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	<title>SWIFT &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die FDP: Der internetaffine Koalitionspartner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 10:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die FDP profiliert sich derzeit als liberale netzpolitische Alternative. Mit ihrer Forderung nach weniger Staat und mehr Wettbewerb im Internet grenzt sich die Partei von der Konkurrenz linkerseits ab. Allerdings muss sie sich als Regierungspartei auch an der (netz)politischen Tagespolitik messen lassen. In der Serie &#34;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&#34; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die FDP profiliert sich derzeit als liberale netzpolitische Alternative. Mit ihrer Forderung nach weniger Staat und mehr Wettbewerb im Internet grenzt sich die Partei von der Konkurrenz linkerseits ab. Allerdings muss sie sich als Regierungspartei auch an der (netz)politischen Tagespolitik messen lassen. In der Serie &quot;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&quot; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?</p>
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<!--break-->
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<p>
<b>Gütesiegel Datenschutz</b>
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<p>
Datenschutz sei ein wichtiger liberaler Grundwert in der Netzpolitik, erklärt Manuel Höferlin, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der FDP-Arbeitsgruppe &quot;IT und Informationsgesellschaft&quot;, im Gespräch mit politik-digital.de: &quot;Jeder muss darüber informiert werden, was mit seinen Daten geschieht&quot;, so Höferlin weiter. Daher vereinbarte die FDP zusammen mit der CDU/CSU die Gründung einer &quot;Stiftung Datenschutz&quot;. Diese solle sowohl Aufklärungsarbeit zum &quot;Selbstdatenschutz&quot; leisten als auch &quot;Dienstleistungen und Produkte auf Datenschutzfreundlichkeit prüfen&quot;, heißt es im <a href="http://openenquete.wordpress.com/2010/06/07/open-enquete-stellt-sich-vor-sebastian-blumenthal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrag</a> vom 26. Oktober 2009. Passiert ist seitdem wenig. Eckpunkte zur Ausgestaltung der Stiftung seien Höferlin zufolge immer noch in Arbeit. Laut einem politik-digital.de vorliegendem Eckpunktepapier der Fraktion plant die FDP auch die Einführung von &quot;Datenschutz-Gütesiegeln&quot;. Mit diesem <a href="http://www.heise.de/ct/meldung/Datenschutznovelle-in-abgespeckter-Form-188502.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorhaben scheiterte die CDU/CSU-Fraktion</a> &#8211; damals noch mit der SPD als Koalitionspartner &#8211; bereits in der vergangenen Legislaturperiode von 2005 bis 2009.
</p>
<p>
<b>Gesetzesrahmen ausschöpfen</b>
</p>
<p>
Kriminalität wolle die FDP nach dem Prinzip online wie offline bekämpfen, so Höferlin zu politik-digital.de. Die meisten Fälle von Kriminalität im Internet seien &quot;weitestgehend strafrechtlich bewehrt&quot;, weil sie auch in der &quot;Offline-Welt&quot; geahndet würden. Als Beispiele nannte er unter anderen Datenmissbrauch, Volksverhetzung und &quot;verbotene Formen von Pornografie&quot;. Hier gelte es zunächst auf vorhandene Gesetze zurückzugreifen, bevor man &quot;übereilte Regelungen für einzelne Sachverhalte schafft&quot;. Trotzdem beobachte man weiterhin aufmerksam, wo es &quot;Rechtslücken im weltweiten Netz&quot; zu schließen gebe, so Höferlin.
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<div style="text-align: center">
<a href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/100727_kovertrag400x200.jpg" alt="Koalitionsvertrag 2009" title="Koalitionsvertrag 2009" width="400" height="200" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Schwarz-Gelbe Kompromisse</b>
</p>
<p>
In der Abstimmung im Bundestag über das Zugangserschwerungsgesetz im Juni 2009 positionierte sich die damalige Oppositionspartei FDP <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit 88,5 Prozent ihrer Abgeordnetenstimmen</a> contra Netzsperren. In den Koalitionsverhandlungen &#8211; nun Regierungspartei &#8211; <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4865602/Schwarz-Gelb-stoppt-Internetsperren.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erzielten die Liberalen den Kompromiss</a> einer einjährigen Aussetzung des Gesetzes unter der Prämisse &quot;Löschen statt Sperren&quot;. Unterm Strich <a href="http://computer.t-online.de/internet-sperren-cdu-und-fdp-ueberdenken-plaene-zum-sperrgesetz/id_21670640/index" target="_blank" rel="noopener noreferrer">besteht die gesetzliche Infrastruktur für Internetsperren</a> aber weiterhin. Auch eine Gesetzesinitiative, die eine klare Neuregelung beinhaltet, bleibt die FDP bislang schuldig. Hier wartet man wohl die im Koalitionsvertrag vereinbarte Evaluation und &quot;ergebnisoffene Neubewertung&quot; der Situation ab. Diese solle nach einem Jahr &quot;Löschen statt Sperren&quot; vorgenommen werden.
</p>
<p>
<b>Es gilt das Wettbewerbsprinzip</b>
</p>
<p>
In &quot;<a href="http://www.deutschlandprogramm.de/files/653/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Mitte stärken.</a>&quot;, dem FDP-Wahlprogramm für die Bundestagswahlen 2009, ist von der Forderung nach &quot;mehr Wettbewerb&quot; beim Breitband-Ausbau zu lesen. Dies zu gewährleisten müsse Aufgabe des Staates sein. Laut Wahlprogramm führe der Weg zur &quot;Internetrepublik Deutschland&quot; nicht über &quot;gesetzliche Universaldienstverpflichtungen bei der Breitbandversorgung&quot;, sondern über Zusammenarbeit von Unternehmen und bessere Information über mögliche Zugangstechnologien.
</p>
<p>
&quot;Das Prinzip des freien Wettbewerbs&quot; gelte laut Höferlin auch für die Verwendung von Open Source-Software. &quot;Quelloffene Programmierungen&quot; hält er für innovativ und unterstützenswert. Am Ende entscheide jedoch der Markt, was das Beste ist.<b></b>
</p>
<p>
<b>Nein zur kulturellen Pauschalabgabe</b>
</p>
<p>
Nach Auskunft von Höferlin sei die Frage des Urheberrechts eine in der FDP &quot;intensiv geführte Debatte&quot;, deren Ausgang noch offen sei. Wichtig für ihn: Der Autor soll die Entscheidungsgewalt darüber behalten, was mit seinem Werk geschehen darf.
</p>
<p>
Eine &quot;Kulturflatrate&quot; ist für die Liberalen jedenfalls keine Antwort auf Urheberrechtsfragen. FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bezeichnete eine solche Idee in ihrer &quot;<a href="http://carta.info/28969/dokumentation-berliner-rede-zum-urheberrecht-von-sabine-leutheusser-schnarrenberger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Rede zum Urheberrecht</a>&quot; jüngst als eine &quot;Zwangskollektivierung der Rechte&quot;. Die Kulturflatrate, so Leutheusser-Schnarrenberger, hätte einen &quot;gewaltigen Verteilungskampf der Urheber um die Einnahmen zur Folge&quot;. Laut der Justizministerin helfe gegen Urheberrechtsverletzungen vor allem ein funktionierendes legales Angebot. &quot;Wenn der Markt versagt, gedeiht der Schwarzmarkt&quot;, betonte sie in ihrer Rede.
</p>
<p>
<b>Ja zum Leistungsschutzrecht</b>
</p>
<p>
Umstritten ist in diesem Kontext auch die von der FDP geplante Einführung eines Leistungsschutzrechtes. Das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Vorhaben wird <a href="http://irights.info/index.php?q=node/880&amp;Kategorie=Homepage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von Urheberrechtsexperten, Journalisten und Bloggern kritisch beäugt</a>. Durch das Leistungsschutzrecht sollen &quot;Presseerzeugnisse&quot; der Verlage vor gewerblicher Fremdnutzung bewahrt werden. Dies beträfe zum Beispiel Portale wie &quot;<a href="http://news.google.de/news?pz=1&amp;ned=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google News</a>&quot;. Wer also Inhalte Anderer &quot;in einer Weise ausnutzt, die über das bloße Verlinken weit hinausgeht&quot; (Leutheusser-Schnarrenberger) müsste in Zukunft in eine sogenannte &quot;Verwertungsgesellschaft&quot; einzahlen. Bedenken hegen Kritiker vor allem aufgrund des bislang ungeklärten Begriffs des &quot;Presseerzeugnisses&quot;. &quot;Was darf ich zukünftig auf meinem Blog zitieren?&quot;, fragen sich Blogautoren deshalb. Journalisten sind besorgt, ob sie durch die geplante Regelung die Rechte an ihren Texten an Verlage verlieren könnten.
</p>
<p>
<b>Elektronisches Petitionsrecht stärken</b>
</p>
<p>
Die FDP setzt sich für eine Erweiterung des Petitionsrechts auf Bundesebene ein. &quot;Massenpetitionen&quot;, ist im Koalitionsvertrag zu lesen, sollen in Zukunft im &quot;Plenum des deutschen Bundestages&quot; behandelt werden. Gesetzlich verankern wolle man dies nach der Sommerpause, deutete FDP-MdB <a href="http://jimmy-schulz.blogspot.com/2010/07/rede-zum-volksentscheid-auf-bundesebene.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jimmy Schulz in einer Rede zum Thema Petitionen</a> an. Die Liberalen fordern die Anhörung im Plenum, sobald eine Petition innerhalb von zwei Monaten 100.000 Mitzeichner erreicht hat, erläutert Höferlin gegenüber politik-digital.de. Die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Petition</a> bezeichnet er in diesem Zusammenhang als &quot;das nahezu perfekte Vehikel für Demokratie&quot;.
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<p>
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<div style="text-align: center">
<a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100727_epetition.jpg" alt="Online-Petition " title="Online-Petition" width="400" height="207" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
<b>Open Data unter Vorbehalt des Datenschutzes</b>
</p>
<p>
Höferlin erklärt &quot;Datentransparenz&quot; zum Ziel liberaler Politik. Die &quot;Offenlegung staatlicher Datensammlungen&quot; sei aber nur unter Wahrung des Datenschutzes sinnvoll. Er stellt deshalb zum Beispiel die schwedische Praxis, Steuerdaten eines jeden Bürgers frei zugänglichen zu machen, in Frage.
</p>
<p>
Apropos Datenschutz: Die FDP-Europaparlamentarier stimmten jüngst für das datenschutzrechtlich umstrittene <a href="http://politik-digital.de/swift+bankdatenabkommen+twitter+alvaro+albrecht+euparlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SWIFT-Abkommen</a>, das eine Weitergabe von Daten über Banktransaktionen auch in die USA ermöglicht. In einer <a href="http://jimmy-schulz.blogspot.com/2010/04/rede-vor-dem-deutschen-bundestag-zum.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestagsrede im April 2010</a> forderte Jimmy Schulz noch ausdrücklich ein &quot;hohes Datenschutzniveau beim SWIFT-Abkommen&quot;. In einer <a href="http://www.liberale.de/Nachgebessertes-Swift-Abkommen-verabschiedet/5580c9988i1p69/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung vom 8. Juli</a> bezeichnen die Liberalen den SWIFT-Kompromiss nun als &quot;respektabel&quot;. Trotzdem gesteht man sich im <a href="http://www.liberale.de/files/2027/SWIFT_Argumente.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dazugehörigen Faktenpapier der FDP-Bundestagsfraktion</a> ein, dass die zentrale Forderung nach einer Speicherfristverkürzung der Daten nicht durchgesetzt werden konnte.
</p>
<p>
<b>Liberale Ideen sozial vernetzt</b>
</p>
<p>
Erste FDP-Adresse im Netz ist das &quot;<a href="http://www.liberale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Portal-Liberal</a>&quot;. Der Besucher findet hier eigentlich alles, was die Liberalen von Information bis Partizipation zu bieten haben. Podcasts, Blogs, Diskussionsforen und Verlinkungen zu weiteren Angeboten und Aktionen der Liberalen im Netz nutzen die Möglichkeiten des Web 2.0.
</p>
<p>
Unter <a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">my.fdp.de</a> können sich nicht nur Parteimitglieder, sondern auch &quot;Freidenker&quot;, so der Name für Nicht-Parteimitglieder im Portal, vernetzen. Über 45.000 &quot;Freunde der Freiheit&quot; (Stand: 28. Juli 2010) können hier an Debatten und Fundraising-Kampagnen teilnehmen oder die &quot;Liberale Stellenbörse&quot; nutzen.
</p>
<p>
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<div style="text-align: center">
<a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100727_myfdp.jpg" alt="myfdp" title="myfdp" width="400" height="269" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
Einen neuen Weg in der Online-Partizipation innerhalb der Partei beschreiten die Freidemokraten mit ihrem Internetlandesverband &quot;<a href="http://lvnet.fdp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP LV Net</a>&quot;. Seit dem Jahr 2000 können sich hier Liberale, die wenig Zeit haben oder im Ausland leben, parteipolitisch engagieren. Derzeit kämpft die 560 Mitglieder zählende Gemeinschaft (Stand: 17.06.2010) um ein Antragsrecht beim Bundesparteitag.
</p>
<p>
Das Projekt zeige, dass „digitale Willensbildung funktioniert&quot;, so Höferlin, Vorsitzender des LV Net, zu politik-digital.de. Stolz sei der Internetlandesverband auf den Aufbau von Erfahrung im Bereich der E-Demokratie und deren Umsetzung auf seinen Onlineplattformen. Ziel sei es, E-Partizipation und E-Government in der FDP langfristig „weiterzuentwickeln und zu fördern&quot;, so Höferlin.
</p>
<p>
Beachtenswert ist zudem die Online-Begleitung der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot;</a>. Das <a href="http://www.open-enquete.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP-Fraktions-Blog &quot;Open-Enquête&quot;</a> bietet übersichtlich aufbereitet Aktuelles, Hintergrundinformationen und eine Schnittstelle für Soziale Netzwerke. Hier finden sich auch exklusive Beiträge wie zum Beispiel ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WumO-x-0BP8&amp;feature=player_embedded" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Best-of&quot;-Video der Diskussion zur Netzneutralität</a>. Die offizielle Webseite der Internet-Enquête kann da (noch) nicht mithalten.
</p>
<p>
<b>Drei &quot;vom Fach&quot;</b>
</p>
<p>
In Sachen Netzpolitik setzt die FDP auf handwerkliche Kompetenz. Die drei FDP-Vertreter in der Internet-Enquête im Bundestag Manuel Höferlin, Jimmy Schulz und Sebastian Blumenthal kommen aus der IT-Branche.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100726_hoeferlin80x96.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Manuel Höferlin / Michael Voigt" title="gefunden auf: bundestag.de © Manuel Höferlin / Michael Voigt" width="80" align="left" height="96" /><a href="http://www.manuelhoeferlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manuel Höferlin</a> ist Vorsitzender der FDP-Arbeitsgruppe &quot;IT und Informationsgesellschaft&quot; und des Internet-Landesverbandes. In Sachen Netzpolitik ist er erster Ansprechpartner bei den Liberalen. Der <a href="http://twitter.com/ManuelHoeferlin/status/18524332160" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bekennende Linux-Fan</a> war Gewinner des politik-digital.de-&quot;<a href="http://politik-digital.de/test-enquete-kommission-internet-digitale-gesellschaft-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Mitglieder-Tests</a>&quot;.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100726_blumenthal70x95.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Sebastian Blumenthal / Studio Line Photography" title="gefunden auf: bundestag.de © Sebastian Blumenthal / Studio Line Photography" width="63" align="right" height="95" />Bei der Arbeit in der Enquête will <a href="http://sebastian-blumenthal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Blumenthal</a> seinen Schwerpunkt vor allem auf Medienkompetenz legen, sagt er in <a href="http://openenquete.wordpress.com/2010/06/07/open-enquete-stellt-sich-vor-sebastian-blumenthal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seiner Vorstellung auf open-enquete.de</a>. Der &quot;aufgeklärte Nutzer&quot; erfordere weniger staatliche Regulierung im Netz. Blumenthal ist zudem Vositzender des Unterausschusses &quot;Neue Medien&quot;.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100726_jschulz80x96.jpg" alt="gefunden auf: bundestag.de © Jimmy Schulz/Christine Olma" title="gefunden auf: bundestag.de © Jimmy Schulz/Christine Olma" width="80" align="left" height="96" />Aufmerksamkeit erregte jüngst <a href="http://www.jimmyschulz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jimmy Schulz</a> mit seiner &quot;<a href="http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/od_player.html?singleton=true&amp;content=650527" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iPad-Rede</a>&quot; vor dem deutschen Bundestag. Der eigentliche Inhalt der Rede war die &quot;Europäische Bürgerinitiative&quot;. Die ging aber in der durch das iPad ausgelösten Debatte um die Benutzung von Mobiltelefonen und Notebooks im Bundestag völlig unter. Neben der Enquête ist auch Schulz im &quot;Unterausschuss Neue Medien&quot; aktiv. Zudem tritt er als Redner auf Demonstrationen auf, wie zum Beispiel bei der &quot;Löschen statt Sperren&quot;-Demo 2009.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>SPD-Netzpolitik: Schweres Erbe und neuer Kurs</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spd-netzpolitik-schweres-erbe-und-neuer-kurs-4954/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 10:12:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach der Wahlniederlage von 2009 hat die SPD begonnen, sich neu auszurichten - auch in Sachen Netzpolitik aktualisiert die Partei derzeit ihr Programm. Ein &#34;Gesprächskreis&#34; mit Unterstützung der Genossen im Internet soll Impulse liefern. In der neuen Serie &#34;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&#34; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Wahlniederlage von 2009 hat die SPD begonnen, sich neu auszurichten &#8211; auch in Sachen Netzpolitik aktualisiert die Partei derzeit ihr Programm. Ein &quot;Gesprächskreis&quot; mit Unterstützung der Genossen im Internet soll Impulse liefern. In der neuen Serie &quot;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&quot; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Neuorientierung im Netz</b>
</p>
<p>
Aktuelle Beschlüsse der Bundespartei zum Thema Netzpolitik gebe es zur Zeit nicht, so Björn Böhning, netzpolitischer Sprecher des SPD-Parteivorstands. Momentan würden die netzpolitischen Leitlinien &quot;erneuert&quot; und &quot;zum Teil auch revidiert&quot;, so Böhning zu politik-digital.de. Auf dem Bundesparteitag im September 2010 wolle man eine neue netzpolitische Programmatik diskutieren.
</p>
<p>
Laut Böhning fänden sich im Wahlprogramm zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen aber bereits &quot;erste Hinweise&quot; zum neuen netzpolitischen Kurs der SPD.
</p>
<p>
Inzwischen steht der <a href="http://www2.malte-spitz.de/uploads/100707_koalitionsvertrag_nrw.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW-Koalitionsvertrag</a> (politik-digital.de <a href="/koalitionsvertrag-nrw-spd-gruene-netzpolitik-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete</a>). Die SPD in NRW hat große Teile ihres netzpolitisch-reformierten Wahlprogrammes auch im Koalitionsvertrag verankert. Ist das dieselbe Partei, die noch im vorherigen Jahr im Bundestag mit dem Koalitionspartner CDU für das &quot;<a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/24799792_kw25_kinderpornografie/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zugangserschwerungsgesetz</a>&quot; (Zensursula) stimmte?
</p>
<p>
<b>Soziale Unterstützung im Internetzeitalter<br />
</b>
</p>
<p>
Perspektivisch will die SPD sich vor allem um &quot;das Soziale in der digitalen Gesellschaft&quot; kümmern, so Böhning weiter. Soziale Absicherungen für &quot;Solo-Selbstständige&quot; und Internetdienstleister sowie die Förderung von &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coworking" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Co-Working-Spaces</a>&quot;, also gemeinsam genutzen flexiblen Arbeitsorten, wolle man auf dem Bundesparteitag diskutieren.
</p>
<p>
Auch &quot;neue Eigentums- und Unternehmensregelungen&quot; oder die freie Verfügbarkeit von WLAN würden thematisiert, erläutert Böhning. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Pläne ist natürlich, dass der Bundesparteitag im September 2010 zustimmt.
</p>
<p>
Bemerkenswert in Sachen elektronischer Demokratie ist der &quot;Applikationswettbewerb&quot;, der zuerst im NRW-Wahlprogramm und später auch im NRW-Koalitionsvertrag verwirklicht wurde. Ziel ist, Anwendungen zu entwickeln, die öffentlich zugängliche Daten für mehr &quot;Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit&quot; nutzen. Auf Bundesebene strebe man ein &quot;Konzept zur Verbesserung der E-Partizipation&quot; an, so Böhning gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
<b>Netzsperren: Ja oder nein?</b>
</p>
<p>
In puncto Internetkriminalität verfolge die SPD laut Böhning ein &quot;internationales Vorgehen&quot;. Dies müsse von den G20-Staaten übernommen werden, bis es eine &quot;UN-Organisation für digitale Gesellschaft&quot; gebe.
</p>
<p>
Die Verbreitung von Kinderpornografie wolle man in der SPD mit besser ausgestatteten- und geschulten Strafverfolgungsbehörden bekämpfen, so Böhning. &quot;Sperren&quot; seien nicht mehr als eine &quot;Alibimaßnahme&quot;.
</p>
<p>
Aber: War da nicht mal was? In der Debatte um das &quot;Zugangserschwerungsgesetz&quot; positionierten sich die Sozialdemokraten im Juni 2009 für Netzsperren, indem sie im Bundestag <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für den Gesetzesentwurf stimmten</a>. Im Dezember 2009, inzwischen Oppositionspartei, war die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/SPD-wendet-sich-gegen-Internet-Sperrgesetz-884257.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD gegen den umstrittenen Gesetzentwurf</a>.
</p>
<p></p>
<div class="colorbox">
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Lars Klingbeil, Berichterstatter für neue Medien der SPD-Bundestagsfraktion, sagte dazu im politik-digital.de-<a href="/klingbeil-spd-video-interview-datenschutz-facebook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Interview</a>: &quot;Klar ist, wir haben Fehler gemacht.&quot; Wichtig sei es für ihn, eine  &quot;Neuaufstellung&quot; der SPD in Sachen Internet vorzunehmen.
</p>
<p>
<b>Kurs noch schwer einzuschätzen</b>
</p>
<p>
Es ist der SPD anzumerken, dass sie momentan in einer (netzpolitischen) Umbruchphase ist. Eine klare parteipolitische Leitlinie ist noch nicht zu erkennen.
</p>
<p>
In der rot-grünen Koalition in NRW vertritt die Partei freiheitliche, fast &quot;netzaktivistische&quot; Positionen, wie man sie sonst von Piraten und Grünen kennt. So soll beispielsweise Open-Source-Software eine &quot;Vorreiterrolle&quot; (Björn Böhning) spielen.
</p>
<p>
Aber: In der gleichen Woche, in der man den netzpolitisch-ambitionierten Koalitionsvertrag schuf, <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/swift_abkommen_ii-106-283.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stimmten Genossen im EU-Parlament</a> für das datenschutzrechtlich umstrittene SWIFT-Abkommen, das die Weitergabe von Bankdaten ermöglicht.
</p>
<p>
<b>Neuauftstellung on- und offline</b>
</p>
<p>
Der Online-Beirat der Sozialdemokraten <a href="http://lumma.de/2009/06/17/stellungnahme-des-spd-online-beirats-zu-netzsperren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">löste</a><a href="http://lumma.de/2009/06/17/stellungnahme-des-spd-online-beirats-zu-netzsperren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> sich aufgrund der Zustimmung der SPD zum Zugangserschwerungsgesetz</a> im Jahr 2009 auf. Das Gremium war 2007 mit dem Ziel gegründet worden, die Partei in Sachen Internet zu beraten. Prominente Mitglieder des rund 20-köpfigen Beirats waren zum Beispiel der Blogger <a href="http://saschalobo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sascha Lobo</a> oder der Politikwissenschaftler und politik-digital.de-Vorstand <a href="/user/cbieber" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Bieber</a>. 
</p>
<p>
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<div style="text-align: center">
<a href="http://netzpolitik.vorwaerts.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100720_vorwaerts_0.jpg" alt="netzpolitik@vorwärts.de" title="netzpolitik@vorwärts.de" height="141" width="400" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
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</p>
<p>
Der in 2010 neu geschaffene „Gesprächskreis Netzpolitik“ ist an die Stelle des Online-Beirats getreten und nach Vorstellung seines Sprechers Björn Böhning kein bloßes Beratungsgremium, sondern hat einen „expliziten Handlungsauftrag“. In ihm sollen „programmatische Leitlinien“ entwickelt und „eine Neujustierung der Internetpolitik der SPD“ vorgenommen werden. Partizipation an der Arbeit des Gesprächskreises soll in „zahlreichen Foren“ möglich sein, wie etwa dem <a href="http://netzpolitik.vorwaerts.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitikbereich</a> auf dem Vorwärts-Portal und in der <a href="http://netzpolitik.mixxt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mixxt-Community</a>, so Böhning.
</p>
<p>
Der Gesprächskreis umfasst <a href="http://netzpolitik.vorwaerts.de/who-is-who/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">25 Mitglieder</a> mit und ohne Parteibuch. Viele Experten aus dem damaligen Online-Beirat sind auch wieder dabei – darunter alle Unterzeichner der Erklärung gegen Netzsperren des Online-Beirates inklusive später wahr gemachter Rücktrittsdrohung. Der bisher einzige <a href="http://netzpolitik.vorwaerts.de/blogs/netzpolitik/2010/05/eine-neue-netzpolitik-fur-das-ganze-land-und-fur-nrw/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschluss</a> des Gesprächskreises datiert vom 10. Mai 2010 – eine Forderung nach Netzneutralität und Billigung des netzpolitischen NRW-Wahlprogramms.
</p>
<p>
Gerade was die Einbindung der Internetnutzer angeht, musste die Runde <a href="http://www.vorwaerts.de/blogs/spd-online-beirat-20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a><a href="http://www.vorwaerts.de/blogs/spd-online-beirat-20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> einstecken</a> &#8211; noch bevor sie ihren ersten Forderungskatalog aufstellen konnte. Im Vorfeld konnten Interessierte für die Aufnahme in den Gesprächskreis kandidieren . Per Internetabstimmung sollte dann entschieden werden, wer dabei sein darf und wer nicht. Jedoch wurden nur drei Stühle in der Runde auf diese Art besetzt – von 25. 
</p>
<p>
<a href="http://www.internethauptstadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>
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<a href="http://www.internethauptstadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100720_internethauptstadt.jpg" alt="Internethauptstadt Köln" title="Internethauptstadt Köln" height="178" width="400" /><br />
</a>
</div>
<p><a href="http://www.internethauptstadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
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</div>
<p>
Bemerkenswert sind die <a href="http://www.spd-netzpolitik.de/initiativen-vor-ort/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiativen</a> der SPD auf regionaler Ebene. Vor allem die Kölner SPD versucht, eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Internetpolitik einzunehmen. Sie hat Köln zur <a href="http://www.internethauptstadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internethauptstadt</a> erklärt und stellt mit Martin Dörmann auch den stellvertretenden Vorsitzenden der Enquete-Kommission. In Köln wurden der „Dialogkreis Netzpolitik“ sowie das „<a href="http://www.spd-netzpolitik.de/initiativen-vor-ort/koeln/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forum Netzpolitik</a>“ gegründet. Letzteres ist durchaus nicht als lokaler Stammtisch gedacht. Mitbegründerin Valentina Kerst,<br />
die auch (gewähltes) Mitglied im Gesprächskreis Netzpolitik ist, möchte das Forum „über alle Ebenen hinweg etablieren, also kommunal, auf Landes- sowie Bundesebene“, äußerte sie gegenüber politik-digital.de. Know-how für sozialdemokratische Webmaster bündeln seit 2002 die <a href="http://www.websozis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Websozis</a>.
</p>
<p>
<b>Rote Piraten?</b>
</p>
<p>
In der SPD machen netzpolitisch vor allem Lars Klingbeil (SPD-MdB) und Björn Böhning (Parteivorstand) von sich reden. Beide leiten gemeinsam den &quot;Gesprächskreis Netzpolitik&quot;. Martin Dörmann, Bundestagsabgeordneter der SPD, muss dagegen mit Fehlern aus der Vergangenheit und fehlender Glaubwürdigkeit unter Netzaktivisten leben.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100721_klingbeil.jpg" title="Quelle: www.lars-klingbeil.de" alt="Quelle: www.lars-klingbeil.de" align="left" height="96" width="80" />
</p>
<p>
<a href="http://www.lars-klingbeil.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lars Klingbeil</a> ist seit dieser Legislaturperiode Mitglied im Deutschen Bundestag. Er ist netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied in der Bundestags-<a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft</a> sowie im <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/a22_neue_medien/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unterausschuss &quot;Neue Medien&quot;</a>. Klingbeil ist &quot;rundum vernetzt&quot;. Von <a href="http://www.twitter.com/klingbeil09" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> bis <a href="http://www.lastfm.de/user/klingbeil1978" target="_blank" rel="noopener noreferrer">last.fm</a> kann man ihn im Netz fast überall finden. Netzpolitische Stellungnahmen bloggt er regelmäßig auf den Seiten der <a href="http://www.spdfraktion.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Bundestagsfraktion</a>.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100720_boehning_copy.jpg" alt="Quelle: www.bjoern-boehning.de" title="Quelle: www.bjoern-boehning.de" align="right" height="95" width="70" /><a href="http://www.bjoern-boehning.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Björn Böhning</a> ist erster Ansprechpartner, wenn es um die Netzpolitik der SPD geht. Er vertritt den &quot;Gesprächskreis Netzpolitik&quot; nach außen, ist netzpolitischer Sprecher des SPD-Parteivorstandes und gehört der <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=104836344904#%21/group.php?gid=104836344904&amp;v=wall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebookgruppe</a><a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=104836344904#%21/group.php?gid=104836344904&amp;v=wall" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> &quot;Piraten in der SPD&quot;</a> an. Böhning ist besonders <a href="http://twitter.com/BoehningB" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktiv bei Twitter</a>, weil er sich, wie er im <a href="/zwischen-tuer-und-angel-bjoern-boehning" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Interview</a> mit politik-digital.de erzählt, dort der Diskussion um politische Inhalte &quot;direkt stellen muss&quot;.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100721_doermann.jpg" alt="Quelle: www.martin-doermann.de" title="Quelle: www.martin-doermann.de" align="left" height="98" width="80" />Der dritte im Bund ist der stellvertretende Enquête-Vorsitzende <a href="http://www.martin-doermann.de/live/home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Dörmann</a>. Er verlor als Netzpolitiker an Glaubwürdigkeit wegen seines Verhaltens in der &quot;Zensursula-Debatte&quot;. Dörmann war damals SPD-Berichterstatter für das Zugangserschwerungsgesetz. In seinem Namen erging eine <a href="http://www.spd-fraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,47641,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>, deren Argumentation Grundlage für den Beschluss des SPD-Parteivorstandes wurde, das Zugangserschwerungsgesetz zu befürworten. Im Nachhinein <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/die-spd-hat-in-der-netzpolitik-einen-nachholbedarf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">räumt Dörmann </a><a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/die-spd-hat-in-der-netzpolitik-einen-nachholbedarf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fehler</a><a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/die-spd-hat-in-der-netzpolitik-einen-nachholbedarf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> ein</a>, begründet die damalige Entscheidung aber auch mit parteipolitischen Erwägungen: &quot;Wir haben es als kaum vermittelbar angesehen, wenn wir uns total verweigert hätten.&quot;, sagte er der SPD-Parteizeitung &quot;Vorwärts&quot;.
</p>
<p>
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</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von <a href="/user/fmelching">Felix Melching</a>.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Klare digitale Leitlinien bei den Grünen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/klare-digitale-leitlinien-bei-den-gruenen-4949/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Bergemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 11:48:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
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					<description><![CDATA[Die einstige &#34;Öko-Partei&#34; bekennt sich zur digitalen Revolution. Unter dem Motto: &#34;Digital ist besser – Für ein freies Internet&#34; setzen die Grünen auf Netzpolitik als Kernthema und untermauern dies durch eine umfangreiche Präsenz im Web.
In der neuen Serie &#34;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&#34; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die einstige &quot;Öko-Partei&quot; bekennt sich zur digitalen Revolution. Unter dem Motto: &quot;Digital ist besser – Für ein freies Internet&quot; setzen die Grünen auf Netzpolitik als Kernthema und untermauern dies durch eine umfangreiche Präsenz im Web.<br />
In der neuen Serie &quot;<a href="/parteien-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteien im Netz</a>&quot; nimmt politik-digital.de in loser Folge die fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen unter die digitale Lupe: Wo stehen sie netzpolitisch? Wie organisieren sie sich im Web? Und: Wer sind die Köpfe dahinter?</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Netzbetontes Wahlprogramm</b>
</p>
<p>
Das Prinzip des offenen Zugangs bestimmt die netzpolitischen Leitlinien der Partei. Diese sind ausführlich im <a href="http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/295/295495.wahlprogramm_komplett_2009.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramm 2009</a> ausgearbeitet: Bei Software, Inhalten und Formaten fordern die Grünen &quot;Freiheit auf allen Ebenen&quot;. Davon würden vor allem öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Universitäten aber auch die Wirtschaft profitieren, weil Open Source-Lösungen innovativer, kostengünstiger und &quot;grundsätzlich sicherer&quot; seien, so die Grünen.
</p>
<p>
Außerdem im Wahlprogramm zu lesen: Die Grünen sehen das Internet als neutrales Medium-, aber nicht als &quot;rechtsfreien Raum&quot; an. Besser geschultes- und ausgestattetes Behördenpersonal solle die Verfolgung von Internetkriminalität &quot;intensivieren&quot;.
</p>
<p>
In diesem Zusammenhang lehnen die Grünen Vorratsdatenspeicherung ausdrücklich ab. In einer Pressemitteilung vom 29. Juni 2010 erklärt Konstantin von Notz, innen- und netzpolitischer Sprecher der Grünen, dass es &quot;intelligenterer Alternativen&quot; bedarf. Eine solche Alternative sei das &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quick_Freeze" target="_blank" rel="noopener noreferrer">quick freeze-Verfahren</a>&quot;, in dem Daten nur vorrübergehend und auf Anordnung gespeichert werden können.
</p>
<p>
<b>Datenschutz als Herzensangelegenheit</b>
</p>
<p>
Das Thema Datenschutz betonen die Grünen besonders. Das parteieigene <a href="https://www.datenschutz-ist-buergerrecht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetportal</a> &quot;Datenschutz ist Bürgerrecht&quot; soll für einen bewussteren Umgang der Nutzer mit ihren Daten sensibiliseren. Konstantin von Notz sieht im Datenschutz die Grundlage, um die &quot;Früchte des digitalen Zeitalters zu ernten&quot;. Das sei nicht nur bürgerrechtlich, sondern auch wirtschaftlich zu verstehen. &quot;Guter Datenschutz&quot; ist für ihn ein Standortfaktor in der IT-Branche, sagte von Notz im <a href="/zwischen-tuer-und-angel-konstantin-von-notz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Interview</a> mit politik-digital.de. 
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="https://www.datenschutz-ist-buergerrecht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20100713_datenschutzistbuergerrecht_gruene.jpg" alt="www.datenschutz-ist-buergerrecht.de" title="www.datenschutz-ist-buergerrecht.de" height="200" width="400" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
Wichtig ist den Grünen eine Reform des Urheberrechts. Das Positionspapier der Grünen-Bundestagsfraktion ruft zu einem &quot;Dialog zwischen Kulturschaffenden, Rechteverwertern und NutzerInnen&quot; auf. Die Digitalisierung von Kulturgütern erfordere &quot;strukturelle Umwälzungen&quot;. Dies könne auch die Einführung einer &quot;Kulturflatrate&quot; als Vergütungssystem mit sich bringen.
</p>
<p>
Die E-Partizipation sei laut Konstantin von Notz derzeit im &quot;Aufbruch&quot;. Man müsse sich in den nächsten Jahren &quot;intensiv&quot; mit dem Thema auseinandersetzen. Voraussetzung, um die &quot;neuen Wege der Partizipation&quot; zu nutzen, sei die Achtung der &quot;Bügerrechte&quot;, so von Notz zu politik-digital.de.<br />
Laut Parteiprogramm könnten sich die Grünen, dann aber auch &quot;direkte Beteiligungsformen&quot; vorstellen, die über das &quot;Herunterladen von Formularen&quot; hinausgehen.
</p>
<p>
<b>Partizipation zwischen real und digital</b>
</p>
<p>
Laut Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstandes der Grünen, gibt es in vielen Bereichen keine Unterschiede mehr zwischen on- und offline. Diskussionen und Aktionen fänden &quot;cross-medial&quot; statt. Diese Arbeitsweise wolle man weiter ausbauen, denn darin läge die &quot;Zukunft der politischen Partizipation&quot;.
</p>
<p>
Die Grünen diskutieren netzpolitische Themen in der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Medien und Netzpolitik, verzichten aber ansonsten nach eigener Auskunft auf Gremienarbeit. Man setze auf eine &quot;möglichst breite Beteiligung&quot;, so Malte Spitz zu politik-digital.de. &quot;Gerade im Bereich Web 2.0 hat sich diese Praxis bewährt.&quot;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.gruene.de/meine-kampagne.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gmeinekampagne.jpg" alt="Meine Kampagne" title="Meine Kampagne" height="286" width="400" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
Mitmachen können Mitglieder und Unterstützer unter anderem auf der Plattform &quot;<a href="http://www.gruene.de/meine-kampagne.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meine Kampagne</a>&quot;. Registrierte Nutzer werden personalisiert zu Aktionen im und außerhalb des Netzes eingeladen. Zum Beispiel werden nach Angabe bestimmter Daten Demonstrationen in Wohnortnähe empfohlen. Das grüne Netzwerk &quot;<a href="https://wurzelwerk.gruene.de/web/guest" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wurzelwerk</a>&quot;  dagegen ist nur für Mitglieder, die sich selbst organisieren – auch in Sachen Netzpolitik.
</p>
<p>
Sowohl die <a href="http://www.gruene.de/themen/netzpolitik.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundespartei</a>, als auch <a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/netzpolitik/rubrik/16/16686.netzpolitik.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestagsfraktion</a> bieten auf ihren Portalen eigene Bereiche zur Netzpolitik. Die grünen Internet-Enquête-Mitglieder im Bundestag haben ein eigenes <a href="http://gruen-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a>, auf dem sie über das Geschehen in der Kommission berichten. Alle Beiträge auf den Grünen-Portalen können kommentiert werden oder sind zumindest mit einem Feedback-Kasten versehen.
</p>
<p>
<b>Dreierbund im Fokus</b>
</p>
<p>
&quot;Netzpolitisch auffällig&quot; ist bei den Grünen vor allem das Trio &quot;Von Notz-Spitz-Albrecht&quot;:
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100715_vonnotz.jpg" title="Quelle: www.von-notz.de" alt="Quelle: www.von-notz.de" align="left" height="78" width="68" /><a href="http://www.von-notz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konstantin von Notz</a> ist netzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Er repräsentiert die &quot;digitale Position&quot; der Partei und ist als Mandatsinhaber Dreh- und Angelpunkt &quot;grüner Netzpolitik&quot;. Was ihn und die Grünen im Internet beschäftigt, <a href="http://twitter.com/KonstantinNotz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kommuniziert er via Twitter</a> in durchschnittlich <a href="http://tweetstats.com/graphs/konstantinnotz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">123 Tweets</a> im Monat.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20100713_MalteSpitz.jpg" title="Quelle: www.malte-spitz.de" alt="Quelle: www.malte-spitz.de" align="right" height="75" width="51" /><a href="http://www.malte-spitz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Malte Spitz</a> sitzt im Bundesvorstand der Grünen. Er ist zudem Mitglied im <a href="http://www.nnm-ev.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerk Neue Medien</a> und im Chaos Computer Club (<a href="http://www.ccc.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CCC</a>). Er versucht, die Debatte um eine &quot;<a href="http://www.malte-spitz.de/blog/3189485.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturflatrate</a>&quot; vorranzutreiben und erregte jüngst Aufmerksamkeit mit einem kritischen <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/maiziere-spitz-netzpolitik?page=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar</a> zu den &quot;<a href="/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitischen Thesen</a>&quot; von Bundesinnenminister Thomas de Maizière.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/100715_albrecht.jpg" title="Quelle: www.janalbrecht.eu" alt="Quelle: www.janalbrecht.eu" align="left" height="75" width="68" /><br />
Shootingstar der Grünen, nicht nur in netzpolitischer Hinsicht, ist <a href="http://janalbrecht.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Philipp Albrecht</a>. Der<br />
Europaparlamentarier wurde in seiner ersten Legislaturperiode sofort zur zentralen Oppositions-Figur in der Debatte um das Swift-Abkommen (politik-digital.de <a href="/swift+bankdatenabkommen+twitter+alvaro+albrecht+euparlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete</a>). Die Financial Times Deutschland taufte den Datenschutzexperten gar &quot;<a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:kopf-des-tages-jan-philipp-albrecht-mister-anti-swift/50072520.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mr. Anti-Swift</a>&quot;.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von <a href="/user/fmelching">Felix Melching</a>. <br />
</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>EU-Parlament ratifiziert SWIFT-Abkommen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eu-parlament-ratifiziert-swift-abkommen-4943/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 10:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 8. Juli 2010 ist das SWIFT-Abkommen im Plenum des EU-Parlaments mit 484 zu 109 Stimmen verabschiedet worden. Damit stimmten die Abgeordneten wie erwartet mit großer Mehrheit für eine Weitergabe von Datenpaketen der EU-Bürger an die USA. Vom 1. August 2010 an können amerikanische Behörden nun auf Informationen von Überweisungen aus der EU in Länder außerhalb Europas zugreifen. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 8. Juli 2010 ist das SWIFT-Abkommen im Plenum des EU-Parlaments mit 484 zu 109 Stimmen verabschiedet worden. Damit stimmten die Abgeordneten wie erwartet mit großer Mehrheit für eine Weitergabe von Datenpaketen der EU-Bürger an die USA. Vom 1. August 2010 an können amerikanische Behörden nun auf Informationen von Überweisungen aus der EU in Länder außerhalb Europas zugreifen. </p>
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</p>
<p>
In einer ersten Abstimmung am 11. Februar 2010 <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/019-68675-039-02-07-902-20100209IPR68674-08-02-2010-2010-false/default_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stimmte das Parlament noch gegen</a> das geplante Abkommen.<br />
Gründe für die damalige Ablehnung waren Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Verhältnismäßigkeit und der Einseitigkeit der Datentransfers. Die neue Fassung sieht daher unter anderem vor, dass die Datenmengen kleiner sein müssen als dies noch im Februar geplant war.
</p>
<p>
Die Datentransfers werden nun außerdem durch die europäische Polizeibehörde <a href="http://www.europol.europa.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europol</a> kontrolliert, die mit jedem Austausch einverstanden sein muss. Auch der Umgang mit den Datenpaketen, die in den USA ankommen, soll durch einen europäischen Vertreter in den Vereinigten Staaten überwacht werden. Vor allem die Weitergabe der Informationen an Dritte soll dadurch unterbunden werden.
</p>
<p>
<b>Abkommen zeitlich begrenzt</b>
</p>
<p>
Die Weitergabe von Datenpaketen soll dem Beschluss des Parlaments<br />
zufolge mittelfristig eingestellt werden. In den nächsten zwölf Monaten<br />
soll stattdessen eine eigene europäische Institution zur Auswertung<br />
der SWIFT-Überweisungsinformationen geschaffen werden. Diese soll die<br />
Datenpakete eigenständig auswerten und dann gezielte Informationen an<br />
die USA weiterleiten. 
</p>
<p>
Kritik an der Ratifizierung gab es aus der Opposition von Seiten der Grünen. Trotz aller Nachbesserungen bestünden immer noch &quot;massive datenschutz- und verfassungsrechtliche Bedenken&quot; gegen das Abkommen, sagte Konstantin von Notz, Sprecher für Innen- und Netzpolitik von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, in einer Pressemitteilung. Insbesondere die &quot;fünfjährige Speicherdauer hochsensibler Bankdaten&quot; und die &quot;willfährige Überlassung kompletter Datenpakete&quot; seien ein &quot;Ausverkauf europäischer Datenschutzstandards&quot;, so von Notz.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bewegung bei SWIFT</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bewegung-bei-swift-4924/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hgierow]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 16:18:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SWIFT]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Bankdaten]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Debatte um <a href="http://twitter.com/#search?q=%23SWIFT" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#SWIFT</a> geht in ihre heiße Phase. Kommission und Rat der Europäischen Union sind einige Kompromisse eingegangen, doch wesentliche Kritikpunkte bleiben. Vermutlich am Montag (28. Juni) wird es eine Sondersitzung der EU-Botschafter geben, um eine Einigung über das Abkommen zu erzielen.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte um <a href="http://twitter.com/#search?q=%23SWIFT" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#SWIFT</a> geht in ihre heiße Phase. Kommission und Rat der Europäischen Union sind einige Kompromisse eingegangen, doch wesentliche Kritikpunkte bleiben. Vermutlich am Montag (28. Juni) wird es eine Sondersitzung der EU-Botschafter geben, um eine Einigung über das Abkommen zu erzielen.</p>
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<p>
<b>Zugeständnisse</b>
</p>
<p>
Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und innere Sicherheit (LIBE) debattierte am 24.06.2010 unter anderen über SWIFT (<a href="/swift+bankdatenabkommen+twitter+alvaro+albrecht+euparlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital berichtete</a>). Vorangegangen war am vorigen Tag eine Diskussionen im Ausschuss der ständigen Vertreter (COREPER, nähere Erläuterung siehe unten), in denen einige Bedenken des Parlaments adressiert wurden.
</p>
<p>
Dort hatte sich die <a href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/10/st11/st11350.de10.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Kommission verpflichtet</a>, ein europäisches &#8216;TFTP&#8217;-Verfahren (komplementär zu dem Terrorist Finance Tracking Program, dem US-Verfahren, dass durch das SWIFT-Abkommen mit Daten beliefert werden soll) aufzubauen, andernfalls müsse das Abkommen gekündigt werden. Hintergrund: mit einem solchen Mechanismus würden die Kontodaten in Europa gefiltert, der umstrittene Transfer großer Blöcke von Daten (Bulk-Transfer) würde wegfallen. Außerdem soll das Abkommen einer Prüfung unterzogen werden, nachdem die Verhandlungen mit den USA über ein generelles Datenschutzabkommen beendet sind.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20100624_swift_logo_0.jpg" alt="SWIFT-Logo" title="SWIFT-Logo" width="400" height="205" />
</p>
<p>
Insgesamt begrüßten Vertreter des Parlaments, dass Rat und Kommission sich in einigen Punkten bewegt hätte, allerdings seien immer noch wesentliche Punkte offen. In der Ausschusssitzung kam immer wieder der Eindruck auf, dass die Debatte möglichst kurz gehalten werden soll, mit der Begründung, dass ja bereits ausführlich diskutiert worden sei. Während der Sitzung plädierte der Berichterstatter Alexander Alvaro für eine kürzere Frist bei der Einrichtung des europäischen &#8216;TFTP&#8217;-Systems. Weiterhin wird gefordert, ein konkretes Datum für den Abschluss des allgemeinen Datenschutz-Rahmenabkommens mit in den Vertrag zu schreiben.
</p>
<p>
<b>Bedenken des Datenschützers</b>
</p>
<p>
Auch der europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx hat am 22.06.2010 seinen <a href="http://www.edps.europa.eu/EDPSWEB/webdav/site/mySite/shared/Documents/Consultation/Opinions/2010/10-06-22_Opinion_TFTP_EN.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> zum Entwurf des Abkommens veröffentlicht. In der <a href="http://www.edps.europa.eu/EDPSWEB/webdav/site/mySite/shared/Documents/EDPS/PressNews/Press/2010/EDPS-2010-10_TFTP_DE.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung </a>dazu schreibt er unter anderen:
</p>
<blockquote>
<p>
	<i>&quot;Ich bin mir voll bewusst, dass der Kampf gegen den Terrorismus und Terrorismusfinanzierung möglicherweise Einschränkungen des Rechts auf den Schutz personenbezogener Daten erfordern können. Doch angesichts der aufdringlichen Art des Abkommensentwurfs, der Datenübermittlungen in großen Mengen in die USA ermöglicht, sollte die Notwendigkeit einer solchen Regelung zunächst eindeutig nachgewiesen werden, insbesondere in Bezug auf bereits bestehende Instrumente. Für diesen Fall sollten auch andere wichtige Elemente verbessert werden, um die Bedingungen der EU-Rechtsrahmen für den Datenschutz zu erfüllen.&quot;<br />
	</i>
	</p>
</blockquote>
<p>
<b>Zustimmung in Sicht</b>
</p>
<p>
Mittlerweile zeichnet sich nach den Zugeständnissen jedoch eine Zustimmung des Europaparlaments ab. Sowohl die EVP- als auch die Liberale- und die SPE-Fraktion sprechen sich grundsätzlich für eine Zustimmung aus, es seien allerdings noch Zugeständnisse von Kommission und Rat notwendig. Die Fraktion der Grünen ist nach wie vor kritisch und sieht beim derzeitigen Verhandlungsstand keinen Spielraum für eine <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1651789/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zustimmung</a>.
</p>
<blockquote>
<p>
	<b>Der Ausschuss der ständigen Vertreter </b>(COREPER, als Abkürzung für Comité des représentants permanents):
	</p>
<p>
	Der Ausschuss der ständigen Vertreter hat eine wichtige Stellung innerhalb des Machtgefüges der EU, auch oder grade weil er nur selten in die Öffentlichkeit tritt. Der Ausschuss setzt sich zusammen aus den ständigen Vertretern der Mitgliedsländer („Botschafter“) bei der EU und deren Stellvertretern (entsprechend COREPER I und II genannt). Diese Spitzendiplomaten verhandeln wesentliche Aspekte der EU-Politik, bevor sie im Rat zur Abstimmung kommen. Über einen Großteil der Politikvorhaben wird schon an dieser Stelle eine Einigung erzielt. Die COREPER vermitteln häufig auch zwischen Rat, Parlament und Kommission.
	</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wieder Streit um SWIFT</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wieder-streit-um-swift-4920/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hgierow]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 17:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Bankdaten]]></category>
		<category><![CDATA[SWIFT]]></category>
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					<description><![CDATA[Die europäische Polizeibehörde Europol darf sich nach dem neuen Entwurf für ein SWIFT-Abkommen europäische Banktransaktionsdaten über den Umweg USA beschaffen. Das Parlament soll erneut übergangen werden, sagen die Kritiker – und formulieren Ihre Ablehnung u.a. via Twitter. politik-digital.de erklärt den neuen Entwurf.
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<div style="text-align: center">
<img src="/sites/politik-digital.de/files/20100621_Alvaro_SWIFT-Tweet_2.jpg" title="Tweet Alvaro I" alt="Tweet Alvaro I" width="320" height="192" />
</div>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die europäische Polizeibehörde Europol darf sich nach dem neuen Entwurf für ein SWIFT-Abkommen europäische Banktransaktionsdaten über den Umweg USA beschaffen. Das Parlament soll erneut übergangen werden, sagen die Kritiker – und formulieren Ihre Ablehnung u.a. via Twitter. politik-digital.de erklärt den neuen Entwurf.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20100621_Alvaro_SWIFT-Tweet_2.jpg" title="Tweet Alvaro I" alt="Tweet Alvaro I" width="320" height="192" />
</div>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Erneuter Streit um SWIFT</b>
</p>
<p>
Nachdem das SWIFT-Abkommen (nähere Erläuterung unten) bereits im Februar diesen Jahres durch das <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/019-68675-039-02-07-902-20100209IPR68674-08-02-2010-2010-false/default_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europaparlament abgelehnt wurde</a>, droht der EU-Kommission erneut eine Niederlage im Parlament. Die für das Abkommen über die Transaktion von Bankdaten in die USA zuständige EU-Kommissarin Malmström hatte dem Parlament nach der Ablehnung größere Offenheit und Mitwirkung in den Verhandlungen zugesagt. Nachdem die EU-Kommission Parlament und Rat ihr Verhandlungsergebnis vorlegte, machte sich jedoch Ernüchterung breit, denn die inhaltlichen Kritikpunkte des Parlaments wurden kaum berücksichtigt.
</p>
<p>
Nach wie vor fehlt die Kontrolle der Datenübermittlung durch eine Justizbehörde, weiterhin werden alle übermittelten Datensätze fünf Jahre lang gespeichert und nach wie vor werden ganze Blöcke an Daten übermittelt. In diesen Datenblöcken finden sich auch die Daten von unbeteiligten Personen wieder, die zufällig zu einem ähnlichen Zeitpunkt wie ein Verdächtiger eine Banktransaktion getätigt haben. Personen, deren Daten an US-amerikanische Behörden übermittelt wurden, bekommen davon nichts mit. Und selbst wenn sie es herausfinden, haben sie keine rechtliche Handhabe, der Speicherung ihrer Daten zu widersprechen. Das US-Datenschutzgesetz sieht keine Klagen von Nicht-US-Bürgern vor.
</p>
<p>
<b>EuroPol darf sich selbst mit Daten beliefern</b>
</p>
<p>
Als Fortschritt bezeichnet die EU-Kommission, dass die Datenübermittlung jetzt durch die EU-Polizeibehörde EuroPol kontrolliert werden soll. Doch hierbei wird der Bock zum Gärtner gemacht,  denn das Abkommen erlaubt es der Behörde, auf Kontodaten, die in die USA übertragen wurden zuzugreifen, was sie in Europa nicht darf. Eine effektive Kontrollinstanz wird die Behörde somit wohl kaum werden, denn das Eigeninteresse an den Daten dürfte wohl häufig überwiegen.
</p>
<p>
Zu den Kritikern gehört der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht (<a href="http://twitter.com/janalbrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@janalbrecht</a>). Bereits während der Verhandlungen forderte der Grünen-Obmann (Schattenberichterstatter) für das SWIFT-Abkommen, zeitnah ein wirksames, umfassendes Datenschutzabkommen mit den USA zu verhandeln, um grundsätzliche Regeln im Umgang mit übertragenen personenbezogenen Daten festzulegen. „In der Substanz des Abkommens hat sich fast nichts geändert, die wesentlichen Kritikpunkte bestehen nach wie vor“, so Albrecht gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
<b>SWIFT Abkommen im Rat durchpeitschen</b>
</p>
<p>
Die Kritik scheint die Verantwortlichen nervös zu machen, denn das Abkommen soll nun offenbar möglichst schnell und ohne große Debatte vom Rat verabschiedet werden – und das, um das Parlament unter Druck zu setzen. Der spanischen Ratspräsidentschaft ist es offensichtlich ein Anliegen, dass Abkommen noch während ihrer Amtszeit (bis 30.06.2010) unter Dach und Fach zu bringen.  Der Vorsitzende des Ausschusses für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE-Ausschuß), der Spanier Juan Fernando López Aguilar, übermittelte am 21.06.2010 einen Brief mit Vorschlägen zum Abkommen an den Rat, ohne jedoch die Inhalte mit dem zuständigen Berichterstatter des Parlaments, dem liberalen Alexander Alvarro (<a href="http://twitter.com/alexalvaro" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@alexalvaro</a>), abzusprechen. Dieser zeigte sich entsprechend brüskiert und machte seinem Unmut unter anderen über Twitter Luft.
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20100621_Alvaro_SWIFT-Tweet_1.jpg" title="Tweet Alvaro II" alt="Tweet Alvaro II" width="320" height="200" />
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die Zustimmung des Rates gilt in diesem Zusammenhang als sicher.
</p>
<p>
<b>Debatte in Deutschland</b>
</p>
<p>
Das deutsche Justizministerium kommentiert den neuen Entwurf auf Anfrage bislang nicht. Es wird lediglich mitgeteilt: Das Abkommen wird auf Grundlage des <a href="http://www.fdp-bundespartei.de/files/363/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrages </a>abgestimmt. In diesem heißt es:
</p>
<blockquote>
<p>
		Bei den Verhandlungen zum SWIFT-Abkommen werden wir uns für ein hohes Datenschutzniveau (strikte Zweckbindung, Löschung der Daten, klare Regelungen bezüglich Weitergabe an Drittstaaten) und einen effektiven Rechtsschutz einsetzen. Ein automatisierter Zugriff auf SWIFT von außen ist auszuschließen. Die Übermittlung der Daten wird an Tatbestandsvoraussetzungen geknüpft und aufgrund einer Bedrohungs- und Gefährdungsanalyse eingegrenzt. Die Menge der zu übermittelnden Daten ist möglichst gering zu halten. Das Abkommen ist unter Ratifizierungsvorbehalt zu stellen.
	</p>
</blockquote>
<p>
Bei der Abstimmung des ursprünglichen Version des Abkommens im November 2009 gab es Uneinigkeit zwischen der Justizministerin und dem Bundesinnenminister, Deutschland enthielt sich letztlich.
</p>
<p>
Im <a href="/peter-schaar-bundesdatenschutzbeauftragter-video-interview-informationsfreiheit">Video-Interview mit politik-digital.de</a> äußerte sich der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar unter anderem auch zum SWIFT-Abkommen [ab Minute 6:40]
</p>
<hr width="100%" size="2" />
<p>
<b>Was ist SWIFT?</b>
</p>
<p>
Der Name leitet sich ab von einem großen belgischen Finanzdienstleister, der einen Großteil aller internationalen Banktransaktionen technisch realisiert. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA verschafften sich US-Behörden Daten über Transaktionen Verdächtiger, damals noch ohne rechtliche Grundlage – die Server standen in den USA. Zum Jahreswechsel 2009/2010 aber beschloss das Unternehmen, seine Daten nur noch in Europa zu verwalten &#8211;  der direkte Zugriff war nun nicht mehr möglich. Um US-Terrorfahndern weiterhin den Zugriff zu ermöglichen, war also ein völkerrechtliches Abkommen notwendig geworden.
</p>
<p>
Zunächst wurde ein Übergangsabkommen beschlossen, welches Ende vergangenen Jahres auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt werden sollte. Die EU-Kommission ratifizierte das Abkommen am 30. November 2009 &#8211;  einen Tag später hätte das EU-Parlament (auf Grund neuer Befugnisse nach dem Vertrag von Lissabon) zustimmen müssen. Viele Parlamentarier hatten sich bereits im Vorfeld kritisch geäußert und fühlten sich übergangen. Im Februar lehnte das EU-Parlament das SWIFT-Abkommen schließlich ab, EU-Kommissarin Malmström musste neue Verhandlungen anstrengen.</p>
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