<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Barcamp &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/barcamp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 07 Nov 2016 17:43:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Barcamp &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Rückblick auf das Barcamp Halle 2016</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-das-barcamp-halle-2016-150511/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-das-barcamp-halle-2016-150511/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 17:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Halle (Saale)]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=150511</guid>

					<description><![CDATA[Unter dem Aufruf „Diskutiere mit!“ fand vom 14. Bis 16. Oktober 2016 in Halle (Saale) das erste Barcamp zum Thema [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/woman-1446557_640.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-150513" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/woman-1446557_640-630x419.jpg" alt=" CC0 Public Domain " width="630" height="419" /></a>Unter dem Aufruf „Diskutiere mit!“ fand vom 14. Bis 16. Oktober 2016 in Halle (Saale) das erste Barcamp zum Thema Digitale Stadt statt. Neben dem Oberthema standen verwandte Themen wie Stadtentwicklung, Geschäftsmodelle und Technologien im Fokus.</p>
<p>Die Stadt als Lebensraum gewinnt im Vergleich zu den  kleiner werdenden Dörfern immer mehr an Bedeutung. Zudem werden digitale Wirtschaftszweige immer wichtiger für die Wertschöpfung und siedeln sich vor allem in urbanen Gebieten an. Wie diese Entwicklungen gestaltet werden können, welche Potentiale und Chancen, aber auch Hürden es gibt, wurde in verschiedenen Vorträgen thematisiert und diskutiert.</p>
<h3>Eine Veranstaltung ohne festen Plan?</h3>
<p>Als offene Form des Ideenaustausches sind die Besucher eines Barcamps aufgerufen, sich aktiv durch Vorträge und Diskussionsrunden an der Ideenfindung zu beteiligen. Ein Impulsvortrag von 45 Minuten und anschließende Diskussion waren angedacht. Das Barcamp, organisiert von <a href="http://webwirtschaft.net/">webwirtschaft.net </a>hatte ein paar Session Slots, die von vorn herein mit Vorträgen gefüllt waren, was für das sonst sehr spontane Format eines Barcamps unüblich war. Die restlichen Slots wurden erst am Tag der Vorträge gefüllt. Hier war dann die Mitarbeit der Barcamp-Besucher gefragt: wer ein spannendes Thema hat und dieses vortragen bzw. diskutieren möchte, kann dies in einem einstündigen Slot tun. Auch wenn es eine Frage zu einem Thema gibt und sich aus den anwesenden Personen Leute finden, die dazu etwas sagen können, kann daraus ein Vortrag entstehen – schließlich bringt auch eine Diskussion spannende neue Einblicke aus verschiedenen Blickwinkeln. In der Ankündigung zum Barcamp waren die Beispiele für Themen sehr breit gefächert: von Social Media, IT-Sicherheit über Politik bis zu Stadtentwicklung und Geschäftsmodelle. Entsprechend vielseitig waren auch die dann spontan festgelegten Vorträge. Neben aktuellen Themen wie die Verwendung von Open Data in städtischen Verwaltungen ging es u.a. auch um Digitale Nomaden, Smart Home oder E-Learning.</p>
<h3>Die Zukunftsstadt / Symbiotic City</h3>
<p>Wir müssen wissen, wie wir die Zukunftsstadt aussehen lassen wollen, so Norman Klüber vom Fraunhofer Institut IMWS. Im Vortrag über die Zukunftsstadt gng es darum, was eine Stadt theoretisch bieten muss, um Digitalisierung umzusetzen. Denn dass die Digitalisierung Einzug in den Alltag halten wird, steht für Klüber nicht zur Frage: das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz werden kommen. Die Stadt als Lebensraum sollte deshalb eine Schnittstelle zur Digitalisierung haben, die aber für die Stadt vorher genau definiert werden muss. Welche Aufgaben kann eine digital vernetzte Stadt lösen und welche Chancen bieten sich damit zukünftig? Ohne die richtigen Fragen zu stellen, wird die Zukunftsstadt nicht die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Auch wenn überall das Buzzword „Smart“ verwendet wird z.B. City, Energy, Planning, Buildings, Mobility, Technology oder Governance, betont Klüber, dass Digitalisierung nicht einfach alle Probleme löst.</p>
<p>Es muss deshalb eine Diskussion darüber geben, wie wir diese Systeme gestalten und nutzen können. Was wird von der Stadtgestaltung und der Stadtentwicklung erwartet? Laut Klüber sind Digitalisierung und „Smart City“ schon lange ein Thema in städtischen Verwaltungen. Entscheidend ist die Frage: Welche Ziele will man zukünftig erreichen? Während mit der Zukunftsstadt oft Weiterentwicklung und Fortschritt im Fokus stehen, gibt es Grundprobleme wie Armut, die weiterhin aktuell bestehen. Deshalb müssen sinnvolle Ziele im Hintergrund formuliert werden, sonst baut sich eine Schere zwischen Fortschritt und aktuell noch vorhandene Problemen auf. Ein Beispiel sind die <a href="//www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/">17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung</a>. Ein weiteres Beispiel für Ideen zur Zukunftsstadt ist <a href="http://halle.neu.stadt-2050.de/">halle.neu.stadt </a>, das am <a href="http://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/">Wettbewerb der Zukunftsstadt </a>teilnimmt.</p>
<p>Mit Blick auf zukünftige Stadtentwicklungen ist es notwendig, die Digitalisierung für Problemlösungen mit einzubeziehen. So müssen wir laut Klüber alternative Wohnformen finden, da die klassische Wohnfamilienkonzeption nicht mehr der dynamischen sozialen Realität entspricht. Auch sind neue Energiequellen und Speicher, Energetische Infrastruktur und geschlossene Stoffkreisläufe Teil der Zukunftsstadt.ebenso wie Mobility on Demand. Die gleichzeitige Bereitstellung von ÖPNV + PKW-Verkehr sei kurzfristig notwendig. Klassische PKW und Taxis wird es in 10 Jahren nicht mehr geben, stattdessen wird es hybride oder symbiotische Transportkonzepte geben, so Kleber. Auch neue und alte Produktionsweisen (z. B. solidarische Landwirtschaft, lokal denken, handeln und produzieren) werden laut Klüber wieder vermehrt Teil der zukünftigen Stadt sein.</p>
<p>Die Stadt sollte als Ressource mit Potential gesehen werden. So ist geteiltes Wissen z.B. via <a href="https://www.leerstandsmelder.de/">Leerstandsmelder</a> eine digitale Chance für die Stadt. Wichtig dafür sind aber neue Formen der Partizipation zwischen z.B. parallel laufenden off- und online- Angeboten. Digitale Angebote funktionieren nur, wenn die Beteiligten sie akzeptieren und auch aktiv nutzen. Als Möglichkeit wurde interaktive und kommunikative Social-Media-Projekte genannt, wie zum Beispiel die durch Bürgerbeteiligung entstandene Brücke von <a href="http://www.luchtsingel.org/">luchtsingel.org</a>. Hier wurde die gesamte Brücke durch Bürgerspendengelder gebaut, da eine lokale Identifikation und digitales Urban Crowdfunding stattfanden.</p>
<h3>Missverständnisse der Digitalisierung – alte Denkweisen überwinden</h3>
<p>Im Impulsvortrag zu den Missverständnissen der Digitalisierung von Thomas Patzelt, Geschäftsführer der Teleport GmbH, ging es um die Frage, welche Diskrepanz es zwischen Theorie und Praxis in der Digitalisierung gibt. Unter der Prämisse, dass digitale Transformation für Unternehmen überlebensnotwendig sei, sind UBER, airbnb und Lieferheld Beispiele für den Wandel digitaler Geschäftsmodelle. Es werden Fahrdienste, Zimmer und Mahlzeiten angeboten, obwohl die Unternehmen selber keine eigenen Autos, Hotels oder Restaurants besitzen.</p>
<p>Mit der Aussage „wir digitalisieren nicht, um unseren Vorsprung auszubauen, wir versuchen, die immer größer werdende Lücke zu schließen“ richtet Patzelt die Aufmerksamkeit auf einen zentralen Aspekt: die schulische Ausbildung: Digitalisierung werde in der Schule nicht beigebracht. Der Unterricht sei praxisfern und digitale Arbeitsweisen würden dort nicht vermittelt. Die intuitive Nutzung von Tablets und anderen Geräten sei nicht das Problem, aber es fehle an Programmierkenntnissen. Aus der persönlichen Erfahrung mit zwei Schulkindern leitete er ab, dass digitale Erziehung nicht ausreichend in der Schule vermittelt werde. Es dürfe nicht nur darum gehen Schüler mit Tablets auszustatten, sondern ein Konzept für digitale Integration sei notwendig.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion wurden auch Probleme in der Ausbildung von Lehrern beleuchtet, da digital interessierte Lehrer selten auf ein ebenso interessiertes Kollegium träfen. Ein gelungenes Projekt für die Ausbildung an Schulen sei das <a href="http://futurego.de/">Projekt Futurego</a>.</p>
<h3>Digitale Verwaltung und offene Daten: Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage?</h3>
<p>Unter der Leitfrage „Gibt es genug Daten und wenn ja, warum werden diese nicht verwendet?“ erörterte <a href="http://rifter.org/">Stefan Weißwange</a> das Thema „Open Data und digitale Verwaltung“. In der Theorie sind offene Daten ein Berg von Daten, die zur Verfügung gestellt werden, damit sie alle nutzen können. Dies bedeutet, dass Open Data in einer engeren Definition als freie Lizenz (kostenlos), maschinenlesbar, strukturiert und aktuell vorhanden sein müssen. Diese Vorgabe setze aber kaum eine Verwaltung vollständig um, da die Daten zwar von Verwaltungen geliefert werden, aber dabei nicht alle benannten Voraussetzungen erfüllen.  Immerhin würden immer mehr Daten verwertbar zur Verfügung gestellt werden, konstatiert Weißwange.</p>
<p>Mit dem <a href="http://www.verwaltung-innovativ.de/DE/E_Government/Open_Government/Aktionsplan/Aktionsplan_node.html">Aktionsplan Open Data</a> und dem Datenportal <a href="https://www.govdata.de/">govdata.de </a>sollen Daten für Verwaltungen greifbar gemacht und Datensätze gesammelt werden. Ein weiteres Beispiel für online verfügbare Verwaltungsdaten ist die <a href="https://www.destatis.de/DE/Startseite.html">Seite des Statistischen Bundesamtes</a>. Auch in Halle gibt es offene Verwaltungsdaten, die aber mit den angebotenen Dateiformaten .csv und .xls als nicht verarbeitbare Datensätze gelten. Beim Thema Angebot und Nachfrage merkte Weißwange an, dass es offene Daten gibt, die aber wenig genutzt würden. Die Nachfrage sei also der Knackpunkt. Auch gibt es laut Open Data Atlas keine flächendeckenden <a href="http://opendata.tursics.de/?page=Data&amp;level=all&amp;dataset=portals&amp;country=DE&amp;lat=52.516&amp;lng=13.4795&amp;zoom=6">Open Data Portale </a>in Deutschland. Zudem wurde kritisiert, dass es Projekte wie Apps4Deutschland gab, bei denen Apps erstellt wurden, die Daten aber nicht erneuert oder gepflegt wurden (zum Zeitpunkt des Vortrags war die Seite noch online). Mit punktueller Förderung wird keine Nachhaltigkeit erzielt. Diese Kritik wurde im Vortrag auch auf Hackathons ausgeweitet, die sich zum Teil auch mit Open Data beschäftigen, aber ebenfalls nur punktuell gefördert werden. Weißwange betont, dass Offene Daten nicht automatisch einen Nutzen erzeugen und die fehlende Nutzung die Vorbehalte verstärkt. Allerdings gibt es auch Unternehmen und Open Data Communities, die als Vorreiter gelten können, diese sind aber vor allem in den USA angesiedelt. In der Verwaltung ist es vor allem die Datenbereitstellung, die Ansprechbarkeit und die Umsetzungszeiträume, die eine Hürde darstellen, um Open Data effektiv zu nutzen.</p>
<p>Zwar gibt es offene Daten und Anwendungsgebiete für diese, allerdings ist die Nutzung und das Angebot in Deutschland gering. Dies liegt nicht nur an der Art der angebotenen Daten, sondern ist auch regionsabhängig: Größe, Wirtschaftskraft, Bildung und andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle.</p>
<p>Unterm Strich kommt Weißwange zu dem Fazit, dass der Hype um Open Data vorbei sei. Zwar gibt es offene Daten, die genutzt werden können und müssten- aber eine punktuelle Verwendung reicht nicht aus.</p>
<h3>Digitale Nomaden, passives Einkommen und Coworking Spaces</h3>
<p>Der Vortrag zum Thema „Digital Nomaden, passives Einkommen und Coworking Spaces“ von Matthias Haltenhof passt zur digitalen Stadt durch den Blick in die zukünftigen Arbeitsmöglichkeiten. Mit der Frage „Was ist das und was bringt es?“ werden Digitale Nomaden als Personen beschrieben, die reisen und nebenbei von unterwegs arbeiten. Hierbei bietet sich ein passives &#8211; also vom zeitlichen Bezug losgelöstes – Einkommen an. Passives Einkommen ist, wie der Vortragende betonte, nicht nur „eine Stunde Schalter umlegen und für immer Geld verdienen“. Es gehöre mehr dazu, nämlich harte Arbeit und zeitlich eigenständiges Arbeiten. Die <a href="http://de.slideshare.net/MatthiasHaltenhof/%20ab Folie 17">zwölf vorgestellten Möglichkeiten für passives Einkommen</a> findet man in der Praxis oft in Coworking Spaces. In den Coworking Spaces findet oft ein reger Austausch zwischen den Digitalen Nomaden statt und es kann zum Expertenaustausch verschiedener Themengebiete kommen. Solche Coworking Spaces gibt es in Halle (Saale) kaum, in Leipzig geschätzt 5 Mal und in Berlin circa 100. Abschließendes Fazit des Vortrags war: Es werden mehr Coworking Spaces in der zukünftigen Stadt gebraucht, da sich ortsunabhängiges Arbeiten positiv für Angestellte und Unternehmen auswirken kann.</p>
<h2>Fazit zum Barcamp 2016 in Halle</h2>
<p>Mit dem Ziel, über die Probleme von heute und die Herausforderungen von morgen zu diskutieren, konnte das Barcamp viele verschiedene Themenkomplexe bearbeiten. Der nächste Schritt muss nun sein, mit lokalen Entscheidern über diese Themen zu sprechen. Ingesamt war der Meinungs- und Erfahrungsaustausch von konstruktiver Kritik geprägt, auf Twitter lassen sich einige Diskussionen unter <a href="https://twitter.com/search?q=%23bchal&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#bchal</a> auch im Nachhinein verfolgen.</p>
<p>Titelbild : woman-1446557_640, CC0 Public Domain</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-das-barcamp-halle-2016-150511/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zurück in die &#8220;Bonner Republik&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zurueck-in-die-bonner-republik-5257/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/zurueck-in-die-bonner-republik-5257/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 10:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Enquete]]></category>
		<category><![CDATA[Blog-Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[politcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/zurueck-in-die-bonner-republik-5257/</guid>

					<description><![CDATA[<a href="/"><img src="/sites/politik-digital.de/files/pclogo-rand.jpg" alt="Bild" title="Bild" align="left" height="114" width="201" /></a>Die Organisatoren der Netzpolitik-Konferenz &#34;politcamp 2011&#34; haben sich als Veranstaltungsort in diesem Jahr die ehemalige deutsche Hauptstadt ausgesucht. politik-digital.de wirft einen Blick auf Programm und Konzept und spricht mit den Veranstaltern über Ziele und Bedeutung des politcamps, das am 4. und 5. Juni stattfinden wird.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/"><img decoding="async" title="Bild" src="/wp-content/uploads/pclogo-rand.jpg" alt="Bild" width="201" height="114" align="left" /></a>Die Organisatoren der Netzpolitik-Konferenz &#8220;politcamp 2011&#8221; haben sich als Veranstaltungsort in diesem Jahr die ehemalige deutsche Hauptstadt ausgesucht. politik-digital.de wirft einen Blick auf Programm und Konzept und spricht mit den Veranstaltern über Ziele und Bedeutung des politcamps, das am 4. und 5. Juni stattfinden wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Kontrast könnte – zumindest räumlich und atmosphärisch – größer kaum sein. In den vergangen beiden Jahren trafen sich netzaffine Politiker, Abgeordnetenmitarbeiter, Online-Journalisten und Blogger noch im Berliner &#8220;Radialsystem&#8221;, um direkt am Ufer der Spree, unweit von Berlin Mitte, über die Veränderung von gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen, Parteipolitik und politischer (Wahlkampf-)Kommunikation durch das Internet zu diskutieren. In diesem Jahr haben die Organisatoren ihre zweitägige Konferenz mit zahlreichen Vorträgen von der Spree an den Rhein verlagert und führen die Veranstaltungen dort in vermutlich deutlich beschaulicherer Atmosphäre teilweise im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages durch.</p>
<p><a href="http://www.politcamp.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politcamp</a>-Mitorganisator und Presseprecher Ralf Makolla nimmt im Gespräch mit politik-digital.de unter anderem zu den Gründen für den diesjährigen Ortswechsel Stellung: &#8220;Wir wollten das Politcamp schon im Jahr 2010 in Bonn durchführen. Dies hat leider aus unterschiedlichsten Gründen nicht geklappt. Dieses Jahr hatten wir eine nette Anfrage der Stadt Bonn aus dem Büro des Oberbürgermeisters&#8221;.<img decoding="async" title="Bild" src="/wp-content/uploads/wasserwerk-rand_0.jpg" alt="Bild" width="277" height="190" align="left" /> Zu den weiteren Vorteilen der Stadt am Rhein ergänzt der Pressesprecher des Organisatorenteams: &#8220;Bonn ist mit seiner Historie ein guter Ort für den politischen Dialog. Wasserwerk und die Räumlichkeiten der Deutschen Welle sind dafür wie geschaffen.&#8221; Diejenigen netzpolitisch Interessierten, die es am ersten Juniwochenende nicht persönlich nach Bonn schaffen, können die einzelnen Veranstaltungsteile, die mitunter im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BarCamp-Format</a> angeboten werden, dennoch in Echtzeit verfolgen: &#8220;Wir werden aus jeder Session einen Live-Stream haben und damit können auch die, die es nicht nach Bonn geschafft haben, am Politcamp teilnehmen&#8221;, so Makolla weiter.</p>
<p><strong>Das Verhältnis zu anderen Veranstaltungen</strong><br />
Den gewaltigen Diskussionsbedarf beim Thema Netzpolitik zeigen die zahlreichen ähnlich gearteten Veranstaltungen auf dem Gebiet. So fand erst vor kanpp zwei Wochen die Konferenz Next mit einem ähnlichen Adressatenkreis in Berlin statt. Vor allem aber mit der gut 3.000 Teilnehmer zählenden Social-Media-Konferenz &#8220;re:publica&#8221; hat bereits im April eine unter Netzpolitikern und klassischen Medien breit rezipierte Versammlung in der Hauptstadt stattgefunden.</p>
<p>Das diesjährige Bonner politcamp versteht sich allerdings, wie Pressesprecher Ralf Makolla deutlich macht, keinesfalls als eine direkte Konkurrenzveranstaltung zu Konferenzen wie der re:publica XI: &#8220;Die beiden Veranstaltungen ergänzen sich und sprechen teilweise sicherlich die gleichen Teilnehmer an. Das politcamp ist aber wesentlich stärker auf die politischen Themen ausgerichtet und richtete sich damit auch an einen erweiterten Teilnehmerkreis.&#8221;<br />
Ein weiterer markanter Unterschied mag, vergleicht man die Programme, darin liegen, dass die re: publica einen merklich internationaleren Fokus hat als das in Bonn stattfindende Pendant.</p>
<p><strong>Die Zielsetzung des politcamp im Jahr 2011</strong><br />
Das dritte politcamp wird sich, genauso wie schon zahlreiche Vorträge auf der re:publica, mit den revolutionären Umwälzungen in Nordafrika und der Bedeutung des Internet in diesem Zusammenhang befassen. Es wird dabei, auch wenn die Konrad-Adenauer-Stiftung und der SPD-nahe &#8220;Vorwärts&#8221;-Verlag zu den Förderern der Veranstatung zählen, jedoch keine Parteimeinung im Mittelpunkt stehen, denn eines der Hauptziele der Initiatoren um den Hamburger Informatiker Valentin Tomaschek und den Bürgerschaftsabgeordneten Hansjörg Schmidt war bereits in den vergangenen Jahren die parteiübergreifende Vernetzung der Teilnehmer. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Diskussion über die bisherigen Ergebnisse der Bundestags-Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; sein. Im Rahmen einer Session mit verschiedenen Kommissions-Mitgliedern der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien soll eine &#8220;Halbzeitbillanz&#8221; der bisherigen Arbeit erfolgen.</p>
<p><strong>Jugend-PolitCamp</strong><br />
Die Blogger und Netzpolitiker von heute haben, auch dies ein Unterschied zu anderen ähnlichen Veranstaltungen, bereits die Zielgruppe von morgen im Blick. Als besondere Adressaten haben die Organisatoren in diesem Jahr die Gruppe der Nachwuchswähler ausgemacht. Einer der Jugendlichen soll sogar auf der großen Podiumsdiskussion teilnehmen dürfen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/zurueck-in-die-bonner-republik-5257/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>New Yorker Techies helfen Haiti</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/new-yorker-techies-helfen-haiti-4726/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/new-yorker-techies-helfen-haiti-4726/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 13:57:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Crisis Commons]]></category>
		<category><![CDATA[CrisisCamp]]></category>
		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtregierungsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/new-yorker-techies-helfen-haiti-4726/</guid>

					<description><![CDATA[Beim ersten „CrisisCamp Haiti“ in New York wurde Kartenmaterial aktualisiert, ein Übersetzungstool programmiert und ein webbasierter Vermissten-Finder konzipiert. Demnächst wird es all das auch noch als iPhone-App geben.<center><br />
<object height="250" width="300">
	<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&#38;hl=de_DE&#38;fs=1&#38;">
	</param>
	<param name="allowFullScreen" value="true">
	</param>
	<param name="allowscriptaccess" value="always">
	</param>
	<embed src="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&#38;hl=de_DE&#38;fs=1&#38;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="250" width="300"></embed><a href="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&#38;hl=de_DE&#38;fs=1&#38;" class="itaozfbtwsznvldjefmc"></a><a href="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&#38;hl=de_DE&#38;fs=1&#38;" class="itaozfbtwsznvldjefmc"></a><a href="/" class="itaozfbtwsznvldjefmc"></a>
</object>
</center>
<p>
&#160;
</p>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim ersten „CrisisCamp Haiti“ in New York wurde Kartenmaterial aktualisiert, ein Übersetzungstool programmiert und ein webbasierter Vermissten-Finder konzipiert. Demnächst wird es all das auch noch als iPhone-App geben.<center><br />
<object height="250" width="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="250" width="300"></embed><a href="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" class="itaozfbtwsznvldjefmc"></a><a href="http://www.youtube.com/v/_ETop7DP0_Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" class="itaozfbtwsznvldjefmc"></a><a href="/" class="itaozfbtwsznvldjefmc"></a></object><br />
</center></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Steht man vor dem Sitz der Freelancers Union in den Brooklyn Heights, würde man nicht unbedingt vermuten, dass hier eine Katastrophenhilfe der besonderen Art anläuft. Mehrere Dutzend „Crisis Commons“ haben sich am Samstag nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti zusammengefunden.
</p>
<p>
<br />
Mit ihrem Knowhow wollen sie die internationalen Hilfsmaßnahmen unterstützen. Crisis Commons ist ein internationales Netzwerk von IT-Entwicklern, Projektmanagern, Ersthelfern, Kommunikationsspezialisten und Interessierten. Ziel ist es, Applikationen für den ganz spezifischen Bedarf im Fall einer größeren Krise zu entwickeln.
</p>
<p>
<b>Modell Crisis Camp</b>
</p>
<p>
Barcamp &#8211; das ist so etwas wie das originäre Veranstaltungsformat der „Generation Web 2.0“. Die klassische Rollenaufteilung in Redner und Zuhörer ist aufgehoben, jeder ist aufgefordert mitzumachen. Das Modell CrisisCamp funktioniert ähnlich, ist aber sehr viel spontaner und outputorientierter. Im Fall einer Naturkatastrophe wie kürzlich in Haiti wird kurzfristig ein Treffen organisiert. Und schon am ersten Tag geht es darum, konkrete Ergebnisse präsentieren zu können, die ganz gezielt helfen können. Schon das erste Meeting hat beeindruckende Ergebnisse gebracht:
</p>
<p>
<a href="http://crisiscommons.org/Haiti-Open-Street-Map" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Haiti OpenStreetMap</b></a>
</p>
<p>
Hierzulande kaum vorstellbar, existierte noch Anfang Januar 2010 kein detaillierter digitaler Stadtplan von Port-au-Prince. Crisis Commons haben mit anderen Freiwilligen aus historischem CIA-Material und aktuellen Satellitenbildern einen genauen Straßenplan erarbeitet und dort die befahrbaren Strecken kenntlich gemacht. Für die Helfer vor Ort ein essenzielles Handwerkszeug.
</p>
<p>
<b>Übersetzungstool Englisch-Créole</b>
</p>
<p>
Da weder Google noch Microsoft Übersetzungen in das Créole zur Verfügung stellen, entwickeln Crisis Commons derzeit ein webbasiertes Übersetzungstool. Bis dahin ist ein umfangreicher <a href="http://wiki.crisiscommons.org/wiki/Languages_and_Translation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki-Eintrag</a> erarbeitet worden, in dem z. B. die wichtigsten Vokabeln und Phrasen, Piktogramme, Fotos u.v.m.aufgelistet werden, die bei der Kommunikation vor Ort hilfreich sind.
</p>
<p>
<b>NGO Mapping</b>
</p>
<p>
Mehrere Hundert Hilfsorganisationen sind derzeit in Haiti tätig. Während des CrisisCamps wurden Informationen über die Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) zusammengetragen und Profile erstellt. In einem zweiten Schritt soll ein Customer Relationship Management (CRM) entstehen, das auch einzelne Mitarbeiter aufführt und die Vernetzung der Helfer unterstützen soll.
</p>
<p>
<b>Person Finder</b> 
</p>
<p>
Das ebenfalls in kürzester Zeit entwickelte <a href="http://haiticrisis.appspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tool Person Finder </a>führt unterschiedliche Datenbestände zu vermissten bzw. überlebenden Personen zusammen. Über eine Maske können diese Daten dann nach den betreffenden Personen durchsucht werden.
</p>
<p>
<b>Crisis Response App</b>
</p>
<p>
Informationen sind nur dann brauchbar, wenn sie auch zugänglich sind. Daher ist derzeit ein Projektteam damit befasst, alle Applikationen auch für mobile Endgeräte verfügbar zu machen.
</p>
<p>
IT-Experten sind selbst in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrise gefragte Leute und erzielen Stundensätze, von denen die meisten anderen nur träumen können. Fanden am 16. Januar die ersten Treffen in sechs amerikanischen Städten statt, so treffen sich am 21. Januar schon elf Gruppen – von Washington D.C. bis zum Silicon Valley.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/new-yorker-techies-helfen-haiti-4726/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hackday made in Germany</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hackday-made-in-germany-4712/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/hackday-made-in-germany-4712/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 15:57:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Datentransparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data Network]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungsdaten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/hackday-made-in-germany-4712/</guid>

					<description><![CDATA[Wenn im April diesen Jahres <a href="http://opendata.hackday.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 Hacker zu einem Hackday</a> in Berlin zusammenkommen, planen sie den ganz großen Coup - allerdings mit den besten Absichten. Ihr Ziel: Öffentliche Regierungsdaten für jedermann zugänglich machen. politik-digital.de sprach mit dem Veranstalter Daniel Dietrich.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn im April diesen Jahres <a href="http://opendata.hackday.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 Hacker zu einem Hackday</a> in Berlin zusammenkommen, planen sie den ganz großen Coup &#8211; allerdings mit den besten Absichten. Ihr Ziel: Öffentliche Regierungsdaten für jedermann zugänglich machen. politik-digital.de sprach mit dem Veranstalter Daniel Dietrich.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Den Teilnehmern des &quot;Opendata Hackday&quot; geht es nicht um das Hacken geheimer Daten aus dem Pentagon oder das Sammeln von privaten Bank- und Zugangsdaten. Die &quot;guten&quot; Hacker wollen sich vielmehr mit ihrem Können und Wissen für Datentransparenz und interaktive Bürgerbeteiligung stark machen.
</p>
<p>
Dem Gründer des <a href="http://opendata-network.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Opendata Network e.V.</a> und Veranstalter des Hackday, Daniel Dietrich, geht es vor allem um ein Ziel: Daten und Informationen, die in Politik, öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft anfallen und durch Steuergelder finanziert werden, müssen öffentlich und kostenlos zugänglich sein. &quot;Sonst wird man ja doppelt zur Kasse gebeten,&quot; begründet Dietrich gegenüber politik-digital.de sein Anliegen.
</p>
<p>
<b>Deutschlands erster &quot;Hackday&quot;</b>
</p>
<p>
Der &quot;Opendata Hackday&quot; ist das erste Barcamp zum Thema öffentliche (Regierungs-)Daten in Deutschland. Während des Barcamps sollen, so der Wunsch des Veranstalters, kostengünstige und innovative Prototypen und Anwendungen programmiert werden, die Daten der öffentlichen Verwaltung zugänglich und nutzbar machen. &quot;In den zwei Tagen wird es zwar ein bis zwei Vorträge und Workshops geben, aber die meiste Zeit werden die Teilnehmer in kleinen Gruppen an konkreten Projekten und Prototypen arbeiten,&quot; beschreibt Dietrich den geplanten Ablauf.
</p>
<p>
Als Termin stehen der 17. und 18. April 2010 fest. Das Barcamp schließt somit an die <a href="http://re-publica.de/10/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social-Media-Konferenz re:publica 2010</a> an. &quot;Das allein wird für genug Interesse und Teilnehmer sorgen,&quot; ist Dietrich sich sicher. Er erwartet 50 bis 100 experimentierfreudige Teilnehmer aus den Reihen der Programmierer, Webdeveloper, Designer und Journalisten.
</p>
<p>
<b>Die Niederländer machen es vor</b>
</p>
<p>
Die Veranstaltung des deutschen zivilgesellschaftlichen Vereins Opendata Network wird in Kooperation mit  <a href="http://www.hackdeoverheid.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HackdeOverheid (&quot;Hack die Regierung&quot;) aus den Niederlanden</a> organisiert. Die niederländische Partnerorganisation hatte in der Vergangenheit schon mit mehreren Barcamps dieser Art auf sich aufmerksam gemacht. &quot;Dabei sind vor allem Prototypen entstanden, die plastisch zeigen, was möglich ist,&quot; erzählt Dietrich. So wurden zum Beispiel die kostenpflichtigen Daten von der <a href="http://www.kvk.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kamer van Koophandel</a> (das niederländische Equivalent zur Industrie- und Handelskammer) gehackt und kostenlos auf einer <a href="http://www.openkvk.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> zur Verfügung gestellt.
</p>
<p>
Daraufhin entbrannte in den Niederlanden eine heftige Diskussionen über das Hacken öffentlicher Daten &#8211; mit einem, wie Dietrich findet, positiven Ergebnis: Mittlerweile hätten Vertreter der Kamer van Koophandel sogar Interesse an der Übernahme des kostenlosen Systems bekundet.
</p>
<p>
<b>Wettbewerb für Internetanwendung </b>
</p>
<p>
Der &quot;Hackday&quot; soll nur der Start einer ganzen Veranstaltungsreihe des Opendata Networks e.V. sein. Geplant sind unter anderem auch ein Projekt namens &quot;<a href="http://wiki.opendata-network.org/index.php/Apps4Democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Apps4Democracy Deutschland</a>&quot;, angelehnt an das <a href="http://www.appsfordemocracy.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Apps4Democracy&quot;-Projekt in den USA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/hackday-made-in-germany-4712/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Hundehaufen sind politisch relevant&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hundehaufen-sind-politisch-relevant-4609/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/hundehaufen-sind-politisch-relevant-4609/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Roleff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 11:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mehr e-Demokratie wagen]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[MySociety.org]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[BerlinInOctober]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/hundehaufen-sind-politisch-relevant-4609/</guid>

					<description><![CDATA[Zivilgesellschaftliches Engagement braucht Betroffenheit als Motivation - und die findet man vor der eigenen Haustür eher als im Parlament. Das meint zumindest Will Perrin, eDemokrat aus London. Dies ist aber nur eines von vielen Ergebnissen der diesjährigen Konferenz &#34;<a href="http://berlininoctober.e-demokratie.org/index.php?title=Main_Page" target="_blank" title="BerlinInOctober 2009" rel="noopener noreferrer">BerlinInOctober 2009</a>&#34;, zu der u.a. politik-digital.de in die Hauptstadt eingeladen hatte. Eine Nachbetrachtung.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zivilgesellschaftliches Engagement braucht Betroffenheit als Motivation &#8211; und die findet man vor der eigenen Haustür eher als im Parlament. Das meint zumindest Will Perrin, eDemokrat aus London. Dies ist aber nur eines von vielen Ergebnissen der diesjährigen Konferenz &quot;<a href="http://berlininoctober.e-demokratie.org/index.php?title=Main_Page" target="_blank" title="BerlinInOctober 2009" rel="noopener noreferrer">BerlinInOctober 2009</a>&quot;, zu der u.a. politik-digital.de in die Hauptstadt eingeladen hatte. Eine Nachbetrachtung.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/BIOS09-Perrin.jpg" alt="Will Perrin" title="Will Perrin" align="left" height="110" width="150" />&quot;Ärger über den Hundekot im Park ist der erste Schritt für ein bürgerliches Engagement in der Nachbarschaft&quot;, weiß William Perrin aus eigener Erfahrung zu berichten. Der Initiator der Nachbarschaftsplattform <a href="http://www.kingscrossenvironment.com/" target="_blank" title="kingscrossenvironment.com" rel="noopener noreferrer">kingscrossenvironment.com</a> und ehemalige Regierungsbeamte kämpft seit zehn Jahren mit WordPress, Youtube und einer großen Portion Eigeninitiative gegen internationale Großkonzerne und kommunale Verwaltungsapparate. Und das mit einigem Erfolg.  Selbst den texanischen Bauriesen Centex konnte Perrin durch den Einsatz digitaler Kommunikationsmittel dazu bewegen, die Arbeiten an einer Großbaustelle in seinem Wohnviertel &quot;nachbarschaftsfreundlicher&quot; zu gestalten.
</p>
<p>
<b>Praktiker statt Theoretiker</b>
</p>
<p>
Während auf anderen Konferenzen häufig über die Theorien von Partizpation und Demokratie gestritten wird, richtete sich die diesjährige &quot;BerlinInOctober 2009&quot; genau an solche Personen aus der Praxis, mit konkreten Projekten aus dem Bereich eDemokratie und ePartizipation. Über 50 von ihnen aus 19 Ländern versammelten sich am 15. und 16. Oktober in der Heinrich Böll Stiftung, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen &#8211; und natürlich, um sich weiter zu vernetzen.
</p>
<p>
Zivilgesellschaftliches Engagement war dabei eines der Hauptthemen, die die Teilnehmer beschäftigten. Wie kann man<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/BIOS09-Gruppe.jpg" alt="BerlinInOctober 2009" title="BerlinInOctober 2009" align="right" height="113" hspace="5" vspace="5" width="150" /> kommunale Bürgerbeteiligung über das Netz fördern? Eine große Hürde – nämlich die Berührungsangst mit der digitalen Kommunikationstechnik – versucht das Portal <a href="http://talkaboutlocal.com/" target="_blank" title="talkaboutlocal.com" rel="noopener noreferrer">talkaboutlocal.com</a> zu nehmen. Dort wird in leicht verständlicher Form interessierten Bürgern Schritt für Schritt erklärt, wie sie den Menschen in ihrer Kommune eine Stimme geben können. Dabei müssen sie keinerlei technische oder gar Programmierkenntnisse haben. Vertreter aus den Niederlanden stellten eine ähnliche Initiative vor, die <a href="http://www.muurkrant.nl/index.asp" target="_blank" title="www.muurkrant.nl" rel="noopener noreferrer">Vereniging de Muurkrant</a>. Diese bietet Unterstützung für Bürger an, die über kommunale Ereignisse journalistisch berichten wollen.</p>
<p><b>Transparenz statt Beteiligung</b></p>
<p>Eine ganze Reihe anderer vorgestellter Projekte konzentrierte sich dagegen auf Transparenzbemühungen im demokratischen Alltag. &quot;In unserer Wahlbeobachtung waren wir schneller als alle anderen, schneller sogar als die internationalen Beobachter&quot;, berichtete zum Beispiel Ayman Mhanna von seinem <a href="http://www.ladeleb.org/default.aspx" target="_blank" title="ladeleb.org" rel="noopener noreferrer">Projekt zu den Parlamentswahlen</a> im Libanon. </p>
<p>Mhanna, Projektmanager beim National Democratic Institute in Beirut, hatte ein Netzwerk von Freiwilligen über das ganze Land gespannt, die Wahlunregelmäßigkeiten per SMS an die Zentrale funkten. Diese Reports erschienen dann mit Geodaten verlinkt auf eine Kartenapplikation und wurden so noch während des Wahltages für die Öffentlichkeit sichtbar.</p>
<p><b>Von national bis international</b></p>
<p>Viele andere Transparenz-Webseiten, die auf der Unkonferenz vorgestellt und diskutiert wurden, durchleuchten die parlamentarische Arbeit von Politikern, ähnlich wie das <a href="http://www.wheredoesmymoneygo.org/" target="_blank" title="wheredoesmymoneygo.org" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/BIOS09-Money.jpg" alt="wheredoesmymoneygo.org" title="wheredoesmymoneygo.org" align="left" height="113" hspace="5" vspace="5" width="150" /></a>deutsche Portal abgeordnetenwatch.de. <a href="http://www.wheredoesmymoneygo.org/" target="_blank" title="wheredoesmymoneygo.org" rel="noopener noreferrer">Wheredoesmymoneygo.org</a> analysiert und visualisiert die öffentlichen Ausgaben in Großbrittanien. Die französische Webseite <a href="http://www.nosdeputes.fr/" target="_blank" title="nosdeputes.fr" rel="noopener noreferrer">nosdeputes.fr</a> gibt einen Überblick über die Aktivitäten der französischen Abgeordneten, ähnlich wie auch das italienische Portal <a href="http://parlamento.openpolis.it/" target="_blank" title="Open Parlamento" rel="noopener noreferrer">Open Parlamento</a>. Erschreckende Erkenntnis der Italiener: Laut ihren Berechnungen arbeiten italienische Abgeordnete nur neun Stunden – pro Woche!</p>
<p>Auch auf der europäischen Ebene formieren sich einige Nichtregierungsorganisationen, um den EU-Organen auf die Finger zu schauen. <a href="http://fishsubsidy.org/" target="_blank" title="fishsubsidy.org" rel="noopener noreferrer">Fishsubsidy.org</a> zum Beispiel ist ein Projekt, welches die Subventionszahlungen der Europäischen Union im Bereich Fischerei darstellt. <a href="http://farmsubsidy.org/" target="_blank" title="farmsubsidy.org" rel="noopener noreferrer">Farmsubsidy.org</a> veröffentlicht in ähnlicher Weise Daten über die Agrar-Subventionen der EU. <a href="http://www.followthemoney.eu" target="_blank" title="followthemoney.org" rel="noopener noreferrer">FollowTheMoney</a> zeigt, aus welchen Geldern sich der EU-Haushalt zusammensetzt und wofür dieser ausgegeben wird.</p>
<p><b>Transparenz löst keine Probleme</b></p>
<p>Die offene Konferenzführung, ein wesentlicher Bestandteil der BerlinInOktober 2009, bot aber auch den kritischen Stimmen ein Podium. Denn neben den hohen Ansprüchen der vorgestellten Projekte, Gutes zu bewegen, wies Tobias Escher vom Oxford Internet Institute darauf hin, das durch Transparenz allein keine grundlegenden Probleme von parlamentarischen Demokratien gelöst werden. Diese Tranparenz müsse nämlich auch wahrgenommen werden. Und zwar nicht nur von einer kleinen, hochgebildeten Community, sondern von der breiten Masse. Für dieses Dilemma sehe er noch keinen überzeugenden Lösungsansatz. Es gibt also genug zu tun bis zur &quot;BerlinIn&#8230; 2010&quot;.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/hundehaufen-sind-politisch-relevant-4609/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Polizeiarbeit könnte viele Blogs füllen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/polizeiarbeit-koennte-viele-blogs-fuellen-3605/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/polizeiarbeit-koennte-viele-blogs-fuellen-3605/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Karl]]></category>
		<category><![CDATA[Polizist]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/polizeiarbeit-koennte-viele-blogs-fuellen-3605/</guid>

					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich
die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich<br />
die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen bei der<br />
Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Heute ist der bloggende Polizist Guido Karl unser Gast. Ab 16 Uhr<br />
wird er hier mit Ihnen chatten. Ihre Fragen können Sie jetzt<br />
schon stellen, wir Moderatoren sammeln sie hier, nichts geht verloren.<br />
<br />
Jetzt ist es vier und los geht&#8217;s. Können wir beginnen, Herr<br />
Karl?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Gerne
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/guido_karl.jpg" alt="Guido Karl" height="120" width="85" /><br />
<i>Guido Karl</i><br />
<i>bloggender Polizist auf k11.de/blog</i>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten bereits im Vorfeld<br />
Fragen stellen und darüber abstimmen, welche Fragen heute den<br />
Chat eröffnen sollen. Und hier ist die erste:
</p>
<p>
<b>Peter: </b>Wie reagieren die Kollegen auf den Blog?<br />
Kommen da schon mal blöde Sprüche? </p>
<p><b>Guido Karl:</b> Nein, blöde Sprüche kommen<br />
nicht, die Nutzung neuer Medien und Wege ist zwar nicht allen Kollegen<br />
so vertraut, trotzdem stehen meine Kollegen dem positiv gegenüber.</p>
<p><b>Moderator:</b> Ganz allgemein gefragt:</p>
<p><b>carol:</b> Wie kommt man als Polizist eigentlich zum<br />
Bloggen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Durch meinen Besuch des ersten Barcamps<br />
in Köln (2006) und den engeren Kontakt zu Bloggern und Internetnutzern.<br />
Das war für mich der Start.</p>
<p><b>SherlockHolmes:</b> Ist der Durchschnittspolizist nicht<br />
noch recht unbeholfen, was das Internet jenseits von Google und<br />
E-Mail angeht?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> 🙂 Polizei ist ein Querschnitt der<br />
Gesellschaft. Und dort gibt es eben wie in allen anderen Bereichen<br />
moderat engagierte Internetnutzer und Internetjunkies. </p>
<p><b>Riese:</b> Auf Ihrem Blog schrieben Sie davon, auch<br />
mit Vorurteilen gegenüber der Polizei aufräumen zu wollen.<br />
Was für Vorurteile sind Ihnen denn schon begegnet?</p>
<p><b>Guido Karl: </b>Polizei unternimmt nichts im Internet,<br />
Polizei ist nicht qualifiziert genug, Polizei reagiert nur und agiert<br />
nicht&#8230;das sind einige Beispiele gängiger Vorurteile gegenüber<br />
Polizei und Internet.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und wie versuchen Sie dann, diese zu<br />
widerlegen?<br />
Guido Karl: Durch Aufklärung, Gespräche auf Barcamps und<br />
anderen Veranstaltungen wie z.B. Pl0gbar.</p>
<p><b>Kevin:</b> Welcher Blogeintrag hat bisher die meisten<br />
Reaktionen hervorgerufen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Themen rund um den Bundestrojaner sind<br />
natürlich auf der Hypewelle ganz oben, aber auch auf die präventiven<br />
Videos habe ich viele Rückmeldungen bekommen. Das, was in der<br />
Presse aktuell diskutiert wird und die Menschen selber betrifft.</p>
<p><b>Moderator: </b>Stichwort Bundestrojaner: Wie stehen<br />
Sie als Polizist zu den Plänen von Wolfgang Schäuble zu<br />
Online-Durchsuchungen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Wer sich an geltendes Recht hält,<br />
braucht auch keine Angst vor Maßnahmen von Ermittlungsbehörden<br />
zu haben, egal ob offline oder online. Es ist ja nicht so, als würden<br />
jetzt auf einmal alle in Deutschland befindlichen Internetrechner<br />
überwacht. Ich denke, die öffentliche Diskussion wird<br />
gerade bei dem Thema überbewertet.</p>
<p><b>bla: </b>Wie intensiv beobachten Sie die Blogosphäre?<br />
Was gefällt Ihnen da, was weniger?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Ich habe circa 15 Blogs, die ich regelmäßig<br />
lese. Von sehr bunten Blogs wie Saftblog oder pl0g bis hin zu den<br />
einschlägigen Lawblogs. Mir gefällt Qualität, aber<br />
auch schon mal ausgefallene Themen. Die Mainstreamblogs sind nicht<br />
so mein Ding.</p>
<p><b>kr:</b> Was für Reaktionen kommen denn von anderen<br />
Bloggern auf einen Polizeiblog?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Erstaunen, gelassene Beobachtung bis<br />
hin zu „Brauchen wir nicht“ &#8211; mit all diesen Reaktionen<br />
kann ich gut leben. Ich lese ja auch nicht jeden neuen Blog.</p>
<p><b>Kruse:</b> Wie viel dürfen Sie eigentlich im Blog<br />
verraten und welche Inhalte haben dort gar nichts verloren?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Die Frage könnte auch lauten „hat<br />
die Polizei eine Blogging-Policy?“ &#8211; Nein, haben wir nicht.<br />
Für Polizei regeln Gesetze wie das Landesbeamtengesetz Rechte<br />
und Pflichten und man kann ziemlich klare Grenzen ziehen. Sachverhalte<br />
mit personenbezogenen Daten würde ich niemals veröffentlichen.<br />
Keiner möchte ja gerne seinen Namen in einem vielleicht negativen<br />
Zusammenhang in einem Blog lesen.</p>
<p><b>Hausmeister:</b> Es gibt ja auch einen Polizeiblogger<br />
&#8211; Steel &#8211; der Notrufprotokolle anonymisiert veröffentlicht.<br />
Was halten Sie davon?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Steel beschreibt Polizei, wie sie ist<br />
und was für Anrufe bei einer Leitstelle der Polizei (über<br />
110) so ankommen. Das zeigt, dass man Content nicht erfinden muss,<br />
Polizei hätte unendlich viel Content um viele Blogs zu füllen.<br />
Contentsuchende werden hier fündig: <a href="http://www1.polizei-nrw.de/presseportal" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www1.polizei-nrw.de/presseportal</a>.<br />
Da gibt es ungefähr 300 echte Meldungen pro Tag aus ganz NRW.<br />
Ein Riesenblog eigentlich.</p>
<p><b>Henryk:</b> Was halten Sie denn von polizeilichen Pseudo-Innenansichten<br />
im TV wie „Toto und Harry“?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Toto und Harry sind zwei Kollegen aus<br />
Bochum, die ich bereits persönlich kennen gelernt habe und<br />
schätze. Und was als „Pseudo“ abgetan wird, ist<br />
in den meisten Fällen real. Pseudo sind die meisten anderen<br />
Polizeiserien im Fernsehen, die ich allesamt NICHT schaue, weil<br />
diese weit von dem, was man als real bezeichnen kann, entfernt sind.</p>
<p><b>camper:</b> Worauf bezieht sich der Blogname k11?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Das ist keine Abkürzung. Als ich<br />
vor vielen Jahren eine Domain für mich registrieren wollte,<br />
waren die gängigen Namen belegt und k11 war mal ein Teil meines<br />
Autokennzeichens. Diese Domain habe ich schon seit vielen Jahren<br />
registriert (lange vor der gleichnamigen TV Serie).<br />
<b><br />
stammleser:</b> Warum bist du mit deinem Blog eigentlich umgezogen?<br />
Und wie kann man sich deine alten Beiträge noch ansehen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Kurz und knapp: Providerwechsel und<br />
keine vernünftige Sicherung. Muss die alten Beiträge mal<br />
alle „von Hand“ umziehen. Wenn ich die Zeit habe, mache<br />
ich das. </p>
<p><b>camper:</b> Was fasziniert sie eigentlich so an Barcamps?<br />
Sie scheinen da ja eine Menge Zeit zu verbringen?</p>
<p><b>Guido Karl: </b>Wenn man zwei Barcamp-Besuche als eine<br />
Menge versteht, dann war es eine Menge. Mich faszinieren die verschiedenen<br />
Menschen und Themen dort. Da wird für mich das kommende Internet<br />
gelebt, da finde ich Impulse.</p>
<p><b>Moderator:</b> Impulse, die auch die Polizei für<br />
ihren Internetauftritt nutzen könnte?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Auf jeden Fall. Neben dem bestehenden<br />
Angebot planen wir natürlich viele Dinge und um ein Gespür<br />
zu bekommen, ob diese überhaupt brauchbar sind und angenommen<br />
werden könnten, sind die Gespräche auf Barcamps unbezahlbar.</p>
<p><b>Moderator</b>: Zum selben Thema &#8211; Polizei und Internet:</p>
<p><b>Poldianer</b>: Wie nutzt die Polizei das Netz heute?<br />
Und welche Ideen, glauben Sie, wären noch sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Hierzu empfehle ich die Lektüre<br />
meiner letzten Blogeinträge, da gehe ich auf diese Fragen ein.<br />
😉 Polizei nutzt das Internet in alle Richtungen. Ermittlungen,<br />
Fahndungen, Selbstdarstellung, Nachwuchswerbung, Onlineservices<br />
wie Strafanzeige online, alle Facetten werden genutzt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zum Thema Barcamps:</p>
<p><b>wunder:</b> Ich war jetzt noch nie auf einem Barcamp<br />
&#8211; wie muss man sich denn das da vorstellen? </p>
<p><b>Guido Karl:</b> Eine sich selbst organisierende Menge<br />
von teilweise mehreren hundert Menschen diskutiert zwei Tage lang<br />
über die unterschiedlichsten Themen des Internets. Einfach<br />
mal reinlesen unter: <a href="http://barcampcologne2.mixxt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://barcampcologne2.mixxt.de/</a><br />
Anfangs konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass ein solches &quot;Konzept&quot;<br />
funktioniert, aber es klappt. Die Themen sind so unterschiedlich,<br />
wie die dort anwesenden Menschen. Selbst für mich waren einige<br />
Themen zu „abgefahren“. Aber so ist für jeden etwas<br />
dabei.
</p>
<p>
<b>Ricardo:</b> Bei welchen anderen Berufszweigen könnten<br />
Sie sich ein Blog noch vorstellen oder würden es interessant<br />
finden?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Es gibt ja vom Feuerwehrblog über<br />
den Wurstblog bis zum Taxiblog wirklich alles, was man sich irgendwie<br />
vorstellen kann. Ich könnte mir gut „Retroblogs“<br />
vorstellen. Das Wissen und die Geschichten älterer Menschen<br />
in Blogform vorzuhalten. Ich versuche meinen Vater von der Idee<br />
zu überzeugen, seine Geschichte in Blogform aufzuschreiben.</p>
<p><b>Lauter:</b> Haben Sie auch einen Einblick, was die<br />
Polizei in anderen Ländern im Internet so treibt und wo sich<br />
die deutschen Beamten noch was für ihre Websites abschauen<br />
könnten?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Das Thema Benchmarking kommt natürlich<br />
auch bei uns nicht zu kurz. Ich habe Kontakte in alle Welt, wir<br />
tauschen uns aus, England, Spanien, Benelux, USA, viele Ideen der<br />
Polizei NRW stammen aus diesen Ländern und umgekehrt. Ich bin<br />
ein Freund davon, nicht alles selber neu erfinden zu müssen,<br />
andere Ideen können bei uns auch ganz gut umsetzbar sein.
</p>
<p>
<b>Nitro:</b> Was gibt es denn so für Feedback auf<br />
die Website der Polizei NRW? Kommt das gut bei der Bevölkerung<br />
an?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Feedback gibt es jede Menge. Gerade<br />
die Bemühungen um Barrierefreiheit (die Zugänglichkeit<br />
auch für Menschen mit Behinderungen im Internet) erntet großes<br />
Lob. Aber auch die aktuellen Themen werden gerne gelesen. Die meisten<br />
identifizieren sich aber mit ihrer Polizei vor Ort, und nicht mit<br />
der übergeordneten Polizei NRW. Die Themenportale werden gerne<br />
genutzt und auch die E-Government-Angebote. So werden jeden Tag<br />
ca. 120 Strafanzeigen in NRW online erstattet.</p>
<p><b>Retro:</b> Zum Thema andere Ideen übernehmen:<br />
Was ist Ihnen denn da international besonders ins Auge gefallen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl</b>: So hat mich vor kurzen die Idee der<br />
amerikanischen Presse begeistert: Morde werden bei Google Earth<br />
als besondere Plätze markiert. OK, Morde müssen es nicht<br />
sein, aber so könnte ich mir vorstellen, z.B. gefährliche<br />
Strecken für Motorradfahrer in Regionen wie Eifel oder dem<br />
Bergischen in Google Earth und anderen zu hinterlegen. Prävention<br />
mal anders.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Rückfrage zu den Online-Anzeigen:</p>
<p><b>steno:</b> Hinter wie vielen dieser Anzeigen steckt<br />
wirklich eine Straftat?<br />
Guido Karl: Hinter ca. 95-98 Prozent. Dazu folgendes: Teilweise<br />
wird z.B. in einschlägigen Hilfeforen (z.B. EBay) darauf verwiesen,<br />
bei Massenbetrügereien online seine Strafanzeige zu erstatten.<br />
Das wird dann auch gerne genutzt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kleiner Themawechsel:</p>
<p><b>kölsch:</b> In Köln leben und in Düsseldorf<br />
arbeiten &#8211; wie lässt sich das denn vereinbaren 🙂 ?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Es ist immer wieder schön, nach<br />
Köln nach Hause zu fahren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Styler und steno interessieren sich<br />
beide für mehr Jobdetails:</p>
<p><b>Styler:</b> Mal was zu Ihrem Job: Sind Sie eigentlich<br />
im Innen- oder im Außendienst tätig?</p>
<p><b>steno:</b> In welcher Abteilung versehen Sie Ihren<br />
Dienst, wenn Sie nicht bloggen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Ich bin im Innenministerium des Landes<br />
NRW, dort in der Polizeiabteilung. Früher habe ich aber „ganz<br />
normal“ Streifendienst versehen (5 Jahre auf der Wache Eigelstein<br />
in Köln).
</p>
<p>
<b>paul:</b> Gangs, die sich prügelnd und randalierend<br />
filmen und die Videos ins Internet bringen, Rechtsradikale, die<br />
ihre Propaganda auf ungezählten Seiten verbreiten, immer mehr<br />
Phisher richten immer mehr Schaden an, von Kinderpornographie, Wirtschaftsspionage,<br />
Sabotage und netzweitem Terrorismus ganz zu schweigen und Ihr Innenminister<br />
schickt immer mehr Polizisten auf die Straße &#8211; gibt der Staat<br />
das Internet verloren?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Eine eher politische Frage. Nein,<br />
das Internet wird nicht verloren gegeben. Wenn dieser Eindruck durch<br />
Medien erweckt wird, ist er falsch. Richtig ist, dass Polizeivollzugsbeamte<br />
von reinen Verwaltungstätigkeiten entlastet werden sollen.<br />
Der Bereich der Ermittlungen im Internet wird weiter gestärkt.
</p>
<p>
<b>hmmm:</b> Zu Pauls Frage: Brauchen wir mehr Überwachung<br />
des Netzes? Darf sich der Staat hier einmischen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Ich denke, vieles im Netz reguliert<br />
sich selber und dort, wo es sich nicht reguliert, muss Polizei auch<br />
Hinweise erhalten, damit sie eingreifen kann. Virtuell kann Polizei<br />
nicht überall sein. Hier ist Polizei auf die Mithilfe aller<br />
angewiesen
</p>
<p>
<b>steno:</b> Welche Art von Kriminalität ist Ihrer<br />
Kenntnis nach im Internet besonders stark verbreitet?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Kriminalität wandelt sich. Gerade<br />
mit Aufkommen des Internets verlagern sich Delikte aus dem Betrugsbereich<br />
/ Vermögensdelikte mehr ins Virtuelle. Aber natürlich<br />
auch die Bereiche Extremismus, Pornographie haben im Internet neue<br />
Möglichkeiten, sich zu entfalten.
</p>
<p>
<b>kundura:</b> Mal wieder zurück zum Blog, bitte:<br />
Da war in den letzten Tagen ein wenig Funkstille, was war denn los?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> :-() Ganz einfach&#8230;. Ich war zwei<br />
Wochen im Urlaub und diese Zeit war auch PC-frei! Ab und zu muss<br />
man sein Offlineleben genießen!</p>
<p><b>teichtier:</b> Mal ganz was anderes: Wo ist denn eigentlich<br />
das schicke Foto von Ihnen entstanden?
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Bei mir im Wohnzimmer. Das war aber<br />
auch ein Profi, der die Idee hatte!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Mal eine kleine Zukunftsaussicht:
</p>
<p>
<b>bla:</b> Wo sehen Sie denn die Trends im Internet?<br />
Was wird kommen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Ich denke „&#8217;back to the roots“&#8217;,<br />
wieder hin zu den Ursprüngen des Internets. Ich sehe in Communities,<br />
die sich ihr Wissen teilen, die Zukunft. Ob das dann Web 3.0 heißt<br />
oder nicht, sei dahingestellt. Das Web wird intelligenter werden<br />
und ich hoffe, dass sich das Web nicht nur in von wenigen Marken<br />
aufgezeigten Richtungen bewegt.
</p>
<p>
<b>DirkM:</b> Würden sich solche Communities auch<br />
auf Polizeiwebsites anbieten? Oder ein „offizielles“<br />
Poilizeiweblog, das den Bürgern einen offenen Einblick in den<br />
Polizeieinblick bietet, direkt zugänglich von der Polizeiwebsite<br />
&#8211; was halten Sie davon?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Was meinen Sie, was wir alles planen&#8230;<br />
Aktuell wird das Intranet der Polizei NRW neu aufgesetzt, da wird<br />
es das alles geben. Im Internet denken wir auch stark über<br />
solche Dinge nach. Unser „Blog“ Presseportal ist einer<br />
der ersten Schritte.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Wie viele Leute arbeiten denn an der<br />
„Internetstrategie“ der Polizei? Fällt das der<br />
Presseabteilung zu, oder sind mehrere Abteilungen daran beteiligt?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Daran sind mehrere Abteilungen beteiligt,<br />
da die Themenvielfalt nicht nur in einer Hand liegt. Jede Abteilung<br />
hat natürlich ein eigenes Interesse: Sei es Verkehr, Kriminalität<br />
oder Vorbeugung, alle wollen sich wiederfinden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war´s schon wieder, die Blogsprechstunde<br />
ist vorbei. Vielen Dank an alle Nutzer für die Fragen und an<br />
Herrn Karl, dass er sich heute Zeit für uns genommen hat. Das<br />
Schlusswort gehört natürlich dem Gast:
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Ich bedanke mich bei allen Interessierten<br />
und natürlich dem Team von politik-digital. Natürlich<br />
stehe ich nach dem Chat gerne für Fragen zur Verfügung.<br />
Einfach eine Mail an info@k11.de</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/polizeiarbeit-koennte-viele-blogs-fuellen-3605/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
