<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bundesministerium des Innern &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/bundesministerium-des-innern/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 17 Aug 2010 09:06:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Bundesministerium des Innern &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>E-Konsultation: Der lange Weg zum Ergebnis</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/e-konsultation-der-lange-weg-zum-ergebnis-4983/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/e-konsultation-der-lange-weg-zum-ergebnis-4983/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 09:06:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Konsultation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Konsultation]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/e-konsultation-der-lange-weg-zum-ergebnis-4983/</guid>

					<description><![CDATA[„Wir halten Sie auf dem Laufenden“, hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach Ende der e-Konsultation zu seinen<a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation"> netzpolitischen Thesen</a> versprochen. Seit dem 23. Juli 2010 heißt es auf der Seite, der Dialog werde nun ausgewertet und die Ergebnisse würden anschließend auf der Plattform präsentiert. politik-digital.de hat schon mal beim Innenministerium sowie bei der betreuenden Agentur nachgefragt – und die Thesen dann lieber selbst ausgewertet.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir halten Sie auf dem Laufenden“, hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach Ende der e-Konsultation zu seinen<a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation"> netzpolitischen Thesen</a> versprochen. Seit dem 23. Juli 2010 heißt es auf der Seite, der Dialog werde nun ausgewertet und die Ergebnisse würden anschließend auf der Plattform präsentiert. politik-digital.de hat schon mal beim Innenministerium sowie bei der betreuenden Agentur nachgefragt – und die Thesen dann lieber selbst ausgewertet.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Vage Aussagen</b>
</p>
<p>
Das Bundesinnenministerium (BMI) spricht auf Nachfrage von einer „Fülle der eingegangenen Beiträge und Bewertungen“ und einem sehr positiven Gesamteindruck.
</p>
<p>
Jedoch seien de Maizières Thesen für viele Konsultanten „zu juristisch“ formuliert gewesen. Dies habe sogar dazu geführt, dass einige Pro- und Contra-Trends verfälscht wurden. Die Nutzer hätten die „Thesen falsch interpretiert“, so ein BMI-Sprecher. Für eine abschließende Bewertung sei es jedoch noch zu früh. Auf die Frage, wann die Bürger wie versprochen auf dem Laufenden gehalten werden, gab es keine Auskunft aus de Maizières Haus.
</p>
<div class="colorbox">
<!-- Link zum Öffnen der Colorbox --><a href="/" class="colorbox"></p>
<div style="text-align: center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/20100622_demaiziere.jpg" class="playbutton" height="180" width="320" />
</div>
<p></a><!-- Inhalt der Colorbox --><br />
<object height="338" width="601"><param name="allowfullscreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12791724&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1"></param><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12791724&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" _mce_src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12791724&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" height="338" width="601"></embed></object>
</div>
<p><noscript><!-- Alternative Anzeige für Besucher ohne Javascript --><center><br />
<object width="300" height="250"><param name="allowfullscreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12791724&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1"></param><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12791724&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" _mce_src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12791724&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="300" height="250"></embed></object><br />
</center></noscript></p>
<p>
Auch bei der betreuenden Agentur Zebralog ist es zu diesem Thema seit Ende der Konsultation ruhig geworden. Zwei Tweets sind auf dem <a href="http://twitter.com/zebralog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Profil</a> der Agentur aus den vergangenen drei Wochen zu sehen. Während der Konsultationsphase konnten es schon mal fünf Nachrichten mit Infos oder Aufforderungen zu Feedback an den Thesen des Innenministers werden – täglich. Auch bei der Agentur kann man nichts Konkretes zu den Ergebnissen oder zum Zeitplan sagen. „Die Anzahl der Beiträge liegt jedenfalls im vierstelligen Bereich“, eine detaillierte Auswertung laufe aber gerade noch, so ein Zebralog-Sprecher.
</p>
<p>
<b>Erkenntnisse in Eigenregie</b>
</p>
<p>
politik-digital.de hat sich durch die <a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-Konsultation</a> gearbeitet und durchaus Konkretes gefunden: So haben die Nutzer insgesamt etwa 2000 Beiträge in den vier Wochen Konsultationsphase abgegeben. Davon rund 200 eigene Vorschläge. Zum Vergleich: Der Bürgerhaushalt der Stadt Solingen wurde über 4700 mal kommentiert. Bei „<a href="http://www.solingen-spart.de/dito/web;jsessionid=C51E3C620CED6B1067F4281E80155624?action=content&amp;journal=232&amp;view=cnt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Solingen spart!</a>“ brachten die Nutzer außerdem 1000 eigene Ideen ein – in drei Wochen.
</p>
<p>
Ebenfalls deutlich erkennbar: Die Aktivität nahm von These zu These ab. Während die erste These „<a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden/bewusstsein-f-r-gemeinsame-werte-sch-rfen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bewusstsein für gemeinsame Werte schärfen</a>“ noch 353 mal kommentiert wurde, sind es zur abschließenden These „<a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden/staatliche-it-systeme-attraktiv-und-sicher-ausgestalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Staatliche IT-Systeme attraktiv und sicher ausgestalten</a>“ gerade noch 113 Beiträge. Diese letzte These wurde dabei sehr positiv aufgenommen. 94 Prozent der Beteiligten bestätigten die Aussage, dass „Informationstechnik den Anforderungen der Verwaltung und der Bürger folgen [muss] und nicht umgekehrt.“
</p>
<p align="center">
<a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden/staatliche-it-systeme-attraktiv-und-sicher-ausgestalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/these_14.jpg" height="149" width="420" /></a>
</p>
<p>
Hingegen stieß die These „<a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden/verantwortung-zwischen-anbietern-und-nutzern-gerecht-aufteilen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verantwortung zwischen Anbietern und Nutzern gerecht aufteilen</a>“ vorwiegend auf Ablehnung. 79 Prozent der Nutzer stimmten gegen eine Gefährdungshaftung von Anbietern im Netz. Gerade Forenbetreiber sollten nicht für User-Beiträge haften müssen, so der Tenor bei den Nutzern.
</p>
<p>
Noch deutlicher sprachen sich die Teilnehmer gegen die These „<a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden/anonymit-t-und-identifizierbarkeit-abw-gen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen</a>&quot; aus. Rund 84 Prozent konnten dem nicht zustimmen, in den Kommentaren wurde vielmehr „ein klares Recht auf Anonymität“ gefordert.
</p>
<p align="center">
<a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/mitreden/anonymit-t-und-identifizierbarkeit-abw-gen" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/these_8_0.jpg" height="149" width="420" /></a>
</p>
<p>
<b>An eigenen Empfehlungen vorbei</b>
</p>
<p>
Nicht auf der Plattform zu finden: Wie der weitere Weg von der Konsultation hin zu konkreten Gesetzen oder Projekten aussieht. Einzig der Halbsatz, die Beiträge flössen „in die Entwicklung einer netzpolitischen Grundlage ein“. Das BMI spricht von „konkreten Handlungsempfehlungen“ in einem zweiten Schritt nach der Auswertung. Inwieweit die Auswertung etwas mit den Handlungsempfehlungen zu tun haben wird, ist noch offen. Zebralog dazu: „Warten wir mal das Feedback ab, das das BMI auf die Ergebnisse geben wird.“
</p>
<p>
Die Zurückhaltung von Innenministerium und Agentur bei der Kommunikation von Ergebnissen oder Schlussfolgerungen erstaunt. Sowohl das BMI als auch dessen Agentur wirkten neben weiteren Beteiligten am „<a href="http://www.online-konsultation.de/leitfaden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitfaden Online-Konsultation</a>“ (PDF-Download; 1,32 MB) der Bertelsmann-Stiftung mit, der erst im Mai 2010 veröffentlicht wurde. Dort heißt es, nach Möglichkeit sollte schon in der Ansprache der Nutzer beantwortet werden, was wann mit den Ergebnissen geschieht. Überschrift des dazugehörigen Abschnitts 4.1 im Leitfaden: „Wie lassen sich die Teilnehmer ansprechen und motivieren?“
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/online-leitfaden.jpg" height="175" width="420" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/e-konsultation-der-lange-weg-zum-ergebnis-4983/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ausweis des 21. Jahrhunderts</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ausweis-des-21-jahrhunderts-4923/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ausweis-des-21-jahrhunderts-4923/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 11:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Konsultation]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/ausweis-des-21-jahrhunderts-4923/</guid>

					<description><![CDATA[Der elektronische Personalausweis kommt. Ab November 2010 erhalten Bürger damit auch online die Möglichkeit eines vollwertigen Identitätsnachweises. Neben einem Plus an Sicherheit bei Internetgeschäften verspricht der nur noch scheckkartengroße Ausweis den virtuellen Behördengang Realität werden zu lassen. Kritik kommt von Datenschützern.
<p>
&#160;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mustermann" target="_blank" title="Familie Mustermann" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/eperso.jpg" alt="Vorderansicht des neuen Personalausweis, Quelle: BMI" title="Vorderansicht des neuen Personalausweis,  Quelle: BMI" height="190" width="320" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
<br />
</div>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der elektronische Personalausweis kommt. Ab November 2010 erhalten Bürger damit auch online die Möglichkeit eines vollwertigen Identitätsnachweises. Neben einem Plus an Sicherheit bei Internetgeschäften verspricht der nur noch scheckkartengroße Ausweis den virtuellen Behördengang Realität werden zu lassen. Kritik kommt von Datenschützern.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mustermann" target="_blank" title="Familie Mustermann" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eperso.jpg" alt="Vorderansicht des neuen Personalausweis, Quelle: BMI" title="Vorderansicht des neuen Personalausweis,  Quelle: BMI" height="190" width="320" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">

</div>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Vielfältige Scheckkarte</b>
</p>
<p>
Herzstück des neuen Personalausweises ist der integrierte Chip. Auf diesem werden jene Daten gespeichert, die beim herkömmlichen Ausweis nur aufgedruckt waren. Der Chip beinhaltet auf Wunsch des Bürgers zudem die neue Online-Ausweisfunktion, die digitale Signatur und Fingerabdrücke in digitaler Form. Die Online-Authentifizierung erfolgt mit Hilfe eines Ausweislesegerätes für den PC, welches separat zum Personalausweis erworben werden muss. Nach dem Einscannen des Ausweises, gibt der Nutzer eine sechsstellige Pin ein. Erst dann kann eine Transaktion zu Stande kommen.
</p>
<p>
Vom 1. November 2010 an könnten Bürger so vom „sicheren Zugang“ zu E-Governmentangeboten und kommunalen Online-Bürgerdiensten, z.B. bei der Kfz- An-, Um- und Abmeldung profitieren, so ein Sprecher des Bundesinnenmisterium (BMI) gegenüber politik-digital.de. Nach Angaben des BMI hätten sich bisher dreißig Anbieter verpflichtet, ihre Angebote zum neuen Ausweis ab November auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Ein weiterer Schritt zum „virtuellen Bürgertum“ ist die digitale Signatur. Verträge, Anträge und Urkunden könnten auf virtuellem Weg rechtsgültig unterzeichnet werden &#8211; ohne Papier- und Portokosten. Das Zertifikat für die Unterschriftenfunktion müssen interessierte Bürger zusätzlich und kostenpflichtig bei <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/QES/Zertifizierungsdiensteanbieter/ZertifizierungsDiensteAnbietr_Basepage.html" target="_blank" title="Bundesnetzagentur" rel="noopener noreferrer">Anbietern</a> ihrer Wahl beantragen. Wer die neuen Optionen nutzen wolle könne dies „gerne tun“, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) während der Podiumsdiskussion zu seiner <a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation" target="_blank" title="Netzpolitische Grundsatzrede" rel="noopener noreferrer">netzpolitischen Grundsatzrede</a> am 22. Juni in Berlin, „wer nicht, lässt es bleiben“. Jeder könne den Ausweis benutzen „wie den Alten“. 
</p>
<div class="colorbox">
<!-- Link zum Öffnen der Colorbox --><br />
<a href="/" class="colorbox"></p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/persovid.jpg" title="Quelle: BMI" alt="Quelle: BMI" height="239" width="321" />
</div>
<p></a><br />
<!-- Inhalt der Colorbox --><br />
<object height="338" width="601"><param name="allowfullscreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="movie" value="http://gsb.download.bva.bund.de/NPA/eID-Funktion-Animation.swf" height="338" width="601"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://gsb.download.bva.bund.de/NPA/eID-Funktion-Animation.swf" height="338" width="601"></embed></object>
</div>
<p><noscript><br />
<!-- Alternative Anzeige für Besucher ohne Javascript --><br />
<center><br />
<object width="300" height="250"><param name="allowfullscreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="movie" value="http://gsb.download.bva.bund.de/NPA/eID-Funktion-Animation.swf" height="338" width="601" 
</param><embed src="http://gsb.download.bva.bund.de/NPA/eID-Funktion-Animation.swf" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="300" height="250"></embed></object><br />
</center><br />
</noscript></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Über das, was perspektivisch möglich sein wird, gibt die <a href="http://www.cio.bund.de/Anwendungstest" target="_blank" title="Anbieter im Anwendungstest" rel="noopener noreferrer">Liste</a> der noch im Anwendungstest befindlichen Dienste Aufschluss. Hier finden sich neben verschiedenen E-Governmentangeboten öffentlicher Stellen auch private Dienstleistungsanbieter, darunter namhafte Beispiele wie die VZ-Netzwerke.
</p>
<p>
<b>Diskussion um Anbieter</b>
</p>
<p>
Das letztgenannte Beispiel der privaten Dienstleister ist zugleich auch der Hauptkritikpunkt der Datenschützer. Der Personalausweis solle nicht „als Einladung“ für eine ausschließlich personalisierte und nicht anonyme Bereitstellung von Diensten „missverstanden“ werden, sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Weiterhin warnte er davor, das Angebot der Online-Identifikation als „Qualitätssiegel“ für Anbieter zu interpretieren. Diese erhielten ihre Zertifikate zur Datenabfrage „ausschließlich“ auf Grundlage einer „eigenen Erklärung“. Das BMI teilte auf Anfrage mit, dass derzeit noch „Leitlinien zur Prüfung der Erforderlichkeit von Datenübermittlungen“ an Diensteanbieter erarbeitet würden. Dies geschehe durch die Zusammenarbeit von Bundesverwaltungsamt, Diensteanbietern und den Datenschutzaufsichtsbehörden. Die Kriterien zur Vergabe existieren dagegen bereits im <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/607490/publicationFile/34857/eperso.pdf" target="_blank" title="Gesetz zum Personalausweis" rel="noopener noreferrer">„Gesetz über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis“</a>. Im Klartext: Es steht noch nicht fest, wie die Anträge der Anbieter überprüft werden sollen – und damit, wer Daten abfragen darf.
</p>
<p>
<b>Nutzer in der Pflicht</b>
</p>
<p>
Neue Aufgaben kommen auf den Bürger zu. Dieser kann entscheiden, welche Daten er bei der Online-Identifikation für den jeweiligen Anbieter freigibt. Auf dem <a href="http://www.personalausweisportal.de/cln_155/sid_F4A0ABD78416F8818F6A2E0641026C03/DE/Home/home_node.html" target="_blank" title="Personalausweisportal des BMI" rel="noopener noreferrer">Internetportal </a>zum neuen Personalausweis ist zu lesen, dass eine Vergabestelle entscheiden soll, welche Daten überhaupt für die Transaktion erforderlich sind. Der Nutzer hat die Möglichkeit, diese Auswahl weiter einzuschränken. Die Entscheidung, welche Daten übermittelt werden, liegt am Ende bei ihm. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, sieht darin eine „Auslagerung der Problematik Datenschutz“ auf den Bürger. Er sei in der Pflicht, Software und Lesegerät sicheren Standards zu beschaffen und sich über „Angriffsszenarien“ zu informieren, sagte sie auf der Podiumsdiskussion zu De Maizières netzpolitischer Grundsatzrede.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/ausweis-des-21-jahrhunderts-4923/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;De-Mail soll E-Mail geschäftsfähig machen&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chattranskript-de-mail-4172/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chattranskript-de-mail-4172/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[esnakker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 10:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[De-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Heike Stach]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<category><![CDATA[Zebralog]]></category>
		<category><![CDATA[BMI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chattranskript-de-mail-4172/</guid>

					<description><![CDATA[2010 soll die De-Mail als neues rechtssicheres Internet-Kommunikationsmittel in Deutschland eingeführt werden. Am Mittwoch, 03.12.2008 beantwortete Dr. Heike Stach, Leiterin des Projekts Bürgerportale im Bundesinnenministerium, in einem Chat organisiert von Zebralog e.V. in Zusammenarbeit mit politik-digital.de, Fragen zur konkreten Umsetzung und ging auf Bedenken zur Sicherheit und zum Datenschutz ein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2010 soll die De-Mail als neues rechtssicheres Internet-Kommunikationsmittel in Deutschland eingeführt werden. Am Mittwoch, 03.12.2008 beantwortete Dr. Heike Stach, Leiterin des Projekts Bürgerportale im Bundesinnenministerium, in einem Chat organisiert von Zebralog e.V. in Zusammenarbeit mit politik-digital.de, Fragen zur konkreten Umsetzung und ging auf Bedenken zur Sicherheit und zum Datenschutz ein.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Können Sie zum Einstieg das Projekt De-Mail in wenigen Sätzen<br />
beschreiben, damit alle Chatterinnen und Chatter auf einem<br />
einheitlichen Stand sind?<br />
Dazu passt<br />
auch diese Frage:</p>
<p><b>Maik<br />
Friedrich:</b> Gibt es schon konkrete<br />
Vorstellungen, wann De-Mail starten soll?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Also, bei De-Mail geht es darum, die E-Mail geschäftsfähig zu<br />
machen. Dabei soll De-Mail so einfach sein wie E-Mail und so sicher<br />
wie die Papier-Post. <br />
Ziel ist, dass<br />
künftig Rechnungen, Kündigungen, Verträge, Bescheide und<br />
verbindliche und vertrauliche Kommunikation allgemein elektronisch<br />
und rechtssicher versendet werden können.<br />
Dabei<br />
bauen wir keine staatliche Infrastruktur auf, sondern zertifizieren<br />
Provider aus der Privatwirtschaft bezüglich Sicherheit, Daten- und<br />
Verbraucherschutz. Nur zertifizierte Provider können De-Mail<br />
anbieten. Wir hoffen, dass erste De-Mail-Anbieter 2010 online gehen.</p>
<p><b>Robert<br />
Helling:</b> Wenn mir auf diesem Weg<br />
Nachrichten rechtsverbindlich zugestellt werden können, muss ich<br />
konsequenter Weise regelmäßig in kurzen Abständen meine<br />
Nachrichten auch abrufen? Dies scheint mir, mich sehr unter Druck zu<br />
setzen. Kann ich nicht eine rechtsverbindliche Zustellung über das<br />
Portal an mich ausschließen oder nur bestimmte Absender zulassen?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Mit De-Mail muss ein Bürger einer Behörde den Zugang eröffnen. Das<br />
bedeutet, bevor eine Behörde mich per De-Mail anschreibt, muss ich<br />
ihr dieses gestatten und ihr meine De-Mail-Adresse bekannt geben. Ich<br />
kann mir also aussuchen, ob und mit welcher Behörde ich auf diesem<br />
Weg kommunizieren möchte.
</p>
<p>
Wenn ich den<br />
Zugang für alle Behörden eröffnen möchte, also der gesamten<br />
deutschen Verwaltung meine De-Mail-Adresse bekannt geben möchte,<br />
sieht der derzeitige Gesetzesentwurf vor, dass ich meine<br />
De-Mail-Adresse in einem Melderegister veröffentlichen kann. Das ist<br />
freiwillig!
</p>
<p>
Bei der<br />
Kommunikation mit Unternehmen ist es im Grunde ähnlich. Auch dort<br />
muss ich meine De-Mail-Adresse bekannt geben, bevor sie verwendet<br />
werden kann.<br />
Zur Frist: Die<br />
Zustellfiktion tritt wie bei der Papierpost drei Tage nach Versand<br />
ein. Man muss also nicht minütlich in sein De-Mail-Postfach schauen,<br />
genau wie beim Briefkasten.</p>
<p><b>NIco:</b><br />
Bei De-Mail wird immer von der rechtssicheren Kommunikation<br />
gesprochen. So sollen Anträge in Zukunft per De-Mail übermittelt<br />
werden. Nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz ist hierfür die<br />
qualifizierte Signatur erforderlich. Ist die Kommunikation über<br />
De-Mail auf Bürger-seite/Behördenseite mit der qualifizierten<br />
elektronischen Signatur möglich ?
</p>
<p>
<b>Heike Stach</b>:<br />
De-Mail ersetzt nicht die qualifizierte elektronische Signatur.<br />
Letztere ersetzt im Kern die persönliche Unterschrift. Wenn die<br />
persönliche Unterschrift, also die Schriftform, erforderlich ist,<br />
muss ich nach wie vor qualifiziert elektronisch signieren und kann<br />
das Dokument dann per De-Mail versenden.<br />
Die<br />
qualifizierte elektronische Signatur löst ein anderes Problem als<br />
De-Mail. Bei ersterer geht es um dauerhafte Nachweisbarkeit der<br />
Unterschrift unter einem Dokument. Bei De-Mail geht es um die<br />
Sicherheit, Vertraulichkeit und Nachweisbarkeit eines<br />
Kommunikationsaktes, also eben der Zusendung.</p>
<p><b>Wieland<br />
Ravenstein:</b> Wie bitte ist der Stand<br />
heute: Gibt es schon Interessenten wie die Telekom, ab wann ist eine<br />
Registrierung möglich, wo wird ein Test stattfinden? Hat man nicht<br />
die Sorge, dass es eine ähnliche Übererwartung wie bei der<br />
digitalen Signatur gibt?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Auf dem IT-Gipfel wurde eine Pilotierungsvereinbarung unterzeichnet,<br />
in der eine Reihe von Firmen und Institutionen die Absicht erklären,<br />
im kommenden Jahr einen Piloten zu De-Mail zu starten. Diese Firmen<br />
sind unter anderen die United Internet AG (Web.de, Gmx, 1&amp;1),<br />
T-Home und T-Systems, Mentana-Claimsoft sowie auch<br />
Anwender-Unternehmen aus der Versicherungsbranche, den Banken und<br />
Sparkassen und Großunternehmen aus Friedrichshafen und Handwerker &#8230;</p>
<p><b>Gast:</b><br />
Wie wird garantiert, dass die Verschlüsselung keine Backdoor<br />
enthält, die der Regierung erlaubt, meine E-Mails zu lesen?
</p>
<p>
<b>Heike Stach</b>:<br />
De-Mail unterliegt den gesetzlichen Rahmenbedingungen der<br />
elektronischen Kommunikation. Das heißt, das Mitlesen von Inhalten<br />
ist grundsätzlich nur nach entsprechender richterlicher Anordnung<br />
möglich, wie es auch bei Papierpost der Fall ist.<br />
Ansonsten<br />
wird die gesamte Kommunikation und Datenablage standardmäßig vom<br />
Provider verschlüsselt. Zudem sind alle Provider verpflichtet, die<br />
„Ende-zu-Ende-Verschlüsselung&quot; zu unterstützen. Die Provider<br />
werden zertifiziert und müssen dabei nachweisen, dass der Zugriff<br />
auf die von ihnen verwendeten Schlüssel nur in berechtigten Fällen<br />
erfolgen kann.</p>
<p><b>Gast:</b><br />
Wieso werden denn die bereits vorhandenen Lösungen wie Truecrypt und<br />
PGP nicht genutzt? Das wäre billiger, die Programme sind quelloffen<br />
und werden von vielen Bürgern bereits verwendet.</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Erst einmal kann man sagen: Diese Technologien können weiter<br />
verwendet werden.<br />
Dadurch, dass es<br />
möglich wird, seine Verschlüsselungszertifikate in den<br />
Verzeichnisdienst seines Providers zusammen mit der De-Mail-Adresse<br />
zu veröffentlichen, wird „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung&quot; sogar<br />
erleichtert.<br />
Die Erfahrung zeigt,<br />
dass sich solche „Ende-zu-Ende-Verschlüsselungstechnologien&quot; in<br />
der Breite nicht durchgesetzt haben, da das Schlüssel-Handling und<br />
der Umgang mit der erforderlichen Software für die meisten Menschen<br />
zu unkomfortabel oder zu schwierig ist.<br />
Deshalb<br />
sollen die Provider die Aufgabe der Verschlüsselung und den Umgang<br />
mit Sicherheitstechnologien dem Bürger soweit wie möglich abnehmen.<br />
„Ende-zu-Ende-Verschlüsselung&quot;<br />
gewährleistet zudem, anders als De-Mail, nicht die Nachweisbarkeit<br />
der Zustellung und auch nicht die Authentizität des Absenders und<br />
des Empfängers.</p>
<p><b>Datenreisender:</b><br />
Wie kann ich einer Verschlüsselung vertrauen, bei der nicht ich,<br />
sondern der Provider im Besitz der hierfür notwendigen Keys ist?<br />
Eine Verschlüsselung ist grundsätzlich immer nur dann sicher, wenn<br />
der geheime private Schlüssel niemandem außer mir bekannt ist!</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Wie gesagt, Sie können auch mit De-Mail „Ende-zu-Ende&quot;<br />
verschlüsseln. Damit Sie Ihren Providern vertrauen können, werden<br />
die beim Provider vorgenommenen Maßnahmen vorgeschrieben und eben<br />
auch geprüft.<br />
Die Anforderungen an<br />
den Umgang mit den Schlüsseln beim Provider sind vergleichbar mit<br />
Verfahren, die Banken einsetzen, um die Vertraulichkeit der Konten &#8211;<br />
auch gegenüber eigenen Mitarbeitern &#8211; zu gewährleisten.</p>
<p><b>Gast:</b><br />
Wieso sollten Nutzer angesichts der aktuellen Vorfälle vor allem in<br />
den Bereichen IT-Sicherheit und Datenschutz ausgerechnet dem<br />
Bundesinnenministerium (heimliche Online Durchsuchung) und der<br />
Deutschen Telekom (Bespitzelungsaffäre, Kundendatenverlust)<br />
vertrauen?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Das Erste ist: Der Provider, den Sie wählen, ist ein Provider IHRER<br />
Wahl.<br />
Sie müssen also nicht zur<br />
Telekom gehen, wenn Sie dies nicht wollen, siehe oben.<br />
Zum<br />
Bundesministerium des Innern: Zuständig für die Zertifizierung bzw.<br />
Akkreditierung ist das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der<br />
Informationstechnik). Das BSI ist eine präventive Sicherheitsbehörde<br />
und hat eine starke Kompetenz in Fragen der IT-Sicherheit.<br />
Das<br />
Zertifizierungsverfahen selbst, also die geprüften Kriterien, werden<br />
veröffentlicht und Sie können sich selbst ein Bild machen, ob Sie<br />
die Prüfung ausreichend finden.<br />
Sie<br />
müssen also nicht vertrauen, sondern können selbst prüfen.</p>
<p><b>Stefan<br />
Salz2:</b> Ich frage mich, wie man<br />
verhindert, dass zukünftige De-Mail Anbieter den Ansatz gefährden<br />
oder stark beeinträchtigen könnten, indem sie einen zu hohen Preis<br />
pro De-Mail verlangen &#8211; also das „e-Porto&quot; zu hoch ist? Denn wir<br />
sehen ja immer wieder, dass eine neue Technik erst dann richtig<br />
boomt, wenn sie auch sehr preiswert wird.</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Die Verantwortung für die Ausarbeitung von Geschäftsmodellen und<br />
Preisen liegt bei der Wirtschaft. Der Staat sollte hier nur<br />
regulierend eingreifen, wenn das wirklich erforderlich ist.
</p>
<p>
Da es den<br />
Providern darum gehen wird, viele Kunden zu akquirieren, ist es auch<br />
in ihrem Interesse, vernünftige und akzeptierte Angebote zu<br />
machen.</p>
<p><b>Peter<br />
Cornelius:</b> Es gibt jetzt schon<br />
web-basierte E-Mail-Systeme von Mobilfunk-Anbietern. Wären die auch<br />
potentielle Teilnehmer am Pilotbetrieb ?</p>
<p><b>Heike<br />
Stach</b>: Mobilfunkanbieter? Bisher hat<br />
sich noch keiner gemeldet. Wenn vernünftige Vorschläge kommen, kann<br />
man das natürlich diskutieren.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
De-Mail soll ja auch aus dem Ausland nutzbar sein:</p>
<p><b>Wieland<br />
Ravenstein:</b> Wie ist die Sicherheit<br />
beim Grenzübergang? Wenn ich aus Guatemala teilnehme, gibt es dann<br />
größere Risiken, als wenn ich in der Godesberger Allee neben dem<br />
BSI wohne und maile?</p>
<p>
<b>Heike Stach</b>:<br />
Die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Provider läuft über einen<br />
gegenseitig verschlüsselten und authentisierten Kanal, auch wenn Sie<br />
im Ausland sind. Grundsätzlich ist damit eine vergleichbare<br />
Sicherheit gegeben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Zum Thema Datentresor und Speicherung der über De-Mail versandten<br />
Mails:</p>
<p><b>Gast:</b><br />
Werden die Dokumente zwischen Privat und Behörde auf einem zentralen<br />
Server gespeichert? Es besteht immer die Möglichkeit, dass ein<br />
Privat-PC abstürzt oder ein kompletten Blackout hat. Somit sind die<br />
Daten und Dokumente bei Privat verloren. Kann er diese von der<br />
Behörde wieder einfordern?</p>
<p><b>Heike<br />
Stach</b>: Jeder Provider kann einen<br />
Dokumentensafe (De-Safe) anbieten. In diesem werden die Daten sicher<br />
aufbewahrt. Auch wenn Sie Schwierigkeiten mit Ihrem PC bekommen. Zum<br />
nochmaligen Einfordern bei der Behörde: Dies ist bei De-Mail nicht<br />
anders als bei der Papier-Post.</p>
<p><b>CID-PM2010:</b><br />
Auf welche Weise authentisiert sich der Nutzer von De-Mail gegenüber<br />
seinem Dienste-Anbieter?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Wenn ich ein De-Mail-Postfach eröffnen möchte, muss ich mich bei<br />
meinem Provider identifizieren, ähnlich wie bei der Eröffnung eines<br />
Online-Bankkontos. Wenn ich mich dann später bei meinem Account<br />
anmelden möchte, kann ich das auf zwei Sicherheitsniveaus tun: Zum<br />
einen auf dem Niveau &quot;normal&quot;, zum Beispiel mit Username<br />
und Password. Zum anderen auf dem Niveau &quot;hoch&quot;, das<br />
durch Besitz und Wissen gekennzeichnet ist.  Zum Beispiel mit<br />
modernen Bankkarten, dem künftigen elektronischen Personalausweis<br />
und gegebenenfalls aber auch geeigneten USB-Token.</p>
<p><b>Gast:</b><br />
Ist das mit dem Grundsatz der Datensparsamkeit aus dem<br />
Datenschutzgesetz irgendwie zu vereinen? Für einen E-Mail-Dienst<br />
sind fast alle dieser Daten nicht erforderlich und dürfen von daher<br />
nicht erfasst werden.</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Damit man über De-Mail rechtssicher kommunizieren kann, ist es<br />
zumindest im Streitfalle erforderlich zu wissen, wer mit wem redet.<br />
Dazu werden bei der Erstregistrierung die Daten erhoben, die auf dem<br />
Personalausweis stehen. Das ist das Minimum, das man dazu<br />
benötigt.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Noch einmal zum Thema De-Safe:</p>
<p><b>Robert<br />
Helling:</b> Die große Preisfrage dabei<br />
ist natürlich, in welchem Umfang man dort Daten ablegen kann.<br />
Mehrere GB sollten da schon eingeplant werden, sonst stößt es zu<br />
schnell an die Grenzen. (Gerade wenn auch E-Mail und zum Beispiel<br />
gescannte Dokumente aufbewahrt werden.)</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Vorgeschrieben sind mindestens 100 MB, die Provider ihrem Kunden<br />
anbieten müssen, nach oben hin gibt es jedoch keine<br />
Beschränkung.</p>
<p><b>Datenreisender:</b><br />
Kann ich bei De-Mail auch selbst mein eigener Provider sein, also zum<br />
Beispiel zu Hause einen eigenen Mailserver betreiben?</p>
<p><b>Heike<br />
Stach</b>: Dann müssten Sie sich<br />
zertifizieren lassen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Ist das Verfahren aufwändig?</p>
<p><b>Heike<br />
Stach</b>: Das hängt davon ab, wie Ihre<br />
Infrastruktur heute schon aussieht.<br />
Wenn<br />
Sie Ihrem Kunden bereits ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau<br />
bieten und das nachweisen können (auf technischer und<br />
organisatorischer Ebene), ist der Aufwand geringer, als wenn das<br />
nicht der Fall ist.</p>
<p><b>Gast:</b><br />
Kann ich Dateien in meinem Safe legen, die ich vorher mit Truecrypt<br />
gegen staatliches Mitlesen geschützt habe?</p>
<p><b>Heike<br />
Stach</b>: Ja.</p>
<p><b>Peter<br />
Cornelius:</b> Es sollte auch Systeme<br />
geben, die vernünftiges Arbeiten ohne Anonymisierung als Grundlage<br />
haben. Ich finde die Überlegungen für De-Mail gut.
</p>
<p>
<b>Heike Stach</b>:<br />
Danke.</p>
<p><b>BRichter:</b><br />
Wie teuer wird so eine Zertifizierung in etwa?</p>
<p><b>Heike<br />
Stach</b>: Das ist schwer zu sagen und<br />
hängt von den Voraussetzungen ab, die ein Provider heute schon<br />
erfüllt.</p>
<p><b>yoyo:</b><br />
Gibt es vergleichbare Projekte schon in anderen Ländern?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
In anderen Ländern gibt es &#8211; wie in Deutschland auch &#8211; eine Reihe<br />
von Ansätzen, die elektronische Kommunikation mit z.B. nur den<br />
Behörden oder nur einer Stadt, nur einem Unternehmen, sicher und<br />
verbindlich zu machen. Einen übergreifenden Ansatz wie bei De-Mail,<br />
bei dem es um die Kommunikation aller mit allen geht, gibt es so<br />
meines Wissens nicht.</p>
<p><b>pomox:</b><br />
Wie kann Interoperabilität und Plattformneutralität sichergestellt<br />
werden?</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Interoperabilität sichern wir durch die Zertifizierung, in deren<br />
Rahmen die Provider nachweisen müssen, dass sie untereinander gemäß<br />
einer definierten Interoperabilitätsspezifikation kommunizieren. Die<br />
Plattformunabhängigkeit beim Nutzer wird dadurch sichergestellt,<br />
dass die Provider alle gängigen Web-Browser unterstützen müssen.</p>
<p><b>mal sehen:</b><br />
Welche E-Government-Anwendungen (Umzug, KFZ-Ummeldung,<br />
Rentenbescheid, Steuer usw.) werden beim Start von De-Mail eine<br />
funktionierende Schnittstelle über De-Mail anbieten? Werde ich das<br />
überhaupt können &#8211; von Geburtsurkunde ausstellen und ähnlichem<br />
abgesehen.</p>
<p><b>Heike Stach</b>:<br />
Bei De-Mail geht es eher um die Bescheiderteilung als um die<br />
Antragsstellung. Letztere läuft im Idealfall über Online-Formulare<br />
der zuständigen Behörden.  Damit die Behörden Bescheide und<br />
sonstigen Schriftverkehr per De-Mail zusenden können, müssen sie<br />
sich an den De-Mail-Verbund anschließen. Das ist nicht sehr<br />
aufwändig. Ich gehe davon aus, dass deshalb eine ganze Reihe von<br />
Behörden und Verfahren in 2010 an dem Verfahren<br />
teilnehmen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Das war der Chat mit Dr. Heike Stach, Leiterin des Projekts<br />
Bürgerportale im Bundesministerium des Innern, zum Thema De-Mail und<br />
sichere Kommunikation im Internet. Vielen Dank an Frau Dr. Stach für<br />
Ihre Teilnahme und vielen Dank an die Chatterinnen und Chatter für<br />
die Fragen. Das Transkript dieses Chats gibt es in Kürze auf<br />
<a href="http://www.e-konsultation.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.e-konsultation.de</a> zum Nachlesen. Das Chatteam wünscht allen<br />
Beteiligten noch einen schönen Tag.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chattranskript-de-mail-4172/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sprechen über sichere Kommunikation</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sprechen-ueber-sichere-kommunikation-4166/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/sprechen-ueber-sichere-kommunikation-4166/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 14:44:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<category><![CDATA[E-Participation]]></category>
		<category><![CDATA[e-konsultation.de]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/sprechen-ueber-sichere-kommunikation-4166/</guid>

					<description><![CDATA[Das Bundesministerium des Inneren geht auf Nummer sicher: Auf dem Portal e-konsultation.de sollen nun die Bürger ihre Meinung rund um das Thema Datensicherheit und die geplante De-Mail, einer sicheren E-Mail-Adresse für die Bürger, kund tun. Die Ergebnisse gehen in das Gesetzgebungsverfahren ein. Erstmals können Bürger auf Bundesebene einen Gesetzentwurf direkt kommentieren. <br />
<img src="/sites/politik-digital.de/files/e-konsultation_300.jpg" width="300" height="234" />
<br />
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesministerium des Inneren geht auf Nummer sicher: Auf dem Portal e-konsultation.de sollen nun die Bürger ihre Meinung rund um das Thema Datensicherheit und die geplante De-Mail, einer sicheren E-Mail-Adresse für die Bürger, kund tun. Die Ergebnisse gehen in das Gesetzgebungsverfahren ein. Erstmals können Bürger auf Bundesebene einen Gesetzentwurf direkt kommentieren. <br />
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/e-konsultation_300.jpg" width="300" height="234" /><br />
<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
2010 soll die sogenannte De-Mail eingeführt werden, die den E-Mail-Verkehr für Bundesbürger sicher machen soll. Das Bürgerportalgesetz, welches den Rechtsrahmen für die De-Mail bilden soll, ist gerade in der Entstehung. Zur Diskussion des Gesetzes wurde die Plattform <a href="https://www.e-konsultation.de/buergerportalgesetz/index.php?page=infopage&amp;id_page=16&amp;menucontext=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-konsultation.de</a> vom Bundesinnenministerium ins Leben gerufen. Bis zum 12. Dezember können die Bürger noch Fragebögen ausfüllen und ihre Meinung posten. Bisher verzeichnet das Portal über 12 200 Besucher und fast 300 Beiträge.
</p>
<p>
Doch nur der wirklich aktive Bürger kann sich ein Gehör verschaffen, denn nach der Registrierung muss man erst einen Fragebogen abarbeiten, bis letztendlich eigene Fragen gestellt werden dürfen. Diese werden dann nicht einzeln beantwortet, sondern wöchentlich gesammelt, denn eine <a href="https://www.e-konsultation.de/buergerportalgesetz/discoursemachine.php?page=infopage&amp;id_page=17&amp;menucontext=30%20.%20https://www.e-konsultation.de/buergerportalgesetz/discoursemachine.php?page=viewcompiler_faq&amp;id_view=3&amp;menucontext=29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„individuelle Rückmeldung zu einzelnen Beiträgen ist aus Aufwandsgründen leider nicht möglich“</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/sprechen-ueber-sichere-kommunikation-4166/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf dem Linux-Weg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[rfuchs]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäbisch Hall]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Software]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Monopol]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/</guid>

					<description><![CDATA[
                    Bundesinnenministerium und IBM bereiten deutsche Behörden auf die Linux-Welt vor. Deutschland solle zur führenden Linux-Nation werden. München macht es vor, wer zieht nach? Freie Software in der Verwaltung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenministerium und IBM bereiten deutsche Behörden auf die Linux-Welt vor. Deutschland solle zur führenden Linux-Nation werden. München macht es vor, wer zieht nach? Freie Software in der Verwaltung.<!--break-->
                  </p>
<p>Auf dem LinuxTag, dem größten Branchen-Treffen in Europa, haben das Bundesministerium des Innern und IBM Deutschland nach einjähriger Partnerschaft einen Migrationsleitfaden herausgebracht, der die öffentlichen Verwaltungen des Bundes, der Länder und Gemeinden ins Linux-Zeitalter bringen soll. Das 440 Seiten starke Werk will jene Behörden unterstützen, die ihre Betriebssysteme von der „Monokultur“ Microsoft auf das quelloffene Betriebssystem Linux umstellen wollen.</p>
<p>
                  <strong>Linux-Nation Deutschland</strong><br />
                  <br />Das Vorhaben &#8220;Open-Source-Software für die Verwaltung&#8221; sei sehr gut angelaufen. Ein Jahr nach Abschluss des Kooperationsabkommens zwischen dem Bundesinnenministerium (BMI) und IBM zur Förderung von Open-Source-Software in der Verwaltung hätten bereits über 500 Behörden aus Bund, Ländern und Gemeinden einen Antrag gestellt, dem Rahmenvertrag beizutreten. Diese positive Bilanz zogen Bundesinnenminister Otto Schily anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin Ende Juni 2003 mit dem IBM-Aufsichtsratsvorsitzenden Erwin Staudt.</p>
<p>„Wir sind drauf und dran, Deutschland zur führenden Linux-Nation zu machen“, sagte Erwin Staudt. Und geht es nach dem Willen von Staudt und Innenminister Schily, den Schirmherren des Kooperationsabkommens, sollen die öffentlichen Verwaltungen bei diesem Prozess eine Schlüsselrolle einnehmen. Beide teilen dabei die Überzeugung, dass die „IT Großmacht“ Deutschland weder in der Erstellung von Hardware, noch in der Programmierung von Software eine Chance gegen die internationale Konkurrenz habe. Nur auf dem Gebiet der Anwendung gäbe es großes Potential für Entwicklungen „Made in Germany“. In einem breiten Anwendungsbereich wie den Verwaltungsstrukturen der öffentlichen Hand sollen deshalb wichtige Lernerfolge erzielt werden, um Linux auch für andere Nutzerkreise im Privatbereich attraktiver zu machen.</p>
<p>
                  <strong>Linux-Vorteile</strong><br />
                  <br />Dabei sind die Vorteile, die für eine Migration von Microsoft auf LINUX sprechen, für Schily und Staudt bestechend. Linux habe sich innerhalb weniger Jahre zu einer der vertrauenswürdigsten Open-Source Softwareprodukte entwickelt. Wenn heute sogar die New Yorker Börse auf das nicht patentierte Betriebssystem umsteige, so zeige das nach Schily eindeutig die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung des Projekts. Das Linux die mit Abstand größten Zuwachsraten unter Betriebssystemen weltweit verzeichne, könne diese Aussage noch bekräftigen, meinte Staudt. Darüber hinaus stehen die finanziellen Anreize im Vordergrund: Schily erhofft sich nach einer Umstellung großer Teile der deutschen Verwaltungen ungeahnte Einsparungspotentiale, weil teure Lizenz-Abkommen mit dem bisherigen Monopolisten Microsoft der Vergangenheit angehören würden. Ein übergeordnetes Ziel der Politik sei es dabei, „Monopolstrukturen aufzubrechen“ und Wettbewerb in die Betriebssystem-Landschaft zu bringen. Auf die Frage, ob Microsoft aus den Amtsstuben gänzlich verdrängt werden solle, antwortete Schily aber diplomatisch: „Es geht um die Freiheit des Wählen könnens“.</p>
<p>In jedem Falle aber verbessert Linux die Verhandlungsposition von Bund, Länder und Gemeinden und verleiht mehr Spielraum um den Software-Giganten Microsoft zu finanziellen Zugeständnissen zu bewegen. Erstes Anzeichen der Nervosität von Microsoft war deshalb der Besuch von Microsoft-Chef Steve Ballmer, der kurz vor der Entscheidung in München, mit welchem Betriebssystem die 14 000 kommunalen Computer künftig laufen sollen, versuchte, das Stadtoberhaupt Christian Ude zum Umdenken zu bewegen. Vergeblich, denn medienwirksam wurde die Entscheidung Münchens für Linux zu einer weltweit beachteten Niederlage für Microsoft. Ein weiterer Erfolg für die Linux Befürworter war die Entscheidung der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, sich gänzlich auf Linux im Bereich der Verwaltung zu verlassen. „Die Entscheidung von Schwäbisch Hall, als erste Stadt Europas und im Rahmen dieser Vereinbarung (dem Kooperationsabkommen zwischen BMI und IBM, Anm. der Redaktion) auf eine vollständig Linux-basierte IT-Infrastrukur zu setzen, sowie das ‚Ja’ von München zur freien Software setzen Zeichen, die den Erfolg der Vereinbarung weiter beflügeln“, sagte Staudt.</p>
<p>Doch ist sich „Linux-Land“ Deutschland in keinem Fall einig. Frankfurt am Main verlängerte demonstrativ seinen Rahmenvertrag mit Microsoft, um auch für die nächsten Jahre garantierte Preise und Vergünstigungen vom Software-Giganten zu erhalten. Für Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) stand bei dieser Entscheidung vor allem der Gedanke der Planungssicherheit Pate. Microsoft garantiere Fixpreise pro PC sowie feste Jahresraten und würde so die Verwaltung von Preisschwankungen unabhängiger machen. Ebenso argumentiert auch Microsoft Deutschland, die vor den versteckten Mehrkosten einer Linux gestützten EDV warnen. &#8220;Die Anbieter werden sich das zusätzliche Geschäft nicht entgehen lassen, das sie mit dem Verkauf von Systemen und Services erzielen, die es ihren Kunden ermöglichen, ihr Linux-System in die bestehenden Anwendungen zu integrieren&#8221;, warnt<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com/germany/ms/business/retail/linux.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mary Hubley</a>, Analystin bei Gartner.</p>
<p>
                  <strong>Linux Geburtshelfer</strong><br />
                  <br />Gegen diese Bedenken soll der vorgestellte Migrationsleitfaden Geburtshelfer für mehr Open-Source-Software in den Verwaltungen sein, gibt er doch einen detaillierten Überblick, welche verschiedenen Migrationspfade Behörden wählen können, um Windows NT-gestützte Netzwerke reibungslos auf Linux umzustellen. 500 Behörden aus Bund, Länder und Gemeinden haben diesen Schritt bereits angedacht oder verwirklicht und haben einen Antrag auf Beitritt zum Kooperations-Rahmenvertrag gestellt, berichtet das Innenministerium. Das BMI und IBM Deutschland bieten den willigen Behörden dabei besonders gute Umstiegskonditionen beim Bezug von PCs und Servern und gezielte Schulungen des Verwaltungs-Personals durch IBM an. Viel diskutiert wird seit der Münchener Pro-Linux-Entscheidung von Experten eine mögliche Signalwirkung. Denn bereits kurz nach dem Fall München scheint auch Stuttgart als zweite deutsche Großstadt den Linux-Schritt zu wagen. Weitere Nachahmungstäter dürften in Kürze folgen. Das Rennen um die Erneuerung der IT-Infrastruktur der Verwaltungen und für die Einführung von E-Government hat begonnen.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 21.08.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
