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	<title>Stephan Raab &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Stephan Raab &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Tu es Petrus- Tweete es! &#8211; Der twitternde Papst und Religion in der digitalen Gesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 08:42:39 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Trotz schwindender gesellschaftlicher Verankerung der Kirchen in Deutschland und steigender Kirchenaustritte erfreut sich Papst Franziskus großer medialer Aufmerksamkeit. Seine Twitterkanäle @pontifex in neun Sprachen erreichen über 53 Millionen Follower, was ihn zum (religiösen) Influencer macht.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>In ihrer Doktorarbeit „Religion in der digitalen Gesellschaft“ widmet sich Dr.in Christina Behler der Frage, für welches Problem der twitternde Papst eine Lösung sei. Hierin werden die Tweets des Papstes zum Forschungsgegenstand der sich wandelnden gesellschaftlichen Bedeutung von Religion bei einer wachsenden Rolle Sozialer Medien. Um weiterhin den Anspruch zu erhalten am globalen Diskurs mitzuwirken, steht die Kirche vor großen Herausforderungen sich den Veränderungsprozessen ihrer Zeit anzunehmen. Neben einem Einblick in die kommunikativen Strukturen der Katholischen Kirche, ermöglicht die Arbeit ein besseres Verständnis für die Wirkungsweisen und Interaktionen digitaler Kommunikation, welche überwiegend in Sozialen Medien erfolgt.In einem Interview gibt die Autorin Einblicke in ihre Forschung an der Schnittstelle zwischen Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Theologie. Zur Erklärung: da die Arbeit vor den Übernahme durch Elon Musk und Umbenennung in X erfolgte, wird im Folgenden die alte Bezeichnung Twitter weiterhin verwendet.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h3>Das Medium ist die („frohe“) Botschaft</h3>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Aufgrund ihres Charakters als verkündende Religion haben mediale Revolutionen die Kirchengeschichte maßgeblich beeinflusst. Prägnant bedeutete die Erfindung des Buchdrucks eine Revolution im Zugang und der Verbreitung von Wissen, führte aber auch zur Kirchenspaltung. Als Praktikantin für Radio Vatikan im Rahmen ihres Studiums der Journalistik, erlebte die Autorin die Arbeitsweise kirchlicher Kommunikationsarbeit aus erster Hand. Dabei bekam sie auch die Auswirkungen durch die vatikanische Medienreform 2016 mit.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Für die studierte Journalistin gilt zu bedenken: „<em>Verändern sich auch Strukturen in unserer Gesellschaft, revolutionieren sich bestimmte Dinge in unserer Gesellschaft, gerade auch was Religion anbelangt, die ist davon nicht ausgenommen, wie auch jedes andere System.</em>“ Zwei Perspektiven prägen den kirchlichen Blick. Zum einen müsse die Kirche anschlussfähig bleiben, indem von kleinen Pfarreien über die Bistümer bis hin zum Papst alle Soziale Medien für sich nutzen. Zum anderen wird in verschiedenen Dekreten eine warnende Position gegenüber den negativen Konsequenzen dieses Wandels eingenommen, wobei, wie Dr.in. Behler betont, die katholische Kirche bemühe sich insbesondere darum, eine kritische Beurteilung neuer Kommunikationsweisen zu fördern. Angeregt durch eine Masterarbeit zur vatikanischen Medienreform entstand die Faszination für das Zusammenspiel zwischen Massenmedien und Religion, weshalb sich das Thema eines twitternden Papstes anbot. Trotz vielseitiger Umbrüche besteht das Papstamt weiter, weshalb es wohl eine Funktion erfüllen muss, die nicht durch andere Systeme aufgefangen werden kann. Die Forschungsfrage lautet daher: „<em>Für welches Problem ist der twitternde Papst die Lösung?</em>“</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Wichtig ist Dr.in Behler hier zu betonen, dass es sich gerade um keine theologische Arbeit handelt, sondern um eine soziologische Arbeit, welche Strukturen, Muster und kommunikative Spezifika Sozialer Medien am Beispiel der Katholischen Kirche, personifiziert in der Rolle des Papstamtes, als Forschungsgegenstand in den Blick nimmt.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h3> Pop(e)-Ikone-Papst Franziskus eine Marke für sich!</h3>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Zentraler Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist, wie die Religionssoziologin betont, der Anspruch dass dem Papst qua Amt stets noch eine gewisse Handlungsmacht zugesprochen wird: „<em>Irgendwie wird erwartet, dass er sich einmischt oder sich bspw. zur Wahl in Amerika positioniert, die wir jetzt erst hatten, wo dann aber auch heftig kritisiert wird, wenn er sich dann äußert und viele dann enttäuscht sind, weil er sich nicht so äußert, wie sie sich das vorgestellt hatten. Also da sieht man auch, dass es nicht irrrelevant ist, was religiöse Vertreter zu bestimmten, auch politischen Angelegenheiten, zu sagen haben.</em>“</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Auf die Frage, für welches Problem der twitternde Papst die Lösung sei, lassen sich in „Religion in der digitalen Gesellschaft“ (2024) darauf aufbauend drei Antworten herausarbeiten.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Erstens ermöglicht ein digital sichtbarer Papst auf Twitter eine neue, wenn auch simulierte, Nähe. Es ist nun nicht mehr zwingend nötig nach Rom zu fahren, um am Leben und Wirken des Papstes teilhaben zu können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Zweitens ermöglicht die Kommentarfunktion unter den Tweets des Papstes potenziell in Interaktion zu treten, somit einen Dialog zu eröffnen, der analog kaum möglich sein würde.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Drittens schafft eine digitale Diskussionsplattform Platz für Kritik und Protest, spiegelt somit die Meinungsvielfalt kirchennaher und kirchenferner Gruppen wider. Es wird ein digitaler Raum geschaffen, um Zuspruch und Ablehnung kontroverser Themen sichtbar zu machen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Immer wieder ist Papst Franziskus ein beliebtes Motiv für KI-generierte Bilder. Der vermeintliche Auftritt des Pontifex in modischer Daunenjacke sorgte für großes mediales Interesse. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin Dr.in Behler blickt aufgeschlossen auf diesen Trend: „<em>Es wäre eigentlich eine schöne Vorstellung von Lockerheit und Coolness, die der Katholischen Kirche tatsächlich auch mal ganz guttun würde. Also ich finde die Bilder eigentlich ganz amüsant. Und klar, sie sind extrem realitätsfern, aber es wäre eigentlich ganz schön, wenn ein bisschen von dem auch Realität wäre.</em>“ Zugleich betont sie aber auch, dass es ethische Grenzen geben müsse, etwa wenn der Papst auf einmal Waffen in der Hand trägt. Immer wieder ist das Auftreten des Papstes Thema von massenmedialer Berichterstattung. Wie keine andere religiöse Persönlichkeit besitzt der Pontifex ein besonderes Alleinstellungsmerkmal, steht als personifiziertes Symbol des katholischen Glaubens. Daher ist es nicht abwegig von einem religiösen Influencer oder auch anders gesagt Pop(e)-fluencer zu sprechen. Egal ob religiös oder nicht religiös, der Papst gilt als Pop(e)Ikone, was daran deutlich wird, dass trotz fehlender realer wirtschaftlicher oder politischer Macht: „<em>Staatschefs, egal welcher Konfession oder aus welchem Land sie kommen immer freudig herbeieilen, wenn der Papst sie zu einer Audienz ruft oder bei Staatsbesuchen ihnen wichtig ist, mit ihm gesehen und auch fotografiert zu werden</em>“, wie Dr.in. Behler unterstreicht.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h2>Ein Blick in den digitalen Alltag von Papst Franziskus</h2>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>„<em>Religion, wenn sie digital sichtbar wird, wird auch beobachtbar, also zum Beispiel eben durch so einen twitternden Papst, und dann wird sie auch noch mal zugänglich für ganz andere Personengruppen</em>“ erläutert die Autorin im Bezug auf die sich verändernde Rolle von Religion einer sich wandelnden Gesellschaft. Gerade für einen religiösen Influencer mit über 53 Millionen FollowerInnen ist es daher umso verwunderlicher, wenn Papst Franziskus von sich selbst behauptet, er kenne sich mit digitalen Medien wie Twitter kaum aus und könne diese kaum bedienen. Im Gegenteil warnt er doch sogar vor den negativen Auswirkungen von Sozialen Medien, dass sich viele Menschen dort vollkommen anders darstellen, als sie wirklich sind.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Auf diesen Widerspruch reagiert die Religionssoziologin, indem sie verdeutlicht, dass sich Papst Franziskus selbst nicht als Digital Native bezeichnen würde. Der Fokus der Arbeit liegt darauf, wie der Papst als Person des öffentlichen Lebens in den Sozialen Medien von außen wahrgenommen wird: „<em>Ich denke mir, die wenigsten würden davon ausgehen, dass der Papst da jeden Tag am Handy sitzt und seine Tweets selber absetzt, darum geht es auch gar nicht, sondern es geht mehr darum zu sehen, wie wird er denn wahrgenommen? Er wird als authentischer religiöser Sprecher wahrgenommen.</em>“ Als Nachfolger des Apostel Petrus ist der Papst qua Amt zu religiöser Kommunikation, sprich der “Verkündigung des Wortes Gottes“ verpflichtet.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Twitter-Verhalten des Papstes erlaubt hierbei einen Einblick in den Alltag des Papsttums. Auf der digitalen Präsenz werden etwa Ausschnitte aus Predigten, Gebeten oder Ansprachen von Papst Franziskus geteilt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit flexibel den Alltag der Kirche zu erleben: „<em>Man kann in Ausschnitten am Weihnachtsgottesdienst teilnehmen, an der Ostermesse, am Urbi Orbi Segen, an allem, was der Papst in seinem kirchlichen Alltag macht und was ihm wichtig ist. Die Menschen können daran partizipieren, ohne dass sie sich auch aktiv und bekennend dazu verhalten müssten.</em>“ Dieser Einblick wird auch kirchenfernen gewährt, wie die Wissenschaftlerin betont: „<em>Man kann am religiösen Alltag der Kirche oder des Heiligen Stuhls teilnehmen, obwohl man vielleicht gar nicht zu dieser Kirche gehört, obwohl man nicht vor Ort ist.</em>“</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h2>Dialog im digitalen Raum &#8211; Ein Kommentar für den Papst</h2>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Gerade diese neue Form der Zugänglichkeit ermöglicht eine andere Interaktion mit der Institution des Papstamtes und neue Formen religiöser Kommunikation. Hierunter ist mehr als der Austausch von Informationen oder nur Kommunikation mit oder über Gott zu verstehen. Religion wird als Betrachtung des Immanenten aus der Perspektive des Transzendenten verstanden. Entscheidend ist für Dr.in Behler, dass Menschen religiöse Kommunikation unabhängig von ihrer Sozialisation erkennen können. Folglich werden die Tweets des Papstes, einem anerkannten religiösen Sprecher, selbst als religiöse Kommunikation wahrgenommen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Spannende, wie die Religionssoziologin betont, ist, dass potenziell durch die Kommentarfunktion eine Interaktion mit dem Papstamt geschaffen wird, welche sonst kaum möglich ist, da die wenigsten die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch mit dem Papst haben. Zwar reagiert der Account des Papstes niemals auf Kommentare jeglicher Art, es bestünde jedoch das Potential. Gerade hier bietet Twitter eine einmalige Chance, findet Behler: „<em>da twittert jetzt der Papst und ich kann mit dem direkt interagieren, das ist ja das Faszinierende an Sozialen Medien, dass ich eine Simulation habe von Ansprechbarkeit und Nähe zu Personen, die ich im realen Leben nie hätte. Wer von uns hat schon die Gelegenheit, dem Papst mal Feedback zu geben oder seine Meinung generell irgendwie kundzutun, ob er das dann liest ist natürlich fraglich.</em>“</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h2>Vom Beobachter zum Beobachteten &#8211; die neue Bedeutung des Papstes</h2>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine dritte und entscheidende Funktion von Twitter ist die Möglichkeit, Kritik zu äußern und diese sichtbar zu machen. Vielseitige Kontroversen rund um kirchliche Reizthemen werden erkennbar. Eine Analyse der Tweets macht deutlich, dass sich Papst Franziskus inhaltlich von spirituellen Inhalten, hin zu mehr ethischen Themen wie dem Klimawandel, Armut und Frieden wendet. Hierbei hat sich durch den gesellschaftlichen Wandel die Rolle der Kirche verändert. War diese im Mittelalter noch in der Lage, ein moralisches Wertesystem vorzugeben und ein hieran entsprechend ausgerichtetes Verhalten einzufordern, muss sich die Kirche heute selbst zunehmend legitimieren, ihren Anspruch auf Mitsprache im globalen Diskurs durchzusetzen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Einerseits agiert Papst Franziskus hier als Beobachter des Weltgeschehens, äußert sich kritisch über globale Fragen wie den Klimawandel oder globale Ungleichheit und tritt zunehmend deutlich auch als politischer Akteur in Erscheinung. Andererseits wird der Papst selbst zum Beobachteten, welcher sich selbst dem kritischen Blick einer digitalen Öffentlichkeit gegenüber seinen Äußerungen und seinem Verhalten stellen muss. Auf diese Weise, unterstreicht die Religionssoziologin Dr.in Behler, wird die Meinungsvielfalt gegenüber und innerhalb der Kirche digital und für jeden sichtbar gemacht. Ein Vergleich der verschiedenen Twitterkanäle, welche in neun Sprachen bedient werden, macht dabei deutlich, dass jede Region ihre eigenen Schwerpunkte setzt. Während im deutschsprachigen Raum vor allem Themen wie der Synodale Weg, die Frauenordination oder der Missbrauchsskandal dominieren, ist es im amerikanischen Raum der Umgang mit Trump oder die Diskussion um die Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen. Auf dem spanischsprachigen Account wird besonders die Korruption in Lateinamerika angesprochen, wobei Papst Franziskus aufgrund seiner argentinischen Heimat hierzu besonders in die Verantwortung genommen wird.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Erstaunlich ist hierbei, dass Papst Franziskus gerade von kirchenfernen, teils sogar offen atheistischen Personengruppen, viel Zuspruch für sein politisches Engagement bekommt. Hingegen erfährt das Kirchenoberhaupt besonders von jenen Kirchenmitgliedern, die sich oft als konservativ bezeichnen, für selbige Inhalte viel Ablehnung und Kritik, da er seinen spirituellen Pflichten immer weniger nachkomme und sich viel zu sehr politisch äußere. Für die Wissenschaftlerin ist vor allem entscheidend, dass hier ein Raum für Diskussionen entsteht, welche die Meinungsvielfalt innerhalb und außerhalb der Kirche sichtbar macht, wobei keine Moderation erfolgt: „<em>Ich finde es gut, dass man auch wirklich unliebsame Kommentare stehen lässt und diese nicht unterbindet und ein Bild reproduziert, dass nicht alle zustimmen, was der Papst da macht, weil das ist ja in der realen Welt auch nicht der Fall und digital wird das dann eben nochmal beobachtbar.</em>“</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h2>Aus Twitter wird X, sonst ändert sich nichts</h2>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Zufälligerweise erfolgte die Umbenennung von Twitter in X nur einen Tag nach der Abgabe der Doktorarbeit. Dennoch scheinen die Veränderungen der Plattform seit der Übernahme durch Elon Musk keine Spuren beim twitternden Heiligen Stuhl hinterlassen zu haben. Weiterhin wird der Account beschrieben als „offizielle Twitter-Seite Seiner Heiligkeit Papst Franziskus“. Vielmehr behält sich der Papst einen Wiedererkennungswert, indem er es schafft, den Rhythmus des kirchlichen Alltags in den digitalen Raum zu übertragen, um Menschen dort zu erreichen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Zwar begrüßt die Verfasserin der Studie, dass die Katholische Kirche hier jegliche Form des Protests zulässt, welche im Analogen oft unterbunden wird, jedoch würde sie sich eine stärkere Moderation, zumindest im Hinblick auf den Jugendschutz wünschen. Hier nimmt sie sowohl die vatikanischen Medien als auch die Betreiber der Plattform selbst in die Verantwortung. Allerdings ist es auch kirchliche Praxis, dass sich der Papst nicht selbst zu seinen Publikationen äußert, sondern anderen die Interpretation seiner Ausführungen überlasst.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Auf Nachfrage, worüber die Religionssoziologin mit dem Papst gerne sprechen würde, wünscht sie sich einen tieferen Einblick darin, wie die vatikanischen Institutionen mit den Sozialen Medien umgehen. Gerne würde sie erfahren, ob eine Analyse der Kommentare erfolgt, ob Themen aufgegriffen werden. Zudem würde sie gerne mit dem Papst darüber sprechen, wie er sich selbst in den Sozialen Medien sieht und ob er sich darüber bewusst ist, wen er hier, anders als analog, erreicht.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h2>Ein Besuch beim twitternden Papst</h2>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Zusammenfassend bietet die Arbeit einen Einblick in eine Kirche, welche sich hinterfragen muss und nicht mehr als selbstverständlich verstehen kann. Angesichts vieler Krisen, berechtigter Kritik sowie schwindender gesellschaftlicher Bedeutung muss sich die Kirche der Wirkung ihrer Kommunikation nach außen bewusstwerden. Die Funktion eines twitternden Papstes besteht nach Dr. in Behler folglich darin, „<em>Anschlussfähigkeit herzustellen in einer Welt, in der Religion nicht mehr für sich alleine steht, sondern mit anderen Systemen konkurriert.</em>“ Ein twitternder Papst ermöglicht Sichtbarkeit und macht die Aktivitäten der Katholischen Kirche beobachtbar, wodurch eine kritische und öffentlich einsehbare Kommunikation mit dieser Institution eröffnet wird.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Gerade da es sich um eine soziologische Arbeit handelt, welche das digitale Kommunikationsverhalten des Papstes zum Ausgangspunkt nimmt, bietet diese Untersuchung viele Anregungen für Personen, die selbst nicht religiös sozialisiert worden sind.. Hierin werden viele Aspekte rund um die Funktionsweise von Sozialen Medien und digitaler Kommunikation angesprochen. Der interdisziplinäre Ansatz, Sozialwissenschaften, Kommunikationswissenschaften und Theologie miteinander zu verbinden, bietet großes Potential für weitere Fragestellungen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Ausblickend verrät die promovierte Religionssoziologin noch, dass sie bereits Papst Franziskus eine Ausgabe ihrer Doktorarbeit zugesendet hat. Sollte sich die Gelegenheit zu einem Treffen ergeben, um mit dem Papst über ihre Forschungen zu sprechen, ist vielleicht bald in einem Tweet über diese besondere Begegnung mit dem twitternden Papst zu lesen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>„<a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7413-2/religion-in-der-digitalen-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener">Religion in der digitalen Gesellschaft – Wenn der Papst twittert &#8230;</a>&#8221; ist 2024 im transcript Verlag erschienen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@beingabstrac">rishi</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-3"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Was machen Maschinen (mit uns)?- Buchrezension zu „Machine Habitus“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/machine-habitus-rezension-164275/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2022 09:59:42 +0000</pubDate>
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</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Alle Wege führen nach Rom aber jetzt mit Algorithmus</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Zu Beginn seines Buches nimmt der Autor Massimo Airoldi seine Leserschaft mit auf eine Reise in die ewige Stadt, fern ab der großen Sehenswürdigkeiten und Touristenströme. Der Stadtteil Tor Pignattara hat wenig von dem Glanz der klassischen Postkartenmotive. Auf etwa zwei Quadratkilometern leben etwa 50.000 Menschen unterschiedlichster Ethnien auf engsten Raum zusammen. Die Heterogenität dieses Viertels ist hoch genau wie seine Arbeitslosigkeit. In dieser Umgebung wächst IAQOS auf. Allerdings IAQOS ist kein gewöhnlicher Bewohner, denn sein Name bedeutet übersetzt „Künstliche Intelligenz im Stadtteil mit Open Source“. Mithilfe dieser KI können die Einheimischen ihre Wünsche und Anliegen rund um die Entwicklungen des Stadtteils kommunizieren und mit diesem digitalen Bewohner austauschen. Langfristig auf besondere Weise „aufgewachsen“ sammelt IAQOS die verschiedenen Daten der Bewohner von Tor Pignattara, um schließlich selbst ein digitales Mitglied davon zu werden.</p>
<p>Was aber würde passieren, wenn IAQOS in einem wohlhabenderen Stadtteil mit einer ganz anderen Geschichte, Gesellschaft und Kultur aufgewachsenen wäre? Würde sich IAQOS gleich oder angesichts anderer Umstände anders „entwickeln“? Diesen Fragen zur Interaktion zwischen Mensch und Maschine widmet sich dieses Buch. Motiviert wird „Machine Habitus“ vor allem durch zwei Annahmen, welche Airoldi zu widerlegen versucht. Zum einen kritisiert der französische Soziologieprofessor, dass Maschinen und Technologie oft als Objekte außerhalb der Gesellschaft gesehen werden. Zum anderen stört den Autor die Behauptung, dass Algorithmen auf Basis von mathematischen Verfahren stets neutral seien. Zentrales Anliegen seiner theoretischen Überlegungen ist es ein Verständnis zu vermitteln, dass moderne lernende Maschinen nicht neutral sind, sondern mit ihren Entwicklern und Nutzern im Austausch stehen als gemeinsam deren Umwelt, Verhalten und Wahrnehmung reproduzieren und verändern.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Was wir mit Maschinen machen oder Maschinen mit uns </strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine Betrachtung der Beziehung zwischen Mensch und Maschine scheint zunächst nicht viel Neues zu bieten. Seit Menschengedenken haben sie diese genutzt, um ihre Ziele zu erreichen. Angefangen von der Entdeckung des Feuers bis hin zum Entzünden von Raketen, um ins Weltall zu fliegen haben sich diese Maschinen immer weiterentwickelt. Gleiches gilt auch für Algorithmen, welche bereits existiert haben, bevor es hierfür überhaupt ein Wort gegeben hat. Was allerdings neu ist, dass ist die Beziehung zwischen Algorithmen, Mensch und Maschine.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Wie sich die Menschheit weiterentwickelt hat, haben sich auch die Maschinen weiterentwickelt. Hierzu unterteilt der Autor die Geschichte in drei Epochen. Während der analogen Phase von der Antike bis etwa dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand Computer noch für Personen, welche Berechnung per Auftrag durchführten. Erste Ansätze mechanischer Rechenmaschinen unterstützen diese Arbeit, aber die Algorithmen dienten vor allem dazu, um bestimmte bereits vorgegebene Ziele zu erreichen. In der digitalen Phase von 1946 bis 19998 entstanden zunehmend leistungsfähigere Computer. Erste Ansätze von „Good-Old-Fashioned AI“ kamen auf. Basierend auf bestimmten logischen Bedingungen konnten diese Maschinen einfache kognitive Prozesse des Menschen abbilden. Hierbei folgten die Maschinen klaren vorgegebenen Regeln, wie beispielsweise im Schach. Zwar hat dieses Spiel viele Möglichkeiten, diese sind jedoch klar begrenzt und berechenbar. In der Phase der Plattformen, deren Beginn der Autor um 1998 verortet, änderte sich diese Beziehung jedoch. Ursprünglich gedacht als Aufbewahrungsstätte für Informationen änderte sich die Struktur des Internets grundlegend, als die Erfinder von Google Larry Page und Sergey Brin das PageRanking einführten. Von da an waren alle Seiten nicht mehr gleichberechtigt, sondern stehen nun in unterschiedlichen Verhältnissen. Manche Seiten erhalten ein höheres Ranking und damit mehr Aufmerksamkeit als andere Seiten. Kurz gesagt aus einem digitalen Aufbewahrungsort wurde ein Netzwerk. Quantitativ hat sich in dieser Epoche die Anzahl der Geräte stark erhöht, tragen heute doch die meisten ständig das Smartphone als Inbegriff des digitalen Zeitalters mit sich herum. Zugleich haben sich qualitativ die Möglichkeiten erhöht, was diese neuen Geräte leisten können. Anders als bei allen Phasen zuvor agieren die Maschinen nun zunehmend autonom, wobei Ziele und Zweck derselbigen vielfach undeutlich werden. Diese neue Generation verarbeitet selbstständig die unzähligen Daten, welche die Nutzer des Internets jeden Augenblick als Spuren ihrer Präsenz im digitalen Raum hinterlassen. Gleichzeitig agieren die Nutzer wiederum mit den Ergebnissen, welche diese Maschinen produzieren. In diesem Sinne reproduziert die Mensch-Maschine-Interaktion aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und soziale Zustände. Algorithmen, Maschinen und Menschen sind verbunden durch ein komplexes soziotechnologisches Netzwerk, das soziale und technische Prozesse miteinander verwebt.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Ein Wechselspiel zwischen Sozialisierung und Digitalisierung </strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Allerdings regen die Überlegungen des Soziologen dazu an, selbst darüber nachzudenken, worin die Grenzen bestehen zwischen Maschinen, die immer mächtiger werden und Menschen, welche diese zwar bedienen aber immer weniger verstehen können. Beide haben viele Gemeinsamkeiten wie das Beispiel aus Tor Pignattara zeigt. Sowohl Menschen als auch Maschinen müssen zunächst sozialisiert werden, um ihrer jeweiligen Rolle gerecht zu werden. Dies bedeutet die Regeln und Normen einer Gesellschaft zu erlernen, um als Mitglied innerhalb einer sozialen Gemeinschaft agieren zu können. Beim Menschen geschieht dies durch die Erziehung. Indem diese durch Bezugspersonen, das soziale Umfeld oder Institutionen wie die Schule erzogen werden, erhalten sie bestimmte Verfahren, um die Vielzahl der kulturellen Codes, welche die soziale Interaktion mit anderen Menschen produzieren zu verarbeiten. Abhängig davon, in welchen Umfeldern dieser Prozess erfolgt, können die Personen ganz andere Muster entwickeln, auf welche sie in bestimmten Situationen zurückgreifen können. Einen ähnlichen Habitus, wie ihn der Soziologe Pierre Bourdieu beschrieben hat, können auch Maschinen entwickeln. Diese lernen bestimmte kulturelle Codes, welche in maschinenlesbarer Form vorliegen, zu verarbeiten und zu strukturieren. Während Menschen jedoch durch Erfahrungen sozialisiert werden, geschieht dies bei Algorithmen durch die Eigenschaften welchen ihnen zugeschrieben werden. Allerdings sind Menschen immer durch ihre kulturellen Prägungen in gewisser Weise voreingenommen, weshalb diese Überlegungen danach fragen, warum das gleiche nicht auch für Algorithmen gelten könnten. Schließlich müssen diese auch erst „sozialisiert werden“ um ihre gesellschaftlichen Anforderungen erfüllen zu können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Zentrales Argument des „Machine Habitus » ist es, Algorithmen nicht einfach nur als neutrale Maschinen, sondern als soziale Agenten zu begreifen, welche selbst gewisse Veränderungen herbeiführen können, somit eine gewisse Form von Macht ausüben können. Deutlich werden diese Überlegungen an Themen wie Filterblasen und Fakenews, oder der wachsenden Bedeutung von Bots, welche sich immer weniger von menschlichen Akteuren unterscheiden lassen. Ebenso wie Menschen, die sowohl als Individuum, als auch als Teil einer Gesellschaft agieren, sind Algorithmen soziale Agenten, welche in ein komplexes Netzwerk eingebunden sind. Jeder soziale Raum, sei dies die Gesellschaft oder soziale Netzwerke, ist eine Ansammlung von Beziehungen zwischen verschiedenen Positionen in der Gesellschaft. Diese Positionen werden durch das soziale Kapital bestimmt, sprich, die Möglichkeiten, welche sich für das Individuum ergeben, das über diese Verbindungen verfügt. Sowohl Menschen vergleichen ihre Position im sozialen Raum wie dies auch Maschinen tun. Beide unterscheiden sich lediglich darin, dass Menschen hierfür erlernte Muster nutzen, während Maschinen durch Wahrscheinlichkeitsrechnungen die Beziehungen zwischen Menschen, Objekten und Informationen bestimmen. Allerdings liegt hierin der große Unterschied zwischen Menschen und den Algorithmen komplexer Maschinen darin begründet, dass menschliche Akteure ein Bewusstsein für die Zwänge und Einschränkungen haben, die ihr Umfeld ihnen auferlegt. Hierauf können menschliche Akteure emotional reagieren und versuchen diese Umstände zu verändern, während technische Akteure diesen keine normativen Bedeutungen zuschreiben.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Mensch und Maschine gegeneinander im Miteinander</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Mit seiner Anregung eines „Machine Habitus“ möchte der Soziologieprofessor Massimo Airoldi vor allem dazu anregen, Algorithmen nicht mehr als black boxes, außerhalb der Gesellschaft zu sehen, sondern als zentrale Akteure im gesellschaftlichen Wandlungsprozess der digitalen Transformation zu begreifen. Hierzu bietet der Autor einige Ansätze für mögliche zukünftige Beziehungen zwischen den Algorithmen und deren menschlichen Nutzern. Zwar erhalten die Algorithmen durch deren Konstrukteure eine erste Sozialisierung. Allerdings erfolgt eine weitere Sozialisierung, indem diese in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden. Ähnliches passiert auch in der menschlichen Entwicklung. Zwar erhält jeder eine gewisse Prägung durch die Kindheit, aber andere Kontexte wie etwa der Beruf führen zu einer zweiteren Sozialisierung. Egal ob Maschine oder Mensch, die zweite Sozialisierung bringt neue Muster hervor, die Beziehung von sich zu anderen Akteuren und dem Umfeld einschätzen zu können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Ausblickend wird die Beziehung zwischen Menschen und Algorithmen als Maschinen vor allem durch zwei Faktoren bestimmt. Einerseits steht die Asymmetrie der Informationen, Je mehr die Algorithmen an Daten sammeln, desto besser können sie ihr Umfeld beschreiben, während Menschen immer größere Schwierigkeiten haben, die Funktionsweise der Algorithmen zu verstehen. Andererseits steht die Übereinstimmung der Ziele, welche der Algorithmus verfolgt und den Erwartungen, welche Menschen an deren Nutzung mitbringen. Hierbei können entweder Menschen den Habitus von Maschinen verändern oder aber Maschinen Menschen dazu anregen, ihre Verhalten zu verändern. Derart werden soziale Strukturen gleichsam reproduziert als auch grundlegend verändert je nach Beziehungsart.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Wer ist der Algorithmus?</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Abschließend regt „Machine Habitus“ vor allem dazu an, selbst darüber nachzudenken, wie unser Alltagsleben zunehmend durch die Beziehung zu Algorithmen und Maschinen mitbestimmt wird, ohne dass wir es immer direkt merken. Allerdings wird auch deutlich, dass Maschinen nicht neutral sind, sondern die positiven, aber auch negativen Eigenschaften sowie Ungleichheiten der Gesellschaft reproduzieren. Jedoch anders als Maschinen können sich Menschen dessen bewusstwerden, denn als Ausblick gibt das Werk zu bedenken, dass wir am Ende als Menschen der eigentlich entscheidende Algorithmus sind, indem wir die Welt mit ihren vielen komplexen Zusammenhängen nach unseren Vorstellungen zu ordnen versuchen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@beingabstrac">rishi</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-6"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-7"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div>
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		<title>Digital Natives oder Digital Immigrants- neue Generation (en) Internet?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2021 11:05:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-8"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><strong>Vor einigen Jahren fragte politik-digital schon einmal, wie verschiedene <a href="https://www.politik-digital.de/news/mein-internet-mein-fenster-zur-welt-149159/">Generationen Internet</a> den digitalen Wandel erleben und entdecken. In Zeiten der Pandemie ist das Internet als Fenster in die virtuelle und reale Welt immer wichtiger geworden. Wie hat sich der digitale Blick darauf im Lockdown verändert? Dieser Beitrag prüft und fragt, ob es noch zeitgemäß ist, zwischen Digital Natives und Digital Immigrants im Netz zu unterscheiden.  </strong></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Eine Technikfrage, viele Generationenfragen</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Zur Jahrtausendwende prägte der US-amerikanische Lehrer Marc Prensky den Begriff der </span><span style="font-weight: 400;">„Digital Natives“</span><i><span style="font-weight: 400;">. </span></i><span style="font-weight: 400;">Hierunter sind Mitglieder jener Generation zu verstehen, welche wie selbstverständlich mit digitalen Technologien wie Computern und Computerspielen, heute eher Smartphones und Sozialen Medien, aufwachsen. In Ausgabe 5 des Magazin “On the horizon” definierte Prensky 2002 Digital Natives als “‘</span><span style="font-weight: 400;"><a href="https://www.marcprensky.com/writing/Prensky%20-%20Digital%20Natives,%20Digital%20Immigrants%20-%20Part1.pdf">native speakers’ of the digital language of computers, video games and the Internet</a>”</span><span style="font-weight: 400;">. Hingegen müssten </span><span style="font-weight: 400;">“Digital Immigrants” </span><span style="font-weight: 400;">diese Sprache erst erlernen und würden doch ihren besonderen Akzent nicht gänzlich verlieren können. Bis heute hält sich die Ansicht, dass junge Menschen qua Geburt in der Lage sein müssten, souverän mit digitalen Medien umgehen zu können. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Ältere Generationen gelten hingegen als weniger technikaffin, somit eher skeptisch im Umgang mit den neuen digitalen Medien. Amy Orben, Psychologin an der Cambridge University, sieht hierin ein bewährtes Muster. In ihrem Konzept des „</span><span style="font-weight: 400;">Sisyphean Cycle of Technology“ </span><span style="font-weight: 400;">beschreibt sie den wiederkehrenden Effekt, dass jede neue Technologie zunächst auf Ablehnung und Bedenken, vor allem durch ältere Generationen, stößt. Einige historische Beispiel verdeutlichen, wie sehr neue Technologien oft zunächst kritisch und sogar schädlich angesehen werden. Angesichts des digitalen Wandels wird heute kontrovers um die Folgen einer zunehmenden „</span><span style="font-weight: 400;">Digitalen Demenz“ </span><span style="font-weight: 400;">nach Manfred Spitzer diskutiert. Unter dem Begriff “Digitaler Demenz” warnt Spitzer davor, eine starke Nutzung digitaler Medien würde sich negative auf die Intelligenz von Kindern und Jugendlichen auswirken. Zum Vergleich: In den 1940er Jahren entfachten sich heftige Diskussionen um die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Radiokonsum bei Kindern und Jugendlichen, was heute im Rückblick unterhaltsam wirken mag. Andere Beispiele sind Kritik an aufkommender Lesebegeisterung im 17. und 18. Jahrhundert oder aber auch die Einführung der Schrift im antiken Griechenland. Bereits Platon warnte im Dialog des Phaidros davor, die Möglichkeiten der Schrift zu überschätzen. Dort bemängelte er:  „</span><span style="font-weight: 400;">Nicht also für die Erinnerung, sondern für das Erinnern hast du ein Mittel erfunden und von der Weisheit bringst du deinen Lehrlingen nur den Schein bei, nicht die Sache selbst.“</span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Digitalisierung (er-)lernen</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Insbesondere die Möglichkeiten, aber auch die Notwendigkeit von Home-Office machen deutlich, wie unverzichtbar digitale Medien für unseren Alltag geworden sind. Allerdings</span> <span style="font-weight: 400;">ist ein kompetenter Umgang mit diesen Technologien nötig, um sich in der “neuen Welt” zurechtzufinden. Nicht immer bedeutet digital zugleich besser. Der Münchner Soziologe Armin Nassehi fragt in seinem Werk „</span><span style="font-weight: 400;">Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft</span><span style="font-weight: 400;">“ danach, für welches gesellschaftliche Problem Digitalisierung eine Lösung darstellen könnte. Anhand dieser Frage offenbaren sich Ziel und Zweck der Digitalisierung, aber auch Zweifel an den daraus resultierenden Veränderungen. Damit ist Digitalisierung zunächst weniger eine technische als vor allem eine gesellschaftliche Frage, welche Ziel und Zweck bestimmt.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Ganz im Sinne des „</span><span style="font-weight: 400;">Sisyphean Cycle of Technology&#8221; </span><span style="font-weight: 400;">wäre eine einfache Reaktion darauf, eine verbesserte Technik zu entwickeln, welche selbst eine Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Technik finden könnte. Die Technik wird derart zur Lösung ihrer selbst erklärt. Die Folge wäre, dass kein kritischer Umgang zu Grenzen und Chancen digitaler Medien mehr gelernt werden müsse. Viel eher wären pädagogische Fragen zu technischen Fragen verkürzt. Die Technik würde somit bestimmen, was zu lernen sei, um als menschliche Nutzer souverän mit der Technologie umzugehen. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Aber wer bestimmt in diesem Zusammenhang was unter besser oder schlechter zu verstehen ist? Worin liegt der Unterschied zwischen Machine Learning und menschlichem Lernen? Betrachtet aus einer informationstechnischen Perspektive ist Lernen ein Prozess von optimierter Wahrscheinlichkeitsrechnung. „Lernen“ in diesem Zusammenhang ist lediglich eine Rückkopplung von Berechnungsprozessen. Bildung als emanzipatorisches Ziel der Herausbildung von selbstbewussten und selbstbestimmten Subjekten würde dadurch entfallen. Der Mensch als Bezugsgröße würde zu einem Algorithmus verkürzt, wie die Autoren Nemitz und Pfeffer in ihrem Buch „</span><span style="font-weight: 400;">Prinzip Mensch</span><span style="font-weight: 400;">“ anmahnen. </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Aus Zugang wird Umgang</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Diskursiv ist der Begriff Digital Natives sehr normativ aufgeladen. Er vermittelt die Vorstellung, dass jüngere Generationen qua Geburt in der Lage sein müssten, kompetent mit digitalen Medien umzugehen. Diese Betrachtung ist jedoch verkürzt, da ein regelmäßiger Zugang zu digitalen Medien noch keinen kompetenten Umgang mit diesen sicherstellt. Vielmehr muss diese Kompetenz in der aktiven Anwendung erlernt werden. Ein Kerngedanke der Pädagogik ist „</span><span style="font-weight: 400;">Technology follows didactis“ </span><span style="font-weight: 400;">festzuhalten. Zuerst werden die Lernziele definierte (didactics) und dann folgen die Überlegungen, welche Technik dazu beitragen könnte, diese zu erreichen (technology). Daraus wird ersichtlich, dass Digitalisierung nicht nur von der Technik aus, sondern auch bezogen auf die Menschen, mit ihren jeweiligen Anforderungen und Erwartungen,  gedacht werden muss. Anders ausgedrückt, es sind die Lernenden, welche bestimmen, zu welchem Zweck der digitale Umgang erlernt werden soll.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Dies ist zu bedenken, da die Technik allein noch keine gute Lehre garantiert, wie aktuelle Beispiele des Homeschooling oder der Online-Lehre an Universitäten zeigen. In anderen Worten, die Qualität einer Vorlesung etwa bemisst sich nicht daran, ob sie online oder offline stattfindet, sondern wie diese didaktisch ausgestaltet ist. Es gilt abzuwägen, welche Medien für einen bestimmten Kontext am besten geeignet sind.</span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Ein Fenster mit vielen Perspektiven</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Vor einiger Zeit befragte politik-digital verschiedene Generationen über das Internet als ihr Fenster zur Welt. Alle blicken durch diese digitalen Fenster und haben doch unterschiedliche Ausblicke. Die Unterscheidung zwischen Digital Natives, welche als Pioniere souverän die neue digitale Welt erforschen, und Digital Immigrants, welche diese Welt nur langsam betreten, greift angesichts der zunehmenden Durchdringungen der Digitalisierung zu kurz.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Laut den Erhebungen des </span><a href="https://initiatived21.de/publikationen/d21-digital-index-2019-2020/"><span style="font-weight: 400;">Digitalindex der Initiative D21</span></a><span style="font-weight: 400;"> sind 86% aller Deutschen regelmäßig online. Diese teilen sich wiederum auf in digitale Vorreiter*innen (44%), digital Mithaltende (38%) und digital Abseitsstehende (18%). Während insbesondere die Zahl der digitalen Vorreiter*innen zum Vorjahr um 7% gestiegen ist, ist jene der digital Abseitsstehenden um 3% zurückgegangen. Dabei zeigt sich, dass die Mediennutzung mit dem Alter abnimmt, zugleich aber mit höherer Bildung zunimmt. Zwar fühlen sich vermehrt Jugendliche sicher in der digitalen Welt, zunehmend entdecken aber auch Silver Surfer die Möglichkeiten digitaler Medien. Diese lassen sich vor allem in zwei Gruppen einteilen. Die Silver Surfer unterscheiden sich in ihrem Nutzungsverhalten nicht wesentlich vom Rest der Gesamtbevölkerung. Hingegen sind die Offliner jene, welche aufgrund von mangelndem Interesse sowie körperlichen und geistigen Einschränkungen diese Tools nicht nutzen können. Zugleich zeigen Untersuchungen der </span><a href="https://www.divsi.de/wp-content/uploads/2018/11/DIVSI-U25-Studie-euphorie.pdf"><span style="font-weight: 400;">DIVSI U25-Studie</span></a><span style="font-weight: 400;"> aber auch, dass junge Menschen zunehmend skeptisch sind, in einer Welt zu leben, welche nur noch durch digitale Dienste und die Möglichkeiten von Onlinekommunikation bestimmt werden wird. Daran wird deutlich, dass digitale Kompetenz durch die kritische Anwendung oder den Verzicht auf die Medien bestimmt wird. </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Digitalisierung weiterdenken</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Zusammenfassend bietet die aktuelle Pandemiesituation ein einzigartiges Versuchsfeld, die vielen Möglichkeiten der Digitalisierung zu erforschen, sie zwingt gewissermaßen sogar dazu. Digitalisierung ist weniger als eine Technik, sondern vielmehr als eine Methode zu verstehen, die es immer wieder zu neu zu lernen, zu trainieren und kritisch zu reflektieren gilt. Deutlich ist hierbei geworden, dass digitale Kompetenz mehr als eine reine technische Anwendungskompetenz umfasst. Digitale Medien stellen weniger ein Werkzeug als vielmehr ein Denkzeug für kreative Ideen und für Kommunikation weltweit dar. Zugleich verschwimmen die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt zunehmend. Es kommt daher darauf an, zu reflektieren, in welchen Kontexten digitale Medien eingesetzt werden. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Wie hat diese besondere Zeit den Blick auf die Zukunft in einer digitalen Welt verändert? Vielleicht ist deutlich geworden, dass Alter an sich kein Indikator (mehr) ist für einen souveränen Umgang mit Digitalisierung. Viel eher sind die verschiedenen Generationen der Digital Natives und der Digital Immigrants so heterogen und bunt wie die Welt, welche sie gemeinsam und jeweils mit einem besonderen eigenen Blick erkunden und zu verstehen lernen. Dennoch bietet das Konzept Digital Natives und Digital Immigrants eine philosophisch wertvolle Komponente, sich bewusst darüber zu werden, dass es eine Zeit ohne digitale Medien gab. Hieraus wird ersichtlich, dass digital nicht immer gleich besser bedeutet. Grenzen und Potentiale, Risiken und Chancen einer digitalen Zukunft zu entdecken ist Handlungsfeld und Herausforderung für alle Nutzer zugleich, oder wie es der Bildungsforscher Alfred Treml einmal  formulierte: „Pädagogik ist immer die Vorbereitung und Inanspruchnahme von Zukunft.“</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@yasmina?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Yasmina H</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-8" data-row="script-row-unique-8" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-8"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-10"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-10" data-row="script-row-unique-10" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-10"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-11"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-11" data-row="script-row-unique-11" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-11"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitale Disruption oder ein Jahr, das zu denken gibt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 07:00:01 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Digitaler Jahresrückblick]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-12"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Was für ein Jahr?! Ein Virus, ein unsichtbarer Krankheitserreger, hat die Welt in Atem gehalten und wird das auch im nächsten Jahr tun. Zugleich waren Neugier und die Notwendigkeit für digitale Themen angesagt wie selten zuvor. Dass 2020 ein außergewöhnliches Jahr war, können wir unstrittig behaupten. Was haben wir dabei gelernt? Ein digitaler Jahresrückblick.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Was ist Digitalisierung? &#8211; Die Entdeckung des Neulands</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Kurz bevor Reisen nur noch digital erfolgten, machte sich Politik Digital noch ganz analog auf den Weg, das <a href="https://www.politik-digital.de/news/d3-expedition-157694/">Neuland</a> zu entdecken. Gemeinsam mit der <strong>Initiative D3 – so geht digital </strong>ging es auf Expedition durch das digitale Berlin. Unsere Mission lautete, Wege zu entdecken, Soziales und Digitales miteinander zu verbinden. Bei den vielen Stationen blieb vor allem eines hängen, wie es einmal die Datenwissenschaftlerin Hillary Manson zusammenfasste: „<em>The job of data scientist is to ask the right question!</em>” Präziser sind es drei Fragen: Was will ich wissen? Wer kann das lösen? Wie komme ich an die Daten? Das Jahr bot viele Antworten</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine der prägendsten digitalen Erfahrungen für viele war sicherlich das Homeoffice. Plötzlich entstand eine neue Art des Arbeitens, von zu Hause und häufig selbstgesteuert. Natürlich dürfen die negativen Seiten, insbesondere Kinderbetreuung und Homeoffice als Doppelbelastung, nicht unerwähnt bleiben. Trotzdem könnten dies Vorboten von <a href="https://www.politik-digital.de/news/arbeitsplatz-der-zukunft-157580/">New Work</a> sein. Darunter ist eine Abkehr von strikten und starren Prozessen und Denkweisen zu verstehen. Stattdessen sollen Innovationen und Flexibilität gefördert werden, hin zu mehr Neugier und Freiheit im Arbeitsleben. Ein geübter Umgang mit Technik ist auch in den eigenen vier Wänden<br />
des <a href="https://www.politik-digital.de/news/spion-im-haus-157600/">Smarthome</a> wichtig. Diese smarten Systeme können eine Einladung für Spysoftware sein. Dafür empfiehlt sich für alle, die digital unterwegs sind, regelmäßig die eigenen Fähigkeiten in Sachen <a href="https://www.politik-digital.de/news/digitale-selbstverteidigung-163546/">digitale Selbstverteidigung</a> zu trainieren und zu verbessern.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Digitalisierung neu (er)lernen</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>In den letzten Monaten wurde deutlich, wie sehr digitale Technologien unseren Alltag bestimmen. Besondere Prominenz erlangten die Debatten rund um die Corona-Warn-App als technische Lösung. Die rasante Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus zeigt die Dynamiken dieser Zeit. Allerdings betonte die SPD-Vorsitzende <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/corona-app-recap-159005/">Saskia Esken</a>: <em>“Die App muss gut eingebunden sein in ein gut funktionierendes und lernendes System Gesamtgesellschaft.”</em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Diese Herausforderung zeigte sich deutlich beim Thema <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/homeschooling-recap-158993/">Homeschooling</a>. Während einige Schulen gut auf die Pandemiesituation vorbreitet waren, traf andere diese vollkommen unvorbereitet. Digitalisierung bietet die Möglichkeit, den Unterricht mit neuen, zeitgemäßen und kreativen Lernformen zu erweitern, statt bestehende Lernstrukturen einfach in den digitalen Raum zu übertragen. Dies beinhaltet auch, die digitale Teilhabe aller Beteiligten zu stärken. Dafür braucht es Mut und Erfindergeist. Vielleicht lassen sich manche bei der Gestaltung des Onlineunterricht von unserer digitalen Reise zu Schulen in  <a href="https://www.politik-digital.de/news/covid19-ghana-162743/">Ghana</a> inspirieren. Allerdings darf bei aller Euphorie das wichtige Thema <a href="https://www.politik-digital.de/news/schrems-schulen-163457/">Datenschutz</a> nicht vergessen werden.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Manche erinnern sich ungern an den Mathematikunterricht, doch bot dieses Jahr eine Nachhilfe in Sachen Statistik und <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/verbinden-individuen-positive-erlebnisse-im-umgang-mit-zahlen-verunsichern-diese-sie-auch-nicht-159012/">Wahrscheinlichkeitsrechnung</a>. Bei der Vielzahl an Informationen wurde deutlich, wie wichtig es ist, ein Verständnis für den Umgang mit Medien und Daten zu entwickeln. Darum war dieses Jahr auch ein Jahr der Wissenschaftskommunikation, in welcher die Wissenschaft ihre Wege zu Erkenntnissen immer wieder neu medial erklären musste.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Digitale Demokratie oder Demokratisierung der Digitalisierung</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Wie in der Wissenschaft, so gilt auch in Politik und Gesellschaft: „<em>Veränderung beginnt mit Kritik!“ </em>Kritik bedeutet, neue Wege und Alternativen aufzuzeigen und zu entwickeln. Angesichts der außergewöhnlichen Pandemiesituation wird diese demokratische Debatte auf eine harte Probe gestellt. Verschwörungstheorien, Desinformationen und Fake-News gehören leider auch zum digitalen Rückblick. Immer wieder mussten Falschmeldungen gelöscht werden, immer wieder waren Social Media gezwungen, Post zu löschen. Ab wo beginnt Propaganda und <a href="https://www.politik-digital.de/news/hasskriminalitaetsgesetz-163534/">Hatespeech</a>, wo endet die Meinungsfreiheit? Ab wann wird aus der Vorsorge eine <a href="https://www.politik-digital.de/news/00-test-158164/">Zensur</a>?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Bürger*innen stehen als Teil eines demokratischen Systems vor diesen Fragen. Algorithmen als Komponenten eines technologischen Systems lassen sich von diesen Fragen nicht stören. Zwar bietet die Digitalisierung viele Chancen zur Eröffnung demokratischer Debatten, gleichzeitig stellt sie mit ihren technisch vereinfachten Annahmen auch eine Herausforderung für diese dar. Wie weit das gehen kann, zeigte ein Fall aus <a href="ðhttps:/www.politik-digital.de/news/kenias-digitales-identifikationssystem-157330/">Kenia</a>. Dort müssen sich alle Kenianer*innen in einem System registrieren, um öffentliche Dienstleistungen oder medizinische Hilfe in Anspruch nehmen zu können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Besonders kritisch wird es bei persönlichen und speziell <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/patientenakten-talk-163098/">gesundheitsbezogene</a>n <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/patientenakten-talk-163098/">Daten</a>. Darum argumentiert das Buch <a href="https://www.politik-digital.de/themen/prinzip-mensch-163356/"><em>Prinzip Mensch</em></a> dafür, nicht zu fragen, wie die Demokratie digitaler wird, sondern andersherum wie die Digitalisierung demokratischer gestaltet werden kann. Die Autoren Paul Nemitz und Matthias Pfeffer machen deutlich: „<em>Gerade die Corona-Krise lehrt, dass wir unsere Entscheidungen angesichts des Nicht-Wissens der Zukunft nicht Maschinen überlassen können. Vielmehr sind gerade in der technisierten und globalisierten Welt menschliche Vernunft und Verantwortung gefordert“. </em></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Daten zum Denken und Diskurse zur Debatte</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Manchmal braucht es Daten, manchmal braucht es Diskurse. Nicht alles, was im Internet funktioniert, muss neuartig sein. Während der <a href="https://www.politik-digital.de/news/quo-vadis-tageszeitung-157561/">Lokaljournalismus</a> immer mehr aus den großen Zeitungen verschwindet, blüht er im Internet erneut auf. Nachrichten mit regionalem Fokus finden ihre Adressat*innen. In der digitalen Kommunikation erfüllen zunehmend <a href="https://www.politik-digital.de/news/neue-gatekeeper-163460/">Algorithmen</a> die Aufgabe der Medien als vierte Gewalt. Anhand von Reichweiten, Nutzungsverhalten und Interessen größer Digitalkonzerne bestimmen sie die Tagesordnung.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Pädagoge Oskar Negt sagte einmal: „<em>Demokratie muss gelernt werden!</em>“. Angesichts der digitalen Umbrüche der letzten Zeit wird deutlich, wie wichtig dieser Lernprozess ist. Hierzu gehört die Frage nach <a href="https://www.politik-digital.de/news/paradigmenwechsel-162874/">Medienkompetenz</a>, aber auch die Schaffung einer digitalen Öffentlichkeit, fernab von Filterblasen und begrenzten eigenen sozialen Netzwerken. Medienformate wie <a href="https://www.politik-digital.de/debate-academy/recap-talking-politics-163375/">Youtube</a> oder <a href="https://www.politik-digital.de/news/the-kids-are-alright-was-die-politik-von-tiktok-will-163150/">Tiktok</a> bieten, mit einem angemessen Bewusstsein über Chancen und Risiken, eine Erweiterung der Möglichkeiten zur Förderung des öffentlichen Diskurses. <a href="https://www.politik-digital.de/news/memes-and-politics-157476/">Memes</a> erreichen eine große Anzahl von Netz-User*innen und können dazu beitragen, Debatten anzustoßen und sie ansprechend zu gestalten.  Vielleicht kann dies helfen, verlorenes <a href="https://www.politik-digital.de/news/auslaendische-wahlbeeintraechtigung-163594/">Vertrauen</a> in die Demokratie wiederherzustellen.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Jede Krise ist eine Chance, aus ihr zu lernen</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Gehörte 2019 Klimaschutz noch zu den wichtigsten Themen, wurde in diesem Jahr deutlich, wie stark dies mit einer nachhaltigen Digitalisierung verbunden ist. Beide Komponenten verbindet das Projekt „<a href="https://www.politik-digital.de/news/bits-und-baeume-157371/">Bits für Bäume</a>“, das sich für eine nachhaltige, digitale und ökologische Zukunft einsetzt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Was bleibt am Ende dieses Jahres voller Unsicherheiten und Überraschungen noch zu sagen? Sicherlich war 2020 alles andere als ein einfaches Jahr, viel eher war es ein Jahr, das zum Nachdenken anregt. Nachzudenken darüber, wo die Chancen und Grenzen digitaler Technologien liegen. Nachzudenken über die Frage nach der Verantwortung, globale Probleme einer globalen Welt als Menschheit gemeinsam zu lösen, die Zukunft zu gestalten. Natürlich kann Technologie bei dieser schweren Aufgabe helfen, aber niemals die menschlichen Fähigkeiten ersetzen. Paul Nemitz, der für die Europäische Kommission die Datenschutzgrundverordnung verhandelt hat, brachte es auf den Punkt: „<em>Mit Daten von gestern lässt sich die Zukunft nicht berechnen. KI denkt nicht, kann anders als Menschen nichts neues entwickeln.“</em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das neue Jahr 2021 kündigt sich anders an als die vielen Jahre zuvor. Mein Wunsch ist, dass wir alle an dieser Krise wachsen, wieder mehr zusammenwachsen. Die Pandemie hat deutlich gemacht: Eine globale und digitale Zukunft benötigt Antworten auf die Frage, wie wir diese gestalten wollen. Anders ausgedrückt fasste es Albert Einstein zusammen: „<em>Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in dieser gedenke ich zu leben!</em>“</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Autor*innen von politik-digital wünschen allen Leser*innen ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2021. Wir von politik-digital freuen uns darauf, mit Ihnen nächstes Jahr wieder auf digitale Entdeckungsreisen zu gehen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-12" data-row="script-row-unique-12" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-12"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-14"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-14" data-row="script-row-unique-14" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-14"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-15"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-15" data-row="script-row-unique-15" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-15"));</script></div></div></div>
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		<title>Hier bin ich digital, hier darf ich Mensch sein – Buchrezension Prinzip Mensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 09:48:16 +0000</pubDate>
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</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW261671835 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW261671835 BCX9">Was macht Macht mit unseren Daten?</span></span><span class="EOP SCXW261671835 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">Einst waren mit dem Internet große demokratische Revolutionen verbunden. An die Stelle von Monologen sollten demokratische Dialoge eines herrschaftsfreien Diskurses, </span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">um mit </span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">Jürgen Habermas</span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9"> zu sprechen</span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">, treten. Der revolutionäre Gedanke des digitalen Zeitalters herrscht, im wahrsten Sinne des Wortes, heute mehr denn je, wenn etwa Facebook Gründer </span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">Mark Zuckerberg postuliert: <em>„</em></span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9"><em>Move fast and break things“</em>. </span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">Dieses Motto steht gleichermaßen für die Zukunftsvision einer neuen Epoche des Silicon Valley. Allerdings scheint es, als habe sich das Internet von einer Hoffnung für die Demokratie zu</span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9">r</span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9"> Bedrohung</span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9"> der Demokratie</span></span><span class="TextRun SCXW75118643 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW75118643 BCX9"> entwickelt. </span></span><span class="EOP SCXW75118643 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW94015844 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW94015844 BCX9">In ihrem Werk „Prinzip Mensch“ geben Paul Nemitz und Mathias Pfeffer einen nachdenklichen Einblick in die digitale Gedankenwelt des Silicon Valleys. Sie zeigen auf, wie und warum sich die Machtverhältnisse </span></span><span class="TextRun SCXW94015844 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW94015844 BCX9">in demokratischen Gesellschaften von demokratisch legitimierten Akteuren immer stärke</span></span><span class="TextRun SCXW94015844 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW94015844 BCX9">r</span></span><span class="TextRun SCXW94015844 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW94015844 BCX9"> in Richtung der großen fünf Technikkonzerne verschoben haben. Die GAFAM, </span></span><span class="TextRun SCXW94015844 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW94015844 BCX9">Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft bestimmen zunehmend unser alltägliches Leben, bestimmen aber auch zunehmend die politische Debatte in der Demokratie. </span></span><span class="EOP SCXW94015844 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW94015844 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW94015844 BCX9">P<span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9">aul Nemitz war als Direktor für Grundrechte in der EU-Kommission verantwortlich für die Arbeiten zur „Einführung der Datenschutzgrundverordnung“. Matthias Pfeffer ist freier TV- Journalist und Produzent für verschiedene TV-Formate wie „Future Trends“ dem ersten Wissenschaftsformat im Privatfernsehen. Gemeinsam geben sie eine reflektierte Antwort auf die Frage, wie di</span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9">gitale</span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9">Zukunft nach demokratischen Prinzipen</span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9"> gestalte</span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9">t</span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9"> werden kann</span></span><span class="TextRun SCXW5664781 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5664781 BCX9">. </span></span><span class="EOP SCXW5664781 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW216727608 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW216727608 BCX9">A </span></span><span class="TextRun SCXW216727608 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SpellingErrorHighlight SCXW216727608 BCX9">summer</span></span><span class="TextRun SCXW216727608 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW216727608 BCX9"> of like</span></span><span class="TextRun SCXW216727608 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW216727608 BCX9"> – </span></span><span class="TextRun SCXW216727608 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW216727608 BCX9">D</span></span><span class="TextRun SCXW216727608 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW216727608 BCX9">ie Kalifornische Ideologie</span></span><span class="EOP SCXW216727608 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><em><span class="TextRun SCXW109439881 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW109439881 BCX9">„Wenn die Hälfte der Nutzer nicht weiß, was überhaupt ein Algorithmus ist und wie er filtert und sortiert</span></span><span class="TextRun SCXW109439881 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW109439881 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW109439881 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW109439881 BCX9"> was sie zu sehen bekommen, wie viele werden dann wissen, dass hinter jedem Algorithmus Menschen stehen, die mit dem Programm eigene Interessen verfolgen?“</span></span><span class="EOP SCXW109439881 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">Auf einmal erscheint die bunte Welt der GAFAM, die Wunderwelt der digitalen Technik</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"> in einem</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"> ganz</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"> anderen Licht. War nicht das Versprechen von Google stets</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"> </span></span><em><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">„</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW29840450 BCX9">Don´t</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW29840450 BCX9">be</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW29840450 BCX9">evil</span></span><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">!</span></span></em><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"><em>“</em>? Die Analogien zu dem Wahlspruch der Hippiebewegung <em>„</em></span></span><em><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">Make love not war</span></span></em><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9"><em>“</em> sind nicht rein zufällig. Die <em>„</em></span></span><em><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">Kalifornische Ideologie“</span></span></em><span class="TextRun SCXW29840450 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW29840450 BCX9">, wie die Autoren das Selbstverständnis des Silicon Valley beschreiben, entstammt selbst aus den Idealen der 68er. </span></span><span class="EOP SCXW29840450 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">Entstanden waren diese aus Protesten gegen den Vietnamkrieg, der Kampf Martin Luther Kings, sowie das Aufbegehren junger Menschen für mehr persönliche Freiheiten, </span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">das Aufbrechen von Konvention, eine Ablehnung der Politik</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9"> für mehr Dezentralisierung. Viele suchten nach neuen Wegen, schlossen sich neuen Lebensgemeinschaften an. Dieser Gedanke findet sich auch in der Kalifornischen Ideologie wieder</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">:</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9"> Freiheit m</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">ü</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">ss</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">e</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9"> nun durch die Befreiung von Konventionen erstritten werden.</span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW11919015 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW11919015 BCX9">Dieser Gedanke ist stark im amerikanischen Bewusstsein verankert. Einst waren die Pioniere im Wilden Westen auf sich selbst gestellt ohne Obrigkeit nur durch eigene technischen Fähigkeiten zu überleben. Dieses Denken heißt, stets die Grenzen des Möglichen zu verschieben, undenkbares zu denken, unmögliches möglich zu machen. </span></span><span class="EOP SCXW11919015 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW39892233 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW39892233 BCX9">Mensch in Maschin</span></span><span class="TextRun SCXW39892233 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW39892233 BCX9">e</span></span><span class="TextRun SCXW39892233 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW39892233 BCX9"> – </span></span><span class="TextRun SCXW39892233 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW39892233 BCX9">Mehr Technik wagen</span></span><span class="TextRun SCXW39892233 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW39892233 BCX9">!</span></span><span class="EOP SCXW39892233 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9">Insbesondere die aktuelle Pandemie macht deutlich, wie schwer es geworden ist, die stetig wachsenden Men</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9">gen</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9"> an Informationen verarbeiten zu können. Angesichts der bewussten Streuung von Falschmeldungen, um für Verwirrung und Unsicherheiten zu sorgen, hat die Weltgesundheitsorganisation analog zu </span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9">„</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW100021712 BCX9">pandemics</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9">“</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9"> bereits den Begriff der </span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9">„</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW100021712 BCX9">infodemics</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9">“</span></span><span class="TextRun SCXW100021712 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW100021712 BCX9"> geprägt. Angesichts immer größerer Informationsmengen wird es für jeden einzelnen, aber auch vor allem die Politik schwierig, richtig von falsch zu trennen, eine Orientierung bieten zu können. </span></span><span class="EOP SCXW100021712 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">Hierin sieht das Silicon Valley jedoch keine besondere Schwierigkeit. Probleme, welche durch die Technik entstanden sind, ließen sich schließlich auch durch Technik lösen. An die Stelle von Schöpfung treten Informationen, an die Stelle von Menschen Maschine</span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">n, die</span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9"> diese verarbeiten. </span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">B</span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">ereits Konrad Zuse vertrat die Überlegung, der gesamte Kosmos sei ein einziger großer Computer. Gelänge es nun entsprechend leistungsfähige Rechenmaschinen zu bauen, müsste es möglich sein, die Regeln des Kosmos zu entschlüsseln. Allerdings warnte </span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">er</span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9"> auch davor: <em>„</em></span></span><em><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">Die Gefahr, dass die Computer dem Menschen ähnlich werden, ist nicht so groß, wie die Gefahr, dass die Menschen dem Computer ähnlich werden</span></span><span class="TextRun SCXW106847251 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW106847251 BCX9">.“</span></span><span class="EOP SCXW106847251 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">Immer wieder s</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">teht der technische Fortschritt vor der Frage: Mensch oder Maschine? Für Technikpropheten wie den Chefentwickler von Google Ray Kurzweil ist diese Frage längst beantwortet: Mensch in Maschine. Anders ausgedrückt, können Menschen nicht mehr mit den Maschinen mithalten, so müssten diese sich nicht dem Menschen anpassen, sondern umgekehrt.</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9"> Diese Vorstellung wird von drei </span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">Pfeilern getragen</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">:</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9"> der Kybernetik, des Evolutionismus sowie der </span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">n</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">eoliberalen Spieltheorie. Die Kybernetik vertritt die Auffassung</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9"> Menschen seien lediglich Datenträger</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9"> und </span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">somit in ihrem Verhalten elektronisch abzubilden. Der Evolutionismus geht von der Annahme aus, eine immer </span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW260568901 BCX9">exponentieller</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW260568901 BCX9">e</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9"> Entwicklung werde durch die Darwinschen Gesetze Fortschritt bringen. Die </span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">n</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">eoliberale Spieltheorie schließlich versucht, menschliches Verhalten durch Algorithmen vorhersagen zu können. Der Mensch als Mensch ist darin fehlerhaft und lediglich Störfaktor. Daher muss dieser immer weiter optimiert werden. Die Debatte Mensch oder Maschine führe nicht z</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">ur Unterwerfung unter die Maschinen, sondern </span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9">zur</span></span><span class="TextRun SCXW260568901 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW260568901 BCX9"> Selbstüberwindung des Menschen.  </span></span><span class="EOP SCXW260568901 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW196787422 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW196787422 BCX9">Demokratie im </span></span><span class="TextRun SCXW196787422 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2 SCXW196787422 BCX9">Dataismus</span></span><span class="TextRun SCXW196787422 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW196787422 BCX9"> –</span></span><span class="TextRun SCXW196787422 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW196787422 BCX9"> Digitalisierung neu denken</span></span><span class="TextRun SCXW196787422 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW196787422 BCX9">!</span></span><span class="EOP SCXW196787422 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9">Was düster klingen mag, mag zu einem gewissen Teil auch seine Berechtigung haben. Demokratien benötigen Innovationen, um wirtschaftlichen Wohlstand und damit das Wohlergehen der Gesellschaft zu ermöglichen. </span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9">In pluralen Gesellschaften wirken viele Akteure am demokratischen Diskurs mit, versuchen diesen nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Der große Verdienst des alten Griechenlands bestand darin,</span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9">dass</span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9"> an</span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9">die Stelle der Götter, Eris für Zwietracht und Philia für Eintracht, die Polis als Ort des öffentlichen Raumes, des Diskurses trat. Aber bereits damals gab es die Sophisten, welche unter dem Verdacht standen, diese öffentliche Meinung nach persönlichen Interessen statt </span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9">des Gemeinwohls</span></span><span class="TextRun SCXW33162721 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW33162721 BCX9"> zu manipulieren. </span></span><span class="EOP SCXW33162721 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">Vorfälle wie etwa der </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">von </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">Cambridge </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">Analytica</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9"> oder </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">Fake</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9"> N</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">ews zeigen, dass sich hieran wenig verändert hat. Der Unterschied ist jedoch, so argumentieren </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">Nemitz</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9"> und Pfeffer, </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">dass</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">die GAFAM gar nicht darauf ab</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">zielen</span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">, die Demokratie zu beeinflussen, viel eher gelte es, diese zu überwinden. Immer wieder steht die Politik vor der schwierigen Aufgabe, Regeln und Gesetze für das „Neuland Internet“ zu finden. Die Technikkonzerne, so zeigen die Autoren auf, </span></span><span class="TextRun SCXW81743683 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW81743683 BCX9">argumentierten, Politik stünde der Technik und ihren großen Potentialen lediglich im Weg. Diese verstünde deren Komplexitäten nicht, habe daher keinen Anspruch Regeln aufzustellen. </span></span><span class="EOP SCXW81743683 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW210579987 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW210579987 BCX9">Deutlich wird dies am Beispiel </span></span><span class="TextRun SCXW210579987 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW210579987 BCX9">des neuen Contract Social, ausgerufen von John Perry Barrow, dem Gründer der Electronic Frontier Foundation. Einst plädierte Rousseau für einen Sozialvertrag, welcher eine Ordnung schaffen sollte, in der alle Menschen ihre natürliche Freiheit in einem gesellschaftlichen Zusammenleben bewahren könnten. Der moderne Contract Social nach Barrow ersetzt dabei die Natur durch Technik und die Normen des Zusammenlebens durch technische Regeln. Die Konsequenzen sind die Forderung nach einer Technokratie, in welcher Politik lediglich noch eine beratende Rolle zukommen dürfe. </span></span><span class="EOP SCXW210579987 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW19748330 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW19748330 BCX9">Diese Logik zeigt sich gut am Beispiel des amerikanischen Wahlkampfes. Während eine Facebook Anzeige für Donald Trump, sprich Republikaner, 8$ kostet, kostet diese für die Kandidaten der Demokraten 279$. Jene Partei, welche sich in diesem Fall einem</span></span><span class="TextRun SCXW19748330 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW19748330 BCX9"> internen</span></span><span class="TextRun SCXW19748330 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW19748330 BCX9"> demokratischen Wahlverfahren stellen muss, wird durch die Marktlogik finanziell bestraft. Eine Facebook Supreme Court beansprucht sogar die Rechtsauslegung bereits für sich selbst. </span></span><span class="EOP SCXW19748330 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW194643057 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW194643057 BCX9">Digitale Diskurse</span></span><span class="TextRun SCXW194643057 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW194643057 BCX9"> – </span></span><span class="TextRun SCXW194643057 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW194643057 BCX9">Lass dich überraschen</span></span><span class="TextRun SCXW194643057 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW194643057 BCX9">!</span></span><span class="EOP SCXW194643057 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="EOP SCXW30921268 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9"><span class="TextRun SCXW146343774 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW146343774 BCX9">Insbesondere in diesem Denken sehen Nemitz und Pfeffer eine große Gefahr für das einstige digitale Demokratieversprechen. Individuelle Nachrichten, persönliche Informationen und Angebote zugeschnitten auf die Bedürfnisse eines jeden einzelnen lassen den Common Ground für Dialoge und Diskussionen zu einem Common Ground Zero verkümmern. In anderen Worten ausgedrückt</span></span><span class="TextRun SCXW146343774 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW146343774 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW146343774 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW146343774 BCX9"> eine gemeinsame Basis, ein gemeinsamer demokratischer Rahmen des Austausches und des Dialoges wird zugunsten von individuellen Bedürfnissen aufgegeben.</span></span><span class="EOP SCXW146343774 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span>.</span></span><span class="EOP SCXW5452200 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="EOP SCXW30921268 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9">Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang der Fund, dass die vermeintliche Öffnung der Welt durch digitale Vernetzung zu deren Verschließen geführt hat. In seinem Werk <em>„</em></span></span><em><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9">Die offene Gesellschaft</span></span></em><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9"><em>“</em> </span></span><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9">erläutert</span></span><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9"> der Philosoph Karl Popper 1945</span></span><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW5452200 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW5452200 BCX9">die Bedeutung von freien Informationsfluss für freie und aufgeklärte Gesellschaften. Allerdings so scheint es, hat der freie Informationsfluss des Internets eine Rückkehr zu alten Stammesgesellschaften bewirkt.</span></span><span class="EOP SCXW5452200 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">Der Vorwurf </span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">des </span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">Silicon Valleys</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">:</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9"> Demokratien </span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">s</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">ind</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">nicht mehr in der Lage Problem zu lösen. </span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">Demokratien sind fehlerhaft, das musste auch schon Winston Churchill zugeben</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">.</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9"> Jedoch betrachten sie den Menschen in seiner Einzigartigkeit als Mensch, als lernenden Subjekt auf dem Weg ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes Wesen zu werden. Maschinen, auch wenn sie „lernen“ sind hiermit nicht vergleichbar, basieren sie doch auf </span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9">probabilistischen</span></span><span class="TextRun SCXW103215461 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103215461 BCX9"> Annahmen. </span></span><span class="EOP SCXW103215461 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="EOP SCXW103215461 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9">Probabilistische Modelle der Empfehlungen für unsere Routen durch den virtuellen Raum sind rückwärtsgewandt. Algorithmen verstärken Muster, dass wir nichts Neues mehr erfahren, nur was uns gefällt. </span></span><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9">Sie bevorzugen Emotionen über Debatten, belohnen Aufmerksamkeit gegenüber Diskussion. Das Gebot von Google &amp; CO: „</span></span><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9">Sei nicht langweilig</span></span><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9">!“  Insbesondere der Journalismus spürt diese Auswirkungen von einer kritischen Berichterstattung zu einer immer stärkeren Suche nach Skandalen für Reichweite nach</span></span><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9"> der</span></span><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9"> Logik der Aufmerksamkeitsökonomie</span></span><span class="TextRun SCXW245734037 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW245734037 BCX9">.</span></span><span class="EOP SCXW245734037 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span> </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW129229753 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129229753 BCX9">Wir sind das Volk</span></span><span class="TextRun SCXW129229753 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129229753 BCX9"> – </span></span><span class="TextRun SCXW129229753 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129229753 BCX9">Wer </span></span><span class="TextRun SCXW129229753 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129229753 BCX9">nutzt</span></span><span class="TextRun SCXW129229753 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129229753 BCX9"> die Daten?</span></span><span class="EOP SCXW129229753 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><em><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">„</span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">Gerade die Corona Krise lehrt, dass wir unsere Entscheidungen angesichts des Nicht-Wissens der Zukunft nicht Maschinen überlassen können. Vielmehr sind gerade in der technisierten und globalisierten Welt menschliche Vernunft und Verantwortung gefordert</span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">.</span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">“</span></span></em><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9"> Am Ende ihres Buches zeigen die Autoren verschiedene Lösungswege auf, wie </span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">sich demokratische </span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">Gesellschaften in demokratischen Verfahren den Herausforderungen des digitalen Wandels stellen können. Analog zur Gewaltenteilung sprechen sie von einer Datenteilung, in welche</span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9">r</span></span><span class="TextRun SCXW160135773 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW160135773 BCX9"> die Betreiber der Dateninfrastruktur und die Besitzer der Daten voneinander getrennt werden sollen. Datentreuhändler überwachen, dass keine der Seiten zu viel Macht erlangen kann. </span></span><span class="EOP SCXW160135773 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW77931887 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW77931887 BCX9">„Prinzip Mensch“ lehnt den technischen Fortschritt keineswegs ab, möchte diesen aber wieder zu seinem demokratischen Ausgangspunkt zurückführen. Politik, Recht und Technik müssen hierfür Hand in Hand miteinander arbeiten, anstelle ein reine</span></span><span class="TextRun SCXW77931887 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW77931887 BCX9">s</span></span><span class="TextRun SCXW77931887 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW77931887 BCX9"> Primates der Technik zu sehen. Hierzu gehört aber auch ein Journalismus</span></span><span class="TextRun SCXW77931887 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW77931887 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW77931887 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW77931887 BCX9"> der dies kritisch begleitet und überwacht. </span></span><span class="EOP SCXW77931887 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW109547387 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW109547387 BCX9">Im abschließenden Kapitel führen Nemitz und Pfeffer vielseitige Lösungsvorschläge an, welche die Vielfalt demokratischen Handelns widerspiegeln. Allen diesen ist gemeinsam, dass sie ein kritisches Nachdenken und Abschätzen der Folgen digitaler Technologen fordern</span></span><span class="TextRun SCXW109547387 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW109547387 BCX9">. Gesetze sollen dafür technikneutral formuliert sein, um den digitalen Dynamiken zu genügen. Wichtig ist es dabei, wie Stuart Russel fordert, dass Menschen nicht die KI fragen, was sie tun sollten, aber die KI bei ethischen Fragen immer wieder den Menschen selbst fragen muss. </span></span><span class="EOP SCXW109547387 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><span class="TextRun SCXW253403530 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW253403530 BCX9">Dystopie</span></span><span class="TextRun SCXW253403530 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW253403530 BCX9">, Utopie, Demokratie</span></span><span class="TextRun SCXW253403530 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW253403530 BCX9"> – </span></span><span class="TextRun SCXW253403530 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW253403530 BCX9">Es liegt an uns</span></span><span class="EOP SCXW253403530 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW129625470 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129625470 BCX9">Insbesondere die aktuelle Pandemie wirft Fragen auf, wie wir als Menschen in einer Gesellschaft zukünftig miteinander leben wollen, auf welchen Werten diese gebaut sein soll. Technik kann hierauf keine Antwort liefern, </span></span><span class="TextRun SCXW129625470 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129625470 BCX9">si</span></span><span class="TextRun SCXW129625470 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129625470 BCX9">eht</span></span><span class="TextRun SCXW129625470 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129625470 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW129625470 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW129625470 BCX9">sie den Menschen doch nicht als Menschen, sondern als Träger von Information, als Instrument, dass es zu optimieren und überwinden gilt. </span></span><span class="EOP SCXW129625470 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><em><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">„</span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">Die Zukunft ist offen. Um sie zu bewältigen, brauchen wir menschliche Intelligenz und menschliche Werte. Künstliche Intelligenz schafft lediglich künstliche Werte.</span></span></em><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714"><em>“</em> </span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">Zwar enthält Prinzip Mensch einige dystopische Züge einer technokratischen </span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">Zukunft</span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">, allerdings sollte das Buch nicht als solches verstanden werden. Viel eher möchten die Autoren über die Denkweise und Weltsicht einer zunehmend digitalen Welt aufklären. Täglich begegnen wir den Errungenschaften und Wundern aus Silicon Valley</span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">.</span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714"> </span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">D</span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">as Buch </span></span><span class="TextRun BCX9 SCXW107842714" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun BCX9 SCXW107842714">bietet vor allem Anregungen für Kritik an einem technokratischen Verständnis, welches die demokratische Freiheiten vieler zugunsten einer bunten, bequemen Technokratie gesteuert von einigen wenigen aufgibt.</span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="EN-CA" xml:lang="EN-CA" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9">Im Mutterland des Silicon Valley heißt es: <em>„</em></span></span><em><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="EN-CA" xml:lang="EN-CA" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9">We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness</span></span></em><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="EN-CA" xml:lang="EN-CA" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9"><em>.”</em> </span></span><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9">Aber um diese Rechte zu wahren,</span></span><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9"> zu fördern,</span></span><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9"> werden Institutionen von u</span></span><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9">nd für Menschen nicht durch Maschinen geschaffen</span></span><span class="TextRun SCXW40470155 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW40470155 BCX9">.</span></span><span class="EOP SCXW40470155 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9">In diesem Sinne ist Paul Nemitz und Matthias Pfeffer ein tiefgründiges Werk gelungen, welches das „Prinzip Mensch“</span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9"> den Menschen in seiner Einzigartigkeit</span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9">,</span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9"> ins Zentrum rückt. Zusammenfassen lässt sich diese</span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9">s</span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9"> Prinzip mit der Frage: </span></span><em><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9">Wie lassen sich Maschinen durch Menschen beherrschen, </span></span><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9">so</span></span></em><span class="TextRun SCXW127980482 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW127980482 BCX9"><em>dass Menschen nicht einmal durch Maschinen beherrscht werden?</em> </span></span><span class="EOP SCXW127980482 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW170183313 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW170183313 BCX9">Aus der Hoffnung für die Demokratie ist eine Herausforderung für diese geworden, oder um mit den Worten von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zu schließen: </span></span><em><span class="TextRun SCXW170183313 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW170183313 BCX9">„Nicht um die Digitalisierung der Demokratie müssen wir uns zuallererst kümmern, sondern um die Demokratisierung des Digitalen</span></span><span class="TextRun SCXW170183313 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW170183313 BCX9">.</span></span><span class="TextRun SCXW170183313 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW170183313 BCX9">“</span></span><span class="TextRun SCXW170183313 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW170183313 BCX9"> </span></span><span class="EOP SCXW170183313 BCX9" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW232933394 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW232933394 BCX9">Auf ihrer </span></span><a class="Hyperlink SCXW232933394 BCX9" href="https://prinzipmenscheu.wordpress.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><span class="TextRun Underlined SCXW232933394 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="none"><span class="NormalTextRun SCXW232933394 BCX9" data-ccp-charstyle="Hyperlink">Website</span></span></a><span class="TextRun SCXW232933394 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW232933394 BCX9"> </span></span><span class="TextRun SCXW232933394 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW232933394 BCX9">laden die Autoren die Leserschaft zum Dialog über diese Frage ein.</span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@placefu?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Andrew Kow</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-16" data-row="script-row-unique-16" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-16"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-18"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-18" data-row="script-row-unique-18" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-18"));</script></div></div></div>
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		<title>What we can learn from Covid-19 &#8211; A perspective from Ghana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 08:20:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-19"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>The Covid-19 pandemic has changed the world as we know it. The same has repeatedly been said about digitization. During the lockdown and times of social distancing, the importance of digital tools has become more and more obvious. But what can we learn from the experience of the past months? What conclusion can we draw for the way we learn and communicate? Insights from digital learning in Ghana.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Learning is sharing knowledge:</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>“Growing up, I realized I like talking and always want to let people know what I know”, Yaw Oppong explains his motivation to work in the field of education. Oppong is a studied professional teacher (educationist), who also holds a Master of Research (Mphil) from the University of Winneba (Ghana). “Imparting my knowledge to younger ones helps me to read and learn widely”, the young politician and striving diplomat elaborates further on his motivation.</p>
<p>We are both currently facing the challenges of home office as we are both participating in the European Academy of Diplomacy, an international program fostering intercultural skills. This is why we met over a chat to discuss how corona has and will change the way we learn.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Digitization means discovering new methods:</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>We start our discussion talking about the impacts of Covid-19. We both agree that the most intrusive measure was imposing a general lockdown. Suddenly, it was not possible to meet friends and family any longer. Many activities that could be done in person had to be adapted to the unprecedented circumstances. Various aspects of social and work life had to be taken to digital channels for better or worse. Yaw agrees on that, stating that he likes hanging around with people, especially friends. Yet, in times of corona, this was not possible any longer. He realized that social media channels can be used as social tool, but also as a tool that can be used for doing real business. He argues:” I realized that things in life can be done differently instead of the normal traditional exercising duties. A lot of jobs can be done at home without necessarily going to the office or workplace.”</p>
<p>Especially in the field of education, the educational expert argues that e-learning had a mitigating effect on the impact of the corona measures. “I think these digital tools should also be used to supplement the traditional way of teaching and learning since it exposes students to technology and its use effectively. The skill of using technology effectively is needed in this century”, he points out.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Investment in equal access to equal chances</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>During the lockdown, teachers were hired by the government to lecture on public television. However, only the core subjects were covered, namely: English, Math, sciences, and social studies. What might have been quite helpful for the urban regions was not that effective in remote regions, as a lot of those areas do not provide a stable internet connection or even access to electricity. Students in those areas could not benefit from the government intervention.</p>
<p>“Although the intentions were good, it didn´t help the less privileged because it had widened the inequality gap”, as the young Ghanaian politician laments.</p>
<p>“Therefore, those programmes of remote learning should be extended, and more investment should be done in that aspect”, he demands. “However, it should be a complementary approach to the traditional learning. Massive investment should go into technological infrastructure in Ghana. All remote areas should get access to electricity and stable internet connection since this is the basic requirement that comes before the equipment”, Yaw Oppong elaborates further on the importance of digital access for everyone.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Africa is young and inventive:</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Many stereotypes are revolving around the African continent. Yet the young politician from Ghana would like to emphasize: “It´s not true that Africa is poor and needy. The major problem is bad leadership. Although some countries are now experiencing good leadership to get their countries back on track, just as I observe in countries like Rwanda and Ghana.”</p>
<p>Especially the African history is determined by the common memory of the time of colonialism. For that reason, the striving diplomat and educational expert argues in favor of a strong African Union:” Africa has to come together strongly as one unit to compete with other major economies. Let´s look at this, the US are big and have one currency (Dollar), the European Union has one currency (Euro). How can one tiny country in Africa like Ghana or Togo compete with the US whilst even one state is bigger than the whole country of Togo. Unless Africa unites, acting as one, we will be at the weaker side. We are not poor; we have all the resources that just have to be utilized efficiently.”</p>
<p>In that sense, Oppong argues for more self-confidence and equal partnerships: “Africa needs partnerships with developed countries, not donors to feed us. Partnerships that gives provide a win-win situation, not donations with intentions to control us.” Foremost, he would like to see more cooperation with Europe in the field of hygiene, investment and entrepreneurial topics.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>What the Covid-19 pandemic taught us</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Unexpectedly, Covid-19 has offered a unique testing ground for the chances and limits of digital means. For instance, at schools in cities like Accra, Kumasi and others, kids were taught through social media channels. Parents here are able to purchase smartphones and machines for their kids as well. However, rural or remote areas had a very different experience.</p>
<p>Consequently, access to digital means implies more than ever access to better chances in life. Therefore, the trained teacher and educational expert Yaw Oppong would like to teach one thing: teaching how to code and how to program. He says: “Our future kids need these skills looking at where the world is moving to.”</p>
<p>He knows: “The youth appreciates digitization and thinks it is the way forward.” Therefore, especially after Covid-19, Yaw Oppong would like to help students in Ghana to learn, how this new technology can be used efficiently, opening up new opportunities for young people in Ghana.</p>
<p>An old proverb from Ghana says: “Knowledge is like a baobab tree; no one can encompass it with their hands.” Medasse Yaw Oppong for sharing your thoughts and knowledge.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-19" data-row="script-row-unique-19" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-19"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-20"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by afrehdo on <a href="https://pixabay.com/de/photos/kwame-nkrumah-ghana-accra-2781373/">pixabay</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-20" data-row="script-row-unique-20" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-20"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-22"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-22" data-row="script-row-unique-22" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-22"));</script></div></div></div>
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		<title>Das Neuland neu entdecken: D3 Expedition durch das digitale Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 09:33:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datascience =]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[D3]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-23"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Wie lassen sich Digitales und Soziales miteinander verbinden? Die Initiative D3 – so geht digital. brachte 17 Vertreter*innen verschiedener Organisationen zusammen, in einer besonderen Expedition die Möglichkeit Neuland neu zu entdecken, dieses vor allem jetzt sozial zu nutzen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3><strong>Wir haben noch Daten in Berlin!</strong></h3>
<p>Wir leben im Datenzeitalter! Der digitale Wandel betrifft alle Lebensbereiche. Der soziale Bereich ist keine Ausnahme. Das <a href="https://so-geht-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt D3 – so geht digital.</a> der Stiftung Bürgermut hat es sich zur Aufgabe gemacht, Vereine, NGOs, Sozialverbände und junge Start-Ups darin zu unterstützen, den nächsten Schritt in Richtung Digitalisierung zu gehen. Regelmäßige Treffen laden die D3 Community dazu ein, sich gegenseitig auszutauschen und Strategien vorzustellen.</p>
<p>Mit der Idee Digitales sozial zu nutzen, kamen 17 Expeditionsteilnehmer*innen aus ganz Deutschland zusammen, um gemeinsam auf D3 Expedition zu gehen. Ausgangspunkt war das <a href="https://www.citylab-berlin.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">City Lab</a> auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. In einer Ausstellung zeigen verschiedene Start Ups wie sich etwa Verkehrsdaten dazu nutzen lassen, Räder effizienter zu verleihen, Baustellen besser zu koordinieren oder aber mit Minecraft den öffentlichen Raum neu zu gestalten. Allerdings zeigte sich schon hier: Daten sind nicht alles. Victoria Boeck von der <a href="https://www.technologiestiftung-berlin.de/de/startseite/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technologiestiftung Berlin </a>verdeutlichte, dass der öffentlichen Verwaltung noch ein Bewusstsein fehle, die Daten richtig zu nutzen. Allerdings könnten Visualisierung und ein direktes Feedback durch die Bürger*innen einen wichtigen Beitrag zum Umdenken zu leisten.</p>
<h3><strong>Was ist Digitalisierung?</strong></h3>
<p>Alle sprechen mittlerweile von Digitalisierung, aber wer kann die Frage beantworten: „Was ist Digitalisierung? „Wie kommt man mit den richtigen Daten zu den richtigen Erkenntnissen!“, entgegnete ein Teilnehmer mit einer Gegenfrage sehr treffend. In ihrem Workshop machte Lisa Heimke, von <a href="https://correlaid.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Correl Aid</a>, einem Verein für gemeinnütze Datascientists klar: „The job of data scientist is to ask the right question!” So formulierte es einmal die Datenwissenschaftlerin Hillary Manson. Die Nutzung von Daten braucht drei wichtige Schritte.</p>
<ol>
<li>Was will ich wissen? An dieser Stelle waren die Teilnehmer*innen aufgerufen in kleinen Gruppen die Herausforderungen in ihren Organisationen zu benennen.</li>
<li>Wer kann das lösen? An dieser Stelle war die Frage, wie Datascientists angemessen in die Prozesse eingebunden werden können.</li>
<li>Wie komme ich an die Daten? Hier waren die Gruppen aufgerufen passende Datenquellen in den Organisationen zu finden und entsprechend anzusprechen.</li>
</ol>
<p>Als Fazit eines spannenden Workshops bleibt festzuhalten: Daten sind Macht, wenn man weiß, was man damit macht.</p>
<h3><strong>Meine Daten, wessen Daten? </strong></h3>
<p>Aber nicht nur Leser*innen von Spiderman dürfte bewusst sein, dass mit großer Macht eine große Verantwortung verbunden ist. Die <a href="https://www.stiftung-nv.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Neue Verantwortung</a> stellt sich diesen Fragen. Alle, die im digitalen Raum unterwegs sind, produzieren Daten. Diese Daten sind heute wertvolle Güter. Anders als die meisten Güter sind Daten jedoch nicht rivalisierende Güter. In anderen Worten, Daten lassen sich jederzeit kopieren ohne weniger zu werden oder sich abzunutzen.</p>
<p>Es braucht nicht viele Worte, um die wirtschaftliche Dimension von Daten zu verdeutlichen. Aber während in der freien Wirtschaft das Prinzip vom Eigentum an einem Gut vorausgesetzt wird, um hieraus einen Gewinn zu erwirtschaften, stellen sich an dieser Stelle andere Fragen. Wem gehören die Daten, aus denen großer wirtschaftlicher Nutzen gewonnen wird? Sind es meine Daten oder letzten Endes Daten über mich? Das ist die große Frage. In der Diskussion plädierte Aline Blankertz für einen Datentreuhändler. Die Aufgabe dieser Behörde soll es sein, die Rechte von Nutzer*innen gegenüber Staat und Konzernen zu vertreten und zu stärken.</p>
<p>Angeregt durch die vielen digitalen Impulse endete der Abend bei einem Networking der Digital Eatery, direkt unter den Linden. In ihrer kurzen Präsentation verdeutlicht Susanne Saliger von <a href="https://www.die-verantwortlichen-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Verantwortlichen</a>, wie die Bundesregierung Verbände dabei unterstützt, sich digital neu aufzustellen. Nora Lassahn stellte <a href="https://opentransfer.de/uber-uns/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Transfer</a> vor. In diesem Wissensnetzwerk finden soziale Akteure entsprechende Unterstützung für ihre digitalen Strategien.</p>
<h3><strong>Endlich wissen meine Eltern, wo ich arbeite</strong></h3>
<p>Ausgeruht und voller Tatendrang startete der zweite Tag mit Fragen zu Datenschutz, Verwaltungsmodernisierung und einer Ernüchterung: „Verwaltung ist nicht sexy“, wurde der Expedition von Seiten des Bundesinnenministeriums verdeutlicht. Aktuell gibt es 575 Leistungen der öffentlichen Verwaltung, welche bis 2022 in einem Portal verfügbar sein sollen. Allerdings wurde auch hier deutlich, Digitalisierung beginnt im Kopf, Neugier aufzubringen, die neuen digitalen Möglichkeiten zu entdecken, erforschen, experimentieren und zu nutzen.</p>
<p>Was wissen wir? Wie wird der digitale Wandel unsere Welt verändern? Scio, ne scio- Ich weiß, dass ich nichts weiß, fasste der französische Philosoph Descartes einmal das Weltwissen zusammen. Heute gibt es für diese Anliegen Wikipedia. „Zum ersten Mal muss ich meinen Eltern nicht erklären, wo ich arbeite, denn jeder hat schon von Wikipedia gehört“, begrüßte Jens Ohlig von Wikidate die Expeditionsteilnehmer*innen scherzhaft. Gemeinsam mit seinem Kollegen Bernd Fiedler arbeiten beide für Wikimedia. Als Teil der Wikipedia Bewegung hat es sich dieser Verein zur Aufgabe gemacht, Wissen möglichst allen zugänglich zu machen. Wikimedia zusammen mit Wikidata liefert die Software für die vielen ehrenamtlichen Wikipedia Autoren, welche tagtäglich dazu beitragen, Wikipedia weiterzuentwickeln.</p>
<h3><strong>Daten oder Diskurse? </strong></h3>
<p>Wikimedia stellt zu diesem Zweck Bilder, Videos und Audiomaterial für die Nutzung zur Verfügung. <a href="https://www.wikidata.org/wiki/Wikidata:Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikidata</a> hingegen erstellt Datenbanken, in welchen das Wissen zusammengetragen wird. Dies finden sich als Infoboxen am Rand der Artikel. Ein Vorteil ist, dass nur die Datenbank aktualisiert wird, dies aber anschließend in allen Sprachen aktualisiert ist. Auf diese Weise wird Wissen neu verfügbar. Suche ich beispielsweise die Bürgermeister*innen der 10 größten Städte der Welt, so lassen sich diese einzeln suchen, oder aber mithilfe der Wikidatabank direkt anzeigen. Kurzum: „Es gibt Wissen, von dem wir noch nicht wussten, dass wir dies bereits wissen“, wie der Datascientist Jens Ohlig verdeutlicht.</p>
<p>Allerdings gibt es nicht ein Wikipedia, sondern aktuell über 300. Jede Sprache, jedes Land hat ihre eigene Perspektive in die Welt zu blicken. Dies soll mit Wikipedia berücksichtigt werden. Sucht man beispielsweise nach Jerusalem, so wird deutlich wie kontrovers dessen Status ist. Wikidata liefert Daten, Wikimedia ermöglicht Diskurse, denn manchmal braucht es in der digitalen Debatte Daten, manchmal brauchen wir aber auch Raum für digitale Diskurse.</p>
<h3>Digital werden und daran denken!</h3>
<p>Zwei Tage verbrachte unsere Expedition damit, dass Neuland neu zu entdecken. Der spanische Maler Pablo Picasso sagte einst, bereits vor dem großen Datenzeitalter: „Computer sind unbrauchbar. Sie können nur Fragen beantworten“ In diesen zwei Tagen wurde wieder einmal deutlich, der digitale Wandel wirft viele Fragen auf. Allerdings sind Computer immer nur so intelligent, wie jene, die davor sitzen. Social Media und künstliche Intelligenz bieten große Potentiale, aber auch große Risiken. Sie stellen neue Fragen an alle Lebensbereiche. Allerdings wurde in diesen Tagen auch deutlich, die digitale Frage ist keine rein technische, sondern eine gesellschaftliche, politische und soziale Frage, welche nicht nur durch Quellcodes beantwortet werden kann. Die dritte Expedition der Stiftung Bürgermut bot die einmalige Chance, das neue Zeitalter aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Gemeinsam mit vielen anderen digitalen, sozialen Akteur*innen wurde deutlich: Digitalisierung ist nur eine Methode, aber kein Allheilmittel. Digitaler Wandel beginnt im Kopf, die richtigen Fragen zu stellen, um zusammen darauf die richtigen Antworten zu finden, wie wir in Zukunft (miteinander)leben wollen. Vor allem jetzt in Zeiten von Corona wird das Internet zudem, wozu es immer gedacht war. Menschen miteinander zu verbinden.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Photo by:</strong> <a class="external" href="https://unsplash.com/photos/CyFBmFEsytU" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marius Masalar</a> on <a class="external" href="https://unsplash.com/s/photos/anxious?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-23" data-row="script-row-unique-23" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-23"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-25"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-25" data-row="script-row-unique-25" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-25"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Denken wir schon digital? – das Jahr 2019 decodiert</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/denken-wir-schon-digital-das-jahr-2019-decodiert-157266/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 15:55:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Fragen]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-26"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Was für ein Jahr! Was für ein Jahrzehnt geht nun zu Ende. Viele vor allem junge Menschen gehen auf die Straßen, um zu demonstrieren, es möge sich bald etwas ändern. Wieder hat die Digitalisierung einiges verändert. Darum ist es Zeit, das digitale Jahr 2019 zu dekodieren.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Neue Funktionen, alte Fragen!?</h3>
<p>Künstliche Intelligenz – es ist das brandaktuelle Thema, das mittlerweile auf keiner Veranstaltung zu Digitalem mehr fehlen darf. Wohl kaum etwas anderes hat das digitale Jahr mehr geprägt als die zukünftigen Auswirkungen einer scheinbar immer intelligenteren, künstlichen Intelligenz. Diesen Fragen widmet sich seit diesem Jahr der <a href="https://politik-digital.de/news/amplifier-opening-2019-2-155947/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amplifier</a> als Veranstaltungsraum rund um die digitalen Themen der Zukunft. Gemeinsam mit <a href="https://www.gsg.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GSG Berlin</a>, <a href="https://www.netzpiloten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpiloten</a>, <a href="https://nkf.media" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NKF Media</a>, politik-digital e.V. und <a href="http://www.ftwild.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FTWild</a> soll hier ein Anziehungspunkt für die Berliner Digitale Szene entstehen. Die wichtigste Frage aber ist: Was ist Digitalisierung?</p>
<p>„Digitalisierung ist für mich kein großes Ziel. Digitalisierung ist für mich ein Werkzeug, um Probleme zu lösen“, erläuterte Stefan Eckart (25) im <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-wuesten-zollhof-156096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zollhof</a> Nürnberg. Gemeinsam mit anderen Start Ups haucht der junge Unternehmer digitalen Wüsten neue Dynamiken ein. Digitalisierung heißt Probleme neu zu denken, oder mit der <a href="https://politik-digital.de/news/charta-digitale-bildung-156482/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Charta Digitale Bildung</a> zu fragen:</p>
<p>• Wie nutze ich es?<br />
• Wie funktioniert es?<br />
• Wie wirkt es auf mich und die Gesellschaft?</p>
<h3>Digital durch die Welt</h3>
<p>Insbesondere die weltweiten Veränderungen durch den Klimawandel haben in diesem Jahr die öffentliche Debatte bestimmt. Davon inspiriert haben wir uns nach <a href="https://politik-digital.de/news/eine-app-fuer-alle-155707/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">intelligenter Mobilität</a> umgesehen, um herauszufinden, was sich weltweit in der digitalen Welt getan hat. Insbesondere in Afrika sind wir auf viele neue Ansätze im Bereich <a href="https://politik-digital.de/news/medizinische-versorgung-app-afrika-156293/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">m-health</a> gestoßen. Häufig heißt es hier aufgrund der schlechten Infrastruktur vergeblich warten bis der Arzt kommt. Daher haben viele kreative Start Ups neue Ansätze entwickelt, um die Distanzen zwischen Patienten und Ärzten digital zu überwinden. Allerdings zeigte sich bei unserer Reise auch, dass mehr Förderungen lokaler Initiativen wie den <a href="https://abanangels.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">African Business Angel Network</a>, <a href="https://www.afrilabs.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrilabs</a> oder <a href="https://www.jokkolabs.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jokkolabs</a> nötig sein werden, damit mehr Menschen in Afrika von den <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-start-ups-in-afrika-profitieren-die-menschen-wirklich-156883/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalen Start Ups</a> profitieren können.</p>
<p>Auch vor Ort verändert sich vieles für jene, die nicht mit der digitalen Welt aufgewachsen sind. Vor allem ein fehlendes Verständnis für die digitale englische Sprache, die Angst etwas kaputt zu machen, sowie fehlende Lernangebote für Silver Surfer machen es <a href="https://politik-digital.de/news/lernen-und-vernetzen-digitales-leben-im-alter-156551/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">älteren Menschen</a> schwer, sich in dieser neuen Welt zurecht zu finden. Viele Menschen in ländlichen Räumen leben zunehmend isoliert. Initiativen wie von Dagmar Hirche, Vorsitzende des Vereins <a href="https://www.wegeausdereinsamkeit.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wege aus der Einsamkeit</a>, helfen dieser immer weiter wachsenden Gruppe, sich zurechtzufinden, Kontakt mit Familien und Freunden in der Ferne zu halten.</p>
<p>Digitale Tools versprechen, überall leben und arbeiten zu können. Aber für jene, die auf der Straße leben, stellen sich besondere Hürden der digitalen Teilhabe. Neben mangelnden technischen Kenntnissen sind es die fehlende Infrastruktur und nicht vorhandene Meldeadresse. Sie machen es <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-teilhabe-bei-menschen-ohne-festen-wohnsitz-2-157008/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obdachlosen</a> besonders schwer, Zugang zu digitalen Möglichkeiten zu erhalten. Anwendung wie <a href="https://sofahopper.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sofahopper</a> versprechen es, eine Bleibe auf Zeit zu finden, dabei zu helfen, den eigenen <a href="https://politik-digital.de/news/streetwork-digital-sofahopper-155916/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alltag mit digitalen Technologien kosteneffizienter</a> und selbstbestimmt zu führen.</p>
<h3>Kreative Ideen für Künstliche Intelligenz</h3>
<p>Jetzt ist es offiziell: <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland soll KI-Weltmeister werden</a>. In diesem Jahr stellte die Bundesregierung ihre ambitionierte KI-Strategie vor. Um diese Strategie zu verstehen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, was künstliche Intelligenz an sich ist. Intelligenz leitet sich vom lateinischen intellegere für verstehen ab. Vielen nicht bewusst, ist Künstliche Intelligenz bereits seit den 1950er Jahren ein wichtiges Forschungsfeld. <a href="https://politik-digital.de/news/was-ist-kuenstliche-intelligenz-oder-die-kunst-des-verstehens-155738/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nur was macht künstliche Intelligenz intelligent?</a> Ein Taschenrechner führt immer wieder die gleichen Operationen durch. Hingegen verarbeitet eine künstliche Intelligenz Daten, zieht hieraus Schlüsse, lernt damit und entwickelt ihr System weiter. In anderen Worten: eine künstliche Intelligenz ist ein System, welches seine Umwelt wahrnimmt, analysiert, interpretiert, sich immer besser an diese Umwelt anpasst.</p>
<p>Noch einmal deutlich ausgedrückt, macht der Einsatz einer künstlichen Intelligenz noch nicht intelligent, sprich löst kein Problem. Die Bundestagsabgeordnete und Publizistin <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-debatte-anke-domscheit-berg-wenn-roboter-keine-sozialbeitraege-bezahlen-155775/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anke Domscheit-Berg</a> kritisiert, die Bundesregierung habe gehofft, sich die „buzzigsten Buzzwords“ herauszusuchen, um auf diese Weise die Digitalstrategie innovativ wirken zu lassen. Die <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bestandsaufnahme</a> von politik-digital zeigt, dass vor allem die Umsetzung noch verbessert werden müsste, etwa in der Förderung mittelständischer Unternehmen. Langfristig soll das Siegel „AI Made in Germany“ als Qualitätsmerkmal junge, talentierte Kräfte nach Deutschland holen. Hieran zeigt sich, dass Künstliche Intelligenz eine Frage von <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ethik</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesellschaft</a> und letztlich eigener Identität ist.</p>
<h3>Digitale Antworten auf Soziale Fragen</h3>
<p>Eine zentrale Zukunftsfrage lautet: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ „Das heißt auch, dass wir uns fragen, welche Anforderungen wir überhaupt an Zukunftstechnologie stellen wollen und welche Risiken zu erwarten sind“, erklärte <a href="https://politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas</a>, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dazu gehört auch die Frage, in welcher Gesellschaft wir zukünftig leben wollen.</p>
<p>Anhand der Klimabewegung oder des Brexits wird deutlich, wie empfänglich die öffentliche Debatte für <a href="https://politik-digital.de/news/umgang-mit-fake-news-informationsfreiheit-vs-bullshit-faktor-155852/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fake News</a> geworden ist. Der „pseudo-profound bullshit receptivity” gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Mensch einer <a href="http://journal.sjdm.org/15/15923a/jdm15923a.html">zufällig generierten Wortfolge</a> einen Sinn zuschreibt (Beispiele finden sich <a href="http://wisdomofchopra.com">hier</a> und <a href="http://sebpearce.com/bullshit/">hier</a>). <a href="https://politik-digital.de/news/politisches-microtargeting-in-deutschland-ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-155876/">Politisches Microtargeting</a> konzentriert sich darauf, anhand datengestützter persönlicher Informationen personalisierte politische Botschaften zu vermitteln. Zeitgleich verlagert sich der politische Diskurs zunehmend in private Gruppen Gleichgesinnter, die sich bestärken. Infolgedessen nimmt <a href="https://politik-digital.de/news/dark-social-dehate-interview-mit-miro-dittrich-156052/">Dark Social</a> zu. Anders als bei großen Plattformen ist meist nicht klar, woher die Nachrichten stammen, werden diese jedoch zunehmend unter Privatpersonen geteilt. Dies erhöht die vermeintliche Glaubwürdigkeit, sorgt aber für eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Hierbei stellt sich immer wieder die Frage: „<a href="https://politik-digital.de/news/privatisierung-der-zensur-156019/">Was ist Meinung</a>, was ist <a href="https://politik-digital.de/news/cybermobbing-no-stalk-app-weisser-ring-156117/">Hatespeech</a>, was ist Zensur?“</p>
<p>Gegen solche Tendenzen kann es nur helfen, wenn die <a href="https://politik-digital.de/news/landtagswahl-sachsen-2019-roland-loeffler-im-interview-156490/">Mitte der Gesellschaft Position</a> <span style="color: #333333;">bezieht. Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen zeigte im vergangenen Wahlkampf, wie intelligentes demokratisches Streiten möglich ist. Demokratie ist Kommunikation unterschiedlicher Meinungen &#8211; sich informiert, intelligent zu streiten, letztlich gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Genau hier liegt das Potential der digitalen Bildung &#8211; denn</span> <a href="https://politik-digital.de/news/aula-schuelerbeteiligung-und-die-kompetenzen-der-zukunft-153015/">demokratisch mündige Menschen zu befähigen, ist eine der Kernaufgaben der Schule</a>.</p>
<h3>Aus Zugang wird Umgang</h3>
<p>In diesem Jahr feierte das Internet einen besonderen Geburtstag. Vor 50 Jahren, 1969, war es erstmals gelungen, zwei Rechner miteinander zu verbinden. Mittlerweile besitzen knapp 98% der Haushalte in Deutschland einen Computer, 99% sogar ein Smartphone. Erstaunlich hieran ist jedoch, dass jene Entwickler, die die digitale Welt von morgen gestalten, <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-1-156335/">ihre Kinder in Schulen ganz ohne Tablett und Internet</a> schicken.</p>
<p>Ganz ehrlich, Hand weg vom zweiten Bildschirm! Wer hat nicht während der Lektüre dieses Textes noch eben Mails geprüft oder einmal in die sozialen Medien geschaut. Die Versuchung ist einfach zu groß, doch noch die letzten Likes zu erhalten. Die <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-2-156349/">sozialen Medien</a> sind darauf ausgelegt, dass jeder Nutzer ihnen möglichst viel Zeit widmet. Ging es früher noch um Fernsehzeiten für Kinder und Jugendliche, so gibt es heute kein zeitliches Bewusstsein mehr für die Zeit am Bildschirm, bei der es häufig nicht mehr bei einem Bildschirm bleibt. Zu verlockend ist das Autoplay auf YouTube, das unendliche Scrollen in den eigenen Chroniken und Feeds. Zugegeben, es fällt schwer, bei diesen vielen Angeboten konzentriert zu bleiben.</p>
<p>Die erste digitale Kluft scheint durch eine zweite überbrückt worden sein. Aus Zugang wurde die Frage nach dem Umgang. Digitale Technologien eröffnen neuen Gruppen wie <a href="https://politik-digital.de/news/politischer_aktivismus_mit_chronischer_krankheito-2-157095/">chronischen Kranken</a> neue Teilhabe. <a href="https://politik-digital.de/news/vom-nerd-image-zum-massenphaenomen-157130/">Gaming</a> kann neue Wege des <a href="https://politik-digital.de/news/why-so-serious-157240/">interaktiven Lernen </a>eröffnen. Letztlich kommt es nicht darauf an, wieviel Zeit, sondern wie wir diese Zeit digital nutzen.</p>
<h3>Auf in die neue digitale Dekade</h3>
<p>Wieder geht ein Jahrzehnt zu Ende. Diese Zeit war bestimmt durch Wunder, Verwunderungen, Krisen und Innovationen, aber auch einem größeren Bewusstsein, etwas zu verändern. Digitalisierung allein löst keine Probleme. Sie ist lediglich eine Methode, die wir in unserem digitalen und analogen (Zusammen-) Leben lernen müssen, zukünftig richtig einzusetzen.</p>
<p>Ein neues Jahrzehnt voller Fragen und der Suche nach Antworten, vieler Veränderungen steht bevor. Der digitale Wandel stellt uns vor die große Frage, <a href="https://politik-digital.de/news/new-work-zwischen-buzzword-und-bergmann-156318/">was wir eigentlich wirklich wollen</a>. In diesem Sinne gilt es, Digitalisierung nicht als technische, sondern <a href="https://politik-digital.de/news/interview-lars-klingbeil-155678/">gesellschaftliche</a> Frage zu verstehen und zu vermitteln, denn wie sagte es der Informatiker Alan Kay:</p>
<blockquote>
<p>„Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“</p>
</blockquote>
<p>Es ist nun an der Zeit im digitalen Zeitalter anzukommen, digital zu denken, selbst zu denken. Schließlich ist Zukunft etwas, das meistens schon da ist, bevor wir damit rechnen.</p>
<p>Die Autorinnen und Autoren von politik-digital wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das neue Jahr(zehnt) 2020.</p>
<p>Bild: 2020 by Tim Rickmann on <a href="https://www.flickr.com/photos/foto_db/49267009177/in/photolist-2i4yirU-2i4yioH-2i4uXEm">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a></p>
<p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-26" data-row="script-row-unique-26" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-26"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-28"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
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		<title>Digitale Wüsten werden dynamisch &#8211; Eine neue Zukunft für den alten Zollhof</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitale-wuesten-zollhof-156096/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 12:06:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Start-Up]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-29"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Digitalisierung bedeutet neue Möglichkeiten, doch Deutschland gilt oft noch als digitale Wüste. Das Projekt Zollhof der Stadt Nürnberg möchte digitale Wüsten dynamisch machen. Ein Besuch bei einem jungen Start Up, das seinen (Park-)Platz in der digitalen Welt gefunden hat.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Digitalisierung ist eine große Baustelle</h3>
<p>„Digitalisierung ist für mich kein großes Ziel. Digitalisierung ist für mich ein Werkzeug,  um Probleme zu lösen“, begrüßt Stefan Eckart (25), Jungunternehmer und Geschäftsführer von Smart City System, auf dem Zollhof. Dieses Werkzeug böte die Möglichkeit Probleme neu zu denken, Lösungen anders anzugehen, denn überall verändere sich gerade etwas.</p>
<p>Auf den ersten Blick ist wenig zu sehen von einem neuen Zeitalter. Der Zollhof Tech Incubator befindet sich in einem alten funktionalen Bau um 1900, dem sogar schon der Abriss drohte. Eher unscheinbar befindet sich das Gebäude in einer Seitenstraße zwischen Parkplätzen und Bahngleisen. Allerding zeigen die vielen Schilder am Eingang eines: Hier wird die digitale Zukunft gemacht. In die historischen Hallen ist neues Leben eingezogen. Seit Frühjahr 2017 haben sich bisher 24 Start Ups in diesem Haus im Nürnberger Stadtteil Gostenhof angesiedelt. Ihre Themen sind so vielseitig wie die Digitalisierung selbst, ob KI, Mobilität oder Virtuelle Realität. Das Projekt möchte Start Ups beim Weg in die digitale Unternehmerwelt unterstützen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-156098 alignnone" src="/wp-content/uploads/2020/06/b.jpg" alt="b" width="640" height="304" /></p>
<h3></h3>
<h3>Einen (Park-)Platz für Kreative schaffen</h3>
<p>Die Metropolregion Nürnberg möchte Platz für Kreative bieten. Dies ist hier gelungen. „Es  gab für uns gar keine Überlegung irgendwo anders hinzugehen. Wir haben gewusst, hier und nirgendwo anders“, unterstreicht Eckart seine Standortentscheidung. Genau die Suche nach einem Standort, besser gesagt nach einem Parkplatz, war der Ursprung für Smart City System.</p>
<p>Bereits im Studium hatten sich die fünf Gründer kennengelernt. Unzufrieden mit der Parksituation an ihrer Universität, waren sie der Meinung, es müsse einfacher und besser gehen. Gemeinsam entwickelten sie einen Sensor, welcher die Belegung von Parkraum in Echtzeit erfassen sollte. Die Resonanz von Parkraumbetreibern war positiv, erinnert sich der Gründer: „Wenn ihr das auf den Markt bringt, dann kaufen wir es euch ab!“</p>
<p>Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen insgesamt 20 Mitarbeiter. Sie bedienen Kunden in ganz Europa und weltweit. Hierzu zählen aktuell vor allem große Supermärkte, welche Dauerparker vermeiden wollen. „Das Ziel ist es von einer starren Parkstruktur wegzukommen, hin zu einer flexibleren Nutzung von Parkflächen, je nach aktuellem Bedarf“, erläutert Stefan Eckart seine Zukunftsvision.</p>
<p>Experimentierfreude und lösungsorientiertes Denken seien entscheidend, meint er weiter: „Wir haben Sachen sehr schnell ausprobiert, sowohl technisch als auch mit Geschäftspartnern. Wir haben versucht, möglichst schnell festzustellen, klappt das, passt das, oder aber eher nicht!“ Wichtig sei aber auch ein gutes Team und funktionierendes Netzwerk:“ Wir kannten uns vorher schon. Da haben wir gewusst, dass wir uns sehr gut ergänzen und ein ähnliches Mindset haben!“</p>
<h3><a href="/wp-content/uploads/2020/06/c.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-156099" src="/wp-content/uploads/2020/06/c.jpg" alt="c" width="640" height="304" /></a></h3>
<h3>Gemeinsam gründen, gemeinsam lernen</h3>
<p>Vielen aus dem Team war schon damals klar, dass sich der Zollhof zum zentralen Anlaufpunkt für die Start Up Szene entwickeln würde. Stefan Eckart kannte den Geschäftsführer Benny Bauer bereits, da dieser wie er während seines Studiums ein studentisches Start Up hatte. „Der Zollhof ist ungefähr so alt wie wir. Für diese Zeit ist der Support sehr allumfassend“, stellt Eckart zufrieden fest. Neben der umfassenden Beratung zu juristischen, finanziellen oder wirtschaftlichen Fragen, begeistert den jungen Unternehmer vor allem die gemeinsame Lernkurve. Obwohl jedes Gründerteam eigene Themen verfolgt, stünden doch alle vor ähnlichen Herausforderungen. „Man lernt auch gemeinsam ein bisschen“, freut sich der Geschäftsführer. „Regelmäßig findet hier Austausch statt. Es werden Synergien geschaffen!“</p>
<p>Allerdings müsse vor allem der Austausch zwischen Start Ups und Großunternehmen verbessert werden. Start Up könnten neue Innovationen und Ideen für Großunternehmen bieten. Dafür bräuchten sie aber auch immer wieder Feedback von den großen Unternehmen.</p>
<h3>Digitalisierung ist eine Einstellungssache</h3>
<p>Digitalisierung bedeutet vor allem Möglichkeiten. „Ich glaube, man hat überall die Möglichkeiten. Man ist ja auch recht einfach und schnell vernetzt“ zeigt sich der digitale Pionier optimistisch. Allerdings wünscht sich Eckart mehr Toleranz, in der Digitalisierung etwas zu versuchen, scheitern zu dürfen, um dann mit einem neuen Ansatz erfolgreich zu sein.</p>
<p>Eine digitale Kultur ist nötig, die jeden mitnimmt, neue Möglichkeiten auszuprobieren. Der Zollhof Tech Incubator ist genau das richtige für die wachsende Startup Szene der Region. Gemeinsam mit Nürnberger Witz, dem berühmten Erfindergeist der Frankenmetropole, und Gründergeist entsteht hier aus einer digitalen Wüste eine dynamische Zukunft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Titelbild:</strong> Bild by Stephan Raab</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-29" data-row="script-row-unique-29" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-29"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-31"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Was ist Künstliche Intelligenz? &#8211; oder die Kunst des Verstehens!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2019 13:17:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-32"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="size-large wp-image-162108 alignnone" src="/wp-content/uploads/2020/06/FiguralRelation_640x284_klein.png" alt="Matrizentest, gemeinfrei" width="630" height="280" /></p>
<p>Es scheint fast so, als dürfte der Begriff der KI in keiner digitalen Debatte mehr fehlen. Aber was ist eigentlich Künstliche Intelligenz? Dies ist eine intelligente Frage. Dieser Artikel macht sich mit einem Seminarbericht auf die Suche nach einer intelligenten Antwort.</p>
<h3>Intelligenz ist, was man darunter versteht</h3>
<p>Es ist noch dunkel draußen und nur das Smartphone scheint schon richtig wach zu sein, als ich mich auf dem Weg mache. Zielsicher lotst die digitale Navigation durch den Sonnenaufgang Richtung drei intensiver Tage rund um die „Künstliche Intelligenz in der betrieblichen Praxis“.</p>
<p>Der Titel des Seminars verdeutlicht das einfache wie verheißungsvolle Versprechen der künstlichen Intelligenz. Diese soll unser Leben einfacher, effizienter und angenehmer machen. Viele Aufgaben, die heute mühsam von Menschen getätigt werden, sollen in Zukunft intelligente Algorithmen und Maschinen übernehmen. Aber ist dies wirklich intelligent?</p>
<p>„Intelligenz“, so definiert es das Oxford Dictionary,“ ist die Fähigkeit neues Wissen und neue Fähigkeiten zu erwerben und anzuwenden.“ In anderen Worten, Kern der Künstlichen Intelligenz ist es zu lernen, sowie aus Erfahrungen, sprich Daten, Schlussfolgerungen zu ziehen.</p>
<p>Intelligenz, so scheint es, ist eine Frage, wie man darüber denkt. Verschiedene Denkschulen verstehen unterschiedliches unter dem, was als Künstliche Intelligenz begriffen wird.</p>
<p>Einige gehen vom Turing Test aus, KI sei eine Maschine, die sich wie ein Mensch verhalte. Daher sei es für den menschlichen Beobachter nicht möglich, zwischen Menschen und Maschine zu unterscheiden. Singularität denkt hier bereits weiter. Die Vorstellung ist, das menschliche Gehirn technisch nachzuempfinden, eine Künstliche Intelligenz zu schaffen, welche die menschliche Intelligenz exponentiell übertreffen, vielleicht sogar unterwerfen könnte.</p>
<p>Ob dies alles rationale Annahmen sind, damit beschäftigt sich die Denkschule des „Thinking Rational“. Hierunter ist zu verstehen, dass alle Entscheidungen einer AI letztlich auf rein logischen Schlussfolgerungen basierten. Dies ist ähnlich zur Denkschule des „Rational Agent“, eines Agenten, der auch unter Unsicherheit in einer Situation die „beste“ Entscheidung trifft.</p>
<h3>Die Digitalisierung neu (er)finden?</h3>
<p>Es vergeht kaum ein Tag ohne neue technologische Entdeckungen. Viele dieser neuen digitalen Möglichkeiten mögen futuristisch wirken, blicken jedoch erstaunlicherweise bereits auf eine lange Geschichte zurück. Als Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz gilt die Dartmouth Conference. Hier trafen sich 1956 in New Hampshire verschiedene Pioniere der Informatik, um über die Möglichkeiten der digitalen Datenverarbeitung, sprich Digitalisierung zu diskutieren. Nur drei Jahre später überraschte Arthur Samuel mit seinem Damecomputer, basierend auf Machine-Learning, die Fachwelt. Knapp sieben Jahre später sorgte Joseph Weizenbaum mit einem der ersten Chatbots mit dem Namen ELIZA noch einmal für großes Aufsehen. Die anfängliche Euphorie wich jedoch bald einer Ernüchterung, dem sogenannten „KI Winter“. Viele große Erwartungen ließen sich aufgrund der begrenzten Möglichkeiten nicht erfüllen.</p>
<p>Die erneute Euphorie für Künstliche Intelligenz lässt sich vor allem mit der digitalen Entwicklung der letzten Jahre erklären. Waren anfangs die Rechenkapazitäten noch begrenzt, trägt heute jeder Besitzer eines Smartphones das vielfache Rechenpotential von Apollo 11 mit sich. Mangelte es zu Beginn noch an ausreichend Daten die Systeme zu trainieren, scheint heute eine kaum mehr zu verarbeitende Datenflut vorhanden zu sein. Schließlich sind viele der Algorithmen heute frei für alle Bereiche zum Experimentieren als Open Source vorhanden.</p>
<h3>Probieren geht über Programmieren</h3>
<p>Bei der Anmeldung für das Seminar hatte ich automatisch die bekannten Vorstellungen von übermenschlichen Superintelligenzen aus Science-Fiction Filme im Kopf. Allerdings wird im Laufe des Seminars schnell eines deutlich. So einfach wie verheißungsvoll das Versprechen der KI, so einfach ist auch ihre fundamentale Grundidee.  Ziel einer jeden KI ist die Suchoptimierung, die Suche nach einer möglichst optimalen Antwort.</p>
<p>Als zentraler Akteur steht ein Agent, in diesem Fall ein digitales Rechensystem. Dieser findet sich in einer bestimmten Umwelt wieder mit der Aufgabe, ein vorgegebenes Ziel zu erreichen.  Die verschiedenen Schritte lassen sich in der sogenannten <strong>PEAS</strong> Formel zusammenfassen. <strong>P</strong>erfomance beschreibt die Qualitätskriterien, welche bestimmen sollen, ob ein Ziel erreicht wurde und ob es gut erreicht wurde. <strong>E</strong>nvironment wiederum gibt Auskunft über die Umwelt, in der sich der Agent befindet. Diese kann entweder vollkommen bekannt sein, wie etwa ein Schachspiel. Hier sind alle möglichen Zustände des Spiels bekannt. Diese Umwelt kann aber auch vollkommen unbekannt sein, wie etwa der Straßenverkehr beim autonomen Fahren. <strong>Action</strong> gibt die verschiedenen Schritte vor, welche zur Erreichung des vorgegebenen Zieles notwendig sind, anders gesagt die Algorithmen. Je nach Situation können die einzelnen Schritte hier aufeinander aufbauen oder stets unabhängig von vorgegebenen Ereignissen erfolgen. <strong>Sensor</strong> schließlich ist die Verbindung des Agenten als System zu seiner Umwelt. Durch verschiedene Messinstrumente nimmt der Agent seine Umwelt wahr, agiert dementsprechend. Entscheidend für Künstliche Intelligenz ist es, dass derselbe Prozess nicht einfach wiederholt wird, sondern aus diesem gelernt wird. Der Prozess wird somit stetig aus Daten verbessert.</p>
<h3>Eine KI macht noch nicht intelligent</h3>
<p><em>„Computer sind unbrauchbar. Sie können nur Fragen beantworten;“</em> musste einmal der spanische Maler Pablo Picasso ernüchternd feststellen. Bei immer mehr Lebensfragen führt der erste Weg direkt ins Internet zu bekannten Suchmaschinen. Es sind vor allem die digitalen Begleiter wie Alexa, Cortana oder Siri, die immer häufiger bei wichtigen Antworten helfen. Eine entscheidende Frage ist sicherlich, wie die KI die zukünftige Arbeitswelt verändern wird.</p>
<p>Immer mehr Unternehmen, nicht nur im digitalen Bereich, erkennen die Vorzüge künstlicher Intelligenz. Häufig kommen schon jetzt für einfache Aufgaben Chatbots, Bild- und Spracherkennungssysteme zum Einsatz. Auf diese Weise werden viele Abläufe, welche sonst von Menschen in mühsamer Handarbeit erledigt würden, schneller und effizienter ausgeführt. Es mag verunsichern, einzugestehen, dass Künstliche Intelligenz menschliche Schachspieler oder Quizkandidaten schlagen kann. Es mag verunsichern, zu erkennen, dass Künstliche Intelligenz etwa in der Verarbeitung von Textdateien dem Menschen schon jetzt überlegen ist. Allerdings macht der Einsatz von Künstlicher Intelligenz per se etwas noch nicht intelligent. Was nützt etwa ein Chatbot, der ein medizinisches Lexikon auswendig aufsagen kann, dem aber die Patienten nicht vertrauen können oder wollen?</p>
<p>Die große Chance, aber auch Herausforderung, wird deutlich, ist es, Künstliche Intelligenz weiter zu denken. Viele Prozesse, die früher in mühevoller Handarbeit erledigt wurden, sind automatisiert worden. Dies per se ist noch nicht intelligent, allerhöchstens ressourcensparend. Algorithmen sind feste Abfolgen, wie ein vorgegebenes Problem zu lösen ist. Diese Algorithmen können aber immer nur so gut sein, wie gut das Problem selbst verstanden wurde. Daher ist es wichtig, mithilfe Künstlicher Intelligenz Prozesse nicht nur zu standardisieren, sondern konkret weiter zu denken. Wo lassen sich diese anwenden? Wie lassen sich diese anwenden? Vielleicht auch zu hinterfragen, ob sich KI manchmal überhaupt anwenden lässt?</p>
<h3>Chancen und Risiken verstehen</h3>
<p>Nach drei Tagen intensiver digitaler Diskussion rund um Algorithmen, Codierung und Digitalisierung bleibt eine Frage zu beantworten. Was ist eigentlich künstliche Intelligenz? Entsprechend einem alten Spruch gilt. Wer dumme Fragen stellt, bekommt dumme Antworten! Logisch folgernd müsste eine intelligente Frage eine intelligente Antwort liefern. Intelligenz leitet sich vom lateinischen ab, für verstehen, oder zwischen Optionen zu wählen. Anders ausgedrückt, Intelligenz heißt sich zu helfen zu wissen, wie ein Problem zu lösen ist.</p>
<p>Viele Befürchtungen sind damit verbunden, dass KI Menschen in Zukunft ersetzen, gar überflüssig machen könnten. Dieses Verständnis ist jedoch zu kurz gedacht. Eine Maschine denkt anders als Menschen denken. Die Pionierin der Informatik Ada Lovelace stellt einmal fest: <em>„Die Maschine ist kein denkendes Wesen, sondern lediglich ein Automat, der nach Gesetzen handelt, die ihm auferlegt wurden.“</em> Natürlich muss eingestanden werden, dass Maschinen den Menschen in verschiedenen einfachen Tätigkeiten längt überlegen sind. Allerdings lautet eine Kernerkenntnis des Seminars: Künstliche Intelligenz lebt vom Lernen. Genau diese zentrale Erkenntnis ist es, welche die Menschheit vielleicht wieder zu lernen hat.</p>
<p>Künstliche Intelligenz muss stetig trainiert werden, um sich der verändernden Umwelt anzupassen. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern muss verstanden werden, um diese zu gestalten. Viele einfache Probleme lassen sich durch Maschinen lösen. Darin besteht kein Zweifel. Allerdings bleibt die große Frage, wie mit einer Digitalisierung umzugehen ist, die immer mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen an den verschiedensten Orten verbindet. Ob eine künstliche Intelligenz hierauf eine Antwort liefern kann, ist eher fraglich.</p>
<p>Derzeit werden Mensch und Maschine noch zu sehr als Konkurrenten denn Kollegen gedacht. Eine Maschine ist dem Menschen sicher überlegen, wenn es sich um einfache Tätigkeiten mit klaren Regeln handelt. Allerdings können diese keine Antworten geben, wenn es darum geht, in einem Team zusammenzuwirken, Kreativität, Empathie im Umgang mit Kollegen zu zeigen.</p>
<h3>Künstliche Intelligenz braucht gesunden Menschenverstand</h3>
<p>Intelligenz bedeutet zu verstehen, wie ein Problem zu lösen ist. Aus diesem Grund wird es in Zukunft immer wichtiger, sich nicht nur auf die Maschinen zu verlassen, sondern zu verstehen, was diese tun. Es wird Aufgabe der Menschen sein, die Maschinen zu trainieren, aber auch zu disziplinieren, zu verstehen, was diese tun, diese ethisch immer wieder neu zu hinterfragen.</p>
<p>Daher gilt: Wie die Maschinen lernen müssen, Aufgaben für Maschinen zu lösen, so müssen Menschen lernen Aufgaben der Menschheit zu lösen, wie das gemeinsame Miteinander zu schaffen. Anders ausgedrückt: Künstliche Intelligenz braucht den gesunden Menschenverstand mehr denn je, oder mit den Worten des französischen Schriftstellers Albert Camus gesprochen:</p>
<p><em> „Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance. Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance.“</em></p>
<p>Wer nun selbst die Chance ergreifen will, die Welt der Künstlichen Intelligenz zu entdecken, dem sei der kostenlose Kurs <a href="https://course.elementsofai.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elements of AI</a> der Universität von Helsinki empfohlen.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@jdiegoph?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Diego PH</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/thinking?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p><strong>Rätsel:</strong> FiguralRelation via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenztest#/media/File:FiguralRelation_German.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia Commons</a>, gemeinfrei<br />
Die Lösung ist &#8220;d&#8221;.</p>
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