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	<title>Mitbestimmung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Weltrettung per „Bürger*innenversammlung“ ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 16:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="empty-space empty-single" ><span class="empty-space-inner"></span></div>
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<p>Dass die lokalen demokratischen Strukturen wichtiger sind, steht außer Frage. Sie sind der Garant für das gelingende Miteinander, der Sozialraum ist Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeit. Dass die Teilnahme an Wahlen oder die Partizipation an lokalen Strukturen nichts kosten darf, ist unumstößlich und nicht verhandelbar. Doch darum geht es doch beim Event in Berlin gar nicht.</p>
<p>Da werden in der Diskussion mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen.</p>
<p>Dass Einzelne einer Bewegung einen großen Event auf die Beine stellen wollen, dafür eine solide Finanzierung brauchen und diese nach guten Gepflogenheiten des solidarischen Denkens über Crowdfunding im Internet stemmen möchten, ist ein Paradebeispiel für Engagement.</p>
<p>Es ist mitnichten der Ausschluss Einzelner durch die Tatsache, dass ein Ticket für die Veranstaltung (die anteilige Miete) Geld kostet. Fast 30 €, soviel wie Mittdreißiger an einem Abend in der Bar auf den Kopf hauen bevor es Mitternacht ist, wow. Das ist knapp gerechnet. Was würdet ihr denn tun, die Solikasse aufstellen? Den Event an einen Hauptsponsor verkaufen?</p>
<p>Okay, das Werbevideo ist ironisch („So billig war die Weltrettung noch nie!“).</p>
<p>Nach Berlin kommt mal so eben auch nicht jeder, aber zur Hölle nochmal wir waren früher auch auf Demos und uns hat auch keiner die Fahrt und das Drumherum gezahlt. Wir haben es trotzdem getan, weil wir davon überzeugt waren, was wir getan haben.</p>
<p>Im Ernst. Man ist aufgerufen, im Vorfeld mit zu organisieren und zu planen, man kann sich auch ohne zu zahlen einbringen. Eine Petition ist eine Online-Sache, ich kann also von überall auf der Welt teilnehmen. Wie die Organisator*innen selbst schreiben, mieten 90.000 Bürger*innen das Stadion und genau das ist die richtige Sichtweise.</p>
<p>Eine Gruppe Bürger*innen engagiert sich im Sinne unserer Demokratie und das hat unser aller Unterstützung verdient. Wenn sich in diesen unruhigen Zeiten Menschen auf den Weg machen für Politik und die Demokratie zu begeistern, dann muss das zumindest auf wohlwollendes Schweigen und nicht auf derart laute Kritik treffen.</p>
<p>Es sei unökologisch, dass sich 90.000 Menschen zentral in Berlin treffen, es sei neoliberal und würde die Armen ausschließen. Und das alles an einer Stelle, an der damals dem Führer zugejubelt wurde. Auf einmal müsse man Eintritt für die Demokratie zahlen, so nur ein paar eurer völlig unpassenden Argumente.</p>
<p>5 € in die Totschlagargumentkasse. So schaffen wir Demokrat*innen es ganz prima, uns selbst ein Bein zu stellen.</p>
<p>Ey, was ist denn mit euch los?</p>
<p>Wenn ihr ganzen Hater selbst ein dezentrales Meetup für die Demokratie organisiert und es sicher so viel ökologischer, toller, partizipativer und demokratischer wird, dann geht 2020 für uns alle aber demokratisch durch die Decke. Und ich feier euch alle.</p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_center column_child col-lg-4 styleptrl--sidebar single-internal-gutter"><div class="uncol style-light sticky-element sticky-sidebar shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-182705-bg  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-center"><div class="single-wrapper" style="max-width: 40%;"><div class="tmb tmb-light  img-circle tmb-bordered tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper img-circle img-thumbnail"><div class="dummy" style="padding-top: 100%;"></div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-157770" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/tmittelbach-356.jpg" width="250" height="250" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/tmittelbach-356.jpg 250w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/tmittelbach-356-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Tom Mittelbach</strong></p>
<p>Tom Mittelbach arbeitet als musisch-technischer Fachlehrer ( Sport, Technik, Ethik und Naturwissenschaft und Technik) SMV-Beauftragter und Fortbilder offener Fortbildungsformate (u.A. Barcamp) in Laupheim in Baden-Württemberg. Vorher war er in der Jugendsozialarbeit tätig und saß bis zum Umzug aufs Land im Ulmer Stadtrat. Er bloggt auf https://www.tommittelbach.org/ über “das Leben, Sport, zeitgemäße Bildung und Schule”</p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row limit-width row-container" id="row-unique-2"><div class="row single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_row row-internal row-container"><div class="row row-child"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_child col-lg-8 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-662086-bg" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media styleptrl--quote--top text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><div class="fluid-svg"><span id="icon-204218" style="width:62px" class="icon-media"><img decoding="async" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/icon-quotes-99.svg" alt=""></span></div></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h4 class="h4 font-weight-600" ><span>Contra-Standpunkt Alexa Schaegner</span></h4></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Ich lese auf Twitter etwas über eine geplante Bürger*innenversammlung mit Fridays for Future im Olympiastadion mit 90.000 Personen und denke:</p>
<p>Cool!! Das könnte interessant werden….Vielleicht ein bisschen merkwürdig die Ortswahl aber hey, vielleicht gibts da nen guten Grund…</p>
<p>“Soll durch Crowdfunding finanziert werden, deswegen kosten die Tickets 29.90 Euro.”</p>
<p>Ok, eigentlich sollte Bürgerbeteiligung jetzt keinen Eintritt kosten, warum nehmen die keine Sponsoren? Aber gut, es soll ja Soli -Tickets geben…</p>
<p>Während ich noch die begleitende Info prozessiere, dass es sich bei den Organisator*innen gar nicht um FFF sondern ein Berliner Start-Up für nachhaltige Kondome handelt, lese ich das:</p>
<p>„Ich glaube, unsere Demokratie braucht im Moment ein bisschen Eventisierung und ein bisschen Power, damit wir wieder merken, was es alles für wahnsinnig tolle Mittel gibt in diesem geilen System. “</p>
<p>Jetzt überfällt mich Ungläubigkeit. Vor meinem geistigen Auge sehe ich erst Dieter Bohlen (“Mega geil dieses System…”), dann Trump im Olympiastadion vor einer Menschenmasse schreien: Make Democracy great again!</p>
<p>Wir müssen also die Demokratie “eventisieren”? Gesagt hat das Philip Siefer, einer der Gründer der „Einhorn GmbH” und Initiator*innen von 12/06/2020 Olympia.</p>
<p>Ich lese weiter, viel auf Twitter und alle Medienberichte die ich finden kann über den “Super-Bowl” der Demokratie und sehe eine Video mit Charlotte Roche und anderen in dem mir erklärt wird, dass es noch nie so “billig” war die Welt zu retten.</p>
<p>Man kann jetzt, wie beispielsweise aus dem Fridays for Future Umfeld mehrfach gelesen, das Wording als “missglückte Ironie“ oder “unausgereift” bezeichnen und hoffen, dass das Event selbst ganz anders wird als diese Ankündigungen vermuten lassen.</p>
<p>Aber dieses Start-Up Marketing-Buzzwording ist ja nicht zufällig so gewählt sondern zielt ab auf die Erreichung der “Masse” und auf Emotionalisierung statt auf Inhalte. Was mich wirklich wütend macht ist, dass in einem Atemzug mit dem “Super Bowl der Demokratie” suggeriert wird, so könnten gemeinsam gesellschaftliche Veränderungen angestoßen werden.</p>
<p>Echte, wirksame Bürgerbeteiligung ist an den Menschen orientiert, die teilhaben, hat immer ein Ziel vor Augen und macht das auch transparent. Dazu braucht es gute, ausgereifte Konzepte, um sicherzustellen, dass die Hoffnungen, mit denen Menschen sich auf Beteiligungserfahrungen einlassen, so wenig wie möglich enttäuscht werden. Einfach mal so testweise mit möglichst vielen Menschen zusammenzukommen, ein bisschen emotionale Feel-Good-Festivalatmosphäre schnuppern (“Wir werden danach mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, einen weiteren Schritt in Richtung Veränderung unternommen zu haben”) ist völlig ok und vielleicht auch aktivierend für manche, ist aber eben keine Bürgerbeteiligung.</p>
<p>Vielleicht wissen das die Organisator*innen der Einhorn GmbH nicht? Oder es ihnen egal? Vielleicht ist es aber auch Absicht, weil es ihnen weniger um die “Weltrettung”, sondern mehr um die Stärkung der eigenen Marke geht.</p>
<p>Mein Vorschlag: Überarbeiten Sie ihr Konzept nochmal und machen transparenter, worum es hier eigentlich geht. Oder noch besser: Fridays for Future übernimmt das Ruder und macht ein politisches Klimafestival draus? Bei alledem unterstütze ich gern, wo ich kann.</p>
<p>Wenn das Event aber so bleibt, wie es ist, wird es im besten Falle eine Placebo-Veranstaltung, ein als Bürger*innen Versammlung getarntes, semi-politisches Hipster-Festival. Im schlimmsten Falle kommen da Menschen mit konkreten politischen Hoffnungen hin, die dann leider enttäuscht werden und sich das nächste Mal zweimal überlegen, ob sie sich irgendwo engagieren sollen. Und was möglicherweise schon ein Stück weit passiert ist: Es leidet die Glaubwürdigkeit der Fridays for Future Bewegung, deren Akteur*innen durch authentisches Interesse und der Orientierung an Inhalten rund um den Klimaschutz wahnsinnig viele Menschen erreicht haben.</p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_center column_child col-lg-4 styleptrl--sidebar single-internal-gutter"><div class="uncol style-light sticky-element sticky-sidebar shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-182705-bg" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-center"><div class="single-wrapper" style="max-width: 40%;"><div class="tmb tmb-light  img-circle tmb-bordered tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper img-circle img-thumbnail"><div class="dummy" style="padding-top: 100%;"></div><img decoding="async" class="wp-image-157732" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/03/aschaegner-357-uai-243x243.jpg" width="243" height="243" alt=""></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Alexa Schaegner</strong></p>
<p>Alexa Schaegner studierte Politikwissenschaften und Publizistik an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin und schrieb ihre Masterarbeit zu Liquid Democracy und der Online-Bürgerbeteiligung der Internet-Enquete. Seit April 2013 arbeitet sie in der Redaktion von politik-digital.de. Als Redakteurin organisierte sie hauptsächlich Hangout-Formate wie die Digitale Bürgersprechstunde und die Berliner Hinterhofgespräche und schrieb an einem Gutachten für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) zur Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit mit. Seit Ende 2014 arbeitet sie als Projektleitung für &#8220;aula -Schule gemeinsam gestalten&#8221; und engagiert sich für partizipative, offene Bildungsformate.</p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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			</item>
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		<title>Datenschutz zwischen Piroggen und Silicon Valley- Ein Blick nach Polen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-piroggen-und-silicon-valley-ein-blick-nach-polen-149023/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 15:07:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Umwälzungen und neue Technologien prägen das moderne Polen, doch die guten polnischen Piroggen sind erhalten geblieben, leider nicht nur sie. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Umwälzungen und neue Technologien prägen das moderne Polen, doch die guten polnischen Piroggen sind erhalten geblieben, leider nicht nur sie. Ein Land der zwei Geschwindigkeiten zwischen Piroggen und Silicon Valley, ein Blick auf  den Datenschutz in Polen.</p>
<h3>Die Nation ohne Staat</h3>
<p>Als am 11.November 1918 die rotweiße Fahne über Warschau gehisst wurde, war dies der wohl wichtigste Moment in der jüngeren polnischen Geschichte. Zum ersten Mal seit der Teilung des Landes vor 123 Jahren konnten die Polen wieder selbstbestimmt in ihrem eigenen Staat leben.</p>
<p>Heute blickt unser östlicher Nachbar auf eine bewegte Geschichte zurück. Die liberale Haltung und der rege Handel zogen immer wieder Menschen von überall her an. Toleranz und eine multikulturelle Gesellschaft sind daher fest in der polnischen Geschichte verankert. Das Bekenntnis zu Demokratie und Freiheit wurde 2004 durch den Beitritt zur Europäischen Union gefestigt.</p>
<p>Ebenso gehören aber auch  Fremdherrschaft und  Kommunismus zum historischen Erbe und das Land trägt noch schwer daran. Über mehr als 100 Jahre kämpften die Polen für die Selbstbestimmung ihres Volkes. Starker Patriotismus und eine besondere Betonung der eigenen Nation sind die Folge davon. Sicherheit und die Wahrung der eigenen Unabhängigkeit sind daher die wesentlichen Leitlinien der polnischen Politik.</p>
<h3>Ein Land zwischen die Zeiten gefallen</h3>
<p>Als Folge der kommunistischen Diktatur ist Polen ein Nachzügler im Bereich der Informationstechnologien. Historisch war sicherlich der 20. Dezember 1990, als die erste E-Mail aus dem Forschungszentrum CERN Krakau erreichte. Erst 1997 wurde im Zuge der Verfassungsreform nach dem Ende des Kommunismus der Datenschutz gesetzlich festgeschrieben.</p>
<p>Bis heute sind in vielen Teilen Polens Internet und Datenschutz noch immer kaum ein Thema. 30% aller Polen nutzen das Internet überhaupt nicht. 42% bezeichnen ihre Computerkenntnisse als mangelhaft bis überhaupt nicht vorhanden. Wichtiger sind für viele Polen, insbesondere auf dem Land, hingegen noch Tradition und  Glaube. Themen wie Familienpolitik, Arbeitslosigkeit und die Wahrung der inneren Sicherheit sind daher in Polen derzeit wichtiger als netzpolitische Problematiken.</p>
<p>Dazu gehört auch Polens Haltung  zu Massenüberwachung und Ausspähung, die sich seit dem Kommunismus kaum verändert hat. Polen hat die Vorratsdatenspeicherung und nutzt sie intensiv, sogar für die Fahndung bei kleinsten Verbrechen. Im Jahre 2011 gab es fast zwei Millionen Anfragen, auf Vorratsdaten zurückzugreifen. Fast jeder 20igste Pole geriet somit mindestens einmal unter Verdacht durch die Behörden, eine Zahl die sogar noch vor Großbritannien liegt. Zwar gibt es Kontrollgremien, doch diese sind sehr schwach oder nur intern vorhanden. Die Geheimdienste kontrollieren sich somit selbst. Bekannte Beispiele für diese Selbstkontrolle sind der massenhafte Transfer von Daten aus Polen in die Vereinigten Staaten oder die Bedrängung von Journalisten, die zu Geheimdienstaktivitäten und Korruption ermitteln. Viele Polen tolerieren oder befürworten dieses Vorgehen entweder aus Mangel an technischem Wissen, politischer Passivität oder einem besonderen Sicherheitsbedürfnis.</p>
<p>Mangelnder Wettbewerb auf dem Markt führt zu einem der teuersten Internetzugänge in Europa. Nur etwa 3,6%  der Wirtschaft macht die  Telekommunikationsbranche aus, doch diese kleine Minderheit verändert das Land.</p>
<h3>Silicon Valley auf Polnisch</h3>
<p>Ein Blick gen Westen nach Breslau, Warschau und Krakau, in die großen Städte des Landes. Hier sieht das Bild ganz anders aus. Viele namhafte Firmen der IT-Branche haben in den letzten Jahren Nearshoring betrieben, also Outsourcing in günstigere Nachbarländer, und Teile nach Polen verlagert. Hier entstehen gerade große Technologiezentren. Nach dem Shared Service Prinzip werden hier, kostengünstiger als in den Standorten in Westeuropa, einfachere Aufgaben wie interne IT, Buchhaltung oder Kundenbetreuung übernommen.</p>
<p>Längst ist Polen jedoch nicht mehr nur eine verlängerte Werkbank der großen westlichen Firmen. Allein zwischen 2008 und 2015 hat sich die Zahl der Internetnutzer auf etwa 26 Millionen verdoppelt. Es gibt mit über 56 Millionen mehr Mobiltelefone und Smartphones als Einwohner.  56% nutzen ihre Smartphones auch um im Internet zu surfen. 38% (OECD 33%) der digitalen Kommunikation laufen über diese mobilen Geräte und über 1,4 Millionen öffentliche Hotspots (proportional mehr als Deutschland)  machen diese Kommunikation möglich.</p>
<p>Das Land verfügt über eine der größten Zahlen an Studenten. Neben einer guten Bildung und fachlicher Kompetenz verfügen polnische Akademiker über Erfahrung mit den neuen Technologien. Sie bringen neue gute Ideen mit und verwirklichen diese mithilfe der neuen digitalen Möglichkeiten. Polnischer Patriotismus kann beispielsweise nun auch mithilfe des Smartphones gezeigt werden. Pola ist ein App, mit der man jederzeit scannen kann, wie polnisch ein Produkt ist, also wieviel Prozent von Produktion und Kapital aus Polen stammen. Viele junge Startups aus den verschiedensten Bereichen wie Alltagshelfer, Medizin und Biotechnologie bis hin zu einer Computerspielszene blühen gerade auf und tragen zum dynamischen Wachstum des Landes bei. Krakau gilt bereits als das „Silicon Valley“ Osteuropas.</p>
<h3>Für unsere Freiheit und ihre</h3>
<p>Im November letzten Jahres erlebte Polen einen neuen historischen Moment. Die nationalkonservative Partei  PiS (dt. Recht und Gerechtigkeit) wurde stärkste Kraft, vor allem in vielen ländlichen Regionen Ostpolens. Seit Regierungsantritt beginnt diese massive in die Grundrechte einzugreifen, indem sie die Unabhängigkeit der Medien beschneidet oder die Ausspähung von Einzelpersonen ohne richterlichen Beschluss ermöglichen will.</p>
<p>Doch es regt sich Widerstand. „Für unsere Freiheit und ihre“ ist der inoffizielle Wahlspruch Polens. Organisationen wie Panoptykon oder die polnische Datenschutzbehörde protestieren gegen diese massiven Eingriffe in die Bürgerrechte. Unterstützt werden sie dabei von  Demonstranten, die regelmäßig für ihre Rechte auf die Straße gehen. Polen war einst eines der modernsten Länder der Welt. Die Lehren aus dem Kommunismus waren ein Bekenntnis zu Europa und den demokratisch freiheitlichen Grundrechten. Wieder sind diese Rechte bedroht, welche sich die polnische Nation mühevoll erkämpfen musste. Demonstrationen gegen Beschneidungen der Bürgerrechte und ein neues politisches Bewusstsein in Teilen der polnischen Jugend wecken aber auch Hoffnungen, dass diese Errungenschaften nicht verloren gehen. Denn noch ist Polen nicht verloren.</p>
<p>Titelbild kaboompics via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Datenschutz zwischen Nordlicht und Start Up – Ein Blick nach Schweden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2016 11:14:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[Grüne Wiesen, Elche und Gemütlichkeit, das ist unser Bild von Schweden. Ein Land, das sich vom Polarkreis bis zur Ostsee [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Grüne Wiesen, Elche und Gemütlichkeit, das ist unser Bild von Schweden. Ein Land, das sich vom Polarkreis bis zur Ostsee erstreckt. Nur knapp 10 Millionen Menschen leben hier teils sehr verstreut, doch bildet das Internet den Innovationsmotors eines dynamischen Skandinaviens. Ein Blick auf den Datenschutz in Schweden zwischen Nordlicht und Startups.</p>
<h3>Alles ist von öffentlichem Interesse</h3>
<p>„Ich grüße dich lieblichstes Land der Erde“, heißt es in der schwedischen Nationalhymne. Einer dieser Grüße in den Norden sollte Geschichte schreiben. Am 7. April 1983 um 14:02 erhielt der Internetpionier Björn Eriksen die erste E-Mail Schwedens. Dies war der Geburtsmoment des Internet im Norden Europas.</p>
<p>„Um einen freien Meinungsaustausch zu fördern und der Informationspflicht nachzukommen, hat jeder Bürger das Recht an allen öffentlichen Handlungen teilzunehmen“. Seit seiner Verankerung in der Verfassung 1766 prägt dieses „Öffentlichkeitsprinzip“ (Offentlighetsprincipen) das schwedische Verständnis von Datenschutz. Während der europäische Standard eine Datenverarbeitung nur ermöglicht, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist (Verbot mit Erlaubnisvorbehalt), stellt Schweden dieses Prinzip praktisch auf den Kopf. Hier muss die Datenverarbeitung ausdrücklich verboten sein. Sämtliche Daten, die von öffentlichem Interesse sein könnten, sind grundsätzlich für alle und jeden zugänglich.</p>
<p>Jeder Schwede, der gerne mehr über das neue Auto seines Nachbarn, dessen letztes Einkommen oder letztes Steueraufkommen erfahren möchte, kann dies jederzeit und unkompliziert tun. <a href="http://www.ratsit.se/">Ratsit.se</a> führt eine Datenbank mit über 8 Millionen Personen und deren persönliche Daten aus dem Skatteverket (Finanzamt), der Kronfogdheden (ähnlich der Schufa), dem Bolagsverket (Handelsregister) und bietet noch viel mehr. Diese Informationen sind für alle und jeden immer zugänglich. Zwar gibt es auch hier Einschränkungen in der Datenfreiheit, doch kommen diese eher selten zum Tragen.</p>
<h3>Ich weiß, dass du bist und du bleibst, was du warst.</h3>
<p>Seit 1983 hat sich die Zahl der Internetnutzer vervielfacht. Heute nutzen über 94% der Schweden das Internet. Schnelles Internet fördert im hohen Norden die Innovationen. Auf 900.000 Stockholmer kommen mittlerweile über 850 Start Up Unternehmen. Der Musikstreamanbieter Spotify ist nur ein Beispiel von vielen. Schweden ist Vorreiter in Sachen Internet. Bereits 1973 verabschiedete der Riksdaget weltweit das erste Datenschutzgesetz eines Landes. Seit diesem Zeitpunkt kümmert sich der „Datainspektionen“ mit seinen 40 Mitarbeitern um Bedenken im Datenschutz.</p>
<p>Diese Bedenken scheinen jedoch nicht sehr verbreitet zu sein. „Wir könnten und sollten die erste bargeldlose Gesellschaft der Welt sein“ wird Björn Ulvaeus, ehemaliges Mitglied von ABBA, zitiert. Bereits 1967 stand einer der ersten Geldautomaten in Schweden und nun scheint das Bargeld zu verschwinden. Immer mehr Schweden nutzen bargeldloses Zahlen mit Kreditkarte oder dem Handy. Sogar die Obdachlosenzeitung „Situation Stockholm“ lässt sich bequem per Karte zahlen.</p>
<p>Die großen Banken wie Swedbank oder Nordea haben ihren Bargeldservice weitgehend zurückgefahren und vielerorts wird nicht einmal mehr Bargeld akzeptiert.Dieses neue digitale Geld öffnet natürlich Hackern und der Überwachungsgesellschaft neue Möglichkeiten. Jedoch teilen viele Schweden diese Sorgen nicht und glauben an den Fortschritt, vertrauen auf die Sicherheit ihrer Daten.</p>
<p>Das Internet wird zu einem allgegenwärtigen Begleiter. Daher hat das Skolverket (ähnlich dem Bildungsministerium) eine nationale IT-Strategie gestartet. In den nächsten drei Jahren soll jeder Schüler über digitales Werkzeug verfügen, um an den Möglichkeiten der neuen virtuellen Welt teilhaben zu können und deren bewussten Umgang zu erlernen. Hierzu ist beabsichtigt, Lehrkräfte besonders zu schulen und den Umgang mit diesen neuen Technologien im Lehrplan fest zu verankern.</p>
<h3>Datenschutz macht erfinderisch</h3>
<p>Schwedens ist geprägt von weiten Landschaften. Das Jedermansrecht (Allemansrätten) garantiert jedem den freien und ungehinderten Zugang zur Natur. Eine ähnliche Mentalität scheint sich auch im Internet auszubreiten, was Urheberrechte betrifft. Politische Bewegungen wie die Piraten oder aber auch der Anbieter „The Pirate Bay“ stammen aus Schweden. Eine freie und ungehinderte Verbreitung von Inhalten bei geringem Urheberrecht ist deren Ziel.</p>
<p>Urheberrechte und Datenschutz können sogar zur Religion werden, wie die Glaubensgemeinschaft „Missionierende Kopimisten“ beweist. Gedacht als Satire verehren die Anhänger dieser Bewegung die Tastenkombinationen Ctrl+ C und Ctrl+ V als ihre religiösen Insignien. Zur ihren Geboten gehören eine freie Verfügbarkeit von Informationen und deren Verbreitung. Das Internet selbst wird als heilig verehrt.</p>
<p>Wer gerne mit einem Kopimisten sprechen möchte oder sich mit einem Schweden über Datenschutz austauschen möchte, für den bietet sich eine neue Möglichkeit: Gefördert durch das schwedische Tourismusbüro hat Schweden als erstes Land der Welt seine eigene Telefonnummer. Unter der Nummer +46 771 793 336 erreicht man immer einen zufällig ausgewählten Schweden.</p>
<p>In diesem Sinne frei nach ABBA:“ Ring, ring, why don&#8217;t you give me a call?“</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/Unif-1359451/">unif</a> via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Datenschutz im Land der Bürgerrechte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2016 08:44:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; diese Schlagworte der Revolution prägen Frankreich bis in den virtuellen Raum hinein. Die Anschläge von Paris [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/frankreich-franzöisch-flagge-nation-by-jackmac34-via-pixabay-licensed-CC0-e1460646882939.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-148981 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/frankreich-franzöisch-flagge-nation-by-jackmac34-via-pixabay-licensed-CC0-e1460646882939-630x277.jpg" alt="frankreich-franzöisch-flagge-nation  by jackmac34 via pixabay licensed CC0" width="630" height="277" /></a>Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; diese Schlagworte der Revolution prägen Frankreich bis in den virtuellen Raum hinein. Die Anschläge von Paris letzten Jahres wecken jedoch das Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Ein Blick auf Datenschutz in Frankreichs zwischen Bürgerrechten und Ausnahmezustand.</p>
<h3>Frankreich, die Mutter der Bürgerrechte</h3>
<p>Frankreich gilt als das Mutterland der Bürgerrechte. Bereits in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 wurde das Recht auf Privatsphäre festgeschrieben, der Freiheit, ohne Zwang und äußeren Einfluss sich selbst entfalten zu können. In Zeiten moderner digitaler Technologien stellt sich die Frage, wie dieses Recht im virtuellen Raum gewahrt werden kann.</p>
<p>„Die Informatik steht im Dienste eines jeden Bürgers. Sie muss sich in einem internationalen Rahmen entfalten können. Sie darf nicht die Identität einer Person, ihre natürlichen Rechte, ihr Privatleben, die individuellen oder öffentlichen Freiheiten gefährden“. Mit dieser Erklärung beginnt das Loi informatique et libertés, die französische Datenschutzverordnung. Als diese 1978 verabschiedet wurde, war Frankreich neben Schweden (1973); das erste Land Europas, welches ein umfassendes Gesetz zum Thema Daten und deren Schutz verabschiedete. Dieser Gesetzesentwurf war damals bereits bahnbrechend, da er sich für einen hohen Schutz der persönlichen Daten einsetzte.</p>
<p>Einwilligung und Transparenz stehen im Vordergrund dieses Gesetzestextes. Danach dürfen Daten nur verarbeitet werden, wenn die Nutzer dem zugestimmt haben. Art der Daten und das Ziel deren Verarbeitung müssen klar erkennbar sein. Das Centre Nationale de Information et Liberté (CNIL) ist dafür verantwortlich zu überprüfen, dass diese Vorgaben eingehalten werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Anbietern und dem CNIL ist dafür obligatorisch.</p>
<h3>Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für den virtuellen Raum</h3>
<p>Über 80% der Franzosen nutzen heute das Internet regelmäßig, aber nur ein Bruchteil davon fühlt sich sicher genug im Umgang mit diesem neuen Medium. Das möchte man ändern. Um den technischen Fortschritt zu begleiten und die Einhaltung der Bürgerrechte sicherzustellen, wurde 1978 unter Präsident Valéry Giscard d´Estaing die CNIL ins Leben gerufen.</p>
<p>Die französische Datenschutzbehörde verfügt über eine Kommission von 17 Personen aus verschiedenen Bereichen. Zum einen befinden sich in diesem Gremium Abgeordnete und Senatoren (je 2 Vertreter), Richter der obersten Gerichtshöfe (insgesamt 6 Vertreter), sowie Experten des Wirtschafts-, Sozial und Umweltrates Frankreichs (insgesamt 2 Vertreter). Weitere Vertreter werden ernannt durch den Präsident des CNIL bzw. dem Präsident des CNIL (insgesamt 5 Vertreter). Der Präsident ist unabhängig und darf keine weiteren Ämter ausüben. Die Mitglieder der Kommission dürfen nur einmal wiedergewählt werden für eine Amtszeit von je 5 Jahren.</p>
<p>Die Bedeutung des Themas Datenschutz in Frankreich wird bei näherer Betrachtung des Internetauftritts der Behörde deutlich. Bereits auf den ersten Blick lassen sich Verweise zu den wichtigen Fragen rund um das Thema persönliche Daten und persönliche Rechte finden. Aber auch Unternehmer können sich über ihre Verpflichtungen im Bezug auf Schutzmaßnahmen im Datenverkehr informieren. In einfacher Sprache und in kurzen Videos können Interessierte erfahren, wie sie ihre Daten im Internet besser schützen können und sicherer im Netz unterwegs sind. Darüber hinaus bietet die Website die Möglichkeit, auf einfache und unbürokratische Weise Beschwerde gegen die Verwendung bestimmter Daten einzulegen. In diesem Rahmen bietet die Datenschutzbehörde CNIL weitreichende Information über die eigenen Rechte und Möglichkeiten, diese auszuüben und zu schützen.</p>
<p>Der Mensch hat sich von „homo sapiens“ zum „homo numericus“ entwickelt, wie die französischen Senatoren Anne Marie Escoffier und Yves Detraine 2009 betonten. Daher müsse die Transparenz sichergestellt werden, zu welchem Zweck Daten erhoben werden dürfen. Darüber hinaus müssten diese Daten gelöscht werden können, wenn sie nicht mehr weiter benötigt werden &#8211; das so genannte „Recht auf Vergessenwerden“. Dieses Recht ist in der französischen Datenschutzverordnung bereits verankert. Alex Türk, damaliger Präsident des CNIL, plädierte dafür, den Begriff Privatsphäre weiter zu denken und das „Recht auf Vergessenwerden“ in die Verfassung aufzunehmen. Am 13.Oktober 2010 unterzeichneten verschieden Firmen die „<span lang="fr-FR">Chartes du droit à l&#8217;oubli numérique“. In dieser verpflichten sie sich, das Bewusstsein für Datenschutz ihrer Nutzer zu fördern, eine transparentere Verarbeitung von Daten sicherzustellen und bessere Selbstbestimmung der Nutzer über ihre Daten zu ermöglichen. In der neuen Datenschutzverordnung der europäischen Union ist dieses Recht auf Vergessen auch enthalten.</span></p>
<h3>Frankreich auf dem Weg in den Überwachungsstaat?</h3>
<p>„Paris ändert alles“, polarisierte der bayerische Finanzminister Markus Söder nach den Anschlägen in Paris am 13. November letzten Jahres.</p>
<p>„Der 7. Januar und der 13. November werden im kollektiven Gedächtnis unserer Bürger bleiben, als grausame Terroristen Paris heimsuchten. Aber dies war nicht ein Angriff auf Paris, ebenso wenig auf Frankreich sondern ein Angriff auf unsere Art zu leben“, wandte sich der französische Präsident Francois Hollande nach den Anschlägen an die Franzosen.</p>
<p>Im Vorfeld der Regionalwahlen im Dezember letzten Jahres waren Kriminalität und Terrorismus die zentralen Themen. Bereits 2006 wurde die Vorratsdatenspeicherung in Frankreich eingeführt. Hierbei werden Internetanbieter verpflichtet, Informationen und Entschlüsselungscodes an die Ermittlungsbehörden auf Anfrage weiterzuleiten. Im Zuge der Erweiterung des „Loi relativé a la lutte contre le terrorisme“ aus dem Jahre 2006 erhalten Ermittlungsbehörden und Geheimdienste weitreichende neue Kompetenzen. So bekamen Ermittler beispielsweise die Möglichkeit, sämtliche Metadaten der Kommunikation in sogenannten „Black Boxes“ zu speichern. In dringenden Fällen können auch ohne vorherige Genehmigung Daten im Detail analysiert und somit einzelne Personen direkt überwacht werden. Zudem ermöglicht die Ausrufung und Verankerung des Ausnahmezustandes (Etat d´Urgence) eine weitreichende Außerkraftsetzung der freiheitlich demokratischen Bürgerrechte.</p>
<p>Aus Protest dagegen, Teil dieses Überwachungssystems zu werden, haben bereits einige französische Anbieter damit gedroht, ihren Sitz außer Landes zu verlegen. Intellektuelle, Bürgerrechtler kritisieren die Aushöhlung der Grundrechte.</p>
<p>Immer wieder widersetzen sich Demonstranten dem Demonstrationsverbot oder üben Kritik. Zuletzt demonstrierten im Januar Tausende gegen die Verlängerung des Ausnahmezustandes. Dennoch bleiben viele auch passiv und trauen den Parteien allgemein kaum zu, Maßnahmen zur Lösung der dringenden Sicherheitsprobleme zu ergreifen.</p>
<p>„Frankreich befindet sich im Krieg“. Daher seien besondere Maßnahmen nötig, damit Frankreich ein freies Land bleibe, betonte Präsident Hollande. Frankreich ist das Mutterland der Bürgerrechte und Menschenrechte. Egalité, Liberté, et Fraternité; die Errungenschaften der französischen Revolution waren wegbereitend und sind fundamental, schufen und prägten sie doch die Grundwerte des modernen freien Europas. Wie weit müssen Politik und Bürger gehen, ihre bürgerlichen Freiheiten opfern um in Sicherheit zu leben? Vielleicht sollten sich die Franzosen an die Worte des US-amerikanischen Staatsmannes Benjamin Franklin erinnern, der einst als Diplomat in Paris war: „Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird beides verlieren.“</p>
<h3>Anstoß zum Datenschutz</h3>
<p>Zur Europameisterschaft 2016 ist der Kontinent zu Gast in Frankreich. In unserer Datenschutzreihe blickt Politik-Digital darauf, welche Positionen die Mitgliedsländer bei diesem Thema einnehmen. Angefangen beim Libero<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-nordlicht-und-start-up-ein-blick-nach-schweden-148993/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Schweden</a>  und seiner liberalen Einstellung zum Schutz der Daten über die defensiven Verteidiger in <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-piroggen-und-silicon-valley-ein-blick-nach-polen-149023/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Polen</a> zum ausbaufähiges Mittelfeld in<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-bergen-und-behoerden-149286/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Österreich</a>. In  komplexer Doppelspitze treten  <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-siesta-und-non-plus-ultra-ein-blick-nach-spanien-149247/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spanien</a> und <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-vertrauen-und-vorreitern-ein-blick-nach-estland-149358/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Estland</a> auf, während <a href="politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-dolce-vita-und-vita-digitale-ein-blick-auf-italien-149331/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Italien</a> und <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-krise-und-eureka-ein-blick-nach-griechenland-149108/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Griechenland</a> sich bereits warm laufen; das europäische Team Datenschutz ist <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-quo-vadis-die-reise-durch-europa-geht-weiter-149228/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vielschichtig</a> aufgestellt. So werden wir vielleicht alle <a href="http://politik-digital.de/news/die-digitalisierung-der-welt-brauchen-wir-die-united-nation-of-internet-149389/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitaler Europameister</a>.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/jackmac34-483877/">jackmac34</a> via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Auf dem Weg zur Datenunion? – Gemeinsam verschieden auch im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2016 12:53:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
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		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 14. April stimmte das Europäische Parlament über die neue Datenschutzgrundverordnung ab. Was ist das Ziel dieser neuen Verordnung? Wie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. April stimmte das Europäische Parlament über die neue Datenschutzgrundverordnung ab. Was ist das Ziel dieser neuen Verordnung? Wie sieht Datenschutz momentan innerhalb der europäischen Union aus?</p>
<h3>Datenschutz ein Flickenteppich</h3>
<p>1995 verabschiedete das europäische Parlament die erste Europäische Datenschutzrichtlinie. Artikel 8 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union garantiert den Schutz personenbezogener Daten. Dennoch ist Europa ein&#8221; Datenschutz-Flickenteppich&#8221;, wie Jan Phillip Albrecht, MdEP und Nominierter des Nobelpreis für Datenschutz, bemängelt. Jedes der 28 Mitgliedsländer hat seine eigenen Datenschutzgrundverordnungen. Dies führt zu unterschiedlichen Standards im Datenschutz. Daher hat die Europäische Kommission 2012 eine neue Fassung der Datenschutzgrundverordnung angeregt. Nun sollen die Verhandlungen zum Abschluss kommen, gemeinsame Standards für alle 500 Millionen EU-Bürger etabliert werden.</p>
<h3>Transparenz und Mündigkeit im gemeinsamen Netz<b> </b></h3>
<p>Allgemeines Ziel der neuen Datenschutzgrundverordnung ist es, einen einheitlichen Rahmen für alle Bürger zu bieten. In diesem sollen alle Nutzer leichter und klarer über ihre Rechte und Pflichten im virtuellen Raum aufgeklärt werden. Kein Anbieter kann mehr seinen Sitz in das Land mit dem geringsten Datenschutz in Europa verlegen. Auf diese Weise möchte man erreichen, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer geschaffen werden.</p>
<p>Wesentliche Punkte der Verordnung sind:</p>
<ul>
<li>Informierte Einwilligung: Nutzer müssen bewusst einwilligen, dass ihre Daten gespeichert und weiter verarbeitetet werden. Dabei müssen Umfang und Zweck der Datenspeicherung einfach und schnell verständlich sein. Zudem erhalten die Nutzer das Recht, Auskunft über die Art und den Umfang ihrer gespeicherten Daten zu erhalten</li>
<li>Recht auf Vergessenwerden/Datenportabilität: Nutzer erhalten das Recht auf Löschung von Daten, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Zudem sind bei einem Anbieterwechsel diese verpflichtet, persönliche Daten auf elektronischen Wege und in einem allgemein nutzbaren Format auszuhändigen.</li>
<li>Datensparsamkeit: Unternehmen dürfen nur noch die Daten erheben, welche für die Erfüllung der jeweiligen Dienstleistung notwendig sind. Dienste der Unternehmen dürfen dabei nicht von Daten abhängig gemacht werden, die nicht für die Dienstleistung notwendig sind. Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, drohen Sanktionen.</li>
<li>Europäischer Datenschutzausschuss: Der Europäische Datenschutzausschuss setzt sich aus Vertretern der nationalen Aufsichtsbehörden zusammen. Sie sollen die einheitliche Anwendung des Datenschutzrechtes sicherstellen.</li>
<li>One Stop Shop: Bürger erhalten die Möglichkeit, unabhängig vom Land des Datenschutzmissbrauches ihre Beschwerde an ihre nationale Aufsichtsbehörde zu richten.</li>
<li>Datenweitergabe an Drittstaaten: Daten dürfen an Drittländer nur im Rahmen von Rechtshilfeabkommen weitergegeben werden. Die Europäische Kommission ist dazu verpflichtet, regelmäßig über Datentransfers zu berichten. Zudem erhalten die Bürger die Möglichkeit zur Beschwerde, auch wenn der Datenmissbrauch in einem Drittland passiert.</li>
</ul>
<h3>Auf dem Weg zur Datenunion?<b> </b></h3>
<p>Diese ehrgeizigen Ziele ebnen den Weg zu einer Datenunion, in der gleiche Standards in allen Mitgliedsstaaten für alle Bürger und Unternehmen gelten. 2018 soll die Verordnung in Kraft treten. Doch welche Hürden bestehen noch dieses Vorhaben zu erreichen? Welche Rolle spielt das Thema in Europa? Wie sieht Datenschutz momentan in den verschiedenen Mitgliedsländern aus?</p>
<p>Anlässlich der Abstimmung über die Europäische Datenschutzgrundverordnung schauen wir, wie vier europäische Länder über Datenschutz denken. In unserer Artikelreihe betrachten wir zunächst die Entwicklung in<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-buergerrechten-und-ausnahmezustand-ein-blick-nach-frankreich-148978/"> Frankreich</a> als Mutterland der Bürgerrechte. Daneben wird  in <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-nordlicht-und-start-up-ein-blick-nach-schweden-148993/">Schweden</a> das skandinavische Modell einer offenen Gesellschaft und deren Umgang mit Daten aufgezeigt. Dann wendet sich der Fokus auf unserem östlichen Nachbarn <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-piroggen-und-silicon-valley-ein-blick-nach-polen-149023/">Polen</a>, als Beispiel für ein neues postkommunistisches Mitgliedsland. Abschließend wird ein Land vorgestellt, dass in letzter Zeit häufig in einem anderen Zusammenhang im Fokus stand: wir schauen auf den Datenschutz in <a href="http://politik-digital.de/?p=149108&amp;preview=true">Griechenland</a>.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/moritz320-1260270/">Moritz320</a> via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>OPIN &#8211; Europäisches Onlinebeteiligungsprojekt für Jugendliche: Online-Partizipation auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/opin-europaeisches-onlinebeteiligungsprojekt-fuer-jugendliche-online-partizipation-auf-dem-pruefstand-148939/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Wolff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2016 08:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[ePartizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligungsmöglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[OPIN]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Online-Partizipationstool OPIN soll Jugendorganisationen und Verwaltungen internetbasierte Beteiligungsmöglichkeiten an die Hand geben. Funktioniert das? Wie erfolgreich ist Online-Partizipation eigentlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Discussion-Robin-Yang-CC0-via-unsplash.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148941 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Discussion-Robin-Yang-CC0-via-unsplash.jpg" alt="Discussion by Robin Yang CC0 via unsplash" width="640" height="280" /></a>Das Online-Partizipationstool OPIN soll Jugendorganisationen und Verwaltungen internetbasierte Beteiligungsmöglichkeiten an die Hand geben. Funktioniert das? Wie erfolgreich ist Online-Partizipation eigentlich und wer beteiligt sich überhaupt noch?</p>
<p>Sinkende Wahlbeteiligung, resignierende WählerInnen, angeblich uninteressierte Jugendliche, Politikverdrossenheit: Demokratie steckt in der Krise. Nicht nur in Wahljahren bestimmen diese Schlagwörter den politischen Diskurs. Eines ist klar, Partizipation und Demokratie, das gehört zusammen. Fehlt eines dieser Bindeglieder oder nimmt es ab, leidet der Gegenpart. Aus den <a href="https://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/veroeffentlichungen/BTW2013_Heft4.pdf">Informationen des Bundeswahlleiters</a> zur Wahlbeteiligung und Stimmabgabe nach Altersgruppen bei der Deutschen Bundestagswahl 2013 geht hervor: gerade jüngere BürgerInnen unter 40 beteiligen sich politisch immer weniger. Doch es gibt Hoffnung, so scheint es zumindest.</p>
<p>Die Digitalisierung unserer Gesellschaft macht längst nicht mehr Halt an technischen Innovationen, sozialen Netzwerken und allgegenwärtiger internetbasierter Informationsbereitstellung. Auch die Politik hat die Potentiale des Internet erkannt. Online-Partizipation, BürgerInnen animieren, politisch mitwirken, ganz einfach und von überall! Diverse Angebote, Studien und Berichte machen aber schnell deutlich, Online-Partizipation kämpft mit unterschiedlichen Problemen. Aber woran liegt das?</p>
<p>Einer der Gründe ist der „digital divide“. Obwohl der Begriff „Online-Partizipation“ bereits seit Beginn des 21. Jahrhunderts besteht und längst unzählige Werkzeuge Anwendung in Beteiligungsverfahren gefunden haben, sind der Mechanismus und der Einsatz von Online-Partizipation in vielen Bevölkerungsschichten unbekannt. Vor allem die jüngeren Generationen, die zeitgleich mit der Digitalisierung der Gesellschaft aufgewachsen sind, sind die größten NutzerInnen des Internet. Ältere Generationen, denen der Zugang zum Internet schwerer fällt, greifen deutlich weniger auf die Möglichkeiten des Internet zurück. Dennoch setzt sich die digitale Gesellschaft nicht durch homogene NutzerInnengruppen zusammen und lässt sich ebenso wenig anhand sozio-demographischer Merkmale charakterisieren. Lösungsansätze haben daher mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu kämpfen. Zusätzlich besteht das Problem, dass bestehende Online-Tools häufig ungenutzt bleiben – und das auch bei den aktivsten NutzerInnengruppen. Gerade bei politischer Partizipation, die die gesamte Gesellschaft integrieren soll, ist dies ein Problem. Hier stellen sich also die Fragen: Wo ansetzen? Wie kann ein alltägliches Selbstverständnis von Online-Partizipation geschaffen werden und das in der Breite der Gesellschaft?</p>
<h3>OPIN &#8211; Europäischer Werkzeugkasten für Jugend-ePartizipationsprojekte</h3>
<p>Die unter dem Forschungs- und Innovationsprojekts <a href="http://www.euthproject.eu/">EU<sup>th</sup> – Tools and Tipps for Mobile and Digital Youth Participation in and across Europe</a> entwickelte Toolbox für Onlinebeteiligungsprojekte von Jugendlichen, <a href="https://opin.me/de/">OPIN</a>, setzt an der Stelle an, wo Partizipationsprobleme bestehen. Durch das <a href="https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/">Horizon 2020</a> Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union gefördert, entwickelt EU<sup>th</sup> zwischen März 2015 bis März 2018 eine webbasierte Plattform für digitale und mobile Jugendarbeit. Diese soll kontinuierlich in drei Versionen erweitert werden. Ziel ist es, attraktive und jugendfreundliche Beteiligungsmöglichkeiten zu fördern.</p>
<p>OPIN soll das schaffen. Die erste Start-Version ist seit März 2016 nutzbar. Drei Features unterstützen dabei unterschiedliche Beteiligungsprozesse. Die „Ideensammlung“ dient zu einer ersten Definition von Projekten und Beteiligungsideen. Dabei wird die Entwicklung und Ausformulierung von Vorschlägen sowie die Konkretisierung von Agenden ermöglicht. Das Feature „Gemeinschaftliche (kollaborative) Textarbeit“ soll vor allem die gemeinsame Arbeit an Positionspapieren, Erklärungen und Programmen von Jugendorganisationen und Verwaltungen unterstützen. Ist hier ein erster Entwurf entwickelt, erlauben weitere Kommentarwerkzeuge die Reaktion und Bearbeitung durch andere NutzerInnen. So können Projekte schrittweise von der gesamten Gruppe begleitet werden. „Mobile Umfragen“ ergänzen die Entscheidungs- und Beteiligungsprozesse. Diese Funktion erlaubt eine demokratische Partizipation von überall. OPIN greift hier auf die bereits bestehenden Tools <a href="https://liqd.net/software.html">Adhocracy</a> von Liquid Democracy e.V. und <a href="http://www.flashpoll.eu/de/">FlashPoll</a> zurück. Durch die Möglichkeit, Offline-Veranstaltungen in die Nutzung von OPIN zu integrieren und verschiedene Projektstadien kontinuierlich einzusehen, wird Jugendorganisationen und Verwaltungen ein hilfreiches Partizipationstool an die Hand gelegt.</p>
<p><a href="https://opin.me/de/take-part/">Fünf Projektpartner</a> testen nun die Möglichkeiten von OPIN und sollen den Umgang mit dem Partizipationstool evaluieren. Neben einer webbasierten Version, die in eigene Webseiten integrierbar ist, bietet OPIN eine App-Version und ermöglicht so einen nutzerInnenfreundlichen Umgang mit der Plattform. Die Auswahlfunktion der verschiedenen Features unterstützt zusätzlich eine individuelle Verwendung. Bei Fragen und Unklarheiten bietet EU<sup>th </sup>zusätzlich eine Betreuung bei der Nutzung des Tools sowie beim Aufbau, der Integration und der Strategieentwicklung eigener Projekte.</p>
<h3>Warum funktioniert Online-Partizipation häufig nicht?</h3>
<p>Trotz innovativer Projekte wie OPIN ist der anfangs überschwängliche Hype um Online-Partizipation in den letzten Jahren abgeflacht. Die Grenzen neuer Beteiligungsformen sind zunehmend deutlich geworden. Die 2014 erschienene <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf">Partizipationsstudie</a> des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft zeigt: Mehr als die Hälfte der in der Studie Befragten greifen nicht auf Online-Partizipationsangebote zurück. So ist eine breite Legitimation für politische (online-)Partizipationsprozesse unmöglich. Der „digital divide“ hinsichtlich neuer Partizipationsmöglichkeiten wird durch die Studie ebenfalls bestätigt. Weiterer Kritikpunkt: 281 Befragte kennen zwar die Möglichkeit, über politische Sachverhalte online abstimmen zu können, tatsächlich beteiligen sich aber nur 34 Prozent der Befragten. Bei der Betrachtung von Partizipationsformen, die auf das Verfassen politischer Beiträge abzielen, verstärkt sich dieses Resultat: lediglich 19 Prozent der 267 KennerInnen nutzen derartige Angebote.</p>
<p>Auch auf bundespolitischer Ebene bleibt die Rücklaufquote bei Online-Partizipation-Projekten gering und findet in breiten gesellschaftlichen Diskussionen lediglich ergänzend Anwendung. Dabei zeigt sich, dass selbst die jüngeren NutzerInnengruppen, die sich am aktivsten im Internet bewegen und gleichzeitig selten auf klassische politische Beteiligungsmöglichkeiten zurückgreifen, auch online nur selten aktiv partizipieren. Weder bei ihnen noch bei anderen Bevölkerungsgruppen hat sich die Gewohnheit etabliert, politische Inhalte online zu diskutieren.</p>
<p>Fazit: die Gesellschaft ist sich der Möglichkeiten von Online-Partizipation bewusst, nutzt diese aber nur teilweise. Bedeutet dies also, dass Online-Partizipation nicht funktioniert?</p>
<h3>Ansätze erfolgreicher Online-Partizipation</h3>
<p>Nein! Es gibt funktionierende Online-Partizipationsprojekte, insbesondere auf lokaler und kommunaler Ebene. Beispielprojekte wie <a href="https://www.friesland.de/liquid">LiquidFriesland</a> und der <a href="https://www.buergerhaushalt-lichtenberg.de/main">Bürgerhaushalt Lichtenberg</a> zeigen dies. Hier wird deutlich, dass Beteiligungsangebote mit der Möglichkeit, politische Inhalte auf die eigene Lebenswelt zu übertragen, erfolgreich von BürgerInnen genutzt werden. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und hält in ihrer <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/digitale-agenda-2014-2017,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf">Digitalen Agenda 2014-2017</a> fest: „Demokratie lebt von Teilhabe. […] Dazu unterstützen wir lebensnahe offene Beteiligungsplattformen sowie Mitgestaltungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene.“.</p>
<p>Die genannten Beispiele zeigen, dass neue Beteiligungsformen erfolgreich sein können. Es stellt sich also weniger die Frage „ob“ Online-Partizipation Anwendung finden soll, sondern „wie“ diese erfolgreich umgesetzt und langfristig im gesellschaftspolitischen Diskurs etabliert werden kann. Hier ist es weiterhin schwierig, weitgehend offline lebenden BürgerInnen die technischen Innovationen von Online-Partizipation nahezubringen. Aus diesem Grund müssen weniger technikaffine Gruppen erreicht und ein sicherer Umgang mit Online-Partizipationsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Erlangen notwendiger Kompetenzen sowie eine Annäherung an die Angebote politischer Teilhabe im Internet müssen dabei ineinandergreifen. Zusätzlich müssen aber auch die KennerInnen dieser Beteiligungsmöglichkeiten weiter motiviert und zu weiteren Entwicklungen ermutigt werden. Ähnlich wie die Nutzung sozialer Netzwerke und internetbasierter Kommunikation, muss politische Partizipation Einzug in unser Alltagsleben finden – online ist das möglich und zeit- und raumunabhängig umsetzbar!</p>
<p>Anknüpfungspunkt sind daher vor allem die technikaffinen jüngeren Generationen. Hier kann durch Online-Partizipationswerkzeuge wie OPIN ein Bewusstsein für politische Partizipation geschaffen werden. Der Umgang mit diesen Möglichkeiten in den individuellen Realitäten der BürgerInnen erleichtert dabei den Zugang zu Online-Partizipation. Hier stellt sich auch deren demokratischer Eigenwert heraus. Gerade jungen Menschen wird durch die Möglichkeit, Angebote Web- und App-basiert zu nutzen, demokratische Mündigkeit deutlich gemacht.</p>
<p>Orientierung an den Lebensrealitäten der Zielgruppe, die Transparenz der Beteiligungsprozesse, eine Verknüpfung von Online- und Offline-Realitäten sowie ausreichende Beratungs- und Begleitungsressourcen sind dabei entscheidende Faktoren. Finden diese Punkte in aktuellen und zukünftigen Onlinepartizipationsprojekten Beachtung, könnte deren Erfolg gesteigert werden und Online-Partizipation zunehmend von einer gesellschaftlichen Mehrheit aktiv genutzt werden. OPIN orientiert sich an diesen Punkten. Eins ist klar: die schrittweise Etablierung der gesellschaftlichen Digitalisierung wird sich weiter fortsetzen. So auch politische Partizipation im Internet. Online-Partizipationswerkzeuge wie OPIN helfen jetzt schon dabei, jüngeren Generationen politische Beteiligung verständlich zu machen und in ihren Alltag zu integrieren. Vollzieht sich dieser Prozess weiter, könnten die Vorteile von Online-Partizipation zunehmend herausgestellt werden. Das schafft Kompetenzen, Motivation und Partizipation. Und letzten Endes Hoffnung für politische (online-)Partizipation insgesamt.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://unsplash.com/robincjyang" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robin Yang</a> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash </a>unter <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></span>/Original zugeschnitten</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>aula &#8211; Gemeinsam Schule gestalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2015 09:49:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[politik-digital.de]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Marina Weisband]]></category>
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		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Eigene Ideen einbringen, diskutieren und abstimmen. In Schulen werden die für eine Demokratie so wichtigen Elemente im Alltag oft vernachlässigt. Das möchte „aula&#8221; nun ändern. In dem von Marina Weisband geleiteten Projekt sollen SchülerInnen die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes schulisches Umfeld mithilfe eines Online-Demokratie-Tools aktiv zu gestalten.</p>
<p>„Ausdiskutieren und Live Abstimmen“ – das verbirgt sich hinter dem Projektnamen aula. SchülerInnen ab der fünften Jahrgangsstufe dürfen sich aktiv in die Gestaltung ihrer Schule einbringen und dabei demokratisches Handeln selbst erproben. Hierzu können sie Ideen vorlegen, diskutieren, verbessern und schlussendlich über sie abstimmen. Ziel soll es sein, die passive, konsumierende Haltung hinter sich zu lassen und zu einem aktiven Gestalter der eigenen Umgebung zu werden.</p>
<p>Eines der größten Probleme der Einbindung von SchülerInnen in die Schulpolitik sind oft die begrenzten Unterrichtspläne und Räumlichkeiten. Deshalb soll aula nicht nur im Unterricht, sondern auch auf einer Online-Plattform unter Nutzung eines Liquid Democracy-Tools stattfinden. Über Schulcomputer, eigene PCs sowie mobile Geräte haben die SchülerInnen jederzeit Zugang zur Software.</p>
<h3>Verantwortung übernehmen: Liquid Democracy</h3>
<p>Im Vorfeld des Projekts legen Schülervertretung, Elternvertretung, Kollegium und Schulleitung einen gemeinsamen Rahmenvertrag über die Themen der Beteiligung fest. Innerhalb dieser Grenzen können SchülerInnen Ideen auf der eingerichteten Plattform einbringen. Nach einer ausführlichen Diskussion und möglichen Einbindung von Verbesserungsvorschlägen wird die Idee zur Abstimmung gestellt. Jede Schülerin und jeder Schüler hat eine Stimme und kann für oder gegen den Vorschlag votieren.</p>
<p>Der Clou: Man darf seine Stimme auch an eine beliebige andere Person delegieren, die hierdurch ein größeres Stimmgewicht erhält. Diese Übertragung kann jederzeit zurückgenommen, neu vergeben oder weitergereicht werden. Das ist das Prinzip der Liquid Democracy, einer Mischform aus direkter und repräsentativer Demokratie. Dieser Prozess soll in den Jugendlichen die Reflexion über eigene Wünsche und Interessen, eigene und fremde Kompetenzen sowie deren Grenzen fördern. Die Software ermöglicht es, alle Kinder mit ins Boot zu holen. Gleichzeitig protokolliert und strukturiert sie den Prozess und hält sämtliche Ergebnisse fest. Das Projekt wird mit einer didaktischen Erläuterung der zugrundeliegenden politischen Theorie verbunden, wofür neben der Software ein vorbereitendes und begleitendes Manual bereitgestellt wird.</p>
<h3>Projektstart unter Leitung von Marina Weisband</h3>
<p>Das Projekt wird von politik-digital e.V., unter Leitung von Marina Weisband, durchgeführt und von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Der Verein Liquid Democracy e.V. ist für die Erstellung der Software zuständig. „Das Hauptziel des Projektes ist es, einen didaktischen Rahmen zu geben, in dem Kinder schon lernen, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, Kompromisse zu schließen und auch zu sehen, dass bestimmte Wünsche Kosten haben“, so Weisband.</p>
<p>Ab Januar 2016 beginnt die Einführungsphase für beteiligte LehrerInnen sowie interessierte Eltern. Ab August 2016 soll aula erstmals zum Einsatz kommen und in eine einjährige Pilotphase starten. Interessierte LehrerInnen, SchulleiterInnen oder gerne auch SchülerInnen, die ihre Schule aktiv mitgestalten wollen, können sich an folgende Mailadresse wenden: info@aula.de.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_row style-color-xsdn-bg vc_custom_1637830239283 border-color-wvjs-color row-internal row-container" style="border-style: dashed;border-top-width: 1px ;border-right-width: 1px ;border-bottom-width: 1px ;border-left-width: 1px ;"><div class="row single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-child"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_center column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-small" ><p style="text-align: center;">Wenn Sie diesen Text lesen können, werden unsere externen Inhalte möglicherweise durch Ihre Datenschutzeinstellungen blockiert. Wenn Sie Ihre Einstellungen anzeigen oder ändern möchten, können Sie dies in den <a href="#" class="gdpr-preferences "> Datenschutzeinstellungen </a> tun.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div>
</div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-6"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Bild:</strong> <a href="http://www.politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-8"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Die Verfassung der Netzaktiven</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-verfassung-der-netzaktiven-124037/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Solinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2012 10:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch nicht einmal rechtskräftig, wird die neue Verfassung Islands bereits als Meilenstein der Bürgerbeteiligung gefeiert. Aber ob sie nun im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-verfassung-der-netzaktiven/oraefajokull-panorama_artikelbild/" rel="attachment wp-att-124085"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-124085" alt="Panoramabild Island" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/oraefajokull-panorama_Artikelbild.jpg" width="630" height="265" /></a>Noch nicht einmal rechtskräftig, wird die neue Verfassung Islands bereits als Meilenstein der Bürgerbeteiligung gefeiert. Aber ob sie nun im nächsten Jahr von der neuen Regierung bestätigt wird oder nicht: Der Entstehungsprozess der Verfassung gewährt in jedem Fall einen Ausblick auf die Zukunft der Demokratie.</p>
<p>Thüringen, 1994: Am 16. Oktober spricht sich die Mehrheit der Bürger in einem Referendum für eine<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_des_Freistaats_Th%C3%BCringen" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> neue Landesverfassung</a> aus, die damit die alte Verfassung aus DDR-Zeiten ersetzt. Dem Referendum vorausgegangen war die Veröffentlichung des Verfassungsentwurfes als Zeitungsbeilage in einer Auflage von 800.000 Stück, woraufhin die Bürger dem Landtag ihre Meinung schicken konnten. 21 Jahre später läuft der Prozess einer Verfassungsgebung zwar noch ganz ähnlich ab, die dazu eingesetzten Medien haben sich aber grundsätzlich verändert. Statt Zeitung und Post ist es längst das Internet, das zur Beteiligung der Bürger an politischen Abläufen genutzt wird.</p>
<p>In Island war es gerade mal wieder soweit: Nach jahrzehntelangem Ringen um eine Reform der 1944 eingesetzten Verfassung machte sich die 2009 frisch gewählte Regierung an die Arbeit. Fest stand: Die Bürger sollten über ihre neue Verfassung von Anfang an <a href="http://politik-digital.de/island-neue-verfassung-per-crowdsourcing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbst entscheiden</a>. So wurden zunächst Ideen gesammelt und am 6. November 2010 von 950 per Zufallsprinzip ausgewählten Isländern diskutiert. Der daraus entstandene 700 Seiten umfassende Report wurde jedoch nicht an gestandene Parlamentarier weitergeleitet, sondern in die Hände des neu geschaffenen Verfassungsrates (stjórnlagaráð) gelegt. Dieser setzte sich aus 25 Bürgern zusammen, die sich in einer landesweiten Wahl gegen 497 Kandidaten durchgesetzt hatten. Als nächstes kam das Internet ins Spiel: „Wir wollten Transparenz und Rechenschaftspflicht mit unseren Vorschlägen fördern und wollten diese Ideale in unseren Arbeitsprozess integrieren“, erklärt Silja Bára Ómarsdóttir, Mitglied des isländischen Verfassungsrates, gegenüber politik-digital.de. „Deshalb haben wir versucht, den Menschen unsere Arbeit über verschiedene Medien zugänglich zu machen.“</p>
<h3>Kollaborative Verfassung: Mitmachen erwünscht!</h3>
<p>Das dazu am stärksten genutzte Medium war das Internet. Auf der<a href="http://www.stjornlagarad.is/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Seite des Verfassungsrates</a> war es möglich, die öffentlichen Sitzungen des Rates zu jeder beliebigen Tageszeit zu verfolgen, was pro Sitzung 150 bis 450 Personen in Anspruch nahmen. Immerhin mehr Zuschauer, als sich zu den Sitzungen selbst einfanden: Dort wurden nie mehr als 20 Besucher gezählt. Darüber hinaus waren alle Isländer eingeladen, sich auf der Internetseite regelmäßig über den aktuellen Stand des Verfassungsentwurfs zu informieren, der dort wöchentlich hochgeladen wurde. Und das können in Island auch fast alle Bürger: Was die Verbreitung von Internetzugängen angeht, liegt Island mit 88 Prozent “Onlinern” im internationalen Vergleich weit vorn. Wer in solch einem Land Informationen verbreiten will, kann sich getrost auf das Internet verlassen.</p>
<p>Aber das Netz bietet längst nicht mehr nur Informationen, sondern auch jede Menge Beteiligungsmöglichkeiten. Mittels eines Facebook-Profils konnte jeder Isländer den Verfassungsentwurf direkt im Entstehungsprozess kritisieren, ja die Verfassung quasi mitschreiben. Illugi Jökulsson, Mitglied des Verfassungsrates, bestätigt diesen Eindruck auf Nachfrage von politik-digital.de: “Genau genommen haben wir jedes Mal, wenn wir einen neuen [Verfassungs-]Artikel oder Gedanken über das Internet veröffentlichten, gespannt auf die Antwort der Öffentlichkeit gewartet.“ Und das nicht umsonst: Über 3.600 Kommentare wurden während der viermonatigen Planungszeit abgegeben, während per E-Mail nur 323 Vorschläge und Kommentare eingingen, und der Postweg überhaupt nicht genutzt wurde.</p>
<h3>Die Weisheit der Crowd</h3>
<p>Was das mit der Zukunft der Demokratie zu tun hat? Auch hierzulande herrscht große Unzufriedenheit mit dem parlamentarischen Regierungssystem, das kaum eine Feinjustierung der öffentlichen Mitbestimmung in laufenden Gesetzgebungsprozessen zu bieten scheint. Die Einflussmöglichkeiten in Form von<a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Petitionen</a> und Anschreiben an die eigenen Abgeordneten werden gemeinhin als gering eingeschätzt &#8211; sofern sie überhaupt bekannt sind.</p>
<p>Ist es also nur mehr eine Frage der Zeit, bis das Internet-Forum den Wahlkampfstand und das Online-Ranking die analoge Abstimmung ersetzt haben wird? In Island könnte das schon bald Wirklichkeit sein: „Auf die Weisheit der Crowd zu setzten“, resümiert die 35-jährige Anwältin Katrín Oddsdóttir, Mitglied des Verfassungsrates, „ist in meinen Augen das Beste am Verfassungsrat gewesen“.</p>
<p>Den Netzaktiven gehört die Politik von morgen. Ein älteres Mitglied des Verfassungsrates, der 70-jährige Þorkell Helgason, lobt die Facebook-Beteiligung zwar grundsätzlich und beschreibt sie als eine “moralische Stütze“, aber es sei „auch teilweise Unsinn“ darunter gewesen, „oder sagen wir höflicher: Nutzloses“, so der Mathematikprofessor gegenüber politik-digital.de.</p>
<p>Und noch etwas gibt zu denken: Als die Isländer am 20. Oktober 2012 über die Eckpunkte der Verfassung abstimmen konnten, machten nur 48,9 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Verglichen mit anderen Volksentscheiden, beispielsweise in der <a href="http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/17/03.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schweiz</a>, ist das ein durchschnittliches Ergebnis. Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass die letzte isländische Verfassung 1944 mit einer 98-prozentigen Wahlbeteiligung zustande kam; auch in Thüringen nahmen 1994 immerhin 70 Prozent der Stimmberechtigten am Volksentscheid über ihre neue Landesverfassung teil. Für gelungene Bürgerbeteiligung stellt das Internet eben weder die Erfindung des Rades noch der Weisheit letzten Schluss dar. Weil aber immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens online gestaltet werden, wird die Politik nachziehen müssen. Den Netzaktiven gehört die Politik von morgen.</p>
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		<title>Online-Abstimmung ermittelt FDP-Slogan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 16:36:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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					<description><![CDATA[Über ihre Wahlkampfslogans für die Bundestagswahl ließ die FDP online
in ihrem Parteinetzwerk abstimmen. Der Sieger: &#34;Leistung muss sich lohnen&#34;.<br />
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über ihre Wahlkampfslogans für die Bundestagswahl ließ die FDP online<br />
in ihrem Parteinetzwerk abstimmen. Der Sieger: &quot;Leistung muss sich lohnen&quot;.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Zwölf vorgegebene Vorschläge wie &quot;Steuern runter, Arbeit rauf&quot; oder &quot;Mehr Netto vom Brutto&quot; standen zur Auswahl. Mit 15 Prozent aller rund 4000 Stimmen holte &quot;Leistung muss sich lohnen&quot; den Spitzenplatz. Zusammen mit weiteren erfolgreichen Vorschlägen wird der Slogan nun auf Wahlkampfplakaten in ganz Deutschland zu sehen sein.
</p>
<p>
Die FDP steht mit dieser Aktion nun in einer Reihe mit der <a href="/nutzer-entwerfen-signet-fuer-steinmeier" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a> und der <a href="/freie-wahl-fuer-den-piratenspot" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a>. Die zwei Parteien legten bereits ebenfalls elementare Wahlkampfkomponenten für die kommende Bundestagswahl in die Hände der User.</p>
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		<title>&#8220;Die Arbeitgeber haben noch nie etwas freiwillig hergegeben&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Katja Karger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Katja Karger, Betriebsratsvorsitzende bei Pixelpark und Erich Klemm, Betriebsratsvorsitzender 
bei DaimlerChrysler im Chat am 19.06.2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Katja Karger, Betriebsratsvorsitzende bei Pixelpark und Erich Klemm, Betriebsratsvorsitzender<br />
bei DaimlerChrysler im Chat am 19.06.2001</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/termine/logos/dgb.gif" alt="DGB" height="62" width="90" /><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Herzlich willkommen beim Chat mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund<br />
und politik-digital. Heute zu Gast in Berlin und Sindelfingen: Katja Karger,<br />
Betriebsratsvorsitzende bei Pixelpark in Berlin und Erich Klemm, Betriebsratsvorsitzender<br />
bei DaimlerChrysler in Sindelfingen. Herzlich willkommen an Sie beide! Ich schlage<br />
vor, wir steigen gleich mit der ersten Frage ein:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Gruß zurück von Sindelfingen!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>pixelito: </b>Was hat eine New Economy Firma von einer Mitarbeitervertretung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>das geht eher in die Richtung von Frau Karger&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Die selben Geschichten wie in der Old Economy auch, d.h.<br />
alles, was Mitbestimmung für die Kollegen angeht, z.B. geregelte Urlaubszeiten,<br />
eine angemessene Regelung für Überstunden, Aushandeln eines Sozialplanes bei<br />
Entlassungen zusammenfassend also die faire Behandlung der Beschäftigten zu<br />
gewährleisten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>nun etwas genereller, zum Einstieg &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>streikbrecher: </b>Frage an beide: Arbeiten Sie überhaupt noch?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Frage zurück: Was meinst Du mit arbeiten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>und Sie, Herr Klemm?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ja, manchmal mehr als meiner Familie lieb ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Siemens: </b>Zu welcher Gewerkschaft zählen Leute wie Screendesigner, Grafiker<br />
und Programmierer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Das hängt vom Betrieb ab, dem Sie angehören: Wenn es Metall<br />
ist, dann ist es die IG Metall. Innerhalb des DGB gibt es Absprachen, die auch<br />
mit der neuen ver.di konfliktfrei zu lösen sind. Siemens ist aber eindeutig<br />
ein Betrieb der Metallindustrie. Es muss das Prinzip gelten, dass für einen<br />
Betrieb eine Gewerkschaft zuständig ist. Das müssen die Gewerkschaften untereinander<br />
vereinbaren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Aus meiner Position würde ich sagen, natürlich gehören<br />
sie zu connexx, also grundsätzlich zu ver.di. Womit wir gleich bei dem Streit<br />
wären zwischen IG Metall und ver.di &#8211; wer ist denn nun zuständig. Meine Empfehlung<br />
wäre immer, darauf zu gucken, wer meine Interessen am besten vertritt bzw. vertreten<br />
kann.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Zum Streit: Ist der durch die Neugründung von ver.di entstanden?<br />
Alte Pfründe sichern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Wenn es um die Elektronikindustrie geht, ist klar die<br />
Zuständigkeit der IG Metall gegeben&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ja, stimmt!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Den Dienstleistungsbereich, d.h. Agenturen etc. betreut<br />
ver.di. Bei Streitigkeiten gibt es ein Schlichtungsverfahren beim DGB.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>mickey: </b>Worin unterscheiden sich denn nun T.I.M, connexx.at und Pixel<br />
und Bits&#8230;die sind doch alle von IG Medien, oder?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Jein&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich habe keine Ahnung &#8211; ich bin Betriebsrat bei DaimlerChrysler.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Frau Karger grübelt, sie wird das beantworten &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>connexx ist klar die Projektgruppe von IG Medien und DAG<br />
(in ver.di aufgegangen), T.I.M. ist auch eine Projektgruppe, die sich aber vornehmlich<br />
mit der Telekommunikation beschäftigt und Pixel und Bits ist wohl eher ein Freundschaftskreis,<br />
wenn man so will &#8230; Es ist tatsächlich so, dass in allen drei Kreisen mehr<br />
oder weniger die selben Leute ihre Finger drin haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>streikbrecher: </b>Was soll denn diese &quot;Zuständigkeitsfrage&quot;? Wenn ich<br />
noch in keiner Gewerkschaft bin, und es keinerlei Vertretung bisher gibt, was<br />
mache ich dann?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ich würde das praktisch lösen &#8230; Frage 1: Willst Du eine<br />
Vertretung gründen? Frage 2: Mit Unterstützung einer Gewerkschaft (was zu empfehlen<br />
ist wegen Kompetenz und Unterstützung)? Frage 3: Wer ist mir am sympathischsten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Mitglied in der zuständigen Gewerkschaft werden. Das kann<br />
durch einfache Abfrage geschehen, ob sich die Gewerkschaft zuständig fühlt,<br />
oder nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>An Sie beide: Was halten Sie von alternativen Modellen von<br />
Mitarbeiter-Mitbestimmung statt Betriebsräten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Nichts.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Überhaupt nichts &#8211; warum sollten Arbeitnehmer auf die Rechte<br />
verzichten, die sich aus dem Betriebsverfassungsgesetz ergeben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Es kann keinen Widerspruch zwischen einer Beteiligung der<br />
Mitarbeiter und der Wahl von Betriebsräten geben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>mickey: </b>Könnte der Pixelpark BR nicht mal eine Veranstaltung für Kabel,<br />
I-D media, etc machen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Antwort 1: Da sprach ich hier gerade von &#8230; Antwort 2:<br />
Wenn das die Kollegen von Kabel und ID Media für sinnvoll, halten, sehr gern.<br />
Wir geben da gerne jede Hilfestellung und Argumentation, die sie brauchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Wir haben hier ja die interessante Konstellation, dass eine<br />
Betriebsrätin einer New Economy auf einen Betriebsrat der Old Economy trifft.<br />
Wenn sie ein Abendessen miteinander hätten: Was würden Sie vom Gegenüber lernen<br />
wollen? Was glauben sie können sie vom anderen lernen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Mir wäre schon wichtig, über die Möglichkeit zu diskutieren<br />
wie man die scheinbare Individualität in der New Economy zu solidarischen Aktionen<br />
und Handlungen verbinden kann. Gerade durch den Einsatz neuer Medien (Internet,<br />
&#8230;) können auch wir lernen, schneller zu informieren und Diskussionen zu führen.<br />
Ich glaube aber, dass es schwierig ist, dies zu verbinden das müssen wir lernen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Was ich bisher von allen Betriebsräten der Old Economy<br />
gelernt habe, ist die Positionierung, das Standing, das Selbstbewusstsein und<br />
das Wissen um die alten Kämpfe, die immer noch aktuell sind. Also, es ist ein<br />
Irrtum zu glauben, dass die Individualität nicht zu dem Solidaritätsgedanken<br />
passt. Wir arbeiten jeden Tag in Teams und sind auf Gedeih und Verderben aufeinander<br />
angewiesen und so agieren wir auch, mit dem einzigen Unterschied, dass wir es<br />
nicht Solidarität, sondern Teamgeist nennen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Herr Klemm, direkt eine Antwort auf Frau Karger?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Das ist bei unseren Entwicklern auch so, trotzdem ist es<br />
für sie nicht selbstverständlich zusammen mit den Arbeitern zu Kundgebungen<br />
auf den Hof zu gehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Das ist auch nicht mehr zeitgemäß! Im Zeitalter des Internets<br />
gibt es weitaus effektivere Protestformen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Zum Beispiel?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ohne dieses nicht zeitgemäße Mittel gäbe es keine Tarifabschlüsse.<br />
Die Arbeitgeber haben noch nie etwas freiwillig hergegeben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Keine Angst liebe Chatter, gleich geht es mit Fragen weiter,<br />
wir lassen den Gedankengang noch zu Ende gedeihen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Wir müssen da sehr klar unterscheiden: Erstens, Tarifverträge<br />
werden nicht vom Betriebsrat, sondern von der Gewerkschaft ausgehandelt. Zweitens<br />
hat die New Economy mit Tarifverträgen überhaupt noch keine Erfahrung. Drittens<br />
werde ich mit Sicherheit hier keine genauen Beispiele nennen &#8211; alles zu seiner<br />
Zeit!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich habe heute Nacht bis um 3h an Tarifverhandlungen teilgenommen,<br />
ob als Gewerkschafter oder Betriebsrat weiß ich nicht so genau. Wir haben einen<br />
Qualifizierungstarifvertrag erreicht der auch für die New Economy. von großem<br />
Interesse sein wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>pixelparkplatz: </b>Haben sich Hierarchien wie in der alten in der neuen<br />
Ök. nicht überlebt, und damit auch die BRs? Ich kann in einem 30 Mann Betrieb<br />
doch zu meinem Chef gehen und direkt mit ihm reden &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Im 30 Mann Betrieb geht vieles sicher direkt. Bei Kündigungen<br />
oder sonstigen Dingen, die nur der BR behandeln kann, nützt alle Individualität<br />
nichts.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Zu pixelparkplatz: Natürlich sind viele Schwierigkeiten<br />
in einem 30-Mann-Betrieb unmittelbarer und leichter zu lösen. Was letztlich<br />
nichts an der Tatsache ändert, dass Du auf das Goodwill des Arbeitgebers angewiesen<br />
bist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ja, stimmt! Wir sind uns wie immer einig!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>9to5job: </b>welche New Economy Firma ist denn in einem Jahr noch ernsthaft<br />
größer als 30 Leute? Die gehen doch alle pleite (s. Pixelpark demnächst).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Davon kann man nicht ausgehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Na, das mit dem Pleitegehen ist albern. Kabel und ID Media<br />
und GFT sind immer noch größer als 30 Leute.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>9to5job: </b>Wer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>9to5job: </b>Katja, so albern auch nicht. In Amerika hat die dotcom-rückwelle<br />
auch zig Firmen weggeputzt<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ja, was soll ich dazu sagen?! Den Kopf in den Sand stecken<br />
&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Deswegen braucht Ihr doch den Schutz von Gewerkschaften<br />
und Betriebsrat. Genauso wie die Automobil-Arbeiter oder der Kohlebergbau.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Es mag ja sein, dass es einen Haufen Firmen im Moment<br />
total beutelt, aber Weglaufen war noch nie meine Stärke.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Herr Klemm, Frau Karger: Wo sie sich immer so einig zu sein<br />
scheinen: Was leuchtet Ihnen denn gar nicht ein in der Ausrichtung/Arbeitsweise<br />
des anderen/der anderen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Das kann ich gar nicht beantworten&#8230; dazu weiß ich zu<br />
wenig über den BR von DaimlerChrysler.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Wir bräuchten Möglicherweise doch das Abendessen, weil<br />
wir uns noch nicht genug kennen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ja, genau!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich habe gelernt, von unseren Kolleginnen und Kollegen<br />
bei der Debis, dass dort traditionelle BR-Arbeit noch immer die beste Voraussetzung<br />
für eine Interessenvertretung ist. Natürlich mit neuen Arbeitsformen und Ideen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>pixelparkplatz: </b>Die Arbeitgeber geben denjenigen etwas, die ihr Geld<br />
wert sind,. Gerade in der New Economy ist der Bedarf groß, daher brauche ich<br />
keine Tarife sondern kann zwischen 10 Jobs den lukrativsten wählen. Warum dann<br />
Gewerkschaft?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Das kann auch inzwischen nur noch ein Bruchteil, nämlich<br />
die spezialisierten ITler.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>An pixelparkplatz: Wenn das so ist, dann viel Glück in<br />
der Zukunft.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>letztenacht de: </b>Was ist denn traditionelle BR-Arbeit?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Anwendung der gesetzl. Bestimmungen, gut gewerkschaftlich<br />
organisierte Belegschaft, die notfalls auch zusammen mit ihrer Gewerkschaft<br />
auf den Hof kann. Eine gute Informationspolitik die mgl. viele KollegInnen in<br />
Entscheidungen einbezieht und die Möglichkeit zur Mitarbeit von mgl. vielen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>letztenacht de: </b>Könnten Sie das etwas konkreter machen? Und bei Katja?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ich habe den Begriff der traditionellen BR-Arbeit nicht<br />
ins Spiel gebracht&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>In Baden-Württemberg wurde zwischen IG-Metall und SW-Metall<br />
ein Qualifizierungsvertrag abgeschlossen genaue Unterlagen im Internet: IG-Metall<br />
Baden-Württemberg.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Für uns geht es darum, neue Formen der Mitbestimmung zu<br />
entwickeln, die den Ansprüchen unserer Kollegen gerecht werden. Eine hervorragende<br />
Informationspolitik gehört aber z.B. dazu.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>wie könnten diese neuen Formen der Mitbestimmung aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>letztenacht de: </b>Ja gut, aber, Katja, wie sieht es denn &quot;New&quot; &#8211; traditionell<br />
aus? Die BR-Arbeit meine ich &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Wir sind am ersten Tag gleich mit der Massenentlassung<br />
konfrontiert gewesen, arbeiten von daher an einem &quot;klassischen Sozialplan&quot;,<br />
bei dem wir aber z.B. versuchen, viel mehr auf die individuellen Bedürfnisse<br />
unserer Kollegen einzugehen und nicht nach Musterplänen zu verfahren oder z.B.<br />
nutzen wir für unsere gesamte interne Kommunikation ausschließlich E-Mail und<br />
das Intranet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ihr macht echt Old Economy Arbeit!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Zu ErichKlemm: Hmm, klar. Das Betriebsverfassungsgesetz<br />
ändert sich ja nicht, und das wäre auch ein bisschen viel verlangt von einem<br />
BR der New Economy, der gerade mal 4 Wochen im Amt ist, fertige tolle Konzepte<br />
zu erwarten &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Das stimmt &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Das entwickeln wir sukzessive mit unserer Arbeit und wird<br />
in dem Moment funktionieren, wo uns der Vorstand akzeptiert hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>ich wünsche euch bei der schwierigen Aufgabe viel Glück,<br />
aber das zeigt, wie wichtig es auch in der New Economy ist, BRs zu haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Apropos Betriebsverfassungsgesetz: Wie stehen Sie jeweils<br />
zu der Novelle?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Unsere Dortmunder Kollegen haben bereits jetzt nach dem<br />
neuen BtrVerfG ihren Betriebsrat gewählt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Es wurden heute noch Änderungen beschlossen, die ich begrüße,<br />
z.B. bei der Geschlechter-Quote &#8230; mal gucken, was passiert. Leider bekommen<br />
wir &#8211; so wie es aussieht &#8211; kein Mitbestimmungsrecht bei befristeten Arbeitsverhältnissen.<br />
Das ärgert mich maßlos! Insgesamt sind ein paar vernünftige Ansätze drin, so<br />
dass es sich lohnt, ein neues Gesetz zu machen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Hätte die Bundesregierung sehr viel weiter gehen können?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ja, natürlich, der Souverän ist der Bundestag &#8211; nicht die<br />
Arbeitgeberverbände.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Der DGB hat auch sein Gewicht in die Waagschale geworfen,<br />
oder?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Da habe ich auch kräftig mitgeholfen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>zweifler: </b>Katja, wie steht es denn mit dem Idealismus? Mit irgendwelchen<br />
Ideen muss diese BR-Gründung doch verbunden gewesen sein &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Oh, ja! Ohne Idealismus geht es nicht. Ich glaube an die<br />
Pixel, ich glaube an die Menschen, die sich da jeden Tag für die Projekte den<br />
Arsch aufreißen, ich glaube an ihre Kompetenz, an ihr Wissen, und ich glaube,<br />
dass letztlich immer Wahrheit und Gerechtigkeit siegt &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Eine Nachfrage zu der Ablehnung alternativer Modelle:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Wieso Ablehnung alternativer Modelle?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Warum boomen diese Modelle denn dann so?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Na weil die Arbeitgeber da ziemlich drauf stehen und dementsprechend<br />
die Modelle reinbringen. Das wiederum trifft durchaus auf Gegenliebe bei Beschäftigten,<br />
die das Ideal im Kopf haben, dass man mit seinem Chef reden kann und die das<br />
Wesen des Interessenskonfliktes nicht verstanden haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Ist es aber nicht auch so, dass Konflikte so auch hochgepeitscht<br />
werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Nein. Diese immer latent vorhandenen Konflikte werden<br />
nur endlich offen thematisiert und ausgefochten. Es wird nicht mehr runtergespielt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>zweifler: </b>Wie kommen Sie dazu, einfach so Alternative Modelle abzulehnen.<br />
Kann es nicht auch besseres als BRs geben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Es gibt nichts besseres, weil nichts anderes geregelt ist.<br />
Ein Verzicht auf gesetzliche Ansprüche ist blöd. Beteiligung der KollegInnen<br />
an Entscheidungsprozessen kann ein Betriebsrat auch organisieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Weil wir Unmengen alternativer Modelle bei Pixelpark ausprobiert<br />
haben in den letzten 10 Jahren. Das ist eine Erfahrung und ein frustrierendes<br />
Learning, wenn die hart erarbeiteten Konzepte in der Schublade vom Board verschwinden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>zweifler: </b>Was für Sanktionsmittel stehen ihnen, Frl. karger eigentlich<br />
zu Verfügung, wenn der Vorstand sie nicht akzeptieren würde? Computerkabel klauen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Den ersten Prozess vor Gericht hatten wir bereits nach<br />
5 Tagen &#8230; und Computerkabel klauen ist eigentlich eine gute Idee! Und bitte<br />
nicht Frl. Karger &#8211; ich bin eine erwachsene Frau!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Na, keine gute Idee, dem Arbeitgeber darf man keine Angriffsfläche<br />
bieten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>worum ging es in der gerichtlichen Auseinandersetzung und<br />
wer gewann?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Das war eine Unterlassungsklage im Zuge der geplanten<br />
Entlassungen. Vom Gericht wurde verfügt, dass wir voll beratend in die Information<br />
und Beratung einzubeziehen sind, den Sozialplan verhandeln und bei Nichteinigung<br />
erneut vor Gericht ziehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Zum Kabelklau:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Intec: </b>Das klingt aber schon sehr nach Krieg und nicht nach gemeinsamer<br />
Arbeit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Zu gemeinsamer Arbeit gehören immer zwei &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Stimmt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Solange der Vorstand uns nicht akzeptiert und uns unsere<br />
Rechte zugesteht, solange werden wir um Akzeptanz kämpfen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>sOuRcEcOdEr: </b>Hallo? Leben Sie eigentlich umringt vom &quot;bösen&quot; Kapitalismus?<br />
Klassenkampf etc.?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Wir leben mitten im Kapitalismus, das ist Fakt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich habe es mit Arbeitgebern zu tun, &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Und: Ist er auch böse?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>&#8230; die ihre Interessen vertreten &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>das ist normal und legitim &#8211; aber dann sollen die Arbeitnehmer<br />
ihre auch vertreten dürfen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Dem habe ich nichts hinzuzufügen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>pixelparkplatz: </b>Frau Karger, ehrlich gesagt finde ich sie ziemlich<br />
überzogen. So wie sie das ganze darstellen finde ich BRs eher eine Belastung.<br />
Sie haben noch kein Wort über inhaltliche Auseinandersetzung verloren. Und mit<br />
dieser Einstellung wundert es mich nicht, dass sie bei Verhandlungen außen vor<br />
bleiben &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ich werde mit Sicherheit an dieser Stelle nichts über<br />
die inhaltliche Auseinandersetzung erzählen. Das ist Sache zwischen Vorstand<br />
und Betriebsrat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Herr Klemm, gibt es Kämpfe in Betriebsräten der New Economy,<br />
die Sie eigentlich als längst &quot;abgefeiert&quot; gesehen haben? Wenn ja, welche?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich verstehe die Frage nicht. Wer kämpft in BR&#8217;s?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Nun, ich denke zum Beispiel an die Formen der Auseinandersetzung:<br />
Das klingt bei Frau Karger kämpferischer, bei Ihnen dialogischer &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ach so &#8211; das gibt es leider überall noch, ich war neulich<br />
in einem Druckbetrieb Pate, wo es um die Wahl des BR ging, da wollte der Arbeitgeber<br />
auch mit aller Gewalt die Wahl dessen verhindern. Bei uns haben wir schon die<br />
Voraussetzungen, dass das Unternehmen mit den BRs spricht, und wir haben die<br />
Fähigkeit entwickelt, Kompromisse zu suchen und zu finden. Aber wir können auch<br />
Konflikte austragen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>guest01: </b>wie kann ein Arbeitgeber das versuchen zu verhindern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Dem sind viel Schweinereien eingefallen! Wir wollen nicht<br />
im Internet verbreiten &quot; wie verhindere ich einen Betriebsrat&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Die Palette ist groß. Kündigungen der Interessierten,<br />
Bestechung, Einschüchterung, Mobbing. Es gibt ein Seminar für Arbeitgeber &quot;Wie<br />
verhindere ich einen Betriebsrat&quot;, viel besucht und dermaßen bekannt, dass man<br />
auch hier im Netz offen darüber reden kann. Das ist einfach Fakt. Jeder sollte<br />
wissen, was ihm blühen kann, wenn er sich damit beschäftigt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>guest01: </b>was denn?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>verweis auf oben: Kündigung, Mobbing &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>anton: </b>Noch ein Versuch: Wie kam es zu den Entlassungen oder dem Vorhaben,<br />
ging es der Firma schlecht, wollte wer höhere Gewinne, waren die Arbeitsstrukturen<br />
nicht gut, worüber haben sich die Leute aufgeregt, was fanden sie gut &#8230; ich<br />
bin einfach neugierig auf die Situation, weniger auf die Hackerei<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>guest01: </b>Was ist denn ein &quot;Kompromiss&quot; zu einem BR, wenn sie doch alternativen<br />
ablehnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>zu guest 01: es braucht keinen Kompromiss &#8211; Betriebsrat<br />
ist gesetzlich geregelt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>zu anton: Wie allgemein bekannt ist, geht es den Unternehmen<br />
der &quot;New Economy&quot; nicht besonders gut. Maßnahme Nr. 1 in solchen Fällen ist<br />
immer die Entlassung, egal wer letztlich die Verantwortung zu tragen hat. Höhere<br />
Gewinne wollen sie sowieso. die Arbeitsstrukturen sind durchaus optimierbar,<br />
die Kommunikation hausintern ist in die Kritik geraten. das ganze Klima hat<br />
sich so wesentlich verändert, dass allen klar war, dass da etwas mit mehr Konsequenz<br />
passieren muss.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>bohrer: </b>Frau Karger, haben sie eigentlich was erreicht? Denken Sie<br />
etwas erreichen zu können? Ohne Computerkabel in der Hand und Messer zwischen<br />
den Zähnen? Und wie steht es &quot;nach Ihnen&quot; um Pixelpark?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ja, wir haben &#8211; dafür dass wir erst 4 Wochen im Amt sind<br />
&#8211; eine Menge erreicht. Die Mitarbeiter, die von den Maßnahmen betroffen sind,<br />
haben wir in ihrem Sinne umfassend beraten und deutlich verbesserte Konditionen<br />
erreicht. Der Vorstand setzt sich mit uns zu Beratungen an einen Tisch. Wir<br />
arbeiten an Betriebsvereinbarungen, zur Überstundenregelung, zum persönlichen<br />
Datenschutz und den obligatorischen Mitarbeitergesprächen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>bohrer: </b>Doofe Frage, was kann man denn einem Sagen nach dem Pink Slip?<br />
Welche Beratung kann da ein BR noch geben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>pink slip: Entlassung<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Eine Menge. Eine Kündigung geht immer über den Tische<br />
des BR &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Betriebsrat muss bei Kündigungen gehört werden. Ein echtes<br />
Widerspruchsrecht gibt es nur bei bestimmten Voraussetzungen. Aber wir können<br />
in der Praxis viel Kündigungen verhindern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>&#8230; (ohne den ist die Kündigung unwirksam). Der BR kann<br />
der Kündigung widersprechen und verbessert damit die Chancen des Gekündigten<br />
bei einer Kündigungsschutzklage erheblich &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ja, auch das!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Bis das Gericht entschieden hat (das kann u.U. Monate<br />
dauern), hat der Beschäftigte Anspruch auf Weiterbeschäftigung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>bohrer: </b>Herr Klemm: sind sie eigentlich auch für Amerika zuständig?<br />
Wenn ja, wie sieht der Handlungsspielraum da aus? Und wenn nein: wer dann und<br />
wieso nicht?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich bin formal nicht zuständig. Wir arbeiten sehr eng mit<br />
der UAW zusammen, der amerikanischen Automobilarbeiter Gewerkschaft. Diese hat<br />
einen vergleichsweise hohen Einfluss auf das betriebliche Geschehen bei Chrysler<br />
&#8211; so ist bei dem aktuellen Personalabbau (26.000) kein Arbeitnehmer klassisch<br />
gekündigt worden. Weil es Tarifverträge mit weitgehendem Schutz gibt &#8230; Auch<br />
das ist Amerika.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>achdlfjah: </b>Wie ist denn die Zusammenarbeit mit amerikanischen Unions?<br />
Die sind doch traditionell eher schwach &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>die UAW nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Ich würde sie nicht unterschätzen. Ich kenne die Leute<br />
von der CWA, das ist die Mediengewerkschaft, und den AFL/CIO, das ist die Dachgewerkschaft.<br />
Einen schwachen Eindruck hatte ich von denen nicht, in Anbetracht dessen, dass<br />
sie ohne klassische BRs auskommen müssen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Sollte sich die New Economy auch mit den Betroffenen in<br />
Übersee zusammentun? Was könnte man hier aus Betriebsratssicht im Silicon Valley<br />
von organisierten Beschäftigten lernen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Man könnte eine Menge voneinander profitieren. Gerade<br />
wenn man das unterschiedliche politische Herangehen betrachtet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Die Auto-Industrie ist nicht in Silicon V. &#8212; deswegen<br />
kenne ich mich nicht so aus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>achdlfjah: </b>gibt es in sv überhaupt organisierte beschäftigte?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>sv: Silicon Valley<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Eine gute Frage &#8211; ich weiß es auch nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>achdlfjah: </b>Herr Klemm, werden sie nicht manchmal beneidet von ausländischen<br />
Kollegen? Sollte da nicht auch mal das Gefühl einsetzen, das es in D schon eine<br />
ganze Menge Rechte für Arbeitnehmer gibt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Wir arbeiten im europäischen BR und im internationalen<br />
Arbeitskreis mit Kollegen vieler Nationen zusammen. Die Voraussetzungen in Europa<br />
&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>sind teilweise sehr unterschiedlich, aber überall gibt<br />
es wirksame Interessensvertreter-Strukturen, selbst in Brasilien und Südafrika<br />
haben wir Kollegen in BR-ähnlichen Funktionen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>achdlfjah: </b>Und wie stehen sie zu ILO und Versuchen, in Asien etc. gewerkschaftsähnliche<br />
Strukturen aufzubauen? Bringt das was von außen? Oder muss sich das entwickeln?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>das an beide Chatgäste &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Wir versuchen zur Zeit eine Art Code of Conduct mit dem<br />
Unternehmen zu besprechen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Also, ich bin kein Freund davon, etwas von außen aufzusetzen.<br />
Die Grundvoraussetzungen müssen sich von innen entwickeln. Trotz allem muss<br />
die Information für die Möglichkeit geschaffen werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>achdlfjah: </b>wirksam hin oder her, aber geht ein land noch weiter als<br />
Deutschland?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Im Grundsatz muss ich aber die gewerkschaftliche Struktur<br />
vor Ort entwickeln. Es lässt sich schwer vergleichen, wir sind in Sachen Mitbestimmung<br />
und sozialer Standard keineswegs Weltspitze.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Die BRs einiger europäischer Länder haben durchaus noch<br />
größere Handlungsmöglichkeiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Und hier eine abschließende Frage:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Intec: </b>Die Fähigkeiten und Fertigkeiten für Konflikte und Kompromisse<br />
und Ihre Lösung scheint bei der Old Economy auf beiden Seiten stärker ausgeprägt<br />
als bei der New Economy?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Das hat mit Erfahrung zu tun. Wer oft genug blutige Nasen<br />
hatte, wird vorsichtiger.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Na ja, klar. Die Old Economy hat damit seit 50 Jahren<br />
Übung, die New Economy mal gerade eben seit jetzt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Liebe Chatter und Chatterinnen! Vielen Dank für Ihr Interesse<br />
am Chat mit Erich Klemm und Katja Karger. Es liegt wohl an der Medienpräsenz<br />
von Pixelpark, dass wir mehr Fragen an Frau Karger bekommen haben; aber die<br />
Mischung war sehr interessant. Der DGB und politik-digital.de bedanken sich<br />
bei allen Netizen für die Teilnahme. Wir hoffen, dass Frau Karger und Herr Klemm<br />
tatsächlich mal die Gelegenheit haben, miteinander essen zu gehen<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Wollen Sie nicht gleich einen Termin ausmachen? Sie sind<br />
beide so schwer zu erreichen &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Vielen Dank! Für mich war es das erste mal im Chat-Room<br />
&#8230; vielleicht wird&#8217;s mit dem Essen tatsächlich mal was.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Frage an Herrn Klemm: wann ist er denn in Berlin?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Ich werde mich melden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KatjaKarger: </b>Das ist ein Angebot.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b>Wir verabschieden uns und wünschen Ihnen allen einen schönen<br />
Tag!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>ErichKlemm: </b>Tschüss!!<br />
</span></p>
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