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	<title>Computerspiele &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Computerspiele &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die Welt retten? Ein Kinderspiel!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2017 10:34:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Tag als UN-Katastrophenhelfer oder doch eher syrischer Flüchtling? Mit den “Serious Games” ist genau dies möglich. Spiele, die politische- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-15.02.11.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-151235 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-15.02.11-630x497.png" alt="" width="630" height="497" /></a><strong><span style="font-weight: 400;">Ein Tag als UN-Katastrophenhelfer oder doch eher syrischer Flüchtling? Mit den “Serious Games” ist genau dies möglich. Spiele, die politische- und gesellschaftskritische Themen vermitteln wollen, verbreiten sich zunehmend im Netz. Doch gerade in Anbetracht der Häufung humanitärer Krisen in den letzten Jahren stellt sich die Frage: steigern die Spiele Empathie und Mitgefühl oder sind sie ethisch bedenklich? </span></strong></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Diego hat sich verletzt. Du hast nun drei Möglichkeiten: ihm deine letzte Medizin zu geben, mit ihm weiterzulaufen, oder ihn zurückzulassen. Was möchtest du tun?</span></i> <span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Ratlos sitze ich vor meinem Bildschirm. Gebe ich ihm meine letzte Medizin, haben wir keine Reserven mehr für womöglich schlimmere Verletzungen. Wenn wir ihn so mitnehmen, sind wir als Gruppe wesentlich langsamer und werden schneller von den Parkwächtern entdeckt. Und ihn zurücklassen? Das hieße, wir lassen Diego in der Wüste von New Mexiko verdursten. Ein kurzer Blick auf den linken Rand des Bildschirms zeigt mir, dass auch meine Energie- und Kraftreserven sich langsam dem Ende zuneigen. Das schaffen wir doch nie.</span></p>
<p><a href="http://themigranttrail.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">The Migrant Trail</span></i></a> <span style="font-weight: 400;">&#8211; so heißt das Spiel, an dessen schwierigen Entscheidungen ich verzweifle. Als Teil der Website</span> <a href="http://theundocumented.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">theundocumented.com</span></i></a> <span style="font-weight: 400;">soll es auf die vielen Lateinamerikaner aufmerksam machen, die als illegale Einwanderer durch die Wüste von New Mexiko fliehen, um in den USA Fuß zu fassen. Es ist ein Teil der amerikanischen Webseite </span><a href="http://www.gamesforchange.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">gamesforchange.org</span></i></a><i><span style="font-weight: 400;">, </span></i><span style="font-weight: 400;">einem der führenden Anbieter für Serious Games. Seit einigen Jahren wird das Konzept von digitalen Spielen, die nicht bloß der Unterhaltung, sondern auch der Wissensvermittlung dienen sollen, immer populärer. Von Umweltschutz, unheilbaren Krankheiten bis zur Entwicklungszusammenarbeit, werden hier fast alle problematischen Themen der heutigen Zeit verarbeitet.</span></p>
<p><b>Wissen durch Mitgefühl?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Während das Ziel aller Serious Games die Wissensvermittlung ist, gibt es doch große Unterschiede in der Umsetzung der Spiele. Hier kommt es vor allem auf das Medium an, mit dem gespielt wird.  Der Großteil der Spiele lässt sich online aufrufen und direkt in einem Webbrowser spielen. Diese Minispiele sind meist so konzipiert, dass sie in 30 Minuten abgeschlossen werden können. Sie dienen also als erst Annäherung an ein Thema und lassen sich zum Beispiel sinnvoll in den Unterricht einbinden. Einige der Browsergames, wie zum Beispiel </span><a href="http://www.das-kostet-die-welt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">Das kostet die Welt</span></i></a> <span style="font-weight: 400;">der NGO Welthungerhilfe, sind mit Spendenaufrufen verknüpft. Der erspielte Highscore kann direkt als Geldsumme gespendet werden, um die Tätigkeiten der NGO zu unterstützen. Ausführlichere Spiele mit zahlreichen Levels und verschiedenen Aufgaben gehen tiefer auf die Problematik ein, und versuchen so komplexere Themen detailliert zu erklären. Sie zeichnen sich außerdem meist durch eine wesentlich bessere Grafik aus, und benutzen teilweise sogar reales Videomaterial, wie das Spiel </span><a href="http://www.insidedisaster.com/experience/Main.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">Inside the Earthquake Haiti</span></i></a><i><span style="font-weight: 400;">.</span></i><span style="font-weight: 400;"> Solche Spiele sind meist nicht kostenlos, und können für den Computer heruntergeladen oder für die Spielekonsole gekauft werden. Hier wird teilweise der Erlös des Spiels an eine unterstützte Organisation gespendet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Laut Tobias Miller, Medienpädagoge der Webseite spielbar.de, ist vor allem die Balance zwischen Wissen und Entertainment ausschlaggebend für den Erfolg des Spiels. Nur wenn die Kindern und Jugendlich auch Spaß am Spiel haben, werden sie auch freiwillig und über einen längeren Zeitraum gespielt. Ein zweites Merkmal, das für den Lerneffekt eines Serious Games ausschlaggebend ist, ist das Vermitteln von Empathie. Wenn ein Spiel so ausgerichtet ist, dass beim Spieler Mitgefühl erzeugt wird, ist die Chance höher, dass er oder sie sich auch danach noch mit den Inhalten beschäftigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-14.42.30.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-151230 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-14.42.30.png" alt="" width="959" height="291" /></a><br />
Spendenaufruf des Spiels <em>Das kostet die Welt </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Serious Games ernsthaft spielen? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Effektivität der Spiele in Hinblick auf die Wissensvermittlung ist also von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Selbst wenn ein Spiel in der Theorie gut konzipiert ist, bedeutet dass für die Praxis noch nicht viel. Nicht alle Kinder und Jugendliche für die ein Großteil der Serious Games ausgerichtet ist, nehmen die Spiele ernst nur weil das Thema ein reales ist. Ein Beispiel hier ist das Spiel </span><a href="http://www.1378km.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">1378 (km)</span></i></a><span style="font-weight: 400;"> aus dem Jahr 2010, in dem die Thematik der Grenze zur Zeiten der DDR vermittelt wird. Hierbei kann man unter anderem in die Rolle des Grenzsoldaten schlüpfen, der die Flüchtlinge möglichst mit friedlichen Mitteln aufhalten soll, jedoch auch seine Waffe benutzen könnte. Schnell wurde das Spiel als “makaber” und “Ego-Shooter” Spiel bezeichnet, da Spieler doch öfter zur Waffe gegriffen hatten, als sie das eigentlich tun sollten.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch aktuellere Spiele, in denen Themen wie syrische Flüchtlingsrouten, Bürgerkriege oder Naturkatastrophen dargestellt werden, können aus ethischer Sicht hinterfragt werden. Ist es in Ordnung, dass wir vor unserem Computer sitzen und den Überlebenskampf von Menschen simulieren, die womöglich im selben Moment genau dies erleben? Realisieren wir, nachdem unsere Spielfigur viermal gestorben ist und wir das Spiel einfach neu gestartet haben, dass Menschen in der realen Welt dies nicht tun können? Auch wenn die eindrucksvollsten Grafiken und ein durchdachtes Skript ein Spiel leiten, bleibt es für uns eben doch nur ein Spiel, während es für tausende Menschen die Realität ist. Wird so nicht die Diskrepanz zwischen “uns” und “ihnen” umso größer?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Manche Spielen führen wiederum die eigene Intention gleich selbst ad absurdum. </span><a href="http://phonestory.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">Phone Story</span></i></a><span style="font-weight: 400;"> möchte auf die Nachteile unseres Smartphone-Verschleißes aufmerksam machen. Das Spiel will zeigen, wie die Giftstoffe der entsorgten Handys in afrikanischen Ländern immense Schäden anrichten. Der erste Klick auf die Webseite des Spiels zeigt jedoch, dass man das Spiel unter Anderem als App auf sein Smartphone herunterladen kann. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Theorie sind Spiele, die über die bloße Entertainment-Funktion hinausgehen, also sicherlich sinnvoll. Kindern spielend beizubringen, was es denn nun mit dem Klimawandel auf sich hat, ist eine gute Alternative zu langweiligen Lehrbüchern. Gerade jedoch wenn es um das Leiden anderer Menschen geht bleibt es fraglich, ob es gerechtfertigt ist so etwas auf dem Computerbildschirm zu simulieren, um möglicherweise einen nur geringen Lerneffekt zu erzielen.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Bist du sicher, dass du mit Diego weiterlaufen möchtest? Das Risiko von einem Ranger erfasst zu werden erhöht sich nun stark.<br />
</span></i>Sicher bin ich mir nicht, jedoch entscheide ich mich trotzdem fürs Weiterlaufen. Mal sehen was passiert. Schon nach wenigen Minuten werden wir von den Rangern entdeckt &#8211; ein paar Sekunden später sitze ich im Gefängnis und mein American Dream hat sich in Luft aufgelöst. Seufzend klappe ich meinen Bildschirm zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Screenshot from <a href="http://theundocumented.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">theundocumented.com</a>, The Migrant Trail Game</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Politik und Spiele &#8211; die bpb auf der gamescom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2012 09:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Startschuss für die gamescom 2012 in Köln. Von heute an (re-)präsentieren mehr als 600 Aussteller aus 40 Ländern vier Tage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-bpb-auf-der-gamescom/a%c2%9cberblick-halle-7/" rel="attachment wp-att-120173"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gamescom_11_053_004-630x381.jpg" alt="" width="630" height="381" class="alignnone size-large wp-image-120173" /></a><br />
Startschuss für die gamescom 2012 in Köln. Von heute an (re-)präsentieren mehr als 600 Aussteller aus 40 Ländern vier Tage lang die Welt der interaktiven Unterhaltungselektronik. Mit dabei die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Arne Busse, bpb-Referent im Fachbereich “Politikferne Zielgruppen”, erklärt im Interview, was die bpb auf der gamescom zu suchen hat und welche Chancen durch das Medium Computerspiele entstehen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Herr Busse, Sie sind Referent in der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Fachbereich “Politikferne Zielgruppen”. Fallen &#8220;Gamer&#8221; unter diese Gruppe?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Nein, natürlich nicht zwingend. Meines Erachtens ist das Thema &#8220;Gaming&#8221; für die politische Bildung deshalb bedeutsam, weil Computerspiele ein sehr interaktives, multimediales und unterhaltungsorientiertes Medium sind. Gerade für Menschen, denen durch die — sagen wir mal — klassischen Formate der politischen Bildung, das gedruckte Wort oder ein Seminar, kein Zugang zu Politik und politischen Themen eröffnet werden kann, bieten &#8220;Games&#8221; und auch computerspielbasierte Lernangebote, bessere Möglichkeiten, zu entdecken, dass hier durchaus ganz viel Politik enthalten ist.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Die bpb ist nun seit einigen Jahren mit einem eigenen Stand auf der gamescom vertreten. Wie sieht Ihre Arbeit vor Ort aus? Welche Themen stehen dabei im Fokus?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Im Mittelpunkt stehen unsere Angebote zum Themenfeld: allen voran spielbar.de das interaktive Internetangebot zu Computerspielen der bpb, das mit einer eigenen Jugendredaktion, mit vielen Aktionen am Stand und auf der <a href="http://www.gamescom.de/media/gamescom/downloads/pdf/gamescom_2012_Rahmenprogramm_A5.pdf" title="Programm der Spreaker's Corner Bühne">Speaker&#8217;s Corner Bühne</a> vertreten sein wird. Zur gamescom starten wir auch die Facebook-Seite von spielbar.de (also bitte liken, teilen usw.). Am Freitag veranstalten wir mit unseren Partnern wieder eine Pädagogen-LAN, in der wir interessierten Kollegen und Kolleginnen das <a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/seminar-workshop/68299/eltern-lan-eine-lan-party-nur-fuer-eltern" title="Eltern-LAN">Eltern-LAN-Konzept</a> vermitteln. Gleichzeitig präsentiert sich das Magdeburger Projekt <a href="http://www.myvideogame.de/" title="myvideogame">MyVideoGame</a> am bpb-Stand. Am Messesamstag gibt es dann zusammen mit der Initiative Creative Gaming einen Workshop rund um „Games&amp;Movies“ und kreatives Gaming.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Dem Gamer wird laut Klischee nachgesagt, dass er sich kaum für die reale Welt interessiert. Wie versuchen Sie, die Zielgruppe &#8220;Gamer&#8221; für medienpädagogische oder politische Anliegen zu begeistern? Was waren Ihre Eindrücke aus den letzten Jahren?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Das ist eigentlich schon ein Thema für ein sehr dickes Buch. Kurz gefasst würde ich sagen: die im Zusammenhang mit den Morden in Emsdetten und Winnenden/Wendlingen geführten öffentlichen Diskussionen haben zu einer Stigmatisierung von vielen Computerspielern und -spielerinnen geführt. Andererseits ist vielen wohl auch deutlich geworden, dass Gaming eine Freizeitbeschäftigung ist, die nicht in einem gesellschaftspolitisch neutralen Raum stattfindet. Dies hat dann auch dazu geführt, dass viele Gamer sich sehr viel stärker mit Jugendmedienschutzfragen auseinandersetzen und dass sie vor allem sehr bewusst ihre Sicht auf Computerspiele in die gesellschaftliche Debatte hinein tragen. Ein Beleg hierfür ist beispielsweise die Gründung des Verbandes für Deutschlands Video- und Computerspieler 2009. Genau diesen Aspekt, die gesellschaftspolitische Dimension von Medien immer wieder in den Blick zu rücken, entspricht auch unserer Herangehensweise. Dabei versuchen wir immer alle Generationen „mitzunehmen“ und die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> In der Vergangenheit gab es immer wieder Vorstöße von Ministerien, Politik spielend begreiflich zu machen. Ergibt das Ihres Erachtens Sinn? </p>
<p><a href="http://politik-digital.de/die-bpb-auf-der-gamescom/arne_busse/" rel="attachment wp-att-120175"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/arne_busse-e1345019545236.jpg" alt="" width="150" height="199" class="alignleft size-full wp-image-120175" /></a><br />
<strong>Arne Busse:</strong> Es gibt gute Gründe, die dafür sprechen, dass Computerspiele gute Lernangebote sein können. Computerspiele sind interaktiv, sie erlauben direktes Feedback und Erfolgskontrolle und dies multimedial. Computerspiele ermöglichen erfahrungsbasiertes Lernen, also eine wiederholbare Abfolge von Versuch und Irrtum. Das Spielen/Lernen erfolgt problem- und handlungsorientiert sowie involvierend. Das heißt, die Spielenden befinden sich in einer Lernumgebung, die sie als authentisch und herausfordernd und deshalb als hochrelevant für sich selbst ansehen. Lernen, das Spaß macht, ist letztlich das Ziel.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Zur gamescom wird es auch <a href="http://www.gamescom.de/de/gamescom/fuer_alle/events_veranstaltungen/gamescom_kongress/index.php" title="Gamescom Kongress 2012">einen Kongress geben</a>, der sich u.a. mit dem Thema &#8220;Videospiele als Kulturgut&#8221; befasst. Wie stehen Sie zu diesem Thema und was erhoffen Sie sich von diesem Kongress?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Die insbesondere vom Deutschen Kulturrat getragene Initiative für eine Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut war sicherlich überfällig. Die gesellschaftliche Akzeptanz dafür, dass digitale Spiele ebenso Teil unserer Kultur sind wie Kartenspiele und Brettspiele und dass mittlerweile Games in allen Altersgruppen und Milieus verbreitet sind, sollte uns aber nicht davon entlasten, immer wieder auch die Frage der ästhetischen Qualität zu diskutieren. Digitale Spiele sind technologisch sehr avancierte Formen der Unterhaltungskultur, ästhetisch sehe ich noch viel Entwicklungsmöglichkeiten.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Die bpb arbeitet mit der <a href="http://creative-gaming.eu/" title="Initiative Creative Gaming">Initiative Creative Gaming</a> zusammen, die einen etwas anderen Blick auf Computerspiele anstrebt. Wie sieht die Kooperation zwischen der bpb und der Initiative Creative Gaming aus? Hat die Gesellschaft hierzulande ein falsches Bild von Computerspielen?</p>
<p><strong>Arne Busse: </strong>Es gibt nicht das eine Bild von Computerspielen, genauso wenig wie es das eine Spiel gibt. Das Medium Computerspiele umfasst heute eine sehr, sehr große Zahl von Spielen. Da gibt es die „Casual Games“ für zwischendurch, „Browser“ oder „Flash Games“ sowie mobile Handy- und Konsolenspiele. Auf der einen Seite gibt es die großen mit viel Aufwand und langer Entwicklungszeit produzierten Titel, so wie GTA IV, die dann unter erheblichem Erfolgsdruck auf den Markt kommen und auf der anderen Seite ganz kleine, die unerwartet ein sehr großes Publikum und entsprechenden Absatz finden wie z.B. das iOS-Spiel „Tiny Wings&#8221;.Es lohnt sich also auf alle Fälle genauer hinzuschauen, Produzenten wie Produkte sind mittlerweile sehr ausdifferenziert. Und längst nicht jedes Spiel muss auch so gespielt werden, wie es die Produzenten vielleicht erwarten. Das ist der „Creative Gaming“-Ansatz: einen kreativen Umgang mit Computerspielen zu entdecken und zu fördern und zwar auf der Seite der Spielenden, nicht der Spielehersteller. Da wird dann ein Shooter fürs Ballett tanzen „missbraucht“, mit SIMS Filme gedreht und in GTA &#8220;Carsurfing&#8221; betrieben. Ziel ist also nicht immer den Highscore zu verbessern,sondern es kann auch Ziel sein, die eigene Kreativität zu entdecken. Um diesen Ansatz zu unterstützen und auch weiter zu entwickeln, kooperieren wir seit 2008 mit der Initiative Creative Gaming bei der Durchführung von Workshops wie hier auf der gamescom oder beim <a href="http://creative-gaming.eu/play-festival/" title="play-Festival">&#8220;play-Festival&#8221;</a>.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Herr Busse, Sie betreuen u.a. <a href="http://www.spielbar.de/" title="spielbar.de">spielbar.de</a>, eine interaktive Plattform der bpb zum Thema Computerspiele, die einerseits informiert und pädagogische Beurteilungen über Computerspiele verfasst und andererseits Raum bietet für den Dialog zwischen Gamern, Pädagogen und insbesondere Eltern. Wie versuchen Sie bei spielbar.de, die zum Teil emotional geführte Debatte über Computerspiele auf ein konstruktives Level zu heben? Welche Erfolge können Sie bereits verbuchen?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Wir verfolgen im Grunde einen klassischen Ansatz der politischen Bildung: wir wollen Informationen bieten, Orientierungswissen vermitteln, letztlich Aufklärung und dabei aber möglichst viele Perspektiven einbringen. Nicht nur der Gamer, sondern auch die medienpädagogische Sicht, die Sicht des Jugendschutzes, der Eltern usw. Spielbar.de führt diese Gruppen zusammen, indem sie allen gleichermaßen ein Angebot macht, Informationen anbietet und Kommentierungs- und Diskursmöglichkeiten eröffnet, sei es direkt auf der Seite oder bei den Veranstaltungen, wie der Eltern-LAN-Veranstaltungsreihe. Ohne dies allein als Erfolg unserer Arbeit verbuchen zu wollen, würde ich doch sagen, dass eine Versachlichung der Diskussionen zu erkennen ist. Die Kontroverse zwischen einer älteren, eher nicht game-affinen Generation und der jüngeren, spielenden ist noch vorhanden, aber sie wird nicht mehr mit dieser Vehemenz ausgetragen. Es ist auf beiden Seiten viel Neugier und Offenheit da.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Zum Abschluss noch eine Frage zu der Thematik &#8220;Killerspiele&#8221;. Haben Ego-Shooter Ihres Erachtens einen so stark negativen Effekt auf Jugendliche, wie es oft in den Medien dargestellt wird?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Ich bin in keiner Weise ein Experte für Medienwirkungsforschung. Natürlich versuche ich, den wissenschaftlichen Diskurs zu verfolgen und habe den Eindruck, dass in der Wissenschaft wie auch in der öffentlichen Diskussion die Annahme, dass das Spielen gewalthaltiger Spiele alleinige Ursache von Gewalt sein kann, nicht mehr vertreten wird. Gleichwohl gibt es Hinweise auf Wirkungen, die ernst zu nehmen sind, die weiter erforscht werden sollten. Wir müssen uns aber vermutlich auch klar machen, dass eine eindeutige Antwort sich nicht finden lassen wird.<br />
Wir versuchen jedenfalls Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen darin zu bestärken, dass sie ihre Erziehungskompetenz und -verantwortung nicht aus der Hand geben sollen. Letztlich müssen sie darüber entscheiden, ob ihr Kind oder ein anvertrauter Jugendlicher mit den genutzten Medien souverän umgehen kann.</p>
<p>* * *<br />
<em>Arne Busse (geb. 1966) ist wissenschaftlicher Referent der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Er verantwortet im Fachbereich Politikferne Zielgruppen, Bereich Medienpädagogik u.a. spielbar.de, die interaktive Plattform der bpb zum Thema Computerspiele und das Arbeitsfeld computerspiel-basierte Lernangebote.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zocken für mehr Verständnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 17:35:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mütter werfen mit Rauchgranaten, Väter legen Bomben und Lehrer geben ihren Kollegen &#34;Headshots&#34;. Nein, das ist nicht die gewalttätige Eskalation der Hamburger Schulproteste, sondern ein Counter-Strike-Duell auf der Eltern-LAN-Party. Hier können Erwachsene  ausprobieren, was ihnen oft hinter Kinderzimmertüren verborgen bleibt. politik-digital.de hat mitgespielt.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mütter werfen mit Rauchgranaten, Väter legen Bomben und Lehrer geben ihren Kollegen &quot;Headshots&quot;. Nein, das ist nicht die gewalttätige Eskalation der Hamburger Schulproteste, sondern ein Counter-Strike-Duell auf der Eltern-LAN-Party. Hier können Erwachsene  ausprobieren, was ihnen oft hinter Kinderzimmertüren verborgen bleibt. politik-digital.de hat mitgespielt.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p align="justify">
Siegesgewiss rase ich, Vetreter der &quot;Generation Gameboy&quot;, im Rennspiel <a href="http://www.trackmania-the-game.de:8080/tmu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Trackmania&quot;</a> auf die Bestzeit zu. Auf der Zielgeraden macht mir &quot;freifaller&quot; den Sieg doch noch streitig. &quot;freifaller&quot; heißt im wirklichen Leben Marc Thieme, ist von Beruf Sozialpädagoge und mehr als doppelt so alt wie ich. Bei seiner Arbeit als Familienhelfer trifft er zunehmend auf Kinder, die spielsüchtig sind. Um ihnen besser helfen zu können, ist er auf der Eltern-LAN. Von &quot;Killerspiel&quot;-Verboten hält er nichts: &quot;Nur wenn man Spiele erlaubt, kann man über sie diskutieren.&quot; Dies habe er auch bei der Erziehung seiner Kinder beherzigt – und außerdem mit ihnen gespielt. &quot;Manchmal sitze ich selber bis 2 Uhr vor dem Rechner&quot;, gibt der Strategiespielfan zu.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100920_elternlan3_6.jpg" align="middle" height="300" width="400" />
</p>
<p>
<b>Zocken für Verständnis</b>
</p>
<p>
Solche Erfahrung und Offenheit bei Computerspielen ist in der Elterngeneration selten. &quot;Die Eltern haben neben Berührungsängsten auch einfach Angst, nicht mehr mitzukommen mit ihren Kindern&quot;, sagt Moderator Tobias Miller. Der Medienpädagoge ist Redaktionsleiter der Computerspieleplattform spielbar.de, einem Angebot der <a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/5OSRWT,0,ElternLAN_Eine_LANParty_nur_f%FCr_Eltern.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundeszentrale für politische Bildung</a> und moderiert die LAN-Party. <a href="http://www.spielbar.de/neu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spielbar.de</a> veranstaltet zusammen mit dem E-Sports-Unternehmen <a href="http://www.bpb.de/http://www.turtle-entertainment.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Turtle Entertainment</a> und weiteren Partnern die Veranstaltungsreihe &quot;Eltern-LAN&quot;.
</p>
<p>
In den mehrstündigen Workshops erhalten Eltern, Lehrkräfte und Pädagogen zunächst eine kleine Einführung ins Thema, kommen dann aber schnell zur Sache. Zum Warmwerden zocken sie gemeinsam das Autorennspiel &quot;Trackmania Nations&quot;, anschließend flimmert bereits Counter-Strike, für viele der Inbegriff der sogenannten &quot;Killerspiele&quot; über die Bildschirme. Mit Rat und Tat zur Seite stehen dabei spielerfahrene Pädagogen und Profi-Gamer aus der <a href="http://www.esl.eu/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electronic Sports League</a> (ESL), auf deren Tipps so mancher Sprössling daheim neidisch wäre. Nach dem Spielen diskutieren die Teilnehmer über die gewonnen Eindrücke, anschließend steht der Besuch eines ESL-Spieltags auf dem Programm.
</p>
<p>
<b>Nachholbedarf bei den Eltern</b>
</p>
<p>
&quot;Am Ende des Tages können die meisten Teilnehmer die Faszination ihrer Kinder für Spiele besser nachvollziehen&quot;, so Miller. Tatsächlich erfüllen schon nach kurzer Zeit Rufe wie &quot;Wer hat mich abgeschossen?&quot;, &quot;Brauche ich Rauchgranaten?&quot; oder &quot;Autsch, voll von der Seite!&quot; den Raum.
</p>
<p>
Ruhiger geht es dagegen am Tisch von Frank Kopf zu. Sichtlich bemüht mit der Steuerung der Ego-Perspektive schleicht er durch die Spielwelt von Counter-Strike. &quot;Ich kann die Faszination hieran nicht nachvollziehen, toleriere solche Spiele aber&quot;, erzählt er nach einem weiteren virtuellen Tod. Kopf unterrichtet in Niedersachsen das Wahlpflichtfach Medienkunde und ist selbst Vater zweier Söhne, 21 und 25 Jahre alt. In seinem Haus sind &quot;Ballerspiele&quot; tabu – seine Frau will es so. Andere Computerspiele haben seine Söhne trotzdem gespielt. Kopf habe aber mit ihnen über die Spiele gesprochen. Er sieht sich damit als Ausnahme: &quot;In der Mehrheit interessiert es die meisten Eltern wenig, was ihre Sprösslinge da spielen.&quot; In seinem Unterricht säßen Schüler morgens mit rot unterlaufenen Augen, weil sie &quot;nach Hause kommen und bis in die Nacht nur zocken&quot;, berichtet Kopf. Er wolle näher dran sein an seinen Schülern – deshalb ist er auf der Eltern-LAN.
</p>
<p>
Die EDV-Dozentin Gudrun Pannier arbeitet in der Erwachsenenbildung. Mit ihren Computerkursen versucht sie, auch über Spiele aufzuklären und hat sich die Stunden im Lehrplan dafür hart &quot;erkämpft&quot;, wie sie sagt. Auf der Eltern-LAN will sie einmal sehen, &quot;wie andere es so machen&quot; mit der Spiele-Aufklärung. Bei vielen Eltern beobachte sie Vorurteile und Unwissenheit. Clan-Webseiten würden da schonmal als rechtsradikale Inhalte eingestuft, &quot;nur weil sie einen schwarzen Hintergrund mit Totenköpfen haben&quot;, berichtet Pannier von den Sorgen der Eltern.
</p>
<p>
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</p>
<p>
<b>Alle müssen dazulernen </b>
</p>
<p>
Für die Beteiligten steht fest: ein Patentrezept für den bewussten Umgang mit Computerspielen gibt es nicht. Die Mehrheit der LAN-Teilnehmer sieht die Hauptverantwortung allerdings bei den Eltern –  die zugleich auch die meiste Kritik in Sachen Interesse am Thema einstecken müssen. Doch sie sind am nähesten dran an den Jüngsten oder wie Miller es sagt: &quot;Jugendmedienschutz endet an der Haustür.&quot;
</p>
<p>
Laut Miller sollte medienpädagogische Präventionsarbeit &quot;so früh wie möglich beginnen&quot;. Dies gelte nicht nur für Computerspiele, sondern auch für Online-Inhalte: &quot;Restriktive Regelungen halte ich aufgrund des internationalen Bezugs des Internets für fragwürdig.&quot; Interessant sind solche Äußerungen vor allem im Hinblick auf den Neuentwurf des <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/forderungen-jmstv.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV)</a>, der Alters-Einstufungen – ähnlich wie bei Filmen und Spielen – auch für Online-Inhalte vorsieht.
</p>
<p>
Ob bei Eltern, Lehrern oder Politikern: &quot;Aufklärung ist auf allen Ebenen nötig&quot;, bringt es eine anwesende Berliner Medienpädagogin auf den Punkt. Die für den Herbst geplante Bundestags-LAN-Party setzt genau an dieser Stelle an.</p>
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		<title>Abgeordnete laden zur Bundes-Lan-Party</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:44:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Daddel-Nachhilfe für MdBs: Dorothee Bär (CSU), Jimmy Schulz und Manuel Höferlin (beide FDP) laden im Herbst 2010 alle 622 Bundestagsabgeordnete zu einer Computerspiel-Party im Bundestag ein. Die Initiatoren wollen mit der Aktion Vorurteile bei den Kollegen abbauen und für mehr Sachlichkeit in der Diskussion um die sogenannten Killerspiele sorgen. Mehr Informationen dazu im Video-Interview von politik-digital.de.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Daddel-Nachhilfe für MdBs: Dorothee Bär (CSU), Jimmy Schulz und Manuel Höferlin (beide FDP) laden im Herbst 2010 alle 622 Bundestagsabgeordnete zu einer Computerspiel-Party im Bundestag ein. Die Initiatoren wollen mit der Aktion Vorurteile bei den Kollegen abbauen und für mehr Sachlichkeit in der Diskussion um die sogenannten Killerspiele sorgen. Mehr Informationen dazu im Video-Interview von politik-digital.de.</p>
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</p>
<p>
„Wir wollen denen eine Chance bieten, die noch keinen direkten Zugang zu Videospielen haben“, sagt Jimmy Schulz über den Hintergrund der geplanten Bundes-Lan-Party. Gemeint sind vor allem die Bundestagskollegen, die nach den Amokläufen von Erfurt und Winnenden ein Verbot von sogenannten „Killerspielen“ gefordert hatten. Eine solche Forderung „ist mir zu undifferenziert“, betont Schulz, selbst ein bekennender Gamer.
</p>
<p>
Das Konzept: Die Abgeordneten sollen einen Spieleparcours durchlaufen und dabei alle gängigen Genres von Videospielen kennenlernen. Geschicklichkeitsspiele, Fantasy-Abenteuer, aber auch die oft kritisierten Ego-Shooter werden vertreten sein. „So ein Hands-On-Ansatz soll die Berührungsängste abbauen“, so Schulz.
</p>
<p>
<b>Spielend Erfahrungen austauschen </b>
</p>
<p>
Neben dem Spielen steht auch der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt der LAN-Party. Profi-Gamer und Spielehersteller sind ebenso geladen wie Vertreter der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) oder die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans. Als Partner der Veranstaltung stellen der Bundesverband Interaktive Unterhaltung (BIU) und das E-Sport-Unternehmen Turtle Entertainment die Technik und kümmern sich um die Organisation. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung, die seit einiger Zeit sogenannte <a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/5OSRWT" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eltern- und Lehrer-LANs</a> veranstaltet, ist mit von der Partie.
</p>
<p>
Vorbild des Events war ein <a href="http://www.golem.de/0903/65963.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">parlamentarischer Spieleabend im Bayerischen Landtag</a> im Juni 2009. Aus den Reihen der CSU wurde in der Vergangenheit das Verbot von gewalthaltigen Computerspielen wiederholt gefordert. Doch Dorothee Bär beobachtet bei ihren Parteikollegen ein Umdenken in der Debatte. So wurde auf dem Landesparteitag der CSU in Nürnberg 2009 ein von der Antragskommission unterstützter Verbotsantrags zur Herstellung von Shooterspielen von den Delegierten mehrheitlich abgelehnt. Und auch ihren Vorsitzenden Horst Seehofer beschreibt Bär als einen begeisterten Computerspieler. „In meiner Partei wird es langsam besser“ bilanziert die stellvertretende Generalsekretärin der CSU.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schäuble: &#8220;Ich verteidige die Freiheit&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/schaeuble-ich-verteidige-die-freiheit-4291/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 18:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Video-Chat]]></category>
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					<description><![CDATA[30 Minuten Wolfgang Schäuble live im <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video463000.html" title="tagesschau.de Videochat mit Wolfgang Schäuble" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Chat</a>: Der Bundesinnenminister beantwortete am Donnerstag, 12. März, im Video-Chat Fragen der User von tagesschau.de und politik-digital.de. <div style="text-align: center"><a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video463000.html" title="Video-Chat mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/schaeublevideochat_1.jpg" height="151" width="300" alt="Video-Chat mit Wolfgang Schäuble" /></a></div><p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>30 Minuten Wolfgang Schäuble live im <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video463000.html" title="tagesschau.de Videochat mit Wolfgang Schäuble" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Chat</a>: Der Bundesinnenminister beantwortete am Donnerstag, 12. März, im Video-Chat Fragen der User von tagesschau.de und politik-digital.de. </p>
<div style="text-align: center"><a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video463000.html" title="Video-Chat mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/schaeublevideochat_1.jpg" height="151" width="300" alt="Video-Chat mit Wolfgang Schäuble" /></a></div>
<p><!--break--></p>
<div style="text-align: center"></div>
<p>Schäuble sprach sich gegen schärfere Waffengesetze aus, äußerte sich zueinem Verbot von &quot;Killerspielen&quot; und chattete zum ThemaVorratsdatenspeicherung. Schäuble war Premierengast imVideo-Chat-Format, in der kommenden Woche wird Sandra Maischberger dieFragen der User beantworten. Falls Sie den Chat verpasst haben solltenoder das Video noch einmal sehen wollen, einfach das Bild klicken.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Killerspiele trainieren Amokläufer&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/killerspiele-trainieren-amoklaeufer-3610/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Heinz Gasser]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
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					<description><![CDATA[<b>Am Donnerstag, 23. August, war Thüringens Innenminister Karl Heinz Gasser zu Gast im <span class="fett">tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er erklärte, warum er ein Verbot von gewalthaltigen Computerspielen für notwendig hält.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Am Donnerstag, 23. August, war Thüringens Innenminister Karl Heinz Gasser zu Gast im <span class="fett">tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er erklärte, warum er ein Verbot von gewalthaltigen Computerspielen für notwendig hält.</span></b><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Willkommen im tagesschau-Chat zum Thema<br />
Killerspiele, virtuelle und reale Gewalt. Unser Gast ist heute der<br />
Innenminister von Thüringen, Karl Heinz Gasser. Er chattet<br />
aus Erfurt, herzlich willkommen dahin und herzlichen Dank, Herr<br />
Minister, dass Sie Zeit für den Chat gefunden haben. Tipps,<br />
wie Sie die Chance erhöhen, dass Ihre Fragen drankommen, haben<br />
wir ihnen schon gegeben, Frage nach Erfurt, alles bereit, können<br />
wir starten?<b></p>
<p>Karl Heinz Gasser: </b>Ja, wir können starten.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/khgasser85x120.jpg" alt="Karl Heinz Gasser" height="120" width="85" /><br />
<i>Karl Heinz Gasser</i><br />
<i>Innenminister von Thüringen</i>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Etwas Grundsätzliches vorweg:</p>
<p><b>Horst1:</b> Sehr geehrter Herr Innenminister, wer ist<br />
für ein Verbot von so genannten „Killerspielen“<br />
zuständig: der Bund oder die Länder? Und woraus ergibt<br />
sich das?</p>
<p><b>Karl Heinz Gasser:</b> Es muss zunächst einmal<br />
eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Da gibt es mehrere<br />
Möglichkeiten: Entweder man schafft diese im Strafgesetzbuch<br />
&#8211; die Innenminister hatten daran gedacht, einen Paragraphen 131a<br />
einzufügen. Es würde aber auch die Möglichkeit bestehen,<br />
im Jugendschutzgesetz eine Ergänzung vorzunehmen, die dann<br />
zu einer Indizierung solcher Spiele führen würde. In beiden<br />
Fällen wären die jeweiligen Landesstaatsanwaltschaften<br />
und Polizeien bzw. die Jugendschutzbehörden der Länder<br />
zuständig.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was ist für Sie ein Killerspiel?</p>
<p><b>Karl Heinz Gasser</b>: Zunächst einmal kann man<br />
dazu sagen, dass sich dies aus dem Inhalt des jeweiligen Spieles<br />
ergibt. Ich nenne hier als Beispiel den Film „Killers“<br />
von Mike Mendez. Da gibt es die Figur des Killers Odessa-James,<br />
der mit seinem Bruder zusammen brutale Killerhandlungen ausführt.<br />
Ich nenne ein weiteres Beispiel: „Soldier of Fortune“<br />
oder „Castle Wolfenstein“, „Unreal 2“ et<br />
cetera.</p>
<p><b>ann28</b>: Meinen Sie nicht, dass das Verbot der Spiele<br />
einen noch größeren Reiz darstellt, genau deswegen diese<br />
Spiele zu spielen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und noch einer dazu:</p>
<p><b>gelking:</b> Glauben Sie, dass ein Verbot Jugendliche<br />
davon abhalten wird, Killerspiele zu spielen? Jedes Verbot bewirkt<br />
einen besonderen Reiz, es trotzdem zu tun, siehe Alkohol, Zigaretten,<br />
Filme&#8230;</p>
<p><b>Karl Heinz Gasser:</b> Das kann durchaus der Fall sein.<br />
Dafür wären dann die zuständigen Behörden &#8211;<br />
ich habe hier insbesondere die Jugendmedienschutzbehörden im<br />
Auge &#8211; zuständig, aber auch die Staatsanwaltschaften, um zu<br />
verhindern, dass die Kinder und Jugendlichen hierauf Zugriff nehmen<br />
können. Ich glaube nicht, dass das generell möglich ist,<br />
aber es sollen ja Maßnahmen ergriffen werden, insbesondere<br />
im Bereich der Kinder und Jugendlichen, aber es wird nie gänzlich<br />
verhindert werden, dass auch sie Zugriff haben. Dies sollte aber<br />
nicht daran hindern, alles zu versuchen, um diese zum Teil grauenhaften<br />
Videos et cetera zumindest einzuschränken.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Viele fragen zu den Belegen für<br />
den Zusammenhang von gewalttätigen Spielen und Gewalt: Ein<br />
paar davon:</p>
<p><b>Christian Betzer:</b> In wie weit können sie verlässliche<br />
Aussagen treffen, dass so genannte Killerspiele verantwortlich für<br />
die vergangenen Tragödien seien? Ist eine verfehlte Erziehung<br />
nicht eher der Grund für diese? </p>
<p><b>muhaha:</b> Gibt es einen wissenschaftlichen Beleg,<br />
dass Killerspiele zum Amoklauf führen? </p>
<p><b>Karl Heinz Gasser:</b> Es gibt Untersuchungen (Jugendmedienschutz<br />
bei gewalthaltigen Computerspielen) des Kriminologischen Forschungsinstituts<br />
Niedersachsen e.V., in denen diese Verbindung sehr deutlich wird<br />
&#8211; aggressionssteigernde Wirkung gewalthaltiger Computerspiele.<br />
Natürlich wird nicht die Mehrzahl der vernünftig diese<br />
Computerspiele einsetzenden und konsumierenden Jugendlichen zum<br />
Amokläufer. Jedoch war in mehreren Fällen von Amokläufen<br />
feststellbar, dass Killerspiele eine erhebliche Rolle bei der Vorbereitung<br />
und Ausführung der Tat spielten. Ich erinnere hier nur an den<br />
Amokläufer von Erfurt (Gutenberg-Gymnasium) Robert Steinhäuser.
</p>
<p>
<b>RobCla25556:</b> Zu Untersuchungen in Niedersachsen:<br />
Es gibt weitaus mehr Studien als nur die von Herrn Pfeiffer, wieso<br />
lassen sie diese außer Acht?</p>
<p><b>Karl Heinz Gasser:</b> Diese anderen Studien lassen<br />
wir Innenminister keineswegs außer Acht. Ich habe mir heute<br />
Vormittag zum Beispiel auch die Studie aus dem Hans-Bredow-Institut<br />
angesehen. Des Weiteren habe ich natürlich die Sendung frontal21<br />
aus dieser Woche angesehen, wo sich auch die FH Köln zu Wort<br />
meldete. Dies ändert aber nichts daran, dass ich zum Beispiel<br />
mit den anderen Mitgliedern der Gutenberg-Kommission zu dem Massaker<br />
in Erfurt feststellen musste, dass Steinhäuser sich über<br />
Monate und Jahre die Voraussetzungen für sein Verbrechen geschaffen<br />
hat, indem er ein hohes Maß an Fertigkeiten durch Killerspiele<br />
erworben hat. Ohne dies wäre es ziemlich ausgeschlossen gewesen,<br />
dass er es geschafft hätte, 16 Menschen innerhalb von circa<br />
zehn Minuten zu ermorden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommentar von:</p>
<p><b>Spearhead:</b> Bezüglich dieser Sendung frontal21<br />
möchte ich zu bedenken geben, dass die verwendeten Videos durchgehend<br />
aus Versionen der Spiele genommen wurden, die in dieser Form nicht<br />
in Deutschland erhältlich sind.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und Frage von:</p>
<p><b>marsupilami:</b> Sebastian B., der Amokläufer<br />
von Emsdetten 2006, hat in seinem Abschiedsbrief sehr detailliert<br />
beschrieben, was ihn zu seiner schrecklichen Tat getrieben hat.<br />
Das Spielen so genannter „Killerspiele“ kann man anhand<br />
dieses Briefes als Symptom und nicht als Ursache oder gar Auslöser<br />
seines Amoklaufes ansehen. Was sagen Sie zu dem Vorwurf, dass die<br />
Diskussion um ein Verbot so genannter „Killerspiele“<br />
an den eigentlichen Problemen vorbei geht?
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser</b>: Sie haben natürlich Recht,<br />
dass Killerspiele keineswegs die erste Ursache für eine solche<br />
Tat sind. In allen Fällen von Amok ist festgestellt worden,<br />
dass diese Spiele die Täter in „fit“ machten. Die<br />
zugrunde liegenden Ursachen sind häufig in persönlichen<br />
Problemen mit sich und ihrer Umgebung zu suchen, nicht selten in<br />
Minderwertigkeitskomplexen oder dem Scheitern in persönlichen<br />
Situationen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zum Thema Wissenschaftsstreit:</p>
<p><b>Patrick_Portz</b>: Herr Gasser, ich habe den Bericht<br />
der Gutenberg-Kommission gelesen: Dieser Bericht lässt keinen<br />
Zweifel an den persönlichen Problemen Steinhäusers, völlig<br />
unabhängig vom Medienkonsum, dem in diesem Bericht nicht die<br />
Bedeutung zukommt, die sie hier unterstellen.</p>
<p><b>MartinS:</b> Herr Gasser, warum hat Herr Dr. Pfeiffer<br />
so einen großen Einfluss auf die Politik? In wissenschaftlichen<br />
Kreisen ist er keineswegs anerkannt, und seine Meinungen stehen<br />
diametral zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen von Soziologen<br />
und Psychologen.
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser:</b> An Patrick_Portz: Ich war selbst<br />
sehr intensiv an der Erarbeitung des Gutenberg-Berichtes beteiligt.<br />
Wir haben uns die Arbeit sehr schwer gemacht, um die Welt und die<br />
Probleme des Robert Steinhäuser zu verstehen. Die Polizeipsychologen<br />
und das BKA haben unsere Einschätzungen weitgehend geteilt.<br />
Ebenso die Lehrer, seine Freunde und Schulkameraden, mit denen wir<br />
nach der Tat wochenlang Gespräche geführt haben. <br />
An MartinS: Meines Erachtens trifft dies nicht zu. Herr Professor<br />
Pfeiffer steht keineswegs alleine mit seiner Auffassung da und er<br />
ist in dem Bereich der Kriminologen außerordentlich anerkannt.<br />
Seine Untersuchungen und seine Analysen müssen ernst genommen<br />
werden. Mir liegt auch ein Schreiben von dieser Woche vor, wo sich<br />
der Berufsverband deutsche PsychologInnen sehr ernsthaft mit dieser<br />
Problematik auseinander setzt und anführt, dass zwischen Mediengewaltkonsum<br />
und dem Persönlichkeitsmerkmal Aggressivität bei 12- bis<br />
16-jährigen Jugendlichen eine Kausalbeziehung besteht. Je stärker<br />
die Beschäftigung mit Kampfspielen und ähnlichen Genres<br />
ausgeprägt gewesen sei, desto mehr stimmten Jugendliche psychisch-aggressiven<br />
Verhaltensweisen als Reaktion auf einen Konflikt zu. Darüber<br />
hinaus ist der Gewaltmedienkonsum vor allem schädlich in seinen<br />
Auswirkungen auf die normativen Überzeugungen der Jugendlichen<br />
et cetera.</p>
<p><b>Moderator:</b> Bemerkung von: </p>
<p><b>MartinS: </b>Nachsatz zu meinem Kommentar: Ich selbst<br />
bin Psychologe und forsche sehr intensiv an diesen Themen: Ich kenne<br />
keinen anerkannten Psychologen, der Pfeiffers „Studien“<br />
nicht scharf verurteilt, da keinerlei methodischen Standards genügen.</p>
<p><b>Moderator: </b>Und Bemerkung des Moderators: Es gibt<br />
weitere viele Fragen und Kommentare mit Zweifeln an Herrn Pfeiffer,<br />
aber noch einen anderen wichtigen Punkt: Dazu:</p>
<p><b>Mesh:</b> Es ist immer noch etwas anderes als mit der<br />
Maus zu klicken als mit der Waffe auf einen zu zielen.</p>
<p><b>a_nony:</b> Glauben Sie, dass sich ein Täter mit<br />
einem Spiel „fit“ machen kann für eine Tat? Man<br />
mag eine erhöhte Gewaltbereitschaft feststellen, aber ich glaube<br />
nicht, dass man durch ein Spiel am Computer Fähigkeiten an<br />
einer realen Waffe erlernen kann.</p>
<p><b>Kili</b>: Ist es nicht bedenklicher, dass ein Jugendlicher<br />
im Besitz scharfer Waffen ist, als dass er Computerspiele spielt,<br />
deren Wirkung umstritten ist?</p>
<p><b>Marian:</b> Ein Verbot von Waffen oder Mitgliedschaft<br />
im Schützenverein würde doch ausreichen &#8211; was meinen Sie?
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser:</b> Natürlich wären die<br />
Verbrechen bei Amokläufen nicht ohne scharfe Waffen möglich<br />
gewesen. Und man hat ja aus dem Besitz solcher Waffen Konsequenzen<br />
gezogen in der Bundesrepublik bezüglich des Waffengesetzes<br />
und der Kontrolle von Waffenscheinen &#8211; auch bei Sportwaffen, Schützenvereinen<br />
et cetera. Bei Steinhäuser war feststellbar, dass die von ihm<br />
verwendeten Killerspiele ihn zu einer unglaublichen Zielgenauigkeit<br />
geführt haben und er bei seinem Amoklauf durch das Gutenberg-Gymnasium<br />
nur aufgrund dieser monatelangen Übungen in der Lage war, eine<br />
solche Anzahl von Menschen zu erschießen, obwohl er keineswegs<br />
ein sportlicher Typ war. Die Fragen, die hier aufgeworfen sind,<br />
berühren letztlich den Bereich, wo Einzeltäter dieses<br />
Medium genutzt haben und Straftaten begangen haben. Ich unterstelle<br />
keineswegs, dass eine solche Vorprägung wie bei Amokläufern<br />
bei den Hunderttausenden von Spielern oder Nutzern vorhanden ist.<br />
Dennoch ist es deutlich, dass durch diese Killerspiele ein erhebliches<br />
Gefahrenpotenzial für bestimmte Menschen und dadurch für<br />
die Allgemeinheit vorhanden ist. Es scheint mir auch so zu sein,<br />
dass jedenfalls nach der Studie von Professor Pfeiffer eine Desensibilisierung<br />
und ein Empathieverlust nahe liegt und sich die Wahrnehmung von<br />
virtuellen Situationen und realen Situationen &#8211; jedenfalls bei Kindern<br />
und Jugendlichen &#8211; verwischen kann.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zum Thema Schießen üben:</p>
<p><b>Cyruss:</b> Sie glauben nicht ernsthaft, dass es das<br />
Gleiche ist, eine Maus zu bewegen, die 200 Gramm wiegt, und eine<br />
Waffe, die Kilos wiegt&#8230;</p>
<p><b>Bennhardt:</b> Als ehemaliger Bundeswehrsoldat habe<br />
ich mit echten Waffen schießen müssen. Die Treffsicherheit<br />
habe ich durch Shooter nicht verbessern können. Der Vergleich<br />
hinkt.</p>
<p><b>falcon83:</b> Ach, kommen Sie. Hat er nicht viel eher<br />
durch Schusstraining die Zielgenauigkeit erlangt? Und wie war bitte<br />
feststellbar, dass es durch die PC Spiele zu dieser Genauigkeit<br />
gekommen ist?</p>
<p><b>chrisg:</b> Sind Menschen, die bei der Bundeswehr waren,<br />
dann nicht allesamt genauso gefährlich, wie Leute, die spielen?<br />
Dort lernt man doch noch besser schießen?
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser:</b> Ich persönlich habe keine<br />
Neigung durch die Bundeswehr erworben, auf Menschen zu schießen.<br />
Ich bin auch keineswegs erfreut über bestimmte Arten von gewalthaltigen<br />
Computerspielen. Ich denke, der Vergleich zwischen Maus und Waffe<br />
führt hier nicht weiter. <br />
@ falcon83: Das haben wir erfahren durch seine Freunde und Schulkameraden<br />
und natürlich, indem wir uns die Spiele angeschaut haben. Es<br />
waren exakt die Abläufe feststellbar in einzelnen Killerspielen,<br />
wie sich dies dann im Gutenberg-Gymnasium abgespielt hat. Und sie<br />
alle wissen ja, dass man sich die jeweilige Szene (Schule, Krankenhaus,<br />
et cetera) selbst schaffen kann. Ergänzend ist anzumerken,<br />
dass z.B. Steinhäuser auch in der Realität (auf Schießständen)<br />
schießen geübt hat. Wo detailliert, konnten wir nicht<br />
feststellen.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Zwischendurch mal ein Kommentar, wie<br />
er noch mehrfach auftaucht &#8211; in der Tat habe ich auch nicht das<br />
Gefühl, dass Amokläufer gerade unter uns sind. Ist wohl<br />
auch unbestritten.</p>
<p><b>boedi:</b> Für mich stellt sich das ja folgenderweise<br />
dar: Es gibt Millionen von Spielern, das darunter mal ein schwarzes<br />
Schaf ist, kommt halt vor. Aber es gibt auch genug Leute die zum<br />
Beispiel unter Alkoholeinfluss. Ich finde ein Verbot von „Killerspielen“<br />
ist eine Vorverurteilung aller Spieler. Ich bin 20, spiele seitdem<br />
ich 15 bin, bin weiblich, habe mein Abi mit einem 1er Schnitt gemacht<br />
und&#8230; bringe trotzdem keine Leute um. </p>
<p><b>Moderator: </b>Und ein Bereich des Problems, zu dem<br />
auch viele Fragen und Kommentare kommen:</p>
<p><b>brass</b>: Killerspiele finden vor allem im Kinderzimmer<br />
statt &#8211; Eltern wissen oft nichts davon, was ihr Nachwuchs am Computer<br />
treibt. Sehen Sie hier nicht auch großen Nachholbedarf?
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser:</b> Ich teile diese Einschätzung,<br />
dass Eltern häufig nicht wissen, was ihre Kinder sich in ihren<br />
Zimmern im Fernsehen anschauen und auch welche Spiele sie spielen,<br />
weil ihnen die entsprechende Kompetenz fehlt. Gerade dies ist jedoch<br />
auch ein Punkt, den jedenfalls die Innenministerkollegen und ich<br />
angesprochen haben: Nämlich dass die Medienkompetenz der Kinder<br />
und Jugendlichen sowie der Eltern und Lehrer gezielt verbessert<br />
werden muss. Ergänzend möchte ich anführen, dass<br />
Ausgangspunkt unserer Überlegungen eine Verbesserung des Medienschutzes<br />
bei Kindern und Jugendlichen ist. Hier muss man Schranken aufbauen.<br />
Es geht nicht an, dass Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren<br />
bereits mit derartig gewalthaltigen Werken versorgt werden. Jeder,<br />
der sich einmal in diesem Alter befunden hat, weiß, dass gerade<br />
von Kindern auch bei härteren Filmen oftmals sehnlichst das<br />
„befreiende, gutausgehende Ende“ erwartet wurde. Dies<br />
ist allein im Kinderzimmer ohne Betreuung in der Regel wohl kaum<br />
zu erwarten. Ich betone noch einmal, dass es mir und meinen Innenministerkollegen<br />
vorrangig darum geht, Kinder und Jugendliche zu schützen, wobei<br />
noch viele ergänzende Maßnahmen ergriffen werden müssen.<br />
Bei Erwachsenen ist dies sehr wahrscheinlich anders zu sehen.
</p>
<p>
<b>RobCla25556</b>: Dazu: Heißt das, sie wollen<br />
gar kein Verbot für Erwachsene?</p>
<p><b>asdf7890:</b> Sie haben Recht, dass Kindern und Jugendlichen<br />
solches Material nicht in die Hände fallen darf. Warum wird<br />
dann aber &#8211; völlig unlogisch &#8211; ein Verbot für Erwachsene<br />
gefordert?
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser:</b> Ich habe unseren Ansatz dargelegt<br />
und den Hintergrund und es wird jetzt in einer ja erfreulich angelaufenen<br />
Diskussion zu erörtern sein, ob ein generelles Verbot von grausamen<br />
und gewaltverherrlichenden Killerspielen notwendig und rechtlich<br />
zulässig ist, soweit es Erwachsene betrifft. Diese Diskussion<br />
ist selbstverständlich zu führen. Über die einzelnen<br />
Kriterien von Gewaltdarstellungen und das Maß der Gewaltdarstellungen<br />
muss selbstverständlich weiter diskutiert werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie gut funktioniert es eigentlich<br />
jetzt? Ist das vielleicht der Grund:</p>
<p><b>ChrisW:</b> Irre ich mich oder ist das Internet an<br />
sich nicht USK 16? Dadurch sollten Kinder und Jugendliche unter<br />
16 doch nur unter Aufsicht ins Internet gehen können.</p>
<p><b>Scorpio:</b> Die Gesetzeslage und der Jugendschutz<br />
in der BRD sind mehr als ausreichend, doch bei der Anwendung der<br />
Altersfreigaben gibt es starke Defizite. Hier sollte die Politik<br />
eher eingreifen, als weitere Verbote und noch mehr Zensurmaßnahmen<br />
zu fordern, die dann vor allem mündige und erwachsene Spieler<br />
treffen.
</p>
<p>
<b>Karl Heinz Gasser:</b> Völlig richtig. Auch dies<br />
prüfen wir, nämlich, ob die Einstufungen der USK tragfähig<br />
sind. Die Überprüfung in der Studie von Professor Pfeiffer<br />
hat ergeben, dass 35,5 Prozent der USK-Einstufungen angemessen sind,<br />
27,4 Prozent zweifelhaft und 37,1 Prozent nicht angemessen. Hier<br />
bedarf es weitere intensive Untersuchungen, ob man diesen Ansatz<br />
weiter verfolgen muss, um einen besseren Jugendmedienschutz zu erreichen.<br />
Die angeführten Innenminister von Bayern, Hessen, Niedersachsen<br />
und Thüringen freuen sich jedenfalls, dass es gelungen ist,<br />
dieses doch außerordentlich wichtige Problem der Öffentlichkeit<br />
zu vermitteln und die Lösung in Angriff zu nehmen. Der neueste<br />
Entwurf des Bundesfamilienministeriums zur Änderung des Jugendschutzgesetzes<br />
hat einen neuen, interessanten Ansatz zu bieten, indem dort bei<br />
Paragraph 15 Absatz 2 Jugendschutzgesetz überlegt wird, eine<br />
Einfügung dahingehend vorzunehmen, dass man auf „besonders<br />
realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter<br />
Gewalt abstellt, die das Geschehen beherrschen“.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war der tagesschau-Chat. Herzlichen<br />
Dank nach Erfurt an Minister Gasser! Herzlichen Dank an alle User<br />
für ihr Interesse! Es gab sehr, sehr viele Fragen, so kann<br />
man es dem Moderator wirklich schwer machen, die Bitte um Nachsicht<br />
an alle User, die die nicht drangekommen sind. Herr Minister noch<br />
ein Schlusswort? </p>
<p><b>Karl Heinz Gasser:</b> Mir hat dieser Chat, bei dem<br />
ich das erste Mal dabei sein durfte, sehr gut gefallen und ich fand<br />
die Beiträge interessant und auch für mich weiterführend.<br />
Vielen Dank.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Computerspiele sind für viele Kinderzeug&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[Games Convention]]></category>
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		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Gut gelaunt kamen Daniel Große und Thomas Gigold am 21. August aus Leipzig nach Berlin zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Dort sprachen die beiden über ihr offizielles Blog zur Games Convention, Spiele-Konsolen für jeden Typ und das Halbwissen vieler Politiker.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Gut gelaunt kamen Daniel Große und Thomas Gigold am 21. August aus Leipzig nach Berlin zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Dort sprachen die beiden über ihr offizielles Blog zur Games Convention, Spiele-Konsolen für jeden Typ und das Halbwissen vieler Politiker.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo liebe Nutzer und herzlich Willkommen<br />
zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Heute dreht sich hier alles um die Games Convention, Europas größte<br />
Computerspiel-Messe in Leipzig. Zu Gast sind Daniel Große<br />
und Thomas Gigold, die das offizielle GC-Blog betreiben. Extra für<br />
die Blogsprechstunde unterbrechen die beiden ihre Berichterstattung<br />
und sind zu Gast in Berlin. Um Punkt 16 Uhr geht es los. Fragen<br />
können Sie gerne jetzt schon stellen, die Moderatoren leiten<br />
sie dann weiter. <br />
Thomas Gigold und Daniel Große sind jetzt auch bei uns eingetroffen.<br />
Können wir anfangen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große</b>: Ja, gern.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold: </b>Immer doch 🙂
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.11freunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/dgrosse_tgigold.jpg" alt="Jens Kirschneck" border="0" height="118" width="170" /></a><br />
<i><br />
Daniel Große und Thomas Gigold schreiben<br />
</i><i>das offizielle <a href="http://www.gc-blog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a><br />
zur Games Convention in Leipzig<br />
</i><span class="normal"></span>
</p>
<p align="left">
<b>Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten<br />
bereits im Vorfeld Fragen stellen und darüber abstimmen. Die<br />
Fragen mit den meisten Stimmen eröffnen auch heute wieder unseren<br />
Chat. Hier kommt Nummer eins &#8211; zu Beginn gleich eine Glaubensfrage:
</p>
<p>
<b>Spielefuxx:</b> PC oder Konsole? Worauf sollte der<br />
Spieler in Zukunft setzen?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Das ist wirklich eine Glaubensfrage,<br />
ähnlich wie bei PC und Mac. Ich denke, es kommt drauf an, was<br />
und wo man spielen mag. Wer Strategie mag, kommt am PC fast nicht<br />
vorbei, wer lieber &#8211; wie ich &#8211; auf der Couch lümmelt oder mit<br />
Freunden im gleichen Raum sitzt und Partyspiele mag, der kauft sich<br />
eine Konsole.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Würde ich mitgehen. 🙂<br />
<b><br />
Leipziger Allerlei: </b>Warum sollte man dieses Jahr auf die<br />
Games Convention gehen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Die Frage ist: warum nicht?<br />
🙂
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Kennt jemand einen Grund, nicht<br />
hinzugehen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Nein, im Ernst: Es ist die<br />
Mischung aus Unterhaltung und Information. Diese Messe ist seit<br />
Jahren Treffpunkt für Spieler, die wirklich nur die neuesten<br />
Games testen wollen. Aber eben auch für Leute, die Hintergründe<br />
wollen. Das Schöne ist, dass dort neben Messe-Babes auch die<br />
Entwickler vor Ort sind, mit denen man sich unterhalten kann.
</p>
<p>
<b>oliver12345:</b> Welche Next-Generation-Konsole wird<br />
eurer Meinung nach das Rennen machen und warum?<br />
Thomas Gigold: Ich denke, man muss zwischen den drei Konsolen unterscheiden,<br />
denn die Wii ist ja vom Konzept her etwas vollkommen Anderes als<br />
die XBox oder PS3.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Genau, es ist auch hier wieder<br />
eine Glaubensfrage &#8211; ich denke, die Zielgruppen sind völlig<br />
anders gelagert zwischen Wii und PS3. Ich kann beispielsweise meine<br />
Frau für die Wii begeistern. Die PS3 gefällt ihr schon<br />
vom Design nicht. Nintendo macht das schon gut, vor allem Spaß<br />
und neuerdings Fitness in den Vordergrund zu stellen.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Wer im Moment viele Spiele will,<br />
nimmt vielleicht die XBox, wer satte Grafik und ein Blu-Ray-Laufwerk<br />
will, greift zur PS3. Man muss eher wissen, welche Spiele man spielen<br />
will bzw. welche Art Spiele, dann kann man sich für die richtige<br />
Konsole entscheiden.
</p>
<p>
<b>MafiaSource.de:</b> War die Kooperation zwischen Ausstellern<br />
und Presse bis zum jetzigen Zeitpunkt zufriedenstellend?</p>
<p><b>Thomas Gigold: </b>Wir können uns nicht beschweren.<br />
Wir bekommen Pressemeldungen, haben Kontakt zu den Pressestellen<br />
und durften Bilder von den Aufbauarbeiten machen. Keiner verweigert<br />
sich oder findet Blogs blöd 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große: </b>Die Frage war auch etwas missverständlich<br />
&#8211; wie die Kooperation ZWISCHEN Ausstellern und Presse ist, wissen<br />
wir ja nicht. 🙂 Aber wir hoffen, wir haben die Frage richtig interpretiert.<br />
Das Schöne ist wirklich, dass viele Aussteller inzwischen wissen,<br />
dass es das GC-Blog gibt und uns mit Presseinfos an redaktion@gc-blog.de<br />
füttern.
</p>
<p>
<b>maik:</b> Was erwartet uns denn auf eurem Blog zur<br />
Games Convention?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold: </b>Lies es 😉<br />
<b><br />
Daniel Große:</b> Morgen vor allem Live-Berichte der<br />
Pressekonferenzen. Das war im vergangenen Jahr schon schön,<br />
die Leute „draußen“ zu informieren. Da kam sehr<br />
viel Feedback, was uns natürlich freut, weil wir dann wissen,<br />
dass es gewürdigt wird, was wir da tun.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Wir werden Games testen, Impressionen<br />
posten. Unser Ziel ist es, denen, die daheim geblieben sind, ein<br />
Bild der GC zu präsentieren, als wären sie selbst vor<br />
Ort.
</p>
<p>
<b>Shreg:</b> Wollt ihr nicht aus dem Blog eine Community<br />
machen? Die Comments werden ja größtenteils zu Unterhaltungen<br />
genutzt und dafür wäre ein Forum sehr gut.</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Also wir glauben, Foren gibt<br />
es genügend. Und die Kommentare sind ja zur Unterhaltung gedacht.<br />
Uns stört es nicht, wenn Ihr Euch dort unterhaltet. Wenn ein<br />
Beitrag für einen Kommentar doch zu lang ist, besteht die Möglichkeit,<br />
uns zu mailen.
</p>
<p>
<b>casino:</b> Ihr habt es ja auch in eurem Blog geschrieben,<br />
dass so genannte Casual Games gerade im Trend liegen. Was macht<br />
diese kleinen Spiele, die doch eigentlich recht einfach sind, für<br />
Spieler und für Unternehmen so interessant?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Der Zwischendurch-Faktor.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Ich denke, das Interessante daran<br />
ist, dass sie so klein sind und man sie zwischendurch spielen kann.<br />
Man muss sich also nicht fünf Stunden am Stück damit beschäftigen<br />
und kann sie auch einmal zwischendurch auf der Arbeit spielen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie lässt sich für Unternehmen<br />
damit Geld verdienen?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold: </b>Die kleinen Games werden meist<br />
ja durch Werbung finanziert (man kennt das ja vom Moorhuhn). Wenn<br />
man sich dann aber auch bei Yahoo und dergleichen umschaut, gibt<br />
es auf der anderen Seite dann kostenpflichtige Spiele, die alle<br />
so um die 5 Euro kosten. Das ist nicht viel und schnell mal „nebenbei“<br />
ausgegeben. Sprich: Keine große Investition für den Spieler,<br />
vor der er zurückschreckt (im Gegensatz zu einem Konsolenspiel,<br />
die heute ja um die 50 Euro kosten).
</p>
<p>
<b>Felicitas:</b> Für wie vielversprechend haltet<br />
ihr Handy-Spiele?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Wir selbst versprechen uns<br />
davon nicht viel. 🙂 Allerdings ist der Markt dafür wohl recht<br />
groß. Electronic Arts beispielsweise hat eine eigene Abteilung<br />
für solche mobilen Games. Die Handydisplays werden größer,<br />
die Grafiken besser. Sprich: der Markt ist da. Da sind wir zu wenig<br />
Entwickler, als dass wir das erschöpfend beantworten könnten.<br />
🙂</p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> &#8230; und wächst. Man sieht das<br />
ja bei Jamba und Co. Ich denke, die Handygames sind ein guter Ersatz<br />
für DS oder PSP, zumindest für eine gewisse Gruppe.
</p>
<p>
<b>Stefanie:</b> Die Spielebranche setzt in Deutschland<br />
jährlich zwei Mrd. Euro um. Wird sie dafür nicht recht<br />
stiefmütterlich behandelt?</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Eindeutig ja. Thomas hat noch<br />
mehr&#8230;.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Eine gewisse Branche mit anzüglichen<br />
Videos verdient noch mehr, und wird stiefmütterlicher behandelt.<br />
😉 Im Ernst: Darüber hat sich ja gestern der Herr Eggebrecht<br />
auf der Developer Conference ausgelassen. Seine (und auch unsere)<br />
Antwort: Ja, durchaus.
</p>
<p>
<b>Nataku:</b> Julian Eggebrecht, Chef vom Spielehersteller<br />
Factor 5, forderte in einem Vortrag, Sex und Gewalt in Computerspielen<br />
als Kunst zu akzeptieren, ähnlich wie in Filmen. Was ist Eure<br />
Meinung dazu?</p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> Ein schwieriges Thema: Ich kann<br />
auch nicht an jeden Splatter-Movie das Wort „Kunst“<br />
schreiben, und damit die schlimmsten Gewaltszenen rechtfertigen.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Schauen wir uns doch mal „SAW<br />
II“ an. Oder „Final Destination“. So was würde<br />
niemand seinem Kind zeigen. Spiele werden allerdings in Deutschland<br />
sofort zensiert. Blut muss blau sein, Fetzen dürfen keine fliegen.<br />
Ich glaube, man sollte die Leute nicht für unmündiger<br />
halten, als sie sind.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Aber es ist schon wahr: Computerspiele<br />
werden durchaus noch immer eher als „Kinderzeug“ wahrgenommen,<br />
weshalb epische Werke, in denen man mit Sex, Gewalt und Rock&#8217;n&#8217;Roll<br />
kunstvoll spielt, eher kritisch beäugt werden. Man macht schon<br />
immer noch einen Unterschied zwischen Film und Games. Die Diskussion<br />
aber ist recht umfangreich dazu.</p>
<p><b>Daniel Große: </b>Unsere Meinung ist klar: Gewalt<br />
und von mir aus auch Sex sind natürlich Ebenen innerhalb eines<br />
Spiels, die für die Dramaturgie nötig sind. Und wenn gewisse<br />
Spiele so etwas beinhalten, dann kommt es auf die Rezipienten an,<br />
damit sorgsam umzugehen.
</p>
<p>
<b>axt:</b> Crytek &#8211; immerhin die Spielschmiede in Deutschland<br />
&#8211; hat heute angekündigt, dass sie abwandern (möglicherweise<br />
nach Budapest), sollten in Deutschland gewaltbeherrschende Spiele<br />
verboten werden. Eure Meinung dazu?</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Durchaus verständlich.<br />
Und schade, dass gewisse Medien sofort mit „Killerspiele-Firma“<br />
titeln. Das Ding ist ja, dass Crytek selbst sagt, sie verherrlichen<br />
keine Gewalt. Auf der anderen Seite würde eine Abwanderung<br />
Cryteks nun kein Wirtschafts-Desaster in Deutschland auslösen.<br />
Ich glaube, da steckt auch viel PR hinter solch einer Äußerung<br />
&#8211; ohne das böse zu meinen.
</p>
<p>
<b>caseopaia:</b> Glaubt ihr, dass Altersbeschränkungen<br />
für Computer- und Konsolenspiele was bringen?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Bringen sie das im Video- oder<br />
DVD-Bereich? Letztlich ist es egal ob es ein Spiel, eine DVD oder<br />
ein Comic ist: Der Jugendschutz hat schon seine Berechtigung, wenn<br />
manche Entscheidungen von ihm auch nicht ohne Kritik gesehen werden<br />
sollten.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Ich finde allerdings, dass<br />
man dem Handel auf die Finger klopfen sollte, wenn Spiele an Minderjährige<br />
verkauft werden, die nicht für sie geeignet sind. Ähnlich<br />
wie bei Zigaretten und Alkohol.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> &#8230; mit Zigaretten und Alkohol<br />
ist es das gleiche: Eigentlich darf sie keiner unter 16 bzw.18 Jahren<br />
bekommen, aber es gibt eben Mittel und Wege (oder Menschen), um<br />
doch daran zu kommen. Bei Games und DVDs ist es das gleiche. Wer<br />
es haben will und die Wege kennt, bekommt es, aber die Mehrheit<br />
wird schon davon „fern“ gehalten, was ja auch Sinn macht,<br />
wenn ein Siebenjähriger kein Spiel für 18-Jährige<br />
bekommt.</p>
<p><b>Kritikverteiler:</b> Für wie kompetent haltet<br />
Ihr die Äußerungen von Politikern zum Thema &quot;Killerspiele<br />
&quot;?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Ehrlich?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Politiker sind auf dem Gebiet<br />
nicht kompetent.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Für wenig kompetent. Das merkt<br />
man auch am Thema Internet, Online-Durchsuchung und Co.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Das Problem ist, dass diese<br />
Leute meist nur Theoretiker sind. </p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> Was man dagegen tun kann?! Wenig,<br />
die Lobbyarbeit und Aufklärung in der Allgemeinheit vielleicht<br />
verstärken. Letztlich ist das Thema Killerspiele auch wegen<br />
falscher Äußerungen einiger Medien und Politiker so hoch<br />
gekocht. Nicht jeder „Killerspieler“ ist ein potentieller<br />
Amokläufer, wie man das gemeinhin unterstellt.
</p>
<p>
<b>Daniel Große: </b>Die haben mal was gehört,<br />
kennen vielleicht das eine oder andere Spiel namentlich. Wenn man<br />
schon hört, was die <a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/deutsche-politiker-auf-der-hoehe-der-zeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zum<br />
Thema Internet wissen</a>.</p>
<p><b>hbk:</b> Dieses Jahr ist ein Schwerpunkt der GC „Kinder-<br />
und Jugendschutz“. War dazu auch die Diskussion um so genannte<br />
Killerspiele ausschlaggebend?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Nicht doch erst dieses Jahr. Die<br />
GC-Family gibt es ja nicht erst seit 2007.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Bereits zur GC 2003 war Jugendschutz<br />
ein wichtiges Thema.</p>
<p>f<b>emaleemail</b>: Wie wollen Entwickler die wachsende<br />
Zielgruppe weiblicher Spieler erobern?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Tun sie bereits, oder?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Das haben sie doch schon.<br />
🙂<br />
Thomas Gigold: Mit Spielen wie „Buzz!“ oder den Sportspielen<br />
auf der Wii begeistern sie doch mittlerweile auch und vor allem<br />
Frauen &#8211; zumindest meine. 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Och &#8211; aber doch auch Rollenspiele,<br />
Thomas. 🙂
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> &#8230; und daneben gibt es auch Frauen<br />
und Mädels die Warcraft und Co. spielen.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Ach so. 🙂</p>
<p><b>minkwal:</b> Was meint Ihr, wie hoch der Jungs-Anteil<br />
bei den GC-Besuchern ist? Ich war vor Jahren mal da und ich fühlte<br />
mich wie in einem (hormonell aufgeladenen) Klischee &#8211; Was ist mit<br />
neuen Zielgruppen bei den Games?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Also im vergangenen Jahr gab<br />
es auch einen Tag, an dem ältere Spieler da waren. 🙂 Aber<br />
es stimmt schon &#8211; der überwiegende Teil ist männlich.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> „Hormonell aufgeladenes Klischee“<br />
&#8211; muss ich mir merken. 😉</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Bei den vielen Babes bringt<br />
ja auch keiner seine eigene Freundin mit. Nein, im Ernst: Ich glaube,<br />
es sind in erster Linie die Jungs, die sich für die neuesten<br />
Games interessieren. Frauen ziehen nicht sofort los, um sich so<br />
was anzuschauen. Auch wir sind aufgeladen. Jetzt schon. 🙂 Nein,<br />
war ein Spaß (großer Kaffee von Starbucks – wirkt).<br />
Next question bitte!
</p>
<p>
<b>axt:</b> @daniel: Liest deine Frau mit? 😉
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Nein, offenbar nicht. 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Nein.
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Wie seid Ihr eigentlich dazu gekommen,<br />
für die GC zu bloggen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> „Es war ganz allein<br />
meine Idee“. Nein, im Ernst: Ich bin in erster Linie Lokaljournalist<br />
und fand es schade, wie viele Themen rund um die GC einfach liegen<br />
bleiben. Die Zeitungen können und wollen nicht alles abarbeiten.<br />
Das fand ich sehr schade. Darum suchte ich einen Weg, wie man die<br />
Themen trotzdem bearbeiten kann. Also hab ich mir Thomas als Blog-Experten<br />
gesucht und wir haben ein Konzept geschrieben. Und die Leipziger<br />
Messe steht dem Thema Blogs und Internet sehr offen gegenüber.<br />
Mit ihr haben wir wirklich einen Partner, der das Medium versteht<br />
und uns freie Hand lässt. Das macht Vieles einfacher.
</p>
<p>
<b>Tony:</b> Was war euer schönstes Erlebnis auf<br />
den GC´s ?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> 1 &#8230; 2 &#8230; 3 &#8230; Speedlink
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> 🙂
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> *g
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> (das verstehen nur Insider)
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Sorry, ein Insider. Mir hat tatsächlich<br />
die Energie und der Spaß dort gefallen. Die Leute sind einfach<br />
gut drauf, haben Spaß und machen jeden Mist mit (auch im Chor<br />
eben obiges schreien).
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Genau. Auch wenn das pathetisch<br />
klingt, aber es wirklich so. Die Stimmung, der Spaß, die Energie.<br />
Und die Mischung aus all dem. Das gibt es auf keiner anderen Messe.<br />
Es gibt daher kein wirklich „schönstes“ Erlebnis.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Man wird so überflutet mit<br />
Eindrücken, da gibt es dann nur einen großen „Erlebnisbrei“<br />
nach 5 Tagen GC.<br />
tony_hawk: Was war denn Euer erstes Computerspiel?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> „Titanic“ auf dem C64.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> „Choplifter“ auf<br />
dem C64.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Beide auf&#8217;m C64 &#8230; siehste mal.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wann war das?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Weit weg &#8230;
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Nach der Wende. Ich bin mit<br />
meinem Opa und meinen Eltern „rüber“ gefahren und<br />
habe einen C64 gekauft. Wann das war&#8230; schwierig. Datasette FTW!<br />
😉
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Muss so um 1988 oder 1989 gewesen<br />
sein. Sehr nah vor oder nach der Wende (frag mal bitte einer meine<br />
Frau, die wüsste das, wann ich meinen C64 bekommen habe, ich<br />
merk mir so was nicht *g).
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Ja, Frauen merken sich die<br />
komischsten Dinge. 🙂</p>
<p><b>Moderator:</b> Themawechsel. Noch ein paar Blicke in<br />
die Zukunft:
</p>
<p>
<b>Maik:</b> Welche Spiele sind interessant für<br />
die ältere Generation, die bislang kaum erschlossen ist?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Daniel, Deine Frage!
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> (Weil ich drei Jahre älter<br />
bin&#8230;)
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Vielen Dank, Herr Gigold,<br />
das gibt Abzug. So, wo waren wir&#8230; Ich vermute mal, so was wie<br />
„Big Brain Academy“. Oder? Ich weiß es nicht.<br />
Glaubt man Spieleportalen, in denen online gespielt wird, sind es<br />
solche Spiele wie Solitaire oder Skat, die am Computer von älteren<br />
Leuten gern gespielt werden.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Also meiner Mutter beispielsweise<br />
macht „Buzz!“ riesigen Spaß. Wobei die jetzt noch<br />
nicht ultimativ in der „silbernen“ Zielgruppe ist. Aber<br />
ich denke, solche kleinen „Partyspiele“ und Wissensdinger<br />
sind schon für die „ältere“ Generation interessant.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Müsste man die Älteren<br />
mal fragen.
</p>
<p>
<b>frollein:</b> Mal ehrlich: Euer liebstes Killer-Splatter-Metzel-Game?
</p>
<p>
<b>Daniel Große: </b>„Command &amp; Conquer”.<br />
Das ist aber lange her.</p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> Ganz ehrlich? Ich spiele GTA, in<br />
dieser Richtung. „Killzone“ und Co. sind schon eher<br />
fern, mein Bruder ist da weit vorn, der geht mit dem technischen<br />
Equipment solcher Spiele weit geschickter um, als ich. *bin halt<br />
doch schon alt* 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Du Armer.
</p>
<p>
<b>Maik:</b> Sind kostenpflichtige Online-Rollenspiele<br />
wie World of Warcraft die Spiele-Zukunft?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Weiß ich nicht. Ich glaube<br />
aber, die Spiele mit Online-Anbindung sind auf jeden Fall die Zukunft.<br />
Weil man mit Freunden zusammen spielen kann, und mit anderen realen<br />
Menschen. Ich glaube schon, dass das wichtig ist.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Und die Kosten halten sich<br />
ja in Grenzen. Ich habe jedenfalls noch nichts von einer privaten<br />
Pleite wegen WOW gehört.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 60 Minuten Blogsprechstunde<br />
zur Games Convention. Danke an alle Nutzer für die Fragen und<br />
natürlich ein Dankeschön an Daniel Große und Thomas<br />
Gigold, dass sie heute bei uns vorbeigeschaut haben. Das Protokoll<br />
dieses Chats gibt es in Kürze bei politik-digital.de und den<br />
Blogpiloten. Das letzte Wort für heute haben unsere Gäste:
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Schon vorbei?! Wow! Kommt nach<br />
Leipzig. 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Tja &#8211; wir sehen uns, würden<br />
wir sagen. Und Danke an die Blogbesucher!<br />
(reicht) 😉</p>
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		<title>Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:20:12 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen geht die <a target="_blank" href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#killerspieldebatte" rel="noopener noreferrer">Debatte</a> um das Verbot von &quot;Killerspielen&quot; in eine entscheidende Runde: Der Bundesrat wird sich auf Antrag Bayerns mit einem <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/85324&#038;words=Killerspiel" rel="noopener noreferrer">generellen Verbot</a> von gewalthaltigen Computerspielen befassen.<!--break--> Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen geht mit ihrem Vorschlag nicht ganz so weit. Sie <a target="_blank" href="http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=94780.html" rel="noopener noreferrer">verkündete</a> vergangenen Dienstag, bis zum Jahresende das Jugendschutzgesetz deutlich zu verschärfen:</p>
<blockquote><p>&quot;Extrem gewaltbeherrschte Trägermedien (z. B. Computerspiele, Videos, DVD) sind in Zukunft per Gesetz automatisch für Kinder und Jugendliche verboten.&quot;</p></blockquote>
<p> Wie man an der Diskussion sehen kann, fallen den meisten Politikern zum Thema Computerspiele häufig nur Verbote ein. Dabei stellt sich sogar der <a target="_blank" href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=949&#038;rubrik=2" rel="noopener noreferrer">Deutsche Kulturrat</a> gegen zu strikte Regelungen: &quot;Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele.&quot;<br />
Was es außerdem noch für Schnittmengen und Perspektiven in der Killerspieldebatte gibt, erfährt man in unserem aktuellen Dossier &quot;<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/index.shtml#computerspiele_politik">Computerspiele und Politik</a>&quot;.<br />
via <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,466399,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a></p>
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