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		<title>#Recap: Battleground Demokratie: der US-Wahlkampf und seine mediale Inszenierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Louisa Kropp]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 09:31:59 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><span style="font-weight: 400;">Die Debate Academy am 27.10.2020 stand ganz im Zeichen des US-Wahlkampfs und seiner medialen Inszenierung. Mit unseren Podiumsgästen </span><b>Julius van de Laar </b><span style="font-weight: 400;">(US-Wahlkampfexperte und Strategieberater),</span><b> Dr.</b> <b>Franziska Brantner</b><span style="font-weight: 400;"> (MdB Bündnis 90/Die Grünen), </span><b>Prof. Dr. Andrew Ullmann</b><span style="font-weight: 400;"> (MdB FPD, stellv. Vorsitzender Parlamentariergruppe USA) und </span><b>Marvin Neumann</b><span style="font-weight: 400;"> (YouTuber mit gleichnamigen Kanal) haben wir über die kommenden Wahlen in den Vereinigten Staaten und die Auswirkungen auf Deutschland diskutiert. Moderiert wurde die Debatte von der Journalistin </span><b>Melanie Stein, </b><span style="font-weight: 400;">zudem war der Mitinitiator der Debate Academy  </span><b>Andreas Briese</b><span style="font-weight: 400;"> von YouTube Deutschland Teil des Gesprächs. </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><b>Biden vs. Trump: Wer macht das Rennen?</b></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage, welcher der beiden Kandidaten am Ende die Nase vorn haben wird. Auch wenn Biden in allen Umfragen zur Zeit deutlich vorne liegt, wissen wir seit den letzten Präsidentschaftswahlen vor vier Jahren, dass das Ergebnis am Ende ein anderes sein kann. Julius van de Laar betonte deswegen, dass die Umfragewerte stets eine Momentaufnahme seien und nicht die größte Aussagekraft hätten. Die Wahlentscheidung wird sich in den </span><i><span style="font-weight: 400;">Battleground States</span></i><span style="font-weight: 400;">, auch </span><i><span style="font-weight: 400;">Swing States</span></i><span style="font-weight: 400;"> genannt, abspielen. Einig war sich die Runde, dass die Wähler*innenmobilisierung besonders in den letzten Tagen vor der Wahl einen großen Einfluss für das Endergebnis haben wird. Hier hätten die Demokraten die Nase vorn, da sie nicht so zersplittert, seien wie noch vier Jahre zuvor, so Ullmann.</span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Wahlsystem und Verfahren als Hürde</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Prof. Dr. Andrew Ullmann, der auch die US-Amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, zeigte sich irritiert über den Wahlablauf in seinem Geburtsland. Bei seiner eigenen Stimmabgabe hat ihn verwundert, wie einfach er an einen Wahlzettel gelangen konnte. Hierfür musste er lediglich seine alte Adresse und Social Security Card Nummer angeben. Er glaubt, dass die Briefwahlen in Deutschland sicherer ablaufen als in den USA. Gerade bei knappen Wahlen, seien Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl demnach besonders bedenklich.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Auch Julius van de Laar stellt heraus, dass “das (Wahl-)System völlig kaputt und nicht reflektiert” ist. Dies macht er an der vergangenen Wahl aus dem Jahr 2016 fest. Hillary Clinton hatte hier mit über 3 Millionen Stimmen mehr als Trump, die “Popular Vote” gewonnen. Dennoch ging Donald Trump als Wahlsieger hervor, da er mehr Stimmen von den Wahlmännern erhalten hatte.</span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Medienlandschaft als die wahre Entscheidungsträger*in?</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Klassische Nachrichtensender wie Fox News oder CNN spielen traditionell eine wichtige Rolle bei der Wahl in den Vereinigten Staaten. Doch insbesondere die Online-Kampagnen gewinnen an Bedeutung, wie Twitter-Präsident Donald Trump vormacht. Prof. Dr. Andrew Ullmann hat in der letzten Zeit festgestellt, dass auf Twitter, YouTube, Facebook und co. vermehrt offensichtlich manipulierte Videos geschaltet worden sind. So zeigt er sich besorgt, wie in Zukunft damit umgegangen wird. Andreas Briese von YouTube war sich in der Debatte dieser Rolle bewusst. Seiner Meinung nach sollte YouTube eine Balance zwischen Freiheit und Schutz bei demokratischen Prozessen schaffen. Hierfür werden bereits jetzt Inhalte, die gegen die Community Guidelines verstoßen, von YouTube entfernt so Briese weiter. Dazu zählen vor allem Hassrede, Diskriminierung und die Verbreitung von Fehlinformationen mit gravierenden Folgen. Aber auch die Förderung digitaler Kompetenzen der Bürger*innen sind in Zeiten von Fake-News und starker Meinungsäußerung wichtig, ergänzt der FDP Bundestagsabgeordnete Ullmann. Letztendlich sollte die Verantwortung aber nicht nur bei den Nutzer*innen liegen, Plattformen sollten sich über ihre Rolle, insbesondere bei politischen Themen, bewusst werden. Vor einigen Jahren sei das Netz noch der “absolute Wilde Westen” gewesen, sagt Julius van de Laar. Dies habe sich mit plattformeigenen Richtlinien gegen Hetze und Diskriminierung verbessert. Trotzdem gibt er zu bedenken, dass auch Staaten aktiver werden müssen, um auch gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Perspektiven für die Bundestagswahl 2021</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Während der letzten US-Wahlkämpfe wurde der Begriff “negative Campaigning” immer stärker ausgeprägt. Kandidat*innen greifen sich direkt an und haben keine Scham dabei persönlich zu werden. Auf dieses Phänomen in Deutschland angesprochen, können sich Franziska Brantner und Andrew Ullmann für ihren eigenen Wahlkampf kein negative Campaigning vorstellen. Der deutsche Wahlkampf müsse sich über eine gesunde Diskussionskultur definieren. Kontraste in der Politik in Verbindung mit zugespitzten Debatten seien zwar wünschenswert, dürfen jedoch nicht unter die Gürtellinie geraten, so Ullmann. Marvin Neumann ist zufrieden mit der deutschen Politik und seiner Wahlkampfführung, er will keine emotionale Aufladung oder Personalisierung. Die Inhalte sollten stets im Vordergrund stehen. Julius van de Laar freut sich jedenfalls auf “den spannendsten Wahlkampf im Ausblick auf die Bundestagswahl 2021, der je kommt: “nach nun 16 Jahren wird im Wahlkampf 2021 alles neu”, so van de Laar weiter.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Wie letztendlich der Kampf zwischen Donald J. Trump und Joe Biden auf Social Media in den letzten Tagen vor der Wahl ausgefochten wird, wer trendet und am meisten polarisiert, wird sich zeigen &#8211; aber wird diese Person auch am Ende der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden? In der Nacht vom 3. auf den 4. November werden wir es auch hier in Deutschland wissen.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Unseren Hintergrundartikel zu dem Thema gibt es <a href="https://www.politik-digital.de/debate-academy/us-wahlkampf-2020-mediale-inszinierung-163477/">hier zum nachlesen. </a></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das ganze Gespräch steht als Aufzeichnung auf YouTube zur Verfügung:</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row has-bg need-focus style-color-xsdn-bg vc_custom_1637830768716 border-color-wvjs-color row-container" style="border-style: dashed;border-top-width: 1px ;border-right-width: 1px ;border-bottom-width: 1px ;border-left-width: 1px ;" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_center column_parent col-lg-12 half-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-small" ></p>
<p style="text-align: center;">Wenn Sie diesen Text lesen können, werden unsere externen Inhalte möglicherweise durch Ihre Datenschutzeinstellungen blockiert. Wenn Sie Ihre Einstellungen anzeigen oder ändern möchten, können Sie dies in den <a href="#" class="gdpr-preferences "> Datenschutzeinstellungen </a> tun.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@thejacobstone?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Jacob Stone</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Battleground Demokratie: der US-Wahlkampf und seine mediale Inszenierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Louisa Kropp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2020 08:10:57 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-6"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><span style="font-weight: 400;">Am 03. November 2020 entscheidet sich, wer die nächsten vier Jahre die USA als Präsident regieren wird: Donald J. Trump oder Joe Biden &#8211; eine Wahl, die nicht nur für die USA wichtig sein wird.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Gerade in den USA, der ältesten Demokratie der Welt, waren der Aufstieg politischer Führungsfiguren und ganze politische Epochen immer auch mit Kommunikationsmedien verbunden – und wurden nicht selten von diesen geprägt. Roosevelts als „Fire Side Chats“ bekannte gewordenen Radiobotschaften während der großen Depression, Kennedy und das Fernsehen und Donald J. Trump und Twitter. Der 45. Präsidenten der USA betreibt Personalpolitik, geriert sich als Medienkritiker, begleicht persönliche Rechnungen – und vor allem tut er eins: er mobilisiert seine Basis. Letzteres vor allem online.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Im ersten TV-Duell zwischen Trump und Biden wurde vor allem deutlich, der aktuelle Präsident von Amerika hält sich an keine tradierten politischen Regeln. Er polarisiert und spaltet die Gesellschaft. Er ist laut, aggressiv und disruptiv &#8211; ein Bulldozer, der die Aufmerksamkeit der Wähler*innen mit allen Mitteln auf sich ziehen will. In ein traditionelles Format mit Gesprächsregeln lässt sich Donald Trump nicht zwingen. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Trump steuert mit diesem Verhalten die US-amerikanische Medienlandschaft: Fast jeder Tweet wird von den Nachrichtendienste, ob CNN oder Fox News, aufgegriffen und so medial auch in twitterferne Zielgruppen weiter kommuniziert. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Diese Weiterentwicklung der politischen Kommunikation ist kein neues Phänomen. Internet und soziale Medien stellen längst keinen Randbereich des Politischen mehr dar, sondern entwickeln sich fortwährend weiter. Spätestens seit der Enthüllung des Cambridge-Analytica-Skandals versteht man die Dimensionen, die durch Manipulation, Algorithmen und Targeting besonders in Wahlkampfzeiten erreicht werden können. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Welche Trends prägen also den diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf? Welche Auswirkungen hat das auf das Wahljahr 2021 in Deutschland? Inwieweit sind die Entwicklungen in den USA – gesellschaftliche Polarisierung, Echokammern und nachlassendes Medienvertrauen – Vorboten von Entwicklungen, die auch auf Deutschland vorkommen? Und gibt es, jenseits von Materialschlachten und negative Campaigning, positive Elemente im US-Wahlkampf, von denen sich lernen lässt? </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Kurz vor der US-Wahl 2020 diskutieren wir gemeinsam am</span><b> 27. Oktober</b><span style="font-weight: 400;"> in der Debate Academy @ YouTube über das Medienspektakel in den Staaten. Wie immer debattieren wir live, diesmal unter dem Titel: </span><b>“Battleground Demokratie: Der US-Wahlkampf und seine mediale Inszenierung”</b><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><span style="font-weight: 400;">Unsere Podiumsgäste sind </span><span style="font-weight: 400;">der US-Wahlkampfexperte und Strategieberater </span><b>Julius van de Laar</b><span style="font-weight: 400;">, </span><b>Franziska Brantner</b><span style="font-weight: 400;"> (MdB Bündnis 90/Die Grünen), </span><b>Marvin Neumann </b><span style="font-weight: 400;">(YouTuber mit gleichnamigen Kanal) und </span><b>Prof. Dr. Andrew Ullmann</b><span style="font-weight: 400;"> (MdB FPD, stellv. Vorsitzender Parlamentariergruppe USA). </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Moderiert wird der Talk von Melanie Stein. Seien Sie am Dienstag, </span><b>27. Oktober</b><span style="font-weight: 400;"> um </span><b>18:30 Uhr</b><span style="font-weight: 400;"> live auf @ YouTube dabei! </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=e8fKu1b0V08" title="Debate Academy @ YouTube - Battleground Demokratie" width="840" height="630" src="https://www.youtube.com/embed/e8fKu1b0V08?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Falls Sie vorab noch tiefer in das Thema einsteigen wollen, empfehlen wir Ihnen <a href="https://wasmitmedien.de/2020/10/10/julius-van-de-laar-wie-ticken-medien-im-us-praesidentschaftswahlkampf/?fbclid=IwAR2kOPhYpFvfNSmIvRozHc-n9QOMHOpTW3dp70RWghhstmAgkbq8EctNCX0">diese Podcast-Folge.</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-7"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@zeis?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Jason Zeis</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-9"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-9" data-row="script-row-unique-9" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-9"));</script></div></div></div>
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		<title>The kids are alright? &#8211; Was die Politik von TikTok will</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Louisa Kropp]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2020 13:59:35 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-10"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Denkt man an die chinesische Videoplattform TikTok, kommen ­einem wahrscheinlich nicht zuerst politische Botschaften in den Sinn, eher Probleme mit dem Thema Schutz von Daten, die auf chinesischen Servern gespeichert werden und dort angeblich für die chinesische Regierung frei zugänglich sind. Seit jedoch die US-Amerikanerin Feroza Aziz in einem ihrer Make-Up-Tutorials über die Situationen der in China unterdrückten muslimisch-gläubigen Uiguren gesprochen hat und ihr Video über 1,4 Millionen Mal angesehen wurde, ist klar – auch politische Inhalte finden ihren Platz auf TikTok, unterliegen jedoch der Überprüfung und Zensur der chinesischen Betreiber der Plattform.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-10" data-row="script-row-unique-10" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-10"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-11"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Potenzial will genutzt sein</span></h2></div><div class="clear"></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-11" data-row="script-row-unique-11" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-11"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-12"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>TikTok gehört seit diesem Jahr zu den am meisten heruntergeladenen Apps. Die globale Nutzer*innenzahl liegt bei mittlerweile 800 Millionen Menschen. Doch die Beliebtheit der Kurzvideoplattform, die gerade bei jüngeren Menschen unter 18 Jahren besonders beliebt ist, haben erst einige wenige Politiker*innen für sich entdeckt. Zu ihnen gehört, Felix Locke von den Freien Wählern in Bayern. Er kritisiert, dass es Parteien bisher verschlafen haben, diesen neuen Trend mitzugehen. Auch die SPD-Kommunalpolitikerin für Perlach-Waldperlach (Bayern) Helena Schwinghammer erklärt, dass sie die Erfahrung gemacht hat, dass es „auf TikTok möglich ist, auch ohne hunderte von Followern innerhalb von wenigen Stunden weit über 10.000 junge Menschen zu erreichen“.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<blockquote>
<p>&#8220;Meiner Meinung nach wird die Rolle von Tik Tok in der politischen Kommunikation deshalb nach wie vor unterschätzt&#8221;.</p>
<p>Helena Schwinghammer (SPD)</p>
</blockquote>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Diese besondere Wirkungskraft und die enorme Reichweite in der jüngeren Zielgruppe ­macht TikTok für Parteien und Politiker*innen &#8211; besonders vor dem Hintergrund, dass bei Kommunalwahlen bereits mit 16 gewählt werden kann &#8211; attraktiv. Und auch das Bun­desgesundheitsministerium nutzt die Möglichkeit, um in Zeiten der Pandemie mit Aufklärungs­videos “ möglichst schnell alle Teile der Bevölkerung zu erreichen“.</p>
<p>Hingegen hat die Bundeswehr erst im Mai ihren offiziellen TikTok-Kanal, aufgrund der Diskussion um die datenschutzrechtlichen Bedenken mit dem Verweisgelöscht, dass sie auf ihren anderen Social-Media-Plattformen weiterhin aktiv bleiben wird.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-12" data-row="script-row-unique-12" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-12"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-13"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Junge Menschen als Hauptzielgruppe</span></h2></div><div class="clear"></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-13" data-row="script-row-unique-13" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-13"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-14"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Klar ist, dass es sich bei TikTok um ein soziales Netzwerk handelt, dass im Gegensatz zu den etablierten sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter eine deutlich jüngere Zielgruppe erreicht. So sind 69% der aktiven User*innen zwischen <a href="https://www.futurebiz.de/artikel/tiktok-statistiken-2019/">16-24 Jahre</a> alt . ­</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<blockquote>
<p>&#8220;Wir reden hier über 10 Millionen Nutzer, davon einige Millionen ( junger) Menschen mit Wahlberechtigung 2021. Da wollte ich definitiv mitmachen&#8221;.</p>
<p>Thomas Sattelberger (FDP)</p>
</blockquote>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Doch wie kann man die Nutzer*innen für politische Themen begeistern? Laut Helena Schwinghammer haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen grundsätzlich ein hohes Interesse an gesellschaftlichen Themen. Ihrer Erfahrung nach ist es besonders wichtig, Politik greifbar zu machen und dafür zu begeistern – möglichst mit Humor.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-14" data-row="script-row-unique-14" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-14"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-15"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Die Politik auf TikTok</span></h2></div><div class="clear"></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-15" data-row="script-row-unique-15" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-15"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-16"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Die beschriebenen Möglichkeiten und positiven Erfahrungen derjenigen, die die Plattform für ihre politische Arbeit nutzen, klingen vielversprechend. Das Potenzial der Plattform sieht der FDP-Bundestagsabgeordnete Thomas Sattelberger auch vor dem Hintergrund der kommenden Bundestagswahlen 2021. „Einige Millionen (junger) Menschen“ nutzen TikTok, darunter auch einige mit Wahlberechtigung. Allerdings betont er, dass es sich um keine politische App handelt und mit „viel Dynamik, Kreativität und Entertainment“ an die Sache herangegangen werden muss. So kann am Ende auch die ein oder andere politische Botschaft vermittelt werden. In jedem Fall scheint wichtig zu sein: Authentizität und das Einlassen auf die Plattform, um gut anzukommen.</p>
<p>Doch auch TikTok hat seine Schattenseiten. Immer wieder wird die scheinbar so ungezwungene und unterhaltsame App für den Umgang mit dem Daten- und Ju­gendschutz seitens Politik und Öffentlichkeit kritisiert. Aber auch Zensur von bestimmten politischen Themen, wie beispielsweise den Protesten in Hongkong 2019, ethnischen Konflikten oder auch der Ausblendung von Menschen mit Behinderungen wird den Betreibern vorgeworfen. Über lokale Richtliniensammlungen werden die bestimmten Inhalte, die nicht auf TikTok sichtbar sein sollen, festgelegt. Beispielsweise ist es in der Türkei nicht erlaubt, sich kritisch gegenüber dem Präsidenten Erdoğan oder Staatsgründer Kamal Atatürk zu äußern. Lokale Moderator*innen des Betreibenden entscheiden schlussendlich nach den lokalen Richtlinien von TikTok über die Inhalte der Plattform.</p>
<p>Die indische Regierung hat zuletzt nach vielen Wochen mit einem Verbot von TikTok und 58 weiteren chinesischen Apps auf die Situation reagiert, da sich herausgestellt hat, dass ­<a href="https://www.heise.de/news/Nach-Sperrung-chinesischer-Apps-Indien-prueft-auch-PUBG-und-Hunderte-mehr-4852980.html">Nutzer*innen ausspioniert wurden</a> . Auch US-Präsident Donald Trump hat bereits Anfang August per Dekret ein Verbot der App unterschrieben. Hintergrund ist der Vorwurf, dass das Unternehmen Nutzer*innendaten an China weitergeben würde. Der „digitale Wirtschaftskrieg“ zwischen den beiden Ländern dreht sich sicherlich auch um die Frage der Vormachtstellung bei der Nutzung von Daten. Das <a href="https://www.wsj.com/articles/facebook-ceo-mark-zuckerberg-stoked-washingtons-fears-about-tiktok-11598223133?mod=djemalertNEWS">Wall Street Journal</a>  behauptet sogar, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg den US-Präsidenten zu Sanktionen gegenüber TikTok bewegt haben soll.</p>
<p>TikTok weist die oben beschriebenen Vorwürfe bislang zurück, obwohl ein kürzlich <a href="https://www.theguardian.com/technology/2019/sep/25/revealed-how-tiktok-censors-videos-that-do-not-please-beijing?CMP=Share_iOSApp_Other">geleaktes Dokument</a>  zeigt, wie Inhalte auf der Plattform gelöscht bzw. zensiert werden. In Zuge dessen ist es fraglich, wie viele politische Inhalte überhaupt auf TikTok platziert werden können, denn laut der Nutzungsordnung sehen die Betreibenden keine politische Werbung vor.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-16" data-row="script-row-unique-16" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-16"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-17"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>„Mit Datenschutz ist im digitalen Zeitalter jeder konfrontiert“</span></h2></div><div class="clear"></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-17" data-row="script-row-unique-17" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-17"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-18"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Zentral ist und bleibt deswegen die Frage, wie sich Politiker*innen öffentlich gegenüber der Kurzvideoplattform positionieren sollen. Auch andere Social Media Plattformen wie Facebook oder Instagram werden für ihre Datenschutzrichtlinien kritisiert, sagt Thomas Sattelberger. Trotzdem sollte das Ausmaß von Vorwürfen gegenüber TikTok nicht damit relativiert werden. Die Kontroversen um die datenschutzrechtlichen Bedenken, aber die gleichzeitigen Vorteile, wie beispielsweise die Reichweite, sind groß.</p>
<p>Die Politiker*innen, die auf unsere Anfragen reagiert haben, sind sich deswegen einig, dass der Datenschutz ein sehr wichtiges Thema in dieser Debatte ist und sie sich ihrer Verantwortung darüber bewusst sind. Allerdings ist die „Öf­fentlichkeitsarbeit und die Wichtigkeit von sozialen Medien unbestreitbar“, so Theresa Brücker, stellvertretende Kreissprecherin der Linke Essen. Und auch die SPD-Kommunalpolitikerin Schwinghammer hebt hervor, dass sie es wichtig findet, dass Parteien und Politiker*innen auf TikTok aktiv ­sind, damit es „nicht länger unpolitisch bleibt“. Ziel sollte es sein, dass die Nutzer*innen auf TikTok auf ein breites Informationsangebot zurückgreifen können, um sich auch eine Meinung zu verschiedenen politischen Themen bilden zu können.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-18" data-row="script-row-unique-18" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-18"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-19"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Und wie geht es weiter?</span></h2></div><div class="clear"></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-19" data-row="script-row-unique-19" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-19"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-20"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Die Frage der zukünftigen Nutzung von TikTok für politische Inhalte bleibt weiter zu diskutie­ren. Thomas Sattelberger sieht es aufgrund der großen Reichweite und seinem Erfolg auf der Platt­form es als eine langfristige Notwendigkeit diese auch zu nutzen. Und auch die Linke Essen betont, dass, trotz der Bedenken, politische Öffentlichkeitsarbeit auf Social Media wichtig ist.</p>
<p>Die Freien Wähler aus Bayern sprechen sich ebenso für TikTok aus. „Wir wollen die Menschen dauerhaft an unseren Ideen teilhaben lassen und wir wollen deren Ideen aufnehmen. Wenn dadurch eine Bindung entsteht, haben wir mehr erreicht als jeder kurzweilige Wahlkampf. Uns geht es um Dauerhaftigkeit – in der Kommunikation, für das Land und für die Belange der Menschen“.</p>
<p>Trotz der Vorteile die TikTok bieten mag, steht die Kritik sich davon zu distanzieren im Raum.  Ob die Plattform zukünftig freie Meinungsäußerungen zulassen wird, bleibt fraglich und auch hinsichtlich des Datenschutzes sind noch einige Fragen zu beantworten. “Nutzerinnen und Nutzer müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Daten nicht missbräuchlich verwendet werden”, so auch Alexander Schweitzer (SPD). Der politische Druck, der auf der Plattform lastet, ist jüngst auch dem Chef <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/tiktok-chef-kevin-mayer-wirft-nach-wenigen-monaten-hin-a-5a112c5b-4ac9-401c-bc5a-ad0cc36a6566">Kevin Mayer</a>  zu groß geworden, sodass er nach nur wenigen Monaten jetzt seinen Rücktritt mit der Begründung, dass sich seine Rolle in dem Unternehmen verändert hätte, ankündigte. Letztendlich scheint das Problem bei TikTok bzw. dem dahinterstehenden Unternehmen Bytedance zu liegen. Es bleibt abzuwarten, ob Bytedance sich weiterhin politischen Inhalten und Meinungen verweigern kann. Sollte TikTok jedoch in Zukunft weiterhin politische Inhalte zensieren, wird es vermutlich langfristig einen größeren Schaden als Nutzen haben. Das bisherige Verbot in Indien und das möglicherweise bald hinzukommende in den USA zeigen, dass die derzeitige Strategie im weltweiten Kontext nicht dauerhaft umsetzbar zu sein scheint. Ob sich Deutschland an diesen Ländern in der Debatte ein Beispiel nehmen wird, wird die Zukunft zeigen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-20" data-row="script-row-unique-20" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-20"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-21"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@konkarampelas?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Kon Karampelas</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/tiktok?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-21" data-row="script-row-unique-21" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-21"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-23"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-23" data-row="script-row-unique-23" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-23"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>KI und Ethik: Eine Bestandsaufnahme (Teil 3/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2019 08:44:04 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-24"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Mit der Frage nach der Ethik für künstliche Intelligenz soll sich der letzte Teil dieser Serie zum Stand der KI in Deutschland beschäftigen. Das Thema lädt dazu ein, die wirklich großen Fragen zu stellen. Doch wie finden ethische Bedenken konkret ihren politischen Weg in die Praxis? Eine Bestandsaufnahme von Sein und Bewusstsein.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der frühe französische Aufklärer Julien Offray de La Mettrie hatte eine revolutionäre Idee, die noch heute bei vielen heftige Reaktionen auslöst: der Mensch ist seiner Ansicht nach bloß eine biologische Maschine – Geist und Intelligenz seien im Grunde reproduzierbar. Und damit stand auf einmal die Grundidee für künstliche Intelligenz im Raum. Faszinierend ist, dass das Nachdenken über eine künstliche Intelligenz dem technischen Stand schon immer weit voraus war: Bereits seit den 1950ern nennt man zum Beispiel den Zeitpunkt, ab dem eine künstliche Intelligenz die menschliche übertreffen kann die <em>technologische Singularität.</em></p>
<p>Heute leben wir in einer Zeit, in der solche und ähnliche theoretische Überlegungen und Bedenken immer mehr Realität werden. Man beschäftigt sich deswegen immer ernster mit der Digitalethik. Umso wichtiger wird es zu fragen, wie die Politik damit konkret umgeht.</p>
<h3>Edel sei die KI, hilfreich und gut</h3>
<p>In der höchst ambitionierten <a href="https://www.bmbf.de/files/Nationale_KI-Strategie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Strategie der Bundesregierung</a>, welche 2018 veröffentlich wurde, ist nachlesbar: Künstliche Intelligenz solle „soziale Teilhabe und Handlungsfreiheit fördern“, sowie den „Schutz der Privatsphäre“ bewahren. Ein Fokus liege zudem auf möglichst großer „kultureller und medialer Freiheit“. Der hohe ideelle Anspruch der Bevölkerung kommt also nicht zu klein, und das ist auch gut so. Auch die schon lange als Schlagbegriff genutzte Forderung nach „Ethics by and for design“ wird als Bestandteil des Brands „A.I. made in Germany“ zum Ziel erklärt. Nach diesem Vorsorgeprinzip sollen ethische Überlegungen schon während der Entwicklung berücksichtigt werden, sodass potentielle Gefährdungen schon im Vorfeld eingeschränkt werden können. Dahinter könnte der Glaube daran stecken, dass Deutschland und Europa gerade wegen seiner hohen Moral mehr Integrität und Verlässlichkeit und damit einen Marktvorteile schaffe – Stichwort „<a href="https://politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ehrbarer Datenkaufmann</a>“. Jedoch genießen diese und ähnliche ethische Forderungen weltweit unter Wissenschaftlern und auch Unternehmern hohe Zustimmung. Die Europäer sind nicht moralischer als andere. Erst jüngst bestätigte dies auch Wolfgang Wahlster, eine Koryphäe der deutschen KI-Forschung, im <a href="https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung/wolfgang-wahlster-wir-muessen-mit-china-kooperieren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit dem Tagespiegel.</p>
<h3>Alles eine Frage der Perspektive</h3>
<p>Die Umsetzung ist aber wie zu erwarten sehr unterschiedlich. Während die USA klassischerweise auf die Selbstverpflichtung der Unternehmen setzt, irritiert China den Westen mit einem eigenen, erst mal widersprüchlich erscheinenden Weg:  Einerseits gibt es die staatlich unterstützten <a href="https://www.baai.ac.cn/blog/beijing-ai-principles" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Beijing AI Principles</em></a>, welche weitestgehend den Positionspapieren der EU und von Google entsprechen,  andererseits aber auch das <a href="https://politik-digital.de/news/jede-handlung-wird-bewertet-willkommen-in-der-zukunft-154096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialkreditsystem</a>. Während man jedoch bei letzterem schnell an Orwells <em>1984 </em>und eine absolute Gleichförmigkeit denkt, bedeutet das System für die meisten Chinesen gerade das Gegenteil: den Schutz des Individuums und der Gesellschaft vor sich selbst. Warum? Als einer der am schnellsten wachsenden Gesellschaften der Welt hat sich China binnen weniger Jahre vom Entwicklungsland zu einer Informationsgesellschaft entwickelt – die Menschen brauchen aber länger als der technologische Fortschritt. Korrupte Beamte und Geldleiher sind ein häufiges Problem und behindern die Entwicklung einer wirklichen Zivilgesellschaft. Das Beispiel soll zeigen, dass ähnliche Wertevorstellungen je nach aktueller Lage extrem unterschiedlich umgesetzt und von der Bevölkerung wahrgenommen werden können.</p>
<h3>Gradlinig ausweichend</h3>
<figure id="attachment_161959" aria-describedby="caption-attachment-161959" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161959 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800.jpg" alt="Das KI-Siegel des KI-Bundesverbands" width="800" height="350" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800.jpg 800w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800-300x131.jpg 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800-768x336.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-161959" class="wp-caption-text">Das neue KI-Siegel des KI-Bundesverbands e.V.</figcaption></figure>
<p>Auch Deutschland und Europa gehen ihren eigenen Weg. Im Gegensatz zu den anderen Punkten der KI-Strategie sind die ethischen Ziele aber scheinbar bewusst offen gehalten; wenig verbindende Phrasen wie „die Bundesregierung wird prüfen, ob…“ finden sich relativ häufig wieder. Bei der Umsetzung geht man dabei zwei Wege:</p>
<p>Einerseits können und werden dabei bestehende Strukturen weiter unterstützt, wie beispielsweise das <a href="https://www.digitale-ethik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für Digitalethik</a>. Auch wurde erst jüngst in Kooperation mit Facebook das <a href="https://fbnewsroomde.files.wordpress.com/2019/10/tum-erc3b6ffnung-ieai.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für KI-Ethik der TU München</a> eröffnet. Facebook und andere Digitalunternehmen dürften ein Interesse daran haben, die aktuell in Bezug auf Digitalethik eher kritische Stimmung mit solchen Mitteln beizulegen, bevor die Politik statt Unterstützung und Leitlinien doch noch einen harten Rahmen vorgeben könnte. Interdisziplinäre Gruppen wie die <a href="https://initiatived21.de/arbeitsgruppen/ag-ethik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AG Ethik</a> der Initiative D21 erarbeiten Konzepte. Im Frühjahr stellte der aus über 160 Unternehmen bestehende KI-Bundesverband außerdem sein <a href="https://ki-verband.de/ki-guetesiegel-ai-made-in-germany" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Gütesiegel</a> vor. Darin zu finden: Viele thematische und begriffliche Überschneidungen mit  Forderungen der Datenethikkommission und der europäischen Expertengruppe für KI. Und kürzlich stellte die 2018 von der Bundesregierung ins Leben gerufene Datenethikkommission ihre <a href="https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Fokusthemen/Gutachten_DEK_DE.html;jsessionid=1287F4CBD5DFA2E589FCE847A8D40CCD.1_cid324?nn=11678504" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handlungsempfehlungen</a> vor.</p>
<p>Andererseits lässt sich eben auch eine Strategie der „Europäisierung“ dieser Frage beobachten. Gerne wird unterstellt, dass auf EU-Ebene unliebsame Entscheidungen getroffen werden, die sonst auf Nationalebene nicht durchsetzbar wären. Grund dafür wäre demnach, dass die Augen der Öffentlichkeit noch immer auf die Nationalparlamente ausgerichtet sind. Man könnte genau das unterstellen, aber in diesem Fall kann dieser Schritt durchaus Sinn ergeben. Nur wenn man gute und vor allem einheitliche Bedingungen für die Nutzung von KI schafft und so die Vorteile des größten Binnenmarktes der Welt auch nutzt, kann Europa sich längerfristig im weltweiten Wettbewerb behaupten. Sich wiederum gegenseitig in immer liberaleren Steuer- und vor allem auch Ethikgesetzgebungen zu unterbieten bringt letztendlich niemandem etwas. Bei diesem Vermittlungsprojekt hat die <em>„</em><a href="https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/high-level-expert-group-artificial-intelligence" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>High Level Expert Group on Artificial Intelligence</em></a><em>” </em>alle Arbeit geleistet. Doch sie wird auch heftig kritisiert – zu industriefreundlich seien ihre Richtlinien. Damit rechnet <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/eu-ethikrichtlinien-fuer-kuenstliche-intelligenz-nehmt-der-industrie-die-ethik-weg/24195388.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Metzinger</a>, Philosophie-Professor und selber Mitglied der Expertengruppe mit selbiger ab. Das verwundere ihm zufolge wenig, schließlich ist die Expertengruppe beinahe ausschließlich aus Industriellen zusammengesetzt.</p>
<h3>Oder soll man es lassen?</h3>
<figure id="attachment_161960" aria-describedby="caption-attachment-161960" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161960 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz.jpg" alt="Biarritz: Könnte dieser romantische, kleine Ort als der Gründungsstätte einer KI-Weltordnung bekannt werden? " width="640" height="280" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz.jpg 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz-300x131.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-161960" class="wp-caption-text">Biaritz: Könnte dieser romantische, kleine Ort als der Gründungsstätte einer KI-Weltordnung bekannt werden?</figcaption></figure>
<p>Es drängen sich also wieder die großen Fragen auf: wie stark kann man Ethik in Form politischer Intervention überhaupt noch durchsetzen? Darauf kann dieser Artikel selbstverständlich keine Antwort liefern, schließlich beschäftigt diese Frage seit Jahrzehnten Sozialwissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler aller Couleur. Doch zwei mehr oder weniger konkrete Maßnahmen wären trotzdem denkbar:</p>
<p>Einerseits kann man den politischen Diskurs hierzulande in die Mangel nehmen. Grundsätzlich sind sich die Menschen nämlich in den meisten Themen, die die Digitalisierung anbelangen, relativ einig. Freiheit, Arbeitsplätze, Datensicherheit sind als Forderungen Allgemeinposten, denen die meisten Parteien und auch die meisten Bürgerinnen und Bürger zustimmen dürften. Der Teufel steckt jedoch im Detail – also dort, wo niemand hinschaut. Es gibt <a href="https://www.freiheit.org/netzpolitik-mehr-digitale-bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein fehlendes Bewusstsein</a> um die Relevanz digitaler Problematiken allgemein. Die Bundesregierung hat sich zwar zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung besser aufzuklären – so widmet sich das Wissenschaftsjahr 2019 beispielsweise der KI. Doch eine großangelegte Aufklärungskampagne, wie sie auch in der Strategie geplant ist, sähe anders aus. Mit dem Thema Datensicherheit kann man als Partei (zumindest heute noch) keine Wahlkämpfe gewinnen, sodass bei diesem ohnehin schon eher als Konsens gehandhabten Thema auch nicht so recht ein „Wettbewerb“ um die besten Lösungen entstehen will. Aber gerade davon lebt ja bekanntlich die Demokratie. Ein paar interessante Ideen springen dabei natürlich immer noch heraus, wie zum Beispiel die Idee der Innovationsstiftung für nachhaltige und soziale digitale Anwendungen (<a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressestatements/anna-christmann-und-dieter-janecek-zum-digitalgipfel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">INSDA</a>), welche die Grünen seit geraumer Zeit fordern.</p>
<p>Andererseits könnte man noch größer denken und ein Abkommen auf globaler Ebene anstreben: Auf dem G7-Gipfel haben Frankreich und Kanada kürzlich ihre Idee eines <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-019-02491-x" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>„International Panel on Artificial Intelligence“</em></a>  (IPAI) vorgestellt. Nicht wenige fordern, dass sich hier Deutschland ebenfalls beteiligen soll.  Ziel dieses Panels ist es, grundlegende Abmachungen über die Nutzung von KI zu schließen. Angesichts der Gefahr, die von KI-Waffensystem ausgeht und der Ungewissheit, wie man mit dem Zeitpunkt der „technologischen Singularität“ umgehen soll, macht dies durchaus Sinn. Aber obwohl das IPAI vom Namen und vom Anspruch her dem fürs Klima prominenten <em><a href="https://www.de-ipcc.de/119.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„International Panel on Climate Change“</a></em>  (IPCC), nacheifern will, sollen die Vereinten Nationen hier keinen eigenen Sitz bekommen. Entsprechend diesem wahrscheinlich an das trumpistische Amerika gerichtete Zugeständnis müsste dieser KI-Rat also eher „intergouvermental“ genannt werden.</p>
<h3>Sollten wir Fortschrittsoptimisten werden?</h3>
<p>Was lässt sich nun zusammenfassend sagen? Es gibt noch viel Raum dafür, um künstliche Intelligenz ethischer zu erfassen, und sehr viele gegenläufige Interessen. Die hier vorgestellten Projekte sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl der teilweise graswurzelhaften Initiativen, die sich für eine ethische KI einsetzen. Man könnte tatsächlich darauf pochen, dass sich die Wirtschaft und Wissenschaft an dieser Stelle mehr oder weniger selbst regulieren.</p>
<p>Ein Fortschrittsoptimist war der Anfangs erwähnte Julien Offray de La Mettrie übrigens nicht. Seiner Ansicht nach war der Mensch nicht zu bändigen, das sei sein Schicksal. Aber ob das auch für eine vom Menschen geschaffene Maschine gilt, ließ er offen.</p>
<p class="_1l8RX _1ByhS">Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/">KI und Wirtschaft</a><br />
Hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Gesellschaft</a></p>
<p class="_1l8RX _1ByhS">Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo:</strong> by <a href="https://unsplash.com/@nasa?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">NASA</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/earth?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a><br />
KI-Siegel: <a href="https://ki-verband.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Bundesverband</a><br />
Biarritz: <a href="https://unsplash.com/@heftiba" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toa Heftiba</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/biarritz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
</div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-24" data-row="script-row-unique-24" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-24"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-26"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-26" data-row="script-row-unique-26" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-26"));</script></div></div></div>
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		<title>Wo gibt es überhaupt noch Milchkannen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2019 15:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium für Bildung und Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[DSGVO]]></category>
		<category><![CDATA[Hidden Champions]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-27"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Prof. Wolf-Dieter Lukas ist designierter Staatsekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bei der Eröffnung der Ausstellung „Ideenschmiede KI“ des Wissenschaftsjahrs 2019 im Bikini Berlin berichtet er über internationale Konkurrenz in der KI-Forschung, der Vereinbarkeit mit Datenschutzrichtlinien und dem Einsatz von KI in Schulen. Das Wissenschaftsjahr 2019 widmet sich dem Thema „Künstliche Intelligenz“.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben! Sie sind jetzt designierter Staatssekretär im BMBF und kennen das Ministerium durch ihre jahrelange Arbeit als Leiter der Abteilung „Forschung für Digitalisierung und Innovationen“ ziemlich gut. Was denken Sie, wie gut ist das BMBF für die Technologien von morgen gerüstet?</strong></p>
<p>Wir beschäftigen uns im BMBF mit nichts anderem als dem Morgen. Andere Ministerien müssen sich hingegen mit dem Hier und Jetzt auseinandersetzen. Wir fragen uns hingegen, wie die Welt in den nächsten 20 bis 30 Jahren ausschauen wird. Wenn es zum Beispiel ums Klima geht, haben wir schon Lösungen entwickelt, die jetzt schon umgesetzt werden können. Wir sind nicht nur ein Ministerium, das die Forschung vorantreibt, wir müssen auch gleichzeitig das antizipieren, was kommen wird. Das heißt auch, dass wir uns fragen, welche Anforderungen wir überhaupt an Zukunftstechnologie stellen wollen und welche Risiken zu erwarten sind.</p>
<p><strong>Da können wir ja gleich überleiten zu dem Thema, was uns heute am meisten interessiert: Künstliche Intelligenz. In der KI-Forschung gelten China und die USA als weltweit führend. Erst kürzlich hat ein <a href="https://www.focus.de/digital/dldaily/gastbeitrag-von-mark-klein-ki-europa-braucht-politische-einheit-und-unternehmergeist_id_11083336.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ERGO-Vorstand </a>genau dies nochmal in aller Deutlichkeit kritisiert. </strong><strong>Wie kann Europa jetzt aufschließen und welche anderen Schwerpunkte in der Forschung setzen?</strong></p>
<p>Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass die herrschende Meinung nicht immer gleich die Richtige sein muss. Erst kürzlich haben wir auf einer unserer Pressekonferenzen einen Experten zu Wort kommen lassen, der analysiert hat, welche Regionen auf der Welt am meisten zu künstlicher Intelligenz forschen. Was denken sie, die USA, China oder die EU?</p>
<p><strong>Ich denke, sie können es mir beantworten? </strong></p>
<p>Europa! Nicht China, und nicht die USA. Wenn man dann noch die finanziellen Mittel mit der Einwohnerzahl ins Verhältnis setzt, steht allein Deutschland schon nicht schlecht da. Wenn wir uns hier in Deutschland schon mit diesen Ländern vergleichen, können wir ja so schlecht nicht sein. Wir haben aber in der Wahrnehmbarkeit ein Problem. Die KI, die wir als Konsument täglich erleben, ist eindeutig von Amerika beherrscht. Was man hingegen nicht sehen kann, ist die KI, die in den Fertigungsanlagen ihren Einsatz findet. Im Bereich der KI-Anwendung in der Produktion sind wir weltweit führend, das sieht man bloß nicht.</p>
<p><strong>Also können wir auch davon ausgehen, dass sich in Deutschland heutzutage und in der Zukunft wieder neue „Hidden Champions“ im KI-Bereich herausbilden werden, die ja so typisch und wichtig für die deutsche Wirtschaft sind?</strong></p>
<p>Die für uns so wichtigen Mittelständler benutzen ja schon bereits sehr breit und seit langem KI-Methoden, machen bloß keine großen Pressemitteilungen daraus. Sie benutzen die Technik schon und integrieren sie in ihre Produkte. Aber ich merke, sie wollen auch Schwächen hören. Aber um nochmal schnell festzuhalten: Im verarbeitenden Gewerbe sind wir top, Industrie 4.0 findet bei uns in der Landwirtschaft auch schon statt – hochmodern!</p>
<p><strong>Aber gerade diesbezüglich hat ja Bundesbildungsministerin Karliczek erst kürzlich erwähnt, man bräuchte nicht an jeder Milchkanne in Deutschland 5G. </strong></p>
<p>Moderne Mähdrescher brauchen natürlich schon 5G, die blöde Milchkanne aber selbstverständlich nicht. Sie hat das anders gemeint, man hätte den Kontext auch noch erwähnen müssen, aber das wurde leider nicht mehr transportiert. Und wo gibt es überhaupt noch Milchkannen?</p>
<p><strong>Sie wollten aber noch eine Schwäche nennen? </strong></p>
<p>Dienstleistungen. Unsere Dienstleister sind noch nicht so weit mit KI. Amazon, Google und Co. geben dafür sehr viel Geld aus und ich würde mir wünschen, dass die großen deutschen Dienstleister auch so viel Geld ausgäben. Da müssen wir auch mal an die Wirtschaft appellieren: Ihr müsst da frühzeitig ran!</p>
<p><strong>Wenn wir jetzt schon bei Amazon, Google und Co. sind: Daten sind ja bekanntlich die Ressource schlechthin für die KI-Forschung. Fragen rund um Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung werden in Europa und insbesondere in Deutschland als sehr heikel betrachtet. Es gibt ja offensichtlich einen Interessensgegensatz zwischen KI-Forschung und Datenschutz. Wie sehen Sie das, wird man diesen Gegensatz überhaupt vereinbaren können? </strong></p>
<p>Zuerst einmal ist das vor allem eine europäische Frage. Wir haben eine gemeinsame Datenschutzgrundverordnung. Einige sehr große amerikanische Unternehmen wollen diese Regeln sogar für ihre weltweiten Geschäfte übernehmen mit der Begründung, dass sie mit diesen Regeln nicht nur den europäischen Markt bedienen können, sondern gleichzeitig auch alle anderen Märkte. Es ist also möglich, diese Regeln durchzusetzen. Zweites brauchen wir in Europa so etwas wie einen ehrbaren Datenkaufmann. Wenn Unternehmen miteinander Daten tauschen, dann müssen sie auch darauf vertrauen können, dass mit den Daten nur das gemacht wird, wofür sie bereitgestellt worden sind.</p>
<p>Und die Unternehmen werden nicht so wie die Konsumenten ihre Daten einfach so hergeben. Die wissen nämlich, wie wertvoll die sind. Wir arbeiten momentan an einer gemeinsamen europäischen Cloud (Anm. des Autors: gemeint ist Gaia-X). Da geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um die Regeln eines fairen Handelns mit Daten.</p>
<p>Die Grundsätze und Regeln so eines ehrbaren Datenkaufmanns haben wir mit dem Fraunhofer-Institut zusammen entwickelt und viele Unternehmen haben schon ihr Interesse geäußert, daran zu partizipieren. Solche Regeln muss dann auch nicht unbedingt der Staat setzen. Es wäre schön, wenn sich die Wirtschaft selbst dazu verpflichten würde, diese zu befolgen.</p>
<p><strong>Zuletzt würde ich Ihnen gerne noch eine Frage zur digitalen Bildungspolitik stellen. Wie kann die KI-Technologie Ihrer Meinung nach im schulischen Kontext angewendet werden?</strong></p>
<p>Spielerisch. Kinder sind sehr schnell darin, Systeme zu durchschauen. Man sollte keine Ehrfurcht produzieren im Sinne von „das wirst du erst verstehen, wenn du Erwachsen bist“, sondern die Kinder spielen, probieren und hinterfragen lassen. Es sollte in der Schule keine Distanz aufgebaut werden. Was wir nicht brauchen, ist ein Tafelunterricht, bei dem die Kinder theoretisch lernen, was KI ist. Das interessiert die Kinder erstens nicht, es veraltet zweitens schnell und hilft den Kindern drittens nicht, kritisch zu sein und zu hinterfragen.</p>
<p><strong>Aber was sollten SchülerInnen als Betroffene, NutzerInnen oder vielleicht auch als EntwicklerInnen von KI ihrer Meinung nach schon jetzt konkret in der Schule lernen?</strong></p>
<p>Ich bin hier in Berlin zur Schule gegangen und man hat uns erklärt: Traut den Zeitungen nicht. Ich finde eine Medienbildung ist sehr wichtig, um kritische Bürger zu erziehen, die unterschiedlichste Medien hinterfragen und natürlich auch selbst nutzen können. Nur so können sie etwas bewegen. Kritisch bleiben! Und die Lehrer sollten sich natürlich darauf einlassen und nicht sagen, dass sie das alles nicht wollen. Die Lehrer sollten sich eher mit ihren Schülern ins Abenteuer stürzen.</p>
<p><strong>Das genau dann umzusetzen ist aber häufig schwierig. Ich denke da an den Bildungsföderalismus im Allgemeinen und den Digitalpakt im Spezifischen. Wie will man erreichen, dass das Geld am Ende auch so umgesetzt wird, wie man es sich zum Beispiel hier im BMBF vorstellt? </strong></p>
<p>Ich kann Ihnen sagen, dass der deutsche Bundestag und wir als Geldgeber darauf achten, was mit dem Geld passiert. Wir wollen die Wirkung sehen. Es wird tolle Beispiele geben! Sie werden sicherlich darüber berichten was schief geht, aber das ist auch völlig in Ordnung.</p>
<p><strong>Aber sollte es so kommen, werden wir natürlich auch über das, was gut läuft, berichten.</strong></p>
<p>Hoffentlich! Denn dann bekommt man mit, wie es funktionieren kann und wie man es besser nicht machen sollte. Lassen Sie ruhig mal den Wettbewerb ein wenig laufen. Wenn einige Länder oder Kommunen den Digitalpakt dann besonders gut umsetzen, pilgern hoffentlich alle dahin und machen es ihnen nach. Dafür spielen auch Sie – also die Medien – eine Rolle, indem sie mit Ihrer Berichterstattung dafür sorgen, dass das Gute auch nachgeahmt wird.</p>
<p><strong>Wollen wir es hoffen! Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben und noch viel Erfolg bei der Eröffnung des <a href="https://futurium.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Futuriums</a>! </strong></p>
<p><strong>Titelbild:</strong> © BMBF/Hans-Joachim Rickel</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-27" data-row="script-row-unique-27" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-27"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-29"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-29" data-row="script-row-unique-29" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-29"));</script></div></div></div>
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		<title>„Künstliche Intelligenz Made in Germany”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sara Daini]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 15:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-30"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>„Künstliche Intelligenz Made in Germany”: Unter diesem Motto stellte die Konrad Adenauer Stiftung (KAS) zusammen mit dem US-amerikanischen Think Tank Cambrian am 15. März in Berlin eine Studie vor, die die deutsche und internationale KI-Strategien beleuchteten.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Künstliche Intelligenz (KI) sei nicht nur die nächste Stufe nach der industriellen und der Informationsrevolution, ordneten Olaf Groth (Cambrian, Founder &amp; Managing Partner) und Tobias Straube (Cambrian, Senior Consultant) das Thema ein, aufgrund der Schnelligkeit und Komplexität handle es sich um eine völlig neue Dimension mit schnell wachsenden Herausforderungen. Angesichts des wirtschaftlichen Potenzials und der Rasanz der Entwicklungen ist längst ein globales Wettrennen entstanden, bei dem derzeit die USA und China die Nase vorn haben und ihren Vorsprung weiter ausbauen könnten.</p>
<h3>KI-Strategien im Vergleich: die USA</h3>
<p>In den USA umfasste die Strategie der Obama-Regierung langfristige Investitionen in die KI-Forschung, wie z. B. das Intergovernmental Personnel Act Mobility Program. Weitere Ansätze waren die Entwicklung effektiver Methoden für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI, die Gewährleistung der Sicherheit von KI-System, die Entwicklung gemeinsamer öffentlicher Datensätze und Umgebungen für KI-Training und -Tests. Die letzte USA-Regierung hielt es auch für wichtig, die Auseinandersetzung mit den ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von KI zu strukturieren. Für die neue Trump-Regierung spielen ethische Fragen keine zentrale Rolle. Die Förderung auf dem Gebiet der Anwendungsforschung bleibt aber erhalten, so werden Investitionen von jährlich 90 Mio. Euro in Grundlagenforschung und Arbeitsmarktforschung getätigt.</p>
<h3>China: Investitionen haben sich gelohnt</h3>
<p>China hat viel in Forschung und Bildung investiert und verzeichnet erste Erfolge: z. B. das Thousand Talents Programm, mit dem Forscher angeworben werden, und die Ausbildung in „KI-Berufen“in Berufsfeldern wie Wirtschaft, Soziales, Management und Recht. Ein Ergebnis ist, dass die Anzahl der Patentpublikationen in China höher ist als in den Vereinigten Staaten: Forschung und Innovationen sind schneller und auch kommerziell erfolgreich. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alibaba_Group" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alibaba</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tencent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tencent</a> und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ant_Financial" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ant Financial</a> haben sich etabliert und auch die Start-ups sind gegenüber den amerikanischen Mittbewerbern konkurrenzfähig. Insgesamt kommen elf der zwanzig weltweit wertvollsten Technologieunternehmen aus den USA, neun kommen aus China. Wie kein anderes Land profitiert China von einem enormen Datenvolumen der chinesischen Internet-Nutzer. Im zentral gesteuerten China regelt der nationale KI-Plan des Staatsrates alle institutionellen Zuständigkeiten auf nationaler Ebene neu.</p>
<h3>Die deutsche KI-Strategie</h3>
<p>Deutschland ist eine der größten Wirtschaftsmächte und setzt KI vorrangig in der Industrie ein. Auch die Forschung konzentriert sich auf den Einsatz der Wirtschaft, erklärten Groth und Straube. Die deutsche KI-Förderung ist gut, aber nicht genug: Die Bundesregierung hat nur drei Milliarden Euro bis 2025 in die Entwicklung der KI investiert und muss mehr tun, fordert Olaf Groth. Zum Vergleich: in den USA gibt es 1.400 KI-Start-ups, in Deutschland 106. Wichtig sei zudem, die Förderung in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Klimaschutz. Langfristig müsse auch das Ziel sein, in einer globalen digitalen Magna Charta ethische Regeln zu verankern.</p>
<h3>Welche sind die Herausforderungen für die Zukunft?</h3>
<p>In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Ronja Kemmer (MdB, Obfrau der CDU/CSU Fraktion in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz) und Stefan Heumann (Stiftung Neue Verantwortung, Vorstand), welche Schritte nun unternommen werden müssen. Das föderale Staatssystem Deutschlands mit der Bürokratie und den Verteilungskämpfen um Fördergelder wird als herausfordernd für eine schnelle Umsetzung der KI-Strategie empfunden.</p>
<p>Wichtig sei eine enge Kooperation in Europa durch eine gemeinsame Plattform und eine offene Forschungspolitik, außerdem müsse in der Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein für das Thema erschaffen werden. Zudem bräuchten Start-ups mehr Unterstützung und die Hochschulausbildung müsse in diesem Bereich gestärkt werden — hier können Deutschland und Europa von China lernen.</p>
<p>Die Studie lässt sich <a href="https://www.kas.de/einzeltitel/-/content/bewertung-der-deutschen-ki-strategie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bei der Konrad-Adenauer-Stiftung herunterladen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Hands-free Driving by Steve Jurvetson via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hands-free_Driving.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia Commons,</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-2.0</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-30" data-row="script-row-unique-30" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-30"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-32"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-32" data-row="script-row-unique-32" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-32"));</script></div></div></div>
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		<title>US-Wahlkampf: Auf dem Weg zum gläsernen Wähler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian-Zsolt Varga]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 12:09:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-33"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/image2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149964 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/image2.jpg" alt="Registrierung für die CampaignTech Chicago" width="640" height="391" /></a></p>
<p>Daten, Daten und nochmals Daten! Um ihre richtige Verwendung dreht sich fast alles auf der diesjährigen <a href="http://campaigntechchicago.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CampaignTech Chicago</a>. Denn: US-Amerikaner stören sich vergleichsweise wenig an der Verwendung ihre persönlichen Daten. Ob an der Supermarktkasse oder in sozialen Netzwerken &#8211; freimütig füttern sie die Kraken mit ihren personenbezogenen Bits and Bytes.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die so entstandenen Datenmasse in Kombination mit dem schwach ausgeprägten Datenschutz in den USA rüsten die Wahlkampfstrategen mit einem mächtigen digitalen Marketing-Instrumentarium aus. Denkt man sich dann auch noch die astronomischen Werbebudgets sowie die ultra-kompetitive politische Kultur der USA hinzu, eröffnet sich ein komplett neues Wahlkampf-Universum.</p>
<p>Tatsächlich hat Big Data bereits in den letzten Jahren die Art und Weise, wie in den USA Wahlkampf geführt wird, auf den Kopf gestellt. Nach der erfolgreichen Obama-Kampagne von 2008 sprach man von einer „Facebook“-Wahl, also vor allem über das mobilisierende Potential von Social Media. Bereits damals wurden mit ausgefeilten digitalen Methoden des Datensammelns und Datenauswertens, welche die Erstellung von neuartigen Wählerprofilen ermöglichten, die ersten Grundsteine für den Erfolg der der zweiten Kampagne Obamas zur Widerwahl 2012 gelegt &#8211; welche deshalb in der Branche auch als die erste <a href="https://www.technologyreview.com/s/509026/how-obamas-team-used-big-data-to-rally-voters/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Big Data“-Wahl</a> gilt.</p>
<p>Damals gelang es Obamas Polit-Tech-Pionieren die verschiedensten Datensätze so aussagekräftig zusammenzufügen, dass sie Wahlausgänge oftmals wesentlich genauer vorhersagten, als die mit klassischen Methoden operierenden Umfrageinstitute.</p>
<p>Besonders beim Aufspüren der für den Wahlerfolg entscheidenden unentschlossenen Wähler in den Swing-States – dem sogenannten „voter targeting“ &#8211; entfalteten die neuen Methoden ihr volles Potential. Diese wichtigen Wählergruppen konnten nun mit präzise auf sie abgestimmten politischen Botschaften ins Visier genommen werden.</p>
<blockquote>
<p>“We are soon going to get to the point where the targeting technology is so good that if I am sitting in the campaign office and I say `I want to get this specific message on the economy to Joe Smith, this specific Ohio voter’, I can actually do that.”  (Shane D’Aprile, Miteigentümer von Campaigns &amp; Elections)</p>
</blockquote>
<p>Der Fokus der Branche lag in den letzten vier Jahren dementsprechend auf der technischen Fortentwicklung und Perfektionierung dieses data-driven voter-targetings. Neu und in vollem Gange ist hier vor allem die <a href="http://www.wired.com/insights/2013/05/election-2016-marriage-of-big-data-social-data-will-determine-the-next-president/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschmelzung von Big Data und Social Data</a>, also die Fusion von kommerziellen oder öffentlich zugänglichen demographischen Daten mit denen aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, die über die persönlichen Präferenzen und Verhaltensweisen (wie z.B. „Likes“) der Individuen Auskunft geben.</p>
<p>Eine für digitale Wahlkampfstrategen unwiderstehliche Kombination, auf deren Basis sie in Zukunft nicht nur das individuelle Wahlverhalten von Wählern erkennen, sondern &#8211; mit hoch individualisierter Ansprache – auch in die gewünschte Richtung lenken möchten. <a href="https://www.washingtonpost.com/blogs/monkey-cage/wp/2015/07/01/the-real-story-about-how-data-driven-campaigns-target-voters/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diese Entwicklungen sehen aber natürlich nicht alle so optimistisch</a>.</p>
<p>Titelbild: Registrierung für die CampaignTech Chicago von <a title="Christian-Zsolt Varga" href="http://politik-digital.de/user/czsoltvarga/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian-Zsolt Varga</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-33" data-row="script-row-unique-33" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-33"));</script></div></div></div>
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		<title>Facebook, Islamischer Staat und der Preis der Sicherheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2016 09:22:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hätte ein Blick auf die privaten Facebook-Nachrichten von Tashfeen Malik den Terroranschlag im kalifornischen San Bernardino am 02. Dezember 2015 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/USA_Fotor.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-148145" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/USA_Fotor.jpg" alt="USA_Fotor" width="640" height="280" /></a>Hätte ein Blick auf die privaten Facebook-Nachrichten von Tashfeen Malik den Terroranschlag im kalifornischen San Bernardino am 02. Dezember 2015 verhindern können? Nach dem Anschlag mit insgesamt 14 Toten gaben FBI-Ermittler bekannt, dass die Attentäterin kurz vor ihrer Einreise in die USA wiederholt Direktnachrichten mit islamistischem Gedankengut an ihren Ehemann und Komplizen Syed Farook geschickt hatte. Nun streitet Amerika darüber, ob ihre Sicherheitsbehörden künftig bei Einwanderungsanträgen auch die private Kommunikation von Bewerbern auf sozialen Medien überprüfen dürfen.</p>
<p>Den genauen Wortlaut des brisanten Facebook-Postings wollte FBI-Direktor James Comey den Journalisten nicht verraten. Nur so viel ließ er durchblicken: Das, was die Attentäterin Tashfeen Malik auf ihrer Timeline hinterließ, Sekunden bevor sie und ihr Ehemann Syed Farook das Feuer auf die Besucher einer Weihnachtsfeier im Inland Regional Center in San Bernardino eröffneten, sei nichts Geringeres als ein Treueschwur an die radikale Terrormiliz &#8216;Islamischer Staat&#8217; und deren Anführer Abu Bakr al-Baghdadi. Comey beeilte sich klarzustellen, dass die beiden Attentäter in keiner direkten Verbindung zum IS gestanden hätten. Es gäbe keinerlei Hinweise darauf, dass sie logistische oder finanzielle Unterstützung erhalten oder Kontakt zu Angehörigen des IS gehabt haben. Ihre Tat sei lediglich von denen des IS inspiriert gewesen, so Comey. Beruhigen konnte er die verunsicherte amerikanische Öffentlichkeit damit allerdings nicht. Schließlich sind mit diesem Terroranschlag Amerikas schlimmste Befürchtungen wahr geworden: Ein islamistisches Attentat aus der Mitte der Gesellschaft heraus. Verübt von Menschen mit muslimischen Wurzeln, die mitten unter ihnen lebten und sich über Jahre hinweg unbemerkt radikalisierten. Gerichtet gegen das Land, das ihnen eine Heimat, ein Zuhause und Arbeit geboten hatte.</p>
<h3>US-Sicherheitsbehörden kalt erwischt</h3>
<p>Von „self-radicalization“ ist in diesen Tagen in den US-Medien die Rede, und von „homegrown terrorists“. Zweifellos hat der Anschlag die amerikanischen Sicherheitsbehörden kalt erwischt: Keiner der beiden Attentäter war vorbestraft oder in irgendeiner Weise strafrechtlich aufgefallen. Auch standen sie nicht auf der Terrorliste des U.S. State Department. Die New York Times berichtete zunächst, den US-Sicherheitsbehörden hätten bis zum Zeitpunkt des Anschlags keinerlei Warnungen vorgelegen, dass von den beiden Attentätern eine konkrete Bedrohung ausging. Folglich könne man ihnen in dieser Sache keinen Vorwurf machen. Eine Einschätzung, die auf den ersten Blick als gerechtfertigt erscheint – wären da nicht diese verräterischen Nachrichten, die sich die beiden Attentäter bereits 2013 via Facebook gegenseitig geschickt hatten. Sie könnten für die US-Heimatschutzbehörde zum &#8216;Game Changer&#8217; werden, stellen sie doch ihre Rolle in dieser Geschichte und die amerikanischen Sicherheitsgesetze im Allgemeinen in Frage.</p>
<h3>Warnsignale übersehen</h3>
<p>Mindestens zwei Direktnachrichten will das FBI bei der Durchsuchung verschiedener Social Media-Accounts der beiden Attentäter gefunden haben, die – wären sie rechtzeitig entdeckt worden – die Einreise Maliks und damit möglicherweise den blutigsten Terroranschlag in den USA seit dem 11. September 2001 hätten verhindern können. Als Ehefrau des pakistanischstämmigen US-Staatsbürgers Syed Farook war die 27-jährige Pakistanerin im Juli 2014 mit einem sogenannten &#8216;Verlobtenvisum&#8217; nach Amerika gekommen. Das Paar hatte sich 2013 im Internet auf einem arabischsprachigen Dating-Portal kennengelernt und kurz darauf in Saudi-Arabien geheiratet. Noch während Malik darauf wartete, dass ihr Einreiseantrag den obligatorischen Security-Background-Check durchlief, sollen sie und Farook private Nachrichten auf Facebook ausgetauscht haben, in denen sie ihre Sympathie für den islamistischen Dschihad und den Märtyrertod bekundet haben sollen. Nachrichten, die erst entdeckt wurden, als es längst zu spät war und insgesamt 14 Opfer sowie die beiden Attentäter ihr Leben verloren hatten. US-Medien sprechen nach diesen Enthüllungen von „eindeutigen Warnsignalen“, die das Department of Homeland Security bei der Überprüfung von Maliks Einreiseantrag übersehen habe. Überall in Amerika stellt man sich nun die Frage, ob die gegenwärtigen Prüfverfahren überhaupt ausreichen, um unter der Masse an Einreisebewerbern potenzielle Terroristen frühzeitig ausfindig machen zu können. Tatsächlich ist die Kontrolle der Social Media-Aktivitäten von ausländischen Visa-Antragstellern in den USA bislang keine gängige Praxis. Zwar verwies die Sprecherin des Department of Homeland Security, Marsha Catron, kürzlich darauf, dass ihre Behörde seit Herbst 2014 im Rahmen von drei Pilotprojekten auch die Kommunikation auf sozialen Netzwerken ins Visier nehme, allerdings handelt es sich dabei um keine großflächigen Kontrollen, sondern allenfalls um Stichproben.</p>
<h3>Aushorchen privater Nachrichten und E-Mails</h3>
<p>Einem Vorstoß von Mitarbeitern der US-Einwanderungsbehörde Anfang 2014, den Security-Check auch auf soziale Medien auszuweiten, soll Präsident Obamas Minister für Innere Sicherheit, Jeh Johnson, laut Medienberichten klammheimlich einen Riegel vorgeschoben haben. Nach dem größten Überwachungsskandal in der Geschichte um den Geheimdienst NSA fürchtete Johnson, eine weitere Beschneidung von Bürgerrechten, wie etwa dem Recht auf Privatsphäre, könnte die Amerikaner wieder auf die Barrikaden treiben und darüber hinaus die Obama-Administration international erneut in ein schlechtes Licht rücken. Schließlich seien grundlegende Fragen noch immer nicht eindeutig geklärt, beispielsweise wer überhaupt von der Überwachung betroffen sein soll: Anlasslos jeder, der einen Einreiseantrag stellt? Oder sollten Kontrollen nur personenbezogen stattfinden? Und sollten etwaige Angehörige von Einreisebewerbern auch dann ins Visier genommen werden, wenn es sich – wie im Falle des San Bernardino-Attentäters Syed Farook – um US-amerikanische Staatsbürger handelt? Einer Studie des Pew Research Centers von 2015 zufolge sind die Amerikaner in der Frage der Überwachung gespalten, wobei 54 Prozent der US-Bürger die Beobachtung von Ausländern befürworten, während 57 Prozent der Befragten die Kontrolle von Amerikanern für inakzeptabel halten.</p>
<h3>Keine Überwachung ohne konkreten Verdacht</h3>
<p>Zumindest gegenüber US-Bürgern scheint die Obama-Regierung dann auch um Beruhigung der Gemüter bemüht: „Wir überwachen keine amerikanischen Bürger ohne Anlass oder die Überzeugung, dass sie in terroristische oder schwerwiegende kriminelle Aktivitäten verwickelt sind,“ erklärte FBI-Direktor Comey unlängst auf einer Pressekonferenz vor amerikanischen Journalisten. „Wir durchforsten nicht die privaten E-Mails oder Nachrichten von Leuten, über die wir nicht den geringsten Verdacht haben.“ Kritik an dieser Haltung kommt vor allem von Seiten der Republikaner, die im gegenwärtigen Wahlkampf jede Gelegenheit nutzen, um der aktuellen Regierung Unfähigkeit zu attestieren. So auch die republikanische Präsidentschaftskandidatin Carly Fiorina kürzlich bei der fünften TV-Debatte ihrer Partei: „Um Himmels willen, Eltern kontrollieren die Social Media-Aktivitäten ihrer Kinder, Arbeitgeber überwachen ihre Mitarbeiter – aber unsere eigene Regierung bringt es nicht fertig,“ keifte Fiorina. „Unsere Behörden hinken völlig hinterher. Die Regierung ist inkompetent und träge geworden. Und diese Inkompetenz, diese Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit ist nun zu einer Gefahr für uns alle geworden.“</p>
<h3>Der Willkür von US-Einreisebehörden ausgeliefert</h3>
<p>Dabei ist die Sorge um die Privatsphäre von US-Bürgern bei Weitem nicht das einzige Hindernis auf dem Weg zur Social Media-Überwachung. Unklar ist bislang auch, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht, sowie die Frage, wo genau die Grenze des Erlaubten verläuft und wer diese festlegt. Schließlich müssen Amerika-kritische Kommentare auf Facebook nicht zwangsläufig auf eine terroristische Gesinnung des jeweiligen Nutzers hindeuten, sondern könnten ebenso Ausdruck einer politisch-kritischen Haltung gegenüber den USA sein. Solange aber keine eindeutigen Kriterien zur Bewertung von Inhalten vorliegen, sind Einreisebewerber der Willkür der US-Behörden ausgeliefert. So mussten in den vergangenen Jahren auch deutsche Staatsbürger, wie etwa der Schriftsteller Ilja Trojanow, die Erfahrung machen, dass ihnen aus zunächst nicht nachvollziehbaren Gründen die Einreise in die USA verweigert wurde. In manchen Fällen erfuhren die betroffenen Personen erst am Flughafen, wenige Minuten vor dem Boarding, dass ihre Einreisegenehmigung widerrufen worden war. Da die verantwortlichen Behörden in solchen Situationen jegliche Auskünfte über die Gründe verweigern, sind Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Im Fall Trojanows waren sich die deutschen Medien recht bald einig, dass seine Einreiseverweigerung in direktem Zusammenhang mit seiner Amerika-kritischen Haltung stünde. Denn Trojanow hatte kurz vor seiner geplanten USA-Reise öffentlich die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA angeprangert und Konsequenzen für Amerika gefordert. Dass ihm, der sich ansonsten nichts hatte zu Schulden kommen lassen, nun die Einreise verweigert wurde, werteten in Deutschland nicht wenige als Anzeichen dafür, dass die USA kritische Personen gezielt ins Visier nehmen. Sollte dem tatsächlich so sein, wäre dies ein gefährlicher Eingriff in das Recht der freien Meinungsäußerung und somit eine denkbar schlechte Ausgangsbasis für die geplante Überwachung der privaten Kommunikation von Einreisebewerbern. Beobachter warnen deshalb davor, der Preis der Sicherheit könnte am Ende in Freiheitsrechten aller Bürger zu zahlen sein.</p>
<h3>Social Media-Dienste wenig begeistert</h3>
<p>Zustimmung finden sie ausgerechnet bei den für ihren oftmals laxen Umgang mit Nutzerdaten bekannten Social Media-Diensten. So bemerkte etwa Mark MacCarthy, Vize-Präsident der Software &amp; Information Industry Association – einem Unternehmensverband von IT-Firmen, zu dem u.a. auch Facebook gehört –, dass er nicht gerade begeistert ist von den Plänen der US-Regierung. Demnach sei das Ausspähen der Social Media-Profile von Einreisebewerbern wenig hilfreich bei der Suche nach potenziellen Terroristen und berge darüber hinaus eigene Risiken und Gefahren. „Ein solches Gesetz würde die Betreiber von sozialen Netzwerken dazu zwingen, regelmäßig Informationen über ihre Nutzer an US-Geheimdienste und Behörden weiterzugeben, ohne dass diese zuvor eindeutig bestimmt hätten, was überhaupt unter einer &#8216;terroristische Handlung&#8217; zu verstehen ist,“ so MacCarthy. Er verwies darauf, dass sich die großen amerikanischen Social Media-Dienste ohnehin längst gegen den digitalen Terror engagierten und dabei eng mit der US-Regierung zusammenarbeiteten. So würden beispielsweise Video-Dienste wie Youtube oder Vimeo systematisch Propaganda- und Rekrutierungsvideos des Islamischen Staates aufspüren und von ihren Seiten entfernen, Twitter sperre massenhaft die Nutzerkonten von IS-Sympathisanten und Facebook leite jeden noch so kleinen Hinweis auf terroristische Aktivitäten auf direktem Weg an die zuständigen US-Behörden weiter. „Der Wunsch nach mehr Überwachung ist gerade im Angesicht von Terroranschlägen wie dem in San Bernardino durchaus nachvollziehbar“, so MacCarthy weiter. „Doch er sollte den Kongress nicht blind dazu verleiten, unbescholtene Bürger unter Generalverdacht zu stellen – ohne jeden Nachweis darüber erbracht zu haben, dass die beschlossenen Maßnahmen tatsächlich zu mehr Sicherheit führen.“</p>
<h3>Handlanger der US-Behörden</h3>
<p>Ob es den IT-Firmen dabei tatsächlich nur um den Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer geht, ist fraglich. Vielmehr scheinen die Silicon Valley-Unternehmen seit den Enthüllungen von Edward Snowden um die Spähaktivitäten des NSA darum bemüht, nicht als Handlanger der US-Behörden zu erscheinen. Schließlich ist es um das Vertrauen der User in die Sicherheit ihrer Daten nicht allzu gut bestellt. So gibt es längst Hinweise darauf, dass Firmen wie Facebook, Google oder Whatsapp selbst in großem Stil Nutzerdaten sammeln und durchsuchen, die privaten Nachrichten ihrer User mitlesen und ihre Chats überwachen. Auch dass beispielsweise Facebook die erbeuteten Daten jahrelang für riesige Geldsummen an den NSA verscherbelt haben soll, selbst wenn diese gar keinen Bezug zu Terrorismus hatten, ist ein offenes Geheimnis. Vor diesem Hintergrund kann die neuerliche Zurückhaltung der IT-Firmen gegenüber der geplanten Social Media-Überwachung als Versuch gewertet werden, nicht auch noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Wie lange sich die sozialen Netzwerke dem wachsenden Druck der US-Regierung werden widersetzen können, bleibt indes abzuwarten. Jüngsten Medienberichten zufolge fordert mit Hillary Clinton nun erstmals auch eine demokratische Präsidentschaftskandidatin eine stärkere Zusammenarbeit der IT-Firmen mit US-Behörden. Dabei hat sie es vor allem auf das Knacken von verschlüsselter Kommunikation abgesehen, um verdächtige Personen einfacher überwachen zu können.  Ein Bereich, in dem die betreffenden Dienste der US-Regierung bislang keine Zugeständnisse machen wollen, da sie von der Netzgemeinde auch daran gemessen werden, wie sicher die Kommunikation auf ihren Plattformen ist. Für Unternehmen wie Facebook, Google oder Apple stellt sich damit die eigentliche Gretchenfrage, was ihnen wichtiger ist: Ein gutes Verhältnis zur US-Regierung oder das Vertrauen ihrer Nutzer.</p>
<p>Bild von <a href="https://www.flickr.com/photos/michaelpollak/">michael pollak</a>, <a class="external" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Internet Governance Agenda 2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hellmys]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2015 14:05:12 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 18. bis 22. Oktober fand in Dublin die Konferenz der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) statt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internet_Fotor.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147474" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internet_Fotor.jpg" alt="Internet_Fotor" width="640" height="280" /></a>Vom 18. bis 22. Oktober fand in Dublin die Konferenz der <em>Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (</em>ICANN) statt. Darin ging es um einen verbindlichen Vorschlag für die zukünftige Organisation des Internet. Prägend dafür ist der Begriff <em>Internet Governance</em>, der nicht nur auf der ICANN-Konferenz mit kontroversen Diskussionen verbunden ist.</p>
<p>Die wachsende Bedeutung des Internet wirft seit langem Fragen nach dessen Organisation auf. Mit Organisation wird dabei die Verwaltung von Domainnamen und IP-Adressen bezeichnet. Liegen diese Aufgaben in der Kontrolle einzelner Akteure, besteht die Möglichkeit einer unzulässigen Machtballung. Daraus erklärt sich die Kritik vieler Regierungen an der signifikanten Rolle der USA im Hinblick auf die Internetverwaltung. Die Verwaltung wurde bisher von der <em>Internet Assigned Numbers Authority</em><em> (</em><em>IANA)</em> mit Sitz in den USA übernommen. Das widerspräche nach Ansicht einiger Regierungen aber dem Souveränitätsprinzip nach Art. 2 I UN-Charta, d.h. der souveränen Gleichheit aller Staaten.</p>
<p>Um dem entgegenzuwirken seien wirksame wie neutrale Verwaltungsbehörden notwendig. Bei der Frage nach der Ausgestaltung solcher Behörden, beginnen die Diskussionen. Problematisch ist vor allem, wie die Sicherheit und Stabilität des Internet gesichert werden kann. Den Rahmen dieser Auseinandersetzung bildet die Diskussion um die Konzeptionierung von Internet Governance. Mit dem Begriffspaar wird grundlegend die internationale Organisation des Internets bezeichnet. Die Vereinten Nationen <a href="http://www.wgig.org/docs/WGIGREPORT.pdf">definieren mit Internet Governance</a> konkret die Entwicklung wie auch Anwendung gemeinsamer Prinzipien, Normen, Regeln, Entscheidungsverfahren und Programme für die Fortentwicklung sowie Anwendung des Internets durch Regierungen, den privaten Sektor und die Zivilgesellschaft.</p>
<h3>Die Organisation des Internets: Vergangenheit und Zukunft</h3>
<p>Die Organisation und Kontrolle über das Internet ging zunächst von den USA aus. Im Jahr 1998 wurde die Kontrolle dann auf <a href="https://www.icann.org/">Internet Corporation for Assigned Names and Numbers</a> (ICANN) überragen. Bei ICANN handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, die nur der rechtlichen Kontrolle des Staates California unterliegt. Damit entzieht sich ICANN zugleich der faktischen Kontrolle etwaiger Aktionäre. Die grundlegenden Aufgaben von ICANN sind im <a href="https://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=6&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CEkQFjAFahUKEwi-obixiYPJAhULWSwKHV1UA48&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.icann.org%2Fresources%2Funthemed-pages%2Fwhite-paper-2012-02-25-en&amp;usg=AFQjCNE1vDmAxcxnduEKKzcLv624bCB">Weißbuch</a> der US-Regierung normiert. Zu nennen sind etwa die Koordination der Interessengruppen wie auch von Namen und IP-Adressen. Für Letzteres ist die ICANN-Unterbehörde <a href="http://www.iana.org/">Internet Assigned Numbers Authority </a>(IANA) zuständig.</p>
<h3>Multi-Stakeholder und Internet Governance</h3>
<p>Zu den wichtigsten Interessengruppen in der Internet Governance gehören neben Regierungen, private Akteure ebenso wie Bürger. Kommt es zu Zusammenschlüssen dieser Interessengruppen, ist von Multi-Stakeholder-Gruppen zu sprechen. Ein solcher Zusammenschuss ist das <a href="http://www.intgovforum.org/cms/">Internet Governance Forum</a> (IGF). Dabei handelt es sich um eine Organisation der Vereinten Nationen, in der u.a. die Verwaltung des Internets thematisiert wird.</p>
<p>Das Multi-Stakeholder-Modell für die Verwaltung des Internets wird vor allem von der Europäischen Union und den USA gefordert. Dem stehen die Regierungen gegenüber, die Internet Governance auf die <a href="http://www.itu.int/en/Pages/default.aspx">International Telekommunikation Union</a> (ITU) übertragen wollen. Bei der ITU handelt es sich um eine Behörde der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Zu den Vertretern dieses Modells gehören China, Russland und Indien. Nach dem ITU-Modell kommen nichtstaatlichen Akteuren nur geringe Mitwirkungsmöglichkeiten zu. Vor allem aber soll der Schwerpunkt der Internetverwaltung der USA entzogen werden. Der Vorschlag ist jedoch – nicht nur – in den <a href="https://www.icann.org/en/system/files/files/globalization-endorsements-18mar14-en.pdf">USA umstritten</a>. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass die Kontrolle des Internets nicht einer zwischenstaatlichen Organisation zu übertragen sei. Hierbei spielen Machtinteressen und Kontrollmöglichkeiten eine Rolle.</p>
<h3>ICANN-Konferenz Dublin 2015: Alternativen nennen, Lösungen implementieren</h3>
<p>Als Reaktion auf die anwachsende Kritik gaben die USA im März 2014 bekannt, die <a href="https://www.icann.org/resources/pages/process-next-steps-2014-08-14-en">Aufsicht über ICANN zu beenden</a>. Die US-Regierung bezog sich dabei auf das Auslaufen des Vertrages mit ICANN zum 30. September 2015. Das Vertragsende bietet die Chance zu einer neuen internationalen Reglementierung des Internet. Das wirft aber das Problem auf, wie eine solche Verwaltung zukünftig gestaltet werden soll? Von herausragender Bedeutung ist dabei die Organisation einer zentralen Internetfunktion: die Vergabe von IP-Adressen.</p>
<p>Da es aber an einer einvernehmlichen Lösung fehlte, wurde im August dieses Jahres der Vertrag mit ICANN um ein weiteres Jahr verlängert. Die Zeit sei nach Aussage von <a href="http://www.ntia.doc.gov/speechtestimony/2015/testimony-strickling-internet-governance-progress-after-icann-53">Larry E. Strickling</a> – Politikexperte und Vermittler zwischen der ICANN und der US-Regierung – notwendig, um ein geeignetes Alternativ-Modell der Internet Governance zu entwickeln und umzusetzen.</p>
<p>Aufgrund dieser offenen Fragen war die zukünftige Verwaltung des Internets das zentrale Thema der <a href="https://community.icann.org/display/acctcrosscomm/Reading+List+-+Dublin">Konferenz der ICANN im Oktober 2015</a> in Dublin. Im Mittelpunkt stand dabei die <a href="https://www.icann.org/stewardship">IANA-Transition</a>, demnach die Übertragung der wichtigsten Verwaltungsfunktionen. Dabei wurden zwei Modelle genannt: die <a href="http://www.ianacg.org/">IANA Stewardship Transition Coordination Group</a> (ICG) und die <a href="https://community.icann.org/display/CPMMB/CCWG-IG+F2F+Meeting">Cross Community Working Group on Enhancing ICANN Accountability</a> (CCWG).</p>
<p>Die ICG wurde im Juli 2014 gegründet, um die Übergangsplanung der Internet-Verwaltung zu koordinieren. Die ICG besteht aus 30 Personen und umfasst direkte wie indirekte Interessengruppen. Die Vertreter wurden von ihren jeweiligen Communities gewählt. Die CCWG sieht wiederum Rechenschaftsmechanismen in Bezug auf sämtliche Funktionen der ICANN vor.</p>
<p>Neben den beiden Modellen wurden vor allem deren Voraussetzungen diskutiert. Dabei stand die Verbesserung der <a href="http://www.ianacg.org/icg-files/documents/IANA-transition-proposal-v9.pdf">Accountability und Transparenz</a> in Vordergrund. Danach sollen ICANN wie auch künftige Behörden jederzeit Rechenschaft über ihr Handeln geben. Eine endgültige Lösung über die künftige Organisation der Internet Governance, blieb in Dublin jedoch aus. Ausgehend von den genannten Zielen ist das Augenmerk somit auf die nächste ICANN-Konferenz zu richten. Die 55. Konferenz findet vom 5. bis 10. März 2016 in Marrakesch statt. Es ist abzuwarten, inwieweit dann nicht nur Diskussionen, sondern auch Lösungen auf der Tagesordnung stehen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/34339147@N03/">Alex W McCabe</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>EuGH: Der Fall (von) Safe-Harbour</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hellmys]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 10:37:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der EuGH hat mit seiner jüngsten Entscheidung das Datenabkommen mit den USA zu Fall gebracht. Damit ist das bilaterale Abkommen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EuGH-e1444314063605.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-147161" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EuGH-630x272.png" alt="EuGH" width="630" height="272" /></a>Der EuGH hat mit seiner jüngsten Entscheidung das Datenabkommen mit den USA zu Fall gebracht. Damit ist das bilaterale Abkommen der Europäischen Kommission mit den Vereinigten Staaten – Safe-Harbor-Abkommen – für ungültig erklärt worden.</p>
<p>Nationale Behörden sind somit befugt, die Übermittlung von Daten in die USA zu verbieten. Seine Entscheidung begründete der Europäische Gerichtshof mit dem unzureichenden Schutzniveau der USA. Die Daten europäischer Nutzer seien vor einem staatlichen Eingriff nicht ausreichend geschützt.</p>
<p>Dem Rechtsstreit voraus ging das Verfahren des 27-Jährigen Juristen Maximilian Schrems, der vor dem irischen Gerichtshof gegen die Speicherung seiner Daten bei Facebook klagte. Der Österreicher sah durch die massenhafte Speicherung seiner Daten bei dem Social-Media-Dienst sein Recht auf Schutz seiner Privatsphäre und seiner personenbezogenen Daten (Art. 6, Art. 7 GrCH – Grundrechte Charta EU) verletzt. Der High Court of Ireland legte am 25. Juli 2014 die Sache zum Vorabentscheidungsverfahren dem EuGH vor. Mit seinem Urteil entschied der Gerichtshof, dass die nationalen Behörde unabhängig von der Regelung der Europäischen Kommission, das Einhalten der Datenschutzregelungen prüfen kann. Letztentscheidungsbefugnis über die Gültigkeit einer Regelung hat allerdings auch weiterhin der Gerichtshof.</p>
<p>Bild: <a title="Europäischer Gerichtshof in Luxemburg" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Gerichtshof">Wikipedia (CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="305" height="53" /></a></p>
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