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	<title>Jahresrückblick &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Jahresrückblick &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Disruption oder ein Jahr, das zu denken gibt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 07:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Was für ein Jahr?! Ein Virus, ein unsichtbarer Krankheitserreger, hat die Welt in Atem gehalten und wird das auch im nächsten Jahr tun. Zugleich waren Neugier und die Notwendigkeit für digitale Themen angesagt wie selten zuvor. Dass 2020 ein außergewöhnliches Jahr war, können wir unstrittig behaupten. Was haben wir dabei gelernt? Ein digitaler Jahresrückblick.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Was ist Digitalisierung? &#8211; Die Entdeckung des Neulands</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Kurz bevor Reisen nur noch digital erfolgten, machte sich Politik Digital noch ganz analog auf den Weg, das <a href="https://www.politik-digital.de/news/d3-expedition-157694/">Neuland</a> zu entdecken. Gemeinsam mit der <strong>Initiative D3 – so geht digital </strong>ging es auf Expedition durch das digitale Berlin. Unsere Mission lautete, Wege zu entdecken, Soziales und Digitales miteinander zu verbinden. Bei den vielen Stationen blieb vor allem eines hängen, wie es einmal die Datenwissenschaftlerin Hillary Manson zusammenfasste: „<em>The job of data scientist is to ask the right question!</em>” Präziser sind es drei Fragen: Was will ich wissen? Wer kann das lösen? Wie komme ich an die Daten? Das Jahr bot viele Antworten</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine der prägendsten digitalen Erfahrungen für viele war sicherlich das Homeoffice. Plötzlich entstand eine neue Art des Arbeitens, von zu Hause und häufig selbstgesteuert. Natürlich dürfen die negativen Seiten, insbesondere Kinderbetreuung und Homeoffice als Doppelbelastung, nicht unerwähnt bleiben. Trotzdem könnten dies Vorboten von <a href="https://www.politik-digital.de/news/arbeitsplatz-der-zukunft-157580/">New Work</a> sein. Darunter ist eine Abkehr von strikten und starren Prozessen und Denkweisen zu verstehen. Stattdessen sollen Innovationen und Flexibilität gefördert werden, hin zu mehr Neugier und Freiheit im Arbeitsleben. Ein geübter Umgang mit Technik ist auch in den eigenen vier Wänden<br />
des <a href="https://www.politik-digital.de/news/spion-im-haus-157600/">Smarthome</a> wichtig. Diese smarten Systeme können eine Einladung für Spysoftware sein. Dafür empfiehlt sich für alle, die digital unterwegs sind, regelmäßig die eigenen Fähigkeiten in Sachen <a href="https://www.politik-digital.de/news/digitale-selbstverteidigung-163546/">digitale Selbstverteidigung</a> zu trainieren und zu verbessern.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Digitalisierung neu (er)lernen</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>In den letzten Monaten wurde deutlich, wie sehr digitale Technologien unseren Alltag bestimmen. Besondere Prominenz erlangten die Debatten rund um die Corona-Warn-App als technische Lösung. Die rasante Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus zeigt die Dynamiken dieser Zeit. Allerdings betonte die SPD-Vorsitzende <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/corona-app-recap-159005/">Saskia Esken</a>: <em>“Die App muss gut eingebunden sein in ein gut funktionierendes und lernendes System Gesamtgesellschaft.”</em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Diese Herausforderung zeigte sich deutlich beim Thema <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/homeschooling-recap-158993/">Homeschooling</a>. Während einige Schulen gut auf die Pandemiesituation vorbreitet waren, traf andere diese vollkommen unvorbereitet. Digitalisierung bietet die Möglichkeit, den Unterricht mit neuen, zeitgemäßen und kreativen Lernformen zu erweitern, statt bestehende Lernstrukturen einfach in den digitalen Raum zu übertragen. Dies beinhaltet auch, die digitale Teilhabe aller Beteiligten zu stärken. Dafür braucht es Mut und Erfindergeist. Vielleicht lassen sich manche bei der Gestaltung des Onlineunterricht von unserer digitalen Reise zu Schulen in  <a href="https://www.politik-digital.de/news/covid19-ghana-162743/">Ghana</a> inspirieren. Allerdings darf bei aller Euphorie das wichtige Thema <a href="https://www.politik-digital.de/news/schrems-schulen-163457/">Datenschutz</a> nicht vergessen werden.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Manche erinnern sich ungern an den Mathematikunterricht, doch bot dieses Jahr eine Nachhilfe in Sachen Statistik und <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/verbinden-individuen-positive-erlebnisse-im-umgang-mit-zahlen-verunsichern-diese-sie-auch-nicht-159012/">Wahrscheinlichkeitsrechnung</a>. Bei der Vielzahl an Informationen wurde deutlich, wie wichtig es ist, ein Verständnis für den Umgang mit Medien und Daten zu entwickeln. Darum war dieses Jahr auch ein Jahr der Wissenschaftskommunikation, in welcher die Wissenschaft ihre Wege zu Erkenntnissen immer wieder neu medial erklären musste.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Digitale Demokratie oder Demokratisierung der Digitalisierung</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Wie in der Wissenschaft, so gilt auch in Politik und Gesellschaft: „<em>Veränderung beginnt mit Kritik!“ </em>Kritik bedeutet, neue Wege und Alternativen aufzuzeigen und zu entwickeln. Angesichts der außergewöhnlichen Pandemiesituation wird diese demokratische Debatte auf eine harte Probe gestellt. Verschwörungstheorien, Desinformationen und Fake-News gehören leider auch zum digitalen Rückblick. Immer wieder mussten Falschmeldungen gelöscht werden, immer wieder waren Social Media gezwungen, Post zu löschen. Ab wo beginnt Propaganda und <a href="https://www.politik-digital.de/news/hasskriminalitaetsgesetz-163534/">Hatespeech</a>, wo endet die Meinungsfreiheit? Ab wann wird aus der Vorsorge eine <a href="https://www.politik-digital.de/news/00-test-158164/">Zensur</a>?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Bürger*innen stehen als Teil eines demokratischen Systems vor diesen Fragen. Algorithmen als Komponenten eines technologischen Systems lassen sich von diesen Fragen nicht stören. Zwar bietet die Digitalisierung viele Chancen zur Eröffnung demokratischer Debatten, gleichzeitig stellt sie mit ihren technisch vereinfachten Annahmen auch eine Herausforderung für diese dar. Wie weit das gehen kann, zeigte ein Fall aus <a href="ðhttps:/www.politik-digital.de/news/kenias-digitales-identifikationssystem-157330/">Kenia</a>. Dort müssen sich alle Kenianer*innen in einem System registrieren, um öffentliche Dienstleistungen oder medizinische Hilfe in Anspruch nehmen zu können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Besonders kritisch wird es bei persönlichen und speziell <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/patientenakten-talk-163098/">gesundheitsbezogene</a>n <a href="https://www.politik-digital.de/politik-digital-live/patientenakten-talk-163098/">Daten</a>. Darum argumentiert das Buch <a href="https://www.politik-digital.de/themen/prinzip-mensch-163356/"><em>Prinzip Mensch</em></a> dafür, nicht zu fragen, wie die Demokratie digitaler wird, sondern andersherum wie die Digitalisierung demokratischer gestaltet werden kann. Die Autoren Paul Nemitz und Matthias Pfeffer machen deutlich: „<em>Gerade die Corona-Krise lehrt, dass wir unsere Entscheidungen angesichts des Nicht-Wissens der Zukunft nicht Maschinen überlassen können. Vielmehr sind gerade in der technisierten und globalisierten Welt menschliche Vernunft und Verantwortung gefordert“. </em></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Daten zum Denken und Diskurse zur Debatte</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Manchmal braucht es Daten, manchmal braucht es Diskurse. Nicht alles, was im Internet funktioniert, muss neuartig sein. Während der <a href="https://www.politik-digital.de/news/quo-vadis-tageszeitung-157561/">Lokaljournalismus</a> immer mehr aus den großen Zeitungen verschwindet, blüht er im Internet erneut auf. Nachrichten mit regionalem Fokus finden ihre Adressat*innen. In der digitalen Kommunikation erfüllen zunehmend <a href="https://www.politik-digital.de/news/neue-gatekeeper-163460/">Algorithmen</a> die Aufgabe der Medien als vierte Gewalt. Anhand von Reichweiten, Nutzungsverhalten und Interessen größer Digitalkonzerne bestimmen sie die Tagesordnung.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Pädagoge Oskar Negt sagte einmal: „<em>Demokratie muss gelernt werden!</em>“. Angesichts der digitalen Umbrüche der letzten Zeit wird deutlich, wie wichtig dieser Lernprozess ist. Hierzu gehört die Frage nach <a href="https://www.politik-digital.de/news/paradigmenwechsel-162874/">Medienkompetenz</a>, aber auch die Schaffung einer digitalen Öffentlichkeit, fernab von Filterblasen und begrenzten eigenen sozialen Netzwerken. Medienformate wie <a href="https://www.politik-digital.de/debate-academy/recap-talking-politics-163375/">Youtube</a> oder <a href="https://www.politik-digital.de/news/the-kids-are-alright-was-die-politik-von-tiktok-will-163150/">Tiktok</a> bieten, mit einem angemessen Bewusstsein über Chancen und Risiken, eine Erweiterung der Möglichkeiten zur Förderung des öffentlichen Diskurses. <a href="https://www.politik-digital.de/news/memes-and-politics-157476/">Memes</a> erreichen eine große Anzahl von Netz-User*innen und können dazu beitragen, Debatten anzustoßen und sie ansprechend zu gestalten.  Vielleicht kann dies helfen, verlorenes <a href="https://www.politik-digital.de/news/auslaendische-wahlbeeintraechtigung-163594/">Vertrauen</a> in die Demokratie wiederherzustellen.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>Jede Krise ist eine Chance, aus ihr zu lernen</strong></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Gehörte 2019 Klimaschutz noch zu den wichtigsten Themen, wurde in diesem Jahr deutlich, wie stark dies mit einer nachhaltigen Digitalisierung verbunden ist. Beide Komponenten verbindet das Projekt „<a href="https://www.politik-digital.de/news/bits-und-baeume-157371/">Bits für Bäume</a>“, das sich für eine nachhaltige, digitale und ökologische Zukunft einsetzt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Was bleibt am Ende dieses Jahres voller Unsicherheiten und Überraschungen noch zu sagen? Sicherlich war 2020 alles andere als ein einfaches Jahr, viel eher war es ein Jahr, das zum Nachdenken anregt. Nachzudenken darüber, wo die Chancen und Grenzen digitaler Technologien liegen. Nachzudenken über die Frage nach der Verantwortung, globale Probleme einer globalen Welt als Menschheit gemeinsam zu lösen, die Zukunft zu gestalten. Natürlich kann Technologie bei dieser schweren Aufgabe helfen, aber niemals die menschlichen Fähigkeiten ersetzen. Paul Nemitz, der für die Europäische Kommission die Datenschutzgrundverordnung verhandelt hat, brachte es auf den Punkt: „<em>Mit Daten von gestern lässt sich die Zukunft nicht berechnen. KI denkt nicht, kann anders als Menschen nichts neues entwickeln.“</em></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das neue Jahr 2021 kündigt sich anders an als die vielen Jahre zuvor. Mein Wunsch ist, dass wir alle an dieser Krise wachsen, wieder mehr zusammenwachsen. Die Pandemie hat deutlich gemacht: Eine globale und digitale Zukunft benötigt Antworten auf die Frage, wie wir diese gestalten wollen. Anders ausgedrückt fasste es Albert Einstein zusammen: „<em>Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in dieser gedenke ich zu leben!</em>“</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Autor*innen von politik-digital wünschen allen Leser*innen ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2021. Wir von politik-digital freuen uns darauf, mit Ihnen nächstes Jahr wieder auf digitale Entdeckungsreisen zu gehen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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		<title>Denken wir schon digital? – das Jahr 2019 decodiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 15:55:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Neue Funktionen, alte Fragen!?</h3>
<p>Künstliche Intelligenz – es ist das brandaktuelle Thema, das mittlerweile auf keiner Veranstaltung zu Digitalem mehr fehlen darf. Wohl kaum etwas anderes hat das digitale Jahr mehr geprägt als die zukünftigen Auswirkungen einer scheinbar immer intelligenteren, künstlichen Intelligenz. Diesen Fragen widmet sich seit diesem Jahr der <a href="https://politik-digital.de/news/amplifier-opening-2019-2-155947/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amplifier</a> als Veranstaltungsraum rund um die digitalen Themen der Zukunft. Gemeinsam mit <a href="https://www.gsg.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GSG Berlin</a>, <a href="https://www.netzpiloten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpiloten</a>, <a href="https://nkf.media" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NKF Media</a>, politik-digital e.V. und <a href="http://www.ftwild.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FTWild</a> soll hier ein Anziehungspunkt für die Berliner Digitale Szene entstehen. Die wichtigste Frage aber ist: Was ist Digitalisierung?</p>
<p>„Digitalisierung ist für mich kein großes Ziel. Digitalisierung ist für mich ein Werkzeug, um Probleme zu lösen“, erläuterte Stefan Eckart (25) im <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-wuesten-zollhof-156096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zollhof</a> Nürnberg. Gemeinsam mit anderen Start Ups haucht der junge Unternehmer digitalen Wüsten neue Dynamiken ein. Digitalisierung heißt Probleme neu zu denken, oder mit der <a href="https://politik-digital.de/news/charta-digitale-bildung-156482/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Charta Digitale Bildung</a> zu fragen:</p>
<p>• Wie nutze ich es?<br />
• Wie funktioniert es?<br />
• Wie wirkt es auf mich und die Gesellschaft?</p>
<h3>Digital durch die Welt</h3>
<p>Insbesondere die weltweiten Veränderungen durch den Klimawandel haben in diesem Jahr die öffentliche Debatte bestimmt. Davon inspiriert haben wir uns nach <a href="https://politik-digital.de/news/eine-app-fuer-alle-155707/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">intelligenter Mobilität</a> umgesehen, um herauszufinden, was sich weltweit in der digitalen Welt getan hat. Insbesondere in Afrika sind wir auf viele neue Ansätze im Bereich <a href="https://politik-digital.de/news/medizinische-versorgung-app-afrika-156293/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">m-health</a> gestoßen. Häufig heißt es hier aufgrund der schlechten Infrastruktur vergeblich warten bis der Arzt kommt. Daher haben viele kreative Start Ups neue Ansätze entwickelt, um die Distanzen zwischen Patienten und Ärzten digital zu überwinden. Allerdings zeigte sich bei unserer Reise auch, dass mehr Förderungen lokaler Initiativen wie den <a href="https://abanangels.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">African Business Angel Network</a>, <a href="https://www.afrilabs.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrilabs</a> oder <a href="https://www.jokkolabs.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jokkolabs</a> nötig sein werden, damit mehr Menschen in Afrika von den <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-start-ups-in-afrika-profitieren-die-menschen-wirklich-156883/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalen Start Ups</a> profitieren können.</p>
<p>Auch vor Ort verändert sich vieles für jene, die nicht mit der digitalen Welt aufgewachsen sind. Vor allem ein fehlendes Verständnis für die digitale englische Sprache, die Angst etwas kaputt zu machen, sowie fehlende Lernangebote für Silver Surfer machen es <a href="https://politik-digital.de/news/lernen-und-vernetzen-digitales-leben-im-alter-156551/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">älteren Menschen</a> schwer, sich in dieser neuen Welt zurecht zu finden. Viele Menschen in ländlichen Räumen leben zunehmend isoliert. Initiativen wie von Dagmar Hirche, Vorsitzende des Vereins <a href="https://www.wegeausdereinsamkeit.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wege aus der Einsamkeit</a>, helfen dieser immer weiter wachsenden Gruppe, sich zurechtzufinden, Kontakt mit Familien und Freunden in der Ferne zu halten.</p>
<p>Digitale Tools versprechen, überall leben und arbeiten zu können. Aber für jene, die auf der Straße leben, stellen sich besondere Hürden der digitalen Teilhabe. Neben mangelnden technischen Kenntnissen sind es die fehlende Infrastruktur und nicht vorhandene Meldeadresse. Sie machen es <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-teilhabe-bei-menschen-ohne-festen-wohnsitz-2-157008/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obdachlosen</a> besonders schwer, Zugang zu digitalen Möglichkeiten zu erhalten. Anwendung wie <a href="https://sofahopper.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sofahopper</a> versprechen es, eine Bleibe auf Zeit zu finden, dabei zu helfen, den eigenen <a href="https://politik-digital.de/news/streetwork-digital-sofahopper-155916/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alltag mit digitalen Technologien kosteneffizienter</a> und selbstbestimmt zu führen.</p>
<h3>Kreative Ideen für Künstliche Intelligenz</h3>
<p>Jetzt ist es offiziell: <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland soll KI-Weltmeister werden</a>. In diesem Jahr stellte die Bundesregierung ihre ambitionierte KI-Strategie vor. Um diese Strategie zu verstehen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, was künstliche Intelligenz an sich ist. Intelligenz leitet sich vom lateinischen intellegere für verstehen ab. Vielen nicht bewusst, ist Künstliche Intelligenz bereits seit den 1950er Jahren ein wichtiges Forschungsfeld. <a href="https://politik-digital.de/news/was-ist-kuenstliche-intelligenz-oder-die-kunst-des-verstehens-155738/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nur was macht künstliche Intelligenz intelligent?</a> Ein Taschenrechner führt immer wieder die gleichen Operationen durch. Hingegen verarbeitet eine künstliche Intelligenz Daten, zieht hieraus Schlüsse, lernt damit und entwickelt ihr System weiter. In anderen Worten: eine künstliche Intelligenz ist ein System, welches seine Umwelt wahrnimmt, analysiert, interpretiert, sich immer besser an diese Umwelt anpasst.</p>
<p>Noch einmal deutlich ausgedrückt, macht der Einsatz einer künstlichen Intelligenz noch nicht intelligent, sprich löst kein Problem. Die Bundestagsabgeordnete und Publizistin <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-debatte-anke-domscheit-berg-wenn-roboter-keine-sozialbeitraege-bezahlen-155775/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anke Domscheit-Berg</a> kritisiert, die Bundesregierung habe gehofft, sich die „buzzigsten Buzzwords“ herauszusuchen, um auf diese Weise die Digitalstrategie innovativ wirken zu lassen. Die <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bestandsaufnahme</a> von politik-digital zeigt, dass vor allem die Umsetzung noch verbessert werden müsste, etwa in der Förderung mittelständischer Unternehmen. Langfristig soll das Siegel „AI Made in Germany“ als Qualitätsmerkmal junge, talentierte Kräfte nach Deutschland holen. Hieran zeigt sich, dass Künstliche Intelligenz eine Frage von <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ethik</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesellschaft</a> und letztlich eigener Identität ist.</p>
<h3>Digitale Antworten auf Soziale Fragen</h3>
<p>Eine zentrale Zukunftsfrage lautet: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ „Das heißt auch, dass wir uns fragen, welche Anforderungen wir überhaupt an Zukunftstechnologie stellen wollen und welche Risiken zu erwarten sind“, erklärte <a href="https://politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas</a>, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dazu gehört auch die Frage, in welcher Gesellschaft wir zukünftig leben wollen.</p>
<p>Anhand der Klimabewegung oder des Brexits wird deutlich, wie empfänglich die öffentliche Debatte für <a href="https://politik-digital.de/news/umgang-mit-fake-news-informationsfreiheit-vs-bullshit-faktor-155852/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fake News</a> geworden ist. Der „pseudo-profound bullshit receptivity” gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Mensch einer <a href="http://journal.sjdm.org/15/15923a/jdm15923a.html">zufällig generierten Wortfolge</a> einen Sinn zuschreibt (Beispiele finden sich <a href="http://wisdomofchopra.com">hier</a> und <a href="http://sebpearce.com/bullshit/">hier</a>). <a href="https://politik-digital.de/news/politisches-microtargeting-in-deutschland-ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-155876/">Politisches Microtargeting</a> konzentriert sich darauf, anhand datengestützter persönlicher Informationen personalisierte politische Botschaften zu vermitteln. Zeitgleich verlagert sich der politische Diskurs zunehmend in private Gruppen Gleichgesinnter, die sich bestärken. Infolgedessen nimmt <a href="https://politik-digital.de/news/dark-social-dehate-interview-mit-miro-dittrich-156052/">Dark Social</a> zu. Anders als bei großen Plattformen ist meist nicht klar, woher die Nachrichten stammen, werden diese jedoch zunehmend unter Privatpersonen geteilt. Dies erhöht die vermeintliche Glaubwürdigkeit, sorgt aber für eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Hierbei stellt sich immer wieder die Frage: „<a href="https://politik-digital.de/news/privatisierung-der-zensur-156019/">Was ist Meinung</a>, was ist <a href="https://politik-digital.de/news/cybermobbing-no-stalk-app-weisser-ring-156117/">Hatespeech</a>, was ist Zensur?“</p>
<p>Gegen solche Tendenzen kann es nur helfen, wenn die <a href="https://politik-digital.de/news/landtagswahl-sachsen-2019-roland-loeffler-im-interview-156490/">Mitte der Gesellschaft Position</a> <span style="color: #333333;">bezieht. Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen zeigte im vergangenen Wahlkampf, wie intelligentes demokratisches Streiten möglich ist. Demokratie ist Kommunikation unterschiedlicher Meinungen &#8211; sich informiert, intelligent zu streiten, letztlich gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Genau hier liegt das Potential der digitalen Bildung &#8211; denn</span> <a href="https://politik-digital.de/news/aula-schuelerbeteiligung-und-die-kompetenzen-der-zukunft-153015/">demokratisch mündige Menschen zu befähigen, ist eine der Kernaufgaben der Schule</a>.</p>
<h3>Aus Zugang wird Umgang</h3>
<p>In diesem Jahr feierte das Internet einen besonderen Geburtstag. Vor 50 Jahren, 1969, war es erstmals gelungen, zwei Rechner miteinander zu verbinden. Mittlerweile besitzen knapp 98% der Haushalte in Deutschland einen Computer, 99% sogar ein Smartphone. Erstaunlich hieran ist jedoch, dass jene Entwickler, die die digitale Welt von morgen gestalten, <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-1-156335/">ihre Kinder in Schulen ganz ohne Tablett und Internet</a> schicken.</p>
<p>Ganz ehrlich, Hand weg vom zweiten Bildschirm! Wer hat nicht während der Lektüre dieses Textes noch eben Mails geprüft oder einmal in die sozialen Medien geschaut. Die Versuchung ist einfach zu groß, doch noch die letzten Likes zu erhalten. Die <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-2-156349/">sozialen Medien</a> sind darauf ausgelegt, dass jeder Nutzer ihnen möglichst viel Zeit widmet. Ging es früher noch um Fernsehzeiten für Kinder und Jugendliche, so gibt es heute kein zeitliches Bewusstsein mehr für die Zeit am Bildschirm, bei der es häufig nicht mehr bei einem Bildschirm bleibt. Zu verlockend ist das Autoplay auf YouTube, das unendliche Scrollen in den eigenen Chroniken und Feeds. Zugegeben, es fällt schwer, bei diesen vielen Angeboten konzentriert zu bleiben.</p>
<p>Die erste digitale Kluft scheint durch eine zweite überbrückt worden sein. Aus Zugang wurde die Frage nach dem Umgang. Digitale Technologien eröffnen neuen Gruppen wie <a href="https://politik-digital.de/news/politischer_aktivismus_mit_chronischer_krankheito-2-157095/">chronischen Kranken</a> neue Teilhabe. <a href="https://politik-digital.de/news/vom-nerd-image-zum-massenphaenomen-157130/">Gaming</a> kann neue Wege des <a href="https://politik-digital.de/news/why-so-serious-157240/">interaktiven Lernen </a>eröffnen. Letztlich kommt es nicht darauf an, wieviel Zeit, sondern wie wir diese Zeit digital nutzen.</p>
<h3>Auf in die neue digitale Dekade</h3>
<p>Wieder geht ein Jahrzehnt zu Ende. Diese Zeit war bestimmt durch Wunder, Verwunderungen, Krisen und Innovationen, aber auch einem größeren Bewusstsein, etwas zu verändern. Digitalisierung allein löst keine Probleme. Sie ist lediglich eine Methode, die wir in unserem digitalen und analogen (Zusammen-) Leben lernen müssen, zukünftig richtig einzusetzen.</p>
<p>Ein neues Jahrzehnt voller Fragen und der Suche nach Antworten, vieler Veränderungen steht bevor. Der digitale Wandel stellt uns vor die große Frage, <a href="https://politik-digital.de/news/new-work-zwischen-buzzword-und-bergmann-156318/">was wir eigentlich wirklich wollen</a>. In diesem Sinne gilt es, Digitalisierung nicht als technische, sondern <a href="https://politik-digital.de/news/interview-lars-klingbeil-155678/">gesellschaftliche</a> Frage zu verstehen und zu vermitteln, denn wie sagte es der Informatiker Alan Kay:</p>
<blockquote>
<p>„Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“</p>
</blockquote>
<p>Es ist nun an der Zeit im digitalen Zeitalter anzukommen, digital zu denken, selbst zu denken. Schließlich ist Zukunft etwas, das meistens schon da ist, bevor wir damit rechnen.</p>
<p>Die Autorinnen und Autoren von politik-digital wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das neue Jahr(zehnt) 2020.</p>
<p>Bild: 2020 by Tim Rickmann on <a href="https://www.flickr.com/photos/foto_db/49267009177/in/photolist-2i4yirU-2i4yioH-2i4uXEm">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a></p>
<p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p>
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		<title>Daten, Denker, Demokratien &#8211; das war 2018 digital</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Dec 2018 10:27:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-7"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>„Computer sind unbrauchbar. Sie können nur Fragen beantworten;“ stellte einmal der Maler Pablo Picasso fest. Am Ende eines jeden Jahres steht die wichtige Frage: „Was für ein Jahr?!“</p>
<p>Fest steht bereits, 2018 wird wohl als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen. Aber heiß her ging es auch on- wie offline. politik-digital war wieder dabei und blickt zurück. Was für ein Jahr?! Das war das digitale Jahr 2018.</p>
<h3>Digitales Durcheinander</h3>
<p>Die gute Nachricht gleich vorab: <a href="https://politik-digital.de/news/kommentar-wann-wird-deutschland-spitze-in-sachen-digitalisierung-153901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland ist Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung</a>. Ok,diese Meldung wünschen sich wohl viele für die Zukunft. Wir kommunizieren, konsumieren, leben und lernen immer mehr im Netz. Aber sobald es um die <a href="https://politik-digital.de/news/eine-annaeherung-an-die-digitalisierung-der-verwaltung-153862/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">öffentliche Verwaltung</a> geht, da klopft noch immer das 20. Jahrhundert an. Sprühten die Parteien im Bundestagswahlkampf noch vor Ideen für den digitalen Wandel, werden die digitalen Aufgaben nicht weniger, sondern mehr. Aber die neue Staatsministerin für Digitales <a href="https://politik-digital.de/news/interview-dorothee-baer-155542/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorothee Bär</a> zeigt sich durchaus optimistisch: „Ich habe es mir schwieriger und komplizierter vorgestellt!“ Vielleicht neigt das digitale Deutschland auch zu digitalem Durcheinander: „Wir sind sehr perfektionistisch und warten lieber, bis wir 110 Prozent haben, anstatt mit 80 Prozent einfach mal loszulegen!“</p>
<p>Wer nun loslegen möchte, kann sich gleich über <a href="https://politik-digital.de/news/mobile-recruiting-mit-einem-wisch-zum-traumjob-154653/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobile Recruiting</a> via App und Algorithmen um eine Tätigkeit bewerben, ganz flexibel und mobil wie die digitale <a href="https://politik-digital.de/news/schluss-mit-social-media-155252/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generation Z</a>. Es ist zu vermuten, dass sie einige gute Ideen hätten. Sie erkennen immer besser die Chancen und Risiken der sozialen Medien und beginnen, diese Angebote immer bewusster (nicht) zu nutzen.</p>
<h3>Smarte Cities und schlaue Dörfer</h3>
<p>Deutschland wird digitaler und Deutschland wird urbaner. Immer mehr Menschen ziehen aufgrund der besseren Arbeitsmöglichkeiten und Chancen in die Großstädte. Bis 2050 wird geschätzt, dass etwa 75% der Weltbevölkerung in urbanen Regionen leben werden. Angesichts dieses Zuwachses wird nach nachhaltigen intelligenten Lösungen gesucht, den <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Cities</a>. Mithilfe modernster Informations- und Kommunikationstechnologie sollen Nachhaltigkeit, Wachstum und ein hoher Lebensstandard in den Städten von morgen umgesetzt werden.</p>
<p>Sommerzeit ist Reisezeit, daher machte sich politik-digital auf, die Smart Cities von morgen schon heute zu erkunden. Mithilfe der <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Favela App</a> ging es durch die im wahrsten Sinne des Wortes unbekannten Ecken und Kanten von Rio de Janeiro. Mit diesen gesammelten Daten führte die Reise nach Kopenhagen zum <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Big Data Marketplace“</a>, auf dem Daten gesammelt, erworben oder selbst hochgeladen werden können. Der <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robocop</a> fuhr Streife durch den Wüstensand von Dubai. Für eine spritzige Erfrischung sorgte ein Abstecher nach Wien zum Projekt <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Viertel Zwei“</a>. In diesem Neubaugebiet werden die Möglichkeiten von Blockchain genutzt, um aus Konsumenten Produzenten zu machen, die Energieversorgung der Zukunft zu revolutionieren. Das kleine <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Santander</a> macht eines besonderes deutlich: Eine smarte Stadt braucht vor allem auch smarte Bürgerinnen und Bürger, die diese Stadt annehmen, gestalten und weiterentwickeln wollen.</p>
<p>Bei allen schönen Urlaubserinnerungen dürfen die ländlichen Räume nicht vergessen werden. Hier macht sich der demographische Wandel besonders deutlich. Immer mehr Arztpraxen schließen. Daher sind neue Ansätze der <a href="https://politik-digital.de/news/wie-telemedizin-neue-moeglichkeiten-eroeffnet-154561/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telemedizin</a> gefragt, die digitalen Möglichkeiten der Diagnose zu nutzen ohne dabei die Sensibilität dieser Daten außer Acht zu lassen. Im besten Fall könnte es sogar gelingen, Menschen wieder auf das Land zu holen, fernab des Großstadtstresses im <a href="https://politik-digital.de/news/das-vergessene-land-wie-digitalisierung-die-landflucht-stoppen-kann-154501/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Coworking Space</a> gemeinsam lokale und globale Ideen zu erarbeiten. Bisher scheitert dies immer noch am Breitbandausbau, so dass viele Gemeinden wie im Projekt <a href="https://politik-digital.de/news/morodigital-155226/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MOROdigital</a> selbst die Initiative ergreifen und den Breitbandausbau vorantreiben. Digitalisierung eröffnet neue Chancen, doch müssen dazu noch viele Fragen geklärt werden.</p>
<h3>Das Spiel mit den Daten</h3>
<p>Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir raten, raten, raten! Wir produzieren Daten, Daten, Daten! Es war in einem Sommer, der niemals enden sollte, in einem Wahlkampf, der niemals enden wollte. Im Spiel um die Macht probierten Politik und Gesellschaft wieder einmal andere Wege. In Italien versucht sich beispielsweise die <a href="https://politik-digital.de/news/politik-via-app-movimento-5-stelle-154282/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünf-Sterne-Bewegung</a> an eine App basierten Demokratie, jedoch mit eher zweifelhaften Erfolg. <a href="https://politik-digital.de/news/wichtig-waehlen-dgb-landtagswahl-hessen-155082/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stimmungsbarometer</a> versuchten, Wählerschaft und Wahlprogramme in Hessen zu verbinden. Für ein vielleicht passendes Match zu den Landtagswahlen sorgte der <a href="https://politik-digital.de/news/durchs-swipen-zur-wahlentscheidung-interaktive-wahltools-155147/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlswiper</a>, der Schritt für Schritt zur Wahl wischen sollte.</p>
<p>Demokratie in Echtzeit, dass verspricht die App <a href="https://politik-digital.de/news/app-democracy-1810-155346/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Democracy</a> mit aktuellen Gesetzesentwürfen. Endlich entdeckte auch die Politik die Gamerszene für sich, eine Anerkennung des <a href="https://politik-digital.de/news/e-sport-aus-der-nische-ins-rampenlicht-154482/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Sport</a> als offizielle Sportart bleibt jedoch noch abzuwarten. Was Politiker von Gamer allerding alles lernen können, das zeigt ein Blick in die Hochburgen der Gamerszene nach Asien, genauer gesagt China. Das neue <a href="https://politik-digital.de/news/jede-handlung-wird-bewertet-willkommen-in-der-zukunft-154096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Scoring System</a> funktioniert wie ein großes Spiel mit über einer Milliarde Mitspieler. Wie im Game werden gute Taten, in diesem Fall parteikonformes Verhalten, belohnt und neue Level bzw. Zugänge zu gesellschaftlichen Positionen eröffnet. Fehlverhalten im Sinne der Spielemacher, hier der Kommunistischen Partei Chinas, werden im Gegenzug geahndet und bestimmte Rechte entzogen. Natürlich mag dies für den westlichen Beobachter befremdlich wirken, einer permanenten Überwachung ausgesetzt zu sein. Allerdings verfolgen <a href="https://politik-digital.de/news/big-mama-is-watching-you-154693/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Toys</a> mit GPS Funktion nicht eine ähnliche Zielsetzung?</p>
<p>In diesem Jahr trat nun die europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Trotz der teils berechtigten Kritik werden hierin grundlegende Rechte für die digitale Demokratie festgelegt. In diesem Jahr wurde erneut deutlich, dass es für den demokratischen Diskurs nicht reicht, <a href="https://politik-digital.de/news/die-digitale-protestkultur-engagement-auf-dem-sofa-154001/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online oder offline</a> zu sein. Wichtig ist viel eher, dass die Demokratie durch die Herausforderungen der Digitalisierung nicht erstarrt sondern weiterhin in <a href="https://politik-digital.de/news/kreativer-protest-on-und-offline-154818/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bewegung</a> bleibt.</p>
<h3>Denken wir mal digital</h3>
<p>„Will ich nachvollziehen, wie eine Entscheidung getroffen wird, und akzeptiere dafür häufiger, dass das Ergebnis nicht korrekt ist, oder will ich es häufiger korrekt haben – und verstehe es dafür nicht, habe also die Black Box?“ Angesichts der vielen aktuellen Fragen erscheint so manche politische Entscheidung kaum nachvollziehbar und je nach Betrachtung intelligent. Vielleicht kann hier ja eines der Schlagworte des Jahres, die <a href="https://politik-digital.de/news/kuenstliche-intelligenz-155485/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">künstliche Intelligenz</a> helfen.  Zunächst klingt dies auch einfach wie vielversprechend. Unter KI sind vor allem Algorithmen zu verstehen, also ein Lösungsweg für ein Problem. Diese lernen indem sie aus Erfahrungen generalisieren, Muster erkennen, sowie mit Hilfe von Rückkopplungen <a href="https://politik-digital.de/news/algorithmen-die-den-weg-vorgeben-153846/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wege</a> vorgeben. Ganz bescheiden müssen wir hier zugegeben, dass Algorithmen uns hier um viele Sequenzen voraus sind. <a href="https://politik-digital.de/news/kuenstliche-intelligenz-teil-3-155492/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschliche Intelligenz</a> ist also, theoretisch, durchaus von Algorithmen zu erreichen.</p>
<p>Schon heute bestimmen Algorithmen unseren Musikgeschmack beeinflussen aber auch in riesigen Echokammern die politische Debatte, indem sie bestimmte Tendenzen verstärken. Technologie ist hier nicht neutral, sondern kann <a href="https://politik-digital.de/news/kuenstliche-intelligenz-teil-2-155488/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diskriminierend</a> wirken, wenn es um bestimmte Eigenschaften wie Herkunft, Geschlecht oder Einkommen geht. Die Anwendung von Algorithmen befreit somit nicht aus der Verantwortung, sondern bedingt diese geradezu.</p>
<p>Bereits der IT-Pionier Alan Turing erkannte, dass Menschen keine Maschinen sein können. Anders als diese besitzen <a href="https://politik-digital.de/news/rezension-digitaler-humanismus-155310/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschen</a> Intentionen, sind in der Lage sich selbst Ziele zu stecken und diese zu verwirklichen. Digital ist daher nicht immer gut und analog nicht immer besser.</p>
<h3>Digital und dann?</h3>
<p>Mittlerweile ist Digitalisierung zu einem Buzzword geworden. Alles spricht darüber, doch wer versteht wovon wir sprechen? Das Internet ist im Kern eine große <a href="https://politik-digital.de/news/die-veraenderte-kommunikation-im-digitalen-zeitalter-153968/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommunikationsplattform</a>. Die Gespräche hier haben keinen Anfang und kein Ende, sondern können jederzeit weitergehen.</p>
<p><a href="https://politik-digital.de/news/wie-die-kuenstliche-intelligenz-vom-menschlichen-gehirn-lernt-154055/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was unterscheidet den Menschen von der Maschine</a>? Ein Kind erlernt innerhalb von drei Jahren auf Basis von etwa einem Gigabyte genetischer Information weitgehend autonomes, intelligentes Verhalten, sich in einer komplexen Umwelt zurechtzufinden. Hier versagen die Maschinen trotz viel höherer Rechenleistungen immer noch, da sie zu unstrukturiert starr sind.</p>
<p>Aus diesem Grund endet <a href="https://politik-digital.de/news/thorsten-schaefer-guembel-digitale-bildung-ist-mehr-als-ein-whitebboard-154724/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale Bildung</a> nicht mit der Infrastruktur, sondern muss hier beginnen. „Es ist wie mit alten, kaputten <a href="https://politik-digital.de/news/digitalisierung-an-meiner-schule-ein-erfahrungsbericht-154007/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulbüchern</a>. Wenn die Seiten fehlen oder nicht mehr lesbar sind, kann man nichts lernen. Der Unterschied ist nur, unsere Bücher werden ersetzt, die Computer nicht“, lautetet eine Beobachtung aus dem Schulalltag. „Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht Wissen ist ein Ozean“, soll einmal Sir Isaac Newton gesagt haben. Angesichts der Datenmeere vermehrt sich das <a href="https://politik-digital.de/news/mit-mehr-diversitaet-zu-einer-universitaet-der-zukunft-154151/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltwissen</a> stetig und immer dynamischer. Daher wird es immer wichtiger zu wissen, wie dieses Wissen erarbeiten und anzuwenden ist.</p>
<p>Einst waren <a href="https://politik-digital.de/news/bibliotheken-im-wandel-ein-ort-fuer-kreativitaet-und-austausch-154407/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibliotheken</a> die Zentren des Wissens. In Zeiten von E-Books könnten sie dies wieder werden. Heute werden Bibliotheken zu Treffpunkten für Do it yourself und vor allem Do it together, gemeinsam zu lernen. Der digitale Wandel erfordert Bildung für jedes Alter. Vielleicht wird der Generationenvertrag durch einen <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-bildung-kompetenzen-lernorte-und-erwachsenenbildung-154577/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalpakt</a> ergänzt, in welchem technikaffine Menschen die Verantwortung für technikferne übernehmen, ihnen in diese Welt zu erklären.</p>
<h3>Die digitale Debatte geht weiter? Ein Ausblick</h3>
<p>„Die Demokratie kann die Grundlagen nicht schaffen, auf denen sie steht“ machte der ehemalige Bildungsminister Klaus von Dohnanyi deutlich. Wer sind wir, wenn wir online sind? Welche Regeln sollen für die digitale Gesellschaft online wie offline gelten? Dieser Frage widmeten sich die <a href="https://politik-digital.de/news/dialogperspektiven-digital-155340/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dialogperspektiven</a>. Hier wurden die Fragen nach Identität und Integration, die Suche nach Zugehörigkeit betrachtet. Digitale Technologien sind wie ein Fenster in die Welt. Verschiedene Erfahrungen, Prägungen aber auch Meinungen liefern den Rahmen für diese Fenster. Einflussreiche Organisationen haben dies längst für sich entdeckt und liefern mit ihrer Wortwahl das entsprechende <a href="https://politik-digital.de/news/die-macht-der-worte-154767/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Framing</a>. Unterschiedliche Meinungen treffen im digitalen Raum aufeinander, werden zunehmend nicht diskutiert, sondern auch bewusst polarisiert. Initiativen wie <a href="https://politik-digital.de/news/hate-speech-interview-das-nettz-154850/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAS NETTZ</a> versuchen diese Meinungen zu vernetzen, die demokratische Debatte zu fördern. Manchmal ist es weniger entscheidend, was gesprochen wird, sondern das überhaupt gesprochen wird. Vielfach wird diese Debatte eher verkürzt, emotionalisiert, um rasch an Aufmerksamkeit zu gewinnen. „In einer immer komplexeren Welt, die wir alle nur noch bruchstückhaft verstehen können, wird <a href="https://politik-digital.de/news/rhetorik-im-digitalen-zeitalter-interview-155060/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glaubwürdigkeit</a> zur entscheidenden Währung.“ Die Frage nach dem besten Argument kann nicht nur durch Wissen, sondern auch durch Werte und Wertungen beantwortet werden. Es braucht ein <a href="https://politik-digital.de/news/rhetorik-heute-eine-frage-des-gefuehls-155163/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gefühl</a> für die digitalen ethischen Fragen. Entscheidend ist an dieser Stelle: „<a href="https://politik-digital.de/news/freiwilligendienst-fsj-digital-jetzt-bundesweit-marten-gerdnun-im-interview-154665/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalisierung</a> darf zu keinem Unwort werden!“</p>
<p>Das Datenvolumen für 2018 ist nun aufgebraucht. Wie geht es 2019 weiter? „Am Schluss werden wir alle erkennen, dass jeder von uns ein <a href="https://politik-digital.de/news/die-rolle-der-roboter-in-unserem-leben-153607/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">‘Algorithmus’</a> ist“.  Was für ein Jahr?! Die Antwort kann wohl niemand besser geben, als der berühmte Wissenschaftler Albert Einstein: „Wenn&#8217;s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs Neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“</p>
<p>Die Autorinnen und Autoren von politik-digital wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das digitale und analoge Jahr 2019.</p>
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<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@swviiphotography?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Steven VanDesande Jr</a> on <a href="https://unsplash.com/@swviiphotography?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
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		<title>Digital durchs Jahr – Wer und was 2017 noch so online war</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2017 07:36:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bildung, Bundestagswahl und Bots: Unser Autor Stephan Raab lässt anhand unserer Artikel das Jahr 2017 Revue passieren. „Oh das Internet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-153856" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/mirrors-2850352_1920_edited_4-630x342.jpg" alt="Rückspiegel by Momentmal via pixabay, CC0, edited" width="630" height="342" />Bildung, Bundestagswahl und Bots: Unser Autor Stephan Raab lässt anhand unserer Artikel das Jahr 2017 Revue passieren.</p>
<p>„Oh das Internet gibt es jetzt auch für Computer“, muss nicht nur der Digitalisierungsexperte Homer Simpson feststellen. Einst meinte Microsoft Gründer Bill Gates: „Internet ist nur ein Hype“. Doch dieser Hype hält bis heute an. Mittlerweile benutzten mehr als <a href="http://politik-digital.de/news/meilenstein-2017-haelfte-der-weltbevoelkerung-online-2-151132/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">3,7 Milliarden</a> Menschen das Internet weltweit. Wir blicken zurück wer und was 2017 noch so online war.</p>
<p>Digital war 2017 einiges los. Ein Blick zurück auf die Timeline genügt und es wird klar, auch in diesem Jahr wurden wieder unzählige Mengen an Daten produziert. Das neue <a href="http://politik-digital.de/news/open-data-ein-leitfaden-zum-gesetz-151893/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Data Gesetz</a> soll Behörden dazu verpflichten ihre Daten zu veröffentlichen. Leider meist nur als <a href="http://politik-digital.de/news/open-data-gesetz-mehr-zugang-zu-oeffentlich-daten-151154/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rohdaten</a> erhältlich sind sie für den Laien eher ungeeignet. Gleichzeitig versucht das <a href="http://politik-digital.de/news/zielt-das-netzdg-ins-leere-2-151888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerkdurchsuchungsgesetz</a> dazu beizutragen, diese Datenmengen an Meinungen und Ideen zu verarbeiten. Betreiber von sozialen Plattformen sollen stärker in die Verantwortung genommen werden, Hasskommentare zu löschen. Technisch ist dies nur mit Algorithmen möglich. Aber entscheiden diese darüber, wie die Digitalisierung unseren Alltag verändern soll?</p>
<h3>Daten, Daten und noch vielmehr</h3>
<p>Internet ist weniger eine Glaubensfrage als auch eine <a href="http://politik-digital.de/news/digitalisierung-fuer-jung-und-alt-der-digitalen-spaltung-entgegen-152373/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generationenfrage.</a> Im Schnitt verbrachten die über 70-jährigen 2017 etwa 28 Minuten täglich im Netz. Die 14 bis 29-jährigen hingegen nutzen als Generation der Digital Natives das Internet für etwa 4 Stunden am Tag.</p>
<p>Auch 2017 machten wir uns Gedanken über die technischen Fortschritte der Digitalisierung. Diese Gedanken mögen zwar frei sein, doch vielleicht lassen sie sich bald erraten. <a href="http://politik-digital.de/news/neurotechnologie-menschenrechte-152277/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neurotechnologie</a> widmet sich der Erforschung der menschlichen Gehirnaktivitäten. Dabei geht es längst nicht mehr darum nur Hirnströme zu messen. Vielmehr steht bereits die Stimulation und Beeinflussung im Vordergrund, menschliches Denken effizienter zu machen. Vielleicht heute noch Zukunftsmusik, möglicherweise aber bald Alltag, müssen wir schon heute über die ethischen Grenzen der immer größeren technischen Machtbarkeit nachdenken.</p>
<h3>Digital und dann weiter</h3>
<p>Aber was machen wir eigentlich in Zukunft, wenn immer mehr Aufgaben von Maschinen übernommen werden? Ein Klick genügt, um die wichtigsten Aufgaben des Tages zu erledigen. <a href="http://politik-digital.de/news/weissbuch-digitale-plattformen-151841/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattformen</a> können einen Beitrag leisten, um unser Leben und Wirtschaften zu verbessern. Algorithmen helfen in <a href="http://politik-digital.de/news/legal-tech-zukunft-der-rechtsbranche-151806/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rechtsfragen</a><a href="http://politik-digital.de/news/pfleger-butler-gouvernante-humanoide-roboter-in-der-altenpflege-153602/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">, Roboter</a> übernehmen die Pflege unsere Angehörigen, <a href="http://politik-digital.de/news/killer-roboter-und-das-prinzip-verantwortung-152094/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Killerroboter</a>  könnten gar unsere globalen Interessen verteidigen, Kriege der Zukunft austragen. Innovationen wie <a href="http://politik-digital.de/news/ersetzen-codes-bald-das-recht-152306/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Contracts </a>sollen dabei helfen, die Vernetzung zu erleichtern, das Internet demokratischer etwa im Bereich <a href="http://politik-digital.de/news/rettet-blockchain-presse-und-meinungsfreiheit-152554/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalismus</a> zu gestalten. Die Energie für diese Vorhaben könnten auch Blockchain und <a href="http://politik-digital.de/news/energiewende-per-blockchain-152633/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Meter </a>mit dezentraler Versorgungen erzeugen.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/news/wer-deutschland4-0-weill-muss-fuer-sicherheit4-0-sorgen-151709/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Vernetze Gesellschaft, Vernetze Bedrohungen“</a> warnt der Autor Joachim Jakobs. Identity Kits zum Stehlen digitaler Identitäten sind bereits für 1.500 bis 2.000 Dollar erhältlich. Die Attacken des Virus <a href="http://politik-digital.de/news/wannacry-geheimdienste-in-der-schuld-152193/">Wanna Cry</a> zeigten, die Anfälligkeit der weltweiten Vernetzung. Das <a href="http://politik-digital.de/news/das-darknet-hat-kein-monopol-auf-illegale-aktivitaeten-153388/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Darknet</a> gilt als Inbegriff für illegale Aktivitäten, doch zeigt sich, es ist nur eine andere Art der verschlüsselten Kommunikation. Die Regeln der digitalen Ökonomie sorgten sogar für ein Regelwerk mit Qualitätskontrolle unter Drogendealern. Illegale Aktivitäten finden überall statt, sorgen für einen<a href="http://politik-digital.de/news/crypto-wars-und-sicherheits-luecken-151828/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Crypto War</a> zwischen Geheimdiensten, organisierter Kriminalität und Datenschützern.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/news/predictive-policing-in-deutschland-153215/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Predictive Policing</a> könnte eingesetzt werden, Verbrechen aufzudecken, bevor diese geschehen.Wenn jedoch das Verhindern von Straftaten höchste Priorität genießt, lässt sich der Bogen weiter spannen: Immer mehr Daten werden benötigt, immer umfassendere Profile erstellt, Bürger geraten unter Generalverdacht.</p>
<p>Je mehr wir Algorithmen Prognosen und Entscheidungen überlassen, desto weniger Freiheit bleibt beim Menschen. Wenn <a href="http://politik-digital.de/news/medizinmaschinen-und-pflegeroboter-wohin-steuert-die-digitale-versorgung-152602/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pflegeroboter</a> nicht mehr nur Berater sind, sondern zu <a href="http://politik-digital.de/news/ki-in-der-diagnostik-152012/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entscheidern</a> werden, Verbote aussprechen, kann dies die Autonomie von Patienten beschränken. Befürworter argumentieren, solche <a href="http://politik-digital.de/news/ethik-pflege-digitalisierung-zuwendung-vom-roboter-153790/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zuwendungsroboter</a> wären nötig, um  den Pflegebetrieb in einer alternden Gesellschaft aufrecht zu erhalten, Kritiker vermissen die (zwischen-)menschliche Komponente von Fürsorge und Betreuung.</p>
<p>Das Internet, die Digitalisierung sind das Produkt menschlicher Erfindungskraft. Jedoch scheinen Humanisierung und Rationalisierung in Ungleichgewicht geraten zu sein, wie <a href="http://politik-digital.de/news/dgb-index-gute-arbeit-psychische-belastung-durch-digitalisierung-152119/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gewerkschaften</a> beklagen. Asymmetrische Machtverhältnisse zwischen Plattformbetreibern und ihren Mitarbeitern weichen soziale Errungenschaften im <a href="http://politik-digital.de/news/plattform-oekonomie-die-grossen-fressen-die-kleinen-152025/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeitsrecht</a> auf. Fragen wie <a href="http://politik-digital.de/news/leistungsschutzrecht-und-upload-filter-eu-urheberrechtsreform-erklaert-151601/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leistungsschutzrecht</a> oder<a href="http://politik-digital.de/news/datadebates-privatsphaere-und-freiheit-151388/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Privatsphäre</a> müssen in einer neuen Arbeitswelt 4.0 neu verhandelt werden. Arbeit soll nicht nur dem Broterwerb dienen, sondern Teil der <a href="http://politik-digital.de/news/mehr-als-selbstzweck-oder-selbsterhaltung-arbeit-in-der-digitalen-welt-152661/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstverwirklichung</a> werden.</p>
<h3>Digitale Demokratie oder Wahlkampf 2.0.</h3>
<p>„Jamaika Aus“ wurde zum Wort des Jahres gewählt. 2017 war ein Jahr der politischen Überraschungen, oder wie es Roman Koidl formulierte: <a href="http://politik-digital.de/news/erststimme-zweitstimme-keine-stimme-warum-wir-irre-waehlen-eine-buchrezension-153378/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Warum wir irre wählen?“</a> Der Wahlkampf zur Bundestagswahl war auch ein digitaler. Es wurden <a href="http://politik-digital.de/news/wahlkampf-mit-whatsapp-151328/">WhatsApp,</a> <a href="http://politik-digital.de/news/junge-waehler-und-waehlerinnen-erreichen-wahlkampf-mit-instagram-14-151382/">Instagram</a>, <a href="http://politik-digital.de/news/junge-waehler-und-waehlerinnen-erreichen-wahlkampf-mit-snapchat-24-151447/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Snapchat</a>, <a href="http://politik-digital.de/news/junge-waehler-und-waehlerinnen-erreichen-wahlkampf-mit-tinder-44-151584/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tinder</a>  verwendet, um  niedrigschwellig und direkt mit Wählerinnen und Wählern in Kontakt zu treten. Aber eine digitale Demokratie oder zumindest ein <a href="http://politik-digital.de/news/daten-bots-fakenews-wie-wird-der-digitale-wahlkampf2017-151925/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitaler Diskurs</a> benötigt faire Grundlagen. Der Einfluss von <a href="http://politik-digital.de/news/fake-news-im-wahlkampf-ueberschaetzte-gefahr-151299/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fake News </a>im US-Wahlkampf wurde kontrovers diskutiert. Hinzu kommen <a href="http://politik-digital.de/news/der-social-bot-und-der-mensch-151610/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chatbots</a>, die schwer erkennen lassen, ob noch ein menschlicher Nutzer oder einem künstlicher Chatbots agiert. Je größer der Einfluss von Fake News wird, desto wichtiger werden <a href="http://politik-digital.de/news/fake-news-international-die-bbc-im-interview-152223/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">journalistische Kompetenzen</a> einer ausgewogenen, differenzierten Berichterstattung.</p>
<p>Den Konsumenten zum Produzenten von <a href="http://politik-digital.de/news/den-konsumenten-zum-produzenten-machen-tilman-baumgaertel-im-interview-152537/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medieninhalten</a> zu machen, waren einst die Hoffnungen der digitalen Revolution. Allerdings deutet derzeit  die Zunahme Polarisierung und <a href="http://politik-digital.de/news/framing-der-politischen-kultur-propaganda-4-0-ein-buch-von-johannes-hillje-153284/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Populismus</a> eher auf das Gegenteil hin. Rasch entwickeln sich in den sozialen Medien <a href="http://politik-digital.de/news/facebook-filterblasen-und-fake-news-ein-gespraech-mit-nikil-mukerji-151738/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Debatten.</a> Diese bleiben jedoch eher an der Oberfläche, bestätigen nur die eigene bestehende Meinung gegen andere. <a href="http://politik-digital.de/news/netzdg-shadowban-und-facebook-loeschung-152762/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hatespeech oder Fake News</a> lassen sich nicht mit Algorithmen allein in den Griff bekommen, es bedarf der menschlichen Fähigkeit, zwischen Meinung und Hetze zu unterscheiden. Daher sind insbesondere die großen Technikunternehmen gefragt, sich an der Entwicklung eines digitalen <a href="http://politik-digital.de/news/ethik-kodex-zur-oeffentlichen-meinungsbildung-im-netz-vorgelegt-151630/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ethikkodex</a> zu beteiligen. Digitale Unternehmen könnten eine Art <a href="http://politik-digital.de/news/hacking-democracy-microsoft-152672/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rotes Kreuz im Cyberwar, eine digitale Schweiz </a>werden, welche sich bei Cyberangriffen neutral verhält und gemeinsam mit demokratischen Regierungen die Gesellschaft auf das digitale Zeitalter vorbereitet.</p>
<p>Mit der Digitalisierung war eine große Hoffnung auf Demokratisierung verbunden. Mittlerweile macht sich bei einigen Enthusiasten Katerstimmung breit. Statt der Ermächtigung jedes Bürgers, zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen, verstärken digitale Mechanismen den Einfluss von nicht demokratischen legitimierten Gruppen und Personen, wie die Diskussion um die Macht der  <a href="http://politik-digital.de/news/beeinflussen-influencer-bald-die-politik-153686/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Influencer</a> zeigt. Trotz allem darf nicht vergessen werden, dass dies noch stets menschliche Erfindungen sind, sodass sich auch die analoge Gesellschaft in der digitalen Gemeinschaft wiederfindet. Online-Debatten unterliegen den gleichen Regeln wie die Diksussionen in der physischen Welt. Digital macht noch keine <a href="http://politik-digital.de/news/digitalisierung-des-demokratischen-diskurses-152933/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokratie</a>.</p>
<h3>Digitale Bildung mehr als Internet</h3>
<p>Mittlerweile sind mehr Menschen als jemals zuvor über die technischen Innovationen vernetzt. Sie schaffen neue <a href="http://politik-digital.de/news/gefaehrdet-social-media-die-kulturelle-identitaet-153524/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hybride Kulturen</a> die offline und online, regional und global miteinander verbinden. Trotz aller technischen Antworten bleibt die Frage offen, wohin Digitalisierung führen wird. Die digitalen Technologien haben eine Verbindung von Mensch zu Mensch geschaffen, aber sie erfordern eine allumfassende Debatte. „Das Web ist mehr eine soziale Erfindung als eine technische“, konstatierte Tim Berners-Lee, Begründer des World Wide Web. In anderen Worten, digitale Gesellschaften beeinflussen analoge und umgekehrt verschwimmen miteinander. Diese Entwicklungen erforschen seit diesem Jahr  Einrichtungen wie das <a href="http://politik-digital.de/news/neues-zentrum-fuer-internetforschung-wird-in-bochum-eroeffnet-151247/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Center for Advanced Internet Studies (CAIS)</a> oder das <a href="http://politik-digital.de/news/normen-und-werte-im-digitalen-wandel-erhalten-prof-dr-jeanette-hofmann-im-interview-152581/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Internetinstitut</a>. Projekte wie das <a href="http://politik-digital.de/news/was-wurde-aus-dem-fsj-digital-152824/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FSJ digital</a> schicken junge Digital Natives an Schulen, um die Medienkompetenz zu verbessern und zu fördern.</p>
<p>Heute bieten die technischen Mittel neue Möglichkeiten in der Bildung, wie etwa ein ganzes <a href="http://politik-digital.de/news/alleine-kaffee-trinken-interview-online-student-151033/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Studium</a> zu absolvieren. Die digitale Entwicklung schreitet schneller voran, als es das derzeitige Bildungssystem verarbeiten könnte. Initiativen wie <a href="http://politik-digital.de/news/die-entwicklung-ist-zu-langsam-interview-digitales-lernen-151196/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mobileschule.de</a> fördern daher den gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Heutzutage lässt sich jede Multiple-Choice-Aufgabe mit dem Smartphone binnen Sekunden lösen. Aus diesem Grund muss die digitale Bildung neu gedacht werden. Bildungsforscher <a href="http://politik-digital.de/news/schule-als-kompass-fuer-eine-komplexe-welt-151073/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Schleicher</a> betont die Wichtigkeit von kritischen Denken, Wissen miteinander zu verbinden und anzuwenden. Viele Schulen wie die <a href="http://politik-digital.de/news/smartphones-in-der-schule-ein-schulleiter-im-gespraech-150965/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutsch-skandinavische Gesamtschule</a> oder das <a href="http://politik-digital.de/news/zeitgemaesses-lernen-in-der-schule-zwischen-anspruch-und-wirklichkeit-153511/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">John-Lennon-Gymnasium</a> in Berlin suchen neue Wege, die digitalen Möglichkeiten in den Unterricht einzubinden. Bildung bildet ab und aus, welche Art von Gesellschaft wir in Zukunft möchten. Das Projekt <a href="http://politik-digital.de/news/aula-schuelerbeteiligung-und-die-kompetenzen-der-zukunft-153015/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aula</a> möchte Demokratie an Schulen anhand von <a href="http://politik-digital.de/news/lehre-im-aufbruch-wegweiser-fuer-eine-zeitgemaesse-bildung-152304/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritischen Denken fördern.</a> Digitale Bildung ist kein Selbstläufer, sondern erfordert, dass jeder, der unterrichtet, selber stets <a href="http://politik-digital.de/news/wenn-die-moeglichkeit-besteht-unterrichte-ich-digital-151972/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dazu lernt.</a> <a href="http://politik-digital.de/news/unicef-bericht-kinder-in-einer-digitalen-welt-deckt-gravierende-maengel-auf-153773/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Lösungen von Morgen sind die Kinder von heute.</a></p>
<h3>Daheim im digitalen Dorf</h3>
<p>Umweltschutz, Migration, Polarisierung, Globalisierung werden auch das digitale Jahr 2018 bestimmten. <a href="http://politik-digital.de/news/die-welt-retten-ein-kinderspiel-151228/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gamification</a> kann an diese Themen heranführen, lässt gar <a href="http://politik-digital.de/news/videospiel-gegen-zensur-in-china-152927/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regierungen</a> reagieren. Trotz der vielen neuen Chancen erscheint Digitalisierung, der Zwang immer erreichbar sein zu wollen als <a href="http://politik-digital.de/news/studie-ueber-digitalen-stress-151137/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stressfaktor</a>. Sogar die Generation der Digital Natives gibt sich nur eine 3,2 in Sachen Digitalkompetenz. Daher ist es wichtig, eine eigene <a href="http://politik-digital.de/news/digitale-kompetenz-junge-trauen-sich-wenig-zu-152340/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale Grenze</a> zu finden.</p>
<p>Die globale Digitalisierung scheint zu überfordern, weckt den Sehnsucht nach <a href="http://politik-digital.de/news/kollektive-selbstbestimmung-die-groesste-herausforderung-der-digitalisierung-152510/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regionalen</a>, Beschaulichen, Familie und Gemeinschaft. Jedoch erfasst diese Entwicklung auch <a href="http://politik-digital.de/news/land-leute-digitalisierung-150905/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ländliche Regionen</a>. Die Auseinandersetzung mit den neue Technologien muss keine Angst machen, kann gar <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-drei-mythen-zur-inklusiven-schule-153234/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">inklusiv</a> wirken, wenn die Nutzer lernen, damit <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-das-piksl-projekt-als-beispiel-digitaler-inklusion-2-153078/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbstbestimmt</a> umzugehen. <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-ein-gespraech-ueber-barrierefreie-kommunikation-152972/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kein Medium ist per se positiv oder negativ</a>, es ist die Art und Weise, wie es angewandt wird. Im besten Fall kann die Vielfalt einer Gesellschaft allen eine <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-auf-der-suche-nach-zeitgemaesser-teilhabe-152998/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gleichberechtigte Teilhabe</a> ermöglichen.</p>
<p>Daten jedoch sind Teil des Schaffens eines Menschen, seiner Identität und auch wichtige <a href="http://politik-digital.de/news/der-letzte-wille-zwischen-datenschutz-und-aufarbeitung-152264/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeugnisse seines Lebens</a>. Die Herausforderung ist, analoges und regionales mit digitalen und globalen zu verbinden. Vielleicht gelingt es, ein <a href="http://politik-digital.de/news/das-netz-braucht-einen-heimatverein-interview-mit-dirk-von-gehlen-151319/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">globales Dorf</a> mit eigenem Brauchtum zu etablieren, in dem sich die Nutzer genauso zu Hause fühlen wie  daheim.  Als Antwort auf den Digitalisierungsexperten Homer Simpson gilt: Das Internet gibt uns das, was wir bereits sind dafür zu geben, wie wir es nutzen und weiterentwickeln möchten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Jahr 2017 geht offline, oder um Peter Lustig zu zitieren: „Ihr könnt jetzt abschalten“. Die Autorinnen und Autoren von politik-digital wünschen einen guten Start in das neue Jahr 2018.</p>
<p>Titelbild: Rückspiegel by <a class="hover_opacity" href="https://pixabay.com/de/users/Momentmal-5324081/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Momentmal</a> via pixabay, CC0, edited</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Kolumne zum Jahresrückblick – Thema: #NSA</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-nsa-135645/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Gutjahr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2013 11:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Kalter Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um unsere Erinnerungen aufzufrischen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-135646" alt="IMG_1075" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/NSA-staticflickr-630x472.jpg" width="630" height="472" />Heute findet unser netzpolitischer <a href="http://politik-digital.de/10-berliner-hinterhofgespraech-zurueck-in-die-zukunft-netzpolitischer-jahresrueckblick-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresrückblick per Hangout</a> statt. Um unsere Erinnerungen aufzufrischen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de vorab je einen kurzen Rückblick auf die folgenden Jahresthemen verfasst: <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-btw13/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#btw13</a>, #nsa, #lsr, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#UADA</a> und <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-aufschrei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#aufschrei</a>. Richard Gutjahr blickt zurück auf die zahlreichen Ereignisse rund um den NSA-Skandal.<br />
Als Kind des Kalten Krieges bin ich mit 007 und jeder Menge US-amerikanischer Serien im Fernsehen aufgewachsen: Western von gestern, Knight Rider, Airwolf, Mission Impossible und nicht zu vergessen &#8220;24&#8221;. Jack Bauer hatte mich gelehrt, dass Folter nicht nur unheimlich cool, sondern vor allem auch legitim ist, nämlich dann, wenn sie einem höheren Ziel dient. Die Frage danach, wer gut und wer böse ist, stellte sich dabei nie: Gut waren stets die Cowboys. Böse die rothäutigen Terroristen, die nur ein Ziel kannten: dem friedfertigen weißen Mann das Land zu rauben.<br />
Schöne Frauen, schnelle Autos, die coolsten Hightech-Gadgets &#8211; so stellen sich viele von uns die schillernde Welt der Geheimdienste vor. Edward Snowden hat uns wachgerüttelt und geholfen, dieses maßgeblich durch Hollywood geprägte Zerrbild gerade zu rücken. Mit einem Einblick in die Machenschaften der NSA, des britischen Geheimdienstes GHCQ sowie deren Vertragspartner und Kollaborateure hat sich vor unseren Augen ein Moloch aufgetan, der selbst Geheimdienstkennern die Haare zu Berge stehen lässt.<br />
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich hinter unser aller Rücken ein Staat im Staat formiert, der sich jenseits von demokratischer Legitimation und Rechtsstaatlichkeit bewegt und der sich ganz offensichtlich seine eigenen Gesetze schreibt. Gemacht wird, was technisch machbar ist. Das Schreckgespenst Terrorismus dient dabei zur Aussetzung jahrhundertelang erkämpfter Bürgerrechte sowie der Bewilligung horrender Etats. Eine effektive parlamentarische Kontrolle, wie das von den verantwortlichen Regierungen so gerne betont wird, findet schon lange nicht mehr statt.<br />
Mit ihrem &#8220;Catch-all&#8221;-Ansatz atmet die NSA den Geist totalitärer Systeme. Wer nichts zu verbergen hat, der habe auch nichts zu befürchten. Ein grauenvoller Satz, der das Prinzip der Unschuldsvermutung auf den Kopf stellt. Zugleich macht dieser Satz eines deutlich: Der Feind ist schon lange nicht mehr der Terror oder irgendeine abstrakte Bedrohung. Der Feind ist das eigene Volk, dessen Bewegungen, Kommunikation und Gedanken man kontrollieren muss.<br />
&#8220;Ich liebe doch alle Menschen&#8221; hatte Stasi-Chef Mielke seinen Gedankenknast später versucht zu rechtfertigen. Was wohl die NSA-Chefs zu ihrer Verteidigung zu sagen hätten, würden sie jemals zur Rechenschaft gezogen? Die Anklage lastet schwer: Die Errichtung des größten Überwachungsapparats in der Geschichte der Menschheit.<br />
Foto: chrishardie (flickr.com)<br />
<img decoding="async" class=" wp-image-121978 alignnone" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-630x110.png" width="320" height="52" /><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Kolumne zum Jahresrückblick: #btw13</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Tretbar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 15:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um unsere Erinnerungen aufzufrischen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/3907602472_e5562f41bb_z.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-135620" alt="3907602472_e5562f41bb_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/3907602472_e5562f41bb_z-630x419.jpg" width="630" height="419" /></a>Am Dienstag findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um unsere Erinnerungen aufzufrischen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de vorab je einen kurzen Rückblick auf die folgenden Jahresthemen verfasst: #btw13, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-nsa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#nsa</a>, #lsr, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#UADA</a> und <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-aufschrei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#aufschrei</a>. Christian Tretbar schaut hier aus netzpolitischer Perspektive zurück auf die #btw13.<br />
Ganz so opulent wie die US-Wahl ist die deutsche Bundestagswahl dann doch nicht. Etwa 350.000 #btw13- Tweets am Wahltag ist nicht schlecht. Klar, mehr als je zuvor, aber die US-Wahl kam am Wahltag auf über 30 Millionen. Der Vergleich hinkt natürlich, weil die Präsidentschaftswahl in den USA weltweit, die Kanzlerin in allen Ehren, einen anderen Stellenwert hat.<br />
Dennoch war die Bundestagswahl unter netzpolitischen Gesichtspunkten durchaus interessant. Aus vielerlei Gründen. Das Phänomen Second oder eher Third Screen spielte eine wesentliche Rolle. Denn man konnte nicht mehr allein vom Netz als einem zusätzlichen Informationskanal neben dem TV, Radio und Zeitungen sprechen, sondern man muss differenzieren: klassische Nachrichtenseiten, Blogs und vor allem soziale Netzwerke. Auf den Nachrichtenseiten spielte die Wahl eine große Rolle. Die meisten hatten Sonderseiten aufgelegt. Sogar die Stöckchen-Tradition ging um. Klassische Blogs spielten dagegen nicht die ganz große Rolle. Echte Polit-Blogs haben sich auch bei dieser Wahl nicht herauskristallisiert und sie bleiben in Deutschland ein unterbelichtetes Phänomen.<br />
Dagegen spielen die Sozialen Netzwerke eine immer stärkere Rolle als Verbreitungs- und Debattenplattform. Interessant auch, dass immer stärker Trends der Sozialen Netzwerke Einfluss auf die klassisch-journalistische Berichterstattung haben. Sei es Merkels <a href="https://twitter.com/search?q=%23schlandkette&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schlandkette“</a> vom TV-Duell oder Peer Steinbrücks <a href="https://twitter.com/search?q=%23h%C3%A4tte-h%C3%A4tte-fahrradkette&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hätte-Hätte-Fahrradkette“</a>. Auch die Zahl der aktiv twitternden Politiker nimmt zu.<br />
Gleichzeitig hat diese Bundestagswahl aber auch gezeigt, dass Wahlen nach wie vor nicht im Netz gewonnen werden, aber dass Trends durch das Netz enorm verstärkt werden können. Auch Fehler wirken sich ungleich größer aus als Erfolge. Rein quantitativ spiegelt sich das Ergebnis schon im Netz wider: Die Facebook-Seite der CDU hatte mehr Likes als die der SPD, und die Kanzlerin heimste auch mehr Likes ein als der Herausforderer.<br />
Nur ist wohl kaum der Schluss zulässig, dass Merkel die Wahl gewonnen hat, weil sie so viele Facebook-Freunde hatte. Andererseits musste Steinbrück mit viel Häme auch im Netz kämpfen. Sein mediales Image schlug sich im Internet wider und verstärkte sich dadurch. Trotzdem haben zumindest die beiden Großen, Union und SPD, das Netz auch für ihre Zwecke genutzt und es nicht nur als Verteilungsplattform für Pressemitteilungen angesehen.<br />
Auch die Nachrichtenseiten verspürten einen enormen Zuwachs rund um die Bundestagswahl, was ihren Stellenwert als Informationsquelle Nummer eins untermauert. Dabei geht es auch längst nicht mehr nur um eine erste schnelle Nachricht, sondern Einordnungen, Kommentare und auch Live-Berichterstattung wie Blogs verzeichnen mittlerweile hohe Zugriffe.<br />
Foto: alles-schlumpf (flickr.com)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="419" height="73" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>CoLab: Die offene Denkfabrik schaut zurück und blickt nach vorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 16:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Co:llaboratory]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Haselbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[BASE_camp]]></category>
		<category><![CDATA[Winterfeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch hat der Collaboratory e. V. zur netzpolitischen Winterfeier samt Speednetworking und Glühwein eingeladen. Geschäftsführer Sebastian Haselbeck nutzte die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_4988.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-135544" alt="Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_4988-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Am Mittwoch hat der Collaboratory e. V. zur netzpolitischen Winterfeier samt Speednetworking und Glühwein eingeladen. Geschäftsführer Sebastian Haselbeck nutzte die Gelegenheit, einen Blick zurück auf ein spannendes und projektreiches Jahr 2013 zu werfen und einen Ausblick auf 2014 zu geben. Philipp Müller plädierte in einem Vortrag für eine digitale Realpolitik.<br />
Im BASE_camp in Berlin Mitte kamen am Mittwochabend Freunde und Experten des <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Collaboratory</a> zusammen. Die „Experten- und Interventionsplattform“ des Internet und Gesellschaft Collaboratory (kurz CoLab) baut auf einen kleinen verwaltenden Kreis, der die projektbezogene Arbeit mit externen Experten koordiniert. Ziel des Vereins ist es, so <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Sebastian" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haselbeck</a> in seiner Begrüßung, nicht nur „zu Debatten beizutragen“, sondern sie auch „anzustoßen“. Dazu soll vor allem eine offene und plurale Arbeitsweise beitragen: Jeder kann dem „Lenkungskreis“ des CoLab Projekte zu allen Themen vorschlagen, die sich in dem Spannungsfeld zwischen Internet und Gesellschaft verorten. Wird eine Initiative angenommen, dann werden zusätzlich zum externen Projektleiter über eine offene Bewerbungsphase bis zu 35 Experten gesucht, die möglichst aus unterschiedlichen Bereichen und Institutionen mit ihren jeweiligen Blickwinkeln kommen.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"> Das <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet und Gesellschaft Collaboratory e. V.</a> wurde 2010 von Google Deutschland angestoßen und ist seit 2012 ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, interdisziplinär und praxisbezogen die Wechselwirkung zwischen Internet und Gesellschaft mit möglichst vielen Stakeholdern zu untersuchen. </div></div>Der Einstieg in eine Expertengruppe ist so niedrigschwellig wie möglich gehalten. Jeder Interessierte kann sich mit einem Online-Formular bewerben. Gemeinsam mit dem Leiter der Initiative entscheidet der Lenkungskreis über die Teilnehmer. Ziel ist es, eine möglichst heterogene Gruppe von Akteuren zusammenzustellen. Dabei arbeiten Experten nicht zwingend als Vertreter von Institutionen mit, sondern nehmen aus persönlicher Motivation mit ihrem jeweiligen Blick auf ein Thema teil. Der Austausch ist sehr offen, die Zusammenarbeit zwischen den selbst ernannten „Experten“ soll auf Augenhöhe stattfinden. Die so zusammengestellten Gruppen arbeiten in Eigeninitiative drei bis sechs Monate an ihrem Thema; die Ergebnisse werden schließlich im Internet und als gedruckte <a href="http://www.collaboratory.de/w/Publikationen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publikationen</a> öffentlich zur Verfügung gestellt.<br />
Eine Kostprobe dieser offenen Arbeitsweise konnten die Teilnehmer an der Winterfeier beim entspannten Speednetworking nach dem „offiziellen Teil“ erhalten, indem sie auf einen Gongschlag alle vier Minuten die Gesprächspartner wechseln und sich so mit einer Vielzahl von Gästen austauschen konnten.<br />
Anfang des Jahres hatte sich die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Lernen_in_der_digitalen_Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">7. Initiative</a> des CoLab mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Medien für Lernen und Bildung beschäftigt. Die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Nachhaltigkeit_in_der_Digitalen_Welt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">8. Initiative</a> „Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt“ suchte und fand Antworten auf die Frage, wie Zeugnisse der kulturellen und wissenschaftlichen Arbeit der Nachwelt in Zeiten erhalten bleiben können, in denen diese zunehmend digitale Formen annehmen. In Zusammenarbeit mit dem internationalen Blogger-Netzwerk FutureChallenges.org der Bertelsmann Stiftung arbeitete die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Globalisierung_und_Internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">9. Initiative</a> schließlich zu „Globalisierung und Internet“, mit einem Schwerpunkt auf supranationale Abkommen wie ACTA und TAFTA. Die Ergebnisse sind als Debattenmagazin sowohl <a href="http://www.collaboratory.de/w/Globalisierung_im_Schatten_der_Ueberwachung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a> als auch an Kiosken erhältlich. Zusätzlich brachte der Lenkungskreis des CoLab auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Prof. Wolfgang Kleinwächter zwei Exemplare der Diskussions- und Streitschriften <a href="http://www.collaboratory.de/w/Discussion_Paper_Series" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„MIND“</a> heraus, die „Multi-Stakeholder“-Dialoge zu verschiedenen Themen abbilden sollen.<br />
In seinem Rückblick auf das Jahr 2013 aus netzpolitscher Perspektive ist laut <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Philipp#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Philipp Müller</a>, Mitglied des Lenkungskreises, „viel kaputt gegangen“, aber auch „viel geschaffen worden“. In seinem Vortrag „netz.macht.politik – Ein Aufruf zu einer Digitalen Realpolitik“ erörterte er das theoretische Potenzial von Machiavelli für die heutige Netzpolitik. Sein Fazit: Digitale Politik unterliegt Bedingungen, die im Kontext nur teilweise veränderbar sind. Die Fähigkeit, zwischen veränderbaren und unveränderbaren Strukturen zu unterscheiden, sowie die Fähigkeit, Momente zu erkennen, in denen Veränderung möglich ist, sei, so Müller, die Kernfunktion von Strategie in der Netzwerkgesellschaft. In der anschließenden Diskussion wurde diese Sichtweise teilweise als zu einengend und zu konform gegenüber Machtstrukturen kritisiert. Ein Teilnehmer äußerte sein Misstrauen gegenüber dem Begriff Realpolitik, da er für ihn stark mit dem Kalten Krieg und einer Rhetorik der Alternativlosigkeit verbunden sei.<br />
Für das Jahr 2014 will das CoLab thematisch noch mehr in die Breite gehen. In dem Projekt „Smart Country“ soll „das Potenzial von Internet für die Lebensqualität auf dem Land untersucht werden“, so CoLab-Chef Haselbeck. Zudem wird man sich mit der aufkommenden „Sharing Economy“ und weiterhin mit dem Thema „Internet Governance“ auseinandersetzen. An guten Inhalten fehlt es nicht, aber, wie Haselbeck zugibt, es muss noch an der Außenwirkung gefeilt werden. Doch der Geschäftsführer gibt sich optimistisch: „Die Leute haben verstanden, dass das CoLab eine offene Plattform ist, wo sie ihre Positionen und Ideen einbringen können, und genauso werden wir weitermachen.“<br />
Bild: <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Tobias.schwarz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Schwarz/Collaboratory</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 4.0</a><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Kolumne zum Jahresrückblick &#8211; Thema: #UADA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 15:04:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In freudiger Erwartung des netzpolitischen Jahresrückblicks per Hangout am 17.12. haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de je einen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/1280px-meeting_room_table_and_paper_board-4/" rel="attachment wp-att-135542"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-135542" alt="1280px-Meeting_room,_table_and_paper_board" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1280px-Meeting_room_table_and_paper_board3.jpg" width="616" height="359" /></a> In freudiger Erwartung des netzpolitischen <a href="http://politik-digital.de/10-berliner-hinterhofgespraech-zurueck-in-die-zukunft-netzpolitischer-jahresrueckblick-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresrückblicks per Hangout</a> am 17.12. haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de je einen kurzen Rückblick auf die folgenden Jahresthemen verfasst: <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-btw13/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#btw13</a>, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-nsa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#nsa</a>, #lsr, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#UADA</a> und <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-aufschrei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#aufschrei</a>. Den Anfang macht <em>Erik Meyer</em> mit einem Statement zu den Verhandlungen der #UADA, die er auch schon auf unserem Live-Blog zusammengefasst und kommentiert hat.<br />
Mit der Bildung der “Unterarbeitsgruppe Digitale Agenda” wurde netzpolitischen Fragestellungen erstmals ein separates Forum bei Koalitionsverhandlungen zugestanden. Ungeachtet der Frage, ob der Zuschnitt und die Zuordnung als gelungen bewertet werden, manifestierte sich in der personellen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Teilnehmer_an_den_Koalitionsverhandlungen_zwischen_CDU/CSU_und_SPD_2013#Unterarbeitsgruppe_Digitale_Agenda" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besetzung</a> der Verhandlungsgruppe der bei den Koalitionspartnern vorhandene Sachverstand.<br />
Auch unabhängig davon, ob der Prozess am Ende durch ein eigenes Ressort gewissermaßen gekrönt werden wird, kann diese Konstellation als Baustein zur Etablierung eines eigenständigen Politikfelds bewertet werden. Dazu gehört auch, dass eine auf die Materie bezogene Interessenvertretung stattfindet. Passenderweise war dieser Prozess im Fall der UADA (so der von Unions-Verhandlungsführerin Dorothee Bär eingeführte Hashtag) auch in den sozialen Medien zu verfolgen, wie die <a href="http://politik-digital.de/koalitionsverhandlungen-via-twitter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dokumentation</a> der Kommunikation  zeigt.<br />
Weitere Einsichten lieferten Akteure aus der (künftigen) Opposition, die wiederholt vorläufige Fassungen aus verschiedenen Arbeitsbereichen veröffentlichten. Besonders vehement wurde von an den Verhandlungen Beteiligten dabei gegen Berichte über eine geplante Vorratsdatenspeicherung argumentiert &#8211; die dann am Ende allerdings zutrafen. Hier zeigt sich ein Problem der vorliegenden Konstellation: Während in der Unterarbeitsgruppe der AG Kultur und Medien eher die weichen Aspekte verhandelt wurden, haben Innen- und Sicherheitspolitiker Themen von netzpolitischer Brisanz abgeräumt. Diese Hierarchisierung konterkariert das wohlfeile Wording von der ressortübergreifenden <a href="http://politik-digital.de/netzpolitik-oder-digitalisierungspolitik-worum-geht-es-hier-eigentlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Digitalisierungspolitik”</a>, und es stellt sich die Frage, ob die “<a href="https://medium.com/p/4c59072603fe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Agenda für Deutschland”</a> nicht doch am koalitionsinternen Katzentisch verhandelt wurde.<br />
Bild: Luis Argerich via Wikimedia<br />
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