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	<title>soziales Netzwerk &#8211; politik-digital</title>
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	<title>soziales Netzwerk &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Zwischen Social Network und Polit-Tinder: Was kann die neue Plattform Brigade?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Löser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2015 15:22:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In Deutschland scheint der Graben zwischen Politikern und Bürgern immer größer zu werden. Das liegt nicht zuletzt an den Bürgern, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abstimmung.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146286" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abstimmung.jpg" alt="Abstimmung" width="640" height="276" /></a>In Deutschland scheint der Graben zwischen Politikern und Bürgern immer größer zu werden. Das liegt nicht zuletzt an den Bürgern, die ihre Meinung immer seltener kommunizieren. Weil das in den USA ähnlich ist, hat der ehemalige Facebook Präsident und Napster-Mitbegründer Sean Parker <em>„Brigade</em>“ vorgestellt. Das soziale Netzwerk soll durch griffige politische Statements Meinungsbilder der Bürger einfangen. Wir haben die Handy-Applikation getestet.</p>
<p>Noch immer ist Sean Parker eng mit Facebook-Gründer Marc Zuckerberg verbunden. Doch im Gegensatz zu seinem Kumpel ist Parker davon überzeugt, dass Facebook nicht das richtige Medium sei, um seine politische Identität preiszugeben: „Auf Facebook gibt es einfach bestimmte soziale Normen, die du befolgst, und sie bestimmen, was du teilst und wann du es sein lässt.“ Für die Wiederbelebung der öffentlichen politischen Debatte sei ein soziales Netzwerk dennoch die beste Möglichkeit, weshalb Parker nun mit Brigade aufwartet.</p>
<p>Der Zutritt zur Beta-Version erfolgt bisher zwar nur per Einladung, doch muss das niemanden abschrecken. Über <a href="http://www.brigade.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.brigade.com</a> kann man unter Angabe seiner Emailadresse auch einen Einladungslink anfordern. Das funktioniert allerdings nicht automatisiert und so muss man eventuell ein wenig warten, bis die Entwickler in Kaliforniern ausgeschlafen haben.<img decoding="async" class=" size-full wp-image-146290 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Trendingtopics.jpg" alt="Trendingtopics" width="240" height="257" /></p>
<p>Wer wie ich selbst den Bestätigungslink erst gegen Mitternacht unserer Zeit erhält, läuft Gefahr, das Licht mal wieder später als geplant auszuschalten, weil es überraschend Spaß macht sich zu positionieren. Nach Angabe einiger persönlicher Informationen (Name, Geschlecht, Geburtsdatum und Herkunftsort) geht es direkt los. Unter „Trending Topics“ findet man auf der Startseite Sammlungen von Statements zu aktuellen Themen wie dem von Republikaner Rand Paul vorgeschlagenen <a href="http://www.vox.com/2015/6/19/8810269/rand-paul-flat-tax" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einheitssteuersatz</a> oder dem rassistisch motivierten <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/attentat-kirche-charleston-103.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Massaker</a> in Charleston. Dabei stößt man unweigerlich auch auf Aussagen, zu denen man als Nicht-Amerikaner nicht allzu viel zu sagen hat. Aber nur weil ich über TTP (Der TTIP-Version für den Pazifik-Raum) noch weniger weiß als über TTIP, entscheide ich mich noch lange nicht für „unsure“, sondern gebe fleißig mein „agree“ oder „disagree“. Auch wenn man seine Enthaltung begründen kann (übrigens genauso wie eine Zustimmung oder Ablehnung), fühlt sich Meinungslosigkeit einfach nicht gut an. Und so klickt man sich immer weiter durch, bis es auf einmal wieder nach eins ist und die Augen vor Müdigkeit schwer werden.</p>
<h3>Als Soziales Netzwerk enttäuscht Brigade bisher</h3>
<p>Am nächsten Morgen werfe ich noch einen Blick in mein Profil und muss mit Bedauern feststellen, dass die Anzahl meiner Supporter noch recht übersichtlich ist, will sagen: Null. Aber wozu braucht man eigentlich Supporter? Gegenseitige Unterstützung ist dann sinnvoll, wenn man politisch auf einer ähnlichen Linie ist. Beim Besuch anderer Profile wird ein prozentualer Wert angezeigt, in welchem Ausmaß die Nutzer Meinungen teilen – ganz allgemein, aber auch auf Themenbereiche wie Außenpolitik, Minderheitenrechte oder Gesundheitssystem heruntergerechnet. Für die Statistiker unter uns ist auch ersichtlich, wie viele gleiche Statements bewertet wurden. Das erhöht die Aussagekraft deutlich. Wegen all dieser schönen Übersichten bin ich dann aber doch ein wenig enttäuscht, dass mir keine fremden Nutzer mit ähnlichen Anschauungen vorgeschlagen werden. Ein soziales Netzwerk mit beschränkten Möglichkeiten sich zu vernetzen? Das scheint mir nicht so ganz im Sinne des Erfinders, aber noch handelt es sich ja auch nur um eine Beta-Version. Um nicht ohne Supporter dazustehen, durchstöbere ich nochmal mein Telefonbuch (Wo habe ich eigentlich mein Einverständnis zum Zugriff gegeben?) und schicke Einladungen raus. Sobald ich ein paar Bekannte zur Teilnahme motiviert habe, werfe ich nochmal einen Blick auf den sozialen Charakter der als Social Network angepriesenen Applikation.<img decoding="async" class=" wp-image-146287  alignright" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Campaign.jpg" alt="Campaign" width="180" height="320" /></p>
<h3>Hoffnung für unpopuläre Kampagnen</h3>
<p>Wer in einem Themenbereich bestimmte Zustimmungswerte überschreitet, erhält automatisch Vorschläge für passende Kampagnen, die es sich zu unterstützen lohnt. Deshalb unterstütze ich nun „Defend the Free and Open Internet“ und „End Climate Change Denial“. Beide Kampagnen haben mit Unterstützern im unteren dreistelligen Bereich vermutlich noch nicht allzu viel Gewicht in Washington, das sollte bei einer Beta-Version allerdings nicht verwundern. Auf meiner Startseite werden mir jetzt Posts oder Links zu Unterschriftenaktionen angezeigt. Es ist gut vorstellbar, dass Brigade bei entsprechender Nutzerzahl eine formidable Möglichkeit für Kampagnen bieten wird, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.</p>
<p>Die „Trending Topics“ arbeite ich mittlerweile schneller ab als neue erscheinen. Deshalb nehme ich mir für die einzelnen Statements mehr Zeit und kommentiere meine Meinung hin und wieder. Das tun auch einige andere Mitstreiter und so entwickeln sich unter besonders kontroversen Thesen regelrechte Diskussionen. Statt des von Facebook bekannten „Like“-Systems, kann man Begründungen der Nutzer hochwählen, sodass sie in der Anzeige weiter nach oben rutschen. Trotz der drei Supporter aus meinem Freundeskreis, die ich mittlerweile anwerben konnte, liegt mein „Impact Score“ (Bewertung des Einflusses des Nutzers im Netzwerk) noch immer konstant bei Null. Dabei wurden immerhin schon vier Begründungen von mir hochgewählt. Nicht dass mir mein Einfluss sonderlich wichtig wäre, aber eine transparente Erklärung, wie genau man an Einfluss gewinnt, wäre auch zur Evaluierung hilfreich gewesen.</p>
<h3>Meinungsfang Hui, Social Network Pfui</h3>
<p>Brigade wird mit dem Ziel entwickelt, die Amerikaner zu größerer politischer Teilhabe zu motivieren. Das geht laut Parker am einfachsten mit einer Online-Plattform, auf der die Bürger bereitwillig ihre Meinung kundtun. Die Erfahrungen mit der Beta-Version haben den Eindruck vermittelt, dass Brigade dieses Ziel erreichen kann. Je kontroverser das Statement, desto mehr Begründungen waren darunter zu finden. Das Konzept motiviert allerdings auch diejenigen, die ihre Meinung nicht ausschweifend begründen möchten. Der Neugier reicht meist schon der Vergleich mit den übrigen Wählern. Wie von selbst erhält man als Bürger einen Überblick über Themenbereiche, die aktuell von Bedeutung sind oder das noch werden könnten. Gewinnt Brigade ausreichend Nutzer, ist es nicht nur für Kampagnen interessant sondern auch für Meinungsforschungsinstitute und sogar Politiker, die mit relativ wenig Aufwand ein Meinungsbild einfangen können.</p>
<p>Doch das Netzwerk offenbart auch eklatante Schwächen. Im jetzigen Entwicklungsstand ist es leider nicht möglich, unbekannte Nutzer mit gleichen Interessen aufzutun und zu unterstützen. Es ist auch nicht offensichtlich, wie genau man seinen Einfluss im Netzwerk erhöhen kann. Der soziale Charakter des Netzwerks wird letztendlich jedoch der entscheidende Faktor sein, Brigade auch für eine breitere Öffentlichkeit attraktiv zu machen. Gelingt es den Entwicklern noch, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, wird Brigade zwar nicht den politischen Diskurs auf ein neues Level haben. Doch kann das Netzwerk dabei helfen, den Bürgern wieder mehr Mut zu politischen Statements im öffentlichen Raum zu geben. Ob es Brigade tatsächlich zu Relevanz bringen wird, hängt dann jedoch ganz stark davon ab, dass sich nicht nur politisch interessierte Bürger durch die Statements klicken, sondern auch diejenigen, die sich der politischen Teilhabe bisher weitgehend entzogen haben.</p>
<p>Bilder: <a href="https://www.flickr.com/photos/joachim_s_mueller/7229362338/in/photolist-c1Qnyf-c1Qnpo-c1Quwb-c1QmSd-98yhHE-c1Qo4m-kWmTvn-6YHKy-kWnRxJ-6DS1zK-6DWarQ-6DS1wZ-cpgC3Q-bkLEpq-c1QqEu-c1Qqx9-c1QnTL-r2JTHk-kWmSqr-kWmfhM-kWmRCV-c1Qtey-kWmPsx-bkLCwW-kWnJSQ-kWmLce-kWmNvT-kWmQaV-kWmLST-dfmZ8R-dHej4H-cemg55-kWnKjb-8j4nZX-8j7C8q-8j4nPF-aEAdJs-c1QnGu-dfnaMj-ejj2Po-dfneBM-pxjedp-9eC5Zu-9tbWWY-9dJjbe-9dJjba-9dJjb6-MZjEX-q5Qr4c-2S1Krf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Joachim S. Müller</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(BY-NC-SA 2.0)</a>, Screenshots</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kampf auf dem digitalen Schlachtfeld</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/kampf_auf_dem_digitalen_schlachtfeld-77/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="fett">(Buchrezension) Manche Thesen sind ihrer Zeit        voraus: Bereits 2003 fragte sich ein Autorenteam, was passiert,        wenn der Kommerz auf soziale Netzwerke trifft. Thematisch hochaktuell        und ein sinnvolles Buch für Einsteiger, findet Julia Sommerhäuser        &#8211; auch wenn ein Miteinander noch nicht in Sicht ist.<br />       <br />       </span>Die soziale Rückeroberung des Netzes: Der Buchtitel        versetzt den Leser auf ein digitales Schlachtfeld. Hier scheint        es um einen Kampf zu gehen &#8211; das Soziale will im Netz wieder        Boden gut machen. Und tatsächlich bestätigt sich der erste        Eindruck. In dieser Monographie geht es um das Spannungsverhältnis        zwischen <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#social_networks">social        software</a> und kommerziellen Internetseiten. In &#8222;Online-Communities,        Weblogs und die soziale Rückereroberung des Netzes&#8220; stellen        sich die Autoren Christian Eigner, Helmut Leitner, Peter Nausner        und Ursula Schneider die Frage, ob digitale Netzwerke und andere        Elemente der Blogosphäre rein soziale Phänomene bleiben        oder ob sie unter bestimmten Bedingungen kommerziell nutzbar sein        können. Die Gegner stehen sich gegenüber: Die Logik des        Schenkens tritt gegen die Logik des Geldes an.<br />       <br />       Auf den ersten Blick scheinen denn auch Konzepte von Gemeinschaft        und Profitstreben nicht miteinander vereinbar zu sein. Die Unterschiede        sind zu groß, eine Gegnerschaft ist vorprogrammiert.</p>      <p><strong>Online-Communities als zarte Pflänzchen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fett">(Buchrezension) Manche Thesen sind ihrer Zeit voraus: Bereits 2003 fragte sich ein Autorenteam, was passiert, wenn der Kommerz auf soziale Netzwerke trifft. Thematisch hochaktuell und ein sinnvolles Buch für Einsteiger, findet Julia Sommerhäuser – auch wenn ein Miteinander noch nicht in Sicht ist.</span><br />
Die soziale Rückeroberung des Netzes: Der Buchtitel versetzt den Leser auf ein digitales Schlachtfeld. Hier scheint es um einen Kampf zu gehen – das Soziale will im Netz wieder Boden gut machen. Und tatsächlich bestätigt sich der erste Eindruck. In dieser Monographie geht es um das Spannungsverhältnis zwischen <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#social_networks">social software</a> und kommerziellen Internetseiten. In „Online-Communities, Weblogs und die soziale Rückereroberung des Netzes“ stellen sich die Autoren Christian Eigner, Helmut Leitner, Peter Nausner und Ursula Schneider die Frage, ob digitale Netzwerke und andere Elemente der Blogosphäre rein soziale Phänomene bleiben oder ob sie unter bestimmten Bedingungen kommerziell nutzbar sein können. Die Gegner stehen sich gegenüber: Die Logik des Schenkens tritt gegen die Logik des Geldes an.<br />
Auf den ersten Blick scheinen denn auch Konzepte von Gemeinschaft und Profitstreben nicht miteinander vereinbar zu sein. Die Unterschiede sind zu groß, eine Gegnerschaft ist vorprogrammiert.<br />
<strong>Online-Communities als zarte Pflänzchen<!--break--></strong><br />
Die Autoren arbeiten jedoch verschiedene Szenarien heraus, in denen eine friedliche Verbindung von social software und Kommerz gelingen könnte. Ausgangspunkt ist die Metapher der Online-Community als biologisch-organisches System: Eine Gemeinschaft kann nicht maschinell produziert werden, sondern entwickelt sich wie ein Organismus. Aus einem Keim entsteht nach und nach eine Pflanze. Ihr Wachstum kann unterstützt, aber nicht erzwungen werden. Der Gründer einer Community muss seine Gemeinschaft also aufziehen wie ein Gärtner seine Pflanzen. Bei Online-Gemeinschaften kann nicht der Profit im Vordergrund stehen, weil er – wie das Pflanzenwachstum – nicht kalkulierbar ist. Online-Communities bedienen eher weiche Faktoren: Kundenbindung, Feedback oder Werbung. Um diese kommerziellen Potenziale dieser digitalen Netzwerke nutzen zu können, bedarf es jedoch viel Zeit.<br />
Noch beschränkt sich das wirtschaftliche Potenzial der Gemeinschaften auf das so genannte social learning: Hier wird eine kritische und gruppenorientierte Lernkultur geschaffen, die sich kommerziell nutzen lässt. Indem Unternehmen diese neue Kultur in ihre Geschäftsabläufe einbeziehen, können sie vom Community-Gedanken profitieren. Es eröffnen sich verschränkte Formen der Wissensgenerierung. Das arbeiten Christian Eigner und Peter Nausner in ihrem Beitrag heraus.<br />
Soziale Netzwerke und kommerzielle Anbieter müssen sich also nicht bekämpfen, sondern können sinnvolle Anknüpfungspunkte finden, so die Schlussfolgerung. Das ist das Fazit der vier Autoren, die sich mit ihrem populärwissenschaftlichen Buch vor allem an interessierte Einsteiger wenden. Es sollen „neue, in der Praxis zu erprobende Wege“ aufgezeigt werden. Dem entspricht der gesamte Stil des Buches. Es ist mit vielen Beispielen gespickt und hat wenig Literaturangaben. Reportage und Erfahrungsbericht lockern als ausgefallene Darstellungsformen das Buch zusätzlich auf.<br />
Im Beitrag von Christian Eigner beispielsweise diskutieren zwei fiktive Personen über den Nutzen von Onlineangeboten traditioneller Medien. Beide Gesprächspartner kritisieren, dass diese Seiten Informationsinseln gleichen, von denen keine Links nach außen führen. Auf ihrem Streifzug durch das Internet finden die zwei dann aber doch noch zahlreiche Informationsseiten, die viele externe Bezüge aufweisen. Mit der Entdeckung der Weblogs steht ihnen nun eine „neue Kulturtechnik“ zur Verfügung, die Information und Hypertextualität miteinander verbindet.<br />
<strong>Viele Perspektiven im Kompetenzteam</strong><br />
Die Autorenmannschaft bildet eine Art Kompetenzteam, das Kenntnisse aus verschiedenen Fachbereichen einbringt. Das merkt man den Darstellungen an. Viele Themen werden aus mehreren Perspektiven beleuchtet: Christian Eigner und Peter Nausner vertreten als gelernte Journalisten die Perspektive der ‚schreibenden Zunft’. Helmut Leitner stellt seine technischen Erfahrungen als Softwareentwickler zur Verfügung und ist selbst Gründer mehrerer Online-Communities. Ursula Schneider kann als Professorin für BWL die Sichtweise der Unternehmen und der Wirtschafteinbringen. Diese Vielfalt der Sichtweisen macht das Buch zu einem sinnvollen praxisorientierten Beitrag.<br />
Obwohl bereits 2003 erschienen, reiht es sich in eine hochaktuelle Forschungsdiskussion ein. Der Kampf zwischen sozialen und kommerziellen Elementen im Internet wird auch weiterhin ausgetragen: Das zeigen die Debatten um Werbemöglichkeiten bei Wikipedia oder den Kauf des Videoportals YouTube durch den Suchmaschinenriesen Google und des Studentennetzwerkes StudiVZ durch den Holtzbrinck-Verlag. Ein Miteinander, wie es sich die Autoren des Buches vorstellen, ist derzeit nicht in Sicht. Vielmehr sind schnelle Übernahmen die neue Strategie auf dem digitalen Schlachtfeld, auf dem die Entscheidung noch immer nicht gefallen ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Stern für Kinder&#034; &#8211; Chatten gegen Krankenhaus-Frust</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/stern_fuer_kinder_chatten_gegen_krankenhaus_frust-650/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[shirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsaustausch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Isolation]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Bindung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der triste Alltag im Kinderkrankenhaus bekommt digitale Farbe. Seit kurzem können nun auch
die Kinder im <a href="http://www.charite.de/index/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Berliner Charité Klinikum
</a> ihren Krankenhaus-Aufenthalt ein bißchen aufheitern. Über ein bundesweit operierendes
Netzwerk haben sie die Möglichkeit, mit anderen Kranken ihres Alters Erfahrungen auszutauschen
und sich den Aufenthalt mit kreativen Denk- und Lernaufgaben zu verkürzen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der triste Alltag im Kinderkrankenhaus bekommt digitale Farbe. Seit kurzem können nun auch<br />
die Kinder im <a href="http://www.charite.de/index/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Berliner Charité Klinikum<br />
</a> ihren Krankenhaus-Aufenthalt ein bißchen aufheitern. Über ein bundesweit operierendes<br />
Netzwerk haben sie die Möglichkeit, mit anderen Kranken ihres Alters Erfahrungen auszutauschen<br />
und sich den Aufenthalt mit kreativen Denk- und Lernaufgaben zu verkürzen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.kinderstern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> &quot; Stern für Kinder&quot; </a> heißt das Projekt,<br />
dass seit Dezember 1998  über <a href="http://www.kinderstern.de/NOFLASH/Wer_Krankenhaeuser.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
13 Kinderkliniken</a> in ganz Deutschland miteinander vernetzt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Vorbild ist die von Regisseur Steven Spielberg ins Leben gerufene, amerikanischen Aktion<br />
<a href="http://www.starbright.org/"> &quot;Starbright&quot;</a>.<br />
Mit Hilfe von Multimedia PCs, die bei &quot; Stern für Kinder&quot;  von der Firma MAXDATA zur Verfügung<br />
gestellt wurden und einer speziellen Software, loggen sich die kleinen Patienten in die<br />
&quot;Vernetzte Welt für Kinder in Krankenhäusern&quot; ein und können zwischen mehreren<br />
Bereichen wählen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Aktion, von der <a href="http://www.hek.de/Home.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Hanseatischen Krankenkasse HEK </a>initiiert steht unter der Schirmherrschaft der Gattin des<br />
Bundespräsidenten, <a href="http://www.bundespraesident.de/frameset/index.jsp" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Christina Rau</a>.<br />
Der &quot;Stern für Kinder&quot; soll den jungen Patienten helfen, aus ihrer schwierigen Lage das<br />
Beste zu machen und sie aus ihrer krankheitsbedingten Isolation herauszuführen.<br />
Finanziell unterstützt wird das Projekt von<br />
<a href="http://www.ebay.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Ebay</a>, einem<br />
Online-Auktionshaus, das zu Gunsten des Projekts zahlreiche<br />
Wohltätigkeitsversteigerungen durchführte und eine Spenderseite<br />
einrichtete.<br />
Weitere Hilfe leisten zahlreiche <a href="http://www.kinderstern.de/NOFLASH/Wer_Botschafter.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
prominente Botschafter</a>, unter anderem Gudrun Landgrebe, Jasmin &quot; Blümchen&quot;  Wagner und<br />
Jörg Pilawa, die die Öffentlichkeit auf das Projekt aufmerksam machen und Spenden sammeln.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="250">
<tbody>
<tr>
<td width="250"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/chrau.jpg" alt="Christina Rau" border="1" height="141" hspace="0" vspace="0" width="250" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="250">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Schirmherrin Christina Rau</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der &quot; Stern&quot;  auf der Startseite des Angebots gleicht einem bunten Planeten, auf dem vier<br />
verschiedene Bereiche existieren. Im &quot; Bewohnerforum&quot;  können eigene Visitenkarten erstellt<br />
werden. Außerdem bekommt jedes Kind einen Platz in der Galerie, die als großes Adressbuch<br />
fungiert. Der zugangsgeschützte &quot; Privatbereich&quot;  dient der Aufbewahrung von E-Mails, Briefen<br />
und Bildern. Wenn die Kinder mit Freunden oder Leidensgenossen in anderen Krankenhäusern<br />
chatten und sie über eine Webcam sehen wollen, klicken sie auf die &quot; Funkstation&quot; . Gerade<br />
dieser Bereich sei von großer Bedeutung, denn nur so könnten die Kinder ihre Ängste abbauen,<br />
erklärte Professor Gaerdicke, &quot; Vertreter der Charité Kinder&quot; . Viele von ihnen  würden auf<br />
eine Transplantation warten oder litten unter einer chronischen Krankheit und wüßten nicht,<br />
wie sie alleine mit ihrer Situation umgehen sollten.<br />
Die vierte Abteilung , der &quot; Spielplatz&quot;, beinhaltet Lern- und Denkspiele, mit dessen Hilfe<br />
sich die Patienten, wenigstens kurze Zeit, von ihrer Krankheit ablenken können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit ihrem Beginn vor zwei Jahren im Universitäts- Krankenhaus Eppendorf in Hamburg, hat sich<br />
die &quot; Vernetzte Welt für Kinder&quot;  nun zum größten deutschen Kindernetz entwickelt, über 1000<br />
Besucher konnte der &quot; Stern&quot;  schon verzeichnen. Unterstützt werden die jungen Patienten von<br />
bundesweit 40 Betreuern, die darüber wachen, dass technisch alles klappt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Besonderen Wert legen die Veranstalter auch auf die Sicherheit, nur autorisierte Rechner<br />
können auf den Server zugreifen. Auf dem &quot; Stern&quot;  befinden sich, außer den vier<br />
Standart-Optionen, ausgewählte, pädagogische Seiten, das restliche Internet ist gesperrt.<br />
</span>
</p>
<table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="150">
<tbody>
<tr>
<td width="250"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/child.jpg" alt="child" border="1" height="116" hspace="0" vspace="0" width="150" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="150">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Botschafterin Maischberger</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz des Erfolgs geben sich die Leiter der Aktion nicht zufrieden, sie versuchen noch mehr<br />
Kinderkrankenhäusern eine Teilnahme zu ermöglichen, sowie das Projekt auf die Schweiz und<br />
Österreich auszuweiten. Der &quot; Stern für Kinder&quot;  soll aber nicht nur den deutschsprachigen<br />
Raum vernetzen. Eine Verbindung zwischen dem deutschen Projekt und der amerikanischen<br />
&quot; Starbright&quot;  soll hergestellt werden, damit die Kinder grenzüberschreitend<br />
&quot; über ihre Krankheit reden können und innerlich stärker werden&quot;, wie Frau Rau das<br />
Ziel definierte.<br />
</span></p>
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