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	<title>Zeit online &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Zeit online &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Schreibwettbewerb: Dein Beitrag zum Thema &#8220;Chancen und Risiken von Hirndoping&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hellmys]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2015 12:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ze.tt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit online]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/news/schreibwettbewerb-zum-thema-hirndoping-147261/attachment/schreibwettbewerb-2/" rel="attachment wp-att-147271"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147271" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Schreibwettbewerb-2.jpg" alt="Schreibwettbewerb 2" width="640" height="297" /></a></p>
<p><span class="lead-text">Am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Studium nutzen Menschen immer öfter Substanzen, um ihre Konzentration und Aufmerksamkeit effektiv zu steigern. Das Ziel ist eine Verbesserung der eigenen Leistungen – häufig ohne Rücksichtnahme auf die Konsequenzen. Dem kontroversen Thema Gehirndoping widmet sich der Schreibwettbewerb „Chancen und Risiken von Hirndoping“ des Projekts JuHdo. Bis zum 30. November sind Jugendliche und junge Erwachsene dazu aufgerufen ihren Beitrag zum Thema einzuschicken. Die beiden Gewinnerbeiträge werden auf <a href="http://ze.tt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ze.tt</a> veröffentlicht und erhalten je eine GoPro Kamera.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>JuHdo ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Diskursprojekt, das in Kooperation mit dem <a href="https://www.izt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IZT</a> und politik-digital e.V. durchgeführt wird. Mit dem Schreibwettbewerb wollen wir nun junge Menschen dazu aufrufen, sich mit ihren Erfahrungen und Ansichten in den Diskurs zu Hirndoping einzubringen. Dabei interessieren uns gesundheitliche, ethische wie auch gesellschaftliche Fragen zum Gebrauch leistungssteigender Mittel wie zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Warum konsumieren gesunde Menschen leistungssteigernde Medikamente?</li>
<li>Welche Rolle spielt der stetig wachsende Leistungsdruck in Schulen, Universitäten, Ausbildungsstätten und am Arbeitsplatz?</li>
<li>Können bzw. dürfen wir selbst darüber entscheiden, ob wir solche Pillen verwenden oder nicht?</li>
</ul>
<p>Die Gewinnerbeiträge werden auf <a href="http://ze.tt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ze.tt</a>, dem Jugendportal von ZEIT ONLINE veröffentlicht. Die zwei besten Beiträge erhalten außerdem jeweils als Preis eine GoPro-Kamera.</p>
<p>Für den Wettbewerb können sich Interessierte zwischen 16 und 28 Jahren bewerben. Journalistische Erfahrungen sind von Vorteil, jedoch keine Voraussetzung. Die unabhängige Jury bestehend aus JournalistenInnen und WissenschaftlerInnen, wird die Beiträge nach Prägnanz, Überzeugungskraft und Kreativität beurteilen.</p>
<p>Das Genre wie auch der Stil sind den TeilnehmerInnen freigestellt. Möglich sind: Reportagen, Analysen, Interview, Kommentar. Ebenfalls frei zugelassen sind alle Formate wie Text, Ton, Bild (Foto, Video) etc.</p>
<p><strong>Schickt eure Beiträge bis zum 4. Januar 2016 an</strong></p>
<p><strong><a href="mailto:supermenschen@izt.de">supermenschen@izt.de</a></strong></p>
<p>Bild: Dustin Lee/unplash.com</p>
<p><img decoding="async" src="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png?resize=305%2C53" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<item>
		<title>Eine kleine Geschichte der Netzneutralität</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eine-kleine-geschichte-der-netzneutralitaet-124503/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 10:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit online]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Scott]]></category>
		<category><![CDATA[WCIT]]></category>
		<category><![CDATA[free press]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Beckedahl]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[ITU]]></category>
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					<description><![CDATA[Politikberater und Netzaktivist Ben Scott schilderte in kleiner Runde die Bedeutung der Neutralität des Internets und forderte Nutzer zum Aktivwerden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/eine-kleine-geschichte-der-netzneutralitaet/scottbeckedahl/" rel="attachment wp-att-124576"><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-124576" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScottBeckedahl-630x238.jpg" alt="Scott (l.) und Beckedahl (r.)" width="630" height="238" /></a>Politikberater und Netzaktivist Ben Scott schilderte in kleiner Runde die Bedeutung der Neutralität des Internets und forderte Nutzer zum Aktivwerden auf. Wie sich schnell herausstellte, findet das Thema in den Vereinigten Staaten höhere Beachtung als in Deutschland.</p>
<p>In den Redaktionsräumen von Zeit Online fand gestern eine Diskussion mit Ben Scott, der bereits Hillary Clinton in ihrem Amt als Außenministerin beriet und die Organisation <a href="http://www.freepress.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Free Press</a> leitete, und Markus Beckedahl von der <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Gesellschaft e.V.</a> über Netzneutralität statt. Die Genese des Begriffs begann, wie Scott unterhaltsam berichtete, im Jahr 2002 mit einem<a href="http://campus.murraystate.edu/faculty/mark.wattier/Wu2003.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Artikel </a>des Professors Tim Wu, der den Titel „network neutrality“ trägt. Damit war erstmals ein Wort publik geworden, das ein mögliches Problem des Internets beschreibt.</p>
<p>Grundannahme ist, dass die Datenströme im Internet bislang diskriminierungsfrei, also ohne Unterscheidung nach Inhalt, Herkunft, Ziel usw., über die Rechner laufen. Erste Anzeichen dafür, dass die Netzneutralität gebrochen wurde, gab es im Jahr 2005 in den USA.</p>
<h3>Wenn der Provider heimlich Fakten schafft</h3>
<p>Ein Nutzer aus Oregon konnte plötzlich nicht mehr auf die Angebote eines Internetdienstes zugreifen. Wie sich herausstellte, blockte sein Provider Comcast heimlich die Downloads von dieser Seite. Offiziell leugnete das Unternehmen dies aber.</p>
<p>Es folgte eine von Free Press initiierte PR-Kampagne, eine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde FCC und eine Gegenkampagne der Provider. Diese lancierten über den US-Kongress einen Gesetzesentwurf, der den Anbietern umfassende Rechte zur Diskriminierung des Datenverkehrs verliehen hätte.</p>
<h3>Die (Internet-)Gesellschaft schläft nicht</h3>
<p>Die Nichtregierungsorganisation<a href="http://www.savetheinternet.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> SavetheInternet.com</a> konnte daraufhin rund 800 Unterstützergruppen gegen das geplante Gesetz mobilisieren, eine der größten Graswurzelbewegungen im Technologiebereich, die vom linken (<a href="http://front.moveon.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Move On</a>) bis zum rechten politischen Lager (<a href="http://www.cc.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Coalition</a>) reichte. Den Abgeordneten im Kongress wurde das Thema zu heiß – sie zogen das Vorhaben zurück. Doch das Thema Netzneutralität war nun ins Bewusstsein der US-amerikanischen Öffentlichkeit vorgedrungen.</p>
<h3>Der Präsident des Netzes?</h3>
<p>Barack Obama setzte als erster Präsidentschaftskandidat das Thema im Wahlkampf 2008 auf seine Agenda und konnte Menschen damit mobilisieren . Nach seinem Sieg im November 2008 verschwand die Angelegenheit zunächst von der Tagesordnung. Erst zwei Jahre später gab es Fortschritte in der Gesetzgebung. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Demokraten bereits die Mehrheit im Repräsentantenhaus wieder verloren. Aus Sicht Ben Scotts trug dies mit dazu bei, dass die hehren Ziele nur zum Teil erreicht wurden. Heute ist Netzneutralität im US-amerikanischen kabelgebundenen Netz vorgeschrieben, nicht jedoch im kabellosen Netz. Unlogisch – wie Scott resümiert.</p>
<h3>Mit kleinen Schritten vorwärts</h3>
<p>Gegenüber den Erwartungen, die man in die Obama-Regierung gesteckt habe, sei nicht alles umgesetzt worden, doch bezeichnete Scott den geschaffenen Status quo als „Fortschritt für US-Verhältnisse“. Würde ein Internetanbieter heute versuchen, ein diskriminierungsbasiertes Bezahlmodell einzuführen („pay for play“), würde er riskieren, diese Investitionen im Falle eines Verbots in einigen Jahren zu verlieren. Dies schrecke die Anbieter momentan noch davon ab, die Netzneutralität zu verletzen, doch sei die Lage „gefährlich“, so Scott weiter, denn die Regulierer würden schlafen.</p>
<h3>Ein freier Markt schafft keine Freiheit</h3>
<p>Das Argument, ein freier Markt würde Netzneutralität garantieren, weil Anbieter mit diskriminierungsbasierten Bezahlmodellen dann nicht im Wettbewerb bestehen könnten, hält Ben Scott für abwegig. Anbieter arbeiteten gewinnorientiert und sie würden am meisten Rendite dann erwirtschaften, wenn sie Investitionen sparen, indem sie ihr Netz nicht ausbauten und sich den durch das erhöhte Datenaufkommen immer knapper werdenden Zugang zum Netz teurer bezahlen ließen. Motto: Wenn du mir mehr zahlst, kommen deine Daten auch schneller durch. Markus Beckedahl wies an diesem Punkt auf die Kampagne<a href="https://digitalegesellschaft.de/2012/11/neue-vodafone-kampagne-gestartet-die-freiheit-nehm-ich-dir/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Die Freiheit nehme ich dir“</a> der Digitalen Gesellschaft hin, die sich in Deutschland mit einem vergleichbaren problematischen Bezahlmodell von Vodafone auseinander setzt.</p>
<h3>Öffentliches oder privates Gut?</h3>
<p>Scott spitzte die Auseinandersetzung auf folgende Polarität zu: Entweder betrachte man das Internet als öffentliches Gut, das allen zustehe, oder man stufe es als ein privates Gut ein, dessen Vermarktung seinem Eigentümer obliege. Vodafone vertrete in diesem Fall ein „Modell der Knappheit“: Je knapper die Ressource (schneller Internetzugang), desto höher ihr Preis (folglich ein diskriminierungsbasiertes Bezahlmodell). Dem sei das „Modell des Überflusses“ entgegenzusetzen – ergo: diskriminierungsfreier Datenverkehr.</p>
<p>An diesem Punkt wies Scott auf die Bedeutung der Netzneutralität hin: Sie würde nicht nur Meinungsfreiheit, sondern auch Innovationen fördern. Die EU liege auch deshalb in puncto Internet-Innovationen hinter den Vereinigten Staaten zurück, weil sie stärker ins Netz eingreife.</p>
<p>Auf Nachfrage von politik-digital.de, ob er eher Konzerne oder Regierungen als gefährlich für die Netzneutralität betrachte, antwortete Scott, dass in Demokratien die Gefährdung durch den Staat keine Rolle spiele. Vielmehr seien die Gewinninteressen von Firmen im Auge zu behalten. Von politik-digital.de auf die derzeit laufende internationale Konferenz <a href="http://politik-digital.de/world-conference-on-international-telecommunications-wcit-in-dubai/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WCIT</a> angesprochen, äußerte Scott, er sehe darin keine Gefahr für die Netzneutralität – wahrscheinlich käme keine Einigung zugunsten einer Regulierung zustande. Ein Problem sieht Ben Scott hingegen darin, dass Staaten versuchen könnten, ihre innenpolitisch motivierten Wirtschaftsinteressen durch eine internationale Netzregulierung durchzusetzen. Wie es aussieht, wird Netzneutralität auch in nächster Zeit ein wichtiges Thema sein, das nicht vernachlässigt werden sollte.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-121978 alignleft" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Der Nazi-Melder</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der-nazi-melder-5359/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 15:42:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Herrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Weißbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Radke]]></category>
		<category><![CDATA[Klaas Heufer-Umlauf]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Hitzelsberger]]></category>
		<category><![CDATA[Störungsmelder]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit online]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt Lux]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/stoerungsmelder.jpg" align="absbottom" height="154" width="355" /><br />
„Wir müssen reden. Über Nazis!“ Und genau das wird getan beim Störungsmelder-Blog von Zeit Online. Prominente, Betroffene, Fachleute, Schüler berichten von ihren eigenen Erfahrungen mit Nazis und diskutieren über Gefahren von Rechts. politik-digital.de stellt das Blog gegen Rechtsextremismus vor. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/stoerungsmelder.jpg" align="absbottom" height="154" width="355" /><br />
„Wir müssen reden. Über Nazis!“ Und genau das wird getan beim Störungsmelder-Blog von Zeit Online. Prominente, Betroffene, Fachleute, Schüler berichten von ihren eigenen Erfahrungen mit Nazis und diskutieren über Gefahren von Rechts. politik-digital.de stellt das Blog gegen Rechtsextremismus vor. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<i>Seit einigen Wochen stellen wir im Rahmen einer Reihe mehrere Blogs und ihre Autoren vor. Damit wollen wir auf Blogger aufmerksam machen, die ihre Gedanken, politischen Ansichten und Interessen auf sehr persönliche oder besonders kreative Art und Weise äußern. In den vergangenen Wochen haben wir bereits den <a href="/sprengsatz-erfolgreiche-one-man-show" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Sprengsatz“</a> von Michael Spreng, <a href="/fremdwoerterbuch-muslimisch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„ein fremdwoerterbuch“</a> von Kübra Gümüsay und <a href="/streit-erwuenscht-video-blog-%E2%80%9Etalk-to-the-enemy%E2%80%9C" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Talk to the Enemy&quot;</a> von Katrin Eigendorf und Sabine Streich vorgestellt. Porträtiert werden die Entstehung der Blogs und die Absichten ihrer Autoren, und wir reden mit den Bloggern über ihre Erfolge ebenso wie über Finanzierungsmöglichkeiten und die Zukunftsaussichten ihrer Weblogs. Besonders originelle, humorvolle oder kritische Beiträge werden angesprochen. Dabei geht es uns nicht nur darum, interessante Blogs darzustellen, sondern auch um die Menschen hinter den Texten, und darum, zu zeigen, was sie bewegt.<br />
</i>
</p>
<p>
Der Zeit Online-Redakteur <a href="http://community.zeit.de/user/christian-bangel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Bangel</a> gründete den Störungsmelder gegen Rechtsextremismus Ende 2007. Unterstützt wird das Blog unter anderem von dem Verein <a href="http://www.gesichtzeigen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Gesicht Zeigen!“</a> und den Magazinen <a href="http://www.fluter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„fluter.de“</a> und <a href="http://www.intro.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„intro.de“</a>. Johannes Radke ist freier Journalist mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus und Jugendkultur und betreut den Störungsmelder seit 2009 für Zeit Online. politik-digital.de sprach mit ihm über die Motivation und die Erfahrungen der Macher des Blogs.<br />
Zwei Grundideen stehen hinter dem Störungsmelder: Zum einem will man über Rechtsextremismus berichten,  zum anderen sollen junge Menschen, die mit dem Thema konfrontiert werden, die Möglichkeit erhalten, über ihre Erfahrungen zu schreiben. Die Redaktion ist bestrebt, konstant über dieses wichtige Thema zu informieren. Im Gegensatz zu anderen Zeitungen und Onlineportalen, in denen über Rechtspopulismus, Islamophobie und Neonazis nur dann berichtet wird, wenn ein aktuelles Ereignis das Thema Rechtsextremismus wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, wie zuletzt nach den Ereignissen in Oslo. Ein noch viel größeres Anliegen ist es den Gründern jedoch, „jungen Leuten, auch und gerade aus der Provinz, eine Plattform zu bieten, über ihre Probleme und Erfahrungen mit Rechtsextremen zu berichten“, so Radke im Interview mit politik-digital.de. Wichtig dabei sei die Möglichkeit, anonym schreiben zu können, da Jugendliche sich durchaus in Gefahr begeben können, wenn sie über die rechte Szene in ihrem Heimatort berichten.
</p>
<p>
Bereits ein Jahr nach der Gründung wurde das Projekt mit dem <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2008/06/12/weblog-%E2%80%9Estorungsmelder%E2%80%9C-gewinnt-grimme-online-award_122" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grimme Online Award</a> für sein vorbildliches Engagement gegen Rechts ausgezeichnet.<br />
Während man ursprünglich auf eine in erster Linie junge Leserschaft zielte, die sich für das Thema interessiert oder persönliche Erfahrungen damit gesammelt hat, sind die Nutzer mittlerweile sehr vielschichtig. „Wir haben viele Lehrer und Sozialarbeiter, aber auch Politiker, die sich mit diesen Themen einfach zwangsläufig beschäftigen oder eigene Erfahrungen mit Rechtsextremen gemacht haben. Auch die lesen und kommentieren unser Blog“. Die Hauptzielgruppe ist und bleibt dennoch eine junge, insbesondere wenn es darum geht, eigene Beiträge auf dem Blog zu verfassen.
</p>
<p>
Anfänglich war es für die Gründer nicht ganz leicht, junge Menschen zu motivieren , „die noch neben der Schule Zeit und Lust haben, sich journalistisch zu engagieren“ und sich gegen Rechts und für mehr Toleranz einzusetzen, so Radke. So kam man auf die Idee, Prominente für das Projekt zu gewinnen, weil die sich am ehesten Gehör bei Jugendlichen verschaffen und sie zum Schreiben motivieren können. Auch das war keine einfache Aufgabe: „Es ist erst einmal schwierig, überhaupt einen Promi zu finden, der sich mit dem Thema auskennt oder selbst Erfahrungen mit der rechten Szene gemacht hat und auch darüber spricht. Dass er sich dann noch hinsetzt und Zeit und Arbeit investiert, um uns zu unterstützen, ist sehr selten“, sagt Johannes Radke. Doch mittlerweile schreiben Prominente wie der Fernsehmoderator <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/11/22/storungsmelder-on-tour-in-nurnberg_5046">Markus Kavka</a>, der ehemalige Nationalfußballer <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/thomas-hitzlsperger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Hitzelsberger</a> und MTV-Moderator <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/author/klaas-heufer-umlauf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klaas Heufer-Umlauf</a> beim Störungsmelder – selbstverständlich ehrenamtlich, wie alle anderen Autoren auch.
</p>
<p>
Aber auch Politiker engagieren sich beim Störungsmelder und berichten von eigenen Erfahrungen oder von Initiativen gegen Rechts. „Bei uns schreiben zum Beispiel <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/author/benedikt-lux" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Benedikt Lux</a> und <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/author/clara-herrmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clara Herrmann</a> von den Grünen, <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/author/martin-paetzold" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Pätzold</a> von der Berliner CDU, <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/author/petra-pau" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petra Pau</a> von den Linken und <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/author/fabian-weissbarth" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fabian Weißbarth</a> von den Jusos“. Viele von ihnen beschäftigen sich in ihrem politischen Alltag oft und intensiv mit dem Thema und können demnach viele interessante Artikel beitragen, ergänzt Radke.
</p>
<p>
Besonders erfolgreich ist die Zusammenarbeit mit Promis gegen die rechtsextreme Szene dann, wenn sie beim „Störungsmelder auf Tour“ aktiv sind. Hinter dem Offline-Projekt steckt die Berliner Initiative „Gesicht zeigen“. Sie leistet an Schulen Aufklärungsarbeit über die Gefahren von Rassismus und Rechtsextremismus, indem sie mit den Schülern Workshops durchführt. „Besonders gut kommt das Projekt bei den Schülern an, wenn ein Prominenter mit dabei ist. „Es ist einfach was anderes, wenn ein Promi in die Schule geht und sagt, komm, lasst uns über Rassismus reden, als wenn das ein Lehrer tut. Schüler hören einfach lieber Bela B von den Ärzten zu, als wenn da ein Pädagoge mit erhobenem Zeigefinger kommt“. Radke berichtet weiter, dass er Fälle kennt, in denen Jugendliche, die in der rechten Szene noch keine gefestigte Position hatten, wieder auf den richtigen Weg gebracht werden konnten. Auch der Blog verfehlt seine Wirkung nicht: „Wir stellen in der einen oder anderen Diskussion immer wieder fest, dass sich unser Engagement lohnt, vor allem bei Menschen, die ‘an-politisiert‚ aber noch nicht völlig im &#8216;rechten Fahrwasser&#8217;. Natürlich hat das keine Wirkung auf Personen aus dem NPD-Kader“, ergänzt Radke.
</p>
<p>
Der Störungsmelder hat sich längst als wichtige Stimme im Netz etabliert. Beiträge über besonders strittige Themen bekommen große Resonanz.  Demnach kamen wie nicht anders zu erwarten viele Reaktionen auf den Terroranschlag in Norwegen. Doch auch Ereignisse, die es sonst nicht in die überregionale Presse schaffen, erreichen manchmal viele Klickzahlen und werden häufig kommentiert. Radke nennt als Beispiel eine Jugendinitiative in einem kleinen brandenburgischen Ort, die ein Fußballspiel gegen Rechtsextremismus organisiert: „Ein tolles Positivbeispiel, über so etwas schreiben wir gerne im Blog, um zu zeigen, was man gegen Rechte unternehmen kann“. Die Umsetzung des Spiels wurde letztlich von der lokalen Nazi-Szene bedroht und musste deshalb abgesagt werden, weil es den Platzwächtern zu riskant wurde. „Solche Themen werden dann über Facebook und Twitter weiterverbreitet. Die Leute schreiben dort: &#8216;Guckt doch mal, das ist ein <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/07/13/fc-energie-cottbus-beugt-sich-dem-druck-der-npd_1159" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Skandal</a>&#8216;, woraufhin die Klickzahlen enorm steigen“. Weniger erfreulich ist es für die Macher des Störungsmelders, wenn auch Resonanz aus der rechtsextremen Szene auf solche Meldungen kommt. Radke dazu:<br />
„Dass sie reagieren, sehe ich an den Klickzahlen und den Kommentaren, die ich löschen muss“. Häufig werde der Ärger über das Aufdecken lokaler Skandale auf bekannten Nazi-Seiten bekundet und zum „Pöbeln“ aufgerufen. „Da kommen dann manchmal in einer Stunde 20 Kommentare, das löschen wir dann natürlich“. Gemäßigte Kritik ist aber durchaus erwünscht. „Das gehört dazu, Auseinandersetzungen sind wichtig“, betont Radke.
</p>
<p>
Für die Zukunft wünscht der Störungsmelder-Blogger sich, dass noch mehr junge, engagierte Menschen sich melden, um beim Störungsmelder mitzuarbeiten. „Je mehr Autoren wir haben, desto mehr Leute können wir erreichen und desto mehr Missstände können wir aufzeigen“. Radke freut sich über jeden Autor, der Lust hat, beim Störungsmelder zu schreiben. Interessenten können sich per <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/autor-werden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Mail</a> bewerben und haben gute Chancen, veröffentlicht zu werden.
</p>
<p>
Der Störungsmelder leistet eine erfolgreiche und sehr wichtige Arbeit gegen Rassismus und Rechtsradikalismus. Wie gewalttätig Nazis zum Teil vorgehen, wird in Videos und Artikeln <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/02/20/dresden-neonazis-griffen-alternatives-kulturzentrum-an_5740">plastisch beschrieben</a>. Auch über rechtspopulistische Blogs wie <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/07/27/pi-news-der-hassblog-der-rechtspopulisten_6714" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Politically Incorrect“</a> wird ausführlich berichtet. Es versteht sich von selbst, dass sich die Autoren auch mit positiven Beispielen wie <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/07/08/parteienkonsens-gegen-rechts_6655" target="_blank" rel="noopener noreferrer">friedlichen Demonstrationen und Initiativen </a>gegen Rechts befassen. Der Störungsmelder verdient Aufmerksamkeit. Die Autoren können mit ihren Texten und Initiativen tatsächlich etwas bewirken im Kampf gegen radikale und gewalttätige Rechte.</p>
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		<title>Zukunft des politischen Fernsehens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 16:08:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Woche vor dem Wahltag scheint der TV-Wahlkampf beendet, jedenfalls aus der Sicht von Peter Frey, dem Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios. Etwas kurios wirkt es nun, dass ausgerechnet eine ZDF-Produktion im inhaltsleersten Wahlkampf der letzten Jahre ein Experiment wagte, das für beides die Lösung bietet. Mit “Erst fragen, dann wählen” kommen die Themen zurück und werden in Fernsehen und Internet gesehen, kommentiert und hinterfragt.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche vor dem Wahltag scheint der TV-Wahlkampf beendet, jedenfalls aus der Sicht von Peter Frey, dem Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios. Etwas kurios wirkt es nun, dass ausgerechnet eine ZDF-Produktion im inhaltsleersten Wahlkampf der letzten Jahre ein Experiment wagte, das für beides die Lösung bietet. Mit “Erst fragen, dann wählen” kommen die Themen zurück und werden in Fernsehen und Internet gesehen, kommentiert und hinterfragt.</p>
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<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/844988?inPopup=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/steinmeierwahlzentrale-300x166.jpg" alt="Steinmeier bei zdf.info" title="Steinmeier bei zdf.info" vspace="5" width="237" align="left" height="147" hspace="5" /></a>Fast 3000 Fragen hat das ZDF gemeinsam mit seinen Partnern von meinVZ und ZEIT Online eingesammelt und die Spitzenkandidaten aller Parteien eingeladen, diese zu beantworten. Und bis auf die Kanzlerin Angela Merkel nahmen alle Kandidaten die Einladung an. Am Samstag bereits stellten sich Guido Westerwelle und Peter Ramsauer den Fragen, am Sonntag folgten Frank-Walter Steinmeier, Jürgen Trittin und zuletzt Gregor Gysi.
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In Zeiten von immer ähnlicher werdenden Formulierungen wirkte es schon etwas bedrohlich, wenn eine weitere Talkshow den Politikern eine Bühne gibt. Wo soll man noch den Unterschied zwischen Unser Land kann mehr” und “Deutschland kann es besser” fest stellen? Was bedeutet es für unser Land, Atomkraft als “Brückentechnologie” zu nutzen oder so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umzustellen?
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<b>Netzpolitik </b>
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Auch auf dem Gebiet der Netzpolitik sind die Äußerungen von Grünen, Linken, Liberalen und Piraten kaum noch zu unterscheieden. Die Parteien streiten mit nahezu identischen Aussagen um die Deutungshoheit über die Begriffe. In jeder Talkshow formulieren Politiker ihre glatt geschliffenen Aussagen und die Wahlprogramme helfen nicht beider Aufklärung.
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<p><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/844668?inPopup=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/westerwellemoderatoren-300x168.jpg" alt="Westerwelle bei ZDF.info" title="Westerwelle bei ZDF.info" vspace="5" width="231" align="right" height="129" hspace="5" /></a></p>
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Wenn es auch etwas überzogen klingt, das ZDF hat mit seinem Format “Erst fragen, dann wählen” einen Weg aus dem Dilemma aufgezeigt. Die direkte Einmischung von Zuschauern, Wählern im Studio und Chattern auf allen Kanälen zwingt Politiker, ihre Aussagen zu konkretisieren. Die Wählerinnen und Wähler lassen sich eben nicht mehr mit Plattitüden abspeisen, sondern wollen genau wissen, wohin Politik gehen soll. In der heutigen Ausgabe mussten sich sowohl Steinmeier als auch Trittin die Mühe machen, ihre Aussagen zu präzisieren – nachdem das Feedback aus einer Studenten-WG über Liveschaltung und aus dem Netz über Twitter es in die Sendung schaffte.
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In einem weiteren Punkt hat das Format Dämme gebrochen, die den Wahlkampf bisher so hektisch und inhaltsleer machten. Statt eines konzentrierten Programms von 45 Minuten mit unzähligen Talkgästen räumt das ZDF jedem Kandidaten fast 90 Minuten Zeit ein. Natürlich entsteht so für den Zuschauer und vor allem für die Moderatoren und Mitarbeiter ein Marathon – doch zum ersten Mal hat man am Ende das Gefühl, eine angemessene Auseinandersetzung mit den Themen erlebt zu haben.
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<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/845028?inPopup=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/trittintalk-300x169.jpg" alt="Trittin bei ZDF.info" title="Trittin bei ZDF.info" vspace="5" width="228" align="left" height="128" hspace="5" /></a>Fast 80% sind in einer spontanten und unrepräsentativen Befragung daher der Meinung, die Sendung sei “einfach nur super” und gehöre in das ZDF-Hauptprogramm. Der Sendeplatz auf dem ZDF-Infokanal kann auch in Kombination mit Live-Streams auf meinVZ und ZEIT Online nicht darüber hinweg täuschen, dass einem solchen Format viel mehr Aufmerksamkeit gebührt.
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Das ZDF hat ein Experiment gewagt, das die Zukunft des politischen Fernsehens sein kann. Besonders beeindruckend ist das in einem so einschläfernden Wahlkampf wie in diesem Jahr.
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(Zuerst erschienen auf <a href="http://www.homopoliticus.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">homopoliticus.de</a>)</p>
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