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	<title>elektronischer Personalausweis &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>elektronischer Personalausweis &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 31</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 16:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-31"><img width="60" height="66" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken - dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken &#8211; dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch am heutigen Freitag hat die politik-digital.de-Redaktion einige sehr lesenswerte Artikel der vergangenen Woche zusammengetragen. Hier folgen unser Favoriten von Platz 1 bis 6:</p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1521164/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Neuen Medien in Syrien</a></strong></p>
<p>Sieger dieser Woche ist ein Artikel über die Nutzung von Internet und Medien im zur Zeit arg gebeutelten Syrien. Das syrische Regime geht seit Wochen mit härtester Gewalt gegen Demonstranten vor. Die Bloggerin Marcelle Shewara berichtet dem Deutschland Radio, wie die Neuen Medien in ihrer Heimat zu Leitmedien werden. Nur ihnen würden die Menschen noch trauen, da die syrische Medienlandschaft nur oberflächlich betrachtet breit gefächert sei. Wenn man aber genauer hinschaue, stelle man fest, dass die meisten Medien für die Regierung und nicht für das Volk berichten. Sie sieht die Aufgabe der Blogger darin, eine Öffentlichkeit herzustellen und den Menschen den Glauben an sich selbst zurückzugeben. Dank Internet könne man zum ersten Mal das Land nicht nur von Innen, sondern auch von Außen betrachten und so die tatsächlichen Missstände aufdecken. Ein sehr lesenswerter Artikel zum aktuellen politischen Geschehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/kulturkampf-nach-breiviks-massenmord-wehe-sie-sind-iminternetgeboren-1.1127109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ich wünschte mir, unsere Politiker würden #iminternetgeboren.&#8221;<br />
</a></strong></p>
<p>Die CDU-Politiker Uhl und Kauder machten sich unter Netzaffinen durch <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1400390/Streit-um-Kontrolle-des-Internets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussagen</a> wie: &#8220;In Wahrheit wurde diese Tat [Anschlag in Oslo] im Internet geboren.&#8221; oder &#8220;Es ist Mode geworden, die Freiheitsrechte des Bürgers in den Vordergrund zu stellen&#8221; nicht gerade beliebt. Sie ernteten vielerseits Spott durch beispielsweise die Hashtags #iminternetgeboren und #modegeworden auf Twitter. Der Artikel auf sueddeutsche.de beschreibt den Generationskonflikt, der sich an den Reaktionen ablesen lässt, und erklärt, wie dieser vor allem durch die Angst vor dem Fremden ausgelöst werde. Auf dem ZDF-Blog Hyperland wird daher gefordert: „<a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/08/reisst-euch-endlich-zusammen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reißt Euch endlich zusammen!</a>“. Statt die Unwissenden oder Ignoranten in Politik und Wirtschaft mit Hohn zu überschütten und damit deren Meinung über den rechtsfreien Raum Internet zu bestätigen, solle die sogenannte digitale Boheme lieber auf sie zugehen und versuchen, ihnen das Netz näher zu bringen.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/32/P-op-ed-Anonymitaet/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieber anonym als verfolgt<br />
</a></strong></p>
<p>Jillian C. York beschreibt in ihrem Artikel auf Zeit Online sehr anschaulich, warum Anonymität auf Plattformen wie Facebook und Goggle+ wichtig für freie Meinungsäußerung und Vielfalt ist. Anonymität sei ein „Schutzschild vor der Tyrannei der Mehrheit“, zitiert sie den US-Richter John Paul Stevens. Dies gelte für Revolutionäre in der arabischen Welt genauso wie für Prominente, Politiker, Missbrauchsopfer, Homosexuelle und viele andere Menschen, die Angst vor seelischem oder gar körperlichen Schaden haben, wenn sie ihre Meinungen oder Anliegen öffentlich unter ihrem Realnamen kundtun. Die Direktorin der Electronic Frontier Foundation (EFF) wirft hier die wichtige Frage auf, welche digitalen Bürgerrechte die sozialen Netzwerke ihren Nutzern gewähren sollten. Dafür gibt es von uns in dieser Woche Platz 3.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft des Internet?!</a></strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a></p>
<p>Anlässlich des 20. Geburtstags des Internet bringt Spiegel Online eine dreiteilige Reihe mit dystopischen Zukunftsszenarien für das Netz. Im ersten Teil stellt Ole Reißmann vor, wie die Angst vor Cyberattacken und der Ruf nach mehr Kontrolle zunehmen werden, das Militär die Gelegenheit nutzen und an die Macht gelangen wird und das Internet nur noch aus einzelnen staatlich kontrollierten Ländernetzwerken bestehen wird. Im <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777105,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten</a> Teil malt Reißmann sich aus, wie Online-Konzerne ihre Macht ausweiten und schon bald nicht nur die gesamte On- sondern auch Offlinewelt der Nutzer organisieren werden. Der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777116,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">letzte</a> Teil der Serie entwirft das Szenario von der Stagnation des Marktes, da keine neuen Firmen gegen die bestehenden Online-Monopole werden ankämpfen können. Die Regierungen würden die Großkonzerne zerschlagen und so könnte für einen kurzen Augenblick „alles wieder denkbar sein im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten“. Horrorszenarien oder bald schon Wirklichkeit? Interessante Entwürfe, die zum Nachdenken anregen, sind es allemal.</p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/klicks_allein_bringen_die_mauer_nicht_zum_einstuerzen_1.11734350.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet für oder gegen die Demokratie?</a></strong></p>
<p>Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schrieb in dieser Woche über die Illusion vieler Internetoptimisten, soziale Netzwerke allein könnten Diktaturen stürzen, und über Freiheitskämpfer, die in Wirklichkeit keine sind. Heribert Seifert erinnert in seinem Artikel daran, dass das Internet neben den nicht von der Hand zu weisenden Erfolgen sozialer Netzwerke im Kampf gegen repressive Regime auch eine Vielzahl an Möglichkeiten für diese Regierungen böte, es für sich zu nutzen. Außerdem geht der Autor darauf ein, dass eine große Zustimmung im Internet nicht ausreiche, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Ein „Gefällt mir“-Klick könne eine Demonstration auf der Straße nicht ersetzen. Auch sollte man das Engagement von Staaten wie den USA kritisch hinterfragen, fordert Seifert, schließlich beschnitten diese selbst die Freiheiten ihrer Bürger im Netz.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,778260,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenPetition.de und der neue Personalausweis</a></strong></p>
<p>Ebenfalls zu unseren Favoriten der Woche gehörte ein Artikel über das Portal openPetition.de, auf dem man seit einigen Tagen mit Hilfe des neuen E-Personalausweises verbindliche und verifizierte Unterschriften im Internet abgeben kann. Spiegel Online berichtet, dass sogenannter „Slacktivism“ &#8211; also die Bereitschaft, sich nur bei solchen Aktionen zu engagieren, die wenig Anstrengung wie einen Klick erfordern &#8211; damit verhindert werden soll. Allerdings werde die Plattform bislang nur unzureichend genutzt und zeichne sich eher noch durch die Quantität als die Qualität der Beiträge aus. Auch an den Bundestag soll man auf der neuen Plattform Petitionen richten können. Dieser hat zwar eine eigene <a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petitionsplattform</a> im Internet, nutze für diese aber aus Angst vor Datenklau nicht die elektronische Ausweisfunktion.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der E-Personalausweis – Totalausfall oder Hoffnungsträger?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der-e-personalausweis-totalausfall-oder-hoffnungstraeger-5354/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 15:09:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Warentest]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Signatur]]></category>
		<category><![CDATA[elektronische Identifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Steria Mummert Consulting]]></category>
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					<description><![CDATA[Der neue Personalausweis wurde im November 2010 in Deutschland eingeführt. Während die Regierung ihn als Fortschritt anpreist, macht sich in der Bevölkerung Unzufriedenheit breit. Was kann der neue Ausweis und wie bewährt er sich in der Praxis? politik-digital.de hat nachgefragt.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue Personalausweis wurde im November 2010 in Deutschland eingeführt. Während die Regierung ihn als Fortschritt anpreist, macht sich in der Bevölkerung Unzufriedenheit breit. Was kann der neue Ausweis und wie bewährt er sich in der Praxis? politik-digital.de hat nachgefragt.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/nPA_VS.jpg" title="Bild" alt="Bild" align="middle" height="130" width="220" />     <img decoding="async" src="/wp-content/uploads/nPA_RS.jpg" title="Bild" alt="Bild" align="middle" height="130" width="220" />
</p>
<p>
Seit dem 1. November 2010 können deutsche Staatsbürger den <a href="http://www.personalausweisportal.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neuen Personalausweis</a> (nPA) im Scheckkartenformat beantragen. Neben der üblichen Ausweisfunktion und der Option, seinen Fingerabdruck speichern zu lassen, bietet er auch eine integrierte Chipkarte, die die sichere Benutzung im Internet ermöglichen soll. Die Funktionen der elektronischen Identifikation (eID) und der digitalen Signatur sollen es ermöglichen, Behördengänge, Vertragsabschlüsse und Einkäufe sicher und unkompliziert online zu erledigen. Um den Ausweis mit dem eigenen Computer zu verbinden und anzuwenden, benötigt man zunächst die passende Software und ein Kartenlesegerät. Dieses gibt es in drei verschiedenen Ausführungen und Preisklassen zwischen circa 20 und 130 Euro: Basis, Standard und Komfort. Die entsprechende Software, die sogenannte „AusweisApp“, kann man kostenlos <a href="https://www.ausweisapp.bund.de/pweb/index.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">downloaden</a>. Der Ausweis selbst kostet 28,80 Euro und für das Freischalten der eID sowie das Entsperren und Ändern der persönlichen PIN-Nummer müssen nochmals je 6 Euro gezahlt werden. Auch für den Erwerb eines Zertifikats für die digitale Signatur kommen weitere Kosten auf den Verbraucher zu.
</p>
<p>
Nach gut neun Monaten Laufzeit mit mittlerweile rund sechs Millionen Inhabern des neuen Ausweises sind von den versprochenen innovativen Möglichkeiten, die man für die oben genannten Preise auch erwarten könnte, nicht viele in die Praxis umgesetzt worden. Stiftung Warentest hat den Personalausweis über mehrere Monate hinweg getestet &#8211; das Ergebnis ist aus ihrer Sicht „ernüchternd“.
</p>
<p>
Zunächst wurde neben den hohen Kosten auch die sehr <a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/Neuer-Personalausweis-Mangel-an-Beratung-4170157-4170160/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dürftige Beratung</a> für den Bürger kritisiert. Oft wussten die Beamten nicht mehr als in der Broschüre des Bundesinnenministeriums nachzulesen ist, und konnten auf Fragen der Benutzer keine hinreichenden Antworten geben.
</p>
<p>
Als „<a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/Neuer-Personalausweis-Schlecht-informiert-4190993-4197190/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweifelhaftes Geschenk</a>“ bezeichnete Stiftung Warentest, dass viele Behörden den Bürgern ein kostenloses Basislesegeräte mitgeben. Zwar sind der Personalausweis und die Chipkarte selbst, soweit bekannt, sicher. Der Chaos Computer Club (CCC) warnte jedoch eindringlich vor der Benutzung der preiswerten Kartenlesegeräte ohne eigene Tastatur. Mithilfe sogenannter Key-Logger könnten Hacker den über die Computertastatur eingegebenen PIN erbeuten und die Ausweisfunktion so lange für die eigenen Zwecke nutzen, bis die Karte wieder aus dem Lesegerät entfernt wird. Allgemein sei der nPA nur so sicher wie der Rechner, an dem der Nutzer arbeitet, befand Constanze Kurz, Sprecherin des CCC im Interview mit politik-digital.de.
</p>
<p>
Ein weiteres Problem, das der Stiftung Warentest auffiel, war die fehlerhafte “<a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/Neuer-Personalausweis-Schlecht-informiert-4190993-4197190/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AusweisApp</a>“, die man braucht, um die eID-Funktion am heimischen PC nutzen zu können. Die  nötige Installation sei „recht kompliziert und störanfällig und bei Benutzung älterer Computer auch zeitraubend“, so das Urteil der Warentester. Oft sei das Programm im Test abgestürzt, wenn andere Anwendungen im Hintergrund liefen. Wenn die Software überhaupt nicht funktionierte, dann lag es meist daran, dass im Browser die Cookies ausgeschaltet gewesen seien. Diese zu aktivieren, sei gemeinhin einfach, nur wurde dieser Umstand fast nirgendwo erwähnt, so dass sich die Fehlersuche als sehr langwierig erwies.
</p>
<p>
Die versprochene Möglichkeit der digitalen Signatur, um „elektronische Dokumente rechtswirksam signieren zu können“, kann aktuell überhaupt nicht genutzt werden. <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13463921/Elektronischer-Ausweis-wird-zum-Totalausfall.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Welt Online</a> berichtete, dass sich für die digitale Signatur zunächst sogenannte Trustcenter einschalten müssten, die die Authentifizierung der Kommunikationspartner übernehmen könnten. Da aber weder Angebot noch Nachfrage vorhanden seien, würden die Trustcenter diesen Dienst bislang gar nicht erst anbieten.
</p>
<p>
Das zweite Versprechen, die Nutzung des nPA zur <a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/Neuer-Personalausweis-Enttaeuschung-im-Praxistest-4214969-4214971/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elektronischen Identifikation</a>, wurde zwar bereits eingelöst, doch wird die Funktion in der Praxis bisher nur äußerst eingeschränkt eingesetzt. So kann man etwa bei der <a href="https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_2&amp;via=menu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schufa</a> eine Auskunft zur eigenen Bonität erhalten. Auch die Bundesagentur für Arbeit gibt über die eID Informationen zum Kindergeld heraus und beim Kraftfahr-Bundesamt kann der Bürger den Stand seines Punktekontos abfragen. <i><b>UPDATE</b>:Ab sofort kann man auch Online-Petitionen mit dem neuen Ausweis auf <a href="http://openpetition.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">openPetition.de</a> verbindlich unterzeichnen. </i>
</p>
<p>
Vorreiter bei den Kommunalverwaltungen in Sachen E-Ausweis ist Münster. Hier kann man bereits verschiedene behördliche Anträge, Anmeldungen und Bestellungen online aufgeben. Leider stehen diese durchaus hilfreichen Angebote auch nach einem Dreivierteljahr noch immer recht alleine da. Vor allem die Wirtschaft scheint kaum an der Schaffung neuer Angebote interessiert zu sein. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club sieht als Ursache hierfür das Abwägen von Kosten und Nutzen seitens der Unternehmen, wobei aufgrund sehr geringer Benutzerzahlen die Kosten momentan noch deutlich überwiegen würden. Nur <a href="http://www.ccepa.de/onlineanwendungen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">27 Nutzungsmöglichkeiten</a> der eID im Internet gibt es bis dato, eine Zahl, die zu wünschen übrig lässt, insbesondere  wenn man ihr die Ausgaben für die Entwicklung des nPA gegenüberstellt, die sich laut Welt Online auf fast 50 Millionen Euro belaufen.
</p>
<p>
Aufgrund dieser Mängel und dem Fehlen von Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis betitelte Welt Online den neuen Personalausweis als „<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13463921/Elektronischer-Ausweis-wird-zum-Totalausfall.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Totalausfall</a>“ und Constanze Kurz bezeichnete ihn gegenüber politik-digital.de als einen „Rohrkrepierer“. Die Idee, die der Staat mit dem Ausweis hatte, sei „keine schlechte“ gewesen, doch die Umsetzung sei in vielen Teilen „nicht adäquat“.
</p>
<p>
Ganz im Gegensatz zu diesen negativen Ergebnissen und Urteilen kam die Studie „<a href="http://www.steria-mummert.de/presse/presseinformationen/neuer-personalausweis-ist-hoffnungstraeger-oeffentlicher-verwaltungen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Branchenkompass 2011 – Public Services</a>“ zu äußerst positiven Bewertungen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte im Auftrag von Steria Mummert Consulting und dem FAZ-Institut eine Umfrage bei Behörden verschiedener Verwaltungsebenen vorgenommen. Hier sehe man laut Studie den neuen Personalausweis als „Top-Verwaltungsmodernisierer“ und „Hoffnungsträger“. Viele Behörden seien aktuell in der „Konzeptions- und Umsetzungsphase“ und bis 2013 wollten 64 Prozent der Behörden die elektronische Signatur und 63 Prozent die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises für ihre Angebote im Netz nutzen. Christian Mohser, Senior Manager Public Services bei Steria Mummert Consulting, erklärte gegenüber politik-digital.de: „Im Vergleich zu ähnlichen Projekten hat sich der neue Personalausweis sehr gut geschlagen. Nach anfänglichen Einführungsschwierigkeiten haben sich Infrastruktur und Prozesse bei allen Beteiligten stabilisiert und etabliert“.
</p>
<p>
So fällt die Bilanz nach einem Dreivierteljahr zwiespältig aus: Zum einen weisen der neue Personalausweis und seine Funktionen auch Monate nach der Einführung erhebliche Mängel auf. Auch ist die Informationspolitik bislang nicht zufriedenstellend. Auf der anderen Seite werden aber auch erst bis 2020 alle Bundesbürger den neuen Ausweis haben, so dass Wirtschaft und Verwaltung noch genügend Zeit haben, praktikablere Lösungen und Angebote für die Nutzer zu finden. Wenn man die bisherigen neun Monate als Testphase betrachtet und die Behörden, wie in der Branchenkompass-Studie angegeben, weiter an ihren Konzepten arbeiten, könnte der nPA sich auf lange Sicht doch noch vom Totalausfall zum Hoffnungsträger entwickeln.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sicherheitslücken beim ePerso?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sicherheitsluecken-beim-eperso-4994/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 16:09:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesinnenministerium]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker-Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ein „staatlich bereitgestelltes Hochsicherheitsdokument“ lobt die Bundesregierung den neuen, elektronischen Personalausweis. Zur gleichen Zeit warnen Medien und Experten jedoch vor großen Sicherheitslücken. Ein erster Versuch, den ePerso zu knacken, führte allerdings ins Leere.
<p>
&#160;
</p>
<p align="center">
<img src="/sites/politik-digital.de/files/Personalausweis-Elektronisch_1.jpg" alt="elektronischer Personalausweis Muster" title="elektronischer Personalausweis Muster" width="320" height="181" />
</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ein „staatlich bereitgestelltes Hochsicherheitsdokument“ lobt die Bundesregierung den neuen, elektronischen Personalausweis. Zur gleichen Zeit warnen Medien und Experten jedoch vor großen Sicherheitslücken. Ein erster Versuch, den ePerso zu knacken, führte allerdings ins Leere.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/Personalausweis-Elektronisch_1.jpg" alt="elektronischer Personalausweis Muster" title="elektronischer Personalausweis Muster" width="320" height="181" />
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der Abschlussbericht „<a href="http://www.cio.bund.de/cae/servlet/contentblob/1150586/publicationFile/91259/broschuere_e_government_download.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-government 2.0</a>“ des Bundesministerium des Innern (BMI) zum elektronischen Personalausweis ist voll des Lobes für die neue digitale Identitätskarte. Von „sichere[r] und zuverlässige[r] Identifizierung“ ist die Rede, die der „Schlüssel zu sicheren Transaktionen und Vertragsabschlüssen im Internet“ sein soll.
</p>
<p>
Das ARD-Magazin <a href="http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/5249848?pageId=&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=&amp;show=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plusminus</a> dagegen wollte es genauer wissen und bat zwei Mitglieder des <a href="http://www.ccc.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Clubs</a> (CCC), die Sicherheit des ePersos zu testen. Ergebnis: In nur zehn Minuten kamen die CCC-Mitglieder an das Passwort und somit auch an die elektronische Identität des Opfers. Allerdings konnten die Computer-Experten weder den Ausweis noch das Lesegerät manipulieren, sondern besorgten sich die Daten über ein einfaches Spionageprogrammm, über das man jegliche Daten eines fremden Rechners auslesen kann. Daraufhin konnte der Hacker alle digitalen Schritte des Opfers verfolgen – auch die Pin-Eingabe.
</p>
<p>
Dadurch sei es möglich, „dem Nutzer eine andere eID-Transaktion &#8216;unterzujubeln&#8217;“, so Frank Rosengart vom CCC gegenüber politik-digital.de. Dieser Trick wird u.a. von Hackern angewandt, um sensible Daten beim Online-Banking auszuspionieren. Die Schlussfolgerung des Plusminus Beitrages, es gäbe noch „erhebliche Sicherheitslücken“ beim ePerso, ist also eine falsche Interpretation des Hackertests. Richtig wäre: Der ePerso und das Lesegerät sind – zumindest in diesem Punkt – so lange sicher, wie der verwendete Computer sicher ist. Genau auf diese Gefahr sollte auch das BMI in seinem Abschlussbericht hinweisen – was es bisher leider nicht tut.
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von <a href="/user/pbrauckmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Brauckmann</a>. </i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ausweis des 21. Jahrhunderts</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ausweis-des-21-jahrhunderts-4923/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 11:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Konsultation]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
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					<description><![CDATA[Der elektronische Personalausweis kommt. Ab November 2010 erhalten Bürger damit auch online die Möglichkeit eines vollwertigen Identitätsnachweises. Neben einem Plus an Sicherheit bei Internetgeschäften verspricht der nur noch scheckkartengroße Ausweis den virtuellen Behördengang Realität werden zu lassen. Kritik kommt von Datenschützern.
<p>
&#160;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mustermann" target="_blank" title="Familie Mustermann" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/eperso.jpg" alt="Vorderansicht des neuen Personalausweis, Quelle: BMI" title="Vorderansicht des neuen Personalausweis,  Quelle: BMI" height="190" width="320" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
<br />
</div>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der elektronische Personalausweis kommt. Ab November 2010 erhalten Bürger damit auch online die Möglichkeit eines vollwertigen Identitätsnachweises. Neben einem Plus an Sicherheit bei Internetgeschäften verspricht der nur noch scheckkartengroße Ausweis den virtuellen Behördengang Realität werden zu lassen. Kritik kommt von Datenschützern.</p>
<p>
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<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mustermann" target="_blank" title="Familie Mustermann" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eperso.jpg" alt="Vorderansicht des neuen Personalausweis, Quelle: BMI" title="Vorderansicht des neuen Personalausweis,  Quelle: BMI" height="190" width="320" /></a>
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<b>Vielfältige Scheckkarte</b>
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Herzstück des neuen Personalausweises ist der integrierte Chip. Auf diesem werden jene Daten gespeichert, die beim herkömmlichen Ausweis nur aufgedruckt waren. Der Chip beinhaltet auf Wunsch des Bürgers zudem die neue Online-Ausweisfunktion, die digitale Signatur und Fingerabdrücke in digitaler Form. Die Online-Authentifizierung erfolgt mit Hilfe eines Ausweislesegerätes für den PC, welches separat zum Personalausweis erworben werden muss. Nach dem Einscannen des Ausweises, gibt der Nutzer eine sechsstellige Pin ein. Erst dann kann eine Transaktion zu Stande kommen.
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Vom 1. November 2010 an könnten Bürger so vom „sicheren Zugang“ zu E-Governmentangeboten und kommunalen Online-Bürgerdiensten, z.B. bei der Kfz- An-, Um- und Abmeldung profitieren, so ein Sprecher des Bundesinnenmisterium (BMI) gegenüber politik-digital.de. Nach Angaben des BMI hätten sich bisher dreißig Anbieter verpflichtet, ihre Angebote zum neuen Ausweis ab November auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Ein weiterer Schritt zum „virtuellen Bürgertum“ ist die digitale Signatur. Verträge, Anträge und Urkunden könnten auf virtuellem Weg rechtsgültig unterzeichnet werden &#8211; ohne Papier- und Portokosten. Das Zertifikat für die Unterschriftenfunktion müssen interessierte Bürger zusätzlich und kostenpflichtig bei <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/QES/Zertifizierungsdiensteanbieter/ZertifizierungsDiensteAnbietr_Basepage.html" target="_blank" title="Bundesnetzagentur" rel="noopener noreferrer">Anbietern</a> ihrer Wahl beantragen. Wer die neuen Optionen nutzen wolle könne dies „gerne tun“, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) während der Podiumsdiskussion zu seiner <a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation" target="_blank" title="Netzpolitische Grundsatzrede" rel="noopener noreferrer">netzpolitischen Grundsatzrede</a> am 22. Juni in Berlin, „wer nicht, lässt es bleiben“. Jeder könne den Ausweis benutzen „wie den Alten“. 
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<!-- Link zum Öffnen der Colorbox --><br />
<a href="/" class="colorbox"></p>
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/persovid.jpg" title="Quelle: BMI" alt="Quelle: BMI" height="239" width="321" />
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<!-- Inhalt der Colorbox --><br />
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Über das, was perspektivisch möglich sein wird, gibt die <a href="http://www.cio.bund.de/Anwendungstest" target="_blank" title="Anbieter im Anwendungstest" rel="noopener noreferrer">Liste</a> der noch im Anwendungstest befindlichen Dienste Aufschluss. Hier finden sich neben verschiedenen E-Governmentangeboten öffentlicher Stellen auch private Dienstleistungsanbieter, darunter namhafte Beispiele wie die VZ-Netzwerke.
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<b>Diskussion um Anbieter</b>
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Das letztgenannte Beispiel der privaten Dienstleister ist zugleich auch der Hauptkritikpunkt der Datenschützer. Der Personalausweis solle nicht „als Einladung“ für eine ausschließlich personalisierte und nicht anonyme Bereitstellung von Diensten „missverstanden“ werden, sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Weiterhin warnte er davor, das Angebot der Online-Identifikation als „Qualitätssiegel“ für Anbieter zu interpretieren. Diese erhielten ihre Zertifikate zur Datenabfrage „ausschließlich“ auf Grundlage einer „eigenen Erklärung“. Das BMI teilte auf Anfrage mit, dass derzeit noch „Leitlinien zur Prüfung der Erforderlichkeit von Datenübermittlungen“ an Diensteanbieter erarbeitet würden. Dies geschehe durch die Zusammenarbeit von Bundesverwaltungsamt, Diensteanbietern und den Datenschutzaufsichtsbehörden. Die Kriterien zur Vergabe existieren dagegen bereits im <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/607490/publicationFile/34857/eperso.pdf" target="_blank" title="Gesetz zum Personalausweis" rel="noopener noreferrer">„Gesetz über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis“</a>. Im Klartext: Es steht noch nicht fest, wie die Anträge der Anbieter überprüft werden sollen – und damit, wer Daten abfragen darf.
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<b>Nutzer in der Pflicht</b>
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Neue Aufgaben kommen auf den Bürger zu. Dieser kann entscheiden, welche Daten er bei der Online-Identifikation für den jeweiligen Anbieter freigibt. Auf dem <a href="http://www.personalausweisportal.de/cln_155/sid_F4A0ABD78416F8818F6A2E0641026C03/DE/Home/home_node.html" target="_blank" title="Personalausweisportal des BMI" rel="noopener noreferrer">Internetportal </a>zum neuen Personalausweis ist zu lesen, dass eine Vergabestelle entscheiden soll, welche Daten überhaupt für die Transaktion erforderlich sind. Der Nutzer hat die Möglichkeit, diese Auswahl weiter einzuschränken. Die Entscheidung, welche Daten übermittelt werden, liegt am Ende bei ihm. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, sieht darin eine „Auslagerung der Problematik Datenschutz“ auf den Bürger. Er sei in der Pflicht, Software und Lesegerät sicheren Standards zu beschaffen und sich über „Angriffsszenarien“ zu informieren, sagte sie auf der Podiumsdiskussion zu De Maizières netzpolitischer Grundsatzrede.</p>
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		<title>eGovernment 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Government 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel, 28. September 2006) Für Bürger, Verwaltung und Wirtschaft ist der Staat immer besser übers Netz zu erreichen. Mit der Strategie „
                            eGovernment 2.0“ leitet die Bundesregierung jetzt die nächste Stufe ein und stellt noch mehr Dienstleistungen online bereit. Zum Beispiel den neuen E-Personalausweis, der ab 2008 zur „elektronischen Meldeadresse“ werden soll und damit die „
                            Digitale Signatur“ ersetzen wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel, 28. September 2006) Für Bürger, Verwaltung und Wirtschaft ist der Staat immer besser übers Netz zu erreichen. Mit der Strategie „<br />
                            <a href="http://www.staat-modern.de/E-Government/-,13073/E-Government-2.0.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eGovernment 2.0</a>“ leitet die Bundesregierung jetzt die nächste Stufe ein und stellt noch mehr Dienstleistungen online bereit. Zum Beispiel den neuen E-Personalausweis, der ab 2008 zur „elektronischen Meldeadresse“ werden soll und damit die „<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Signatur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Signatur</a>“ ersetzen wird.</p>
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<p class="normal">Die Verfasser des Programms „eGovernment 2.0 stellen fest: „Einkäufe, Geschäfte mit Banken oder Versicherungen, Diskussionen zu verschiedensten Themen werden schon heute (&#8230;) in Online-Shops, beim Online-Banking oder in Online-Foren getätigt.“ Diese, unter Federführung des Bundesinnenministeriums entstandene Analyse, möchte im Deutschland des Jahres 2006 niemand bestreiten. Und auch Transaktionsdienstleistungen staatlicher Stellen werden immer häufiger bereitgestellt. Viele Behörden bieten Informationen oder ganze Verwaltungsvorgänge online an.</p>
<p>Mit der neuen Strategie des Bundes „eGovernment 2.0“ sollen diese noch weiter ausgebaut werden und verspricht: „Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung können im Jahre 2010 alle gewünschten Online-Dienstleistungen des Staates im erforderlichen Umfang elektronisch nutzen“. So weit, so wenig überraschend. Schließlich arbeitet der Bund schon seit dem Jahr 2000 daran, „internetfähige“ Dienstleistungen ins Netz zu bringen – ohne die Grenze auch nur annähernd erreicht zu haben. In diesem Bereich ist viel zu tun.</p>
<p class="fett">Elektronische Meldeadresse</p>
<p class="normal">Interessant erscheinen die Maßnahmen, die zur sicheren Kommunikation im Internet geplant werden. Die Ziele sind hoch gesteckt: Künftig soll jeder Bürger eindeutig im Netz identifiziert werden können – sei es, um eine Rentenversicherung abzuschließen, ein Auto anzumelden oder im Netz etwas einzukaufen. Angesichts der Anonymität im Netz eine erstaunliche Vorstellung. Doch dem Bundesinnenministerium zufolge soll sich dies schon im Jahr 2008 ändern. Dann soll der neue Personalausweis kommen, der mit einem speziellen Chip versehen werden soll und jeden Besitzer eindeutig identifizieren soll. Im „eGovernment 2.0“ Programm ist von „einer elektronischen Präsenz im Netz mit elektronischer Meldeadresse“ die Rede. Ob die notorisch auf ihre Freiheit bedachten „Netizens“ das zu schätzen wissen? In einschlägigen Foren sind die Meinungen geteilt. Während einige Nutzer um ihre Privatsphäre fürchten, freuen sich Geschäftstreibende im Netz über die zusätzliche Sicherheit, die ihnen das Verfahren bieten würde.</p>
<p class="fett">E-Government: Deutschland liegt im Mittelfeld</p>
<p class="normal">Die eGovernment 2.0-Strategie folgt der Initiative „BundOnline 2005“, das von Altkanzler Schröder auf der CeBit 2000 öffentlichkeitswirksam gestartet wurde. Das ursprüngliche Ziel der Initiative, etwa 380 Dienstleistungen des Bundes bis 2005 im Internet verfügbar zu machen, wurde übertroffen. Insgesamt stehen über 440 Anwendungen zur Verfügung, die von Bürgern, Verwaltung und Unternehmen genutzt werden können. In einer aktuellen<br />
                            <a href="http://www.at.capgemini.com/presse/pressemitteilungen/eu_studie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vergleichsstudie</a> zur Verfügbarkeit von eGovernment in Europa, die von der Beratungsgesellschaft Capgemini im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurde, belegt Deutschland einen Rang im hinteren Mittelfeld. Knapp 50% der staatlichen Dienstleistungen können hier über das Netz genutzt werden. Der Abstand zum Bestplatzierten des Rankings, Österreich, ist beträchtlich. Dort muss der Bürger nur noch in 17% aller Fälle aufs Amt gehen, um Verwaltungsaufgaben erledigen zu können. Damit zeigt die Bundesrepublik Österreich der Bundesrepublik Deutschland, dass ein Land nicht zentral organisiert sein muss, um eine wirksame eGovernment-Strategie implementieren zu können.</p>
<p class="fett">Das Föderalismusproblem</p>
<p class="normal">Doch ähnlich wie bei der „Kulturhoheit“ bleiben einzelne Verwaltungsdienstleistungen in der Obhut der einzelnen Bundesländer, so auch beim E-Government. Das Bundesinnenministerium steht vor der schwierigen Aufgabe, diese Kompetenzen auch im eGovernment-Bereich zusammen zu führen. Denn: „Die Nutzerinnen und Nutzer von eGovernment-Dienstleistungen differenzieren in der Regel nicht nach Verwaltungsebenen“, wie die Autoren der „eGovernment 2.0“-Strategie vermerken. Zumindest Standardanliegen wie Wohnsitzanmeldung oder die Zulassung eines Autos sollen zukünftig in allen Ländern gleichermaßen funktionieren. Zudem soll der interne Datenaustausch zwischen den Ländern verbessert werden.<br />
                            </p>
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