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	<title>Benjamin Bergemann &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Benjamin Bergemann &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Datenjournalismus: Die zwei Seiten der Transparenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 10:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer mehr Journalisten bauen ihre Beiträge auf umfangreiche Datensätze auf, die sie oftmals selbst recherchieren, interpretieren und visualisieren. Aktuellstes Beispiel ist die sogenannte „Wikigate-Affäre“, die Veröffentlichung von geheimen US-Diplomatenberichten auf Wikileaks, von Autoren weltweit lesergerecht aufbereitet. politik-digital.de hat bei den Experten nachgefragt: Wie steht es um den deutschen Datenjournalismus?
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr Journalisten bauen ihre Beiträge auf umfangreiche Datensätze auf, die sie oftmals selbst recherchieren, interpretieren und visualisieren. Aktuellstes Beispiel ist die sogenannte „Wikigate-Affäre“, die Veröffentlichung von geheimen US-Diplomatenberichten auf Wikileaks, von Autoren weltweit lesergerecht aufbereitet. politik-digital.de hat bei den Experten nachgefragt: Wie steht es um den deutschen Datenjournalismus?<br />
<!--break--><br />
&#8220;Datenjournalismus steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen&#8221;, sagt Georgi Kobilarov. Er ist Softwareentwickler im Bereich &#8220;Semantic Web&#8221; und hat unter anderen für die British Broadcasting Corporation (BBC) gearbeitet. Er setzt sich dafür ein, dass eine Infrastruktur für offene Daten und damit auch für Datenjournalismus in Deutschland entsteht. So organisiert Kobilarov das alle fünf bis sechs Wochen stattfindende <a href="http://www.meetup.com/Datenjournalismus-Berlin/calendar/15181051/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Berliner Datenjournalisten-Treffen&#8221;</a>. Er bemängelt fehlende staatliche Open-Data-Projekte wie in Großbritannien, gibt sich aber zugleich kämpferisch: &#8220;In Deutschland muss um jeden einzelnen Datenwert gekämpft werden. Die Leute müssen scrapen und hacken.&#8221;<br />
<b>Werkzeuge zum Selbermachen</b><br />
Scrapen [engl: to scrape = schaben, kratzen] meint in diesem Fall das Auffinden und &#8220;Einsammeln&#8221; von Informationen, um diese in einem maschinenlesbaren Datensatz zusammenzuführen. Aus diesen Datensätzen können dann journalistische Geschichten – oft in Form von Visualisierungen – entstehen. Scrapen bedeutet damit Unabhängigkeit von staatlicher Datenaufbereitung. Grenzen setzen nur noch Fantasie und Programmierkenntnisse. Ein aktuelles Beispiel für den Einsatz eines Scrapers ist Gregor Aischs Visualisierung zu den „<a href="/infovis-bundestag-nebeneinkuenfte-abgeordnete-parteispenden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nebeneinkünften deutscher Bundestagsabgeordneter</a>“.<br />
&nbsp;</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://scraperwiki.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" title="Screenshot Scraper Wiki" alt="Screenshot Scraper Wiki" src="/wp-content/uploads/101126_scraperwiki400x249.jpg" width="400" height="249" /></a></div>
<p>&nbsp;<br />
Wer sich im Scrapen probieren möchte, findet im &#8220;<a href="http://scraperwiki.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ScraperWiki</a>&#8221; dazu quelloffene und kostenlose Werkzeuge. Auf der Webseite gibt es zudem Anleitungen und &#8220;fertige&#8221; Rohdatensätze. Auch für die Visualisierung der Daten finden sich im Netz zahlreiche Möglichkeiten. Ein viel genutztes Werkzeug ist das kostenlose &#8220;<a href="http://www-958.ibm.com/software/data/cognos/manyeyes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Many Eyes</a>&#8221; von IBM, das unter anderem die TAZ in ihrem noch jungen Open-Data-Blog benutzt, z.B. bei der Visualisierung &#8220;<a href="http://blogs.taz.de/open-data/2010/10/17/ein_streit_ueber_den_sinn_einer_gruenen_partei/#more-4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Grünen in den Bundesländern</a>&#8220;.<br />
<b>Grafische Aufbereitung nötig, aber kein Selbstzweck</b><br />
&#8220;Die Datenerfassung und die Verfügbarkeit von Datensätzen wird weiter zunehmen. In der Natur der Sache liegt es, auf interaktive Visualisierungen und Anwendungen zum Filtern der großen Datensätze zu setzen&#8221;, betont auch Datenjournalist <a href="http://blog.zeit.de/open-data/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lorenz Matzat</a>. Gut zu beobachten ist dies zur Zeit bei der <a href="http://www.spiegel.de/flash/flash-24857.html#tab=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufbereitung der geheimen US-Depeschen</a> durch Spiegel-Online. Die textlastige Umsetzung wird der Wikileaks-Datenflut nicht gerecht. Deutlich wird dies auch im Vergleich mit den interaktiven Aufarbeitungen der Protokolle durch den <a href="http://www.guardian.co.uk/world/the-war-logs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guardian</a>. Bei den zuvor veröffentlichten <a href="http://www.spiegel.de/thema/irak_protokolle_2010/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Irak-Protokollen&#8221;</a> setzten die Spiegel-Redakteure ebenfalls auf interaktive Karten samt Leseanleitungen.<br />
&nbsp;</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://www.spiegel.de/thema/irak_protokolle_2010/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" title="&quot;Der Spiegel&quot; Irak-Protokolle" alt="&quot;Der Spiegel&quot; Irak-Protokolle" src="/wp-content/uploads/101126_spiegelirak400x282.jpg" width="400" height="282" /></a></div>
<p>&nbsp;<br />
Ein Problem des &#8220;Data-Driven-Journalism&#8221; ist die Visualisierung zum Selbstzweck, oder wie Kobilarov es nennt: des &#8220;Visualization-Porn&#8221;. Dies sei im noch jungen Datenjournalismus allerdings unvermeidlich, denn die User würden zunächst mit den neuen Möglichkeiten herumprobieren, meint der Software-Experte. Früher oder später führe aber der Weg zum nutzenorientierten Einsatz, nämlich &#8220;eine Story oder Aussage auf eine Weise zu erzählen, die mit Worten umständlicher wäre als mit Graphen&#8221;, so Kobilarov weiter.<br />
<b>Deutsche Visualisierung zeigt, wie es gehen kann</b><br />
Der Lernprozess beginnt dabei nicht erst bei der Aufbereitung, sondern schon bei der Herangehensweise an neue Geschichten. Untersucht der Journalist vorhandene Datensätze auf eine gezielte Fragestellung hin? Entdeckt er die Geschichte in den Datensätzen selbst? Oder muss der Autor für seine Story erst Daten erheben? Letzteres unternahmen Johannes Radke und seine Kollegen vom Tagesspiegel und der ZEIT bei der &#8220;<a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/todesopfer-rechter-gewalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Visualisierung der Todesopfer rechter Gewalt von 1990 – 2010</a>&#8220;. Während ihrer Recherche fanden Sie heraus, dass es mindestens 137 Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland gebe. Die Polizeistatistik geht dagegen von nur 47 Toten aus. Bereits im Jahr 2000 erschien im Tagesspiegel und in der Frankfurter Rundschau eine Liste mit Todesopfern rechter Gewalt. Bei der Neuauflage 2010 entschieden sich die Redakteure für eine interaktive Karte.<br />
&nbsp;</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/todesopfer-rechter-gewalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" title="&quot;DIE ZEIT&quot; Todesopfer rechter Gewalt" alt="&quot;DIE ZEIT&quot; Todesopfer rechter Gewalt" src="/wp-content/uploads/101126_zeitrechtsextremvis400x276.jpg" width="400" height="276" /></a></div>
<p>&nbsp;<br />
Die User können auf dieser Karte sowohl die deutschlandweiten Ausmaße von Rechtsextremismus analysieren, als auch Fälle direkt vor ihrer Haustür finden. Radke und seinen Kollegen war es zudem wichtig mit der Karte &#8220;das Klischee zu entkräften, dass Rechtsextremismus angeblich ein rein ostdeutsches Problem ist.&#8221; Trotz intensiver Recherche erhebt die Karte keinen Anspruch auf Vollständigkeit: &#8220;Wir haben einige Hinweise von Usern auf weitere Verdachtsfälle erhalten, denen wir jetzt nachgehen&#8221;, so Radke. Resonanz gab es nicht nur von einzelnen Bürgern: Auf Grundlage von Radkes Recherchen arbeite die Bundestagsfraktion der Linkspartei derzeit an einer Großen Anfrage zur Diskrepanz zwischen offizieller und inoffizieller Opferzahl, so der Autor.<br />
<b>Auf die Bürger hören – auf die Insel schauen</b><br />
Michael Kreil, selbstständig im Bereich Datenvisualisierung, mahnt dagegen dass die &#8220;Deutungshoheit nicht bei einer kleinen Gruppe von Menschen [den Journalisten<i>, die Red.</i>] liegen darf&#8221;. Da Daten verschiedene Interpretationen und Schlußfolgerungen erlauben, stecke der Mehrwert darin, &#8220;unterschiedliche Interpretationen zu vergleichen, gegeneinander abzuwiegen und darüber zu diskutieren&#8221;. Datenjournalismus macht den Berufsjournalisten und die großen Medienhäuser dabei nicht überflüssig, wie der Guardian zeigt: Auf dessen &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Data-Blog</a>&#8221; arbeiten Vollzeit-Journalisten mit ihren Usern zusammen. Sie stellen Daten bereit und zeigen Visualisierungsbeispiele – fragen am Ende aber immer: &#8220;What can you do with this data? &#8211; Was kannst du mit den Daten machen?&#8221;</p>
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		<item>
		<title>Zocken für mehr Verständnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 17:35:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendmedienschutzstaatsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern-LAN]]></category>
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					<description><![CDATA[Mütter werfen mit Rauchgranaten, Väter legen Bomben und Lehrer geben ihren Kollegen &#34;Headshots&#34;. Nein, das ist nicht die gewalttätige Eskalation der Hamburger Schulproteste, sondern ein Counter-Strike-Duell auf der Eltern-LAN-Party. Hier können Erwachsene  ausprobieren, was ihnen oft hinter Kinderzimmertüren verborgen bleibt. politik-digital.de hat mitgespielt.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mütter werfen mit Rauchgranaten, Väter legen Bomben und Lehrer geben ihren Kollegen &quot;Headshots&quot;. Nein, das ist nicht die gewalttätige Eskalation der Hamburger Schulproteste, sondern ein Counter-Strike-Duell auf der Eltern-LAN-Party. Hier können Erwachsene  ausprobieren, was ihnen oft hinter Kinderzimmertüren verborgen bleibt. politik-digital.de hat mitgespielt.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p align="justify">
Siegesgewiss rase ich, Vetreter der &quot;Generation Gameboy&quot;, im Rennspiel <a href="http://www.trackmania-the-game.de:8080/tmu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Trackmania&quot;</a> auf die Bestzeit zu. Auf der Zielgeraden macht mir &quot;freifaller&quot; den Sieg doch noch streitig. &quot;freifaller&quot; heißt im wirklichen Leben Marc Thieme, ist von Beruf Sozialpädagoge und mehr als doppelt so alt wie ich. Bei seiner Arbeit als Familienhelfer trifft er zunehmend auf Kinder, die spielsüchtig sind. Um ihnen besser helfen zu können, ist er auf der Eltern-LAN. Von &quot;Killerspiel&quot;-Verboten hält er nichts: &quot;Nur wenn man Spiele erlaubt, kann man über sie diskutieren.&quot; Dies habe er auch bei der Erziehung seiner Kinder beherzigt – und außerdem mit ihnen gespielt. &quot;Manchmal sitze ich selber bis 2 Uhr vor dem Rechner&quot;, gibt der Strategiespielfan zu.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100920_elternlan3_6.jpg" align="middle" height="300" width="400" />
</p>
<p>
<b>Zocken für Verständnis</b>
</p>
<p>
Solche Erfahrung und Offenheit bei Computerspielen ist in der Elterngeneration selten. &quot;Die Eltern haben neben Berührungsängsten auch einfach Angst, nicht mehr mitzukommen mit ihren Kindern&quot;, sagt Moderator Tobias Miller. Der Medienpädagoge ist Redaktionsleiter der Computerspieleplattform spielbar.de, einem Angebot der <a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/5OSRWT,0,ElternLAN_Eine_LANParty_nur_f%FCr_Eltern.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundeszentrale für politische Bildung</a> und moderiert die LAN-Party. <a href="http://www.spielbar.de/neu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spielbar.de</a> veranstaltet zusammen mit dem E-Sports-Unternehmen <a href="http://www.bpb.de/http://www.turtle-entertainment.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Turtle Entertainment</a> und weiteren Partnern die Veranstaltungsreihe &quot;Eltern-LAN&quot;.
</p>
<p>
In den mehrstündigen Workshops erhalten Eltern, Lehrkräfte und Pädagogen zunächst eine kleine Einführung ins Thema, kommen dann aber schnell zur Sache. Zum Warmwerden zocken sie gemeinsam das Autorennspiel &quot;Trackmania Nations&quot;, anschließend flimmert bereits Counter-Strike, für viele der Inbegriff der sogenannten &quot;Killerspiele&quot; über die Bildschirme. Mit Rat und Tat zur Seite stehen dabei spielerfahrene Pädagogen und Profi-Gamer aus der <a href="http://www.esl.eu/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electronic Sports League</a> (ESL), auf deren Tipps so mancher Sprössling daheim neidisch wäre. Nach dem Spielen diskutieren die Teilnehmer über die gewonnen Eindrücke, anschließend steht der Besuch eines ESL-Spieltags auf dem Programm.
</p>
<p>
<b>Nachholbedarf bei den Eltern</b>
</p>
<p>
&quot;Am Ende des Tages können die meisten Teilnehmer die Faszination ihrer Kinder für Spiele besser nachvollziehen&quot;, so Miller. Tatsächlich erfüllen schon nach kurzer Zeit Rufe wie &quot;Wer hat mich abgeschossen?&quot;, &quot;Brauche ich Rauchgranaten?&quot; oder &quot;Autsch, voll von der Seite!&quot; den Raum.
</p>
<p>
Ruhiger geht es dagegen am Tisch von Frank Kopf zu. Sichtlich bemüht mit der Steuerung der Ego-Perspektive schleicht er durch die Spielwelt von Counter-Strike. &quot;Ich kann die Faszination hieran nicht nachvollziehen, toleriere solche Spiele aber&quot;, erzählt er nach einem weiteren virtuellen Tod. Kopf unterrichtet in Niedersachsen das Wahlpflichtfach Medienkunde und ist selbst Vater zweier Söhne, 21 und 25 Jahre alt. In seinem Haus sind &quot;Ballerspiele&quot; tabu – seine Frau will es so. Andere Computerspiele haben seine Söhne trotzdem gespielt. Kopf habe aber mit ihnen über die Spiele gesprochen. Er sieht sich damit als Ausnahme: &quot;In der Mehrheit interessiert es die meisten Eltern wenig, was ihre Sprösslinge da spielen.&quot; In seinem Unterricht säßen Schüler morgens mit rot unterlaufenen Augen, weil sie &quot;nach Hause kommen und bis in die Nacht nur zocken&quot;, berichtet Kopf. Er wolle näher dran sein an seinen Schülern – deshalb ist er auf der Eltern-LAN.
</p>
<p>
Die EDV-Dozentin Gudrun Pannier arbeitet in der Erwachsenenbildung. Mit ihren Computerkursen versucht sie, auch über Spiele aufzuklären und hat sich die Stunden im Lehrplan dafür hart &quot;erkämpft&quot;, wie sie sagt. Auf der Eltern-LAN will sie einmal sehen, &quot;wie andere es so machen&quot; mit der Spiele-Aufklärung. Bei vielen Eltern beobachte sie Vorurteile und Unwissenheit. Clan-Webseiten würden da schonmal als rechtsradikale Inhalte eingestuft, &quot;nur weil sie einen schwarzen Hintergrund mit Totenköpfen haben&quot;, berichtet Pannier von den Sorgen der Eltern.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100920_elternlan2.jpg" align="middle" height="300" width="400" />
</p>
<p>
<b>Alle müssen dazulernen </b>
</p>
<p>
Für die Beteiligten steht fest: ein Patentrezept für den bewussten Umgang mit Computerspielen gibt es nicht. Die Mehrheit der LAN-Teilnehmer sieht die Hauptverantwortung allerdings bei den Eltern –  die zugleich auch die meiste Kritik in Sachen Interesse am Thema einstecken müssen. Doch sie sind am nähesten dran an den Jüngsten oder wie Miller es sagt: &quot;Jugendmedienschutz endet an der Haustür.&quot;
</p>
<p>
Laut Miller sollte medienpädagogische Präventionsarbeit &quot;so früh wie möglich beginnen&quot;. Dies gelte nicht nur für Computerspiele, sondern auch für Online-Inhalte: &quot;Restriktive Regelungen halte ich aufgrund des internationalen Bezugs des Internets für fragwürdig.&quot; Interessant sind solche Äußerungen vor allem im Hinblick auf den Neuentwurf des <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/forderungen-jmstv.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV)</a>, der Alters-Einstufungen – ähnlich wie bei Filmen und Spielen – auch für Online-Inhalte vorsieht.
</p>
<p>
Ob bei Eltern, Lehrern oder Politikern: &quot;Aufklärung ist auf allen Ebenen nötig&quot;, bringt es eine anwesende Berliner Medienpädagogin auf den Punkt. Die für den Herbst geplante Bundestags-LAN-Party setzt genau an dieser Stelle an.</p>
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			</item>
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		<title>Netzpolitische Bewegung in der Union</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitische-bewegung-in-der-union-4981/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 17:04:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Volksparteien müssen CDU und CSU viele Strömungen vereinen. Das zeigt sich insbesondere bei der Netzpolitik. Zwischen Innovationsfreudigen, Lernwilligen und Internetregulierern ist &#34;die&#34; netzpolitische Leitlinie nicht immer klar erkennbar. In der Serie &#34;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&#34; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Volksparteien müssen CDU und CSU viele Strömungen vereinen. Das zeigt sich insbesondere bei der Netzpolitik. Zwischen Innovationsfreudigen, Lernwilligen und Internetregulierern ist &quot;die&quot; netzpolitische Leitlinie nicht immer klar erkennbar. In der Serie &quot;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&quot; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Koalitionsvertrag sorgt für Aufschub</b>
</p>
<p>
Die Unionsfraktion verabschiedete in der vergangenen Legislaturperiode das Zugangserschwerungsgesetz – damals noch in der Großen Koalition mit der SPD. Die Union wurde für viele User zum roten Tuch in Sachen Netzpolitik. Die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) personifizierte als &quot;Zensursula&quot; die geplanten Internetsperren – und wurde zur Zielscheibe des Protests.
</p>
<p>
Die neue schwarz-gelbe Regierung setzte Netzsperren unter der Prämisse &quot;Löschen statt Sperren&quot; zunächst aus. Im <a href="http://openenquete.wordpress.com/2010/06/07/open-enquete-stellt-sich-vor-sebastian-blumenthal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrag</a> ist zu lesen, das Problem werde nach einem Jahr ergebnisoffen neubewertet. Laut dem stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Michael Kretschmer (CDU), befinde sich die Union derzeit in der Meinungsfindung. Für ihn müsse eine Lösung &quot;auch den Sachverstand der Netzaktiven und der Branchenverbände einbeziehen&quot;, so der Bundestagsabgeordnete zu politik-digital.de. Am 26. Oktober 2010 wird der Koalitionsvertrag ein Jahr alt. Es stünde also &#8211; wenn man vom Unterzeichnungsdatum ausgeht &#8211; die Evaluation der Netzsperren an.  
</p>
<p>
Aufgeschoben hat man auch die umstrittene Vorratsdatenspeicherung. Der staatliche Zugriff auf die Telekommunikations- und Verbindungsdaten der Bürger wurde im Koalitionsvertrag lediglich ausgesetzt. Stattdessen ließ man das Bundesverfassungsgericht entscheiden (politik-digital.de <a href="/jetzige-vorratsdatenspeicherung-verfassungswidrig" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete</a>). Die Vorratsdatenspeicherung wurde zwar in ihrer damaligen Form für verfassungswidrig erklärt, doch eine EU-Richtlinie verpflichtet Deutschland zu einem neuen Gesetzentwurf.
</p>
<p>
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</p>
<div align="center">
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</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht diese Aufgabe bei Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Er wolle seine Kabinettskollegin bei der Planung &quot;drängend unterstützen&quot;, sagte er in einem <a href="/de-maiziere-cdu-urteil-vorratsdatenspeicherung-bundesverfassungsgericht-Innenminister" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten Statement nach der Urteilsverkündung</a>. Ein neuer Gesetzesentwurf lässt jedoch auf sich warten.  </p>
<p>Und Aufschub, die Dritte: Der Koalitionsvertrag verspricht die Gründung einer &quot;Stiftung Datenschutz&quot;. Von dieser existiert bislang wenig &#8211; abgesehen von einem internen Eckpunktepapier (mehr dazu im <a href="/parteien-im-netz-fdp-netzpolitik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP-Artikel der Serie</a> &quot;Parteien im Netz&quot;).
</p>
<p>
<b>Starkes Urheberrecht – aber wie?</b>
</p>
<p>
&quot;Das Internet darf kein urheberrechtsfreier Raum sein&quot;, steht im Koalitionsvertrag. Urheberrechtsfreiheit im Internet sei &quot;digitaler Kommunismus&quot;, sagt Dorothee Bär, stellvertretende Generalsekretärin der CSU und Bundestagsabgeordnete gegenüber politik-digital.de. In Sachen Urheberrecht weiß die Union eigentlich nur, was sie nicht will: die Kulturflatrate. Eine solche monatliche Pauschalabgabe belaste die Bürger unabhängig von der tatsächlichen Nutzung geschützter Inhalte, argumentiert Bär. Bei Lösungsansätzen bleibt die Union vage.
</p>
<p>
Konkreter sind da die Pläne zur Einführung eines &quot;Leistungsschutzrechts für Presseverlage&quot; (mehr dazu im <a href="/parteien-im-netz-fdp-netzpolitik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP-Artikel der Serie</a>), welche ebenfalls im Koalitionsvertrag verankert sind.
</p>
<p>
<b>Alleinstellungsmerkmal gesucht</b>
</p>
<p>
Der Koalitionsvertrag lässt vielfach Spielräume, um alte Beschlüsse zu überdenken und sich netzpolitisch neu aufzustellen – siehe Zugangserschwerungsgesetz. Jedoch entstand der Koalitionsvertrag in Zusammenarbeit mit der FDP. Es bleibt also die Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal der Unions-Netzpolitik. Kretschmer beruft sich hierzu auf die CDU-Werte &quot;Freiheit, Sicherheit und Solidarität&quot;. In der Netzpolitik werde &quot;die Abwägung zwischen &#8216;Freiheit&#8217; und &#8216;Sicherheit&#8217; sicherlich eine wichtige Rolle spielen&quot;, sagte er gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
Eindeutig positionierte sich vor kurzem die Junge Union (JU). In &quot;<a href="http://www.junge-union.de/media/resolutions/147266_DLRat_Beschluss_Netzpolitik.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiheit und Verantwortung – Plädoyer für eine moderne Netzpolitik</a>&quot;, spricht sich der Deutschlandrat der CDU/CSU-Jugendorganisation gegen ein Leistungsschutzrecht und für &quot;Löschen statt Sperren&quot; aus. Einen Internetminister hält die JU für &quot;dringend erforderlich&quot;. Netzpolitisch relevant ist dieser Beschluss, weil der JU-Vorsitzende Philipp Mißfelder und seine Stellvertreterin Dorothee Bär schon jetzt einflussreiche Positionen in CDU und CSU innehaben und ihre Stellung in der Union noch stärken könnten. Für Stefan Hennewig ist &quot;Netzpolitik ein klassisches Thema, wo die Junge Union die CDU treiben kann&quot;, so der Bereichsleiter Internes Management und Online-Wahlkämpfer der CDU zu politik-digital.de
</p>
<p>
<b>Offline-Gremienarbeit</b>
</p>
<p>
Die CDU/CSU-Fraktion diskutiert Netzpolitik in einem eigenen Gesprächskreis. Dieser ist offen für alle Parteimitglieder. Prominentester Teilnehmer ist CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Durch ihn soll der Gesprächskreis und damit Netzpolitik parteipolitischen Stellenwert erlangen. Für netzpolitische Expertise sorgen unter anderen die Mitglieder der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot;</a> im Bundestag, Thomas Jarzombek und Peter Tauber. Standpunkte werden virtuell diskutiert und im eigenen Wiki festgehalten. Dieses liegt allerdings im parteiinternen <a href="http://www.cdunet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDUnet</a> und ist nicht öffentlich zugänglich. Eine Online-Präsenz hat die Runde anders als <a href="http://netzpolitik.vorwaerts.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihr SPD-Pendant</a> nicht. politik-digital.de erfuhr nur auf Nachfrage bei der CDU-Pressestelle vom netzpolitischen Gesprächskreis.
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Ebenfalls &quot;offline&quot; trifft sich unter Vorsitz von Dorothee Bär der <a href="http://www.csu.de/partei/unsere_politik/bildung_wissen/medienpolitik/94011059.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzrat der CSU</a>. In diesem Gremium wolle man &quot;eine Internetpolitik für die CSU entwickeln, um im Netz als kompetenter Diskussionsteilnehmer und politischer Ansprechpartner wahrgenommen zu werden&quot;, so Bär. Laut der stellvertretenden CSU-Genrealsekretärin setzt der Netzrat vor allem auf Sachverstand von außen. Neben dem CSU-Enquête-Mitglied Reinhard Brandl gehören vier Experten der Runde an, unter anderen der Rechtsprofessor Dirk Heckmann. Bär hat zudem angekündigt, den Chaos Computer Club <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32387/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in das „schlanke Expertengremium“ einzuladen</a>. Auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt versuche, so oft wie möglich dem Netzrat beizuwohnen, heißt aus der CSU-Parteizentrale. Konkrete Auskunft, wie die Nutzer an der Arbeit des Rates beteiligt werden, konnte die Partei auf Anfrage von politik-digital.de nicht geben.
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<b>Online-Programmdiskussion</b>
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Offener in Sachen Partizipation ist die Junge Union Bayern. Die Anträge zur Landesversammlung 2010 <a href="http://antragsdebatte2010.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wurden online diskutiert</a>. Auch Nicht-Mitglieder konnten sich beteiligen.
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Die CSU sammelt ebenfalls online Ideen. So kann man in der Aktion &quot;<a href="http://www.csu.de/partei/leitbild_2010plus/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitbild 2010plus</a>&quot; in Foren und <a href="http://www.facebook.com/pages/CSU-Leitbild-2010plus/266395351891?v=wall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Facebook</a> Vorschläge für die Zukunft der Partei machen, die dann auf dem CSU-Parteitag 2010 Gehör finden sollen. Laut Bär diskutiere man in diesem Zusammenhang auch über bessere Online-Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger und Parteibasis.
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Bei der Schwesterpartei findet Partizipation im <a href="http://www.cdunet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDUnet</a> statt. Um mitmachen zu können, muss man allerdings Parteimitglied sein. Nach CDU-Angaben hat hier im Jahr 2001 der erste &quot;Online-Parteitag&quot; stattgefunden. 2007 konnte man online am <a href="http://www.grundsatzprogramm.cdu.de/page/31.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grundsatzprogramm</a> mitarbeiten. Aktuell entwerfe man &quot;einige netzpolitischen Positionen der CDU&quot; im internen Wiki, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kretschmer auf Anfrage von politik-digital.de. Fazit: Textarbeit dominiert bei der CDU auch in 2010. Webbasierte Mitglieder- und Unterstützerkampagnen, wie bei der Linkspartei oder den Grünen, sucht man bei der Union außerhalb des inzwischen stark heruntergefahrenen Wahlkampfnetzwerks &quot;<a href="http://www.team2009.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Team Deutschland</a>&quot; vergeblich.
</p>
<p>
Stefan Hennewig ist &quot;stolz darauf, dass wir als einzige Partei seit Mitte der 90er Jahre ein offenes <a href="http://diskussion.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diskussionsforum </a>anbieten&quot;, sagte er 2009 <a href="/stefan-hennewig-interview-team-deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im politik-digital.de-Interview</a>. Auch wenn man dem Forum sein Alter ansieht, gibt es hier noch täglich neue Beiträge.
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<p>
Das Blog der Union findet man unter <a href="http://blogfraktion.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">blogfraktion.de</a>. Ein großes Thema ist die Internet-Enquête, aber auch nicht-netzpolitische Themen werden angesprochen.
</p>
<p>
<b>Das Personal – ein weites Feld</b>
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<p>
Auf der einen Seite stehen hier die Regulierer. Ursula von der Leyen ist wohl das prominenteste Beispiel. Es gibt aber innerhalb der Union noch andere Befürworter von mehr staatlichem Eingriff im Internet. So sei <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,707877,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut der bayerischen Justizministerin Beate Merk</a> &quot;die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig.&quot; Der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident <a href="http://www.nrw.de/presse/ministerpraesident-ruettgers-im-internet-ist-nicht-alles-erlaubt-9436/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Rüttgers sagte anlässlich der Eröffnung</a> des Kölner Medienforums im Juni 2010: &quot;Es kann nicht sein, dass im Internet alles erlaubt ist.&quot;
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Zwischen den Stühlen sitzt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Sein Projekt &quot;Perspektiven deutscher Netzpolitik&quot; war für ihn <a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;ein Forum, auf dem ich öffentlich lernen durfte&quot;</a>. Der Internet-Enquête-Vorsitzende Axel E. Fischer (CDU) bezeichnet sich <a href="/fischer-internet-enquete-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im politik-digital.de-Videointerview</a> als &quot;durchschnittlichen Anwender&quot;, sagt aber auch, dass er sich &quot;in zwei Jahren anders im Internet bewegen wird als heute.&quot; Ein Indiz: Seit Juli 2010 <a href="http://twitter.com/axel_fischer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twittert Axel E. Fischer</a>.
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Die netzpolitischen Experten runden das Meinungsspektrum ab:
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<a href="http://www.michaelkretschmer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100811_kretschmer80x96.jpg" alt="Quelle: www.michaelkretschmer.de" title="Quelle: www.michaelkretschmer.de" align="left" height="96" width="80" />Michael Kretschmer</a> (CDU) ist als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion maßgeblich mitverantwortlich für die Medienpolitik der Union, gilt als einer der Initiatoren der Enquête-Kommission und bezieht klar Stellung gegen das Zugangserschwerungsgesetz. &quot;Eine Sperre ist nur eine Scheinlösung&quot;, sagte er zu politik-digital.de. Er setzt sich zudem <a href="http://blogfraktion.de/2010/06/25/open-access-konsequent-oder-unverschaemt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für OpenAccess</a> und OpenData ein.
</p>
<p>
<a href="http://www.petertauber.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100811_tauber70x95.jpg" alt="Quelle: www.petertauber.de" title="Quelle: www.petertauber.de" align="right" height="95" width="70" />Peter Tauber</a> (CDU) ist Mitglied in der Enquête-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot;. Im <a href="/test-enquete-kommission-internet-digitale-gesellschaft-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Mitgliedertest</a> von politik-digital.de war Tauber der beste CDU-Abgeordnete. Und er beweist Lernfähigkeit: Damals führte das Nicht-Vorhandensein eines Blogs noch zur Abwertung. Hier <a href="http://petertauber.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">legte Tauber nach</a>. Außerdem lädt der Historiker wöchentlich <a href="http://twitter.com/petertauber/status/19915456750" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit seiner &quot;Freitagsfrage&quot; zur (virtuellen) Diskussion</a> ein.
</p>
<p>
<a href="http://www.dorothee-baer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100811_b__r80x96.jpg" alt="Quelle: www.dorothee-baer.de" title="Quelle: www.dorothee-baer.de" align="left" height="96" width="80" />Dorothee Bär</a> (CSU) ist seit dieser Legislaturperiode nur noch stellvertetendes Mitglied im &quot;Unterausschuss Neue Medien&quot; im Bundestag. Trotzdem ist die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sehr präsent in Sachen Netzpolitik. Für die CSU war sie die einzige Vertreterin in der Arbeitsgruppe, die die Bereiche Kultur und Medien des christlich-liberalen Koalitionsvertrags verhandelt hat. Bär sitzt auch in der <a href="http://www.deutschercomputerspielpreis.de/11.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jury des deutschen Computerspielpreises</a>. Übrigens: Gegenüber politik-digital.de gab sie an, das iPad &quot;bestimmt zwei Wochen&quot; länger als ihre FDP-Kollegen zu besitzen.
</p>
<p><b></b></p>
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		<item>
		<title>Die Stadtverbesserer-App</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 11:31:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[maerker.brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Schlaglöcher, Graffiti, überquellende Mülleimer – im Netz gibt es immer mehr Angebote für Bürger, die täglichen Ärgernisse in der Nachbarschaft publik zu machen. Mit „<a href="http://www.werdenktwas.de/kommunen/wdw-anliegen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WDW&#124;Anliegen</a>“ ist das – für iPhone-Besitzer – nun auch unterwegs möglich. Der Hersteller „werdenktwas“ folgt damit dem englischen Bürgerbeteiligungs-Angebot „<a href="http://www.fixmystreet.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fixmystreet.com</a>“, für das es schon länger Mobil-Applikationen gibt.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schlaglöcher, Graffiti, überquellende Mülleimer – im Netz gibt es immer mehr Angebote für Bürger, die täglichen Ärgernisse in der Nachbarschaft publik zu machen. Mit „<a href="http://www.werdenktwas.de/kommunen/wdw-anliegen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WDW|Anliegen</a>“ ist das – für iPhone-Besitzer – nun auch unterwegs möglich. Der Hersteller „werdenktwas“ folgt damit dem englischen Bürgerbeteiligungs-Angebot „<a href="http://www.fixmystreet.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fixmystreet.com</a>“, für das es schon länger Mobil-Applikationen gibt.<br />
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100806_iphone183x320.jpg" alt="Bild iPhone: 3Gstore.de CC-BY Lizenz; Bild Musterstadt: mit Genehmigung von werdenktwas; Montage von politik-digital.de" title="Bild iPhone: 3Gstore.de CC-BY Lizenz; Bild Musterstadt: mit Genehmigung von werdenktwas; Montage von politik-digital.de" align="left" height="320" width="183" />
</p>
<p>
„WDW|Anliegen“ besitzt eine zentrale Datenbank, die eingeschickte Meldungen über Vandalismus, Müll oder beschädigte Infrastruktur speichert und auf einer Landkarte abbildet. Allerdings werden die Anliegen in der Gratis-Version lediglich erfasst – eine Weiterleitung an die zuständigen Stellen erfolgt nicht. Es gibt auch keine Kontrolle darüber, ob die zuständige Behörde das Anliegen bemerkt oder eventuell schon bearbeitet hat.
</p>
<p>
Kommunen können aber von „WDW|Anliegen“ auch eine Premium-Version kaufen. Die funktioniert wie das bereits bekannte „<a href="http://www.markaspot.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mark-a-Spot</a>“ oder „<a href="http://maerker.brandenburg.de/lis/list.php?page=maerker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">maerker.brandenburg</a>“ – ergänzt um <a href="http://itunes.apple.com/de/app/wer-denkt-was/id381986360?mt=8&amp;ign-mpt=uo%3D4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die </a><a href="http://itunes.apple.com/de/app/wer-denkt-was/id381986360?mt=8&amp;ign-mpt=uo%3D4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iPhone-Applikation</a>. Alle Beiträge werden dann direkt an die Verwaltung geleitet und der Bearbeitungsstand wird für alle Bürger offen gelegt.
</p>
<p>
Eine Android-Variante sowie eine Mobil-Webseite für Geräte aller Hersteller sei in Vorbereitung, sagte Tobias Klug von „werdenktwas“ zu politik-digital.de.</p>
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		<title>Linkspartei: Netzpolitik gesucht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/linkspartei-netzpolitik-gesucht-4972/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 10:51:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Abschaffung der Hartz-IV Gesetze, Mindestlohn und „Raus aus Afghanistan“: Offline ist klar, wo die Linkspartei steht. Die Schnittmenge von sozialer Gerechtigkeit und Netzpolitik sucht die Partei derzeit noch. In der Serie &#34;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&#34; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter? 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abschaffung der Hartz-IV Gesetze, Mindestlohn und „Raus aus Afghanistan“: Offline ist klar, wo die Linkspartei steht. Die Schnittmenge von sozialer Gerechtigkeit und Netzpolitik sucht die Partei derzeit noch. In der Serie &quot;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&quot; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter? </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Glaubwürdiges Abstimmungsverhalten</b>
</p>
<p>
Die brisanten Themen vorweg: Bei den jüngsten netzpolitisch-relevanten Abstimmungen lehnte die Linkspartei <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/vorratsdatenspeicherung-636-140.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorratsdatenspeicherung</a>, <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zugangserschwerungsgesetz</a> (Zensursula) und das <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/swift_abkommen_ii-106-283.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SWIFT-Abkommen</a> ab. Allerdings sollte man hierbei auch beachten, dass die Partei bei diesen Abstimmungen immer aus der Opposition heraus agierte. Die SPD zum Beispiel hat es als Regierungspartei der Großen Koalition in der Zensursula-Debatte ungleich schwerer gehabt (mehr dazu im <a href="/parteien-im-netz-spd-netzpolitik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Artikel der politik-digital.de-Serie</a>). Aber: Die Linksfraktion im Bundestag <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/die-linke-legt-aufhebungsgesetz-vor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">war die erste Fraktion</a>, die am 27. Januar 2010 einen <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/006/1700646.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetzentwurf zur Aufhebung</a> des umstrittenen Zugangserschwerungsgesetzes vorgelegt hat. Bei diesem Thema zog die SPD – nun ebenfalls in der Opposition – erst später nach.
</p>
<p>
<b>Ein netzpolitisches Profil schaffen</b>
</p>
<p>
„Linke Netzpolitik ist gerade in der Entwicklung“, gibt Halina Wawzyniak, Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende, im <a href="/halina-wawzyniak-enquete-kommission-bundestag-netzpolitik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de-Video-Interview</a> zu. Als Themenschwerpunkte ihrer Partei nennt Wawzyniak Netzneutralität (im Sinne von „offenes Netz“), Internetzugang für Jedermann und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Das Leitmotiv „Soziale Gerechtigkeit“ lässt sich daran bereits erahnen. Aber welche Ideen hat die Linkspartei, um aus dem Leitmotiv netzpolitische Praxis zu machen?
</p>
<p>
<b>Die Teilhabe aller sichern</b>
</p>
<p>
Für Wawzyniak ist soziale Gerechtigkeit „die Verwirklichung der Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger an der Gesellschaft“. Diese Teilhabe schließe auch Breitbandinternet ein. Die Partei „Die Linke“ sieht hier den Staat in der Pflicht. „Breitband-Internet-Anschlüsse in den gesetzlichen Universaldienst aufnehmen“ fordert das <a href="http://die-linke.de/fileadmin/download/wahlen/pdf/LinkePV_LWP_BTW_090703b.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2009</a>.
</p>
<p>
Zur Teilhabe im Netz gehören auch „konkrete Strategien, um Medienkompetenz aufbauen zu können“, so Wawzyniak weiter. Diese müsse über die schulische Ausbildung bis ins Alter vermittelt werden. Wie konkrete Strategien allerdings aussehen, bleibt offen.
</p>
<p>
<b>Fair Work im digitalen Zeitalter</b></p>
<p>Besondere Beachtung bei der Linkspartei finden die Kreativschaffenden in der „digitalen Ökonomie“. Damit sind zum Beispiel (Online-)Journalisten und Softwareentwickler gemeint. In deren Arbeitswelt sehe man „neue Formen von Ausbeutung und Prekarisierung“, heißt es in einer Erklärung der Linkspartei zur Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ im Bundestag. Schon das Bundestagswahlprogramm 2009 forderte einen &quot;sozial verantwortlichen Umgang&quot; mit Kreativschaffenden. Dazu gehörten unter anderem die Achtung von Arbeitszeitgesetzen und mehr Festanstellungen in der Branche. Weiterhin schlägt das Wahlprogramm ein „Fair Work- Siegel“ für Spiele, Programme und Online-Angebote vor. </p>
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Genauer betrachtet sind das Probleme, die bereits „offline“ bestanden &#8211; beispielweise bei Freischaffenden in der Medienbranche, die schon vor dem Internetboom mit ungewissen Zukunftsaussichten leben mussten. Für die Linkspartei gehört es zu einer sozial gerechten Netzpolitik, hier Regelungen zu schaffen. „Die Gesellschaft von gestern ist nicht auf die Gesellschaft von heute übertragbar“, begründet Wawzyniak die besondere Beachtung der Arbeitsverhältnisse im politik-digital.de-Video-Interview. Auch in der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet-Enquête</a> wolle man das Thema ansprechen, hieß es in der Erklärung der Linkspartei zur Kommission im Bundestag. Bisher ist das nicht geschehen: Auf die offizielle Agenda der Enquete-Kommission hat es das Thema nicht geschafft.
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<b>Open Source gegen Abhängigkeit von Konzernen</b></p>
<p>Die Linkspartei unterstützt die Nutzung quelloffener Software (Open Source). Vor allem öffentliche Verwaltungen sollen verstärkt Open-Source-Lösungen einsetzen, so Wawzyniak im Gespräch mit politik-digital.de. Freie Software sei nicht nur kostengünstig und sicher, sondern auch „ein wichtiger Beitrag zur Umgehung von Konzernzwängen“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende.</p>
<p><b>Offene Daten laden zum Mitmachen ein</b></p>
<p>In Sachen elektronischer Partizipation empfiehlt Wawzyniak vor allem „niedrigschwellige Angebote“ zu schaffen, die für alle Bürger zugänglich sind. Auch &quot;Open Data&quot; könne zur Partizipation beitragen, denn frei zugängliche Informationen ließen Bürger und Medien an der politischen Diskussion teilhaben. „Haushaltsdaten und Sozialstrukturdaten müssen maschinenlesbar veröffentlicht werden“, so Wawzyniak weiter.</p>
<p><b>Urheberrechtsdebatte zeitgemäß führen</b></p>
<p>Ein klares Konzept, wie man das Urheberrecht in Zukunft organisieren will, hat die Partei bislang nicht vorgelegt. Enquête-Mitglied Petra Sitte fordert in einer <a href="http://www.petra-sitte.de/fileadmin/17._Wahlperiode/Presse/100505_0591_enquete_pshwa.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung vom 5. Mai 2010</a>, „das Urheberrecht nicht zu verschärfen“. Ihre Parteikollegin Wawzyniak macht gegenüber politik-digital.de deutlich, dass „Regelungen aus Zeiten physischer Informationsträger nicht mehr die richtigen Antworten geben.“ Auch ein Leistungsschutzrecht für Verlage (mehr dazu im <a href="/parteien-im-netz-fdp-netzpolitik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP-Artikel der politik-digital.de-Serie</a>) lehne die Linkspartei ab.</p>
<p><b>Netzpolitik betrifft alle</b></p>
<p>Ein zentrales Gremium zur Netzpolitik gibt es bei der Linkspartei nicht. Man wolle vermeiden, dass Netzpolitik in einem „abgeschlossenen Kreis von Experten“ diskutiert wird, so <a href="/mark-seibert-interview-linksaktiv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mark Seibert</a> aus der Öffentlichkeitsarbeit. Die gesamte Partei solle sich mit Netzpolitik beschäftigen. Dennoch sind auch verschiedene Arbeitsgemeinschaften (AGs) mit dem Thema betraut: die AG Netzpolitik der Bundestagsfraktion, die <a href="http://die-linke.de/partei/zusammenschluesse/bag_buergerrechte_und_demokratie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesarbeitsgemeinschaft Bürgerrechte und Demokratie</a> sowie die <a href="http://digitale-demokratie.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AG Digitale Demokratie</a>. Die Aktivität der Letztgenannten stagniert. Der <a href="http://twitter.com/binaer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">letzte Tweet</a> datiert vom 19. Februar 2010, der <a href="http://digitale-demokratie.org/2010/macht-und-verwaltung-im-postinstitutionellen-staat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuellste Blogeintrag</a> vom 28. Mai. Aktiver geht es auf <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale-linke.de</a> zu. Hier wird aus Partei, Bundestags- und Landtagsfraktionen zu netzpolitischen Themen gebloggt.</p>
<p><b>Transparenz und Spieltrieb</b></p>
<p>Auf ihren Webpräsenzen setzen die Linkspartei vor allem auf „nüchterne Information“, so Seibert weiter: „Wir haben Entertainment weitgehend verbannt.“ Stattdessen ermögliche man Transparenz durch Information. Als Beispiel dafür führt er die Veröffentlichung der „kompletten Wahl- und Kommunikationsstrategie“ der Linken an.
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Mitmachen und Kommunizieren kann man auf der Community-Plattform <a href="http://linksaktiv.de/linksaktiv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">linksaktiv.de</a> und in den bekannten sozialen Netzwerken. Beachtenswert auf linksaktiv.de sind die sogenannten „Missionen“ &#8211; die aber auch in Netzwerken anderer Parteien genutzt werden. „Linksaktivisten“ erledigen Aufgaben wie „Mach bei Online-Umfrage XY mit!“ oder „Betreue einen Infostand!“ und bekommen dafür Punkte. „Perspektivisch wird es auch ein Belohnungssystem für die Punkte geben“, teilt Seibert mit. Nach seinen Angaben funktioniere die Aktionsform erstaunlich gut und sei „mehr als bloße Spielerei“. linksaktiv.de hat ca. 3500 Mitglieder (Stand: 16. Juli 2010). </p>
<p><b>Online-Ergebnisse nutzen</b></p>
<p>Laut Seibert versucht die Linkspartei, relevante Threads in Online-Diskussionen zu beobachten und „Ergebnisse gegebenenfalls zu verwerten.“ In Zukunft soll auch die Programmdebatte „verstärkt elektronisch geführt werden.“ Ein digitales Antragsverfahren wolle die Partei hierzu schaffen. Eine „Linke-App“ sei ebenfalls in Planung, lässt Seibert wissen. Auf seinem Blog findet sich übrigens eine <a href="http://www.mark.linkeblogs.de/twitternde-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liste der Twitter-Kanäle rund um die Partei „Die Linke“</a>. </p>
<p><b>Die Macher</b>
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100804_wawzyniak80x96.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Bundestagsfraktion DIE LINKE." title="gefunden auf: bundestag.de © Bundestagsfraktion DIE LINKE." align="left" height="96" width="80" /><a href="http://www.wawzyniak.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Halina Wawzyniak</a> ist eine wichtige Ansprechpartnerin für Netzpolitik in der Linkspartei. Die stellvertretende Parteivorsitzende ist zugleich Obfrau ihrer Partei in der Internet-Enquête. <a href="http://blog.wawzyniak.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sie bloggt</a> auch über nicht-netzpolitische Themen und <a href="http://twitter.com/Halina_Waw/status/19814865053" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twittert selbst aus dem Urlaub</a>. Halina Wawzyniak ist zudem Gründungsmitglied im <a href="http://opendata-network.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenData Network e.V.</a> und der Beweis dafür, dass <a href="http://twitter.com/Halina_Waw/status/16132636902" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht nur liberale Politiker iPad-Fans sind</a>.
</p>
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100804_sitte70x95.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © DIG/Trialon/ DIG/Trialon" title="gefunden auf: bundestag.de © DIG/Trialon/ DIG/Trialon" align="right" height="95" width="70" />Ein weiteres Internet-Enquête-Mitglied der Linkspartei ist <a href="http://www.petra-sitte.de/index.php?id=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petra Sitte</a>. Die Sprecherin für Forschung und Technologie der Linkspartei-Bundestagsfraktion ist auch Mitglied im <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/a22_neue_medien/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unterausschuss Neue Medien</a>. In der Enquête-Kommission wird sie nach der Sommerpause nur noch stellvertretendes Mitglied sein. Sie ist aber weiterhin in der Arbeitsgruppe Urheberrecht aktiv. Sittes schwache Präsenz im Web 2.0 hat sich nicht verbessert. Diese war politik-digital.de schon beim <a href="/test-enquete-kommission-internet-digitale-gesellschaft-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Mitgliedertest</a> keine Punkte wert. </p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100804_behrens80x96.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Herbert Behrens" title="gefunden auf: bundestag.de © Herbert Behrens" align="left" height="96" width="80" />An Sittes Stelle in der Enquête tritt Herbert Behrens, stellvertrender Vorsitzender des „Unterausschuss Neue Medien“. Der frühere Gewerkschafter sollte sich zunächst in das Thema Netzpolitik einarbeiten – deshalb der Positionswechsel, heißt es aus dem Büro von Petra Sitte. Behrens machte jüngst vor dem deutschen Bundestag klar, dass die Einsetzung der Internet-Enquête ohne die Linkspartei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=roKrKxW2JFA&amp;feature=player_embedded" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„parteipolitische Profilierung“ war</a>. Behrens Webpräsenz ist noch ausbaufähig. Er besitzt keine wirklich eigenständige Homepage und <a href="http://lcmsbehrens.linkes-cms.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nutzt stattdessen das Linke-CMS</a>. Auch einen Twitter-Kanal oder Blog von ihm sucht man vergebens. Immerhin findet man ihn bei <a href="http://de-de.facebook.com/people/Herbert-Behrens/100001120115957" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und <a href="http://www.meinvz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinVZ</a>.
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von <a href="/user/fmelching">Felix Melching</a>.</i>
</p>
<p><b></b></p>
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 30)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Wikileaks enthüllt geheime Afghanistan-Dokumente im Internet, Neonazis entstellen die Webpräsenz von Gedenkstätte, Piratenpartei entwickelt sich weiter, ein Amerikaner entblößt Facebook und das älteste Twitter-Mitglied entschläft - eine Woche World Wide Web in der Linkliste.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wikileaks enthüllt geheime Afghanistan-Dokumente im Internet, Neonazis entstellen die Webpräsenz von Gedenkstätte, Piratenpartei entwickelt sich weiter, ein Amerikaner entblößt Facebook und das älteste Twitter-Mitglied entschläft &#8211; eine Woche World Wide Web in der Linkliste.</p>
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</p>
<p>
<b>Die Kriegstagebücher im Netzspiegel</b>
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<p>
Das Enthüllungsnetzwerk <a href="http://wikileaks.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikileaks</a> rüttelte mit der Veröffentlichung geheimer Dokumente aus dem Afghanistankonflikt die Welt auf. Neben der inhaltlichen Brisanz sind die Wikileaks-Enthüllungen auch für die Rolle des Internets richtungsweisend. <a href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E417946A71DBA431387D8E364B4820764~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">faz.net bietet eine Zusammenfassung</a> über Struktur und Arbeitsweise des Portals. Der Spiegel hat neben seinen exklusiven Vorveröffentlichungen auch ein <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,708464,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit Wikileaks-Gründer</a> Julian Assange zu bieten. Interaktiv aufbereitet wurden die Daten vom britischen <a href="http://www.guardian.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guardian</a>. Für die Nutzer gibt es <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2010/jul/27/wikileaks-afghanistan-data-datajournalism#data" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kartenanwendungen und Statistiken</a> sowie eine <a href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/video/2010/jul/25/afghanistan-war-logs-video-tutorial" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Anleitung</a> zum Lesen der Dokumente. <a href="http://taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/doppelter-triumph/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">taz.de sprach mit dem deutschen Wikileaks Sprecher</a> Daniel Schmitt und <a href="http://carta.info/31259/friedensnobelpreis-fuer-wikileaks/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carta fordert gar den Friedensnobelpreis</a> für die Macher.
</p>
<p>
<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neonazis-zerstoeren-Buchenwald-Internetseite-1047380.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Neonazis hacken Buchenwald-Seite</b></a>
</p>
<p>
Einem offensichtlich rechtsradikalen Hackerangriff ist die <a href="http://www.buchenwald.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webpräsenz der Gedenkstätte Buchenwald</a> zum Opfer gefallen. Wie <a href="http://www.heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise.de</a> berichtet, sei auf der Startseite nur noch rechte Propaganda sichtbar gewesen. Des Weiteren setzten die Täter Links zu holocaustleugnenden Inhalten und löschten das Totenbuch.
</p>
<p>
<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/piratenpartei-flaute-und-spass-dabei-1.980672" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Piratenpartei – Noch Wind in den Segeln?</b></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sueddeutsche.de</a> hat eine Bestandsaufnahme der Piratenpartei vorgenommen. Die Zeitung bietet eine Rückschau auf den &quot;Zensursula&quot;-Hype und den Bundestagswahlkampf aus dem vergangenen Jahr, einen Einblick in die aktuelle Programmdebatte und eine Abwägung der Zukunftsaussichten. Zu Wort kommen neben bekannteren Piraten auch namhafte Politikwissenschaftler wie politik-digital.de-Vorstand <a href="http://politik-digital.de/user/cbieber" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Bieber</a> und der Parteienforscher Oskar Niedermayer.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/170-millionen-accounts-ausgelesen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Facebook und kein Ende – Diese Woche: Datenklau</b></a>
</p>
<p>
Der amerikanische Sicherheitsforscher Ron Bowes hat ein Programm entwickelt, das Daten von Facebook-Accounts systematisch sammelt und in einer Datenbank speichert. Die Anwendung sowie eine 10 GB große Datenbank aus über 170 Millionen Nutzerprofilen stellt Bowes zum Download zur Verfügung, berichtet <a href="http://taz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">taz.de</a>. Für die Sammlung von noch mehr Informationen fehle ihm nur die nötige Internet-Bandbreite, heißt es im Artikel. Möglich wird solch ein Datenklau vor allem durch unzureichende Privatsphäre-Einstellungen. In diesem Zusammenhang sei der <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/service-datenschutz-privat-trotz-facebook-1.933960" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SZ-Facebookguide</a> empfohlen.
</p>
<p>
<b><a href="http://computer.t-online.de/aelteste-twitter-oma-ivy-bean-gestorben/id_42390602/index" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Älteste Twitter-Nutzerin gestorben</a></b>
</p>
<p>
<a href="http://computer.t-online.de/aelteste-twitter-oma-ivy-bean-gestorben/id_42390602/index" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>Die Engländerin Ivy Bean starb im Alter von 104 Jahren, wie <a href="http://www.t-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">t-online.de </a>berichtet. Seit 2007 war sie in sozialen Netzwerken aktiv. Ivy Bean soll bis zu 16.000 Nachrichten am Tag erhalten haben.</p>
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		<item>
		<title>Obamas Kalender teilen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 13:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Weiße Haus veröffentlicht die Termine von US-Präsident Barack Obama und seines Stellvertreters Joe Biden als digitalen Kalender. Man kann also in Zukunft seine Agenda mit der US-Exekutive abgleichen. Möglich ist dies auf auf <a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.whitehouse.gov</a> via <a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete/feed" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RSS-Feed</a> oder mit einer <a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete/ical" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iCalc-Datei für gängige Kalenderlösungen</a>. Wer seinen Kalender mit Obama teilt, sollte bei der Terminplanung dann besser zweimal hinschauen. Sonst wird aus dem Kartoffelkauf fürs Abendessen schnell ein chinesischer Staatsbesuch.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Weiße Haus veröffentlicht die Termine von US-Präsident Barack Obama und seines Stellvertreters Joe Biden als digitalen Kalender. Man kann also in Zukunft seine Agenda mit der US-Exekutive abgleichen. Möglich ist dies auf auf <a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.whitehouse.gov</a> via <a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete/feed" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RSS-Feed</a> oder mit einer <a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete/ical" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iCalc-Datei für gängige Kalenderlösungen</a>. Wer seinen Kalender mit Obama teilt, sollte bei der Terminplanung dann besser zweimal hinschauen. Sonst wird aus dem Kartoffelkauf fürs Abendessen schnell ein chinesischer Staatsbesuch.</p>
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</p>
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<div style="text-align: center">
<a href="http://www.whitehouse.gov/schedule/complete" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100728_whitehousecal.jpg" alt="White House Schedule" title="White House Schedule" width="401" height="297" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die Aktion ist ein weiterer Schritt der <a href="http://www.whitehouse.gov/open" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Open Government Initiative“ Obamas</a>. Dieser will die „offenste und transparenteste US-Regierung der Geschichte schaffen“, heißt es auf dem <a href="http://www.whitehouse.gov/blog/2010/07/26/president-obama-and-vice-president-biden-s-daily-public-schedules-now-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog des Weißen Hauses</a>. In diesem Zusammenhang startete unter anderem das Projekt „<a href="http://www.data.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Data.gov</a>“. Dort werden öffentliche Daten gesammelt und aufbereitet.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Wir haben viel zu viele Krankenkassen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wir-haben-viel-zu-viele-krankenkassen-4965/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 18:40:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfpauschale]]></category>
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					<description><![CDATA[Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike Flach (FDP) und der Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe Gesundheit im Bundestag, Karl Lauterbach, diskutierten am 28. Juli 2010 im tagesschau-Videochat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de live miteinander - und mit den Nutzern. Ein großes Thema waren die Vor- und Nachteile von Kopfpauschale oder Bürgerversicherung im Gesundheitssystem. <br /><p>&#160;</p><div class="colorbox"><!-- Link zum Öffnen der Colorbox --><a href="/" class="colorbox"><div style="text-align: center"><img src="/sites/politik-digital.de/files/ts-duellchat_320breite.jpg" class="playbutton" height="180" width="320" alt="Tagesschau-Duell-Chat" title="Tagesschau-Duell-Chat" /></div><div style="text-align: center"></div></a><!-- Inhalt der Colorbox --><object height="338" width="601">	<param value="true" name="allowfullscreen">	</param>	<param value="always" name="allowscriptaccess">	</param>	<param value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13727088&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=0&#38;show_byline=0&#38;show_portrait=0&#38;color=00ADEF&#38;fullscreen=1" name="movie">	</param>	<embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13727088&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=0&#38;show_byline=0&#38;show_portrait=0&#38;color=00ADEF&#38;fullscreen=1" height="338" width="601" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" _mce_src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13727088&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=0&#38;show_byline=0&#38;show_portrait=0&#38;color=00ADEF&#38;fullscreen=1"></embed></object></div><noscript><!-- Alternative Anzeige für Besucher ohne Javascript --><center><object height="250" width="300">	<param value="true" name="allowfullscreen">	</param>	<param value="always" name="allowscriptaccess">	</param>	<param value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13727088&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=&#38;fullscreen=1" name="movie">	</param>	<embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13727088&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=&#38;fullscreen=1" height="250" width="300" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" _mce_src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13727088&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=&#38;fullscreen=1"></embed></object></center></noscript><p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike Flach (FDP) und der Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe Gesundheit im Bundestag, Karl Lauterbach, diskutierten am 28. Juli 2010 im tagesschau-Videochat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de live miteinander &#8211; und mit den Nutzern. Ein großes Thema waren die Vor- und Nachteile von Kopfpauschale oder Bürgerversicherung im Gesundheitssystem. </p>
<div class="colorbox"><!-- Link zum Öffnen der Colorbox --><a href="/" class="colorbox"></p>
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		<title>test.de-Expertenchat: Bankberatung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Bernd Brückmann]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Warentest]]></category>
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		<category><![CDATA[Expertenchat]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Baur]]></category>
		<category><![CDATA[Bankberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[Karin Baur und Dr. Bernd Brückmann beantworteten im Expertenchat von Stiftung Warentest am 28. Juli 2010 Fragen zum Thema Bankberatung. Die User stellten Fragen zum Bankentest, Beratungsprotokollen und zu möglichen rechtlichen Schritten bei Falschberatung. Den ganzen Chat gibt es <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/Chat-Bankberatung-Die-Experten-antworten-4116719-4116722/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> zum Nachlesen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Karin Baur und Dr. Bernd Brückmann beantworteten im Expertenchat von Stiftung Warentest am 28. Juli 2010 Fragen zum Thema Bankberatung. Die User stellten Fragen zum Bankentest, Beratungsprotokollen und zu möglichen rechtlichen Schritten bei Falschberatung. Den ganzen Chat gibt es <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/Chat-Bankberatung-Die-Experten-antworten-4116719-4116722/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> zum Nachlesen.</p>
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		<title>Die FDP: Der internetaffine Koalitionspartner</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-fdp-der-internetaffine-koalitionspartner-4963/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 10:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Höferlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[ePetition]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[SWIFT]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangserschwerungsgesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die FDP profiliert sich derzeit als liberale netzpolitische Alternative. Mit ihrer Forderung nach weniger Staat und mehr Wettbewerb im Internet grenzt sich die Partei von der Konkurrenz linkerseits ab. Allerdings muss sie sich als Regierungspartei auch an der (netz)politischen Tagespolitik messen lassen. In der Serie &#34;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&#34; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die FDP profiliert sich derzeit als liberale netzpolitische Alternative. Mit ihrer Forderung nach weniger Staat und mehr Wettbewerb im Internet grenzt sich die Partei von der Konkurrenz linkerseits ab. Allerdings muss sie sich als Regierungspartei auch an der (netz)politischen Tagespolitik messen lassen. In der Serie &quot;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&quot; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?</p>
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<b>Gütesiegel Datenschutz</b>
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<p>
Datenschutz sei ein wichtiger liberaler Grundwert in der Netzpolitik, erklärt Manuel Höferlin, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der FDP-Arbeitsgruppe &quot;IT und Informationsgesellschaft&quot;, im Gespräch mit politik-digital.de: &quot;Jeder muss darüber informiert werden, was mit seinen Daten geschieht&quot;, so Höferlin weiter. Daher vereinbarte die FDP zusammen mit der CDU/CSU die Gründung einer &quot;Stiftung Datenschutz&quot;. Diese solle sowohl Aufklärungsarbeit zum &quot;Selbstdatenschutz&quot; leisten als auch &quot;Dienstleistungen und Produkte auf Datenschutzfreundlichkeit prüfen&quot;, heißt es im <a href="http://openenquete.wordpress.com/2010/06/07/open-enquete-stellt-sich-vor-sebastian-blumenthal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrag</a> vom 26. Oktober 2009. Passiert ist seitdem wenig. Eckpunkte zur Ausgestaltung der Stiftung seien Höferlin zufolge immer noch in Arbeit. Laut einem politik-digital.de vorliegendem Eckpunktepapier der Fraktion plant die FDP auch die Einführung von &quot;Datenschutz-Gütesiegeln&quot;. Mit diesem <a href="http://www.heise.de/ct/meldung/Datenschutznovelle-in-abgespeckter-Form-188502.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorhaben scheiterte die CDU/CSU-Fraktion</a> &#8211; damals noch mit der SPD als Koalitionspartner &#8211; bereits in der vergangenen Legislaturperiode von 2005 bis 2009.
</p>
<p>
<b>Gesetzesrahmen ausschöpfen</b>
</p>
<p>
Kriminalität wolle die FDP nach dem Prinzip online wie offline bekämpfen, so Höferlin zu politik-digital.de. Die meisten Fälle von Kriminalität im Internet seien &quot;weitestgehend strafrechtlich bewehrt&quot;, weil sie auch in der &quot;Offline-Welt&quot; geahndet würden. Als Beispiele nannte er unter anderen Datenmissbrauch, Volksverhetzung und &quot;verbotene Formen von Pornografie&quot;. Hier gelte es zunächst auf vorhandene Gesetze zurückzugreifen, bevor man &quot;übereilte Regelungen für einzelne Sachverhalte schafft&quot;. Trotzdem beobachte man weiterhin aufmerksam, wo es &quot;Rechtslücken im weltweiten Netz&quot; zu schließen gebe, so Höferlin.
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<div style="text-align: center">
<a href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100727_kovertrag400x200.jpg" alt="Koalitionsvertrag 2009" title="Koalitionsvertrag 2009" width="400" height="200" /></a>
</div>
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</p>
<p>
<b>Schwarz-Gelbe Kompromisse</b>
</p>
<p>
In der Abstimmung im Bundestag über das Zugangserschwerungsgesetz im Juni 2009 positionierte sich die damalige Oppositionspartei FDP <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit 88,5 Prozent ihrer Abgeordnetenstimmen</a> contra Netzsperren. In den Koalitionsverhandlungen &#8211; nun Regierungspartei &#8211; <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4865602/Schwarz-Gelb-stoppt-Internetsperren.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erzielten die Liberalen den Kompromiss</a> einer einjährigen Aussetzung des Gesetzes unter der Prämisse &quot;Löschen statt Sperren&quot;. Unterm Strich <a href="http://computer.t-online.de/internet-sperren-cdu-und-fdp-ueberdenken-plaene-zum-sperrgesetz/id_21670640/index" target="_blank" rel="noopener noreferrer">besteht die gesetzliche Infrastruktur für Internetsperren</a> aber weiterhin. Auch eine Gesetzesinitiative, die eine klare Neuregelung beinhaltet, bleibt die FDP bislang schuldig. Hier wartet man wohl die im Koalitionsvertrag vereinbarte Evaluation und &quot;ergebnisoffene Neubewertung&quot; der Situation ab. Diese solle nach einem Jahr &quot;Löschen statt Sperren&quot; vorgenommen werden.
</p>
<p>
<b>Es gilt das Wettbewerbsprinzip</b>
</p>
<p>
In &quot;<a href="http://www.deutschlandprogramm.de/files/653/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Mitte stärken.</a>&quot;, dem FDP-Wahlprogramm für die Bundestagswahlen 2009, ist von der Forderung nach &quot;mehr Wettbewerb&quot; beim Breitband-Ausbau zu lesen. Dies zu gewährleisten müsse Aufgabe des Staates sein. Laut Wahlprogramm führe der Weg zur &quot;Internetrepublik Deutschland&quot; nicht über &quot;gesetzliche Universaldienstverpflichtungen bei der Breitbandversorgung&quot;, sondern über Zusammenarbeit von Unternehmen und bessere Information über mögliche Zugangstechnologien.
</p>
<p>
&quot;Das Prinzip des freien Wettbewerbs&quot; gelte laut Höferlin auch für die Verwendung von Open Source-Software. &quot;Quelloffene Programmierungen&quot; hält er für innovativ und unterstützenswert. Am Ende entscheide jedoch der Markt, was das Beste ist.<b></b>
</p>
<p>
<b>Nein zur kulturellen Pauschalabgabe</b>
</p>
<p>
Nach Auskunft von Höferlin sei die Frage des Urheberrechts eine in der FDP &quot;intensiv geführte Debatte&quot;, deren Ausgang noch offen sei. Wichtig für ihn: Der Autor soll die Entscheidungsgewalt darüber behalten, was mit seinem Werk geschehen darf.
</p>
<p>
Eine &quot;Kulturflatrate&quot; ist für die Liberalen jedenfalls keine Antwort auf Urheberrechtsfragen. FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bezeichnete eine solche Idee in ihrer &quot;<a href="http://carta.info/28969/dokumentation-berliner-rede-zum-urheberrecht-von-sabine-leutheusser-schnarrenberger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Rede zum Urheberrecht</a>&quot; jüngst als eine &quot;Zwangskollektivierung der Rechte&quot;. Die Kulturflatrate, so Leutheusser-Schnarrenberger, hätte einen &quot;gewaltigen Verteilungskampf der Urheber um die Einnahmen zur Folge&quot;. Laut der Justizministerin helfe gegen Urheberrechtsverletzungen vor allem ein funktionierendes legales Angebot. &quot;Wenn der Markt versagt, gedeiht der Schwarzmarkt&quot;, betonte sie in ihrer Rede.
</p>
<p>
<b>Ja zum Leistungsschutzrecht</b>
</p>
<p>
Umstritten ist in diesem Kontext auch die von der FDP geplante Einführung eines Leistungsschutzrechtes. Das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Vorhaben wird <a href="http://irights.info/index.php?q=node/880&amp;Kategorie=Homepage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von Urheberrechtsexperten, Journalisten und Bloggern kritisch beäugt</a>. Durch das Leistungsschutzrecht sollen &quot;Presseerzeugnisse&quot; der Verlage vor gewerblicher Fremdnutzung bewahrt werden. Dies beträfe zum Beispiel Portale wie &quot;<a href="http://news.google.de/news?pz=1&amp;ned=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google News</a>&quot;. Wer also Inhalte Anderer &quot;in einer Weise ausnutzt, die über das bloße Verlinken weit hinausgeht&quot; (Leutheusser-Schnarrenberger) müsste in Zukunft in eine sogenannte &quot;Verwertungsgesellschaft&quot; einzahlen. Bedenken hegen Kritiker vor allem aufgrund des bislang ungeklärten Begriffs des &quot;Presseerzeugnisses&quot;. &quot;Was darf ich zukünftig auf meinem Blog zitieren?&quot;, fragen sich Blogautoren deshalb. Journalisten sind besorgt, ob sie durch die geplante Regelung die Rechte an ihren Texten an Verlage verlieren könnten.
</p>
<p>
<b>Elektronisches Petitionsrecht stärken</b>
</p>
<p>
Die FDP setzt sich für eine Erweiterung des Petitionsrechts auf Bundesebene ein. &quot;Massenpetitionen&quot;, ist im Koalitionsvertrag zu lesen, sollen in Zukunft im &quot;Plenum des deutschen Bundestages&quot; behandelt werden. Gesetzlich verankern wolle man dies nach der Sommerpause, deutete FDP-MdB <a href="http://jimmy-schulz.blogspot.com/2010/07/rede-zum-volksentscheid-auf-bundesebene.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jimmy Schulz in einer Rede zum Thema Petitionen</a> an. Die Liberalen fordern die Anhörung im Plenum, sobald eine Petition innerhalb von zwei Monaten 100.000 Mitzeichner erreicht hat, erläutert Höferlin gegenüber politik-digital.de. Die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Petition</a> bezeichnet er in diesem Zusammenhang als &quot;das nahezu perfekte Vehikel für Demokratie&quot;.
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<div style="text-align: center">
<a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100727_epetition.jpg" alt="Online-Petition " title="Online-Petition" width="400" height="207" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
<b>Open Data unter Vorbehalt des Datenschutzes</b>
</p>
<p>
Höferlin erklärt &quot;Datentransparenz&quot; zum Ziel liberaler Politik. Die &quot;Offenlegung staatlicher Datensammlungen&quot; sei aber nur unter Wahrung des Datenschutzes sinnvoll. Er stellt deshalb zum Beispiel die schwedische Praxis, Steuerdaten eines jeden Bürgers frei zugänglichen zu machen, in Frage.
</p>
<p>
Apropos Datenschutz: Die FDP-Europaparlamentarier stimmten jüngst für das datenschutzrechtlich umstrittene <a href="http://politik-digital.de/swift+bankdatenabkommen+twitter+alvaro+albrecht+euparlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SWIFT-Abkommen</a>, das eine Weitergabe von Daten über Banktransaktionen auch in die USA ermöglicht. In einer <a href="http://jimmy-schulz.blogspot.com/2010/04/rede-vor-dem-deutschen-bundestag-zum.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestagsrede im April 2010</a> forderte Jimmy Schulz noch ausdrücklich ein &quot;hohes Datenschutzniveau beim SWIFT-Abkommen&quot;. In einer <a href="http://www.liberale.de/Nachgebessertes-Swift-Abkommen-verabschiedet/5580c9988i1p69/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung vom 8. Juli</a> bezeichnen die Liberalen den SWIFT-Kompromiss nun als &quot;respektabel&quot;. Trotzdem gesteht man sich im <a href="http://www.liberale.de/files/2027/SWIFT_Argumente.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dazugehörigen Faktenpapier der FDP-Bundestagsfraktion</a> ein, dass die zentrale Forderung nach einer Speicherfristverkürzung der Daten nicht durchgesetzt werden konnte.
</p>
<p>
<b>Liberale Ideen sozial vernetzt</b>
</p>
<p>
Erste FDP-Adresse im Netz ist das &quot;<a href="http://www.liberale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Portal-Liberal</a>&quot;. Der Besucher findet hier eigentlich alles, was die Liberalen von Information bis Partizipation zu bieten haben. Podcasts, Blogs, Diskussionsforen und Verlinkungen zu weiteren Angeboten und Aktionen der Liberalen im Netz nutzen die Möglichkeiten des Web 2.0.
</p>
<p>
Unter <a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">my.fdp.de</a> können sich nicht nur Parteimitglieder, sondern auch &quot;Freidenker&quot;, so der Name für Nicht-Parteimitglieder im Portal, vernetzen. Über 45.000 &quot;Freunde der Freiheit&quot; (Stand: 28. Juli 2010) können hier an Debatten und Fundraising-Kampagnen teilnehmen oder die &quot;Liberale Stellenbörse&quot; nutzen.
</p>
<p>
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<div style="text-align: center">
<a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100727_myfdp.jpg" alt="myfdp" title="myfdp" width="400" height="269" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
Einen neuen Weg in der Online-Partizipation innerhalb der Partei beschreiten die Freidemokraten mit ihrem Internetlandesverband &quot;<a href="http://lvnet.fdp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP LV Net</a>&quot;. Seit dem Jahr 2000 können sich hier Liberale, die wenig Zeit haben oder im Ausland leben, parteipolitisch engagieren. Derzeit kämpft die 560 Mitglieder zählende Gemeinschaft (Stand: 17.06.2010) um ein Antragsrecht beim Bundesparteitag.
</p>
<p>
Das Projekt zeige, dass „digitale Willensbildung funktioniert&quot;, so Höferlin, Vorsitzender des LV Net, zu politik-digital.de. Stolz sei der Internetlandesverband auf den Aufbau von Erfahrung im Bereich der E-Demokratie und deren Umsetzung auf seinen Onlineplattformen. Ziel sei es, E-Partizipation und E-Government in der FDP langfristig „weiterzuentwickeln und zu fördern&quot;, so Höferlin.
</p>
<p>
Beachtenswert ist zudem die Online-Begleitung der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot;</a>. Das <a href="http://www.open-enquete.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP-Fraktions-Blog &quot;Open-Enquête&quot;</a> bietet übersichtlich aufbereitet Aktuelles, Hintergrundinformationen und eine Schnittstelle für Soziale Netzwerke. Hier finden sich auch exklusive Beiträge wie zum Beispiel ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WumO-x-0BP8&amp;feature=player_embedded" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Best-of&quot;-Video der Diskussion zur Netzneutralität</a>. Die offizielle Webseite der Internet-Enquête kann da (noch) nicht mithalten.
</p>
<p>
<b>Drei &quot;vom Fach&quot;</b>
</p>
<p>
In Sachen Netzpolitik setzt die FDP auf handwerkliche Kompetenz. Die drei FDP-Vertreter in der Internet-Enquête im Bundestag Manuel Höferlin, Jimmy Schulz und Sebastian Blumenthal kommen aus der IT-Branche.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100726_hoeferlin80x96.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Manuel Höferlin / Michael Voigt" title="gefunden auf: bundestag.de © Manuel Höferlin / Michael Voigt" width="80" align="left" height="96" /><a href="http://www.manuelhoeferlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manuel Höferlin</a> ist Vorsitzender der FDP-Arbeitsgruppe &quot;IT und Informationsgesellschaft&quot; und des Internet-Landesverbandes. In Sachen Netzpolitik ist er erster Ansprechpartner bei den Liberalen. Der <a href="http://twitter.com/ManuelHoeferlin/status/18524332160" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bekennende Linux-Fan</a> war Gewinner des politik-digital.de-&quot;<a href="http://politik-digital.de/test-enquete-kommission-internet-digitale-gesellschaft-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Mitglieder-Tests</a>&quot;.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100726_blumenthal70x95.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Sebastian Blumenthal / Studio Line Photography" title="gefunden auf: bundestag.de © Sebastian Blumenthal / Studio Line Photography" width="63" align="right" height="95" />Bei der Arbeit in der Enquête will <a href="http://sebastian-blumenthal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Blumenthal</a> seinen Schwerpunkt vor allem auf Medienkompetenz legen, sagt er in <a href="http://openenquete.wordpress.com/2010/06/07/open-enquete-stellt-sich-vor-sebastian-blumenthal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seiner Vorstellung auf open-enquete.de</a>. Der &quot;aufgeklärte Nutzer&quot; erfordere weniger staatliche Regulierung im Netz. Blumenthal ist zudem Vositzender des Unterausschusses &quot;Neue Medien&quot;.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100726_jschulz80x96.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Jimmy Schulz/Christine Olma" title="gefunden auf: bundestag.de © Jimmy Schulz/Christine Olma" width="80" align="left" height="96" />Aufmerksamkeit erregte jüngst <a href="http://www.jimmyschulz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jimmy Schulz</a> mit seiner &quot;<a href="http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/od_player.html?singleton=true&amp;content=650527" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iPad-Rede</a>&quot; vor dem deutschen Bundestag. Der eigentliche Inhalt der Rede war die &quot;Europäische Bürgerinitiative&quot;. Die ging aber in der durch das iPad ausgelösten Debatte um die Benutzung von Mobiltelefonen und Notebooks im Bundestag völlig unter. Neben der Enquête ist auch Schulz im &quot;Unterausschuss Neue Medien&quot; aktiv. Zudem tritt er als Redner auf Demonstrationen auf, wie zum Beispiel bei der &quot;Löschen statt Sperren&quot;-Demo 2009.</p>
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