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	<title>Liquid Democracy &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Liquid Democracy &#8211; politik-digital</title>
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		<title>aula &#8211; Gemeinsam Schule gestalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2015 09:49:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Eigene Ideen einbringen, diskutieren und abstimmen. In Schulen werden die für eine Demokratie so wichtigen Elemente im Alltag oft vernachlässigt. Das möchte „aula&#8221; nun ändern. In dem von Marina Weisband geleiteten Projekt sollen SchülerInnen die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes schulisches Umfeld mithilfe eines Online-Demokratie-Tools aktiv zu gestalten.</p>
<p>„Ausdiskutieren und Live Abstimmen“ – das verbirgt sich hinter dem Projektnamen aula. SchülerInnen ab der fünften Jahrgangsstufe dürfen sich aktiv in die Gestaltung ihrer Schule einbringen und dabei demokratisches Handeln selbst erproben. Hierzu können sie Ideen vorlegen, diskutieren, verbessern und schlussendlich über sie abstimmen. Ziel soll es sein, die passive, konsumierende Haltung hinter sich zu lassen und zu einem aktiven Gestalter der eigenen Umgebung zu werden.</p>
<p>Eines der größten Probleme der Einbindung von SchülerInnen in die Schulpolitik sind oft die begrenzten Unterrichtspläne und Räumlichkeiten. Deshalb soll aula nicht nur im Unterricht, sondern auch auf einer Online-Plattform unter Nutzung eines Liquid Democracy-Tools stattfinden. Über Schulcomputer, eigene PCs sowie mobile Geräte haben die SchülerInnen jederzeit Zugang zur Software.</p>
<h3>Verantwortung übernehmen: Liquid Democracy</h3>
<p>Im Vorfeld des Projekts legen Schülervertretung, Elternvertretung, Kollegium und Schulleitung einen gemeinsamen Rahmenvertrag über die Themen der Beteiligung fest. Innerhalb dieser Grenzen können SchülerInnen Ideen auf der eingerichteten Plattform einbringen. Nach einer ausführlichen Diskussion und möglichen Einbindung von Verbesserungsvorschlägen wird die Idee zur Abstimmung gestellt. Jede Schülerin und jeder Schüler hat eine Stimme und kann für oder gegen den Vorschlag votieren.</p>
<p>Der Clou: Man darf seine Stimme auch an eine beliebige andere Person delegieren, die hierdurch ein größeres Stimmgewicht erhält. Diese Übertragung kann jederzeit zurückgenommen, neu vergeben oder weitergereicht werden. Das ist das Prinzip der Liquid Democracy, einer Mischform aus direkter und repräsentativer Demokratie. Dieser Prozess soll in den Jugendlichen die Reflexion über eigene Wünsche und Interessen, eigene und fremde Kompetenzen sowie deren Grenzen fördern. Die Software ermöglicht es, alle Kinder mit ins Boot zu holen. Gleichzeitig protokolliert und strukturiert sie den Prozess und hält sämtliche Ergebnisse fest. Das Projekt wird mit einer didaktischen Erläuterung der zugrundeliegenden politischen Theorie verbunden, wofür neben der Software ein vorbereitendes und begleitendes Manual bereitgestellt wird.</p>
<h3>Projektstart unter Leitung von Marina Weisband</h3>
<p>Das Projekt wird von politik-digital e.V., unter Leitung von Marina Weisband, durchgeführt und von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Der Verein Liquid Democracy e.V. ist für die Erstellung der Software zuständig. „Das Hauptziel des Projektes ist es, einen didaktischen Rahmen zu geben, in dem Kinder schon lernen, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, Kompromisse zu schließen und auch zu sehen, dass bestimmte Wünsche Kosten haben“, so Weisband.</p>
<p>Ab Januar 2016 beginnt die Einführungsphase für beteiligte LehrerInnen sowie interessierte Eltern. Ab August 2016 soll aula erstmals zum Einsatz kommen und in eine einjährige Pilotphase starten. Interessierte LehrerInnen, SchulleiterInnen oder gerne auch SchülerInnen, die ihre Schule aktiv mitgestalten wollen, können sich an folgende Mailadresse wenden: info@aula.de.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_row style-color-xsdn-bg vc_custom_1637830239283 border-color-wvjs-color row-internal row-container" style="border-style: dashed;border-top-width: 1px ;border-right-width: 1px ;border-bottom-width: 1px ;border-left-width: 1px ;"><div class="row single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-child"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_center column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-small" ><p style="text-align: center;">Wenn Sie diesen Text lesen können, werden unsere externen Inhalte möglicherweise durch Ihre Datenschutzeinstellungen blockiert. Wenn Sie Ihre Einstellungen anzeigen oder ändern möchten, können Sie dies in den <a href="#" class="gdpr-preferences "> Datenschutzeinstellungen </a> tun.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div>
</div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Bild:</strong> <a href="http://www.politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div>
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		<title>Spenden im Netz fürs Netz – ein Überblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 15:17:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140483" alt="Spenden" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png" width="640" height="338" /></a>Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt ja beides. Während sich die Zivilgesellschaft zu Themen rund um das Internet immer besser organisiert, fehlt der wachsenden Anzahl an Akteuren in vielen Fällen die breite, leider auch finanzielle, Unterstützung. Doch worüber finanzieren die Organisationen sich stattdessen, wie akquirieren sie Spenden und worin unterscheiden sie sich in Finanzierung und Struktur? Ein Überblick über die Netzaktiven und Aktiven im Netz.<br />
Mit seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI&amp;feature=kp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a> auf der diesjährigen re:publica ging es Sascha Lobo auch darum, eine Diskussion über Internet-Aktivismus und dessen chronische Unterfinanzierung anzustoßen. Knackpunkt ist dabei häufig die mangelnde Bereitschaft der Sympathisanten, sich auch tatkräftig oder mittels Spenden zu engagieren. Um den ewigen Status als „Hobby-Lobby“ zu überwinden, müssten die Netzorganisationen ihre Finanzierung jedoch umso mehr auf ein festeres Fundament stellen &#8211; unabhängig und jenseits von Zeitdruck und ökonomischen Zwängen.<br />
Wo also liegt das Problem? Sind die Menschen tatsächlich nicht bereit, netzpolitisches Engagement zu unterstützen? Fehlt es an öffentlichkeitswirksamen Narrativen, handfesten Bedrohungen oder dem Bewusstsein für die Bedeutung netzpolitischer Themen? Oder mangelt es an Professionalität in der Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise der Organisationen und Vereine?<br />
Unter dem Motto <em>„Was kostet die Demokratie?“</em> wollen wir herausfinden, wie es denn nun konkret um die Spendenbereitschaft der Netzinteressierten bestellt ist und welchen Anteil Spenden in den Einnahmen der führenden Netzorganisationen haben. Wir versuchen einen besseren Einblick in die Finanzierung spendengestützter Netzorganisationen zu gewähren und die Mittelverwendung  verstärkt zu thematisieren. Mit diesem Beitrag wollen wir die Debatte über Defizite, Möglichkeiten und Professionalisierungsbedarf der Organisationen, zu der wir auch unsere zählen, fortsetzen.</p>
<h3>Wie ist das bei uns?</h3>
<p>Aus eigener Erfahrung mit unserer Arbeit für <b>politik-digital e.V.</b> können wir sagen, dass Spenden mit unter 5.000 Euro im Jahr gegenüber 350.000 Euro Gesamteinnahmen nur minimal zu unserer Finanzierung beitragen. Stattdessen sind wir in unserer Arbeit auf alternative  Finanzierungsmodelle angewiesen. So generieren wir einen Großteil der Einnahmen durch Dienstleistungen in den Bereichen Redaktion und Live-Kommunikation. Damit finanzieren wir u.a. die Redaktion und den Betrieb von politik-digital.de als verlagsunabhängige und parteienübergreifende Informations-, Kommunikations- und Partizipationsplattform zum Thema Politik und Internet.<br />
Auftraggeber der Dienstleistungen sind beispielsweise die Bundeszentrale für politische Bildung (<a href="http://www.bpb.de/politik/wahlen/europawahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dossier zur Europawahl</a>), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (<a href="http://www.ganztagsschulen.org/">http://www.ganztagsschulen.org/</a>), die <a href="http://www.test.de/suche/?q=chat&amp;ff=P3F1ZXJ5PWNoYXQmY2hhbm5lbD1kZSZmb2xsb3dTZWFyY2g9OTk3NSZmb3JtYXQ9WE1M0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a> oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (<a href="https://www.study-in.de/de/community/chat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAAD</a>). Mit der <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Bürgersprechstunde</a> (DBS) wird außerdem eines unserer Projekte in Teilen von Google Deutschland mit unterstützt.<br />
Fundraising betreibt der Verein nur in geringem Maße. Zwar wird für die DBS gezielt um Zuschüsse und Spenden geworben, darüber hinaus beschränkt sich die Akquise allerdings auf wenig prominente <a href="http://verein.politik-digital.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenaufrufe auf unserer Seite</a>.<br />
Wir fragten bei insgesamt 12*<ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins><ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins> Vereinen, Organisationen und Initiativen im Bereich der Netzpolitik und des Netz-Aktivismus nach, um Einblicke in den Status Quo der Spendenbereitschaft zusammenzutragen und Lobos Klage mit den notwendigen Fakten zu unterlegen. In sieben Fragen baten wir sie um Auskunft darüber, wie hoch ihre Spendeneinnahmen (auch gegenüber alternativen Einnahmequellen) sind, woher diese größtenteils stammen und auf welche Weise bzw. wie aufwendig sie um Spenden werben. Antworten erhielten wir von acht der angeschriebenen Organisationen. In einem Fall konnten wir die Informationen teilweise selbst recherchieren.</p>
<h3>Netzpolitik: Ein heterogenes Feld</h3>
<p>Nach einem ersten Blick auf die Antworten wird zunächst eines deutlich: So unterschiedlich die von uns adressierten Akteure in Struktur, Aktivitäten und Inhalten sind, so vielfältig sind auch ihre Finanzierungsmodelle. Während sich einige Vereine vorrangig über ihre Mitgliederbeiträge und somit relativ solide finanzieren können, sind andere Organisationen sehr viel mehr von Spenden abhängig. Andere wiederum finanzieren sich teilweise über Dienstleistungen oder konkrete Kampagnenzuschüsse. Außerdem muss unterschieden werden zwischen Organisationen, die vor allem von Großspendern wie Stiftungen oder gar Unternehmen getragen werden, und jenen, die vor allem Einzelpersonen ansprechen. Im Folgenden haben wir versucht entlang dieser Differenzierungen das Feld der im Netz aktiven und netzpolitischen Organisationen zu skizzieren und ihren Praktiken der Spendenakquise gegenüberzustellen.</p>
<hr />
<p>[expand title=&#8221;<strong>Digitalcourage</strong>&#8220;]<br />
Jenseits der Berliner Hauptstadtblase verrichten beispielsweise die Netzaktivisten von <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitalcourage</b> <b>e.V.</b></a> (vormals FOEBUD) seit 1987 ihre Arbeit in Bielefeld. In ihrem Engagement für „<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter</a>“ richten sie sich mit verschiedenen Aktionen, Projekten und Initiativen an die Öffentlichkeit.<br />
Hier machten im Geschäftsjahr 2012 (<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns/transparenzbericht-wer-steht-hinter-digitalcourage-und-wie-verwenden-wir-die-spenden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a>) die erwirtschafteten Einnahmen etwa 20 Prozent der Gesamteinnahmen von ca. 315.000 Euro aus, Mitgliedsbeiträge etwa 11 Prozent, Einzelspenden ca. 30 Prozent sowie Großspenden und Zuschüsse  41 Prozent. Eine besondere Rolle nehmen bei Digitalcourage gezielte Bezuschussungen im Rahmen der <a href="https://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> ein. Die Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen kann damit insgesamt als hoch angesehen werden.<br />
Der Verein ist allerdings darum bemüht, sein finanzielles Fundament vor allem über Kleinspenden zu stützen, die für einen breiteren Rückhalt in der Gesellschaft stehen. Dazu ist es laut eigener Aussage insbesondere wichtig, auch jenseits der netzaffinen Community Geldgeber zu gewinnen. Dennoch setzen die Bielefelder vor allem auf klassische Spendenaufrufe in ihrem Newsletter, in ihren Druckmaterialien und auf <a href="https://digitalcourage.de/spende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihrer Homepage</a>. Darüber hinaus werden Stiftungen und weitere korporative Geldgeber gezielt und projektbezogen angeschrieben. Gegen externes Fundraising hat man sich hier jedoch bewusst entschieden und integriert die Akquise stattdessen in die alltäglichen Bürotätigkeiten, um Wissen und Ressourcen innerhalb des Vereins zu belassen. Darüber hinaus wurde ein Fundraisingberater hinzugezogen, um das Team in diesem Bereich weiter zu schulen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Internet Gesellschaft Collaboratory</strong>&#8220;]<br />
Eine völlig andere Finanzstruktur findet sich beim <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory e.V.</b></a>, das aber auch andere Ziele verfolgt. Als „ <a href="http://www.collaboratory.de/w/%C3%9Cber_uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offene Experten- und Interventionsplattform</a>“ will das CoLab vor allem dazu dienen, interdisziplinär und praxisbezogen neue Diskussionen und Projekte in der digitalen Gesellschaft anzustoßen.  Der junge Verein (Gründungsjahr 2012) zehrt noch von einer Anschubfinanzierung des Initiators Google Deutschland und war auch im vergangenen Jahr weiterhin stark auf die Spenden des Konzerns angewiesen (56,7 Prozent der Gesamteinnahmen). Die restliche Finanzierung errechnet sich durch einen Jahresübertrag, nicht-monetäre Zuwendungen und  zu 11,3 Prozente über projektbezogene Kostenbeteiligungen (u.a. Bertelsmann Stiftung, Wikimedia). Kleinspender stehen hingegen  bislang noch kaum auf der Geberliste des Vereins (unter 5 Prozent). Darüber hinaus profitiert das CoLab projektbezogen auch von der engen Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Organisationen.<br />
Entsprechend seiner Finanzierungsstruktur adressiert das Collaboratory vornehmlich Unternehmen und Stiftungen, die im selben Feld tätig sind, „d.h. mit dem Internet oder weitestgehend mit dem digitalen Wandel in Berührung stehen.“ Neben dem obligatorischen Spendenaufruf auf der Webseite und einem Eintrag bei <a href="https://www.boost-project.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">boost-project.com</a>, werden diese gezielt angeworben, häufig auch im Rahmen konkreter Projektfinanzierung (Sponsoring). Insgesamt verwendet der Verein 40-50 Prozent seiner Personalausgaben auf Fundraising.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: hoch<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Digitale Gesellschaft</strong>&#8220;]<br />
Die <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitale Gesellschaft</b></a> gründete sich 2010 und wurde auf der re:publica 2011 der Netz-Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem hat der eingetragene Verein einen stabilen Stamm an <a href="https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fördermitgliedern</a> aufgebaut, der sein finanzielles Rückgrat bildet. Durch konstante monatliche Mitgliedsbeiträge von mindestens 5 Euro und durchschnittlich 5-10 Euro verschaffen die Fördermitgliedschaften den Netzaktivisten eine gewisse Planungssicherheit. Darüber hinaus spielen traditionelle Kleinspenden eine große Rolle. Insgesamt kam die Organisation im Jahr 2011 somit auf eine Spendensumme von knapp 13.500 Euro, wie dem aktuellen <a href="https://digitalegesellschaft.de/uber-uns/transparenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a> zu entnehmen ist. Die zweite große Säule der Finanzierung bilden Großspenden von Stiftungen. Seit Mai 2013 beispielsweise empfängt der Verein eine Förderung der <a href="http://www.opensocietyfoundations.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftungsgruppe Open Society Foundations</a>, die im vergangenen Jahr jede Spendeneinnahme des Vereins mit einem Euro bezuschusst hat. Auch konnte die Bridge-Stiftung zwischen 2012 und 2013 dafür gewonnen werden, die <a href="http://echtesnetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne der Digitalen Gesellschaft zur Netzneutralität</a> mit 9.500 Euro zu unterstützen.<br />
Bereits auf ihrer Startseite wirbt die Digitale Gesellschaft sehr prominent um Fördermitglieder. „Arbeit für digitale Bürgerrechte kostet Zeit und Geld“, heißt es dort. Angesichts der geringen Anzahl hauptberuflicher und voller Arbeitsstellen betreibt der Verein kein aufwendiges oder professionelles Fundraising, sondern bindet den Spendenappell stattdessen <a href="https://digitalegesellschaft.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf der Webseite</a> und in Publikationen ein. Außerdem bemüht man sich stetig, bestehende Förderungen zu erhalten bzw. zu verlängern, und um neue Förderpartnerschaften projektbezogen zu werben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>netzpolitik.org</strong>&#8220;]<br />
<a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>netzpolitik.org</b> </a> versteht sich selbst als „<a href="https://netzpolitik.org/about-this-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattform für digitale Bürgerrechte</a>“ und besteht in seiner derzeitigen  Form seit dem Jahr 2004. Mit seiner  journalistischen Arbeit bewegt sich der Verein an der Schnittstelle von Internet, Gesellschaft und Politik. Dabei finanziert er sich nach eigener Aussage über mehrere Quellen: zum einen über Werbung, Gastbeiträge in anderen Medien und Einnahmen aus externen Vorträgen der Autoren, zum anderen über die Community, also<a href="https://netzpolitik.org/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> spendenbasiert</a>. Allerdings reichen die Einnahmen über die zuerst genannten klassischen Finanzierungsmodelle nicht aus. Dementsprechend sind die Netzpolitik-Experten zusätzlich auf Spenden angewiesen, um sich unabhängig und angemessen mit ihren Themen auseinandersetzen zu können.<br />
2013 startete man aufgrund des systematisch unausgeglichenen Haushaltes eine <a href="https://netzpolitik.org/2013/was-wollen-wir-mit-mehr-finanzierung-schaffen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenkampagne und -Debatte</a>  innerhalb der eigenen Community und legte im Zuge dessen auch <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/Infografik_netzpolitik_klein-725x1024.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die eigene Finanzierung</a> offen. Ziel sollte es unter anderem sein, die Leser davon zu überzeugen, so genannte Freiwilligen-Abonnements abzuschließen. Ein erstes positives <a href="https://netzpolitik.org/2014/unser-vermarktungsdilemma-teil-2-freiwillige-finanzierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fazit</a> zog netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl  zu Beginn dieses Jahres: Seit dem Appell verfügt der Verein über relativ kontinuierliche Spendenzuflüsse von etwa 5.500 Euro monatlich und konnte dadurch sogar eine zusätzliche Halbtagsstelle finanzieren. Entsprechend ist und bleibt netzpolitik.org sehr stark auf die Spendenbereitschaft seiner Nutzer angewiesen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>abgeordnetenwatch.de</strong>&#8220;]<br />
Ein etwas anderes Ziel verfolgt <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Abgeordnetenwatch.de</b></a>. Die Organisation will einen  „direkten Draht von Bürgerinnen und Bürgern zu den Abgeordneten und Kandidierenden“  herstellen. Auch darüber hinaus setzt sich die Organisation für öffentlichen Dialog, Transparenz und die Verbindlichkeit von Politik ein.<br />
Das organisationale Konzept  sticht in gewisser Weise aus dem Feld der politischen Netzorganisationen heraus. Abgeordnetenwatch.de versteht sich als Sozialunternehmen und verfügt über eine bei Sozialunternehmen immer beliebtere Hybridstruktur, sprich eine Doppelstruktur aus Verein und GmbH: Die GmbH übernimmt  als technischer Dienstleister Aufträge für den Verein und stellt sie diesem in Rechnung. Im Jahr 2013 betrug der Wert dieser Dienstleistungen 73.471 Euro. Weitere Einnahmequellen der GmbH sind Medienpartner und Dienstleistungen für Partnerprojekte im Ausland sowie Gebühren für erweiterte Profile, die Kandidaten im Vorfeld von Wahlen angeboten werden.  Die Basisprofile der gewählten Abgeordneten sind jedoch ausschließlich spendenfinanziert. Die GmbH erreichte auf diese Weise im Jahr 2013 Gesamteinnahmen in Höhe von 236.107 EUR. 24 Prozent davon machten Einnahmen aus Profilerweiterungen für Kandidaten aus.<br />
Der Verein finanziert sich über Förderbeiträge, Kleinspenden, Stiftungszuwendungen und Kooperationen und erreichte <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2013</a> Einnahmen in Höhe von 368.393 EUR. Während die Zuwendungen von Stiftungen in den vergangenen Jahren leicht schwankten (und zuletzt sanken), ist die Zahl der Kleinspender stetig gestiegen und erreichte zuletzt einen Wert von 265.383 Euro (72 Prozent der Vereinseinnahmen).<br />
Seit 2013 existiert eine Stelle für Fundraising (neben sechs weiteren Festangestellten, den zwei Geschäftsführern und einer Vielzahl freier Mitarbeiter). Darüber hinaus bittet der Verein über den Newsletter und den Spenden-Button auf der Startseite um Zuwendungen. Zumindest 5 Prozent seiner Einnahmen konnte der Verein durch Kooperationszuschüsse zu Einzelprojekten decken.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Liquid Democracy</strong>&#8220;]<br />
An der Schnittstelle von Politik und BürgerInnen angesichts einer veränderten Kommunikationsinfrastruktur arbeitet auch der Verein <a href="https://liqd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Liquid Democracy e.V.</b></a> Der Verein bemüht sich durch die Bereitstellung von Software und Knowhow darum, <a href="https://liqd.net/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">demokratische Partizipation und Teilhabe zu befördern</a>.<br />
Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins sind entsprechend der Organisationsphilosophie sehr transparent und <a href="https://liqd.net/about/transparency/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online zugänglich</a>. Die Finanzierung teilt sich auch hier in unterschiedliche Geschäftsbereiche auf:  in den ideellen Bereich, den Zweckbetrieb sowie den steuerrechtlichen Geschäftsbereich. Die <a href="https://liqd.net/projekte/adhocracy-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freie Software Adhocracy</a> konnte in den vergangenen Jahren konstant einen Mehrwert erzeugen (2011: ca. 1.000 Euro und 2012/2013 bereits über 5.000 Euro). Auch die Einnahmen aus Beratungsleistungen und Software- Anpassungen konnten entsprechende Gewinne generieren (etwa 6.000 Euro für 2013).<br />
Interessant ist insbesondere der ideelle Bereich: Zuwendungen im Rahmen des <a href="http://policycompass.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Projekts „Policy Compass“</a> (158.656,10 Euro) und <a href="http://www.stark-gemacht.de/de/aktuelles/meldungen/4start/gruenes_licht_erste_runde.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Aktiv mitentscheiden</a> (10.200,32Euro) beliefen sich 2013 auf zusammen rund 169.500 Euro. An Spenden hat der Verein im selben Zeitraum etwa 4.000 Euro eingenommen. Mitgliederbeiträge beliefen sich auf ca. 2.400 Euro. Im Vorjahr waren die Spendeneinnahmen mit 8.000 Euro wesentlich höher und die Mitgliederbeiträge nur geringfügig geringer. Auch von 2011 auf 2012 war das Spendenaufkommen stark gesunken (um 14.000 Euro), während die Mitgliedsbeiträge zumindest etwas zunahmen (um ca. 550 Euro). Bis auf das Jahr 2013 verzeichnete der ideelle Bereich zumeist ein Defizit.<br />
Laut eigner Aussage sind die Spender bei Liquid Democracy vor allem Einzelpersonen, die lediglich über den Spendenaufruf auf der Homepage dazu motiviert werden. Darüber hinaus unternimmt der Verein keine Bemühungen und investiert entsprechend auch nicht in professionelles Fundraising. Die Abhängigkeit von Spenden muss  im Vergleich zum gut laufenden Zweck- und Geschäftsbetrieb dementsprechend als sehr gering eingeschätzt werden.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: gering<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: gering<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Transparency International Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Schon etwas länger im Geschäft sind die Transparenzverfechter von <a href="http://www.transparency.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Transparency International Deutschland </b></a>. Seitz 1993 engagiert sich der gemeinnützige Verein gegen Korruption und Missbrauch.  Dazu will die Organisation <a href="http://www.transparency.de/UEber-uns.44.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach eigener Aussage</a> „Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Schaffung von Transparenz zusammenbringen“.<br />
Der Verein kann auf einen breiten und stetig wachsenden Mitgliederstamm setzen, wodurch Einnahmen zwischen 78.240 Euro (2011) und 87.040 Euro (2013) entstanden. Noch stärker fallen Mitgliedsbeiträge korporativer Mitglieder ins Gewicht, und zwar mit 110.900 Euro (2013). Die Spendeneinnahmen lagen im selben Zeitraum mit zwischen 40.331 Euro (2013) und maximal 72.895 Euro (2012) darunter und nahmen damit einen Anteil von lediglich 10-20 Prozent der Gesamteinnahmen ein. Davon sind wiederum 20-30 Prozent Kleinspender. Obgleich die Spenden nicht den maßgeblichen Teil der Finanzierung bei TI Deutschland ausmachen, stellen sie doch einen elementaren Bestandteil der Finanzstruktur dar.<br />
Die Spendenakquise richtet sich hier vor allem an Privatleute, aber es werden auch Unternehmen erreicht. In Fundraising wird allerdings nicht gezielt und direkt investiert, stattdessen wird <a href="http://www.transparency.de/Spende.1259.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über die Website</a> sowie über ein alljährliches Mailing zu Weihnachten und über Spendenaufrufe in den Publikationen, im Newsletter und der Mitgliederzeitschrift um Spenden geworben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: mittel<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: mittel<br />
Akquise-Bemühung: mittel bis hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Wikimedia Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Ein ähnlich etablierter Akteur ist <a href="http://wikimedia.de/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Wikimedia Deutschland</b></a>. Der gemeinnützige Verein hat sich der Förderung freien Wissens verschrieben, arbeitet eng mit der Wikimedia Foundation zusammen und unterstützt vielzählige Projekte in diesem Bereich. Das wohl bekannteste ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Enzyklopädie Wikipedia</a>. Wikimedia finanziert sich fast ausschließlich über Spenden (2012: 91,43 Prozent, 2013: 85,53 Prozent), zu einem geringen Teil auch durch Mitgliederbeiträge (2012: 4,3 Prozent, 2013: 8,52 Prozent) und im Schnitt nur zu etwa 5 Prozent über andere Erlöse. Im Fall von Wikimedia Deutschland sprechen wir tatsächlich von jährlichen <a href="http://wikimedia.de/images/a/a0/Wmde_jb_2013_RZ_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendeneinnahmen</a> im Millionenbereich.<br />
Die Spenden stammen zum allergrößten Teil von „Klein- und Kleinstspendern“. Nach eigener Aussage belief sich die durchschnittliche Spende im Zuge der letzten Kampagne auf eine Höhe von 22 Euro. Nur selten erreichen die Organisation Spenden im vierstelligen Bereich. Eine Ausnahme bilden einzelne Projekte wie Wikidata, für die auch größere Zuschüsse von Stiftungen erlangt werden konnten. Andere Projekte werden über Drittmittel finanziert, beispielsweise die <a href="http://wikimedia.de/wiki/Bildungsprojekte/OERde13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OER-Konferenz</a> (Open Educational Resources) , für die zudem verschiedene Sponsoren gewonnen werden konnten.<br />
Da die Kleinspenderschaft eine so große Rolle spielt, steckt der Verein viele Ressourcen in das Fundraising. Ein Blick in das <a href="http://wikimedia.de/wiki/Mitarbeitende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterregister</a> zeigt, dass hierfür 2,7 Vollzeitstellen, unterstützt von vier  Werkstudenten, angestellt sind. Wikimedia setzt auf gezielte Kampagnen, um Kleinspenden seiner Nutzer einzuwerben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: gering<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Open Knowledge Foundation</strong>&#8220;]<br />
Keine Antworten, aber dafür einen ausführlichen <a href="http://okfn.de/about/#Ttigkeitsberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht in Netz</a> konnte zur <b>Open Knowledge Foundation </b>zur Rate gezogen werden. Die Daten-Aktivisten verfügen über eine prozentual geringe Mitgliederförderung (5.000 Euro), die nur 1,5 Prozent der Gesamteinnahmen 2013 ausmachte. Spenden fielen mit ca. 29.000 Euro zumindest zu 8,4 Prozent ins Gewicht. Den größten Anteil nehmen Zuschüsse zu gezielten Projekten wie <a href="http://ec.europa.eu/information_society/apps/projects/factsheet/index.cfm?project_ref=325091" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCloud</a> oder <a href="http://www.big-project.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIGData</a> ein, die insgesamt 250.000 Euro (72,1 Prozent) einbrachten. Dem stehen anderweitige geschäftliche Einnahmen von circa 62.500 Euro (18 Prozent) gegenüber. 2012 hingegen waren die Gesamteinnahmen noch wesentlich geringer  (etwa 130.000 Euro) Das ähnlich hohe Spendenaufkommen (29.000 Euro) trug in diesem Jahr zu immerhin über 20 Prozent dazu bei. Die OKFN funktioniert also, wie viele der aufgeführten Organisationen auch, durch eine Mischfinanzierung. Dabei wird versucht die Fixkosten möglichst zu minimieren und projektgebunden zu arbeiten.<br />
Spendenakquise betreibt die Open Knowledge Foundation über <a href="http://okfn.de/support/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihre Seite</a> und <a href="https://www.betterplace.org/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betterplace.org</a>. Gleichzeitig wird sehr stark projektbezogen <a href="http://okfn.de/projects/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">um Beteiligungen geworben</a>. Für Fundraising existiert zudem eine halbe Stelle und es wird im <a href="http://okfn.de/wp-content/blogs.dir/21/files/2011/01/OKFDE-Taetigkeitsbericht-2012.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht 2012</a> als Zielsetzung  im Rahmen diverser Projekte erwähnt<br />
[/expand]</p>
<hr />
<h3>Unterm Strich</h3>
<p>Wie eingangs angedeutet, weisen die Befunde auf eine Vielfalt an Organisations- und Finanzstrukturen hin. Dennoch haben wir im Folgenden versucht, ein wenig Ordnung in das netzpolitische und -aktive Feld zu bekommen. Zentral werden hierfür die bisherigen Kategorien sein: Spendenabhängigkeit, Spendenherkunft und Spendenakquise.<br />
Um dem Leser einen Überblick über die Organisationen zu verschaffen und die Ergebnisse der Recherche auch visuell aufbereiten zu können, haben wir versucht, die untersuchten Akteure (beschränkt auf ihre Vereinstätigkeiten) entlang bestimmter Kategorien grob einzuteilen.*<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png"><img decoding="async" class=" wp-image-140493  " alt="Eigene Darstellung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png" width="600" height="404" /></a><br />
<em>*Den Kategorien: Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen; Höhe der Mitgliederbeiträge; Anteil der Großspender; Anteil von Unternehmensspenden sowie Grad der Akquise-Bemühung wurde wurden die Werte gering, mittel oder hoch zugeordnet.</em><br />
Die <b>Abhängigkeit von Spenden</b> ist für die untersuchten Akteure allgemein sehr hoch. Viele Organisationen sind <i>nahezu vollständig</i> auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, beispielsweise das Co:llaboratory, Wikimedia oder die Open Knowledge Foundation. Mit <i>geringen Einnahmen</i> können zumindest netzpolitik.org (über Werbung und Gastreden bzw. -Beiträge)  oder Digitalcourage (Online-Shop) zu ihrem Einnahmen beitragen.<br />
Speziell ist die Situation von Liquid Democracy und Abgeordnetenwatch, die ihre Vereinsstruktur jeweils um eine <i>geschäftstätige GmbH</i> erweitert haben. Diese Doppelstruktur macht sie jedoch nicht gänzlich unabhängig von Spenden. So finanziert sich die GmbH Parlamentenwatch z.B. vor allem über die Dienstleistungen gegenüber dem Verein. Bei Liquid Democracy hingegen erzeugt die GmbH durch externe Dienstleistungen erhebliche Zusatzeinnahmen.<br />
Eine weitere zentrale Möglichkeit, neben selbst generierten Einnahmen und sporadischen Spenden Einnahmen zu erhalten, sind <b>Mitgliedschaften. </b>Hier muss mit Blick auf die untersuchten Akteure allerdings unterschieden werden. Transparency International Deutschland kann beispielsweise auf einen klassischen Mitgliederstamm zurückgreifen, während andere Vereine wie die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik.org eher durch Fördermitglieder im Sinne konstanter Spender unterstützt werden. Hier wäre zu überlegen, wie kleinere Vereine ihre Vereinsstrukturen weiter professionalisieren können im Hinblick auf Attraktivität und Akquise entsprechender Mitgliedschaften.<br />
Gesondert davon zu sehen sind <b>Großspenden</b> von Stiftungen, die im netzpolitischen und -aktiven Bereich eine wichtige Rolle spielen. Während sich die durchschnittliche Spende bei vielen Vereinen deutlich unter 20 Euro bewegt (Wikimedia, Digitale Gesellschaft, Liquid Democracy), kann durch entsprechende Langzeitförderungen und Projektunterstützung größere Planungssicherheit hergestellt werden. Besonders angewiesen darauf scheinen jüngere Organisationen wie die Digitale Gesellschaft oder das Co:llaboratory. Aber auch etablierte Akteure wie Transparency International greifen auf entsprechende Zuschüsse zurück. Dabei wird in vielen Fällen auch gezielt um Projektbeteiligungen geworben (Big Brother Awards von Digitalcourage, EU Policy Compass von Liquid Democracy, BIG Data von Open Knowledge Foundation, Digitale Bürgersprechtsunde von politik-digital und andere).<br />
Gewichtige <b>Spenden von Unternehmen</b> finden sich hingegen kaum auf der netzpolitischen Landkarte. Nennenswerte Spenden seitens der Wirtschaft bestätigten uns lediglich das von Google anschubfinanzierte Co:llaboratory und Transparency International. Abgeordnetenwatch erhielt zumindest Zuwendungen von unternehmensnahen Institutionen wie der Robert Bosch-Stiftung oder der Vodafon-Stiftung.<br />
So vielfältig die Wege der Mittelbeschaffung, so unterschiedlich auch die ihrer <b>Akquise</b>: Bei dem an Kleinspender gerichteten Fundraising setzen die meisten Organisationen auf Hausarbeit. Vereine wie die Digitale Gesellschaft,  Liquid Democracy, Digitalcourage oder netzpolitik.org  verfügen jedoch <i>nicht über einzelne Stellen</i>, die sich konkret mit Strategien auseinandersetzen, sondern verteilen entsprechende Arbeiten über die bestehenden Stellen und Mitarbeiter. Überraschend  ist, dass auch Transparency International nach eigener Aussage keine Arbeitsstelle im Bereich Fundraising hat.<br />
Über <i>personelle Ressourcen</i> für Fundraising verfügen hingegen die Open Knowledge Foundation (0,5 Stelle), Abgeordnetenwatch (1 Stelle) und Wikimedia. Letztere Organisation sticht jedoch deutlich heraus, da sie eine ganze Abteilung damit betraut. Auch das CoLab ließ uns wissen, dass zwischen 40 und 50 Prozent der personellen Ressourcen in die Mittelbeschaffung eingehen.<br />
Hier bleibt jedoch zu bedenken, dass viele Organisationen, ob das CoLab, die Digitale Gesellschaft oder Abgeordnetenwatch, auch Arbeitszeit in die Stiftungsförderung und Anwerbung von Projektpartnern investieren.</p>
<h3>Fazit<b> </b></h3>
<p><b>Die Stiftungen müssen‘s richten: </b>Zusammenfassend lassen sich nur wenige verallgemeinerbare Aussagen treffen. Auffällig ist mit Sicherheit, wie bedeutsam Stiftungen sind,  insbesondere in Bereichen, in denen die breite Unterstützung aus der Bevölkerung fehlt. Das betrifft in erster Linie neuere und netzpolitische Organisationen. Etablierte Akteure wie Transparency oder Wikimedia hingegen, die einen durchaus anders gelagerten Fokus haben, stehen dem gegenüber. Auch zeigt sich, dass gerade Tätigkeitsfelder, die jenseits des klassischen Aktivismus oder der netzpolitischen Öffentlichkeitsarbeit liegen, imstande sind, durch ihre Expertise und ihr Know-how Einnahmen zu generieren.<br />
<b>Wenige Spenden, wenig Akquise: </b>Der auf der re:publica 14 von Sascha Lobo gescholtene Vogel hatte mit Sicherheit keine Lobby, bis die Umweltverbände auf ihn aufmerksam machten. Netzpolitik und Transparenz haben diese auch nur zum Teil. Gerade erstere steht unter dem Verdacht, für die breite Bevölkerung vollkommen unbedeutend zu sein. Entsprechend gering sind die Bemühungen der Organisationen, auch jenseits der eigenen Klientel um Unterstützung zu werben. Fundraising, so scheint es, entwickelt sich erst mit einem erhöhten Spendenaufkommen.<br />
<b>Konkrete Angebote schaffen: </b>Eine konkrete und im besten Falle auch regionale Vogelart zu retten, ist mit Sicherheit attraktiver, als sich mit 10 Euro für „den Artenschutz“ im Allgemeinen zu engagieren. Auch beim Aktivismus im und für das Internet sind einzelne Projekte und Kampagnen eine gute Möglichkeit, Zuschüsse und Förderungen zu generieren. Vor allem oben genannte Stiftungen, aber auch Unternehmen scheinen  durchaus mehr dazu bereit, Gelder bereitzustellen, wenn klare Ziele verfolgt werden und In- und Output transparent gemacht werden. Dementsprechend sollte darüber nachgedacht werden, weniger abstrakt die „Freiheit des Netzes“ zu bewerben, als um Unterstützung für konkrete Kampagnen oder Projekte zu werben.<br />
<strong>Siehe dazu auch den Kommentar <em><a href="http://politik-digital.de/koepfe-voll-kasse-leer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Köpfe voll &#8211; Kasse leer</a></em></strong><em> von <a href="http://politik-digital.de/user/swenzel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steffen Wenzel</a><br />
</em><br />
<em>Abschließend will ich an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeitern und Vertretern der hier vorgestellten Organisationen vielmals dafür danken, dass sie trotz geringer Zeitreserven bereit waren, die notwendigen Informationen bereitzustellen und auf unsere Fragen zu antworten.</em><br />
Bild: <a href="http://pixabay.com/en/money-coins-donate-moneybox-cash-230265/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay/bohed</a><small> (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a>) </small><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>An der Nordseeküste: Liquid Democracy in Friesland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/an-der-nordseekueste-liquid-democracy-in-friesland-128783/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:53:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Djure Meinen]]></category>
		<category><![CDATA[Friesland]]></category>
		<category><![CDATA[Landkreis Friesland]]></category>
		<category><![CDATA[LiquidFriesland]]></category>
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		<category><![CDATA[LiquidFeedback]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Landkreis Friesland wagte sich im November an ein von der Piratenpartei entlehntes Experiment: die Bürger dort können nun online [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Art.Bild-LF.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-128785" title="Horumersiel; Bild: a.froese; CC BY SA" alt="Foto vom Horumersiel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Art.Bild-LF.jpg" width="640" height="414" /></a></p>
<h3>Der <a href="http://www.friesland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Landkreis Friesland</a> wagte sich im November an ein von der Piratenpartei entlehntes Experiment: die Bürger dort können nun online über die Politik vor ihrer Haustür mitentscheiden. Was der Piratenpartei Bewunderung, aber auch einiges an Chaos bescherte, hat hoch im Norden sogar schon die ersten politischen Ergebnisse geliefert.</h3>
<p>Mit dem Konzept der LiquidDemocracy – also der Kombination aus repräsentativer und direkter Demokratie mithilfe digitaler Mittel – ist die Piratenpartei bis vor Kurzem noch in aller Munde gewesen. Das Online-Abstimmungstool LiquidFeedback ermöglicht es den Piraten, – zumindest sieht die Theorie das so vor – innerparteilichen Konsens zu erreichen und Abstimmungen durchzuführen. Allerdings wurde dieses Prinzip auf dem eben beendeten Bundesparteitag der Piratenpartei <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-05/piraten-online-politik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stark in Frage gestellt</a>. Doch davon soll <a href="http://politik-digital.de/interview-piraten-nach-parteitag-im-offline-modus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an anderer Stelle</a> die Rede sein.<br />
Angelehnt an das LiqudFeedback-Verfahren wagte im vergangenen November auch die erste deutsche „Gebietskörperschaft“ einen Vorstoß in Richtung Bürgerbeteiligung auf digitalem Wege. Hierbei handelt es sich jedoch mitnichten um einen hippen, großstädtischen Szenestadtteil mit junger, netzaffiner Wählerschaft und einer starken lokalen Piratenpartei. Nein, die Rede ist vom Landkreis Friesland, einer sehr ländlichen Gegend im nordwestlichen Niedersachsen an der Nordsee. Per Zufall sei der Landrat Sven Ambrosi (SPD) auf einen Bericht über das Tool LiquidFeedback gestoßen, als es darum ging, die niedersächsische Kommunalverfassung umzusetzen, “ berichtete Djure Meinen (Bündnis 90/Die Grünen) auf der <a href="http://re-publica.de/sessions/piraten-und-friesennerds-liquid-democracy-praxis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>, er verantwortet das Projekt im Auftrag des Landkreises .<br />
Das überraschende Ergebnis: Der 42 Mitglieder starke Kreistag Friesland stimmte der Einführung einer solchen internetbasierten Bürgerbeteiligungsplattform einstimmig zu. Somit war der Weg frei für dieses in Deutschland einmalige Projekt, das unter dem Namen <a href="https://www.liquid-friesland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LiquidFriesland</a> firmiert und nach einer Testphase im November 2012 an den Start ging.</p>
<h3>Themen von hier</h3>
<p>Teilnehmen und mitmachen kann jeder, der im Landkreis Friesland wohnt und mindestens 16 Jahre alt ist. Djure Meinen erklärt, wie die digitale Partizipation konkret funktioniert: Wer diese beiden Bedingungen erfüllt, kann sich anmelden und anschließend an Diskussionen und Abstimmungen beteiligen. Man hat sowohl die Möglichkeit, eigene Initiativen einzustellen, die diskutiert werden sollen, als auch Anregungen zu einer Initiative zu erstellen, um sie zu verändern. Auch kann der Landkreis von sich aus Initiativen in das System einbringen. Hier haben die Bürger ebenfalls die Möglichkeit, die Initiativen abzuändern und über sie abzustimmen. „Die Bürger unseres Landkreises können sich auf diese Weise aktiv an der Kommunalpolitik vor Ort beteiligen“, wirbt der Grüne Meinen für die Idee der angewandten Liquid Democracy.<br />
Doch über was soll da eigentlich beraten und votiert werden? Djure Meinen erläutert: „Die thematische Gliederung orientiert sich an den Ausschüssen des Landkreises Friesland. Doch im Grunde haben die Bürger auf LiquidFriesland eine völlig freie Themenwahl“. Da es das Ziel sei, diskutierte und bearbeitete Vorschläge aus dem Online-Medium auch bis in den Kreistag zur Abstimmung zu bringen, sollten sich die Diskussionen dementsprechend mit Themen von lokalem Interesse befassen. „Der Kreistag kann selbstverständlich nicht über bundespolitische Inhalte entscheiden. Daher ist die Beteiligung nur sinn- und gehaltvoll, wenn die auf der Software besprochenen Themen auch im Kompetenzbereich des Landkreises liegen“, klärt Meinen über den Sinn und Zweck seines Projektes auf.</p>
<h3>Skepsis macht sich breit</h3>
<p>Und wie ist die Resonanz nach sechs Monaten LiquidFriesland? Djure Meinen ist insgesamt zufrieden, aber würde sich mehr Zuspruch wünschen: „Momentan sind 472 stimmberechtigte User auf LiquidFriesland registriert. Mein ursprüngliches Ziel war es, dass sich bis zum Ende der Testphase im letzten November 1.000 Nutzer anmelden. Das haben wir nicht erreicht. Wenn wir aber noch etwas offensiver für unsere Sache werben, bin ich optimistisch, dass noch mehr Leute angesprochen werden.“ Aufgrund der noch geringen Teilnehmerzahl gab es in letzter Zeit einige <a href="https://www.liquid-friesland.de/lf/initiative/show/53.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">skeptische Stimmen</a> aus dem konservativen Lager im Kreistag. So forderte ein christdemokratischer Abgeordneter, dass an jeder Online-Abstimmung mindestens 100 Nutzer beteiligt sein müssten, damit er sie ernst nehmen könne. Aus der FDP kam gar die Forderung, das Projekt ganz einzustellen. Dazu muss man wissen, dass LiquidFriesland keine repräsentativen Volksentscheide oder gar den Kreistag ersetzen will und kann. Vornehmliches Ziel sei es, mithilfe dieses zusätzlichen Bürgerpartizipationsforums zunächst Stimmungsbilder aus der Bevölkerung einzuholen und der Politik Anregungen zu geben.</p>
<h3>Politische Ergebnisse erwartet</h3>
<p>Positiv sieht Netzkommunikationsexperte Meinen dagegen die Altersstruktur derer, die bei LiquidFriesland aktiv sind: „Unser Tool wird nicht nur von jungen Menschen genutzt, wie man es vielleicht erwartet hätte. Unser Landkreis hat mit Überalterung zu kämpfen. Da die meisten User tatsächlich älter als 40 Jahre sind, ist die Altersstruktur auf LiquidFriesland im Grunde bevölkerungskonform.“ Außerdem kann er bereits auf erste Erfolge der Kampagne verweisen. So wurde durch eine knappe Mehrheit auf der Plattform der Antrag in den Kreistag eingebracht, dass die Termine der Geschwindigkeitsüberwachungen auf den Straßen in Friesland nicht mehr veröffentlicht werden, was die Abgeordneten dann im Kreistag auch so entschieden. „Es ist absolut wünschenswert und auch absehbar, dass sich der Kreistag mit Themen befasst, über die auf LiquidFriesland abgestimmt wurden.“</p>
<h3>Presse-Boykott</h3>
<p>Doch dazu benötigt das Beteiligungsforum mittelfristig mehr aktive Nutzer, um Anspruch auf eine minimale Repräsentativität erheben zu können. Diese sollen durch Werbemaßnahmen in den Tageszeitungen angesprochen werden, was im nördlichen Landkreis auch gut funktioniert: „Alle drei dort erscheinenden Zeitungen haben sich sofort kooperativ gezeigt und berichten regelmäßig“, so Djure Meinen, der jedoch auch von Problemen mit der Journaille zu berichten weiß: „Der südliche Landkreis wird hauptsächlich von der Nordwest-Zeitung abgedeckt, die sich der Berichterstattung über LiquidFriesland leider komplett verweigert. Das macht es uns natürlich nicht leichter.“<br />
Bleibt also im Sinne der friesischen Bürgerinnen und Bürger zu hoffen, dass dieses Projekt nicht aus Mangel an Interesse scheitert, sondern sich als festes Element der Demokratie nicht nur in Friesland etablieren kann.<br />
<span style="font-size: medium"> </span><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/anfroese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">a.froese</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 2.0 DE</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Online-Bürgerbeteiligung als &#034;Wunderwaffe&#034; gegen Politikverdrossenheit ?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/online-buergerbeteiligung-als-wunderwaffe-gegen-politikverdrossenheit-128239/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 08:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Eisel]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Ertelt]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Erst in der vergangenen Woche sprach sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in der Wochenzeitung „Das Parlament“ für „mehr Bürgerbeteiligung bei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erst in der vergangenen Woche sprach sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in der Wochenzeitung „Das Parlament“ für „mehr Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen“ aus. Die CDU fordert jüngst gar dazu auf, im Netz am Regierungsprogramm mitzuschreiben. Eine unübersehbare Tendenz in Richtung mehr und zudem online organisierte Bürgerbeteiligung prägt die deutsche Politiklandschaft. Wie gehaltvoll ist dieser noch junge „Trend“ zur politischen E-Partizipation?<br />
Seitdem politische Beteiligung auch im Internet stattfinden kann, ergeben sich neben der Teilnahme an direktdemokratischen Verfahren wie Volksbegehren oder Volksentscheiden diverse weitere Partizipationsmöglichkeiten. Umgesetzt werden diese häufig schon in Kommunen und Ländern in Form von Projekten wie der Bürgerkonsultationsplattform <a href="http://politik-digital.de/online-beteiligung-in-bawue-kein-alibiverfahren-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BEKO-Baden-Württemberg</a> oder der Liquid-Democracy Plattform <a href="https://www.liquid-friesland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LiquidFriesland</a>, die sogar die Möglichkeit der Abstimmung über Vorhaben eines ganzen Landkreises bietet. Auf Bundesebene setzen die etablierten Parteien vor allem auf die „Konsultation“ und „Befragung“ der Bürger,  im Rahmen von sogenannten Bürgerdialogen. So begann die SPD bereits 2012 den Bürgern in Deutschland die Frage zu stellen: „<a href="http://www.spd.de/aktuelles/90816/20130225_spd_buergerdialog.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was muss in Deutschland besser werden</a>?“. Die CDU fordert mit der Aktion <a href="https://www.regierungsprogramm.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Was mir am Herzen liegt“</a> derzeit dazu auf, einen „Beitrag zum Regierungsprogramm“ zu leisten und erntet mit dem intransparenten Verfahren den Vorwurf, nicht mehr als eine Imagekampagne zu sein und keine „echte Beteiligung“ zu bieten. Auch die Partei Die Linke startete bereits 2011 eine elektronische <a href="https://dielinke.adhocracy.de/instance/dielinke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programmdebatte</a> auf der Basis der Beteiligungs-Software Adhocracy.<br />
Wie sinnvoll sind solche Online-Beteiligungsplattformen? Handelt es sich um einen kurzfristigen Trend, der sich in Partizipationsplacebos und ausschließlich netzaffinen Nutzergruppen verliert? Oder steckt in solchen Foren eine Wunderwaffe gegen Politikverdrossenheit und andere Krankheiten unseres politischen Systems?<br />
politik-digital.de hat bei Stephan Eisel, Autor des Buchs „Internet und Demokratie“ und dem Sozial- und Medienpädagogen Jürgen Ertelt, Koordinator im Jugendbeteiligungs-Projekt „youthpart“, nachgefragt und beide um eine Einschätzung gebeten. Für Jürgen Ertelt ist Online-Beteiligung Teil einer sich verändernden politischen Öffentlichkeit sowie Schlüssel für mehr engagierte Beteiligung in der Gesellschaft. Stephan Eisel hingegen warnt vor einer Überschätzung der partizipativen Möglichkeiten des Internets und einer „Technikfaszination ohne Demokratiekompetenz“.<br />
<br/><div class="subcolumns">
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<h2>Pro-Standpunkt von Jürgen Ertelt</h2>
<p>E-Partizipation ist der Schlüssel für mehr engagierte Beteiligung in der Gesellschaft.So digital wie es manchmal scheint ist unsere Welt noch nicht. Vieles ist für viele Menschen ungewöhnlich neu und anders. Aber die Nutzung neuer Technologien wird einfacher und selbstverständlicher und greift tief in den Alltag ein.<br />
Die veränderten Kommunikationswege lassen Schwarmbewegungen entstehen, und Informationen verbreiten sich manchmal wie ein Virus. Die neuen kommunikativen Optionen im Netz können Verstärker für politische Veränderungen werden. Die Frage ist: Können Online-Beteiligungsverfahren Menschen in ihrem erweiterten Lebensraum, dem Internet, besser ansprechen? Welche demokratischen Weiterentwicklungen könnten aus einer “liquid democracy” entstehen? Ist das Internet der geeignete Platz, um überparteilich Herausforderungen aufzulösen?<br />
Noch fehlen uns aussagekräftige, qualitative Forschungsergebnisse, um eine eindeutige Begründung für eine spürbare Veränderung durch digitale Beteiligung valide ableiten zu können. Quantitative Erhebungen noch mangelnder Mitwirkung an Angeboten politischer Online-Beteiligung geben uns bisher nur Hinweise auf falsch angelegte Verfahren und liefern damit die Begründung für mehr Qualitätssicherung in der E-Partizipation.<br />
Wir sind noch am Anfang eines weiten Experimentierfeldes mit dem Potenzial sozialer Medien und der Mehrweg-Kommunikation des Internets für die Demokratieentwicklung. Wir brauchen mehr Visionen, Ideen und Konzepte, die mehr Chancen politischer Teilhabe in einer durchlässigen On/Offline-Welt zulassen. Schon jetzt gibt es sichtbare Eckpfeiler veränderter politischer Öffentlichkeit: Transparenz der Verfahren, zugängliche Quelldaten von Informationen (Open Data) und Öffnung der Verwaltungen zur Mitwirkung (Open Government) sind unumkehrbare Entwicklungen.<br />
Wir brauchen eine untrennbare Einbindung von digitalen Beteiligungswegen auf allen politischen Ebenen. Diese müssen nachvollziehbar gestuft und nach Kriterien der Wirksamkeit qualifiziert sein. Beteiligung ist Teil des Bildungsprozesses und nicht primär eine Frage der Software. Wir müssen vom Kindergarten an eine Beteiligungskultur entwickeln, die konstruktive Teilhabe an der Gestaltung unserer Lebenswelt als staatsbürgerliches Ziel erfüllt.<br />
Anstrengend wird es in einer Gesellschaft der immanenten Partizipation werden, Benachteiligungen auszugleichen, Lautstärken abzufangen und bewusste Delegationen zu ermöglichen. Das sind allerdings auch heute schon analoge Probleme, mit denen wir uns beschäftigen müssen. Wichtig ist weiterhin die Rolle von “Erklärbären” und anderen Übersetzern, die Inhalte barrierefrei und für jedermann verständlich machen.<br />
Für eine erfolgreiche Demokratie 2.0 brauchen wir einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für Verfahren der Online-Bürgerbeteiligung sowie unabhängige Plattformen für die E-Partizipation.<br />
Immer braucht es einen politischen Willen zur Partizipation, eine erfüllbare Wirkung und einen verhandelbaren Grund für die Meinungsfindungs- und Entscheidungsabläufe. Die Verteilung von Partizipationsplacebos bei unumgänglicher Faktenlage ist einer wachsenden Beteiligungskultur nicht förderlich. Negatives Beispiel sind hier u.a. Bürgerhaushalte, die nicht viel mehr als Streichlisten bereithalten. Problematisch sind auch Beteiligungsangebote, die im Kern nur Teil einer Kampagne sind und den gewachsenen Anspruch auf Einflussnahme zu einer plakativen Werbung für eine vermeintliche Öffnung degradieren. Hier gehen aktuell die Alt-Parteien in eine Offensive, die kritisch betrachtet werden sollte, um E-Partizipation nicht einer Inflation auszusetzen und demokratische Prozesse nicht zu entwerten.<br />
Wunsch und Ziel bleiben den Widrigkeiten im Fortgang der Beteiligungsevolution zum Trotz: Partizipation sollte immer der “Normalfall” sein.</p>
<h2>Contra-Standpunkt von Stephan Eisel</h2>
<p>Der Hype um Online-Bürgerbeteiligung ist wie ein potemkinsches Dorf: Wussten Sie, dass am in den Medien vielfach als vorbildlich gefeierten Beteiligungsprojekt „LiquidFriesland“ weniger als 50 Bürger teilnehmen? Das Internet ist kein Erlösungsmedium, das per se demokratischen Ansprüchen genügt.Technikfaszination ohne Demokratiekompetenz führt in die Sackgasse. Wer die Chancen des Internets für Bürgerbeteiligung sinnvoll nutzen will, muss deshalb auch seine Grenzen kennen:<br />
Erstens: Die begrenzte Reichweite des Internets verbietet eine Dominanz der digitalen Welt. Das Internet bietet keinen allgemeinen, unmittelbaren und gleichen Zugang zur politischen Arena: Insgesamt nutzen 17 Millionen Bürger über 14 Jahre in Deutschland das Internet überhaupt nicht. „Nur 38 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind bereits in der digitalen Alltagswelt angekommen.“ ((N)onliner-Atlas 2012)<br />
Zweitens: Das Internet schafft strukturelle Ungleichheiten bei der politischen Teilhabe. Die eigentliche digitale Spaltung verläuft zwischen denen, für die beim Internetzugang Arbeits- und Freizeit keinen Unterschied macht, und denen, die im begrenzten Zeitbudget ihrer Freizeit die Wichtigkeit der Nutzung des Internet für sich abwägen müssen. Das Internet privilegiert die „Zeitreichen“.<br />
Drittens: Das Internet weckt kein neues Politikinteresse. Dass sich politikaffine Menschen im Internet leichter begegnen und vernetzen können, sollte diese nicht zur Fehlannahme verleiten, es gebe durch das Internet ein höheres Politikinteresse. Diese „Mobilisierungsthese“ ist längst widerlegt.<br />
Viertens: Das Internet zerfällt in fragmentierte Echogesellschaften. Ein gemeinsamer Ort reflektierter Meinungsbildung geht bei abgeschotteter Individualkommunikation ebenso verloren wie bei der völligen Entgrenzung des Kommunikationsraumes.<br />
Fünftens: Der schnelle Klick als gültige Internetwährung ist kein Ausweis von Demokratiesteigerung. Dieser Geschwindigkeits- druck verweigert Entscheidungen ihre Reifezeit, weil sachliche Reflektion, integrierende Kommunikation und entscheidungs-bezogene Gelassenheit selten eine Chance haben.<br />
Sechstens: Transparent und seriös ist etwas nicht schon allein deswegen, weil es im Netz steht. Eine verbreitete naive Netzgläubigkeit setzt schon die Verfügbarkeit von Daten im Internet mit deren Seriosität gleich und verdrängt die Frage nach dem tatsächlichen Informationsgehalt.<br />
Siebtens: Das Internet scheitert als Abstimmungsforum an extrem niedrigen Beteiligungen. An Online-Bürgerhaushalten in Kommunen beteiligen sich weniger Bürger, als Parteien und Interessengruppen dort Mitglieder haben. Selbst bei den internetaffinen Piraten haben sich an der letzten Online-Abstimmung nur 16 Prozent der Mitglieder beteiligt.<br />
Als Diskussionsforum bereichert das Internet mit seiner Ausweitung der Informations- und Meinungsfreiheit die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, als repräsentatives Entscheidungsforum eignet es sich nicht. Online-Bürgerbeteiligung ist ein Mosaikstein und keine Wunderwaffe.<br />

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		<title>Digitale Presseschau KW 37</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicola Jenne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 15:42:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Precht]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube-Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[Youtube bzw. Google stehen wieder in der Kritik. Diesmal geht es um zwei Fälle: Bettina Wulff und ein Anti-Islam-Video. Während [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Youtube bzw. Google stehen wieder in der Kritik. Diesmal geht es um zwei Fälle: Bettina Wulff und ein Anti-Islam-Video. Während Frau Wulff zu wenig Eingriffe durch den Konzern beklagt, kritisieren Andere zuviel Einmischung durch das Blockieren des Anti-Islam-Videos in Ägypten und Libyen. &#8216;Liquid democracy&#8217; gilt als vielversprechende neue Partizipationsform. Was steckt dahinter und welche Tools gibt es? Ein ehemaliger &#8221;Anonymous-Aktivist&#8221; lebt seit einem Jahr ohne Internet. Wie fühlt sich es sich an, plötzlich offline zu sein? Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=KyCYyoGusqs&amp;w=630&amp;h=354]</p>
<p>How does google search work? Diese Frage wird derzeit oft gestellt. Google behauptet weiterhin, dass es rein zufällige Algorithmen seien, die darauf basierten, wie oft der Begriff bereits gesucht wurde. Wie die Suchmechanismen und Algorithmen auf google funktionieren erklärt dieses Video.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-sperrt-mohammed-film-nach-angriffen-in-libyen-und-aegypten-a-855531.html"><strong>Google sperrt Anti-Islam-Video in bestimmten Staaten</strong></a></p>
<p>Das Video &#8220;The Innocence of Muslims&#8221; (Die Unschuld der Muslime) ist ohne Frage geschmacklos und provozierend. Dennoch ist das Sperren des Videos von Youtube rechtlich falsch und besorgniserregend &#8211; findet zumindest die digitale Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (<a href="https://www.eff.org/deeplinks/2012/09/youtube-blocks-access-controversial-video-egypt-and-libya" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EFF</a>). Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Unruhen in Bengasi nicht durch das Video verursacht wurden, schreibt SPIEGELONLINE.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2012/38/Bettina-Wulff-Google-Viktor-Mayer-Schoenberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Neutrale Suchergebnisse sind eine Fiktion</strong></a></p>
<p>In der ZEIT erklärt Viktor Mayer-Schönberger, warum die Suche von Google nicht neutral ist, sondern auf geheimen Bewertungsalgorithmen basiert. Nur so ist es möglich, dass sich die Suchmaschine den Gesetzen der verschiedenen Ländern anpasst, wie etwa in Thailand, wo Majestätsbeleidigung mit hohen Strafen geahndet wird. Entsprechend ist in Thailand kein majestätsbeleidigender Inhalt bei Google gelistet.</p>
<p><strong><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/37/37560/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy</a></strong></p>
<p>Seit Jahren wird mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Politik gewünscht. Alle vier Jahre zur Wahl zu gehen reicht den deutschen Bürgern schon lange nicht mehr. Dennoch gibt es noch immer große Probleme bei der Umsetzung. Politik 2.0 definiert sich als ein neues Modell der Bürgerbeteiligung. Es wurde entwickelt um eine aktive Mitmach-Demokratie zu erreichen. Durch &#8216;liquid democracy&#8217; kann der Bürger nun auch bei Detailfragen mitreden. Christoph Puppe erklärt die neuen Partizipationsmöglichkeiten und Tools.</p>
<p><strong><a href="http://ichsagmal.com/2012/09/13/precht-der-schleimer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Precht, der Schleimer</a></strong></p>
<p>Kritik am Internet ist nicht selten. Es mache dumm, dick und fördere unsoziales Verhalten. Differenzierter scheint die Kritik, dass das Internet, anders als Massenmedien, zu einer individualisierten, subjektiven Wahrnehmung der Welt führe, so zu hören von dem Philosophen Richard David Precht. Gunnar Sohn erklärt, wo Precht irrt.</p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2012/sep/09/jake-davis-anonymous-charged-bail" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>My life after Anonymous: &#8216;I feel more fulfilled without the internet&#8217;</strong>  </a></p>
<p>Weißt du wieviele Familien ernährt werden könnten wenn Tweets auf Twitter Reiskörner wären? Nein? Jake Davis auch nicht. Und er kann es auch nicht googlen. Der 18-jährige Schotte war Mitglied der Aktivistengruppe &#8220;Anonymous&#8221;. Bis die Polizei ihn fand. Seit 12 Monaten war er nicht mehr im Internet und beschreibt sein neues Leben als ruhig, fast schon angenehm.</p>
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		<title>Liquid Gatekeeping</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2012 13:16:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gatekeeper]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[ZEITmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ZEITmagazin hat den Test gewagt: Für das &#8220;Heft Ihrer Wahl&#8221; wurde das Beteiligungstool Adhocracy eingesetzt. Eignet sich die Liquid [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_121069" aria-describedby="caption-attachment-121069" style="width: 630px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/liquid-gatekeeping/zeitmagazin_liquid_cover/" rel="attachment wp-att-121069"><img decoding="async" class="size-full wp-image-121069" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/zeitmagazin_liquid_cover.png" alt="Cover des Zeitmagazin vor Hintergrundbild" width="630" height="420" /></a><figcaption id="caption-attachment-121069" class="wp-caption-text">cc-by-nc-sa, Cover: ZEITmagazin,Bild Wahl: Joachim S. Müller</figcaption></figure>
<p><strong>Das ZEITmagazin hat den Test gewagt: Für das &#8220;Heft Ihrer Wahl&#8221; wurde das Beteiligungstool Adhocracy eingesetzt. Eignet sich die Liquid Democracy-Software zur journalistischen Themenfindung? politik-digital.de sprach darüber mit Redakteur Jörg Burger und der Teilnehmerin an dem Experiment Gisela Bruns.</strong></p>
<p>Gemessen an der Beteiligung war das <a href="http://www.zeit.de/2012/26/Experiment" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Experiment des ZEITmagazins</a> ein Erfolg: 2.734 Nutzer folgten dem Aufruf der Redaktion, sich auf der Beteiligungsplattform Adhocracy anzumelden und Themen für die Spezial-Ausgabe &#8220;Heft Ihrer Wahl&#8221; vorzuschlagen, täglich waren über 1.000 Besucher auf der Webseite &#8211; ein erstaunlich hoher Wert für die Macher von Adhocracy. Am Ende wurden 450 Vorschläge 700 Mal kommentiert und bewertet. Die beliebtesten drei sowie die am meisten diskutierten Themen wurden <a href="http://www.zeit.de/2012/26/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">journalistisch umgesetzt und veröffentlicht</a>.</p>
<p>Vergleicht man die journalistischen Endprodukte mit den <a href="https://zeitmagazin.adhocracy.de/instance/zeitmagazin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Themenvorschlägen auf der Adhocracy-Plattform</a>, fällt auf, wie stark das Redaktionsteam bisweilen eingriff: Das  Gewinnerthema &#8220;Abenteuer Inklusion &#8211; Wie die UN-Behindertenrechtskonvention unsere Gesellschaft radikal verändern wird&#8221; von Gisela Bruns verkürzte das ZEITmagazin auf den griffigen Titel &#8220;Was Behinderte sich wünschen&#8221;. Jörg Burger vom ZEITmagazin stellt klar: &#8220;Die Beiträge der Leser stellen eher Interessensgebiete dar, Aufreger, Ideen, aber noch keine Themen.&#8221; Das Experiment habe gezeigt, bilanziert der veantwortliche Redakteur, dass &#8220;Themenfindung immer noch ein journalistischer Prozess ist, für den es ausgebildete Journalisten gibt.&#8221; Dieses <a href="http://digitaljournal.zib21.com/die-zukunft-des-gatekeepers/563101/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">journalistisches Selbstverständnis als Gatekeeper</a>, das durch journalistische Web 2.0-Anwendungen wie Blogs, Foren oder Social-Media-Kanäle in den letzten Jahren stärker hinterfragt worden ist, lässt die Frage offen, welche Funktion eine Beteiligungssoftware wie Adhocracy im Journalismus überhaupt erfüllen kann und soll.</p>
<h3>Bürgerjournalismus oder Marketing-Strategie?</h3>
<p>Ist das &#8220;Spiel mit Transparenz&#8221;, wie es Burger nennt, als genuin journalistische Neugierde am großen gesellschaftlichen Zeitgeist der Content-Generation zu werten, die den politischen Betrieb nicht nur überwachen, sondern auch aktiv mitgestalten will? Ist es ein Versuch, dem Verlangen nach Transparenz und Teilhabe nachzufühlen, das von Plagiats-Wikis bis ACTA-Protesten reicht und in der Gründung der Piraten-Partei die politische Landschaft des Landes umgekrempelt hat? Die unabhängige politische Projektplatform <a href="http://www.politika-berlin.de/http://" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politika Berlin</a> fasst im Rahmen einer <a href="http://www.politika-berlin.de/2012/04/30/piraten-punkten-in-berlin-mit-transparenz-und-partizipation/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie zur Online-Kommunikation von Abgeordneten</a> die gesellschaftliche Tragweite zusammen, die die Piraten zu Repräsentanten einer ganzen Generation macht: &#8220;Der Erfolg der Piraten zeigt auf, dass der zeitgemäße Einsatz von neuen Medien nicht nur als ein Kommunikationsmittel von Bedeutung ist, sondern den Zeitgeist der digitalen Gesellschaft trifft.&#8221;</p>
<p>So steht das <a href="http://www.freitag.de/autoren/steffen-kraft/was-ist-liquid-democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prinzip der Liquid Democracy</a>, für das u.a. die Piraten eintreten, nicht nur für Transparenz und basisdemokatische Teihabe bei der politischen Entscheidungsfindung &#8211; sie liefert den entsprechenden Praxistest gleich mit: Beteiligungstools wie Liquid Feedback oder Adhocracy, so deren Befürworter, richteten den politischen Prozess wieder mehr an den Interessen der Bürger aus. Übertragen auf den Journalismus hieße das, den redaktionellen Vorgang der Themenfindung offen zu legen und Einflussnahme darauf zu gewähren. Kurz: Es käme einem freiwilligen Verzicht auf die Rolle des Gatekeepers gleich. Burger wiegelt ab: &#8220;Es ging uns darum, neue technische Möglichkeiten zu nutzen, etwas Neues auszuprobieren.&#8221;Also nur eine journalistische Spielwiese? Oder eine Marktstrategie, unter dem Namen der Bürgerbeteiligung Aufmerksamkeit &#8211; und Leser &#8211; zu gewinnen? Konkrete Planungen, diese Form der Beteiligung zu wiederholen oder dauerhaft anzubieten, gebe es jedenfalls nicht, lässt das ZEITmagazin wissen. <em>(Aktualisierung 13.09.: Derzeit überlegt man in der Redaktion jedoch, wie das Experiment nach den guten ersten Erfahrungen fortgesetzt werden kann.)</em></p>
<h3>Wie groß war vor diesem Hintergrund also die tatsächliche Rolle der Teilnehmenden beim &#8220;Heft Ihrer Wahl&#8221;? Und wie gut eignete sich Adhocracy für das Experiment? Über diese und weitere Fragen hat politik-digital.de mit der Teilnehmerin Gisela Bruns aus Hamburg gesprochen.</h3>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Frau Bruns, Ihr Themenvorschlag &#8220;Abenteuer Inklusion &#8211; Wie die UN-Behindertenrechtskonvention unsere Gesellschaft radikal verändern wird&#8221; führte zum ZEITmagazin-Artikel &#8220;Was Behinderte sich wünschen&#8221;. Sind Sie zufrieden mit der Umsetzung ihres Vorschlages?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Mit der Umsetzung bin ich persönlich nur teilweise zufrieden. Gut gefallen hat mir, dass Menschen mit Behinderungen selbst zu Wort gekommen sind, dass man nicht über sie, sondern mit ihnen gesprochen hat. Ich fand auch gut, dass Menschen mit sehr unterschiedlichen Beeinträchtigungen berichtet haben. Auch die Auswahl der Fotos hat dazu beitragen können, bei Lesern Nachdenken über das eigene Verständnis von Behinderung zu erzeugen. Oft wird nur das als „Behinderung“ wahrgenommen, was man sofort sieht und was schon optisch auffällt. Das war hier anders. Bei Einzelnen war die „Behinderung“ oder die Beeinträchtigung optisch gerade nicht wahrzunehmen. Nicht so gut gefallen hat mir, dass „unser“ Thema letztlich gar nicht in dem Artikel vorgekommen ist. Unser Blickwinkel richtet sich nicht speziell auf Menschen mit Behinderungen, sondern auf die Gesellschaft insgesamt und wie ihr ein veränderter Umgang mit dem Thema zugute kommen würde. Diesen Aspekt haben wir bei der Umsetzung vermisst.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Was war Ihre Motivation, an dem Projekt teilzunehmen?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Das Projekt hat die Möglichkeit geboten, ein Thema in das ZEITmagazin zu bringen, dass meines Erachtens sonst kaum eine Chance gehabt hätte, dort veröffentlicht zu werden. Damit  verbunden war die Hoffnung, Menschen zu erreichen oder aufmerksam zu machen, in deren Alltag das Thema Behinderung keine oder nur eine geringe Rolle spielt.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Sie waren am 7. Mai 2012 zur Redaktionskonferenz des  ZEITmagazins eingeladen. Wurden Ihre Wünsche und Anregungen bei der Themenfindung berücksichtigt?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Das kann ich nicht eindeutig beantworten. Wir &#8211; wir haben zu dritt an der Konferenz teilgenommen &#8211; hatten jedenfalls ausreichend Gelegenheit, zu unserem Thema zu sprechen. Verständnis für die Themen UN-Behindertenrechtskonvention und Inklusion zu vermitteln, ist aber generell schwierig. Hinzu kommt, dass nach meinem Eindruck die berufliche „Denke“ von Menschen, die eher sozial- oder gesellschaftspolitisch orientiert sind, und Journalisten, die das Ganze in Form von Bildern und Geschichten an die Leser bringen müssen und wollen, hier durchaus zu ganz unterschiedlichem Herangehen und unterschiedlichen Schwerpunkten führt. In der ZEIT selbst sind im Hinblick auf Schule, Bildung und Inklusion hervorragende Artikel erschienen. Möglicherweise stoßen wir hier auch einfach an die Grenzen eines Formats, wie es ein Magazin ist.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Welche Absichten, glauben Sie, verfolgte das ZEITmagazin mit &#8220;Das Heft Ihrer Wahl&#8221;?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Es wird durchaus eine Mischung sein aus Neugier, dem Wunsch, Leser zu binden oder auch neue Leser zu finden und vielleicht auch der Hoffnung, mehr Ausgaben  zu verkaufen als üblich.</p>
<figure id="attachment_121076" aria-describedby="caption-attachment-121076" style="width: 630px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/liquid-gatekeeping/adhoczeit/" rel="attachment wp-att-121076"><img decoding="async" class="size-full wp-image-121076" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/adhocZeit.png" alt="Screenshot der Abstimmung des ZEITmagazins via Adhocracy" width="630" height="329" /></a><figcaption id="caption-attachment-121076" class="wp-caption-text">Screenshot der Abstimmung des ZEITmagazins via Adhocracy</figcaption></figure>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Sie haben bei der Abstimmung über die Themen mit der Software &#8220;Adhocracy&#8221; gearbeitet. Wie transparent haben Sie das Verhalten bei der Abstimmung, wie die Interaktion zwischen den Usern empfunden?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Es war gut, dass man den Stand laufend verfolgen, kommentieren und – jedenfalls indirekt &#8211; Kontakt aufnehmen konnte. Ich bevorzuge allerdings den direkten Kontakt, nicht diese anonyme Form. Es wurde im Laufe des Verfahrens deutlich, dass Einzelne mit ihren Vorschlägen hier kaum eine Chance hatten. Die Themen, die die drei ersten Plätze belegt haben, hatten Unterstützung bei der Abstimmung durch Verbände oder Organisationen. Hier stellt sich natürlich schon die Frage, ob es wirklich „Leserthemen“ sind.</p>
<p>Solche Verfahren geben ja vor, mehr Beteiligung und Transparenz herzustellen. Für mich war aber die erste Frage, wen man mit solchen Verfahren von vornherein ausschließt. Zum Beispiel ist diese Software für blinde oder sehbehinderte Menschen nur zu nutzen, wenn sie bestimmten technischen Anforderungen entspricht, d.h. barrierefreie Informationstechnologie ist. Ist sie nicht barrierefrei, können blinde und sehbehinderte Menschen von vornherein nicht mit abstimmen. Auch die Tatsache, dass man sich registrieren lassen und dies verifizieren musste, hat manche abgeschreckt.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Glauben Sie, dass es mehr Berücksichtigung von Bürgerinteressen bei journalistischen Themen bedarf?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Diese Frage ist schwer zu beantworten. Mein Eindruck ist jedenfalls, dass Journalisten manchmal eine andere Vorstellung davon haben, was Bürger interessiert, als die Bürger bzw. Leser selbst haben. Deshalb könnte es durchaus sinnvoll sein, solche oder ähnliche Projekte wie das des ZEITmagazins zu wiederholen.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> ZEITmagazin-Redakteur Jörg Burger findet, Themenfindung sei immer noch ein journalistischer Prozess. Stimmen Sie zu?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Nein, aber das ist vielleicht eher eine Frage der Definition des Begriffs Themenfindung. Themenfindung kann ja zunächst durchaus nur aus einem Schlagwort bestehen, das interessant klingt oder aktuell ist. Für mich wäre der journalistische Prozess dann die Überlegung, wie ich das Thema gestalten will, wie und wo ich dazu recherchiere, welche Aspekte ich für besonders bedeutsam halte und wie ich das den Lesern vermittle. Allerdings bin ich nicht Journalistin und möglicherweise ist dies eine eher laienhafte Sicht.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Beziehen Sie ein Zeitungs-Abonnement? Wünschen Sie sich als Zeitungsleserin mehr Mitsprachemöglichkeiten bei der Themenfindung?</p>
<p><strong>Gisela Bruns:</strong> Ich beziehe kein Zeitungs-Abonnement. Ich persönlich wünsche mir nicht mehr Mitsprachemöglichkeit. Das Projekt des ZEITmagazins habe ich ganz pragmatisch genutzt.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 31/2012</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-312012-120026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2012 14:53:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Clay Shirky]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet-Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[Claus Leggewie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=120026</guid>

					<description><![CDATA[Zeitungsverleger werden mit Pippi Langstrumpf verglichen, &#8220;homo interneticus&#8221; und &#8220;homo reticuli&#8221; haben Einzug bei den Sozialdemokraten gehalten und die &#8220;AGB-Dikatur&#8221; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitungsverleger werden mit Pippi Langstrumpf verglichen, &#8220;homo interneticus&#8221; und &#8220;homo reticuli&#8221; haben Einzug bei den Sozialdemokraten gehalten und die &#8220;AGB-Dikatur&#8221; von Google, Microsoft und Facebook wird kritisiert. Aber warum haben Internet-Trolle und Higgs-Teilchen etwas gemeinsam? Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=x8SxbiIs78w&amp;feature=player_embedded;w=630&amp;h=340]</p>
<p>Wann bekommt man schon mal eine SMS von der irischen Datenschutzbehörde, weil sie Schluss machen will? Na klar, wenn man wie der Wiener Jura-Student Max Schrems den Internetgiganten Facebook wegen Datenschutz-Verstößen anzeigt. In der Vergangenheit wurden konkrete Fragen von Schrems und seiner Initiative <a href="http://europe-v-facebook.org/DE/de.html">&#8220;Europe versus Facebook&#8221;</a> des Öfteren ignoriert. Vor einer Woche gipfelte die fehlende Gesprächsbereitschaft in einer formlosen SMS der zuständigen Datenschutzbehörde, die besagte, dass man für ein Gespräch nicht zur Verfügung stehe.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-theoretiker-clay-shirky-im-interview-politiker-werden-nie-ueberfluessig-sein-1.1427867">&#8220;Politiker werden nie überflüssig sein&#8221;</a></strong></p>
<p>Was hat ein &#8220;Netz aus Leidenschaften&#8221; mit der Band Radiohead zu tun? Sie wissen es nicht? Internet-Analytiker Clay Shirky von der New York University beantwortet diese und andere Fragen. Im Interview mit Andrian Kreye von der Süddeutschen Zeitung spricht Shirky außerdem über Netzaktivismus, neue politische Verfahren, Open Source und darüber, dass Politiker nie überflüssig sein werden.</p>
<p><strong><a href="http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ein-fetisch-zum-anklicken">Ein Fetisch zum Anklicken</a></strong></p>
<p>Liquid Democracy &#8211; das steht für eine Mischung aus direkter und repräsentativer Demokratie und für die Verflüssigung &#8220;erstarrter Politikformen&#8221;. Für Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen und Co-Autor des Buches <a title="Buchbesprechung auf politik-digital" href="http://politik-digital.de/buchveroeffentlichung-unter-piraten/">&#8220;Unter Piraten. Erkundungen in einer neuen politischen Arena&#8221;</a>, haben die Vertreter einer &#8220;liquideren Demokratie&#8221; nur eine Chance: &#8220;die Organisation der Willensbildung im Bereich der Energiewende und die Zukunft der europäischen Integration&#8221;. Im Magazin &#8220;Freitag&#8221; bewertet Leggewie die Zukunftschancen einer interaktiven Politik.</p>
<p><strong><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2012/07/31/vom-internet-zum-kreisverband.aspx">Vom Internet zum Kreisverband</a></strong></p>
<p>Vergangene Woche haben die SPD-Mitglieder Yasmina Banaszczuk und Dennis Morhardt ein Mitgliederbegehren gegen die derzeitige SPD-Position zur Vorratsdatenspeicherung gestartet. Auch <a title="Zum Artikel von politik-digital" href="http://politik-digital.de/spd-mitgliederbegehren-gegen-vorratsdatenspeicherung-gestartet/">politik-digital befasste sich damit</a>. Der FAZ-Blogger Don Alphonso hat nun dieses Thema zum Anlass genommen, um zwischen &#8220;homo sapiens&#8221;, &#8220;homo interneticus&#8221; und &#8220;homo reticuli&#8221;, dem vernetzten Menschen, zu unterschieden. Eine Hommage an eine neue Generation und neue Strukturen, die sich nun auch bei den Sozialdemokraten niederschlagen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blog-cj.de/blog/2012/07/28/vom-gescheiterten-versuch-pippi-langstrumpf-zu-spielen/">Vom gescheiterten Versuch, Pippi Langstrumpf zu spielen</a></strong></p>
<p>Pippi Langstrumpf ist jedem ein Begriff. Das Mädchen, das sich die Welt macht, „wiesiewiesie ihr gefällt“. Neu dürfte allerdings der Vergleich zwischen Pippis Unbekümmertheit und den Zeitungsverlegern sein. Journalist und Blogger Christian Jakubetz beschreibt, wie sich Verlage teilweise die Realität zurecht biegen, „wiesiewiesie ihr gefällt“. Aberwitzig findet Jakubetz das und hält das Leistungsschutzrecht für einen &#8220;veritablen Rohrkrepierer&#8221;.</p>
<p><strong><a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/11854-plaedoyer-fuer-politische-netzneutralitaet">Die AGB-Diktatur</a></strong></p>
<p>Netzmonopole zerstören die Wettbewerbsvielfalt im Internet, schreibt der Wirtschaftspublizist und Medienberater Gunnar Sohn im „European“. In seinem Plädoyer für die Netzneutralität kritisiert der Autor, dass Google, Microsoft oder Facebook mit Hilfe von &#8220;Maschinen&#8221; Moralwächter spielen und damit &#8220;politisch fragwürdige Netzsperren&#8221; durchführen. Als &#8220;AGB-Diktatur&#8221; bezeichnet Sohn die Verfahren zur Kontrolle von Nutzerdaten, bei denen seiner Meinung nach die &#8220;informelle Selbstbestimmung flöten geht&#8221;.</p>
<p><strong><a href="http://www.freitag.de/autoren/friedjoerg/spuren-lesen">Spuren lesen</a></strong></p>
<p>Der IT-Unternehmer und Philosoph Jörg Friedrich beschäftigt sich in einem Artikel &#8221; im &#8220;Freitag&#8221; mit den Gemeinsamkeiten von Internet-Trollen und Higgs-Teilchen. Darin kommt er zu dem Schluss, dass man &#8220;beide niemals direkt beobachten kann, man sieht nur die Spuren von ihnen in der Wirklichkeit&#8221;. Außerdem brauche man eine &#8220;passende Theorie, um aus diesen Spuren auf ihre Existenz zu schließen&#8221;, so Friedrich weiter. Interessante These, die zum Nachdenken anregt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau 18/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 12:12:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt auch ein Leben neben der re:publica. Den Nachweis erbringt unsere heutige Presseschau &#8211; vom vermeintlichen Niedergang der Massenmedien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt auch ein Leben neben der re:publica. Den Nachweis erbringt unsere heutige Presseschau &#8211; vom vermeintlichen Niedergang der Massenmedien im digitalen Zeitalter über neue Lösungsansätze beim Streit ums Urheberrecht bis hin zur unfreiwilligen Komik mancher Wahlkampf-Tweets in NRW.</p>
<p>http://youtu.be/QOJ0qfXHWmM</p>
<p>Slacktivism, Shitstorms &amp; co &#8211; die Netzgemeinde hat längst ein Vokabular entwickelt, das für nicht-netzaffine Bürger ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. Die Bundeszentrale für politische Bildung lässt netzpolitische Begriffe auf der re:publica erklären.</p>
<h3><a href="http://diskurs.dradio.de/2012/04/30/diskurs-ist-kein-exklusivthema-der-etablierten-medien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“<strong>Diskurs ist kein Exklusivthema der etablierten Medien”</strong></a></h3>
<p>Die Abgesänge auf die klassischen Massenmedien mehren sich. Inwieweit Chancen im Hoheitsverlust über die Berichterstattung liegen, wie sich die Rolle des Journalisten dadurch zwangsläufig ändert und was das für die Demokratie bedeutet, erklärt Wired-Chefredakteur Alexander von Streit im Interview auf diskurs.dradio.de.</p>
<h3><a href="http:///www.zeit.de/digital/internet/2012-04/urheberrecht-fair-use" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;Urheberrecht darf im Alltag keine Rolle spielen&#8221;</strong></a></h3>
<p>In der Debatte um das Urheberrecht sind die Positionen extrem und meist unversöhnlich. Während viele Künstler sich durch die Download-Kultur enteignet und unter Wert verkauft sehen, fordern Teile der Netzgemeinde die Abschaffung des Urheberrechts. Leonhard Dobusch stellt bei Zeit Online seine vermittelnden Lösungsansätze vor, die vor allem im Sinne des digitalen Alltagshandelns formuliert sind.<strong></strong></p>
<h3><a href="http://www.tagesschau.de/inland/liquiddemocracy102.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Jennifer Paetsch: &#8220;Mehr Austausch führt zu besseren Ergebnissen&#8221;</strong></a></h3>
<p>Ein Teil des allgemeinen Interesses an der Piratenpartei beruht auf deren neuartigen basisdemokratischen Elementen im innerparteilichen Willensbildungsprozess – dem sogenannten liquid feedback. Dies auf gesamtgesellschaftliche Online-Beteiligungsprozesse zu übertragen, ist Ziel von Liquid Democracy-Mitgründerin Jennifer Paetsch. Im Interview mit tagesschau.de erklärt sie, wie dadurch unsere repräsentative Demokratie nicht ersetzt, sondern ergänzt werden soll.</p>
<h3><a href="http://diskurs.dradio.de/2012/05/03/urheberrecht-und-wissenschaft/"><strong>Urheberrecht und Wissenschaft</strong></a></h3>
<p>Dass die Urheberrechtsdebatte zu Unrecht oft nur in Bezug auf Kunst und Kultur geführt wird, zeigt Matthias Spielkamp in seinem Kommentar auf diskurs.dradio.de überzeugend auf. Ebenso dringend müsse die Debatte im Feld der Wissenschaft geführt werden – da das dortige Urheberrechtsmodell eine Farce für den Steuerzahler darstelle. Weshalb er das so sieht und was er im Sinne vom „Open Access“ daran ändern will, führt er hier aus.<strong></strong></p>
<h3><a href="http://blog.zeit.de/zweitstimme/2012/05/03/oder-twitter-wahlkampf-in-nrw/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Öder Twitter-Wahlkampf in NRW</strong></a></h3>
<p>In seinem Beitrag auf Zeit Online unterstreicht Lenz Jacobsen, dass die Wahlkampf-Nutzung von Twitter die etablierten Parteien nicht zwangsläufig moderner oder cooler macht. Am Beispiel des TV-Duells zwischen Norbert Röttgen (CDU) und Hannelore Kraft (SPD) und den zeitgleich veröffentlichten Tweets ihrer Parteien zeigt der Autor, zu welch drögem Schauspiel die Nutzung sozialer Medien durch Politiker verkommen kann – und versucht sich an Ursachenforschung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Internet-Enquete: Progression statt Stagnation?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internet-enquete-progression-statt-stagnation-16396/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Wilke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 14:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik im Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Adhocracy]]></category>
		<category><![CDATA[Enquete Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Enquete]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Thema politische Partizipation muss das Internet wesentlich gezielter genutzt werden, denn bislang hat es noch nicht seine volle Wirkung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internet-enquete-progression-statt-stagnation/enquetebild/" rel="attachment wp-att-16406"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-16406" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Enquetebild-630x316.png" width="630" height="316" /></a>Beim Thema politische Partizipation muss das Internet wesentlich gezielter genutzt werden, denn bislang hat es noch nicht seine volle Wirkung entfalten können. Darüber herrschte bei der gestrigen öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission zum Thema „Internet und digitale Gesellschaft“ allgemeiner Konsens.</p>
<p>Geladen waren sechs Experten, die bereits im Vorfeld von den Parteien zu einigen Aspekten befragt worden waren, und zu denen die Gäste<a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/dokumentation/Sitzungen/20120319/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> schriftlich Stellung</a> genommen hatten. In den knapp vier Stunden der Sitzung stellten sie sich den Fragen der Abgeordneten und des „18. Sachverständigen“, der sich über die<a href="https://enquetebeteiligung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Internetseite der Enquetebeteiligung</a> zu Wort melden konnte. Die Leitfragen der Diskussion waren unter anderem: Wie erreichen wir durch die Nutzung des Internet eine höhere Beteiligung der Bürger am politischen Prozess? Wie bedeutend ist die E-Partizipation und wie kann man sie noch attraktiver machen? Ist E-Partizipation generations-, geschlechts- oder bildungsspezifisch?</p>
<h3>Sachkenntnis und Wissen adäquat einbringen &#8211; dazu ist Disziplin erforderlich</h3>
<p>Zu diesen Fragen äußerten sich die Sachverständigen recht kritisch. So meinte der Politikwissenschaftler Professor Gerhard Vowe von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dass etwa 50 Prozent der Bürger der politischen Partizipation aus dem Weg gingen. Die partizipierenden „Digitalbürger“ hingegen machten nur ein Fünftel der Bevölkerung aus und diese seien zumeist junge, hoch gebildete Menschen, die es von jeher gewohnt seien, das Internet umfangreich zu nutzen. Wichtig sei besonders, dass man sich der Schnelligkeit des Netzes anpasst. Dr. Markus  Linden, Politikwissenschaftler an der Universität Trier, sorgte mit seiner Aussage, dass die Forderung nach mehr E-Partizipation nur ein Krisenausgleich der Bundesregierung sei und sie vor allem an der Vielzahl der Anforderungen innerhalb der Diskussion kranke, für umfassenden Gesprächsstoff.</p>
<h3>Alle Akteure müssen teilnehmen können</h3>
<p>Schlechte Nachrichten gab es ebenfalls von Daniel Reichert, Vorstandsvorsitzender des Vereins Liquid Democracy. Nur 30 Prozent der rund 2.600 Nutzer der Adhocracy-Plattform glaubten an die Effektivität der Plattform und ihren Einfluss auf die Realpolitik, was nicht zuletzt dem fehlenden Feedback der Abgeordneten des Ausschusses geschuldet sei. Trotz dessen sei es aber ein Erfolg, so Reichert, dass es überhaupt die Möglichkeit der E-Partizipation gebe und jeder die Chance habe, diese auch zu nutzen. Daniel Reichert betonte weiterhin, dass die vorhandenen Beteiligungsplattformen noch einfacher gestaltet und zum Teil professionell moderiert werden müssten.</p>
<p>Die Bundesregierung kritisierte Reichert für die bisherige Nutzung der bekannten Tools und Angebote zur E-Partizipation. Statt enorme Summen in bundeseigene Plattformen zu stecken, sollten gemeinnützige Vereine mit ausgearbeiteten Konzepten unterstützt werden, ergänzte Stefan Wehrmeyer, Software-Entwickler bei der Open Knowledge Foundation Deutschland und Leiter des Projektes FragdenStaat.de. Professor Christian Neuberger von der Ludwig-Maximilians-Universität München ermahnte die Kommission, dass es momentan kein positives Leitbild für E-Partizipation gebe, was insbesondere daran liege, dass es bislang mehr Spekulation als Forschung betrieben würde und die vorhandenen Forschungsergebnisse nicht ausreichend berücksichtigt würden.</p>
<h3>Die Vertrauenskrise ist nicht durch Transparenz zu lösen</h3>
<p>Positiv  bewertete die bisherige Errungenschaften der Enquete-Kommission Christoph Kappes, Geschäftsführer der Fructus GmbH. Die Möglichkeit der Online-Partizipation durch den „Klick-Aktivismus“ sei zudem die zukünftige Form der Meinungsäußerung und dürfe deshalb nicht unterschätzt werden, so Kappes . Man dürfe ebenfalls  nicht davon ausgehen, dass mehr Transparenz in der Politik das fehlende Vertrauen der Bevölkerung wiederherstellen könne. Die Technik sei allerdings noch im embrionalen Stadium und müsse sich erst noch der rasanten Entwicklung der Netz-Gesellschaft anpassen. Ebenfalls gebe die weitere Entwicklung der Technik Grund zur Annahme, dass sich Massenmedien zu politischen Akteuren entwickeln könnten und deshalb ein neues Rollenverständnis entstehen müsse.</p>
<h3>Fazit der 15. Sitzung</h3>
<p>Nach der zweiten Fragerunde beendete der Vorsitzende der Internet-Enquete Axel E. Fischer die Anhörung. Was blieb, war die Frage: Werden die vielen Kritikpunkte in Zukunft berücksichtigt werden? Sofern man sich die <a href="http://politik-digital.de/neues-aus-der-internet-enquete/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse der 14. Sitzung</a> vor Augen führt, sind bis auf kleine Verbesserungen (400 Mitglieder mehr auf der Internetseite der Enquete) nur wenige Erfolge zu verzeichnen. Das Gefühl, dass die digitale Beteiligung noch zu gruppenspezifisch und techniklastig ist, will nicht so recht weichen. Was bleibt, ist die Erkenntnis einiger Experten, dass Handlungsbedarf vonnöten ist. Konkrete Zugeständnisse konnte man gestern allerdings wieder nicht erwarten. Aber vielleicht wird sich die Mitgliederzahl auf enquetebeteiligung.de mit etwas Glück bis zur nächsten Sitzung um weitere 400 erhöht haben.</p>
<p>Wer sich ein eigenes Bild von der gestrigen Veranstaltung machen will, kann sich in der <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?instance=m187&amp;action=search&amp;mask=search&amp;contentArea=common&amp;categorie=Ausschusssitzungen&amp;committee=Enquete+Internet+und+digitale+Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mediathek</a> auf der Seite des Bundestages die vollständige Sitzung anschauen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau 05/2012</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-052012-10506/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 17:11:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Piraten und die Liquid Democracy, Proteste gegen ACTA, Strategien für den Online-Wahlkampf &#8211; dies und mehr in der aktuellen Digitalen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Piraten und die Liquid Democracy, Proteste gegen ACTA, Strategien für den Online-Wahlkampf &#8211; dies und mehr in der aktuellen Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<div align="center">
<p><object width="480" height="270" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/phase3/029/ER3_029.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/phase3/029/ER3_029.jpg'}" /><param name="pluginspage" value="http://www.adobe.com/go/getflashplayer" /><embed width="480" height="270" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/phase3/029/ER3_029.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/phase3/029/ER3_029.jpg'}" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer" /></object></p>
<p style="text-align: center; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;"><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/266/">Elektrischer Reporter – 029: Demokratie, Medienschelte und die Umwelt</a></p>
</div>
<div align="center"></div>
<p>Thema u.a. beim „Elektrischen Reporter“: die Idee der Liquid Democracy am Beispiel des Beteiligungstools LiquidFeedback der Piraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.ctrl-verlust.net/das-partizipations-transparenz-dilemma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Partizipations-Transparenz-Dilemma</a></strong></p>
<p>Mit dem Einsatz von LiquidFeedback beschäftigt sich auch der Blogger Michael Seemann: Er setzt sich auf seinem Blog ctrl-verlust mit einem wunden Punkt der Bürgerbeteiligung nach dem Modell der Liquid Democracy auseinander, den vor allem die Piraten zu spüren bekämen. Die Trias aus politischer Transparenz, politischer Partizipation und Datenschutz ließen sich nicht zusammenfügen. Die konsequente Umsetzung der Idee von Liquid Democracy bedeute das Ende der Trennung von Privatheit und Politik</p>
<p><strong><a href="http://www.spd.de/profil/17019/blog/wahlkampf-ohne-zaubertrank" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlkampf ohne Zaubertrank</a></strong></p>
<p>Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 macht die Social-Media-Expertin Teresa Bücker sich im spd.de-Blog schon heute Gedanken darüber, welche Online-Strategien für einen erfolgreichen Netz-Wahlkampf wichtig sein werden. „Ohne lokale Verankerung in einer großen digitalen Welt fehlt Parteien im Internet die Basis“, ist Bücker überzeugt.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/acta-protest-deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ACTA-Gegnern läuft die Zeit davon</a></strong></p>
<p>In Kürze entscheidet das EU-Parlament über die Annahme des umstrittenen Antipiraterie-Abkommens ACTA. Eine Zustimmung wollen die ACTA-Gegner mit allen Mitteln verhindern. Patrick Beuth von Zeit Online berichtet über die Protestaktionen der Aktivisten. Wie gefährlich ACTA wirklich ist, beantwortet Patrick Dax bei futurezone.at (<a href="http://futurezone.at/netzpolitik/7193-wie-gefaehrlich-ist-acta.php">http://futurezone.at/netzpolitik/7193-wie-gefaehrlich-ist-acta.php</a>).</p>
<p><strong><a href="http://www.freischreiber.de/home/der-„dritte-korb“-darf-kein-maulkorb-für-urheber-werden-das-positionspapier-der-freischreiber-z" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Positionspapier der Freischreiber zur Urheberrechts-Reform</a></strong></p>
<p>Der Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten (Freischreiber) veröffentlichte auf seiner Webseite ein Positionspapier zur geplanten Urheberrechts-Reform. Im Fokus steht der sogenannte „3. Korb“. Aus Sicht der Freischreiber finden dabei die Interessen der Urheber kaum Berücksichtigung. Die freien Journalisten beziehen nun eindeutig Position und machen Vorschläge für ein Urheberrecht, das auch die Urheber selbst berücksichtigt.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/datenschutz-bei-google-und-facebook-sie-machen-was-sie-wollen-1.1272375" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz bei Google und Facebook</a></strong></p>
<p>Varinia Bernau nimmt in ihrem Artikel bei Süddeutsche.de die Datenschutzpolitik von Google und Facebook ins Visier. Dabei hinterfragt sie auch, welchen Einfluss Datenschützer wie die EU-Kommissarin Juliane Reding überhaupt auf die Unternehmenspolitik der Internetgiganten haben und konstatiert: „Klare Regeln können Innovationen durchaus vorantreiben.“</p>
]]></content:encoded>
					
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