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	<title>Flüchtlinge &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Flüchtlinge &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Smart Hero Award verliehen: Die kleinen Helden des Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 10:39:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt die kleinen Helden des Alltags. Und es gibt auch sowas wie die kleinen Helden des Internet: Gestern wurden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Hero-Award-2016-Pressefoto-Homepage-des-Awards.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150270 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Hero-Award-2016-Pressefoto-Homepage-des-Awards.jpg" alt="Smart-Hero-Award-2016-Pressefoto-Homepage-des-Awards" width="640" height="327" /></a>Es gibt die kleinen Helden des Alltags. Und es gibt auch sowas wie die kleinen Helden des Internet: Gestern wurden fünf Initiativen mit dem Smart Hero Award 2016 ausgezeichnet, die sich in den Sozialen Medien für die gute Sache einsetzen. Dabei übten die Gewinner des Publikumspreises deutliche Kritik an Mitveranstalter Facebook.</p>
<p>Zum dritten Mal haben die Stiftung Digitale Chancen und Facebook Deutschland den <a href="https://www.smart-hero-award.de/ueber_den_award/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Hero Award</a> verliehen. Die <a href="https://www.smart-hero-award.de/presse/index2.cfm/secid.226" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Organisatoren</a> des Wettbewerbs wollen damit Projekte ehren, die sich über die Sozialen Medien für mehr Anerkennung, Respekt und Toleranz in der Gesellschaft einsetzen. Der Preis wurde in insgesamt fünf Kategorien vergeben.</p>
<p>In der Kategorie „Couragiertes politisches Engagement“ setzte sich die Initiative <a href="https://www.facebook.com/gesichtzeigen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.“</a> durch. Der Verein möchte dazu ermutigen, sich aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einzusetzen. Krebskranken helfen, sich selbst wieder schön zu finden: Das hat sich wiederum <a href="https://www.facebook.com/Recoveryoursmile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Nana – Recover your smile e.V.“</a> zum Ziel gesetzt und wurde in der Kategorie „Leben mit Krankheit“ ausgezeichnet. Mit Blick auf den Einsatz für „Akzeptanz in der Gesellschaft“ überzeugte die Jury <a href="https://www.facebook.com/querblick" target="_blank" rel="noopener noreferrer">queerblick e.V.</a> am meisten, ein Medienprojekt speziell für junge schwule, lesbische, bi- und trans-Jugendliche. Da die Flüchtlingssituation in Deutschland im vergangenen Jahr zum bestimmenden gesellschaftlichen Thema geworden war, gab es erstmals auch in der Kategorie „Flüchtlingshilfe“ einen Preis zu vergeben. Hier gewann die Initiative <a href="https://www.facebook.com/fluechtlingewillkommen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Flüchtlinge Willkommen“</a>, die hilft, WG-Zimmer an Flüchtlinge zu vermitteln. Und bei der Abstimmung der Internetnutzer kamen die <a href="https://www.facebook.com/HoGeSatzbau" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hooligans gegen Satzbau – Initiative gegen Rechts-Schreibung“</a> am besten an: Das Projekt, das ironisch auf rechtes Gedankengut aufmerksam macht, erhielt den Publikumspreis.</p>
<h3>Kritik an Facebook: „Wir könnten überflüssig sein, wenn ihr handeln würdet“</h3>
<p>Wie die <a href="http://www.mopo.de/news/panorama/-smart-hero-award---hooligans-gegen-satzbau--greifen-facebook-wegen-hass-postings-an-24777266" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Morgenpost</a> berichtet, machten bei der Preisverleihung die Publikumslieblinge aus ihrem Unmut über die Vorgehensweise von Facebook keinen Hehl. In ihrer Dankesrede kritisierten die „Hooligans gegen Satzbau“ Facebook in scharfen Worten: „Wir sind es leid, als Antwort auf Meldung von Hass und Hetze eine Nachricht zu bekommen, dass nicht gegen eure Gemeinschaftsstandards verstoßen wurde, während wir eure Nutzer täglich animieren, sich gegen Menschenfeindlichkeit einzusetzen.“ Das Preisgeld von 2500 Euro, das das Unternehmen für jede Preiskategorie stifte, sei nur dazu da, um sich eine weiße Weste zu erkaufen. „Wir könnten überflüssig sein, wenn ihr handeln würdet“, so die drei Vereinsvertreter.</p>
<p>Insgesamt haben nach Angaben der Organisatoren über 350 Initiativen an dem Wettbewerb teilgenommen, dem ersten seiner Art im deutschsprachigen Raum. Das seien rund 100 Einreichungen mehr gewesen als noch 2015. „Auch die Art und Weise, wie die eingereichten Projekte soziale Medien nutzen, hat an Qualität gewonnen“, sagte Jutta Croll, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Digitale Chancen. „Wir sehen, dass gemeinnützige Organisationen und Einzelinitiativen soziale Medien immer stärker strategisch-koordiniert einsetzen.“ Der Smart Hero Award 2016 steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.smart-hero-award.de/transfer/assets_orig/orig_6214.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressefoto</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Was bringen Pranger gegen Hasskommentare im Internet?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2016 08:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor knapp einem Jahr antwortete die Bild-Zeitung auf Hass-Kommentare im Internet mit einem groß angelegten Online-Pranger, veröffentlichte also Fotos und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pranger-DigitArtClips-CC0-Public-Domain-Pixabay.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-150263 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pranger-DigitArtClips-CC0-Public-Domain-Pixabay.jpg" alt="pranger-digitartclips-cc0-public-domain-pixabay" width="640" height="301" /></a>Vor knapp einem Jahr antwortete die Bild-Zeitung auf Hass-Kommentare im Internet mit einem groß angelegten Online-Pranger, veröffentlichte also Fotos und Klarnamen der Kommentatoren. Medienwissenschaftler haben nun die Wirkung des sogenannten „Prangers der Schande“ untersucht. Ihr Befund: Die öffentliche Bloßstellung von Hetzern ist kein adäquates Mittel.</p>
<p>Der Hass war schon längst online gegangen. Doch im Oktober 2015 schienen die verbalen Ausfälle im Netz ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht zu haben. Vor allem gegen Flüchtlinge. „So viel offener Hass war nie in unserem Land“, zeigte sich zumindest Deutschlands größte Tageszeitung überzeugt. Und veröffentlichte am 20. Oktober auf zwei Doppelseiten und im Internet 42 Hass-Kommentare mit den dazugehörigen Nutzernamen und Profilfotos: <a href="http://www.bild.de/news/inland/social-media/der-pranger-der-schande-43073084.bild.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„BILD stellt die Hetzer an den Pranger!“</a> Ein halbes Jahr später stellte das Oberlandesgericht München klar: <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/eine-aktion-und-zwei-gegensaetzliche-urteile-gericht-pranger-der-schande-bei-bild-unzulaessig/13350898.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Juristisch gesehen war das unzulässig</a>. Doch hat der „Pranger der Schande“ wenigstens sein Ziel erreicht und den Hass im Netz durch eine solche Ächtung eindämmen können?</p>
<p>Das haben jetzt Katharina Neumann und Florian Arendt von der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität untersucht. Das Ergebnis ihrer <a href="https://www.springerprofessional.de/der-pranger-der-schande/10342086" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Inhaltsanalyse</a> fällt ambivalent aus: So ging die Zahl der Hasskommentare zwei Tage nach der Veröffentlichung des Bild-Prangers zwar auf 5,6 Prozent aller abgegebenen Kommentare auf der Bild-Facebookseite zurück. Das waren gegenüber dem zuvor gemessenen Durchschnittswert 2,4 Prozentpunkte weniger. Gleichzeitig nahmen aber auch die Kommentare zu, die zwar nicht als Hatespeech zu werten sind, jedoch eine sehr kritische Haltung zum Ausdruck bringen („Das Boot ist voll – keine weitere Aufnahme“ oder „Mittlerweile habe ich nur noch Angst“). Sie stiegen um 5,6 Prozentpunkte auf 78,3 Prozent. Mit der Zeit verflüchtigten sich all diese Effekte wieder.</p>
<p>Die Medienwissenschaftler Neumann und Arendt erklären die vorübergehende Zunahme der negativen Kommentare damit, dass der Bild-Pranger ein Gefühl der Bedrohung der individuellen Meinungsfreiheit ausgelöst habe. Dieses Gefühl, so die Annahme der beiden Forscher, könne Flüchtlingsgegner und Skeptiker erst recht dazu ermuntert haben, ihre Meinung offen zu äußern. Die Forscher vermuten dabei auch einen Zusammenhang mit den gleichzeitig weniger gewordenen expliziten Hass-Kommentaren: So hätten einige über den gemäßigten Stil der negativen Kommentare ihren Gedanken weiter freien Lauf lassen können, ohne sich jedoch dabei der von der Bild-Zeitung geforderten Strafverfolgung („Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!“) oder der Gefahr von sozialen Sanktionen auszusetzen.</p>
<p>Katharina Neumann und Florian Arendt ziehen daraus die Konsequenz, „dass die öffentliche Bloßstellung von Hasskommentatoren kein adäquates Mittel“ gegen Hatespeech darstellt. Schließlich habe sich die Bild-Zeitung mit dem Pranger nicht nur zum Ziel gesetzt, so strafrechtlich relevante Äußerungen einzudämmen, sondern auch die öffentliche Meinung über Flüchtlinge zu verbessern. Die habe sich aber „zumindest kurzfristig verschlechtert“. Bestätigt sehen die Wissenschaftler die Forschungsergebnisse durch Empfehlungen der UNESCO, die im Kampf gegen Hasskommentare der inhaltlichen Auseinandersetzung und Gegenargumenten den Vorzug geben. Jede Reaktion, die die Meinungsfreiheit einschränke, sei dagegen sorgsam abzuwägen und nur in Ausnahmefällen zu rechtfertigen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/pranger-mittelalter-ritter-m%C3%B6rder-1126124/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pranger</a> von <a href="https://pixabay.com/de/users/DigitArtClips-29345/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DigitArtClips</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, licenced <a href="https://pixabay.com/de/pranger-mittelalter-ritter-m%C3%B6rder-1126124/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>An(ge)kommen in Deutschland?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 13:48:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Allein letztes Jahr kamen über eine Millionen Geflüchtete aus verschiedenen Ländern der Welt nach Deutschland. Die spontane Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fence_bykst_pixabay_cc0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149483 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fence_bykst_pixabay_cc0.jpg" alt="fence by bykst via pixabay cc0" width="640" height="380" /></a>Allein letztes Jahr kamen über eine Millionen Geflüchtete aus verschiedenen Ländern der Welt nach Deutschland. Die spontane Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger und Initiativen halfen dabei die Menge der Angekommenen aufzufangen. Seitdem ist ein Jahr vergangen. Wo stehen wir heute, wie soll es weitergehen?</p>
<h3>Refugees welcome?!</h3>
<p>„Wir schaffen das!“, postulierte Angela Merkel im August letzten Jahres, als täglich tausende Geflüchtete in Deutschland ankamen. Die Unterstützung der freiwilligen HelferInnen war enorm. Sie schafften erste Grundlagen, spendeten, verteilten Hilfsgüter und sorgten in den ersten Tagen dafür, dass die nötigsten Bedürfnisse der Ankommenden gedeckt wurden.</p>
<p>Bereits in den ersten Folgemonaten etablierte sich eine <a href="http://politik-digital.de/news/digitale-willkommenskultur-146554/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vielzahl </a>an ehrenamtlichen Organisationen, Vereinen und Unterstützergruppen. Man koordinierte sich lokal und entwickelte erste Konzepte, um die Ankommenden aufzufangen und ihre Situation in Deutschland zu verbessern. Organisationen wie der <a href="https://foerderverein.freie-netzwerke.de/">Förderverein Freie Netzwerke e.V.</a> und die <a href="https://okfn.de/">Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.</a> trugen mit ihrer Expertise zur Unterstützung bei. Bildungsinitiativen wie die <a href="http://politik-digital.de/news/crowdfunding-kampagne-fuer-fluechtlingsuniversitaet-startet-146813/">Kiron University</a> gründeten sich, um Integration über Bildung zu ermöglichen.</p>
<p>Über eine Millionen Menschen kamen in Deutschland an, doch sind sie wirklich „an(ge)kommen?“ Auf politischer Ebene lange nicht. Die ersten Monate waren von langwierigen Diskussionen geprägt, die „Flüchtlingskrise“ entwickelte sich zur organisatorischen Ausnahmesituation für die Bundesrepublik. PolitikerInnen proklarierten, dass ihnen in vielen Fällen die Hände gebunden seien. Die App „<a href="https://www.ankommenapp.de/">Ankommen</a>“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) steuert aktuell dagegen. Information- und Sprachangebote sind in der mobilen Anwendung verbunden, Flüchtlingen wird die selbstständige Orientierung und erste Integration in Deutschland erleichtert.</p>
<h3>Gegeneinander, Miteinander, Füreinander</h3>
<p>Viele großartige Projekt, viele ehrgeizige Ziele, aber leider auch viel Chaos. Das ist Flüchtlingshilfe im Jahr 2016, ein halbes Jahr danach. Viele gute Ideen gibt es nicht nur einmal – <a href="http://politik-digital.de/news/willkommensnetz-fluechtlingshilfe-vor-ort-147307/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">überall in Deutschland</a> entstehen laufend neue Projekte. Da wird aber auch leider vieles doppelt oder dreifach angegangen, Kapazitäten werden nicht optimal ausgenutzt, es fehlt an zentraler Koordination. Das wirkt sich auch auf die ehrenamtlichen HelferInnen aus, die zusehends überlastet sind. Neben ihrer anstrengenden Arbeit für ihr Engagement müssen sie sich oft mit hohen bürokratischen Hürden und langwierigen Antragsverfahren auseinandersetzen.</p>
<p>Dies war auch der Ausgangspunkt der öffentlichen Anhörung des Ausschuss Digitale Agenda zum Thema &#8220;Digitale Flüchtlingshilfe in Deutschland&#8221; Anfang Juni. Ein Grund mehr weshalb der folgender Gedanke in den Köpfen aller Beteiligter ankommen muss: Es braucht ein Handeln, das Ressourcen weise nutzt und nicht ausnutzt. Dazu sind das Wissen und die Fähigkeiten der gesamten Gemeinschaft gefragt, nicht zuletzt das der Flüchtlinge selbst. Sie können uns am besten zeigen woran es mangelt, was sie brauchen. Deshalb müssen wir sie mit an einen runden Tisch einladen, an dem gemeinsam mit den Initiativen, ehrenamtlichen HelferInnen und der Politik daran gearbeitet werden kann, die vor uns liegende Aufgabe zu bewältigen.</p>
<h3>Vernetzt integriert!</h3>
<p>Informationen sind die wichtigste Grundlage, um diese Aufgabe anzugehen. Die Vielzahl der konkreten Ansatzpunkte verliert in der unkoordinierten Umsetzung einen Teil der Wirkung des umfangreichen Engagements. Eine zentrale Plattform, die von staatlicher Seite aus Projekte unterstützt und Potentiale bündelt, zentrale Ansprechpartner einsetzt und Best-Practice-Beispiele auf bundeweiter und regionaler Ebene aufzeigt, wird deshalb dringend benötigt. Pilotprojekte wie <a href="https://www.bmbf.de/de/hilfe-fuer-kommunen-und-kreisfreie-staedte-1829.html">BildungskoordinatorInnen</a> für Kommunen, die lokale Initiativen koordinieren und Hilfe organisieren sollen, müssen dafür öffentlichkeitswirksam eingesetzt werden. Sie müssen zu den zentralen AnsprechpartnerInnen für Engagierte werden und diese unterstützen. Die Hilfsplattformen der Bundesländer <a href="https://www.ich-helfe.nrw/">Nordrhein-Westfalen</a> und <a href="http://www.aktionhessenhilft.de/">Hessen</a> können hier einen ersten Ankerpunkt darstellen. Es muss aber weitergedacht werden.</p>
<p>Zudem findet Hilfe heute vielerorts nicht mehr nur analog, sondern in allen Welten statt. Unzählige Projekte, Initiativen und ehrenamtliche HelferInnen engagieren sich online. Das Internet umfasst heute alle Lebensbereiche, das ist bei Integrationsarbeit nicht anders. Hilfe passiert und organisiert sich digital. HelferInnen bemühen sich aus diesem Grund, ebenfalls den Zugang zu Informationen und der Internetinfrastruktur sicherzustellen. Eine Aufgabe, die nicht minder viel Engagement und Zeit kostet. Ihnen muss daher eben so viel Anerkennung entgegengebracht werden wie den traditionellen Ehrenämtern.</p>
<p>Häufig scheitern die digitalen Projekte aber schon am grundlegenden Zugang zum Internet in Flüchtlingsheimen. Internet als ein Schlüssel zur Information und Teilhabe ist aber häufig nicht vorhanden oder kann nur unter viel Mühen aufgebaut werden. Wenn Menschen sich und ihre Potentiale im heutigen Zeitalter entfalten wollen, benötigen sie aber das Internet.</p>
<h3>Integration: Ein langfristiges Projekt</h3>
<p>Viele Menschen sind nun seit über einem Jahr in Deutschland und fragen sich wie es weitergehen soll. Momentan ist die „Flüchtlingskrise“ weitgehend aus dem Fokus der Medien verschwunden, doch die Fragen bleiben weiterhin: Was soll in Zukunft geschehen? Wie muss Flüchtlingshilfe aussehen?</p>
<p>Zum einem müssen sich bestehende Projekte weiter verstetigen, damit langfristige Sicherheiten geschaffen werden können. Die Unterstützung der Politik ist hierfür unabdingbar. Zum anderen müssen Flüchtlinge selber mehr in die Projekte miteinbezogen werden, um ehrenamtliche HelferInnen zu entlasten und sich selbst eine Perspektive zu schaffen.</p>
<p>Eines dieser Beispiele ist das Einrichten von <a href="http://politik-digital.de/news/integration-durch-internet-146979/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetcafés</a>. In diesem gemeinsamen Räumen können Flüchtlinge Informationen erhalten, sich austauschen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Etwa, indem sie Onlinekurse besuchen oder das Internetcafé selbstständig betreuen. Sie weisen beispielsweise andere ein, nehmen an Weiterbildungen teil und unterstützen sich gegenseitig. Hier bedarf es jedoch zentraler OrganisatorInnen, die ungeachtet ihres unsicheren Status als AsylbewerberInnen die Projekte vorantreiben können.</p>
<p>An Ideen mangelt es nicht. Es gilt, die Ressourcen und Potentiale richtig einzusetzen, dafür müssen alle beteiligt werden: Flüchtlinge, HelferInnen und der Staat. Wichtig ist eine Vernetzung, um voneinander zu lernen und die Wirksamkeit des Engagements zu erhöhen. Integration ist eine langfristige Aufgabe, deswegen müssen die Projekte stetig weitergedacht werden. Dabei dürfen jedoch nicht die Belange der Gesellschaft sowie der HelferInnen und Flüchtlinge in den Hintergrund rücken, sondern müssen zentrale Leitgedanken der Arbeit sein. Wie sagte einst Max Frisch: „Es kamen Menschen an.“</p>
<p>Dieser Artikel ist eine Gemeinschaftsarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/sraab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stephan Raab</a> und <a href="http://politik-digital.de/user/owolff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Wolff</a>.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/fence-shield-refugees-welcome-note-978138/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fence</a> by <a href="https://pixabay.com/en/users/bykst-86169/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bykst</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced under <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Let&#8217;s integrate!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Schwenk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2016 07:51:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppe junger Menschen mit technischem und wirtschaftlichem Know-how, die gemeinsam eine neue Website aufziehen &#8211; Berliner Start-Up-Alltag. Der Unterschied [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LI1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148789 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LI1.jpg" alt="politik-digital.de Eigenarbeit " width="640" height="280" /></a>Eine Gruppe junger Menschen mit technischem und wirtschaftlichem Know-how, die gemeinsam eine neue Website aufziehen &#8211; Berliner Start-Up-Alltag. Der Unterschied zu den üblichen Start-ups: Die Hälfte der Mitarbeitenden sind Geflüchtete, es geht nicht um Profit, sondern nur um eine Idee. Die Idee, Menschen und Kulturen zusammen zu bringen.</p>
<p>Lasse Landt, Mitinitiator von <a href="https://letsintegrate.de/de">Let’s integrate!</a>, stellte im Oktober fest, dass viele Menschen noch nie mit Geflüchteten gesprochen hatten, sondern nur über sie. Deshalb entschloss er sich, an einer Veranstaltung für Geflüchtete teilzunehmen. Dort lernte er Khaled Alaswad, einen Geflüchteten aus Damaskus kennen. Es entstand die Idee eines gemeinsamen Projekts, über das sich auch andere Geflüchtete und Deutsche kennenlernen können. So sollen Berührungsängste abgebaut und ein größeres Verständnis für die andere Kultur geschaffen werden. Seit November traf sich eine kleine Gruppe regelmäßig um an dem Projekt zu arbeiten, inzwischen sind rund 20 Personen involviert.</p>
<h3>Ein Secret Handshake als Erkennungszeichen</h3>
<p>Das Prinzip ist simpel: Über die Website von Let’s integrate! melden sich interessierte Deutsche und Geflüchtete an, geben ein Wunschdatum und eine Uhrzeit an und wählen einen Treffpunkt aus fünf Orten, die über die Stadt verteilt sind, aus. Dann bekommen beide Seiten eine E-Mail von Let’s integrate! mit weiteren Informationen und treffen sich dann am ausgemachten Punkt. Erkennen können sie sich an einem „Secret Handshake“, mit der rechten Hand wird ein „L“ für „Let’s“ geformt, mit dem Daumen der linken Hand ein „I“ für „integrate“. Die Treffpunkte wurden so gewählt, dass sich diverse Aktivitäten anbieten: Spazieren gehen im Park am Rathaus Schöneberg, gemeinsam den Zoo erkunden oder auf dem Alexanderplatz einen Kaffee trinken gehen. Auch Sprachbarrieren sollen kein Problem sein. „Im Urlaub funktioniert die Verständigung auch ohne dass man die Sprache spricht“, sagt Lasse Landt dazu.</p>
<p>Auch wenn ein Treffen schon nach einer halben Stunde beendet sei und man feststelle, dass man sich unsympathisch ist, wäre das ein Erfolg. &#8220;Das klingt zwar zunächst komisch, lässt aber immerhin in nur in den seltensten Fällen Raum für Gefühle wie etwa eine diffuse Angst, die bei entsprechender öffentlicher Stimmung schnell in Ablehnung oder gar Hass umschlagen kann.“, so Lasse Landt.  Es geht darum Stereotypen abzubauen, weg von „dem Geflüchteten“ und „dem Deutschen“ und hin zu mehr Offenheit in der Gesellschaft. Wichtig ist den Gründern dabei aber auch ein anderer Punkt, es ist eine Begegnung von Menschen auf Augenhöhe. Es geht explizit nicht darum, Geflüchteten zu helfen, dafür gibt es andere Plattformen. Vielmehr sollen beide Seiten einander kennenlernen, wenn sich daraus weitere Treffen ergeben, umso besser.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ic-gobe-hands-10x.png"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-148905 aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ic-gobe-hands-10x.png" alt="ic-gobe-hands-10x" width="480" height="480" /></a></p>
<h3>Beta-Phase endet bald</h3>
<p>Ab dem 01. Mai sollen die Treffen stattfinden können, momentan steht das Projekt noch in der Beta-Phase. Nachdem nun eine Website und der Newsletter verfügbar sind, wollen die Planer am „eigenen Leib“ ausprobieren, ob ihr Konzept aufgeht. Hierbei sind vor allem kulturelle Begriffe wie Pünktlichkeit und Gastfreundschaft ein Thema, damit das Aufeinandertreffen klappen kann. Alle Erfahrungen, die sie jetzt sammeln, werden dann als Hinweise in die E-Mails aufgenommen.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist es sowohl auf deutscher Seite als auch auf Seiten der Geflüchteten potenzielle Teilnehmer zu erreichen. Denn nicht nur die Deutschen haben Vorurteile und bisweilen Angst vor Geflüchteten. Auch die Geflüchteten haben Hemmungen. „Es ist schwerer die Menschen in den Heimen zu erreichen, sie sind vor einem Krieg geflüchtet und haben Angst“, sagt Khaled  Alaswad. Dennoch werden sie versuchen, möglichst viele Leute über Facebook zu erreichen, dort gibt es Gruppen, in denen sich die Geflüchteten gegenseitig helfen und sich online austauschen. Geplant sind auch Vorstellungen in Heimen und möglicherweise Flyer auf den Straßen. Als erstes Ziel haben sich die Gründer ungefähr 10 Treffen pro Woche gesetzt, nach oben ist die Grenze natürlich offen.</p>
<p>Sollte sich das Projekt in Berlin als Erfolg erweisen, könnte das Konzept auch schnell auf andere Städte übertragen werden. Notwendig wären nur ein wenig Ortskunde, um die Treffpunkte festzulegen und natürlich jede Menge Werbung. Dass ein solches Konzept funktionieren kann, zeigt unter anderem die Schwedische App Welcome!, die lokale Nutzer mit Geflüchteten verbindet. Das technische Wissen und die Motivation das Projekt in Deutschland groß zu machen haben die Mitglieder von Let’s integrate! auf jeden Fall.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/letsintegrate.de/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> geht es zur Facebook Seite von Let&#8217;s integrate!</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild:<a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> politik-digital.de</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>„Hate Speech“: Agieren statt reagieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2015 16:09:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Web 2.0 tot?]]></category>
		<category><![CDATA[Hassrede]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Hassrede ist eines der zentralen Probleme sozialer Plattformen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete eine Podiumsdiskussion über die Frage, wie wir in sozialen Netzwerken kommunizieren wollen. Die Debatte im Rahmen des „forum digital“ behandelte letztlich jedoch vor allem den staatlichen und gesellschaftlichen Umgang mit der sogenannten „Hate Speech“.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Flüchtlingswelle wird hierzulande nicht nur mit Engagement und Hilfsbereitschaft begegnet. Vor allem im Netz herrscht eine angespannte und hasserfüllte Debattenkultur. Ein Blick in die Kommentare bei Newsseiten oder in den sozialen Medien macht das Problem mehr als deutlich. Die <a href="http://kas.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad-Adenauer-Stiftung</a> nahm sich dieser Problematik in einer Podiumsdiskussion an: «Wie wir in den Sozialen Netzwerken kommunizieren wollen».</p>
<h3>Facebook in der Kritik</h3>
<p>Vor allem Facebook wird seit geraumer Zeit dafür kritisiert, viel zu lax mit der ausufernden „Hate Speech“ auf seiner Plattform umzugehen. Die anwesende Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy bei Facebook Deutschland, versuchte jedoch zu relativieren. Nur ein „verschwindend geringer Anteil“ der Postings auf der Plattform seien der Hassrede zuzuordnen. Jedoch werde das Unternehmen „glaubhaften Gewaltandrohungen“ gegenüber Flüchtlingen künftig härter begegnen.</p>
<p>In erster Linie müssten aber strafrechtlich relevante Inhalte, beispielsweise Volksverhetzung, schnell gelöscht werden, so Kirschsieper. Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesjustizministerium, reagierte skeptisch: „Ich höre das gerne, nur fehlt mir der Glaube.“ Er forderte von Facebook auch mehr Transparenz im Melde-Prozess. „Facebook ist für uns lange eine Black Box gewesen“, stellte er bezüglich der Meldestellen des Sozialen Netzwerks fest. Auch aus dem Publikum wurden Stimmen laut, dass Transparenz mehr Vertrauen schaffen würde.</p>
<h3>„Hate Speech“ strafrechtlich verfolgen</h3>
<p>Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass hetzende Beiträge strafrechtlich verfolgt werden müssen. „Letztendlich muss ein Gericht entscheiden, ob ein Posting den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt“, so Billen. Die strafrechtliche Verfolgung habe dabei auch eine abschreckende Wirkung, betonte der Justiz-Staatssekretär. Es sei zwar zu begrüßen, dass Facebook solche Beiträge blockiert, jedoch muss der Staat mithilfe seines Rechtssystems durchgreifen. „Die Gemeinschaftsstandards von Facebook haben hier keine Rechtsgültigkeit.“ Eva-Maria Kirschsieper bekundete dabei auch den Kooperationswillen von Facebook, betonte jedoch, dass das Soziale Netzwerk „nicht der verlängerte Arm der Justiz“ sei. Billen sowie der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) forderten für die Bewältigung des Problems mehr Ressourcen für die ermittelnden Behörden.</p>
<p>Problematisch seien aber vielmehr jene Beiträge, die keinen Straftatbestand erfüllen. „Das mag uns nicht gefallen, aber viele Postings fallen unter die Meinungsfreiheit“, konstatierte Staatssekretär Billen. Löschen hilft nur bedingt, vielmehr sei eine engagierte Gegenrede (Counter Speech) viel sinnvoller, so Kirschsieper. Zwar sei diese in Deutschland noch schwach ausgebildet, jedoch zeigen Beispiele wie der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=i9kv-rmvGKg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar NDR-Journalistin von Anja Reschke</a>, dass Counter Speech auch hierzulande effektiv sein kann. Es ginge vor allem darum, Mythen mit Fakten zu entkräften. Auch Staatssekretär Gerd Billen plädierte für diese Form der Problembewältigung. Dabei geht es auch um Kritik im Umgang mit Quellen. Vor allem Jüngere sind mittlerweile sehr wohl in der Lage, seriöse Gegenmeinungen im Netz zu recherchieren, so Otto Vollmers von der <a href="http://www.fsm.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Dienstanbieter</a>.</p>
<h3>Problem an der Wurzel bekämpfen</h3>
<p>Wichtig ist auch, das Rassismus-Problem an der gesellschaftlichen Wurzel zu bekämpfen. Denn letztendlich liegt die Verantwortlichkeit für Hasspostings nicht bei Facebook, sondern bei ihren Verfassern. Mittels politischer Bildung, so die einhellige Meinung, müsse dem Problem begegnet werden. Jedoch „braucht [es] viele Maßnahmen im Köcher“, so Otto Vollmers, einfache Lösungen gebe es nicht. Die Digitalisierung ist schneller als die Gesellschaftsentwicklung. Deutschland sei generell eher skeptisch eingestellt gegenüber neuen Medien, sodass Anpassungsprozesse oft sehr lange dauern. Wir müssen uns fragen, so der Geschäftsführer der FSM, wie wir neuen Phänomenen effektiver und schneller begegnen. Agieren statt reagieren sei die Devise.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/rtgregory/1332596877" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roger Gregory</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Wenn der Staat versagt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2015 11:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingshilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bewältigung der Flüchtlingswelle zeigt das Potential der Zivilgesellschaft – und gleichzeitig die Ohnmacht des Staates. Vor allem auf sozialen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Staat.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147313" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Staat.jpg" alt="A" width="639" height="280" /></a>Die Bewältigung der Flüchtlingswelle zeigt das Potential der Zivilgesellschaft – und gleichzeitig die Ohnmacht des Staates. Vor allem auf sozialen Plattformen organisieren sich zahlreiche Hilfsinitiativen für Asylsuchende. Mit Angeboten wie ich-helfe.nrw holt der Staat nun seinen Rückstand bei der Flüchtlingshilfe möglicherweise auf.</p>
<p>Die Flüchtlingshilfe in München braucht HelferInnen am Hauptbahnhof und in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Erding und Dornach. An Winterjacken mangelt es auch. In Wilhelmshaven benötigen die Freiwilligen vor allem Kinderwägen und Tragetücher. Und die Aktionsgruppe Flüchtlingshilfe Welver (NRW) sucht dringend Bettwäsche, Wolldecken und Handtücher. Badelatschen wären aber auch praktisch.</p>
<p>So und so ähnlich lauten die Anzeigen auf den unzähligen Facebook-Seiten der örtlichen, über ganz Deutschland verteilten Flüchtlingshilfen. Die soziale Plattform bietet die Möglichkeit, die Bedarfslisten der HelferInnen ständig und jederzeit zu aktualisieren. Ein Vorteil für die Ehrenamtlichen, die hierdurch das bekommen, was auch wirklich gebraucht wird. Und ein Vorteil für die SpenderInnen, die somit keine unnötigen Einkäufe tätigen. Die Gesellschaft organisiert sich selbst. Solche Initiativen „von unten“ zeigen eindrücklich, dass der Staat mit dem Ansturm der Asylsuchenden anscheinend nicht zurechtkommt – die Zivilgesellschaft muss einspringen. Und dennoch gibt es genug Grund zu behaupten: der Staat wird hierdurch nicht obsolet. Langfristig wird er das Zepter wieder in die Hand nehmen.</p>
<h3>Wenn der Ausnahmefall eintritt</h3>
<p>Im Sommer und Herbst 2015 erlebt Deutschland eine bisher nie dagewesene Zahl von Asylsuchenden. Alleine bis Ende September gingen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 275.000 Erstanträge auf Asyl ein. Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um mehr als das Doppelte. Nicht einberechnet sind hierbei die Menschen, die sich zunächst nur als asylsuchend registriert haben, dem Schritt vor dem förmlichen Antrag beim Bundesamt für Migration. Insgesamt kamen so in den ersten acht Monaten des Jahres knapp 577.000 Asylsuchende nach Deutschland. Verlässliche Prognosen für die kommenden Monate sind dabei kaum möglich. Die Bundesregierung geht im Moment von bis zu 800.000 Asylanträgen 2015 aus. In diesem Jahr wird es also den größten Zustrom an Flüchtlingen in der Geschichte der Bundesrepublik geben.</p>
<p>Fast ein Viertel der Asylanträge stammt von Menschen, die aus Syrien geflohen sind. Der dortige Bürgerkrieg, der seit mittlerweile fast fünf Jahren tobt, ist eine der dringlichsten Ursachen für die derzeitigen Flüchtlingsströme nach Europa. Knapp elf Prozent der Anträge stammen derweil von Asylsuchenden aus Afghanistan und dem Irak. Vor allem bei diesen drei Staaten ist ein sprunghafter Anstieg der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge zu verzeichnen.</p>
<h3>Wenn die Zivilgesellschaft in die Bresche springt</h3>
<p>Angesichts dieser noch nie dagewesenen Flüchtlingswelle lässt sich in einem Land, das seit einem Jahr Pegida und Co. erlebt, eine interessante Entwicklung beobachten: Es entsteht eine Welle der Solidarität. Überall engagieren sich BürgerInnen ehrenamtlich in bestehenden oder spontan gegründeten Flüchtlingsinitiativen. Sie stehen bei der Ankunft der Asylsuchenden bereit, versorgen sie mit dem Nötigsten und organisieren den weiteren Ablauf. Und das mit teilweise mehr als nur begrenzten Mitteln.</p>
<p>Dabei spielt vor allem der digitale Raum eine entscheidende Rolle. Auf Facebook entstehen zahlreiche Gruppen, in denen die Helferkreise sich organisieren, aber auch um Spenden bitten. Die soziale Plattform fungiert hierbei als eine Art „Schwarzes Brett“. Die BürgerInnen können sich jederzeit informieren, woran es bei ihnen vor Ort akut mangelt. München, Wilhelmshaven und Welver machen es vor.</p>
<h3>Wenn der Staat überfordert ist</h3>
<p>Aber halt, ist genau das nicht eigentlich Aufgabe der öffentlichen Verwaltung? Politisch Verfolgte genießen in Deutschland schließlich Asylrecht, so sagt es Artikel 16 des Grundgesetzes. Der Staat hat somit die Aufgabe, Asylanträge zu bearbeiten, Wohnraum für die Flüchtenden bereitzustellen sowie deren Existenzminimum zu sichern. Hierbei scheint es derzeit aber an allen Ecken und Enden zu hapern.</p>
<p>Die deutlich gestiegene Zahl an Asylanträgen stellt die betroffenen Behörden vor große Herausforderungen. Das zeigt sich vor allem in den mittlerweile extrem langen Bearbeitungszeiten für Asylanträge. Das Personal kommt nicht mehr hinterher: Beim Bundesamt für Migration sind bis zu 300.000 Anträge unbearbeitet. Aber nicht nur dort zeigt sich die Überforderung des Staates. Auch die deutschen Verwaltungsgerichte haben deutliche Probleme mit der unerwartet großen Flut an Flüchtlingen. „Wir bräuchten deutschlandweit rund 600 zusätzliche Richter, um die vielen Asylverfahren bewältigen zu können“, so zitiert <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeslaender-registrierten-in-40-tagen-409-000-fluechtlinge-a-1058120.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a> den Vorsitzenden des Bundes Deutscher VerwaltungsrichterInnen Robert Segmüller.</p>
<h3>Wenn es an allem mangelt</h3>
<p>Auch bei der Bereitstellung von Wohnraum hat der Staat massive Probleme. Nachrichten über überfüllte Flüchtlingsunterkünfte sind an der Tagesordnung. Asylsuchende müssen teilweise in unbeheizten Zeltstädten, so wie aktuell in Hamburg, untergebracht werden. Die Bremische Bürgerschaft hat sogar ein Gesetz erlassen, das der Polizei die Beschlagnahmung von leerstehenden Immobilien zur Unterbringung von Flüchtlingen erlaubt. Selbst HelferInnen nehmen manchmal Flüchtlinge mit nach Hause, weil sie für die Nacht keine Unterkunft mehr bekommen haben.</p>
<p>Und selbst die Sicherung des Existenzminimums stellt den Staat vor große Probleme. Vor allem die Organisation sowie die Sammlung von Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs sind nicht ausreichend geregelt. Besonders problematisch gestaltet sich das vor allem in Ballungsräumen wie Berlin, wo seit Wochen immer wieder zahlreiche Flüchtlinge vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales ausharren müssen. Ohne Spenden der Bevölkerung – Wasser, Nahrung, Zahnbürsten – wäre die Situation in Deutschland noch deutlich verzwickter. Eine agierende Zivilgesellschaft – ein resignierter Staat?</p>
<h3>Wenn die Routinen versagen</h3>
<p>Warum stellen diese Entwicklungen den Staat nun vor so große Herausforderungen? Vor allem die Länder und Kommunen sind für Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge zuständig. Doch denen mangelt es bekanntermaßen schon seit Langem an finanziellen Mitteln. Kurzfristig ist somit nicht genügend Geld für neuen Wohnraum oder mehr Personal vorhanden.</p>
<p>Durch seine langen Routinen und starren Regeln ist der Staat schon von Natur aus nicht für einen solchen Ausnahmefall gemacht. Und man stelle sich nur mal vor, der Staat würde für jeden erdenklichen Ausnahmefall vorplanen. Zum einen wäre der Aufschrei enorm, wenn beim Staat Hunderte Sachbearbeiter ohne Aufgabe herumsitzen würden, weil gerade kein Flüchtlingsstrom nach Deutschland kommt: Steuerverschwendung! Auf der anderen Seite hatte niemand diesen sprunghaften Anstieg der Flüchtlingszahlen wirklich erwartet. Aus diesem Grund gibt es vorerst auch nicht ausreichend Ressourcen, um dieser Aufgabe Herr zu werden. Institutionen sind eben nur für den Regelfall ausgelegt.</p>
<h3>Wenn die Zivilgesellschaft gestaltet</h3>
<p>An dieser Stelle kommen die HelferInnen aus München, Wilhelmshaven, Welver und vielen weiteren Orten ins Spiel: die Zivilgesellschaft übernimmt. Denn sie besitzt exakt jene Eigenschaft, die dem Staat in solchen Situationen abgeht: Flexibilität. Das Potential, das sie besitzt, zeigt sich dieser Tage, Wochen und Monate mehr als nur deutlich. Dort, wo der Staat momentan überfordert ist, greift die Zivilgesellschaft helfend ein. Tausende von Flüchtlingen erreichen jeden Tag den Münchner Hauptbahnhof? Alles klar, ehrenamtliche Helfer organisieren deren Ankunft und Versorgung direkt vor Ort. Viele wollen helfen, wissen aber nicht wann und wo? Alles klar, Facebook-Gruppen erleichtern die Organisation. Ein solcher Ausnahmefall, eine unerwartete Abweichung von den Routinen des Staates, zwingt die Zivilgesellschaft zur Improvisation.</p>
<p>Die Gestaltungskraft „von unten“ ist demzufolge für veränderte Situationen, für den Ausnahmezustand zuständig. Doch das größte Problem solch zivilgesellschaftlichen Engagements bleibt weiterhin ungelöst: Auf Dauer lässt sich ein solches Handeln meistens nicht gewährleisten. Bürgerinitiativen zerfallen, die Hilfsbereitschaft nimmt stetig ab. Und auch in der Flüchtlingsfrage kann sich niemand darauf verlassen, dass die Zivilgesellschaft den großen Organisationaufwand, auch wenn er dank digitaler Angebote wie Facebook deutlich einfacher geworden ist, auf lange Frist gesehen stemmen kann.</p>
<h3>Wenn der Staat wieder das Zepter in die Hand nimmt</h3>
<p>Nun kommt wiederum der Staat ins Spiel. Er wird durch einen solchen Ausnahmefall nicht bedeutungslos, denn nur zu Anfang sind Institutionen überfordert. Auf Dauer gesehen, wenn sich möglicherweise eine Routine einstellt, kann der Staat diese Aufgaben wieder übernehmen. Die ersten Hinweise auf eine solche Entwicklung kann man bereits beobachten. Zunehmend kommen die Routinen des Staates in Gang und beginnen mit der Problemlösung. Der Bund nimmt beispielsweise Geld in die Hand, um die klammen Länder und Kommunen gezielt bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms zu unterstützen, unter anderem mit einer monatlichen Pauschale für jeden Flüchtling in Höhe von 670 Euro.</p>
<p>Doch in erster Linie beginnt nun die Institutionalisierung der zivilgesellschaftlichen Organisation im Netz. Mit <a href="https://ich-helfe.nrw/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ich-helfe.nrw</a> versucht die nordrhein-westfälische Landesregierung, den HelferInnen mit einer zentralen Organisationsplattform unter die Arme zu greifen. Eine einfache Übersicht für alle BürgerInnen und Ehrenamtlichen, die Hilfe anbieten oder suchen. „Um das Zusammentreffen von Hilfsangebot und Hilfsbedarf landesweit besser zu organisieren. Damit die Hilfe für die Flüchtlinge genau und schnell da ankommt, wo sie auch gebraucht wird“, so NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Auch Hessen hat ein ähnliches Portal eingerichtet, auf dem sich die BürgerInnen über Flüchtlingshilfe informieren können.</p>
<h3>Wenn Staat und Zivilgesellschaft zusammenwirken</h3>
<p>So gesehen ist die Flüchtlingswelle eine Abweichung von der Routine des Staates. Das zivilgesellschaftliche Engagement ist letztendlich also nur eine Übergangsphase, die zu Improvisationen zwingt. Bis Politik und Staat diesen Ausnahmefall institutionalisiert haben und wieder den üblichen Weg der Routinen gehen. Facebook und Co. sind dementsprechend für die kurzfristige Bewältigung solcher Situationen für die Zivilgesellschaft von Vorteil, vor allem bei der Organisation. Langfristig lassen sich solche Idee und Werkzeuge jedoch auch in staatliche Strukturen überführen. Die ersten Schritte sind mittlerweile getan: Ein Teil der Organisation kann nun auch auf staatlicher Ebene ablaufen. Was Personal und Wohnraum angeht, muss die Politik noch nachlegen. Bis dahin ist es wohl weiterhin an der Zivilgesellschaft, diesen Ausnahmefall zu bewältigen.</p>
<p>Zumindest gibt es jetzt auch für die kleine Aktionsgruppe für Flüchtlinge in Welver mit ich-helfe.nrw eine zentrale Plattform, auf der sie nach Hilfe suchen kann. Derzeit braucht die Initiative übrigens Deutschunterricht, Sportangebote und Arabisch-Dolmetscher. Und immer noch Badelatschen.</p>
<p><em>Siehe auch: Grande, Edgar, 2004: Politik gegen Institutionen? Die neuen Souveräne der Risikogesellschaft, In: A. Poferl/ N. Sznaider (Hrsg.), Ulrich Becks kosmopolitisches Projekt. Baden-Baden: Nomos, S. 137-148.</em></p>
<p>Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:A_line_of_Syrian_refugees_crossing_the_border_of_Hungary_and_Austria_on_their_way_to_Germany._Hungary,_Central_Europe,_6_September_2015.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mstyslav Chernov</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 4.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Willkommensnetz: Flüchtlingshilfe vor Ort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2015 11:37:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Campact]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein neuer Vorstoß zur besseren Koordinierung von Flüchtlingshilfen: Campact e.V. startet mit seinem Willkommensnetz ein Online-Verzeichnis für lokale Flüchtlingshilfen in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Karte-Willkommensnetz.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147309" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Karte-Willkommensnetz.jpg" alt="Karte Willkommensnetz" width="640" height="280" /></a>Ein neuer Vorstoß zur besseren Koordinierung von Flüchtlingshilfen: Campact e.V. startet mit seinem Willkommensnetz ein Online-Verzeichnis für lokale Flüchtlingshilfen in Deutschland. Bisher haben sich rund 1.300 Hilfsinitiativen in die interaktive Karte eingetragen. Ziel des Projekts ist eine bessere Vernetzung von lokalen Initiativen mit BürgerInnen, die ihren Teil zur Bewältigung der Flüchtlingswelle beitragen möchten.</p>
<p>Ein schneller Überblick über die Flüchtlingsinitiativen vor Ort: das soll mithilfe des neuen <a href="https://willkommensnetz.campact.de/#!/containers/das-willkommensnetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Willkommensnetzes</a> der Bürgerbewegung <a href="https://www.campact.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Campact</a> deutlich einfacher werden. In einer deutschlandweiten Übersichtskarte werden sämtliche Flüchtlingshilfen, die sich selbstständig in die Karte eintragen und so auf sich aufmerksam machen können, angezeigt. Mit rund 1.300 eingetragenen Initiativen ist das Willkommensnetz die bundesweit größte Übersicht. Durch eine Mitmach-Funktion sind interessierte BürgerInnen darüber hinaus in der Lage, sich direkt bei ihrer lokalen Initiative zu melden und ihre Hilfe anzubieten. Ähnliche Angebote gibt es zwar auch schon von anderen Organisationen, beispielsweise die <a href="http://www.proasyl.de/de/ueber-uns/foerderverein/mitmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übersichtskarte</a> des Fördervereins <a href="http://www.proasyl.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PRO ASYL</a>. Neu ist jedoch, dass die Einträge von den Flüchtlingshilfen im Willkommensnetz selbst gestaltet werden können. Die Karte lässt sich auch problemlos auf den Webseiten der lokalen Initiativen einbinden.</p>
<h3>BürgerInnen zum Engagement ermutigen</h3>
<p>Das Angebot, so Campact-Vorstand Günter Metzges, soll vor allem das bürgerliche Engagement fördern, ohne das die Flüchtlingswelle nicht bewältigt werden könne: „Die Aufnahme einer großen Zahl von Geflüchteten bringt langfristig große Chancen, kurzfristig aber auch erhebliche Herausforderungen für unser Land. Das fordert nicht nur den Staat, sondern uns alle: Nur durch ein bürgerschaftliches Engagement von vielen kann die Integration der zahlreichen neuen Mitbürger gelingen.“ Campaignerin Katharina Nocun ergänzt: „Neue Technologien machen es möglich, potentielle Helfer und lokale Initiativen so einfach und unkompliziert zu vernetzen wie noch nie. […] Das Willkommensnetz soll Menschen dazu ermutigen, sich einzubringen und lokale Initiativen bei sich vor Ort zu unterstützen.“</p>
<p>Der Verein machte schon mit einem Appell gegen Rassismus auf sich aufmerksam, der von mittlerweile über 185.000 Menschen unterschrieben wurde. Campact ist eine Nichtregierungsorganisation, die BürgerInnen eine Beteiligungsplattform im Netz bieten möchte. Laut eigenen Angaben sind derzeit über 1,7 Millionen Menschen bei Campact registriert. Der Verein setzt sich dabei für progressive Politik ein, unter anderem in den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte, direkte Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Zuletzt kündigten sie gemeinsam mit Digitalcourage e.V. eine Verfassungsklage gegen die <a href="http://politik-digital.de/news/bundestag-beschliesst-vorratsdatenspeicherung-147222/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kürzlich beschlossene Vorratsdatenspeicherung</a> an.</p>
<p>Bild: <a href="https://willkommensnetz.campact.de/#!/containers/das-willkommensnetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Screenshot</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Integration durch Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Teresa Keil]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2015 08:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Förderverein freie Netzwerke e.V.]]></category>
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					<description><![CDATA[Die heute startende Kampagne &#8220;support refugees emancipation&#8221; unterstützt einen Verein, der sich für Internetzugang in Geflüchtetenunterkünften einsetzt. Die Internetcafés bieten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/library-488671_640.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-146981 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/library-488671_640.jpg" alt="library-488671_640" width="640" height="280" /></a>Die heute startende Kampagne &#8220;support refugees emancipation&#8221; unterstützt einen Verein, der sich für Internetzugang in Geflüchtetenunterkünften einsetzt. Die Internetcafés bieten dabei nicht einfach nur Zugang zum Internet, sondern sind ein wichtiger Integrationspunkt.</p>
<p>Internetzugang ist, zumindest in Europa, eine Selbstverständlichkeit. Wir nutzen ihn für die unterschiedlichsten Dinge, beruflich sowie privat, für Informationen oder zur Unterhaltung. Wenn wir eine Frage haben, können wir die Antwort googlen. Wenn wir mit anderen kommunizieren möchten, gehen wir auf Facebook oder schreiben Emails. Das ist für uns alltäglich, und doch ist es ein Privileg das wir nicht mehr wirklich wahrnehmen. Uns wird die Wichtigkeit des Internetzugangs erst bewusst, wenn wir mal keinen haben. Für Geflüchtete in Asylunterkünften ist der Zugang zu Internet mindestens genauso wichtig, ja sogar unbedingt notwendig. Darauf will die Kampagne <a href="http://support.refugeesemancipation.com/">„support.refugeesemancipation“</a> aufmerksam machen. <a href="http://ccc.de/">Der Chaos Computer Club e.V.</a>, <a href="http://berlin.freifunk.net/">Freifunk Berlin</a> und der <a href="http://foerderverein.freie-netzwerke.de/">Förderverein freie Netzwerke e.V.</a> unterstützen seit Jahren den Refugees Emancipation Verein, nun launchen sie diese Kampagne, um auf den Verein und die Problematik hinzuweisen und <a href="https://www.betterplace.org/de/projects/20601-internetcafes-computerkurse-fur-gefluchtete" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spenden</a> und Unterstützer zu finden. Der Verein <a href="http://www.refugeesemancipation.com/contenido/cms/front_content.php">Refugees Emancipation</a> setzt sich seit fast 15 Jahren für Internetcafés in Geflüchtetenunterkünften ein. Die Cafés dienen als ein Ort der Kommunikation und des Informationsaustausches. Ein Begegnungsraum wird geschaffen, der die Menschen aus der Isolation holen und miteinander und der Gesellschaft ins Gespräch bringen soll. Auch Grundkenntnisse über den Umgang mit Computern werden dort von Freiwilligen an die Geflüchteten vermittelt.</p>
<p>Der Verein macht deutlich, wie wichtig es für Geflüchtete ist, Zugang zu Internet zu haben. Dazu gehört der Kontakt in die Heimat zu Familie und Freunden, der ohne eigenes Endgerät sonst nicht möglich wäre. Aber auch die Annäherung zum Aufnahmeland wird durch einen Internetzugang erleichtert. Die Nutzer der Internetcafés können sich dort informieren und sich selbst Gehör verschaffen in einem Diskurs der zumeist <em>über </em>sie und nicht <em>mit</em> ihnen geführt wird. Aber auch Übersetzungsdienste sind überlebenswichtig für die Geflüchteten, denn auch kaum ein Deutscher würde mit dem komplizierten Asylrecht und bürokratischen Hürden zurecht kommen. Und natürlich ist es für die Menschen auch von Bedeutung, sich über ihre Heimatländer, Gesetze und ihre Rechte zu informieren. Die &#8220;Support Refugees Emancipation&#8221; Kampagne wird den seit 2001 existierenden Refugees Emancipation e.V bei seiner bisherigen Arbeit unterstützen, denn die Spenden werden dringend benötigt. Telekommunikationskosten, Reparaturen von Rechnern und Netzwerkhardware, sowie Druckerpatronen und Fahrtkosten für die Admins der Cafés können damit finanziert werden. Die Kampagnenleiter wünschen sich verschiedenste Unterstützung. Sie bitten darum, die Kampagne zu verbreiten, sind offen für gute Tipps wie die Kampagne besser gestaltet werden könnte und freuen sich über zahlreiche Spenden. Aber auch Menschen mit Computerkenntnissen sind gefragt und können sich unter <a href="mailto:support@refugeesemancipation.com">support@refugeesemancipation.com</a> melden.</p>
<p>Bild: <a class="hover_opacity" href="https://pixabay.com/en/users/jarmoluk-143740/">jarmoluk</a>  <a href="https://pixabay.com/service/terms/#usage">CC0 Public Domain</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png?resize=305%2C53" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Crowdfunding-Kampagne für Flüchtlingsuniversität startet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2015 08:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Gebührenfrei]]></category>
		<category><![CDATA[Kiron University]]></category>
		<category><![CDATA[Wings University]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute startet die Crowdfunding-Kampagne für die Kiron University, eine Online-Universität für Flüchtlinge. Diese haben nämlich ohne Papiere in Deutschland nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graduation-Normal.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146816" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graduation-Normal.jpg" alt="Graduation Normal" width="640" height="280" /></a></p>
<p><span class="text-lead">Heute startet die <a href="https://www.startnext.com/kironuniversity" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Crowdfunding-Kampagne</a> für die Kiron University, eine Online-Universität für Flüchtlinge. Diese haben nämlich ohne Papiere in Deutschland nicht die Möglichkeit Universitäten zu besuchen. Zwei junge Studenten aus Berlin hatten die Idee, dies zu ändern und Flüchtlingen ohne Papiere, ohne Nachweise, ohne Gebühren die Möglichkeit zur höheren Bildung zu bieten.</span></p>
<p>Solange ihr Aufnahmestatus nicht geklärt ist, bleibt es Flüchtlingen in Deutschland verwehrt, ihr in der Heimat begonnenes Studium fortzusetzen bzw. ein neues zu beginnen. So bleibt den jungen Menschen oftmals nichts anderes übrig, als tatenlos ihre Zeit durch Warten zu verschwenden. Die beiden Berliner Studenten Markus Kreßler und Vincent Zimmer haben dieses Problem aufgegriffen, nachdem viele Flüchtlinge den Wunsch geäußert hatten, endlich etwas tun zu wollen.</p>
<p>Die <a href="http://kiron.university/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kiron University</a>, ehemals Wings University, ist eine gebührenfreie Online-Universität für Geflüchtete. Sie soll jedem Flüchtling die Möglichkeit bieten, einen weltweit anerkannten Abschluss zu erzielen – und all das ohne die übliche Bürokratie. &#8220;Jeder, der möchte, soll einen international anerkannten Abschluss machen können, es entscheidet allein die Qualifizierung und nicht, welche Dokumente du gerade bei dir hast&#8221;, lautet die Devise der beiden jungen Männer. Der Bedarf ist riesig. Bereits im April hatten 15.000 Geflohene ihr Interesse bekundet.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://vimeo.com/138391306" title="Kiron Crowdfunding Video" src="https://player.vimeo.com/video/138391306?width=840&#038;height=1000&#038;discover=1?dnt=1&amp;app_id=122963" width="840" height="473" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Größte Summe über Crowdfunding jemals</h3>
<p>Ab Oktober können Flüchtlinge die ersten Kurse an der Kiron University belegen. Sie können auswählen zwischen der Business School, der School of Engineering, der School of Architecture, der School of Computer Science, der School of Intercultural Studies sowie der Language School. Das Angebot soll noch ausgeweitet werden, jedoch muss die Universität zunächst finanziell am Laufen gehalten werden. Bis zu den ersten Abschlüssen werden noch drei Jahre vergehen.</p>
<p>Hierfür startet heute eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform <a href="https://www.startnext.com/kironuniversity" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Startnext</a>, Sie ist auf zwei Monate angelegt. Kreßler erhofft sich, mindestens eine Million Euro zu sammeln. Dies wäre die bisher größte über Crowdfunding eingenommene Summe in Deutschland für einen sozialen Zweck. Da die Kiron University eine gemeinnützige Organisation ist, kann für jede Spende eine Spendenquittung ausgestellt werden. Diese kann anschließend von der Steuer abgesetzt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <a class="hover_opacity" href="https://www.flickr.com/photos/shawncalhoun/4645459444/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shawn </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC 2.0)</a></p>
<div>
<div> <img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Digitale Willkommenskultur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitale-willkommenskultur-146554/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2015 09:32:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Willkommenskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Zahlreiche Online-Initiativen erzeugen eine Willkommenskultur für Asylsuchende in Deutschland. Allerdings kommt es auch immer öfter zu Diffamierungen und gezielten Fehlinformationen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/10329928973_8a02d57c58_z.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-146557 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/10329928973_8a02d57c58_z.jpeg" alt="10329928973_8a02d57c58_z" width="640" height="280" /></a>Zahlreiche Online-Initiativen erzeugen eine Willkommenskultur für Asylsuchende in Deutschland. Allerdings kommt es auch immer öfter zu Diffamierungen und gezielten Fehlinformationen über Flüchtlinge, die Ressentiments gegen Asylbewerber erzeugen sollen. Auch hierfür ist das Internet eine Plattform. Hilfs-Initiativen lassen sich davon aber nicht abschrecken und sind dennoch zahlreich zu finden. politik-digital.de stellt einige Online-Initiativen vor, die Flüchtlingen bei der Integration helfen können.</p>
<p>Laut dem UNHCR ist ein Flüchtling eine Person, die wegen ihrer „Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat“. Flüchtlinge sind Menschen in Not, die keinen anderen Ausweg sehen als ihre Heimat zu verlassen. Eine Heimat, die sie lieben und nur schweren Herzens hinter sich lassen, um sich auf eine oftmals lebensgefährliche Reise zu begeben.</p>
<p>Die hohe Zahl an Flüchtlingen hat sich zu einer enormen Herausforderung für Europa entwickelt. Insbesondere betroffen sind Staaten wie Griechenland oder Italien. Auch Deutschland muss einen Weg finden, richtig mit der Situation umzugehen. Doch was ist „richtig“? Im Jahr 2014 stellten 172.945 Flüchtlinge einen Asyl-Erstantrag in Deutschland. Damit liegt Deutschland absolut gesehen vorne im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Relativ zur Einwohnerzahl liegt Deutschland mit 2,1 Asylbewerbern auf 1000 Einwohner jedoch hinter Staaten wie beispielsweise Schweden mit 7,8 Asylbewerbern auf 1000 Einwohner.</p>
<p>Dennoch streiten sich zurzeit die Geister darüber, wie die Politik mit dieser komplizierten Situation umgehen soll. Während die einen am liebsten allen Flüchtlingen Asyl gewähren würden, hätten andere am liebsten schon überall Zäune, um nur ja keine „Schmarotzer“ vor der eigenen Haustüre zu haben. So auch im Netz. Zahlreiche Online-Initiativen für Flüchtlinge tragen zur deutschen Willkommenskultur bei. Das macht Hoffnung. Wie immer gibt es jedoch auch die Kehrseite, die uns Tag für Tag am gesunden Menschenverstand unserer Mitbürger zweifeln lässt.</p>
<h3>Online Flüchtlinge begrüßen</h3>
<p>„1000 mal Willkommen“ möchte Lutz Staacke Asylsuchenden sagen. Daher startete er den gleichnamigen <a href="http://1000malwillkommen.tumblr.com/ask" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> als Reaktion auf ausländerfeindliche Attacken auf Flüchtlingsheime. „Wer Flüchtlinge willkommen heißen mag, ist herzlich eingeladen mitzumachen“. Die Idee eines Selfie, auf dem Menschen ein Schild mit freundlichem Willkommensgruß in den Händen halten, stieß auf positive Reaktionen. Knapp 100 von gewünschten 1.000 Selfies wurden bereits gepostet. Mitmachen kann man auch auf Twitter unter #1000malwillkommen.</p>
<p>Zugang zum Internet – eine Selbstverständlichkeit im 21. Jahrhundert? Nicht so für Flüchtlinge. Flüchtlinge, die ein Smartphones besitzen, haben in der Regel keinen Datentarif, der ihnen Zugang ins Netz verschafft. Durch entsprechende Ausbesserungen in Asylunterkünften wäre Flüchtlingen kostenloser Kontakt zu Angehörigen möglich, sie könnten Informationen über die neue Stadt sammeln, sich z. B: auf der <a href="http://www.workeer.de/">Online-Jobbörse</a> für Flüchtlinge umsehen und auf lokale Informationsangebote sowie Informationen aus der Heimat zugreifen.</p>
<p>Um dieses Ziel von freien, unabhängigen und nichtkommerziellen Computerfunknetzen zu erreichen, hat <a href="http://freifunk.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freifunk.net</a> eine Idee entwickelt. Freifunk-Nutzer können Flüchtlingen ihre WLAN-Router über ein sogenanntes Mesh-Netzwerk zur Verfügung stellen. So werden Flüchtlinge aus ganz Deutschland über zahlreiche Freifunk-Gruppen vernetzt. Obwohl die Bürokratie dem Projekt immer wieder Grenzen setzt, konnte die Freifunk-Initiative schon in vielen deutschen Städten aktiv werden.</p>
<h3>Wenn das Radio zur Sammelstation wird</h3>
<p>Das Internetradio <a href="http://detektor.fm/blog/spendenaufruf-deutschunterricht-und-hilfe-fuer-fluechtlinge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">detektor.fm</a> setzt bei seiner Initiative beim Grundproblem der Integration an: der deutschen Sprache. Für das Projekt “Deutsch für Asylbewerber_innen” der Leipziger Gruppe des Vereins Weitblick rief der Sender kürzlich zu Spenden auf und erklärte sein Studio bis zum 14. August zur offiziellen Sammelstation. Begrüßt wird alles, was beim Lernen hilft: Wörterbücher, Stifte, Schulmaterial, Rucksäcke, Möbel und Bücher. Doch auch Tickets für den Nahverkehr, Kleidung, Hygieneartikel, Baby- und Kinderprodukte u.v.m. – und weitere Freiwillige sind hilfreich. Das Projekt besucht Heime im Leipziger Umland und Familien in Wohnungen, wo die Gruppe kostenlosen Deutschunterricht gibt und Hilfe bei Alltagsproblemen leistet. Wer es nicht mehr rechtzeitig zum Sender schafft, kann das Projekt auch finanziell unterstützen.</p>
<p>Obwohl sich Länder und Kommunen große Mühe geben, sind Flüchtlingsheime oftmals überfüllt, unzureichend ausgerüstet und fremdenfeindlichen Angriffen ausgesetzt. Die Aktion <a href="http://www.fluechtlinge-willkommen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Flüchtlinge Willkommen“</a> möchte geflüchtete Menschen aus dieser misslichen Lage befreien und in Wohngemeinschaften unterbringen. Freiwillige können ihr freies Zimmer auf die Homepage stellen Anschließend stellt das Projekt den Kontakt zur asylsuchenden Person her. Für die Miete müssen weder die Mieter selbst noch die Anbietenden aufkommen. Stattdessen wird sie u.a. durch Mikrokredite oder Crowdfunding finanziert. Erfolgreich vermittelt werden konnte beispielsweise der Flüchtling Sebastian, der als evangelischer homosexueller Christ nicht im Iran leben konnte. Der Medizinstudent lebt nun mit Jan in einer WG in Berlin. Zu seinem Glück, so sagt er, fehle ihm nur noch eine Aufenthaltsgenehmigung, um wieder studieren zu können.</p>
<h3>Jobbörse für Flüchtlinge</h3>
<p>Geflüchtete Menschen mit Aufenthaltsgenehmigung dürfen eine Arbeitserlaubnis beantragen. Für geduldete Menschen gilt das Gleiche, jedoch unter gewissen Zugangsbedingungen. Leider ist es für Flüchtlinge dennoch sehr schwierig Arbeit zu finden. In der Regel können sie die Sprache kaum, ihre Ausbildungen werden in Deutschland nicht anerkannt und Arbeitgeber sind ihnen gegenüber skeptisch gesinnt. <a href="http://www.workeer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">workeer.de</a> bietet eine Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse, die sich speziell an Flüchtlinge richtet. Es können Praktika, Ausbildungsplätze und feste Arbeitsstellen angeboten werden von Arbeitgebern, die Flüchtlingen bewusst eine Chance bieten wollen.</p>
<p>Erfreulicherweise gibt es viele Menschen, die nicht nur Verständnis für Flüchtlinge aufbringen, sondern auch aktiv helfen wollen. Oftmals fällt die Entscheidung jedoch schwer, welche Initiative man unterstützen will. Der Blog <a href="http://wie-kann-ich-helfen.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie-kann-ich-helfen.info</a> stellt Hilfsprojekte vor, die aus der Bevölkerung gemeldet werden oder die die Bloggerin der Seite, Birte Vogel, selbst recherchiert. Die Seite bietet eine Übersicht aller möglichen Projekte sowie die passenden Links, Zeitungsartikel oder Facebook-Seiten dazu.</p>
<h3>Fehlmeldungen über Flüchtlinge</h3>
<p>Dass uns das Internet heutzutage eine Plattform bietet, um unsere Meinung kundzutun und Menschen zu helfen, ist eine tolle Entwicklung. Oft wird es jedoch missbraucht. Mit einer perfiden Strategie versuchen Hetzer aktuell Flüchtlinge im Netz zu diffamieren. Es ist ihnen ein Dorn im Auge, wenn positive Meldungen über Asylanten veröffentlicht werden. Auf ihren fremdenfeindlichen Blogs und Facebook-Seiten setzen sie deswegen auf Desinformation. Ganz bewusst werden positive Berichte lanciert, in denen Asylbewerber beispielsweise Portemonnaies oder Reisekoffer finden und diese anschließend an ihre Besitzer zurückgeben. Die Geschichten beruhen allerdings fast nie auf wahren Begebenheiten. Sie sollen später als Falschmeldung entlarvt und so als „Beweis“ für vermeintliche „Asylpropaganda“ verwendet werden.</p>
<p>Auf dem islamfeindlichen Blog „Politically Incorrect“ finden sich dann zum Beispiel Berichte über die deutsche „Lügenpresse“, die „die Massenansiedlung von kulturfremden jungen Männern schmackhaft“ machen möchte. Eine absurde Verdrehung von Tatsachen, die zum einen Ressentiments gegen Asylbewerber erzeugt und zum anderen das Vertrauen in die objektive Berichterstattung deutscher Medien zerstört.</p>
<p>Neben derartigen Meldungen ist es dennoch beeindruckend, wie viele Menschen sich um das Wohl der Asylsuchenden sorgen. Dieser Artikel stellt nur eine grobe Auswahl dar von all den Initiativen, die tatsächlich im Internet zu finden sind. Allein auf der Seite <a href="http://wie-kann-ich-helfen.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie-kann-ich-helfen.info</a> sind unzählige Optionen aufgelistet, sich aktiv für Flüchtlinge einzusetzen. Von fremdenfeindlichen Blogs sollten sich weder Flüchtlinge nach ihrer Ankunft, noch wir als Deutsche einschüchtern lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Update vom 24.08.2015</h3>
<p>Neben den bereits genannten, möchten wir zwei weitere Online-Hilfsprogramme für Flüchtlinge vorstellen:</p>
<p>Ähnlich wie das Blog wie-kann-ich-helfen.info bündelt das Netzwerk <a href="https://netzwerkfluechtlingeberlin.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Berlin hilft!“</a> Berliner Initiativen für Flüchtlinge. Auf der Seite soll Bedarf gezielt koordiniert und aufgelistet werden. So lassen sich, sofern die entsprechenden Informationen verfügbar sind, für jede Initiative spezifische Bedarfslisten finden. Auch Standorte, Kontakt und Spendenkonten sind, wenn möglich, für jedes Programm abrufbar. Unter „Links“ sind darüber hinaus weitere Internetseiten angegeben, die Flüchtlingen bei der Integration helfen können, wie beispielsweise unter der Kategorie „Medizin/Frauen/Seelsorge“.</p>
<p>Erst vor drei Tagen hat Paul H. den Spendenaufruf <a href="https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/bloggerfuerfluechtlinge">„Blogger für Flüchtlinge &#8211; Menschen für Menschen“</a> auf betterplace.org gestartet. Weil die Resonanz so positiv war, erhöhte er bereits nach drei Tagen das Spendenziel auf 10.000€. Neben den Spenden selbst geht es jedoch vor allem darum, die Idee zu verbloggen und so weiterzuverbreiten. Die ersten 3.000€ waren schnell gesammelt und gingen an die Initiative „Moabit hilft“. Die Projekte, die das Geld erhalten, wechseln in regelmäßigen Abständen. Aktuell wird für „Bie Bie One – Nähwerkstatt für Flüchtlinge“ gesammelt. Ausgesucht werden die Projekte in enger Abstimmung mit Betterplace, um diejenigen Programme zu identifizieren, die am dringendsten Unterstützung benötigen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/10329928973/in/photolist-gJPzZF-kGVMwZ-wX5bFy-vr8ES1-w1WEKk-8AWJv8-qu8KQq-a8goyR-a8guR6-a8jkMf-a8kzCG-siCfUB-a8gF9T-a8joub-a8gv7v-a8gp4Z-a8jnBj-a8jnmy-a8jmmJ-a8jpKC-a8jbeo-a8gu2Z-a8jfRE-a8j9n5-a8je6f-a8jpwG-a8grvK-a8gxgD-a8gy12-a8jbxf-a8gi8K-a8guzP-a8jfkJ-a8grdR-a8gpSk-a8j9V7-a8j9Df-a8jc9q-a8gnfK-a8jkeA-a8gmwp-a8gyv8-a8jnRS-a8gtuT-a8j8Nm-a8jqfb-a8gs3K-a8gfZn-a8gkZK-a8j7HQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bluenews.org </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
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<div> <img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></div>
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<p>&nbsp;</p>
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