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	<title>Ausbildung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Verwaltungsausbildung: Digitalisierung? Fehlanzeige!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Langkabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2015 08:29:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Einspruch]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Deutschland steht vor einem tiefgreifenden digitalen Wandel, der alle Lebens- und Arbeitsbereiche erfasst. Während die Wirtschaft sich bereits sehr konkret mit der digitalen Transformation beschäftigt, hinkt die öffentliche Verwaltung mit ihren Strukturen noch deutlich hinterher. Hier ist Basisarbeit gefragt. Ein Kommentar von Thomas Langkabel.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die digitale Transformation verändert mit Industrie 4.0 die Produktionslandschaft und das neue, mobile Arbeiten revolutioniert die traditionelle Büroarbeit. Gesundheitswesen, Dienstleistungen, Handel, Bildung und Landwirtschaft: Die Transformation betrifft alle Wirtschaftssektoren. „Auch die Verwaltung steht vor der Herausforderung einer nutzerorientierten, effizienten und innovativen Digitalisierung“, heißt es im Regierungsprogramm der großen Koalition. Für ein funktionierendes Staatswesen ist die effiziente, moderne Verwaltung quasi das Betriebssystem des gesellschaftlichen Lebens und unverzichtbar für die Zukunft des Landes. Öffentliche Finanzen, Ordnung und Sicherheit, Katasterwesen, Bildung, Ver- und Entsorgung, Kultur, Gesundheit, Infrastrukturen und Verkehr: Die öffentliche Verwaltung hat in vielerlei Hinsicht eine fundamentale Bedeutung für das Gemeinwesen.</p>
<p>Allerdings hinkt die Verwaltung fast flächendeckend dem Stand der Technik und damit den Möglichkeiten der digitalen Transformation hinterher. So nimmt Deutschland im Ranking der europäischen Nationen im Bereich „Digital Public Services“ gerade einmal den 18. Platz in einem EU-weiten Index ein, den <a href="http://www.zeit.de/schlagworte/personen/guenther-oettinger/index">EU-Digitalkommissar Günther Oettinger</a> im Februar dieses Jahres in Brüssel vorgestellt hat. „Die schwache Verbreitung von E-Government-Lösungen mag ein Indikator dafür sein, dass die Verfügbarkeit und die Verwendung von Online-Diensten der Öffentlichen Hand verbessert werden könnte“, urteilt der Bericht.</p>
<h3>Leuchtturmprojekte glänzen per Definition nur punktuell</h3>
<p>Ganz am Anfang steht Deutschland aber auch nicht. Es existiert bereits – allerdings nur für den Bund – ein E-Government-Gesetz, aus dem einzelne Länder eigene Bestimmungen abgeleitet haben, zum Beispiel der Stadtstaat Hamburg mit seinem Transparenzgesetz. Es gibt einen IT-Rat, in dem die CIOs der Bundes-Ressorts arbeiten, und einen IT-Planungsrat für die CIOs von Bund und Ländern. In der Digitalen Agenda für Deutschland fordert die Bundesregierung unter anderem „die verbessernde Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern mit der Verwaltung“, lässt aber offen, was genau sie darunter versteht und wie sie das umzusetzen möchte.</p>
<p>Es gibt Leuchtturmprojekte, zum Beispiel aus Ulm: Hier hat die Stadt im vergangenen Jahr seine Bürger beim Projekt „Neues Leben in der Hindenburgkaserne“ über die bevorstehende Umwandlung zunächst breit informiert, um anschließend eine Diskussion über die Zukunft der bisher militärisch genutzten Anlage führen zu können, die Mitte 2015 von der Bundeswehr an die Stadt Ulm übergeben wird. Auch einige andere Städte und Gemeinden beschäftigen sich mit innovativen Digitalisierungsthemen.</p>
<p>Flächendeckend für die gesamte Republik muss man jedoch feststellen: Es geschieht zu wenig. Statt zu handeln, diskutieren die Verantwortlichen über schwierige Rahmenbedingungen und Umsetzungshürden. Gründe für den ausbleibenden Wandel gibt es viele: fehlende Haushaltsmittel, föderale Strukturen und mangelnde Bedarfsformulierungen von Bürgern und Unternehmen. Ein anderer, fundamentalerer Mangel aber ist wesentlich bedeutender: Für eine nachhaltige digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung fehlen schlicht die Grundlagen – allen voran bei der Ausbildung des Personals.</p>
<h3>Niemand versteht mehr vom Fliegen als ein Vogel</h3>
<p>Wer kennt die Verwaltung am besten? Wer versteht die tägliche Verwaltungspraxis auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene wirklich? Es sind diejenigen, die sich tagtäglich in komplexen Verwaltungsprozessen bewegen, die den „kleinen Dienstweg“ verstehen, die mit Bürgern und Unternehmen zusammenarbeiten, die das System am Laufen halten – die Verwaltungsmitarbeiter selber. „Nur mit den Mitarbeitern wird dieser Veränderungsprozess gelingen“, formuliert denn auch die Bundesregierung in ihrem Programm „Digitale Verwaltung 2020“. „Sie haben die Kompetenz, das Wissen und die Ideen, die Innovationen möglich zu machen.“</p>
<p>An dieser einfachen Wahrheit gemessen, ist es dann aber einfach zu wenig, was getan wird, um diesen Kompetenzträgern das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben. Die Hilfe ist mangelhaft, um die Chancen der Digitalisierung verstehen und aus der täglichen Praxis heraus Innovationspotenziale erkennen zu können. Es ist zu wenig, um E-, Open- oder Mobile-Government nicht nur als Add-On zur normalen Verwaltung zu sehen, sondern daraus gelebten Alltag zu machen und die Verwaltung digital neu zu denken.</p>
<h3>Der Generationenwechsel wird das Problem nicht lösen</h3>
<p>Mittelfristig wird es in den öffentlichen Verwaltungen unseres Landes einen Generationenwechsel geben, weil eine hohe Zahl von Mitarbeitern aller Verwaltungsebenen demnächst in den Ruhestand geht. Unterschiedliche Studien sprechen von 30 bis 50 Prozent in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Wer aber nun glaubt, dass die Überwindung verwaltungsinterner Digitalisierungswiderstände ein demografisches Problem ist, irrt gleich doppelt.</p>
<p>Erstens wird die Verwaltung erhebliche Schwierigkeiten im „War of Talents“ haben. Schon heute leiden Unternehmen der freien Wirtschaft unter dem wachsendem Fachkräftemangel, viele Ausbildungsstellen bleiben auch dort inzwischen unbesetzt. Im Gegensatz zur Verwaltung kann die Privatwirtschaft prinzipiell aber deutlich leichtfüßiger darauf reagieren: mit höheren Gehältern, flexibleren Arbeitszeitmodellen sowie mobilen und attraktiven Arbeitsplätzen. Der Verwaltung bleiben die Anreize „Sicherheit“ und „Stabilität“, aber auch die verlieren mit fortschreitender Ausweitung befristeter Anstellungsverhältnisse in der Verwaltung langsam an Kraft.</p>
<h3>Auf dem Weg zur Verwaltungsausbildung 2.0?</h3>
<p>Zweitens, und hier liegt das größte Problem: Die Verwaltungsausbildung verschläft die Digitalisierung. Typischerweise findet die Ausbildung der Anwärter für den gehobenen Dienst in der öffentlichen Verwaltung für den Bund und die meisten Bundesländer in Deutschland in „Fachhochschulen für öffentliche Verwaltungen“ statt. Der Bologna-Prozess hat auch hier inzwischen zur Ausrichtung auf Bachelor- und Master-Studiengänge geführt.</p>
<p>In der Grundausbildung des Verwaltungsnachwuchses in Deutschland ist die Digitalisierung bislang nicht angekommen. Ein Studienplan für die „Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung“ der Verwaltungsfachhochschule eines Ost-Bundeslandes zum Beispiel weist unter der Studienfachgruppe „Verwaltungs- und Sozialwissenschaften“ Inhalte zur „Informations- und Kommunikationstechnik“ aus, die mit dem digitalen Wandel nicht mehr Schritt halten können. Dazu gehören Übungen zu „Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe“ von Daten, Exkurse zur Hardware (Zentraleinheit, Eingabegeräte, Ausgabegeräte) und zu „Programmiersprachen“. Nicht das, was man sich unter moderner IT vorstellt. Im gesamten Grundstudium sind dafür insgesamt 30 Stunden angesetzt. Das Internet lernt der Verwaltungsnachwuchs im Hauptstudium kennen. Dazu gehören Themen wie IT-Sicherheit und E-Government. Allerdings stehen auch hier nicht mehr als insgesamt 30 Stunden zur Verfügung, wobei auf das Thema E-Government ganze vier Stunden entfallen. Das ist angesichts der Komplexität der Aufgaben deutlich zu wenig.</p>
<p>Im Westen sieht es nicht besser aus: Eine „Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung“ bietet neben speziellen Bachelor-Studiengängen für den Polizeivollzugsdienst oder die Rentenversicherung auch zwei allgemeine Bachelor-Verwaltungsstudiengänge für den Kommunalen und den Staatlichen Verwaltungsdienst an, also für die Kommunal- und Landesebene. „Informationsverarbeitung“ mit Themen wie IT-Geschäftsprozessmanagement, IT-Projektmanagement und Anwendungssystementwicklung ist in dem einen Studiengang eine Wahlpflichtveranstaltung mit immerhin 48 Präsenzstunden – kann, muss aber nicht belegt werden. Der zweite Bachelor-Studiengang „Staatlicher Verwaltungsdienst – Allgemeine Verwaltung“ bietet Teilmodule zu Soziologie, Ethik, Psychologie und den Grundlagen der empirischen Sozialforschung. Bezüge zu aktuellen Themen der digitalen Transformation gibt es bei keinem dieser oder anderer Module.</p>
<h3>Digitalisierung findet in der Ausbildung praktisch nicht statt</h3>
<p>In den meisten Studien- und Ausbildungsgängen für den öffentlichen Verwaltungsnachwuchs finden die wirklich aktuellen und drängenden Fragestellungen der Digitalisierung also praktisch nicht statt: Abbau von Schriftformerfordernissen, Elektronische Aktenführung und Dokumentenmanagement, Kollaborationsplattformen, Elektronische Identitäten, eID des neuen Personalausweises, De-Mail, Umgang mit Sozialen Medien, Open Government, Open Data, Open Source, E-Partizipation, Transparenz, Cloud Computing, Big Data, Barrierefreiheit, IT und Cybersicherheit, BSI Angebote, Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Normen-Screening zum Bürokratieabbau fehlen auf der Agenda. Dabei geht es hier nicht um den Aufbau von Umsetzungskompetenzen für IT-Fachleute, sondern um ein essenzielles technologisches Grundverständnis zur Entwicklung von Beurteilungs- und Innovationskompetenzen für alle Verwaltungsmitarbeiter.</p>
<p>Es reicht auch nicht, für solche Themen Fortbildungskurse anzubieten, die später gegebenenfalls Budget- oder Ausbildungszeitbeschränkungen zum Opfer fallen und zudem ein freiwilliges Grundinteresse voraussetzen. Solche Angebote dienen ausschließlich dazu, nach erfolgter Grundschulung auf dem Stand der Technik zu bleiben und das Wissen geeignet weiter zu entwickeln. Fehlt die Grundausbildung in modernem Informationsmanagement, haben solche Weiterbildungsangebote keine echte Basis.</p>
<h3>Offensive „Verwaltungsausbildung für die Digitale Gesellschaft“</h3>
<p>Wir können es uns nicht länger leisten, die Verwaltungsausbildung vorwiegend auf Verwaltungsrecht und die Vermittlung von Soft Skills zu beschränken und das „Digitale“ in Word- und Excel-Kursen zusammenzufassen. Denn es gibt keinen Verwaltungsbereich mehr, für den die Digitalisierung heute nicht relevant ist, für den sich daraus nicht Chancen für bessere Dienste, größere Erkenntnisse, höhere Effektivität und Effizienz bieten. Wahrnehmen lassen sich diese Chancen am besten aus der täglichen Verwaltung heraus. Die großen Themen der Digitalisierung gehören daher in die Grundausbildung einer jeden Verwaltungslaufbahn.</p>
<p>Denn das auf der diesjährigen CeBIT ausgerufene Digitale Wirtschaftswunder wird scheitern, wenn die Verwaltung nicht mithalten kann. Der Bund und die Länder müssen daher eine ehrliche Bestandsaufnahme zum digitalen Kompetenzaufbau in ihren jeweiligen Ausbildungsgängen vornehmen. Eine Offensive zur Verwaltungsausbildung für die Digitale Gesellschaft gehört auf die Tagesordnungen der Innenministerkonferenzen und des Bundestagsausschusses Digitale Agenda – nicht irgendwann, sondern jetzt.</p>
<p>Bild: <a href="https://pixabay.com/en/mark-marker-hand-gears-995567/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geralt CC0 via pixabay</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
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</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Virtueller Schulbesuch in Furtwangen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 16:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die baden-württembergische Kultusministerin Marion Schick war am 22. Juli 2010 zum virtuellen Schulbesuch an der Robert-Gerwig-Schule in Furtwangen. Die Kultusministerin beantwortete im zweiten virtuellen Schulbesuch 60 Minuten lang Fragen der Schulgemeinde und von Bürgern - live im Videochat. Ein großes Thema waren neben den Videofragen der Schüler die Schulreformen, die derzeit im Saarland und in Hamburg durchgeführt werden.
<p>
&#160;
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die baden-württembergische Kultusministerin Marion Schick war am 22. Juli 2010 zum virtuellen Schulbesuch an der Robert-Gerwig-Schule in Furtwangen. Die Kultusministerin beantwortete im zweiten virtuellen Schulbesuch 60 Minuten lang Fragen der Schulgemeinde und von Bürgern &#8211; live im Videochat. Ein großes Thema waren neben den Videofragen der Schüler die Schulreformen, die derzeit im Saarland und in Hamburg durchgeführt werden.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
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<p>
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</p>
<p>
<i>Wenn Sie den Chat noch einmal sehen möchten, klicken Sie einfach auf das Bild. </i></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schulen bereiten schlecht auf Arbeit vor</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/schulen_bereiten_schlecht_auf_arbeit_vor-2351/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Wansleben]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildungsplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span class="fett">Am Donnerstag, 26. Juli, war Dr. Martin Wansleben,
der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags
(DIHK), zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de.
Er sprach über die Ausbildungsplatzsituation in Deutschland,
Anforderungen der Arbeitswelt und Ursachen des Fachkräftemangels.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span class="fett">Am Donnerstag, 26. Juli, war Dr. Martin Wansleben,<br />
der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags<br />
(DIHK), zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de.<br />
Er sprach über die Ausbildungsplatzsituation in Deutschland,<br />
Anforderungen der Arbeitswelt und Ursachen des Fachkräftemangels.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<b><b><b><b>Moderator:</b></b></b><br />
</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat. Heute ist Dr.<br />
Martin Wansleben zu uns ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Er ist<br />
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags.<br />
Dieser beklagt Fachkräfte- und Nachwuchsmangel für die<br />
deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig werden wieder tausende Jugendliche<br />
in diesem Jahr keine Lehrstelle finden. Liebe User, nutzen Sie die<br />
Gelegenheit, mit unserem Experten darüber zu diskutieren.
</p>
<p>
<b>Steffen_1:</b> Was halten sie von einem Grundrecht<br />
auf Ausbildung?
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/mwansleben85x.jpg" alt="Martin Wansleben" height="120" width="85" /><br />
<i>Dr. Martin Wansleben</i><br />
<i>Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und<br />
Handelskammertags</i>
</p>
<p>
<b> Martin Wansleben:<span class="normal"> </span></b><span class="normal">Ausbildung<br />
setzt immer voraus, dass sich diejenigen, die ausgebildet werden<br />
wollen und sollen, auch selbst engagieren. Ein Grundrecht auf Ausbildung<br />
würde allzu sehr eine Scheinwelt vorgaukeln. Wir setzen uns<br />
deshalb sehr dafür ein, dass jeder, der kann und will, eine<br />
Chance auf Ausbildung erhält. Das ist auch die Kernverpflichtung<br />
im Ausbildungspakt. Haben Sie selbst konkrete Ausbildungsprobleme,<br />
bei denen wir Ihnen helfen können? Bitte melden Sie sich dann.<br />
</span>
</p>
<p>
<b>F_Dreimann:</b> Was können Schulen und Unternehmen<br />
konkret unternehmen, um Schüler wieder mehr für Fach-<br />
und Ausbildungsberufe zu begeistern?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:<span class="normal"> </span></b>Vielfach<br />
hat Schule das Problem, dass Fächer sehr theoretisch behandelt<br />
werden. Wichtig ist deshalb, im Unterricht auch schwierige theoretische<br />
Fragen anhand ganz praktischer Beispiele zu erklären. Hier<br />
können Unternehmen zusätzlich helfen: durch Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter, die in die Klassen gehen, durch Unterrichtsstunden<br />
im Unternehmen und/oder durch Betriebspraktika. Im Rahmen der Aktion<br />
&quot;Schule und Wirtschaft&quot; geschieht hier eine Fülle.<br />
Wenn Ihre Schule noch keinen konkreten Unternehmenskontakt hat,<br />
wenden Sie sich bitte unter Bezug auf diesen Internetchat an Ihre<br />
regionale <a href="http://www.ihk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IHK</a>.
</p>
<p>
<b>luiseambaum:</b> Sollten die Unternehmen Ihrer Meinung<br />
nach mehr in die Lehrplanung an den Haupt- und Realschulen einbezogen<br />
werden? Gibt es Unternehmer, die daran Interesse hätten?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Sie treffen den Nagel auf den<br />
Kopf! Die Brücke zwischen Schule und Unternehmen ist entscheidend.<br />
Es gibt viele Unternehmen, die daran Interesse haben. Auch immer<br />
mehr Schulen öffnen sich für die Kooperation mit Unternehmen,<br />
aber diese Zusammenarbeit bezieht sich wohl eher auf die konkrete<br />
Ausgestaltung von Unterricht und weniger auf die Gestaltung von<br />
Lehrplänen. Hier ist zuallererst die Kultusverwaltung gefordert.<br />
Wir werben allerdings sehr dafür, sowohl bei Unternehmen, als<br />
auch bei Schulen. Auch wenn es schon viele Kontakte gibt, kann und<br />
sollte da noch einiges geschehen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Hier kommen zwei Fragen die<br />
in die gleiche Richtung zielen:
</p>
<p>
<b>Prome:</b> Spielt das Kriterium „Zeugnis“<br />
immer noch eine so prägende Schlüsselrolle ?
</p>
<p>
<b>Starek:</b> Warum verlangen Firmen einen immer<br />
höheren Abschluss für eine „minderwertigere Arbeit“<br />
(Bezug auf Abschluss)? Eine zu große Auswahl? Zu schlechte<br />
Erfahrungen?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Das Zeugnis ist nun mal<br />
der einzige Leistungsnachweis, der da ist. Häufig macht man<br />
allerdings die Erfahrung, dass ein Zeugnis den Menschen nicht wirklich<br />
gerecht wird. Im Rahmen des Ausbildungspaktes hat die Wirtschaft<br />
deshalb die so genannten Einstiegsqualifizierungen eingeführt.<br />
Sie helfen auch Schülerinnen und Schülern mit schlechteren<br />
Zeugnissen durch Bewährung in der betrieblichen Praxis, den<br />
Einstieg in die betriebliche Ausbildung zu finden. Wissenschaftliche<br />
Studien zeigen, dass wir hier eine Übernahmequote von knapp<br />
70 Prozent erreichen. <br />
Und an Starek: Je teurer wir sind, desto besser müssen wir<br />
sein. Oder andersherum: Unseren relativ hohen Lebensstandard können<br />
wir in Deutschland und auf den Märkten der Welt nur durch bessere<br />
Produkte und Leistungen verdienen. Das ist der Grund, warum wir<br />
alle stets danach trachten und trachten müssen, besser zu werden.<br />
Das setzt auch die Unternehmen im Wettbewerb gehörig unter<br />
Druck. Am Ende gilt aber auch: Wenn man zu hohe Qualifikationen<br />
fordert, frustriert man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit zu<br />
leichter Arbeit.
</p>
<p>
<b>Heinz21:</b> Wieso werden Auszubildende zunehmend<br />
als billigste Arbeitskräfte missbraucht und an anderer Stelle<br />
kommen dann die Klagen über einen angeblichen Fachkräftemangel?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Die Wirtschaft hat im Rahmen<br />
des Ausbildungspaktes seit 2004 trotz miserabler Konjunktur und<br />
sinkender Beschäftigung die Anzahl der Ausbildungsplätze<br />
erhöht. Ein Großteil des Fachkräftemangels ist auch<br />
darauf zurück zu führen, dass wir zu wenig Hochschulabsolventen<br />
im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften haben. Hier muss<br />
noch viel geschehen &#8211; betriebliche Ausbildung soll im betrieblichen<br />
Alltag stattfinden. Das ist ihre spezifische Qualität. Missbrauch<br />
sollte nicht stattfinden. Wenn Sie diesbezüglich Beschwerden<br />
haben, wenden Sie sich bitte an den Ausbildungsberater Ihrer regionalen<br />
IHK.
</p>
<p>
<b>florentine:</b> In welchen Ausbildungsbereichen<br />
gibt es denn die größten Defizite an Bewerbern? Wo hingegen<br />
kann die Nachfrage der Unternehmen mit ausreichend geeigneten Kandidaten<br />
befriedigt werden?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Probleme haben insbesondere<br />
die Unternehmen, die in sehr anspruchsvollen Ausbildungsberufen<br />
ausbilden, zum Beispiel im IT- und Medienbereich. Aber auch in Berufen<br />
wie den Mechatronikern und den Industriekaufleuten. Auf der anderen<br />
Seite gibt es aber auch Ausbildungsplätze, bei denen das Ausbildungsniveau<br />
weniger hoch ist und die dennoch frei bleiben, wie zum Beispiel<br />
im Nahrungsmittelhandwerk, Metzger, Bäcker et cetera.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Warum bleiben diese frei?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Offensichtlich finden Jugendliche<br />
diese Berufe zu wenig attraktiv, zum Beispiel wegen Arbeitszeiten<br />
oder Arbeitsbedingungen. Immer mehr wollen „Weiße-Kragen-Berufe“<br />
und nicht den „Blaumann“. Ich empfehle deshalb dringend<br />
zu mehr Flexibilität, zu weniger Vorurteilen. Wichtig ist zunächst<br />
einmal der Einstieg in die konkrete Ausbildung. Eine Ausbildung<br />
erleichtert es allemal, seinen Weg im Arbeitsleben zu finden.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Noch einmal zwei ähnliches Fragen:
</p>
<p>
<b>Herr Gonzo:</b> Kann man denn mit nur einer Ausbildung<br />
überhaupt noch Karriere machen? Unternehmen stellen doch nur<br />
noch High Potentials ein. Zum Teil kommt man doch nicht mal mehr<br />
mit Abitur und/oder Studium weit?
</p>
<p>
<b>Prakti:</b> Kann man nicht Angestellte ohne Hochschulabschluss<br />
noch offensiver nachschulen, so dass sie Positionen von Akademikern<br />
übernehmen können?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Die betriebliche Ausbildung<br />
oder das Hochschulstudium können immer nur der Einstieg ins<br />
Berufsleben sein. Entscheidend für das Weiterkommen sind das<br />
Engagement des Einzelnen und seine Bereitschaft und Fähigkeit<br />
ständig, ob im Rahmen von Weiterbildungen oder im betrieblichen<br />
Alltag, hinzu zu lernen. Keine Ausbildung gibt einem heute die Garantie<br />
für Karriere. Umgekehrt gilt allerdings auch: Wer gut ist,<br />
findet seinen Weg, ob in der jetzigen Firma oder woanders. Der DIHK<br />
setzt sich sehr dafür ein, dass diejenigen, die eine betriebliche<br />
Ausbildung durchlaufen haben, bei entsprechender Eignung nachher<br />
auch studieren können oder zum Beispiel über entsprechende<br />
Weiterbildungskurse den Titel „Bachelor Professional“<br />
erhalten.
</p>
<p>
<b>KTG:</b> Die Berufsinformation auf meinem Gymnasium<br />
lässt ziemlich zu wünschen übrig. Vor allem bekommen<br />
wir wenige Infos über Ausbildungsjobs, alles konzentriert sich<br />
aufs Studium. Sollte sich hier nicht was ändern?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Meine drei Söhne haben<br />
leider dieselben Erfahrungen gemacht.<br />
Mein Rat: bei der regionalen IHK oder auch bei der <a href="http://www.arbeitsagentur.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesagentur<br />
für Arbeit</a> finden Sie eine Fülle von Erstinformationen.<br />
Für alle weitergehenden Fragen stehen die dortigen Berater<br />
gerne zur Verfügung.
</p>
<p>
<b>needajob:</b> Welche Qualifikationen fehlen den erfolglosen<br />
Bewerbern auf eine Ausbildung am häufigsten? Könnte unser<br />
Schulsystem diese in seiner gegenwärtigen Form vermitteln oder<br />
halten sie eine neue Bildungsreform für zwingend nötig?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Die Frage triff voll ins Schwarze.<br />
Die Eltern müssen sich mehr um die Bildung der Kinder kümmern.<br />
Wir brauchen bessere Kindergärten. Wir brauchen bessere Schulen.<br />
Wir brauchen aber auch Jugendliche, die wissen: Ohne Fleiß<br />
kein Preis! Bezüglich der von den Unternehmen festgestellten<br />
Defizite machen wir regelmäßig Umfragen. Die Unternehmen<br />
sehen Defizite beim mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen<br />
und den elementaren Rechenfertigkeiten. Hier sind in der Tat die<br />
Schulen gefragt. Leider gibt es aber auch immer wieder viel zu viele<br />
Jugendliche, die nicht so gerne aufstehen, und die bestimmte Berührungsängste<br />
haben mit der Regelmäßigkeit des betrieblichen Alltags.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Früher war alles besser?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Ein tolles Lied von den Wise<br />
Guys, das alles auf den Punkt bringt!
</p>
<p>
<b>Hape_2:</b> Halten Sie deutsche Jugendliche für<br />
zu unflexibel im europäischen Vergleich?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> In der Regel sind trotz aller<br />
bekannter Mängel die meisten deutschen Schulen besser als in<br />
vielen anderen europäischen Ländern. Die Ausgangssituation<br />
für deutsche Jugendliche ist also gar nicht so schlecht und<br />
alle Statistiken zeigen, dass Jugendliche mit abgeschlossener betrieblicher<br />
Ausbildung (Lehre) bessere Chancen haben, als die Jugendlichen in<br />
den meisten europäischen Nachbarländern. Gerade aber in<br />
den kleineren, so genannten Reformstaaten, also in den baltischen<br />
Staaten, Ungarn, Tschechien, Slowakei et cetera, wissen die Jugendlichen<br />
sehr unmittelbar, dass sie sich zusätzlich anstrengen müssen.<br />
Wenn man das sieht, wird deutlich, dass sich auch bei uns manch<br />
eine/r mehr anstrengen könnte.
</p>
<p>
<b>die jugend von heute:</b> Woher kommt das denn, das<br />
Jugendliche mit der Arbeitswelt „Berührungsängste“<br />
haben? Wer hat hier versagt?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Die Arbeitswelt steht nun mal<br />
für den „Ernst des Lebens“. Diese Arbeitswelt kommt<br />
zudem zu wenig in der Schule vor und ist zu sehr unbekannt. Außerdem<br />
gibt es viel zu viele Erwachsene, die glauben, es wäre richtig,<br />
über ihre Arbeit zu schimpfen. So kommt schon mal die Zuversicht<br />
für die Kinder zu kurz. Mein Rat: Nicht bange machen lassen!<br />
Nach der Schule war für mich das Leben einfacher!
</p>
<p>
<b>die jugend von heute:</b> Aber das war doch früher<br />
nicht wirklich anders? Oder meinen Sie, dass früher das Leben<br />
allgemein härter war und die Jugendlichen einen harten Alltag<br />
also schon gewöhnt waren?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Hören Sie sich bitte den<br />
Song von den Wise Guys an. Da wird alles beantwortet: Nur nicht<br />
den Sprüchen auf den Leim gehen, dass früher alles besser<br />
war. Übrigens waren wir in Deutschland noch nie so reich wie<br />
jetzt, hatten noch nie so gute Autos, konnten noch nie so komfortabel<br />
Reisen et cetera. Und das kann ja wohl nicht zustande kommen, wenn<br />
wir schlechter wären oder schlechter arbeiten.
</p>
<p>
<b>KTG:</b> Nach Pisa und einigen anderen Studien ist<br />
in Deutschland die soziale Kluft zwischen armen und reichen Schülern,<br />
also auch bei denen, die sich später um Ausbildungsplätze<br />
bewerben, sehr hoch. Bessere Chancen haben Schüler aus besseren<br />
Familien. Wie könnten Politik und Wirtschaft hier gegensteuern?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Das Hauptthema ist die<br />
Frage der Betreuung der Kinder durch die Familien. Da wir anders<br />
als zum Beispiel in Skandinavien oder Frankreich für Kleinkinder<br />
weniger Institutionen haben wie Kindergärten, Horte, Krippen<br />
et cetera, ist die individuelle Situation in der Familie schicksalsbestimmender.<br />
Deshalb müssen sich die Eltern mehr anstrengen und deshalb<br />
brauchen wir eine bessere zusätzliche Kinderbetreuung. Dafür<br />
setzt sich der DIHK sehr ein. Mit Kinderbetreuung darf dabei nicht<br />
nur gemeint sein, die Kinder bloß zu verwahren. Wichtig ist,<br />
die Kinder sehr frühzeitig zu fördern.
</p>
<p>
<b>hauke07:</b> Welche Programme unterhält denn<br />
die IHK, um Jugendlichen, die keine Ausbildungsstelle bekommen,<br />
zu helfen?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Allen Jugendlichen, die<br />
bis Ende September noch keine Lehrstelle gefunden haben, werden<br />
von den IHKs und den Arbeitsagenturen zu einer gemeinsamen Nachvermittlung<br />
eingeladen. Diese gibt es flächendeckend in ganz Deutschland.<br />
In den letzten Jahren ist es fast vollständige gelungen, jedem<br />
der dort erschienenen Jugendlichen ein Angebot zu machen. Leider<br />
nehmen nur rund 60 Prozent der Eingeladenen diese Chance wahr. In<br />
Berlin waren es im letzten Jahr sogar nur ein Drittel.
</p>
<p>
<b>theObserver:</b> Wenn Sie Fachkräftemangel beklagen<br />
&#8211; warum engagieren sie sich dann nicht stärker in der Förderung<br />
von Studenten/Azubis in den fehlenden Bereichen? Wie wäre es<br />
mit Stipendien für Ingenieur-Studenten?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Immer mehr Unternehmen suchen<br />
gerade den Kontakt zu Ingenieur-Studenten. Nicht wenige bieten sogar<br />
die finanzielle Unterstützung, dann allerdings gegen konkrete<br />
Leistungsverpflichtungen. Und die Verpflichtung, nachher auch im<br />
Unternehmen zu arbeiten. <br />
Außerdem wird das Angebot an dualen Studiengängen (Berufsakademien)<br />
immer umfassender. Hier erhalten die Studenten analog zur Ausbildungsvergütung<br />
sogar regelmäßig ihr Geld.
</p>
<p>
<b>SunshineReggae:</b> Sie haben den Pläne<br />
des Arbeitsministeriums begrüßt, den deutschen Arbeitsmarkt<br />
für EU-Bürger bereits vor 2009 zu öffnen. Was planen<br />
Sie zu tun, damit dieses Thema nicht im Sand verläuft?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Sie können sicher<br />
sein: Wir bleiben dran! Die Pläne der Bundesregierung sind<br />
bereits eine erste Antwort auf unser Drängen &#8211; aber auch auf<br />
die Daten und Fakten, die wir liefern.<br />
Angesichts der positiven Erfahrungen vieler unserer Nachbarn und<br />
angesichts unserer demographischen Situation gibt es zu offenen<br />
Grenzen für Fach- und Führungskräfte aus aller Welt<br />
keine Alternative.
</p>
<p>
<b>hert:</b> Mit welchen Zahlen würden sie den Mangel<br />
an Fachkräften aktuell beziffern? Ist dieser Bereich akut kritisch<br />
zu bewerten? Warum?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Die Anzahl der Arbeitsplätze<br />
ist nicht fix. Je schneller wir die Fachkräftelücke schließen<br />
könnten, desto schneller könnten die Unternehmen ihre<br />
Aufträge hier in Deutschland abarbeiten. Desto mehr könnte<br />
Deutschland vom weltweiten Boom profitieren. Desto mehr Arbeitsplätze<br />
würden entstehen. Wir haben in Bayern eine Umfrage gemacht,<br />
die zeigt, dass je internationaler Unternehmen agieren, desto größer<br />
der Prozentsatz der Unternehmen ist, die freie Stellen nicht mehr<br />
besetzen können. Allein für Bayern schätzen wir auf<br />
Basis dieser Umfrage den akuten Fachkräftemangel auf 24.000.<br />
In diesem Jahr haben 980.000 Jugendliche die Schulen verlassen &#8211;<br />
nur 800.000 Kinder sind eingeschult worden. Da kommt noch einiges<br />
auf uns zu!
</p>
<p>
<b>KH:</b> In wie weit hat die Industrie es versäumt,<br />
rechtzeitig adäquate Ausbildungsgänge (zum Beispiel Studium<br />
inklusive Ausbildung) anzubieten, um einem drohenden Fachkräftemangel<br />
zu begegnen?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Die Ursachen für den Fachkräftemangel<br />
sind leider sehr vielfältig. Wenn ich meine eigenen Erfahrungen<br />
und die Erfahrungen meiner Kinder zugrunde lege, drängt sich<br />
mir der Eindruck auf, dass gerade die Schulen vor technischen und<br />
naturwissenschaftlichen Fächern eher abschrecken, als die Jugendlichen<br />
dazu zu motivieren. Die Wirtschaft wirbt seit Jahren für mehr<br />
Fachkräfte, aber Eines ist auch völlig unbestritten: In<br />
den hinter uns liegenden schlechten Jahren mussten viele Unternehmen<br />
Arbeitsplätze abbauen, um selbst zu überleben. Das hinterlässt<br />
seine Spuren. Umso wichtiger ist, dass jetzt die Politik und wir<br />
alle dran bleiben, die endlich wieder positive wirtschaftliche Entwicklung<br />
in Deutschland und Europa zu stabilisieren.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Eine Stunde tagesschau-Chat ist schon<br />
wieder vorüber. Ein Dank an unsere User für die vielen<br />
Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten. Herr Wansleben,<br />
möchten Sie noch ein Schlusswort an die User richten?
</p>
<p>
<b>Martin Wansleben:</b> Auch wenn manches im ersten<br />
Blick nicht so ganz einfach erscheint, steckt in den Meisten von<br />
uns mehr als wir denken. Deshalb mein Rat: sich einbringen, jeden<br />
Tag von neuem dran bleiben und zur Aufmunterung empfehle ich &quot;Nie<br />
mehr zweite Liga&quot; (von welcher Gruppe wohl?).
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Vielen Dank für Ihr Interesse<br />
und vielen Dank an Herrn Wansleben. Das Protokoll des Chats ist<br />
in Kürze zum Nachlesen auf den Seiten von tagesschau.de und<br />
politik-digital.de zu finden. Das tagesschau-Chat-Team wünscht<br />
noch einen schönen Tag!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die virtuelle Universität schlechthin wird es nicht geben</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/hats-geklickt/elearningmandl-shtml-2580/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hat's geklickt?]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach mit 
                      Professor Dr. Heinz Mandl, Inhaber des 
                      Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der 
                      Ludwig-Maximilians-Universität München. Als einer der führenden deutschen Wissenschaftler forscht Prof. Mandl u.a. in den Bereichen e-Learning, Wissensmanagement und problemoriertes, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach mit<br />
                      <a href="http://home.emp.paed.uni-muenchen.de/%7Emandl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Professor Dr. Heinz Mandl</a>, Inhaber des<br />
                      <a href="http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie</a> an der<br />
                      <a href="http://www.uni-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ludwig-Maximilians-Universität München</a>. Als einer der führenden deutschen Wissenschaftler forscht Prof. Mandl u.a. in den Bereichen e-Learning, Wissensmanagement und problemoriertes, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen.<!--break-->
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Seit wann befassen Sie sich mit e-Learning und was hat Sie dazu bewegt, in diesem Bereich zu forschen?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Wir haben schon vor 15 Jahren damit begonnen, mit Computern interaktive Videoprogramme zu erstellen. Eigentlicher Hintergrund ist aber, dass uns das Lernen interessiert und wir im e-Learning eine große Chance sehen, die Diskussion über eine neue Lernkultur voranzubringen.<br />
                    <br />Für uns sind interaktive Medien ein trojanisches Pferd und wir halten sie für einen guten Anlass, das Lernen und die Lernkultur zu überdenken. Das e-Learning stellt ja besondere Herausforderungen an den Lernenden; es ist zum Beispiel sehr viel mehr eigenverantwortliches und kooperatives Lernen möglich. Diese Aspekte, die für uns ganz zentral sind, werden in der bisherigen Lernkultur allerdings eher ignoriert. Die heutigen Lernstrukturen zielen sehr stark auf die Vermittlung von Wissen ab und vernachlässigen dabei bestimmte Kompetenzen, die man im späteren Leben für die Wissensgesellschaft braucht: nämlich die Kompetenz, sich selber Wissen anzueignen, anstatt immer vom Lehrer bei der Hand genommen zu werden, außerdem die Fähigkeit kooperativ zu lernen und zu arbeiten.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Inwieweit wird das, was man in der Forschung entwickelt, in der Praxis tatsächlich implementiert?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Natürlich bringen wir Ideen aus der Forschung in die Praxis ein. Aber die Weiterbildung zum Beispiel wartet gar nicht auf die Forschung, sondern dort wird einfach ausprobiert. Wir lernen also auch von der Praxis und versuchen dann, bestimmte Aspekte genauer zu untersuchen. Beispiel: Ein Schwerpunkt in unserer Forschung, übrigens auch ein DFG-Schwerpunktprogramm, ist netzbasierte Wissenskommunikation in Gruppen. Wir veranstalten dazu virtuelle Seminare und beobachten, wo Probleme auftreten, etwa in der Kooperation zwischen den Studierenden. In einem Grundlagenprojekt, wo man mehr unter kontrollierten Bedingungen arbeitet, werden zum Beispiel Kooperationsskripts entwickelt und erprobt, die die Zusammenarbeit unterstützen. Die neuen Erkenntnisse fließen dann wieder in die Anwendung, also in die virtuellen Seminare ein.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Arbeiten Sie in den virtuellen Seminaren mit der Metaphorik traditioneller Seminare, gibt es eine Tafel, das Melden eines Studenten, den eingeschlafenen Kommilitonen usw. im übertragenen Sinne? Wie kann man sich so ein virtuelles Seminar vorstellen?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Das virtuelle Seminar beginnt mit einem Tagesworkshop, an dem die Teilnehmer real zusammenkommen, eine Einführung erhalten und Gruppen bilden. Von da ab läuft alles über die virtuelle Lernplattform, von der sie Aufgaben entnehmen, zu denen sie in Kooperation und mit Hilfe von Literatur Lösungen finden müssen. In diesem Prozess werden sie von einem Teletutor unterstützt. Sicher gibt es im virtuellen Seminar auch den eingeschlafenen Studenten, sogenannte Trittbrettfahrer. Wir überlassen es aber den einzelnen Gruppen, Regeln zur Zusammenarbeit aufzustellen. Sie können dann selbst entscheiden, ob ein Trittbrettfahrer rausfliegt oder ob er mitgezogen wird.<br />
                    <br />Im Gegensatz zu herkömmlichen Veranstaltungen erfordert das virtuelle Seminar allerdings einen höheren Arbeitsaufwand. Mit 5-6 Stunden pro Woche Arbeit muss man rechnen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Vorteile hat e-Learning gegenüber dem traditionellen Präsenzlernen?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Die Vorteile liegen in der Zeit- und Ortsunabhängigkeit. Man kann beim e-Learning auch um Mitternacht noch ein Thema oder eine Aufgabe bearbeiten. Und ob man nun von Nürnberg, München oder Berlin aus mit anderen zusammen arbeitet, spielt auch keine Rolle.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie argumentieren Sie bei dem Vorwurf, beim e-Learning käme die soziale Komponente zu kurz, die Studierenden würden vor ihrem Computer vereinsamen?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Es stimmt natürlich, dass die soziale Komponente nicht so direkt ist. Beim E-mail-Kontakt sieht man sich ja nicht und kann keine Mimik und Gestik austauschen.<br />
                    <br />Das impliziert natürlich Einschränkungen. Wenn es aber um Sachverhalte geht und nicht um zwischenmenschliche Beziehungen, macht es unseren Untersuchungen zufolge keinen Unterschied, ob der Gegenüber präsent ist oder nicht. Wir haben auch herausgefunden, dass der Wissenstransfer bei einer Videokonferenz nicht geringer ist als in einer Face-to-Face-Situation. Auch die Qualität bei der Problemlösung variiert nicht.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche neuen Rollen und Herausforderungen birgt e-Learning für die Lehrenden?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Der Kern des virtuellen Seminars ist der Ansatz des problemorientierten Lernens. Diesem neuen Ansatz liegt eine konstruktivistische Auffassung vom Lernen zu Grunde, die sehr stark von Eigenaktivität, Selbststeuerung und Kooperation ausgeht. Es ist natürlich für die Lehrenden nicht einfach, Lernumgebungen mit solchen Ansprüchen zu gestalten.<br />
                    <br />Technische Schwierigkeiten stellen dabei eher ein geringes Problem dar. Das Hauptproblem ist, dass bis jetzt nicht viele Lehrende in der Lage sind, problemorientierte Lernumgebungen zu gestalten, wo die Studierenden sich aktiv, selbstgesteuert und kooperativ einbringen können. Lehrende müssen Abstand nehmen vom bloßen Präsentieren von Informationen, denn insbesondere bei der Arbeit mit neuen Medien wäre es ja doch sehr langweilig, immer nur Vorlesungen auf dem Bildschirm abzuspielen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Inwiefern müssen sich die Lernenden umstellen?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Die Lernenden müssen vor allem Selbststeuerungs- und Kooperationsfähigkeit besitzen, da bei unserem Lern-Lehransatz die Eigeninitiative und Gruppenarbeit im Vordergrund stehen. Vor allem letzteres ist eine Herausforderung, weil Kooperation im Schul- und Universitätssystem bisher wenig Berücksichtigung findet. Auch Medienkompetenz ist eine wichtige Qualifikation: Der Lernende muss in der Lage sein, Informationen kritisch zu beurteilen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wird e-Learning in einigen Bereichen, zum Beispiel in der Weiterbildung, bevorzugt eingesetzt?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Ja, gerade in der Weiterbildung stößt e-Learning auf großes Interesse. Ein Beispiel ist der Knowledge Master, ein virtuelles Weiterbildungsangebot, das von uns zusammen mit Siemens entwickelt wurde. Da können Leute aus der ganzen Bundesrepublik teilnehmen, ohne für längere Zeit aus dem Arbeitsprozess herausgerissen zu werden. Innerhalb der halbjährigen Weiterbildungsveranstaltung gibt es insgesamt nur fünf Präsenztage, die andere Zeit arbeiten die Teilnehmer in Gruppen virtuell im Internet. Natürlich ist diese Form der Weiterbildung für Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer nicht einfach über einen längeren Zeitraum entbehren können, kostensparender.<br />
                    <br />E-Learning wird für die Weiterbildung eine höhere Bedeutung haben als für die Ausbildung. An Universitäten und Schulen werden wir wohl eine Mischform erleben, wo ein Teil des Unterrichts virtuell stattfindet, der andere aber weiterhin in Form von Präsenzveranstaltungen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Tut die Regierung Ihrer Ansicht nach genug, den Einsatz neuer Medien an öffentlichen Bildungsinstitutionen zu fördern?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Die finanzielle Unterstützung des e-Learning ist, was die Schulen und Hochschulen betrifft, sehr groß. Der Bund hat den Universitäten in der letzten Zeit 200 Millionen DM zur Verfügung gestellt, um virtuelle Studiengänge zu entwickeln. In der Regel sind es Gemeinschaftsprojekte, an denen verschiedene Universitäten kooperativ arbeiten. So wird die Nachhaltigkeit der Projekte gesichert, was ja auch im Sinne des Geldgebers ist.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie reformbereit zeigt man sich an Universitäten und Schulen, neue Medien in den Unterricht zu integrieren, in finanzieller und didaktischer Hinsicht?</p>
<p>
                    <strong>Prof. Dr. Heinz Mandl:</strong> Die Diskussion wird ja so geführt, als würde es nur noch e-Learning geben. Man muss aber verstehen, dass es die virtuelle Universität schlechthin kaum geben wird. Man braucht immer noch reale Interaktion und ein wirkliches Zusammentreffen der Lernenden. Alles rein virtuell zu machen, ist im Rahmen eines universitären Erststudiums kaum möglich und wenig erstrebenswert.<br />
                    <br />Da Schulen und Universitäten jetzt finanziell unterstützt werden, können sie technisch aufrüsten und neue Curricula entwickeln. Eine besondere Herausforderung besteht noch auf Seiten der Didaktik: Wie gestaltet man motivierende Lernumgebungen, die selbstgesteuertes und kooperatives Lernen unterstützen? Wie können hierbei Präsenz- und virtuelle Lernumgebungen miteinander verbunden werden? Die Vorstellung von der Omnipotenz des e-Learning wird durch einen solchen Ansatz relativiert. So bleibt Raum für verschiedene Formen des Lehrens und Lernens.<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital: </strong>Vielen Dank für das Gespräch!<br />
                    </p>
<p>Das Interview mit Professor Dr. Heinz Mandl führte Ines Robbers.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Duales Ausbildungssystem in der New Economy &#8211; Expertenchat zum Thema in Kooperation mit NADIV</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/duales_ausbildungssystem_in_der_new_economy_expertenchat_zum_thema_in_kooperation_mit_nadiv-402/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/duales_ausbildungssystem_in_der_new_economy_expertenchat_zum_thema_in_kooperation_mit_nadiv-402/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz Kaschel-Arnold]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
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		</tr>
	</tbody>
</table>
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										<content:encoded><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
<tbody>
<tr>
<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!--break--><br />
<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<table border="0" width="99%">
<tbody>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td> Herzlich willkommen beim Expertenchat von politik-digital und dem<br />
			&quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (nadiv) aus Schleswig-Holstein. Dies<br />
			ist der erste von insgesamt vier Experten-Chats des Forschungsverbundes<br />
			nadiv, in denen der Frage nachgegangen wird, welches<br />
			Arbeitsmarktpotenzial in den Neuen Medien steckt. Der Titel des<br />
			heutigen Expertenchats: &quot;Ist das duale Ausbildungssystem für die New<br />
			Economy noch sinnvoll?&quot; Unser Gast ist Karl-Heinz Kaschel-Arnold, als<br />
			Abteilungsleiter bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi/IG Medien<br />
			zuständig für berufliche Bildung und Technologie. Guten Tag Herr<br />
			Kaschel-Arnold!<br />
			Erste Frage: Herr Kaschel-Arnold hat als Arbeitnehmervertreter in<br />
			verschiedenen Expertengruppen an der Schaffung neuer<br />
			Arbeitsbezeichnungen mitgewirkt. Dank Ihnen gibt es nun also zum<br />
			Beispiel die Berufsbezeichnung &quot;Mediengestalter/in für Digital- und<br />
			Printmedien&quot;. Lassen Sie uns doch hier gleich einsteigen: Warum<br />
			brauchen wir solche neuen Berufsbezeichnungen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Hallo! Berufsbezeichnungen kennzeichnen einen wesentlichen Punkt:<br />
			Die Kernkompetenzen, die die Absolventen nach ihrer Ausbildung<br />
			vorweisen sollen. Hier: Diese Menschen decken das gesamte Feld der<br />
			Medien ab.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kernel:</b></td>
<td>Warum sollen Azubis aus neuen Medienberufen noch in die Schule gehen? Auf dem Job lernen sie vielleicht viel mehr?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Es gibt auch bestimmte theoretische Grundlagen und Ergänzungen, die<br />
			der einzelne Betrieb oder die Agentur allein nicht abbilden können. Zum<br />
			Beispiel Medienethik oder Medienrecht, das in der Schule kompakt<br />
			vermittelt werden kann., oder Grundlagen der Farblehre für das Design.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Als Berufsschüler sehe ich nicht ein, warum ich noch in die Schule<br />
			gehen soll. Meine Lehrer haben weniger Praxiserfahrung als ich!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Solche Lehrer kenne ich auch, das ist in der Tat ein Problem.<br />
			Spricht aber nicht grundsätzlich gegen Lehrer und Berufschulen. Weil es<br />
			Mängel gibt, haben wir in der Branche ein Projekt &quot;Mediengestalter<br />
			2000plus&quot; gestartet, bei dem auch die Ausbilder ausgebildet oder<br />
			weitergebildet werden sollen. Das ist in der Tat nötig.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Gibt es für den Multimedia-Bereich eigentlich Alternativen zu einem dualen Ausbildungssystem?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Branche hat ja angefangen mit den Menschen, die sich alles<br />
			selbst beigebracht haben oder aus den Unis und FHs kamen. Es hat sich<br />
			aber gezeigt, das das allein nicht ausreicht! Akademiker werden auch<br />
			gebraucht, aber ein Großteil der Stellen wird mit gut ausgebildeten<br />
			Leuten aus dem dualen System besetzt werden können.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Meistens sind die Schüler doch ohnehin schon auf einem besseren Wissenstand als die Ausbilder, was meinen Sie?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt nur zum Teil. Ausbilder sind beispielsweise auch die Leute,<br />
			die bei Pixelpark oder anderen Agenturen arbeiten. Leute aus der<br />
			Praxis. Das es Mängel gibt, gebe ich zu. Das ist aber auch kein Wunder<br />
			in einem völlig neuen Bereich. Heute kann man in der Financial Times<br />
			über die Pixelpark-Bilanzpressekonferenz lesen, das dort bestimmte<br />
			Kompetenzen wie Projektmanagement oder IT-Kompetenzen fehlen. Merke:<br />
			Nicht jeder Praktiker ist automatisch perfekt!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Geben Sie nicht damit zu, dass die Lehrer nicht mehr zeitgemäß ausbilden können? Zumindest in diesen Berufen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das stimt so pauschal nicht. Sowohl in den Schulen als auch in den<br />
			Firmen und Agenturen muss in die Ausbildung der Ausbilder investiert<br />
			werden. Ich kenne eine ganze Reihe junger Berufsschullehrer, die mit<br />
			Praxiserfahrungen in ihren Beruf gekommen sind und sehr fit sind in<br />
			ihrem Feld. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was wollen Sie eigentlich tun, um das duale System im IT-Bereich attraktiver zu machen und die Leute von den Unis zu holen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td> Es geht nicht darum, die Leute von den Unis zu holen. Die werden<br />
			auch dringend gebraucht. Aber um alle Plätze besetzen zu können,<br />
			braucht es drei bis vier Mal so viel Azubis, wie es jetzt schon gibt,<br />
			trotz des enormen Wachstums der letzten drei Jahre. Attraktiv sind die<br />
			Berufe, das zeigt die gigantische Nachfrage. Auf einen Ausbildungsplatz<br />
			komen bis zu dreihundert BewerberInnen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Was sind denn die Qualitäten, die ich nur im dualen System lerne?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Verbidung von praktischer Arbeit im Betrieb mit grundlegenden<br />
			Kenntnissen, die für die ganze Branche gelten, plus dem<br />
			Hintergrundwissen aus der Berufsschule. Außerdem sind die Berufe des<br />
			dualen Systems auch Grundlage für Bezahlung und tarifliche Regelung.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Ist eine Gewerkschaft im Multimedia Bereich, besonders bei<br />
			Startup-Unternehmen überhaupt noch gefragt &#8211; kann sie diese<br />
			Berufsgruppen überhaupt erreichen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Ganz eindeutig! Gerade während der Krise des letzten Jahres hat<br />
			sich gezeigt, dass es eine ungeheure Nachfrage gibt. Dazu gehört auch,<br />
			dass wir als Gewerkschaften hier anders arbeiten als in klassischen<br />
			Betrieben.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Sind die Gewerkschaften nicht etwas langsam in ihrer Reaktion auf<br />
			die neue Arbeitswelt? Hätte man nicht schneller reagieren können?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Überholen können wir die Entwicklung nicht, aber wir sind am Ball.<br />
			Seit 1997 gibt es ein Kooperationsbüroo Medien und Arbeitswelt von vier<br />
			Gewerkschaften. Wir bieten dort z.B. ein Callcenter mit Beratung zu<br />
			allen Fragen der Telearbeit (on-forte) oder ein Callcenter Mediafon,<br />
			bei dem alle Fragen von Freelancern aus der Branche beantwortet werden.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Poldine:</b></td>
<td>Was halten Sie von dem oft gewerkschaftsfeindlichen Klima in der New Economy?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das Klima in der New Economy wird zunehmend freundlicher. So<br />
			funktioniert z.B. eine Kündigung in der N.E. genauso wie in der Old<br />
			Economy und trifft die einzelnen genauso hart. Und auf Dauer 60 und<br />
			mehr Stunden /Woche zu arbeiten ist auch nicht so attraktiv. Hier<br />
			können Gewerkschaften Schutz und Regelungen organisieren, ohne dass man<br />
			deshalb zum zementierten 7 Stunden Tag mit Stechuhr zurück muss.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Wie schätzen Sie die Zukunft der New Economy ein? Was sagen Sie zum Beispiel zu der Pixelpark-Pleite?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Pleite ist Pixelpark ja nicht, aber in der Realität angekommen wie<br />
			viele anderen new-economy Firmen auch. Jetzt muß man erkennen, das<br />
			manche Regeln und Gesetzmässigkeiten sich nicht geändert haben.<br />
			Berufsausbildung kann ein Beitrag dazu sein, etwas zu verbessern.<br />
			Pixelpark musste zB zugeben, das man Projektmanagement nicht richtig<br />
			beherrscht. Das lernt man im dualen System (zumindest die Grundlagen).<br />
			Also: Es geht weiter, aber realistischer als vor einem Jahr.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Inwiefern sind Sie der Ansicht, dass viele Regelungen des<br />
			BetriebsverfassungsG auf junge und kleine Unternehmen gar nicht<br />
			anwendbar sind und sich die traditionellen Gewerkschaften dahingehend<br />
			nicht weit genug geöffnet haben? Diese Diskussion kam ja u.a. auch in<br />
			den Landtagswahlen in Nordrhein-W. und Baden-W. auf.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wir haben immer gesagt, das ers bestimmte grundlegende Änderungen<br />
			geben muss. Die ver.di-Medien (IG Medien) hat 23.000 Freelancer als<br />
			Mitglieder. In unserem Rechtssystem werden die genauso behandelt wie<br />
			der Bertelsmann-Konzern. Das stimmt juristisch, aber nicht in der<br />
			Realität. So brauchen wir zum Beispiel eine völlig neue Definition von<br />
			solchen arbeitenden Menschen und ihren Rechten. Dafür setzen wir uns<br />
			ein.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Gync:</b></td>
<td>Ganz konkret: Wie viele Mitarbeiter dürfen sich bei verdi darum kümmern, dass mehr<br />
			Gewerkschaftsmitglieder aus dieser Branche gewonnen werden?
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Auf den Kopf genau kann ich das nicht sagen, aber es gibt<br />
			bundeswsweit das Projekt TIM (Telekom-Medien-IT) in dem rund 15 Leute<br />
			arbeiten, 8 betreuen nur den Privatfunk (Viva, RTL, pro7), es gibt 16<br />
			regionale Projekte mit jeweils mindestens zwei MitarbeiterInnen, wir<br />
			haben 12 Leute im onforte-Projekt für Telearbeit, ein Kreis von über 20<br />
			Experten, die bei mediafon Freiberufler beraten , dazu backoffice in<br />
			der &quot;klassischen&quot; Verwaltung: also eine ganze Menge (Nicht<br />
			vollständig).Und: es ist und wird ein Schwerpunkt für ver.di-Medien.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>DrSpokk;</b></td>
<td>Ist ver.di nicht ein struktureller Schritt in die falsche Richtung?<br />
			Eine neue Großorganisation, die der schnellen und flexiblen New Economy<br />
			gar nicht gewachsen ist?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt so nicht! Ver.di ist eine Matrixorganisation, d.h. neben dem<br />
			Hauptvorstand in Berlin gibt es 13 teilautonome Fachbereiche, z.B.<br />
			ver.di-Medien oder ver.di-IT und Telekommunikation, die sich um<br />
			einzelne Branchen kümmern. Außerdem arbeiten wir mit vielen Teams und<br />
			Projekten für spezielle Zielgruppen, z.B. Multimediaagenturen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Wie stark ist die IG-Medien eigentlich allgemein im Internet engagiert?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wie meinst Du das?  Wir haben eine WWW-Page und betreuen die Branche.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Meinen Sie, dass ein Unterrrichtsfach &quot;Medien&quot; oder &quot;Internet&quot;<br />
			bereits an den normalen Schulen eingeführt werden sollte, damit die<br />
			Schüler den Anschluss nicht verpassen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Klar doch! Aber dazu reicht ein Program &quot;Computer an die Schulen&quot;<br />
			nicht aus. Der ganze Unterricht muß dann auch neu gestaltet werden. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Basecap:</b></td>
<td>Brauche ich überhaupt eine Ausbildung um in den Neuen Medien zu arbeiten? Die nehmen doch jeden, der Ahnung von Computern hat.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist teilweise auch so, aber so sehen leider auch viele Produkte<br />
			aus! Die Kunden verlangen zunehmend Qualität und das setzt Menschen<br />
			voraus, die vernünftig ausgebildet sind und ein bischen mehr können als<br />
			nur in den Computer &quot;hacken&quot;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Supergrass:</b></td>
<td>In welchen Bereichen der New Economy ist dann überhaupt noch eine universitäre Ausbildung sinnvoll?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>In allen, was aber kein Wiederspruch dazu ist, daß es auch viele<br />
			Menschen geben muß, die auch im dualen System ausgebildet sind. Beides<br />
			gehört zusammen.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Was kann von Seiten der Regierung getan werden, um die Ausbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich zu verbessern?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Regierung kann und soll bestimmte Rahmen setzen, etwa für einen<br />
			Anspruch auf Weiterbildung im Beruf oder Regeln, wie Qualitätsstandards<br />
			erarbeitet werden können. Die Hauptarbeit sollte aber in der Branche<br />
			selbst laufen zwischen den Firmen und den Beschäftigten und ihren<br />
			Organisationen. Das läuft seit langer Zeit ganz gut. Gefragt sind auch<br />
			Rahmenregeleungen etwa um das Urheberrecht der Produzenten<br />
			(=Beschäftigten) zu regeln oder den Datenschutz. Sowas regelt der Markt<br />
			nicht allein. Ansonsten soll es dabei bleiben, das es bundesweit<br />
			einheitliche Ausbildungen gibt, damit man unter dem Begriff<br />
			Mediendesigner in Hamburg das gleiche versteht wie in München.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was halten Sie denn dann von den Vorwürfen an die IT-Branche: Die<br />
			Leute werden ausgenutzt, schlecht bezahlt und machen die meisten<br />
			Überstunden?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist eine Seite und das gibt es auch . Die andere Seite: die<br />
			meisten Leute arbeiten gerne und mit Lust in ihren Aufgaben, und das<br />
			soll auch so bleiben. Unser Punkt als Gewerkschaft ist: Daraus darf<br />
			nicht soziale Verantwortungslosigkeit werden. Wir brauchen neue<br />
			Spielregeln des Umgangs miteinander. Daran arbeiten wir. Also: Nicht<br />
			altbackene starre Zwangsregeln, aber auch nicht Wildwest.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Servus:</b></td>
<td>Verdient man in der Medienbranche tatsächlich besser, wenn man ausgebildet wurde? Gibt es eine Untersuchung dazu?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Im Prinzip ja. Leider gibt es sehr wenige Untersuchungen wie die<br />
			vom High Text Verlag / DMMV und Umfragen und Aufstellungen, die wir als<br />
			Gewerkschaften machen. Eines zeigt sich darin aber deutlich: Je besser<br />
			die Ausbildung desto höher das Einkommen oder die Honorare.;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie halten es eigentlich unsern europ. Nachbarn mit der Ausbildung? Gibt es da auch duale Systeme?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Duale Systeme gibt es in Skandinavien, den Niederlanden, Österreich<br />
			und der Schweiz. Andere Länder wie Italien oder Frankreich bilden nur<br />
			an Schulen aus. Danach kommt der &quot;Praxisschock&quot;. Interessant sind die<br />
			USA: dort baut die Regierung ein Ausbildungssystem auf, besonders für<br />
			den IT- und Medienbereich, das unserem System ziemlich ähnich ist. Die<br />
			machen das mit der Begründung, daß sie die Nummer eins weltweit bleiben<br />
			wollen und das nur mit einer systematischen Ausbildung schaffen können.<br />
			Das sollten sich unsere deutschen Systemkritiker mal näher anschauen!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>Liebe Chat Teilnehmer, unsere Zeit ist fast um. Wir bitten nochmal<br />
			um Verständnis für die Verschiebung des Chats. Grund war der Lufthansa<br />
			Streik und die daraus resultierende Verspätung von Herrn<br />
			Kaschel-Arnold. Jetzt kommen wir zur letzten Frage:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie sind sie zur Gewerkschaftsarbeit gekommen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Als ich anfing, als Journalist zu arbeiten, war es in der Redaktion<br />
			selbstverständlich, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Für mich persönlich<br />
			war das auch klar. Das ist sicher auch ein Grund warum fest angestelle<br />
			Journalisten nicht schlecht verdienen. (In einem Tarifvertrag<br />
			abgesichert). </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>So, die Stunde ist um. Im Namen von politik-digital und dem<br />
			Foschungsverbund &quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (www.nadiv.de)<br />
			möchten wir uns bei den Chatteilnehmern und bei Karl-Heinz<br />
			Kaschel-Arnold für die sehr aufschlussreiche Stunde bedanken. Der<br />
			zweite Termin unserer Reihe &quot;Experten-Chat mit nadiv&quot; ist der 18. April<br />
			zwischen 19 und 20 Uhr. Thema wird die Verknüpfung von Architektur,<br />
			Kommunikation und Multimedia sein: Machen eigens errichtete Stadtteile<br />
			mit luxuriöser Technikausstattung Sinn? Wo gibt es solche Projekte?<br />
			Fragen Sie unsere Chatgäste in drei Wochen. Bis dahin: Auf Wiederchat!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/duales_ausbildungssystem_in_der_new_economy_expertenchat_zum_thema_in_kooperation_mit_nadiv-402/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frisörin oder IT-Spezialistin?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;Der Einzug in eine
Männerdomäne ist eine Herausforderung! Aber warum sollen Frauen nicht
schaffen, was durchschnittlich begabte junge Männer hinkriegen?&#34; So
Anja Warich, 33 Jahre, Mutter von zwei Kindern - und Forscherin bei
Alcatel.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Der Einzug in eine<br />
Männerdomäne ist eine Herausforderung! Aber warum sollen Frauen nicht<br />
schaffen, was durchschnittlich begabte junge Männer hinkriegen?&quot; So<br />
Anja Warich, 33 Jahre, Mutter von zwei Kindern &#8211; und Forscherin bei<br />
Alcatel.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Rahmen der von der deutschen Wirtschaft ins Leben gerufenen <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a><br />
setzt sich die Arbeitsgruppe<br />
<http: //www.initiatived21.de/home.php3?nav="arbeitsgruppen/4frauen&amp;teaser=arbeitsgruppen&amp;text=arbeitsgruppen/4frauen/ziele.html">&quot;Frauen<br />
und IT&quot; dafür ein, jungen Frauen dieses Berufsfeld schmackhaft zu machen.<br />
Wie die Einführung der &quot;Greencard&quot; zeigt: Die Branche lechzt nach Fachkräften!<br />
An mangelndem Bedarf kann es also nicht liegen, dass sich nur jede siebte Schul- und Studienabgängerin für einen<br />
IT-Beruf entscheidet &#8211; das mangelnde Interesse der jungen Frauen sorgt für die niedrige Quote.<br />
</http:></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Kooperation zwischen dem Bundesfrauenministerium und der Initiative D21 soll das Projekt<br />
<a href="http://www.idee-it.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">IDEE-IT</a> &#8211; das größte im Bereich &quot;Frauen und IT&quot; &#8211; junge Frauen<br />
für die Zukunftsberufe gewinnen, Spaß an den neuen Medien vermitteln und die IT-Ausbildungen interessanter gestalten.<br />
Ein zentrales Ziel ist es, bis 2005 den Frauenanteil in IT-Ausbildungen von 14 auf 40 Prozent zu steigern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bemühungen der Arbeitsgruppe zielen auf Schulabsolventinnen, die vor der Berufswahl stehen. Hier dominieren immer noch<br />
Studiengänge und Ausbildungsberufe, die in traditionelle Frauenberufe wie Sozialpädagogin oder Verkäuferin münden.<br />
Jobs mit häufig begrenzten Karrierechancen und schlechten Verdienstmöglichkeiten. Dabei finden sich in der IT-Branche viele<br />
hoch qualifizierte und attraktive Berufsbilder.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Warum werden diese Chancen noch so wenig genutzt? Nach Ergebnissen der Arbeitsgruppe gibt es hier zum einen ein Imageproblem,<br />
zum anderen ein gravierendes Informationsdefizit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während die jungen<br />
Frauen sich unter traditionellen Berufen wie Erzieherin oder<br />
Verkäuferin etwas vorstellen können, ist das bei den IT-Berufen<br />
schwieriger. Wie sieht der Alltag in so einem Beruf aus? Was macht ein<br />
Mann oder eine Frau als Fachinformatiker/-in,<br />
IT-Systemelektroniker/-in, Informatikkauffrau/-mann oder<br />
IT-System-Kauffrau/-mann? Das sind die vier Berufe, für die man sich<br />
seit 1997 nach der Schule ausbilden lassen kann. Selbstverständlich<br />
gibt es auch andere Wege in dieses Berufsfeld, wie z. B. das Studium an<br />
einer <a href="http://www.urbanizer.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Berufsakademie</a> oder ein Studium an<br />
einer Universität oder Fachhochschule in den Bereichen Mathematik, Physik oder Informatik.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um auf die enormen<br />
Möglichkeiten in der Informations- und Telekommunikationsindustrie<br />
hinzuweisen und die Schulabsolventinnen dafür zu begeistern, müssen<br />
nach Auffassung der Arbeitsgruppe die Bemühungen in die Schulen<br />
getragen werden. So können sich Schülerinnen zu IT-Mentorinnen<br />
ausbilden lassen, um dann direkt an ihren Schulen aktiv zu werden. In<br />
dieser Ausbildung erhalten sie Einblick in alle Tätigkeitsbereiche der<br />
IT-Experten von der Softwareentwicklung bis zum Projektmanagement und<br />
Kundenkontakt. So können sie frühzeitig an Technik und<br />
Zukunftsperspektiven herangeführt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Schwerpunkt der<br />
Arbeit im nächsten Jahr ist eine Image- und Aufklärungskampagne. Denn<br />
trotz der Vorstellung von einer schönen neuen Medienwelt leiden<br />
IT-Berufe unter einem schlechten Image. &quot;In vielen Köpfen herrscht noch<br />
immer das Bild vom Informatiker als weltfremden Hacker vor, der die<br />
Nächte allein vorm Rechner verbringt,&quot; so Dr. Gottfried Dutiné,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der Alcatel Deutschland GmbH und<br />
Leiter der D21-Arbeitsgruppe.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trockene<br />
Mathematik, endloses Programmieren, lange Nächte vor dem Computer.<br />
Diese Aussichten wirken natürlich nicht gerade ermutigend. Aber sind<br />
sie wahr? &quot;Nein!&quot;, ist die deutliche Antwort der Arbeitsgruppe. Eine<br />
gewisse Aufgeschlossenheit der Technik gegenüber, ein Interesse an<br />
Mathematik, Sprachen und Medien ist sicher erforderlich, ansonsten<br />
jedoch sind die Fähigkeit zu logischem und analytischem Denken die<br />
wichtigsten Voraussetzungen. Und dies wird den Frauen im 21.<br />
Jahrhundert ja wohl niemand mehr absprechen wollen! Neben technischem<br />
Wissen und Spaß an den neuen Medien sind insbesondere soziale<br />
Schlüsselkompetenzen wie die Fähigkeit zur Teamarbeit, Kommunikation,<br />
Einfühlungsvermögen, Dienstleistungsorientierung unerlässlich. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um diese<br />
Botschaft zu verbreiten und kräftig die Werbetrommel für IT-Berufe zu<br />
rühren, sollen so genannte Ambassadors, IT-Botschafter, in die Schulen<br />
gehen. Bei den Botschaftern handelt es sich um junge Menschen aus der<br />
Berufspraxis, die aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz berichten und mit<br />
einigen Vorurteilen aufräumen können. Ein wichtiger Baustein in dem<br />
Versuch, das Image der Branche bei den Schulabgängerinnen zu<br />
korrigieren und Begeisterung zu wecken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein weiteres Schlüsselthema, das bei der stärkeren Integration von Frauen in Vollzeitberufe thematisiert werden muss: die<br />
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie Anja Warich aus eigener Erfahrung berichtet, durchaus ein Problem, dass schon<br />
Schulabgängerinnen beschäftigt. Gerade auch Frauen mit Kindern bieten Jobs in der IT-Branche ein zusätzliches Maß<br />
an Flexibilität &#8211; zeitlich, räumlich und finanziell. So kann es gelingen, beide Elternteile in die Kindeserziehung<br />
einzubeziehen, zum Beispiel indem beide nacheinander Erziehungsurlaub nehmen oder Teilzeitarbeit gewählt wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nichtsdestotrotz ist Deutschland in Hinsicht auf neue Arbeitsmodelle, die die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf<br />
ermöglichen, ein Entwicklungsland. Firmeneigene Kindergärten z.B. oder die ganztätige Betreuung von Kindern seien<br />
nicht bzw. nicht in dem Maße und immer zum richtigen Zeitpunkt verfügbar. Firmen würden jedoch zunehmend auf diese<br />
Problematik aufmerksam und würden an entsprechenden Angeboten arbeiten, so Dr. Dutiné. Hier gibt es noch einiges zu tun.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Frauen müssen ohne<br />
Frage auch in anderen Arbeitsfeldern und sozialen Bereichen gestärkt<br />
werden, aber Dr. Dutiné erhofft sich von der IT-Branche mit ihren<br />
enormen Potentialen Synergieeffekte und eine Motorfunktion, die auf<br />
andere Bereiche übergeht. Um noch einmal Anja Warich zu Wort kommen zu<br />
lassen: &quot;Die IT-Branche ist weder gefährlich noch schmutzig. Geht ran<br />
an den Speck, Mädchen. Holt Euch Euren Teil.&quot;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Inder für Kinder&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/das-green-card-dossier/inder_fuer_kinder-560/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Green Card-Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländer]]></category>
		<category><![CDATA[Green Card]]></category>
		<category><![CDATA[Einwanderungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Eike Hebecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Ein Gespräch mit <a href="http://www.politik-digital.de/politikdigital/team/ehebecker.shtml">
Eike Hebecker</a>, Politikwissenschaftler und Experte für Bildung und Neue Medien, über die 
gesellschaftspolitischen Hintergründe der Green-Card</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Ein Gespräch mit <a href="http://www.politik-digital.de/politikdigital/team/ehebecker.shtml"><br />
Eike Hebecker</a>, Politikwissenschaftler und Experte für Bildung und Neue Medien, über die<br />
gesellschaftspolitischen Hintergründe der Green-Card</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Herr Hebecker, das Wort des NRW-Spitzenkandidaten der CDU Jürgen Rüttger<br />
von &quot;Kindern und Indern&quot;, das mittlerweile in aller Munde war, wurde sicher auch im Hinblick auf den<br />
Stimmenfang für die Wahl in NRW gesprochen. Wie ist so eine Formel wahlkampfpolitisch einzuordnen??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Die Zuspitzung  des Sachverhalts auf eine popularisierbare Formel ist<br />
sicherlich auf die Wahlkampfsituation und die Fixierung der CDU auf ihre<br />
Kampagnenfähigkeit zurückzuführen, die sie gegenwärtig als vielversprechende<br />
(siehe Hessen) &#8211; aber auch als die einzige realisierbare &#8211; Erfolgsstrategie<br />
favorisiert. Diese Festlegung ist mit der Qualifizierung des Themas zu einer<br />
Kampagne getroffen und in der Dramaturgie des Wahlkampfes nicht mehr zu<br />
revidieren, auch wenn die Ressentiments gegen Ausländer, mit denen hier<br />
fraglos operiert wird, innerhalb der eigenen Partei und von prominenter<br />
Position in der Wirtschaft kritisiert werden. Darüber hinaus schlägt sich<br />
die Kampagne auch nicht in der Stimmung der Bevölkerung und den<br />
Umfrageergebnissen nieder, was in einem Bundesland wie Nordrhein-Westfalen,<br />
das auf eine erfolgreiche Integration von ausländischen Mitbürgern<br />
zurückblicken kann, auch nicht verwundert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Die schlichte Parole &quot;Kinder statt Inder&quot; hat weit über die NRW-Wahl hinaus<br />
eine regelrechte Lawine ausgelöst?<br />
Welcher Nerv wurde hier getroffen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Hinter der verkürzten Formel verbergen sich in der Tat zentrale<br />
gesellschaftspolitische Dimensionen, deren Problematik sich durch den Ausspruch Rüttgers<br />
neu konkretisierten. Die Äußerung tangiert inhaltlich die Themen der Revision der Einwanderungspolitik,<br />
die Reform des Bildungssystems sowie die Frage der Generationengerechtigkeit im Hinblick auf eine<br />
zukünftige Lastenverteilung. Allesamt hochsensible und tabuisierte Politikfelder, von denen<br />
bekannt ist, dass sie für keine populären, pauschalen und spontanen Lösungen<br />
empfänglich sind. Ein Politiker, der dies wider besseren Wissens suggeriert<br />
und propagiert, kann schnell seine Glaubwürdigkeit verlieren, zumal wenn er<br />
als ehemaliger Zukunftsminister eher als ein Teil des Problems, als ein Teil<br />
der Lösung identifizierbar ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Vom Rüttger´schen &quot;mauvais-mot&quot; zum Auslöser: der Green Card. Inwiefern ist diese Initiative als<br />
veränderte Haltung bei der Einwanderungspolitik zu sehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Die Debatte um die Zuwanderung hat in dem Sinn<br />
ja der Bundeskanzler angestossen, indem er eine Greencard-Regelung für die fehlenden<br />
hochqualifizierten Arbeitskräfte in der<br />
IT-Branche angeregt hat. Dass diese punktuelle wirtschaftspolitische<br />
Intervention nicht zu begrenzen sein würde, war vorauszusehen und zeigte<br />
sich nicht nur an der Ausweitung dieser Option auf andere Berufsgruppen wie<br />
das Hotel- und Gaststättengewerbe oder Spargelpflücker, sondern vor allem an<br />
der einsetzenden Diskussion um eine neue Einwanderungspolitik, die es<br />
erlaubt, die Zuwanderung an den ökonomischen Bedürfnissen der Bundesrepublik<br />
zu orientieren. Dazu gehört natürlich ein Bekenntnis zu der Tatsache, dass<br />
Deutschland ein Einwanderungsland ist und Einwanderung braucht, was bisher<br />
ja insbesondere von der CDU/CSU vehement bestritten worden ist und auch in<br />
der gegenwärtigen Diskussion zu einer polemischen und unsachlichen<br />
Vermischung von Einwanderung und Asyl geführt hat. Darüber, ob der Kanzler<br />
hier mit strategischem Kalkül gehandelt und einen Test-Ballon gestartet hat,<br />
lässt sich nur spekulieren. Das Zögern, eine entsprechende<br />
Gesetzgebungsinitiative zu starten, spricht jedenfalls dagegen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Eine weitere gesellschaftspolitische Dimension, die das Thema<br />
Green Card berührt ist Ihrer Meinung nach die Generationengerechtigkeit.<br />
Kommt der Generationenvertrag durch die mangelhaften Investitionen in die Bildungspolitik ins Wanken?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Jürgen Rüttgers hat das Thema mit seiner Formel von den<br />
&quot;Kindern statt Indern&quot; ganz konkret auf die Bildungspolitik gelenkt. Für Kinder und Jugendliche jetzt aus<br />
wahltaktischen Gründen eine besserer Ausbildung, die notwendigen technischen<br />
Ausstattungen in den Schulen und die zukünftigen Jobs zu fordern, erscheint<br />
angesichts der Tatsache, dass sie als Bevölkerungsgruppe durch die<br />
Sparzwänge im Bildungsbereich und Jugendarbeitslosigkeit bisher in doppelter<br />
Hinsicht benachteiligt waren sogar zynisch. Die soziodemographische<br />
Situation beginnt sich jedoch spürbar zu verschieben. Die Arbeitslosigkeit<br />
wird momentan vor allem durch die Überalterung der Arbeitslosen abgebaut und<br />
in Zukunft werden immer mehr Branchen Probleme haben, genügend Arbeitskräfte<br />
zu finden. Aus dieser Perspektive wird deutlich, dass wir Kinder und &quot;Inder&quot;<br />
also Einwanderung brauchen, um die demographische Schieflage zu<br />
korrigieren. Bei der Erwirtschaftung der Kosten und der Verteilung der<br />
Lasten unserer sozialen Sicherungssysteme werden &quot;Kinder und Inder&quot; quasi zu<br />
Verbündeten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Der Generationenvertrag ist gefährdet, weil eine adäquate Ausbildungssituation,<br />
die es ermöglichen würde, den zukünftigen Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und damit<br />
des Rentensystems zu begegnen, von den Verantwortlichen nicht geschaffen wurde.<br />
Warum hat die Bildungspolitik nicht früher reagiert?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Zunächst einmal ist festzustellen, dass die gegenwärtigen Defizite in der<br />
Bildung und Ausbildung voraussehbar waren und von daher hausgemacht sind.<br />
Dies ist nicht nur auf fehlende finanzielle Mittel zurückzuführen, sondern<br />
hängt maßgeblich mit den strukturellen Problemen des Bildungs- und<br />
Ausbildungssystems zusammen, die es nicht erlauben, flexibel auf die<br />
gesellschaftlichen und vor allem die arbeitsmarktbezogenen Anforderungen zu<br />
reagieren, die mit der rasanten medientechnologischen Entwicklung der<br />
letzten Jahre verbunden sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wo genau sehen sie die Schwachpunkte der Bildungspolitik<br />
auf den IT-Bereich bezogen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Überalterte Kollegien an den Schulen, die mit<br />
den dort platzierten Netzrechnern nichts anfangen können und sich in<br />
pädagogischen Grabenkämpfen den Neuerungen verweigern. Überforderte<br />
Universitäten, in deren Studienplänen für die Lehrerausbildung Neue Medien<br />
nicht vorkommen oder deren Informatikfakultäten vielleicht gerade<br />
geschlossen worden sind und 16 Bundesländer, die sich in ihrer<br />
bildungspolitischen Zuständigkeit mit mindestens 16 verschiedenen Konzepten<br />
profilieren wollen. In Hessen wird beispielsweise gegenwärtig ein<br />
Wahlversprechen eingelöst, indem 2000 neue Lehrer eingestellt werden, für 20<br />
000 neue Computer, die ebenfalls benötig werden ist aber kein Geld mehr<br />
verfügbar. Dafür, dass eventuell 10 000 Computer und 1000 Lehrer, die damit<br />
umgehen können eine bessere Investition mit synergetischen Effekten<br />
darstellen könnte, fehlt das politische Vorstellungsvermögen. Diese<br />
Beispiele sind sicherlich nicht repräsentativ aber symptomatisch für die<br />
gegenwärtige Situation. Andererseits hatte Bundespräsident Herzog vor<br />
mittlerweile drei Jahren mit seiner &quot;Ruck-Rede&quot; auf den bildungspolitischen<br />
Handlungsbedarf aufmerksam gemacht und die Initiative &quot;Schulen ans Netz<br />
arbeitet sogar schon seit 1996 an ihrem Ziel, alle Schulen mit mindestens<br />
einem internetfähigen Rechner auszustatten. Obwohl hier mit einem Konzept<br />
der public private partnership, das die Wirtschaft einbindet, der richtige<br />
Weg eingeschlagen wurde, zeigt sich heute, dass noch mehr hätte getan werden<br />
können und müssen. Die gegenwärtige Bundesregierung dürfte im Grunde<br />
genommen überhaupt nicht mehr vor dem Problem stehen, das Thema Neue Medien<br />
und Bildung erneut zur Chefsache machen müssen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wacht die Politik noch rechtzeitig auf? Was muss passieren,<br />
damit die wirtschaftliche und soziale Sicherung in Deutschland gefestigt wird?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eike Hebecker</b>: Die mit der Green Card indirekt thematisierten Politikfelder<br />
Einwanderungspolitik, Generationengerechtigkeit und Bildungspolitik müssen jetzt<br />
gleichermaßen Beachtung finden.<br />
Dass im Bundesministerium für Bildung und Forschung gegenwärtig über ein<br />
2 Milliarden Sonderprogramm zur Medienbildung nachgedacht wird, stimmt hoffnungsvoll ebenso wie die<br />
Idee, einen Teil der Sondereinnahmen aus der Versteigerung von<br />
Mobilfunklizenzen in dieser Hinsicht Zweck zu binden. Die Chancen für ein<br />
Umdenken und Umlenken stehen jedenfalls nicht schlecht. In den kommenden 10<br />
Jahren werden 60 Prozent des Lehrpersonals an den Schulen ausgetauscht. Die<br />
neuen Pädagogen werden gegenwärtig an den Hochschulen ausgebildet und müssen<br />
quer durch alle Fächer mit den Optionen der Neuen Medien vertraut gemacht<br />
werden, wenn das gegenwärtige Defizit mittelfristig aus eigener Kraft<br />
kompensiert werden soll. Vielleicht sind die vielbeschworenen Inder an<br />
Universitäten sogar besser platziert als in den Unternehmen, sie sprechen<br />
englisch und können programmieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital</span></b>: Vielen Dank für das Gespräch.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>It&#039;s a woman&#039;s world wide web</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jmeyerspasche]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Frauen auf der Überholspur des Information Superhighway: zumindest in den USA, wo sich einer neuen
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge mittlerweile
mehr Frauen als Männer im Netz tummeln. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, denn hierzulande
liegt der Anteil der weiblichen User erst bei etwa
<a href="http://194.175.173.244/gfk/gfk_studien/eigen/OMO_W6.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">40%</a>. In der Arbeitswelt
ist die Diskrepanz um einiges größer: Frauen in IT-Jobs, besonders in den technischen, sind die
Ausnahme. Kein Wunder, bei derzeit nur 7% Frauen im Studiengang Informatik.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Frauen auf der Überholspur des Information Superhighway: zumindest in den USA, wo sich einer neuen<br />
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge mittlerweile<br />
mehr Frauen als Männer im Netz tummeln. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, denn hierzulande<br />
liegt der Anteil der weiblichen User erst bei etwa<br />
<a href="http://194.175.173.244/gfk/gfk_studien/eigen/OMO_W6.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">40%</a>. In der Arbeitswelt<br />
ist die Diskrepanz um einiges größer: Frauen in IT-Jobs, besonders in den technischen, sind die<br />
Ausnahme. Kein Wunder, bei derzeit nur 7% Frauen im Studiengang Informatik.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Zahl möchte die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm<br />
<a href="http://www.iid.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft<br />
des 21. Jahrhunderts&quot;</a> bis 2005 auf 40% anheben. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich nicht von selbst erfüllt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fachgruppe &quot;Frauenarbeit und Informatik&quot; der Gesellschaft für Informatik<br />
<a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/extern/ag3/fr_set/fr_set_news_011.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
schlägt darum vor</a>, ein Bundesprogramm zu starten, mit dem dann Reformstudiengänge für Frauen<br />
eingerichtet werden. Damit sind Voll- und Teilzeitstudiengänge im Fach Informatik an Universitäten und<br />
Fachhochschulen gemeint, die speziell auf Frauen ausgerichtet sind. Zur fachbegleitenden Weiterbildung soll das<br />
Sommerstudium der<br />
<a href="http://www.informatik.uni-bremen.de/grp/informatica_feminale/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Informatica<br />
Feminale&quot;</a> dienen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch das <a href="http://www.frauen-technik-impulse.de/seiten/kompetenz.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kompetenzzentrum</a><br />
des Vereins &quot;Frauen geben Technik neue Impulse e.V.&quot; will die Chancengleichheit der Geschlechter im<br />
IT-Bereich fördern. Mit nationalen und internationalen Projekten strebt das Kompetenzzentrum mit Sitz an der<br />
Fachhochschule Bielefeld einen Bewusstseinswandel in Ausbildung, Beruf und Forschung an. <br />
Die Förderung von Frauen in der IT-Branche sei jedoch laut der Vereins-Geschäftsführerin Barbara<br />
Schwarze keineswegs eine wohltätige Aufgabe, sondern schlicht &quot;ein knallharter Wettbewerbsfaktor&quot;,<br />
gerade angesichts des Mangels an IT-Fachkräften. Das Potential an gut ausgebildeten Frauen dürfe da nicht<br />
vernachlässigt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bisher wird es jedoch nicht genutzt. Einen großen Anteil an der geringen Frauenpräsenz in<br />
Multimedia-Berufen haben wohl die vorherrschenden Geschlechterstereotype. Es fehlen weibliche Vorbilder in der<br />
Informatik, und auch das technische Image der New Media Jobs<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">schreckt</a> viele Frauen eher ab.<br />
Diese Beobachtung veranlasste die Konferenz der FrauenministerInnen der Länder (GFMK) dazu, Reformen im<br />
Bildungsbereich zu fordern. Neue Zugangsweisen im naturwissenschaftlichen Unterricht sollen Mädchen<br />
stärker ermutigen, einen informationstechnischen Beruf zu ergreifen. Da das &quot;nerdige&quot;, technische<br />
Image der Informatik sie bisher wohl von den diesen Berufen abhält, sollen in Zukunft mehr die menschlichen<br />
und kommunikativen Aspekte der IT-Berufe betont werden, da diese vielen Mädchen bei der Berufswahl wichtig sind.<br />
Informationstage und Projekte in Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Hochschulen können dann zusätzlich das<br />
Interesse an diesen Bereichen wecken. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">weiblichen Vorbildern</a> zu, also<br />
Lehrerinnen, Studentinnen und Professorinnen der Naturwissenschaften.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch nicht nur in der Bildung muss sich etwas ändern. Der im August veröffentlichte<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> der GFMK über<br />
&quot;Frauen in der Informationsgesellschaft&quot; nennt eine Reihe von weiteren Eckpunkten, auf deren Grundlage<br />
dann konkrete Maßnahmen erarbeitet werden sollen. Neben der Forderung nach Bildungsreformen für mehr<br />
Chancengleichheit sollen auch die Medienkompetenz gestärkt, die berufliche Weiterbildung umstrukturiert und<br />
die Erwerbschancen von Frauen im IT-Bereich gesteigert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So müssen sich zunächst die Inhalte der Internet-Angebote mehr an der Realität der Frauenalltage<br />
orientieren, denn bisher gibt es noch eher wenige deutsche frauenspezifische Seiten. In den USA ist der<br />
Frauenanteil bei den Usern unter anderem auch deshalb so hoch, weil es hier eine Vielzahl an Sites gibt, die sich<br />
gezielt an Frauen richten. Dazu gehören vor allem Inhalte, die den Alltag erleichtern, also Job-, Service-<br />
oder Schnäppchen-Sites. Anders als viele Männer, die oft einfach um des Surfens willen im Internet<br />
unterwegs sind, seien einer<br />
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge Frauen eher<br />
praktisch orientiert und nutzten das Netz, um Zeit oder Geld zu sparen. Dies gelte sowohl in den USA als auch in Europa.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Anpassung an Frauen darf jedoch nicht bei den Inhalten des WWW aufhören. Auch die Arbeitswelt<br />
muss nach Vorstellung der GFMK auf die Frauen zugehen. So sollen flexible, individuelle Arbeitsformen und<br />
Unterstützung bei der Existenzgründung die Multimedia-Arbeitsplätze für Frauen attraktiver<br />
machen.<br />
Auch im Fortbildungsbereich ist eine Umorientierung nötig. Weiterbildungsangebote müssen sich vermehrt<br />
auf den IT-Sektor ausrichten und sollen sich besonders an gering qualifizierte Frauen wenden, da sie am<br />
stärksten vom Arbeitsplatzverlust bedroht sind, wenn in einer Firma rationalisiert wird, so<br />
<a href="http://lovelace.fh-bielefeld.de/download/FrauInfo.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">Martina Klein</a>. IT-Kenntnisse<br />
würden sie für vielfältigere Aufgaben qualifizieren und so ihren Wert für die Firma erhöhen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit die guten Ideen auch in die Praxis umgesetzt werden, wartet der Bund nicht auf die schleppende Prozedur,<br />
bis endlich ein Maßnahmenkatalog verabschiedet ist, sondern unterstützt private Initiativen. So wird<br />
beispielsweise der Verein<br />
<a href="http://www.frauen-technik-impulse.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Frauen geben Technik<br />
neue Impulse&quot;</a> durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und durch das Ministerium<br />
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Eine Zusammenarbeit, die sich etwa in gemeinsamen<br />
Projekten niederschlägt. So war der Verein auch an der Vorbereitung des GFMK-Berichts über Frauen in<br />
der Informationsgesellschaft beteiligt. Die vernetzende Funktion des Vereins zeigt sich auch in der Zusammenarbeit<br />
mit der Informatica Feminale und der Gruppe &quot;Frauenarbeit und Informatik&quot; der Gesellschaft für<br />
Informatik.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um die bundesweiten Projektkooperationen zu optimieren, baut das Kompetenzzentrum des Vereins gerade<br />
ExpertInnengruppen zu einigen thematischen Schwerpunkten auf, etwa in den Bereichen Zugang, Bildung und Beruf.<br />
<a href="http://www.frauen-ans-netz.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Frauen ans Netz&quot;</a>, eine Gemeinschaftsaktion<br />
des Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Bundesanstalt für Arbeit, der Deutschen Telekom und<br />
der Zeitschrift Brigitte, wird bereits erfolgreich vom Kompetenzzentrum koordiniert. Die Initiative bietet allen<br />
interessierten Frauen einführende Internetkurse an. Ziel der Aktion ist es, dass Frauen Internet und Computer<br />
überhaupt erst einmal kennen lernen, um dann selbst entscheiden zu können, wie sie die Medien beruflich<br />
oder privat weiter nutzen wollen. Rund 33.000 Teilnehmerinnen nutzten das Angebot im Jahr 1999, in diesem Jahr soll<br />
es weiter ausgebaut werden.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Impulse für Wissenschaft und Bildung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/neue_impulse_fuer_wissenschaft_und_bildung-707/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/neue_impulse_fuer_wissenschaft_und_bildung-707/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mschielke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildungsberuf]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/neue_impulse_fuer_wissenschaft_und_bildung-707/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die breite Etablierung von Informationstechnologien formulierte die Bundesregierung bei Regierungsantritt als
zentrales Anliegen. Im Rahmen der zweitägigen Tagung an der Technischen Universität Berlin
sollten die bisher geleisteten Anstrengungen der rot-grünen Regierungskoalition bilanziert werden.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die breite Etablierung von Informationstechnologien formulierte die Bundesregierung bei Regierungsantritt als<br />
zentrales Anliegen. Im Rahmen der zweitägigen Tagung an der Technischen Universität Berlin<br />
sollten die bisher geleisteten Anstrengungen der rot-grünen Regierungskoalition bilanziert werden.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dabei ging es nicht zuletzt um den Bereich der Wissenschaft und Forschung. Ein im Herbst vergangen Jahres verabschiedetes<br />
<a href="http://www.iid.de/aktionen/aktionsprogramm/deckblatt.html">Aktionsprogramm der Bundesregierung</a><br />
zur Steigerung der Nutzungsbreite von Informationstechnologien wurde<br />
von Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung<br />
und Forschung vorgestellt.<br />
Dabei soll die Qualifizierung der Bürger in allen<br />
Gesellschaftsbereichen vorangetrieben werden, das Recht auf<br />
informationelle Selbstbestimmung ausgeweitet und die Durchsetzung von<br />
neuen Ausbildungsberufen im IT-Bereich verwirklicht werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits im Jahr der Regierungsübernahme seien fünf Lehrberufe im Bereich Mutimedia geschaffen worden, die bei der<br />
jugendlichen Bevölkerung auch gut angenommen worden seien, so der Regierungsbeamte zufrieden. Ziel sei es, die<br />
Ausbildungsberufe im IT-Bereich um 40 000 Stellen zu steigern, so Catenhusen weiter. Dabei werde gezielt an der<br />
Gleichberechtigung von Mann und Frau gearbeitet, betonte Catenhusen: &quot;Das Ministerium<br />
für Bildung und Forschung fördert im Technologiebereich Unternehmensgründungen des weiblichen Geschlechts, um so<br />
den Frauenanteil in der zukunftsträchtigen Branche auf mindestens 40 Prozent steigern zu können.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Des weiteren solle die Initiative &quot;Frauen ans Netz&quot; Frauen zur Nutzung des Internets ermutigen und die Schaffung von<br />
Informatikstudiengängen für Frauen die Chancengleichheit in dem von Männern dominierten Studiengang vorantreiben.<br />
&quot;Gerade im Bildungsbereich ist die Durchsetzung moderner Technologien das ‚A und O&#8217;, um im europäischen und<br />
internationalen Wettbewerb nicht zurückzustehen&quot;, bekräftigte der Staatssekretär. Projekte, wie <a href="http://www.san-ev.de/">&quot;Schulen<br />
ans Netz&quot;</a> halte der Bund als Hauptaktionär der Telekom für durchsetzbar. Und doch sei<br />
die Modernisierung des Bildungssystem nicht ausschließlich durch die öffentlichen Kassen finanzierbar,<br />
mahnte Catenhusen.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bliebe also nur noch die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen übrig, die in Zukunft für zeitgemäße Computer und<br />
die Bereitstellung moderner Software gerade im Bereich des virtuellen Lernens sorgen könnten. Ein Schritt in die<br />
richtige Richtung oder technisches &#8216;Know How&#8217; auf Kosten der Lehr- und Forschungsfreiheit? Daran werden sich die Geister<br />
wohl noch scheiden.</span></p>
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		<title>Multimedia an der Küste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Irene Fröhlich]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Neben dem Wahlkampf geschieht zurzeit auch medienpolitische eine ganze Menge im
hohen Norden. Irene Fröhlich, Spitzenkandidatin und medienpolitische Sprecherin der <a href="http://www.dranbleiben.de/">
Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion</a> im
Schleswig-Holsteinischen Landtag setzt sich für die neuen Medien an Schulen und für ein weiterbildendes Multimedia-Zentrum
in Kiel ein.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Neben dem Wahlkampf geschieht zurzeit auch medienpolitische eine ganze Menge im<br />
hohen Norden. Irene Fröhlich, Spitzenkandidatin und medienpolitische Sprecherin der <a href="http://www.dranbleiben.de/"><br />
Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion</a> im<br />
Schleswig-Holsteinischen Landtag setzt sich für die neuen Medien an Schulen und für ein weiterbildendes Multimedia-Zentrum<br />
in Kiel ein.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Zusammen mit der Sprecherin des Bundesvorstands, Gunda Röstel, und der Sprecherin des Landesverbandes<br />
erklärte Irene Fröhlich, dass die Initiative <a href="http://www.san-ev.de/">&quot;Schulen ans Netz&quot;</a> unbedingt weitergeführt werden muss. Das Ziel, im Verlauf<br />
der nächsten Legislaturperiode alle Schulen mit PC&#8217;s, Intranet- und Internet-Zugängen auszurüsten, sei ein<br />
bildungspolitisches Ziel der Fraktion, das unbedingt erfüllt werden müsse. Der Einsatz der neuen Medien erfordert auch<br />
die verstärkte Aus- und Fortbildung der Lehrer. Nach Meinung der Bündnis90/Grünen- Fraktion müssen für die<br />
medienpädagogische Weiterbildung der Lehrkräfte fächer- und schulartenspezifische Konzepte entwickelt werden.<br />
Die Entwicklung entsprechender Lernsoftware soll ebenfalls zur Tagesordnung gehören. Für Bündnis 90/Die Grünen<br />
ergeben sich aus dieser Situation weitreichende Konsequenzen. Sie streben im Bildungsbereich die Partnerschaft<br />
zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an. Diese Partner sollen sich auch auf regionaler Ebene der Verantwortung<br />
für die Zukunft stellen. Auf Landesebene besteht die Möglichkeit, Finanzierungsmodelle in Kooperation von Land,<br />
kommunalen Schulträgern, Schulvertretern aber auch der ortsansässigen Wirtschaft zu entwickeln.<br />
Neben der Einbindung von Multimedia in Schulen, wurden in der letzten Woche auf Einladung von Irene Fröhlich auch die<br />
Möglichkeiten diskutiert, die neuen Medien und die Ausbildungen in Medienberufen zu fördern. An diesem<br />
&quot;Round-table-Gespräch&quot; zur Zukunft der Film- und Medienförderung in Schleswig-Holstein nahmen neben freien Filmproduzenten<br />
und Fernsehdienstleistern auch die Initiatoren von Förderungseinrichtungen und Vertreter der Hochschulen teil.<br />
Zusammen mit Irene Fröhlich wurde beschlossen, dass Schleswig-Holstein ein Multimedia-Zentrum als offene<br />
Fortbildungseinrichtung und Ideenbörse in der Landeshauptstadt Kiel benötigt. Dafür soll auch das Land Mittel zur<br />
Verfügung stellen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die neu geschaffenen Möglichkeiten im Landesrundfunkgesetz, die eine enge Verknüpfung von Ausbildung, berufsbegleitender<br />
Weiterbildung, Starthilfen für Existenzgründungen und Förderungsmöglichkeiten versprechen, wurde von allen Teilnehmern<br />
begrüßt. Denn sie hilft, innovative Fachkräfte nicht in andere Regionen abwandern zu lassen, sondern im Land zu halten.<br />
Um die Förderung sende-unabhängiger zu machen und zugleich die neuen Multimedia-Anwendungen einbeziehen zu können,<br />
muss das Land mit eigenen Mitteln in die Medienförderung einsteigen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So soll das angestrebte Fortbildungszentrum einen Aufbaustudiengang Multimedia mit Praxisbezug anbieten, der sowohl<br />
Hochschulabsolventen als auch Praktikern offen steht, und der auch berufsbegleitend absolviert werden kann. Als zweites<br />
Standbein dieses Zentrums wurde ein Werkstatt- und Förderungsbereich vorgeschlagen, der gezielt kreative Talente und<br />
Existenzgründer beim Markteinstieg unterstützt. Dieser Bereich kann aus der Filmwerkstatt der kulturellen Filmförderung<br />
entwickelt werden, die seit Jahren Transferleistungen an der Nahtstelle zwischen Kultur, Hochschule und Medienwirtschaft<br />
erbringt. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ob sich Lehrer zukünftig in diesem Medienzentrum weiterbilden können, ob und wie die Bildungspolitik der Grünen<br />
finanzierbar ist, damit wird sich der Kongress<br />
<a href="http://www.dranbleiben.de/ok/aktuelles/termine/0502.html">&quot;Lernen im 21. Jahrhundert&quot;</a><br />
beschäftigen, der am Samstag, dem 5.<br />
Februar im Schleswig-Holsteinischen Pinneberg stattfindet.</span></p>
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