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	<title>Anonymität &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Anonymität &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wenn das Dark Web dein Leben rettet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2015 11:40:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Viele Regierungen auf dieser Welt zensieren Internetseiten und Messenger, um die Meinungsfreiheit zu beschränken und Proteste zu verhindern. Äußert man [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Knebel-Tor2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146948" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Knebel-Tor2.jpg" alt="Knebel Tor2" width="640" height="280" /></a>Viele Regierungen auf dieser Welt zensieren Internetseiten und Messenger, um die Meinungsfreiheit zu beschränken und Proteste zu verhindern. Äußert man seine Meinung doch öffentlich im Internet, kann das lebensbedrohliche Folgen haben. Das Dark Web bietet die anonyme Alternative zum Surface Web und dient in vielen Krisengebieten als wichtige Kommunikations-Methode.</p>
<p>„Ich habe nichts zu verheimlichen“ sagen viele, wenn sie sich für ihren riskanten Umgang mit den eigenen Daten rechtfertigen oder wenn der Staat Gesetze erlassen will, die seinen Zugriff auf Daten vereinfachen. Aber haben wir nicht alle etwas zu verheimlichen? Jeder Mensch hat Träume, Wünsche, Ambitionen und Ängste, die er nicht mit Regierungen oder Unternehmen teilen möchte. Auch die Abfolge unserer Suchanfragen, auf welche Anzeigen wir klicken, wo wir im Internet die meiste Zeit verbringen und über was wir uns im Netz mit anderen Nutzern unterhalten, sind private Informationen, die wir möglicherweise nicht einmal unserem besten Freund anvertrauen würden. Doch Regierungen, Geheimdienste und US-amerikanische Unternehmen haben Zugriff darauf.</p>
<h3>90-95% des Internets nicht einsehbar</h3>
<p>Es gibt jedoch Möglichkeiten dieses transparente Internet, auch Surface Web genannt, zu verlassen und sich stattdessen im sogenannten Deep Web zu bewegen. Das Deep Web umfasst jene Seiten, die weder von Google noch von DuckDuckGo oder anderen Suchmaschinen indiziert werden. Schätzungen zufolge zeigen diese Suchmaschinen nur fünf bis zehn Prozent des tatsächlichen Inhalts des Internets an. Den Großteil des Deep Webs machen unsichtbare Datenbanken wie etwa die der NASA, von Regierungen oder Museen aus. Ein anderer Teil sind kostenpflichtige Inhalte von Internetseiten wie Kataloge oder Bibliotheken.</p>
<p>Klar vom Deep Web zu unterscheiden ist das „Dark Web“, das nur einen Teil des Deep Webs ausmacht. Das Dark Web ist ein verschlüsseltes Netzwerk, in das man in der Regel über den sogenannten Tor Browser gelangt. Ziel der Macher war es, sich von Strafverfolgern abzuschotten und anonyme und geheime Kommunikation zu ermöglichen. Die so geschaffene Anonymität war jedoch nicht nur für unterdrückte Revolutionäre aus Zensurstaaten hilfreich, sondern auch für Nutzer (kinder-)pornographischer Inhalte, Waffen- sowie Drogenhändler und deren Kunden. In erster Linie war das Dark Web jedoch insbesondere als Informations- und Kommunikations-Tool gedacht.</p>
<p>Tor („The Onion Router“) kann jeder Internet-Nutzer herunterladen. Die Zwiebel steht symbolisch für die drei Verschleierungsschichten, durch die die Informationen permanent laufen. Die erste „Schale“ ist der Server, der die Informationen von einer beliebigen Internetadresse entgegennimmt. Als nächstes werden die Informationen von einem anonymen Server an den nächsten weitergereicht. Der letzte Server schickt die Informationen an den Empfänger weiter. So ist die ursprüngliche IP-Adresse und damit die Identität nicht mehr nachzuverfolgen.</p>
<h3>Spionage gleich Todesstrafe</h3>
<p>Wenn Korruption, Ungleichheit und Unterdrückung an der Tagesordnung sind, bleibt den Menschen oft nur der Protest, um auf sich aufmerksam zu machen. Denn in vielen Ländern auf dieser Welt ist es nicht selbstverständlich, dass wir uns frei im Internet bewegen. Oftmals werden Seiten wie Facebook, Amnesty International, YouTube oder Twitter von Regierungen zensiert. So auch während des Arabischen Frühlings, nachdem sich die Rebellen in erster Linie über soziale Netzwerke organisiert hatten. Online-Aktivisten, Journalisten und Blogger nutzten deswegen Tor, um sich weiterhin austauschen, informieren und anonym bleiben zu können.</p>
<p>Jacob Appelbaum, ein Mitentwickler von Tor, soll Nutzer im arabischen Raum sogar aktiv darin geschult haben, wie sie das Dark Web effizient und gefahrlos nutzen können. Dieser berichtete aber bei einem Treffen des „Chaos Computer Clubs“, derartige Aktionen seien zunehmend schwierig geworden, weil Tor inzwischen so populär geworden sei, dass Zensurstaaten alles daran setzen, gerade diesen Dienst zu blockieren. In Syrien werde beispielsweise der gesamte Internetverkehr gespeichert, sodass es dort sehr schwer werde, einzelne Verbindungen zu tarnen.</p>
<p>In einer <a href="http://motherboard.vice.com/read/buying-guns-and-drugs-on-the-deep-web-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reportage </a>von <a href="http://motherboard.vice.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">motherboard.vice.com</a> berichtete der iranische Journalist Ehsan Narouzi, wie er dem Druck und der Überwachung der iranischen Regierung ausgesetzt war. „When you know the government is watching you, you are trapped in your own self-censorship, even in your private conversations”. Man könne bereits der Spionage beschuldigt werden, nur weil man einen Anruf erhalte, in dem es darum gehe, was auf den Straßen los sei. Eine entsprechende Anklage würde in diesem Fall nur eines bedeuten – Todesstrafe.</p>
<h3>Anonymität als Versicherungspolice</h3>
<p>Kommunikationswege können in manchen Staaten also über Leben und Tod entscheiden. Das Dark Web bietet die Chance, seine Meinung kundzutun und mit anderen Menschen zu kommunizieren. Anonymität ist hier eine Art Versicherungspolice, die einen gegen die totale Kontrolle schützen kann. Netzaktivist Sebastian Nerz ist sogar davon überzeugt, die Möglichkeit sich anonym zu äußern, sei Voraussetzung für echte Meinungsfreiheit in Staaten. Kriminelle, die diese Anonymität für ihre Zwecke ausnutzen, wird es immer geben. Wie Ehsan Narouzi es passend zusammenfasst: „We’re still free to choose. Ultimately it’s up to us: do we want the devil we know, or the devil we don’t.”</p>
<p>Bild: <a class="owner-name truncate" title="Geh zum Fotostream von Brian J. Matis" href="https://www.flickr.com/photos/brianjmatis/6723758731/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brian J. Matis </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div id="yui_3_16_0_1_1443091126297_764" class="view follow-view clear-float photo-attribution"> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-130752" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></div>
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		<title>Irgendwas mit Europa &#8211; Digitale Presseschau 15/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2014 13:13:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[So oft die Europäische Union auch abgekanzelt wird – in den letzten beiden Wochen fanden einige Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So oft die Europäische Union auch abgekanzelt wird – in den letzten beiden Wochen fanden einige Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen der EU statt, die aus netzpolitischer Sicht erfreulich sind: Das Europäische Parlament entschied für die Netzneutralität, der EuGH kippte die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung. Vielleicht bestätigt das doch die Wichtigkeit der anstehenden Wahl des Europäischen Parlaments im Mai. Dass diese Entscheidungen aber nicht ausreichen, wir selber mit unseren eigenen Widersprüchlichkeiten und denen des Internets umgehen müssen, lesen Sie in unserer Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=TWu6IdhOQmo" title="#11 - Jacob Appelbaum on surveillance" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/TWu6IdhOQmo?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der Programmierer, Hacker und Netzaktivist <a href="https://twitter.com/ioerror" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jacob Applebaum</a> kritisiert für die <a href="http://politik-digital.de/wepromise-europawahl-im-zeichen-der-digitalen-grundrechte/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne WEPROMISE</a> die totale Überwachung und fordert dazu auf, das formelle wie informelle Recht auf Widerstand und eine gerechtere Gesellschaft zu nutzen.</p>
<h3><a href="http://irights.info/eugh-entscheidung-zur-vorratsdatenspeicherung-kein-grund-zur-freude)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Vorratsdatenspeicherung ist tot &#8211; lang lebe die Vorratsdatenspeicherung?</a></h3>
<p>Am Dienstag kippte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung. Die Diskussion, ob die anlasslose Speicherung von Daten nun endgültig vom Tisch ist, beschäftigte seither die Online- wie Print-Redaktionen. Sogar die Tagesthemen sendeten einen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-TA0_r3_W6c" target="_blank" rel="noopener noreferrer">6-minütigen Beitrag zur VDS</a>. In einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/urteil-zur-vorratsdatenspeicherung-ende-der-masslosigkeit-1.1932057" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar</a> spricht Heribert Prantl von einer Zäsur in der Rechtssprechungspraxis des EuGH und einer „Zeitenwende im europäischen Grundrechtsschutz“. Aus der Sicht von Prantl und vielen anderen ist das Urteil ein Grund zur Freude. Deutlich kritischer sieht das die Politikwissenschaftlerin Lorena Jaume-Palasi. Auf irights.info setzt sie sich dezidiert mit dem Urteil des EuGH auseinander und kommt zu dem Schluss: <a href="http://irights.info/eugh-entscheidung-zur-vorratsdatenspeicherung-kein-grund-zur-freude" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Das Urteil ist kein Sieg gegen die Vorratsdatenspeicherung.“</a></p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/digitaltwin/2014/04/09/titel-550/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anonymität im Internet ist unter derzeitigen Bedingungen fast unmöglich</a></h3>
<p>Warum Anonymität im Internet unter den heutigen Bedingungen kaum mehr möglich ist, erklärt Stefan Schulz im FAZ-Blog. Das Internet habe keine dunklen Ecken, auch ohne die Speicherung von Verbindungsdaten und IP-Adressen. Unter Berufung auf neue Forschungen an der Universität Princeton ließe sich nachweisen, dass allein durch „3rd Party Cookies“ Identifizierungen und Überwachung vorgenommen werden können.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/politik-in-der-digitalen-welt/katrin-goering-eckardt-antwortet-auf-martin-schulz-12890070.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Widersprüchlichkeiten</a></h3>
<p>Eine weitere Antwort auf den Artikel zum <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/technologischer-totalitarismus-warum-wir-jetzt-kaempfen-muessen-12786805.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„determinierten Menschen“</a> von Martin Schulz liefert heute Katrin Göring-Eckhardt von den Grünen. Sie argumentiert, dass das reale menschliche Leben komplexer sei als seine virtuelle Verdopplung. Das Internet dürfe nicht bloß pessimistisch, in Begriffen der Kontrolle und Überwachung, betrachtet werden, es habe darüber hinaus eine freiheitlich-politische und subversive Dimension. Die politischen Umwälzungen in vielen Teilen der Welt seien ohne das Netz nicht mehr denkbar: „Gemacht werden muss die Revolution natürlich weiterhin auf der Straße, aber auf Twitter steht immerhin, auf welcher. In der revolutionären Situation gehört das Netz der Bürgergesellschaft.“</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/netzaufsicht-wer-regiert-das-internet-12887940.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft der Internet Governance</a></h3>
<p>Bereits Ende 2013 setzten sich im sogenannten <a href="http://www.w3.org/2013/10/montevideo.html.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Montevideo Statement</a> zentrale Organisationen, die sich mit der Verteilung der Internet-Ressourcen befassen, für eine Internationalisierung der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) ein. Am 14. März diesen Jahres gaben die USA bekannt, dass sie die Aufsicht über die ICANN aufgeben werden. Wer regiert also in Zukunft das Internet?, fragt Florian Zimmer-Amrhein.</p>
<h3><a href="http://www.dw.de/hohe-wahlbeteiligung-dank-netzkampagne/a-17550590" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlen, Politik und Soziale Netzwerke</a></h3>
<p>Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sind hierzulande nicht selten als „Datenkrake“, Plattform für Empörungswellen oder Spaß-Medium verschrien. Wie sieht das eigentlich in anderen Ländern aus? Masood Saifullah <a href="http://www.dw.de/hohe-wahlbeteiligung-dank-netzkampagne/a-17550590" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschreibt</a>, wie in Afghanistan eine Netzkampagne auf Facebook signifikanten Einfuss auf die Wahlbeteiligung genommen habe. Auch aus <a href="http://m.aljazeera.com/story/201449145535825472" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Indien wird berichtet</a>, dass Social Media wahlrelevant sei. Der Social-Media-Forscher des Think Tanks <a href="http://www.demos.co.uk/projects/casm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demos</a>, Carl Miller, ist sogar der Auffassung, dass Social Media die Krise der modernen Politik in Europa lösen könne: <a href="http://www.wired.co.uk/news/archive/2014-02/12/the-coming-storm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Social media is taking a more and more political turn.“</a><br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>„Der unsichtbare Mensch“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 10:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anonymität im Internet ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann Whistleblower bei der Preisgabe von Informationen schützen. Doch die vermeintliche Unsichtbarkeit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/unsichtbarer-mensch-oben.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-138605 alignnone" alt="unsichtbarer mensch oben" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/unsichtbarer-mensch-oben-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Anonymität im Internet ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann Whistleblower bei der Preisgabe von Informationen schützen. Doch die vermeintliche Unsichtbarkeit wird von Menschen auch missbraucht, die Hass und Gemeinheiten verbreiten. <a href="https://twitter.com/brodnig">Ingrid Brodnig</a>, Leiterin des Medienressorts und Netzpolitik-Journalistin bei der Wiener Wochenzeitung „<a href="http://www.falter.at/">Falter</a>“, diskutiert in ihrem Buch „<a href="http://www.czernin-verlag.com/buch/der-unsichtbare-mensch">Der unsichtbare Mensch</a>“ die Licht- und Schattenseiten von Anonymität. Sie liefert aktuelle Beispiele und erläutert, wie sich Unidentifizierbarkeit auf das menschliche Verhalten auswirken kann. Brodnig motiviert den Leser darüber nachzudenken, wie Anonymität, Meinungsfreiheit, Demokratie und Überwachung zusammenhängen und wie jeder zu konstruktiven Debatten und einem respektvollen Umgang im Netz beitragen kann.<br />
Einleitend (im zweiten Kapitel des Buchs) zeigt die Autorin, wie sich unser Verständnis von Anonymität im Laufe der Zeit verändert hat. Das Neue an Anonymität im Internet ist laut Brodnig, dass die rein textbasierte Kommunikation den Menschen ein Gefühl von „Unsichtbarkeit“ verleiht. Dass man weder gesehen noch gehört wird, kann sich sowohl positiv als auch negativ auf das menschliche Verhalten auswirken. Einerseits gelingen Kollaborationen, wie z. B. das Online-Lexikon Wikipedia, bei dem auch „Halbwissen“ zur Diskussion gestellt wird. Auch kann Anonymität den Schwachen oder Unterdrückten als Instrument dienen, um sich Gehör zu verschaffen. Brodnig schreibt über den Schutz von Informanten wie Whistleblower und investigative Journalisten, die für die Öffentlichkeit relevante Dinge aufdecken.<br />
Ein Großteil des Buchs (das dritte und vierte Kapitel) beschäftigt sich mit den „dunklen Seiten“ der Anonymität im Netz: Mobs, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)">Trolle</a> und Kinderpornografie. Brodnig nennt u. a. Cybermobs, die in China als „Menschenfleisch-Suchmaschine“ bezeichnet werden. In einer Art Hexenjagd rächt sich die Meute an anderen. Anonymität in Form einer „gesichtslosen Masse“, die sich unsichtbar durch das Netz bewegt, verleitet häufig Menschen zu aggressivem und rücksichtslosem Verhalten. Viele Menschen trennen zwischen Online- und Offline-Identität und denken beim Verfassen einer Hass-Mail: „Das bin doch nicht ich“.<br />
Manche Gruppen, wie z. B. Antifeministen oder das Kollektiv „Anonymous“ (die beide ausführlich im Buch besprochen werden), sind oft lauter als der durchschnittliche Kommentierende. Sie nutzen die vermeintliche Unsichtbarkeit im Netz, um zahlreicher zu erscheinen als sie tatsächlich sind. Ganze Debatten können sie ins Destruktive lenken, selbst wenn die Mehrheit der Leser anders denken mag.</p>
<h3><b>Stärkt oder schwächt Anonymität im Internet die Demokratie? </b></h3>
<p>Problematisch ist, dass die meisten Trolle oder Hassposter ihr Verhalten oft mit dem Argument der Meinungsfreiheit rechtfertigen. In einer demokratischen Gesellschaft sollte man angstfrei debattieren können. Dass Meinungsäußerungen Angriffsfläche bieten, wird in demokratischen Gesellschaften immer der Fall sein. Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet Institute schreibt im Vorwort zu Brodnigs Buch, dass vermehrte Anonymität im Internet ein „effektives Frühwarnsystem unserer Demokratie“ sei. Je weniger die Menschen bereit sind, unter ihrem echten Namen zu diskutierten, desto gefährdeter sei ein freier Diskurs.<br />
Auch Unternehmer wie Mark Zuckerberg oder Arianna Huffington verlangen, dass Menschen unter ihrem echten Namen im Internet verkehren. Das Onlinemedium „Huffington Post“ verbietet anonyme Kommentare, da ihre Gründerin denkt, dass Menschen zu ihrer Meinung stehen und sich nicht „hinter der Anonymität verstecken“ sollten. Zuckerberg hingegen betrachtet mehrere Identitäten als einen „Mangel an Integrität“. Das hört sich vielleicht plausibel an, Brodnig weist in ihrem Buch jedoch darauf hin, dass Geheimdienste, Staaten und Internetkonzerne ein großes Interesse daran haben, zu wissen, wer, was und wo im Internet tut. Meinungsfreiheit und Demokratie könnten demnach als Vorwand für umfangreicheres Datensammeln und eine Kontrolle der Bevölkerung ausgenutzt werden.</p>
<h3><b>Gibt es überhaupt noch echte Anonymität? </b></h3>
<p>Ob es überhaupt noch Sinn mache, über Anonymität zu reden, wird im letzten Teil des Buchs besprochen (Kapitel 5). Denn durch die Bekanntmachung von Überwachungsapparaten und Vorratsdatenspeicherung ist bekannt, dass wir heute weder anonym noch privat im Netz unterwegs sind. Auch als Privatperson kann ich – z. B. anhand der Emailadresse &#8211; herausfinden, woher die  Hass-Poster kommen. Viele Menschen würden ihre Anonymität komplett falsch einschätzen, sagt Brodnig.<br />
Lohnt es sich dann überhaupt, Anonymität im Internet zu schützen? Brodnig zitiert dazu in ihrem Buch den chinesischen Cyberdissidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Anti_(Journalist)">Michael Anti</a> (echter Name: Zhao Jing):  „Es ging nicht um Anonymität, es ging um diese neue Identität &#8230; Als ich meinen Namen wechselte, wurde ich immer mutiger“. In dem Bewusstsein, dass die chinesische Regierung seine Identität stets kannte, kritisierte Anti im Internet unter seinem Pseudonym die kommunistische Führung. Sein Facebook-Profil wurde aufgrund der Klarnamenpflicht des sozialen Netzwerkes 2011 gelöscht. Anonymität bedeutet heute vielleicht eher die Möglichkeit, eine Seite der eigenen Persönlichkeit im Netz auszuleben und nicht komplett unerkannt zu sein. In diesem Sinne ist Identität  also nicht notwendig singulär, sondern passt sich an das Gegenüber an.<br />
<figure id="attachment_138602" aria-describedby="caption-attachment-138602" style="width: 188px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/der-unsichtbare-mensch.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-138602 " alt="der unsichtbare mensch" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/der-unsichtbare-mensch.jpg" width="188" height="302" /></a><figcaption id="caption-attachment-138602" class="wp-caption-text">Ingrid Brodnig: Der unsichtbare Mensch &#8211; Wie die Anonymität im Internet unsere Gesellschaft verändert. Wien: Czernin Verlag, 2013, € 18,90</figcaption></figure><br />
Es gibt weitere Gründe, Anonymität im Internet nicht als Ganzes abzuschaffen. Brodnig liefert erschreckende Beispiele: Ein Realnamen-Gesetz, dass 2007 in Südkorea in Kraft trat, um bösartige Postings zu unterbinden, verpflichtete alle Bürger auf Websites, nur unter ihrem richtigen Namen und mit Nennung ihrer Einwohnernummer zu kommentieren. Kurz darauf wurden die privaten Daten von 70 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung von Hackern geklaut.</p>
<h3><b>Der Ton macht die Debatte</b></h3>
<p>In einer Zeit in der on- und offline zunehmend miteinander verschmelzen, kann man nicht mehr von „Cybermobbing“ oder einer „virtuellen Welt“ sprechen. Anfeindungen im Netz sind real und schmerzhaft. Im letzten Teil des Buchs stellt Brodnig Wege für ein soziales Miteinander im Netz vor. Die Moderation von Kommentaren auf „Zeit Online“ wird als Beispiel genannt, wie eine respektvolle und sachliche Diskussion gefördert werden kann. Ein mehrköpfiges Community-Team überprüft jedes einzelne Posting anhand einer „digitalen Hausordnung“. Wird ein Kommentar gelöscht, gibt es eine Begründung wie: „Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion“. Solch eine umfangreiche Moderation ist jedoch teuer und zeitaufwändig.<br />
Die Hervorhebung von nützlichen Kommentaren durch Bewertungen anderer Nutzer, wie auf der Website <a href="http://stackoverflow.com/">Stack Overflow</a>, ist eine preiswertere Möglichkeit, für einen freundlicheren Umgang im Internet zu sorgen. Konstruktive Beiträge werden durch positive Bewertungen belohnt und die Community überwacht sich selbst. Oft hilft es auch, wenn Journalisten oder Verfasser von Texten im Internet sich früh einschalten und mit ihrer Leserschaft diskutieren. „Zeit“-Redakteur David Schmidt sagte Brodnig, dass Artikel oft als ein fertiges, unmenschliches Produkt angesehen würden. Gegen diese „unpersönliche Wand“ ließe es sich leicht argumentieren. „Sobald da aber ein Mensch ist, der sagt, dass er sich Gedanken dazu gemacht hat, gehe ich ganz anders damit um“.<br />
Im Allgemeinen könne aber jeder Einzelne ohne viel Aufwand für einen besseren Ton im Netz sorgen, z. B. indem man sich die Situationen im Internet offline vorzustellt. Die Autorin verweist auf ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UMpgVRCm9d4">YouTube Video</a>, in dem Studenten den „Online Disinhibition Effect“ schauspielerisch darstellen. Es würde einem schon seltsam vorkommen, wenn Menschen ohne Vorwarnung öffentlich angepöbelt und beschimpft werden.</p>
<h3><b>Fazit</b></h3>
<p>„Der unsichtbare Mensch“ bespricht die historischen, politischen und psychologischen Dimensionen von Anonymität und erläutert die Komplexität des Konzepts im virtuellen Raum. Für Community-Manager und Moderatoren von Nachrichtenseiten oder Foren enthält das Buch eine Reihe von nützlichen Tipps, um besser auf anonyme Poster zu reagieren bzw. mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das Einbinden von spannenden, aktuellen Beispielen sorgt für eine abwechslungsreiche Lektüre. Die Autorin bezieht zwischendurch immer wieder klar Position, was das Buch persönlich und zugänglich macht. So schreibt sie direkt zu Anfang des Buchs: „Ich plädiere weder für null noch für hundert Prozent Anonymität, sondern für eine komplexere Auseinandersetzung mit diesem Thema“. Was mich betrifft, hat Ingrid Brodnig ihr Ziel erreicht.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/29487767@N02/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniela Hartmann</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a>, Buchcover: © <a href="http://www.czernin-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Czernin Verlag</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></p>
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		<title>Die Ankunft der Netzpolitik im Bundestag &#8211; Digitale Presseschau 7/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 15:58:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche wurde der netzpolitische Diskurs durch die offizielle Einsetzung des Ausschusses für Digitale Agenda durch den Deutschen Bundestag einigermaßen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche wurde der netzpolitische Diskurs durch die offizielle Einsetzung des Ausschusses für Digitale Agenda durch den Deutschen Bundestag einigermaßen dominiert. Die Erwartungen an den neuen Ausschuss sind groß. Unsere Presseschau beinhaltet darüber hinaus einige Themenschwerpunkte, die auch im neuen Ausschuss diskutiert werden müssen. Peter Schaar appelliert etwa an die Verantwortung der Politik zur Wahrung der Grundrechte im digitalen Zeitalter. Die Idee eines „deutschen Internets“ soll auch im Ausschuss diskutiert werden, wie CDU und SPD betonten. Hannes Grassegger überlegt, ob wir bald mit Visum surfen müssen.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=TnDd5JmNFXE" title="Reclaim Our Privacy" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/TnDd5JmNFXE?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Unser Video der Woche ist der animierte Kurzfilm „Reclaim our Privacy“ der Initiative „La Quadrature du Net“, der sich gegen Überwachung richtet und zum politischen Aktivismus anregt.</p>
<h3><a href="http://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/digitale-agenda-wie-die-grosse-koalition-das-neuland-aufteilen-will/9460612.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einsetzung des Ausschusses für Digitale Agenda im Deutschen Bundestag</a></h3>
<p>Gestern wurde der lang angekündigte Ausschuss für Digitale Agenda offiziell im Deutschen Bundestag eingesetzt. Am Tag davor fanden bereits zwei Pressekonferenzen der Regierungsfraktionen statt. Der <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-02/jens-koeppen-ausschuss-digitale-agenda" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausschussvorsitzende</a> Jens Koeppen, sowie der <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-02/lars-klingbeil-ausschuss-digitale-agenda" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzpolitische Sprecher der SPD</a>, Lars Klingbeil, durften die Einsetzung mit Gastbeiträgen in der ZEIT begleiten. Christian Tretbar <a href="http://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/digitale-agenda-wie-die-grosse-koalition-das-neuland-aufteilen-will/9460612.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beleuchtet</a> im Tagesspiegel die personelle Besetzung des Ausschusses, samt seiner dahinter stehenden Interessenverbände, sowie die Zuständigkeitsbereiche des ADA in Konkurrenz mit anderen Ausschüssen. Patrick Beuth lässt in der ZEIT auch die <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-02/ada-ausschuss-digitale-agenda-ausblick" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Opposition</a> in Person von Konstantin von Notz (Bündnis90/Die Grünen) zu Wort kommen.</p>
<h3><a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-parlamente-muessen-unsere-grundrechte-verteidigen-seite-all/9470034-all.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz und Datensicherheit zur Verteidigung der Grundrechte</a></h3>
<p>Mit einem Artikel zur Bekämpfung des <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/technologischer-totalitarismus-warum-wir-jetzt-kaempfen-muessen-12786805.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„technologischen Totalitarismus“</a> machte letzte Woche der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), von sich reden. Das Handelsblatt sammelt die Antworten auf Schulz und bringt zusätzlich einen Beitrag des langjährigen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, der für eine Novellierung des Datenschutzes im digitalen Zeitalter plädiert. Schaar begreift die freie Entfaltung der Persönlichkeit aus der europäischen Grundrechtsperspektive der Menschenwürde und appelliert an die Politik, diese Grundrechte zu schützen: „Die Parlamente müssen auch die Regeln und Konzepte definieren, mit denen der Grundrechtsschutz gewährleistet werden soll.“ Daher spricht er sich für die Definition von roten Linien gegen Überwachung durch Geheimdienste, <a href="http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/dossier-politik/vorratsdatenspeicherung-geschichte-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorratsdatenspeicherung</a> und gegen Missbrauch persönlicher Daten durch Unternehmen aus.</p>
<h3><a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/das-ende-des-internets-1.18239023" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die „Fragmentierung des Internets“ durch nationalisierte Netze?</a></h3>
<p>Über die „Fragmentierung des Internets“ durch nationale Begrenzung schreibt Hannes Grassegger in der Neuen Zürcher Zeitung. Die Idee eines „deutschen Internets“ durch die Deutsche Telekom AG machte schon vor einigen Wochen die Runde und wurde als „Schlandnetz“ verlacht, soll jedoch auch Thema im neuen Ausschuss für Digitale Agenda werden. Wie sieht dann die Zukunft des internationalen Datenverkehrs aus? Müssen wir bald mit Visum surfen? Oder sollten wir an Alternativen zum Internet, wie wir es jetzt kennen, mitarbeiten? Dass auch die Diskussion über Überwachung im Zuge des NSA-Skandals größtenteils als <a href="http://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/vorsicht-feind-hoert-mit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„nationaler Souveränitätsdiskurs“</a> geführt wird, weist in eine ähnliche Richtung, wie Peter Nowak im Freitag ausführt. Dieser Diskurs endet zudem nicht selten im antiamerikanischen Ressentiment.</p>
<h3><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/anonymitaet-ist-oft-nur-reine-schimaere/50.096.691" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anonymität im Internet</a></h3>
<p>Statt den zahlreichen Diskussionen über Transparenz widmet sich das neue Buch von Inge Brodnig mit dem Titel <a href="http://www.brodnig.org/buch-der-unsichtbare-mensch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Der unsichtbare Mensch“</a> dem Thema Anonymität im Internet. Die Autorin gab futurezone.at ein Interview, in dem sie die Widersprüche der Anonymität zwischen Gesellschaft, Individuum und Staat beschreibt: „Anonymität ist oft nur reine Schimäre“. Hat das Spiel mit den digitalen Identitäten ein Ende?<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>„Changing the world is hard“: Auf dem Weg zu einem neuen Internet?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2014 12:19:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Allerorten wird das Allheilmittel der Transparenz gegen digitale Kontrolle und Machtmissbrauch angeführt. Einzelne Whistleblower aus dem Umfeld von Julian Assange [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EinbruchDerDunkelheit-II.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136798" alt="EinbruchDerDunkelheit-II" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EinbruchDerDunkelheit-II.jpg" width="640" height="426" /></a> Allerorten wird das Allheilmittel der Transparenz gegen digitale Kontrolle und Machtmissbrauch angeführt. Einzelne Whistleblower aus dem Umfeld von Julian Assange und Wikileaks, aber auch Edward Snowden gelten als Magier dieser Zauberformel. Inwiefern bereichern Leakings unsere politische Öffentlichkeit sowie eine neue demokratische Informationsstruktur? Und wie können die Vermittlungsprobleme hin zur traditionellen Politik und zum politischen System gelöst werden? Diese und andere Fragen wurden auf der internationelen Konferenz „Einbruch der Dunkelheit“ in Berlin diskutiert.<br />
In der Folge der Enthüllungen Edward Snowdens wird das Verhältnis von Gesellschaft und Technik schon seit einiger Zeit intensiv diskutiert. Die Möglichkeiten digitaler Selbstermächtigung (z.B. durch Verschlüsselung) einerseits und kollektiver politischer Gegenentwürfe andererseits spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/dld-verschluesselt-alles-was-sich-verschluesseln-laesst/46.971.749" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Verschlüsselt alles, was sich verschlüsseln lässt“</a>, forderte <a href="http://dld-conference.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unlängst</a> der Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC) Frank Rieger.<br />
Am vergangenen Wochenende fand die internationale Konferenz <a href="http://www.einbruch-der-dunkelheit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Einbruch der Dunkelheit. Theorie und Praxis der Selbstermächtigung in Zeiten digitaler Kontrolle“</a> (im Folgenden: #eddcon), in der Berliner Volksbühne statt. Organisiert wurde sie von der <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturstiftung des Bundes</a>, konzipiert von der <a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Gazette</a>. Die Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops thematisierten u.a. die Themen Anonymisierung und Verschlüsselung. Wiederholt wurde jedoch problematisiert, dass technische Lösungen allein nicht ausreichten, dass wir vielmehr eine gesellschaftspolitische Debatte über das Internet selbst brauchten, die langfristig zur <a href="http://www.zeit.de/2014/05/internet-hacker-nsa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuerfindung des Internets</a> sowie zu einer demokratischen Informationsstruktur führe.<br />
Einige zentrale Konfliktlinien dieser Problematik traten bei dem von Tilmann Baumgärtel moderierten Streitgespräch zwischen dem amerikanischen Netzexperten <a href="https://twitter.com/Mlsif" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Micah L. Sifry</a>, dem Internetaktivisten <a href="https://twitter.com/ioerror" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jacob Applebaum</a> und dem Politikwissenschaftler <a href="https://twitter.com/drbieber" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Bieber</a> hervor. Titel: „Transparenz: Was können wir von Manning, Assange und Snowden lernen?“. Das Schlagwort der Transparenz wird in den letzten Jahren vielerorts als Allheilmittel verwendet. Dieses Verständnis von totaler Transparenz gilt zurecht als naiv.<br />
Transparenz bezeichnet ein <a href="http://www.zeit.de/kultur/2011-02/interview-eva-horn/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Paradox der Demokratie“</a>, weil Demokratien aus Öffentlichkeit und politischer Partizipation Legitimation beziehen. Aus diesem Grund ist Transparenz für Demokratien in einem gewissen Maß notwendig – für demokratische Entscheidungen genauso wie für die Kontrolle von Machtmissbrauch. Die allgegenwärtige Forderung nach totaler Transparenz kann aber, wie die NSA-Enthüllungen zeigen, auch in die totale Überwachung führen und <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39059" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„nimmt totalitäre Züge an“</a>, wie der Philosoph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byung-Chul_Han" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Byung-Chul Han</a> argumentiert.<br />
Daraus wird offenbar, dass Transparenz differenziert gedacht werden muss: im Verhältnis des Bürgers zum Staat, im Verhältnis des Staates zum Bürger sowie im Verhältnis des Individuums zu sich selbst und zu anderen Individuen. Die Forderung nach totaler Transparenz auf allen Ebenen beträfe somit nicht nur den Staat, sondern auch die Privatsphäre aller seiner Bürger_innen. Das Argument, wir hätten alle nichts zu verbergen, widerspricht, wie es der Philosoph Volker Gerhardt auf der #eddcon ausführte, unserer Subjektivität. Jede_r sollte von sich auch etwas zu verbergen haben – wir seien eben nicht gezwungen, alles von uns öffentlich zu machen, und das sei auch gut so. Allerdings muss auch ein demokratischer Staat, aus Sicherheits- und Funktionalitätsgründen, Geheimnisse haben, was hingegen nicht bedeutet, dass er alles geheim halten darf, wie dies in totalitären Staaten praktiziert wird.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sifry-Applebaum-Bieber-III.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-136800 alignnone" alt="Sifry-Applebaum-Bieber-III" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sifry-Applebaum-Bieber-III.jpg" width="526" height="239" /></a><br />
Zurück zum Anfang des Paradoxons. Wie Micah L. Sifry in seinem Vortrag auf der #eddcon deutlich machte: Um politisch zu partizipieren, müssen wir in bestimmten Fällen sehen können, was die Regierung tut. Transparenz ist notwendig für Beteiligung, wozu er das Beispiel Nahrungsmittel anführt. Wüssten wir nicht, was in der Ernährungsindustrie vor sich geht, wären wir nicht in der Lage, uns dem zu widersetzen. Sifry sprach in seinem Vortrag hauptsächlich über die Open-Data-Bewegung in den USA, die er als legitimes Korrektiv gewählter Regierungen betrachtet. Denn deren Vertrauen sei durch die Überwachungspraktiken nicht gewählter Geheimdienste beschädigt.<br />
Am Beispiel des Programmierers und Hackers Aaron Swartz, der Anfang 2013 Suizid beging, beleuchtet Sifry die Unzulänglichkeit des Engagements einzelner Hacker und Whistleblower, die unter großen staatlichen Druck geraten können, solange sie allein agieren. Das Internet mache uns zu atomisierten Zuschauern, individuellen Sprechern, allerdings sei die organisierte, kollektive Aktion weitaus schwieriger zu erreichen. Um sich organisieren zu können und politisch zu werden, müsse die Transparenz-Bewegung – die eigentlich (noch) nicht als „Bewegung“ im umfassenden Sinne zu bezeichnen sei, wie Sifry später betonte – in Netzwerken agieren. Die Bereitstellung von Daten kann in diesem Sinne nur der erste Schritt sein – es mangele an der Weiterverarbeitung, um damit politisch etwas bewegen zu können.<br />
Dieses Problem bestimmte entsprechend die Diskussion mit Jacob Applebaum und Christoph Bieber im Anschluss an Sifrys Vortrag. Auch Bieber problematisierte den fehlenden Transfer von Online-Netzwerken in das politische System. So könnten sowohl von der Straße, als auch von Leaking-Bewegungen aus dem Internet Impulse für den politischen Diskurs ausgehen, jedoch müsse diese politische Energie in die institutionalisierte Politik übertragen werden. Dazu bedürfe es zunächst der Aufbereitung durch klassische Medien.<br />
Über die Frage, ob politischer Widerstand von der Straße den gleichen sozialen Wert habe wie der politische Widerstand im Internet, gab es keine Einigkeit. Applebaum versteht Transparenz als Methode zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit und betonte die Bedeutung entsprechender Online-Werkzeuge. Es brauche allerdings Strategien und Taktiken für diesen Machtkampf. Auch Bieber hält das Internet für ein wichtiges Instrument, hob aber hervor, dass dies alleine nicht ausreiche, um auch in der breiten Gesellschaft nachhaltig Akzeptanz für politische Bewegungen zu schaffen. Einig waren sich beide mit Micah Sifry: „Changing the world is hard“, es sei aber nicht unmöglich.<br />
Bilder: (C) <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturstiftung des Bundes</a>/ <a href="http://www.christian-ditsch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Ditsch</a>.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>&#8220;Das Internet ist eine kritische Infrastruktur&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/das-internet-ist-eine-kritische-infrastruktur-5428/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 14:55:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestags veröffentlichte am Dienstag ein Positionspapier zur Sicherheits- und Freiheitsdebatte im Internet. Der Koalitionspartner, Opposition und Netzgemeinschaft reagieren mit teilweise harscher Kritik.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestags veröffentlichte am Dienstag ein Positionspapier zur Sicherheits- und Freiheitsdebatte im Internet. Der Koalitionspartner, Opposition und Netzgemeinschaft reagieren mit teilweise harscher Kritik.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Das von der &quot;Arbeitsgruppe Innen&quot; erstellte <a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/110920-AG-Innen-Positionspapier-Die-Freiheit-des-Internets-sichern-und-erhalten.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Papier</a> mit dem Namen &quot;Die Freiheit des Internet sichern und erhalten&quot; beinhaltet derzeit heftig diskutierte Themen wie die Klarnamendebatte, Vorratsdatenspeicherung oder Überlegungen zum Schutz vor Cyberwarangriffen. Die Autoren sehen Nachholbedarf in der Gestaltung der Netzstrukturen und polemisieren gleichzeitig gegen die &quot;wenigen Meinungsmacher oder selbsternannten Netzaktivisten&quot;, die den Diskurs um Freiheit und Sicherheit im Netz dominierten. Man müsse verhindern, dass die Zukunft des Internet von einer digitalen Avantgarde bestimmt werde. Als Spitze gegen die digitale Freiheitsbewegung kann folgende Aussage verstanden werden: &quot;Wer Mobbing, Betrug, Einbruch, Kinderpornografie oder Diebstahl als unvermeidliche Nebenwirkung einer unbeschränkten Freiheit im Internet akzeptiert, untergräbt das Vertrauen in das Netz.&quot; Ohne Vertrauen in die Durchsetzung von Recht und Ordnung würde sich die gesellschaftliche Akzeptanz des Internet dauerhaft nicht erhöhen, heißt es darüber hinaus in dem Papier. Der Staat brauche daher &quot;effektive Werkzeuge, um Rechtsverstöße im Internet zu unterbinden und zu ahnden&quot; und müsse auch im Netz handlungsfähig werden. In Anlehnung an den bekannten Ausspruch Wilhelm von Humboldts konstatieren die Verfasser, dass sich Freiheit nur in Sicherheit entfalten könne. Darin lässt sich ein Plädoyer für die von Innenminister Friedrich kürzlich wieder geforderte Vorratsdatenspeicherung erkennen. Zumal die Sicherheitsvorfälle der vergangenen Monate gezeigt hätten, &quot;dass das Internet kein gefahrloser Raum&quot; und &quot;eine kritische Infrastruktur&quot; sei.
</p>
<p>
Gleichwohl ziehen die Autoren Selbstregulierung in Form von Kodizes staatlicher Regulierung vor und wollen keine Fürsorgepolitik betreiben. „Wer unsichere E-Mails schreibt, die Rotlichtbezirke des Internet frequentiert, seine Computer und Netze nicht gegen Viren und andere Schadprogramme schützt oder sein gesamtes Privatleben im Internet verbreitet&quot; dürfe sich nicht über den Missbrauch persönlicher Daten wundern. Der Staat solle vielmehr lediglich Sicherheitsempfehlungen abgeben und die Eigenverantwortung der Bürger stärken. Allerdings sei eine staatliche Intervention dann legitim, wenn die Nutzer und Betreiber mit dem Schutz vor Bedrohungen im Netz überfordert sind. Des Weiteren betonen die Autoren die Gefahren, die durch Cyberwar und Cyberterror ausgingen. Angesichts der Bedeutung des Internet für die Infrastruktur des Landes müssten geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden und im Notfall dürfe auf &quot;keine Option zur Gefahrenabwehr verzichtet werden&quot;. Welche Maßnahmen damit gemeint sind, geht aus dem Papier nicht hervor.
</p>
<p>
Ferner stellen die Verfasser das häufig eingefordertere Recht auf Anonymität im Netz in Frage. Eine offene und transparente Gesellschaft zeichne sich dadurch aus, dass die Bürger unter Preisgabe ihrer realen Identität am öffentlichen Willensbildungsprozess partizipierten. Demgemäß resümieren sie, dass die Gesellschaft eine &quot;Kultur der Offenheit&quot; und &quot;keine Foren, die sich in die Feigheit der Anonymität flüchten&quot;, brauche. Eine anonyme Teilhabe am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess sei daher abzulehnen. Mit dieser Forderung dürften die Autoren jedoch an die Grenzen des <a href="http://www.telemediengesetz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telemediengesetzes</a> stoßen.
</p>
<p>
Über die Thesen und Forderungen des Positionspapiers hat sich in den vergangenen Tagen eine lebhafte Diskussion entwickelt. Der netzpolitische Aktivist Markus Beckedahl stellt die <a href="https://netzpolitik.org/2011/eine-anonyme-teilhabe-am-politischen-meinungs-und-willensbildungsprozess-ist-abzulehnen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frage</a>, ob die CDU/CSU in Anbetracht der Äußerungen zur Anonymitätsdebatte nun das Prinzip der geheimen Wahl abschaffen wolle. Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13619114/Schwarz-gelber-Streit-ueber-Schutz-der-Privatsphaere.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Nerz</a> sieht in der Anonymität eine Voraussetzung für freie Meinungsäußerungen. Widerstand regt sich aber auch in den eigenen Reihen. Die Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CSU) und Peter Tauber (CDU) gehörten zu den Unterzeichnern eines kürzlich veröffentlichten <a href="/offener-brief-an-google-kritik-an-pseudonymverbot" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offenen Briefs an Google+</a>, der das Unternehmen aufforderte, die anonyme Nutzung des Dienstes zuzulassen. Auch in der Frage der Vorratsdatenspeicherung ist die schwarz-gelbe Koalition uneins. Während Innenminister Friedrich den Nutzen der Vorratsdatenspeicherung anpreist, lehnt das Justizministerium unter Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eine anlasslose Speicherung sämtlicher Nutzerdaten ab. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion scheint sich mit diesem Positionspapier in der Debatte eindeutig positionieren zu wollen.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 31</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 16:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[#iminternetgeboren]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-31"><img width="60" height="66" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken - dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken &#8211; dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch am heutigen Freitag hat die politik-digital.de-Redaktion einige sehr lesenswerte Artikel der vergangenen Woche zusammengetragen. Hier folgen unser Favoriten von Platz 1 bis 6:</p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1521164/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Neuen Medien in Syrien</a></strong></p>
<p>Sieger dieser Woche ist ein Artikel über die Nutzung von Internet und Medien im zur Zeit arg gebeutelten Syrien. Das syrische Regime geht seit Wochen mit härtester Gewalt gegen Demonstranten vor. Die Bloggerin Marcelle Shewara berichtet dem Deutschland Radio, wie die Neuen Medien in ihrer Heimat zu Leitmedien werden. Nur ihnen würden die Menschen noch trauen, da die syrische Medienlandschaft nur oberflächlich betrachtet breit gefächert sei. Wenn man aber genauer hinschaue, stelle man fest, dass die meisten Medien für die Regierung und nicht für das Volk berichten. Sie sieht die Aufgabe der Blogger darin, eine Öffentlichkeit herzustellen und den Menschen den Glauben an sich selbst zurückzugeben. Dank Internet könne man zum ersten Mal das Land nicht nur von Innen, sondern auch von Außen betrachten und so die tatsächlichen Missstände aufdecken. Ein sehr lesenswerter Artikel zum aktuellen politischen Geschehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/kulturkampf-nach-breiviks-massenmord-wehe-sie-sind-iminternetgeboren-1.1127109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ich wünschte mir, unsere Politiker würden #iminternetgeboren.&#8221;<br />
</a></strong></p>
<p>Die CDU-Politiker Uhl und Kauder machten sich unter Netzaffinen durch <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1400390/Streit-um-Kontrolle-des-Internets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussagen</a> wie: &#8220;In Wahrheit wurde diese Tat [Anschlag in Oslo] im Internet geboren.&#8221; oder &#8220;Es ist Mode geworden, die Freiheitsrechte des Bürgers in den Vordergrund zu stellen&#8221; nicht gerade beliebt. Sie ernteten vielerseits Spott durch beispielsweise die Hashtags #iminternetgeboren und #modegeworden auf Twitter. Der Artikel auf sueddeutsche.de beschreibt den Generationskonflikt, der sich an den Reaktionen ablesen lässt, und erklärt, wie dieser vor allem durch die Angst vor dem Fremden ausgelöst werde. Auf dem ZDF-Blog Hyperland wird daher gefordert: „<a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/08/reisst-euch-endlich-zusammen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reißt Euch endlich zusammen!</a>“. Statt die Unwissenden oder Ignoranten in Politik und Wirtschaft mit Hohn zu überschütten und damit deren Meinung über den rechtsfreien Raum Internet zu bestätigen, solle die sogenannte digitale Boheme lieber auf sie zugehen und versuchen, ihnen das Netz näher zu bringen.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/32/P-op-ed-Anonymitaet/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieber anonym als verfolgt<br />
</a></strong></p>
<p>Jillian C. York beschreibt in ihrem Artikel auf Zeit Online sehr anschaulich, warum Anonymität auf Plattformen wie Facebook und Goggle+ wichtig für freie Meinungsäußerung und Vielfalt ist. Anonymität sei ein „Schutzschild vor der Tyrannei der Mehrheit“, zitiert sie den US-Richter John Paul Stevens. Dies gelte für Revolutionäre in der arabischen Welt genauso wie für Prominente, Politiker, Missbrauchsopfer, Homosexuelle und viele andere Menschen, die Angst vor seelischem oder gar körperlichen Schaden haben, wenn sie ihre Meinungen oder Anliegen öffentlich unter ihrem Realnamen kundtun. Die Direktorin der Electronic Frontier Foundation (EFF) wirft hier die wichtige Frage auf, welche digitalen Bürgerrechte die sozialen Netzwerke ihren Nutzern gewähren sollten. Dafür gibt es von uns in dieser Woche Platz 3.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft des Internet?!</a></strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a></p>
<p>Anlässlich des 20. Geburtstags des Internet bringt Spiegel Online eine dreiteilige Reihe mit dystopischen Zukunftsszenarien für das Netz. Im ersten Teil stellt Ole Reißmann vor, wie die Angst vor Cyberattacken und der Ruf nach mehr Kontrolle zunehmen werden, das Militär die Gelegenheit nutzen und an die Macht gelangen wird und das Internet nur noch aus einzelnen staatlich kontrollierten Ländernetzwerken bestehen wird. Im <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777105,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten</a> Teil malt Reißmann sich aus, wie Online-Konzerne ihre Macht ausweiten und schon bald nicht nur die gesamte On- sondern auch Offlinewelt der Nutzer organisieren werden. Der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777116,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">letzte</a> Teil der Serie entwirft das Szenario von der Stagnation des Marktes, da keine neuen Firmen gegen die bestehenden Online-Monopole werden ankämpfen können. Die Regierungen würden die Großkonzerne zerschlagen und so könnte für einen kurzen Augenblick „alles wieder denkbar sein im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten“. Horrorszenarien oder bald schon Wirklichkeit? Interessante Entwürfe, die zum Nachdenken anregen, sind es allemal.</p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/klicks_allein_bringen_die_mauer_nicht_zum_einstuerzen_1.11734350.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet für oder gegen die Demokratie?</a></strong></p>
<p>Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schrieb in dieser Woche über die Illusion vieler Internetoptimisten, soziale Netzwerke allein könnten Diktaturen stürzen, und über Freiheitskämpfer, die in Wirklichkeit keine sind. Heribert Seifert erinnert in seinem Artikel daran, dass das Internet neben den nicht von der Hand zu weisenden Erfolgen sozialer Netzwerke im Kampf gegen repressive Regime auch eine Vielzahl an Möglichkeiten für diese Regierungen böte, es für sich zu nutzen. Außerdem geht der Autor darauf ein, dass eine große Zustimmung im Internet nicht ausreiche, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Ein „Gefällt mir“-Klick könne eine Demonstration auf der Straße nicht ersetzen. Auch sollte man das Engagement von Staaten wie den USA kritisch hinterfragen, fordert Seifert, schließlich beschnitten diese selbst die Freiheiten ihrer Bürger im Netz.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,778260,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenPetition.de und der neue Personalausweis</a></strong></p>
<p>Ebenfalls zu unseren Favoriten der Woche gehörte ein Artikel über das Portal openPetition.de, auf dem man seit einigen Tagen mit Hilfe des neuen E-Personalausweises verbindliche und verifizierte Unterschriften im Internet abgeben kann. Spiegel Online berichtet, dass sogenannter „Slacktivism“ &#8211; also die Bereitschaft, sich nur bei solchen Aktionen zu engagieren, die wenig Anstrengung wie einen Klick erfordern &#8211; damit verhindert werden soll. Allerdings werde die Plattform bislang nur unzureichend genutzt und zeichne sich eher noch durch die Quantität als die Qualität der Beiträge aus. Auch an den Bundestag soll man auf der neuen Plattform Petitionen richten können. Dieser hat zwar eine eigene <a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petitionsplattform</a> im Internet, nutze für diese aber aus Angst vor Datenklau nicht die elektronische Ausweisfunktion.</p>
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		<title>Anonyme Rechercheure</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 15:25:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[GuttenPlag-Wiki]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Internet-Wiki sorgt derzeit für Aufregung in Deutschland. Auf der Website <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GuttenPlag</a> veröffentlichten Netzaktivisten in einer kollaborativen Aktion vermeintliche Plagiate aus Guttenbergs Dissertation. Doch wer steht hinter der Plattform? Und ist das überhaupt wichtig? 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Internet-Wiki sorgt derzeit für Aufregung in Deutschland. Auf der Website <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GuttenPlag</a> veröffentlichten Netzaktivisten in einer kollaborativen Aktion vermeintliche Plagiate aus Guttenbergs Dissertation. Doch wer steht hinter der Plattform? Und ist das überhaupt wichtig? </p>
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<!--break-->
</p>
<p>
Vor ca. einem Monat kämpfte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg noch für volle Aufklärung im Fall der auf der Gorch Fock zu Tode gekommenen Kadettin. Doch weder der Skandal auf der Gorch Fock, noch die vorher stattgefundene Kundus-Affäre brachten den derzeit beliebtesten Politiker Deutschlands so nahe an einen Rücktritt wie das GuttenPlag-Wiki. Mit dem Tool wurde der Verdacht erhärtet, dass Guttenberg große Teile seiner Dissertation aus anderen Quellen kopierte, ohne diese wissenschaftlich korrekt anzuzeigen. Das GuttenPlag-Wiki ist seitdem in aller Munde und die Affäre für den Verteidigungsminister noch lange nicht ausgestanden. Obwohl er mittlerweile seinen Doktortitel freiwillig zurückgab und öffentlich Reue zeigte.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/110218_guttenplag-wiki.png" alt="GuttenPlag-Wiki" title="GuttenPlag-Wiki" height="245" width="480" />
</p>
<p align="center">
<b>Screenshot vom GuttenPlag-Wiki</b>
</p>
<p>
Der Blogger Robin Meyer-Lucht <a href="http://carta.info/38395/guttenplag-cognitive-surplus-bei-der-arbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist überzeugt</a>: Ein vergleichbares redaktionelles Projekt in den Print-Medien hätte in entsprechend kurzer Zeit niemals zu solch umfangreichen und schnellen Ergebnissen führen können. Die seit vergangener Woche diskutierte Dissertation &quot;Verfassung und Verfassungsvertrag&quot;  hat neben Pressevertretern und Oppositionspolitikern auch eine Schar engagierter Internet-Nutzer auf den Plan gerufen. Die große Zahl derjenigen, die sich durch ihre Forumsbeiträge und durch Recherche in digitalen Bibliotheken an der Verifizierung der kritischen Textpassagen beteiligten, hatte innerhalb von nur einer Woche zu einem vorläufigen Abschlussbericht geführt.
</p>
<p>
Interessant erscheint aber auch die Frage, wer sich genau hinter GuttenPlag versteckt, denn über die  Identität der Urheber ist in den Medien bislang nur spekuliert worden. Dabei wirft die Tatsache, dass die Betreiber anonym bleiben wollen, auch einige Fragen auf.<br />
Es bleibt unklar, wer letztendlich für diesen offensichtlichen Erfolg der Netzcommunity verantwortlich zeichnet. Rund um das &quot;crowd-sourcing&quot;-Projekt GuttenPlag-Wiki herrscht bis heute Anonymität seitens der Plattformgründer und ihrer Zuträger. Dies scheint nachvollziehbar, blickt man auf mögliche persönliche oder  berufliche  Konsequenzen für die Mitarbeiter der Plattform. Der Kopf der Enthüllungswebsite WikiLeaks, Julian Assange, hatte sich hingegen offensiv in der Öffentlichkeit positioniert und muss sich seitdem mit diversen Vorwürfen, Anschuldigungen und  Klagen auseinandersetzen.  
</p>
<p>
Nun ist es denkbar, dass die Betreiber von GuttenPlag genau dies vor Augen hatten, als sie mit diversen Interviewanfragen konfrontiert wurden und auf Anonymität bestanden. Die Frage ist aber auch: Wäre die Arbeit des Wiki eine schlechtere, wenn z. B. herauskommen würde, dass die Betreiber oder Mitarbeiter einer gegnerischen Partei von zu Guttenberg angehörten? Wie würde dann die Öffentlichkeit mit den Informationen umgehen?   
</p>
<p>
Der Hinweis der Initiatoren, mit ihrem spontanen Wiki-Projekt keine parteipolitischen oder persönlichen Ziele verfolgen zu wollen, wird deswegen auch auf der Titelseite hervorgehoben. Die mediale Berichterstattung über Karl-Theodor zu Guttenbergs akademische Fehlleistungen und deren mögliche Auswirkungen auf seine zukünftige politische Karriere lassen sich andererseits nur schwer voneinander trennen. Damit werden anonyme &quot;Schwarm-Intelligenz&quot;-Projekte wie das GuttenPlag-Wiki auch zukünftig vor einer Herausforderung stehen: Durch die Wahrung von Anonymität ermöglichen sie einerseits einem breiten Unterstützerkreis die Möglichkeit der Partizipation. Andererseits werden sie durch die gewählte Anonymität bei ähnlich prominenten Fällen mit der Unterstellung zu kämpfen haben, politische oder persönliche Absichten zu verfolgen. Unabhängig von der Richtigkeit und Evidenz der jeweiligen kritischen Aufarbeitung.  
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von </i><i><a href="/user/jeggert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Johann Eggert</a></i></p>
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			</item>
		<item>
		<title>De Maizière reagiert auf Online-Konsultation</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/de-maiziere-reagiert-auf-online-konsultation-5082/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 09:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[e-konsultation.de]]></category>
		<category><![CDATA[BMI]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesinnenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Konsultation]]></category>
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					<description><![CDATA[Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat in einer Videobotschaft Stellung genommen zu den Reaktionen auf seinen &#34;Netzpolitischen Dialog&#34;. Auf der Webseite der Konsultation hatten in den vergangenen Wochen die Bürger die Gelegenheit, ihre Meinung zu den 14 netzpolitischen Thesen des Innenministers zu hinterlassen.
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat in einer Videobotschaft Stellung genommen zu den Reaktionen auf seinen &quot;Netzpolitischen Dialog&quot;. Auf der Webseite der Konsultation hatten in den vergangenen Wochen die Bürger die Gelegenheit, ihre Meinung zu den 14 netzpolitischen Thesen des Innenministers zu hinterlassen.</p>
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</p>
<p>
Der Bundesinnenminister hatte zu Beginn seiner Amtszeit einen &quot;Netzpolitischen Dialog&quot; begonnen, der nach vier Gesprächsrunden in der Formulierung von <a href="http://www.e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/Thesen%20Netzpolitik.pdf" target="_blank" title="Thesen zur Netzpolitik (pdf)" rel="noopener noreferrer">14 Thesen zu den Perspektiven deutscher Netzpolitik</a> gipfelte. Diese Thesen sind auf der <a href="http://www.e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden" target="_blank" title="E-Konsultation Netzpolitik" rel="noopener noreferrer">Webseite zum Dialog</a> zur Diskussion gestellt worden. In dem rund vierminütigen Video betont de Maizière, er strebe an, &quot;dass Misstrauen zwischen staatlichen Vertretern und der sogenannten Netzgemeinde zu überwinden&quot;. Dieses sei nicht in einem halben Jahr zu schaffen, aber möglich.
</p>
<p>
Zum Thema Netzneutralität sagte der Minister, dass er das Freiheitskonzept des Internet bewahrt wissen möchte. Dieses habe jedoch Grenzen bei der Bekämpfung von Kriminalität. Polizeiliche Maßnahmen müssen nach Ansicht von de Maizière auch die anonyme Nutzung des Webs begrenzen. Er bedauere zwar, dass Anonymität im Netz so groß geschrieben werde, denn &quot;zu einer bürgerlichen Gesellschaft gehöre, dass man seinen Namen sagt&quot;. Er respektiere aber, dass andere dieses anders sehen würden.
</p>
<p>
Zum Abschluss seines Statements ermunterte der Minister, auch weiterhin &quot;mit positiven und kritischen Anregungen&quot; sein <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_156/DE/Service/Kontakt/kontakt_node.html" target="_blank" title="Zur Kontaktseite des Bundesinnenministers" rel="noopener noreferrer">Ministerium zu kontaktieren</a>. </p>
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		<title>Ausweis des 21. Jahrhunderts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 11:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
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					<description><![CDATA[Der elektronische Personalausweis kommt. Ab November 2010 erhalten Bürger damit auch online die Möglichkeit eines vollwertigen Identitätsnachweises. Neben einem Plus an Sicherheit bei Internetgeschäften verspricht der nur noch scheckkartengroße Ausweis den virtuellen Behördengang Realität werden zu lassen. Kritik kommt von Datenschützern.
<p>
&#160;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mustermann" target="_blank" title="Familie Mustermann" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/eperso.jpg" alt="Vorderansicht des neuen Personalausweis, Quelle: BMI" title="Vorderansicht des neuen Personalausweis,  Quelle: BMI" height="190" width="320" /></a>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der elektronische Personalausweis kommt. Ab November 2010 erhalten Bürger damit auch online die Möglichkeit eines vollwertigen Identitätsnachweises. Neben einem Plus an Sicherheit bei Internetgeschäften verspricht der nur noch scheckkartengroße Ausweis den virtuellen Behördengang Realität werden zu lassen. Kritik kommt von Datenschützern.</p>
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<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mustermann" target="_blank" title="Familie Mustermann" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eperso.jpg" alt="Vorderansicht des neuen Personalausweis, Quelle: BMI" title="Vorderansicht des neuen Personalausweis,  Quelle: BMI" height="190" width="320" /></a>
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<b>Vielfältige Scheckkarte</b>
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Herzstück des neuen Personalausweises ist der integrierte Chip. Auf diesem werden jene Daten gespeichert, die beim herkömmlichen Ausweis nur aufgedruckt waren. Der Chip beinhaltet auf Wunsch des Bürgers zudem die neue Online-Ausweisfunktion, die digitale Signatur und Fingerabdrücke in digitaler Form. Die Online-Authentifizierung erfolgt mit Hilfe eines Ausweislesegerätes für den PC, welches separat zum Personalausweis erworben werden muss. Nach dem Einscannen des Ausweises, gibt der Nutzer eine sechsstellige Pin ein. Erst dann kann eine Transaktion zu Stande kommen.
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Vom 1. November 2010 an könnten Bürger so vom „sicheren Zugang“ zu E-Governmentangeboten und kommunalen Online-Bürgerdiensten, z.B. bei der Kfz- An-, Um- und Abmeldung profitieren, so ein Sprecher des Bundesinnenmisterium (BMI) gegenüber politik-digital.de. Nach Angaben des BMI hätten sich bisher dreißig Anbieter verpflichtet, ihre Angebote zum neuen Ausweis ab November auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Ein weiterer Schritt zum „virtuellen Bürgertum“ ist die digitale Signatur. Verträge, Anträge und Urkunden könnten auf virtuellem Weg rechtsgültig unterzeichnet werden &#8211; ohne Papier- und Portokosten. Das Zertifikat für die Unterschriftenfunktion müssen interessierte Bürger zusätzlich und kostenpflichtig bei <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/QES/Zertifizierungsdiensteanbieter/ZertifizierungsDiensteAnbietr_Basepage.html" target="_blank" title="Bundesnetzagentur" rel="noopener noreferrer">Anbietern</a> ihrer Wahl beantragen. Wer die neuen Optionen nutzen wolle könne dies „gerne tun“, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) während der Podiumsdiskussion zu seiner <a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation" target="_blank" title="Netzpolitische Grundsatzrede" rel="noopener noreferrer">netzpolitischen Grundsatzrede</a> am 22. Juni in Berlin, „wer nicht, lässt es bleiben“. Jeder könne den Ausweis benutzen „wie den Alten“. 
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<!-- Link zum Öffnen der Colorbox --><br />
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<!-- Inhalt der Colorbox --><br />
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Über das, was perspektivisch möglich sein wird, gibt die <a href="http://www.cio.bund.de/Anwendungstest" target="_blank" title="Anbieter im Anwendungstest" rel="noopener noreferrer">Liste</a> der noch im Anwendungstest befindlichen Dienste Aufschluss. Hier finden sich neben verschiedenen E-Governmentangeboten öffentlicher Stellen auch private Dienstleistungsanbieter, darunter namhafte Beispiele wie die VZ-Netzwerke.
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<b>Diskussion um Anbieter</b>
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Das letztgenannte Beispiel der privaten Dienstleister ist zugleich auch der Hauptkritikpunkt der Datenschützer. Der Personalausweis solle nicht „als Einladung“ für eine ausschließlich personalisierte und nicht anonyme Bereitstellung von Diensten „missverstanden“ werden, sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Weiterhin warnte er davor, das Angebot der Online-Identifikation als „Qualitätssiegel“ für Anbieter zu interpretieren. Diese erhielten ihre Zertifikate zur Datenabfrage „ausschließlich“ auf Grundlage einer „eigenen Erklärung“. Das BMI teilte auf Anfrage mit, dass derzeit noch „Leitlinien zur Prüfung der Erforderlichkeit von Datenübermittlungen“ an Diensteanbieter erarbeitet würden. Dies geschehe durch die Zusammenarbeit von Bundesverwaltungsamt, Diensteanbietern und den Datenschutzaufsichtsbehörden. Die Kriterien zur Vergabe existieren dagegen bereits im <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/607490/publicationFile/34857/eperso.pdf" target="_blank" title="Gesetz zum Personalausweis" rel="noopener noreferrer">„Gesetz über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis“</a>. Im Klartext: Es steht noch nicht fest, wie die Anträge der Anbieter überprüft werden sollen – und damit, wer Daten abfragen darf.
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<b>Nutzer in der Pflicht</b>
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Neue Aufgaben kommen auf den Bürger zu. Dieser kann entscheiden, welche Daten er bei der Online-Identifikation für den jeweiligen Anbieter freigibt. Auf dem <a href="http://www.personalausweisportal.de/cln_155/sid_F4A0ABD78416F8818F6A2E0641026C03/DE/Home/home_node.html" target="_blank" title="Personalausweisportal des BMI" rel="noopener noreferrer">Internetportal </a>zum neuen Personalausweis ist zu lesen, dass eine Vergabestelle entscheiden soll, welche Daten überhaupt für die Transaktion erforderlich sind. Der Nutzer hat die Möglichkeit, diese Auswahl weiter einzuschränken. Die Entscheidung, welche Daten übermittelt werden, liegt am Ende bei ihm. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, sieht darin eine „Auslagerung der Problematik Datenschutz“ auf den Bürger. Er sei in der Pflicht, Software und Lesegerät sicheren Standards zu beschaffen und sich über „Angriffsszenarien“ zu informieren, sagte sie auf der Podiumsdiskussion zu De Maizières netzpolitischer Grundsatzrede.</p>
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