>Der von dem US-Autor Eli Pariser 2011 eingeführte Begriff „Filterbubble“ beschreibt, wie Algorithmen unser Verhalten im Netz steuern. Die Autorin Katrin Passig hielt Anfang des Jahres dagegen und sprach von einer irrationalen Angst vor unsichtbaren technischen Vorgängen. Jochen Thermann fasst nun auf „Editorial“ die Debatte um die Algorithmen im Internet und ihren nicht abzustreitenden Einfluss auf die Internetnutzer auf gelungene Weise zusammen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ZDF startet eu-parlameter</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zdf-startet-eu-parlameter-5413/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 17:54:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[eu-parlameter]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/eu-parlameter-logo.png" width="480" height="58" /><br />
ZDF.de präsentierte vergangene Woche mit dem eu-parlameter ein neues Informationsangebot. Damit kann jeder interessierte Bürger das Abstimmungsverhalten der EU-Parlamentarier zu unterschiedlichen politischen Themen in Erfahrung bringen.   
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eu-parlameter-logo.png" alt="" width="480" height="58" /><br />
ZDF.de präsentierte vergangene Woche mit dem eu-parlameter ein neues Informationsangebot. Damit kann jeder interessierte Bürger das Abstimmungsverhalten der EU-Parlamentarier zu unterschiedlichen politischen Themen in Erfahrung bringen.</p>
<p>Das <a href="http://eu-parlameter.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eu-parlameter</a> soll den Bürgern ermöglichen, sich interaktiv über die EU-Volksvertreter und deren Abstimmungsverhalten im EU-Parlament zu informieren. Laut Eckart Gaddum, Leiter der Hauptredaktion Neue Medien beim ZDF, steckt hinter dem eu-parlameter der Gedanke von mehr öffentlicher Kontrolle durch mehr Transparenz. Unter den jeweiligen Oberthemen (z. B. Bürgerbeteiligung, Wirtschaftspolitik, Verbraucherschutz) werden die einzelnen namentlichen Abstimmungen zu verschiedenen Sachverhalten nach Datum sortiert ausgegeben.</p>
<p>Auch kann nach Herkunftsland, Geschlecht, Berufsgruppe, Alter und Anwesenheit der EU-Parlamentarier gefiltert werden. Die folgende Grafik zeigt beispielsweise das Abstimmungsverhalten zu einer Entschließung über das Thema Atomkraft:</p>
<p align="center"><a class="colorbox" href="/wp-content/uploads/eu-parlameter_gross.png"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eu-parlameter_klein.png" alt="" width="400" height="296" /></a></p>
<p align="center"><strong>(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) </strong></p>
<p>Zusätzlich besteht in der rechten Seitenleiste die Möglichkeit, mehr über die einzelnen Abgeordneten zu erfahren, z. B. zu Lebenslauf, politischen Ämtern, Kontaktdaten und zu bisherigem Abstimmungsverhalten. Nicht ersichtlich wird jedoch, warum der jeweilige Parlamentarier mit Ja, Nein oder Enthaltung stimmte. Die meisten Entschließungen sind sehr viel komplexer und können nicht immer nur unter eine allgemeine Fragestellung gefasst werden. Um differenziertere Angaben zu erhalten, sollten die Nutzer des eu-parlameters sich also weitergehend informieren.</p>
<p>Interessant wäre es außerdem, die jeweiligen Entschließungen auch einsehen zu können. Davon abgesehen ist das eu-parlameter übersichtlich und nutzerfreundlich gestaltet. Es lädt zum Anklicken ein, verschafft Überblick und Transparenz. Als Quelle für die Aufbereitung des Abstimmungsverhaltens der EU-Parlamentarier von 2004-2011 diente den Redakteuren von eu-parlameter die Seite <a href="http://www.itsyourparliament.eu/api/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.itsyourparliament.eu/api</a>.</p>
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		<title>Online fernsehen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-fernsehen-5369/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 16:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[ARD/ZDF-Onlinestudie]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute haben ARD und ZDF die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Onlinestudie 2011 veröffentlicht. Untersucht wurde primär, ob Deutsche das Angebot von Fernsehinhalten im Internet annehmen. Zentrales Ergebnis: Immer mehr Deutsche sehen Sendungen online.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben ARD und ZDF die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Onlinestudie 2011 veröffentlicht. Untersucht wurde primär, ob Deutsche das Angebot von Fernsehinhalten im Internet annehmen. Zentrales Ergebnis: Immer mehr Deutsche sehen Sendungen online.</p>
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Wie schon im <a href="/deutschland-digitale-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)Onliner Atlas 2011</a> vorgestellt, nutzen über 70 Prozent der Deutschen das Internet. Ergebnis der diesjährigen <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=271" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlinestudie</a>, die die öffentlich-rechtlichen TV-Sender seit 1997 erheben, ist auch, dass bewegte Bilder bei den sogenannten „Onlinern“ nach wie vor besonders beliebt sind. 68 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen das Angebot von Bewegtbildern im Internet. Über einen Zeitraum von zwei Monaten waren für die Studie Anfang des Jahres 1.800 Erwachsene in der Bundesrepublik befragt worden.
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TV-Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen werden zunehmend zeitversetzt online angesehen. 2010 schauten sich 23 Prozent der Internetnutzer Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt online an, 2011 sind es bereits 29 Prozent. Beliebt ist auch das Angebot des „Live-Streams“. ARD und ZDF haben ermittelt, dass sich auch die Zahl derer erhöht hat, die das Internet zum Fernsehen nutzen. Ein Viertel aller Deutschen bedient sich zumindest gelegentlich des Angebots, Fernsehinhalte online anzusehen, das sind deutlich mehr als noch ein Jahr zuvor. Wie zu erwarten nehmen junge Deutsche im Alter zwischen 14 und 29 Jahren dieses Angebot besonders gut an.
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Diese Zahlen entsprechen den Erwartungen des Publikums, so der stellvertretende ZDF-Intendant Helmut Reitze, „unsere hochwertigen Inhalte unentgeltlich, zeit- und plattformunabhängig bereitzustellen.“
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Auch soziale Netzwerke werden in Deutschland zunehmend genutzt, um sich über Sendungen und Fernsehinhalte auszutauschen. 31 Prozent derjenigen, die ein Profil in einem sozialen Netzwerk haben, berichten darauf auch über Fernsehsendungen. Bei Nutzern von Smartphones und Tablet-PCs sind laut der ARD/ZDF-Onlinestudie Apps von Fernsehsendern, Radioanbietern und Printmedien sehr gefragt. Die Studie bestätigt, dass auch das Fernsehen vom digitalen Zeitalter profitiert.</p>
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		<title>Streit erwünscht beim Video-Blog „Talk to the Enemy“!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/streit-erwuenscht-beim-video-blog-talk-to-the-enemy-5351/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/streit-erwuenscht-beim-video-blog-talk-to-the-enemy-5351/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 16:25:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Eigendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Streich]]></category>
		<category><![CDATA[Talk to the Enemy]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/losleben_t2e31.jpg" align="middle" height="101" width="400" /><br />
Heute stellen wir im Rahmen unserer Blog-Reihe das erste preisgekrönte Videoblog für Streitkultur in Deutschland vor: „T2E:Talk to the Enemy“. Hier können junge Menschen über Themen debattieren, die SIE bewegen und über die SIE am besten Bescheid wissen. politik-digital.de hat nachgefragt.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/losleben_t2e31.jpg" align="middle" height="101" width="400" /><br />
Heute stellen wir im Rahmen unserer Blog-Reihe das erste preisgekrönte Videoblog für Streitkultur in Deutschland vor: „T2E:Talk to the Enemy“. Hier können junge Menschen über Themen debattieren, die SIE bewegen und über die SIE am besten Bescheid wissen. politik-digital.de hat nachgefragt.</p>
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<i>Vor zwei Wochen haben wir damit begonnen, im Rahmen einer Reihe mehrere Blogs und ihre Autoren vorzustellen. Damit wollen wir auf Blogger aufmerksam machen, die ihre Gedanken, politischen Ansichten und Interessen auf sehr persönliche oder besonders kreative Art und Weise äußern. In den vergangenen Wochen haben wir bereits den „<a href="/sprengsatz-erfolgreiche-one-man-show" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sprengsatz</a>“ von Michael Spreng und „<a href="/fremdwoerterbuch-muslimisch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein fremdwoerterbuch</a>“ von Kübra Gümüsay vorgestellt. Porträtiert werden die Entstehung der Blogs und die Absichten ihrer Autoren, und wir reden mit den Bloggern über ihre Erfolge, Finanzierungsmöglichkeiten und die Zukunftsaussichten ihrer Weblogs. Besonders originelle, humorvolle oder kritische Beiträge werden angesprochen. Dabei geht es uns nicht nur darum, interessante Blogs darzustellen, sondern auch um die Menschen hinter den Texten, und darum, zu zeigen, was sie bewegt. </i>
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Das Blog „TALK TO THE ENEMY“, kurz <a href="http://www.archiv.talk2enemy.de/about-t2e/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T2E</a> ist ein Unikat in der deutschen Blog-Landschaft. Es gibt jungen, interessierten Menschen die Chance, sich auf hohem Niveau zu streiten über Themen, die sie persönlich bewegen oder zu denen sie eigene Erfahrungen gemacht haben. Einzigartig ist es aber vor allem deshalb, weil es seine Blogger mit Kamera und Laptop ausstattet und diese ihre Gedanken, Meinungen und Gefühle auf diese Weise lebensnah und glaubwürdig festhalten können. Politiker oder Lobbyisten kommen hier nicht zu Wort. politik-digital.de sprach mit Katrin Eigendorf, ZDF-Fernsehreporterin, Moderatorin und Mitbegründerin von T2E.
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Die Idee des Videoblogs ist ein gemeinsames Projekt der ZDF-Frau Katrin Eigendorf und der Videojournalistin Sabine Streich. Die beiden Frauen fragten sich, was man „im Fernsehen mit all den technischen Möglichkeiten in der Berichterstattung anders machen kann“, so Eigendorf gegenüber politik-digital.de. Die Antwort war bald gefunden. Das Rezept zur innovativen Idee: Führe Menschen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich im realen Leben nicht begegnen würden, wie Israelis und Deutsche. Lass sie sich gegenseitig ihr Land zeigen, indem du ihnen Kameras zur Verfügung stellst und ihnen den richtigen Umgang mit der Kamera beibringst. Warte ein wenig ab, bis beide Seiten auf kritische Themen stoßen, über die es sich zu streiten lohnt, zum Beispiel  die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland oder Israels Rolle im Nahen Osten. Das Konzept war geboren. „Wir wollten jungen Menschen, die sich im realen Leben nicht begegnen, eine Plattform bieten, auf der sie sich qualifiziert über ein Thema aus verschiedenen Perspektiven streiten können“. Das ZDF stand dem Projekt anfänglich eher skeptisch gegenüber, erst später nahm es die Reportage über das Blog mit ins Programm, berichtet Katrin Eigendorf. Streich und Eigendorf hatten dann jedoch die Idee, sich beim Scoop-Preis der Axel Springer Akademie zu bewerben. „Wir wollten wissen, ist das eigentlich innovativ, ist das gut? Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir auch nur unter ferner liefen gewinnen würden“. Aber siehe da, die Jury war überzeugt von dem crossmedialen Projekt. „Crossmedial insofern, als es auf Internet und Fernsehen zielt und wir zusätzlich ein Blog auf welt.de haben“.
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Ziel des Blogs ist es „etwas zu liefern, was Mainstream-Medien nicht liefern. Nämlich ganz nah an den Menschen zu sein und sie über ein Thema reden und streiten zu lassen, das sie wirklich etwas angeht“, so Eigendorf im Interview. Mit „Talk to the Enemy“ wollten sie sich vor allem von den TV-Talkshows abgrenzen. Dass sie mit ihren Themen kein Massenpublikum, sondern „nur“ an den Debatten interessierte Menschen erreichen würden, war den beiden Initiatorinnen von vornherein klar. Von der Axel Springer Akademie erhielten sie ein Startbudget von 500.000 Euro, mit denen sie die Plattform gestalten und die Blogger mit Knowhow und Equipment ausstatten konnten. Die Akademie stellte auch viel Knowhow zur Verfügung, „ohne die Axel Springer Akademie hätte es T2E nie gegeben“.
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Die großen Pluspunkte der Seite sind die gute Vernetzung der Blogger untereinander und die Möglichkeiten für Beobachter der Diskussion, Beiträge zu kommentieren, Blogger zu bewerten und sich aktiv in die Diskussion einzuklinken. Bislang hat „Talk to the Enemy“ zwei Schwerpunktthemen: „Arm und Reich“ und „Christen und Muslime“. Bei „Arm und Reich“ reichten die Fragen von „<a href="http://www.archiv.talk2enemy.de/runde-2-kann-man-von-364-euro-leben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kann man von 346 Euro leben?</a>“ bis hin zu „<a href="http://www.archiv.talk2enemy.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben wir in einer Klassengesellschaft?</a>“. Jeweils fünf junge Menschen berichteten auf Seiten der “Armen“, fünf für die “Reichen“. In insgesamt elf Runden wurden 50 Videos gedreht und mehr als 400 Kommentare von Beobachtern der Seite verfasst. Für den zweiten Schwerpunkt erhielten Eigendorf und Streich zwar viele Bewerbungen, „vor allem von jungen Muslimen“, wie Katrin Eigendorf berichtet. Aber viele Menschen haben auch Angst vor der Veröffentlichung im Netz, „und dann auch noch per Video“. Sobald die Teilnehmer angenommen sind, erhalten sie zwei bis drei Tage lang Unterricht im Umgang mit der Kamera und lernen, wie man Filme schneidet. Dann kann der Dreh beginnen.
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Unter den Bloggern wird fleißig, niveauvoll und kreativ, zum Beispiel in Form von Raps, debattiert. Dennoch fehlt Eigendorf manchmal die Schärfe in den Kommentaren. „Anfänglich hatten wir Sorge davor, was dort geschrieben werden würde. Aber es war eigentlich nichts dabei, was hätte moderiert werden müssen. Wir hatten tatsächlich nur Kommentare, die sehr, sehr qualifiziert waren, teilweise schon viel zu qualifiziert“, so Eigendorf. Nur einmal wurde eine Mahnung ausgesprochen und das gegen eine der Video-Bloggerinnen. Hetzer oder Menschen mit radikalen Absichten blieben der Seite von Anfang an fern. Eigendorf glaubt, dass Radikale, ganz egal aus welchem Lager, eher Angst vor all den qualifizierten, gut informierten Bloggern hätten.
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Besonders viele und interessante Beiträge gab es zu den Themen „<a href="http://www.talk2enemy.de/runde-2-ist-der-islam-frauenfeindlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauenrechte</a>“, „<a href="http://www.talk2enemy.de/alle-videos-zu-einer-these/?page_id=134http://www.talk2enemy.de/runde-2-ist-der-islam-frauenfeindlich/?get&amp;these=152&amp;pageid=1839" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist der Islam eine unterdrückende Religion</a>“,  „<a href="http://www.talk2enemy.de/runde-11-sind-in-deutschland-zu-tolerant-gegenueber-dem-islam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopftuch</a>“ und „<a href="http://www.talk2enemy.de/runde-4-religion-politischer-zuendstoff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist der Islam mit den Grundwerten der westlichen Welt vereinbar?</a>“. „Ein Thema, das enormen Zündstoff hatte und das unseren Rahmen dann tatsächlich ein wenig gesprengt hat, war die Situation der Christen im Nahen Osten. Wir hatten einen <a href="http://www.welt.de/debatte/talk-to-the-enemy/article13417333/Christlicher-Videoblogger-wird-bedroht.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoblogger aus dem Libanon</a>, der bedroht wurde und deshalb aussteigen musste. Darauf hatten wir extrem viele Reaktionen“. Die Themenrunden wurden dokumentiert und am Ende im <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1238740/Talk-to-the-Enemy#/beitrag/video/1238740/Talk-to-the-Enemy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF</a> gezeigt.
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Für die Zukunft hatten Eigendorf und Streich geplant, weitere kontroverse Themen diskutieren zu lassen. Da dies aber enorm aufwendig und kostspielig ist, haben sie sich dagegen entschieden. „Die Förderung der Akademie endet jetzt und deshalb müssen wir das Blog wirtschaftlich auf eigene Füße stellen und wollen es zu einer Webseite für interkulturellen Dialog weiterentwickeln“. Das Thema soll ausgedehnt werden auf Menschen jüdischen Glaubens und Andersgläubige. Die Gründerinnen gehen davon aus, dass in der aktuellen Situation nach den Attentaten in Norwegen das Thema Terrorismus, der mit Glauben in Verbindung gebracht werden kann, enormes Potential bietet. Zurzeit suchen die beiden Journalistinnen einen Sponsor für die Fortführung ihres Projekts.
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Das Blog hat es verdient. Es ist eines der innovativsten, informativsten und zukunftsweisendsten Portale in der deutschen Blogger-Szene.
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Das Porträt von Michael Sprengs &quot;Sprengsatz&quot; innerhalb unserer Blog-Reihe finden Sie <a href="/sprengsatz-erfolgreiche-one-man-show" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier<br />
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Das Porträt von Kübra Gümüsays &quot;ein fremdwoerterbuch&quot; finden Sie <a href="/fremdwoerterbuch-muslimisch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier </a></p>
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