Kann man sich wirklich in eine KI verlieben? Wird er Chatbot bald unser bester Freund? Und wer drückt hier eigentlich wessen Knöpfe?
In dieser Folge spricht Host Dr. Thomas Ramge mit dem Autor, Journalisten und KI-Experten Christoph Koch.
Christoph ist einer der profiliertesten Beobachter der Wirkung digitaler Systeme auf uns Menschen und Autor mehrerer Bücher zu diesem Thema, darunter der Spiegel-Bestseller „Ich bin dann mal offline“, „Die Vermessung meiner Welt“ und „Digitale Balance“.
Sein neues Buch „Hallo, wie fühlst du dich heute? Wie künstliche Intelligenz unsere Beziehungen verändert“ erscheint am Tag der Veröffentlichung dieser Folge bei kein&aber.
Entstanden ist es während eines Fellowships am Cyber Valley in Tübingen, wo Christoph erforschte, wie KI-Systeme zu Freunden, Therapeuten, Zuhörern und sogar romantischen Partnern werden können.
Wichtige Aspekte des Gesprächs sind:
- Der Selbstversuch mit „Ben“: Christoph hat sich selbst einen KI-Freund gebaut und berichtet, wie schnell Empathie, Monetarisierung und emotionale Bindung ineinandergreifen.
- Companion-Apps versus Allzweck-KI: Was unterscheidet Replika, Character AI und Co. von ChatGPT oder Gemini, wenn es um emotionale Nutzung geht?
- Sycophancy als Gefahr.
- Warum übertriebene Zustimmung von Chatbots in psychisch fragilen Situationen fatale, teils tödliche Folgen haben kann – reale Fälle aus den USA.
- Regulierung im Ländervergleich: Warum US-Bundesstaaten und China beim Thema emotionale KI aktuell weiter sind als die EU mit ihrem AI Act.
- Wer verliebt sich in eine KI? Eine überraschende Studie zeigt: Nicht Einsamkeit, sondern romantische Fantasiefähigkeit ist der stärkste Prädiktor.
- Graveyard AI: Chatbots von Verstorbenen – Trost oder gefährliche Überschreibung echter Erinnerungen?
- Vom Eliza-Effekt zu „Her“: Was Joseph Weizenbaums erster Chatbot mit Spike Jonzes Science-Fiction-Klassiker gemeinsam hat.
- Ausblick: Wie sich Companion-Apps, soziale Roboter in Pflegeheimen und humanoide Begleiter in den nächsten Jahren entwickeln könnten.