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	<title>Bundespräsident &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Bundespräsident &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wer kann Transparenz?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 13:36:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem vorzeitigen Ende der Amtszeit von Christian Wulff geben sich derzeit viele Bewohner der „Berliner Republik“ erleichtert und fühlen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wer-kann-transparenz/joachim_gauck/" rel="attachment wp-att-11639"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-11639 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/joachim_gauck.png" alt="" width="381" height="248" /></a>Nach dem vorzeitigen Ende der Amtszeit von Christian Wulff geben sich derzeit viele Bewohner der „Berliner Republik“ erleichtert und fühlen sich in ihren – meist jedoch nie offen ausgesprochenen – Rücktrittsforderungen bestätigt. Doch schon der Beginn der Kandidatensuche zeigt, dass nach der monatelang schwelenden „Affäre Wulff“ nun ein nahtloser Übergang in eine Phase der Unsicherheit stattgefunden hat. Die Parteien vergeben bei der Nominierung von Joachim Gauck als zukünftigen Bundespräsidenten die Chance auf ein transparentes Vorgehen.</p>
<p>Die bekannten Akteure des politischen Berlins führen dabei Routinen und Rituale auf: Statements vor Mikro und Kamera (Merkel, Rösler, Ernst), Beratungen im kleinen Kreis (Merkel, Rösler, Seehofer), gemeinsame Stellungnahmen (Gabriel, Künast, Özdemir, Steinmeier). Auch wenn stets der Wunsch nach „Konsenskandidaten“ geäußert wird und man „gemeinsam“ auf die Suche gehen möchte, zeigen die ersten Aktivitäten doch vor allem, dass nach wie vor die Spannungen und Bruchpunkte des Parteienwettbewerbs die wichtigsten Variablen bei der Kandidatenauswahl sind. Die Regierungsparteien pochen auf ihr Vorschlagsrecht (und ihre noch gerade so intakte Mehrheit in der Bundesversammlung), sie deuten bestenfalls „Gesprächsbereitschaft“ an.</p>
<p>Die Oppositionsparteien schließen die Schultern und verweisen damit wenig subtil auf eine alternative Machtkonstellation (leidlich gestützt von der Sonntagsfragen-Demokratie). Die Linkspartei bleibt isoliert. Bislang nicht eingerechnet ist die schleichende Rochade zwischen Liberalen und Piraten – die Suche nach dem Bundespräsidenten könnte für eine ganze Weile die letzte größere Entscheidung sein, an der die FDP beteiligt ist, während die Piratenpartei aufgrund ihrer nur außerparlamentarisch (also: virtuell) starken Stellung überhaupt nicht in den Diskussionsprozess eingebunden ist. Doch nicht allein die etwas seltsame „Entscheidungskonstellation“ wird den Auswahlprozess erschweren, vor allem leisten dies die während des zähen, von Christian Wulff selbst entschleunigten Auszugs aus Bellevue formulierten Ansprüche an Deutschlands nächstes Staatsoberhaupt. Gerade die in der Wulff-Affäre zu Tage getretenen Beziehungsnetzwerke zwischen Politik und Wirtschaft, aber auch in Richtung der Medien und der sogenannten „Society“ werden ein wesentliches Kriterium für künftige Kandidatinnen und Kandidaten sein – gibt es private Bekanntschaften, Geschäftsbeziehungen oder anderweitige Verflechtungen, die möglicherweise gegen eine Nominierung sprechen? Wie verliefen bisherige Karrierewege, handelt es sich um einen „Polit-Profi“ oder eine „Quereinsteigerin“?</p>
<p>Und wo finden sich überhaupt derart „unbefleckte“ Anwärter auf ein Amt, das nicht durch das individuelle Fehlverhalten des letzten Amtsinhabers, wohl aber durch die bisweilen kurzsichtige und zügellose öffentliche Debatte darüber Schaden genommen hat? Es ist kein Zufall, dass Vertreter aus politikfernen Bereichen als aussichtsreiche Wahl gelten – doch über die Folgen einer solchen Wahl wird bisher noch kaum nachgedacht. Kurzum: der Auswahlprozess kreist zu stark um die Grundkonstellation im politischen System, die in der Theorie formulierte „Enthebung aus dem Parteienwettbewerb“ ist in der Praxis kaum zu realisieren. Die zentralen Akteure kündigen zwar Umdenken und Kooperation an, handeln aber (noch) nicht so.</p>
<p>Einen Ausweg liefern könnte der gelegentlich fast vergessene Kern der Wulff-Affäre mit den Anschuldigungen um „Vorteilsnahme bzw. Vorteilsgewährung“. Hier liegt der zentrale Ansatzpunkt für ein Generalthema der nächsten Amtszeit. Noch im Fernsehinterview zu Jahresbeginn hatte Wulff angekündigt, die „Transparenz weitertreiben“ zu wollen und „wenn es das in Zukunft immer gibt, wird es auch unsere Republik offenkundig auch zu mehr Transparenz positiv verändern.“ Mit Blick auch auf andere Entwicklungen könnte Transparenz tatsächlich eine Art Leitmotiv für die Arbeit des nächsten Bundespräsidenten (oder der ersten Bundespräsidentin) sein. Die offene Auseinandersetzung mit den Problemen einer an vielen Stellen intransparenten Politik, die in der Bevölkerung für Unmut, Kritik und Entfremdung sorgt, ließe sich sehr gut mit den symbolischen Machtressourcen des Amtes verbinden. Zugleich ließen sich so die Schatten vertreiben, die die Wulff-Präsidentschaft nicht nur auf Bellevue, sondern die gesamte „Berliner Republik“ geworfen hat. Dazu zählt auch die enge Beziehung zu den Hauptstadtmedien, die im Laufe der Affäre längst nicht immer ihrer Funktion als demokratische Kontrollinstanz nachgekommen sind.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach Deutschlands nächstem Staatsoberhaupt etwas anders – im Mittelpunkt stünde dann nicht mehr die persönliche Eignung relativ zu den Koordinaten des politischen Bezugssystems, sondern die Fähigkeit, Transparenz als neues politisches Leitthema zu markieren, inhaltliche Impulse zu entwickeln und einer breiten Öffentlichkeit ebenso zu vermitteln wie den Akteuren im politischen Wettbewerb selbst. Klar ist dabei allerdings auch: Das ist nicht möglich mit Radikalpositionen, wie sie etwa im Umfeld der Piratenpartei vertreten werden – vielmehr geht es um die Vermessung und Verortung von Transparenz im Rahmen vorhandener demokratischer Strukturen, Prozesse und Normen.</p>
<p>Ironischer Weise wäre Christian Wulff jemand, der sich dieser Aufgabe hätte stellen können – nicht mehr in der unsäglichen Spätphase seiner Aussitz-Kampagne, wohl aber unmittelbar zu Jahresbeginn. Eine deutliche Positionierung als „Transparenzakteur“ hätte seine Amtszeit vielleicht retten können, Wulff hat diese Chance mit einer Mischung aus Arroganz und falscher Souveränität verstreichen lassen. Nun ist er weg, das Thema aber bleibt. Die Leitfrage für die Kandidatenwahl sollte daher lauten: Wer kann Transparenz?</p>
<p><strong>UPDATE vom 20.2.2012:</strong></p>
<p>Das ging schnell &#8211; seit dem späten Sonntag Abend steht Joachim Gauck als Allparteien-Kandidat für die Bundesversammlung fest. Doch zwischen &#8220;Gauck I&#8221; und &#8220;Gauck II&#8221; bestehen große Unterschiede &#8211; den Nimbus des &#8220;Bürgerpräsidenten&#8221;, mit dem Gauck in die 2010er Wahl gezogen war, hat er eingebüßt. Nicht so sehr aufgrund der öffentlichen Sprecherrolle als &#8220;informeller Gegenpräsident&#8221;, die ihm nach dem Scheitern im dritten Wahlgang zugewiesen wurde, sondern vielmehr aufgrund der geschlossenen Nominierung durch (fast) alle Bundestagsparteien. Damit ist Joachim Gauck nun zu einem Kandidaten des Establishments geworden &#8211; so sieht also ein &#8220;Befreiungsschlag&#8221; aus, der nach dem doppelten Scheitern der Kandidaten Köhler und Wulff frischen Wind nach Bellevue bringen soll? Die Person Gauck wird diesen Anspruch vermutlich erfüllen können, doch tut er dies nicht mehr als &#8220;externer&#8221; Kandidat, der dem Parteienwettbewerb enthoben ist. Wie sollte er auch &#8211; aus dem rot-grünen Lagerkandidaten von 2010 ist nun ein schwarz-gelb-rot-grüner Superlagerkandidat geworden.</p>
<p>Bereits einen Tag nach der Nominierung kündigt sich gar nicht so zaghafte Kritik an &#8211; vor allem in diesem widerborstigen Internet. Das ist alles andere als verwunderlich, und man muss gar nicht mal das kontinuierlich erstarkende &#8220;virtuelle Lager&#8221; rund um die Piratenpartei dafür verantwortlich machen. Die Intransparenz des abgekapselten Selektionsverfahrens der Standardakteure der Berliner Republik tut ein übriges, um den Gegenwind im Netz zu entfachen. Ganz nach dem Muster der ACTA-Proteste oder auch der unsäglichen Diskussion um den Staatstrojaner oder dem weitgehend ignoranten Umgang mit den Occupy-Aktivitäten sorgt die Abkopplung der Altparteienpolitik für Unmut bei jenen, die in den letzten Monaten eine Ahnung davon bekommen haben, dass sich in der Politik vielleicht doch etwas ändern könnte. Und so dürfte dem Kandidaten Gauck, aber auch der hinter ihm stehenden übergroßen Koalition, bis zur Bundesversammlung am 18. März eine nicht unspannende Diskussion zu dieser übereiligen Nominierung ins Haus stehen.</p>
<p>Es ist nicht nur schade, es ist bedenklich, dass diese so wichtige Debatte um die künftige Positionierung und die Funktionen des Bundespräsidentenamtes erst &#8220;post festum&#8221; beginnt. Es hätte den Bewohnern der &#8220;Berliner Republik&#8221; gut zu Gesicht gestanden, wenn dies vor der Festlegung auf einen Kandidaten (oder eine Kandidatin bzw. ein Thema) geschehen wäre.</p>
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		<title>Der Vorleser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 18:20:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Lauer]]></category>
		<category><![CDATA[GuttenPlag-Wiki]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/Lauer4_0.jpg" alt="C. Lauer" height="136" width="96" align="left" />Bundespräsident Christian Wulff bleibt auch in dieser Woche in den Schlagzeilen. Die vorerst letzten medialen Höhepunkte waren das Fernsehinterview mit ARD und ZDF sowie die (medien-)politischen Konsequenzen seines Anrufs auf der Mailbox des &#34;Bild&#34;-Chefredakteurs. Der Berliner Piraten-Politiker Christopher Lauer hat die bekannten Teile dieses Textes als Audiofile ins Netz gestellt. politik-digital.de hat ihn nach seinen Motiven gefragt.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-6596" title="Christopher Lauer" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/christopher_lauer1.png" alt="" width="195" height="232" />Bundespräsident Christian Wulff bleibt auch in dieser Woche in den Schlagzeilen. Die vorerst letzten medialen Höhepunkte waren das Fernsehinterview mit ARD und ZDF sowie die (medien-)politischen Konsequenzen seines Anrufs auf der Mailbox des &#8220;Bild&#8221;-Chefredakteurs. Der Berliner Piraten-Politiker Christopher Lauer hat die bekannten Teile dieses Textes als Audiofile ins Netz gestellt. politik-digital.de hat ihn nach seinen Motiven gefragt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hohn und Spott bereiteten sich in vielfältiger, <a href="http://www.monero.de/geld-sparen/verbraucherrecht/rechtsexperte-warnt-praesidenten-witze-koennen-teuer-kommen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rechtlich jedoch teilweise umstrittener Form</a> bereits in einem recht frühen Stadium der Affäre über den Bundespräsidenten in Blogs und sozialen Netzwerken aus. Das Zutagefördern von immer neuen Details blieb jedoch bisher weitestgehend den klassischen Medien vorbehalten. Gleichwohl haben sich zu verschiedenen Teilaspekten der Affäre inzwischen Internetnutzer zusammengetan. Mit Hilfe von <a href="http://de.wulffplag.wikia.com/wiki/Wulffplag_Wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;WulffPlag&#8221;</a> sammeln sie im Stil des <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GuttenPlag-Wikiki</a> Ermittlungsstände, Äußerungen, Fakten oder Verdächtigungen. Eine studentische Initiative hat überdies das Portal <a href="http://www.direktzu.de/wulff" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Direkt zu Christian Wulff&#8221;</a> ins Leben gerufen.</p>
<p>Nachdem der Inhalt des von ARD und ZDF produzierten Interviews bereits vor Ablauf der Sperrfrist als Audiodatei <a href="https://netzpolitik.org/2012/preview-das-wulff-interview-als-audio/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geleakt</a> worden war, machten sich Netzaktivisten im <a href="http://piratenpad.de/wulff-ard-transkript" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpad</a> der Piratenpartei daran, noch vor der Ausstrahlung des Gesprächs der Journalisten Bettina Schausten und Ulrich Deppendorf mit dem Bundespräsidenten eine wörtliche Abschrift des <a href="http://www.theeuropean.de/christoph-bieber/9463-deutschlands-erste-presidential-debate" target="_blank" rel="noopener noreferrer">medial breit rezipierten Gesprächs</a> zu erstellen.</p>
<p>Dieses Interview sowie Fragmente des bislang noch immer geheimnisumwitterten Anrufs auf der Mailbox von &#8220;Bild&#8221;-Chef Kai Diekmann sind im Laufe der vergangenen Woche nicht nur Gesprächsthema in Medien und an Stammtischen der Republik gewesen, sie haben auch den Piraten Christopher Lauer, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, zu zwei eher ungewöhnlichen Aktionen animiert. Lauer erstellte neben einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0FYN7z1uDCo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Video, in dem er das Transkript des Fernsehinterviews vorliest</a>, auch ein <a href="http://soundcloud.com/soundblogfm/lauer-liest-wulff" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tondokument</a> der <a href="http://de.wulffplag.wikia.com/wiki/Vorwurf_der_N%C3%B6tigung_von_Redaktionen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bislang publik gewordenen Fragmente</a> des Mailbox-Anrufs.</p>
<p>Gegenüber politik-digital.de hat <a href="http://www.christopherlauer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christopher Lauer</a> sich zu seinen neuen Herausforderungen geäußert.</p>
<div align="center">[youtube http://www.youtube.com/watch?v=0FYN7z1uDCo]<strong>Lauer liest Schausten, Deppendorf und Wulff</strong></div>
<div align="center"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hallo Herr Lauer! Sie haben vor dem teilweise rekonstruierten Inhalt der Diekmann-Mailbox bereits das<br />
Präsidenten-Gespräch mit Frau Schausten und Herrn Deppendorf eingelesen.<br />
Was war &#8211; inhaltlich und stilistisch &#8211; anspruchsvoller?</strong></p>
<p>Ich habe das in erster Linie einfach nur vorgelesen, sowohl das Video<br />
als auch die Audiodatei sind die jeweils ersten Versionen. Durch mein<br />
langjähriges Engagement in einer freien Theatergruppe in Bonn fiel mir<br />
das nicht so schwer.</p>
<p><strong>Bei der Nachricht auf Kai Diekmanns Mailbox handelt es sich ursprünglich um eine Botschaft, die ja nicht für die breitere<br />
Öffentlichkeit bestimmt gewesen ist. Haben Sie diese Tatsache vor Ihrem<br />
neuerlichen Einsatz als „Vorleser“ problematisiert?</strong></p>
<p>Nein. Abgesehen davon ist diese Nachricht meiner Meinung nach von<br />
öffentlichem Interesse. Wenn ich Herr Wulff wäre, dann hätte ich sie<br />
schon längst veröffentlicht, um Spekulationen zu vermeiden. Wahrscheinlich wird sie früher oder später eh im Internet auftauchen.</p>
<p><strong>Kollaborative Web-Aktionen haben ja gerade Jahrestag. Vor bald<br />
einem Jahr stürzte Karl Theodor zu Guttenberg über einige, naja,<br />
Ungenauigkeiten in seiner Doktorarbeit. Was können nach Ihrer Ansicht<br />
solche Aktionen für den politischen Betrieb generell leisten?</strong></p>
<p>Wir sehen hier grade erst den Anfang. Ich hoffe, dass solche Initiativen<br />
im Zusammenhang mit Open Access und Open Data zukünftig einen<br />
gesamtgesellschaftlichen Nutzen entfalten werden und nicht nur Politiker<br />
zu Fall bringen.</p>
<p><strong>Sie sind &#8211; neben Ihrer Tätigkeit als Vorleser &#8211; auch Mitglied des<br />
Abgeordnetenhauses von Berlin und somit aktiver Politiker. Welche<br />
konkreten politischen Folgen erhoffen oder wünschen Sie sich von Ihren<br />
Vertonungen?</strong></p>
<p>Eigentlich keine. Ich mache das als Zeitvertreib neben meiner doch recht<br />
anstrengenden Parlamentsarbeit.</p>
<p><strong>Und was können Sie vom Umgang des Bundespräsidenten mit der gesamten<br />
Affäre für Ihre eigene politische Arbeit lernen?</strong></p>
<p>Ich persönlich habe nicht vor, in eine solche Situation zu kommen. Dafür<br />
braucht es allerdings auch die Fähigkeit, in unangenehmen Situationen<br />
verantwortlich zu seinem Handeln zu stehen. Das ist natürlich nicht einfach.</p>
<p><strong>Richten wir den Blick noch kurz in die Zukunft. Was wäre denn, nachdem<br />
Sie bereits das Staatsoberhaupt und zwei hochrangige Fernsehjournalisten<br />
vertont haben, eine weitere Herausforderung für Sie?</strong></p>
<p>Wenn ich mir etwas aussuchen könnte, würde ich gerne mit anderen Menschen<br />
an einem Berliner Theater berühmte Interviews und Pressekonferenzen &#8211; zum<br />
Beispiel die von Barschel &#8211; vorlesen.</p>
<p><strong>Zum Schluss haben wir eine Bitte, Herr Lauer. Würden Sie auch dieses<br />
Interview &#8211; „Christopher Lauer im Gespräch mit politik-digital.de“ &#8211; für uns<br />
einlesen?</strong></p>
<p>Würde ich gerne machen, allerdings muss ich noch die Plenarsitzung zu<br />
morgen vorbereiten. Es fehlt mir die Zeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>BürgerForum 2011: Demokratiefördernd?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/buergerforum-2011-demokratiefoerdernd-5194/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 16:38:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerforum 2011]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 12. März gab Bundespräsident Christian Wulff den Startschuss für das <a href="http://www.buergerforum2011.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BürgerForum 2011</a>. Dabei sollen 10.000 Bürger aus 25 deutschen Städten und Landkreisen per Online-Debatte neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements entwickeln können. Was sind die konkreten Ziele? Wie ist der Ablauf? Und vermag das Projekt die politische Partizipation der Bürger zu fördern?        
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. März gab Bundespräsident Christian Wulff den Startschuss für das <a href="http://www.buergerforum2011.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BürgerForum 2011</a>. Dabei sollen 10.000 Bürger aus 25 deutschen Städten und Landkreisen per Online-Debatte neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements entwickeln können. Was sind die konkreten Ziele? Wie ist der Ablauf? Und vermag das Projekt die politische Partizipation der Bürger zu fördern?</p>
<p>In der oberfränkischen Stadt Naila eröffnete Bundespräsident Wulff das BürgerForum 2011. Seine Auftaktrede wurde zugleich in alle anderen beteiligten Städte und Landkreise per Videobotschaft übertragen:</p>
<div align="center"><iframe title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/6cJGdxjQjZ0" width="480" height="390" frameborder="0"></iframe></div>
<p><strong><br />
Wer hat das BürgerForum 2011 konzipiert?</strong></p>
<p>Realisiert und umgesetzt wird das BürgerForum 2011 von zwei bekannten Stiftungen: „In einer gemeinsamen Arbeit mit dem Bundespräsidialamt und der Heinz Nixdorf Stiftung entstanden die Konzeption der Veranstaltung und der Online-Plattform sowie die Struktur der Diskussion“, so Dr. Dominik Hierlemann, Leiter des Projektteams der Bertelsmann Stiftung zur Umsetzung und Betreuung des BürgerForum 2011. Die beiden Stiftungen führten in den vergangenen Jahren gemeinsam bereits zwei Pilotprojekte mit jeweils 400 Teilnehmern durch: die Bürgerforen <a href="http://www.buergerforum2008.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Marktwirtschaft</a> und <a href="http://www.buergerforum2009.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europa</a>. Die daraus gewonnenen Erfahrungen sind Grundlage für die Ausrichtung des aktuellen Bürgerforums gewesen. Hierlemann fasst diese wie folgt zusammen:</p>
<ul>
<li>Die Kombination von Präsenzveranstaltungen und<br />
moderierter Online-Diskussion ist ein erfolgreiches<br />
Verfahren. So können sich z.B. die Teilnehmer auf<br />
den Veranstaltungen persönlich kennenlernen und<br />
erste Themen festlegen, was für die weitere<br />
Online-Diskussion sehr hilfreich ist.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Arbeit in so genannten Ausschüssen hat sich<br />
bewährt. 40 bis 70 Personen ist eine gute Größe für<br />
eine Diskussion in den Ausschüssen der Online-Plattform.<br />
Viele Menschen haben Interesse an neuen Formen der<br />
Bürgerbeteiligung. Wenn es ein konkretes und<br />
interessantes Angebot gibt, dann sind viele Bürgerinnen<br />
und Bürger bereit, ihre Zeit und ihre Ideen einzubringen.</li>
</ul>
<p>Ein wichtiges Element des BürgerForum 2011 ist die Einbindung von ehemaligen Teilnehmern der beiden vorangegangenen Bürgerforen sowie weiteren engagierten Bürgern. Die besagten Teilnehmer konnten sich als Online-Moderatoren bewerben. Insgesamt rund 80 ehemalige Teilnehmer hatten Interesse an dieser ehrenamtlichen Arbeit im BürgerForum 2011 und machen beim aktuellen Projekt mit. Dafür erhielten sie eine spezielle Schulung. Jeweils ein Team von vier Online-Moderatoren (also insgesamt 100) übernimmt die Moderation eines der 25 Foren. „So liegt das Projekt nicht mehr allein in den Händen der Stiftungen, sondern es findet bereits ein Übergang in die Bürgergesellschaft statt“, meint Hierlemann.</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/buergerforum_organigramm.png" alt="" width="480" height="288" /><br />
<strong>(<a href="http://www.buergerforum2011.de/index.php?interface=dataCall&amp;call=image&amp;dataformat=img&amp;id_item_content=406067" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Organigramm</a> zum BürgerForum 2011)</strong></p>
<p><strong><br />
Die Zusammensetzung der Teilnehmer</strong></p>
<p>Innerhalb von sechs Wochen können 10.000 Bürger in einer ersten Diskussion in den <a href="http://www.buergerforum2011.de/discoursemachine.php?id_viewback=8&amp;menucontext=77&amp;page=detail_infoblog&amp;id_item=7472&amp;detail_layout_field=itemtype_layoutmisc2#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">regionalen Bürgerforen</a> noch bis Ostern über gesellschaftspolitische Themen wie Demokratie und Beteiligung, Familiäre Lebensformen, Integration, Demografie, Solidarität und Gerechtigkeit sowie Bildung miteinander diskutieren und gemeinsam Bürgerprogramme entwickeln. Jedes der 25 Bürgerforen erarbeitet dabei ein Bürgerprogramm mit je einem Vorschlag pro Ausschussthema (bei insgesamt sechs Ausschussthemen). Nur diese zuvor eingeladenen Bürger konnten sich beim BürgerForum 2011 anmelden. Bei der Einladung sollen Zufälligkeit und Vielfalt im Mittelpunkt gestanden haben. Doch welche Methodik steckt dahinter?</p>
<p>Laut Hierlemann hatten alle deutschen Kreise und Städte mit mindestens 80.000 Einwohnern dieselbe Chance zur Teilnahme. Aus den ca. 160 interessierten Regionen wurden nach Regionalproporz per Losverfahren die 25 Teilnehmerregionen ermittelt. Auch alle Bürger der beteiligten Regionen hatten dieselbe Chance, am Bürgerforum in ihrer Heimatregion teilzunehmen. Über Quoten sei dabei sichergestellt worden, dass die 25 Bürgerforen hinsichtlich Geschlecht, Alter und Bildungsstand trotz der Zufälligkeit der Einladung möglichst weitgehend die Vielfalt der Menschen in Deutschland abbilden. Hierlemann dazu: „Umgesetzt wurden diese Anforderungen durch eine telefonische Zufallsansprache.“ Jedes der 25 Bürgerforen ist mit einem <a href="http://www.buergerforum2011.de/discoursemachine.php?page=viewcompiler_intern&amp;id_view=8&amp;menucontext=40" target="_blank" rel="noopener noreferrer">individuellen Portal</a> vertreten, das sowohl allgemeines als auch auf die jeweilige Stadt bezogenes Informationsmaterial enthält.</p>
<p>Von Interesse werden <a href="http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/1617121?_link=&amp;skip=&amp;_g=10000-Menschen-diskutieren-im-Buergerforum-2011.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch Erfahrungsberichte</a> der direkt involvierten Bürger sein. So wie z.B. von Christoph Ziegeler, der den Auftakt des BürgerForum 2011 als Beteiligter live miterlebte und darüber bei <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/03/13/ein-teil-des-exeriments-das-buergerforum-2011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">homopoliticus.de</a> berichtete.</p>
<p><strong>Der weitere Ablauf des Projekts</strong></p>
<p>Anfang Mai werden schließlich eine Überleitung in die bundesweite Vernetzung der 25 Foren und die Durchführung einer bundesweiten zweiwöchigen Diskussion stattfinden. Die Teilnehmer debattieren in virtuellen Kleingruppen mit Teilnehmern anderer Regionen. Anschließend stimmen sie über ein bundesweites Bürgerprogramm ab. Die Arbeitsergebnisse sollen schließlich mit Vertretern aus Gesellschaft, Medien und Politik diskutiert und zum &#8220;Tag der Demokratie&#8221; am 28. Mai 2011 im ehemaligen Bundestag in Bonn vorgestellt werden.</p>
<p>Zu den wichtigsten Zielen gehören dabei:</p>
<ol>
<li>Menschen für Politik zu begeistern und zu motivieren,<br />
sich aktiv für die Gemeinschaft zu engagieren.</li>
<li>Den Bürgern eine Stimme in der politischen Debatte zu geben.</li>
<li>Die Demokratie in Deutschland zu beleben.</li>
</ol>
<p><strong>Zweifel an Stärkung politischer Partizipation</strong></p>
<p>Ob dieses ambitionierte Vorhaben gelingt, steht noch in den Sternen. Zwar zeigen aktuelle Ereignisse wie im Fall von Stuttgart21, dass es ein <a href="http://www.politische-bildung.de/buergerbeteiligung_demokratie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht zu unterschätzendes Potenzial</a> der Bürgerbeteiligung gibt. Jedoch können Projekte der Bürgerbeteiligung auch schnell in Frustration und Politikverdrossenheit umschlagen, wenn dabei kein sichtbarer und nachhaltiger Einfluss auf politisches Handeln entsteht. Daran wird sich auch und gerade das BürgerForum 2011 messen lassen müssen. Zumal sich dieses nicht aus einer gesellschaftlichen und direktdemokratischen Bewegung heraus speist, sondern praktisch von oben nach unten organisiert wurde. Zwar ist die Diskussionsplattform für jedermann öffentlich zugänglich: Alle Diskussionen können eingesehen werden und sind transparent.</p>
<p>Eine direkte Beteiligung weiterer Bürger an der Textentwicklung über die 10.000 Teilnehmer hinaus ist jedoch nicht möglich. „Der Gedanke, dass die Teilnehmer auf Veranstaltungen und auf der Diskussionsplattform eigene Texte entwickeln, erfordert an dieser Stelle zunächst eine Beschränkung“, so Projektleiter Hierlemann. Eine spezielle Seite mit Erfahrungsberichten etc. gibt es derzeit noch nicht. Dazu Hierlemann: „Wir sind jedoch insgesamt mit dem Stand der Diskussionen und der Beteiligung sehr zufrieden. Alle 25 Foren haben gute Ergebnisse auf den Auftaktveranstaltungen erzielt. Die Teilnehmer arbeiten nun nach der ersten Diskussionsphase konzentriert an den Texten.“</p>
<p>Laut Professorin Andrea Römmele von der Hertie School of Governance in Berlin sind viele Wissenschaftler und Beobachter der Meinung, dass solche Verfahren eher auf regionaler bzw. kommunaler Ebene erfolgversprechend sind. Auch sie ist der Ansicht, dass die größte Herausforderung in der Anbindung der Ergebnisse an die Politik bestehe. „Dabei wurden in vergangenen Foren die größten Probleme gesehen, da die in intensiver Arbeit erstellten Papiere keinen Eingang in politische Entscheidungsprozesse fanden.“ Durch die aktive Rolle des Bundespräsidenten sei hier aber bereits ein wesentlicher Kanal gegeben, so Römmele.</p>
<p>Dennoch <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article12802501/Wulff-will-Deutsche-online-mitbestimmen-lassen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist zu bezweifeln</a>, dass mittels des BürgerForum 2011 die politische Partizipation bedeutend bzw. nachhaltig verbessert wird. Zu bedenken ist in erster Linie, dass Wulff als Bundespräsident eine rein repräsentative Funktion und keine politische Entscheidungsmacht hat. Zudem wird es eine große Herausforderung darstellen, die Diskussionen der vielen tausend Bürger zielführend zu moderieren und deren Motivation bei der Abarbeitung aller Themen aufrecht zu erhalten, um am Ende zu konkreten und sachdienlichen Ergebnissen zu kommen. Dies aber ist überhaupt erst eine Voraussetzung dafür, dass die Arbeitsergebnisse Berücksichtigung bei zukünftigen politischen Entscheidungen finden können.</p>
<p>Trotz all dieser Skepsis besteht zumindest eine realistische Chance dafür, dass mittels des BürgerForum 2011 der Dialog zwischen Politik und Bürgern gefördert wird. Die Frage ist nur, ob das schon als Erfolg gewertet werden kann.</p>
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		<title>Online-Bewerbung von Wulff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hgierow]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 16:15:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Video-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
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					<description><![CDATA[Christian Wulff hat sich am 14.06.2010 für 30 Minuten in einem Video-Chat den Fragen der Internet-Nutzer gestellt. Diese konnten sich über E-Mail, Facebook und einem Chat-Tool beteiligen. In seiner „Online-Bewerbungsrede&#34; erläuterte Wulff das für ihn wichtigste Thema seiner Kandidatur für das höchste deutsche Staatsamt – die Zukunft Deutschlands. 
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Christian Wulff hat sich am 14.06.2010 für 30 Minuten in einem Video-Chat den Fragen der Internet-Nutzer gestellt. Diese konnten sich über E-Mail, Facebook und einem Chat-Tool beteiligen. In seiner „Online-Bewerbungsrede&quot; erläuterte Wulff das für ihn wichtigste Thema seiner Kandidatur für das höchste deutsche Staatsamt – die Zukunft Deutschlands. </p>
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</center></noscript><!--break--></p>
<p>
Ansonsten sprach Christian Wulff auch über die Bedeutung des Internets und versprach, sein Facebook Profil auch nach einer möglichen Wahl zum Bundespräsidenten weiter pflegen zu wollen. Seine Fan-Seite bei Facebook trägt (in der URL) schon den bezeichnenden Namen <a href="http://www.facebook.com/Christian.Wulff.Bundespraesident" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian.Wulff.Bundespraesident.</a>
</p>
<p>
<a href="http://www.facebook.com/Christian.Wulff.Bundespraesident"></a> Mit dem Live-Videochat richtete sich der niedersächsische Ministerpräsident direkt an die User im Internet,  ein Territorium, dass in der Bundespräsidentenfrage bislang von seinem Gegenkandidaten Joachim Gauck (parteilos) dominiert wird. Bislang hat <a href="http://www.facebook.com/Joachim.Gauck?ref=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gauck</a> 3000 Fans bei Facebook, die Gruppe <a href="#!/group.php?gid=123621417671515&amp;ref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Joachim Gauck als Bundespräsident</a>“ kommt gar auf die zehnfache Anzahl von Unterstützern. Christian Wulff hat ca. 1900 (alle Zahlen Stand 14.06.2010).
</p>
<p>
Über die verschiedenen Online-Aktionen rund um die Präsidentenwahl berichtet politik-digital.de bereits <a href="/bundespraesidentenwahl-online-gauck-wulff">hier</a>.</p>
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		<title>Schnell noch einen Zwitschern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 13:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsidentenwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
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					<description><![CDATA[&#34;Handys aus, Taschenkontrolle!&#34; im Bundestag: Den Fraktionsspitzen passt es nicht, dass Abgeordnete twittern, bevor etwas offiziell verkündet wurde, wie z.B. bei der Wahl des Bundespräsidenten. Nur warum?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Handys aus, Taschenkontrolle!&quot; im Bundestag: Den Fraktionsspitzen passt es nicht, dass Abgeordnete twittern, bevor etwas offiziell verkündet wurde, wie z.B. bei der Wahl des Bundespräsidenten. Nur warum?<!--break--></p>
<p>
Am Beispiel der Bundespräsidentenwahl zeigt sich (wieder einmal), was passiert, wenn neue Medien auf alte Strukturen treffen: &quot;Protokollarischer Praecox&quot; urteilt Volker Beck von den Grünen und Kristina Köhler von der CDU findet es &quot;unangemessen, Ergebnisse zu twittern, bevor sie der Bundestagspräsident verkündet.&quot;
</p>
<p>
Dass einige Mitglieder der Bundesversammlung, darunter der SPD-Abgeordnete <a href="http://twitter.com/ulrichkelber" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ulrich Kelber</a>, die CDU-MdB und Stimmenauszählerin <a href="http://twitter.com/JuliaKloeckner" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia Klöckner</a> oder <a href="http://twitter.com/GarreltDuin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Garrelt Duin</a> (SPD) die 613 Stimmen für Horst Köhler im ersten Wahlgang schon vorab per Twitter öffentlich gemacht hatten, soll jetzt Thema im Ältestenrat des Bundestages werden.
</p>
<p>
<b>Kapelle, Blumen und Twitter </b>
</p>
<p>
Was war passiert? Während Bundestagspräsident Norbert Lammert auf den Bundespräsidenten wartend noch auf den Stufen des Reichstags nervös auf seinem Handy herumtippte und die live berichtenden Fernsehjournalisten weiterhin alles &quot;wahnsinnig spannend&quot; fanden, wusste die Twittergemeinde schon genau so viel wie die Mitglieder der Bundesversammlung im Saal.
</p>
<p>
Nämlich dass es im ersten Wahlgang für Köhler gereicht hatte. Ad absurdum geführt wurde die Geheimnistuerei nach außen, als für das Fernsehvolk sichtbar die Kapelle aufmarschierte und Blumensträuße für den Wahlgewinner und die -verlierer in den Saal getragen wurden.
</p>
<p>
<b>Alles bleibt anders </b>
</p>
<p>
Jetzt sollen die Twitternachrichten (ebenso wie der Kapellen-Faux-Pas) ein parlamentarisches Nachspiel haben. Doch was wäre anders gewesen, wenn alle artig gewartet hätten bis Norbert Lammert das Ergebnis offiziell verkündete? Neu ist das Phänomen der Informationsweitergabe direkt aus Sitzungen heraus nämlich nicht, es ist im Internet nur sichtbarer. SMS an wohlgesonnene Journalisten oder die berühmte Hintergrundinformation &quot;unter drei&quot; gab es mit Sicherheit auch aus der Bundesversammlung, nur eben nicht öffentlich und transparent &#8211; und damit auch demokratischer.
</p>
<p>
<b>Update (26. Mai 2009):</b> Inzwischen diskutieren Klöckner, Duin, Kelber und Beck auf Twitter und rechtfertigen bzw. entschuldigen sich. Julia Klöckner lässt zudem laut FAZ ihr Amt als Schriftführerin ruhen. Und irmingard Schewe-Gerigk (Grüne) plädiert laut FAZ tatsächlich für ein Handyverbot in Zählkommissionen.</p>
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		<title>Präsidialer Auftritt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/praesidialer-auftritt-4190/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 15:31:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsidentenwahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Thrill eines Bundespräsidentenwahlkampfes hielt sich in der Vergangenheit in Grenzen. Immerhin haben die Kandidaten kein großes Wahlvolk zu mobilisieren und der Ausgang der Wahl lässt sich zumeist recht genau vorhersagen. Dennoch ist jetzt mit der Seite von <a href="http://www.gesine-schwan.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesine Schwan</a> der erste Kandidatenauftritt für die Wahl im Mai 2009 online.
<p>
<img src="/sites/politik-digital.de/files/gesineschwan_1.jpg" height="98" width="300" /> 
</p>
<p>
&#160;
</p>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Thrill eines Bundespräsidentenwahlkampfes hielt sich in der Vergangenheit in Grenzen. Immerhin haben die Kandidaten kein großes Wahlvolk zu mobilisieren und der Ausgang der Wahl lässt sich zumeist recht genau vorhersagen. Dennoch ist jetzt mit der Seite von <a href="http://www.gesine-schwan.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesine Schwan</a> der erste Kandidatenauftritt für die Wahl im Mai 2009 online.</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gesineschwan_1.jpg" height="98" width="300" />
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Mit <a href="http://www.gesine-schwan.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gesine-schwan.de</a> steigt die SPD nun im Netz in den Wahlkampf um die Bundespräsidentenwahl im Mai 2009 ein. Die am 17. Dezember 2008 eingestellte Seite hat dabei auffallend wenig Bezüge zur Partei, vielmehr erinnert das Design an die Webpräsenzen der Bundesregierung. Der Aufbau der Seite ist derzeit noch vergleichsweise konventionell. Die Anmeldung zum Newsletter ist bislang auch schon alles in Sachen Partizipation oder Mitmach-Internet. Es seien jedoch als Erweiterung Debattenformate und Austausch geplant, kündigte Schwans Online-Kampagnenmacherin Tatjana Brode an. Eine Rolle soll dabei auch der Internetauftritt der &quot;<a href="http://www.freunde-von-gesine.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freunde von Gesine</a>&quot; spielen.
</p>
<p>
<b>Die Konkurrenz schläft</b>
</p>
<p>
Titelverteidiger Horst Köhler hat mit der <a href="http://www.bundespraesident.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offiziellen Seite des Bundespräsidialamtes</a> natürlich einen aufwändigen Auftritt. Haufenweise Hintergrundinformationen über ihn und sein Amt sorgen für eine würdige Repräsentanz des obersten Repräsentanten. Ein Quiz, Wallpaper des Schlosses Bellevue und <a href="http://www.bundespraesident.de/artikel-,2.626010/Gefuellter-Ochsenschwanz-mit-b.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">andere Gimmicks</a> wie Kochrezepte lockern die Hintergundinfos auf. Von Wahlkampf ist bislang allerdings nichts zu spüren.
</p>
<p>
Der Kandidat der Linkspartei, Peter Sodann, besitzt in seiner Funktion als Politiker dagegen bisher gar keinen Onlineauftritt. Hat es im Osten auch nicht gegeben. Bisher ist <a href="http://www.petersodann.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sodann im Netz</a> eher als Ex-Tatortkommissar und Theaterintendant vertreten. Aber es bleibt ja noch ein knappes halbes Jahr Zeit, um dies zu ändern.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>tagesschau-Chat mit Peter Sodann</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/jetzt-live-tagesschau-chat-mit-peter-sodann-4169/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 10:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Schauspieler wird Bundespräsident, das klingt mehr nach Hollywood als nach Berliner Bühne: Doch Ex-Tatort-Kommissar Peter Sodann (72) will genau das werden: Das Staatsoberhaupt von Deutschland. Und die Linkspartei möchte das auch - zumindest bis zum ersten Wahlgang der Bundesversammlung im Mai 2009. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schauspieler wird Bundespräsident, das klingt mehr nach Hollywood als nach Berliner Bühne: Doch Ex-Tatort-Kommissar Peter Sodann (72) will genau das werden: Das Staatsoberhaupt von Deutschland. Und die Linkspartei möchte das auch &#8211; zumindest bis zum ersten Wahlgang der Bundesversammlung im Mai 2009. <!--break--></p>
<p>
Doch bereits jetzt schon ist er durch allzu wolkige Aussagen selbst in der Linkspartei umstritten. Welche Akzente würde Sodann als Bundespräsident setzen und wie versteht er das Amt? Was schätzt er an Bundespräsident Horst Köhler und Mitbewerberin Gesine Schwan? Wie geht Sodann mit Kritik auch aus den eigenen Reihen um? Und hat sich die Linkspartei überhaupt einen Gefallen mit seiner Kandidatur getan? Gibt er vielleicht doch vorher auf?
</p>
<p>
Am Montag ist Peter Sodann im Live-Chat aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Von 13 bis 14 Uhr beantwortet er die Fragen der tagesschau.de-User. Was möchten Sie von Peter Sodann wissen? <a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=207&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>
</p>
<p>
Die tagesschau-Chats werden veranstaltet von tagesschau.de und politik-digital.de</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Terrorismus und Zuwanderungsgesetz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/terrorismus-und-zuwanderungsgesetz-230/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mfrost]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Einwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Bosbach]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">
<b>Wolfgang Bosbach<!-- #EndEditable --> 
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->28.04.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">
<b>Wolfgang Bosbach<!-- #EndEditable --><br />
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->28.04.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" -->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Politik-Interessierte, willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe<br />
tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de.<br />
Zum Chat ist heute der Unionsfraktionsvize und Innenexperte Wolfgang<br />
Bosbach ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Herr Bosbach, sind Sie bereit<br />
für den 60-Minuten-Chat mit unseren Usern?</span>
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/wbosbach.jpg" alt="Wolfgang Bosbach, Unions-Fraktionsvize" align="left" height="115" width="84" />Wolfgang<br />
Bosbach:</b> Ich freue mich darauf.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wir wollen in der nächsten Stunde<br />
verschiedenste Themen ansprechen: Kanzlerkandidaten-Frage, Schicksal<br />
der GSG-9-Beamten im Irak, Terrorismus, Bundespräsidentenfrage,<br />
Zuwanderungsgesetz. Doch erst eine Frage vorweg: Auf welchem Gebiet<br />
ist die Union Ihrer Einschätzung nach momentan am erfolgreichsten?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> In der Wirtschafts-und Arbeitsmarktpolitik,<br />
weil wir da schon am Beispiel Neuregelung für die Minijobs nachweisen<br />
konnten, dass unsere Ideen zur Belebung des Arbeitsmarktes die Richtigen<br />
sind. In diesem Bereich wurden hunderte neue Arbeitsplätze geschaffen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Stichwort Terrorismus:<br />
Ihrer Meinung nach wird die Gefahr des islamistischen Terrorismus in<br />
Deutschland noch weitgehend unterschätzt. Was müsste am dringendsten<br />
getan werden?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach: </b>Wir müssen uns die Menschen,<br />
die nach Deutschland einreisen wollen, näher ansehen und es muss<br />
wieder gelten, im Zweifel für die Sicherheit und nicht wie zur<br />
Zeit für die Einreisefreiheit. Wir müssen uns von ausländischen<br />
Straftätern, gewaltbereiten Islamisten und Terrorhelfern leichter<br />
trennen können, als das derzeit möglich ist. Wir müssen<br />
aber auch die geistige Auseinandersetzung mit denen führen, die<br />
unsere freiheitliche Ordnung stören wollen.
</p>
<p>
<b>Claudia:</b> Im Hilton-Hotel in Berlin war gerade wieder<br />
ein Fehlalarm, reagieren wir inzwischen auf Terrordrohungen nicht viel<br />
zu sensibel?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Es gibt keinen Grund, die Sicherheitslage<br />
zu dramatisieren, aber wir dürfen sie auch nicht bagatellisieren.<br />
Wenn die Sicherheitsbehörden ernstzunehmende Hinweise auf ein möglicherweise<br />
stattzufindendes Attentat bekommen, dann bleibt ihnen nichts anderes<br />
übrig, als zur Gefahrenabwehr das Gebäude räumen zu lassen<br />
und nach Sprengstoff zu suchen, oder anderen Gefahrenquellen.
</p>
<p>
<b>bluemoon:</b> Welche Kriterien sollen denn da gelten?<br />
Müsste nicht viel mehr Datenaustausch zwischen den Geheimdiensten<br />
erfolgen? Was spricht denn gegen ein deutsches FBI?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Der reibungslose und direkte Austausch<br />
von Daten und Informationen ist zur Terrorbekämpfung außerordentlich<br />
wichtig. Es gibt immer noch keine zentrale Datei zur Terrorismusbekämpfung,<br />
in der sowohl die Polizeien als auch die Dienste ihre Erkenntnisse einstellen<br />
können bzw müssen; dies wird begründet mit dem sog. Trennungsgebot<br />
von Diensten und Polizeien. Das Argument überzeugt aber nicht,<br />
denn es geht nicht um die Übertragung von Befugnissen auf die Dienste,<br />
sondern nur um den Austausch von Informationen. Wenn die Polizei wüsste,<br />
was sie alles weiß, wäre Deutschland sicherer. Eine zentrale<br />
Bundespolizei neben BKA, BGS und ZKA würde meiner Überzeugung<br />
nach aber nicht zu mehr Sicherheit führen. Möglich wäre<br />
jedoch die ermittelnden Einheiten der Bundespolizeien zusammen zu fassen.
</p>
<p>
<b>grinx03:</b> Brauchen wir den großen Lauschangriff<br />
und Vorratsdatenspeicherung?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach: </b>Die akkustische Wohnraumüberwachung<br />
ist zwar ein nur sehr selten angewandtes aber unverzichtbares Mittel<br />
zur Verbrechensbekämpfung, das sich in den letzten Jahren insbesondere<br />
bei der Aufklärung von Kapitalverbrechen bewährt hat. Bei<br />
der Vorratsdatenspeicherung kann ich im Moment nicht erkennen, auf welchen<br />
Sachverhalt sich die Frage bezieht.
</p>
<p>
<b>gaby:</b> Hat die Union Pläne, wie man Terrorbekämpfung<br />
in Europa besser koordinieren könnte?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Es ist richtig, dass wir den internationalen<br />
Terrorismus mit nationalen Mitteln alleine nicht werden bekämpfen<br />
können. Notwendig sind eine funktionierende grenzüberschreitende<br />
Zusammenarbeit: Der Austausch von Verbindungsbeamten, aber auch Ermittlungserkenntnissen<br />
und die Stärkung von Europol.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wir springen kurz zurück:
</p>
<p>
<b>bluemoon:</b> Eine neue Bundespolizei sicherlich nicht,<br />
aber eine, die die Aufgaben der einzelnen Behörden, es gibt ja<br />
auch noch die ganzen Landesbehörden, bündelt! Ist es da nicht<br />
logische Konsequenz, dass etwas schief gehen muss. Warum wird hier die<br />
föderale Organisation so &quot;hoch&quot; gehalten?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ich will das nicht mit dem formalen<br />
Argument begründen, dass es zunächst die Länder gab und<br />
dann erst den Bund, und dass das Grundgesetz von einer grundsätzlichen<br />
Verwaltungshoheit der Länder ausgeht, sondern von zwei anderen<br />
Überlegungen: Zum Einen garantieren dezentrale Strukturen einen<br />
viel unmittelbareren Überblick über Gefährdungslagen<br />
bei der inneren Sicherheit (die Länderpolizeien sind am Geschehe<br />
&quot;näher&quot; dran) und große Behörden und Organisationsstrukturen<br />
bedeuten oft nicht mehr Effektivität, sondern mehr Bürokratie.<br />
Bei gemischten Zuständigkeiten von Bund und Ländern besteht<br />
zu dem die Gefahr, dass entweder zwei Behörden am gleichen Sachverhalt<br />
arbeiten oder dass ein Sachverhalt überhaupt nicht bearbeitet wird,<br />
weil jeder glaubt, die Zuständigkeit läge beim anderen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch eine weitere Facette des Themas: Die<br />
Union fordert den Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Blödsinn sagen<br />
andere. Deshalb,&#8230;
</p>
<p>
<b>marcy:</b> Ist die Bundeswehr dem Terrorismus gewachsen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Wir wollen nicht die Gewährleistung<br />
der inneren Sicherheit von der Polizei auf die Bundeswehr übertragen,<br />
sondern nur die Rechtsgrundlagen dafür schaffen, dass die Bundeswehr<br />
zukünftig zur Abwehr terroristischer Gefahren im Inland eingesetzt<br />
werden darf, wenn nur sie die Fähigkeiten hat, einen Angriff abzuwehren.<br />
Bei Angriffen aus der Luft ist es ja evident, dass nur die Luftwaffe<br />
der Bundeswehr, nicht aber die Polizei, die Gefahr bannen kann. Wir<br />
haben weltweit die besten ABC-Abwehrkräfte, die wir nach unsere<br />
Verfassung in jedem Land der Erde einsetzen dürfen, nur nicht in<br />
Deutschland zur Abwehr eines terroristischen Anschlags. Das wollen wir<br />
ändern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Stichwort: Mzoudi-Freispruch:
</p>
<p>
<b>wischi:</b> Untergräbt die Justiz die Polizeiarbeit,<br />
siehe Prozess in Hamburg, indem sie Terroristen wieder auf freien Fuß<br />
setzt?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Das Urteil habe ich mit zwiespältigen<br />
Gefühlen zur Kenntnis genommen. Auf der einen Seite ist es in der<br />
Tat mehr als nur unbefriedigend, wenn ein zweifelsfrei brandgefährlicher<br />
Angeklagter den Gerichtssaal als freier Mann verlassen kann., aber den<br />
Grundsatz &quot;Im Zweifel für den Angeklagten&quot; können<br />
und dürfen wir aus rechtsstaatlichen Überlegungen nicht aufgeben.<br />
Wenn ein Gericht Zweifel an der Schuld eines Angeklagten hat, kann keine<br />
Verurteilung erfolgen. Aber das heißt nicht, dass Her Mzoudi wegen<br />
seiner Gefährlichkeit nicht ausgewiesen werden sollte.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hier wollen wir zu einem anderen Thema<br />
überleiten:<br />
Humanitäre Organisationen haben sich besorgt darüber gezeigt,<br />
dass die wichtige und überfällige Entscheidung beim Zuwanderungsgesetz<br />
zunehmend von Fragen der Terrorbekämpfung dominiert wird. Gibt<br />
es da eine unheilvolle Verquickung?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und noch mal zur internationalen Strafbarkeit:
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Nein. Das Ausländerrecht hat<br />
stets auch Vorschriften zum Zwecke der Gefahrenabwehr enthalten, die<br />
unserer Überzeugung nach den neuen Gefährdungslage angepasst<br />
werden müssen. Anfang des Jahres hat Rot-Grün gefordert, das<br />
Kapitel Sicherheit aus den Verhandlungen auszuklammern: das konnten<br />
wir nicht akzeptieren. Nach dem 11. März war Rot-Grün nun<br />
doch bereit, auch über dieses Thema zu sprechen. Die Verhandlungen<br />
werden am kommenden Wochenende fortgesetzt.
</p>
<p>
<b>Walt:</b> Wie wird sich die Union im Zuwanderungsstreit<br />
verhalten? Prognosen besagen, dass Deutschland eine jährliche Zuwanderung<br />
von ca. 250.000 Menschen benötigt, um die negativen wirtschaftlichen<br />
Effekte des Bevölkerungssrückganges halbwegs zu kompensieren.<br />
Ist es da nicht reichlich kontraproduktiv, die Zuwanderung zu begrenzen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Wir haben jedes Jahr eine Bruttozuwanderung<br />
zwischen 750.000 und 800.000 und eine Nettozuwanderung von ca. 200.000.<br />
Wenn wir uns darum bemühen würden, das Geburtendefizit durch<br />
mehr Zuwanderung zu kompensieren, müssten wir die Nettozuwanderung<br />
vervierfachen, was die Integrationskraft unseres Landes weit überfordern<br />
würde. Die demographische Entwicklung in Deutschland ist allerdings<br />
in der Tat besorgniserregend, dies ist aber in erster Linie eine Herausforderung<br />
für die Familienpolitik, nicht für das Ausländerrecht.
</p>
<p>
<b>regina:</b> Was ist Brutto, was ist Netto?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Nettozuwanderung ergibt sich aus<br />
dem Zuzug aller Deutschen und Ausländer nach Deutschland (Bruttozuwanderung)<br />
minus dem Fortzug von Deutschen und Ausländern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> UN-Flüchtlingskommissar Ruud Lubbers<br />
hat an den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat appelliert,<br />
nicht den Schutz von Opfern nichtstaatlicher und geschlechtsspezifischer<br />
Verfolgung im geplanten Zuwanderungsgesetz zu streichen. Im europäischen<br />
Vergleich habe Deutschland in diesen Fragen noch Nachholbedarf, so Lubbers.<br />
Ist die Union dort uneinsichtig?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Die Bundesregierung hat vor wenigen<br />
Wochen der betreffenden EU-Richtlinie zugestimmt, so dass sie nun für<br />
Deutschland geltendes Recht wird. Dem Text dieser Richtlinie könnten<br />
wir ins deutsche Ausländerrecht übernehmen. Wir sollten aber<br />
nicht über diese Richtlinie hinaus gehen.
</p>
<p>
<b>Steuerzahler:</b> Sattelt man da das Pferd nicht von der<br />
falschen Seite? Sollte man nicht eher die Familie so stärken, dass<br />
eine Frau mit Kind erwerbstätig bleiben kann, anstatt die Zuwanderung<br />
allein zu regeln?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Richtig ist, dass wir die gesellschaftlichen<br />
Rahmenbedingung so ändern sollten, dass insbesondere junge Familien<br />
bzw. erwerbstätige Mütter nicht vor die Alternative gestellt<br />
werden, Erziehung oder Erwerbstätigkeit, sondern dass sie beides<br />
&#8211; wenn sie es gerne möchten &#8211; miteinander vereinbaren können.<br />
Dazu gehören die Stichworte &quot;ausreichende Kindertagesstätten,<br />
Ganztagsschule, Randstunden – Über-Mittags-Betreuung&quot;.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zu der vorletzten Antwort: Sie stimmen<br />
also zu, den Schutz von Opfern nichtstaatlicher und geschlechtsspezifischer<br />
Verfolgung nicht zu streichen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Wir haben stets gesagt, dass wir<br />
den Anwendungsbereich der Genfer-Flüchtlingskonvention strikt beachten,<br />
aber auch nicht ausdehnen wollen. Schon nach geltender Rechtslage können<br />
auch Opfer von nichtstaatlicher Verfolgung innerstaatlichen Schutz in<br />
Anspruch nehmen, aber nicht bei jeder Form nichtstaatlicher Verfolgung,<br />
z.B. dann wenn sich marodierende Banden bekämpfen.
</p>
<p>
<b>kummer:</b> Tja, nur mit dem Aufruf zum Kinderkriegen<br />
wird man das nicht hinbekommen. Vielleicht ein bisschen familienfreundlicher<br />
agieren? Die Merzsche Steuerpolitik ist ja da nicht gerade besonders<br />
weit &#8211; am Ende tut`s den Besserverdienern wieder gut.
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Der bloße Aufruf alleine wird<br />
sicherlich die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder nicht sprunghaft<br />
ansteigen lassen, aber eine konsequente kinderfreundliche Politik wohl.<br />
Das Merzsche Steuerkonzept ist ausgesprochen familienfreundlich, denn<br />
jeder soll einen Freibetrag in Höhe von 8.000 Euro pro Person erhalten<br />
plus Arbeitnehmerpauschalbetrag &#8211; wäre bei einer vierköpfigen<br />
Familie ein Betrag von 33.000 Euro komplett steuerfrei, so dass insbesondere<br />
viele Familien mit Kindern überhaupt keine Einkommessteuer mehr<br />
bezahlen müssten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Um den Deckel bei der Zuwanderung zuzumachen:<br />
Am Freitag tagt mal wieder die Arbeitsgruppe Zuwanderung des Vermittlungsausschusses<br />
von Bundestag und Bundesrat. Wird es zum Durchbruch kommen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ich würde mich ja schon freuen,<br />
wenn es wenigstens einen substantiellen Fortschritt geben würde.<br />
Dies setzt allerdings voraus, dass wir von Seiten der Koalition beim<br />
Bereich Sicherheit nicht nur vage Ankündigungen, sondern konkrete<br />
Texte vorgelegt bekommen, über die man dann verhandeln kann. Auch<br />
wenn wir am Wochenende nicht zu einem Abschluss kommen sollten, werden<br />
wir am Samstag doch sicherlich, eher als heute beurteilen können,<br />
ob es am Ende zu einer Einigung kommen wird oder nicht.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nächstes Thema: Wegen des tödlichen<br />
Anschlags auf einen deutschen Konvoi im Irak sollen GSG-9-Beamte zum<br />
Schutz der Botschaft in Bagdad nun doch mit dem. Wegen des tödlichen<br />
Anschlags auf einen deutschen Konvoi im Irak sollen GSG-9-Beamte zum<br />
Schutz der Botschaft in Bagdad nun doch mit dem verlegt werden. Heute<br />
hat der Innenausschuss darüber getagt, was ist dabei herausgekommen.
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ich habe leider persönlich<br />
an den Beratungen nicht teilnehmen können. Nach den uns bisher<br />
erteilten Informationen können wir jedoch nach wie vor nicht nachvollziehen,<br />
warum es nicht möglich gewesen sein soll, neben dem Geschäftsträger<br />
auch die GSG-9-Beamten auf dem sichereren Luftweg nach Bagdad zu transportieren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Es gibt den Vorwurf, die Bundesregierung<br />
sei zu stolz gewesen, die Amerikaner um Transportmöglichkeiten<br />
zu bitten. Was sagen Sie dazu?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ich halte es für nicht ausgeschlossen,<br />
dass dieser Vorwurf zutreffend ist. Sollte er sich als wahr herausstellen,<br />
wäre eine derartige Haltung unbegreiflich und unverantwortlich,<br />
denn bei der besonderen Gefahrenlage im Irak muss der Schutz von Menschenleben<br />
immer mehr Gewicht haben als jede politische Erwägung.
</p>
<p>
<b>calamity:</b> Glauben Sie, nachdem zwei GSG9 Beamte entführt<br />
wurden, dass wir uns überhaupt am wirtschaftlichen Aufbau im Irak<br />
beteiligen sollten, wäre dies nicht zu gefährlich?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ein Irak, das eine stabile demokratische<br />
Ordnung hat, die Menschenrechte wahrt und von dem keine Gefahr mehr<br />
ausgeht, liegt auch in unserem Interesse. Daher sollten auch wir uns<br />
an humanitären Hilfeleistungen für den Irak angemessen beteiligen.<br />
Es geht dabei nicht in erster Linie um die Beseitigung von Kriegsschäden,<br />
sondern um den Wiederaufbau eines Landes, das unter einer jahrzehntelangen<br />
Diktatur gelitten hat. Richtig ist, dass bei dem Einsatz von Personal<br />
auf deren Sicherheit besonderer wert gelegt werden muss.
</p>
<p>
<b>sommerwind</b> Sie verteidigen Köhlers Kritik an<br />
den USA. Fallen sie damit Merkel in den Rücken oder loten sie einen<br />
Kurswechsel aus?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach: </b>Horst Köhler hat gestern vor<br />
der Unionsfraktion in der Bundesversammlung gesagt, dass sowohl die<br />
USA als auch die Europäer Fehler gemacht hätten. Wer will<br />
das bestreiten? Er hat aber auch gesagt, dass die USA &quot;ein Hort<br />
der Freiheit&quot; seien und dass unser Platz an ihrer Seite sein müsste.<br />
Dies ist kein Widerspruch zu den Positionen im Irak-Konflikt und ich<br />
sehe auch keinen Grund, warum Angela Merkel ihre bisherigen Aussagen<br />
in diesem Punkt korrigieren sollte.
</p>
<p>
<b>politicalforce:</b> Zur K-Frage: Jeder der beiden bedeutendsten<br />
Politiker, Stoiber wie auch Merkel, würden beim nächsten Mal<br />
den Wechsel schaffen. Nur die Frage, ob die Partei- und Fraktionschefin<br />
sich mit dem Verweis Stoiber hat seine Chance schon bewiesen, vielleicht<br />
auch auf sein Alter, 2006 durchsetzt?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Über ihren Optimismus freue<br />
ich mich, allerdings schlage ich vor, dass wir nicht zu früh jubeln,<br />
sondern alle Kraft darauf konzentrieren, dass aus den guten Umfrageergebnissen<br />
ein ebenso gutes Wahlergebnis wird. Die berühmte K-Frage sollten<br />
wir erst dann entscheiden, wenn sie entschieden werden muss, was nach<br />
Lage der Dinge erst 2006 der Fall sein wird.
</p>
<p>
<b>ju_stadtlohn:</b> Herr Köhler spricht doch nicht<br />
ex cathedra, das ist doch eine Meinung unter vielen. Warum wird er dennoch<br />
zurück gepfiffen?
</p>
<p>
W<b>olfgang Bosbach:</b> Niemand pfeift Herrn Köhler<br />
zurück und für mich ist es geradezu erfreulich und erfrischend,<br />
wie offen Herr Köhler das sagt, was er denkt. Auch für ihn<br />
gilt das Recht auf freie Meinungsäußerung und davon sollte<br />
er auch weiterhin Gebrauch machen.
</p>
<p>
<b>icke03:</b> Hätte Merkel überhaupt noch eine<br />
Chance auf eine Kanzlerkandidatur, würde wider Erwarten Gesine<br />
Schwan zur Bundespräsidentin gewählt werden?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ja. Deutschland hat in den vergangenen<br />
Jahrzehnten zwei Männer in den Ämtern des Bundeskanzlers und<br />
Bundespräsidenten völlig problemlos verkraftet. Warum sollte<br />
das bei zwei Frauen anders sein?
</p>
<p>
<b>Mark25:</b> Das ist doch nur Geplänkel &#8211; es weiß<br />
doch jeder, dass, wenn Angela Merkel zur Wahl antreten würde, die<br />
derzeitige Regierung weitere 4 Jahre regieren würde.
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Ich glaube, dass wir mit einer Kanzlerkandidatin<br />
Angela Merkel gute Wahlchancen hätten, denn sie hat sich in allen<br />
bisherigen Ämtern hervorragend bewährt und genießt nicht<br />
nur in der Union hohes Ansehen. Ich bitte aber auch um Verständnis<br />
dafür, dass ich mich an K-Spekulationen nicht weiter beteiligen<br />
möchte, denn die Union würde einen kapitalen Fehler machen,<br />
wenn wir uns jetzt mehr mit Personal- als mit Sachfragen beschäftigen<br />
würden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Dazu passt:
</p>
<p>
<b>Mark25:</b> Das heißt man wählt nicht mehr,<br />
weil man von Konzepten der jeweiligen Partei überzeugt ist, sondern<br />
nur um die &quot;Anderen&quot; abzuwählen&#8230;.?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach:</b> Sicherlich spielt bei vielen Wahlentscheidungen<br />
nicht nur die Begeisterung über die Politik der gewählten<br />
Partei, sondern auch die Enttäuschung über die Fehlleistungen<br />
der politischen Konkurrenz eine Rolle. Meistens haben die Wählerinnen<br />
und Wähler ein ganzes Bündel von Wahlmotiven, aber den Wahlzetteln<br />
kann man es nicht ansehen, warum die Wähler die eine oder die andere<br />
Partei gewählt haben.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Unsere Zeit ist bereits um. Vielen Dank<br />
an alle User für das große Interesse. Etliche Fragen sind<br />
leider unbeantwortet geblieben. Vielen Dank, Herr Bosbach, dass Sie<br />
sich Zeit für den Chat genommen haben. Das Transkript dieses Chats<br />
finden Sie auf den Seiten der Veranstalter. Den nächsten Chat gibt<br />
es am nächsten Montag, dem 3. Mai, ab 3.00 Uhr mit dem Chef der<br />
Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Ludwig Georg Braun. Das<br />
tacheles.02-Team wünscht allen noch einen angenehmen Tag!
</p>
<p>
<b>Wolfgang Bosbach: </b>Ich bedanke mich für das lebhafte<br />
Interesse und hoffe, dass niemand enttäuscht ist, dass ich seine<br />
Frage nicht beantwortet habe.
</p>
<p><!-- #EndEditable --> </p>
<p>
&nbsp;</p>
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